[0001] Die Erfindung betrifft eine angetriebene Einheit einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Druckmaschinen, wie z. B. Rollenrotationsdruckmaschinen, verfügen über eine Vielzahl
angetriebener Einheiten, wie z. B. über Druckwerke, Falzwerke, Farbwerke sowie Feuchtwerke.
Den angetriebenen Einheiten einer Druckmaschine ist üblicherweise jeweils ein Antrieb
zugeordnet, wobei der Antrieb einen anzutreibenden Zylinder bzw. eine anzutreibende
Walze der angetriebenen Einheit unter Zwischenschaltung eines Getriebes antreibt.
Unter dem Begriff Getriebe sollen alle möglichen Arten von Getrieben verstanden werden,
mit Hilfe derer Drehzahlen bzw. Drehmomente übertragen werden können, wie z. B. Zahnradgetriebe,
Zahnriemengetriebe, Kettengetriebe oder auch Reibradgetriebe.
[0003] Das Dokument
EP 1 459 890 beschreibt herkömmliche angetriebenen Einheiten einer Druckmaschine, wobei das Getriebe
ein dem anzutreibenden Zylinder bzw. der anzutreibenden Walze zugeordnetes Eintriebelement
und ein dem Antrieb zugeordnetes Abtriebelement umfasst. Das Eintriebelement ist nach
der Praxis unmittelbar auf einer Welle des anzutreibenden Zylinders bzw. der anzutreibenden
Walze gelagert, das dem Antrieb zugeordnete Eintriebelement ist hingegen nach der
Praxis auf einer separaten Welle gelagert, die mit der Welle des Antriebs über eine
Kupplung, vorzugsweise eine Fluchtausgleichskupplung, in mechanischer Antriebsverbindung
steht. Dabei verfügt sowohl die Welle des Antriebs als auch die Welle, auf der das
Abtriebelement gelagert ist, über jeweils mindestens zwei Lagerstellen. Dieses aus
der Praxis bekannte Prinzip zur Ankopplung des Antriebs an einen anzutreibenden Zylinder
bzw. eine anzutreibende Walze einer angetriebenen Einheit einer Druckmaschine ist
konstruktiv sowie hinsichtlich der Montage relativ aufwendig.
[0004] Es besteht daher ein Bedarf an angetriebenen Einheiten von Druckmaschinen, die über
einen einfacheren konstruktiven Aufbau verfügen, um Kostenvorteile sowie eine erleichterte
Montage der angetriebenen Einheit bereitzustellen.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, eine neuartige
angetriebene Einheit einer Druckmaschine zu schaffen. Dieses Problem wird durch eine
angetriebene Einheit gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist das Abtriebelement
direkt an der Welle des Antriebs gelagert, derart, dass das Abtriebelement unmittelbar
benachbart zu einer Lagerstelle der Welle des Antriebs angeordnet ist.
[0006] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist das Abtriebelement des Getriebes direkt
bzw. unmittelbar an bzw. auf der Welle des Antriebs gelagert, und zwar derart, dass
das Abtriebelement unmittelbar benachbart zu einer Lagerstelle der Welle des Antriebs
angeordnet ist. Bedingt dadurch, dass das Abtriebelement direkt bzw. unmittelbar auf
der Welle des Antriebs gelagert ist, kann einerseits die nach der Praxis erforderliche,
separate Welle zur Lagerung des Abtriebselements sowie andererseits die Fluchtausgleichskupplung
entfallen. Weiterhin kann die Anzahl der Lagerstellen reduziert werden. Die erfindungsgemäße,
angetriebene Einheit einer Druckmaschine verfügt über einen einfacheren konstruktiven
Aufbau und ist daher kostengünstiger sowie leichter montierbar als aus der Praxis
bekannte, angetriebene Einheiten. Weiterhin ergibt sich für die erfindungsgemäße,
angetriebene Einheit eine höhere Gesamtsteifigkeit, was insbesondere im Hinblick auf
die Regelung bzw. Steuerung der angetriebenen Einheit von Vorteil ist.
[0007] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- eine schematisierte Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen, angetriebenen
Einheit einer Druckmaschine.
[0008] Die hier vorliegende Erfindung betrifft eine angetriebene Einheit einer Druckmaschine,
die einen Antrieb umfasst, der unter Zwischenschaltung eines Getriebes einen Zylinder
bzw. eine Walze der Einheit antreibt. Nachfolgend soll davon ausgegangen werden, dass
es sich bei der erfindungsgemäßen, angetriebenen Einheit einer Druckmaschine um ein
Druckwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine handelt, und dass das Getriebe als Zahnradgetriebe
ausgeführt ist. Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung
jedoch nicht auf diesen bevorzugten Anwendungsfall beschränkt ist. Vielmehr kann die
Erfindung bei allen angetriebenen Einheiten einer Druckmaschine zum Einsatz kommen,
so z. B. bei einem Falzwerk, Farbwerk sowie Feuchtwerk. Weiterhin muss das Getriebe
nicht als Zahnradgetriebe ausgeführt sein, vielmehr kann dasselbe auch als Zahnriemengetriebe,
Kettengetriebe oder Reibradgetriebe ausgeführt sein.
