(19)
(11) EP 1 918 473 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.04.2011  Patentblatt  2011/15

(21) Anmeldenummer: 07033522.9

(22) Anmeldetag:  18.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 2/04(2006.01)
E04B 2/18(2006.01)
E04B 2/42(2006.01)

(54)

Mauersystem

Wall system

Système de mur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.10.2006 DE 102006050757

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.05.2008  Patentblatt  2008/19

(73) Patentinhaber: METTEN Stein + Design GmbH & Co. KG
51491 Overath (DE)

(72) Erfinder:
  • Metten, Hans-Josef
    51467 Bergisch Gladbach (DE)

(74) Vertreter: Nau, Walter 
Patentanwalt Johann-Pullem-Strasse 8
50999 Köln
50999 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 1 684 514
FR-A- 953 340
US-A- 4 372 091
DE-U- 7 535 563
FR-E- 57 709
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Mauersystem mit Mauerelementen verschiedener Größen und Formate, auf die das/die darüber angeordnete Mauerelemente auflegbar sind, gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 2.

    [0002] Bausteine für ein solches Mauersystem, insbesondere für Trockenmauern, ist aus der EP- 0 490 168 B1 bekannt. Die Bausteine bestehen aus hohlblockartigen Elementen, die auf der Oberfläche eine rahmenartige Erhebung haben, so dass beim Auflegen darüber angeordneter Bausteine eine Fuge entsteht. Die Bausteine haben durchgehende Öffnungen, in die zur Erzielung höherer Festigkeit des Mauersystems Beton, ggf. durch Stahlstangen verstärkt, eingefüllt werden kann.
    Diese Bausteine haben eine oder zwei Sichtflächen, die der Betonstruktur entsprechen oder zur Erstellung einer besonderen Struktur bearbeitet werden müssen. Werden diese Bausteine eingefärbt, dann entsteht zwar ein farblicher Eindruck, die Kosten dafür sind aber relativ hoch, weil die Bausteine durchgehend mit der dekorativen Mischung gefertigt werden müssen.

    [0003] Es ist weiterhin bekannt, DE- 20 2005 017 511 U1 Bausteine entsprechend dem vorgenannten EP-Patent zu verwenden, und die Sichtfläche mit zumindest einem Oberflächenstück so zu verkleiden, dass eine Struktur sichtbar wird.

    [0004] Dabei handelt es sich weiterhin um massive schwere Bausteine, die, abgesehen von dem Oberflächenstück, die Betonstruktur beibehalten.

    [0005] Die US-A- 4 372 091 offenbart unter anderem ein Mauerelement für ein Mauersystem, bei dem die Distanzkörper mit den Platten verschraubt sind. Zu diesem Zweck weisen die Distanzkörper an eingelassene Armierungseisen angeformte Platten auf, die zu Erhebungen mit Bohrlöchern passen. Die Erhebungen sind an den Platten angeformt, so dass nach jeweiligen Fertigstellungen der Platten und Distanzkörper diese miteinander verschraubt werden.
    Der Aufwand zur Herstellung derartiger Mauerelement ist groß und die Kosten sind erheblich, so dass diese Befestigungsart nicht für eine Herstellung in großen Stückzahlen geeignet ist.
    In den Figuren 17 bis 22 dieses Dokuments und der zugehörigen Beschreibung Spalte 7, Zeilen 9 bis 57, sind Anschlussverbindungen und Abgleichsteile verschiedener Formen, z. B. ein geschlossenes Neopren Material in Schlauchform, in V-Form, T-Form oder U-Form, beschrieben, die durch die Mauerelemente zusammengedrückt werden, da die Platten der Mauerelemente aufeinander liegen. Auch Lagerelemente zum Ausgleich von Unebenheiten sind erwähnt. Diese Verbindungen, Teile oder Elemente können auch durch sich anlagerndes Filter- oder Füllmaterial eine Dichtheit erzeugen.

    [0006] Die FR-A- 953 340 beschreibt Mauerelemente, die aus Platten bestehen, wobei zwischen den Platten Distanzkörpern vorgesehen sind, die miteinander verklebt sind Bei den Distanzkörpern handelt es sich um stangenförmige Elemente, wobei die Klebeverbindung über die Stirnflächen der Distanzstangen erfolgt. Die Fixierung der Platten gegeneinander ist problematisch, weil die Stirnflächen der Distanzstangen zwangsweise kleinflächig sind. Offensichtlich hat dies der Erfinder selbst festgestellt und versucht, dieses Problem in der folgenden Nachanmeldung zu beheben.

    [0007] Die FR-A- 57 709 beschreibt Mauerelemente, die aus Platten bestehen, wobei die Platten mittels Distanzkörpern aneinander befestigt sind. Bei den Distanzkörpern handelt es sich um stangenförmige Elemente. Die Verbindung zwischen den Distanzstangen und den Platten erfolgt durch eine schwalbenschwanzförmige Verhakung, wobei in den Platten schwalbenschwanzförmige Nuten vorgesehen sind, in die die Distanzstangen eingeschoben werden. Zur Festlegung der Distanzstangen in den Nuten werden die Enden der Distanzstangen mit den Nuten verklebt. Die Fixierung der Platten gegeneinander ist trotz der Festlegung der schwalbenschwanzförmigen Verbindung zwischen den Platten und den Distanzstangen problematisch, weil die Distanzstangen nur kopfartige Endstücke aufweisen, an denen sich die Platten nicht flächig abstützen können. Die Festlegung erfolgt nur über die Nutverbindung. Diese kann nicht hinreichend stabil und winkelgenau ausgeführt werden, zumal auch die Herstellung von schwalbenschwanzförmigen Nuten in den Platten aufwendig und kostenintensiv ist.

