| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 179 804 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.02.2011 Patentblatt 2011/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.10.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Profiliermaschine und Verfahren zum Vermessen von Rollformwerkzeugen einer Profiliermaschine
Profiling machine and method for measuring rolling tools of a profile machine
Machine de profilage et procédé de mesure des rouleaux d'une machine à profiler
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (73) |
Patentinhaber: DREISTERN GmbH & Co.KG |
|
79650 Schopfheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Bertram, Frank
79736 Rickenbach-Egg (DE)
- Dietsche, Mike
79650 Schopfheim (DE)
- Spitz, Gerhard
79650 Schopfheim (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lemcke, Brommer & Partner |
|
Patentanwälte
Bismarckstrasse 16 76133 Karlsruhe 76133 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 245 302 US-A1- 2002 108 421
|
JP-A- 2004 243 367
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Profiliermaschine mit mehreren, in Linie hintereinander
angeordneten Umformstationen zum mehrstufigen Umformen eines zu profilierenden Werkstücks
in dessen Längsrichtung, wobei zumindest ein Teil der Umformstationen jeweils aus
einem Gerüst mit wenigstens zwei Rollformwerkzeugen besteht, von denen zumindest eines
an einer verstellbaren Halterung gelagert ist, und die dazu vorgesehen sind, dass
das Werkstück zwischen ihnen hindurchgeführt und hierbei umgeformt wird. Ferner ist
zumindest eine Messeinrichtung zum Detektieren der aktuellen Positionen der an den
verstellbaren Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge vorgesehen, die mit einer Datenverarbeitungseinrichtung
verbunden ist und Messdaten an diese abgibt. Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem
ein Verfahren zum Vermessen von Rollformwerkzeugen, die an verstellbaren Halterungen
eines Gerüsts einer solchen Profiliermaschine gelagert sind. Solch eine Profiliermaschine
und solch ein Verfahren sind zum Beispiel in der
EP-A-1245 302 oder in der
JP-A-2004243367 offenbart.
[0002] Der Begriff Rollformwerkzeug wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Oberbegriff
für die formgebenden Rollen in einer Umformstation verwendet, die als Unterrolle,
Oberrolle, Seitenrolle, Zwischenrolle oder als sonstige Rolle ausgebildet sein und
zum Umformen, Walzen oder Führen des Werkstücks dienen können.
[0003] Eine Profiliermaschine der hier vorliegenden Art ist konzeptionell eine Massenproduktionsmaschine,
um aus Bandmaterial, das quasi endlos durch die Profiliermaschine transportiert wird,
oder aus Platinen ein längs umgeformtes Profil herzustellen. Umgeformtes Bandmaterial
wird in der Regel ausgangs der Profiliermaschine mittels einer Trenneinrichtung in
Profilstücke getrennt. Eine Profiliermaschine kann somit in sehr kurzer Zeit eine
sehr große Menge von gleich geformten Profilen herstellen. Ihre Flexibilität ist allerdings
bauartbedingt eingeschränkt; ein Umrüsten der Profiliermaschine auf eine andere Profilform
oder auch nur auf ein anderes Material für das zu profilierende Werkstück erfordert
jeweils eine längere Einfahr- oder Erprobungsphase mit entsprechendem Ausschuss an
Material, bis die hergestellte Profilform den Vorgaben entspricht.
[0004] Eine zentrale Rolle beim Umrüsten oder Ein- bzw. Nachjustieren einer Profiliermaschine
spielt die Einstellung der Walzspalte zwischen zwei Rollformwerkzeugen, die gegebenenfalls
gegen solche mit anderen Geometrien ausgetauscht wurden, in horizontaler und vertikaler
Richtung, jedoch auch in axialer Richtung. Je nach Umformstation sind hierbei zwei,
drei oder mehr Rollformwerkzeuge beteiligt. Zur Erzielung eines qualitativ hochwertigen
Arbeitsergebnisses ist es unverzichtbar, dass erfahrenes Personal die verstellbaren
Halterungen der Rollformwerkzeuge von Hand einjustiert und gegebenenfalls bei einer
Verschlechterung der Arbeitsergebnisse nachjustiert. Aufgrund der Vielzahl der in
einer normalen Profiliermaschine vorhandenen Umformstationen und der darin gelagerten
Rollformwerkzeuge mit Verstelleinrichtungen ist ein solches Justieren von Hand sehr
zeitaufwendig und neben dem Produktionsstillstand auch aufgrund des hierbei produzierten
Ausschusses kostenintensiv.
[0005] In der
EP-A-1 245 302 ist für eine Profiliermaschine der vorliegenden Art vorgeschlagen worden, sämtliche
verstellbaren Rollformwerkzeuge bzw. deren Werkzeugaufnahmen, also allgemeiner gesagt
deren verstellbaren Halterungen, mit Erfassungsmitteln zur Erfassung von deren Positionsdaten
sowie mit motorischen Verstellelementen zu versehen. Sowohl die Erfassungsmittel als
auch die motorischen Verstellelemente sind mit einer zentralen Datenverarbeitungseinrichtung
verbunden, so dass jede Veränderung von Einstellwerten mitprotokolliert wird und jederzeit
auf Datensätze einmal aufgefundener Einstellwerte zurückgegriffen werden kann, wobei
diese Einstellwerte dann "auf Knopfdruck" wieder abgerufen werden können. Die
EP-A-1 245 302 beschreibt also eine Art selbstlernendes System, das beim Wechsel auf Profilformen
oder Werkstückmaterialien, die früher schon einmal bearbeitet wurden, das manuelle
Umrüsten überflüssig macht oder zumindest stark abkürzt.
[0006] Allerdings ist diese Profiliermaschine aus dem Stand der Technik nicht für alle Anwendungen
optimal, da die Ausrüstung sämtlicher verstellbaren Halterungen für Rollformwerkzeuge
mit Erfassungsmitteln und mit motorischen Verstellelementen aufwendig und dementsprechend
nicht für alle Anwendungsfälle lohnend ist. Darüber hinaus ist es nur schwer möglich,
bestehende Profiliermaschinen entsprechend nachzurüsten, wenn diese nicht von vornherein
entsprechend ausgestaltet sind.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Profiliermaschine
der eingangs genannten Art vorzuschlagen, bei der ein Umrüsten und/oder ein Nachjustieren
der Umformstationen mit gegenüber dem Stand der Technik verringertem konstruktiven
Aufwand vereinfacht wird. Ferner liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zum Vermessen von Rollformwerkzeugen einer Profiliermaschine der vorliegenden
Art vorzuschlagen, mit dessen Ergebnissen ein Umrüsten und/oder ein Nachjustieren
der Umformstationen entsprechend vereinfacht wird.
[0008] Gelöst ist diese Aufgabe durch eine Profiliermaschine mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Profiliermaschine finden sich in den Ansprüchen 2 bis 8; bevorzugte Weiterbildungen
des Verfahrens sind in den Ansprüchen 10 und 11 niedergelegt.
[0009] Nach der vorliegenden Erfindung sind die Messeinrichtungen zum Detektieren der aktuellen
Position wenigstens eines Teils der an den verstellbaren Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge
also nicht mehr jeweils nur einer verstellbaren Halterung zugeordnet, sondern erfindungsgemäß
wird mindestens eine Messeinrichtung verwendet, die mehreren verstellbaren Halterungen
zugeordnet ist. Das Nachrüsten einer bereits aufgebauten Profiliermaschine mit einer
solchen Messeinrichtung ist wesentlich einfacher und kostengünstiger, als sämtliche
verstellbaren Halterungen mit jeweils einer Messeinrichtung nachzurüsten. Des Weiteren
kann sich das Nachrüsten einer bereits aufgebauten Profiliermaschine darauf beschränken,
die wichtigsten verstellbaren Halterungen für eine Messeinrichtung vorzusehen und
demgemäß nicht alle Umformstationen mit Messeinrichtungen auszurüsten.
[0010] Die Messeinrichtung ist mit einer Datenverarbeitungseinrichtung verbunden, die Messdaten
von der Messeinrichtung erhält. Hierbei können mehrere Messeinrichtungen und mehrere
dezentrale Verarbeitungseinrichtungen vorhanden sein, oder aber eine gemeinsame Datenverarbeitungseinrichtung
für eine oder mehrere Messeinrichtungen. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann Soll-Positionsdaten
als Vergleichsdatensatz enthalten, wobei dann die von der Messeinrichtung ermittelten
Ist-Positionsdaten mit den Soll-Positionsdaten abgeglichen und Korrekturwerte ermittelt
werden. Diese Korrekturwerte können dann beispielsweise auf einer Anzeige ausgegeben
werden, so dass ein Bediener der Profiliermaschine eine Hilfestellung zum Justieren
der verstellbaren Rollformwerkzeuge erhält. Jedoch auch schon dann, wenn die Datenverarbeitungseinrichtung
lediglich die ermittelten Ist-Positionsdaten anzeigt, kann sich hierdurch eine Hilfestellung
beim Justieren der Rollformwerkzeuge ergeben; denn der Bediener muss dann die Walzspalte
nicht von Hand nachmessen oder anhand des Arbeitsergebnisses auf die vorzunehmenden
Justierungen rückschließen. Die Ermittlung von Ist-Positionsdaten und insbesondere
der Vergleich mit Soll-Positionsdaten kann sogar während der laufenden Produktion
in der Profiliermaschine erfolgen, um beispielsweise eine laufende Qualitätskontrolle
zu ermöglichen.
[0011] Die Messeinrichtung kann zum Beispiel die Lage einer Zentrierbohrung an der Stirnseite
der Welle desjenigen Rollformwerkzeugs erkennen, das der zu vermessenden verstellbaren
Halterung zugeordnet ist. Da solche Zentrierbohrungen ohnehin vorhanden sind, kann
mit einer solchen Messung sehr einfach auf die Lage des entsprechenden Rollformwerkzeugs
geschlossen werden, zumindest in horizontaler und vertikaler Richtung. Vorzugsweise
sind die verstellbaren Halterungen außerdem mit Indexierungselementen, beispielsweise
Kerben, Indexscheiben und dergleichen versehen, und zwar am Lagersitz oder der Arbeitswelle
des Rollformwerkzeugs, an den Verstelleinrichtungen der verstellbaren Halterung (insbesondere
für die axiale Verstellung), an Distanzhülsen und/oder am Rollformwerkzeug selbst.
Solche Indexierungselemente können insbesondere optisch leicht erfasst werden, so
dass die erfindungsgemäße Messeinrichtung beispielsweise mit einem Halbleiter-Laser
realisiert werden kann.
[0012] Insbesondere beim Nachrüsten von Profiliermaschinen mit einer erfindungsgemäßen Messeinrichtung
besteht allerdings oft das Problem, dass die Messeinrichtung Teile des jeweiligen
Gerüsts abtastet, die in erheblichem Maße toleranzbehaftet sind. Es können sich daher
signifikante Abweichungen zwischen den von der Messeinrichtung gemessenen Werten für
die Position der an den verstellbaren Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge und
den tatsächlichen Ist-Positionen dieser Rollformwerkzeuge ergeben. Besonders problematisch
ist hierbei, dass diese Abweichungen von Gerüst zu Gerüst verschieden sein können
und in der Regel - entsprechend einer Gauß-Verteilung - auch sind. Für die Auswertung
der Messergebnisse der erfindungsgemäßen Messeinrichtung ist es daher zumindest höchst
wünschenswert, für jedes Gerüst, das von einer Messeinrichtung angefahren wird, die
gerüstspezifischen Abweichungen zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren
Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge und der von der Messeinrichtung detektierbaren
Positionen zu kennen, um entweder gleich bei der Messung die erhaltenen Messwerte
in die korrekten Ist-Positionen umzurechnen, oder aber bei der Auswertung der Messwerte
in der Datenverarbeitungseinrichtung die gerüstspezifischen Abweichungen zu berücksichtigen.
[0013] Zur Lösung dieser Problemstellung sieht die vorliegende Erfindung vor, dass die Gerüste
jeweils mit einer Codierung versehen sind, die von der Messeinrichtung eingelesen
und an die Datenverarbeitungseinrichtung gemeldet wird.
[0014] Die Codierung kann hierbei zur Identifizierung des damit versehenen Gerüsts dienen,
so dass die Datenverarbeitungseinrichtung in der Lage ist, die von der Messeinrichtung
erhaltenen Messwerte anhand abgespeicherter Korrekturfaktoren in die Ist-Positionen
der Rollformwerkzeuge umzurechnen. Hierzu ist beim erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise
vorgesehen, die jeweiligen Gerüste zuvor wenigstens einmalig an einem Präzisionsmessplatz
bzw. mit einer Präzisionseinrichung genau zu vermessen und hierbei gerüstspezifische
Abweichungen zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren Halterungen gelagerten
Rollformwerkzeuge und deren von der Messeinrichtung detektierbaren Positionen zu ermitteln.
Das vermessene Gerüst wird sodann mit einer Codierung versehen, wobei ein Datensatz
mit gerüstspezifischen Abweichungen und der gerüstspezifischen Codierung zum Hinterlegen
in der Datenverarbeitungseinrichtung der Profiliermaschine erstellt wird.
[0015] Alternativ oder auch zusätzlich kann die Codierung selbst Informationen über die
gerüstspezifischen Abweichungen zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren
Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge und den von der Messeinrichtung detektierbaren
Positionen enthalten. Eine Hinterlegung von entsprechenden Datensätzen in der Datenverarbeitungseinrichtung
erübrigt sich hierdurch gegebenenfalls, da dieser Datensatz mit der Codierung eingelesen
wird. Im einfachsten Fall besteht die Codierung aus einer exakt vermessenen, am Gerüst
angebrachten Standard-Messfläche, an der sich die Messeinrichtung einjustiert, so
dass der von der Messeinrichtung eingelesene "Datensatz" aus den Ortskoordinaten der
Standard-Messfläche besteht.
[0016] Besondere Vorteile ergeben sich im Rahmen der Erfindung, wenn die Profiliermaschine
außer der Messeinrichtung noch zumindest einen Manipulator aufweist, der die Funktion
von motorischen Verstellelementen für wenigstens einen Teil der an den verstellbaren
Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge übernimmt. Die Messeinrichtung und der Manipulator
sind dann mit einer Datenverarbeitung verbunden, die den Manipulator steuert und von
der Messeinrichtung Messdaten erhält. Hierdurch wird es möglich, dass zunächst zumindest
eine grobe Voreinstellung der verstellbaren Halterungen automatisch vom System vorgenommen
wird, da die Steuerung des Manipulators aufgrund der von der Messeinrichtung erhaltenen
Messdaten und einem Vergleich mit Vorgabewerten die Walzspalte selbsttätig einstellen
kann. Durch Nachvollziehen von nachfolgend manuell vorgenommenen Justierungseinstellungen,
das von der Messeinrichtung ermöglicht wird, lernt das System, so dass spätere Voreinstellungen
der Umformstationen schon recht genau die endgültigen Werte abbilden und vollautomatisch
erhalten werden können. Bei entsprechend genauen vorgegebenen Soll-Positionsdaten
kann das System gegebenenfalls auch ohne manuellen Eingriff und ohne den genannten
Teach-In-Prozess völlig selbsttätig und somit vollautomatisch eine Einstellung der
verstellbaren Halterungen vornehmen, was das Umrüsten einer Profiliermaschine entsprechend
vereinfacht.
[0017] Die motorischen Verstellelemente bzw. der Manipulator ist hierbei nicht darauf eingeschränkt,
dass Motoren im eigentlichen Sinne verwendet werden müssten. Zum Antrieb der "motorischen"
Verstellelemente kann im Rahmen der Erfindung vielmehr auch ein hydraulischer oder
pneumatischer Antrieb, beispielsweise ein Fluidzylinder, oder auch ein federvorbelasteter,
mit Endanschlägen versehener Antrieb eingesetzt werden.
[0018] Soweit ein Manipulator vorgesehen ist, kann im einfachsten Fall also eine Vorab-Grobjustierung
als Rüsthilfe erzielt werden; im optimierten Fall kann das so weitergebildete erfindungsgemäße
System die Justierung von umzurüstenden Umformstationen vollständig automatisch vornehmen.
Die Zeit zum Einrichten einer Profiliermaschine nach einem Umrüsten oder zum Nachjustieren
einer Profiliermaschine bei sich verschlechternden Arbeitsergebnissen oder bei einem
Material-, Produkt- oder Typenwechsel verkürzt sich also in jedem Fall signifikant,
trotz relativ geringer Investitionskosten beim Installieren des erfindungsgemäßen
Manipulators und der Messeinrichtung. Die Arbeitsweise des erfahrenen Personals kann
dabei vorteilhafterweise beibehalten werden, denn eine manuelle Korrektur an den verstellbaren
Halterungen ist jederzeit möglich, wobei dies dann vorzugsweise von der Messeinrichtung
mitprotokolliert wird.
[0019] Wenn die Messeinrichtung beispielsweise derart ausgebildet ist, dass sie die Kontur
der Rollformwerkzeuge direkt oder indirekt erfasst, können darüber hinaus Rüstfehler,
wie ein verwechseltes Rollformwerkzeug mit kollidierendem Umformwinkel, rechtzeitig
vom System erkannt werden.
[0020] Die Messeinrichtung kann direkt am Manipulator angeordnet sein und von diesem an
die zu vermessenden verstellbaren Halterungen herangeführt werden; es können auch
mehrere Messeinrichtungen vorhanden sein, die am Manipulator angeordnet sind.
[0021] Soweit zusätzlich zu den Messeinrichtungen mindestens ein Manipulator zum automatisierten
Verstellen wenigstens eines Teils der verstellbaren Halterungen an den Gerüsten der
Profiliermaschine vorgesehen sind, bietet es weitere erhebliche Vorteile, wenn in
der Datenverarbeitungseinrichtung zu den Codierungen der Gerüste jeweils Daten zu
gerüstspezifischen Zusammenhängen zwischen den vom Manipulator erzielbaren Verstellungen
und den hierdurch bewirkten Verstellungen der Ist-Positionen der an den verstellbaren
Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge hinterlegt sind. Denn dann können solche
gerüstspezifischen Abweichungen bei einem automatisierten Eingriff mittels des Manipulators
von vorn herein berücksichtigt werden und müssen nicht durch eine Rückmeldung der
Messeinrichtung ausgeregelt werden, was die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems deutlich
erhöht.
[0022] Hierzu ist es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft, wenn am Präzisionsmessplatz
nicht nur gerüstspezifische Abweichungen zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren
Halterungen gelagerten Rollformwerkzeuge und deren von der Messeinrichtung detektierbaren
Positionen ermittelt werden, sondern ebenso gerüstspezifische Zusammenhänge zwischen
den von einem Manipulator erzielbaren Verstellungen und den hierdurch bewirkten Verstellungen
der Ist-Positionen der Rollformwerkzeuge ermittelt und mit der gerüstspezifischen
Codierung verknüpft werden.
[0023] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann schließlich die Messeinrichtung auf einem
entlang der Umformstationen beispielsweise auf einer Schiene bewegbaren Messwagen
angebracht sein. Ein gegebenenfalls vorhandener Manipulator kann sich ebenfalls auf
dem Messwagen befinden, oder aber als entlang der Umformstationen bewegbarer Werkzeugeinstellwagen
ausgebildet sein. Diese Wagen können vorzugsweise seitlich neben der Produktionslinie
in und gegen die Produktionsrichtung entlang der Umformstationen oder entlang eines
Teils der Umformstationen bewegt werden.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand der
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Abschnitt einer Profiliermaschine nach der vorliegenden Erfindung in schematischer
perspektivischer Darstellung;
- Figur 2
- den Profiliermaschinenabschnitt aus Figur 1 in Draufsicht;
- Figur 3
- den Profiliermaschinenabschnitt aus Figur 1 in Frontansicht.
[0025] Die Figuren 1 bis 3 zeigen schematisch Ansichten eines Profiliermaschinenabschnitts
1 mit vier Umformstationen 2, die in Linie hintereinander angeordnet sind und jeweils
vier Rollformwerkzeuge 3 tragen: Je ein Paar Seitenrollen 4 und ein Paar Formrollen
5, die einen Walzspalt 6 bilden. In anderen Ausführungen von Umformstationen können
auch mehr Rollformwerkzeuge beteiligt sein.
[0026] Die Umformstationen 2 bestehen jeweils im Wesentlichen aus einem Gerüst 7, in dem
die Formrollen 5 jeweils mittels verstellbarer Halterungen 10 vertikal und axial verstellbar
gelagert sind. Die Gerüste 7 umfassen daneben auch Schlitten 8, in denen die Seitenrollen
4 mittels Spindeln 9 horizontal verstellbar befestigt sind. Vorliegend sind also die
vertikalen Positionen der beiden Formrollen 5 mittels Spindeln 11 und deren axialen
Positionen an den entsprechenden Wellen, sowie die horizontalen und die axialen bzw.
die horizontalen und die vertikalen Positionen der Seitenrollen 4 mittels der Spindeln
9 verstellbar.
[0027] Ein (nicht dargestelltes) Werkstück passiert hintereinander alle vier Umformstationen
2 und wird in den jeweiligen Walzspalten 6 stufenweise zu einem Profil umgeformt.
Die Seitenrollen 4 wirken hierbei unterstützend, um die gewünschte Profilform erhalten
zu können. Um die Walzspalte 6 zwischen den Rollformwerkzeugen 5 sowie die Positionen
der Seitenrollen 4 im Hinblick auf das gewünschte Profil sowie im Hinblick auf das
verwendete Werkstückmaterial justieren zu können, müssen lediglich die Spindeln 9
und 11 sowie Verstelleinrichtungen 16 betätigt werden, was an jeder Umformstation
2 separat möglich ist.
[0028] Seitlich am Profiliermaschinenabschnitt 1 ist eine Schiene 12 befestigt, auf welcher
ein Werkzeugeinstellwagen 13 und ein Messwagen 14 verfahrbar gehalten sind. Der Werkzeugeinstellwagen
13 und der Messwagen 14 werden von einer (nicht dargestellten) Datenverarbeitungseinrichtung
gesteuert, wobei der Messwagen 14 Messeinrichtungen 15 trägt, die ihre Messdaten an
die Datenverarbeitungseinrichtung melden. Die Messeinrichtungen 15 bestehen vorliegend
aus zwei optischen Detektoren, insbesondere CCD-Kameras, die jeweils eine an Verstelleinrichtungen
16 auf den verstellbaren Werkzeugachsen der Umformstationen 2 angebrachte Indexscheibe
17 erfassen und über ein Digitalisieren des Bildes die jeweilige Position der Indexscheibe
17 und somit die Axialposition der zugeordneten Formrolle 5 detektieren können. Da
die Verstelleinrichtungen 16 jeweils direkt auf den Wellen der Formrollen 5 sitzen,
kann der Messwagen 14 anhand der Höhenposition der Verstelleinrichtungen 16 außerdem
die vertikale Position der zugeordneten Formrollen 5 erfassen. Entsprechendes gilt
für die Schlitten 8 und deren Verstelleinrichtungen 16 mit Indexscheiben 17: Anhand
der Position der Indexscheibe 17 wird die horizontale Position der Seitenrollen 4
detektiert, während die Höhe der Verstelleinrichtungen 16 auf die vertikale Position
der Seitenrollen 4 schließen lässt.
[0029] Da nun insbesondere die horizontalen Positionen der Verstelleinrichtungen 16 die
genauen Ist-Positionen der Formrollen 5 bzw. Seitenrollen 4 nicht exakt abbilden,
sondern mit Toleranzen behaftet sind, die Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis haben,
sind die Gerüste 7 vorderseitig mit jeweils einer gerüstspezifischen, maschinenlesbaren
Codierung 19, hier in Form eines Barcodes, versehen, anhand dessen das jeweilige Gerüst
7 von den Messeinrichtungen 15 des Messwagens 14 identifiziert werden kann. Denn entsprechend
der vorliegenden Erfindung sind die Gerüste 7 zuvor auf einem (nicht dargestellten)
Präzisionsmessplatz vermessen worden: Hierbei festgestellte Abweichungen der von den
Messeinrichtungen 15 detektierbaren Positionen von den tatsächlichen Ist-Positionen
der verstellbaren Rollformwerkzeuge 4,5 sind mitprotokolliert und als Datensatz in
der Datenverarbeitungseinrichtung hinterlegt worden, wobei dieser Datensatz in der
Datenverarbeitungseinrichtung mit einer Codierung verknüpft und diese Codierung 19
am jeweiligen Gerüst 7 maschinenlesbar angebracht worden ist. Wenn nun der Messwagen
14 nicht nur die Positionen der Verstelleinrichtungen 16 und der Indexscheiben 17
eines Gerüsts 7, sondern auch dessen Codierung 19 einliest und an die Datenverarbeitungseinrichtung
meldet, korrigiert diese die gemeldeten Positionsdaten anhand der hinterlegten gerüstspezifischen
Abweichungen und gibt dementsprechend die exakten Ist-Positionen aus.
[0030] Der Werkzeugeinstellwagen 13 ist vorliegend als Manipulator ausgebildet und dementsprechend
mit ansteuerbaren, axial und vertikal verfahrbaren Stellmotoren 18 ausgerüstet. Diese
können, wie die Doppelpfeile in den Figuren andeuten, bis an die Verstelleinrichtungen
16 der Umformstationen 2 heranfahren und diese, von der Datenverarbeitungseinrichtung
gesteuert, motorisch verstellen. Auch die Spindeln 9 und 11 können von Stellmotoren
18 des Werkzeugeinstellwagens 13 betätigt werden. Hierzu ist eine Antriebswelle 20
vorgesehen, die über entsprechende Getriebe auf die Spindeln 11 wirkt.
[0031] Sowohl der Werkzeugeinstellwagen 13 als auch der Messwagen 14 sind jeweils allen
vier Umformstationen 2 zugeordnet, wodurch ein Ausrüsten der Umformstationen 2 mit
jeweils eigenen Detektoren und Motoren nebst der erforderlichen Energieversorgung
und Signalleitungen vorteilhafterweise entfalten kann. Eine weitere Vereinfachung
ist beispielsweise möglich, indem die optischen Detektoren 15 nicht auf einem separaten
Messwagen 14, sondern auf dem Werkzeugeinstellwagen 13 angebracht werden. Ein solcher
Werkzeug-Mess- und Einstellwagen kann, wie auch die separaten Werkzeugeinstellwagen
13 und Messwagen 14, jeweils für einen Profiliermaschinenabschnitt 1 oder auch für
die gesamte Profiliermaschine zuständig sein.
[0032] Mit dem vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist ein Nachrüsten einer Profiliermaschine,
die bislang rein manuell verstellt wurde, mit einer Messeinrichtung und gegebenenfalls
zusätzlich einer Verstelleinrichtung auf sehr kostengünstige Art und Weise möglich:
Die Profiliermaschine muss lediglich mit einer Schiene 12 und einem Messwagen 14 sowie
gegebenenfalls einem Werkzeugeinstellwagen 13 ausgerüstet und gegebenenfalls müssen
Verstelleinrichtungen 16 sowie Indexscheiben 17 ergänzt werden. Des Weiteren wird
erfindungsgemäß jedes Gerüst 7 auf einem Präzisionsmessplatz vermessen und mit einer
Codierung 19 versehen. Die Codierung und der beim Vermessen des Gerüsts erstellte
Datensatz werden in der Datenverarbeitungseinrichtung hinterlegt. Danach ist es möglich,
die Ist-Positionen der verstellbaren Rollformwerkzeuge 3 sehr exakt maschinell zu
vermessen sowie gegebenenfalls automatisiert zu verstellen.
1. Profiliermaschine mit mehreren, in Linie hintereinander angeordneten Umformstationen
(2) zum mehrstufigen Umformen eines zu profilierenden Werkstücks in dessen Längsrichtung,
wobei zumindest ein Teil der Umformstationen (2) jeweils aus einem Gerüst (7) mit
wenigstens zwei Rollformwerkzeugen (3) besteht, von denen zumindest eines an einer
verstellbaren Halterung (8, 10) gelagert ist, und die dazu vorgesehen sind, dass das
Werkstück zwischen ihnen hindurchgeführt und hierbei umgeformt wird, und wobei zumindest
eine mit einer Datenverarbeitungseinrichtung verbundene Messeinrichtung (14, 15) zum
Detektieren der Positionen wenigstens eines Teils der an den verstellbaren Halterungen
(8, 10) gelagerten Rollformwerkzeuge (3) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (14, 15) mehreren Gerüsten (7) zugeordnet ist und dass die Gerüste
(7) jeweils mit einer von der Messeinrichtung (14, 15) einlesbaren Codierung (19)
versehen sind.
2. Profiliermaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Codierung (19) Informationen über gerüstspezifische Abweichungen zwischen den
Ist-Positionen der an den verstellbaren Halterungen (8, 10) gelagerten Rollformwerkzeuge
(4, 5) und den von der Messeinrichtung (14, 15) detektierbaren Positionen enthält.
3. Profiliermaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Codierung (19) zur Identifizierung des damit versehenen Gerüsts (7) dient.
4. Profiliermaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Datenverarbeitungseinrichtung zu den Codierungen (19) der Gerüste (7) jeweils
Daten zu gerüstspezifischen Abweichungen zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren
Halterungen (8, 10) gelagerten Rollformwerkzeuge (4, 5) und den von der Messeinrichtung
(14, 15) detektierbaren Positionen dieser Rollformwerkzeuge (4, 5) hinterlegt sind.
5. Profiliermaschine nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass motorische Verstellelemente (18) zum automatisierten Verstellen wenigstens eines
Teils der verstellbaren Halterungen (8, 10) vorgesehen und mit der Datenverarbeitungseinrichtung
als Steuerung verbunden sind, wobei die motorischen Verstellelemente (18) durch mindestens
einen Manipulator (13, 18) gebildet sind, der mehreren verstellbaren Halterungen (8,
10) zugeordnet ist.
6. Profiliermaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Datenverarbeitungseinrichtung mit den Codierungen (19) der Gerüste (7) jeweils
Daten zu gerüstspezifischen Zusammenhängen zwischen den vom Manipulator (13, 18) erzielbaren
Verstellungen und den hierdurch bewirkten Verstellungen der Ist-Positionen der an
den verstellbaren Halterungen (8, 10) gelagerten Rollformwerkzeuge (4, 5) hinterlegt
sind.
7. Profiliermaschine nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (15) am Manipulator (13) angeordnet ist.
8. Profiliermaschine nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (15) an einem entlang der Umformstationen (2) bewegbaren Messwagen
(14) angebracht ist.
9. Verfahren zum Vermessen von Rollformwerkzeugen (4, 5), die an verstellbaren Halterungen
(8; 10) eines Gerüsts (7) einer Profiliermaschine nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 8 gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine mehreren Gerüsten (7) zugeordnete Messeinrichtung (14, 15) verwendet wird, die
die Positionen wenigstens eines Teils der an den verstellbaren Halterungen (8, 10)
gelagerten Rollformwerkzeuge (4, 5) detektiert und an eine Datenverarbeitungseinrichtung
meldet, wobei die Messeinrichtung (14, 15) außerdem eine an den Gerüsten (7) jeweils
angebrachte Codierung (19) einliest und an die Datenverarbeitungseinrichtung meldet.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gerüste (7) mit verstellbaren Halterungen (8, 10) mit einer Präzisionsmesseinrichtung,
insbesondere auf einem Präzisionsmessplatz, vermessen und gerüstspezifische Abweichungen
zwischen den Ist-Positionen der an den verstellbaren Halterungen (8, 10) gelagerten
Rollformwerkzeuge (4, 5) und deren von der Messeinrichtung (14, 15) detektierbaren
Positionen ermittelt werden, und dass jedes vermessene Gerüst (7) mit einer Codierung
(19) versehen wird, wobei die Codierung (19) Informationen über die gerüstspezifischen
Abweichungen enthält und/oder ein Datensatz mit gerüstspezifischen Abweichungen und
der gerüstspezifischen Codierung (19) zum Hinterlegen in der Datenverarbeitungseinrichtung
der Profiliermaschine erstellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Präzisionsmesseinrichtung außerdem gerüstspezifische Zusammenhänge zwischen
den von einem Manipulator (13) erzielbaren Verstellungen und den hierdurch bewirkten
Verstellungen der Ist-Positionen der an den verstellbaren Halterungen (8, 10) gelagerten
Rollformwerkzeuge (4, 5) ermittelt werden, wobei die Codierung (19), mit der jedes
vermessene Gerüst (7) versehen ist, Informationen über diese gerüstspezifischen Zusammenhänge
enthält und/oder ein Datensatz mit gerüstspezifischen Zusammenhänge und der gerüstspezifischen
Codierung (19) zum Hinterlegen in der Datenverarbeitungseinrichtung der Profiliermaschine
erstellt wird.
1. Profiling machine having a plurality of forming stations (2) arranged in line one
after the other for the multi-step shaping of a workpiece to be profiled in its longitudinal
direction, at least a part of the forming stations (2) each consisting of a stand
(7) having at least two roll-forming tools (3) of which at least one is mounted on
an adjustable support (8, 10) and which are provided so that the workpiece is guided
between them and thereby shaped, and there being at least one measuring device (14,
15), which is connected to a data processing device, for detecting the positions of
at least a part of the roll-forming tools (3) mounted on the adjustable supports (8,
10), characterised in that
the measuring device (14, 15) is associated with a plurality of stands (7), and the
stands (7) are each provided with a coding (19) readable by the measuring device (14,
15).
2. Profiling machine according to claim 1,
characterised in that
the coding (19) contains information relating to stand-specific differences between
the actual positions of the roll-forming tools (4, 5) mounted on the adjustable supports
(8, 10) and the positions detectable by the measuring device (14, 15).
3. Profiling machine according to either one of claims 1 and 2,
characterised in that
the coding (19) serves for identifying the stand (7) provided therewith.
4. Profiling machine according to claim 3,
characterised in that
in the data processing device there are stored in relation to the codings (19) of
the stands (7) in each case data relating to stand-specific differences between the
actual positions of the roll-forming tools (4, 5) mounted on the adjustable supports
(8, 10) and the positions of those roll-forming tools (4, 5) detectable by the measuring
device (14, 15).
5. Profiling machine according to at least one of claims 1 to 4,
characterised in that
motor-driven adjusting elements (18) for the automated adjustment of at least a part
of the adjustable supports (8, 10) are provided and are connected to the data processing
device as control means, the motor-driven adjusting elements (18) being formed by
at least one manipulator (13, 18) which is associated with a plurality of adjustable
supports (8, 10).
6. Profiling machine according to claim 5,
characterised in that
in the data processing device there are stored with the codings (19) of the stands
(7) in each case data relating to stand-specific correlations between the adjustments
achievable by the manipulator (13, 18) and the adjustments of the actual positions
of the roll-forming tools (4, 5) mounted on the adjustable supports (8, 10) effected
as a result.
7. Profiling machine according to either one of claims 5 and 6;
characterised in that
the measuring device (15) is arranged on the manipulator (13).
8. Profiling machine according to at least one of claims 1 to 7,
characterised in that
the measuring device (15) is attached to a measuring carriage (14) movable along the
forming stations (2).
9. Method for measuring roll-forming tools (4, 5) which are mounted on adjustable supports
(8; 10) of a stand (7) of a profiling machine according to at least one of claims
1 to 8,
characterised in that
a measuring device (14, 15) associated with a plurality of stands (7) is used, which
measuring device detects the positions of at least a part of the roll-forming tools
(4, 5) mounted on the adjustable supports (8, 10) and reports them to a data processing
device, the measuring device (14, 15) also reading a coding (19) attached to each
of the stands (7) and reporting it to the data processing device.
10. Method according to claim 9,
characterised in that
the stands (7) having adjustable supports (8, 10) are measured with a precision measuring
device, especially on a precision measuring station, and stand-specific differences
between the actual positions of the roll-forming tools (4, 5) mounted on the adjustable
supports (8, 10) and their positions detectable by the measuring device (14, 15) are
ascertained, and each measured stand (7) is provided with a coding (19), wherein the
coding (19) contains information relating to the stand-specific differences and/or
a data set containing stand-specific differences and the stand-specific coding (19)
for storage in the data processing device of the profiling machine is created.
11. Method according to claim 10,
characterised in that
using the precision measuring device there are also ascertained stand-specific correlations
between the adjustments achievable by a manipulator (13) and the adjustments of the
actual positions of the roll-forming tools (4, 5) mounted on the adjustable supports
(8, 10) effected as a result, wherein the coding (19) with which each measured stand
(7) is provided contains information relating to those stand-specific correlations
and/or a data set containing stand-specific correlations and the stand-specific coding
(19) for storage in the data processing device of the profiling machine is created.
1. Machine de profilage avec plusieurs postes de formage (2) disposés en ligne les uns
derrière les autres pour le formage en plusieurs étapes d'une pièce à profiler dans
sa direction longitudinale, au moins une partie des postes de formage (2) se composant
d'un bâti (7) avec au moins deux outils de formage à galets (3), dont au moins un
est monté sur un support déplaçable (8, 10), et qui sont prévus pour que la pièce
soit guidée entre eux et mise en forme à cette occasion, et au moins un dispositif
de mesure (14, 15) relié à un dispositif de traitement de données pour détecter les
positions d'au moins une partie des outils de formage à galets (3) montés sur les
supports déplaçables (8, 10) étant présent,
caractérisée en ce
que le dispositif de mesure (14, 15) est associée à plusieurs bâtis (7) et que les bâtis
(7) sont pourvus chacun d'un codage (19) pouvant être lu par le dispositif de mesure
(14, 15).
2. Machine de profilage selon la revendication 1,
caractérisée en ce
que le codage (19) contient des informations sur des écarts spécifiques au bâti entre
les positions réelles des outils de formage à galets (4, 5) montés sur les supports
déplaçables (8, 10) et les positions détectables par le dispositif de mesure (14,
15).
3. Machine de profilage selon une des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce
que le codage (19) sert à identifier le bâti (7) qui en est pourvu.
4. Machine de profilage selon la revendication 3,
caractérisée en ce
que des données sur des écarts spécifiques au bâti entre les positions réelles des outils
de formage à galets (4, 5) montés sur les supports déplaçables (8, 10) et les positions
de ces outils de formage à galets (4, 5) détectables par le dispositif de mesure (14,
15) sont stockées dans le dispositif de traitement de données pour chacun des codages
(19) des bâtis (7).
5. Machine de profilage selon au moins une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce
que des éléments de déplacement motorisés (18) pour le déplacement automatique d'au moins
une partie des supports déplaçables (8, 10) sont prévus et reliés au dispositif de
traitement de données faisant fonction de commande, les éléments de déplacement motorisés
(18) étant formés par au moins un manipulateur (13, 18) qui est associé à plusieurs
supports déplaçables (8, 10).
6. Machine de profilage selon la revendication 5,
caractérisée en ce
que des données sur des relations spécifiques au bâti entre les déplacements réalisables
par le manipulateur (13, 18) et les déplacements générés en conséquence des positions
réelles des outils de formage à galets (4, 5) montés sur les supports déplaçables
(8, 10) sont stockées dans le dispositif de traitement de données avec chacun des
codages (19) des bâtis (7).
7. Machine de profilage selon une des revendications 5 ou 6,
caractérisée en ce
que le dispositif de mesure (15) est disposé sur le manipulateur (13).
8. Machine de profilage selon au moins une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce
que le dispositif de mesure (15) est disposé sur un chariot de mesure (14) mobile le
long des postes de formage (2).
9. Procédé de mesure d'outils de formage à galets (4, 5) qui sont montés sur des supports
déplaçable (8, 10) d'un bâti (7) d'une machine de profilage selon au moins une des
revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que l'on utilise un dispositif de mesure (14, 15) associé à plusieurs bâtis (7), qui
détecte les positions d'au moins une partie des outils de formage à galets (4, 5)
montés sur les supports déplaçables (8, 10) et les communique à un dispositif de traitement
de données, le dispositif de mesure (14, 15) lisant en outre un codage (9) appliqué
sur chacun des bâtis (7) et le communiquant au dispositif de traitement de données.
10. Procédé selon la revendication 9
caractérisé en ce
que les bâtis (7) avec supports déplaçables (8, 10) sont mesurés avec un dispositif de
mesure de précision, en particulier sur un poste de mesure de précision, et des écarts
spécifiques au bâti entre les positions réelles des outils de formage à galets (4,
5) montés sur les supports déplaçables (8, 10) et leurs positions détectables par
le dispositif de mesure (14, 15) sont déterminées, et que chaque bâti (7) mesuré est
pourvu d'un codage (19), le codage (19) contenant des informations sur les écarts
spécifiques au bâti et/ou un jeu de données avec des écarts spécifiques au bâti et
le codage (19) spécifique au bâti étant créé pour être stocké dans le dispositif de
traitement de données de la machine de profilage.
11. Procédé selon la revendication 10
caractérisé en ce
que des relations spécifiques au bâti entre les déplacements réalisables par le manipulateur
(13) et les déplacements générés en conséquence des positions réelles des outils de
formage à galets (4, 5) montés sur les supports déplaçables (8, 10) sont déterminées
en outre avec le dispositif de mesure de précision, le codage (19) dont chaque bâti
(7) mesuré est pourvu contenant des informations sur ces relations spécifiques au
bâti et/ou un jeu de données avec des relations spécifiques au bâti et le codage (19)
spécifique au bâti étant créé pour être stocké dans le dispositif de traitement de
données de la machine de profilage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente