Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlelement zum Kühlen eines Kühlguts sowie einen Kühlcontainer
mit einem erfindungsgemäßen Kühlelement. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Kühlen eines Kühlguts unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Kühlelements sowie
ein Verfahren zur Herstellung eines Kühlelements. Derartige Kühlelemente, Kühlcontainer
und Verfahren können insbesondere im Bereich der Pharmazie und Medizin zum Transport
pharmazeutischer und/oder medizinischer Proben eingesetzt werden. Auch andere Anwendungen
sind jedoch möglich.
Stand der Technik
[0002] Kühlelemente werden in zahlreichen Einsatzgebieten und Anwendungen eingesetzt. Als
Beispiele, welche jedoch nicht abschließend sind, sind hier verschiedene Naturwissenschaften,
wie beispielsweise die Chemie und die Biologie zu nennen, sowie die Medizin und Medizintechnik.
Auch in der Pharmazie werden beispielsweise derartige Kühlelemente eingesetzt, um
Medikamente bei einer optimalen Temperatur aufzubewahren und/oder zu transportieren.
Daneben existieren Kühlelemente, welche im Haushaltsbereich eingesetzt werden oder
Kühlelemente für den Bereich der Lebensmittelindustrie.
[0003] Derartige Kühlelemente, häufig auch "Kühlakkus" genannt, weisen üblicherweise eine
flexible oder starre Umhüllung auf, in welche eine kältespeichernde Flüssigkeit (im
Folgenden auch Kühlmittel genannt) eingebracht wird. Ist das Kühlelement "aufgeladen",
so liegt die kältespeichernde Flüssigkeit im gefrorenen Zustand vor. Diese Flüssigkeit
kann unmittelbar in der Umhüllung vorliegen oder in einem Trägersubstrat oder Speichermedium
aufgenommen sein. Letzteres dient häufig der Immobilisierung und wirkt sich vorteilhaft
auf die Formgebung des Kühlelementes und auf eine mögliche Kühldauer aus. Das Kühlelement
wird vor dem Einsatz für eine vorgegebene Zeitdauer vorgefroren. Derartige Kühlelemente
weisen in der Regel keine eigene aktive Kühlung auf, insbesondere keine Stromversorgung.
[0004] Nachteilig an derartigen Kühlelementen oder Kühlakkus ist jedoch, dass ein derartiges
Vorfrieren beziehungsweise Unterkühlen auf eine Temperatur unterhalb der Zieltemperatur
des Kühlgutes üblicherweise Temperaturen deutlich unterhalb des Phasenübergangs zwischen
festem Aggregatszustand und flüssigem Aggregatszustand des Kühlmittels bewirkt. Durch
dieses Unterkühlen der Kühlelemente unterhalb der letztendlich gewünschten Zieltemperatur
des Kühlgutes beziehungsweise der Ware ist es erst möglich, die Kühlung über einen
längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Insofern ist eine derartige Unterkühlung der
Kühlelemente in vielen Fällen unverzichtbar.
[0005] Bringt man jedoch derartig unterkühlte Kühlelemente in eine Verpackung ein, so erfolgt
unter anderem auch in dem Bereich der Verpackung, welcher das Kühlgut beziehungsweise
die zu kühlende Ware enthält, zunächst eine starke Abkühlung durch die unterkühlten
Kühlelemente. Für viele Arten von Kühlgut, beispielsweise im Bereich der Lebensmittelindustrie
und/oder der Pharmazie, sind derartige Unterkühlungen des Kühlgutes mit teilweise
irreversiblen Beschädigungen verbunden. Bei Einsätzen im Haushalts- oder Lebensmittelbereich
kann es zu Gefrierbrand oder anderen Beschädigungen kommen. Im Bereich der Pharmazie
oder Biologie können empfindliche Proben und Medikamente durch eine Unterkühlung vollständig
unbrauchbar werden. Daher weisen Kühlgüter üblicherweise eine Zieltemperatur auf,
bei welcher gekühlt werden sollte, eine Maximaltemperatur, welche auf Dauer nicht
überschritten werden sollte, sowie eine Toleranzschwelle oder Minimaltemperatur unterhalb
der Zieltemperatur, innerhalb derer in der Regel noch keine Beschädigungen auftreten.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Lösungen bekannt, welche eingesetzt werden
können, um ein Unterkühlen des Kühlgutes zu vermeiden. So beschreibt beispielsweise
JP 101 11 057 ein Kühlelement, welches insbesondere für Gemüse eingesetzt werden kann. Das Kühlelement
weist ein in eine gemeinsame Umhüllung integriertes Schaumstoffelement auf, welches
zwischen das in abgeschlossenen Räumen vorliegende Kühlmittel und das Kühlgut eingebracht
wird, um auf diese Weise als Isolationselement das Kühlgut vor einer Unterkühlung
zu schützen.
[0007] Das aus der
JP 101 11 057 bekannte Prinzip des Einfügens zusätzlicher Isolationsschichten zwischen die Kühlelemente
und das Kühlgut wird auch in großen Gefriercontainern eingesetzt, in welchen beispielsweise
in einer äußeren isolierenden Box zunächst randständig Kühlelemente eingebracht werden,
und anschließend in das noch freie Lumen dieser Box eine zweite, kleinere Box aus
isolierendem Material eingebracht wird, in welcher letztendlich das Kühlgut aufgenommen
ist. Derartige "passive" Isolationskonzepte verringern zwar das beschriebene Problem
der anfänglichen Unterkühlung des Kühlgutes, da die zusätzliche Lage als "Puffer"
wirkt, um einen Temperaturgradienten zwischen dem Kühlelement und dem Kühlgut aufzubauen.
Allerdings sind bei derartigen Systemen deutlich aufwändigere, kostspieligere und
mit zusätzlichen Handhabungsschritten verbundene Arbeitsschritte erforderlich, da
sowohl zusätzliche Materialien (beispielsweise eine Innenbox bzw. Zwischenschichten)
als auch zusätzliche Arbeitsgänge beim Verpacken der Ware erforderlich sind. Ein weiterer
Nachteil rein passiver Pufferisolationen liegt darin, dass die Gesamtnutzungsdauer
der Kühlelemente vergleichsweise gering ist.
[0008] Aus dem Stand der Technik sind auch komplexere Kühlsysteme bekannt, welche ebenfalls
die oben beschriebene Problematik einer anfänglichen Unterkühlung des Kühlgutes vermeiden
sollen. So beschreibt beispielsweise
EP 1 477 751 A1 eine anfängliche Unterkühlung des Kühlgutes durch Kombination eines vorgefrorenen
Kühlelementes mit einer thermischen Regulationsbarriere mit einer Flüssigkeit, welche
eine Temperatur oberhalb von 0 °C aufweist. Auch diese zusätzliche Flüssigkeit wirkt
somit als thermischer Puffer. Die Nachteile dieses Aufbaus sind jedoch vergleichbar
mit den oben beschriebenen Nachteilen der
JP 101 11 057. Es ist wiederum ein komplexer Aufbau erforderlich, mit zusätzlichen Handhabungsschritten.
Weiterhin ist wiederum durch das vorgewärmte Zwischenelement die Gesamtkühldauer beschränkt.
[0009] Auch
WO 00/12409 beschreibt eine Kühlverpackung für ein sensitives Kühlgut, bei welchem das Kühlgut
zunächst mit einer inneren Lage mit einem Wasservolumen umhüllt wird. Diese innere
Lage wird wiederum mit einer äußeren Schicht eines Kühlmittels umhüllt, welches gefroren
ist und Temperaturen weit unterhalb von 0 °C aufweisen kann. Die unterkühlte äußere
Lage muss zunächst die innere Wasserschicht herunterkühlen, bis das Kühlgut selbst
gekühlt werden kann. Auf diese Weise wirkt die innere Lage ebenfalls als thermischer
Puffer, welcher anfängliche "Kältespitzen" abmildert.
WO 00/12409 offenbart ein Kühlelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Auch die in
WO 00/12409 beschriebene Lösung ist jedoch vergleichsweise komplex. Es ist stets die Einbringung
zweier getrennter Schichten in zwei Arbeitsgängen erforderlich, da diese beiden Schichten
unterschiedlich thermisch vorbehandelt werden müssen, um ein Unterkühlen der inneren
Schicht zu vermeiden. Zudem beschränkt die innere Schicht, welche wiederum einer "vorgewärmten"
Schicht gleicht, die gesamte Verwendungsdauer des Kühlelements.
Aufgabe der Erfindung
[0010] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kühlelement bereitzustellen,
welches die Nachteile bekannter Kühlelemente zumindest weitgehend vermeidet. Insbesondere
soll das Kühlelement einerseits das bekannte Problem eines anfänglichen schädlichen
Unterkühlens temperaturempfindlichen Kühlguts, insbesondere beim Einbringen des Kühlguts
in eine Transportverpackung beziehungsweise beim Einbringen von vorgefrorenen Kühlelementen
in die Transportverpackungen, reduzieren beziehungsweise eliminieren. Andererseits
soll das Kühlelement jedoch möglichst einfach ausgestaltet sein und soll das Erfordernis
zusätzlicher Arbeitsschritte oder zusätzlicher Materialien zumindest weitgehend vermeiden.
Weiterhin sollen die Temperaturübergänge und Temperaturverhältnisse innerhalb einer
die Kühlelemente umfassenden Verpackung möglichst definiert sein, um zuverlässige
Aussagen über die Kühltemperatur und Kühldauer der darin verpackten Ware liefern zu
können.
Beschreibung der Erfindung
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird hiermit durch Bezugnahme zum Inhalt dieser
Beschreibung gemacht.
[0012] Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten "Pufferkonzepten" mit einfachen
Isolationsschichtpuffern oder thermischen Puffermedien beruht die vorliegende Erfindung
auf einer gezielten Ausnutzung eines Phasenübergangs eines Kühlmittels vom festen
Aggregatszustand in den flüssigen Aggregatszustand. Dabei ist im Sinne der vorliegenden
Erfindung unter einem "flüssigen Aggregatszustand" allgemein jedoch ein fluider Aggregatszustand
zu verstehen, also ein Aggregatszustand, in welchem das Kühlmittel eine geringe Viskosität
und hohe Verformbarkeit aufweist, also insbesondere eine Fließfähigkeit und/oder Strömfähigkeit.
Neben flüssigen Kühlmitteln können dies grundsätzlich auch Kühlmittel im gasförmigen
Zustand sein.
[0013] Ein Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein Phasenübergang
zwischen dem festen Aggregatszustand und dem flüssigen Aggregatszustand unter bekannten
Randbedingungen stets bei einem bekannten Schmelzpunkt und/oder innerhalb eines bekannten
Schmelzbereiches (je nach Art des Kühlmittels oder Kühlmittelgemischs) stattfindet.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es möglich ist, den festen Aggregatszustand
des Kühlmittels und den flüssigen Aggregatszustand des Kühlmittels innerhalb eines
Kühlelements räumlich zu trennen. Dementsprechend kann beispielsweise ein Vorrat des
Kühlmittels im festen Aggregatszustand nahezu beliebig heruntergekühlt beziehungsweise
unterkühlt werden, solange dieser ausreichend von dem Kühlgut thermisch getrennt und/oder
isoliert wird. Dem flüssigen Aggregatszustand des Kühlmediums, welcher eine Temperatur
von mindestens der Temperatur des Schmelzpunktes und/oder Schmelzbereichs aufweist,
kann es hingegen durch geeignete Vorrichtungen ermöglicht werden, in engeren thermischen
Kontakt mit dem Kühlgut zu treten und somit als Wärmeübertragungsmedium zwischen dem
Kühlgut und dem festen Aggregatszustand des Kühlmittels zu wirken.
[0014] Zur Umsetzung dieses Gedankens wird daher ein Kühlelement vorgeschlagen, welches
zum Kühlen eines Kühlguts eingesetzt werden kann. Das Kühlgut kann beispielsweise,
wie oben dargestellt, aus dem Bereich der Naturwissenschaften, der Medizin, der Pharmazie,
der Lebensmittelindustrie oder aus dem Haushaltsbereich entnommen sein. Auch andere
Einsatzgebiete sind jedoch denkbar. Insbesondere kann das Kühlgut thermisch sensitives
Kühlgut umfassen, welches nicht unterhalb einer bestimmten Minimaltemperatur und/oder
unterhalb einer Toleranzschwelle unterhalb einer Zieltemperatur gekühlt werden sollte.
[0015] Das Kühlelement umfasst eine Umhüllung, welche insbesondere als geschlossene Umhüllung
ausgestaltet sein kann. Diese Umhüllung kann, wie unten näher dargestellt wird, eine
flexible und/oder starre Umhüllung umfassen. Besonders geeignet als Materialien für
derartige Umhüllungen sind Kunststoffe, insbesondere Kunststofffolien oder Kunststoffplatten.
Aufgrund ihrer geringen Durchlässigkeit haben sich insbesondere Mischkunststoffe aus
Polyethylen und Polyamid als vorteilhaft erwiesen. Die Umhüllung kann auch mehrlagig
ausgestaltet sein und kann beispielsweise in unterschiedlichen Bereichen des Kühlelements
unterschiedlich ausgestaltet sein, beispielsweise um anisotrop eine unterschiedliche
Wärmeübertragung in unterschiedlichen Bereichen der Umhüllung zu ermöglichen.
[0016] So weist die Umhüllung insbesondere mindestens eine Wärmeübertragungswand zum Austausch
thermischer Energie mit dem Kühlgut auf. Beispielsweise kann die Umhüllung genau eine
Wärmeübertragungswand aufweisen, beispielsweise eine ebene Wärmeübertragungswand.
Beispielsweise kann es sich bei dieser Wärmeübertragungswand um eine oder mehrere
Folienseiten einer Folienumhüllung, beispielsweise eines Folienbeutels, handeln. Unter
dem Ausdruck "zum Austausch thermischer Energie mit dem Kühlgut" ist dabei jedoch
nicht notwendigerweise ein direkter thermischer Kontakt mit dem Kühlgut zu verstehen,
so dass beispielsweise auch, neben einem direkten Kontakt mit dem Kühlgut, eine Zwischenschaltung
weiterer thermisch isolierender Elemente, wie beispielsweise Schaumstoff- oder Styroporelemente,
und/oder auch Luft- oder Gasschichten möglich sein kann.