    [0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Mauersystem mit Mauerelementen zur Verfügung zu stellen, dass voll variabel ist, leicht im Aufbau, günstig in der Herstellung und optisch den verschiedensten Gegebenheiten angepasst werden kann.
    Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass die Distanzkörper im Wesentlichen senkrecht zu dem Mauersystem und winklig zu den zwei Platten und auch parallel zueinander ausgerichtet sind. Sie weisen einen Querschnitt auf, der rechteckig, quadratisch oder oval ausgeführt ist. Durch diese Ausgestaltung übernehmen vorzugsweise die Distanzkörper die eigentliche Tragfunktion des Mauersystems, wobei durch den Abstand der Distanzkörper untereinander und zu den Rändern der Platten, Hohlräume entstehen, die zur Erhöhung der Festigkeit des Mauersystems ebenfalls mit Beton, ggf. mit armiertem Beton, aufgefüllt werden können.
    Bei den Klebe- und/oder Bindemitteln oder Klebe- und/oder Bindemassen handelt es sich u. a. um schnell aushärtende oder um langsam aushärtende Materialien einerseits, andererseits auch um dünnflüssige und/oder dickflüssige Stoffe. In Frage kommen z.B. Kleber, Mörtel und auch Schaum, wie Kunststoffschaum.
    Dabei können die Platten und/oder die Distanzkörper im Bereich ihrer Kontaktflächen Nuten oder Vorsprünge aufweisen, um die Justierung zueinander und die Haftung des Klebe- und/oder Bindemittels bzw. der Klebe- und/oder Bindemasse zu verbessern. In die Nuten können sich das Mittel oder die Masse auch ausdehnen.

    [0009] Die Platten und/oder die Distanzkörper können aber auch der Breite der Kontaktflächen zwischen den Platten und den Distanzkörper im wesentlichen entsprechende Ausnehmungen aufweisen, die vorzugsweise muldenförmig ausgeführt sind. Dadurch erhalten der/die Distanzkörper und die Platten gegeneinander bereits vor dem Befestigen eine Ausrichtung und Führung. Die Ausnehmungen können dabei der Querschnittsform der Distanzkörper und der Platten entsprechend ausgeführt und im Querschnitt gesehen rechteckige oder ovale Abschnitte bilden.
    In den Platten und/oder Distanzkörpern können aber auch Mulden vorgesehen sein, in denen ein langsamer aushärtendes Mittel oder Masse eingefüllt wird, während in angrenzenden Flächen ein schnell aushärtendes Mittel oder Masse aufgetragen wird, an denen die Fixierung zwischen Distanzkörper und Platten erfolgt. Statt der Fixierung mittels des schnell aushärtenden Mittels oder der Masse können die Platten und Distanzkörper auch durch eine Vorrichtung gegeneinander in Form gehalten werden, bis das langsamer aushärtende Mittel oder die Masse die Verbindung übernimmt. An die angrenzenden Flächen können sich ein- oder beidseitig Erhebungen anschließen, die zur Ausrichtung des/der Körper und Platten dienen. Es kann sich um einzelnen Erhebungen, z. B zwei im Abstand hintereinander, oder auch um leistenartige Erhebungen handeln.
    Die unterschiedlich schnell aushärtenden Mittel oder Massen sind nicht an die zuvor beschriebene Ausgestaltung der Platten mit Mulden, Flächen und Erhebungen gebunden, sondern können bei allen Ausgestaltungen von Platten und Distanzkörpern zur Anwendung kommen.

    [0010] Um bei dem Mauersystem zwischen den Mauerelementen eine Sichtfuge zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass der oder die Distanzkörper über zumindest einen Rand der Platten vorstehend angeordnet sind. Dadurch ergibt sich beim Aufeinanderfügen von entsprechenden Mauerelementen ein Abstand der Platten zueinander, sodass eine Sicht-/Schattenfuge entsteht, da die Distanzkörper den Abstand der Platten untereinander festlegen können. Die Stirnflächen der Distanzkörper können formschlüssig, wie zuvor zu den Platten und Distanzkörpern beschrieben, oder auch kraftschlüssig entsprechend den erläuterten Mitteln und/oder Massen aneinander befestigt werden, wodurch eine Befüllung der Hohlräume mit Beton entfallen kann.
    Die Vorsprünge der Distanzkörper können beidseitig oder nur einseitig zu den Plattenrändern angebracht sein. Je nach Überstand der Distanzkörper können auch die Platten zur Führung der Distanzkörper dienen. Dies kann sowohl bei einem Mauersystem mit und ohne Sicht-/Schattenfugen zur Führung genutzt werden.

    [0011] Um ein Austreten und/oder Ausblühen des in die Hohlräume eingefüllten Betons zu vermeiden, ist zumindest eine Dichtung vorgesehen, die streifenförmig ausgebildet und zwischen den Rändern zweier Platten, vorzugsweise neben dem Vorsprung des oder der Distanzkörper, angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass beim Befüllen kein Beton oder Betonflüssigkeit in den Sichtbereich austreten kann.
    Je nach Ausgestaltung des Mauersystems, beispielsweise bei einer freistehenden Mauer, ist es zweckmäßig, dass zwei entsprechende Dichtungen vorgesehen sind, die beidseitig des oder der Distanzkörper zwischen den Rändern der Platten angeordnet sind. Die Dichtung kann aber auch ringförmig oder eckig ausgeführt sein, auf den Rändern der Platten aufliegen, und den oder die Distanzkörper umgreifen.
    Auch zwischen den Stirnrändern der Platten können vertikal ausgerichtete Dichtungen vorgesehen werden, da auch zwischen den Distanzkörpern zweier Mauerelementen ggf. Beton eingefüllt wird. Die Dichtung kann vor oder während der Montage des Mauersystems an einer Platte befestigt werden. Um die Dichtungen leichter befestigen oder verlegen zu können, können die horizontalen und vertikalen Dichtungen L-, T- oder U-förmig zusammen gebaut werden. Es können auch davon abgeleitete Mehrfachformen oder Ringformen vorgesehen werden. Derartige Formen können auch bei der Montage des Mauersystems von Fall zu Fall auf die Platten geklebt oder zusammengeklebt werden.
    Da die Distanzkörper nach Fertigstellen des Mauersystems optisch nicht sichtbar sind, können sie aus Beton bzw. aus ganz einfacher kostengünstiger Betonmischung hergestellt sein. Auch die Platten bzw. eine der Platten können aus einfachem kostengünstigem Beton hergestellt sein, insbesondere dann, wenn diese Platten nach Fertigstellung des Mauersystems nicht mehr sichtbar sind.
    Die Platten können aber auch an den Sichtflächen verschieden eingefärbt oder unterschiedlich bearbeitet oder mit verschiedenen Oberflächenschichten versehen und eine Vorsatzbetonschicht aufweisen. Diese Vorsatzbetonschicht kann so bearbeitet oder optisch so ausgelegt werden, dass sie dem gewünschten Eindruck des Mauersystems entspricht. Sie kann verschieden strukturiert oder verschieden eingefärbt sein, sie kann auch durch unterschiedliche Farb- und Strukturmaßnahmen Muster und dergleichen aufweisen. Sie können durch Schleifen, Strahlen, Bürsten und Wischen in noch feuchtem oder auch im ausgehärteten Zustand hergestellt sein. Die Vorsatzbetonschicht kann eine Oberflächenvergütung als Schutz gegen Feuchtigkeit, der Reduzierung bzw. Verhinderung der Schmutzaufnahme und zur Farbintensivierung und zur Verbesserung der Farbbeständigkeit sowie als Schutz gegen Erosion und Bewitterung, z. B. mittels Acrylat, Lack oder dergl. enthaltende Veredelungsmittel, aufweisen. Das Veredelungsmittel dient auch der besseren bzw. leichteren Reinigung der Oberflächen.

    [0012] Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Platten auch aus Naturstein hergestellt sein können, deren Oberflächen entsprechend vergütet und/oder veredelt sein können.

    [0013] Als Verfahren zum Herstellen der Mauerelemente nach einem der vorhergehenden Ansprüche wird vorgeschlagen, dass eine Platte auf einer Unterlage angeordnet wird, wobei natürlich die Sichtfläche der Platte nach unten auf die Unterlage zu liegen kommt. Auf der Platte oder der den Platten zugewandten Flächen des oder der Distanzkörper wird Klebe- und/oder Bindemittel und/oder Klebe- und/oder Bindemasse aufgebracht. Anschließend werden der oder die Distanzkörper so auf die Platte gelegt.
    Da die Mauerelemente zwei Platten aufweisen, wird auf die der ersten Platte abgewandten Fläche des oder der Distanzkörper oder auf die Innenseite der zweiten Platte Klebe- und/oder Bindemittel und/oder Klebe- und/oder Bindemasse entsprechend aufgebracht und die zweite Platte angefügt.
    Insbesondere um sehr maßgenaue Mauerelemente herzustellen, kann die zweite Platte so lange gegen die erste Platte gedrückt werden, bis die Haftwirkung des Klebe- und/oder Bindemittels und/oder der Klebe- und/oder Bindemasse erreicht ist. Je nach Größe der Platten und Distanzkörper kann deren Gewicht als Druckbelastung ausreichen. Der Druckmechanismus kann, z.B. durch Anschläge, einen genauen Abstand der Platten zueinander sicherstellen. Es können aber auch, wie bereits beschrieben, schnell und langsamer aushärtendes Mittel oder Masse zu Anwendung kommen, wobei der Schnellhärter die Fixierung übernimmt, sodass die Platten sehr schnell die Vorrichtung zur Herstellung verlassen können.
    Die Vorrichtung für das Verfahren kann auch, insbesondere dann, wenn der oder die Distanzkörper nicht formschlüssig an den Platten anliegen, Streben oder Leisten aufweisen, die eine exakte Führung des oder der Distanzkörpers gegenüber der oder den Platten und gegeneinander sicherstellen.
    Das zuvor beschriebene Verfahren kann auch mittels einer Vorrichtung ausgeführt werden, bei der die Platten und Distanzkörper nicht übereinander liegend angeordnet sind, sondern bei der die Platten und Distanzkörper um 90 Grad Winkel gedreht sind und parallel nebeneinander stehen. Sie werden dann horizontal aneinander befestigt. Dabei können, insbesondere die langsamer aushärtenden Mittel und/oder Massen, senkrecht in die Ausnehmungen, Nuten oder dergl. eingefüllt werden.
    Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen verwiesen, in denen Ausführungsbeispiele der Mauerelemente dargestellt sind.
    Es zeigen:
    Figur 1:
    eine perspektivische Ansicht eines Mauerelements mit zwei Platten und zwei Distanzkörpern,
    Figur 2:
    ein Mauerelement ähnlich Figur 1 mit modifizierten Platten,
    Figur 3:
    eine weiter modifizierte Ausgestaltung ähnlich Figur 1,
    Figur 4:
    eine perspektivische Ansicht eines Mauerelements ähnlich Figur 1 in modifizierter Ausgestaltung,
    Figur 5:
    eine weitere perspektivische Ansicht eines Mauerelements ähnlich Figur 1 in modifizierter Ausgestaltung,
    Figur 6:
    eine Seitenansicht eines Mauerelements und
    Figur 7:
    eine perspektivische Ansicht eines Mauerelements ähnlich Figur 1.


