(19)
(11) EP 2 126 507 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.03.2011  Patentblatt  2011/13

(21) Anmeldenummer: 07815197.4

(22) Anmeldetag:  29.11.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F41A 3/66(2006.01)
F41C 27/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/AT2007/000538
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/106697 (12.09.2008 Gazette  2008/37)

(54)

GEWEHRGEHÄUSE

RIFLE BODY

BOÎTIER DE FUSIL


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
HR

(30) Priorität: 02.03.2007 AT 13007 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.12.2009  Patentblatt  2009/49

(73) Patentinhaber: Steyr Mannlicher Holding GmbH
4442 Kleinraming (AT)

(72) Erfinder:
  • MÜLLER, Hans, Georg
    A-4300 St. Valentin (AT)

(74) Vertreter: Weiser, Andreas 
Patentanwalt Kopfgasse 7
1130 Wien
1130 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 191 311 681
US-A1- 2005 279 004
US-A- 4 315 379
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gewehrgehäuse mit einem Grundträger zur Verankerung eines Schafts und eines Laufs.

    [0002] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, die Befestigung von Abdeck- und Zubehörteilen an einem solchen Gehäuse zu erleichtern. Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Grundträger auf zumindest einer Seite mit dem ersten Teil zumindest einer Druckknopfverbindung zur lösbaren Verankerung von mit dem zweiten Teil dieser Druckknopfverbindung ausgestatteten Elementen versehen ist.

    [0003] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die auf dem Gebiet der Bekleidungstechnik an sich bekannten Druckknopfverbindungen in überraschend einfacher und praxistauglicher Weise auch zum Aufbau und zur Erweiterung von Gewehrgehäusen ohne Sicherheitseinbußen verwendet werden können. Der Einsatz handelsüblicher Druckknopfverbindungen ermöglicht beträchtliche Kosteneinsparungen in der Fertigung und es hat sich gezeigt, daß damit auch Gewehrzubehörteile einfach und stabil verankert werden können.

    [0004] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt das Gewehrgehäuse zwei Elemente in Form von Seitenplatten, die jeweils auf einer Seite des Grundträgers über zumindest zwei genannte Druckknopfverbindungen verankert sind. Dadurch ergibt sich ein Gewehrgehäuse mit äußerst einfach, rasch und sicher montierbaren und auswechselbaren Seitenplatten, sodaß beliebige Materialverbundkonstruktionen wie Metall/Metall, Metall/Kunststoff, Kunststoff/Kunststoff, Kunststoff/Holz, Metall/Holz usw. für den Grundkörper und die Seitenplatten eingesetzt werden können.

    [0005] Werden die Seitenplatten aus Kunststoff gefertigt, ist es besonders günstig, wenn die zweiten Teile der Druckknopfverbindungen teilweise in den Grundstoff eingebettet sind, beispielsweise durch Kunststoffumspritzen bei der Fertigung.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der erste Teil der Druckknopfverbindung durch Vernieten mit dem Grundträger verbunden ist. Alternativ kann der Grundträger aus Kunststoff gefertigt und der erste Teil der Druckknopfverbindung teilweise in den Kunststoff eingebettet sein. Beide Varianten sind sehr einfach und kostengünstig herstellbar.

    [0007] In jedem Fall ist es besonders-günstig, wenn das Gewehrgehäuse gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung Elemente in Form von Ersatzpatronenhaltern, Zielgeräten oder Tarnmitteln umfaßt, die über die genannte(n) Druckknopfverbindung(en) lösbar verankert sind.

    [0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der beigeschlossenen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 der Zeichnung zeigt das Gewehrgehäuse der Erfindung in einer gesprengten Perspektivansicht.

    [0009] In Fig. 1 ist ein langgestrecktes Gewehrgehäuse 1 gezeigt, das einen Grundkörper 2 und zwei Seitenplatten 3 umfaßt. Der Grundkörper 2 weist an seinem einen Ende eine Verankerung 4 für einen Schaft und an seinem anderen Ende eine Verankerung 5 für einen Lauf auf. Die Schaftverankerung 4 ist im gezeigten Beispiel ein Fortsatz und zum Einführen in eine entsprechende Schaftaufnahme bestimmt, und die Laufverankerung 5 ist im gezeigten Beispiel eine Aufnahme für die Laufwurzel und/oder einen entsprechenden Vorderschaft. Der Grundträger 2 enthält ferner eine zentrale Aufnahme 6 für einen Verschluß und eine Abzugseinrichtung.

    [0010] Die Seitenplatten 3 decken den Grundkörper 2 auf seinen beiden Seiten ab und sind jeweils über zwei Druckknopfverbindungen 7, 8 lösbar am Grundkörper 2 verankert. Jede Druckknopfverbindung 7, 8 umfaßt einen ersten Teil 7, der am Grundträger 2 ausgebildet ist, und einen zweiten dazu komplementären Teil 8, welcher an der jeweiligen Seitenplatte 3 ausgebildet ist.

    [0011] Die Druckknopfverbindungen 7, 8 sind von herkömmlicher in der Technik bekannter Art, wie sie beispielsweise in der Bekleidungsindustrie verwendet werden. Sie umfassen jeweils - wie dem Fachmann bekannt - einen Kopf, der in einer hinterschnittenen oder mit einem Sprengring ausgestatteten Vertiefung mit Schnappsitz verrastbar ist.

    [0012] Der erste und der zweite Teil 7, 8 sind bevorzugt aus Metall gefertigt. Bevorzugt wird der als Kopf ausgebildete erste Teil 7 durch Vernieten an Grundträger 2 befestigt und der als Vertiefung ausgebildete zweite Teil 8 während der Kunststoffertigung der Seitenplatte 3 in diese teilweise eingebettet, z.B. durch Umspritzen.

    [0013] Alternative Ausführungsformen sind möglich, wonach z.B. der als Kopf ausgebildete Teil der Druckkopfverbindung 7, 8 an der Seitenplatte und der als Vertiefung ausgebildete Teil am Grundträger angeordnet ist; eine oder mehr als zwei Druckknopfverbindungen 7, 8 vorhanden sind, usw.

    [0014] Anstelle von Seitenplatten 3 können mit Hilfe der Druckknopfverbindungen 7, 8 auch andere Arten von Elementen am Grundträger 2 verankert werden, z.B. Ersatzpatronenhalter, Zielgeräte und/oder Tarnmittel. Das vorgestellte Gewehrgehäuse umfaßt daher auch alle Varianten, bei denen an Stelle oder zusätzlich zu den Seitenplatten 3 derartige Elemente über Druckknopfverbindungen 7, 8 lösbar verankert sind.

    [0015] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen.


    Ansprüche

    1. Gewehrgehäuse (1) mit einem Grundträger (2) zur Verankerung eines Schafts, eines Laufs und weiterer Elementen (3), dadurch gekennzeichnet, daß der Grundträger (2) auf zumindest einer Seite mit dem ersten Teil (7) zumindest einer Druckknopfverbindung (7, 8) zur lösbaren Verankerung von mit dem zweiten Teil (8) dieser Druckknopfverbindung (7, 8) ausgestatteten Elementen (3) versehen ist.
     
    2. Gewehrgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei Elemente (3) in Form von Seitenplatten umfaßt, die jeweils auf einer Seite des Grundträgers (2) über zumindest zwei genannte Druckknopfverbindungen (7, 8) verankert sind.
     
    3. Gewehrgehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenplatten (3) aus Kunststoff gefertigt und die zweiten Teile (8) der Druckknopfverbindungen (7, 8) teilweise in den Kunststoff eingebettet sind.
     
    4. Gewehrgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teil (7) der Druckknopfverbindung (7, 8) durch Vernieten mit dem Grundträger (2) verbunden ist.
     
    5. Gewehrgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundträger (2) aus Kunststoff gefertigt und der erste Teil (7) der Druckknopfverbindung (7, 8) teilweise in den Kunststoff eingebettet ist.
     
    6. Gewehrgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es Elemente in Form von Ersatzpatronenhaltern, Zielgeräten oder Tarnmitteln umfaßt, die über die genannte(n) Druckknopfverbindung(en) (7, 8) lösbar verankert sind.
     


    Claims

    1. Rifle housing (1) with a base support (2) for anchoring a shaft, a barrel and further elements (3), characterized in that the base support (2) is equipped on at least one side with the first member (7) of at least one snap-fastening connector (7, 8) for releasingly anchoring elements (3) equipped with the second member (8) of this snap-fastening connector (7, 8).
     
    2. Rifle housing according to claim 1, characterized in that it comprises two elements (3) in the form of lateral panels, which are anchored each on one side of the base support (2) via at least two of said snap-fastening connectors (7, 8).
     
    3. Rifle housing according to claim 2, characterized in that the lateral panels (3) are manufactured from synthetic material and the second members (8) of the snap-fastening connectors (7, 8) are partly embedded into the synthetic material.
     
    4. Rifle housing according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the first member (7) of the snap-fastening connectors (7, 8) is connected to the base support (2) by riveting.
     
    5. Rifle housing according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the base support (2) is manufactured from synthetic material and the first member (7) of the snap-fastening connector (7, 8) is partly embedded into the synthetic material.
     
    6. Rifle housing according to any of the claims 1 to 5, characterized in that it comprises elements in the form of spare cartridge holders, sighting devices or means for camouflaging which are releasingly anchored via said snap-fastening connectors (7, 8).
     


    Revendications

    1. Corps de fusil (1) comprenant un support de base (2) pour l'ancrage d'une crosse, d'un canon et d'autres éléments (3), caractérisé en ce que le support de base (2) est pourvu sur au moins un côté de la première partie (7) d'au moins une liaison à bouton-pression (7, 8) pour l'ancrage libérable d'éléments (3) équipés de la seconde partie (8) de cette liaison à bouton-pression (7, 8).
     
    2. Corps de fusil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend deux éléments (3) sous la forme de plaques latérales qui sont ancrées chacune sur un côté du support de base (2) via au moins deux liaisons à bouton-pression (7, 8) précitées.
     
    3. Corps de fusil selon la revendication 2, caractérisé en ce que les plaques latérales (3) sont réalisées en matière plastique et les secondes parties (8) des liaisons à bouton-pression (7, 8) sont partiellement noyées dans la matière plastique.
     
    4. Corps de fusil selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la première partie (7) de la liaison à bouton-pression (7, 8) est reliée au support de base (2) par rivetage.
     
    5. Corps de fusil selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le support de base (2) est réalisé en matière plastique et la première partie (7) de la liaison à bouton-pression (7, 8) est partiellement noyée dans la matière plastique.
     
    6. Corps de fusil selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il comprend des éléments sous la forme de porte-cartouches de remplacement, d'appareils de visée ou de moyens de camouflage, qui sont ancrés de façon détachable via les liaisons à bouton-pression (7, 8) précitées.
     




    Zeichnung