[0017] Zur Umsetzung des oben beschriebenen Grundgedankens der räumlichen Trennung der Phasen
des Kühlmittels weist das Kühlelement mindestens einen an die Wärmeübertragungswand
angrenzenden Fluidraum und mindestens einen von dem Fluidraum getrennten Speicherraum
auf. Der Fluidraum und der Speicherraum sind durch mindestens ein Trennelement getrennt.
Der Begriff "Trennen" bezieht sich hier auf einen mechanischen Rückhalt der festen
Phase des Kühlmittels (siehe die nachfolgende Beschreibung) und ein zumindest weitgehendes
Fernhalten dieser festen Phase von dem Fluidraum. Vorzugsweise betrifft die Trennung
jedoch, wie unten ausgeführt, zusätzlich auch eine thermische Trennung, also eine
zumindest teilweise thermische Isolation.
[0018] Als fester Aggregatszustand wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung auch ein zähflüssiger
Zustand eines Kühlmittels verstanden, bei welchem die Viskosität des Kühlmittels so
hoch ist, dass das Kühlmittel in diesem zähflüssigen Zustand nicht in den durch mindestens
ein Trennelement getrennten Fluidraum strömen kann. Als flüssige Aggregatszustand
wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung auch ein flüssige Zustand eines Kühlmittels
verstanden, bei welchem die Viskosität des Kühlmittels entsprechend gering ist, dass
das Kühlmittel in diesem flüssigen Zustand in den durch mindestens ein Trennelement
getrennten Fluidraum strömen kann. Beispiele für solche Kühlmittel können beispielsweise
Parafine oder wachsähnliche Substanzen sein.
[0019] Der Speicherraum ist eingerichtet, um einen Kühlmittelvorrat in festem Aggregatszustand
aufzunehmen. Beispielsweise kann es sich hierbei um einen oder mehrere feste Blöcke
des Kühlmittels handeln, welche eine nahezu beliebige geometrische Gestalt annehmen
können. Wie unten ausgeführt, kann der Speicherraum zusätzlich mindestens ein Speicherelement
zum Aufnehmen des Kühlmittelvorrats aufweisen, was jedoch nicht zwingend erforderlich
ist.
[0020] Das Trennelement ist eingerichtet, um den Kühlmittelvorrat im festen Aggregatszustand
von dem Fluidraum im Wesentlichen fernzuhalten. Unter "im Wesentlichen" in diesem
Zusammenhang ist zu verstehen, dass der Fluidraum vorzugsweise nicht mehr als 5 %,
vorzugsweise nicht mehr als 1 % des Kühlmittels in gefrorenem Zustand aufweisen soll.
Das Fernhalten des festen Aggregatszustands von dem Fluidraum kann, wie unten anhand
von Beispielen näher ausgeführt wird, durch einen einfachen mechanischen Rückhalt
erfolgen, welcher voluminöse Bruchstücke des Kühlmittels im festen Zustand beispielsweise
mittels entsprechend klein dimensionierter Fluidkanäle von dem Fluidraum fernhält.
Kühlmittel in flüssigem Aggregatszustand soll jedoch der Übertritt von dem Speicherraum
in den Fluidraum ermöglicht werden.
[0021] Durch das erfindungsgemäße Konzept der zumindest teilweisen räumlichen Trennung von
Kühlmittel in festem Aggregatszustand und flüssigem Aggregatszustand, wobei vorzugsweise
ausschließlich das flüssige Kühlmittel in engeren thermischen Kontakt mit dem Kühlgut
treten kann, werden die oben beschriebenen Nachteile bekannter Kühlkonzepte auf geschickte
Weise vermieden. Der Kühlmittelvorrat des festen Kühlmittels kann nahezu beliebig
unterkühlt werden, ohne dass eine Schädigung des Kühlguts zu befürchten ist. Dennoch
ist sichergestellt, dass ausschließlich Kühlmittel, welches in den flüssigen Aggregatszustand
übergegangen ist, in engeren thermischen Kontakt mit dem Kühlgut tritt, so dass dieses
Kühlmittel stets eine bekannte Minimaltemperatur aufweist. Der beschriebene Aufbau
ermöglicht somit lange Kühldauern, im Gegensatz zu den bekannten "Pufferkonzepten",
bei gleichzeitig hoher Unterkühlungssicherheit. Weiterhin kann das Kühlelement vergleichsweise
einfach aufgebaut sein, im Gegensatz beispielsweise zu den komplexen Mehrkammersystemen
der
JP 101 11 057 oder der
WO 00/12409. Die Handhabung des Kühlelements, welches als einzelnes Kühlelement ausgebildet sein
kann, ist äußerst einfach, da dieses als Ganzes unterkühlt werden kann, im Gegensatz
zu den getrennten Vorbehandlungen der in
WO 00/12409 und
EP 1 477 751 A1 beschriebenen mehrteiligen Aufbauten.
[0022] Das erfindungsgemäße Kühlelement kann auf verschiedene Weisen vorteilhaft weiterentwickelt
werden. Diese optionalen Weiterentwicklungen können einzeln oder in Kombination realisiert
sein.
[0023] So kann das Kühlelement in dem Speicherraum, wie oben beschrieben, mindestens ein
Speicherelement aufweisen, welches eingerichtet ist, um den Kühlmittelvorrat ganz
oder teilweise aufzunehmen und zumindest teilweise zu immobilisieren. Auf diese Weise
kann eine räumliche Konzentration des Kühlmittelsvorrats, insbesondere in festem Aggregatszustand,
erleichtert werden, im Gegensatz beispielsweise zu einer Verfestigung im Rahmen einzelner,
untereinander nicht verbundener Feststoffpartikel, welche ungleich schwerer durch
das Trennelement zurückgehalten werden können.
[0024] Diese Immobilisierung, also die Verringerung der räumlichen Beweglichkeit durch Vergrößerung
einer zusammenhängenden, räumlich konzentrierten Masse insbesondere an festem Kühlmittel,
kann auf verschiedene Weise erfolgen. So kann das Speicherelement beispielsweise den
Kühlmittelvorrat mechanisch, durch Adsorption und/oder durch Absorption aufnehmen.
Insbesondere kann das Speicherelement mindestens ein schwammartiges Element aufweisen,
also ein Element mit einer Vielzahl von Poren zur Aufnahme des Kühlmittelvorrats.
Das schwammartige Element kann einen Werkstoff aufweisen, welcher beispielsweise von
seinen Oberflächeneigenschaften her gut für die Aufnahme des Kühlmittels geeignet
ist. Allgemein kann, alternativ oder zusätzlich, das Speicherelement auch ein Schaumsubstrat,
einen Kunststoffschaum, insbesondere einen Melaminharzschaum, einen Superabsorber,
ein Quellmittel oder ähnliche Werkstoffe umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann
das Speicherelement auch weitere Zusätze, beispielsweise Netzmittel zur besseren Befüllung
des Speicherelements mit dem Kühlmittels, umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann
das Speicherelement auch mindestens ein Immobilisierungsmedium umfassen, welches eingerichtet
ist, um das Kühlmittel einzudicken und auf diese Weise die Mobilität des Kühlmittels
zu verringern. Beispielsweise kann als Immobilisierungsmedium Gelatine, Agar-Agar,
Pektin, Polyvinylallcohol oder ein ähnliches Medium verwendet werden.
[0025] Der Kühlmittelvorrat kann ganz oder teilweise in dem Speicherelement aufgenommen
sein. Das Speicherelement kann dann eingerichtet sein, um lediglich den festen Kühlmittelvorrat
aufzunehmen, wohingegen dem Kühlmittel im flüssigen Aggregatszustand eine Zirkulation
hin zu dem Fluidraum ermöglicht sein soll. Zu diesem Zweck kann das Speicherelement
beispielsweise unterschiedliche Rückhalteeigenschaften für das Kühlmittel in festem
und flüssigem Aggregatszustand aufweisen, so dass sich beispielsweise Kühlmittel,
welches in den flüssigen Aggregatszustand übergegangen ist, leichter von dem Speicherelement
löst. Hierzu können beispielsweise gezielt Oberflächeneigenschaften des Speicherelements
eingestellt werden. Alternativ oder zusätzlich können auch Volumenänderungen beim
Phasenübergang eingesetzt werden. So kann beispielsweise der Kühlmittelvorrat derart
bemessen sein, dass dieser das Speicherelement in flüssigem Zustand vollständig sättigt.
Beim Gefrieren, das heißt beim Phasenübergang in den festen Aggregatszustand, kann
dann beispielsweise eine Volumenzunahme erfolgen, wie dies bei verschiedenen Kühlmitteln,
wie beispielsweise Wasser, der Fall ist. Das "überschüssige" Volumen kann dann beispielsweise
auf der Außenseite des Speicherelements angesammelt sein und kann leichter in den
flüssigen Zustand übergehen und zirkulieren.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung beziehen sich auf die Ausgestaltung
des mindestens einen Trennelements und auf die Ausgestaltung der Ermöglichung eines
Überströmens des flüssigen Kühlmittels in den Fluidraum. So können beispielsweise
der mindestens eine Speicherraum und der mindestens eine Fluidraum durch mindestens
einen Fluidkanal miteinander in Verbindung stehen. Dieser mindestens eine Fluidkanal
kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein und sollte derart dimensioniert sein,
dass dieser zumindest größeren Stücken des Kühlmittels im gefrorenen Zustand, das
heißt in festem Aggregatszustand, den Übertritt in den Fluidraum verwehrt. Beispielsweise
kann der Fluidkanal ganz oder teilweise in dem mindestens einen Trennelement ausgestaltet
sein. So kann der Fluidkanal beispielsweise in Form mindestens einer Bohrung und/oder
mindestens einer Öffnung das Trennelement durchsetzen. Auch eine Vielzahl von Bohrungen
und/oder Öffnungen ist denkbar, beispielsweise in Form eines Siebs. Auch ein poröses
Trennelement ist denkbar, wobei in diesem Fall die Poren derart ausgestaltet sein
sollten, dass diese einen Durchtritt des flüssigen Kühlmittels ermöglichen.
[0027] Alternativ oder zusätzlich kann der mindestens eine Fluidkanal auch beispielsweise
durch eine Kombination des Trennelements und der Umhüllung und/oder eines zusätzlichen
Bauteils gebildet sein. Beispielsweise kann der Fluidkanal zwischen dem Trennelement
und der Umhüllung ausgebildet sein. Um den Fluidkanal offen zu halten und/oder um
den Fluidkanal auf einer bestimmten Dimensionierung zu halten, können zu diesem Zweck
beispielsweise Trennstege vorgesehen sein, welche zwischen dem Trennelement und der
Umhüllung ausgebildet sind. Diese Trennstege können ganz oder teilweise beispielsweise
Bestandteil des Trennelements sein und/oder können Bestandteil der Umhüllung sein
und/oder können zumindest teilweise als eigenständiges Bauteil ausgebildet sein. Beispielsweise
kann die Umhüllung überdimensioniert sein, so dass ein Umfließen des Trennelements
durch das flüssige Kühlmittel ermöglicht wird. Die Verwendung von Trennstegen bietet
sich insbesondere bei starren Umhüllungen an, ist jedoch auch bei flexiblen Umhüllungen
möglich. Die Trennstege wirken in diesem Fall beispielsweise als Abstandshalter an
der Innenseite der Umhüllung. Durch diese vorgeschlagenen möglichen Ausgestaltungen
des Fluidkanals und/oder der Umhüllung beziehungsweise des Trennelements ist eine
besonders wirksame Trennung zwischen der flüssigen und festen Phase des Kühlmittels
realisierbar, bei gleichzeitig vergleichsweise einfachem und kostengünstigem Aufbau.
[0028] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen betreffen das Trennelement. Wie oben beschrieben,
kann das Trennelement insbesondere, allein oder in Zusammenwirkung mit der Umhüllung,
den mindestens einen Fluidkanal ausbilden. Weiterhin kann das Trennelement beispielsweise
mindestens ein blattförmiges, plattenförmiges oder scheibenförmiges Trennelement umfassen,
also allgemein ein Element, dessen laterale Abmessungen seine Dicke um ein Mehrfaches
übersteigen. In diesem Fall sollte zwischen dem Trennelement und der Umhüllung mindestens
ein als Fluidspalt ausgestalteter Fluidkanal zum Austausch von fluidem Kühlmittel
zwischen dem Speicherraum und dem Fluidraum ausgebildet sein. Das Kühlmittel kann
also in flüssigem Aggregatszustand durch Umströmen des blatt-, platten- oder scheibenförmigen
Trennelements in den Fluidraum gelangen. Anstelle eines einzelnen blatt-, platten-
oder scheibenförmigen Trennelements, also eines Elements, dessen laterale Ausdehnungen
seine Dicke um ein Mehrfaches übersteigen, ist auch die Verwendung einer Mehrzahl
derartiger Elemente denkbar. So kann beispielsweise das Trennelement eine Mehrzahl
von aufeinander gestapelten blattförmigen, plattenförmigen oder scheibenförmigen Trennelementen
umfassen. Diese Mehrzahl an derartigen Trennelementen kann beispielsweise ein mehrfaches
Umströmen erforderlich machen, bis das flüssige Kühlmittel in den Fluidraum gelangt.
Auf diese Weise oder auf andere Weise lässt sich auch eine Labyrinthstruktur oder
eine labyrinthartige Struktur schaffen und als Trennelement oder als Bestandteil des
Trennelements einsetzen. Zudem lässt sich auf diese Weise eine gute thermische Isolation
zwischen dem Kühlmittel in festem Aggregatszustand und dem Fluidraum beziehungsweise
dem Kühlgut erreichen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung einer Mehrzahl von einzelnen
Trennelemente liegt darin, dass durch die Variation der Anzahl und/oder der thermischen
Eigenschaften der einzelnen Trennelemente die thermischen Eigenschaften, insbesondere
die thermisch isolierenden Eigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit oder Wärmedurchlasswiderstand,
der gesamten Trennelement-Struktur auf einfache Weise an verschiedenen Anforderungen
angepasst werden können, beispielsweise durch Variation der Anzahl der Lagen einzelner
Trennelemente.
