(19)
(11) EP 2 072 412 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.05.2011  Patentblatt  2011/18

(21) Anmeldenummer: 08021758.1

(22) Anmeldetag:  15.12.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 19/10(2006.01)

(54)

Ladungsträger, insbesondere Behälter oder Gestell zum Transport und zur Lagerung von Gütern

Load carrier, in particular container or mount for transporting and storing goods

Support de charge, notamment récipient ou structure destinés au transport et au stockage de marchandises


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 21.12.2007 DE 202007017886 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.06.2009  Patentblatt  2009/26

(73) Patentinhaber: GEBHARDT Transport- und Lagersysteme GmbH
93413 Cham (DE)

(72) Erfinder:
  • Lesch, Franz
    93413 Cham (DE)

(74) Vertreter: Mischung, Ralf 
Patentanwälte Eder & Schieschke Elisabethstrasse 34
80796 München
80796 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-03/042916
DE-U1-202008 002 108
FR-A- 2 706 422
US-A1- 2006 243 174
WO-A-2007/092959
FR-A- 2 697 801
US-A1- 2005 076 816
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ladungsträger, insbesondere Behälter oder Gestell zum Transport und zur Lagerung von Gütern, mit einem Grundrahmen und mit einer Fuß- oder Kufenkonstruktion mit mehreren, in etwa senkrecht zum Rahmen ausgebildeten Pfosten, wobei der Grundrahmen mindestens eine Funkeinrichtung aufweist.

    [0002] Als Stand der Technik ist es bereits bekannt, dass zur eindeutigen Identifizierung eines Objekts bei Ladungsträgern, insbesondere bei Behältern oder Gestellen zum Transport und/oder zur Lagerung von Gütern, in der Logistik mehrere Technologien im Einsatz sind: Neben den klassischen Kennzeichnungen mittels Papierbelege oder Farbmarkierung sind komplexere Lösungen in Form von speziell kodierten Barcodeetiketten oder 2-Dimensionalem Data-Martrixetiketten bekannt. In vielen Prozessen besteht bei den bekannten Technologien die Notwendigkeit, nach Beendigung eines logistischen Vorganges, beispielsweise eines vollständigen Umlaufs, eine neue Kennzeichnung anzubringen. Auch sind weitere Daten nur in Form von zusätzlich anzubringenden Etiketten oder Begleitscheinen ergänzbar.

    [0003] Neben optischen Verfahren gewinnt die Funktechnologie zunehmend an Bedeutung. Wichtige Vorteile dieser Technologie sind die Wiederbeschreibbarkeit des Datenspeichers, die Identifikationsmöglichkeit auch bei eingeschränktem Sichtkontakt sowie die Robustheit bei entsprechender Einhausung.

    [0004] Zur Kennzeichnung insbesondere von Transportobjekten, wie Behältern, Paletten oder Gestellen sind bereits einige nachfolgend beschriebene Speziallösungen bekannt, welche besonders anwendungsspezifische Merkmalsausprägungen besitzen:

    [0005] Die DE 600 02 104 T2 beschreibt ein Behälterfolgesystem sowie einen wiederverwendbaren Behälter mit einem Transponder. Hier wird die Integration der Funkeinrichtung bereits im Herstellprozess eines Behälters, insbesondere aus Kunststoff, beschrieben, wodurch die Nachteile von Nieten, Klammern, Kleben oder Schrauben vermieden werden. Eine Nachrüstung von bestehenden Objekten ist jedoch nicht möglich.

    [0006] Die DE 43 35 180 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Befestigung eines elektrischen Bauteils an einem Gegenstand. Hier ist ein spezielles Gehäuse vorgesehen, welches die elektronische Funkeinrichtung aufnimmt, wobei dieses Gehäuses wiederum in einer Aufnahmevorrichtung des Gegenstandes untergebracht ist. Die spezielle Art der Aufnahme ist für eine Vielzahl von Anwendungen im Logistikbereich auf Grund ihrer Komplexität nur bedingt geeignet.

    [0007] Weiterer Stand der Technik ist eine Anordnung mit Transponder und einem metallischen Element (DE 10 2006 026 014 A1). Diese Konstruktion offenbart eine Anordnung mit Mikrochip und metallischem Element, wobei durch eine Vertiefung des dem Mikrochip zugeordneten metallischen Bauteils eine Antenne ausgebildet wird. Ein aus einem metallischen oder metallisierten Material bestehendes Objekt, insbesondere ein Behälter oder ein Gestell, kann durch eine spezielle Vertiefung eines Teils seiner Oberfläche und durch Kupplung mit einem Mikrochip selbst identifiziert werden, ohne dass eine speziell für Metall entwickelte Funkeinrichtung angebracht werden muss. Nachteilig ist bei dieser bekannten Konstruktion die relativ geringe realisierbare Reichweite und der beschränkte Erfassungsradius, welcher sich mit der in der bekannten Konstruktion beschriebenen Anordnung erzielen lässt.

    [0008] Die DE 20 2004 021 025 U1 beschreibt ein Objekt mit einem ein Kennzeichen tragendes Etikett. Hier handelt es sich um ein bewegliches Kennzeichnungslabel, welches im Bereich der Identifikation von Ladeeinheit, wie Paketen und umschrumpfte Ware eingesetzt wird. Nachteilig sind die geringe Robustheit sowohl der Anbringung als auch der wichtigen, exponiert angeordneten Elektronikkomponenten, welche den Einsatz im Bereich einer Mehrwegverpackung nahezu ausschließt.

    [0009] FR 2 697 801 zeigt eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik, eine Konstruktion zu schaffen, welche unerwünschte Beschädigungen an die Funkeinrichtung durch Gabelzinkenkontakt zu vermeiden.

    [0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem Vorrichtung gemäß Anspruch 1.

    [0012] Vorteil dieser erfindungsgemäßen Lösung ist, dass das Identifizieren des Objekts auch von einiger Entfernung aus ohne direkte Sichtverbindung möglich ist, wobei eine besondere Effektivität der Erfindung darin liegt, dass von mehr als einer Ladungsträgerseite aus sowie mit verschiedenen Funkeinrichtungen ein Identifizieren des Objektes möglich ist. Die erfinderische Lösung ist auch bei Paletten anwendbar.

    [0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die zweite Funkeinrichtung innerhalb mindestens eines Fußes oder mindestens einer Kufe der Fuß- oder Kufenkonstruktion angeordnet sein.

    [0014] Erfindungsgemäß besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass die zweite Funkeinrichtung durch eine dauerhaft kraftschlüssige Verbindung oder durch eine temporäre Verbindung am Grundrahmen befestigt ist. Wird eine temporäre Verbindung eingesetzt, so können hier Magnete oder Halteelemente verwendet werden. Die zweite Funkeinrichtung kann hierbei einen mehrfach beschreibbaren Speicher und eine Arbeitsfrequenz in einem Bereich von 800MHz und 2.500MHz aufweisen.

    [0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die zweite Funkeinrichtung im Wesentlichen auf der Höhe der Unterseite einer Bodenunterkonstruktion innerhalb einer Umhüllung positioniert und ein Teil der Umhüllung formschlüssig mit der Bodenunterkonstruktion verbindbar sein. Bei Paletten kann die Umhüllung im einfachsten Fall ein tragendes Klotzelement sein. Bei einer Boxpalette mit der zweiten Funkeinrichtung kann die zweite Funkeinrichtung derart an der Unterseite des Grundrahmens positioniert sein, dass der unterste Punkt der Abdeckung oder der Umhüllung in Bodenrichtung maximal 5mm bis 15mm unterhalb eines Aufnahmebereichs von Gabelzinken eines Gabelstaplers am Grundrahmen liegt. Dadurch soll die Gefahr einer mechanischen Beschädigung dieser Funkeinrichtung durch Gabelzinken weiter vermindert werden.

    [0016] Erfindungsgemäß besteht auch die Möglichkeit, dass die Abdeckung oder die Umhüllung auf der dem Boden zugewandten Seite eine schirmartige oder pyramidenstumpfartige Form zum gezielten Abgleiten von Fördergeräteanbauten aufweist.

    [0017] Bei einem metallischen Sonderladungsträger mit der zweiten Funkeinrichtung kann die zweite Funkeinrichtung derart an einem tragenden Rohrprofil an der Unterseite des Grundrahmens angeordnet sein, dass der unterste Punkt der Umhüllung in Bodenrichtung im Bereich zwischen 60mm und 80mm unter einem Aufnahmebereich von Gabelzinken eines Gabelstaplers am Grundrahmen liegt. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass unter den Gabelzinken eines Flurförderzeuges hindurch eine Funkverbindung auch mit einer stationären ersten Funkeinrichtung hergestellt werden kann.

    [0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die erste Funkeinrichtung entweder stationär oder als mobiles Gerät ausgebildet sein.

    [0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht eines Ladungsträgers mit der zweiten Funkeinrichtung
    Fig. 2a, 2b
    zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der funktechnischen Verbindung zwischen der ersten und zweiten Funkeinrichtung bei einem Ladungsträger gemäß der vorliegenden Erfindung in schematischer Unteransicht, teils gebrochen.
    Fig. 4
    einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Behälters mit einem in der Fußkonstruktion integrierten zweiten Funkeinrichtung.
    Fig. 5
    einen Ausschnitt eines Transportgestells mit zweiter Funkeinrichtung und Einfahrhilfen für Gabelzinken.
    Fig. 6a
    eine perspektivische Ansicht auf die Umhüllung zur temporären Verbindung einer Funkeinrichtung an einer Boxpalette mit Unterzug.
    Fig. 6b
    ein vereinfachtes Schnittbild eines Unterzugs einer Boxpalette in einer anderen Ausführungsmöglichkeit.
    Fig. 7
    Schnittbild einer zweiten Funkeinrichtung mit beweglicher Aufhängung auf der Unterseite eines erfindungsgemäßen Ladungsträgers.


    [0020] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Ladungsträger 1 dargestellt, welcher insbesondere als Behälter oder Gestell ausgebildet ist und zum Transport und zur Lagerung von Gütern dient. Dieser Ladungsträger 1 weist einen Grundrahmen 2 und eine Fuß- oder Kufenkonstruktion 3 auf sowie mehrere, in etwa senkrecht zum Grundrahmen 2 ausgebildete Pfosten 4. Erfindungsgemäß ist der Grundrahmen 2 mit einer zweiten Funkeinrichtung A ausgestattet, wobei diese zweite Funkeinrichtung A auf der Unterseite des Grundrahmens 2 geschützt befestigt ist. Der Grundrahmen 2 steht auf dem Boden 15.

    [0021] Fig. 2a stellt die funktechnische Verbindung zwischen einer ersten Funkeinrichtung B und der zweiten Funkeinrichtung A bei dem erfindungsgemäßen Ladungsträger 1 dar. Die erste Funkeinrichtung B besteht aus mindestens einer Schreib-Leseeinrichtung mit Antennen B1 und B2. Es handelt sich hierbei z. B. um eine Portalanordnung aus den einzelnen Antennen B1 und B2, welche speziell zusammengeschaltet sind und häufig dort aufgestellt werden, wo Waren von einem Bereich in einen weiteren Bereich bewegt werden müssen. Beispielsweise können diese Antennen B1 und B2 im Bereich von Verladetoren eingesetzt sein. Ersichtlich ist, dass die Kommunikation zwischen den Funkeinrichtungen A und B unabhängig von der Position des Ladungsträgers 1 beim Durchfahren des Portals möglich ist.

    [0022] dargestellten Flurförderfahrzeugs eine Antenne B1 der ersten Funkeinrichtung B mit einem nicht näher dargestellten Schreib-Lesegerät. Hierdurch ist unabhängig von der Einfahrtrichtung des Flurförderfahrzeugs eine Kommunikation mit der zweiten Funkeinrichtung A möglich, welche analog nach der Konstruktion 2a sich an einer Kufe der Fuß- oder Kufenkonstruktion 3 befinden kann.

    [0023] Fig. 4 stellt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Behälters mit einer in der Fußkonstruktion integrierten zweiten Funkeinrichtung A dar. Die Antenne A1 der zweiten Funkeinrichtung wird durch einen in eine Vertiefung eingebrachten Spalt gebildet, welcher seinerseits mit dem nicht näher dargestellten Funkmikrochip der zweiten Funkeinrichtung A gekoppelt ist.

    [0024] Die Ausführungsform nach Fig. 5 betrifft einen Ausschnitt eines Transportgestells mit der zweiten Funkeinrichtung A sowie Einfahrhilfen 13 und 14 für die in Fig. 2b schematisch dargestellten Gabelzinken 11 und 12 eines Flurförderfahrzeuges. Hier kann die zweite Funkeinrichtung A derart an der Unterseite des Grundrahmens 2 positioniert sein, dass der unterste Punkt U der beispielsweise in Fig. 3 dargestellten Abdeckung 5a oder einer in Fig. 6b dargestellten Umhüllung 5b in Bodenrichtung y maximal 5mm bis 15mm unterhalb eines Aufnahmebereichs P der Gabelzinken 11 und 12 am Grundrahmen liegt.

    [0025] Bei einem metallischen Sonderladungsträger mit der zweiten Funkeinrichtung kann diese derart an einem tragenden Rohrprofil an der Unterseite des Grundrahmens angeordnet sein, dass in diesem Fall der unterste Punkt U der Umhüllung 5b in Bodenrichtung y im Bereich zwischen 30mm und 50mm unterhalb des vorgenannten Aufnahmebereichs der Gabelzinken 11 und 12 liegt.

    [0026] Fig. 6a stellt eine perspektivische Ansicht zur temporären Befestigung einer zweiten Funkeinrichtung A an einer nicht näher dargestellten Boxpalette mit Unterzug dar, wobei in diesem Fall eine Umhüllung 5b zum Schutz der zweiten Funkeinrichtung eingesetzt wird. Die temporäre Anbringung erfolgt mithilfe eines Magneten 7, durch welchen die zweite Funkeinrichtung an der Unterseite des Grundrahmens 2 befestigt ist.
    Fig. 6b stellt ein vereinfachtes Schnittbild eines Unterzugs einer Boxpalette dar, bei welcher die zweite Funkeinrichtung A mithilfe einer Umhüllung 5b an der Bodenunterkonstruktion 6 der Boxpalette gehaltert ist. Die Umhüllung 5b kann beispielsweise durch eine an sich bekannte Arretierung mit Rastelementen temporär an der Bodenunterkonstruktion 6 der Boxpalette befestigt sein.

    [0027] seits mit dem nicht näher dargestellten Funkmikrochip der zweiten Funkeinrichtung A gekoppelt ist.

    [0028] Die Ausführungsform nach Fig. 5 betrifft einen Ausschnitt eines Transportgestells mit der zweiten Funkeinrichtung A sowie Einfahrhilfen 13 und 14 für die in Fig. 2b schematisch dargestellten Gabelzinken 11 und 12 eines Flurförderfahrzeuges. Hier kann die zweite Funkeinrichtung A derart an der Unterseite des Grundrahmens 2 positioniert sein, dass der unterste Punkt U der beispielsweise in Fig. 3 dargestellten Abdeckung 5a oder einer in Fig. 6b dargestellten Umhüllung 5b in Bodenrichtung y maximal 5mm bis 15mm unterhalb eines Aufnahmebereichs P der Gabelzinken 11 und 12 am Grundrahmen liegt.

    [0029] Bei einem metallischen Sonderladungsträger mit der zweiten Funkeinrichtung kann diese derart an einem tragenden Rohrprofil an der Unterseite des Grundrahmens angeordnet sein, dass in diesem Fall der unterste Punkt U der Umhüllung 5b in Bodenrichtung y im Bereich zwischen 30mm und 50mm unterhalb des vorgenannten Aufnahmebereichs der Gabelzinken 11 und 12 liegt.

    [0030] Fig. 6a stellt eine perspektivische Ansicht zur temporären Befestigung einer zweiten Funkeinrichtung A an einer nicht näher dargestellten Boxpalette mit Unterzug dar, wobei in diesem Fall eine Umhüllung 5b zum Schutz der zweiten Funkeinrichtung eingesetzt wird. Die temporäre Anbringung erfolgt mithilfe eines Magneten 7, durch welchen die zweite Funkeinrichtung an der Unterseite des Grundrahmens 2 befestigt ist.
    Fig. 6b stellt ein vereinfachtes Schnittbild eines Unterzugs einer Boxpalette dar, bei welcher die zweite Funkeinrichtung A mithilfe einer Umhüllung 5b an der Bodenunterkonstruktion 6 der Boxpalette gehaltert ist. Die Umhüllung 5b kann beispielsweise durch eine an sich bekannte Arretierung mit Rastelementen temporär an der Bodenunterkonstruktion 6 der Boxpalette befestigt sein.

    [0031] Fig. 7 zeigt in schematischer Weise ein Schnittbild einer zweiten Funkeinrichtung mit beweglicher Aufhängung auf der Unterseite eines erfindungsgemäßen Ladungsträgers. Die zweite Funkeinrichtung A ist klappbar ausgebildet und kann entweder nach links oder rechts in der dargestellten schematischen Weise schwenken. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass Stöße durch Gabelzinkenkontakt gepuffert werden durch die rückfedernde Gestaltung der Aufnahme dieser zweiten Funkeinrichtung.

    [0032] Es ist auch möglich, eine Versenkung sowohl der Aufhängung der zweiten Funkeinrichtung als auch der Funkeinrichtung selbst innerhalb des Grundrahmens 2 durchzuführen, wodurch ein (nicht näher dargestellter) Gabelzinken auch bei unsachgemäßem Unterfahren des Ladungsträgers und intensiven Scherbewegungen entlang der Anbringungsposition der Funkeinrichtung A keinerlei Schadenpotential mehr bietet. Dieses vorbeschriebene Versenken kann passiv durch die Gabeleinwirkung oder aktiv und automatisch beim Abstellen des Ladungsträgers durch eine entsprechend gestaltete, an sich bekannte Vorrichtung erfolgen. Durch die schematisch in Fig. 7 dargestellte Ausführungsmöglichkeit wird auf einfache Weise ein Abklappen der zweiten Funkeinrichtung A bei einem eventuellen Gabelzinkenkontakt gewährleistet und damit unerwünschte Beschädigungen vermieden.

    [0033] Weiterhin ist vorstellbar, dass die Funkeinrichtung derart am Grundrahmen des Ladungsträgers angebracht ist, dass zusätzlich eine vertikale Beweglichkeit sichergestellt und mittels Federelement eine Ausgangslage immer wieder herbeiführbar ist. Eine solche Anbringung ist (nicht näher dargestellt) z.B. mittels Gummiaufhängung möglich.

    [0034] Erfindungsgemäß wird ein Ladungsträger mit Funkeinrichtung geschaffen, welcher es ermöglicht, dass von mehr als einer Ladungsträgerseite E1 bis E4 sowie mit verschiedenen Funkeinrichtungen ein Identifizieren des Objektes auch aus einer größeren Distanz möglich ist, ohne dass eine direkte Sichtverbindung vorhanden sein muss. Die gesamte Anordnung ist vielseitig anwendbar und auch für robusten Betrieb geeignet. Erfindungsgemäß kann statt der stationären Funkeinrichtung B auch ein mobil tragbares Handlesegerät Anwendung finden, wodurch sich eine weitere Vergrößerung der Flexibilität ergibt.


    Ansprüche

    1. Ladungsträger (1), insbesondere Behälter oder Gestell zum Transport und zur Lagerung von Gütern,
    mit einem Grundrahmen (2) und mit einer Fuß- oder Kufenkonstruktion (3) mit mehreren, in etwa senkrecht zum Rahmen ausgebildeten Pfosten (4),
    wobei der Grundrahmen (2) mindestens eine Funkeinrichtung aufweist,
    wobei eine funktechnische Verbindung zwischen einer ersten, vom Ladungsträger getrennten Funkeinrichtung (B), bestehend aus mindestens einer Schreib-Leseeinrichtung mit Antenne (B1, B2), und einer zweiten, mit dem Ladungsträger (1) verbundenen Funkeinrichtung (A), bestehend aus mindestens einem Funkmikrochip mit Antenne, von mindestens zwei Ladungsträgerseiten (E1, E2, E3, E4) herstellbar ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die zweite Funkeinrichtung (A) auf der Unterseite des Grundrahmens (2) geschützt und zugleich beweglich aufgehängt ist, um unerwünschte Beschädigungen durch Gabelzinkenkontakt zu vermeiden.
     
    2. Ladungsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) innerhalb mindestens eines Fußes oder mindestens einer Kufe der Fuß-oder Kufenkonstruktion (3) angeordnet ist.
     
    3. Ladungsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) durch eine dauerhaft kraftschlüssige Verbindung am Ladungsträger (1) befestigt ist.
     
    4. Ladungsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) durch eine temporäre Verbindung am Grundrahmen (2) befestigt ist.
     
    5. Ladungsträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die temporäre Verbindung als Magnet (7) oder als Halteelement (8) ausgebildet ist.
     
    6. Ladungsträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) einen mehrfach beschreibbaren Speicher und eine Arbeitsfrequenz in einem Bereich zwischen 8 MHz und 2.500 MHz aufweist.
     
    7. Ladungsträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) im Wesentlichen auf Höhe der Unterseite einer Bodenunterkonstruktion (6) innerhalb einer Umhüllung (5b) positioniert und Teil der Umhüllung (5b) formschlüssig mit der Bodenunterkonstruktion (6) verbindbar ist.
     
    8. Ladungsträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Boxpalette mit der zweiten Funkeinrichtung (A), dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) derart an der Unterseite des Grundrahmens (2) positioniert ist, dass der unterste Punkt (U) der Abdeckung (5a) oder der Umhüllung (5b) in Bodenrichtung (Y) maximal 5mm bis 15mm unterhalb eines Aufnahmebereichs (P) von Gabelzinken (11, 12) am Grundrahmen (2) liegt.
     
    9. Ladungsträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5a) oder die Umhüllung (5b) auf der dem Boden zugewandten Seite eine schirmartige oder pyramidenstumpfartige Form zum gezielten Abgleiten von Fördergeräteanbauten aufweist.
     
    10. Ladungsträger nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, insbesondere metallischer Sonderladungsträger mit der zweiten Funkeinrichtung (A), dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) derart an einem tragenden Rohrprofil an der Unterseite dieses Grundrahmens (2) angeordnet ist, dass der unterste Punkt (U) der Umhüllung (5b) in Bodenrichtung (y) im Bereich zwischen 60mm und 80mm unter einem Aufnahmebereich von Gabelzinken (11, 12) am Grundrahmen (2) liegt.
     
    11. Ladungsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Funkeinrichtung (A) in eine Aussparung des Ladungsträgerbodens zumindest teilweise versenkbar ist.
     
    12. Ladungsträger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Versenkung der zweiten Funkeinrichtung (A) durch einen Mechanismus automatisch durchführbar ist.
     
    13. Ladungsträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Funkeinrichtung (B) stationär oder als mobiles Gerät ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Load carrier (1), in particular a container or cage for transporting and storing goods,
    comprising a base frame (2) and comprising a foot structure or runner structure (3) with a number of uprights (4) constructed approximately perpendicularly to the frame,
    wherein the base frame (2) has at least one radio device,
    and wherein it is possible to bring about, from at least two sides (E1, E2, E3, E4) of the load carrier, a radio link between a first radio device (B), which is separate from the load carrier and consists of at least one write/read device with an aerial (B1, B2), and a second radio device (A) which is connected to the load carrier (1) and consists of at least one radio microchip with an aerial,
    characterised in that
    the second radio device (A) is suspended on the underside of the base frame (2) in a protected, and at the same time movable, manner, in order to avoid undesired damage by contact with the tines of a fork.
     
    2. Load carrier according to claim 1, characterised in that the second radio device (A) is arranged inside at least one foot or at least one runner of the foot structure or runner structure (3).
     
    3. Load carrier according to claim 1 or 2, characterised in that the second radio device (A) is fastened to the load carrier (1) by a permanently force-locking connection.
     
    4. Load carrier according to claim 1 or 2, characterised in that the second radio device (A) is fastened to the base frame (2) by a temporary connection.
     
    5. Load carrier according to claim 4, characterised in that the temporary connection is constructed as a magnet (7) or as a holding element (8).
     
    6. Load carrier according to one or more of the preceding claims, characterised in that the second radio device (A) has a memory that can be written to a number of times, and a working frequency in a range between 8 MHz and 2,500 MHz.
     
    7. Load carrier according to one or more of the preceding claims, characterised in that the second radio device (A) is positioned, substantially at the level of the underside of a floor substructure (6), inside a casing (5b), and part of said casing (5b) can be connected to the floor substructure (6) in a form-locking manner.
     
    8. Load carrier according to one or more of the preceding claims, in particular a box pallet comprising the second radio device (A), characterised in that said second radio device (A) is positioned on the underside of the base frame (2) in such a way that the lowest point (U) of the cover (5a) or of the casing (5b) lies, in the direction of the floor (Y), at a maximum of 5 mm to 15 mm below a receiving region (P) for fork tines (11, 12) on the base frame (2).
     
    9. Load carrier according to one or more of the preceding claims, characterised in that the cover (5a) or the casing (5b) has, on the side that faces towards the floor, an umbrella-like or truncated-pyramid-like shape for the targeted deflection of the attachments of conveying equipment.
     
    10. Load carrier according to one or more of claims 1 to 8, in particular a special metal load carrier comprising the second radio device (A), characterised in that said second radio device (A) is arranged on a supporting tubular profile on the underside of the said base frame (2) in such a way that the lowest point (U) of the casing (5b) lies, in the direction of the floor (y), in the region of between 60 mm and 80 mm below a receiving region for fork tines (11, 12) on the base frame (2).
     
    11. Load carrier according to claim 1, characterised in that the second radio device (A) can be countersunk, at least partially, into a clearance in the floor of the load carrier.
     
    12. Load carrier according to claim 11, characterised in that the lowering of the second radio device (A) can be carried out automatically by a mechanism.
     
    13. Load carrier according to one or more of the preceding claims, characterised in that the first radio device (B) is constructed so as to be stationary or as a mobile appliance.
     


    Revendications

    1. Support de charges (1), notamment récipient ou châssis destinés au transport et au stockage de marchandises, comprenant :

    un cadre de base (2) et une structure à pieds ou à patins (3) avec plusieurs montants (4) formés à peu près perpendiculairement au cadre,

    dans lequel le cadre de base (2) présente au moins un équipement radio,

    dans lequel une liaison radiotechnique, d'au moins deux côtés (E1, E2, E3, E4) du support de charge, peut être établie entre un premier équipement radio (B), séparé du support de charges et constitué d'au moins un dispositif d'écriture et de lecture avec antenne (B1, B2), et un second équipement radio (A) relié au support de charges (1) et constitué d'au moins une micro-puce radio avec antenne,
    caractérisé en ce que

    le second équipement radio (A) est suspendu sur la face inférieure du cadre de base (2) de façon à être protégé et mobile en même temps afin d'éviter des dommages causés par un contact avec des bras de fourche, non désirés.


     
    2. Support de charges selon la revendication 1, caractérisé en ce que le second équipement radio (A) est disposé dans au moins un pied ou au moins un patin de la structure à pieds ou à patins (3).
     
    3. Support de charges selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le second dispositif radio (A) est fixé au support de charges (1) par liaison de force constituant une fixation durable.
     
    4. Support de charges selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le second équipement radio (A) est fixé au cadre de base (2) par liaison temporaire.
     
    5. Support de charges selon la revendication 4, caractérisé en ce que la liaison temporaire se présente sous la forme d'un aimant (7) ou d'une pièce de maintien (8).
     
    6. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le second équipement radio (A) présente une mémoire plusieurs fois réinscriptible et une fréquence de travail dans une plage comprise entre 8 MHz et 2500 MHz.
     
    7. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le second équipement radio (A) est positionné, à l'intérieur d'une enveloppe (5b), sensiblement à hauteur de la face inférieure d'une structure située en-dessous du plancher (6), et en ce qu'une partie de l'enveloppe (5b) peut être reliée à la structure située en-dessous du plancher (6) par liaison de forme.
     
    8. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, en particulier caisse palette avec le second dispositif radio (A), caractérisé en ce que le second dispositif radio (A) est positionné sur la face inférieure du cadre de base (2) de sorte que le point le plus bas (U) du recouvrement (5a) ou de l'enveloppe (5b), se situe, en direction du plancher (Y), au maximum 5 mm à 15 mm en-dessous d'une zone accueillant (P) des bras de fourche (11, 12), sur le cadre de base (2).
     
    9. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (5a) ou l'enveloppe (5b) présente, sur sa face tournée vers le plancher, un élément en forme cône ou de tronc de pyramide pour faire dévier, par le glissement qu'il provoque, des pièces d'extension des appareils de manutention.
     
    10. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, en particulier support métallique de charges spéciales avec le second équipement radio (A), caractérisé en ce que le second équipement radio (A) est disposé sur un profilé tubulaire porteur sur la face inférieure de ce cadre de base (2) de sorte que le point le plus bas (U) de l'enveloppe (5b), se situe, en direction du plancher (Y), dans une plage comprise entre 60 mm et 80 mm en-dessous d'une zone accueillant des bras de fourche (11, 12), sur le cadre de base (2).
     
    11. Support de charges selon la revendication 1, caractérisé en ce que le second équipement radio (A) peut être descendu, au moins partiellement, dans une niche du plancher du support de charges.
     
    12. Support de charges selon la revendication 11, caractérisé en ce que la descente du second équipement radio (A) peut être réalisée automatiquement par un mécanisme.
     
    13. Support de charges selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier équipement radio (B) se présente sous forme stationnaire ou sous la forme d'un appareil mobile.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente