(19)
(11) EP 2 205 791 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.02.2011  Patentblatt  2011/07

(21) Anmeldenummer: 08804346.8

(22) Anmeldetag:  18.09.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D21F 1/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/062402
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/040284 (02.04.2009 Gazette  2009/14)

(54)

FORMIERSIEB

FORMING SCREEN

TOILE DE FORMATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 21.09.2007 DE 102007046113

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.07.2010  Patentblatt  2010/28

(73) Patentinhaber: Voith Patent GmbH
89522 Heidenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • HACK-UEBERALL, Petra
    89129 Langenau (DE)
  • WESTERKAMP, H. Arved
    72581 Dettingen/Erms (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-2005/014926
US-A- 4 515 853
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Ein derartiges Papiermaschinensieb ist beilspielsweise aus den beiden Druckschriften WO 2005/014926 A1 und US-A-4 515 853 bekannt.

    [0003] Bei den bekannten mehrlagigen Papiermaschinensieben werden die beiden Gewebelagen entweder durch bindende Maschinenrichtungs- oder Maschinenquerrichtungsfäden zusammengehalten.

    [0004] Beim Lauf in der Papiermaschine steht ein Papiermaschinensieb abschnittsweise unter starker Längsspannung. Das Papiermaschinensieb streckt sich daher in seiner Längsrichtung (Maschinenrichtung) und wird dadurch in seiner Breite (Maschihenquerrichtung) kontrahiert.

    [0005] Bei Papiermaschinensieben, deren Gewebelagen durch bindende Maschinenquerrichtungsfäden miteinander verbunden sind, besteht durch die Kontraktion des Siebs in Maschinenquerrichtung das Problem, dass sich hierdurch die Verbindung zwischen den Gewebelagen lockert, wodurch sich der innere Abrieb zwischen den Gewebelagen vergrößert. Ein starker innerer Abrieb zwischen den Gewebelage bringt aber einen frühzeitigen Verschleiß des Papiermaschinensiebs und damit eine oftmals zu geringe Lebensdauer mit sich.

    [0006] Bei Papiermaschinensieben, deren Gewebelagen durch bindende Maschinenrichtungsfäden miteinander verbunden sind, besteht durch die Dehnung des Siebs in Maschinenrichtung das Problem, dass hierdurch die Bindefäden stark gedehnt werden, was an den Austauschstellen der Bindefäden zu einer Einschnürung und damit Unebenheit in der papierseitigen Gewebelage führt. Sind die bindenden Maschinenrichtungsfäden dagegen so locker gewebt, dass das oben beschriebene Problem nicht auftreten kann, so sind die Gewebelagen in Abschnitten, in denen das Sieb unter geringer Längsspannung steht, nicht fest genug miteinander verbunden und es kommt zum inneren Abrieb des Siebs.

    [0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Papiermaschinensieb vorzuschlagen, bei dem die oben beschriebenen Nachteile unterbunden sind.

    [0008] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, mit einer oberen Gewebelage und einer unteren Gewebelage, die durch paarweise angeordnete Bindefäden miteinander verbunden sind, und bei dem zumindest eines der Bindefadenpaare durch Maschinenrichtungsfäden (bindende Maschinenrichtungsfäden) und zumindest ein anderes der Bindefadenpaare durch Maschinenquerrichtungsfäden (bindende Maschinenquerrichtungsfäden) gebildet wird.

    [0009] Durch eine Kombination beider Bindesysteme kann die Verbindung zwischen den Gewebelagen an die Spannungszustände des Papiermaschinensiebs in der Papiermaschine angepasst werden.

    [0010] Wenn das Sieb bspw. im Blattbildungsbereich unter höherer Längsspannung ist, ist zwar die Verbindung der Gewebelage durch die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden nicht im erforderlichen Maße gewährleistet. In diesem Fall übernehmen die bindenden Maschinenrichtungsfäden die feste Verbindung zwischen den Gewebelagen.

    [0011] Sobald das Papiermaschinensieb aus dem oben genannten erhöhten Längsspannungsbereich herausläuft, vergrößert sich wieder die Siebbreite und die feste Verbindung zwischen den Gewebelagen wird wieder durch die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden bereitgestellt. Ein Lockern der bindenden Maschinenrichtungsfäden durch das Nachlassen der Längsspannung spielt daher keine Rolle.

    [0012] Weiterbildung und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüche angegeben.

    [0013] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jedes der Bindefadenpaare beim Weben der oberen Gewebelage einen oberen Webpfad bereitstellt, wobei sich die beiden Bindefäden des Bindefadenpaares beim Weben der oberen und der unteren Gewebelage gegenseitig abwechseln, so dass - während der erste Bindefaden des Bindefadenpaares die obere Gewebelage webt der zweite Bindefaden des Bindefadenpaares die untere Gewebelage webt und - während der zweite Bindefaden des Bindefadenpaares die obere Gewebelage webt der erste Bindefaden die untere Gewebelage webt und sich die beiden Bindefäden des Bindefadenpaares unter Ausbildung von Austauschstellen kreuzen, wenn der erste Bindefaden vom Verweben der oberen Gewebelage zum Verweben der unteren Gewebelage und der zweite Bindefaden vom Verweben der unteren Gewebelage zum Verweben der oberen Gewebelage oder umgekehrt wechselt.

    [0014] Hierbei verwebt insbesondere jeder Bindefaden des Bindefadenpaares beim Weben der oberen Gewebelage mit mehreren Fäden bevor dieser Bindefaden zum Weben der unteren Gewebelage wechselt.

    [0015] Nach eine bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung stellt die obere Gewebelagen die Papierseite und die untere Gewebelage die Laufseite des Papiermaschinensiebs bereit.

    [0016] Es sind mehrere Möglichkeiten denkbar, wie die obere Gewebelage gebildet werden kann.

    [0017] Nach einer ersten Möglichkeit wird die obere Gewebelage nur durch Verweben von bindenden Maschinenrichtungsfäden mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden gebildet.

    [0018] In diesem Fall kann es zur Erhöhung der Verschleißbeständigkeit des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs sinnvoll sein, wenn die untere Gewebelage untere Maschinenquerrichtungsfäden umfasst, die mit bindenden Maschinenrichtungsfäden und mit unteren Maschinenrichtungsfäden verwoben sind.

    [0019] Weiterhin ist es denkbar, dass die untere Gewebelage untere Maschinenrichtungsfäden umfasst, die mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden und mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden verwoben sind.

    [0020] Umfasst die untere Gewebelage sowohl untere Maschinenquerrichtungsfäden als auch untere Maschinenrichtungsfäden, so wird die untere Gewebelage dadurch gebildet, indem die unteren Maschinenrichtungsfäden, die unteren Maschinenrichtungsfäden, die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden und die bindenden Maschinenrichtungsfäden miteinander verwoben sind.

    [0021] Nach einer zweiten Möglichkeit umfasst die obere Gewebelage zusätzlich zu den bindenden Maschinen- und Maschinenquerrichtungsfäden noch obere Maschinenrichtungsfäden und obere Maschinenquerrichtungsfäden, die miteinander und mit den bindenden Maschinenquerrichtungsfäden und mit den bindenden Maschinenrichtungsfäden verwoben sind.

    [0022] Insbesondere setzt das Verweben der Bindefäden das Webmuster fort, das durch das Verweben der oberen Maschinenrichtungsfäden mit den oberen Maschinenquerrichtungsfäden gebildet wird. Solche Bindefäden nennt man "strukturbildende Bindefäden". In diesem Fall wird somit das durch die oberen Fäden gebildete Webmuster nicht durch die Bindefäden unterbrochen, sondern durch die Bindefäden fortgesetzt.

    [0023] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die untere Gewebelage untere Maschinenrichtungsfäden und untere Maschinenquerrichtungsfäden umfasst, wobei die unteren Maschinenrichtungsfäden mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden und mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden verwoben sind und wobei die unteren Maschinenquerrichtungsfäden mit unteren Maschinenrichtungsfäden und mit bindenden Maschinenrichtungsfäden verwoben sind.

    [0024] Nach einer konkreten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die bindenden Maschinenrichtungsfäden mit oberen Maschinenquerrichtungsfäden, mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden und mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden verwoben sind und/oder dass die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden mit oberen Maschinenrichtungsfäden, mit unteren Maschinenrichtungsfäden und mit bindenden Maschinenrichtungsfäden verwoben sind.

    [0025] Für eine Vielzahl von Anwendungen ist es sinnvoll, wenn zwischen aufeinander folgenden Maschinenrichtungsbindefadenpaaren zumindest ein oberer Maschinenrichtungsfaden angeordnet ist. Vorzugsweise sind hierbei zwischen aufeinander folgenden Maschinenrichtungsbindefadenpaaren nicht mehr als drei obere Maschinenrichtungsfäden angeordnet.

    [0026] Hierdurch wird einerseits eine obere Gewebelage mit regelmäßiger Struktur bereitgestellt. Des Weiteren muss die in Maschinenrichtung auftretende Zugspannung nicht nur von den Maschinenrichtungsbindefadenpaaren aufgenommen werden, sondern wird zum Teil von den oberen Maschinenrichtungsfäden aufgenommen. Ferner wird hierdurch ein nicht zu großer Abstand zwischen den Maschinenrichtungsbindefadenpaaren bereitgestellt, wodurch eine feste Verbindung zwischen den Gewebelagen bestehen bleibt.

    [0027] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenrichtungsbindefadenpaaren zumindest ein unterer Maschinenrichtungsfaden angeordnet ist.

    [0028] Ferner ist es von Vorteil, wenn zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren zumindest ein, insbesondere zwei, obere Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet sind, wodurch ebenfalls ein optimaler Kompromiss zwischen Gleichmäßigkeit der oberen Gewebelage und fester Verbindung zwischen den Gewebelagen erreicht wird.

    [0029] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren zumindest ein, insbesondere zwei, untere Maschinenquerrichtungsfäden angeordnet sind. Da die untere Gewebelage in der Regel die Laufseite der Papiermaschinenbespannung bereitstellt, wird hierdurch das Verschleißvolumen und damit die Lebensdauer des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs deutlich erhöht.

    [0030] Eine konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren die Maschinenquerrichtungsfäden in der folgenden Reihenfolge angeordnet sind:
    • ein erster oberer Maschinenquerrichtungsfaden,
    • ein erster unterer Maschinenquerrichtungsfaden,
    • ein zweiter oberer Maschinenquerrichtungsfaden,
    • ein zweiter unterer Maschinenquerrichtungsfaden.


    [0031] Vorzugsweise bildet die obere Gewebelage eine Leinwandbindung. Hierdurch wird ein Papiermaschinensieb mit einer besonders markierungsfreien Papierseite bereitgestellt.

    [0032] Austauschstellen stellen oftmals Unterbrechungen in der Struktur des Gewebes dar, weshalb sich an diesen Austauschstellen das Entwässerungsverhalten des Siebs oftmals vom Entwässerungsverhalten des Gewebes neben den Austauschstellen unterscheidet. Das unterschiedliche Entwässerungsverhalten führt zu Markierungen in dem auf dem Sieb gebildeten Papier, die insbesondere dann sichtbar sind, wenn diese regelmäßig bspw. in Diagonalen angeordnet sind. Um eine unregelmäßige Anordnung der Austauschstellen zu erreichen, ist es insbesondere von Vorteil, wenn sich das Webmuster des Papiermaschinensiebs in Rapporten wiederholt, wobei ein Rapport 50 oder mehr, insbesondere 72 oder mehr Maschinenquerrichtungsfäden und 30 oder mehr, insbesondere 48 oder mehr Maschinenrichtungsfäden umfasst.

    [0033] Vorzugsweise haben die unteren Maschinenquerrichtungsfäden einen größeren Durchmesser als die oberen Maschinenquerrichtungsfäden und als die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden. Hierdurch wird das Verschleißvolumen der nicht Lastaufnehmenden laufseitigen Maschinenquerrichtungsfäden erhöht, wodurch die Verschleißbeständigkeit des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs erhöht wird.

    [0034] Um das oben beschriebene durch die regelmäßige Anordnung der Austauschstellen entstehende Markierungsverhalten deutlich zu reduzieren, sieht eine konkrete Weiterbildung der Erfindung insbesondere vor, dass innerhalb eines Rapports Austauschstellen aufeinander folgender Maschinenrichtungsbindefadenpaare relativ zueinander versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenrichtungsbindefadenpaare gibt, deren Austauschstellen relativ zueinander um eine erste Anzahl von oberen sich in Maschinenquerrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenrichtungsbindefadenpaare gibt, deren Austauschstellen relativ zueinander um eine zweite Anzahl von oberen sich in Maschinenquerrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind und wobei die zweite Anzahl zur ersten Anzahl unterschiedlich ist. Dies bedeutet allgemein, dass innerhalb des Rapports die Austauschstellen eines Maschinenrichtungsbindefadenpaares relativ zu den Austauschstellen eines unmittelbar benachbarten Maschinenrichtungsbindefadenpaares um eine erste Anzahl versetzt sein können, wohingegen die Austauschstellen eines anderen Maschinen-richtungsbindefadenpaares relativ zu den Austauschstellen eines zu diesem unmittelbar benachbarten Maschinenrichtungsbindefadenpaares um eine dazu unterschiedliche zweite Anzahl versetzt sind.

    [0035] Konkret sieht eine Ausgestaltung der Erfindung bspw. vor, dass sich der Versatz innerhalb des Rapports wie folgt wiederholt:
    • zwischen einem ersten und einem zweiten Maschinenrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die erste Anzahl,
    • zwischen dem zweiten und einem dritten Maschinenrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die zweite Anzahl,
    • zwischen einem dritten und einem vierten Maschinenrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die zweite Anzahl,
    • zwischen dem vierten und einem fünften Maschinenrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die zweite Anzahl.