    [0014] In den Figuren 1 bis 7 ist, soweit im Einzelnen dargestellt, mit 1 eine erste Platte und mit 2 eine zweite Platte bezeichnet. Zwischen den Platten 1 und 2 sind zwei Distanzkörper 3 und 4 vorgesehen. In den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 bis 4 sind die Distanzkörper im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet.
    Die Platten 1 und 2 sind an den Distanzkörpern 3 und 4 mittels Klebe- und/oder Bindemittel und/oder Klebe- und/oder Bindemasse befestigt, so dass ein festes einheitliches Mauerelement entsteht.
    Im Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 2 weisen die Platten auf ihren den Distanzkörpern zugewandten Bereichen Nuten 5 auf, in die Klebe- und/oder Bindemittel und/oder Klebe- und/oder Bindemasse eingebracht werden kann. Die Platten 1 und 2 können aber auch, wie in Figur 3 dargestellt, Ausnehmungen 6 aufweisen, die dem Maß der Distanzkörper entsprechen, so dass eine Fixierung der Distanzkörper und der Platten zueinander vor dem Aushärten des Klebe- und/oder Bindemittels und/oder Klebe- und/oder Bindemasse erfolgen kann und eine verbesserte Verbindung der Distanzkörper und Platten aneinander erfolgt. Um die Distanzkörper 3 und 4 herum ist eine mit 7 bezeichnete Dichtung vorgesehen, die auf den Rändern der Platten 1 und 2 aufliegt und entweder durch primäre Formgebung oder durch Spannung eine rechteckige Form erhält.

    [0015] Die Platten 1 und 2 gemäß Figur 4 weisen Mulden 8, daran anschließende glatte Flächen und streifenförmige Erhebungen 9 auf.
    Die Mulden 8 dienen der Aufnahme von langsamer aushärtenden Mitteln oder Massen, während auf die glatten Flächen Schnellhärter, z.B. als Klebepunkte, aufgebracht wird, um eine Fixierung sicherzustellen. Die Erhebungen dienen der Ausrichtung der Distanzkörper und Platten zueinander. Statt der Schnellhärter kann auch eine Vorrichtung die Platten und Distanzkörper gegeneinander fixieren.
    Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 sind die Distanzkörper 3 und 4 oval ausgeführt. Sie korrespondieren mit Ausnehmungen in den Platten, deren Querschnitte Bogenabschnitte bilden. Auch mit diesen Distanzkörpern und entsprechenden Ausnehmungen in den Platten ist eine Vorfixierung und Erhöhung der Festigkeit gegeben.
    Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 zeigt, dass die Distanzkörper 3 und 4 die Platten überragen, so dass eine Justierung der Mauerelemente gegeneinander gewährleistet ist. Dazu reicht es aus, dass die Distanzkörper die Platte 1 bzw. die Platten 1 und 2 auf einer Seite überragen, wobei es nicht darauf ankommt, ob die Distanzkörper 3 und 4 auf der gegenüberliegenden, nicht sichtbaren Seite bündig oder kürzer sind, da die Justierung durch die Vorsprünge der Distanzkörper mit den Innenflächen der Platten erfolgt.
    Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 ist oberhalb und seitlich an der Platte 2 eine L-Dichtung 10 angeordnet, sodass bei entsprechender Anordnung von L-Dichtungen an anschließenden Mauerelementen eine vollständige Abdichtung des Mauersystems gegeben ist. Die L-Schenkel sind über eine Einkerbung miteinander verbunden, sodass zu Lager-, Transport/Versandzwecken die Schenkel ohne Beschädigung gerade zueinander und damit Platz sparend ausgerichtet werden können, wie der gestrichelte Schenkel zeigt.

    [0016] Soll allerdings ein Mauersystem mit Sicht-/Schattenfugen hergestellt werden, so sollen die unteren oder oberen Stirnflächen der Distanzkörper 3 und 4 bündig mit den Platten 1 und 2 sein oder ein wenig vorstehen, so dass diese Stirnflächen der Distanzkörper sich auf den Distanzkörpern mit Vorsprüngen oder den Rändern der Platten angepassten Höhen abstützen und eine Sichtfuge definieren.
    Auch dort können entsprechend angepasste Dichtungen verwendet werden.

    Bezugszeichenliste



    [0017] 
    1
    erste Platte
    2
    zweite Platte
    3
    Distanzkörper
    4
    Distanzkörper
    5
    Nuten
    6
    Ausnehmungen
    7
    Dichtung
    8
    Mulden
    9
    Erhebungen
    10
    L-Dichtung



    Ansprüche

    1. Mauersystem mit Mauerelementen verschiedener Größen und Formate, auf die das/die darüber angeordnete Mauerelemente auflegbar sind, wobei die Mauerelemente zwei mit Abstand zueinander vorgesehene Distanzkörper (3 und 4) pro Mauerelement und zwei Platten (1 und 2) aufweisen, wobei die Distanzkörper (3 und 4) und die Platten (1 und 2) mittels Klebe- oder Bindemittel miteinander verbunden sind,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper (3 und 4) quader- und plattenförmig ausgeführt und senkrecht zum Mauersystem ausgerichtet sind,
    dass die Distanzkörper (3 und 4) über zumindest einen Rand der Platten (1 und 2) derart vorstehend angeordnet sind, dass sich beim Aufeinanderfügen von entsprechenden Mauerelementen ein Abstand der Platten (1 oder2) zueinander ergibt, und
    dass zumindest eine Dichtung vorgesehen ist, die zwischen übereinander angeordneten Rändern der Platten (1 oder 2) angeordnet und vorzugsweise streifenförmig ausgebildet ist.
     
    2. Mauersystem mit Mauerelementen verschiedener Größen und Formate, auf die das/die darüber angeordnete Mauerelemente auflegbar sind, wobei die Mauerelemente zwei mit Abstand zueinander vorgesehene Distanzkörper (3 und 4) pro Mauerelement und zwei Platten (1 und 2) aufweisen, wobei die Distanzkörper (3 und 4) und die Platten (1 und 2) mittels Klebe- oder Bindemittel miteinander verbunden sind,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper (3 und 4) plattenförmig mit ovalem Querschnitt ausgeführt und senkrecht zum Mauersystem ausgerichtet sind,
    dass die Distanzkörper (3 und 4) über zumindest einen Rand der Platten (1 und 2) derart vorstehend angeordnet sind, dass sich beim Aufeinanderfügen von entsprechenden Mauerelementen ein Abstand der Platten (1 oder2) zueinander ergibt, und
    dass zumindest eine Dichtung vorgesehen ist, die zwischen übereinander angeordneten Rändern der Platten (1 oder 2) angeordnet und vorzugsweise streifenförmig ausgebildet ist.
     
    3. Mauersystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Klebe- oder Bindemittel als Klebe- oder Bindemassen ausgestaltet sind.
     
    4. Mauersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Klebe- oder Bindemittel ein Mittel zur Schnellfixierung aufweist.
     
    5. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Klebe- oder Bindemittel ein Mittel zur Dauerbefestigung aufweist.
     
    6. Mauersystem nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Distanzkörper (3 und 4) rechteckig ausgeführt ist.
     
    7. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) oder die Distanzkörper (3 und 4) im Bereich ihrer Kontaktflächen Nuten (5) oder Vorsprünge aufweisen.
     
    8. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) der Breite der Kontaktflächen zwischen Platten und Distanzkörpern entsprechende Ausnehmungen (6) aufweisen, die vorzugsweise muldenförmig ausgeführt sind.
     
    9. Mauersystem nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (6) der Querschnittsform der Distanzkörper (3 und 4) entsprechend ausgeführt und im Querschnitt gesehen rechteckige oder ovale Abschnitte bilden.
     
    10. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) zumindest eine Mulde (8) und zumindest eine Erhebung (9) aufweisen, die mit Abstand zu dem Rand der Mulde angeordnet sind.
     
    11. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Dichtung vorgesehen ist, die zwischen nebeneinander angeordneten Rändern der Platten (1 oder 2) angeordnet und vorzugsweise streifenförmig ausgebildet ist.
     
    12. Mauersystem nach einem der Ansprüche 1,2 oder 11,
    dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine waagerecht und eine senkrecht ausgerichtete Dichtung zu einer L- (10), T-, U-förmigen Dichtung oder entsprechenden Mehrfachformdichtungen oder Ringformdichtungen verbunden sind.
     
    13. Mauersystem nach einem der Ansprüche 1,2 oder 11 und 12,
    dadurch gekennzeichnet, dass zwei Dichtungen beidseitig der Distanzkörper (3 oder 4) im Bereich beider Platten (1 und 2) vorgesehen sind.
     
    14. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Dichtung (7) ringförmig oder eckig ausgeführt ist, auf den Rändern der Platten (1 und 2) aufliegt und die Distanzkörper (3 oder 4) an ihren Vorsprüngen umgreift.
     
    15. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper (3 und 4) aus Beton hergestellt sind.
     
    16. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) ein- oder mehrschichtig aus Beton hergestellt sind.
     