[0029] Das Trennelement kann insbesondere mechanisch flexibel ausgestaltet sein. Insbesondere
kann das Trennelement einen Vliesstoff umfassen, also einen nicht gewobenen oder nicht
gestrickten oder gewirkten Stoff, insbesondere einen Kunststoff-Vliesstoff. Insbesondere
kann der Kunststoff-Vliesstoff ein Kunststoffvlies aus extrudiertem Material mit kurzkettigen
und langkettigen Anteilen und einer amorphen Struktur sein. Vliese, insbesondere poröse
Vliese, haben sich als gut thermisch isolierend erwiesen und können gleichzeitig optimal
auf die erforderlichen Eigenschaften (beispielsweise eine geringe Benetzung und/oder
Aufnahme des Kühlmittels) angepasst werden. Insbesondere kann das Kühlelement ein
oder mehrere Lagen einer flexiblen Isolationsschicht, beispielsweise eines flexiblen
Vlieses, umfassen. Weiterhin sind, alternativ oder zusätzlich, extrudierte thermisch
isolierende Kunststoffe, insbesondere Polyethylene, Polystyrole, Polypropylene, Polyamide
oder andere Kunststoffe oder Mischkunststoffe einsetzbar. Derartig extrudierte Kunststoffe,
beispielsweise wiederum Kunststoffvliese, weisen besonders günstige Eigenschaften
auf, da diese einerseits thermisch isolierend sind und andererseits einen geringen
Anteil an Lufteinschlüssen aufweisen, welche den oben beschriebenen Grundeffekt der
Erfindung vermindern könnten. Alternativ oder zusätzlich kann das mindestens eine
Trennelement auch eine oder mehrere Isolationselemente umfassen, beispielsweise eine
oder mehrere evakuierte Trägerplatten oder Isolationselemente mit gasförmigen Isolationsmedien.
Durch Anpassung der Materialien und/oder der Ausgestaltungen des Trennelements können
beispielsweise die Isolationsleistung des Trennelements, also die thermische Isolierung
des Speicherraums gegenüber dem Fluidraum und/oder gegenüber dem Kühlmedium, in weiten
Bereichen beeinflusst werden. Beispielsweise kann dies bei der Verwendung von isolierenden
Vliesen durch die Wahl der Anzahl der Lagen des Vliesstoffs auf einfache Weise erfolgen.
[0030] Wie oben ausgeführt, kann das Trennelement insbesondere thermisch isolierende Eigenschaften
aufweisen, um einen unmittelbaren Wärmeübergang von dem Kühlmittel in festem Aggregatszustand
im Speicherraum hin zu dem Kühlgut zu reduzieren beziehungsweise einzuschränken. Dementsprechend
ist es besonders bevorzugt, wenn das Trennelement eine Wärmeleitfähigkeit von 0,01
W/(m*K) bis 0,5 W/(m*K), besonders bevorzugt im Bereich von 0,035 W/(m*K), aufweist.
Beispielsweise kann das Trennelement zu diesem Zweck ein oder mehrere entsprechende
Isolationsmaterialien enthalten, die allein oder in Kombination die genannten Wärmeleitfähigkeiten
bewirken. Alternativ oder zusätzlich ist es bevorzugt, wenn das Trennelement einen
Wärmedurchlasswiderstand von mindestens 0,05 m
2K/W aufweist. Auch zu diesem Zweck können ein oder mehrere entsprechende Isolationsmaterialien
und/oder Isolationsmedien (wie beispielsweise gasgefüllte und/oder evakuierte Platten)
vorgesehen sein, die die genannten Eigenschaften allein oder in ihrer Kombination
bewirken.
[0031] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Trennelement
einen möglichst geringen Anteil des Kühlmittels in flüssigem und/oder festem Zustand
aufnehmen sollte. Diese Weiterentwicklung hat den Vorteil, dass das Trennelement nicht
oder nur in äußerst geringem Maße beim Unterkühlen Kühlmittel in festem Zustand aufnimmt,
welches dann in engeren thermischen Kontakt mit dem Kühlgut geraten könnte. So werden
viele Kühlelemente beispielsweise bei Raumtemperatur aufbewahrt, um dann erst vor
dem Einsatz unterkühlt zu werden. Hätte das Trennelement ein großes Aufnahmevermögen
für das flüssige Kühlmittel, so wäre dieses vor dem Unterkühlen beispielsweise bereits
mit Kühlmittel getränkt, welches dann innerhalb dieses Trennelements gefrieren würde.
Um dies zu verhindern, ist es besonders bevorzugt, wenn das Trennelement derart ausgestaltet
ist, dass dieses einen Kühlmittelanteil von maximal 1 % aufnehmen kann, vorzugsweise
sogar weniger, beispielsweise maximal 0,2 %.
[0032] So kann beispielsweise das Kühlmittel ein polares Kühlmittel sein beziehungsweise
mindestens eine polare Kühlmittelkomponente aufweisen, wobei das Trennelement in diesem
Fall vorzugsweise zumindest abschnittsweise hydrophobe Eigenschaften aufweist. So
kann beispielsweise als Kühlmittel Wasser verwendet werden, beispielsweise in Kombination
mit einem hydrophoben Vlies als Trennelement, so dass eine geringe Aufnahme von Kühlmittel
in dem Vlies sichergestellt ist. In manchen Fällen bietet es sich jedoch auch an,
ein unpolares Kühlmittel zu verwenden beziehungsweise mindestens eine unpolare Kühlmittelkomponente.
In diesem Fall ist es bevorzugt, wenn das Trennelement zumindest abschnittsweise hydrophile
Eigenschaften aufweist.
[0033] Das Kühlmittel kann auf verschiedene Weise ausgestaltet sein und kann insbesondere,
wie unten beschrieben, an das Kühlgut angepasst sein. Allgemein soll das Kühlmittel
ein Material mit einem geeigneten Schmelzpunkt und/oder Schmelzbereich sein, welches
vorzugsweise eingerichtet ist, um beim Schmelzen eine latente Wärme aufzunehmen. Es
lassen sich einzelne Kühlmittel oder auch Kühlmittelgemische einsetzen. Insbesondere
lassen sich der Schmelzpunkt und/oder der Schmelzbereich in weiten Bereichen an optimale
Temperaturen des Kühlgutes anpassen. Das Kühlmittel kann insbesondere Wasser oder
Alkohol als polare Komponente aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das Kühlmittel
auch unpolare Komponenten umfassen, beispielsweise Öle, Fette, Paraffine oder ähnliche
unpolare Flüssigkeiten. Während polare Flüssigkeiten insbesondere im Bereich bis 0
°C eingesetzt werden, lassen sich unpolare Flüssigkeiten beispielsweise als Kühlmittel
im Bereich positiver Temperaturen, insbesondere im Bereich positiver Temperaturen
unterhalb der Raumtemperatur, einsetzen.
[0034] Weiterhin lässt sich das Kühlmittel durch ein oder mehrere Additive in seinen Eigenschaften
beeinflussen. Insbesondere kann durch geeignete Auswahl und/oder Konzentration derartiger
Additive wiederum der Schmelzpunkt beziehungsweise Schmelzbereich eingestellt werden,
sowie auch andere Eigenschaften, wie beispielsweise Viskosität, Polarität, Benetzungsvermögen
oder ähnliches. So kann insbesondere mindestens ein Salz und/oder mindestens ein Zucker
als Additiv eingesetzt werden. Beispielsweise lassen sich solehaltige wässrige Lösungen
einsetzen, also Salz-Wasser-Lösungen, beispielsweise KochsalzLösungen.
[0035] Weitere mögliche vorteilhafte Ausgestaltungen betreffen den Fluidraum. Unter einem
"Raum" ist in diesem Zusammenhang allgemein mindestens ein Lumen zu verstehen, welches
flüssiges Kühlmittel aufnehmen kann. Auch mehrere zusammenhängende oder voneinander
getrennte Lumina sind möglich.
[0036] Der Fluidraum, welcher an die mindestens eine Wärmeübertragungswand direkt oder unter
Zwischenschaltung zusätzlicher thermisch isolierender Elemente angrenzt, kann auf
verschiedene Weise ausgestaltet sein. Insbesondere kann der Fluidraum ganz oder teilweise
zwischen dem Trennelement und der Wärmeübertragungswand angeordnet sein. Hierbei ist
üblicherweise ein Fluidraum von äußerst geringer Dicke ausreichend, beispielsweise
ein lediglich geringer Spalt zwischen dem Trennelement und der Wärmeübertragungswand.
Die Verwendung enger Dimensionierungen für den Fluidraum und/oder den Fluidkanal bietet
darüber hinaus den Vorteil, dass Kapillarkräfte ausgenutzt werden können, um flüssiges
Kühlmittel aus dem Speicherraum in den Fluidraum zu bewegen.
[0037] Alternativ oder zusätzlich zu einer Ausgestaltung des Fluidraums zwischen dem Trennelement
und der Wärmeübertragungswand kann der Fluidraum auch ganz oder teilweise in dem Trennelement
enthalten sein. Insbesondere kann das Trennelement zu diesem Zweck, beispielsweise
in einem der Wärmeübertragungswand zuweisenden Bereich, ein poröses Volumen aufweisen
und/oder Rillen, Vertiefungen, Bohrungen oder ähnliches. Auch andere Ausgestaltungen
sind möglich.
[0038] Eine weitere Ausgestaltung betrifft die Umhüllung. Wie oben beschrieben, kann diese
Umhüllung beispielsweise starr oder flexibel ausgestaltet sein und kann beispielsweise
eine Folienumhüllung umfassen. Die Umhüllung kann auch mehrlagig ausgestaltet sein.
Die Umhüllung kann insbesondere mindestens ein Isolierelement umfassen, welches einen
Wärmeübertrag über mindestens eine Wand der Umhüllung zumindest teilweise verhindert
und/oder verlangsamt. Für diese Isolierelemente, welche wiederum auch mehrlagig ausgestaltet
sein können, können wiederum beispielsweise thermisch isolierende Kunststoffmaterialien
und/oder Naturstoffmaterialien eingesetzt werden, welche bekanntermaßen einen Wärmeübertrag
verhindern. Beispielsweise können zu diesem Zweck wiederum Schaumstoffe, andere Arten
von porösen Materialien oder Vliesstoffe eingesetzt werden. Auch Gewebematerialien
oder Gestrickmaterialien sind einsetzbar. Besonders bevorzugt ist es, wenn diese Isolierelemente
in einem Bereich der Umhüllung angeordnet sind, welcher von der Wärmeübertragungswand
verschieden ist Beispielsweise kann der Speicherraum auf diese Weise gegenüber der
Umgebung thermisch isoliert und/oder abgeschirmt werden, beispielsweise an den Seiten,
welche nicht dem Trennelement beziehungsweise dem Fluidraum zuweisen. Auf diese Weise
ist gewährleistet, dass ein Wärmeeintrag in das in dem Speicherraum enthaltene Kühlmittel
vorzugsweise ausschließlich oder überwiegend über das flüssige Kühlmittel aus dem
Fluidraum erfolgen kann. Wie oben ebenfalls dargestellt, kann jedoch auch die Wärmeübertragungswand
in geringerem Maße eine derartige thermische Isolierung beziehungsweise ein Isolierelement
umfassen, so dass auch der Wärmeübertrag durch diese Wärmeübertragungswand zumindest
verlangsamt wird. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Kühlmittel gewählt werden,
mit einem Schmelzpunkt beziehungsweise einem Schmelzbereich am unteren Rand des Toleranzbereiches
des Kühlgutes beziehungsweise sogar unterhalb dieses Toleranzbereiches, ohne dass
eine Beschädigung des Kühlgutes durch eine Unterkühlung befürchtet werden muss. Auf
diese Weise kann das erfindungsgemäße Prinzip mit den traditionellen Prinzipien des
thermischen Puffers kombiniert werden. Dieser thermische Puffer beziehungsweise das
Isolierelement kann, neben reinen passiven Isoliermaterialien, dementsprechend naturgemäß
auch wiederum komplexere Isoliermedien umfassen, wie beispielsweise Flüssigkeiten,
wie in der
WO 00/12409 und/oder der
EP 1 477 751 A1 dargestellt. Das mindestens eine Isolierelement kann insbesondere zumindest in Teilbereichen
direkt an der Umhüllung anliegen, so dass kein weiterer Fluidraum zwischen dem Isolierelement
und der Umhüllung gebildet wird, insbesondere nicht in den Bereichen der Umhüllung,
welche nicht unmittelbar dem Kühlgut zugewendet sind.
[0039] Wie oben beschrieben, ist es besonders bevorzugt, wenn die Umhüllung eine Folie aufweist
beziehungsweise als Folienumhüllung ausgestaltet ist. In diesem Fall haben sich insbesondere
Mischkunststoffe als vorteilhaft erwiesen, insbesondere Mischkunststoffe mit mindestens
einem Anteil an Polyethylen und mindestens einem Anteil an Polyamid (PE/PA-Kunststoffe).
Derartige Mischkunststoffe weisen ein besonders geringes Durchtrittsvermögen für übliche
Kühlmittel auf, insbesondere für wässrige Kühlmittel. Auf diese Weise kann auch bei
einem Übereinanderstapeln der Kühlelemente beim Unterkühlen ein Zusammenkleben der
Kühlelemente, beispielsweise durch gefrierendes "Schwitzwasser", vermieden werden.
Die Dicke der Folie bzw. der Umhüllung kann beispielsweise im Bereich von einigen
10 bis einigen 100 Mikrometern liegen, beispielsweise bei 50 Mikrometern.
[0040] Die Umhüllung kann weiterhin mindestens eine Markierung zur Kennzeichnung der Wärmeübertragungswand
aufweisen. Derartige Markierungen können beispielsweise Aufdrucke umfassen, welche
eine Positionierung beziehungsweise Orientierung der Kühlelemente erleichtern, so
dass sichergestellt werden kann, dass stets die Wärmeübertragungswand und nicht die
übrigen Wände dem Kühlgut zuweisen. Alternativ oder zusätzlich kann die Umhüllung
auch eine asymmetrische äußere Form aufweisen (beispielsweise in Form von Nasen, Sicken,
Graten, Nuten oder ähnlichem), welche ein seitenverkehrtes Einsetzen des Kühlelements
in einen Kühlcontainer zumindest erkennbar macht und/oder zumindest teilweise sogar
verhindert. Diese asymmetrische Form kann beispielsweise bei verschweißten Folienbeuteln
oder Folientaschen durch eine asymmetrisch verlaufende Schweißnaht realisiert werden.
[0041] Die Umhüllung kann insbesondere mindestens ein vertieftes Bodenteil, insbesondere
eine Folientasche, umfassen. Diese Folientasche kann beispielsweise durch ein Folientiefziehverfahren
hergestellt werden. Weiterhin kann die Umhüllung mindestens ein mit dem Bodenteil
verschweißtes Deckelteil umfassen. Anstelle eines Verschweißens sind jedoch auch andere
Arten von Verbindungstechniken formschlüssiger, stoffschlüssiger oder kraftschlüssiger
Art möglich. Die Wärmeübertragungswand kann insbesondere entweder in dem Deckelteil
und/oder in einer dem Deckelteil gegenüberliegenden Bodenfläche des Bodenteils ausgebildet
sein. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn die Fläche, welche die Wärmeübertragungswand
ganz oder teilweise bildet, möglichst eben ausgestaltet ist. Auch eine komplexere
Ausgestaltung ist möglich, beispielsweise mit einem innenliegenden Speicherraum und
mit einem oder mehreren außen angeordneten Fluidräumen.
[0042] Neben dem Kühlelement in einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausfühningsformen
wird weiterhin ein Kühlcontainer zum Kühlen eines Kühlguts vorgeschlagen. Der Kühlcontainer
kann insbesondere ganz oder teilweise geschlossen sein und kann beispielsweise zur
Aufnahme eines oder mehrerer der oben beschriebenen Kühlgüter ausgestaltet sein. Insbesondere
kann der Kühlcontainer als transportabler Kühlcontainer ausgestaltet sein, insbesondere
als Transportbox. Zu diesem Zweck kann der Kühlcontainer beispielsweise Räder und/oder
Griffe und/oder andere Arten von Transportvorrichtungen umfassen, welche einen Transport
des Kühlcontainers erleichtern.
[0043] Der Kühlcontainer umfasst mindestens einen thermisch isolierenden Außencontainer.
Dieser Außencontainer kann beispielsweise ein- oder mehrlagig ausgestaltet sein und
kann insbesondere ein oder mehrere thermisch isolierende Materialien umfassen. Beispielsweise
kann es sich hierbei wiederum um poröse Kunststoffe, Schaumstoffe oder ähnlich isolierende
Materialien handeln. Auch ein Mehrschichtaufbau ist möglich. Weiterhin umfasst der
Kühlcontainer mindestens ein Kühlelement nach einer oder mehreren der oben beschriebenen
Ausführungsformen. Dabei ist das Kühlelement derart in dem Außencontainer angeordnet,
dass die Wärmeübertragungswand dem Kühlgut zuweist.
[0044] Um diese Orientierung beziehungsweise Anordnung des mindestens einen Kühlelements
(wobei vorzugsweise mehrere Kühlelemente in dem Kühlcontainer aufgenommen sind) zu
gewährleisten, kann der Außencontainer mindestens eine Aufnahme zur räumlichen Fixierung
des Kühlelements aufweisen. Diese Aufnahme kann beispielsweise ein oder mehrere Einschübe
umfassen, in welche das mindestens eine Kühlelement eingeschoben werden kann. Alternativ
oder zusätzlich sind jedoch auch andere Arten von Fixiervorrichtungen möglich, beispielsweise
Riegel, Klappen oder andere form- oder kraftschlüssige Verbindungen. Die Fixierung
soll dabei derart erfolgen, dass bei in der Aufnahme aufgenommenem Kühlelement die
Wärmeübertragungswand des Kühlelements dem Kühlgut zuweist.
[0045] Weiterhin können der Kühlcontainer und/oder die Aufnahme insbesondere auch derart
ausgestaltet sein, dass alle Außenflächen der Umhüllung des Kühlelements, mit Ausnahme
der Wärmeübertragungswand, von dem Kühlgut getrennt sind. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
mindestens eine Abdeckung vorgesehen sein, welche die Seitenwände des Kühlelements
abdeckt, so dass lediglich eine die Wärmeübertragungswand beinhaltende Vorderseite
des Kühlelements dem Kühlgut zuweist. Alternativ oder zusätzlich ist jedoch auch eine
Aufnahme derart möglich, dass mehrere Kühlelemente gegenseitig ihre Kanten gegenüber
dem Kühlgut abschirmen, so dass ausschließlich die Wärmeübertragungswände mit dem
Kühlgut in thermischem Kontakt (direkt oder indirekt) stehen.
[0046] Weiterhin kann der Kühlcontainer mindestens einen zwischen dem Kühlelement und dem
Kühlgut angeordneten Innencontainer aufweisen. Dieser Innencontainer kann beispielsweise
bestimmte mechanische Eigenschaften aufweisen, die zum Beispiel eine mechanische Trennung
des Kühlguts von dem Kühlelement bewirken, so dass beispielsweise das Kühlgut die
Kühlelemente nicht beschädigt. Auch ein Transport beziehungsweise ein Einsetzen des
Kühlgutes in den Kühlcontainer mittels des Innencontainers ist möglich. Alternativ
oder zusätzlich kann der Innencontainer auch thermisch isolierende Eigenschaften aufweisen,
um eine zusätzliche "passive" Pufferschicht (wobei naturgemäß auch mehrere Pufferschichten
vorgesehen sein können) zwischen dem mindestens einen Kühlelement und dem Kühlgut
zu schaffen.
[0047] Neben dem Kühlelement und dem Kühlcontainer wird weiterhin ein Verfahren zum Kühlen
eines Kühlguts unter Verwendung mindestens eines Kühlelements vorgeschlagen. Dabei
wird ein Kühlelement gemäß einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen
verwendet, so dass für Details des Kühlelements auf die obige Beschreibung verwiesen
werden kann.
[0048] Das Kühlelement wird derart gewählt, dass dieses mindestens ein Kühlmittel mit einem
Schmelzpunkt und/oder einem Schmelzbereich unterhalb einer Zieltemperatur für die
Kühlung des Kühlguts aufweist. Dieser Schmelzpunkt und/oder der Schmelzbereich soll
jedoch innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs unterhalb der Zieltemperatur
liegen, wobei auch ein Bereich oberhalb einer Minimaltemperatur von dem Begriff "Toleranzbereich"
mit umfasst sein soll. Dieser Toleranzbereich kann zum einen durch das Kühlgut selber
vorgegeben sein, indem dieser Toleranzbereich beispielsweise den Bereich bezeichnet,
innerhalb dessen noch keine Beschädigungen des Kühlguts durch Unterkühlung auftreten
können. Beispielsweise kann der Toleranzbereich bei 1-15 Kelvin liegen, besonders
bevorzugt bei ca. 1-5 Kelvin. Wird zusätzlich noch eine weitere Isolierung verwendet,
beispielsweise ein oder mehrere Isolationsschichten und/oder Isolationselemente zwischen
dem Kühlelement und dem Kühlgut, so kann der Toleranzbereich jedoch nach unten hin
weiter ausgedehnt werden. So kann das Kühlelement eine Temperatur unterhalb des Toleranzbereiches
aufweisen, welche jedoch durch ein oder mehrere zusätzliche Isolierelemente, die beispielsweise
in das Kühlelement integriert sein können und/oder separat von dem Kühlelement zwischen
dem Kühlelement und dem Kühlgut angebracht sein können, thermisch getrennt sein kann.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass keine Beschädigung des Kühlgutes
auftritt.
[0049] Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren wird das Kühlelement zunächst auf
eine Unterkühlungstemperatur unterhalb der Zieltemperatur und insbesondere unterhalb
des Toleranzbereichs unterkühlt. Dabei wird der in dem Speicherraum eingebrachte Kühlmittelvorrat
in den festen Aggregatszustand gebracht und auf die Unterkühlungstemperatur gekühlt.
Anschließend wird das Kühlelement direkt oder indirekt mit seiner Wärmeübertragungswand
in thermischen Kontakt mit dem Kühlgut gebracht. Unter "direkt oder indirekt" kann
dabei verstanden werden, dass die Wärmeübertragungswand unmittelbar mit dem Kühlgut
in Verbindung steht und/oder dass eine oder mehrere Zwischenschichten zwischen die
Wärmeübertragungswand und das Kühlgut eingebracht werden, beispielsweise Gefäßwände,
Verpackungen, Luft- oder Gasschichten, thermisch isolierende Schichten oder ähnliches.
[0050] Das vorgefrorene Kühlelement enthält somit das Kühlmittel in dem Speicherraum zunächst
bei einer Unterkühlungstemperatur, welche vorzugsweise weit unterhalb der Phasenübergangstemperatur
liegt. Da das Kühlmittel noch nicht in den Fluidraum eindringen kann, ist das gefrorene
Kühlmittel noch mindestens durch das Trennelement, den Fluidraum und die Wärmeübertragungswand
von dem Kühlgut getrennt. Es findet somit nur ein äußerst geringer Wärmeübertrag statt.
Dies wird besonders dadurch begünstigt, wenn das mindestens eine Trennelement zusätzlich
thermisch isolierende Eigenschaften aufweist, wie beispielsweise durch Verwendung
der oben beschriebenen Vliesstoffe mit thermisch isolierenden Eigenschaften. Es wird
somit ein direkter thermischer Kontakt zwischen der festen, unterkühlten Phase des
Kühlmittels mit der der Ware zugewandten Seite der Umhüllung vermieden, so dass auf
dieser Seite keine schädlich geringen Temperaturen beim Einsetzen des Kühlelements
vorliegen.
[0051] Im Laufe der Zeit schmilzt die feste Phase des Kühlmittels von außen her durch Wärmeeintrag,
so dass nun auch flüssiges Kühlmittel zeitgleich mit der festen Phase vorliegt. Dieses
flüssige Kühlmittel, welches Temperaturen bei oder knapp oberhalb der Schmelztemperatur
beziehungsweise der Phasenübergangstemperatur aufweist, kann nun in den dem Kühlgut
zuweisenden Fluidraum zwischen dem Trennelement und der Umhüllung beziehungsweise
der Wärmeübertragungswand einströmen und temperiert diesen Fluidraum beziehungsweise
die Wärmeübertragungswand entsprechend. Auf diese Weise kann eine gezielte und definierte
Temperierung des Kühlgutes bei oder knapp oberhalb der Phasenübergangstemperatur über
längere Zeit erfolgen, so lange, bis die feste Phase des Kühlmittels in dem Speicherraum
vollständig geschmolzen ist.
[0052] Besonders bevorzugt ist es, je nach eingesetztem Kühlmittel, wenn der Schmelzbereich
in einem Bereich zwischen -18 °C und 0 °C liegt. Die Unterkühlungstemperatur liegt
vorzugsweise unterhalb dieses Schmelzpunktes beziehungsweise Schmelzbereiches, beispielsweise
in einem Bereich zwischen -18 °C und -20 °C.
[0053] Neben dem beschriebenen Verfahren zum Kühlen eines Kühlguts unter Verwendung mindestens
eines Kühlelements wird weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Kühlelements
vorgeschlagen. Insbesondere kann es sich bei dem Kühlelement um ein Kühlelement gemäß
einer mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen handeln, so dass für mögliche
Details und mögliche Ausgestaltungen dieses Kühlelements auf die obige Beschreibung
verwiesen werden kann.
[0054] Das vorgeschlagene Herstellungsverfahren umfasst die folgenden Verfahrensschritte.
Diese Verfahrensschritte müssen jedoch nicht notwendigerweise in der dargestellten
Reihenfolge durchgeführt werden. Weiterhin können auch ein oder mehrere der Verfahrensschritte
zeitlich parallel oder wiederholt durchgeführt werden.
[0055] Bei dem vorgeschlagenen Herstellungsverfahren wird mindestens ein Bodenteil einer
Umhüllung des Kühlelements hergestellt. Insbesondere kann es sich, wie oben ausgeführt,
bei diesem Bodenteil um eine Folientasche handeln, also beispielsweise eine topf-
oder schüsselförmige Tasche mit einer oder mehreren Vertiefungen. Zu dieser Herstellung
kann beispielsweise ein Folientiefziehverfahren verwendet werden.
[0056] Weiterhin wird mindestens ein Kühlmittelvorrat in das Bodenteil eingebracht. Dabei
kann das Kühlmittel grundsätzlich allein in das Bodenteil eingebracht werden. Alternativ
kann jedoch, wie oben beschrieben, auch ein Speicherelement in das Bodenteil eingebracht
werden, welches vor dem Einbringen oder nach dem Einbringen ganz oder teilweise mit
dem Kühlmittel befüllt wird. Das Speicherelement kann eingerichtet sein, um den Kühlmittelvorrat
ganz oder teilweise aufzunehmen und zumindest teilweise zu immobilisieren. Dabei ist
der Kühlmittelvorrat vorzugsweise derart bemessen, dass dieser im flüssigen Zustand
im Wesentlichen vollständig in dem Speicherelement aufnehmbar ist. Unter "im Wesentlichen
vollständig" kann dabei auch ein leichter Überschuss oder Unterschuss verstanden werden,
beispielsweise ein Über- oder Unterschuss von nicht mehr als 5 %. Bezüglich möglicher
Ausgestaltungen des Speicherelements kann auf die obige Beschreibung verwiesen werden.
Alternativ oder zusätzlich kann auch eine andere Art der Immobilisierung verwendet
werden. So kann beispielsweise auch wiederum ein anderes Immobilisierungsmedium eingesetzt
werden, welches eingerichtet ist, um das Kühlmittel einzudicken und auf diese Weise
die Mobilität des Kühlmittels zu verringern. Beispielsweise können als Immobilisierungsmedium
Gelatine, Agar-Agar, Pektin oder ähnliche Medien verwendet werden. Weiterhin können
beispielsweise durch Polykondensationsreaktionen, beispielsweise von Polyvinylalkoholen
mit Säuren, beispielsweise Borsäure, Matrizen ausgebildet werden, welche als Immobilisierungsmedium
dienen.
[0057] Weiterhin wird mindestens ein Trennelement in das Bodenteil eingebracht, welches
ausgestaltet ist, um einen Innenraum der Umhüllung in einen Kühlmittelvorrat aufnehmenden
Speicherraum und einen Fluidraum zu unterteilen, wobei das Trennelement eingerichtet
ist, um den Kühlmittelvorrat in festem Aggregatszustand von dem Fluidraum im Wesentlichen
fernzuhalten und Kühlmittel in flüssigem Aggregatszustand den Übertritt von dem Speicherraum
in den Fluidraum zu ermöglichen. Bezüglich möglicher Ausgestaltungen des Trennelements
kann wiederum auf die obige Beschreibung verwiesen werden.
[0058] In einem weiteren Verfahrensschritt wird schließlich ein Deckelteil auf das Bodenteil
aufgebracht und mit dem Bodenteil verbunden. Beispielsweise kann dieses Deckelteil
wiederum einen Foliendeckel umfassen beziehungsweise ein Foliendeckel sein. Als Verbindungstechniken
mit dem Bodenteil kommen grundsätzlich geeignete Form- und/oder Kraft- und/oder stoffschlüssige
Verbindungstechniken in Betracht. Besonders bevorzugt ist ein Verschweißen des Deckelteils
mit dem Bodenteil, beispielsweise entlang einer Schweißnaht.
[0059] Die mindestens eine Wärmeübertragungswand kann entweder in dem Deckelteil oder in
dem Bodenteil ausgebildet sein. Entsprechend kann sich auch die Reihenfolge des Einbringens
des Kühlmittelvorrats und/oder des optionalen Speicherelements und des Trennelements
gegenüber der oben beschriebenen Reihenfolge ändern. Ist beispielsweise eine Wärmeübertragungswand
im Bodenteil vorgesehen, so kann beispielsweise zunächst das Trennelement eingebracht
werden, und anschließend das Speicherelement und/oder der Kühlmittelvorrat. Ist hingegen
die Wärmeübertragungswand im Deckelteil vorgesehen, so kann vorzugsweise die oben
angegebene Reihenfolge verwendet werden.
[0060] Wie oben beschrieben, kann eine breite Auswahl an Kühlmitteln verwendet werden, welche
insbesondere vom Schmelzpunkt beziehungsweise Schmelzbereich her an das Kühlgut angepasst
werden kann. Besonders bevorzugt ist es, wie oben ebenfalls ausgeführt, wenn ein Kühlmittel
verwendet wird, welches im festen Aggregatszustand eine geringere Dichte aufweist
als im flüssigen Aggregatszustand. Die dann mit der Änderung des Aggregatszustands,
also dem Phasenübergang, verbundene Volumenänderung kann die Zirkulation des flüssigen
Kühlmittels durch den Fluidraum antreiben beziehungsweise begünstigen.
Ausführungsbeispiele
[0061] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Unteransprüche.
Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination
miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt.
Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche
beziehungsweise hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente.
[0062] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1A
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kühlelements in unterkühltem
Zustand;
- Figur 1B
- das Kühlelement gemäß Figur 1A in teilweise aufgeschmolzenem Zustand;
- Figur 2
- ein zu Figur 1A alternatives Kühlelement;
- Figur 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kühlcontainers;
- Figur 4A
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kühlelements;
- Figur 4B
- ein zu Figur 4A analoges Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kühlelements
in umgekehrter Aufbauweise;
- Figur 5
- eine ausschnittsweise Darstellung eines Kühlcontainers mit einer Aufnahme für ein
erfindungsgemäßes Kühlelement; und
- Figur 6
- einen Temperaturverlauf an verschiedenen Punkten eines mit einem erfin- dungsgemäßen
Kühlelement bestückten Kühlcontainers.
[0063] In den Figuren 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Kühlelements 110 in stark schematisierter Schnittdarstellung von der Seite gezeigt.
Das Kühlelement 110 umfasst eine Umhüllung 112, welche in den Figuren lediglich angedeutet
ist. Beispielsweise kann es sich dabei um eine Folienumhüllung handeln.
[0064] Im Inneren der Umhüllung 112 ist ein Trennelement 114 eingebracht. Dieses Trennelement
114 kann beispielsweise eine oder mehrere Lagen eines hydrophoben Kunststoffvlieses
umfassen, beispielsweise eines Vlieses aus Polystyrol, ähnlich zu Vliesen, welche
beispielsweise in der Trittschallisolierung für Fußböden eingesetzt werden. Das Trennelement
114 soll thermische Isolationseigenschaften aufweisen.
[0065] Das Trennelement 114 ist dabei derart unterdimensioniert im Vergleich zur Umhüllung
112, dass sich an den Seitenrändern des Trennelements 114 zwischen dem Trennelement
114 und der Umhüllung 112 ein Fluidkanal 116 in Form eines Spaltes ausbildet. Das
Trennelement 114 ist hier und in anderen Ausführungsformen vorzugsweise nicht fest
mit der Umhüllung 112 verbunden, sondern als "schwimmendes" Trennelement 114 im Inneren
dieser Umhüllung 112 ausgebildet, was insbesondere auch die Herstellung des Kühlelements
110 erleichtert.
[0066] Das Trennelement 114 unterteilt das Innere der Umhüllung 112 des Kühlelements 110
in einen Speicherraum 118 und einen im Vergleich zum Speicherraum 118 erheblich kleiner
dimensionierten Fluidraum 120. Der Fluidraum 120 ist dabei lediglich als dünner Spalt
zwischen dem Trennelement 114 und einer Wärmeübertragungswand 122 der Umhüllung 112
ausgebildet. Die Wärmeübertragungswand 122 ist dabei bei dem in den Figuren 1A und
1B gezeigten Ausführungsbeispiel die untere Wand der Umhüllung 112. Auch andere Ausgestaltungen
sind jedoch möglich, wie nachfolgend näher beschrieben wird.
[0067] Weiterhin ist in dem Speicherraum 118 ein Kühlmittel 124, 126 eingebracht. Figur
1A zeigt dabei einen Zustand, in welchem das Kühlmittel sich vollständig in dem festen
Aggregatszustand befindet, welcher in den Figuren mit der Bezugsziffer 124 bezeichnet
ist. Dieser Zustand in Figur 1A kann beispielsweise ein unterkühlter Zustand sein,
in welchem das Kühlelement 110 auf eine Temperatur weit unterhalb einer Phasenübergangstemperatur
(Schmelztemperatur) des Kühlmittels 124, 126 unterkühlt ist. Dabei ist das Kühlmittel
124, 126 in diesem unterkühlten Zustand vorzugsweise vollständig in dem Speicherraum
118 aufgenommen. Der Fluidraum 122 ist hingegen vorzugsweise vollständig frei von
Kühlmittel 124, 126.
[0068] Das in Figur 1A gezeigte Kühlelement 110 wird mit einem Kühlgut, welches in den Figuren
nicht dargestellt ist, in direkten oder indirekten thermischen Kontakt gebracht, so
dass über die Wärmeübertragungswand 122 ein Wärmeaustausch möglich ist, welcher in
den Figuren symbolisch mit der Bezugsziffer 128 bezeichnet ist. Vorzugsweise sind
die übrigen Seitenwände, welche in den Figuren mit 130 bezeichnet sind, thermisch
zusätzlich isoliert, so dass der Wärmeaustausch nahezu vollständig über die Wärmeübertragungswand
122 erfolgt.
[0069] Durch den Wärmeeintrag über den Wärmeaustausch 128 in das Kühlelement 110 beginnt
das Kühlmittel 124, 126 aufzuschmelzen, was in der Regel vom Rand her erfolgt. Der
Block des festen Kühlmittels 124 schmilzt, und es bildet sich zunächst im Speicherraum
118 flüssiges Kühlmittel 126. Beispielsweise kann es sich bei diesem flüssigen Kühlmittel
um ein wässriges Kühlmittel und/oder ein alkoholisches Kühlmittel handeln, gegebenenfalls
unter Beimengung von Additiven, wie beispielsweise Salzen, um einen Schmelzpunkt einzustellen.
In diesem Fall, also bei Verwendung eines polaren Kühlmittels 126, bei gleichzeitiger
Verwendung eines hydrophoben Trennelements 114, nimmt das Trennelement 114 praktisch
kein Kühlmittel 126 auf. Das flüssige Kühlmittel 126 umströmt daher durch den Fluidkanal
116 das Trennelement 114. Diese Umströmung ist in Figur 1B symbolisch mit der Bezugsziffer
132 bezeichnet. Das flüssige Kühlmittel 126 tritt dabei in den Fluidraum 120 ein und
kann über die Wärmeübertragungswand 122 in thermischen Kontakt mit dem Kühlgut treten,
so dass ein Wärmeaustausch 128 stattfinden kann.
[0070] Mit der dargestellten Phasenumwandlung des Kühlmittels 124, 126 ändert sich die Art
des Wärmeaustauschs 128. Während in dem in Figur 1A dargestellten unterkühlten Zustand
das Kühlgut durch das thermisch isolierende Trennelement 114 thermisch gegenüber dem
unterkühlten festen Kühlmittel 124 abgeschirmt war und ein Wärmeaustausch lediglich
"passiv gepuffert" durch das Trennelement 114 erfolgen konnte, kann in dem in Figur
1B dargestellten teilweise aufgefrorenen Zustand eine Pufferung durch das flüssige
Kühlmittel 126 erfolgen. Dabei wird Wärme zunächst von dem Kühlgut auf das flüssige
Kühlmittel 126 übertragen, und von diesem dann auf das feste Kühlmittel 124 in dem
Speicherraum 118. Auf diese Weise ist stets eine optimale Kühlung sichergestellt,
bei gleichzeitigem Schutz vor Unterkühlung und damit einem Schutz vor Beschädigungen,
beispielsweise in Form von Gefrierbrand. In Figur 2 ist ein gegenüber dem Ausführungsbeispiel
in den Figuren 1A und 1B leicht abgewandeltes Kühlelement 110 in Schnittdarstellung
von der Seite gezeigt. Dabei ist zur Vereinfachung lediglich der unterkühlte Zustand,
analog zu Figur 1A, dargestellt.
[0071] Das Ausführungsbeispiel des Kühlelements 110 gemäß Figur 2 unterscheidet sich von
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1A dadurch, dass, wie oben zu den Figuren 1A und
1B bereits erwähnt, die übrigen Wände 130 der Umhüllung 112, also die von der Wärmeübertragungswand
122 verschiedenen Wände, durch Isolierelemente 134 zusätzlich thermisch abgeschirmt
sind. Diese Isolierelemente 134, welche vorzugsweise eng an der Umhüllung 112 anliegen
und/oder Bestandteil dieser Umhüllung 112 sind, so dass sich zwischen diesen Isolierelementen
134 und der Umhüllung 112 kein zusätzlicher Fluidraum 120 ausbilden kann, verhindern
oder vermindern einen Wärmeaustausch durch diese übrigen Wände 130. Der Wärmeaustausch
128 mit der Umgebung beziehungsweise dem Kühlgut erfolgt also nahezu ausschließlich
über die Wärmeübertragungswand 122.
[0072] In Figur 3 ist ein stark vereinfachtes Ausführungsbeispiel eines Kühlcontainers 136
in Schnittdarstellung von oben gezeigt. Der Kühlcontainer 136 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel
einen thermisch isolierten Außencontainer 138, welcher einen Wärmeeintrag von außen
thermisch abschirmt. Beispielsweise kann der Außencontainer 138 einen Schaumstoff
und/oder ein Polystyrol umfassen.
[0073] Im Inneren des Außencontainers 138 sind bei dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
vier Kühlelemente 110 angeordnet. Zur Vereinfachung sind dabei beispielhaft in Figur
3 die Kühlelemente 110 gemäß dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel verwendet.
Auch andere Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Kühlelemente 110 sind jedoch möglich.
[0074] Die Ausrichtung der Kühlelemente 110 im Inneren des Kühlcontainers 136 erfolgt dabei
derart, dass stets die Wärmeübertragungswände 122 der Kühlelemente 110 ins Innere
des Kühlcontainers 136 weisen, also hin zu einem im Inneren des Kühlcontainers 136
aufgenommenen und in Figur 3 lediglich angedeuteten Kühlgut 140. Die übrigen Wände
130 der Kühlelemente 110 weisen vorzugsweise vollständig entweder dem Außencontainer
138 oder einem benachbarten Kühlelement 110 zu, sind also gegenüber dem Kühlgut 140
beziehungsweise dem Innenraum des Kühlcontainers 136 abgeschirmt.
[0075] In den Figuren 4A und 4B sind weitere Ausführungsbeispiele von Kühlelementen 110
schematisch in Schnittdarstellung von der Seite gezeigt. Diese Kühlelemente 110 entsprechen
vom Aufbau her weitgehend dem Aufbau des Kühlelements 110 in den Figuren 1A, 1B oder
2 und weisen eine Umhüllung 112 auf. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
ist diese Umhüllung 112 zweiteilig ausgestaltet und weist ein vertieftes Bodenteil
142 und ein Deckelteil 144 auf. Beide Teile 142, 144 können beispielsweise aus einer
PA/PE-Folie gefertigt sein, beispielsweise mit einer Folienstärke von 100 bis 500
µm. Zusätzlich kann die Umhüllung 112, analog zu Figur 2, noch ein oder mehrere Isolierelemente
134 umfassen, welche in den Figuren 4A und 4B nicht dargestellt sind. Das Bodenteil
142 kann beispielsweise als tiefgezogene Folientasche ausgebildet sein. Das Deckelteil
144 und das Bodenteil 142 können beispielsweise entlang einer Schweißnaht 146, beispielsweise
einer umlaufenden Schweißnaht, miteinander verbunden sein.