    [0036] Eine hierauf aufbauende konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht hierbei vor, dass die erste Anzahl sechs oder mehr und die zweite Anzahl acht oder mehr beträgt.

    [0037] In diesem Zusammenhang sieht ferner eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass innerhalb eines Rapports Austauschstellen aufeinander folgender Maschinenquerrichtungsbindefadenpaare relativ zueinander versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenquerrichtungsbindefadenpaare gibt, deren Austauschstellen relativ zueinander um eine dritte Anzahl von oberen sich in Maschinenrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Bindeschusspaare gibt, deren Austauschstellen relativ zueinander um eine vierte Anzahl von oberen sich in Maschinenrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind und wobei die vierte Anzahl zur dritten Anzahl unterschiedlich ist.

    [0038] Konkret kann dies in diesem Zusammenhang bspw. bedeuten, dass sich der Versatz innerhalb des Rapports wie folgt wiederholt,
    • zwischen einem ersten und einem zweiten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die dritte Anzahl,
    • zwischen dem zweiten und einem dritten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar beträgt der Versatz der Austauschstellen die vierte Anzahl.


    [0039] Insbesondere beträgt hierbei die dritte Anzahl drei oder mehr und die vierte Anzahl fünf oder mehr.

    [0040] Vorzugsweise sind die Maschinenrichtungsfäden Kettfäden und die Maschinenquerrichtungsfäden Schussfäden.

    [0041] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von schematischen nicht maßstäblichen Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen
    Figur 1
    den Kettverlauf eines erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs;
    Figur 2
    den Schussverlauf des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs der Figur 1;
    Figur 3
    die Anordnung der Austauschstellen des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs der Figuren 1 und 2; und
    Figur 4
    eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs mit Blick auf die Papierseite.


    [0042] Die Figur 1 zeigt den Kettverlauf eines erfindungsgemäßen als Formiersieb 100 ausgebildeten Papiermaschinensiebs. Ferner zeigt die Figur 2 den Schussfadenverlauf des Formiersiebs 100.

    [0043] In der Garstellung der Figur 1 sind die verschiedenen Schussfäden durch Kreise dargestellt. Die Nummerierung der Schussfäden entspricht der Nummerierung der Schussfäden in der Figur 2.

    [0044] Ferner sind in der Darstellung der Figur 2 die verschiedenen Kettfäden durch Kreise dargestellt. Die Nummerierung der Kettfäden entspricht hierbei der Nummerierung der Kettfäden in der Figur 1.

    [0045] Das Formiersieb 100 umfasst in einem Rapport als Kettfäden 1-48 ausgebildete Maschinenrichtungsfäden sowie als Schussfäden 1-72 ausgebildete Maschinenquerrichtungsfäden.

    Vorliegend sind



    [0046] 
    • die Kettfäden 1, 5, 9, 13, 17, 21, 25, 29, 33, 37, 41 und 45 obere Kettfäden "OK",
    • die Kettfäden 2, 6, 10, 14, 18, 22, 26, 30, 34, 38, 42 und 46 untere Kettfäden "UK",
    • die Kettfäden 3 und 4, 7 und 8, 11 und 12, 15 und 16, 19 und 20, 23 und 24, 27 und 28, 31 und 32, 35 und 36, 39 und 40, 43 und 44, 47 und 48 bindende Kettfäden "sBK", die immer paarweise angeordnet sind.


    [0047] Des Weiteren sind
    • die Schussfäden 1, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 25, 29, 31, 35, 37, 41, 43, 47, 49, 53, 55, 59, 61, 65, 67 und 71 obere Schussfäden "OS",
    • die Kettfäden 2, 6, 8, 12, 14, 16, 20, 24, 26, 30, 32, 36, 38, 42, 44, 48, 50, 54, 56, 60, 62, 66, 68, und 72 untere Schussfäden "US",
    • die Kettfäden 3 und 4, 9 und 10, 15 und 16, 21 und 22, 27 und 28, 33 und 34, 39 und 40, 45 und 46, 51 und 52, 57 und 58, 63 und 64, 69 und 70 bindende Schussfäden "sBS", die immer paarweise angeordnet sind.


    [0048] Das Formiersieb 100 hat eine obere die Papierseite des Siebs 100 bereitstellende Gewebelage 101, die dadurch gebildet ist, indem die oberen Kettfäden OK, die oberen Schussfäden OS, die bindenden Schussfäden sBS und die bindenden Kettfäden sBK miteinander verwoben sind.

    [0049] Die obere Gewebelage 101 bildet hierbei eine Leinwandbindung.

    [0050] Das Formiersieb 100 hat ferner eine untere die Laufseite des Siebs 100 bereitstellende Gewebelage 102, die dadurch gebildet ist, indem die unteren Kettfäden UK, die unteren Schußfäden US, die bindenden Schußfäden sBS und die bindenden Kettfäden sBK miteinander verwoben sind.

    [0051] Die beiden Gewebelagen 101 und 102 sind hierbei erfindungsgemäß durch die paarweise angeordneten bindenden Kettfäden sBK und die paarweise angeordneten bindenden Schussfäden sBS miteinander verbunden, wobei die Bindefäden eines Bindefadenpaares (sBS-Paar und sBK-Paar) beim Weben der oberen Gewebelage 101 gemeinsam einen oberen Webpfad bereitstellen, indem jeder Bindefaden sBK bzw. sBS des Bindefadenpaares (sBS-Paar und sBK-Paar) abwechselnd die obere Gewebelage 101 und die untere Gewebelage 102 webt, wobei während der erste Bindefaden des Bindefadenpaares (sBS-Paar und sBK-Paar) die obere Gewebelage 101 webt, der zweite Bindefaden des Bindefadenpaares die untere Gewebelage 102 webt und während der zweite Bindefaden die obere Gewebelage 101 webt der erste Bindefaden die untere Gewebelage 102 webt und wobei sich die beiden Bindefäden sBS, sBK des Bindefadenpaares (sBS-Paar und sBK-Paar) unter Ausbildung von Austauschstellen A kreuzen, wenn der erste Bindefaden vom Verweben der oberen Gewebelage 101 zum Verweben der unteren Gewebelage 102 und der zweite Bindefaden vom Verweben der unteren Gewebelage 102 zum Verweben der oberen Gewebelage 101 und umgekehrt wechselt.

    [0052] Wie aus der Darstellung der Figur 1 zu entnehmen ist, verwebt jeder der bindenden Kettfäden sBK beim Weben der oberen Gewebelage 101 mit mehreren oberen Schussfäden OS und mit mehreren bindenden Schussfäden sBS, bevor dieser an einer Austauschstelle zum Weben der unteren Gewebelage 102 wechselt.

