[0001] Die Erfindung betrifft einen Plankommutator, insbesondere einen Kohleplan-Steckkommutator,
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Plankommutators.
[0002] Derartige Plankommutatoren werden beispielsweise für Kraftstoffpumpen eingesetzt.
Die üblicherweise aus Kupfer bestehenden oder kupferhaltigen elektrisch leitfähigen
Anschlusssegmente weisen in diesem Medium nicht die für einen Dauerbetrieb erforderliche
Resistenz auf. Aus diesem Grund werden für die Lauffläche des Plankommutators Laufflächensegmente
eingesetzt, die eine höhere Resistenz gegenüber dem den Plankommutator umgebenden
Medium aufweisen.
[0003] Derartige Plankommutatoren sind beispielsweise aus der
WO 97/03486 A1 bekannt. Dabei wird ein die Nabe für den Kommutator bildender Tragkörper aus einem
elektrisch isolierenden Werkstoff an einen die Anschlusssegmente bildenden Leiterrohling
angeformt. Hierzu wird der Leiterrohling in eine entsprechende Form eingelegt und
in der Form mit einer den Tragkörper bildenden Masse ausgeformt. Anschließend wird
eine die Laufflächensegmente bildende Kohlenstoffringscheibe auf den Leiterrohling
aufgelötet und anschließend in Laufflächensegmente vereinzelt. Derart hergestellte
Plankommutatoren erfüllen hohe Qualitätsanforderungen, das Herstellverfahren ist aber
dementsprechend aufwendig und damit kostenintensiv.
[0004] Aus der
DE 199 26 900 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Plankommutators bekannt, bei dem die durch
das Teilen der Trägerkörpers freiliegenden Flächen der metallischen Segmenttragteile
mit einer gegen die Umgebung, beispielsweise gegen Kraftstoffe, resistenten Schicht
beschichtet werden.
[0005] Aus der
EP 1 363 365 A1 ist ein Kommutator nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt. Die Anschlusssegmente
weisen einen Anschlussabschnitt für den Anschluss eines Endes einer Spulenwicklung
und einen Kontaktabschnitt für die elektrische Verbindung mit dem Laufflächensegment
auf. Nach dem Einstecken der Anschlusssegmente in den Tragkörper werden die Anschlussabschnitte
rechtwinklig und parallel zur Ebene der Lauffläche abgebogen. Anschließend wird auf
die abgebogenen Anschlussabschnitte eine kohlenstoffhaltige Scheibe aufgebracht, die
durch Trennschnitte vereinzelt wird und dadurch die Laufflächensegmente bildet. Die
kohlenstoffhaltige Scheibe ist aus zwei Schichten zusammengesetzt, die durch Kaltpressen
miteinander verbunden sind. Die erste, den Anschlusssegmenten zugeordnete Schicht
enthält ein Bindemittel. Beim Aufbringen auf die Anschlusssegmente unter Wärmeeinwirkung
weicht der Binder auf und die erste Schicht fließt unter gleichzeitiger Druckeinwirkung
in Öffnungen der Anschlusssegmente und des Tragkörpers und verankert dadurch die kohlenstoffhaltige
Scheibe an dem Tragkörper.
[0006] Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, einen Plankommutator und ein zugehöriges
Herstellverfahren bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwinden,
insbesondere kostengünstiger sind und dennoch eine ausreichende Resistenz der hergestellten
Kommutatoren in einer reaktionsfördernden Umgebung gewährleisten.
[0007] Das Problem ist durch den im Anspruch 1 bestimmten Plankommutator sowie durch das
in dem nebengeordneten Anspruch bestimmte Herstellverfahren gelöst. Besondere Ausführungsarten
der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
[0008] Bei Plankommutatoren wird im Gegensatz zu so genannten Trommelkommutatoren die Lauffläche
für die Kommutatorbürsten von einer planen Stirnfläche gebildet. Dementsprechend ist
der konstruktive Aufbau von Plankommutatoren unterschiedlich gegenüber dem Aufbau
von Trommelkommutatoren.
[0009] Der erfindungsgemäße Plankommutator weist einen Tragkörper aus einem elektrisch isolierenden
Werkstoff auf, beispielsweise aus einem duroplastischen Kunststoff. An dem Tragkörper
sind eine Vielzahl von Anschlusssegmenten angeordnet, die für den Anschluss von jeweils
mindestens einem Ende einer Spulenwicklung beispielsweise eines Rotors eines Elektromotors
vorgesehen sind, und die aus einem elektrisch gut leitenden Werkstoff bestehen, beispielsweise
aus Kupfer oder einer Kupferlegierung. Zur Erhöhung der Resistenz der Lauffläche des
Kommutators gegenüber dem den Kommutator umgebenden Medium weist der Plankommutator
darüber hinaus eine Vielzahl von Laufflächensegmenten auf, die gemeinsam die plane
Lauffläche des Plankommutators bilden, wobei die Anzahl der Laufflächensegmente in
der Regel der Anzahl der Anschlusssegmente entspricht, insbesondere identisch mit
dieser ist oder einen ganzzahligen Bruchteil oder ein ganzzahliges Vielfaches davon
beträgt.
[0010] Erfindungsgemäß weist der Tragkörper Öffnungen auf, in welche die Anschlusssegmente
eingesteckt sind. Eine Besonderheit liegt darin, dass der Tragkörper als separates
Teil vor dem Einstecken der Anschlusssegmente mit seiner die Öffnungen für die Aufnahme
der Anschlusssegmente aufweisenden Form hergestellt ist. Dadurch kann der Tragkörper
vereinfacht mit hoher Maßhaltigkeit hergestellt werden, beispielsweise auch durch
ein Spritzgießverfahren. Insbesondere entfällt das fertigungstechnisch sehr aufwändige
Umspritzen der Anschlusssegmente unter Bildung des Tragkörpers.
[0011] Der Tragkörper ist vorzugsweise einstückig ausgebildet und bildet insbesondere die
Öffnungen für das Einstecken der Anschlusssegmente, die Anlageflächen für die vorgefertigten
Laufflächensegmente, und Anlageflächen für jene Abschnitte der Anschlusssegmente auf,
an denen die Spulenwicklung angeschlossen wird, einstückig aus. Auch die Anschlusssegmente
sind vorzugsweise einstückig ausgebildet, insbesondere bilden die Anschlusssegmente
sowohl die den Laufflächensegmenten zugewandten Kontaktflächen als auch die Anschlussflächen
für die Spulenwicklung einstückig aus.
[0012] Dadurch, dass die Anschlusssegmente in den Tragkörper einsteckbar sind, sind zahlreiche
Vorteile gewährleistet. So entfällt das Erfordernis der Herstellung eines die Anschlusssegmente
bildenden Leiterrohlings. Außerdem muss ein solcher Leiterrohling auch nicht mehr
einer Spritzgießmaschine zum Anspritzen des Tragkörpers zugeführt werden. Weiterhin
ist vorteilhaft, dass die Anschlusssegmente nicht mehr ganzflächig von dem den Tragkörper
bildenden Pressstoff umgeben sind, sodass die unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
des Werkstoffes der Anschlusssegmente und des Werkstoffes des Tragkörpers keine thermisch
induzierten Spannungen mehr hervorrufen.
[0013] Die Laufflächensegmente sind mit den Anschlusssegmenten mechanisch fest und elektrisch
leitend verbunden. Diese Verbindung kann beispielsweise durch ein Weichlot, ein Hartlot
oder auch einem Klebstoff erfolgen. Die Laufflächensegmente können dabei einzeln an
den jeweiligen Anschlusssegmenten festgelegt werden, oder in einem Verbund, beispielsweise
in Form einer Scheibe oder Ringscheibe an den Anschlusssegmenten festgelegt werden
und anschließend durch Trennschnitte vereinzelt werden. Durch die mechanisch feste
Verbindung mit den Laufflächensegmenten sind die Anschlusssegmente an dem Plankommutator
mechanisch festgelegt.
[0014] Die Anschlusssegmente können auch bereits allein aufgrund einer Klemmwirkung des
Tragkörpers festgelegt sein, wobei diese Klemmwirkung durch ein mindestens abschnittsweises
Übermaß des Tragkörpers in Bezug auf das Anschlusssegment hervorgerufen sein kann.
Soweit erforderlich, kann auch durch ein zusätzliches Verbindungsmittel, beispielsweise
durch einen Klebstoff, die Festlegung der Anschlusssegmente an dem Tragkörper verbessert
sein. In jedem Fall wird durch die Verbindung der Laufflächensegmente mit den Anschlusssegmenten
die Festlegung der Segmente an dem Tragkörper jedenfalls in Richtung der Beanspruchung
während des Betriebs des Plankommutators weiter verbessert.
[0015] Die Laufflächensegmente weisen gegenüber den Anschlusssegmenten, insbesondere gegenüber
dem den Laufflächensegmenten zugewandten Ende der Anschlusssegmente, einen schräg
oder quer zur Einsteckrichtung sich erstreckenden Überstand auf, mittels dem der Verbund
aus Laufflächensegment und Anschlusssegment an dem Tragkörper verankert ist. Dadurch
ist der Verbund insbesondere gegenüber einer Verschiebung in Einsteckrichtung gesichert.
[0016] Der Überstand kann mindestens teilweise auch durch ein das Laufflächensegment mit
dem Anschlusssegment verbindendes Verbindungsmittel gebildet sein, beispielsweise
durch ein Lot. Vorzugsweise liegen die Laufflächensegmente im Bereich des Überstandes
mindestens abschnittsweise an dem Tragkörper an, so dass der Tragkörper selbst ein
Widerlager für die axiale Fixierung der Anschlusssegmente bildet.
[0017] Die Öffnungen im Tragkörper für die Aufnahme der Anschlusssegmente verlaufen mindestens
teilweise parallel zu einer Achse des Tragkörpers, vorzugsweise erstrecken sich die
Öffnungen parallel zu einer Längsachse des Tragkörpers, die vorzugsweise mit der Rotationsachse
des Plankommutators zusammenfällt. Die Öffnungen im Tragkörper sind mindestens abschnittsweise
zur Umfangsfläche des Plankommutators hin offen, insbesondere in dem Abschnitt, in
dem das Anschlusssegment ein vorzugsweise radial abstehendes Anschlussmittel für den
Anschluss der Spulenwicklung ausbildet. In einer alternativen Ausführungsform verlaufen
die Öffnungen zur Aufnahme der Anschlusssegmente in radialer oder tangentialer Richtung
in Bezug auf den Tragkörper.
[0018] Im Bereich des den Laufflächensegmenten zugewandten Endes der Anschlusssegmente weisen
die Öffnungen im Tragkörper eine Aufweitung auf. Diese Aufweitung bildet vorzugsweise
einen Aufnahmeraum für ein Verbindungsmittel, beispielsweise ein Lot oder einen Klebstoff,
zum Verbinden der Anschlusssegmente mit den Laufflächensegmenten. Nach dem Aushärten
bildet das Verbindungsmittel vorzugsweise bereits allein, insbesondere in Verbindung
mit dem zugehörigen Laufflächensegment eine Verankerung des Anschlusssegmentes an
dem Tragkörper.
[0019] Dies gilt insbesondere dann, wenn sich das Verbindungsmittel im Bereich des Übergangs
von dem Anschlusssegment zu dem zugehörigen Laufflächensegment aufgrund der wirksamen
Oberflächenspannung trichterförmig aufweitet, wie dies beispielsweise bei Lot- und
Klebeverbindungen der Fall ist. Dadurch wird außerdem der Eintritt des den Plankommutator
umgebenden Mediums in den Bereich der Anschlusssegmente zuverlässig verhindert und
dadurch die Anschlusssegmente gegen Korrosion geschützt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn die Anschlusssegmente im
eingesteckten Zustand mit ihrem den Laufflächensegmenten zugewandten Ende in den Bereich
der Aufweitung hineinragen. In diesem Fall kann das Verbindungsmittel nicht nur axial
an dem Anschlusssegment angreifen, sondern dieses auch in Umfangsrichtung mindestens
teilweise umgreifen, wodurch die Fügewirkung verbessert ist. Dadurch kann das Verbindungsmittel
selbst eine Art Zuganker bilden und das Anschlusssegment gegen axiales Verschieben
sichern.
[0021] Die Anschlusssegmente weisen einen Kopfabschnitt und einen Fußabschnitt auf, die
über einen Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind. Die zugehörige Öffnung
im Tragkörper weist mindestens abschnittsweise ein Übermaß auf, beispielsweise derart,
dass der zwischen dem Kopfabschnitt und dem Fußabschnitt liegende Teil des Tragkörpers
unter Druckspannung gesetzt wird, und/oder - je nach Dimensionierung der Anschlusssegmente
- der Verbindungsabschnitt des Anschlusssegments unter Zugspannung gesetzt wird. Besonders
vorteilhaft ist dabei, wenn die an dem Tragkörper anliegenden, in der Regel sich einander
gegenüberliegenden Flächen des Kopfabschnittes und des Fußabschnittes einen Winkel
von weniger als 90° einschließen, weil dann die im Tragkörper aufgrund der Klemmung
des Anschlusssegmentes auftretenden Spannungen sich weitgehend kompensieren, insbesondere
diese Spannungen im Wesentlichen in Radialrichtung in Bezug auf die Längsachse des
Plankommutators verlaufen, und dadurch der Plankommutator auch im Dauerbetrieb unter
hoher Beanspruchung einen stabilen Tragkörper aufweist.
[0022] Die Anschlusssegmente sind dabei als Gleichteile ausgebildet, insbesondere als Stanz-
oder Schlagteile, oder sie sind im einfachsten Fall durch Ablängen eines entsprechenden
Profils hergestellt. Im Hinblick auf die Abstimmung der geometrischen Abmessungen
des Anschlusssegmentes in Bezug auf die zugehörige Öffnung im Tragkörper ist dabei
besonders vorteilhaft, dass eine Feinanpassung dieser Abmessungen des Anschlusssegmentes
mit geringem Aufwand durch Einstellung des Stanzwerkzeuges herbeigeführt werden kann.
Dadurch sind die Anforderungen an die Maßhaltigkeit des Tragkörpers herabgesetzt,
was dessen Herstellverfahren deutlich vereinfacht.
[0023] Die Anschlusssegmente können mindestens im Bereich der Verbindung mit den Laufflächensegmenten
eine Beschichtung aufweisen. Der Werkstoff der Beschichtung ist vorzugsweise angepasst
an den Werkstoff des Verbindungsmittels, beispielsweise sind die Anschlusssegmente
im Falle einer Lotverbindung mindestens im Bereich der Verbindung mit den Laufflächensegmenten,
in der Regel ganzflächig, mit Zinn oder einem der Lotschicht entsprechenden Werkstoff
beschichtet.
[0024] Die Laufflächensegmente bestehen aus einem Werkstoff, der gegenüber dem den Plankommutator
umgebenden Medium eine höhere Resistenz aufweist als die Anschlusssegmente. Vorzugsweise
ist der Werkstoff der Laufflächensegmente kohlenstoffhaltig, wobei sowohl eine so
genannte Weichbrandkohle als auch eine Hartbrandkohle eingesetzt werden kann. Vorzugsweise
weisen die Laufflächensegmente jedenfalls auf ihren den Anschlusssegmenten zugewandten
Abschnitten eine Beschichtung auf, durch welche die Verbindung weiter verbessert ist.
[0025] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen eines Plankommutators, bei
dem der Tragkörper aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff separat hergestellt
wird, ebenso wie die Anschlusssegmente, welche in die Öffnungen des Tragkörpers eingesteckt
werden. Anschließend erfolgt das Festlegen der Laufflächensegmente, welche die Lauffläche
des Plankommutators bilden. Die Laufflächensegmente können dabei bereits vereinzelt
vorliegen und jeweils einzeln an dem zugehörigen Anschlusssegment festgelegt werden,
oder im Verbund, beispielsweise in Form einer Ringscheibe, an den Anschlusssegmenten
festgelegt werden und anschließend durch Trennschnitte vereinzelt werden.
[0026] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
mehrere Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den
Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder
in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
- Fig. 1
- zeigt einen Querschnitt durch einen aus dem Stand der Technik bekannten Plankommutator,
- Fig. 2
- zeigt eine Ansicht auf einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Plankommutator,
- Fig. 3
- zeigt eine Draufsicht auf den Plankommutator,
- Fig. 4
- zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Plankommutators,
- Fig. 5
- zeigt einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen Anschlusssegment
und Laufflächensegment,
- Fig. 6
- zeigt einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen
Anschlusssegment und Laufflächensegment,
- Fig. 7
- zeigt einen Schnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen
Anschlusssegment und Laufflächensegment,
- Fig. 8
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Tragkörpers,
- Fig. 9
- zeigt eine Draufsicht auf ein besonderes Ausführungsbeispiel der Laufflächensegmente,
- Fig. 10
- zeigt einen Schnitt entlang X-X in der Fig. 9,
- Fig. 11
- zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Plankommutators in der Seitenansicht,
- Fig. 12
- zeigt die Draufsicht auf den Plankommutator der Fig. 11,
- Fig. 13
- zeigt den Plankommutator der Fig. 11 im zusammengebauten Zustand in der Seitenansicht,
- Fig. 14
- zeigt die Draufsicht auf den Plankommutator der Fig. 13, und
- Fig. 15
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Tragkörpers 502.
[0027] Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen aus dem Stand der Technik bekannten
Plankommutator. Der Plankommutator 1 weist einen Tragkörper 2 aus einem elektrisch
isolierenden Werkstoff auf. Der Tragkörper 2 weist eine Längsachse 4 auf, die auch
mit der Drehachse des Plankommutators 1 zusammenfällt. Insbesondere kann der Plankommutator
1 achsensymmetrisch zu der Längsachse 4 sein. Im Bereich der Längsachse 4 bildet der
Plankommutator 1, insbesondere der Tragkörper 2, eine Öffnung 6 für den Durchtritt
einer Achse eines Elektromotors aus.
[0028] Der Tragkörper 2 ist an die Anschlusssegmente 8 angeformt, die radial außenseitig
einen abgebogenen Haken 10 aufweisen für den Anschluss von jeweils mindestens einem
Ende einer Spulenwicklung. Die Lauffläche 14 des Plankommutators 1 ist durch Laufflächensegmente
12 gebildet, die mit den Anschlusssegmenten 8 mechanisch fest und elektrisch leitend
verbunden sind. Die Gesamtheit der Laufflächensegmente 12, die vorzugsweise gleich
verteilt in einem Kreis um die Längsachse 4 angeordnet sind, bildet die plane Lauffläche
14 des Plankommutators 1. Radial außenseitig bilden die Anschlusssegmente 8 eine Umfangsfläche
16, von welcher die Haken 10 abgebogen sind. Die weiteren Einzelheiten des Plankommutators
1 sind aus der
WO 97/03486 A1 zu entnehmen.
[0029] Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht auf einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Plankommutator, die sich bei einem Schnitt entsprechend II-II in der Fig. 1 ergibt.
Die Anschlusssegmente 108 weisen einen Kopfabschnitt 108a und einen Fußabschnitt 108c
auf, die über einen Verbindungsabschnitt 108b miteinander verbunden sind. Dargestellt
ist in der Fig. 2 der Bereich eines (nicht dargestellten) Laufflächensegmentes, das
in seiner Kontur annähernd deckungsgleich ist mit der angeschnittenen Fläche des Tragkörpers
102. Der Tragkörper 102 weist eine Vielzahl von kreisumfänglich regelmäßig verteilt
angeordneten Öffnungen 118 auf, in welche die Anschlusssegmente 108 einsteckbar sind.
Das Einstecken erfolgt dabei vorzugsweise in Richtung parallel zur Längsachse des
Plankommutators 101, die senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 2 verläuft.
[0030] Im Bereich des Kopfabschnittes 108a weist die Öffnung 118 in Umfangsrichtung ein
Übermaß auf. Dadurch ist zuverlässig verhindert, dass aufgrund von Toleranzen bei
der Herstellung ein dahingehendes Untermaß der Öffnung 118 auftreten kann, durch das
in Umfangsrichtung verlaufende Druckspannungen in den Tragkörper 102 eingeleitet würden,
die zu Problemen hinsichtlich der dauerhaften Formbeständigkeit des Tragkörpers 102
führen können. Entsprechendes gilt für die Öffnung 118 im Bereich des Fußabschnittes
108c; auch hier weist die Öffnung 118 insbesondere in Umfangsrichtung ein Übermaß
gegenüber den Abmessungen des Fußteils 108c auf.
[0031] Auch betreffend ihre radiale Erstreckung im Abschnitt zwischen der Anlagefläche für
den radial nach innen gerichteten Bereich des Kopfabschnittes 108a und der Anlagefläche
für den radial nach außen gerichteten Bereich des Fußabschnittes 108c weist die Öffnung
118 in Bezug auf die radiale Erstreckung des Verbindungsabschnitts 108b ein Übermaß
auf, sodass in diesen Bereichen das Anschlusssegment 108 in Anlage ist an den durch
die Öffnung 118 gebildeten Anlageflächen und insbesondere an diesen Flächen die in
der Fig. 2 durch die Pfeile 120 angedeuteten Krafteinleitungen erfolgen.
[0032] Durch dieses Übermaß der Öffnung 118 kommt es zur Einleitung von Druckspannungen
in den Tragkörper 102 im Bereich des Verbindungsabschnittes 108b. Ursache dieser Druckspannungen
sind Zugspannungen in dem Verbindungsabschnitt 108b, dessen Erstreckung in Umfangsrichtung
geringer ist als die entsprechende Erstreckung des Kopfabschnittes 108a und des Fußabschnittes
108c. Dementsprechend kommt es zu einer elastischen Dehnung des Verbindungsabschnittes
108b in radialer Richtung. Das Anschlusssegment 108 wirkt dabei als Kraftspeicher.
Die Dehnung erfolgt dabei vorzugsweise noch innerhalb der Elastizitätsgrenze des Anschlusssegments
108, beispielsweise um einen Betrag zwischen 5 und 50 µm. Im Übrigen weist die Öffnung
118 im Bereich des Verbindungsabschnittes 108b in Umfangsrichtung ein Übermaß auf,
sodass auch an dieser Stelle keine Druckkräfte in Umfangsrichtung in den Formkörper
102 eingeleitet werden.
[0033] Der von den einander zugewandten Stirnseiten des radial äußeren Bereiches des Fußabschnitts
108c und des radial inneren Bereiches des Kopfabschnitts 108a eingeschlossene Winkel
122 beträgt weniger als 90°, vorzugsweise zwischen 30° und 60°, insbesondere etwa
50°, und im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen 4° und 30°, insbesondere etwa
15°. Durch diese Spitzwinkligkeit ist gewährleistet, dass sich die aufgrund der Dehnung
des Verbindungsabschnitts 108b von dem Anschlusssegment 108 in den Tragkörper 102
eingeleiteten Druckspannungen im Wesentlichen gegenseitig kompensieren, insbesondere
eine vernachlässigbar geringe resultierende Druckkomponente in Umfangsrichtung verbleibt.
[0034] Bei dem erfindungsgemäßen Plankommutator 101 werden die Anschlusssegmente 108 und
der Tragkörper 102 demnach im Wesentlichen spannungsneutral zusammengeführt. Die bei
dem Einstecken auftretenden Kräfte, die bereits zu einer wirksamen Verklemmung und
damit Fixierung der Anschlusssegmente 108 in dem Tragkörper 102 führen, heben sich
in vorteilhafter Weise gegenseitig auf. Insbesondere verbleiben keine resultierenden
Kräfte, die in Umfangsrichtung wirken und/oder radial nach außen wirken, sodass der
Plankommutator 101 auch unter schwierigen Einsatzbedingungen, wie beispielsweise erhöhter
Temperatur, dauerhaft zuverlässig seine Formbeständigkeit behält.
[0035] Erreicht wird dies vorzugsweise auch dadurch, dass jeweils ein Abschnitt der Anschlusssegmente
108 unter Zugspannung gesetzt wird und als federelastisch verformbares Element dient.
Die Anschlusssegmente 108 werden dabei vorzugsweise in Axialrichtung in den Tragkörper
102 eingesteckt, wobei das Einstecken grundsätzlich von beiden Stirnseiten des Tragkörpers
102 her möglich ist. Bevorzugt ist in vielen Fällen allerdings ein Einstecken von
der den Laufflächensegmenten 112 abgewandten Seite des Tragkörpers 102. Die Profilierung
der Anschlusssegmente 108 ermöglicht dabei ein automatisches Zentrieren der Anschlusssegmente
108 in dem Tragkörper 102, so dass die Zuführung und das Einsetzen der Anschlusssegmente
108 sehr gut automatisiert werden kann.
[0036] Außerdem ist es möglich, beim Einstecken die Anschlusssegmente 108 gegen einen Anschlag,
insbesondere einen in Bezug auf den Tragkörper 102 positionierbaren Gegenhalter einzustecken.
Dabei ist es für die Verankerung der Anschlusssegmente 108 an dem Tragkörper 102 vorteilhaft,
wenn der Anschlag beispielsweise in der Art eines Doms ausgebildet ist und in einem
zentrischen Bereich des Fußabschnittes 108c in Anlage kommt und dort durch die Einsteckkraft
bzw. Andruckkraft beim Einstecken eine Aufspreizung des Fußabschnittes 108 bewirkt.
[0037] In dem durch die in der Fig. 2 gestrichelt dargestellte Kontur 124 zugehörigen Bereich
bildet der Tragkörper 102 nahe dem den Laufflächensegmenten 112 zugewandten Ende der
Anschlusssegmente 108 eine Aufweitung aus, die der Aufnahme eines Verbindungsmittels
für die Verbindung zwischen Anschlusssegment 108 und Laufflächensegment 112 dienen
kann.
[0038] Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den Plankommutator 101, insbesondere auf den
Tragkörper 102, wobei - insoweit in Übereinstimmung mit der Fig. 2 - lediglich in
die Öffnung 118 in der Drei-Uhr-Position ein Anschlusssegment 108 eingesteckt ist.
Die übrigen, insgesamt acht Öffnungen 118 sind in dem dargestellten Zustand des Plankommutators
101 noch nicht mit Anschlusssegmenten 108 bestückt. Die Laufflächensegmente 112 sind
ebenfalls noch nicht angeordnet, deren Kontur ist jedoch durch die gestrichelten Linien
126 angedeutet. Die Kopfbereiche 108a verlaufen mit ihrer radial äußeren Kontur entsprechend
der Außenkontur des Tragkörpers 102 und bilden somit abschnittsweise eine insoweit
bündige Umfangsfläche 116 des Plankommutators 101.
[0039] Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Plankommutators 101 und
zwar in der unteren Bildhälfte in der Ansicht und in der oberen Bildhälfte teilweise
im Querschnitt. Das in der oberen Bildhälfte in der Ansicht dargestellte Anschlusssegment
108 ist in den Tragkörper 102 klemmend eingesteckt. In dem dargestellten Zustand bildet
der Kopfabschnitt 108a einstückig einen Steck- oder Platinenanschluss 108d für den
Anschluss mindestens einer Spulenwicklung aus. Anstelle des dargestellten Steck- oder
Platinenanschlusses 108d kann der Kopfabschnitt 108a in diesem Bereich auch hakenförmig
abgebogen sein (vgl. Fig. 1), oder einen die Isolierung der Spulenanschlusswicklung
durchschneidenden Schneid-/Klemmanschluss aufweisen, oder auch einen Lötanschluss
für das Anlöten der Spulenwicklung. Sowohl für ein eventuelles Abbiegen als auch für
ein Befestigen der Spulenanschlusswicklung ist es vorteilhaft, dass das Anschlusssegment
108 bereits im dargestellten eingesteckten Zustand mit dem Tragkörper 102 ausreichend
fest verbunden ist.
[0040] Im Bereich des dem Laufflächensegment 112 zugewandten Endes des Anschlusssegmentes
108 weist die Öffnung 118 im Tragkörper 102 eine erste Aufweitung 124 und eine zweite
Aufweitung 128 auf. Die zweite Aufweitung 128 dient dabei der gegebenenfalls auch
formschlüssigen Aufnahme der Laufflächensegmente 112 und kann beispielsweise dann,
wenn die Laufflächensegmente 112 im Verbund vorliegen, beispielsweise in Form einer
Ringscheibe, auch in einer ringförmigen zweiten Aufweitung 128 bestehen.
[0041] Demgegenüber ist die erste Aufweitung 124 vorzugsweise individuell zu dem jeweiligen
Anschlusssegment 108 vorgesehen, und kann beispielsweise kreisförmig ausgebildet sein.
Der von der ersten Aufweitung 124 radial begrenzte Raum kann einen Aufnahmeraum für
ein Verbindungsmittel zum Verbinden des Anschlusssegments 108 mit dem Laufflächensegment
112 bilden. Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, wenn das Anschlusssegment
108 in Axialrichtung, d.h. in Richtung parallel zur Längsachse 104, mit seinem dem
Laufflächensegment 112 zugewandten Ende in den Bereich der ersten Aufweitung 124 hineinragt.
In diesem Fall kann das Verbindungsmittel sich nicht nur flächig an die axiale Stirnseite
des Anschlusssegments 108 anlegen, sondern dieses auch noch kappenartig übergreifen
und darüber hinaus eine zusätzliche Abdichtung zwischen dem Anschlusssegment 108 und
dem Tragkörper 102 bewirken. Vorzugsweise weist das Anschlusssegment 108 mindestens
an seinem dem Laufflächensegment zugewandten Ende eine die mechanische Verbindung
und/oder elektrische Kontaktierung verbessernde Beschichtung auf.
[0042] Durch den radialen Überstand des Laufflächensegments 112 gegenüber dem Anschlusssegment
108 bildet diese Anordnung nach dem Verbinden eine sichere Fixierung an dem Tragkörper
102 in der Art einer Verankerung, insbesondere gegenüber axial wirkenden Kräften.
Diese Fixierung ist dadurch noch verbessert, dass das Laufflächensegment 112 mindestens
abschnittsweise in vorzugsweise planer Anlage an dem Tragkörper 102 ist.
[0043] Die Laufflächensegmente können mehrschichtig sein, insbesondere vor dem Segmentieren
als mehrschichtige Scheibe vorliegen. Die mehrschichtige Scheibe kann eine die Lauffläche
bildende Kohlenstoffschicht oder kohlenstoffhaltige Schicht aufweisen, und eine den
Anschlusssegmenten zugewandte weitere Schicht, die mindestens einen metallischen Bestandteil
aufweist, beispielsweise Kupfer, Zinn, Messing oder Legierungen hiervon. Die weitere
Schicht dient dabei insbesondere der Verbesserung der elektrischen und/oder mechanischen
Verbindung zu den Anschlusssegmenten. Die mehrschichtige Scheibe kann durch einen
Sintervorgang hergestellt werden. Alternativ kann auch nach dem Formgebungsprozess
eine Beschichtung der Scheibe erfolgen.
[0044] Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Verbindung
zwischen Anschlusssegment 108 und Laufflächensegment 112. Die Besonderheit dieses
ersten Ausführungsbeispieles liegt u.a. darin, dass das Anschlusssegment 108 beim
Einstecken in den Tragkörper 102 gegen einen Anschlag, ein Widerlager, einen Dorn
oder dergleichen derart gedrückt wurde, dass sich ein in die erste Aufweitung 124
hinein erstreckender, insbesondere radialer Überstand ergibt, der bereits für eine
sichere axiale Verankerung des Anschlusssegmentes 108 in dem Tragkörper 102 sorgt,
insbesondere durch den Eingriff des Anschlusssegmentes in den durch die erste Aufweitung
124 gebildeten Hinterschnitt.
[0045] Diese Verankerung wird durch die mechanisch feste und elektrisch leitfähige Verbindung
des Anschlusssegmentes 108 mit dem Laufflächensegment 112 noch verstärkt, wobei diese
Verbindung im dargestellten ersten Ausführungsbeispiel mittels einer elektrisch leitfähigen
Klebstoffschicht 130 erfolgt. Die Klebstoffschicht 130 legt sich dabei nicht nur an
die Stirnfläche des Anschlusssegments 108 sowie an die entsprechende Stirnfläche des
Laufflächensegments 112 an, sondern füllt auch den Bereich der ersten Aufweitung 124
in Radialrichtung aus, sodass durch die Klebstoffschicht 130 eine Abdichtung und insbesondere
eine vollständige Abdeckung des Anschlusssegmentes 108 gewährleistet ist. Es ist auch
möglich, die Anschlusssegmente 108 selbst mit dem Tragkörper 102 zu verkleben.
[0046] Die Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen dem Anschlusssegment
108 und dem Laufflächensegment 112. Ein erster Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
besteht in der Art der Verbindungsschicht, wobei es sich bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel
um eine Lotschicht 132 handelt, die aufgrund der wirkenden Oberflächenspannung eine
trichterförmige Aufweitung in Richtung auf das Laufflächensegment 112 aufweist und
auf diese Weise und insbesondere ohne dass es einer Aufspreizung des Anschlusssegmentes
108 bedarf, für einen radialen Eingriff in den Bereich der ersten Aufweitung 124 sorgt
und damit für die Bildung eines Zugankers in Bezug auf eine axiale Bewegbarkeit des
Anschlusssegments 108.
[0047] Eine weitere Besonderheit des zweiten Ausführungsbeispieles besteht in der Art der
Formgebung des stirnseitigen Endes des Tragkörpers 102. Dieser verjüngt die zweite
Aufweitung 128 endseitig, beispielsweise mittels der radial außenseitig angeordneten,
nach radial innen gerichteten ersten Nase 134, und/oder mittels der radial innenseitig
angeordneten, nach radial außen gerichteten zweiten Nase 136. Die zugehörigen Laufflächensegmente
112 sind entsprechend stufenartig ausgebildet und hintergreifen mit ihrem den Anschlusssegmenten
108 zugewandten Ende die erste und/oder zweite Nase 134, 136 der zweiten Aufweitung
128. Die entsprechende Form der Laufflächensegmente 112 kann entweder bereits bei
der formgebenden Herstellung bereitgestellt werden oder, beispielsweise im Fall des
Anbringens der Laufflächensegmente 112 im Verbund in Form einer Ringscheibe, durch
Andrehen einer solchen Ringscheibe bereitgestellt werden.
[0048] Durch die aufeinander abgestimmte Formgebung des Tragkörpers 102 und der Laufflächensegmente
112 ist es möglich, die Laufflächensegmente 112 in die zweite Aufweitung 128 zu klipsen,
d.h. federverrastend an dem Tragkörper 102 festzulegen. Bei einem entsprechenden,
insbesondere axialen Überstand des Anschlusssegmentes 108 in den Bereich der zweiten
Aufweitung 128 hinein, und/oder bei einem entsprechenden, insbesondere axialen Überstand
der Laufflächensegmente 112 in den Bereich der ersten Aufweitung 124 hinein, ist es
auch möglich, dass allein durch das verrastende Festlegen der Laufflächensegmente
112 an dem Tragkörper 102 eine mechanisch ausreichend feste und elektrisch ausreichend
leitfähige Verbindung zwischen den Laufflächensegmenten 112 und den Anschlusssegmenten
108 bereitgestellt ist. Das verrastende Festlegen des Laufflächensegments 112 an dem
Tragkörper 102 bietet jedenfalls den Vorteil einer Vorfixierung, die auch bei einem
anschließenden Verkleben oder Verlöten dafür sorgt, dass das Laufflächensegment 112
in der richtigen Position in Bezug auf das zugehörige Anschlusssegment 108 ist und
bleibt. Außerdem kann durch das verrastende Festlegen das Laufflächensegment 112 auch
in insbesondere plane Anlage an dem Tragkörper gehalten sein.
[0049] Zusätzlich zu der in der Fig. 6 dargestellten Lotschicht 132 kann in den Ringspalt,
der zwischen den Laufflächensegmenten 112 und dem Tragkörper 102 gebildet ist, ein
zusätzliches Abdichtmittel eingefügt werden, beispielsweise auch eine Klebstoffschicht,
um ein Eintreten von aggressiven Medien in diese Bereiche zu verhindern.
[0050] Die Fig. 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer Verbindung zwischen den Anschlusssegmenten
108 und den Laufflächensegmenten 112. Ein erster Unterschied gegenüber den beiden
anderen Ausführungsbeispielen besteht darin, dass die Verbindungsschicht 138 zwischen
Anschlusssegmenten 108 und Laufflächensegmenten 112 den Raum der ersten Aufweitung
124 im Wesentlichen vollständig ausfüllt und dadurch auch eine absolut zuverlässige
Abdichtung des Tragkörpers 102 gegenüber den Anschlusssegmenten 108 bildet.
[0051] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Tragkörper 102 an seinem axialen
Ende im Bereich der zweiten Aufweitung 128 zwar wiederum eine Verjüngung unter Ausbildung
der ringförmigen oder teilringförmigen, gegebenenfalls auch nur punktförmigen Nasen
134, 136 vorsieht, die hinsichtlich ihrer Abmessungen sogar identisch mit denen des
zweiten Ausführungsbeispieles der Fig. 6 sein können, dass aber die Abmessung des
Laufflächensegments 112 geringer ist als die durch die beiden Nasen 134, 136 bestimmte
lichte Weite der zweiten Aufweitung 128. Dadurch kommt es beim Einlegen des Laufflächensegments
112 in die zweite Aufweitung 128 nicht zu einem Einklipsen, sondern das Laufflächensegment
112 kann lose eingelegt werden.
[0052] Wird nun allerdings der sich ergebende Ringspalt zwischen dem Laufflächensegment
112 und dem Tragkörper 102 beispielsweise mit einer aushärtbaren Masse ausgefüllt,
insbesondere einem Klebstoff, so ergibt sich dadurch ein den Ringspalt ausfüllender,
vorzugsweise ringförmiger Sicherungskörper 140, der ein formschlüssiges Fixieren der
Laufflächensegmente 112 an dem Tragkörper 102 gewährleistet aufgrund seiner Form und
aufgrund des Zusammenwirkens mit der Kontur des Tragkörpers 102, in dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 7 mit der ersten und/oder zweiten Nase 134, 136, und mit der Kontur des Laufflächensegments
112.
[0053] In allen drei Ausführungsbeispielen betreffend die Verbindung zwischen Anschlusssegment
108 und Laufflächensegment 112 bilden die Verbindungsschichten 130, 132, 138 einen
sich in die erste Aufweitung 124 hineinerstreckenden Kranz, Trichter oder ein sonstwie
geartetes Ankerelement, durch welches das Anschlusssegment 108 und damit auch das
Laufflächensegment 112 in Axialrichtung an dem Tragkörper 102 dauerhaft zuverlässig
fixiert ist.
[0054] Die Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Tragkörpers 202. Ein erster Unterschied zu dem Tragkörper 102 des ersten Ausführungsbeispiels
besteht in der im Wesentlichen trapezförmigen Querschnittskontur der Öffnung 218 für
die Anschlusssegmente. Davon abgesehen ist die erste Aufweitung 224 in der Draufsicht
kreisförmig und deckt im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel die gesamte Öffnung
218 ab. Die erste Aufweitung 224 bildet wiederum einen Depotraum für ein Verbindungsmittel.
Insgesamt weist der Tragkörper 202 acht Öffnungen 218 für Anschlusssegmente auf.
[0055] Die zweite Aufweitung 228 ist radial außen durch einen einstückig von dem Tragkörper
202 gebildeten Außenring 242 begrenzt und radial innen durch einen einstückig von
dem Tragkörper 202 gebildeten Innenring 244. Sowohl der Außenring 242 als auch der
Innenring 244 ist dabei durch Ringsegmente 242a, 242b gebildet, die den jeweiligen
Laufflächensegmenten zugeordnet sind. Zwischen benachbarten Ringsegmenten 242a, 242b
ist jeweils eine Aussparung 242c vorgesehen, deren Erstreckung in Umfangsrichtung
größer ist als die Werkzeugbreite zum Segmentieren der Laufflächensegmente. Auf diese
Weise ist es möglich, die im Verbund, beispielsweise als Ringscheibe, an dem Tragkörper
202 bzw. den zugehörigen Anschlusssegmenten festgelegten Laufflächensegmente durch
Trennschnitte zu vereinzeln, ohne dabei den äußeren und/oder inneren Ringsteg 242,
244 durchtrennen zu müssen. Dadurch wird die Standzeit des Trennwerkzeuges deutlich
erhöht. Darüber hinaus kann eine höhere Trenngeschwindigkeit erreicht werden, weil
ein Ausbrechen des Außenrings 242 und/oder des Innenrings 244 nicht mehr durch ein
Reduzieren der Trenngeschwindigkeit verhindert werden muss.
[0056] Eine weitere Besonderheit des Tragkörpers 202 besteht darin, dass auch in der Anlagefläche
246 des Tragkörpers 202 Aussparungen für die Segmentierung der Ringscheibe vorgesehen
sind, insbesondere radial verlaufende Nuten 248, die mit den entsprechenden Aussparungen
242c im Außenring 242 und Innenring 244 fluchten. Die Tiefe dieser Nuten 248 ist dabei
so gewählt, dass ein sicheres Vereinzeln der Ringscheibe gewährleistet ist, ohne dass
in den Tragkörper gesägt wird. Sofern diese Nuten 248 noch mit einem vorzugsweise
elektrisch nicht leitfähigen Klebstoff ausgefüllt werden, ist nicht nur eine zusätzliche
Verbindung der Laufflächensegmente mit dem Tragkörper 202 gewährleistet, sondern auch
ein Ausbrechen der in der Regel kohlenstoffhaltigen Laufflächensegmente beim Trennschneiden
zuverlässig verhindert.
[0057] Insbesondere durch Verwendung eines Tragkörpers 202 mit einem Außenring 242 kann
für die Laufflächensegmente auch eine so genannte Weichbrandkohle verwendet werden,
d.h. eine kunststoffgebundene Kohle, deren genaue Zusammensetzung in Abstimmung mit
den zugehörigen Kommutatorbürsten gewählt werden kann. Im Bereich der Umfangsfläche
216 weist der Tragkörper 202 Aussparungen 216a auf, die der Aufnahme der Anschlusssegmente
dienen, insbesondere für jenen Abschnitt der Anschlusssegmente, der für den Anschluss
der Spulenwicklungen vorgesehen ist.
[0058] Beim Herstellen des erfindungsgemäßen Plankommutators ist es insbesondere auch möglich,
nach dem Einstecken der Anschlusssegmente 108 in den Tragkörper 102, in dem Bereich
der ersten Aufweitung 124 oder ganzflächig in den Bereich der Anlagefläche 246 einen
vorzugsweisen anaerob aushärtenden und elektrisch leitfähigen Klebstoff oder ein anderweitiges
elektrisch leitfähiges Verbindungsmittel einzubringen, wobei insbesondere die erste
Aufweitung 124 als eine Art Depotraum für ein solches Verbindungsmittel eingesetzt
werden kann. Zur Verbesserung der Verbindung zwischen Anschlusssegment 108 und Laufflächensegment
112 kann das Laufflächensegment 112 mindestens auf der dem Anschlusssegment 108 zugewandten
Fläche, gegebenenfalls auch ganzflächig, entsprechend beschichtet sein, beispielsweise
verzinnt sein. Die Fig. 9 zeigt eine Draufsicht auf ein besonderes Ausführungsbeispiel
der Laufflächensegmente, nämlich in Form einer vorsegmentierten Laufflächenscheibe
350. Die Fig. 10 zeigt einen Schnitt entlang X-X in der Fig. 9.
[0059] Eine solche Laufflächenscheibe 350 kann durch radiale Trennschnitte in die einzelnen
Laufflächensegmente 312a, 312b segmentiert werden. Im vorliegenden Fall wird diese
Segmentierung durch bei der Formgebung der Laufflächenscheibe 350 bereits eingeformte
radiale Nuten 352 in Verbindung mit einem Reduzieren der Dicke der Laufflächenscheibe
350 erreicht. Die Tiefe der Nuten 352 erstreckt sich, wie insbesondere der Querschnitt
in Fig. 10 zeigt, nur bis etwa zur Hälfte der Dicke der Laufflächenscheibe 350. Insbesondere
verbleibt in dem Bereich der Laufflächenscheibe 350, der dem Tragkörper abgewandt
ist, ein Verbindungsring 354, der die einzelnen Laufflächensegmente 312a, 312b miteinander
verbindet. Im Bereich dieses Verbindungsrings 354 sind Handhabungs- oder Werkzeugangriffsflächen
356 vorgesehen, mittels denen die Laufflächenscheibe 350 maschinell und automatisierbar
dem jeweiligen Tragkörper zuführbar ist. Die Werkzeugangriffsflächen 356 können dabei
in Umfangsrichtung gleich verteilt angeordnet sein, insbesondere jeweils im Bereich
der Laufflächensegmente 312a, 312b.
[0060] Auf der dem Tragkörper zugewandten Seite bildet die Laufflächenscheibe 350 Vorsprünge
358 aus, die hinsichtlich ihrer Zahl und/oder Anordnung an die Anordnung der Laufflächensegmente
312a, 312b angepasst sein kann. Insbesondere können diese Vorsprünge 358 in ihrer
Form und Anordnung an die an dem Tragkörper 202 vorgesehene erste Aufweitung 224 angepasst
sein, insbesondere in diese formschlüssig eingreifen. Dadurch ist eine vereinfachte
Positionierung der Laufflächenscheibe 350 an dem Tragkörper 302 gewährleistet.
[0061] Nach dem Verbinden der Laufflächenscheibe 350 mit den Anschlusssegmenten bzw. dem
Tragkörper 202, kann die Laufflächenscheibe 350 an ihrer freiliegenden Planfläche
abgedreht werden bis auf eine Höhe, die in der Fig. 10 durch die strichpunktierte
Linie 360 angedeutet ist. Dadurch erfolgt das Abdrehen bis in den Bereich der Nuten
352 hinein, sodass die Laufflächensegmente 312a, 312b dadurch vereinzelt sind. Das
Vornehmen von Trennschnitten ist daher nicht mehr erforderlich.
[0062] Die Fig. 11 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Plankommutators 401 in der
Seitenansicht, und zwar im noch nicht zusammengebauten Zustand. Der Tragkörper 402
ist in der oberen Bildhälfte teilweise im Schnitt dargestellt und in der unteren Bildhälfte
in der Ansicht. In der unteren Bildhälfte ist der Tragkörper 402 außerdem mit eingesteckten
Anschlusssegmenten 408 dargestellt.
[0063] Eine Besonderheit gegenüber den vorigen Ausführungsbeispielen besteht darin, dass
das Anschlusssegment 408, insbesondere dessen Kopfabschnitt 408a, vorzugsweise einstückig
einen Kragen 408e ausbildet, der mindestens abschnittsweise den im Ausführungsbeispiel
der Fig. 8 vom Tragkörper 202 gebildeten Außenring 242 bildet. Dadurch ist ein radial
außenseitiger Schutz für das Laufflächensegment 412 gebildet und/oder eine Anlagefläche
zum Positionieren und Ausrichten des Laufflächensegments 412. Außerdem kann dadurch
das Anschlusssegment 408 beim Anschweißen der Spulenwicklung zusätzlich fixiert werden,
insbesondere in radialer Richtung.
[0064] Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass das Anschlusssegment 408 von der den
Laufflächensegmenten 412 zugewandten Seite des Tragkörpers 402 einsteckbar ist. Das
Einstecken der Anschlusssegmente 408 erfolgt dabei bis zur Anlage an zugehörige Anschlagsflächen
462 des Tragkörpers 402, die mit der Längsachse 404 vorzugsweise einen rechten Winkel
einschließen. Die Laufflächensegmente 412 weisen auf ihrer den Anschlusssegmenten
408 zugewandten Fläche 464 eine Beschichtung auf, beispielsweise aus Zinn, Kupfer
oder Messing, durch welche eine sichere mechanische und elektrische Verbindung mit
den Anschlusssegmenten 408 gewährleistet ist.
[0065] Die Fig. 12 zeigt die Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel der Fig. 11. Der Kragen
408e ist in der Draufsicht bogenförmig in Bezug auf die Längsachse 404 mit einem Bogenwinkel
von etwa der Hälfte des Bogenwinkels eines Laufflächensegments 412; im dargestellten
Ausführungsbeispiel beträgt der Bogenwinkel des Kragens 408e etwa 20°.
[0066] Die Fig. 13 zeigt den Plankommutator 401 der Fig. 11 im zusammengebauten Zustand
in der Seitenansicht. An der den Laufflächensegmenten 412 zugewandten Stirnseite des
Tragkörpers 402 ist eine im dargestellten Ausführungsbeispiel kreisrunde Aussparung
466 vorgesehen (Fig. 11), die einen Depotraum für das Verbindungsmittel zum Verbinden
des Anschlusssegments 408 mit dem zugehörigen Laufflächensegment 412 bildet. Im dargestellten
montierten Zustand weist der Kragen 408e axial einen Überstand über die freiliegende
Planfläche des Laufflächensegments 412 auf. Durch anschließenden Materialabtrag, insbesondere
durch Plandrehen, werden die Anschlusssegmente 408, die Laufflächensegmente 412 und
der Tragkörper 402 eingeebnet zur Bildung der Lauffläche 414 des Plankommutators 401.
[0067] In einer alternativen besonderen Ausführungsform weist der Kragen 408e dagegen axial
keinen Überstand über die freiliegende Planfläche des Laufflächensegments 412 auf,
sondern ist gegenüber der Planfläche oder sogar gegenüber der Lauffläche 414 zurückversetzt,
insbesondere um einen oder mehrere Zehntel Millimeter gegenüber der Lauffläche 414
zurückversetzt. Dadurch muss beim Einebnen der Laufflächensegmente 412 kein Material
des Kragens 408e abgetragen werden, wodurch der Vorgang beispielsweise des Plandrehens
vereinfacht ist. Typisch weisen die Laufflächensegmente 412 im Scheibenverbund eine
Dicke von etwa 2,5 mm auf, die durch Plandrehen auf etwa 2 mm reduziert wird. Die
axiale Länge des Kragens 408e beträgt typisch zwischen 1,5 und 1,8 mm.
[0068] Auch bei dieser alternativen Ausführungsform kann allerdings der Tragkörper 402 den
Innenring bildende Ringsegmente 444a aufweisen, die axial einen Überstand über die
freiliegende Planfläche der Laufflächensegmente 412 aufweisen. Insbesondere können
diese Ringsegmente an ihrem stirnseitigen Ende eine Fase (siehe auch Fig. 15) aufweisen,
durch die ein Einsetzen der Laufflächensegmente 412 vereinfacht ist. Insbesondere
wenn die Laufflächensegmente 412 im Scheibenverbund eingesetzt werden, ist durch den
axialen Überstand der Ringsegmente 444a ein Verkanten der Scheibe an dem Kragen 408e
und damit die Gefahr einer Beschädigung der Scheibe zuverlässig verhindert.
[0069] Die Fig. 14 zeigt die zugehörige Draufsicht auf den Plankommutator 401 der Fig. 13.
Der Kragen 408e bildet radial außen den Stützring für die Laufflächensegmente 412,
wohingegen der Tragkörper 402 radial innen eine Abstützung durch den einstückig ausgebildeten
Innenring 444 bildet.
[0070] Die Fig. 15 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Tragkörpers 502. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8 sind die Öffnungen 518 für die Aufnahme von
Anschlusssegmenten angepasst, deren Fußabschnitt annähernd die Form eines Drachenvierecks
hat, wobei die radial innenseitige Spitze des Drachenvierecks abgeflacht ist und die
radial außenseitige Spitze des Drachenvierecks in die Öffnung für den Verbindungsabschnitt
übergeht. Der von den einander zugewandten Flächen des radial äußeren Bereichs des
Fußabschnitts und des radial inneren Bereichs des Kopfabschnitts der Anschlusssegmente
eingeschlossene Winkel (vgl. Fig. 2) beträgt zwischen 30 und 60°, insbesondere etwa
50°.
[0071] Die erste Aufweitung 524 ist an die Querschnittsform des Fußabschnitts der Anschlusssegmente
angepasst und im dargestellten Ausführungsbeispiel insbesondere fünfeckig. Die Überlappung
der ersten Aufweitung 524 in Bezug auf die Öffnung 518 in Umfangsrichtung ist dabei
im Bereich der radial verlaufenden Begrenzungslinien der Querschnittsform der Öffnung
518 verhältnismäßig gering oder sogar verschwindend. Ein das Anschlusssegment in dem
Tragkörper 502 verankernder Überstand ist dagegen insbesondere radial innenseitig
und radial außenseitig zu den sonstigen Begrenzungslinien der Querschnittsform der
Öffnung 518 gegeben.
[0072] Die den Innenring bildenden Ringsegmente 544a weisen an ihrem stirnseitigen Ende
eine radial nach außen gerichtete Fase 544b auf, die ein Einsetzen der (in der Fig.
15 nicht dargestellten) Laufflächensegmente vereinfacht. In entsprechender Weise können
auch die den Außenring bildenden Ringsegmente 542a eine nach radial innen gerichtete
Fase aufweisen.
1. Plankommutator (101) aufweisend einen Tragkörper (102) aus einem elektrisch isolierenden
Werkstoff, eine Vielzahl von Anschlusssegmenten (108) aus einem elektrisch leitfähigen
Werkstoff für den Anschluss von jeweils mindestens einem Ende einer Spulenwicklung,
und eine Vielzahl von Laufflächensegmenten (112), welche eine Lauffläche (14) des
Plankommutators (101) bilden, wobei die Laufflächensegmente (112) mit den Anschlusssegmenten
(108) mechanisch fest und elektrisch leitend verbunden sind, und der Tragkörper (102)
und/oder die Anschlusssegmente (108) einstückig ausgebildet sind, und wobei der Tragkörper
(102) vorgefertigt ist und Öffnungen (118) aufweist, in welche die Anschlusssegmente
(108) eingesteckt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (102) im Bereich der Öffnungen (118) in Bezug auf die eingesteckten
Anschlusssegmente (108) mindestens abschnittsweise ein Übermaß aufweist, dass die
Anschlusssegmente (108) aufgrund einer Klemmwirkung des Tragkörpers (102) festgelegt
sind, und dass die Klemmwirkung durch das mindestens abschnittsweise Übermaß des Tragkörpers
(102) in Bezug auf das Anschlusssegment (108) hervorgerufen ist.
2. Plankommutator (101) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusssegmente (108) einen Kopfabschnitt (108a) und einen Fußabschnitt (108c)
aufweisen, die über einen Verbindungsabschnitt (108b) miteinander verbunden sind,
und dass der Verbindungsabschnitt (108b) aufgrund eines mindestens abschnittsweisen
Übermaßes des Tragkörpers (102) im Bereich der Öffnung (118) elastisch verformt ist
und dadurch die Anschlusssegmente (108) klemmend an dem Tragkörper (102) festgelegt
sind.
3. Plankommutator (101) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem Kopfabschnitt (108a) und dem Fußabschnitt (108c) liegende Teil des
Tragkörpers (102) durch die elastische Verformung des Anschlusssegments (108) untere
Druckspannung gesetzt ist.
4. Plankommutator (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufflächensegmente (112) gegenüber den Anschlusssegmenten (108) in Radialrichtung
und/oder Umfangsrichtung, bezogen auf eine Drehachse des Plankommutators (101), einen
Überstand aufweisen.
5. Plankommutator (101) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufflächensegmente (112) im Bereich des Überstandes mindestens abschnittsweise
an dem Tragkörper (102) anliegen.
6. Plankommutator (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf der Öffnungen (118) im Tragkörper (102) mindestens eine Richtungskomponente
parallel zu einer Längsachse (104) des Tragkörpers (102) aufweist, insbesondere dass
die Öffnungen (118) sich parallel zu einer Längsachse (104) des Tragkörpers (102)
erstrecken.
7. Plankommutator (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (118) im Tragkörper (102) im Bereich des den Laufflächensegementen
(112) zugewandten Endes der Anschlusssegmente (108) eine Aufweitung (124, 128) aufweisen.
8. Plankommutator (101) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusssegmente (108) im eingesteckten Zustand mit ihrem den Laufflächensegmenten
(112) zugewandten Ende in den Bereich der Aufweitung (124, 128) hinein ragen.
9. Plankommutator (101) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufweitung (124, 128) der Öffnungen (118) einen Aufnahmeraum für ein Verbindungsmittel
zum Verbinden der Anschlusssegmente (108) mit den Laufflächensegmenten (112) bildet.
10. Plankommutator (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusssegmente (108) durch die mechanisch feste Verbindung mit den Laufflächensegmenten
(112) an dem Tragkörper (102) verankert sind.
11. Plankommutator (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusssegmente (108) mindestens im Bereich der Verbindung mit den Laufflächensegmenten
(112) eine Beschichtung aufweisen.
12. Verfahren zum Herstellen eines Plankommutators (101) mit den Schritten:
• Herstellen eines Tragkörpers (102) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff,
wobei der Tragkörper (102) Öffnungen (118) für die Aufnahme von Anschlusssegmenten
(108) aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff aufweist für den Anschluss von jeweils
mindestens einem Ende einer Spulenwicklung, wobei der Tragkörper (102) im Bereich
der Öffnungen (118) in Bezug auf die eingesteckten Anschlusssegmente (108) mindestens
abschnittsweise ein Übermaß aufweist,
• Einstecken der Anschlusssegmente (108) in die Öffnungen (118) des Tragkörpers (102),
wobei die Anschlusssegmente (108) aufgrund einer Klemmwirkung des Tragkörpers (102)
festgelegt werden, und wobei die Klemmwirkung durch das mindestens abschnittsweise
Übermaß des Tragkörpers (102) in Bezug auf das Anschlusssegment (108) hervorgerufen
wird,
• Festlegen von die Lauffläche des Plankommutators (101) bildenden Laufflächensegmente
(112) an dem Plankommutator (101) durch mechanisch festes und elektrisch leitfähiges
Verbinden der Laufflächensegmente (112), einzeln oder in einem Verbund, mit den Anschlusssegmenten
(108).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusssegmente (108) beim Einstecken in den Tragkörper (102) im Bereich ihres
den Laufflächensegmenten (112) zugewandten Endes eine Aufweitung in Radialrichtung
und/oder Umfangsrichtung, bezogen auf eine Drehachse des Plankommutators (101), erfahren.
1. Flat commutator (101) having a carrier body (102) comprising an electrically insulating
material, a plurality of connection segments (108) comprising an electrically conductive
material for the connection of at least one end of a coil winding, and a plurality
of contact surface segments (112) which form a contact surface (14) of the flat commutator
(101), the contact surface segments (112) being connected to the connection segments
(108) in a mechanically secure and electrically conductive manner, and the carrier
body (102) and/or the connection segments (108) being constructed in an integral manner,
and the carrier body (102) being prefabricated and having openings (118) in which
the connection segments (108) are inserted, characterised in that the carrier body (102) in the region of the openings (118) at least partially has
an overdimension with respect to the inserted connection segments (108), in that the connection segments (108) are secured owing to a clamping effect of the carrier
body (102) and in that the clamping effect is brought about by the at least partial overdimension of the
carrier body (102) with respect to the connection segment (108).
2. Flat commutator (101) according to claim 1, characterised in that the connection segments (108) have an upper portion (108a) and a lower portion (108c)
which are connected to each other by means of a connection portion (108b) and in that the connection portion (108b) is resiliently deformed owing to an at least partial
overdimension of the carrier body (102) in the region of the opening (118) and the
connection segments (108) are thereby secured to the carrier body (102) in a clamping
manner.
3. Flat commutator (101) according to claim 1 or claim 2, characterised in that the portion of the carrier body (102) located between the upper portion (108a) and
the lower portion (108c) is placed under compression stress by the resilient deformation
of the connection segment (108).
4. Flat commutator (101) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the contact surface segments (112) have a projection with respect to the connection
segments (108) in a radial direction and/or peripheral direction, relative to a rotation
axis of the flat commutator (101).
5. Flat commutator (101) according to claim 4, characterised in that the contact surface segments (112) at least partially abut the carrier body (102)
in the region of the projection.
6. Flat commutator (101) according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the course of the openings (118) in the carrier body (102) has at least one direction
component parallel with a longitudinal axis (104) of the carrier body (102), in particular
that the openings (118) extend parallel with a longitudinal axis (104) of the carrier
body (102)
7. Flat commutator (101) according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the openings (118) in the carrier body (102) have a widened portion (124, 128) in
the region of the end of the connection segments (108) facing the contact surface
segments (112).
8. Flat commutator (101) according to claim 7, characterised in that the connection segments (108) in the inserted state protrude into the region of the
widened portion (124, 128) with the end thereof facing the contact surface segments
(112).
9. Flat commutator (101) according to claim 7 or claim 8, characterised in that the widened portion (124, 128) of the openings (118) forms a receiving space for
a connection means for connecting the connection segments (108) to the contact surface
segments (112).
10. Flat commutator (101) according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the connection segments (108) are secured to the carrier body (102) by the mechanically
secure connection with respect to the contact surface segments (112).
11. Flat commutator (101) according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the connection segments (108) have a coating at least in the region of the connection
to the contact surface segments (112).
12. Method for producing a flat commutator (101) with the following steps of:
• producing a carrier body (102) from an electrically insulating material, the carrier
body (102) having openings (118) for receiving connection segments (108) comprising
an electrically conductive material for the connection of at least one end of a coil
winding, the carrier body (102) at least partially having an overdimension in the
region of the openings (118) with respect to the inserted connection segments (108),
• inserting the connection segments (108) into the openings (118) of the carrier body
(102), the connection segments (108) being secured owing to a clamping effect of the
carrier body (102), and the clamping effect being brought about by the at least partial
overdimension of the carrier body (102) with respect to the connection segment (108),
• securing contact surface segments (112) which form the contact surface of the flat
commutator (101) to the flat commutator (101) by connecting the contact surface segments
(112), individually or in combination, to the connection segments (108) in a mechanically
secure and electrically conductive manner.
13. Method according to claim 12, characterised in that the connection segments (108), when inserted into the carrier body (102), are subjected
to an expansion in a radial direction and/or peripheral direction with respect to
a rotation axis of the flat commutator (101), in the region of the end thereof facing
the contact surface segments (112).
1. Commutateur (101) plan comportant un corps (102) de support en un matériau isolant
du point de vue électrique, une pluralité de segments (108) de connexion en un matériau
conducteur de l'électricité pour la connexion de respectivement au moins une extrémité
d'un enroulement de bobine et une pluralité de segments (112) de portée, qui forment
une portée (14) du commutateur (101) plan, les segments (112) de portée étant reliés
mécaniquement et d'une manière conductrice de l'électricité aux segments (108) de
connexion et le corps (102) de support et/ou les segments (108) de connexion étant
constitués en une seule pièce et dans lequel le corps (102) de support est préfabriqué
et comporte des ouvertures (118) dans lesquelles les segments (108) de connexion sont
enfilés, caractérisé en ce que le corps (102) de support a dans la zone des ouvertures (118) par rapport aux segments
(108) de connexion enfilés au moins par endroit un surdimensionnement, en ce que les segments (108) de connexion sont fixés sur la base d'un effet de serrage du corps
(102) de support, et en ce que le serrage est provoqué par le surdimensionnement au moins par endroit du corps (102)
de support par rapport au segment (108) de connexion.
2. Commutateur (101) plan suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les segments (108) de connexion ont une partie (108a) de tête et une partie (108c)
de pied, qui sont reliées entre elles par une partie (108b) de liaison, et en ce que la partie (108b) de liaison est, en raison d'un surdimensionnement au moins par endroit
du corps (102) de support, déformée élastiquement dans la zone de l'ouverture (118)
et ainsi les éléments (108) de connexion sont fixés sur le corps (102) de support
en y étant serrés.
3. Commutateur (101) plan suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie du corps (102) de support se trouvant entre la partie (108a) de tête et
la partie (108c) de pied est mise sous une contrainte de compression par la déformation
élastique du segment (108) de connexion.
4. Commutateur (101) plan suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les segments (112) de portée comportent par rapport aux segments (108) de connexion
dans la direction radiale et/ou dans la direction périphérique un dépassement par
rapport à un axe de rotation du commutateur (101) plan.
5. Commutateur (101) plan suivant la revendication 4, caractérisé en ce que les segments (112) de portée s'appliquent dans la zone du dépassement au moins par
endroit au corps (102) de support.
6. Commutateur (101) plan suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le tracé des ouvertures (118) dans le corps (102) de support a au moins une composante
directionnelle parallèle à un axe (114) longitudinal du corps (102) de support, notamment
en ce que les ouvertures (118) s'étendent parallèlement à un axe (104) longitudinal du corps
(102) de support.
7. Commutateur (101) plan suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les ouvertures (118) dans le corps (102) de support ont un élargissement (124, 128)
dans la zone de l'extrémité des segments (108) de connexion tournée vers les segments
(112) de portée.
8. Commutateur (101) plan suivant la revendication 7, caractérisé en ce que les segments (108) de connexion pénètrent à l'état enfilé par leur extrémité tournée
vers les segments (112) de portée dans la zone de l'élargissement (124, 128).
9. Commutateur (101) plan suivant la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que l'élargissement (124, 128) des ouvertures (118) forme un espace de réception d'un
moyen de liaison des segments (108) de connexion aux segments (112) de portée.
10. Commutateur (101) plan suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les segments (108) de connexion sont ancrés au corps (102) de support par la liaison
solide mécaniquement avec les segments (112) de portée.
11. Commutateur (101) plan suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les segments (108) de connexion ont un revêtement au moins dans la zone de la liaison
avec les segments (112) de portée.
12. Procédé de fabrication d'un commutateur (101) plan comprenant les stades dans lesquels
:
• on fabrique un corps (102) de support en un matériau isolant électriquement, le
corps (102) de support ayant des ouvertures (118) de réception de segments (108) de
connexion en un matériau conducteur de l'électricité pour la connexion de respectivement
au moins une extrémité d'un enroulement de bobine, le corps (102) de support ayant
dans la zone des ouvertures (118) au moins par endroit un surdimensionnement par rapport
aux segments (108) de connexion enfilés,
• on enfile les segments (108) de connexion dans les ouvertures (118) du corps (102)
de support, les segments (108) de connexion étant fixés en raison d'un effet de serrage
du corps (102) de support et dans lequel l'effet de serrage est provoqué par le surdimensionnement
au moins par endroit du corps (102) de support par rapport aux segments (108) de connexion,
• on fixe des segments (112) de portée formant les portées du commutateur (101) plan
sur le commutateur (101) plan par liaison solide mécaniquement et conductrice de l'électricité
des segments (112) de portée individuellement en combinaison aux segments (108) de
connexion.
13. Procédé suivant la revendication 12, caractérisé en ce que les segments (108) de connexion subissent, lorsqu'ils sont enfilés dans le corps
(102) de support, dans la zone de leur extrémité tournée vers les segments (112) de
portée un élargissement dans la direction radiale et/ou dans la direction périphérique
rapportée à un axe de rotation du commutateur (101) plan.