[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Hülle gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] In dieser Schrift werden unter dem Begriff «elektronische Karte» generell elektronische
Ausweiskarten subsummiert, die auch unter den Begriffen wie SmartCard, Chipkarte,
elektronisches Billett, Proximity Cards, Vincinity Cards, Mitarbeiter-Badges und weiteren
bekannt sind. Proximity Cards und Vincinity Cards sind gemäss ISO standardisiert,
dies ist in ISO 14443 [1] und ISO 15693 [2] festgelegt.
[0003] Die in der Liste der verwendeten Abkürzungen und Akronyme aufgeführten Begriffe und
Definitionen sind im Sinne eines Glossars integraler Bestandteil dieser Schrift. Daher
werden nicht alle Akronyme und Begriffe speziell eingeführt. Anstelle einer deutschen
Nichtfachsprache werden darüber für einzelne Einheiten die gängigen englischen Ausdrücke
wie z.B. «Timer» verwendet bzw. im Anhang teilweise auch zweisprachig aufgeführt.
Ebenso sind teilweise die mit einem Bauelement realisierte Funktionen mit dem gleichen
Bezugszeichen wie das Bauelement versehen.
[0004] Proximity Cards PICC können Daten zu einer Leseeinheit PCD im Bereich von etwa 1
bis 10 cm übertragen. Daher ist für die Gewährung des Zutritts zu einer Zone eine
Person gezwungen, die Karte in die Nähe der Leseeinheit PCD zu bringen. Dies ist insbesondere
bei der Zufahrt zu einer Garage nachteilig, da dazu das Fenster des Fahrzeugs geöffnet
werden muss. Dabei besteht insbesondere die Gefahr, dass die Karte bei dieser Manipulation
auf den Boden fällt.
[0005] Zur Lösung dieses Problems sind sogenannte «Combi-Booster» bekannt, beispielsweise
von der Firma Nedap [3], [9]. Ein «Booster» ist ein elektronisches tragbares Gerät
(=elektronische Hülle), in das eine Proximity Card eingeschoben ist. Ein Kennzeichen,
meistens ein personenbezogenes nachstehend «personifiziertes» Kennzeichen genannt,
wird von der Proximity Card über die Funkschnittstelle in die Hülle transferiert.
Diese Hülle sendet diese empfangene Identität auf einer anderen Frequenz, z.B. auf
dem ISM-Band von 2.45 GHz an eine ortsfeste Empfangseinheit. Das empfangene Kennzeichen
wird in einem Hintergrundsystem ausgewertet und bei Übereinstimmung wird ein Freigabesignal
zur Gewährung des Zugangs erzeugt. Die Hülle kann dabei ebenfalls ein weiteres Kennzeichen
enthalten, so dass der Zugang nur mit der betreffenden Hülle und der Karte möglich
ist. Im Sinne dieser Schrift wird unter Hülle ein tragbares, elektronisches Gerät
verstanden, das eine elektronische Karte aufnehmen kann und mit Mitteln versehen ist
zur Kommunikation mit der Karte und einer externen Sende-/Empfangseinheit. Die vorstehende
Lösung von NEDAP ist auch der Schrift
EP 0 575 013 A1 [9] zu entnehmen.
[0006] Ein solches System ist auch für eine Zugangskontrolle wünschenswert, bei der eine
Person eine solche Hülle mit einer eingesteckten elektronischen Karte trägt. Die vorgenannte
Lösung für Parkanlagenzufahrt ist aus folgenden Gründen nicht befriedigend:
- Die Autonomie ist beschränkt bzw. muss durch eine Installation in einem Fahrzeug mit
drahtgebundener Energiezuführung betrieben werden.
- Die Reichweite ist höchstens statisch einstellbar. Dies führt automatisch zu einer
Erfassung, sobald eine solche Hülle in die Nähe eines Durchgangsbereiches kommt. Dabei
ist unter Nähe ein Abstand in der Grössenordnung von 10m bis 50m zu verstehen.
- Bedingt durch die grosse, nicht dynamisch einstellbare Reichweite ergibt sich in der
Nähe einer Durchgangszone eine Kommunikation mit einer Vielzahl von solchen Hüllen.
Dazu sind per se Antikollisionsalgorithmen zu implementieren und der Durchsatz von
Daten nimmt ab. Dieses Problem kann partiell dadurch gelöst werden, in dem der Benutzer
mit einem auf der Hülle vorhandenen Betätigungselement eine Aktivierung vornehmen
kann.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektronische Hülle zu
schaffen, die einerseits die vorstehenden Nachteile überwindet und darüber hinaus
erlaubt:
- hohe Autonomie der Hülle;
- sichere Funktion auch bei einer Vielzahl von Hüllen mit eingesteckten Karten vor einer
Durchgangszone;
- einsetzbar für verschiedene Typen von elektronischen Karten;
- einfache Implementierung einer gesicherten Übertragung, z.B. auch mit Public Key Infrastructure
PKI;
- Einfache Wiederverwendung von bestehenden Zugangseinheiten;
- einfache Handhabung durch den Benutzer und somit eine Komfortsteigerung, z.B. durch
einen sogenannten «Handsfree» - Zugang.
[0008] Diese Aufgabe wird für die Hülle durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0009] Durch die erfindungsgemässe elektronische tragbare Hülle gemäss dem Patentanspruch
1,
erfolgt eine Aktivierung der elektronischen Hülle nur bei Bedarf und somit ist der
Energieverbrauch minimiert bzw. eine hohe Autonomie gewährleistet. Durch die gezielte
Aktivierung durch das elektromagnetische Feld werden nur die Karten in einem bestimmten
Abstand vor der Durchgangszone aktiviert, so dass die Kommunikation mit wesentlich
geringeren Kollisionen erfolgt und damit sicherer wird. Die bidirektionale Kommunikation
erlaubt den Austausch von Schlüsseln, so dass eine Kryptologie auf die klassische
Art implementiert werden kann.
[0010] Die bidirektionale Kommunikation ist ferner durch die vorgängige Aktivierung der
Hülle ebenfalls mit über die Zeit gesehen einem geringen Energieverbrauch verbunden,
da ein Polling von der Hülle aus oder eine Empfangsbereitschaft auf sogenannte von
der Zugangseinheit ausgesandte Broadcastmeldungen entfällt. Die bidirektionale Kommunikation
kann gemäss dem Inhalt von
EP 1 210 693 B1 [4] in einem Zeitraster intermittierend ausgestaltet sein.
[0011] In abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
angegeben.
[0012] Zur weiteren Erhöhung der Autonomie kann vorgesehen sein, dass die Hülle nur bei
eingeschobener Karte eine bidirektionale Kommunikation mit der Zugangseinheit vornehmen
kann. Dadurch kann darüber hinaus sichergestellt sein, dass eine Erfassung nur dann
stattfindet, wenn der Benutzer dies wirklich will im Sinne einer aktiven Willenshandlung
und nicht etwa durch zufälliges Vorbeigehen an einer Durchgangszone. Diese Willenshandlung
manifestiert sich z.B. durch Drücken eines definierten Bedienelementes auf der Hülle.
[0013] Die Hülle kann ein Display zur Anzeige von über die bidirektionale Kommunikation
übermittelten Informationen aufweisen. Am Display können somit je nach Anwendung und
Verwendung beispielsweise angezeigt werden:
- Gespeicherte Berechtigungen,
- konfiguriertes Benutzerprofil,
- frühere Transaktionen und Erfassungen,
- Restsaldo einer auf der Karte implementierten Cashfunktion.
[0014] Mit wenigstens einem auf der Hülle angeordneten Bedienelement, z.B. Druckknopf oder
Tasten auf der Hülle können Konfigurationen vorgenommen und das Display gesteuert
werden. Die Bedienelemente können zusätzlich gegen Fehlmanipulationen bei zufälligem
Drücken geschützt werden. Dieser Schutz kann softwaremässig oder mechanisch realisiert
werden. Ebenso kann mit den Bedienelementen eine aktive Willenshandlung für den Zugang
zu einer Zone durch den Benutzer vorgenommen werden.
[0015] Durch die bidirektionale Kommunikation zwischen Hülle und Zugangseinheit ist es möglich,
dass mit einem in der Zugangseinheit befindlichen konventionellen Kartenleser die
abgesetzte Karte in der Zugangseinheit emuliert wird. Dadurch können einerseits bestehende
Zugangseinheiten weiter verwendet werden und andererseits braucht die Schnittstelle
zwischen Zugangseinheit und dem Managementsystem nicht offengelegt zu werden.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Figur 1
- Räumliche Anordnung der verschieden funktionalen Einheiten an einer Durchgangszone;
- Figur 2
- Blockschaltbild einer Hülle und einer zugeordneten Zugangseinheit in einer ersten
Ausführungsform;
- Figur 3
- Blockschaltbild einer Hülle und einer zugeordneten Zugangseinheit in einer zweiten
Ausführungsform;
- Figur 4
- Blockschaltbild einer Hülle und einer zugeordneten Zugangseinheit in einer dritten
Ausführungsform mit einer Public Key Infrastruktur;
- Figur 5
- Detaillierteres Blockschaltbild einer elektroni- schen Hülle mit einem Kartenempfangsmodul;
- Figur 6
- Konstruktive Ausgestaltung der elektronischen Hülle in verschiedenen perspektivischen
Ansichten;
- Figur 7
- Lösung der Ankopplung einer Legic-Card gemäss dem Stand der Technik;
- Figur 8
- Ankopplung einer Legic-Card gemäss einer bevor- zugten Ausführungsform.
[0017] Einen Überblick über die prinzipielle Funktion der erfindungsgemässen Hülle wird
nachfolgend anhand der Figur 1 gegeben. Detaillierte Angaben zu den einzelnen Einheiten
und ihrer Funktion erfolgen mit den weiteren Figuren 2 bis 6.
[0018] Figur 1 zeigt die räumliche Anordnung der verschiedenen funktionalen Einheiten an
einer Durchgangszone 50, die durch je zwei Durchlass-Säulen 51 gebildet wird. Eine
solche Säule enthält eine weitere Sendeeinheit 40, die ein elektromagnetisches Feld
42 im sogenannten Nahbereich aussendet, vorzugsweise ist eine «tiefe» Frequenz im
ISM-Band von z.B. 6.78 MHz vorgesehen. Für die Gewährung des Zugangs wird die von
einer Person getragene elektronische Hülle 20 bei Annäherung an die Durchgangszone
50 aktiv geschaltet. Dadurch wird eine bidirektionale Kommunikation 25 auf einer «höheren»
Frequenz im Band von vorzugsweise 868 MHz initiiert. In die Hülle 20 ist eine Karte
1 eingesteckt. Mit der vorgenannten bidirektionalen Kommunikation 25 wird ein Kennzeichen
von der Hülle 20 zu einer Zugangseinheit 30 übermittelt. Das meist personifizierte
Kennzeichen ist dabei vorgängig von der Karte 1 in der Hülle 20 drahtlos übermittelt
worden. Von der Zugangseinheit 30 wird dieses Kennzeichen über eine Schnittstelleneinheit
61 einem Managementsystem 60 zugeführt, in dem dieses Kennzeichen ausgewertet wird.
Bei Übereinstimmung mit einem gespeicherten Kennzeichen wird ein Freigabesignal generiert,
das einer bei den Säulen 51 angeordneten realen oder virtuellen Schranke zugeführt
wird. Diese in der Figur 1 nicht dargestellte Schranke wird durch dieses Freigabesignal
geöffnet und ermöglicht somit den Eintritt in eine geschützte Zone. Als virtuelle
Schranke kann auch ein Lichtsignal vorgesehen sein. Zur Kontrolle des tatsächlichen
Passierens kann eine Lichtschranke 41 vorgesehen werden. Die in Figur 1 gezeigte oder
eine weitere Lichtschranke oder eine Annäherungsschaltung können die Sendeeinheit
40 aktivieren. Auf diese Weise ist zusätzlich gesichert, dass nur solche Hüllen die
bidirektionale Kommunikation 25 mit der Zugangseinheit 30 aufnehmen, die vorgängig
aktiviert wurden.
[0019] Für die Erläuterung der Wirkungsweise des Aktiv-Schaltens mit einer tiefen Frequenz
der Hülle 20 und der anschliessend erfolgenden bidirektionalen Kommunikation wird
auf die Schrift
EP 1 210 693 B1 [4] verwiesen, insbesondere auf eine energiesparende intermittierende bidirektionale
Kommunikation 25 auf der höheren Frequenz. Das Aktivschalten der Hülle, gegebenenfalls
mit verschiedenen Stufen durch das von der Sendeeinheit 40 ausgesandte elektromagnetische
Feld ist der Schrift
WO 03/017207 [5] zu entnehmen.
[0020] Die konstruktive Ausgestaltung der Hülle 20 ist in verschiedenen perspektivischen
Ansichten in Figur 6 gezeigt. Die Hülle 20 ist vorzugsweise mit einem üblichen Clip
26 versehen, so dass diese Hülle auf die gleiche Weise wie eine in einer Schutzhülle
getragene Karte benutzt, d.h. sichtbar an einem Kleidungsstück getragen werden kann.
Je nach Ausführungsart kann dabei die Karte 1 vollständig oder nur teilweise durch
die Öffnung 27 in die Hülle 1 eingesteckt werden. Des Weiteren ist es möglich, dass
die eingesteckte Karte 1 auf der einen Seite partiell oder vollständig sichtbar ist.
Dabei ist nicht erforderlich, dass die sichtbare Seite noch ein durchsichtiges Element
der Hülle 20 aufweist. An dieser Stelle wird nochmals darauf hingewiesen, dass die
Übertragung gemäss den gängigen Standards von der Karte 1 in die Hülle 20 über eine
Funkverbindung erfolgt, für Proximity Cards z.B. auf einer Frequenz von 13.56 MHz
gemäss ISO/IEC 14443-2 [2]. Die Hülle 20 hat neben der Kommunikationsfunktion gemäss
der vorliegenden Erfindung für den Benutzer auch eine Schutzfunktion für die Karte
1 wie auch eine Aufbewahrungsfunktion für die Karte 1. Beispielsweise kann ein Velofahrer
mit einer eine Karte 1 enthaltenden Hülle 20 dadurch den Zugang zu einer Zone erlangen,
ohne dass hiefür eine Benutzerinteraktion an der Hülle 20 erforderlich ist. Der Velofahrer
führt dabei diese Hülle 20 einfach in seinem Rucksack mit.
[0021] Figur 2 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild einer elektronischen Hülle 20 und
einer zugeordneten Zugangseinheit 30, die bei einer Durchgangszone 50 angeordnet ist.
Die Hülle 20 weist ein Kartenempfangsmodul 22 und eine Antenne 21 auf, um die Daten
der Karte, das ist im Besonderen ein Kennzeichen, auf die übliche drahtlose Art zur
Hülle zu transferieren. Als Kartenempfangsmodul 22 kann beispielsweise der Baustein
EM4094 von EM Microelectronic Marin SA [6] eingesetzt werden. Für die Kommunikation
zur Zugangseinheit, z.B. auf der Frequenz 868 MHz, ist ein Sende-/Empfangsmodul 23
im Sinne der Schrift
EP 1 210 693 B1 [4] in der Hülle 20 enthalten. Zwischen dem Sende-/Empfangsmodul 23 und dem Kartenempfangsmodul
22 ist ein Karteninterface 24 angeordnet, das wahlweise in Software oder Hardware
realisiert sein kann. Diese Ausführungsform stellt eine Funkstreckenverlängerung dar,
wobei der wesentliche Unterschied zu den eingangs erwähnten Boostern darin liegt,
dass die Hülle 20 durch eine weitere, in der Durchgangszone 50 angeordnete Sendeeinheit
40 im Nahfeld aktiv geschaltet wird. In der Zugangseinheit 30 erfolgt in einem Kommunikationsmodul
34 über zwei Antennen 33 eine Nachbildung der Kartenschnittstelle der Hülle 20. Das
Kommunikationsmodul 34 enthält eine Sende-/Empfangseinheit 37 im Sinne der Schrift
EP 1 210 693 B1 [4]. An dieser Sende-/Empfangseinheit 37 ist über eine Label Emulation 36 eine ISO
14443 Lastmodulation 35 angeschlossen. Der «eigentliche» Kartenleser 32 enthält ein
Verschlüsselungsmodul 31, das in der Fachsprache oft mit «Legic security» bezeichnet
wird. Diese Ausführungsform gemäss der Figur 2 hat den grossen Vorteil, dass durch
das vorerwähnte Kommunikationsmodul 34 die gängigen Zutrittsgeräte - das ist im wesentlichen
ein Kartenleser 32 mit einer Schnittstelleneinheit 38 zwischen Legic-Leser und einem
Hintergrundzutrittssystem wie z.B. SIPORT® - weiterhin verwendet werden können. Technisch
gesprochen wird durch diese Ausführungsform eine Zutrittskarte 1 emuliert, die in
Tat und Wahrheit z.B. 30m bis 50m entfernt ist. Die Übertragung wenigstens eines Kennzeichens
der Karte erfolgt über die bidirektionale Kommunikation 25 im Frequenzbereich von
868 MHz. Die Frequenzangabe ist hier lediglich beispielhaft, die Frequenzauswahl hat
sich nach den regulatorischen Voraussetzungen in den einzelnen Ländern zu richten.
[0022] Die gilt ebenso für die Frequenz 6.78 MHz für die Aktivierung der Hülle 20.
[0023] Die Ausführungsform gemäss der Figur 3 unterscheidet sich von jener gemäss der Figur
2 durch die Anbindung in der zugangseinheit 31. Das über die bidirektionale Kommunikation
25 übertragene Kennzeichen wird von der Label Emulation 36 direkt über ein Bussystem
dem Kartenleser zugeführt. Diese Ausführungsform mit gleicher Funktionalität wie jene
von Figur 2 benötigt eine geringere Anzahl von Komponenten und ist dann einzusetzen,
wenn aus wettbewerbspolitischen Gründen keine technischen Beschränkungen auferlegt
werden.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäss der Figur 4 sind die wesentlichen Funktionen des Kartenlesers
in die Hülle 20 integriert, mit anderen Worten: Die Funkübertragung zwischen Karte
1 und Kartenleser 32 terminiert in der Hülle, im Gegensatz zu den Ausführungsformen
der Figuren 2 und 3, wo diese Terminierung abgesetzt in der Zugangseinheit 30 erfolgt.
Durch die bidirektionale Kommunikation 25 ist es möglich, diese durch eine PKI-Infrastruktur
62 zu verschlüsseln. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn mit der vorgeschlagenen
Hülle eine besonders hohe Sicherheit erlangt werden soll. Diese Infrastruktur 62 ist
in der Figur 4 nur rudimentär dargestellt, da diese selbst zum Stand der Technik gehört.
In den Figuren 2 bis 4 ist die Antenne 21 zur Übertragung der Daten, insbesondere
des Kennzeichens von der Karte 1 zur Hülle 20 nur prinzipiell dargestellt. Eine bevorzugte
Ausführung der Antenne 21 wird nachfolgend anhand der Figur 5 erläutert.
[0025] Figur 5 zeigt ein detaillierteres Blockschaltbild einer elektronischen Hülle mit
einem Kartenempfangsmodul für jene Teile, die das Aktiv-Schalten der Hülle bei Annäherung
an ein elektromagnetisches Nahfeld bewirken. Für den Empfang des vorgenannten Nahfeldes
im Frequenzbereich von z.B. 6.78 MHz ist eine Ringantenne 213 vorgesehen. «Nahfeld»
bedeutet, dass das H-Feld dominant ist. Das «Nahfeld» bzw. dessen räumliche Ausdehnung
r ist üblicherweise definiert mit

[0026] λ steht für die Wellenlänge. Innerhalb dieses Nahbereichs r nimmt die magnetische
Feldstärke H mit der dritten Potenz des Abstandes vom Sender rapide ab. Damit kann
ein räumlich eng begrenzter, definierter Wirkungskreis realisiert werden. Die Ringantenne
213 (entsprechend der Antenne 21 in den Figuren 2 bis 4) ist einerseits mit dem Signaldetektor
214 und andererseits mit dem Kartenempfangsmodul 22 verbunden. Bedingt durch einen
sehr kleinen Abstand zwischen Karte 1 und Ringantenne 213 ergibt sich für die Funkstrecke
2 ein Kopplungsfaktor K = 1. Vorstehend ist für das Kartenempfangsmodul 22 das handelsübliche
Bauelement EM4094 [6] angegeben worden. Um den Energieverbrauch der Hülle 20 zu minimieren,
werden verschiedene funktionale Einheiten nur bei Bedarf und stufenweise aktiviert.
Zur Erläuterung der stufenweisen Aktivierung sind diese Einheiten gestrichelt zusammengefasst
und mit Buchstaben A, B, C, .. gekennzeichnet. Im Einzelnen bedeuten:
- A Signaldetektor 214 und Taktgenerator 215 sind dauernd oder intermittierend aktiv
geschaltet.
- B ein Verstärker und das Telegrammfilter 217 werden den Signaldetektor 214 mittels
dem über die Signalleitung 218 übertragenen «Aktivierung Filter» aktiv geschaltet.
- C Ist ein über das elektromagnetische Nahfeld übertragene Telegramm (=Record auf einer
höheren Schicht) für die betreffende Hülle als gültig erkannt worden, wird der Controller
271 aktiv geschaltet.
- D Abhängig vom Ergebnis von Auswertungen durch den Controller wird der Zeitgeber 219
aktiviert, möglich ist auch, dass sich der Zeitgeber 219 von sich aus aktiviert, z.B.
über eine sogenannte Interrupt-Auslösung.
- E Das Kartenempfangsmodul 22 wird vom Controller 271 aktiviert.
- F, G Die Kommunikation auf der Strecke 25 wird vom Controller (und einem ROM-residenten
Programm) gesteuert, Empfangs modul 231 auf 868 MHz und Sendemodul 232 auf 868 MHz
können daher bedarfsweise vom Controller 271 eingeschaltet werden.
[0027] Durch diese stufenweise Aktivierung der einzelnen Komponenten kann der Energieverbrauch
signifikant verringert werden und damit die Autonomie entsprechend gesteigert werden.
Dies stellt ebenfalls einen wesentlichen Unterschied zum Stand der Technik gemäss
Nedap N. V. [3] dar, da die vorgeschlagenen Booster in einem Fahrzeug eingebaut sind
und dementsprechend von einer Autobatterie mit Energie versorgt werden können. Empfangsmodul
231 auf 868 MHz und Sendemodul 232 auf 868 MHz sind über je einen Verstärker mit entsprechenden
Antennen 211 und 212 verbunden.
[0028] Die Verbindung zwischen Controller 271 und Telegramm-Filter 217 ist u.a. deswegen
bidirektional, um gewisse Einstellung des Telegramm-Filters vornehmen zu können. Ein
besonderer Vorteil gemäss der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass mit dem von
einer weiteren Sendeeinheit 40 ausgebreiteten Weckfeld 42 mittels einer Modulation
auf einer höheren Schicht auch Informationen übertragen werden können. Dabei sind
in einem Feld eines übertragenen Records Stufen definiert, die bestimmten minimalen
Empfangspegeln und damit indirekt bestimmten Abständen zwischen Hülle 20 und weiterer
Sendeeinheit 40 auf 6.78 MHz entsprechen. Dafür genügen z.B. 3 Bit Länge um 8 verschiedene
Stufen festzulegen; ohne Sicherungsbits gerechnet. Minimaler Empfangspegel bedeutet,
dass erst bei dessen Überschreitung weitere Einheiten der Hülle aktiv geschaltet werden.
Vorzugsweise kann dabei die entsprechende Stufe für eine Hülle 20 vom Prozessormodul
271 fest für eine Hülle eingestellt werden. Alternativ ist es auch möglich, dass die
Einstellung dynamisch vorgenommen wird. Das heisst, die weitere Sendeeinheit 40 bestimmt
den Pegel und damit die Distanz, innerhalb welcher eine Hülle 20 aktiv zu schalten
ist. Für die Implementierung der stufenweisen Aktivierung wird auf die Schrift
WO 03/017207 hingewiesen.
[0029] Zur Konfigurierung der Hülle 20 sind ferner drahtgebundene Schnittstellen 274 wie
z.B. RS232 oder USB vorhanden. Ebenfalls können auf der Hülle Bedienelemente (nicht
dargestellt) und ein Display 272 angeordnet werden. Der Vollständigkeit halber ist
in der Figur 5 noch eine Energiequelle 273 gezeigt.
[0030] Die vorerwähnte Konfigurierung der Hülle über die drahtgebundene Schnittstelle 274
kann in nicht abschliessender Aufzählung umfassen:
- Festlegung der erlaubten Betriebsmodi, wie z.B. mit oder ohne eingeschobener Karte
1;
- Individualisierung, z.B. durch Vergabe eines areal- oder unternehmensspezifischen
Kennzeichens an die Karte;
- Ablage von Schlüsseln für die Kryptologie, kann bei einer PKI-Infrastruktur entfallen;
- Personalisierung, u.a. mit PIN (Personal Identification Number) und PUK (Personal
Unblocking Key);
- Festlegung des Kontextes der Bedienelemente;
- Hinweisfixtexte zur Anzeige auf dem Display;
- Software-Update für den Controller 271.
[0031] Prinzipiell ist es möglich, die bidirektionale Kommunikation 25 auf der höheren Frequenz
- hier 868 MHZ - durch eine Bedienhandlung durch wenigstens ein an der Hülle 20 angeordnetes
Bedienelement oder durch Einschieben der Karte 1 zu initiieren. Diese Initiierung
soll anstelle des Weckens durch ein elektromagnetisches Nahfeld treten. Nachteilig
gegenüber der vorgeschlagenen Lösung ist, dass insbesondere bei einer Vielzahl von
Personen auf engem Raum diese bidirektionale Kommunikation 25 meist zu einem zu frühen
Zeitpunkt initiiert wird und dadurch Probleme mit Kollisionen und ggf. sogar Reichweiten
auftreten können.
[0032] In Figur 7 ist eine Ankopplung einer Chipkarte 1 an eine elektronische Hülle 20 mit
einem Chip-Satz des Herstellers LEGIC gemäss den Angaben in der Schrift [8] gezeigt.
An und für sich bildet die Verwendung von standardisierten und handelsüblichen Chipsätzen
nur Vorteile. Die Ankopplung ist in einen digitalen Teil 277 und einen analogen Teil
276 gegliedert. Dazu sind im analogen Teil 276 ein Sender 278 und ein Empfänger 279
vorgesehen. Diese Standardlösung ist nachteilig, da diese Chipsätze und ihre Beschaltung
mit einer Antenne 21 für Übertragungsdistanzen in der Grössenordnung von 5 bis etwa
20 cm ausgelegt sind. Dadurch ist bei einer solchen Realisierung ein zu hoher und
unnötiger Energieverbrauch in der Grössenordnung einer Leistungsaufnahme von rund
2 W vorgegeben. Dies schränkt die Autonomie der vorgeschlagenen Hülle unnötig ein.
[0033] Dieser Nachteil wird behoben durch eine Beschaltung gemäss der Figur 8. Wie vorstehend
erwähnt, erlaubt die unmittelbare räumliche Nähe in die Hülle 20 eingeschobener Karte
1 für die Funkstrecke 2 einen Kopplungsfaktor K ≈ 1. Dies erlaubt die in Figur 8 gezeigte
Schaltung mit einer Leistungsaufnahme in der Grössenordnung von 10mW. Der Sender 278
mit der erwähnten Leistung von rund 10mW ist als Signalgenerator mit einem Innenwiderstand
R
i ausgeführt. Der'Empfänger 279 kann als Gleichrichter ausgebildet sein. Der Decoder
280 - zum digitalen Teil 277 zugehörig, in Figur 8 nur pauschal dargestellt - ist
gleich wie bei der standardmässigen Beschaltung gemäss der Figur 7 ausgeführt.
[0034] Die Wirkungsweise gemäss der Beschaltung der Figur 8 und der theoretische Hintergrund
dazu sind folgende:
Ein induktiv gekoppelter Transponder besteht aus einem elektronischen Datenträger,
meist einem einzelnen Mikrochip, sowie einer großflächigen Spule, welche als Antenne
dient. Induktiv gekoppelte Transponder werden fast ausschließlich passiv betrieben.
Dies bedeutet, dass die gesamte zum Betrieb des Mikrochips notwendige Energie durch
das Lesegerät zur Verfügung gestellt werden muss. Von der Antennenspule des Lesegerätes
wird dazu ein hochfrequentes, elektromagnetisches Feld erzeugt, welches den Querschnitt
der Spulenfläche und den Raum um die Spule durchdringt. Da die Wellenlänge der verwendeten
Frequenzbereiche (13,56 MHz: 22,1 m) um ein Vielfaches größer ist als die Entfernung
zwischen Leser-Antenne und Transponder, darf das elektromagnetische Feld im Abstand
des Transponders zur Antenne mathematisch noch als einfaches magnetisches Wechselfeld
behandelt werden. Der grösste Teil des ausgesendeten Feldes durchdringt die Antennenspule
des Transponders, welcher sich in unmittelbarer Nähe zur Spule des Lesegerätes befindet.
Durch Induktion wird dadurch an der Antennenspule des Transponders eine Spannung Ui
erzeugt. Diese Spannung wird gleichgerichtet und dient der Energieversorgung des Datenträgers
(Mikrochip). Der Antennenspule des Lesegerätes wird ein Kondensator C1 parallelgeschaltet,
dessen Kapazität so gewählt wird, dass zusammen mit der Spuleninduktivität der Antennenspule
ein Parallelschwingkreis gebildet wird, dessen Resonanzfrequenz der Sendefrequenz
des Lesegerätes entspricht. Die Antennenspule des Transponders bildet zusammen mit
dem Kondensator C1 ebenfalls einen Schwingkreis, welcher auf die Sendefrequenz des
Lesegerätes abgestimmt wird. Die Anordnung der beiden Spulen kann als Transformator
betrachtet werden, wobei zwischen den beiden Spulen eine sehr gute Kopplung besteht,
da der Abstand gering ist. Damit wird ein sehr guter Wirkungsgrad der Leistungsübertragung
zwischen der Antennenspule des Lesegerätes und dem Transponder erreicht. Die erforderliche
Spannung U an der Transponderspule erreicht wird mit dem Windungszahlverhältnis eingestellt.
[0035] Die vorliegend beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung erlauben eine vielfältige
Einsatzweise, beispielsweise auch für das sogenannte Crowd-Management, wo es darum
geht, grössere Menschenströme kontrolliert durch eine Durchgangszone 50 zu schleusen.
Die durch die Durchgangszone 50 zu schleusenden Personen tragen eine Hülle 20 mit
einer die betreffende Person identifizierende Karte 1. Dadurch ist es möglich, jene
Personen wie z.B. Hooligans zu identifizieren, denen aus Sicherheitsgründen der Zutritt
zu verwehren ist. Mit einer solchen Ausführungsform der Erfindung ist es auch möglich,
durch eine Kamera jene Personen zu identifizieren, die keine Hülle 20 oder keine in
einer Hülle 20 eingeschobene Karte 1 auf sich tragen.
[0036] Am vorstehenden Beispiel Crowd-Management können die Vorteile der Erfindung zusammenfassend
nochmals aufgezeigt werden:
- (einstellbare) Nahbereichsaktivierung 42 (Short Range) bis etwa 3 - 5m;
- bidirektionale Kommunikation 25 über grössere Distanz in der Grössenordnung von bis
rund 50m,
- durch den relativ hohen Durchsatz der bidirektionalen Kommunikation 25 können weit
mehr Funktionen zwischen Hülle 20 und Zugangseinheit 30 realisiert werden, als mit
der direkten Übertragung zwischen Karte 1 und einem herkömmlichen Kartenleser, beispielsweise
ist dadurch eine Sicherung nach dem PKI-Verfahren implementierbar. Ebenso können mit
der bidirektionalen Kommunikation 25 Antikollisionsalgorithmen implementiert werden,
die von der Hülle 20 aus auftretende Kollisionen behandeln, wie beispielsweise, dass
in der Hülle vor Aussendung einer Nachricht detektiert wird, ob das Medium frei ist,
dazu wird auf das Dokument WO 01/84472 A1 [7] verwiesen.
[0037] Die mit der klassischen Technik verbundenen Funktionen eines Kartenlesers können
durch die vorliegend offenbarten Ausführungsformen der Erfindung frei auf die Hülle
20 und die Zugangseinheit 60 verteilt werden und erlauben somit eine sehr flexible
Anpassung an verschiedenste Anwendungen.
[0038] Die gängigen Karten gemäss ISO/IEC 14443 [1] und ISO/IEC 15693 [2] weisen keine Kontaktschnittstelle
auf. Es sind jedoch auch Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung mit der Hülle
möglich, bei denen die Energieversorgung/Aktivierung der Karte 1 anstelle eines elektromagnetischen
Feldes - abgestrahlt über die Ringantenne 213 - durch eine galvanische Kontaktschnittstelle
erfolgt. Die Übertragung des kartenresidenten Kennzeichens erfolgt dabei immer noch
nach den einschlägigen Standards [1] und [2].
[0039] Bei einzelnen Kartensystemen ist vorgegeben, dass nur vorgängig registrierte Karten
«gelesen» werden können. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
gemäss der Figur 2 kann vorgesehen werden, dass durch die bidirektionale Kommunikation
25 ein noch nicht registriertes Kennzeichen zur Zugangseinheit 30 übermittelt wird
und unter Umgehung der Kartenemulation dem Managementsystem 60 zugeführt wird und
von dort rückwärts zum Kartenleser 32 in der Zugangseinheit 30. Eine solche Registrierung
hat sich nach den Anforderungen der konkreten Anwendung zu richten.
[0040] Nachfolgend wird noch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Hülle beschrieben.
Vorstehend wurde angegeben, dass die Hülle 20 mit einer Anzeige 272 und mit Bedienelementen
versehen sein kann. Mit der bidirektionalen Kommunikation auf der höheren Frequenz,
z.B. auf 868 MHz, können in einer der Durchgangszone 50 zugeordneten Zone gezielt
Informationen auf die Hüllen 20 übermittelt werden, da deren Eintritt und damit deren
Vorhandensein in dieser Zone durch die vorliegende Erfindung festgestellt wird. Auf
diese Weise kann ein Notruf und eine Information von Personen, das sind Personen die
eine solche Hülle auf sich tragen initiiert werden. Die so einer Zone als zugehörig
registrierten Personen können am schnellsten vor Ort Hilfe leisten. Die ausgesendete
Information an diese Personen beinhaltet beispielsweise den Namen derjenigen Person,
die den Notruf ausgelöst hat und Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort dieser
Person. Das Auslösen des Notrufs kann mittels der Kartenhülle erfolgen durch Drücken
eines Bedienelementes oder es ist auch eine zentrales Auslösen am Managementsystem
60 möglich. Damit ein solcher Notruf von der betreffenden Person wahrgenommen werden
kann, kann die Hülle 20 zusätzlich zum Anzeigeelement 272 um ein akustisches und/oder
taktiles (z.B. durch Vibration) Anzeigeelement erweitert werden.
[0041] Die auf die Hülle 20 in einer Meldung zu übermittelnden und am Anzeigeelement 272
wiederzugebenden Informationen können beispielsweise beinhalten:
- Koordinaten, Gebäudeabschnitt, Zimmer, da der Aufenthaltsort der Hülle 20 bekannt
ist, je nach Granularität, d.h. wie granular das erfindungsgemässe Verfahren auf einem
Areal implementiert ist;
- auslösende Person, dabei kann auf die Daten in der Smartcard zurückgegriffen werden;
- Je nach Interaktion der den Notruf auslösenden Person Art und/oder Dringlichkeit des
Notrufes.
[0042] Mit dieser Erweiterung für die Hülle 20 und die darin enthaltene und mit der Hülle
gekoppelte Karte 1 kann eine aufwändige, teure Zusatzausrüstung vermieden werden.
Solche Zusatzausrüstungen und zusatzdienste sind beispielsweise ein Pager oder ein
in ein so genanntes Corporate Mobile Network CMN einzubindendes Mobiltelefon. Die
hier vorgestellte Lösung funktioniert innerhalb des normalen Zutrittskontrollsystems
und mit der normalen Chip-Card 1, auch Mitarbeiter-Badge genannt.
[0043] In dieser Schrift wurde teilweise auf das Kartensystem Legic Bezug genommen. Die
Erfindung ist jedoch auch mit anderen Kartensystemen wie z.B. Mifare realisierbar
und insbesondere wie in der Figur 8 gezeigt mit wesentlichen Vereinfachungen, wenn
auf die standardmässig vorgesehenen Chipsätze verzichtet wird.
Liste der verwendeten Bezugszeichen und Abkürzungen
[0044]
- 1
- Karte, Chip-Card, Proximitiy-Card, Vinicinity-Card
- 2
- Funkstrecke Karte - Kartenleser
- 20
- Hülle, elektronisches tragbares Gerät; engl. «long range communication pouch»; LRCP
- 21
- Antenne
- 211
- Empfangsantenne 868 MHz
- 212
- Sendeantenne 868 MHz
- 213
- Empfangsantenne 6.78 MHz und 13.56 MHz, Ringantenne
- 214
- Signaldetektor, signal detect
- 215
- Taktgenerator, duty cycle
- 216
- Operationsverstärker
- 217
- Telegramm-Filter
- 218
- Signalleitung Aktivierung Filter
- 219
- Zeitgeber, Timer
- 22
- Kartenempfangsmodul, z.B. EM4094
- 23
- Sende/Empfangsmodul in der Hülle; auf z.B. 868 MHz
- 231
- Empfangsmodul auf 868 MHz
- 232
- Sendemodul auf 868 MHz
- 24
- ISO 14443 Interface
- 25
- bidirektionale Kommunikation zwischen Sende-/Empfangs- modul und Sende-/Empfangseinheit
- 26
- Clips, Befestigungselement
- 27
- Öffnung zum Einschub einer Karte; Halterung zur Befestigung einer Karte an der Hülle
- 271
- Controller; Mikroprozessor
- 272
- Anzeige, Display
- 273
- Energiequelle, Batterie
- 274
- Drahtgebundene Schnittstellen, z.B. RS232, USB,
- 275
- Speicher; EEPROM-Speicher
- 276
- Digitaler Teil
- 277
- Analoger Teil
- 278
- Sender
- 279
- Empfänger
- 280
- Decoder
- 30
- Zugangseinheit; engl. «Access point»
- 31
- Verschlüsselungsmodul; z.B. Legic Security
- 32
- Karten Leser, Legic Leser
- 33
- Antenne
- 34
- Kommunikationsmodul engl. «long range communication interface module»
- 35
- ISO 14443 Lastmodulation, Lastmodulationseinheit
- 36
- Label Emulation
- 37
- Sende-/Empfangseinheit, erste Sende-/Empfangseinheit auf z.B. 868 MHz
- 38
- Schnittstelleneinheit, z.B. Schnittstelleneinheit Legic-Leser - Zutrittssystem, z.B.
SIPORT
- 40
- weitere Sendeeinheit, z.B. auf 6.78MHz
- 41
- Lichtschranke, engl. «light barrier»
- 42
- elektromagnetisches Feld, Weckfeld von einer weiteren Sendeeinheit 40
- 50
- Durchgangszone, auch Durchgangsbereich genannt
- 51
- Säule, mit oder ohne weitere Sendeeinheit
- 60
- Rechnersystem, Managementsystem zur Auswertung der Kennzeichen und zur Generierung
eines Freigabesignals
- 61
- Schnittstelleneinheit
- 62
- PKI Krypotologie; Verschlüsselungseinheit
- L-A µC
- LEGIC advant microcontroller
- L-A RF
- LEGIC advant RF chip
Liste der verwendeten Akronyme
[0045]
- EEPROM
- Electrically erasable programmable read-only memory
- LRCIM
- long range communication interface module
- LRCP
- long range communication pouch
- PCD
- Proximity Coupling Device; gemäss ISO 14443
- PICC
- Proximity Cards; gemäss ISO 14443
- PIN
- Personal Identification Number
- PKI
- Public Key Infrastructure
- PUK
- Personal Unblockig Key
- USB
- Universal Serial Bus
Literaturliste
[0046]
- [1] ISO/IEC 14443-1
«Identification cards - Contactless integrated circuit(s) cards - Proximity cards»-
Part 1:
Physical characteristics
ISO/IEC 14443-2
«Identification cards - Contactless integrated circuit(s) cards - Proximity cards»-
Part 2:
Radio frequency power and signal interface
- [2] ISO/IEC 15693-1
«Identification cards - Contactless integrated circuit(s) cards - Vicinity cards»-
Part 1:
Physical characteristics
ISO/IEC 15693-2
«Identification cards - Contactless integrated circuit(s) cards - Vicinity cards»-
Part 2:
Air interface and initialization
ISO/IEC 15693-2
«Identification cards - Contactless integrated circuit(s) cards - Vicinity cards»-
Part 3:
Anticollision and transmission protöcol
- [3] Nedap N. V.
NL - 7140 AC Groenlo
- [4] EP 1 210 693 B1
«Verfahren und System zur Registrierung von Billetten» Siemens VDO Automotive AG,
CH - 8212 Neuhausen am Rheinfall
- [5] WO 03/017207
«Verfahren und Schaltungsanordnung zur Wecktelegramm-Erkennung und -Selektion»
Siemens Transit Telematic Systems AG,
CH - 8212 Neuhausen am Rheinfall
- [6] «Analog Front End Integrated Circuit for 13.56 MHz RFID Base Station»; EM4094
www.emmocroelectronic.com
- [7] WO 01/84472 A1
«Verfahren zum Kollisionsmanagement für ein drahtloses Erfassungssystem»
Siemens Transit Telematic Systems AG,
CH - 8212 Neuhausen am Rheinfall
- [8] Legic White Paper
Legic's approach to smard Card Security [01.2005V2] www.legic.com
- [9] EP 0 575 013 A1
«System for the contactless exchange of data, and responder for use in such a system»
N.V.Nederlandsche Apparatenfabriek NEDAP,
NL - 7141 DE Groenlo (NL)
1. Elektronische tragbare Hülle (20), die enthält:
- eine Halterung (27) zur Befestigung einer Karte (1), wobei bei befestigter Karte
(1) ein auf dieser gespeichertes Kennzeichen drahtlos zu einem in der Hülle (20) befindlichen
Kartenempfangsmodul (22) übertragbar ist,
- ein mit dem Kartenempfangsmodul (22) verbundenes Sende-/Empfangsmodul (23) für eine
bidirektionale Kommunikation (25) mit einer Zugangseinheit (30) für die Gewährung
des Zutritts zu einer Zone;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülle (20) einen Signaldetektor (214) aufweist, der bei Empfang eines elektromagnetischen
Feldes (42) das Sende-/Empfangsmodul (23) für eine bidirektionale Kommunikation (25)
mit der Zugangseinheit (30) aktiv schaltet, wobei für den Empfang des elektromagnetischen
Feldes (42) wie auch für die drahtlose Übermittlung (2) des Kennzeichens von der Karte
(1) zum Kartenempfangsmodul (22) eine gemeinsame Ringantenne (21) vorgesehen ist.
2. Hülle (20) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine drahtgebundene Schnittstelle (274) vorgesehen ist, um darüber Konfigurationsdaten
zur Hülle (20) zu übertragen.
3. Hülle (20) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kennzeichen mit dem Sende-/Empfangsmodul (23) zur Zugangseinheit (30) übertragbar
ist.
4. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Hülle (20) ein weiteres Kennzeichen gespeichert ist, das mit dem Sende-/Empfangsmodul
(23) zur Zugangseinheit (30) übertragbar ist.
5. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Anzeigeelement (272) angeordnet ist, an dem Betriebszustände, Erfassungsdaten,
Transaktionen oder Hinweise anzeigbar sind.
6. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Bedienelement an der Hülle (20) angeordnet ist, mit dem ein Betriebszustand
einstellbar ist oder mit dem für den Zugang zur Zone Benutzerinteraktion auslösbar
ist.
7. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülle (20) ein akustisches und/oder taktiles Anzeigeelement aufweist.
8. Hülle (20) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Bedienelement an der Hülle (20) angeordnet ist, mit dem die Anzeige
auf dem Display steuerbar ist.
9. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülle ein Telegrammfilter (217) enthält, das mit dem elektromagnetischen Feld
(42) übertragene Informationen analysiert, um dadurch weitere Komponenten (271, 219, ..) der Hülle (20) abhängig von der empfangenen Information
stufenweise zu aktivieren.
10. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die drahtlose Übermittlung (2) von der Karte (1) zum Kartenempfangsmodul (22) in der
Hülle (20) terminiert und dass die Hülle (20) eine nach dem PKI-Verfahren betreibbare
Verschlüsselungseinheit (62) aufweist.
11. Hülle (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
für die drahtlose Übermittlung (2) von der Karte (1) zum Kartenempfangsmodul (22)
in der Hülle (20) ein Signalgenerator (278) und ein als Diode ausgebildeter Empfänger
(279) vorgesehen sind, wobei die Diode mit einem Decoder (280) verbunden ist.
1. Electronic portable casing (20), comprising:
- a holder (27) for securing a card (1), wherein when the card (1) is secured a tag
stored thereon can be transmitted wirelessly to a card receive module (22) contained
in the casing (20),
- a send/receive module (23) connected to the card receive module (22) for the purpose
of bidirectional communication (25) with an access unit (30) in order to grant access
to a zone,
characterised in that
the casing (20) has a signal detector (214) which upon receiving an electromagnetic
field (42) activates the send/receive module (23) for the purpose of a bidirectional
communication (25) with the access unit (30), wherein a common loop antenna (21) is
provided for receiving the electromagnetic field (42) and for wirelessly transmitting
(2) the tag from the card (1) to the card receive module (22).
2. Casing (20) according to claim 11,
characterised in that
at least one wired interface (274) is provided for the purpose of transmitting configuration
data via it to the casing (20).
3. Casing (20) according to claim 1 or 2,
characterised in that
the tag can be transmitted to the access unit (30) by means of the send/receive module
(23).
4. Casing (20) according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
a further tag which can be transmitted to the access unit (30) by means of the send/receive
module (23) is stored on the casing (20).
5. Casing (20) according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
a display element (272) is provided on which operating states, detection data, transactions
or useful information can be displayed.
6. Casing (20) according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
at least one control element is arranged on the casing (20) by means of which control
element an operating state can be set or a user interaction initiated for accessing
the zone.
7. Casing (20) according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
the casing (20) has an acoustic and/or tactile display element.
8. Casing (20) according to claim 7,
characterised in that
at least one control element is arranged on the casing (20) by means of which control
element the display on the display can be controlled.
9. Casing (20) according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
the casing contains a telegram filter (217) which analyses information transmitted
by means of the electromagnetic field (42) in order thereby to activate further components
(271, 219, ..) of the casing (20) in stages as a function of the received information.
10. Casing (20) according to one of claims 1 to 9,
characterised in that
the wireless transmission (2) from the card (1) to the cart receive module (22) terminates
in the casing (20) and in that the casing (20) has an encryption unit (62) which can be operated in accordance with
the PKI method.
11. Casing (20) according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
a signal generator (278) and a receiver (279) embodied as a diode are provided in
the casing (20) for the wireless transmission (2) from the card (1) to the card receive
module (22), wherein the diode is connected to a decoder (280).
1. Enveloppe ( 20 ) électronique portative, qui comprend :
- une fixation ( 27 ) pour la fixation d'une carte ( 1 ), dans laquelle, lorsque la
carte ( 1 ) est fixée à l'enveloppe ( 20 ), une caractéristique mémorisée sur celle-ci
peu être transmise sans fil à un module ( 22 ) de réception de carte se trouvant dans
l'enveloppe ( 20 ),
- un module ( 23 ) d'émission/réception relié au module ( 22 ) de réception de carte
pour une communication ( 25 ) bidirectionnelle avec une unité ( 30 ) d'accès pour
assurer l'accès à une zone ;
caractérisée en ce que
l'enveloppe ( 20 ) comporte un détecteur ( 214 ) de signal qui, à la réception d'un
champ ( 42 ) électromagnétique, met en activité le module ( 23 ) d'émission/réception
pour une communication ( 25 ) bidirectionnelle avec l'unité ( 30 ) d'accès, une antenne
( 21 ) en anneau commune étant prévue pour la réception du champ ( 42 ) électromagnétique,
ainsi qu'également pour la transmission ( 2 ) sans fil de la caractéristique de la
carte ( 1 ) au module ( 22 ) de réception de carte.
2. Enveloppe ( 20 ) suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que
il est prévu au moins une interface ( 274 ) par fil pour transmettre, par celle-ci,
des données de configuration à l'enveloppe ( 20 ).
3. Enveloppe ( 20 ) suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la caractéristique peut être transmise à l'unité ( 30 ) d'accès par le module ( 23
) d'émission/réception.
4. Enveloppe ( 20 ) suivant la revendication 1 à 3,
caractérisée en ce que
sur l'enveloppe ( 20 ) est mémorisée une autre caractéristique transmise, à l'unité
( 30 ) d'accès par le module ( 23 ) d'émission/réception.
5. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce
qu'il est prévu un élément ( 272 ) d'affichage sur lequel des états de fonctionnement,
des données d'acquisition, des transactions ou des indications peuvent être affichées.
6. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce
qu'au moins un élément de service est disposé sur l'enveloppe ( 20 ), élément par lequel
un état de fonctionnement peut être réglé ou par lequel une interaction utilisateur
pour l'accès à la zone peut être déclenchée.
7. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
l'enveloppe ( 20 ) a un élément d'indication acoustique et/ou tactile.
8. Enveloppe ( 20 ) suivant la revendication 7,
caractérisée en ce
qu'au un élément de service est disposé sur l'enveloppe ( 20 ), élément par lequel l'indication
peut être commandée sur l'affichage.
9. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
l'enveloppe comporte un filtre ( 217 ) de télégramme, qui analyse les informations
transmises par le champ ( 42 ) électromagnétique pour ainsi activer, palier par palier,
d'autres composants ( 271, 219, .. ) de l'enveloppe ( 20 ) en fonction de l'information
reçue.
10. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
la transmission ( 2 ) sans fil de la carte au module ( 2 ) de réception de carte se
termine dans l'enveloppe ( 20 ) et en ce que l'enveloppe ( 20 ) a une unité ( 62 ) de chiffrement pouvant fonctionner par le procédé
PKI.
11. Enveloppe ( 20 ) suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
pour la transmission ( 2 ) sans fil de la carte ( 1 ) au module ( 22 ) de réception
de carte, il est prévu dans l'enveloppe ( 20 ) un générateur ( 278 ) de signal et
un récepteur ( 279 ) constitué en diode, la diode étant reliée à un décodeur ( 280
).