    [0053] Wie ferner aus der Darstellung der Figur 2 zu .entnehmen ist, verwebt jeder der bindenden Schussfäden sBS beim Weben der oberen Gewebelage 101 mit mehreren oberen Kettfäden OK und mit mehreren bindenden Kettfäden sBK, bevor dieser an einer Austauschstelle zum Weben der unteren Gewebelage 102 wechselt.

    [0054] Die Bindefäden sBK bzw. sBS sind ferner strukturbildende Bindefäden, da diese das durch Verweben der oberen Kettfäden mit den oberen Schussfäden gebildete Webmuster fortführen.

    [0055] Demzufolge sind die bindenden Kettfäden sBK mit oberen Schussfäden OS, mit unteren Schussfäden US und mit bindenden Schussfäden sBS verwoben. Des Weiteren sind die bindenden Schussfäden sBS mit oberen Kettfäden OK, mit unteren Kettfäden UK und mit bindenden Kettfäden sBK verwoben.

    [0056] Wie aus der Darstellung der Figur 1 zu erkennen ist, ist zwischen aufeinander folgenden Kettbindefadenpaaren 1.sBK-Paar - 12.sBK-Paar jeweils ein oberer Kettfaden OK angeordnet. Des Weiteren ist zwischen aufeinander folgenden Kettbindefadenpaaren 1.sBK-Paar - 12.sBK-Paar ein unterer Kettfaden UK angeordnet.

    [0057] Wie aus der Darstellung der Figur 2 zu erkennen ist, sind zwischen aufeinander folgenden Schussbindefadenpaaren 1.sBS-Paar - 12sBS-Paar zwei obere Schussfäden OS angeordnet, wie zwischen aufeinander folgenden Schussbindefadenpaaren 1.sBS-Paar - 12.sBS-Paar zwei untere Schussfäden US angeordnet sind.

    [0058] Die Reihenfolge der Anordnung ist hierbei beispielhaft wie folgt: zwischen einem ersten Schussbindefadenpaar bspw. 1.sBS-Paar und einem darauf folgenden zweiten Schussbindefadenpaar bspw. 2.sBS-Paar sind die Schussfäden in der folgenden Reihenfolge angeordnet,
    • oberer Schussfaden 5, unterer Schussfaden 6, oberer Schussfaden 7, unterer Schussfaden 8.


    [0059] Wie aus der Darstellung der Figur 1 zu erkennen ist, haben die unteren Schussfäden US einen größeren Durchmesser als die oberen Schussfäden OS und als die bindenden Schussfäden sBS.

    [0060] Die Figur 3 zeigt die Anordnung der Austauschstellen des erfindungsgemäßen Formiersiebs 100 der Figuren 1 und 2.

    [0061] Wie aus der Darstellung der Figur 3 zu erkennen ist, sind innerhalb des Rapports die Austauschstellen X aufeinander folgender Kettbindefadenpaare "sBK-Paare" relative zueinander versetzt, wobei sich der Versatz in einer 6-8-8-8- Sequenz wiederholt, wie aus dem folgenden Beispiel ersichtlich wird:
    • zwischen einem ersten Kettbindungspaar bspw. 1.sBK-Paar und einem zweiten Kettbindefadenpaar bspw. 2.sBK-Paar beträgt der Versatz der Austauschstellen X sechs obere sich in Schussrichtung erstreckende Webpfade bspw. OS 34, OS33, 11.sBS-Paar, OS31-OS29,
    • zwischen dem zweiten Kettbindefadenpaar bspw. 2.sBK-Paar und einem dritten Kettbindefadenpaar bspw. 3.sBK-Paar beträgt der Versatz der Austauschstellen X acht obere sich in Schussrichtung erstreckende Webpfade bspw. OS 28, OS27, 9.sBS-Paar, OS25, OS24, 8.sBS-Paar, OS22, OS21,
    • zwischen dem dritten Kettbindefadenpaar bspw. 3.sBK-Paar und einem vierten Kettbindefadenpaar bspw. 4.sBK-Paar beträgt der Versatz der Austauschstellen X acht obere sich in Schussrichtung erstreckende Webpfade bspw. 7.sBS-Paar, OS19, OS18, 6.sBS-Paar, OS16, OS15, 5.sBS-Paar, OS13,
    • zwischen dem vierten Kettbindefadenpaar bspw. 4.sBK-Paar und einem fünften Kettbindefadenpaar bspw. 5.sBK-Paar beträgt der Versatz der Austauschstellen X acht obere sich in Schussrichtung erstreckende Webpfade bspw. OS 12, 4.sBS-Paar, OS10, OS9, 3.sBS-Paar, OS7, OS6, 2.sBS-Paar.


    [0062] Ferner sind innerhalb des Rapports die Austauschstellen O aufeinander folgender Schussbindefadenpaare "sBS-Paare" relativ zueinander versetzt, wobei sich der Versatz in einer 3-5 Sequenz wiederholt, wie aus dem folgenden Beispiel ersichtlich wird:
    • zwischen einem ersten Schussbindefadenpaar bspw. 8.sBS-Paar und einem zweiten Schussbindefadenpaar bspw. 9.sBS-Paar beträgt der Versatz der Austauschstellen O drei obere sich in Kettrichtung erstreckende Webpfade bspw. 2.sBK-Paar, OK5, 3.sBK-Paar,
    • zwischen dem zweiten Schussbindefadenpaar bspw. 9.sBS-Paar und einem dritten Schussbindefadenpaar "10.sBS-Paar" beträgt der Versatz der Austauschstellen O fünf obere sich in Kettrichtung erstreckende Webpfade bspw. OK7, 4.sBK-Paar, OK9, 5.sBK-Paar, OK11.


    [0063] Die Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen, als Formiersieb 110 ausgebildeten Papiermaschinensiebs mit Blick auf die die Papierseite bereitstellende obere Gewebelage 111.

    [0064] Die obere Gewebelage 111 des Formiersiebs 110 bildet eine Leinwandbindung. Erfindungsgemäß wird die Verbindung zwischen der oberen Gewebelage 111 und der nicht dargestellten unteren Gewebelage des Formiersiebs 110 durch paarweise angeordnete bindende Kettfäden sBK und durch paarweise angeordnete bindende Schussfäden sBS bereitgestellt, wobei die Bindefäden sBK bzw. sBS eines Bindefadenpaares beim Weben der oberen Gewebelage 111 gemeinsam einen oberen Webpfad bereitstellen, indem jeder Bindefaden sBK bzw. sBS des Bindefadenpaares abwechselnd die obere und die untere Gewebelage webt.

    [0065] Die obere Gewebelage 111 wird vorliegend durch obere Kettfäden OK, obere Schussfäden OS, die bindenden Kettfäden sBK und die bindenden Schussfäden gebildet, die miteinander verwoben sind.

    [0066] Das Verweben der Bindefäden sBS bzw. sBK setzt das Webmuster fort, das durch das Verweben der oberen Kettfäden OK mit den oberen Schussfäden POS gebildet wird. Die Bindefäden sBS bzw. sBK sind daher "strukturbildende Bindefäden". Die Austauschstellen jedes Bindefadenpaares, an denen der erste Bindefaden sBS bzw. sBK des Paares vom Verweben der oberen Gewebelage 111 zum Verweben der unteren Gewebelage und der zweite Bindefaden sBS bzw. sBK des Paares vom Verweben der unteren Gewebelage zum Verweben der oberen Gewebelage 111 und umgekehrt wechselt sind hierbei durch Kreise gekennzeichnet.

    [0067] Hierbei sind die Austauschstellen der bindenden Schussfäden sBS eines Paares durch helle Kreise und die Austauschstellen der bindenden Kettfäden sBK eines Paares durch dunkle Kreise dargestellt.

    [0068] Bei dieser zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen, als Formiersieb 110 ausgebildeten Papiermaschinensiebs ist die Anzahl der laufseitigen Abbindepunkte, die per Flächeneinheit durch in Maschinenquerrichtung verlaufenden Fadenpaare gebildet werden, geringer ist als die Anzahl der laufseitigen Abbindepunkte, die per Flächeneinheit durch in Maschinenrichtung verlaufenden Fadenpaare gebildet werden.

    [0069] Auch kann bei dieser zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen, als Formiersieb 110 ausgebildeten Papiermaschinensiebs vorgesehen sein, dass die absolute Distanz der laufseitigen Abbindepunkte, welche durch zumindest ein in Maschinenrichtung verlaufendes Fadenpaar gebildet werden, größer ist als die absolute Distanz der laufseitigen Abbindepunkte, welche durch zumindest ein in Maschinenquerrichtung verlaufendes Fadenpaar gebildet werden.

    [0070] In beiden zuletzt genannten Fällen ergibt sich ein Verhältnis der laufseitigen Abbindestellendistanz des in Maschinenrichtung verlaufenden Fadenpaares zu der laufseitigen Abbindestellendistanz des in Maschinenquerrichtung verlaufenden Fadenpaares von > 1:1. Dies hat zur Folge, dass das erfindungsgemäße, als Formiersieb 110 ausgebildete Papiermaschinensieb eine sehr hohe Steifigkeit in Maschinenquerrichtung besitzt, jedoch in Maschinenrichtung die zur Umschlingung von zumindest einer Walze bei hohen Geschwindigkeiten erforderliche Flexibilität aufweist. Dies bedingt eine Relativbewegung in dem erfindungsgemäßen, als Formiersieb 110 ausgebildeten Papiermaschinensieb, also eine Stauchung auf der maschinenberührten Laufseite und eine Dehnung auf der papierberührten Papierseite, und eine zusätzlich geringere Lastaufnahme der Papiermaschine. Das jeweilige Fadenpaar kann selbstverständlich auch ein Fadentripel, etc. sein.

    [0071] Bei den dargelegten Ausführungsformen kann auch vorgesehen sein, dass die Bindefaden symmetrisch angeordnet sind, das heißt dass die Abbindestelle auf der Laufseite immer im gleichen Abstand zur gedachten Mitte der Bindesequenz auf der Papierseite läuft. Es können jedoch auch noch andere Bindesequenzen verwendet werden, bei denen andere Verläufe realisiert werden. Dies kann dann in unterschiedlichen Bindefaden-Schussfaden-Ratios bzw. Bindefaden-Kettfaden-Ratios zum Ausdruck gebracht werden.


    Ansprüche

    1. Papiermaschinensieb (100; 110), insbesondere Formiersieb, mit einer oberen Gewebelage (101; 111) und einer unteren Gewebelage (102), die durch paarweise angeordnete Bindefäden (sBK, sBS) miteinander verbunden sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eines der Bindefadenpaare (sBS-Paar, sSK-Paar) durch bindende Maschinenrichtungsfäden (sBK) und zumindest ein anderes der Bindefadenpaare durch bindende Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) gebildet wird.
     
    2. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Bindefäden eines Bindefadenpaares (sBS-Paar, sBK-Paar) beim Weben der oberen Gewebelage (101) gemeinsam einen oberen Webpfad bereitstellen, indem jeder Bindefaden (sBK, sBS) des Bindefadenpaares (sBK-Paar, sBS-Paar) abwechselnd die obere Gewebelage (101) und die untere Gewebelage (102) webt, wobei während der erste Bindefaden des Bindefadenpaares die obere Gewebelage (101) webt, der zweite Bindefaden des Bindefadenpaares die untere-Gewebelage (102) webt, und während der zweite Bindefaden die obere Gewebelage (101) webt, der erste Bindefaden die untere Gewebelage (102) webt, und wobei sich die beiden Bindefäden (sBS, sBK) des Bindefadenpaares unter Ausbildung von Austauschstellen (A) kreuzen, wenn der erste Bindefaden vom Verweben der oberen Gewebelage (101) zum Verweben der unteren Gewebelage (102) und der zweite Bindefaden vom Verweben der unteren Gewebelage (102) zum Verweben der oberen Gewebelage (101) und umgekehrt wechselt.
     
    3. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die obere Gewebelage (101) nur durch Verweben von bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBK) mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) gebildet ist.
     
    4. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die untere Gewebelage (102) durch Verweben von bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBK) mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) und mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden (US) und / oder durch Verweben von bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) mit bindenden Maschinenrichtungsfäden (UK) und mit unteren Maschinenrichtungsfäden (US) gebildet ist.
     
    5. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die oberen Gewebelage (101) obere Maschinenrichtungsfäden (OK) und obere Maschinenquerrichtungsfäden (OS) umfasst, wobei die oberen Maschinenrichtungsfäden (OK) mit oberen Maschinenquerrichtungsfäden (OS) und mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) verwoben sind und wobei die oberen Maschinenquerrichtungsfäden (OS) mit oberen Maschinenrichtungsfäden (OK) und mit bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBK) verwoben sind.
     
    6. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die untere Gewebelage (102) untere Maschinenrichtungsfäden (UK) und untere Maschinenquerrichtungsfäden (US) umfasst, wobei die unteren Maschinenrichtungsfäden (UK) mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden (US) und mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) verwoben sind und wobei die unteren Maschinenquerrichtungsfäden (US) mit unteren Maschinenrichtungsfäden (UK) und mit bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBS) verwoben sind.
     
    7. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 5 oder 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBK) mit oberen Maschinenquerrichtungsfäden (OS), mit unteren Maschinenquerrichtungsfäden (US) und mit bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) verwoben sind.
     
    8. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) mit oberen Maschinenrichtungsfäden (OK), mit unteren Maschinenrichtungsfäden (UK) und mit bindenden Maschinenrichtungsfäden (sBK) verwoben sind.
     
    9. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenrichtungsbindefadenpaaren (1.sBK-Paar bis 12.sBK-Paar) zumindest ein oberer Maschinenrichtungsfaden (OK) angeordnet ist.
     
    10. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenrichtungsbindefadenpaaren (1.sBK-Paar bis 12.sBK-Paar) zumindest ein unterer Maschinenrichtungsfaden (UK) angeordnet ist.
     
    11. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren (1.sBS-Paar bis 12.sBS-Paar) zumindest ein, insbesondere zwei, obere Maschinenquerrichtungsfäden (OS) angeordnet sind.
     
    12. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren (1.sBS-Paar bis 12.sBS-Paar) zumindest ein, insbesondere zwei, untere Maschinenquerrichtungsfäden (US) angeordnet sind.
     
    13. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 11 oder 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen aufeinander folgenden Maschinenquerrichtungsbindefadenpaaren (1.sBS-Paar, 2.sBS-Paar) die Maschinenquerrichtungsfäden in der folgenden Reihenfolge angeordnet sind:

    - ein erster oberer Maschinenquerrichtungsfaden (5),

    - ein erster unterer Maschinenquerrichtungsfaden (6),

    - ein zweiter oberer Maschinenquerrichtungsfaden (7),

    - ein zweiter unterer Maschinenquerrichtungsfaden (8).


     
    14. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass sich das Webmuster des Papiermaschinensiebs (100; 110) in Rapporten wiederholt, wobei ein Rapport 50 oder mehr, insbesondere 72 oder mehr Maschinenquerrichtungsfäden (OS, US) und 30 oder mehr, insbesondere 48 oder mehr Maschinenrichtungsfäden (OK, UK) umfasst.
     
    15. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 5 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die unteren Maschinenquerrichtungsfäden (US) einen größeren Durchmesser als die oberen Maschinenquerrichtungsfäden (OS) und als die bindenden Maschinenquerrichtungsfäden (sBS) haben.
     
    16. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass innerhalb eines Rapports Austauschstellen (X) aufeinander folgender Maschinenrichtungsbindefadenpaare (sBK-Paare) relativ zueinander versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenrichtungsbindefadenpaare (sBK-Paare) gibt, deren Austauschstellen (X) relativ zueinander um eine erste Anzahl von oberen sich in Maschinenquerrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenrichtungsbindefadenpaare (sBK-Paare) gibt, deren Austauschstellen (X) relativ zueinander um eine zweite Anzahl von oberen sich in Maschinenquerrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind und wobei die zweite Anzahl zur ersten Anzahl unterschiedlich ist.
     
    17. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 16,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Versatz innerhalb des Rapports sich wie folgt wiederholt:

    - zwischen einem ersten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (1.sBK-Paar) und einem zweiten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (2.sBK-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (X) die erste Anzahl;

    - zwischen dem zweiten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (2.sBK-Paar) und einem dritten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (3.sBK-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (X) die zweite Anzahl;

    - zwischen einem dritten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (3.sBK-Paar) und einem vierten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (4.sBK-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (X) die zweite Anzahl;

    - zwischen dem vierten Maschinenrichtungsbindefadenpaar (4.sBK-Paar) und einem fünften Maschinenrichtungsbindefadenpaar (5.sBK-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (X) die zweite Anzahl.


     
    18. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 17,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die erste Anzahl sechs oder mehr und die zweite Anzahl acht oder mehr beträgt.
     
    19. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass innerhalb eines Rapports Austauschstellen (O) aufeinander folgender Maschinenquerrichtungsbindefadenpaare (sBS-Paare) relativ zueinander versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenquerrichtungsbindefadenpaare (sBS-Paare) gibt, deren Austauschstellen (O) relativ zueinander um eine dritte Anzahl von oberen sich in Maschinenrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind, wobei es aufeinander folgende Maschinenquerrichtungsbindefadenpaare (sBS-Paare) gibt, deren Austauschstellen (O) relativ zueinander um eine vierte Anzahl von oberen sich in Maschinenrichtung erstreckenden Webpfaden versetzt sind und wobei die vierte Anzahl zur dritten Anzahl unterschiedlich ist.
     
    20. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 19,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass sich der Versatz innerhalb des Rapports sich wie folgt wiederholt:

    - zwischen einem ersten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar (8.sBS-Paar) und einem zweiten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar (9.sBK-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (O) die dritte Anzahl;

    - zwischen dem zweiten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar (9.sBS-Paar) und einem dritten Maschinenquerrichtungsbindefadenpaar (10.sBS-Paar) beträgt der Versatz der Austauschstellen (O) die vierte Anzahl.


     
    21. Papiermaschinensieb (100; 110) nach Anspruch 20,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die dritte Anzahl drei oder mehr und die vierte Anzahl fünf oder mehr beträgt.
     
    22. Papiermaschinensieb (100; 110) nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Maschinenrichtungsfäden Kettfäden (OK, UK) und die Maschinenquerrichtungsfäden Schussfäden (OS, US) sind.
     


    Claims

    1. Papermaking fabric (100; 110), in particular a forming fabric, having an upper woven layer (101; 111) and a lower woven layer (102), which are connected to each other by binding threads (sBK, sBS) arranged in pairs,
    characterized in that
    at least one of the pairs of binding threads (sBS pair, sBK pair) is formed by binding machine direction threads (sBK), and at least one other of the pairs of binding threads is formed by binding cross machine direction threads (sBS).
     
    2. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 1,
    characterized in that
    during the weaving of the upper woven layer (101), the binding threads of a pair of binding threads (sBS pair, sBK pair) together provide an upper weaving path, by each binding thread (sBK, sBS) of the pair of binding threads (sBK pair, sBS pair) alternately weaving the upper woven layer (101) and the lower woven layer (102); while the first binding thread of the pair of binding threads is weaving the upper woven layer (101), the second binding thread of the pair of binding threads is weaving the lower woven layer (102) and, while the second binding thread is weaving the upper woven layer (101), the first binding thread is weaving the lower woven layer (102); and the two binding threads (sBS, sBK) of the pair of binding threads cross, forming changeover points (A) when the first binding thread changes from weaving the upper woven layer (101) to weaving the lower woven layer (102) and the second binding thread changes from weaving the lower woven layer (102) to weaving the upper woven layer (101) and vice versa.
     
    3. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 1 or 2,
    characterized in that
    the upper woven layer (101) is formed only by weaving binding machine direction threads (sBK) with binding cross machine direction threads (sBS).
     
    4. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 3,
    characterized in that
    the lower woven layer (102) is formed by weaving binding machine direction threads (sBK) with binding cross machine direction threads (sBS) and with lower cross machine direction threads (US) and/or by weaving binding cross machine direction threads (sBS) with binding machine direction threads (UK) and with lower machine direction threads (US).
     
    5. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 1 or 2,
    characterized in that
    the upper woven layer (101) comprises upper machine direction threads (OK) and upper cross machine direction threads (OS); the upper machine direction threads (OK) are woven with upper cross machine direction threads (OS) and with binding cross machine direction threads (sBS); and the upper cross machine direction threads (OS) are woven with upper machine direction threads (OK) and with binding machine direction threads (sBK).
     
    6. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 5,
    characterized in that
    the lower woven layer (102) comprises lower machine direction threads (UK) and lower cross machine direction threads (US); the lower machine direction threads (UK) are woven with lower cross machine direction threads (US) and with binding cross machine direction threads (sBS); and the lower cross machine direction threads (US) are woven with lower machine direction threads (UK) and with binding machine direction threads (sBS).
     
    7. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 5 or 6,
    characterized in that
    the binding machine direction threads (sBK) are woven with upper cross machine direction threads (OS), with lower cross machine direction threads (US) and with binding cross machine direction threads (sBS).
     
    8. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 7,
    characterized in that
    the binding cross machine direction threads (sBS) are woven with upper machine direction threads (OK), with lower machine direction threads (UK) and with binding machine direction threads (sBK).
     
    9. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 8,
    characterized in that
    at least one upper machine direction thread (OK) is arranged between successive pairs of machine direction binding threads (1st sBK pair to 12th sBK pair).
     
    10. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 9,
    characterized in that
    at least one lower machine direction thread (UK) is arranged between successive pairs of machine direction binding threads (1st sBK pair to 12th sBK pair).
     
    11. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 10,
    characterized in that
    at least one, in particular two, upper cross machine direction threads (OS) is/are arranged between successive pairs of cross machine direction binding threads (1st sBS pair to 12th sBS pair).
     
    12. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 11,
    characterized in that
    at least one, in particular two, lower cross machine direction threads (US) is/are arranged between successive pairs of cross machine direction binding threads (1st sBS pair to 12th sBS pair).
     
    13. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 11 or 12,
    characterized in that
    the cross machine direction threads between successive pairs of cross machine direction binding threads (1st sBS pair to 12th sBS pair) are arranged in the following order:

    - a first upper cross machine direction thread (5),

    - a first lower cross machine direction thread (6),

    - a second upper cross machine direction thread (7),

    - a second lower cross machine direction thread (8).


     
    14. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 1 to 13,
    characterized in that
    the weaving pattern of the paper machine fabric (100; 110) is repeated in repeats, a repeat comprising 50 or more, in particular 72 or more, cross machine direction threads (OS, US) and 30 or more, in particular 48 or more, machine direction threads (OK, UK).
     
    15. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 5 to 14,
    characterized in that
    the lower cross machine direction threads (US) have a greater diameter than the upper cross machine direction threads (OS) and than the binding cross machine direction threads (sBS).
     
    16. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 1 to 15,
    characterized in that
    within a repeat, changeover points (X) of successive pairs of machine direction binding threads (sBK pairs) are offset relative to one another, there being successive pairs of machine direction binding threads (sBK pairs) whose changeover points (X) are offset relative to one another by a first number of upper weaving paths extending in the cross machine direction, there being successive pairs of machine direction binding threads (sBK pairs) whose changeover points (X) are offset relative to one another by a second number of upper weaving paths extending in the cross machine direction, and the second number being different from the first number.
     
    17. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 16,
    characterized in that
    the offset within the repeat is repeated as follows:

    - between a first pair of machine direction binding threads (1st sBK pair) and a second pair of machine direction binding threads (2nd sBK pair), the offset of the changeover points (X) is the first number;

    - between the second pair of machine direction binding threads (2nd sBK pair) and a third pair of machine direction binding threads (3rd sBK pair), the offset of the changeover points (X) is the second number;

    - between a third pair of machine direction binding threads (3rd sBK pair) and a fourth pair of machine direction binding threads (4th sBK pair), the offset of the changeover points (X) is the second number;

    - between the fourth pair of machine direction binding threads (4th sBK pair) and a fifth pair of machine direction binding threads (5th sBK pair), the offset of the changeover points (X) is the second number.


     
    18. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 17,
    characterized in that
    the first number is six or more and the second number is eight or more.
     
    19. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 1 to 18,
    characterized in that
    within a repeat, changeover points (O) of successive pairs of cross machine direction binding threads (sBS pairs) are offset relative to one another, there being successive pairs of cross machine direction binding threads (sBS pairs) whose changeover points (O) are offset relative to one another by a third number of upper weaving paths extending in the machine direction, there being successive pairs of cross machine direction binding threads (sBS pairs) whose changeover points (O) are offset relative to one another by a fourth number of upper weaving paths extending in the machine direction, and the fourth number being different from the third number.
     
    20. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 19,
    characterized in that
    the offset within the repeat is repeated as follows:

    - between a first pair of cross machine direction binding threads (8th sBS pair) and a second pair of cross machine direction binding threads (9th sBK pair), the offset of the changeover points (O) is the third number;

    - between the second pair of cross machine direction binding threads (9th sBS pair) and a third pair of cross machine direction binding threads (10th sBS pair), the offset of the changeover points (O) is the fourth number.


     
    21. Papermaking fabric (100; 110) according to Claim 20,
    characterized in that
    the third number is three or more and the fourth number is five or more.
     
    22. Papermaking fabric (100; 110) according to one of Claims 1 to 21,
    characterized in that
    the machine direction threads are warp threads (OK, UK) and the cross machine direction threads are weft threads (OS, US).
     


    Revendications

    1. Tamis (100; 110) pour machine à papier, en particulier tamis de façonnage, présentant une couche supérieure de tissu (101; 111) et une couche inférieure de tissu (102) reliées l'une à l'autre par des fils de liaison (sBK, sBS) disposés par paires,
    caractérisé en ce que
    au moins l'une des paires (paire sBS, paire sBK) de fils de liaison est formée par des fils (sBK) de liaison dans le sens machine et au moins une autre des paires de fils de liaison est formée par des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    2. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils de liaison d'une paire (paire sBS, paire sBK) de fils de liaison forment ensemble un parcours supérieur de tissage lors du tissage de la couche supérieure de tissu (101) par le fait que chaque fil de liaison (sBK, sBS) de la paire (paire sBK, paire sBS) de fils de liaison tisse en alternance la couche supérieure de' tissu (101) et la couche inférieure de tissu (102), que pendant que le premier de fil de liaison de la paire de fils de liaison tisse la couche supérieure de tissu (101), le deuxième fil de liaison de la paire de fils de liaison tisse la couche inférieure de tissu (102) et que pendant que le deuxième fil de liaison tisse la couche supérieure de tissu (101), le premier fil de liaison tisse la couche inférieure de tissu (102), les deux fils de liaison (sBS, sBK) de la paire de fils de liaison se croisant pour former des emplacements d'échange (A) lorsque les premiers fils de liaison passent du tissage de la couche supérieure de tissu (101) au tissage de la couche inférieure de tissu (102) et lorsque les deuxièmes fils de liaison passent du tissage de la couche inférieure de tissu (102) au tissage de la couche supérieure de tissu (101) et inversement.
     
    3. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon les revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche supérieure de tissu (101) n'est formée que par tissage de fils de liaison (sBK) dans le sens de la machine avec des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    4. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 3, caractérisé en ce que la couche inférieure de tissu (102) est formée par tissage de fils de liaison (sBK) dans le sens de la machine avec des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine et des fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine et/ou par tissage de fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine avec des fils de liaison (UK) dans le sens de la machine et avec des fils inférieurs (US) dans le sens de la machine.
     
    5. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche supérieure de tissu (101) comporte des fils supérieurs (OK) dans le sens de la machine et des fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine, les fils supérieurs (OK) dans le sens de la machine étant tissés avec des fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine et des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine, les fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine étant tissés avec des fils supérieurs (OK) dans le sens de la machine et des fils de liaison (sBK) dans le sens de la machine.
     
    6. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 5, caractérisé en ce que la couche inférieure de tissu (102) comporte des fils inférieurs (UK) dans le sens de la machine et des fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine, les fils inférieurs (UK) dans le sens de la machine étant tissés avec des fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine et des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine et les fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine étant tissés avec des fils inférieurs (UK) dans le sens de la machine et des fils de liaison (sBS) dans le sens de la machine.
     
    7. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon les revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que les fils de liaison (sBK) dans le sens de la machine sont tissés avec des fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine, des fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine et des fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    8. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que les fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine sont tissés avec des fils supérieurs (OK) dans le sens de la machine, des fils inférieurs (UK) dans le sens de la machine et des fils de liaison (sBK) dans le sens de la machine.
     
    9. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce qu'un fil supérieur (OK) dans le sens de la machine est disposé entre des paires successives de fils de liaison (paire 1. sBK à paire 12. sBK) dans le sens de la machine.
     
    10. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce qu'au moins un fil inférieur (UK) dans le sens de la machine est disposé entre des paires successives de fils de liaison (paire 1. sBK à paire 12. sBK) dans le sens de la machine.
     
    11. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un et en particulier deux fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine sont disposés entre des paires successives de fils de liaison (paire 1. sBS à paire 12 . sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    12. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 11, caractérisé en ce qu'au moins un et en particulier deux fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine sont disposés entre des paires successives de fils de liaison (paire 1. sBS à paire 12. sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    13. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon les revendications 11 ou 12, caractérisé en ce que les fils dans le sens transversal par rapport à la machine sont disposés dans la succession ci-dessous :

    un premier fil supérieur (5) dans le sens transversal par rapport à la machine,

    un premier fil inférieur (6) dans le sens transversal par rapport à la machine,

    un deuxième fil supérieur (7) dans le sens transversal par rapport à la machine et

    un deuxième fil inférieur (8) dans le sens transversal par rapport à la machine

    entre des paires successives de fils de liaison (paire 1. sBS, paire 2. sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.


     
    14. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le motif de tissage du tamis (100; 110) pour machine à papier est répété en rapports, un rapport comprenant 50 fils (OS, US) ou plus et en particulier 72 fils (OS, US) dans le sens transversal par rapport à la machine et 30 fils (OK, UK) ou plus et en particulier 48 fils (OK, UK) dans le sens de la machine.
     
    15. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 5 à 14, caractérisé en ce que les fils inférieurs (US) dans le sens transversal par rapport à la machine ont un diamètre plus grand que les fils supérieurs (OS) dans le sens transversal par rapport à la machine et que les fils de liaison (sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.
     
    16. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'à l'intérieur d'un rapport, les emplacements d'échange (X) de paires de fils de liaison (paires sBK) dans le sens de la machine sont décalés l'un par rapport à l'autre, ce qui fournit des paires successives de fils de liaison (paires sBK) dans le sens de la machine dont les emplacements d'échange (X) sont décalés l'un par rapport à l'autre d'un premier nombre de parcours de tissage supérieurs qui s'étendent dans le sens transversal par rapport à la machine, et fournit des paires successives de fils de liaison (paires sBK) dans le sens de la machine dont les emplacements d'échange (X) sont décalés l'un par rapport à l'autre par un deuxième nombre de parcours de tissage supérieur qui s'étendent dans le sens transversal par rapport à la machine, le deuxième nombre étant différent du premier nombre.
     
    17. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 16, caractérisé en ce que le décalage à l'intérieur d'un rapport se répète de la façon suivante :

    - le décalage des emplacements d'échange (X) vaut le premier nombre entre une première paire de fils de liaison (paire 1 .sBK) dans le sens de la machine et une deuxième paire de fils de liaison (paire 2 .sBK) dans le sens de la machine,

    - le décalage des emplacements d'échange (X) vaut le deuxième nombre entre la deuxième paire de fils de liaison (paire 2.sBK) dans le sens de la machine et la troisième paire de fils de liaison (paire 3.sBK) dans le sens de la machine,

    - le décalage des emplacements d'échange (X) vaut le deuxième nombre entre une troisième paire de fils de liaison (paire 3.sBK) dans le sens de la machine et une quatrième paire de fils de liaison (paire 4.sBK) dans le sens de la machine et

    - le décalage des emplacements d'échange (X) vaut le deuxième nombre entre la quatrième paire de fils de liaison (paire 4.sBK) dans le sens de la machine et une cinquième paire de fils de liaison (paire 5.sBK) dans le sens de la machine.


     
    18. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 17, caractérisé en ce que le premier nombre vaut six ou davantage et le deuxième nombre huit ou davantage.
     
    19. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce qu'à l'intérieur d'un rapport, les emplacements d'échange (O) de paires successives de fils de liaison (paires sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine sont décalés les uns par rapport aux autres, ce qui fournit des paires successives de fils de liaison (paires sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine dont les emplacements d'échange (O) sont décalés les uns des autres d'un troisième nombre de parcours supérieurs de tissage qui s'étendent dans le sens de la machine, et donnent des paires successives de fils de liaison (paires sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine dont les emplacements d'échange (O) sont décalés les uns des autres d'un quatrième nombre de parcours supérieurs de tissage qui s'étendent dans le sens de la machine, le quatrième nombre étant différent du troisième nombre.
     
    20. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 19, caractérisé en ce que le décalage à l'intérieur d'un rapport se répète de la façon suivants :

    - le décalage des emplacements d'échange (O) vaut le troisième nombre entre une première paire de fils de liaison (paire 8.sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine et une deuxième paire de fils de liaison (paire 9. sBK) dans le sens transversal par rapport à la machine et

    - le décalage des emplacements d'échange (O) vaut le quatrième nombre entre la deuxième paire de fils de liaison (paire 9.sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine et une troisième paire de fils de liaison (paire 10.sBS) dans le sens transversal par rapport à la machine.


     
    21. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon la revendication 20, caractérisé en ce que le troisième nombre vaut trois ou davantage et le quatrième nombre vaut cinq ou davantage.
     
    22. Tamis (100; 110) pour machine à papier selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que les fils dans le sens de la machine sont des fils de chaîne (OK, UK) et les fils dans le sens transversal par rapport à la machine des fils de trame (OS, US).
     




    Zeichnung












































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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