[0009] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer als Druckwerk ausgebildeten, angetriebenen
Einheit einer Druckmaschine im Bereich eines anzutreibenden Übertragungszylinders
bzw. Gummizylinders 10 des Druckwerks. Der anzutreibende Gummizylinder 10 wird von
einem Antrieb 11 unter Zwischenschaltung eines Getriebes 12 angetrieben, wobei das
Getriebe 12 gemäß Fig. 1 ein dem Antrieb 11 zugeordnetes Abtriebelement 13 sowie ein
dem anzutreibenden Gummizylinder 10 zugeordnetes Eintriebelement 14 umfasst. Abtriebelement
13 und Eintriebelement 14 des Getriebes 12 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als
Zahnräder ausgeführt, die unmittelbar miteinander in Eingriff stehen.
[0010] Dass dem anzutreibenden Gummizylinder 10 zugeordnete Eintriebelement 14 ist auf einer
Welle 15 des Gummizylinders 10 gelagert, wobei gemäß Fig. 1 auf der Welle 15 neben
dem Eintriebelement 14 ein weiteres als Zahnrad ausgebildetes Getriebeelement 16 gelagert
ist, über welches der angetriebene Gummizylinder 10 einen nicht-gezeigten Formzylinder
bzw. Plattenzylinder des Druckwerks antreibt.
[0011] Erfindungsgemäß ist das Abtriebelement 13 des Getriebes 12 direkt bzw. unmittelbar
an bzw. auf einer Welle 17 des Antriebs 11 gelagert. Das Abtriebelement 13 greift
demnach unmittelbar ohne Kupplung und damit kupplungslos an der Welle 17 des Antriebs
11 an.
[0012] Gemäß Fig. 1 ist dabei das Abtriebelement 13 des Getriebes 12 unmittelbar benachbart
zu einer Lagerstelle 18 der Welle 17 des Antriebs 11 angeordnet, wodurch erreicht
wird, dass eine eventuelle Schiefstellung des Abtriebelements 13 in Folge einer Durchbiegung
der Welle 17 des Antriebs 11 möglichst klein und die Lebensdauer der Lagerstelle 18
möglichst groß wird.
[0013] Im einfachsten Fall der Erfindung ist die Welle des Antriebs an ausschließlich zwei
Lagerstellen gelagert, wobei das Abtriebelement unmittelbar benachbart zu einer der
beiden Lagerstellen angeordnet ist.
[0014] Demgegenüber zeigt Fig. 1 eine Variante, in welcher die Welle 17 des Antriebs 11
bedingt durch die Einbauverhältnisse des Druckwerks verlängert und im Bereich der
Lagerstelle 18 zusätzlich zu nicht-dargestellten Hauptlagerstellen über eine Zusatzlagerstelle
gelagert ist. Dabei ist das Abtriebelement 13 des Getriebes 12 unmittelbar benachbart
zu der Zusatzlagerstelle 18 angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist demnach
die Welle 17 des Antriebs 11 an drei Lagerstellen gelagert, nämlich an zwei nicht-dargestellten
Hauptlagerstellen und der in Fig. 1 gezeigten Zusatzlagerstelle 18.
[0015] Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügt der Antrieb 11 über ein Gehäuse 19, welches
die nicht-dargestellten Hauptlagerstellen aufnimmt. Die Zusatzlagerstelle 18 ist in
einem Zusatzgehäuse 20 aufgenommen, welches am Gehäuse 19 des Antriebs 11 montiert
bzw. zentriert ist.
[0016] Im Unterschied hierzu ist es auch möglich, die Zusatzlagerstelle unmittelbar dem
Gehäuse des Antriebs zuzuordnen.
[0017] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist demnach das Abtriebelement 13 des Getriebes
12, über welches der Antrieb 11 in den anzutreibenden Gummizylinder 10 des Druckwerks
eintreibt, unmittelbar bzw. direkt auf der Welle 17 des Antriebs 10 ohne Zwischenanordnung
einer Kupplung gelagert bzw. befestigt. Dabei ist das Abtriebelement 13 in unmittelbarer
Nähe zu einer Lagerstelle 18 der Welle 17 des Antriebs 11 angeordnet. Bei dieser Lagerstelle
kann es sich entweder um eine Hauptlagerstelle oder eine Zusatzlagerstelle der Welle
17 des Antriebs 11 handeln.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 10
- Gummizylinder
- 11
- Antrieb
- 12
- Getriebe
- 13
- Abtriebelement
- 14
- Eintriebelement
- 15
- Welle
- 16
- Getriebeelement
- 17
- Welle
- 18
- Lagerstelle
- 19
- Gehäuse
- 20
- Zusatzgehäuse
1. Angetriebene Einheit einer Druckmaschine, insbesondere Druckwerk oder Falzwerk einer
Rollenrotationsdruckmaschine, mit einem von einem Antrieb (11) unter Zwischenschaltung
eines Getriebes (12) anzutreibenden Zylinder (10) bzw. einer anzutreibenden Walze,
wobei das Getriebe ein auf einer Welle (15) des anzutreibenden Zylinders bzw. der
anzutreibenden Walze gelagertes Eintriebelement (14) und ein dem Antrieb zugeordnetes,
mit dem Eintriebelement zusammenwirkendes Abtriebelement (13) aufweist, und wobei
eine Welle des Antriebs an mindestens zwei Lagerstellen gelagert ist und das Abtriebselement
(13) direkt an bzw. auf der Welle (17) des Antriebs (11) gelagert ist, derart, dass
das Abtriebelement (13) unmittelbar benachbart zu einer Lagerstelle (18) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (17) des Antriebs (11) an zwei Hauptlagerstellen und einer seitlichen Zusatzlagerstelle
(18) gelagert ist, und dass das Abtriebelement (13) unmittelbar benachbart zu der
Zusatzlagerstelle (18) angeordnet ist, so dass eine eventuelle Schiefstellung des
Antriebelements (13) in Folge einer Durchbiegung der Welle (17) des Antriebs (11)
möglichst klein ist.
2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlagerstelle (18) einem Zusatzgehäuse (20) zugeordnet ist, wobei das Zusatzgehäuse
(20) an einem Gehäuse (19) des Antriebs (11) zentriert ist.
3. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlagerstelle einem Gehäuse des Antriebs zugeordnet ist.
4. Einheit nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Eintriebelement (13) und das Abtriebelement (14) als Zahnräder ausgebildet sind,
die unmittelbar miteinander in Eingriff stehen.
1. A driven unit of a printing machine, in particular a printing group or folding unit
of a web-fed rotary printing machine, having a cylinder (10) that is to be driven
by a drive (11) with interconnection of a gear unit (12), or having a roller that
is to be driven, wherein the gear unit has an input element (14) mounted on a shaft
(15) of the cylinder or roller that is to be driven and an output element (13) associated
with the drive and cooperating with the input element, and wherein a shaft of the
drive is mounted at at least two bearing locations, and the output element (13) is
mounted directly at or on the shaft (17) of the drive (11) in such a way that the
output element (13) is arranged immediately adjacently to one bearing location (18),
characterised in that the shaft (17) of the drive (11) is mounted at two main bearing locations and a lateral
auxiliary bearing location (18), and in that the output element (13) is arranged immediately adjacently to the auxiliary bearing
location (18) so that any possible inclination of the drive element (13) in consequence
of a deflection of the shaft (17) of the drive (11) is as small as possible.
2. A unit according to claim 1, characterised in that the auxiliary bearing location (18) is associated with an auxiliary housing (20),
wherein the auxiliary housing (20) is centred on a housing (19) of the drive (11).
3. A unit according to claim 1, characterised in that the auxiliary bearing location is associated with a housing of the drive.
4. A unit according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the input element (13) and the output element (14) are formed as toothed wheels that
are directly engaged with each other.
1. Unité entraînée d'une machine d'impression notamment d'un groupe d'impression ou d'un
groupe de pliage d'une machine rotative d'impression à bobine comportant :
- un cylindre entraîné (10) ou un tambour entraîné, par un moyen d'entraînement (11)
avec interposition d'une transmission (12),
- la transmission comportant un élément d'entraînement d'entrée (14) monté sur un
arbre (15) du cylindre ou du tambour à entraîner ainsi que d'un élément d'entraînement
de sortie (13) associé au moyen d'entraînement et coopérant avec l'élément d'entraînement
d'entrée, et
- un arbre du moyen d'entraînement est monté dans au moins deux paliers, et
- l'élément d'entraînement de sortie (13) est monté directement sur ou à l'arbre (17)
du moyen d'entraînement (11) de façon que l'élément d'entraînement de sortie (13)
se trouve directement au voisinage d'un point de palier (18),
caractérisée en ce que
- l'arbre (17) du moyen d'entraînement (11) comporte deux paliers principaux et un
palier auxiliaire (18) latéral, et
- l'élément d'entraînement de sortie (13) est directement voisin du palier auxiliaire
(18) de façon qu'une éventuelle position en biais de l'élément d'entraînement (13)
résultant du fléchissement de l'arbre (17) du moyen d'entraînement (11) soit aussi
réduite que possible.
2. Unité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
- le palier auxiliaire (18) est associé à un boîtier auxiliaire (20),
- le boîtier auxiliaire (20) est centré sur le boîtier (19) du moyen d'entraînement
(11).
3. Unité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le palier auxiliaire est associé à un boîtier du moyen d'entraînement.
4. Unité selon une ou plusieurs revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
l'élément d'entraînement d'entrée (13) et l'élément d'entraînement de sortie (14)
sont des roues dentées directement en prise l'une avec l'autre.