[0076] Als weiterer Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen umfasst das
Kühlelement 110 in dem in den Figuren 4A und 4B gezeigten Ausführungsbeispiel ein
Speicherelement 148, welches beispielsweise in dem in den Figuren 4A und 4B dargestellten
unterkühlten Zustand das Kühlmittel 124 nahezu vollständig aufnehmen kann. Dieses
Speicherelement 148 kann beispielsweise als schwammartiges Element ausgestaltet sein,
also als poröses Element mit einem hohen Aufnahmevermögen für das flüssige oder feste
Kühlmittel 124, 126. Beispielsweise kann zu diesem Zweck ein geschäumtes Melaminharz
verwendet werden. Das Speicherelement 148 füllt dabei den Speicherraum 118 vorzugsweise
im Wesentlichen vollständig aus. Beispielsweise kann das Speicherelement 148 als rechteckiger
Block oder als Block mit kreisförmigem Querschnitt in den Speicherraum 118 eingebracht
werden.
[0077] Wie auch in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen schließt sich an den Speicherraum
118 das Trennelement 114 an. Bezüglich der möglichen Ausgestaltungen dieses Trennelements
114 kann auf die obige Beschreibung verwiesen werden. Wiederum kann zwischen dem Trennelement
114, welches beispielsweise als ein- oder mehrlagiger hydrophober Vliesstoff ausgestaltet
sein kann, und der Umhüllung 112 ein Fluidkanal 116 ausgebildet sein. Alternativ oder
zusätzlich kann der Fluidkanal 116 jedoch auch auf andere Weise ausgestaltet sein,
beispielsweise in Form von das Trennelement 114 durchsetzenden Bohrungen, durchgehenden
Poren, einem Sieb, Abstandshaltern oder ähnlichem.
[0078] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4A ist dabei das Trennelement 114 symbolisch
als einlagiges Trennelement 114 gezeigt, beispielsweise als eine einzelne Lage eines
Vlieses. In Figur 4B ist hingegen eine bevorzugte Ausführungsform gezeigt, bei welcher
das Trennelement 114 vier einzelne Lagen eines Vlieses umfasst, beispielsweise Polystyrol-Vliese
mit einer Dicke von jeweils ca. 1 bis 3 mm, beispielsweise 2 mm. Die mehrlagige Ausgestaltung
kann jedoch auch bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 4A oder anderen Ausführungsbeispielen
eingesetzt werden.
[0079] Die Ausführungsbeispiele in den Figuren 4A und 4B unterscheiden sich im Wesentlichen
durch die Ausrichtung der Wärmeübertragungswand 122. Während bei dem Ausführungsbeispiel
in Figur 4A die Wärmeübertragungswand Teil des Bodenteils 142 ist und dem Deckelteil
144 gegenüberliegend angeordnet ist, ist bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 4B die
Wärmeübertragungswand 122 das Deckelteil 144 beziehungsweise Teil dieses Deckelteils
144. In der Funktion unterscheiden sich diese unterschiedlichen Ausgestaltungen nur
unwesentlich. Da jedoch die Folienüberstände 150 in vielen Fällen als Positionierungshilfe
verwendet werden, wie unten anhand von Figur 5 näher erläutert wird, kann diese unterschiedliche
Ausgestaltung von praktischer Bedeutung sein, um ein korrektes Ausrichten der Wärmeübertragungswand
122 hin zum Kühlgut 140 zu erleichtern. Zusätzlich kann die Umhüllung 112 ganz oder
teilweise bedruckt sein, um beispielsweise die Wärmeübertragungswand 122 zusätzlich
zu kennzeichnen und ein inkorrektes Einsetzen der Kühlelemente 110 in einen Kühlcontainer
136 zu vermeiden.
[0080] In Figur 4B sind symbolisch verschiedene Maße des Kühlelements 110 beziehungsweise
der Komponenten dieses Kühlelements dargestellt. Diese Maße können, je nach Anwendungsgebiet,
stark variieren. Beispielsweise wurden Kühlelemente hergestellt, welche eine Breite
b zwischen 170 mm und 210 mm aufweisen, beispielsweise eine rechteckige Grundfläche
mit einer Kantenlänge von 210 mm x 170 mm. Die Höhe h
1 des Speicherelements 148 kann ebenfalls stark variieren und kann beispielsweise ca.
40 mm betragen. Auch die Gesamthöhe h
2 kann variieren und kann beispielsweise bei 50 mm liegen.
[0081] Bei dem in Figur 4B dargestellten Kühlelement 110 haben sich beispielsweise vier
Lagen eines Polystyrol-Vlieses mit einer Dicke von 2,2 mm als vorteilhaft erwiesen.
Auch andere Dicken sind jedoch einsetzbar, beispielsweise Dicken von 3 mm oder 5 mm.
Für Versuchsmuster wurden insbesondere Polystyrol-Vliese der Marke "SELITAC" der SELIT
Dämmtechnik GmbH, Erbes-Büdesheim, Deutschland, eingesetzt, welche auch zum Zweck
der Trittschalldämmung in Fußböden verwendet werden. Derartige Vliese weisen eine
Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,026 W/mK (effektiv gemessen, nach DIN 52612) und 0,35
W/mK (Klassifizierung nach Wärmeleitgruppe nach DIN 4108) auf. Die Wärmedurchlasswiderstände
liegen für Vliese mit einer Dicke von 2,2 mm beziehungsweise 3 mm beziehungsweise
5 mm bei 0,063 beziehungsweise 0,086 beziehungsweise 0,143 m
2K/W (errechnet aus Wärmeleitgruppe nach DIN 4108) oder bei 0,085 beziehungsweise 0,115
beziehungsweise 0,190 m
2K/W (effektiv gemessener Wärmedurchlasswiderstand nach DIN 52612). Bei Verwendung
von vier Vliesen als Trennelement 114 mit jeweils einer Dicke von 2,2 mm, ergibt sich
dabei beispielsweise ein Wärmedurchlasswiderstand von 0,34 m
2K/W für das gesamte Trennelement 114. Auch andere Konstellationen sind jedoch selbstverständlich
möglich.
[0082] In Figur 5 ist ein Ausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Kühlcontainers 136 in Schnittdarstellung mit Ansicht von oben dargestellt. Der Kühlcontainer
136 weist wiederum einen Außencontainer 138 auf, welcher hier lediglich teilweise
dargestellt ist. Im Inneren des Außencontainers 138, dem Kühlgut 140 zuweisend, ist
bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Aufnahme 152 zur räumlichen
Fixierung des Kühlelements 110 vorgesehen. Naturgemäß können auch mehrere derartiger
Aufnahmen 152, entsprechend der Verwendung einer Mehrzahl von Kühlelementen 110, vorgesehen
sein, wobei in jede dieser Aufnahmen 152 vorzugsweise mindestens ein, gegebenenfalls
auch mehrere Kühlelemente eingegeben werden können.
[0083] Die Aufnahme 152 ist bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel als Einschub
ausgestaltet und umfasst Vorsprünge 154, welche als Führungsschienen dienen. Gleichzeitig
dienen diese Vorsprünge 154 einer thermischen Abschirmung der übrigen Wände 130 der
Umhüllung 112 des Kühlelements 110. Das Kühlelement 110 ist in Figur 5 lediglich schematisch
dargestellt und kann beispielsweise dem Kühlelement 110 gemäß dem Ausführungsbeispiel
in Figur 4A entsprechen. Dabei weist die Wärmeübertragungswand 122 dem Innenraum des
Kühlcontainers 136 zu.
[0084] Um eine Vertauschung beziehungsweise seitenverkehrte Einsetzung des Kühlelements
110 in die Aufnahme 152 zu vermeiden beziehungsweise zu erschweren, weist die Umhüllung
112 einen Aufdruck 156 auf. Dieser Aufdruck 156 kann sich beispielsweise auf der Wärmeübertragungswand
122 befinden und kann beispielsweise einen Hinweis "diese Seite innen" umfassen. Alternativ
oder zusätzlich können sich auch auf anderen Seiten der Umhüllung entsprechende Aufdrucke
befinden.
[0085] Daneben weist die Aufnahme 152 bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel Aussparungen
158 auf. Diese Aussparungen 158 dienen der Aufnahme der Folienüberstände 150 im Bereich
der Schweißnaht 146. Eine seitenverkehrte Einführung der Kühlelemente 110 in die Aufnahmen
152 ist vorzugsweise aufgrund der Folienüberstände 150 und der im Bereich der Vorsprünge
154 fehlenden Aussparungen nicht oder nur schwer möglich. Auf diese oder auch auf
andere Weise kann vorzugsweise eine Asymmetrie der Kühlelemente 110 genutzt werden,
um ein seitenverkehrtes Einbringen der Kühlelemente 110 in die Aufnahmen 152 zu verhindern
oder zumindest zu erschweren.
[0086] In Figur 6 ist stark schematisiert ein Beispielverlauf von Temperaturen im Inneren
eines Kühlcontainers 136 dargestellt. Anhand dieser Temperaturverläufe sollen die
Auswirkungen des erfindungsgemäßen Kühlelements 110 erläutert werden.
[0087] Auf der x-Achse ist dabei in Figur 6 die Zeit t in Stunden aufgetragen. Die dargestellten
Einheiten sind jeweils 12-Stunden-Einheiten, das heißt ein Teilstrich auf der Skala
entspricht 12 Stunden. Auf der y-Achse ist die Temperatur in °C aufgetragen.
[0088] Angenommen wurde dabei ein Kühlgut 140, welches eine typische Grenze 160 aufweist,
die in Figur 6 gestrichelt angedeutet ist. Diese Grenze 160 sollte nicht oder nicht
dauerhaft (beispielsweise für nicht mehr als einen vorgegebenen Gesamtzeitraum) überschritten
werden und stellt somit beispielsweise eine Maximaltemperatur für eine Lagerung dar.
Diese Grenze kann beispielsweise bei 12 °C liegen, was für typische Medikamente eine
übliche Größe ist. Allgemein ist diese Grenze 160 jedoch stark von der Art des Kühlgutes
140 abhängig.
[0089] Die Kurve 162 beschreibt einen Außentemperaturverlauf in einer Klimakammer, in welche
ein Kühlcontainer 136 eingebracht wurde. Der dargestellte Verlauf der Außentemperatur
162 ist Schwankungen unterworfen, welche beispielsweise tageszeitbedingt sein können.
Der dargestellte Temperaturverlauf ist beispielsweise ein Temperaturverlauf, welcher
in etwa einem Sommerprofil entspricht.
[0090] Weiterhin sind drei gemessene Temperaturkurven 164, 166 und 168 dargestellt. Dabei
zeigt die Kurve 164 den Temperaturverlauf auf einer unisolierten Außenseite der Umhüllung
112 auf einer von der Wärmeübertragungswand 122 verschiedenen Wand 130 der Umhüllung
112. Beispielsweise kann dies der in Figur 4B mit A bezeichneter Punkt sein. Wie oben
ausgeführt, ist in Figur 4B das Kühlelement 110 mit einer allgemein unisolierten Umhüllung
112 umgeben, wobei jedoch auch eine zumindest teilweise isolierte Ausgestaltung denkbar
ist. Im vorliegenden Fall sei jedoch angenommen, dass der Temperaturverlauf 164 bei
einer unisolierten Umhüllung 112 aufgenommen wurde, so dass dieser Temperaturverlauf
164 annähernd den Temperaturverlauf im Bereich des Speicherelements 148 wiedergibt.
[0091] Die Kurve 166 beschreibt hingegen den Temperaturverlauf auf der Wärmeübertragungswand
122. Beispielsweise kann dies eine Messung in dem Punkt sein, welcher in Figur 4B
symbolisch mit B bezeichnet ist. Die Kurve 168 beschreibt schließlich einen Temperaturverlauf
auf einer in unmittelbarer Nähe zum Kühlelement 110 angeordneten Probe, beispielsweise
dem Kühlgut 140 in Figur 5. Beispielsweise kann dies eine Messung auf dem in Figur
5 mit C bezeichneten Punkt des Kühlguts 140 sein.
[0092] Zu einem Zeitpunkt, welcher in Figur 6 symbolisch mit t* bezeichnet ist, wird ein
unterkühltes Kühlelement 110 in den Kühlcontainer 136 eingebracht. Beispielsweise
kann das Kühlelement 110 auf eine Temperatur von ca. -12 °C unterkühlt sein. Für Proben
beziehungsweise Kühlgut 140, welche beispielsweise eine Toleranzschwelle beziehungsweise
Minimaltemperatur von 0 °C nicht unterschreiten dürfen, würde bereits dieser Kälteschock
unter Umständen zu einer Zerstörung führen. Wie ein Vergleich der Kurven 164 und 166
beziehungsweise 168 jedoch zeigt, wird dieser Effekt jedoch durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung des Kühlelements 140 abgemildert. Die Temperatur im Punkt B sinkt lediglich
auf knapp unter 0 °C (Kurve 166), wohingegen die Temperatur auf dem Kühlgut 140 im
Punkt C (Kurve 168) auch unmittelbar nach dem Einbringen des Kühlelements 110 oberhalb
von 0 °C verbleibt. Trotz der starken Unterkühlung des Kühlelements 110, welche für
einen ausreichenden thermischen Speicher im Inneren des Kühlelements 110 sorgt, wird
somit die anfängliche Temperaturspitze erfindungsgemäß abgepuffert. Der Betrag der
Differenztemperaturen ΔT
1 beziehungsweise ΔT
2 in Figur 6 kann beispielsweise durch geeignete Auswahl des Trennelements 114, wie
beispielsweise eine Vliesdicke und/oder ein Vliesmaterial, eingestellt werden. Auf
diese Weise kann das Kühlelement sehr genau auf die Toleranzschwelle des Kühlguts
140 angepasst werden.
[0093] Eine derartige Abpufferung der anfänglichen Unterkühlung, wie in Figur 6 gezeigt,
wäre grundsätzlich auch mit einer rein passiven thermischen Isolierung möglich, wie
beispielsweise den aus dem Stand der Technik bekannten passiven thermischen Isolierungen.
Bei derartigen passiven thermischen Isolierungen durch Einbringen von Isolationsmaterialien
zwischen das eigentliche Kühlelement und das Kühlgut 140 würde jedoch die Kurve 168
mit einem nahezu parallelen Verlauf verschoben der Kurve 164 folgen und somit nach
kurzer Zeit bereits die Temperaturgrenze 160 erreichen. Das Kühlelement 160 wäre damit
nur über eine vergleichsweise kurze Zeitdauer einsetzbar und müsste anschließend erneut
unterkühlt werden. Insbesondere bei längeren Transporten oder Lagerungen wäre dies
von erheblichem Nachteil.
[0094] Bei dem erfindungsgemäßen Kühlelement 110 hingegen folgen die Kurven 166 beziehungsweise
168 der Kurve 164 nicht parallel, sondern nähern sich an diese Kurve an und zeigen
einen flacheren Verlauf. Dies ist dadurch bedingt, dass sich erfindungsgemäß mit zunehmendem
Wärmeeintrag in das Kühlelement 110 eine zunehmende Menge an flüssigem Kühlmittel
126 bildet, welches in dem Fluidraum 120 einen verbesserten Wärmeübertrag zwischen
dem Kühlgut 140 und dem als eigentlicher thermischer Speicher dienenden festen Kühlmittel
124 bewirkt. Hierdurch verringert sich der Abstand zwischen den Kurven 164 und 166
beziehungsweise 168 deutlich.
[0095] Dieser Kurvenverlauf zeigt, dass einerseits durch erhebliche Unterkühlung ein großer
thermischer Speicher in dem Kühlelement 110 geschaffen werden kann, ohne eine Beschädigung
des Kühlguts 140 herbeizuführen. Andererseits wird der Wärmeübertrag zwischen dem
Kühlelement 110 und dem Kühlgut 140 zeitlich veränderlich ausgestaltet, was eine Verlängerung
der maximalen Nutzungsdauer des Kühlelements 110 bewirkt.
Bezugszeichenliste
[0096]
- 110
- Kühlelement
- 112
- Umhüllung
- 114
- Trennelement
- 116
- Fluidkanal
- 118
- Speicherraum
- 120
- Fluidraum
- 122
- Wärmeübertragungswand
- 124
- Kühlmittel, fest
- 126
- Kühlmittel, flüssig
- 128
- Wärmeaustausch
- 130
- übrige Wände
- 132
- Umströmung
- 134
- Isolierelement
- 136
- Kühlcontainer
- 138
- Außencontainer
- 140
- Kühlgut
- 142
- Bodenteil
- 144
- Deckelteil
- 146
- Schweißnaht
- 148
- Speicherelement
- 150
- Folienüberstände
- 152
- Aufnahme
- 154
- Vorsprünge
- 156
- Aufdruck
- 158
- Aussparungen
- 160
- Temperaturgrenze (Obergrenze)
- 162
- Außentemperatur
- 164
- Temperaturverlauf unisolierte Außenseite, A
- 166
- Temperaturverlauf Wärmeüber- tragungswand, B
- 168
- Temperaturverlauf Kühlgut, C
1. Kühlelement (110) zum Kühlen eines Kühlguts (140), umfassend
a) eine Umhüllung (112) mit mindestens einer Wärmeübertragungswand (122) zum Austausch
thermischer Energie mit dem Kühlgut (140), wobei das Kühlelement (110) weiterhin
b) mindestens einen an die Wärmeübertragungswand (122) angrenzenden Fluidraum (120)
und
c) mindestens einen von dem Fluidraum (120) durch mindestens ein Trennelement (114)
getrennten Speicherraum (118) umfasst, wobei
d) der Speicherraum (118) eingerichtet ist, um einen Kühlmittelvorrat in festem Aggregatszustand
aufzunehmen
dadurch gekennzeichnet, dass
e) das Trennelement (114) eingerichtet ist, um
e1) den Kühlmittelvorrat in festem Aggregatszustand von dem Fluidraum (120) im Wesentlichen
fernzuhalten und
e2) Kühlmittel (126) in flüssigem Aggregatszustand den Übertritt von dem Speicherraum
(118) in den Fluidraum (120) zu ermöglichen.
2. Kühlelement (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Speicherraum (118) mindestens
ein Speicherelement (148) aufweist, wobei das Speicherelement (148) eingerichtet ist,
um den Kühlmittelvorrat ganz oder teilweise aufzunehmen und/oder zumindest teilweise
zu immobilisieren.
3. Kühlelement (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Speicherelement (148)
mindestens ein schwammartiges Element aufweist, wobei das schwammartige Element eine
Vielzahl von Poren zur Aufnahme des Kühlmittelvorrats umfasst.
4. Kühlelement (110) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das Speicherelement
(148) mindestens einen der folgenden Werkstoffe umfasst: einen Kunststoffschaum, insbesondere
einen Melaminharzschaum; einen Superabsorber; ein Schaumsubstrat.
5. Kühlelement (110) nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Speicherelement
(148) mindestens ein Immobilisierungsmedium umfasst, wobei das Immobilisierungsmedium
eingerichtet ist, um das Kühlmittel einzudicken, wobei vorzugsweise das lmmobilisierungsmedium
mindestens eines der folgenden Medien umfasst: Gelatine; Agar-Agar; Pektin; kondensierte
Polyvinylalkohole.
6. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Speicherraum
(118) und der Fluidraum (120) durch mindestens einen Fluidkanal (116) miteinander
in Verbindung stehen, wobei vorzugsweise der Fluidkanal (116) mindestens einen der
folgenden Fluidkanäle (116) umfasst: mindestens einen das Trennelement (114) durchsetzenden
Fluidkanal (116), insbesondere mindestens eine Bohrung und/oder einen Porenkanal;
mindestens einen durch einen Trennsteg zwischen dem Trennelement (114) und der Umhüllung
(112) gebildeten Fluidkanal (116).
7. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trennelement
(114) mindestens ein blattförmiges, ein plattenförmiges oder ein scheibenförmiges
Trennelement (114) umfasst, wobei zwischen dem Trennelement (114) und der Umhüllung
(112) mindestens ein als Fluidspalt ausgestalteter Fluidkanal (116) zum Austausch
von fluidem Kühlmittel (126) zwischen dem Speicherraum (118) und dem Fluidraum (120)
ausgebildet ist.
8. Kühlelement (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Trennelement (114) eine
Mehrzahl von aufeinander gestapelten blattförmigen, plattenförmigen oder scheibenförmigen
Trennelementen (114) umfasst.
9. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trennelement
(114) mindestens eines der folgenden Elemente umfasst: ein Vlies, insbesondere ein
Kunststoffvlies; einen extrudierten thermisch isolierenden Kunststoff, insbesondere
ein extrudiertes Polyethylen, ein extrudiertes Polystyrol, ein extrudiertes Polypropylen,
ein extrudiertes Polyamid; eine evakuierte Trägerplatte.
10. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trennelement
(114) mechanisch flexibel ist.
11. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trennelement
(114) thermisch isolierende Eigenschaften aufweist, vorzugsweise mindestens eine der
folgenden Eigenschaften:
- eine Wärmeleitfähigkeit von 0,01 W/(m*K) bis 0,5 W/(m*K), besonders bevorzugt im
Bereich von 0,035 W/(m*K),;
- einen Wärmedurchlasswiderstand von mindestens 0,05 m2K/W.
12. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trennelement
(114) derart ausgestaltet ist, dass dieses einen Kühlmittelanteil von maximal 1 %
aufnehmen kann, vorzugsweise von maximal 0,2 %.
13. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend:
- ein Kühlmittel (124, 126) mit einer polaren Kühlmittelkomponente, wobei das Trennelement
(114) zumindest abschnittsweise hydrophobe Eigenschaften aufweist, oder
- ein Kühlmittel (124, 126) mit einer unpolaren Kühlmittelkomponente, wobei das Trennelement
(114) zumindest abschnittsweise hydrophile Eigenschaften aufweist.
14. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Fluidraum (120)
auf mindestens eine der folgenden Weisen ausgestaltet ist: der Fluidraum (120) ist
ganz oder teilweise zwischen dem Trennelement (114) und der Wärmeübertragungswand
(122) angeordnet; der Fluidraum (120) ist ganz oder teilweise in dem Trennelement
(114) enthalten, insbesondere in einem porösen Volumen des Trennelements (114).
15. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend mindestens
eines der folgenden Kühlmittel (124, 126): Wasser; eine solehaltige wässrige Mischung;
einen Alkohol; ein Öl; ein Fett; ein Paraffin; eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser
und/oder einen Alkohol, mit mindestens einem Additiv, insbesondere mindestens einem
Salz und/oder mindestens einem Zucker.
16. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kühlelement (110)
mindestens ein Isolierelement (134) aufweist, wobei das Isolierelement (134) einen
Wärmeeintrag über mindestens eine Wand der Umhüllung (112), insbesondere mindestens
eine von der Wärmeübertragungswand (122) verschiedene Wand, zumindest teilweise verhindert.
17. Kühlelement (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umhüllung (112)
mindestens eine Markierung (156) zur Kennzeichnung der Wärmeübertragungswand (122)
aufweist und/oder die Umhüllung (112) eine asymmetrische äußere Form aufweist, welche
ein seitenverkehrtes Einsetzen des Kühlelements (110) in einen Kühlcontainer (136)
zumindest erkennbar macht und/oder zumindest teilweise verhindert.
18. Kühlcontainer (136) zum Kühlen eines Kühlguts (140), umfassend mindestens einen thermisch
isolierenden Außencontainer (138) und mindestens ein Kühlelement (110) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kühlelement (110) derart in dem Außencontainer
(138) angeordnet ist, dass die Wärmeübertragungswand (122) dem Kühlgut (140) zuweist,
wobei vorzugsweise der Außencontainer (138) mindestens eine Aufnahme (152) zur räumlichen
Fixierung des Kühlelements (110) aufweist, derart, dass bei in der Aufnahme (152)
aufgenommenem Kühlelement (110) die Wärmeübertragungswand (122) des Kühlelements (110)
dem Kühlgut (140) zuweist.
19. Verfahren zum Kühlen eines Kühlguts (140) unter Verwendung mindestens eines Kühlelements
(110) nach einem der vorhergehenden, auf ein Kühlelement (110) gerichteten Ansprüche,
wobei das Kühlelement (110) derart gewählt wird, dass dieses mindestens ein Kühlmittel
(124, 126) mit einem Schmelzpunkt und/oder Schmelzbereich unterhalb einer Zieltemperatur
für die Kühlung des Kühlguts (140) aufweist, wobei der Schmelzpunkt und/oder Schmelzbereich
innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs unterhalb der Zieltemperatur liegt,
wobei das Kühlelement (110) auf eine Unterkühlungstemperatur unterhalb der Zieltemperatur
und insbesondere unterhalb des Toleranzbereichs unterkühlt wird und wobei anschließend
das Kühlelement (110) mit seiner Wärmeübertragungswand (122) direkt oder indirekt
in thermischen Kontakt mit dem Kühlgut (140) gebracht wird.
20. Verfahren zur Herstellung eines Kühlelements (110), insbesondere eines Kühlelements
(110) nach einem der vorhergehenden, auf ein Kühlelement (110) gerichteten Ansprüche,
umfassend die folgenden Schritte:
- mindestens ein Bodenteil (142), insbesondere eine Folientasche, einer Umhüllung
(112) des Kühlelements (110) wird hergestellt;
- mindestens ein Kühlmittelvorrat wird in das Bodenteil (142) eingebracht;
- mindestens ein Trennelement (114) wird in das Bodenteil eingebracht, wobei das Trennelement
(114) ausgestaltet ist, um einen Innenraum der Umhüllung (112) in einen den Kühlmittelvorrat
aufnehmenden Speicherraum (118) und einen Fluidraum (120) zu unterteilen, wobei das
Trennelement (114) eingerichtet ist, um den das Kühlmittel (124) in festem Aggregatszustand
von dem Fluidraum (120) im Wesentlichen fernzuhalten und Kühlmittel (126) in flüssigem
Aggregatszustand den Übertritt von dem Speicherraum (118) in den Fluidraum (120) zu
ermöglichen; und
- mindestens ein Deckelteil (144) wird auf das Bodenteil (142) aufgebracht und mit
dem Bodenteil (142) verbunden.
1. A cooling element (110) for cooling goods to be cooled (140), comprising
a) a covering (112) with at least one heat transfer wall (122) for exchanging thermal
energy with the goods to be cooled (140), wherein the cooling element (110) comprises
furthermore
b) at least one fluid space (120) adjacent to the heat transfer wall (122) and
c) at least one storing space (118) separated from the fluid space (120) by at least
one separating element (114), wherein
d) the storing space (118) is arrange to take up a supply of coolant in the solid
state of matter,
characterized in that
e) the separating element (114) is arranged to
e1) keep the supply of coolant in solid the state of matter substantially away from
the fluid space (120) and
e2) to enable the coolant (126) in the liquid state of matter to pass over from the
storing space (118) to the fluid space (120).
2. A cooling element (110) according to the preceding claim, wherein the storing space
(118) has at least one storing element (148), wherein the storing element (148) is
arranged to take up in whole or in part and/or to immobilize at least in part the
supply of coolant.
3. A cooling element (110) according to the preceding claim, wherein the storing element
(148) has at least one spongy element, wherein the spongy element comprises a plurality
of pores for taking up the supply of coolant.
4. A cooling element (110) according to any one of the two preceding claims, wherein
the storing element (148) comprises at least one of the following materials: a plastic
foam, in particular a melamine resin foam; a superabsorbent polymer; a foam substrate.
5. A cooling element (110) according to any one of the three preceding claims, wherein
the storing element (148) comprises at least one immobilization medium, wherein the
immobilization medium is arranged to thicken the coolant, wherein the immobilization
medium comprises at least one of the following media: gelatine; agar-agar; pectin;
condensed polyvinyl alcohols.
6. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
storing space (118) and the fluid space(120) are connected by at least one fluid channel
(116), wherein preferably the fluid channel (116) comprises at least one of the following
fluid channels (116): at least one fluid channel (116) penetrating the separating
element (114), in particular at least one bore and/or one pore channel; at least one
fluid channel (116) formed by a separating strip between the separating element (114)
and the covering (112).
7. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
separating element (114) comprises at least one leaf-shaped, one plate-shaped or one
disc-shaped separating element (114), wherein at least one fluid channel (116) embodied
as a fluid gap for exchanging liquid coolant (126) between the storing space (118)
and the fluid space (120) is formed between the separating element (114) and the covering
(112).
8. A cooling element (110) according to the preceding claim, wherein the separating element
(114) comprises a plurality of stacked leaf-shaped, plate-shaped or disc-shaped separating
elements (114).
9. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
separating element (114) comprises at least one of the following elements: a nonwoven,
in particular a plastic nonwoven; an extruded thermally insulating plastic, in particular
an extruded polyethylene, an extruded polystyrene, an extruded polypropylene, an extruded
polyamide; an evacuated support plate.
10. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
separating element (114) is mechanically flexible.
11. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
separating element (114) has thermally insulating properties, preferably at least
one of the following properties:
- a thermal conductivity from 0.01 W/(m*K) to 0,5 W/(m*K), particularly preferably
in the range of 0.035 W/(m*K);
- thermal resistance of at least 0.05 m2K/W.
12. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
separating element (114) is embodied in such way that it is able to take up a maximum
coolant proportion of 1 %, preferably of 0.2 %.
13. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, further comprising:
- a coolant (124, 126) with a polar coolant component, wherein the separating element
(114) has at least in sections hydrophobic properties, or
- a coolant (124, 126) with a non-polar coolant component, wherein the separating
element (114) has at least in sections hydrophilic properties.
14. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
fluid space (120) is embodied in at least one of the following ways: the fluid space
(120) is arranged in whole or in part between the separating element (114) and the
heat transfer wall (122); the fluid space (120) is contained in whole or in part in
the separating element (114), in particular in a porous volume of the separating element
(114).
15. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, further comprising
at least one of the following coolants (124, 126): water; a briny watery mixture;
an alcohol; an oil; a fat; a paraffin; a liquid, in particular water and/or an alcohol,
with at least one additive, in particular at least one salt and/or at least one sugar.
16. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
cooling element (110) has at least one insulating element (134), wherein the insulating
element (134) prevents at least in part a heat input via at least one wall of the
covering (112), in particular at least one wall different from the heat transfer wall
(122).
17. A cooling element (110) according to any one of the preceding claims, wherein the
covering (112) has at least one mark (156) for marking the heat transfer wall (122)
and/or the covering (112) has an asymmetric external form, which makes a reversed
insertion of the cooling element (110) in a refrigerated container (136) at least
visible and/or prevents it at least in part.
18. A refrigerated container (136) for cooling goods to be cooled (140), comprising at
least a thermally insulating external container (138) and at least a cooling element
(110) according to any one of the preceding claims, wherein the cooling element (110)
is arranged in the external container (138) in such way that the heat transfer wall
(122) points to the goods to be cooled (140), wherein preferably the external container
(138) has at least one seat (152) for spatially fixing the cooling element (110),
in such way that, when a cooling element (110) is taken up in the seat (152), the
heat transfer wall (122) of the cooling element (110) points to the goods to be cooled
(140).
19. A method for cooling goods to be cooled (140) using at least one cooling element (110)
according to any one of the preceding claims directed to a cooling element (110),
wherein the cooling element (110) is chosen in such way that it has at least one coolant
(124, 126) with a melting point and/or melting range below a target temperature for
cooling the goods to be cooled (140), wherein the melting point and/or melting range
is within a preset tolerance range below the target temperature, wherein the cooling
element (110) is sub-cooled to a sub-cooling temperature below the target temperature
and in particular below the tolerance range, and wherein the cooling element (110)
with its heat transfer wall (122) is subsequently brought directly or indirectly into
thermal contact with the goods to be cooled (140).
20. A method for manufacturing a cooling element (110), in particular of a cooling elements
(110) according to any one of the preceding claims directed to a cooling element (110),
comprising the following steps:
- at least one bottom part (142), in particular a foil pocket, of a covering (112)
of the cooling element (110) is manufactured;
- at least one supply of coolant is introduced into the bottom part (142);
- at least one separating element (114) is introduced into the bottom part, wherein
the separating element (114) is embodied to divide an inner space of the covering
(112) into a storing space (118) taking up the supply of coolant and a fluid space
(120), wherein the separating element (114) is arranged to keep the coolant (124)
in the solid state of matter substantially away from the fluid space(120) and to enable
the coolant (126) in the liquid state of matter to pass over form the storing space
(118) to the fluid space (12); and
- at least one lid part (144) is put on the bottom part (142) and joined to the bottom
part (142).
1. Elément de refroidissement (110) pour le refroidissement d'un produit à refroidir
(140), comprenant
a) une enveloppe (112) avec au moins une paroi de transfert de chaleur (122) pour
l'échange d'énergie thermique avec le produit à refroidir (140), l'élément de refroidissement
(110) comprenant en outre
b) au moins une chambre de fluide (120) jouxtant la paroi de transfert de chaleur
(122) et
c) au moins une chambre de stockage (118) séparée de la chambre de fluide (120) par
au moins un élément de séparation (114),
d) la chambre de stockage (118) étant agencée pour loger une réserve de produit de
refroidissement dans un état d'agrégat solide,
caractérisé en ce que
e) l'élément de séparation (114) est agencé pour
e1) éloigner essentiellement de la chambre de fluide (120) la réserve de produit de
refroidissement dans l'état d'agrégat solide et
e2) pour permettre au produit de refroidissement (126) dans l'état d'agrégat solide
de passer de la chambre de stockage (118) à la chambre de fluide (120).
2. Elément de refroidissement (110) selon la revendication précédente, la chambre de
stockage (118) présentant au moins un élément de stockage (148), l'élément de stockage
(148) étant aménagé pour loger la réserve de produit de refroidissement totalement
ou partiellement et/ou pour l'immobiliser au moins partiellement.
3. Elément de refroidissement (110) selon la revendication précédente, l'élément de stockage
(148) présentant au moins un élément spongieux, l'élément spongieux comprenant une
multiplicité de pores pour loger la réserve de produit de refroidissement.
4. Elément de refroidissement (110) selon une des deux revendications précédentes, l'élément
de stockage (148) comprenant au moins un des matériaux suivants : une mousse synthétique,
en particulier une mousse de résine mélaminique ; un super-absorbeur ; un substrat
en mousse.
5. Elément de refroidissement (110) selon une des trois revendications précédentes, l'élément
de stockage (148) comprenant au moins un agent d'immobilisation, l'agent d'immobilisation
étant aménagé pour épaissir le produit de refroidissement, l'agent d'immobilisation
comprenant de préférence au moins un des agents suivants : gélatine ; agar-agar ;
pectine ; alcools polyvinyliques condensés.
6. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, la chambre
de stockage (118) et la chambre de fluide (120) étant raccordées l'une à l'autre par
au moins un canal de fluide (116), le canal de fluide (116) comprenant au moins un
des canaux de fluide (116) suivants : au moins un canal de fluide (116) traversant
l'élément de séparation (114), en particulier au moins un alésage et/ou un canal de
pores ; au moins un canal de fluide (116) formé par une cloison de séparation entre
l'élément de séparation (114) et l'enveloppe (112).
7. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de séparation (114) comprenant au moins un élément de séparation (114) en forme de
feuille, en forme de plaque ou en forme de disque, au moins un canal de fluide (116)
configuré comme un interstice de fluide étant formé entre l'élément de séparation
(114) et l'enveloppe (112) pour l'échange de produit de refroidissement (126) fluide
entre la chambre de stockage (118) et la chambre de fluide (120).
8. Elément de refroidissement (110) selon la revendication précédente, l'élément de séparation
(114) comprenant une multiplicité d'éléments de séparation (114) en forme de feuille,
en forme de plaque ou en forme de disque empilés les uns sur les autres.
9. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de séparation (114) comprenant au moins un des éléments suivants : un non-tissé, en
particulier un non-tissé synthétique ; une matière plastique extrudée thermiquement
isolante, en particulier un polyéthylène extrudé, un polystyrène extrudé, un polypropylène
extrudé, un polyamide extrudé; une plaque support vidée d'air.
10. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de séparation (114) étant mécaniquement flexible.
11. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de séparation (114) présentant des propriétés thermiquement isolantes, de préférence
au moins une des propriétés suivantes :
- une conductibilité thermique de 0,01 W/(m*K) à 0,5 W/(m*K), de façon particulièrement
préférée dans la plage de 0,035 W/(m*K) ;
- une résistance au passage de chaleur d'au moins 0,05 m2K/W.
12. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de séparation (114) étant configuré de sorte qu'il peut absorber une proportion de
produit de refroidissement de 1 % maximum, de préférence de 0,2 % maximum.
13. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, comprenant
en outre :
- un produit de refroidissement (124, 126) avec une composante polaire de produit
de refroidissement, l'élément de séparation (114) présentant au moins par tronçons
des propriétés hydrophobes, ou
- un produit de refroidissement (124, 126) avec une composante non polaire de produit
de refroidissement, l'élément de séparation (114) présentant au moins par tronçons
des propriétés hydrophiles.
14. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, la chambre
de fluide (120) étant constituée au moins d'une des façons suivantes : la chambre
de fluide (120) est, totalement ou partiellement, disposée entre l'élément de séparation
(114) et la paroi de transfert de chaleur (122) ; la chambre de fluide (120) est,
totalement ou partiellement, contenue dans l'élément de séparation (114), en particulier
dans un volume poreux de l'élément de séparation (114).
15. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, comprenant
en outre au moins un des produits de refroidissement (124, 126) suivants : eau ; un
mélange aqueux contenant de la saumure ; un alcool ; une huile ; une graisse ; une
paraffine ; un liquide, en particulier de l'eau et/ou un alcool, avec au moins un
additif, en particulier au moins un sel et/ou au moins un sucre.
16. Elément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes, l'élément
de refroidissement (110) présentant au moins un élément isolant (134), l'élément isolant
(134) empêchant au moins partiellement une intrusion de chaleur par le biais d'au
moins une paroi de l'enveloppe (112), en particulier au moins une paroi différente
de la paroi de transfert de chaleur (122),
17. Elément de refroidissement (110) selon une des trois revendications précédentes, l'enveloppe
(112) présentant au moins un marquage (156) pour repérer la paroi de transfert de
chaleur (122), et/ou l'enveloppe (112) présentant une forme extérieure asymétrique
qui permet au moins de détecter et/ou d'empêcher au moins partiellement une insertion
inversée de l'élément de refroidissement (110) dans un conteneur de refroidissement
(136).
18. Conteneur de refroidissement (136) pour le refroidissement d'un produit à refroidir
(140), comprenant au moins un conteneur extérieur (138) thermiquement isolant et au
moins un élément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes,
l'élément de refroidissement (110) étant disposé dans le conteneur extérieur (138)
de sorte que la paroi de transfert de chaleur (122) est tournée vers le produit à
refroidir (140), le conteneur extérieur (138) présentant de préférence au moins un
logement (152) pour la fixation spatiale de l'élément de refroidissement (110) de
sorte que, dans le cas de l'élément de refroidissement (110) logé dans le logement
(152), la paroi de transfert de chaleur (122) de l'élément de refroidissement (110)
est tournée vers le produit à refroidir (140).
19. Procédé de refroidissement d'un produit à refroidir (140) avec utilisation d'au moins
un élément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes visant
un élément de refroidissement (110), l'élément de refroidissement (110) étant choisi
de sorte qu'il présente au moins un produit de refroidissement (124, 126) avec un
point de fusion et/ou une plage de fusion inférieur(e) à une température cible pour
le refroidissement du produit à refroidir (140), le point de fusion et/ou la plage
de fusion se situant à l'intérieur d'une plage de tolérance prédéfinie inférieure
à la température cible, l'élément de refroidissement (110) étant surrefroidi à une
température de surrefroidissement inférieure à la température cible et en particulier
inférieure à la plage de tolérance, et l'élément de refroidissement (110) étant ensuite
amené avec sa paroi de transfert de chaleur (122) directement ou indirectement en
contact thermique avec le produit à refroidir (140).
20. Procédé de fabrication d'un élément de refroidissement (110), en particulier d'un
élément de refroidissement (110) selon une des revendications précédentes visant un
élément de refroidissement (110), comprenant les étapes suivantes :
- au moins une partie de fond (142), en particulier une poche en feuille, d'une enveloppe
(112) de l'élément de refroidissement (110) est fabriquée ;
- au moins une réserve de produit de refroidissement est placée dans la partie de
fond (142) ;
- au moins un élément de séparation (114) est placé dans la partie de fond, l'élément
de séparation (114) étant configuré pour diviser un espace intérieur de l'enveloppe
(112) en une chambre de stockage (118) logeant la réserve de produit de refroidissement
et une chambre de fluide (120), l'élément de séparation (114) étant agencé pour éloigner
essentiellement de la chambre de fluide (120) le produit de refroidissement (124)
dans l'état d'agrégat solide, et pour permettre au produit de refroidissement (126)
dans l'état d'agrégat solide de passer de la chambre de stockage (118) à la chambre
de fluide (120) ; et
- au moins une partie de couvercle (144) est placée sur la partie de fond (142) et
raccordée à la partie de fond (142).