[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich gemischten Medien in Behältnisse und insbesondere
von Getränken in Behältnisse.
[0002] Vorrichtungen zum Abfüllen von Flüssigkeiten und insbesondere von Getränken sind
aus dem Stand der Technik seit langem bekannt. Die Erfindung wird insbesondere auf
eine Vorrichtung zum Abfüllen von mehrkomponentigen Getränken, also beispielsweise
Getränken, die sich aus einem Sirup und einem wässrigen Medium zusammensetzen, beschrieben.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung auch auf andere
Vorrichtungen zum Abfüllen von Getränken und auch anderen Flüssigkeiten, wie Milch,
Säften, Erfrischungsgetränken oder Ölen aber auch zähflüssigeren Medien, Anwendung
finden kann.
[0003] Bei derartigen Vorrichtungen zum Abfüllen von Getränken gemäß einem firmeninternen
Stand der Technik der Anmelderin ist die Inline-Dosierung von verschiedenen Medien
und dessen Abfüllung räumlich getrennt, wodurch eine Verbindungsleitung zwischen der
Inline-Dosierung und der Abfüllung entsteht, die nicht verlustfrei abgefüllt werden
kann.
[0004] Fig. 6 zeigt eine solche Vorrichtung 100 mit einem Produktvorlaufbehälter 105, in
welchen Abfüllprodukt über eine Zufuhrleitung 110 und gegebenenfalls über einen Mediendrehverteiler
eingefüllt wird, um über mehrere in regelmäßigem Abstand zueinander am Umfang der
Vorrichtung angeordnete Füllventile 155 in Behälter 200 abgefüllt zu werden. Das Abfüllprodukt
kann dabei aus ein oder mehreren Komponenten zusammengesetzt sein. Üblicherweise werden
die in den Produktvorlaufbehälter 105 eingefüllten Produkte bereits in der Zufuhrleitung
oder in einem nicht dargestellten Mixer gemischt (Inline-Mischung) und gegebenenfalls
mittels einem Wärmetauscher pasteurisiert oder sterilisiert und dann über nur eine
Zufuhrleitung in den Produktvorlaufbehälter 105 gefüllt. In dem Produktvorlaufbehälter
105 ist als Beispiel für ein Mischungsverhältnis der zwei verschiedenen Komponenten
ein Mischungsverhältnis von 1+1 angegeben.
[0005] Der Produktvorlaufbehälter 105 ist über Verbindungsleitungen 130 mit den Fülleinrichtungen
150 verbunden. In den Verbindungsleitungen 130 können (nicht gezeigte) Mittel zum
Messen der abgefüllten Produktmenge, z.B. induktive Durchflussmesser, angeordnet sein.
Die Abfülleinrichtung 150 hat ein Füllventil 155. Das Füllventil 155 wird durch die
Verbindungsleitung 130 mit Flüssigkeit aus dem Mischbehälter 105 befüllt. Die in Füllventil
155 vorhandene Flüssigkeit kann durch Öffnen und Verschließen des Ventilkegels des
Füllventils 155 in geeignete Behältnisse 200 abgefüllt werden.
[0006] Bei einer solchen in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung 100 besteht aber das Problem, dass
Reste, die im Produktvorlaufbehälter 105 sowie in der Verbindungsleitung 130 zwischen
Produktvorlaufbehälter 105 und Abfülleinrichtung 150 vorhanden sind, nicht verlustfrei
in Behältnisse 200 abgefüllt werden können. Das heißt, wenn in den Produktvorlaufbehälter
105 ein neues Abfüllprodukt, z.B. mit einem vom ersten Produkt verschiedenen Mischungsverhältnis,
zugeführt werden soll, ist in der Verbindungsleitung 130 zwischen Produktvorlaufbehälter
105 und Abfülleinrichtung 150 noch eine Restflüssigkeit mit dem alten Mischungsverhältnis
vorhanden, wie beispielsweise 1 +1, das in Fig. 6 genannt ist.
[0007] Die im Produktvorlaufbehälter 105 sowie in der Verbindungsleitung 130 zwischen Produktvorlaufbehälter
105 und Abfülleinrichtung 150 vorhandene Restflüssigkeit mit dem alten Mischungsverhältnis,
hier 1 +1, ist aus der Verbindungsleitung 130 abzulassen, bevor die Flüssigkeit mit
dem neuen Mischungsverhältnis, beispielsweise 2+1, von der Abfülleinrichtung 150 abgefüllt
werden kann. Aus diesem Grund kommt es zum Einen immer zu einem gewissen Verlust von
gemischter Flüssigkeit, welcher zu vermeiden ist. Zum Anderen kommt es in jedem Fall
zu einer gewissen Unterbrechung des Abfüllvorgangs zwischen Flüssigkeiten mit verschiedenen
Mischungsverhältnissen, und damit zu einem unerwünschten Zeitverlust beim Abfüllvorgang.
[0008] Die
WO 94/06303 zeigt ein Verfahren einer Erzeugung von Konsumentenmilch mit einem definierten Fettgehalt
in Packungen. Hierbei werden zwei Teile vermischt, die Milchprodukte aufweisen, jedoch
verschiedene Fettgehalte haben. Gemäß einer Ausführungsform werden die zwei Teile
direkt in der Packung vermischt. Gemäß einer anderen Ausführungsform werden die zwei
Teile bei einem separaten Mischschritt unmittelbar vor dem Füllen in die Packung vermischt,
indem vorbestimmte Mengen der zwei Teile vermischt werden, die der Größe einer Packung
oder einigen Vielfachen der Packung entsprechen.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Verfügung zu stellen, welche ein aus mindestens zwei verschiedenen Medien kontinuierlich
gemischtes Produkt verlustfrei in Behältnisse abfüllen können.
[0010] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich
gemischten Medien nach Patentanspruch 1 gelöst.
[0011] Die Vorrichtung umfasst einen Mischbehälter zur Aufnahme und zum Mischen von mindestens
zwei verschiedenen Medien, wovon mindestens ein Medium eine Flüssigkeit ist, und der
eine Verschlusseinrichtung zum Verschluss eines Abflusses aus dem Mischbehälter hat,
ein Füllventil zum Füllen der gemischten Medien aus dem Mischbehälter in die Behältnisse,
eine Verbindungsleitung zwischen dem Abfluss aus dem Mischbehälter und dem Füllventil,
und eine Belüftungseinrichtung zur Belüftung der Verbindungsleitung zum Füllventil.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0013] Vorzugsweise ist die Belüftungseinrichtung eine mit der Verbindungsleitung verbindbare
Belüftungsleitung der Verschlusseinrichtung zur Belüftung der Verbindungsleitung zum
Füllventil.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn der Abfluss trichterförmig ausgestaltet ist und die Verschlusseinrichtung
einen Verschlusskörper mit einem zumindest abschnittweise kegelförmigen Teil aufweist,
welches mit dem trichterförmigen Abfluss in einer Wand des Mischbehälters zum Verschluss
des Mischbehälters zusammenwirkt.
[0015] Es ist auch möglich, dass das zumindest abschnittweise kegelförmige Teil des Verschlusskörpers
eine das zumindest abschnittweise kegelförmige Teil umlaufende Aussparung aufweist,
die vertikal zu der Kegelachse des zumindest abschnittweise kegelförmige Teils angeordnet
ist.
[0016] Die Verschlusseinrichtung ist vorzugsweise zumindest teilweise ein Hohlkörper, der
entlang der Achse des kegelförmigen Teils hohl ist und für die Belüftungsleitung verwendbar
ist.
[0017] Darüber hinaus kann der Hohlkörper mit zwei Belüftungsöffnungen zum Belüften des
Hohlraums im Hohlkörper versehen sein.
[0018] Es ist von Vorteil, wenn eine der zwei Belüftungsöffnungen außerhalb des Mischbehälters
an der Verschlusseinrichtung angeordnet ist.
[0019] Ferner besteht die Möglichkeit, dass die Vorrichtung zudem eine Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
zur Erfassung eines Füllstands des Mischbehälters, eine Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
zur Erfassung eines Füllstands eines von dem Füllventil befüllten Behältnisses, und
eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Verschlusseinrichtung des Mischbehälters
auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
und/oder eines Erfassungsergebnisses der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
umfasst. Eine Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung ist dem Fachmann hinreichend
bekannt und kann z.B. als elektrische Sonde am Füllventil oder auch als induktiver
Durchflussmesser in der Verbindungsleitung ausgebildet sein.
[0020] Hierbei kann die Steuereinrichtung derart ausgestaltet sein, dass sie den Abfluss
aus dem Mischbehälter mittels der Verschlusseinrichtung verschließt, wenn die Steuereinrichtung
auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
bestimmt, dass in dem Behältnis eine vorbestimmte Füllmenge vorhanden ist, die gleich
dem Sollfüllstand des Behältnisses abzüglich der in der Verbindungsleitung und dem
Füllventil vorhandenen Füllmenge ist.
[0021] Zudem kann die Steuereinrichtung derart ausgestaltet sein, dass sie das Füllventil
öffnet und die Verbindungsleitung und das Füllventil mittels der Belüftungsleitung
der Verschlusseinrichtung belüftet, wenn der Abfluss aus dem Mischbehälter mittels
der Verschlusseinrichtung geschlossen ist.
[0022] Es ist denkbar, dass die zuvor beschriebene Vorrichtung Teil einer Anlage ist, die
eine Transporteinrichtung zum Transport der Behältnisse zu dem Füllventil hat, wobei
vor- oder nachgelagert dem Fachmann bekannte weitere Behälterherstellungs- und -behandlungsmaschinen
angeordnet sein können.
[0023] Die Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zum verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich
gemischten Medien in Behältnisse nach Patentanspruch 12 gelöst.
[0024] Das Verfahren kann mittels einer Vorrichtung, die einen Mischbehälter zur Aufnahme
und zum Mischen von mindestens zwei verschiedenen Medien, wovon mindestens ein Medium
eine Flüssigkeit ist, ein Füllventil zum Füllen der gemischten Medien aus dem Mischbehälter
in die Behältnisse, und eine Verbindungsleitung zwischen dem Abfluss aus dem Mischbehälter
und dem Füllventil aufweist, ausgeführt werden und die Schritte umfassen: Kontinuierliches
Zuführen von mindestens zwei verschiedenen Medien, wovon mindestens ein Medium eine
Flüssigkeit ist, zu dem Mischbehälter, Schließen eines Abflusses aus dem Mischbehälter
mit einer Verschlusseinrichtung, Belüften der Verbindungsleitung und des Füllventils
mittels einer Belüftungseinrichtung zur Belüftung der Verbindungsleitung zum Füllventil,
Öffnen und Schließen des Füllventils zum Füllen von Behältnissen.
[0025] Vorzugsweise umfasst das Verfahren auch die Schritte: Erfassen des Füllstands eines
zu füllenden Behältnisses und Schließen des Abflusses aus dem Mischbehälter mit der
Verschlusseinrichtung, wenn auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses des Füllstanderfassungsschritts
bestimmt wird, dass in dem Behältnis eine vorbestimmte Füllmenge vorhanden ist, die
gleich dem Sollfüllstand des Behältnisses abzüglich der in der Verbindungsleitung
und dem Füllventil vorhandenen Füllmenge ist.
[0026] Es ist auch vorteilhaft, wenn das Verfahren den Schritt Herstellen eines neuen Mischungsverhältnisses
der Medien in dem Mischbehälter durch Zuführung von nur einem der mindestens zwei
verschiedenen Medien zu dem Mischbehälter, wenn der Abfluss aus dem Mischbehälter
mit der Verschlusseinrichtung verschlossen ist, umfasst.
[0027] Außerdem kann das die Schritte umfassen: Öffnen des Abflusses aus dem Mischbehälter
mit der Verschlusseinrichtung, und Öffnen und Schließen des Füllventils in einem Takt,
mit welchem Behältnisse zu dem Füllventil transportiert werden.
[0028] Gemäß der zuvor beschriebenen Bauweise der Vorrichtungen ergibt sich eine Abhängigkeit
der verschiedenen Teile der Vorrichtung zur verlustfreien Verarbeitung der zusammengeführte
Medien.
[0029] Der Mischbehälter ist so gestaltet und angeordnet, dass er mit einem Restvolumen
an Abfüllprodukt abgesperrt werden kann und dessen Abführleitung, welche die zuvor
genannte Verbindungsleitung ist, zur Abfülleinrichtung komplett entleert werden kann.
Die Abfüllvorrichtung ist für sich so gestaltet, dass ein Restvolumen in dessen Vorratskessel
abgesperrt werden kann und die Leitung zu den Füllventilen und die Füllventile in
die Behältnisse restlos entleert werden können.
[0030] Durch die Absperrmöglichkeiten und das gezielte Zu- bzw. Abführen des aus mindestens
zwei verschiedenen Medien in dem Mischbehälter gemischten Produkts lassen sich neue
Mischungsverhältnisse zur verlustfreien Umstellung zwischen Produkten unterschiedlicher
Mischungsverhältnisse in den nachgelagerten Produktresten einstellen.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung und
anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Anlage zum Befüllen von Getränkebehältnissen;
Fig. 2 eine schematische Querschnittansicht einer Vorrichtung zum verlustfreien Abfüllen
von kontinuierlich gemischten Flüssigkeiten der Anlage von Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Querschnittansicht einer Verschlusseinrichtung eines Mischbehälters
der Vorrichtung, der in Fig. 2 gezeigt ist;
Fig. 4 eine weitere schematische Querschnittansicht der Vorrichtung zum verlustfreien
Abfüllen von kontinuierlich gemischten Flüssigkeiten; und
Fig. 5 eine weitere schematische Querschnittansicht der Vorrichtung zum verlustfreien
Abfüllen von kontinuierlich gemischten Flüssigkeiten. Und
Fig.6 eine Querschnittansicht einer Vorrichtung zum Abfüllen von kontinuierlich gemischten
Flüssigkeiten gemäß dem Stand der Technik.
[0032] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Anlage 60 zum Befüllen von Behältnissen.
Diese Anlage 60 weist dabei eine Behältniszufuhr 62 auf, welche entlang des Pfeils
P1 Behältnisse über einen Einlaufstern 64 einer Spüleinrichtung 66 bzw. einen Rinser
zuführt.
[0033] Das Bezugszeichen 68 bezieht sich auf einen Auslaufstern der Spüleinrichtung 66,
der die gespülten Behältnisse übernimmt und über einen Transferstern 70 und einen
Füllereinlaufstern 72 an eine Vorrichtung 1 zum Abfüllen der Getränke übergibt. Mit
dieser Vorrichtung 1 werden hier zweikomponentige Getränke abgefüllt. Die Bezugszeichen
A bis G bezeichnen dabei unterschiedliche Verfahrensschritte, die beim Abfüllen der
Getränke in Richtung des Pfeils P2 durchlaufen werden. So wird in einem Schritt A
das Behältnis an eine Einfülleinrichtung übergeben und aus dem Bereich der Übergabe
transportiert. In einem Schritt B wird das Behältnis an ein Füllventil angepresst.
In einem Schritt C findet eine Vorspannung statt bzw. das Behältnis wird mit einem
gasförmigen Medium, wie beispielsweise Kohlendioxid, beaufschlagt. In einem Schritt
D erfolgt ein Befüllen des Behältnisses mit einem Abfüllprodukt, wie beispielsweise
einem karbonisierten Getränk mit einer hohen Füllgeschwindigkeit. In einem Schritt
E erfolgt ein Befüllen des Behältnisses mit dem gleichen Abfüllprodukt, jedoch mit
einer niedrigen Füllgeschwindigkeit. Das Bezugszeichen T
E kennzeichnet das Ende der Befüllung des Behältnisses mit dem Getränk.
[0034] In einem Schritt F kann ein Beruhigen oder ein Entlasten des abgefüllten Getränkes
vorgenommen werden und in dem Schritt G ein Abziehen des Behältnisses von der Einfülleinrichtung.
[0035] Das Bezugszeichen 78 bezieht sich auf einen Auslaufstern der Vorrichtung 1 und das
Bezugszeichen 80 auf eine Verschließeinrichtung, um die Behältnisse mit Verschlüssen
zu verschließen, wobei sich das Bezugszeichen 82 auf eine Zufuhreinrichtung für die
Behältnisverschlüsse bezieht. Das Bezugszeichen 84 kennzeichnet einen Auslaufstern
des Verschließers und das Bezugszeichen 86 eine Abführeinrichtung zum Abtransportieren
der gefüllten Behältnisse.
[0036] Das Bezugszeichen 76 kennzeichnet einen Totwinkel, in dem keine Behältnisse befüllt
werden bzw. an entsprechenden Füllstationen keine Behältnisse angeordnet sind.
[0037] Fig. 2 zeigt eine schematische Querschnittansicht einer Vorrichtung 10 zum verlustfreien
Abfüllen von kontinuierlich gemischten Flüssigkeiten der Anlage 60 von Fig. 1. Die
Vorrichtung 10 hat einen Mischbehälter 20, in welchen mindestens zwei verschiedene
Medien, insbesondere zwei verschiedene Flüssigkeiten, über zwei getrennte Verteilerspuren
bzw. eine erste Zufuhrleitung 30 und eine zweite Zufuhrleitung 31 eingefüllt werden.
Die zwei verschiedenen Medien werden in dem Mischbehälter 20 entweder aktiv, das heißt
mit einem Mischwerkzeug, beispielsweise einem nicht dargestellten Rührwerk, oder passiv,
das heißt durch die Bewegung der Flüssigkeit selbst, miteinander vermischt. Das heißt,
die Mischung der zwei verschiedenen Medien erfolgt nicht mittels Inline-Mischung.
Die erste und zweite Zufuhrleitung 30, 31 können getrennt über nicht dargestellte
Absperrventile abgesperrt werden. In dem Mischbehälter 20 ist als Beispiel für ein
Mischungsverhältnis der zwei verschiedenen Medien ein Mischungsverhältnis von 1+1
angegeben.
[0038] Wie in Fig. 2 gezeigt, hat der Mischbehälter 20 an seinem Boden einen Abfluss 21,
der mittels einer Verschlusseinrichtung 40 verschlossen ist. Dadurch kann der Ablauf
von Flüssigkeit aus dem Mischbehälter 20 in eine Verbindungsleitung 50 zu einer Abfülleinrichtung
52 unterbunden werden. An dem Mischbehälter können bevorzugt mehrere in gleichem Abstand
zueinander, regelmäßig verteilte Abflüsse 21 angeordnet sein. Der Einfachheit halber
ist in den Figuren 2, 4 und 5 jeweils nur ein Abfluss 21 eingezeichnet.
[0039] Die Verschlusseinrichtung 40 hat einen Verschlusskörper 41 mit einem kegelförmigen
Teil 42. Das kegelförmige Teil 42 ist mit einem stabförmigen Teil 43 verbunden, das
entlang der Kegelachse K (vgl. Fig. 3) des kegelförmigen Teils 42 an dem kegelförmigen
Teil 42 angeordnet ist. Zudem hat die Verschlusseinrichtung einen Verstellmechanismus
44, der oberhalb des Mischbehälters 20 angeordnet ist und mittels welchem die Verschlusseinrichtung
40 vertikal, in Fig. 2, bewegt werden kann.
[0040] Die Abfülleinrichtung 52 hat ein Füllventil 53. Das Füllventil 53 wird durch die
Verbindungsleitung 50 mit Flüssigkeit aus dem Mischbehälter 20 befüllt, wenn die Verschlusseinrichtung
40 des Mischbehälters 20 zumindest etwas geöffnet ist. Die im Füllventil 53 vorhandene
Flüssigkeit kann durch Öffnen und Verschließen des Füllventils 53 in geeignete Behältnisse
54 abgefüllt werden. Vorzugsweise wird hierbei das Füllventil 53 in bzw. mit einem
Takt geöffnet und geschlossen, mit welchem die Behältnisse 54 von einer Transporteinrichtung,
die aus der Behältniszufuhr 62, dem Einlaufstern 64, dem Auslaufstern 68, dem Transferstern
70 und dem Füllereinlaufstern 72 besteht zu dem Füllventil 53 transportiert werden.
Vorzugsweise ist dies der gleiche Takt, mit welchem die Behältnisse 54 von einer Transporteinrichtung,
die aus dem Auslaufstern 78, und der Abführeinrichtung 86 gebildet ist, von dem Füllventil
53 weggeführt werden. Der Spüleinrichtung 66 und der Verschließeinrichtung 80 kommt
hierbei auch eine gewisse Transportfunktion zu, die hier aber im Zusammenhang mit
den genannten Transporteinrichtungen nicht separat erwähnt ist.
[0041] Zudem umfasst die Vorrichtung eine Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung 55,
mit welcher der Füllstand des Mischbehälters 20 erfasst werden kann, und eine Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
56 zur Erfassung eines Füllstands eines von dem Füllventil 53 befüllten Behältnisses
54. Die Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung 56 kann zum Einen in dem befüllten
oder zu befüllenden bzw. soeben befüllten Behältnis 54 angeordnet sein. Alternativ
kann die Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung 56 auch außerhalb des befüllten
oder zu befüllenden bzw. soeben befüllten Behältnis 54 angeordnet sein. Außerdem kann
eine Verbindungsleitung-Füllventil-Füllstanderfassungseinrichtung 56a vorhanden sein,
welche zum Erfassen des Füllstands in der Verbindungsleitung 50 und dem Füllventil
53 dient.
[0042] Zur automatischen Steuerung der Verschlusseinrichtung 40 ist eine Steuereinrichtung
57 vorhanden. Die Steuereinrichtung 57 kann Teil der Vorrichtung 10 sein oder Teil
der Anlage 60 oder auch einer der Anlage 60 übergeordneten Anlage sein. Die Steuereinrichtung
57 dient insbesondere zur Steuerung der Verschlusseinrichtung 40 des Mischbehälters
20 auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
55. Die Steuereinrichtung 57 kann jedoch auch die Verschlusseinrichtung 40 des Mischbehälters
20 auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
56 und/oder der Verbindungsleitung-Füllventil-Füllstanderfassungseinrichtung 56a steuern.
Die Steuereinrichtung 57 kann zudem das Füllventil 53 ansteuern und dabei beispielsweise
ebenfalls das Erfassungsergebnis der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
55 und/oder der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung 56 und/oder der Verbindungsleitung-Füllventil-Füllstanderfassungseinrichtung
56a zugrunde legen.
[0043] In Fig. 2 ist der Zustand dargestellt, in welchem der Mischbehälter 20 mittels der
Verschlusseinrichtung 40 verschlossen ist, und die Verbindungsleitung 50 und das Füllventil
53 entleert sind. Um diesen Zustand zu erreichen, ist die Verschlusseinrichtung 40
ausgestaltet, wie in Fig. 3 dargestellt.
[0044] Fig. 3 veranschaulicht den Verschlusskörper 41 der Verschlusseinrichtung 40 des Mischbehälters
20 im Querschnitt.
[0045] Der Verschlusskörper 41 hat einen spitz zulaufenden Abschnitt welcher Teil des kegelförmigen
Körpers 42 ist. Horizontal zu der Kegelachse des kegelförmigen Teils 42 hat das kegelförmige
Teil 42 eine umlaufende Aussparung 45. In die Aussparung 45 kann beispielsweise ein
nicht abgebildeter Dichtungsring eingefügt sein. Das kegelförmige Teil 42 ist mit
dem stabförmigen Teil 43 verbunden, das entlang der Kegelachse K des kegelförmigen
Teils 42 an dem kegelförmigen Teil 42 angeordnet ist. Das heißt, die Kegelachse K
des kegelförmigen Teils 42 und die Stabachse des stabförmigen Teil 43 gehen ineinander
über bzw. fallen zusammen. Das kegelförmige Teil 42 und das stabförmige Teil 43 haben
einen Hohlraum 46 entlang der Kegelachse K des kegelförmigen Teils 42 bzw. der Stabachse
des stabförmigen Teils 43. Aufgrund dessen ist das kegelförmige Teil 42 in Fig. 3
genauer gesagt ein kegelstumpfförmiges Teil 42, da die Spitze des Kegels des kegelförmigen
Teils 42 durch die Ausbildung des Hohlraums 46 entlang der Kegelachse K des kegelförmigen
Teils 42 nicht vorhanden ist. Die das kegelförmige Teil 42 umlaufende Aussparung 45
ist mit einem vorbestimmten Abstand von der Kegelstumpfspitze des kegelförmigen Teils
42 beabstandet.
[0046] Der Hohlraum 46 kann zur Aufnahme einer Belüftungsleitung 47 für die Belüftung der
Verbindungsleitung 50 und des Füllventils 53 dienen. Der Hohlraum 46 kann jedoch auch
selbst die Belüftungsleitung 47 für die Belüftung der Verbindungsleitung 50 und des
Füllventils 53 bilden.
[0047] Das kegelförmige Teil 42 der Verschlusseinrichtung 40, das zumindest abschnittsweise
kegelförmig ausgestaltet ist, wie zuvor beschrieben, ist in Fig. 3 in den Abfluss
21 aus dem Mischbehälter 20 eingesetzt. Hierzu ist der Abfluss 21 in Fig. 3 in dem
Boden 22 des Mischbehälters 20 trichterförmig ausgebildet. Vorzugsweise ist der Abfluss
21 an dem tiefsten Punkt des Mischbehälters 20 angeordnet. Der Abfluss 21 kann jedoch
auch in einer Seitenwand 23 des Mischbehälters 20 vorhanden sein, beispielsweise gerade
über dem Boden 22 des Mischbehälters 20.
[0048] Durch die beschriebene Ausgestaltung der Verschlusseinrichtung 40 und des Abflusses
21 kann der Druck der Flüssigkeit in dem Mischbehälter 20, der aufgrund der Gewichtskraft
der Flüssigkeit auf den Boden 22 des Mischbehälters 20 wirkt, das kegelförmige Teil
42 der Verschlusseinrichtung 40 mit in den trichterförmigen Abfluss 21 drücken. Hierzu
ist die Breite der Aussparung 45 an der Kegelfläche des kegelförmigen Teils 42 derart
ausgestaltet, dass das kegelförmige Teil 42 einen Austritt von Flüssigkeit aus dem
Mischbehälter 20 in die Verbindungsleitung 50 wirksam verhindern kann. Das heißt,
die Breite der Aussparung 45 an der Kegelfläche des kegelförmigen Teils 42 ist vorzugsweise
schmaler als die Länge der Trichterfläche des trichterförmigen Abflusses 21, die zwischen
der Innenseite des Bodens 22 des Mischbehälters 20 und der Verbindungsleitung 50 gebildet
ist. Auf diese Weise kann ein sicherer Verschluss des Abflusses 21 des Mischbehälters
20 gewährleistet werden.
[0049] Das kegelförmige Teil 42 und das stabförmige Teil 43 können aus einem Stück hergestellt
sein, wie in Fig. 3 gezeigt. Es ist jedoch auch möglich, das kegelförmige Teil 42
und das stabförmige Teil 43 aus mindestens zwei Stücken herzustellen, die derart miteinander
verbunden werden, dass der Hohlraum 46 im kegelförmigen Teil 42 und dem stabförmigen
Teil 43 miteinander verbunden ist und an der Verbindungsstelle luftdicht nach außen
abgeschlossen ist. Alternativ kann in dem Hohlraum 46 des kegelförmigen Teils 42 und
des stabförmigen Teils 43 auch eine Belüftungsleitung 47 geführt sein, so dass der
Hohlraum 46 des kegelförmigen Teils 42 und des stabförmigen Teils 44 nicht an Verbindungsstellen
zwischen kegelförmigem Teil 42 und stabförmigem Teil 43 luftdicht nach außen abgeschlossen
sein muss.
[0050] Es ist vorteilhaft, wenn die Belüftungsleitung 47 bis oberhalb des Mischbehälters
20 aus der Verschlusseinrichtung 40 herausgeführt ist bzw. oberhalb des Mischbehälters
20 offen ist. Hierbei kann die Belüftungsleitung 47 an ihrem der Kegelstumpfspitze
des kegelförmigen Teils 42 abgewandten Ende mit einem nicht abgebildeten Verschluss
kontrolliert geöffnet und geschlossen werden. Beim Öffnen des Verschlusses der Belüftungsleitung
47 an ihrem der Kegelstumpfspitze des kegelförmigen Teils 42 abgewandten Ende strömt
Umgebungsluft in die Belüftungsleitung 47, so dass die noch in der Verbindungsleitung
50 und dem Füllventil 53 vorhandene Flüssigkeit aufgrund ihrer Gewichtskraft bei geöffnetem
Füllventil 53 aus dem Füllventil 53 abläuft. In die Belüftungsleitung 47 kann jedoch
auch aktiv Luft eingeblasen werden, beispielsweise mittels eines nicht dargestellten
Druckgasanschlusses.
[0051] Aufgrund dieser Ausgestaltung der Verschlusseinrichtung 40 ist bei einer solchen
Vorrichtung 10 zusätzlich zum Füllventil 53 auch die Verschlusseinrichtung 40 im Mischbehälter
20 am Füllprozess der Behältnisse 54 beteiligt. Hierbei wird, wenn die Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
56 erfasst, dass das zu befüllende bzw. gerade befüllte Behältnis 54 mit einem Füllstand
gefüllt ist, der gleich dem maximalen Füllstand des Behältnisses 54 bzw. dem Sollfüllstand
des Behältnisses 54 abzüglich der in der Verbindungsleitung 50 und dem Füllventil
53 vorhandenen Füllmenge ist, wird die Verschlusseinrichtung 40 im Mischbehälter 20
geschlossen und die Verbindungsleitung 50 belüftet. Die Steuerung des Verschließens
der Verschlusseinrichtung 40 kann mittels der Steuereinrichtung 57 erfolgen, wie zuvor
erwähnt. Das von der Verbindungsleitung 50 vorhandene Flüssigkeitsvolumen bzw. Medienvolumen
kann im Voraus bestimmt werden und beispielsweise in einer für die Steuereinrichtung
57 zugänglichen Speichereinrichtung gespeichert sein.
[0052] Daher können Reste, die in der Verbindungsleitung 50 zwischen Mischbehälter 20 und
Füllventil 53 vorhanden sind, verlustfrei in Behältnisse 54 abgefüllt werden. Das
heißt, wenn in dem Mischbehälter 20 ein neues Mischungsverhältnis der in ihn eingefüllten
Medien hergestellt wird, kann aus der Verbindungsleitung 50 zwischen Mischbehälter
20 und Abfülleinrichtung 52 eine Restflüssigkeit mit dem alten Mischungsverhältnis
vollständig in das oder die letzte(n) Behältnis(se) 54 abgefüllt werden. Dadurch ist
bei Zufuhr von Flüssigkeit mit dem neuen Mischungsverhältnis zu dem Füllventil 53
keine Restflüssigkeit mit dem alten Mischungsverhältnis mehr in der Verbindungsleitung
50 zwischen Mischbehälter 20 und Füllventil 53 und in dem Füllventil 53 vorhanden.
Auf diese Weise kann eine Abfüllung der Flüssigkeit aus dem Mischbehälter 20 auch
bei Wechsel des Mischungsverhältnisses der mindestens zwei Medien, welche dem Mischbehälter
20 zugeführt werden, in dem Mischbehälter 20 verlustfrei durchgeführt werden.
[0053] Nachfolgend wird die Herstellung eines neuen Mischungsverhältnisses der Medien, die
dem Mischbehälter 20 über die erste und zweite Zufuhrleitung 30, 31 und gegebenenfalls
noch weitere Zufuhrleitungen, welche hier der Einfachheit halber nicht dargestellt
sind, zugeführt sind, unter Bezugnahme auf Fig. 2, Fig. 4 und Fig. 6 beschrieben.
Die Herstellung des neuen Mischungsverhältnisses der Medien kann manuell oder auch
mit Hilfe der Steuereinrichtung 57 erfolgen. Hierbei kann die Steuerung wieder auf
der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
55 erfolgen.
[0054] Zunächst wird von einer Situation ausgegangen, bei welcher der Abfluss 21 aus dem
Mischbehälter 20 nicht mittels der Verschlusseinrichtung 40 verschlossen ist, sondern
geöffnet und das Füllventil kann je nach Bedarf geöffnet und geschlossen werden um
nacheinander zugeführte Behältnisse 54 zu befüllen.
[0055] Als Nächstes ist der Abfluss 21 aus dem Mischbehälter 20 mittels der Verschlusseinrichtung
40 zu verschließen. Daraufhin kann die Verbindungsleitung 50 zwischen dem Mischbehälter
20 und dem Füllventil 53 mit Hilfe einer Luftzufuhr bzw. Belüftung durch Öffnen der
Belüftungsleitung 47 der Verschlusseinrichtung 40 in mindestens ein unter dem Füllventil
53 angeordnetes Behältnis 54 entleert werden. Der dadurch erreichte Zustand ist in
Fig. 2 gezeigt, wobei nun nur noch in dem Mischbehälter 20 das Produkt mit einem Mischungsverhältnis
der zwei verschiedenen Medien von 1+1 als Beispiel vorhanden ist.
[0056] Genauer gesagt, das während dem regulären Abfüllbetrieb in der Verbindungsleitung
50 und dem Füllventil 53 noch enthaltene Produkt ist in Fig. 2 demgegenüber vollständig
abgelassen bzw. bereits vollständig in Behältnisse 54 abgefüllt. Das heißt, im letzten
vom Füllventil 55 befüllten Behältnis befindet sich ein definiertes Volumen aus dem
Mischbehälter 20 sowie das vollständige Volumen aus Produktleitung 50 und Füllventil
53. Die Summe entspricht der vorgegebenen Füllmenge. Die vorgegebene Füllmenge ist
die Menge, mit welcher auch die anderen gleichen Behältnisse 54 befüllt wurden, die
unmittelbar vorher mit der Anlage 60 befüllt wurden.
[0057] Das im Mischbehälter 20 enthaltene Restvolumen wird über die Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
55 erfasst. Anschließend kann in dem Mischbehälter 20, dessen Abfluss 21 weiter mittels
der Verschlusseinrichtung 40 verschlossen ist, durch einseitige Produktzuführung ein
neues Mischungsverhältnis in dem Mischbehälter 20 eingestellt werden. Das heißt, wie
in Fig. 4 als Beispiel gezeigt, wird über die erste Zufuhrleitung 30 die Hälfte der
Menge des definierten Restvolumens, das bei dem in Fig. 2 gezeigten Zustand noch in
dem Mischbehälter 20 vorhanden ist, in den Mischbehälter 20 zugeführt. Auf diese Weise
entsteht in dem Mischbehälter 20 ein Mischungsverhältnis von 2+1 der von der ersten
und zweiten Zufuhrleitung 30, 31 in den Mischbehälter 20 zugeführten Medien.
[0058] Sobald das neue Mischungsverhältnis von beispielsweise 2+1, wie in Fig. 4 angegeben,
für das Produkt in dem Mischbehälter 20 erreicht ist, kann das nächste Behältnis 54,
welches dem letzten Behältnis 54 mit der letzten Füllung mit dem Produkt mit dem Mischungsverhältnis
1+1 unmittelbar folgt, mit dem Produkt mit dem neuen Mischungsverhältnis von 2+1 befüllt
werden, welches nun in dem Mischbehälter 20 vorhanden ist. Hierzu wird, wie in Fig.
5 gezeigt, die Verschlusseinrichtung 40 wieder geöffnet, so dass das Produkt mit dem
neuen Mischungsverhältnis von 2+1 von dem Mischbehälter 20 in die Verbindungsleitung
50 und in das Füllventil 53 strömen kann. Wenn das Füllventil 53 geöffnet ist, kann
das Produkt mit dem neuen Mischungsverhältnis von 2+1 auch in die Behältnisse 54 gefüllt
werden.
[0059] Dass das neue Mischungsverhältnis von beispielsweise 2+1, wie in Fig. 4 angegeben,
für das Produkt in dem Mischbehälter 20 erreicht ist, kann beispielsweise mit der
Steuereinrichtung 57 bestimmt werden. Die Steuereinrichtung 57 kann nämlich das definierte
Restvolumen in dem Mischbehälter 20, das nach dem Verschließen des Abflusses 21 mittels
der Verschlusseinrichtung 40 und vor der einseitigen Produktzuführung in dem Mischbehälter
20 vorhanden ist, mit einem Erfassungsergebnis der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
55 bei der einseitigen Produktzuführung in den Mischbehälter 20 in Bezug setzen. Hieraus
kann einfach bestimmt werden, wann das neue Mischungsverhältnis von beispielsweise
2+1 erreicht ist, wie in Fig. 4 angegeben.
[0060] Nach Erreichen des neuen Mischungsverhältnisses werden dem Mischbehälter 20, damit
die Vorrichtung 10 und damit auch die Anlage 60 kontinuierlich weiterarbeiten kann,
kontinuierlich die zwei verschiedenen Medien mit einem Mengenverhältnis von 2/3 zu
1/3 über die erste und zweite Zufuhrleitung 30, 31 in den Mischbehälter 20 zugeführt,
wie in Fig. 5 angegeben. Auf diese Weise kann in dem Mischbehälter 20 das neue Mischungsverhältnis
von 2+1 solange wie erforderlich erhalten werden.
[0061] Falls die Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung 55 erfasst, dass ein Füllstand
des Mischbehälters 20 erreicht ist, bei welchem der Mischbehälter 20 überzulaufen
droht, schaltet die Steuereinrichtung 57 die Zufuhr von Medien über die erste und
zweite Zufuhrleitung 30, 31 in den Mischbehälter 20 ab bzw. sperrt diese Zufuhr. Sobald
die Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung 55 wieder einen diesbezüglich unkritischeren
Zustand erfasst, lässt sie die Zufuhr von Medien über die erste und zweite Zufuhrleitung
30, 31 in den Mischbehälter 20 wieder zu. Diese Funktionen gelten für alle Zeiten
während eines Betriebs der Vorrichtung 10.
[0062] Sobald die Vorrichtung 10 bzw. die Anlage 60 alle Behältnisse 54 befüllt hat, die
mit dem Mischungsverhältnis von 2+1 der beiden über die erste und zweite Zufuhrleitung
30, 31 in den Mischbehälter 20 zugeführten Medien zu befüllen sind, kann bei Bedarf
wieder ein anderes Mischungsverhältnis in dem Mischbehälter 20 analog zu der vorangehenden
Beschreibung hergestellt werden.
[0063] Alle zuvor beschriebenen Ausgestaltungen der Vorrichtung 10 und des Verfahrens und
der Anlage 60 können einzeln oder in allen möglichen Kombinationen Verwendung finden.
Hierbei sind insbesondere folgende Modifikationen denkbar.
[0064] Die in Fig. 1 bis Fig. 5 dargestellte Vorrichtung 10 dient zum Mischen von Getränken
aus mindestens zwei oder mehreren unterschiedlichen Flüssigkeiten. Bei diesen Flüssigkeiten
kann es sich beispielsweise um Wasser, Sirup und/oder Geschmacksstoffe in vorbestimmtem
Mischungsverhältnis pro abzufüllendes Behältervolumen handeln.
[0065] Auch wenn zuvor im Zusammenhang mit Fig. 1 eine Anlage 60 zum Befüllen von Behältnissen
beschrieben ist, bei der nacheinander die zuvor beschriebenen Verfahrensschritte A
bis G ausgeführt werden, wobei das karbonisierte Abfüllprodukt aus mindestens zwei
verschiedenen Medien besteht, die in dem zuvor erwähnten Mischbehälter 20 vermischt
werden, kann die Anlage 60 auch ein aus mindestens zwei verschiedenen Medien bestehendes
Produkt ohne Karbonisierung in die Behältnisse 54 einfüllen. In diesem Fall können
die zuvor beschriebenen Verfahrensschritte B, C und F entfallen. Zudem können auch
die Verfahrensschritte D und E in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden oder
sie können mehrmals nacheinander durchgeführt werden.
[0066] Auch wenn zuvor nur die Belüftungsleitung 47 als Belüftungseinrichtung für die Belüftung
der Verbindungsleitung 50 und des Füllventils 53 beschrieben ist, kann die Belüftung
der Verbindungsleitung 50 und des Füllventils 53 zum Ablassen des Produkts, das in
der Verbindungsleitung 50 und dem Füllventil 53 noch vorhanden ist, wenn die Verschlusseinrichtung
40 den Abfluss 21 des Mischbehälters 20 schließt, auch durch eine nicht dargestellte
Belüftungsöffnung in der Verbindungsleitung 50 selbst realisiert werden. An diese
Belüftungsöffnung kann wiederum eine Belüftungsleitung angeschlossen sein. Vorzugsweise
ist die Belüftungsöffnung in der Verbindungsleitung 50 nahe an dem Abfluss 21 des
Mischbehälters 20 angeordnet und verfügt über eine Verschlusseinrichtung, mittels
welcher die Belüftungsöffnung in der Verbindungsleitung 50 kontrolliert geöffnet und
verschlossen werden kann. Das Öffnen und Schließen der Belüftungsöffnung in der Verbindungsleitung
50 kann wieder entweder manuell oder mittels der Steuereinrichtung 57 erfolgen.
[0067] Die Verschlusseinrichtung 40 kann auch als Membranventil unterhalb des Mischbehälters
20 ausgeführt sein, wobei eine absperrbare Entlüftungsöffnung unterhalb des Membranventils
angeordnet ist.
[0068] Es ist möglich, dass die Restmenge in der Verbindungsleitung 50 und dem Füllventil
53 nach Verschluss des Mischbehälters 20 mit der Verschlusseinrichtung 40 noch eine
Flüssigkeitsmenge enthält, die einem ganzzahligen Vielfachen einer Menge entspricht,
die in ein Behältnis 54 abzufüllen ist. In einem solchen Fall, z.B. bei sehr geringvolumigen
Flaschen, können mit der Restmenge in der Verbindungsleitung 50 und dem Füllventil
53 nach Verschluss des Mischbehälters 20 mit der Verschlusseinrichtung 40 noch so
viele Behältnisse 54 gefüllt bzw. befüllt werden, die der ganzen Zahl des ganzzahligen
Vielfachen der Menge entspricht, die in ein Behältnis 54 abzufüllen ist.
[0069] Auch wenn zuvor eine Steuereinrichtung 57 zur automatischen Steuerung der Verschlusseinrichtung
40 beschrieben ist, kann die Steuerung der Verschlusseinrichtung 40 jedoch auch manuell,
beispielsweise durch eine Bedienperson, vorgenommen werden. Hierbei kann die Steuerung
der Verschlusseinrichtung des Mischbehälters 20 ebenfalls auf der Grundlage eines
Erfassungsergebnisses der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung 55 und/oder
der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung 56 und/oder der Verbindungsleitung-Füllventil-Füllstanderfassungseinrichtung
56a erfolgen.
[0070] Die Abfülleinrichtung 52 kann auch mehrere Füllventile aufweisen, die das im Mischbehälter
gemischte Produkt aus einem nicht abgebildeten Vorratskessel der Abfülleinrichtung
52 in Behältnisse 54 abfüllen.
[0071] Das Füllventil 53 kann ebenso wie die Verschlusseinrichtung 40 des Mischbehälters
20 einen Verschlusskörper 41 mit einem wenigstens abschnittsweise kegelförmigen Teil
42 und einem stabförmigen Teil aufweisen, das mit einer trichterförmigen Öffnung im
Ventilboden zum Verschluss des Füllventils 53 zusammenwirkt.
[0072] Die Anlage 60 hat aus Sicherheitsgründen einen Maschinenschutz 90, der in Fig. 1
als gestrichelte Linie angedeutet ist. Dieser Maschinenschutz kann durch, dem Fachmann
aus dem Stand der Technik bekannte Mittel auch als Reinraum ausgeführt werden. Somit
sowie durch weitere, ebenso bekannte Mittel kann die Vorrichtung 10 bzw. die Anlage
60 auch in einer hygienischen, bis hin zu einer aseptischen Arbeitsweise betrieben
werden.
[0073] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Abfülleinrichtungen auch
direkt an den Mischbehälter angebaut bzw. angeflanscht sein. Dadurch ist die Verbindungsleitung
extrem verkürzt ausgebildet. Eine Bauart mit seitlich am Mischbehälter angeflanschter
Abfülleinrichtung ist z.B. aus der
EP0615947B1, dort Figur 2 zu sehen. In der
EP0615947B1 ist ein Ringkessel 2 zu sehen, der als Mischbehälter für die vorliegende Erfindung
dienen kann. Die Verbindungsleitung zwischen Mischbehälter und Abfülleinrichtung bzw.
Füllventil könnte durch einen Abfluss im Ringkesselboden direkt seitlich in die Abfülleinrichtung
(in der
EP0615947B1 Füllorgan 3) geführt werden. Dabei könnte der Abfluss auch am unteren Rand in der
Seitenwand des Ringkessels liegen. Wichtig ist, dass eine vollständige Entleerung
des Ringkessels erfolgen kann. Die Ausführungen eines auf dem Karussell einer Füllmaschine
aufgebauten Mischbehälters als Ringkessel oder als Zentralkessel sind dem Fachmann
aus dem Stand der Technik bekannt, so dass er für den jeweiligen Anwendungsfall die
richtige Ausführung wählen wird.
[0074] Aus der
DE29917605U1, dort Figur 1 ist eine weitere Einbaumöglichkeit für eine erfindungsgemäße Abfülleinrichtung
ersichtlich. Dabei ist eine Abfülleinrichtung direkt in den Boden eines Behälters
- erfindungsgemäß eines Mischbehälters - eingebaut. Bei einer solchen Ausführungsform
werden die Komponenten der Verschlusseinrichtung am Boden des Mischbehälters sowie
die Betätigungseinrichtungen für das Füllventil bevorzugt konzentrisch ineinander
gebaut, so dass die erfindungsgemäße Funktionalität erreicht werden kann. Der Fachmann
wird auf einfache Weise erkennen, wie die in der
EP0615947B1 und
DE29917605U1 gezeigten Abfülleinrichtungen bzw. Füllventile angepasst werden müssen um erfindungsgemäß
eingesetzt werden zu können.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 10
- Vorrichtung zum verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich gemischten Flüssigkei- ten
- 20
- Mischbehälter
- 21
- Abfluss
- 22
- Boden des Mischbehälters
- 23
- Seitenwand des Mischbehälters
- 30
- Erste Zufuhrleitung
- 31
- Zweite Zufuhrleitung
- 40
- Verschlusseinrichtung
- 41
- Verschlusskörper
- 42
- Kegelförmiges Teil
- 43
- Stabförmiges Teil
- 44
- Verstellmechanismus
- 45
- Aussparung
- 46
- Hohlraum
- 47
- Belüftungsleitung
- 50
- Verbindungsleitung
- 52
- Abfülleinrichtung
- 53
- Füllventil
- 54
- Behältnis
- 55
- Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
- 56
- Behältnis- Füllstanderfassungseinrichtung
- 56a
- Verbindungsleitung-Füllventil-Füllstanderfassungseinrichtung
- 57
- Steuereinrichtung
- 60
- Anlage
- 62
- Behältniszufuhr
- 64
- Einlaufstern
- 66
- Spüleinrichtung
- 68
- Auslaufstern
- 70
- Transferstern
- 72
- Füllereinlaufstern
- 76
- Totwinkel
- 78
- Auslaufstern
- 80
- Verschließeinrichtung
- 82
- Zuführeinrichtung für Behältnisverschlüsse
- 84
- Auslaufstern
- 86
- Abführeinrichtung
- 90
- Maschinenschutz
- 100
- Vorrichtung zum Befüllen von Behältnissen gemäß Stand der Technik
- 105
- Produktvorlaufbehälter
- 110
- Zufuhrleitung
- 130
- Verbindungsleitung
- 150
- Abfülleinrichtung
- 155
- Füllventil
- 200
- Behältnis
- A ― G
- Verfahrensschritte
- K
- Kegelachse des kegelförmigen Teils 42
- P1
- Pfeil
- P2
- Pfeil
1. Vorrichtung (10) zum verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich gemischten Medien in
Behältnisse (54), mit
einem Mischbehälter (20) zur Aufnahme und zum Mischen von mindestens zwei verschiedenen
Medien, wovon mindestens ein Medium eine Flüssigkeit ist, und mit einer Verschlusseinrichtung
(40) zum Verschluss eines Abflusses (21) aus dem Mischbehälter (20),
einem Füllventil (53) zum Füllen der gemischten Medien aus dem Mischbehälter (20)
in die Behältnisse (54),
einer Verbindungsleitung (50) zwischen dem Abfluss (21) aus dem Mischbehälter (20)
und dem Füllventil (53), und
einer Belüftungseinrichtung (47) zur Belüftung der Verbindungsleitung (50) zum Füllventil
(53) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Belüftungseinrichtung (47) eine mit der Verbindungsleitung
(50) verbindbare Belüftungsleitung (47) der Verschlusseinrichtung (40) zur Belüftung
der Verbindungsleitung (50) zum Füllventil (53) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Abfluss (21) trichterförmig ausgestaltet
ist und die Verschlusseinrichtung (40) einen Verschlusskörper (41) mit einem zumindest
abschnittweise kegelförmigen Teil (42) aufweist, welches mit dem trichterförmigen
Abfluss (21) in einer Wand (22, 23) des Mischbehälters (20) zum Verschluss des Mischbehälters
(20) zusammenwirkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das zumindest abschnittweise kegelförmige Teil
(42) des Verschlusskörpers (41) eine das zumindest abschnittweise kegelförmige Teil
(42) umlaufende Aussparung (45) aufweist, die vertikal zu der Kegelachse des zumindest
abschnittweise kegelförmige Teils (42) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Verschlusseinrichtung (40)
zumindest teilweise ein Hohlkörper ist, der entlang der Achse des kegelförmigen Teils
(42) hohl ist und für die Belüftungsleitung (47) verwendbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Hohlkörper mit zwei Belüftungsöffnungen zum
Belüften eines Hohlraums (46) im Hohlkörper versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei eine der zwei Belüftungsöffnungen außerhalb des
Mischbehälters (20) an der Verschlusseinrichtung (40) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Vorrichtung (10) zudem umfasst:
eine Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung (55) zur Erfassung eines Füllstands
der Medien in dem Mischbehälter (20),
eine Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung (56) zur Erfassung eines Füllstands
eines von dem Füllventil (53) befüllten Behältnisses (54), und
eine Steuereinrichtung (57) zur Steuerung der Verschlusseinrichtung (40) des Mischbehälters
(20) auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses der Mischbehälter-Füllstanderfassungseinrichtung
(55) und/oder eines Erfassungsergebnisses der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung
(56).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Steuereinrichtung (57) derart ausgestaltet
ist, dass sie den Abfluss aus dem Mischbehälter (20) mittels der Verschlusseinrichtung
(40) verschließt, wenn die Steuereinrichtung (57) auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses
der Behältnis-Füllstanderfassungseinrichtung (56) bestimmt, dass in dem Behältnis
(54) eine vorbestimmte Füllmenge vorhanden ist, die gleich dem Sollfüllstand des Behältnisses
(54) abzüglich der in der Verbindungsleitung (50) und dem Füllventil (53) vorhandenen
Füllmenge ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Steuereinrichtung (57) derart ausgestaltet
ist, dass sie das Füllventil (53) öffnet und die Verbindungsleitung (50) und das Füllventil
(53) mittels der Belüftungsleitung (47) der Verschlusseinrichtung (47) belüftet, wenn
der Abfluss (21) aus dem Mischbehälter (20) mittels der Verschlusseinrichtung (40) geschlossen ist.
11. Anlage (60), mit
einer Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, und
einer Transporteinrichtung (62, 64, 68, 70, 72) zum Transport der Behältnisse (54)
zu dem Füllventil (53).
12. Verfahren zum verlustfreien Abfüllen von kontinuierlich gemischten Medien in Behältnisse
(54) mittels einer Vorrichtung (10), die einen Mischbehälter (20) zur Aufnahme und
zum Mischen von mindestens zwei verschiedenen Medien, wovon mindestens ein Medium
eine Flüssigkeit ist, ein Füllventil (53) zum Füllen der gemischten Medien aus dem
Mischbehälter (20) in die Behältnisse (54), und eine Verbindungsleitung (50) zwischen
dem Abfluss (21) aus dem Mischbehälter (20) und dem Füllventil (53) aufweist, mit
den Schritten
- Kontinuierliches Zuführen von mindestens zwei verschiedenen Medien, wovon mindestens
ein Medium eine Flüssigkeit ist, zu dem Mischbehälter (20),
- Schließen eines Abflusses aus dem Mischbehälter (20) mit einer Verschlusseinrichtung
(40),
- Belüften der Verbindungsleitung (50) und des Füllventils (53) mittels einer Belüftungseinrichtung
(47) zur Belüftung der Verbindungsleitung (50) zum Füllventil (53),
- Öffnen und Schließen des Füllventils (53) zum Füllen von Behältnissen (54).
13. Verfahren nach Anspruch 12, zudem mit Erfassen des Füllstands eines zu füllenden Behältnisses
(54) und Schließen des Abflusses (21) aus dem Mischbehälter (20) mit der Verschlusseinrichtung
(40), wenn auf der Grundlage eines Erfassungsergebnisses des Füllstanderfassungsschritts
bestimmt wird, dass in dem Behältnis (54) eine vorbestimmte Füllmenge vorhanden ist,
die gleich dem Sollfüllstand des Behältnisses (54) abzüglich der in der Verbindungsleitung
(50) und dem Füllventil (53) vorhandenen Füllmenge ist.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, zudem mit Herstellen eines neuen Mischungsverhältnisses
der Medien in dem Mischbehälter (20) durch Zuführung von nur einem der mindestens
zwei verschiedenen Medien zu dem Mischbehälter (20), wenn der Abfluss aus dem Mischbehälter
(20) mit der Verschlusseinrichtung (40) verschlossen ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, zudem mit den Schritten
Öffnen des Abflusses (21) aus dem Mischbehälter (20) mit der Verschlusseinrichtung
(40), und
Öffnen und Schließen des Füllventils (53) in einem Takt, mit welchem Behältnisse (54)
zu dem Füllventil (53) transportiert werden.