    17. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 oder 2) an den Sichtflächen verschieden eingefärbte oder mit verschiedenen Oberflächenschichten oder Oberflächenbearbeitungen versehene Vorsatzbetonschichten aufweisen.
     
    18. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) aus Naturstein hergestellt sind.
     
    19. Mauersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der aus Beton hergestellten Platten (1 oder 2) im frischen oder ausgehärteten Zustand oder die Oberflächen der aus Naturstein hergestellten Platten mit einem Veredelungsmittel, das z. B. Acrylate, Lacke oder dergl. enthält, bearbeitet sind.
     
    20. Verfahren zum Herstellen von Mauerelementen eines Systems nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (1 oder 2) auf einer Unterlage angeordnet wird,
    dass auf der Platte (1 oder 2) oder der der Platte (1 oder 2) zugewandten Fläche der Distanzkörper (3 und 4) Klebe- oder Bindemittel aufgebracht wird,
    dass die Distanzkörper (3 und 4) so auf die Platte (1 oder 2) gefügt werden, dass die Distanzkörper (3 und 4) über zumindest einen Rand der Platten (1 und 2) vorstehend angeordnet sind,
    dass auf die der ersten Platte (1) abgewandten Fläche der Distanzkörper (3 und 4) oder auf die Innenseite der zweiten Platte (2) Klebe- oder Bindemittel entsprechend aufgebracht wird und
    dass die zweite Platte (2) angefügt wird.
     
    21. Verfahren nach Anspruch 20,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (1 und 2) und die Distanzkörper (3 und 4) in einer um 90 Grad Winkel gedrehten Einrichtung, also senkrecht ausgerichtet, zu Mauerelementen hergestellt werden.
     
    22. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 oder 21,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper (3 und 4) an der ersten Platte (1) oder die zweite Platte (2) so lange gegen die erste Platte (1) durch Eigengewicht oder mittels Presskraft gedrückt wird, bis die Haftwirkung des Klebe- oder Bindemittels erreicht ist.
     
    23. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
    dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Distanzkörpern (3 und 4) und der ersten Platte (1) und/oder der zweite Platte (2) an vorzugsweise mehreren Stellen ein schnell aushärtendes Klebe- oder Bindemittel aufgebracht wird und dass weiterhin zwischen den Distanzkörpern und Platten langsam aushärtender Kleber, Mörtel, oder Schaum aufgebracht wird.
     
    24. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper (3 und 4), die erste Platte (1) und die zweite Platte (2) mittels Schnellkleber oder - binder oder einer Haltevorrichtung aneinander in Form gehalten werden und
    dass in die Nuten oder Ausnehmungen oder neben die Vorsprünge oder an den Übergangsbereichen zwischen Platten und Distanzkörpern Kleber, Mörtel, oder Schaum aufgebracht wird.
     


    Claims

    1. Wall system having wall elements of various sizes and formats on which the wall element(s) arranged thereabove can be laid, wherein the wall elements have two spaced-apart spacer bodies (3 and 4) per wall element and two plates (1 and 2), wherein the spacer bodies (3 and 4) and the plates (1 and 2) are connected together by means of adhesives or binders, characterized in that the spacer bodies (3 and 4) are configured in a cuboidal and plate-like manner and are oriented perpendicularly to the wall system, in that the spacer bodies (3 and 4) are arranged in a manner protruding over at least one edge of the plates (1 and 2) in such a way that the plates (1 or 2) are spaced apart when corresponding wall elements are joined onto one another, and in that at least one seal is provided and is arranged between edges of the plates (1 or 2) that are arranged one above the other and is preferably formed in a strip-like manner.
     
    2. Wall system having wall elements of various sizes and formats on which the wall element(s) arranged thereabove can be laid, wherein the wall elements have two spaced-apart spacer bodies (3 and 4) per wall element and two plates (1 and 2), wherein the spacer bodies (3 and 4) and the plates (1 and 2) are connected together by means of adhesives or binders, characterized in that the spacer bodies (3 and 4) are configured in a plate-like manner with an oval cross section and are oriented perpendicularly to the wall system, in that the spacer bodies (3 and 4) are arranged in a manner protruding over at least one edge of the plates (1 and 2) in such a way that the plates (1 or 2) are spaced apart when corresponding wall elements are joined onto one another, and in that at least one seal is provided and is arranged between edges of the plates (1 or 2) that are arranged one above the other and is preferably formed in a strip-like manner.
     
    3. Wall system according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the adhesives or binders are configured as adhesive compounds or binding compounds.
     
    4. Wall system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the adhesive or binder has a means for rapid fixing.
     
    5. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the adhesive or binder has means for permanent fastening.
     
    6. Wall system according to Claim 1, characterized in that the cross section of the spacer bodies (3 and 4) is configured in a rectangular manner.
     
    7. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the plates (1 and 2) or the spacer bodies (3 and 4) have grooves (5) or protrusions in the region of their contact faces.
     
    8. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the plates (1 and 2) have clearances (6) corresponding to the width of the contact faces between the plates and spacer bodies, said clearances preferably being configured in the form of a trough.
     
    9. Wall system according to Claim 8, characterized in that the clearances (6) are configured in a manner corresponding to the cross-sectional form of the spacer bodies (3 and 4) and form rectangular or oval portions as seen in cross section.
     
    10. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the plates (1 and 2) have at least one trough (8) and at least one elevation (9) which are arranged in a manner spaced apart from the edge of the trough.
     
    11. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that at least one seal is provided, and is arranged between edges of the plates (1 or 2) that are arranged alongside one another and is preferably formed in a strip-like manner.
     
    12. Wall system according to one of Claims 1, 2 or 11, characterized in that at least one horizontally oriented seal and one vertically oriented seal are connected to form an L- (10), T-, or U-shaped seal or corresponding polygonal seals or annular seals.
     
    13. Wall system according to one of Claims 1, 2 or 11 and 12, characterized in that two seals are provided on both sides of the spacer bodies (3 or 4) in the region of the two plates (1 and 2).
     
    14. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that at least one seal (7) is configured in an annular or angular manner, rests on the edges of the plates (1 and 2) and engages around the spacer bodies (3 or 4) at their protrusions.
     
    15. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the spacer bodies (3 and 4) are made of concrete.
     
    16. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the plates (1 and 2) are made of one or more layers of concrete.
     
    17. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the visible faces of the plates (1 or 2) have differently coloured facing concrete layers or facing concrete layers provided with different surface layers or surface treatments.
     
    18. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the plates (1 and 2) are made of natural stone.
     
    19. Wall system according to one of the preceding claims, characterized in that the surfaces of the concrete plates (1 or 2) in the fresh or cured state or the surfaces of the natural-stone plates are treated with a finishing agent which contains, for example, acrylates, varnishes, or the like.
     
    20. Method for producing wall elements of a system according to one of the preceding claims, characterized in that a plate (1 or 2) is arranged on a substrate, in that adhesives or binders are applied to the plate (1 or 2) or to that face of the spacer bodies (3 and 4) that faces the plate (1 or 2), in that the spacer bodies (3 and 4) are joined to the plate (1 or 2) such that the spacer bodies (3 and 4) are arranged in a manner protruding over at least one edge of the plates (1 and 2), in that adhesive or binder is applied in a corresponding manner to that face of the spacer bodies (3 and 4) that faces away from the first plate (1) or to the inner side of the second plate (2) and in that the second plate (2) is attached.
     
    21. Method according to Claim 20, characterized in that the plates (1 and 2) and the spacer bodies (3 and 4) are produced in a device rotated through an angle of 90 degrees, i.e. aligned perpendicularly, to form wall elements.
     
    22. Method according to either of Claims 20 and 21, characterized in that the spacer bodies (3 and 4) on the first plate (1) or the second plate (2) are/is pressed against the first plate (1) by their/its own weight or by means of pressing force until the adhesive effect of the adhesive or binder has been achieved.
     
    23. Method according to one of Claims 20 to 22, characterized in that a quick-curing adhesive or binder is applied between the spacer bodies (3 and 4) and the first plate (1) and/or the second plate (2) preferably at a plurality of points and in that furthermore slow-curing adhesive, mortar or foam is applied between the spacer bodies and plates.
     
    24. Method according to one of Claims 20 to 23, characterized in that the spacer bodies (3 and 4), the first plate (1) and the second plate (2) are held in form on one another by means of fast-setting adhesive or binder or a holding means, and in that adhesive, mortar or foam is applied in the grooves or clearances or next to the protrusions or at the transition regions between the plates and spacer bodies.
     


    Revendications

    1. Système de mur comprenant des éléments de mur de différentes tailles et formats, sur lesquels le ou les éléments de mur disposés par-dessus peuvent être posés, les éléments de mur présentant deux corps d'espacement (3 et 4) prévus à distance l'un de l'autre, pour chaque élément de mur, et deux plaques (1 et 2), les corps d'espacement (3 et 4) et les plaques (1 et 2) étant connectés les uns aux autres par le biais de moyens adhésifs ou liants,
    caractérisé en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont réalisés sous forme parallélépipédique et en forme de plaque et sont orientés perpendiculairement au système de mur,
    en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont disposés de manière à faire saillie au-delà d'au moins un bord des plaques (1 et 2) de telle sorte que lors de l'assemblage d'éléments de mur correspondants, on obtient un espacement des plaques (1 ou 2) l'une par rapport à l'autre, et
    en ce qu'au moins une garniture d'étanchéité est prévue, laquelle est disposée entre des bords superposés des plaques (1 ou 2) et est réalisée de préférence en forme de ruban.
     
    2. Système de mur comprenant des éléments de mur de différentes tailles et formats, sur lesquels le ou les éléments de mur disposés par-dessus peuvent être posés, les éléments de mur présentant deux corps d'espacement (3 et 4) prévus à distance l'un de l'autre, pour chaque élément de mur, et deux plaques (1 et 2), les corps d'espacement (3 et 4) et les plaques (1 et 2) étant connectés les uns aux autres par le biais de moyens adhésifs ou liants,
    caractérisé en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont réalisés sous forme de plaque de section transversale ovale, et sont orientés perpendiculairement au système de mur,
    en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont disposés de manière à faire saillie au-delà d'au moins un bord des plaques (1 et 2) de telle sorte que lors de l'assemblage d'éléments de mur correspondants, on obtient un espacement des plaques (1 ou 2) l'une par rapport à l'autre, et
    en ce qu'au moins une garniture d'étanchéité est prévue, laquelle est disposée entre des bords superposés des plaques (1 ou 2) et est réalisée de préférence en forme de ruban.
     
    3. Système de mur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que les moyens adhésifs ou liants sont configurés sous forme de compositions adhésives ou liantes.
     
    4. Système de mur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
    caractérisé en ce que le moyen adhésif ou liant présente un moyen pour une fixation rapide.
     
    5. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que le moyen adhésif on liant présente un moyen pour une fixation durable.
     
    6. Système de mur selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que la section transversale des corps d'espacement (3 et 4) est réalisée sous forme rectangulaire.
     
    7. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) ou les corps d'espacement (3 et 4) présentent, dans la région de leurs faces de contact, des rainures (5) ou des saillies.
     
    8. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) présentent des évidements (6) correspondant à la largeur des faces de contact entre les plaques et les corps d'espacement, lesquels sont de préférence réalisés en forme de creux.
     
    9. Système de mur selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que les évidements (6) sont réalisés de manière correspondant à la forme en section transversale des corps d'espacement (3 et 4), et forment, vu en section transversale, des portions rectangulaires ou ovales.
     
    10. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) présentent au moins un creux (8) et au moins un rehaussement (9) qui sont disposés à distance du bord du creux.
     
    11. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'au moins une garniture d'étanchéité est prévue, laquelle est disposée entre des bords adjacents des plaques (1 ou 2) et est réalisée de préférence en forme de ruban.
     
    12. Système de mur selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 11,
    caractérisé en ce qu'au moins une garniture d'étanchéité orientée horizontalement et une garniture d'étanchéité orientée verticalement sont connectées à une garniture d'étanchéité en forme de L (10), de T ou de U, ou à des garnitures d'étanchéité correspondantes de formes multiples, ou à des garnitures d'étanchéité de forme annulaire.
     
    13. Système de mur selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 11 et 12,
    caractérisé en ce que deux garnitures d'étanchéité sont prévues des deux côtés des corps d'espacement (3 ou 4) dans la région des deux plaques (1 et 2).
     
    14. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'au moins une garniture d'étanchéité (7) est réalisée sous forme annulaire ou polygonale, repose sur les bords des plaques (1 et 2) et vient en prise autour des corps d'espacement (3 ou 4) au niveau de leurs saillies.
     
    15. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont fabriqués en béton.
     
    16. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) sont fabriquées en béton à une ou plusieurs couches.
     
    17. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 ou 2) présentent, sur les faces visibles, des couches de béton de parement de couleurs différentes ou pourvues de couches de surfaces différentes ou de traitements de surfaces différents.
     
    18. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) sont fabriquées en pierre naturelle.
     
    19. Système de mur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que les surfaces des plaques (1 ou 2) fabriquées en béton sont traitées à l'état frais ou durci, ou les surfaces des plaques fabriquées en pierre naturelle sont traitées avec un agent améliorant, qui contient par exemple des acrylates, des vernis ou similaires.
     
    20. Procédé de fabrication d'éléments de mur d'un système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'une plaque (1 ou 2) est disposée sur un subjectile,
    en ce que sur la plaque (1 ou 2) ou la face des corps d'espacement (3 et 4) tournée vers la plaque (1 ou 2) est appliqué un moyen adhésif ou liant,
    en ce que les corps d'espacement (3 et 4) sont assemblés sur la plaque (1 ou 2) de telle sorte que les corps d'espacement (3 et 4) soient disposés de manière à faire saillie au-delà d'au moins un bord des plaques (1 et 2),
    en ce qu'un moyen adhésif ou liant est appliqué de manière correspondante sur la face des corps d'espacement (3 et 4) opposée à la première plaque (1) ou sur le côté intérieur de la deuxième plaque (2), et en ce que la deuxième plaque (2) est rattachée.
     
    21. Procédé selon la revendication 20,
    caractérisé en ce que les plaques (1 et 2) et les corps d'espacement (3 et 4) sont fabriqués dans un système tourné suivant un angle de 90 degrés, c'est-à-dire orienté perpendiculairement par rapport aux éléments de mur.
     
    22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 20 ou 21,
    caractérisé en ce que les corps d'espacement (3 et 4) contre la première plaque (1), ou la deuxième plaque (2), sont pressés contre la première plaque (1) sous l'effet de leur propre poids ou au moyen d'une force de pression jusqu'à ce que l'effet d'adhésion du moyen adhésif ou liant soit atteint.
     
    23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 20 à 22,
    caractérisé en ce qu'un agent adhésif ou liant à durcissement rapide est appliqué entre les corps d'espacement (3 et 4) et la première plaque (1) et/ou la deuxième plaque (2), de préférence en plusieurs endroits, et en ce qu'en outre, entre les corps d'espacement et les plaques, est appliqué un adhésif, un mortier, ou une mousse à durcissement lent.
     
    24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 20 à 23,
    caractérisé en ce que les corps d'espacement (3 et 4), la première plaque (1) et la deuxième plaque (2) sont maintenus en forme les uns contre les autres au moyen d'adhésif rapide ou de liant rapide ou d'un dispositif de maintien, et
    en ce que de l'adhésif, du mortier ou de la mousse est appliqué(e) dans les rainures ou les évidements ou à côté des saillies ou au niveau des régions de transition entre les plaques et les corps d'espacement.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente