[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine zur Herstellung von Verzahnungen an
Werkstücken, umfassend eine Werkstückhalteeinrichtung, eine Kaltwalzeinrichtung zur
Herstellung einer Roh-Verzahnung an mindestens einem durch die Werkstückhalteeinrichtung
gehaltenen Werkstück durch Kaltwalzen, und eine Spanbearbeitungseinrichtung zur spanenden
Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung des mindestens einen Werkstücks, welches an der
Werkstückhalteeinrichtung gehalten ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Verzahnung an einem
Werkstück mittels einer Werkzeugmaschine, bei dem ein Werkstück an einem Werkstückhalter
eingespannt wird.
[0003] Aus der
WO 01/94048 A1 ist eine Kaltwalzmaschine mit zwei gegenläufig angetriebenen, profilierten Walzstangen,
die jeweils über einen Schlitten auf einer Führung gelagert sind und die in Eingriff
mit einem zwischen den Walzstangen drehbar gelagerten Werkzeug stehen, bekannt. Es
ist eine Zustelleinrichtung vorgesehen mit mindestens einem Zustellantrieb, über den
die Walzstangen während des Walzvorgangs in Eingriffsrichtung verstellbar sind.
[0004] Aus der
WO 2006/045566 A1 ist eine Kaltwalzmaschine bekannt, welche einen ersten beweglichen Walzstangenhalter
und einen zweiten beweglichen Walzstangenhalter umfasst. Über die Walzstangenhalter
sind eine erste Walzstange und eine zweite Walzstange eines Walzstangen-Paars in einer
Führungsrichtung gegenläufig zueinander beweglich und diese sind in einer Verstellungsrichtung
quer zur Führungsrichtung während eines Walzvorgangs verstellbar. Es ist eine Werkstückhalteeinrichtung
mit einer Mehrzahl von Werkstückhaltern vorgesehen.
[0005] Aus der
DE 26 04 281 A1 ist eine Maschine zum Schaben und/oder Profilrollen der Verzahnung von Zahnrädern
mit einem rotierenden, gezahnten Werkzeug zum Fertigbearbeiten der Zähne, einem Teil
zum Tragen des Zahnrads längs dessen Rotationsachse, einem Antriebsmotor für die Rotationsbewegung
des Werkzeugs, und einer Vorrichtung zum Bewirken einer gegenseitigen Relativbewegung
der Rotationsachsen des Werkzeugs und des zu bearbeitenden Rades bekannt. Über die
Vorrichtung sind mindestens zwei orthogonale Bewegungen durch Motoren erzeugbar, von
denen jeder, ebenso wie der Antriebsmotor für die Rotationsbewegung des Werkzeugs,
einen eigenen, mit einem Sollgröße-Generator verbundenen elektronischen Regelkreis
aufweist.
[0006] Aus der
DE 196 50 350 C2 ist ein Werkzeug zum Drückwalzen eines Werkstücks mit einer Verzahnung bekannt, welches
eine profilgebende Kontur mit Werkzeugzähnen aufweist, deren Zahnhöhe sich von einem
Werkzeug-Fußkreis bis zu einem Werkzeug-Kopfkreis erstreckt, zwischen denen Werkzeug-Zahnflanken
angeordnet sind, welche als ein Negativ zu den kraftübertragenden Zahnflankenbereichen
des Werkstücks ausgebildet sind. Ein kopfseitiges Ende der Werkzeug-Zahnflanken ist
von dem Werkzeug-Kopfkreis deutlich beabstandet, am Werkzeugzahn ist zwischen dem
kopfseitigen Ende der Werkzeug-Zahnflanken und dem Werkzeug-Kopfkreis ein Kopfbereich
des Werkzeugzahns ausgebildet, der sich zum Werkzeug-Kopfkreis hin verjüngt, ein fußseitiges
Ende der Werkzeug-Zahnflanken ist von dem Werkzeug-Fußkreis deutlich beabstandet und
zwischen den fußseitigen Enden sich gegenüberliegender Werkzeug-Zahnflanken zweier
Werkzeugzähne und dem Werkzeug-Fußkreis ist ein Nutbereich angeordnet, der sich zum
Werkzeug-Fußkreis hin verjüngt.
[0007] Aus der
DE3 20 54 740, welche die Basis für den Oberbegriff der Ansprüche 1 und 14 bildet, ist eine Zahnradwalzmaschine
mit um die werkstückachse drehbarer Aufspannvorrichtung für das sich am Walzwerkzeug
abwälzende Werkstück bekannt. Es ist mindestens ein mit dem in der Aufspannvorrichtung
gehaltenen Werkstück in Eingriff bringbares Schneidwerkzeug zum spanabhebenden Entfernen
des beim Walzen aufgestauchten und über die Sollkontur hinausragenden Werkstoffs vorgesehen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschine der eingangs genannten
Art bereitzustellen, mittels welcher sich auf einfache Weise Verzahnungen hoher Qualität
herstellen lassen.
[0009] Diese Aufgabe wird ausgehend von der
DE 2054740 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Übergangseinrichtung vorgesehen ist, durch
welche ein Werkstück von einem Kaltwalzwerkzeug zu einem Spanwerkzeug bei Eingriff
der Roh-Verzahnung transferierbar ist, und dass die Übergangseinrichtung eine Verzahnung
aufweist.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist an einer Werkzeugmaschine eine "Kaltwalzstation"
und eine "Spanbearbeitungsstation" gebildet. Es lassen sich dadurch schnell und effektiv
Verzahnungen hoher Qualität erzeugen. Ein Kaltwalzvorgang ist ein Umformvorgang, bei
dem Werkstoff des Werkstücks in Freiräume der Kaltwalzwerkzeuge verdrängt wird. Eine
Roh-Verzahnung lässt sich durch Kaltwalzen schnell herstellen. Durch eine anschließende
Spanbearbeitung erhält man eine hohe Verzahnungsqualität. Die Verzahnungsqualität
lässt sich beispielsweise um (mindestens) 20 µm bis 30 µm verbessern. Dadurch können
beispielsweise entsprechende Werkstücke als Getriebeverzahnungs-Werkstücke eingesetzt
werden.
[0011] Wenn spezielle Spanbearbeitungsvorgänge wie Stoßen oder Schaben verwendet werden,
dann lässt sich die Werkzeugmaschine auf einfache Weise ausbilden, da die entsprechenden
Bearbeitungsverfahren eine ähnliche Kinematik wie Kaltwalzverfahren aufweisen.
[0012] Es ist eine Übergangseinrichtung vorgesehen, durch welche ein Werkstück von einem
Kaltwalzwerkzeug zu einem Spanwerkzeug bei Eingriff der Roh-Verzahnung transferierbar
ist. Es lässt sich dadurch erreichen, dass die hergestellte Roh-Verzahnung nicht außer
Eingriff mit einer Werkzeugverzahnung gerät. Dadurch geht die Werkstückorientierung
nicht verloren. Dadurch lässt sich die Feinbearbeitung schnell durchführen, da keine
Vorbereitungszeit zur Neuauffindung der Werkstückorientierung notwendig ist.
[0013] Die Übergangseinrichtung weist eine entsprechende Verzahnung auf, um den Eingriff
beizubehalten. Die Übergangseinrichtung kann als Werkzeug angesehen werden, welches
den Übergang zwischen Kaltwalzen und Spanen ermöglicht.
[0014] Günstig ist es, wenn die Werkstückhalteeinrichtung mindestens einen Werkstückhalter
umfasst, an dem ein Werkstück um eine Werkstückachse drehbar fixierbar ist. Es kann
dann bei einem Kaltwalzvorgang und auch bei einem Spanbearbeitungsvorgang eine Drehung
des Werkstücks angetrieben über Werkzeuge erfolgen.
[0015] Günstig ist es, wenn die Werkstückhalteeinrichtung mindestens eine Verschiebungseinrichtung
aufweist, durch welche ein Werkstück in einer Richtung koaxial oder parallel zu einer
Werkstückachse verschieblich ist. Dadurch ist es möglich, ein Werkstück durch Verschieben
von der Werkstückhalteeinrichtung in die Spanbearbeitungseinrichtung zu überführen.
[0016] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die Werkstückhalteeinrichtung mindestens
eine Schwenkeinrichtung aufweist, durch welche eine Winkelstellung eines Werkstücks
für die spanende Feinbearbeitung einstellbar ist. Durch Verschwenkung des Werkstücks
lässt sich dieses bei entsprechender Ausbildung von Werkzeugen von der Kaltwalzeinrichtung
in die Spanbearbeitungseinrichtung überführen.
[0017] Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass die Winkelstellung relativ zu einer Bewegungsachse
von Kaltwalzwerkzeugen einstellbar ist. Die Bewegungsachse kann dabei, wenn Rundwerkzeuge
verwendet werden, eine Drehachse sein, oder eine lineare Achse, wenn gegensinnig bewegte
Flachwerkzeuge verwendet werden.
[0018] Es ist ferner günstig, wenn die Winkelstellung relativ zu einem Spanwerkzeug einstellbar
ist. Dadurch kann die definierte Spanbearbeitung als Feinbearbeitung durchgeführt
werden.
[0019] Insbesondere ist mindestens eine Kaltwalzwerkzeugkombination mit dem ersten Kaltwalzwerkzeug
und dem zweiten Kaltwalzwerkzeug vorgesehen, wobei die Kaltwalzwerkzeuge synchron
angetrieben beweglich sind. Durch eine entsprechende synchronisierte Bewegung lässt
sich ein Kaltwalzvorgang mit einem Werkstück zwischen den Kaltwalzwerkzeugen durchführen.
[0020] Die Werkzeughalteeinrichtung ist insbesondere so ausgebildet, dass mindestens ein
Werkstück zwischen dem ersten Kaltwalzwerkzeug und dem zweiten Kaltwalzwerkzeug positionierbar
ist.
[0021] Bei einem Ausführungsbeispiel sind das erste Kaltwalzwerkzeug und das zweite Kaltwalzwerkzeug
Flachwerkzeuge und insbesondere Kaltwalzstangen. Es ist dabei möglich, dass die entsprechenden
Kaltwalzstangen ein gleichmäßiges Profil oder ein variierendes Profil angepasst an
die herzustellende Roh-Verzahnung aufweisen.
[0022] Die Bewegungsachse für die Hin- und Herbewegung des ersten Kaltwalzwerkzeugs und
des zweiten Kaltwalzwerkzeugs liegt dabei vorzugsweise senkrecht zu einer Werkstückachse,
um eine Kaltwalzumformung zu bewirken.
[0023] Es ist auch möglich, dass das erste Kaltwalzwerkzeug und das zweite Kaltwalzwerkzeug
Rundwerkzeuge sind.
[0024] Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass eine Drehachse parallel zu einer Werkstückachse
ist.
[0025] Günstig ist es, wenn eine Zustellungseinrichtung vorgesehen ist, über welche das
erste Kaltwalzwerkzeug und das zweite Kaltwalzwerkzeug dem Werkstück in einer Richtung
quer zu einer Werkstückachse zustellbar sind. Dadurch lassen sich beispielsweise Kaltwalzstangen
mit gleichmäßigem Profil verwenden. Es wird in diesem Zusammenhang auf die
WO 01/94048 A1 verwiesen, auf die ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0026] Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens ein Spanwerkzeug für die spanende
Feinbearbeitung vorgesehen ist. Das mindestens eine Spanwerkzeug kann beispielsweise
ein Schaberwerkzeug oder ein Stoßwerkzeug oder Wälzschälwerkzeug oder Wälzfräswerkzeug
oder Verzahnungshonwerkzeug sein. Es lässt sich dann zeitlich dem Kaltwalzvorgang
nachgeordnet eine Feinbearbeitung einer hergestellten Roh-Verzahnung in der gleichen
Aufspannung durchführen.
[0027] Es ist dabei möglich, dass das mindestens eine Spanwerkzeug ein Flachwerkzeug ist
oder ein Rundwerkzeug.
[0028] Es ist ferner vorgesehen, dass eine Wirkfläche des mindestens einen Spanwerkzeugs
in einem spitzen Winkel zu einer Werkstückachse orientiert ist. Dadurch lässt sich
ein entsprechender spanender Vorgang durchführen, um eine Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung
realisieren zu können.
[0029] Die Winkeleinstellung kann durch Positionierung und/oder Ausbildung des mindestens
einen Spanwerkzeugs und/oder Positionierung des zu bearbeitenden Werkstücks erfolgen.
Im letzteren Falle erfolgt beispielsweise eine Verschwenkung des Werkstücks nach dem
Kaltwalzvorgang.
[0030] Insbesondere ist die Verzahnung der Übergangseinrichtung so ausgebildet, dass sie
ein so großes Spiel aufweist und eine derart geringe Verzahnungsbreite aufweist, dass
das Werkstück vom Kaltwalzwerkzeug zum mindestens einen Spanwerkzeug transferierbar
ist, ohne dass das Werkstück außer Eingriff kommt. Der Übergang des Werkstücks kann
dabei durch lineare Bewegung und/oder Verschwenken erfolgen.
[0031] Insbesondere ist die Übergangseinrichtung zwischen dem Kaltwalzwerkzeug und dem mindestens
einen Spanwerkzeug angeordnet, um einen effektiven und damit zeitsparenden Übergang
zu ermöglichen.
[0032] Bei einer Ausführungsform ist mindestens ein Werkzeug vorgesehen, welches eine Kaltwalzspur
als Profilspur und eine Spur zur Spanbearbeitung als Schneidenspur aufweist. Bei einem
Kaltwalzvorgang wird die Kaltwalzspur verwendet und bei der Spanbearbeitung wird die
entsprechende Spur zur Spanbearbeitung verwendet. Der Übergang lässt sich dann auf
einfache Weise durchführen.
[0033] Insbesondere ist dann zwischen der Kaltwalzspur und der Spanspur eine Übergangsspur
(einer Übergangseinrichtung) angeordnet, um einen effektiven Übergang des Werkstücks
zu ermöglichen, ohne dass ein Außereingriffbringen erfolgen muss.
[0034] Es ist dabei möglich, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur bezogen auf eine Werkzeugbewegungsachse
hintereinander angeordnet sind. Bei der Werkzeugbewegung beim Kaltwalzen wird dabei
nur die Kaltwalzspur in Wirkeingriff mit dem Werkstück gebracht. Nach Beendigung des
Kaltwalzvorgangs erfolgt eine derartige Verschiebung, dass bei der Spanbearbeitung
nur die Spanspur in Eingriff gebracht wird.
[0035] Es ist dabei möglich, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur an einer gemeinsamen
Leiste angeordnet sind und insbesondere ein Kombinationswerkzeug bilden. Beim Kaltwalzen
wird nur ein bestimmter Bereich dieser Leiste in Wirkeingriff mit dem Werkstück gebracht.
Bei der Spanbearbeitung wird ein anderer Bereich in Wirkeingriff gebracht. Die Leiste
lässt sich durch ein oder mehrere Schlitten auf einfache Weise bewegen und insbesondere
hin- und herbewegen.
[0036] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur bezogen auf
eine Werkzeugbewegungsachse nebeneinander und insbesondere parallel angeordnet sind.
Bei einem Kaltwalzvorgang wirkt dann nur die Kaltwalzspur auf das Werkstück. Damit
die Spanspur auf das Werkstück wirken kann, muss das Werkstück oder das Werkzeug in
der Abstandsrichtung der Kaltwalzspur und der Spanspur verschoben werden.
[0037] Es ist dabei möglich, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur an unterschiedlichen
Leisten angeordnet sind. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass sie an der gleichen
Leiste angeordnet sind und ein Kombinationswerkzeug bilden. Der Erfindung liegt ferner
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit
dem sich auf effektive Weise Verzahnungen hoher Qualität herstellen lassen.
[0038] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Roh-Verzahnung durch
Kaltwalzen mittels eines ersten Kaltwalzwerkzeuges und eines zweiten Kaltwalzwerkzeuges
hergestellt wird, die Roh-Verzahnung mittels mindestens eines Spanwerkzeugs an derselben
Werkzeugmaschine in der gleichen Aufspannung feinbearbeitet wird und das Werkstück
an das mindestens eine Spanwerkzeug über eine Übergangsverzahnung gefahren wird, wobei
die Übergangsverzahnung bewirkt, dass das Werkstück in Eingriff bleibt.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Werkzeugmaschine erläuterten Vorteile auf.
[0040] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens wurden ebenfalls
bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine erläutert.
[0041] Beim Kaltwalzen werden das erste Kaltwalzwerkzeug und das zweite Kaltwalzwerkzeug
synchron bewegt. Die synchrone Bewegung kann dabei eine gegensinnige Linearbewegung
oder eine gleichsinnige Drehbewegung sein. Die Kaltwalzwerkzeuge sind dabei synchronisiert.
[0042] Es ist dabei grundsätzlich möglich, dass die Kaltwalzwerkzeuge (wenn es sich um Flachwerkzeuge
handelt) mit einem variierenden Profil ausgebildet sind, welches die Herstellung der
entsprechenden Roh-Verzahnung ermöglicht. Vorteilhaft ist es, wenn das erste Kaltwalzwerkzeug
und das zweite Kaltwalzwerkzeug beim Kaltwalzen in einer Richtung quer zu einer Werkzeug-Bewegungsachse
und quer zu einer Werkstückachse dem Werkstück zugestellt werden. Dadurch lassen sich
beispielsweise Kaltwalzstangen mit gleichem Profil über die Länge der Kaltwalzstangen
verwenden, um die Roh-Verzahnung herzustellen.
[0043] Insbesondere ist das Werkstück drehbar eingespannt. Es wird dann durch die Bewegung
der Kaltwalzwerkzeuge, welche in Wirkeingriff mit dem Werkstück stehen, in seiner
Drehbewegung angetrieben.
[0044] Insbesondere wird das Werkstück nach dem Kaltwalzen mit einer Werkstückachse verschwenkt
und/oder linear verschoben. Dadurch ist es möglich, mindestens ein Spanwerkzeug in
Eingriff mit dem Werkstück zu bringen.
[0045] Günstig ist es, wenn das Werkstück nach dem Kaltwalzen mit seiner Roh-Verzahnung
an mindestens ein Spanwerkzeug gefahren wird. Es ist dadurch realisierbar, dass die
Werkstückorientierung nicht verloren geht.
[0046] Das Werkstück wird an das mindestens eine Spanwerkzeug an einer Übergangsverzahnung
gefahren, wobei die Übergangsverzahnung bewirkt, dass das Werkstück in Eingriff bleibt.
[0047] Beispielsweise ist die Feinbearbeitung eine Stoßbearbeitung und/oder Schabbearbeitung
und/oder Wälzschälbearbeitung und/oder Wälzfräsbearbeitung und/oder Verzahnungshonbearbeitung.
Es lässt sich dadurch eine Verzahnung hoher Qualität herstellen, welche beispielsweise
als Getriebeverzahnung verwendbar ist.
[0048] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang
mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
- Figur 2(a)
- eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs der Werkzeug- maschine gemäß Figur
1 bei einem Kaltwalzvorgang;
- Figur 2(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 2(a);
- Figur 2(c)
- eine Vorderansicht auf den Bereich gemäß Figur 2(a);
- Figur 3(a)
- die gleiche Ansicht wie Figur 2(a), jedoch bei einer Span- bearbeitung;
- Figur 3(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 3(a);
- Figur 4(a)
- eine Teilansicht ähnlich Figur 2(a) bei einem weiteren Aus- führungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine bei einem Kaltwalzvorgang;
- Figur 4(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 4(a);
- Figur 4(c)
- eine Vorderansicht auf den Bereich gemäß Figur 4(a);
- Figur 5(a)
- die gleiche Ansicht wie in Figur 4(a) bei einer Span- bearbeitung;
- Figur 5(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 5(a);
- Figur 6(a)
- eine vergrößerte Ansicht eines Teilbereichs eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Werkzeug- maschine bei einem Kaltwalzvorgang;
- Figur 6(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 6(a);
- Figur 6(c)
- Vorderansicht auf den Bereich gemäß Figur 6(a);
- Figur 7(a)
- die gleiche Ansicht wie in Figur 6(a) bei einem Span- bearbeitungsvorgang ;
- Figur 7(b)
- eine Schnittansicht längs der Linie b-b gemäß Figur 7(a); und
- Figur 8
- eine Teildarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine.
[0049] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, welches in Figur
1 gezeigt und dort als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfasst ein Maschinengrundgestell
12, über welches die Werkzeugmaschine 10 auf einem Untergrund aufgestellt ist. Mit
dem Maschinengrundgestell 12 ist ein C-förmiges Gestell 14 verbunden.
[0050] Dieses Gestell 14 weist einen ersten Haltebereich 16 und einen gegenüberliegenden
zweiten Haltebereich 18 auf. Die beiden Haltebereiche 16 und 18 sind über einen Verbindungsbereich
20 miteinander verbunden. Der erste Haltebereich 16 ragt dabei in einer Querrichtung
z über den Verbindungsbereich 20 hinaus. Ebenso ragt der zweite Haltebereich 18 in
der Querrichtung z über den Verbindungsbereich 20 hinaus. Der erste Haltebereich 16
und der zweite Haltebereich 18 bilden dadurch jeweils Haltebacken, an denen jeweils
ein erster Werkzeughalter 22 (an dem ersten Haltebereich 16) und ein zweiter Werkzeughalter
24 (an dem zweiten Haltebereich 18) beweglich gehalten sind. Die beiden Werkzeughalter
22, 24 liegen einander gegenüber. An diesen lassen sich jeweils ein oder mehrere Werkzeuge
fixieren.
[0051] Zwischen den Werkzeughaltern 22 und 24 ist eine Werkstückhalteeinrichtung 25 mit
einem oder einer Mehrzahl von Werkstückhaltern 27 angeordnet, welche an dem Verbindungsbereich
20 mindestens einseitig fixiert sind (Figur 2). In einen Werkstückhalter 27 ist jeweils
ein Werkstück 29 einsetzbar, wobei es durch den Werkstückhalter drehbar um eine Werkstückachse
31 an der Werkzeugmaschine 10 gehalten ist, damit ein Kaltwalzvorgang zur Herstellung
einer Roh-Verzahnung an dem Werkstück 29 und eine spanende Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung
durchführbar ist.
[0052] Dem Verbindungsbereich 20 gegenüberliegend ist zwischen dem ersten Haltebereich 16
und dem zweiten Haltebereich 18 eine Verstärkungslasche 30 angeordnet. Diese weist
im Bereich der Werkstückhalter eine durchgehende Öffnung 32 auf, durch die insbesondere
Reitstockteile eines Werkstückhalters 27 hindurchtauchen können.
[0053] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Werkzeughalter 22 und 24 jeweils in
einer Längsrichtung x und in der Querrichtung y zur Längsrichtung x beweglich.
[0054] Der erste Haltebereich 16 und der zweite Haltebereich 18 weisen dazu jeweils eine
schräge Führungsbahn 34 bzw. 36 auf, an der ein erster Keilschlitten 38 bzw. ein zweiter
Keilschlitten 40 geführt ist. Die Führungsbahn 34 ist gegenüber der Richtung x um
einen spitzen Winkel geneigt. Die Führungsbahn 36 des zweiten Haltebereichs 18 liegt
parallel zur Führungsbahn 34 des ersten Haltebereichs 16.
[0055] Je nach Stellung der Keilschlitten 38, 40 auf ihren Führungsbahnen 34, 36 lässt sich
der Abstand der Werkzeughalter 22, 24 in der Richtung y einstellen.
[0056] Zur Führung der Keilschlitten 38, 40 sind in den Haltebereichen 16 und 18 beispielsweise
Ausnehmungen 42, 44 gebildet, in denen Führungsleisten 46, 48 der jeweiligen Keilschlitten
38, 40 eingetaucht sind.
[0057] Über die Führung der Keilschlitten 38, 40 lassen sich Werkzeuge 26a, 26b und 28a,
28b einem Werkstück in der Richtung y zustellen. Insbesondere lassen sich die Werkzeuge
26a, 26b und 28a, 28b während eines Walzvorgangs und während einer spanenden Feinbearbeitung
in Radialrichtung mit Bezug zum Werkstück verstellen.
[0058] Die Bewegung der Keilschlitten 38, 40 auf ihren Führungsbahnen 34 bzw. 36 ist angetrieben.
Es ist dazu ein entsprechender Antrieb vorgesehen (in der Zeichnung nicht gezeigt).
Bezüglich der Ausbildung des Antriebs wird auf die
WO 01/94048 A1 und die
US 2004/0007034 A1 Bezug genommen.
[0059] An dem ersten Keilschlitten 38 ist ein erster Werkzeugschlitten 50 in der Richtung
x linearverschieblich geführt. Ferner ist an dem zweiten Keilschlitten 40 ein zweiter
Werkzeugschlitten 52 in der Richtung x linearverschieblich geführt, wobei die Führungsrichtungen
der beiden Werkzeugschlitten 50, 52 parallel ausgerichtet sind. Auf den Werkzeugschlitten
50, 52 sitzen die Werkzeuge 26a, 26b bzw. 28a, 28b direkt (Figur 2), d.h. sind an
diesen unbeweglich fixiert.
[0060] Zur Führung der Werkzeugschlitten 50, 52 weisen die Keilschlitten 38, 40 einander
zugewandte Führungsbahnen 54, 56 auf. Auf diesen sitzen jeweils die Werkzeugschlitten
50, 52, wobei deren Bewegung in der x-Richtung angetrieben ist. Die entsprechenden
Antriebe sind in der Zeichnung nicht gezeigt. Es wird in diesem Zusammenhang auf die
WO 01/94048 A1 bzw.
US 2004/0007034 A1 Bezug genommen.
[0061] Bei der Bearbeitung eines Werkstückes sind die in der y-Richtung beabstandeten Werkzeugschlitten
50 und 52 gegenläufig synchron angetrieben; bei der Bewegung des Werkzeugschlittens
50 in der +x-Richtung bewegt sich der andere Werkzeugschlitten 52 in die -x-Richtung
und umgekehrt.
[0062] Über die Werkzeughalter 22, 24 lassen sich die Werkzeuge 26a, 26b, 28a, 28b in der
x-Richtung und y-Richtung bewegen. Die Bewegung in der y-Richtung lässt sich insbesondere
auch während eines Bearbeitungsvorgangs durchführen. Zur Bewegung in der x-Richtung
werden die Werkzeugschlitten 50 und 52 auf ihren jeweiligen Führungsbahnen 54, 56
angetrieben bewegt. Zur Bewegung in der y-Richtung werden die Keilschlitten 38, 40
auf ihren jeweiligen Führungsbahnen 34, 36 angetrieben verschoben.
[0063] Ein Werkzeugschlitten 50, 52 kann ein Werkzeug oder eine Mehrzahl von Werkzeugen
halten. Wenn eine Mehrzahl von Werkzeugen gehalten ist, dann können an einem Werkstück
unterschiedliche Profilbearbeitungsvorgänge nacheinander durchgeführt werden. Insbesondere
lassen sich bei entsprechender Werkzeugausbildung unterschiedliche Arten von Profilen
einbringen bzw. ein Profil lässt sich Grobbearbeiten (durch Kaltwalzen) und Feinbearbeiten
(durch spanende Bearbeitung), ohne dass ein externer Werkzeugwechsel und eine Werkstückumspannung
durchgeführt werden muss.
[0064] Der Werkzeugschlitten 52 (und entsprechend der Werkzeugschlitten 50) weist eine Fixierungseinrichtung
für ein oder mehrere Werkzeuge auf. Über die Fixierungseinrichtung sind das oder die
Werkzeuge in einer x-Position, y-Position und z-Position an dem Werkzeugschlitten
52 fest positionierbar. Beispielsweise sind mehrere Werkzeuge in der x-Richtung hintereinander
positionierbar. Auch ein Querversatz in der z-Richtung ist möglich oder ein Höhenversatz
in der y-Richtung ist möglich. Dadurch ergeben sich umfangreiche Möglichkeiten zur
Herstellung von Profilen an einem Werkstück.
[0065] Die Werkzeugmaschine 10 weist eine Steuerungseinrichtung 60 auf (in Figur 1 schematisch
gezeigt). Diese Steuerungseinrichtung 60 ist beispielsweise in einem Schaltkasten
angeordnet. Über die Steuerungseinrichtung 60 lässt sich die Werkzeugmaschine 10 steuern.
Insbesondere lässt sich die Bewegung der Werkzeughalter 22 und 24 in der Richtung
x und die Zustellung in der Richtung y steuern. Ferner lässt sich die Position der
Werkzeugschlitten 50 und 52 bezüglich der Auswahl der Werkzeuge (26a und 28a bzw.
26b und/oder 28b) steuern.
[0066] Ein Werkstückhalter 27 umfasst jeweils ein erstes Anlageelement 62 und ein zweites
Anlageelement 64 mit jeweiligen Anlagespitzen 66, 68, zwischen welchen ein Werkstück
29 einspannbar ist. Ein eingespanntes Werkstück 29 ist dabei um die Achse 70 des entsprechenden
Werkstückhalters 27 drehbar. Die Achse 27 des entsprechenden Werkstückhalters 64 liegt
zwischen den Spitzen 66 und 68. Die Drehachse 31 eines Werkstücks 29, welches in den
entsprechenden Werkstückhalter 27 eingespannt ist, ist eine Werkstückachse und fällt
mit dieser Achse 70 zusammen.
[0067] Ein Werkstückhalter 27 weist beispielsweise einen feststehenden Spindelstockteil
auf, an welchem das erste Anlageelement 62 angeordnet oder gebildet ist. Ferner weist
ein Werkstückhalter 27 einen Reitstockteil auf, an dem das zweite Anlageelement 64
gebildet ist oder angeordnet ist. Der Reitstockteil ist in einer Richtung, welche
insbesondere parallel zur Achse 70 ausgerichtet ist, beweglich. Über den Reitstockteil
lässt sich ein Werkstück 29 in dem zugeordneten Werkstückhalter 27 verspannen. Der
Werkstückhalter 27 kann als Ganzes verschieblich und/oder schwenkbar sein, wie unten
noch erläutert wird.
[0068] Bei einem Ausführungsbeispiel (Figuren 2 und 3) umfasst die Werkstückhalteeinrichtung
25 eine Schwenkeinrichtung 72, über welche der Werkstückhalter 27 um eine Schwenkachse
74 schwenkbar ist und dadurch eine Winkelstellung der Achse 70 und damit der Werkstückachse
relativ zur x-Richtung einstellbar ist.
[0069] Die Werkzeugmaschine 10 umfasst eine Kaltwalzeinrichtung 76, über welche sich an
dem Werkstück 29 eine Roh-Verzahnung durch Kaltwalzen herstellen lässt. Ferner umfasst
sie eine Spanbearbeitungseinrichtung 78, über welche nach Herstellung der Roh-Verzahnung
sich eine Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung durch ein spanabhebendes Verfahren durchführen
lässt.
[0070] Zur Bildung der Kaltwalzeinrichtung 76 ist an dem ersten Werkzeugschlitten 50 ein
Kombinationswerkzeug 80 angeordnet, welches die Werkzeuge 26a und 26b umfasst. An
dem zweiten Werkstückschlitten 52 ist ein Werkzeug 82 angeordnet, welches die Werkzeuge
28a und 28b umfasst. Das Werkzeug 26a des Kombinationswerkzeugs 80 ist ein Kaltwalzwerkzeug
insbesondere in Form einer Kaltwalzbacke mit einem Profil, welches durch die herzustellende
Roh-Verzahnung vorgegeben ist. Das Werkzeug 26b des Kombinationswerkzeugs 80 ist ein
Spanwerkzeug wie beispielsweise ein Stoßwerkzeug oder ein Schabwerkzeug. Das Werkzeug
26a bildet ein erstes Kaltwalzwerkzeug.
[0071] Die Werkzeuge 26a und 26b sind an der gleichen Leiste des Kombinationswerkzeugs 80
angeordnet, wobei sie in der x-Richtung hintereinander angeordnet sind und dabei beabstandet
sind.
[0072] Zwischen dem Kaltwalzwerkzeug 26a und dem Spanwerkzeug 26b ist eine Übergangseinrichtung
84 angeordnet. Diese ist als Übergangsverzahnung ausgebildet, welche einen Übergang
des Werkstücks 29 von dem ersten Kaltwalzwerkzeug 26a auf das Spanwerkzeug 26b erlaubt,
ohne dass das Werkstück 29 außer Eingriff gerät, das heißt die Roh-Verzahnung an dem
Werkstück 29, welche über die Kaltwalzwerkzeuge 26a und 28a hergestellt wurde, bleibt
in Eingriff mit der Übergangsverzahnung 84 bei der Überführung in die Verzahnung des
Spanwerkzeugs 26b.
[0073] Die Verzahnung der Übergangseinrichtung 84 weist bezogen auf die (Roh-)Verzahnung
des Werkstücks 29, welche durch Kaltwalzen hergestellt wird, ein so großes Spiel auf
und eine derart geringe Verzahnungsbreite auf, dass der Übergang ermöglicht ist.
[0074] Das Werkzeug 28a ist ein zweites Kaltwalzwerkzeug. Die Werkzeuge 26a und 28a bilden
dabei eine Kaltwalzwerkzeugkombination, zwischen welchen das Werkstück 29 positioniert
ist.
[0075] Es ist prinzipiell ausreichend, dass nur eines der Kombinationswerkzeuge 80 oder
82 ein Spanwerkzeug (26b oder 28b) aufweist.
[0076] Zur Herstellung der Roh-Verzahnung an dem Werkstück 29 wird der entsprechende Werkstückrohling
an dem Werkstückhalter 27 eingespannt. Die Drehachse 31 und die Werkstückachse 70
sind dabei quer und insbesondere senkrecht zur x-Richtung in z-Richtung ausgerichtet.
[0077] Die Kaltwalzwerkzeuge 26a und 28a bewegen sich bei einem Kaltwalzvorgang gegensinnig
synchron in der x-Richtung, wobei sie in der y-Richtung dem Werkstück 29 zugestellt
werden. Das Spanwerkzeug 26b bzw. 28b kommt während des Kaltwalzvorgangs nicht in
Berührung mit dem Werkstück 29.
[0078] Der Kaltwalzvorgang ist in den Figuren 2(a), (b) und (c) schematisch darstellt.
[0079] Beim Kaltwalzen werden die Kaltwalzwerkzeuge 26a und 28a über ihre jeweiligen Werkstückschlitten
50 und 52 gegenläufig synchron bewegt. Die Kaltwalzwerkzeuge 26a und 28a weisen eine
Profilierung auf. Die Werkzeuge 26a und 28a treffen gleichzeitig auf das Werkstück
29 auf. Zunächst durch Reibschluss und dann durch Formschluss wird das Werkstück um
die Achse 31 in eine Drehung versetzt. Werkstoff wird in Freiräume der profilierten
Werkzeuge 26a, 28a verdrängt. Das Kaltwalzen ist eine spannlose Umformtechnik. Verzahnungen
lassen sich mit Kaltwalzen sehr viel schneller herstellen als durch spanabhebende
Bearbeitung.
[0080] Bei einem Ausführungsbeispiel mit Zustellung in der y-Richtung lassen sich die Werkzeuge
26a und 28a mit gleich bleibender Profiltiefe ausbilden. Es wird in diesem Zusammenhang
auf die
WO 01/94048 A1 und die
WO 2006/045566 A1 Bezug genommen.
[0081] Nach Beendigung des Kaltwalzvorgangs wird, wie in Figur 3 schematisch gezeigt, das
Werkstück 29, welches jetzt eine Roh-Verzahnung 86 aufweist, in das Werkzeug 26b (Spanwerkzeug)
überführt. Dies erfolgt durch eine Verschiebung des Kombinationswerkzeugs 80. Weiterhin
wird das Kombinationswerkzeug 82 so verschoben, dass es nicht mehr in Eingriff mit
dem Werkstück 29 steht. Während der Verschiebung des Werkstücks 29 in dem Übergangsbereich
84 wird das Werkstück 29 über die Schwenkeinrichtung 72 in eine Schwenkstellung gebracht,
das heißt die Achse 31 und damit auch die Werkstückachse 70 wird in einen endlichen
Winkel (Winkel ungleich 0° und ungleich 90°) zu der x-Richtung gebracht. Insbesondere
ist dieser endliche Winkel ein spitzer Winkel.
[0082] Für die Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung 86 wird das Spanwerkzeug 26b an dem Werkstück
29 verfahren, wobei eine Zustellung in der y-Richtung erfolgt.
[0083] Das Spanwerkzeug 26b führt eine Feinbearbeitung an der Roh-Verzahnung durch. Es erfolgt
ein Abwalzen und eine Querbewegung. Die Schneiden des Werkzeugs 26b liegen schräg
zum Werkstück 29.
[0084] Bei der Feinbearbeitung wird die Verzahnungsqualität verbessert. Es hat sich beispielsweise
gezeigt, dass die Verzahnungsqualität für Getriebeverzahnungen beim Kaltwalzen um
ca. 20 µm bis 30 µm zu gering ist. Durch die Spanbearbeitung mit dem Werkzeug 26b
wird eine Verzahnungsqualität erreicht, die beispielsweise für Getriebeverzahnungen
ausreichend ist.
[0085] Das Spanwerkzeug 26b ist beispielsweise als Stoßwerkzeug oder Schabwerkzeug ausgebildet.
[0086] Der Kaltwalzvorgang und die spanende Bearbeitung haben grundsätzlich eine ähnliche
Kinematik. Dadurch lässt sich das Kaltwalzen über die Kaltwalzeinrichtung 76 zur Herstellung
der Roh-Verzahnung 86 und die anschließende spanende Feinbearbeitung durch die Spanbearbeitungseinrichtung
78 an der gleichen Werkzeugmaschine 10 durchführen, ohne dass die Einspannung (Aufspannung)
des Werkstücks 29 geändert werden muss. Die Schlitten 50 und 52 werden beim Kaltwalzen
synchron hin- und herbewegt. Bei der Spanbearbeitung wird der Schlitten 50, welcher
das Spanwerkzeug 26b hält, hin- und hergefahren. Beide Male erfolgt eine y-Zustellung
zum Werkstück.
[0087] Über die Übergangseinrichtung 84 lässt sich ein Übergang von den Kaltwalzwerkzeugen
26a, 28a zu dem Spanwerkzeug 26b durchführen, wobei die Verschwenkung ermöglicht ist;
die hergestellte Roh-Verzahnung 86 wird nicht außer Eingriff an dem Kombinationswerkzeug
80 gebracht, so dass die Werkstückorientierung nicht verloren geht.
[0088] Wenn nach der Beendigung des Kaltwalzvorgangs bei der Verschiebung des Kombinationswerkzeugs
80 das Ende des Werkzeugs 26a erreicht ist, dann kann ein Schwenkvorgang des Werkstücks
29 eingeleitet werden, der bis zum Erreichen des Beginns des Spanwerkzeugs 26b beendet
sein muss. Bei der Bewegung über die Übergangsverzahnung der Übergangseinrichtung
84 muss der Zwangslauf zwischen Vorschubbewegung des Kombinationswerkzeugs 80 in x-Richtung
und Schwenkbewegung des Werkstücks 29 durch die Schwenkeinrichtung 72 nur relativ
ungenau realisiert werden.
[0089] Während eines Kaltwalzvorgangs werden die Werkzeugschlitten 50 und 52 nur derart
bewegt, dass die Kaltwalzwerkzeuge 26a und 28a in ständiger Wirkverbindung mit dem
Werkstück 29 sind. Während der spanenden Feinbearbeitung wird das Kombinationswerkzeug
80 (nach Wegfahren des Kombinationswerkzeugs 82) nur soweit bewegt, dass lediglich
das Spanwerkzeug 26b auf das Werkstück 29 wirkt.
[0090] Wie oben erwähnt, ist es möglich, dass nur eines der Kombinationswerkzeuge 80 und
82 ein Spanwerkzeug aufweist. Eine gleichmäßige Abnutzung lässt sich erreichen, wenn
sowohl die Kombinationswerkzeuge 80 als auch 82 jeweils ein Spanwerkzeug aufweisen
und zur gleichmäßigen Werkzeugabnutzung diese alternierend (bei unterschiedlichen
Werkstücken) eingesetzt werden.
[0091] Das Kombinationswerkzeug weist in x-Richtung hintereinander liegende Spuren auf,
nämlich die Profilspur des Kaltwalzwerkzeugs 26a und die Schneldenspur des Spanwerkzeugs
26b, welche durch die Übergangseinrichtung 84 verbunden sind.
[0092] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches in den Figuren 4 und 5 schematisch
gezeigt ist, ist an dem ersten Werkzeugschlitten 50 ein erstes Kaltwalzwerkzeug 88
gehalten. Ferner ist parallel zu dem ersten Kaltwalzwerkzeug 88 an dem ersten Werkzeugschlitten
50 ein Spanwerkzeug 90 gehalten. Das erste Kaltwalzwerkzeug 88 weist eine Profilspur
auf, welche parallel zu einer Schneidenspur des Spanwerkzeugs 90 liegt. Das erste
Kaltwalzwerkzeug 88 und das Spanwerkzeug 90 sind an getrennten Leisten gebildet. Es
ist grundsätzlich auch möglich, dass sie an der gleichen Leiste gebildet sind und
insbesondere an einem Kombinationswerkzeug angeordnet sind.
[0093] An dem zweiten Werkzeugschlitten 52 ist ein zweites Kaltwalzwerkzeug 92 gehalten.
Eine Werkstückhalteeinrichtung 94, an welcher der Werkstückhalter 27 angeordnet ist
(welcher grundsätzlich gleich ausgebildet ist wie oben beschrieben), weist eine Verschiebungseinrichtung
96 auf, durch welche ein Werkstück koaxial oder parallel zu der Achse 70 des Werkstückhalters
27 verschieblich ist und insbesondere in der z-Richtung verschieblich ist.
[0094] Zusätzlich ist eine Schwenkeinrichtung entsprechend der Schwenkeinrichtung 72 zur
Einstellung der Schwenkposition der Werkstückachse 70 bezogen auf die x-Richtung vorgesehen.
[0095] Dadurch kann, wie in Figur 5(b) schematisch gezeigt, nach Durchführung eines Kaltwalzvorgangs
mittels der Kaltwalzwerkzeuge 88 und 92 das Werkstück mit dem hergestellten Roh-Verzahnungsbereich
86 an das Spanwerkzeug 90 verschoben werden. Die Kaltwalzwerkzeuge 88 und 92 sind
dabei außer Eingriff gebracht.
[0096] Erfindungsgemäß ist dabei zwischen dem ersten Kaltwalzwerkzeug 88 und dem Spanwerkzeug
90 eine Übergangseinrichtung vorgesehen sein, um eine Überführung ohne Außereingriffbringen
der Verzahnung zu ermöglichen.
[0097] Ansonsten erfolgt die Verzahnungsherstellung wie oben beschrieben, das heißt es wird
zunächst über die Kaltwalzwerkzeuge 88 und 92 ein Kaltwalzvorgang zur Herstellung
der Roh-Verzahnung 86 durchgeführt. Dann wird der Roh-Verzahnungsbereich in Wirkeingriff
mit dem Spanwerkzeug 90 gebracht, welches die Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung durchführt.
Das Spanwerkzeug 90 wiederum ist beispielsweise ein Stoßwerkzeug oder ein Schabwerkzeug
oder Wälzfräswerkzeug oder Wälzschälwerkzeug oder Verzahnungshonwerkzeug.
[0098] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 2 bis 5 sind die Werkzeuge Flachwerkzeuge
(Flachbackenwerkzeuge) und insbesondere Kaltwalzstangen und Spanstangen (wie Schaberstangen).
[0099] Es ist grundsätzlich auch möglich, dass für das erfindungsgemäße Verfahren zum Kaltwalzen
als erstes Kaltwalzwerkzeug 98 eine Kaltwalzstange eingesetzt wird und als zweites
Kaltwalzwerkzeug 100 ebenfalls eine Kaltwalzstange. Als Spanwerkzeug 102 wird ein
Rundwerkzeug eingesetzt, welches um eine Achse 104 drehbar und insbesondere rotierbar
ist. Die Achse 104 ist dabei insbesondere in einem Winkel (und insbesondere spitzen
Winkel) zu der Achse 70 des Werkstückhalters 27 angeordnet.
[0100] Es erfolgt zunächst ein Kaltwalzvorgang mittels der Kaltwalzstangen 98 und 100 (Figur
6). Anschließend wird durch Verschiebung in der z-Richtung die hergestellte Roh-Verzahnung
in Wirkeingriff mit dem Spanwerkzeug 104 gebracht. Dieses führt dann eine spanende
Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung beispielsweise durch Stoßen oder Schaben durch.
[0101] Es ist beispielsweise auch möglich, wie in Figur 8 angedeutet, dass als erstes Kaltwalzwerkzeug
106 ein Rundwerkzeug (Kaltwalzrolle) eingesetzt wird und als zweites Kaltwalzwerkzeug
108 ebenfalls ein Rundwerkzeug (Kaltwalzrolle) eingesetzt wird, welche um Drehachsen
107 bzw. 109 rotierbar sind.
[0102] Bei einem Kaltwalzvorgang werden diese zur Herstellung der Roh-Verzahnung 86 zugestellt.
[0103] Nach dem Kaltwalzvorgang wird wie oben beschrieben der Roh-Verzahnungsbereich 86
in Wirkeingriff mit einem Spanwerkzeug 110 gebracht. Das Spanwerkzeug 110 kann ein
Flachwerkzeug oder ein Rundwerkzeug sein.
[0104] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst ein "konventioneller" Kaltwalzprozess
mit gegenüberliegenden synchron bewegten gegenläufig (bei Flachwerkzeugen) oder gleichsinnig
(bei Rundwerkzeugen) angetriebenen Kaltwalzwerkzeugen durchgeführt. Die Kaltwalzwerkzeuge
können dabei linear entgegengesetzt bewegte Flachwerkzeuge oder gleichsinnig rotierte
Rundwerkzeuge sein. Der Kaltwalzvorgang ist ein spanloser Umformprozess.
[0105] Mit der gleichen Aufspannung des Werkstücks, welches jetzt eine Roh-Verzahnung aufweist,
wird in derselben Werkzeugmaschine ein Übergang auf ein Spanwerkzeug wie beispielsweise
ein Schabwerkzeug oder Stoßwerkzeug durchgeführt. Dazu wird beispielsweise das Werkstück
durch eine Übergangseinrichtung mit einer Übergangsverzahnung linear verfahren und/oder
verschwenkt. Die Kaltwalzwerkzeuge werden dabei außer Wirkeingriff mit dem Werkstück
gebracht. Nach Erreichen des Spanwerkzeugs erfolgt eine Spanbearbeitung, durch welche
die Verzahnungsqualität verbessert wird. Die Spanbearbeitung erfolgt durch lineare
Bewegung (insbesondere Hin- und Herbewegung) des Spanwerkzeugs oder durch eine Drehbewegung
jeweils mit y-Zustellung. Beispielsweise durch Stoßen und/oder Schaben und/oder Wälzfräsen
und/oder Wälzschälen und/oder Verzahnungshonen erhält man eine Qualität der Verzahnung,
welche beispielsweise für Getriebeverzahnungen geeignet ist.
[0106] Bei der erfindungsgemäßen Lösung lassen sich für das Kaltwalzen Flachwerkzeuge oder
Rundwerkzeuge verwenden. Für die spanende Feinbearbeitung lässt sich ein entsprechendes
Flachwerkzeug oder Rundwerkzeug verwenden.
[0107] Das Kaltwalzen und die Spanbearbeitung werden zeitlich nacheinander durchgeführt.
Für die Spanbearbeitung ist eine Änderung der Winkelstellung notwendig. Dies kann
durch Änderung der Winkelstellung des Werkstücks erfolgen und/oder durch entsprechende
Einstellung der Winkelstellung des Spanwerkzeugs.
1. Werkzeugmaschine zur Herstellung von Verzahnungen an Werkstücken (29), umfassend eine
Werkstückhalteeinrichtung (25), eine Kaltwalzeinrichtung (76) zur Herstellung einer
Roh-Verzahnung (86) an mindestens einem durch die Werkstückhalteeinrichtung (25) gehaltenen
Werkstück (29) durch Kaltwalzen, und eine Spanbearbeitungseinrichtung (78) zur spanenden
Feinbearbeitung der Roh-Verzahnung (86) des mindestens einen Werkstücks (29), welches
an der Werkstückhalteeinrichtung (25) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergangseinrichtung (84) vorgesehen ist, durch welche ein Werkstück von einem
Kaltwalzwerkzeug (26a) zu einem Spanwerkzeug (26b) bei Eingriff der Roh-Verzahnung
(86) transferierbar ist, und dass die Übergangseinrichtung (84) eine Verzahnung aufweist.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückhalteeinrichtung (25) mindestens einen Werkstückhalter (27) umfasst,
an dem ein Werkstück (29) um eine Werkstückachse drehbar fixierbar ist.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückhalteeinrichtung (25) mindestens eine Verschiebungseinrichtung (96)
aufweist, durch welche ein Werkstück (29) in einer Richtung koaxial oder parallel
zu einer Werkstückachse verschieblich ist.
4. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückhalteeinrichtung (25) mindestens eine Schwenkeinrichtung (72) aufweist,
durch welche eine Winkelstellung eines Werkstücks für die spanende Feinbearbeitung
einstellbar ist.
5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelstellung relativ zu einer Bewegungsachse der Kaltwalzwerkzeuge (26a, 28a)
einstellbar ist, und insbesondere, dass die Winkelstellung relativ zu dem Spanwerkzeug
(26b) einstellbar ist.
6. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine Kaltwalzwerkzeugkombination mit einem ersten Kaltwalzwerkzeug (26a;
106) und einem zweiten Kaltwalzwerkzeug (28a; 108), welche synchron angetrieben beweglich
sind, und insbesondere, dass die Werkstückhalteeinrichtung (25) so ausgebildet ist,
dass mindestens ein Werkstück zwischen dem ersten Kaltwalzwerkzeug (26a; 106) und
dem zweiten Kaltwalzwerkzeug (28a; 108) positionierbar ist, und insbesondere, dass
das erste Kaltwalzwerkzeug (26a) und das zweite Kaltwalzwerkzeug (28a) Flachwerkzeuge
sind, wobei insbesondere eine Bewegungsachse (x) des ersten Kaltwalzwerkzeugs (26a)
und des zweiten Kaltwalzwerkzeugs (28a) senkrecht zu einer Werkstückachse ist und
insbesondere, dass eine Zustellungseinrichtung vorgesehen ist, über welche das erste
Kaltwalzwerkzeug (26a; 106) und das zweite Kaltwalzwerkzeug (28a; 108) dem Werkstück
(29) in einer Richtung (z) quer zu einer Werkstückachse zustellbar sind.
7. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch mindestens eine Kaltwalzwerkzeugkombination mit einem ersten Kaltwalzwerkzeug (26a;
106) und einem zweiten Kaltwalzwerkzeug (28a; 108), welche synchron angetrieben beweglich
sind, und insbesondere, dass die Werkstückhalteeinrichtung (25) so ausgebildet ist,
dass mindestens ein Werkstück zwischen dem ersten Kaltwalzwerkzeug (26a; 106) und
dem zweiten Kaltwalzwerkzeug (28a; 108) positionierbar ist, und insbesondere,
dass das erste Kaltwalzwerkzeug (106) und das zweite Kaltwalzwerkzeug (108) Rundwerkzeuge
sind, wobei insbesondere eine Drehachse (107; 109) parallel zu einer Werkstückachse
ist, und insbesondere, dass eine Zustellungseinrichtung vorgesehen ist, über welche
das erste Kaltwalzwerkzeug (26a; 106) und das zweite Kaltwalzwerkzeug (28a; 108) dem
Werkstück (29) in einer Richtung (z) quer zu einer Werkstückachse zustellbar sind.
8. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Spanwerkzeug (26b; 90; 102; 110) für die spanende Feinbearbeitung,
und insbesondere, dass das mindestens eine Spanwerkzeug (26b; 90) ein Flachwerkzeug
ist und/oder dass das mindestens eine Spanwerkzeug (102; 110) ein Rundwerkzeug ist
und/oder dass das mindestens eine Spanwerkzeug (26b; 90; 102; 110) ein Stoßwerkzeug
oder Schaberwerkzeug oder Wälzschälwerkzeug oder Wälzfräswerkzeug oder Verzahnungshonwerkzeug
ist.
9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wirkftäche des mindestens einen Spanwerkzeugs (26b; 90; 102; 110) in einem spitzen
Winkel zu einer Werkstückachse orientiert bar ist, und insbesondere, dass die Winkeleinstellung
durch Positionierung und/oder Ausbilden des mindestens einen Spanwerkzeugs (26b; 90;
102; 110) und/oder Positionierung des zu bearbeitenden Werkstücks (29) erfolgen kann.
10. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung der Übergangseinrichtung (84) für das Werkstück (29) ein so großes
Spiel aufweist und eine derart geringe Verzahnungsbreite aufweist, dass das Werkstück
vom Kaltwalzwerkzeug (26a) zum mindestens einen Spanwerkzeug (26b) transferierbar
ist, ohne dass das Werkstück (29) außer Eingriff kommt.
11. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangseinrichtung (84) zwischen dem Kaltwalzwerkzeug (26a) und dem mindestens
einen Spanwerkzeug (26b) angeordnet ist.
12. Werkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Werkzeug (80), welches eine Kaltwalzspur und eine Spur zur Spanbearbeitung
aufweist, und insbesondere, dass zwischen der Kaltwalzspur und der Spanspur eine Übergangsspur
angeordnet ist, und insbesondere, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur bezogen auf
eine Werkzeug-Bewegungsachse (x) hintereinander angeordnet sind.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur an einer gemeinsamen Leiste angeordnet sind oder
dass die Kaltwalzspur und die Spanspur bezogen auf eine Werkzeug-Bewegungsachse (x)
nebeneinander angeordnet sind, und insbesondere, dass die Kaltwalzspur und die Spanspur
an unterschiedlichen Leisten angeordnet sind.
14. Verfahren zur Herstellung einer Verzahnung an einem Werkstück mittels einer Werkzeugmaschine,
bei dem ein Werkstück an einem Werkstückhalter eingespannt wird, eine Roh-Verzahnung
durch Kaltwalzen mittels eines ersten Kaltwalzwerkzeugs und eines zweiten Kaltwalzwerkzeugs
hergestellt wird, und die Roh-Verzahnung mittels mindestens eines Spanwerkzeugs an
derselben Werkzeugmaschine in der gleichen Aufspannung feinbearbeitet wird, dadurch gehennzeichnet, dass das Werkstück an das mindestens eine Spanwerkzeug über eine
Übergangsverzahnung gefahren wird, wobei die Übergangsverzahnung bewirkt, dass das
Werkstück in Eingriff bleibt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück nach dem Kaltwalzen mit einer Werkstückachse verschwenkt wird und/oder
linear verschoben wird.
1. Machine tool for the production of teeth on workpieces (29), comprising a workpiece
holding device (25), a cold rolling device (76) for the production of rough teeth
(86) on at least one workpiece (29) held by the workpiece holding device (25) by way
of cold rolling, and a device for machining by chip removal (78) for the fine machining
by chip removal of the rough teeth (86) of the at least one workpiece (29) held on
the workpiece holding device (25), characterized in that a transfer device (84) is provided for transferring a workpiece from a cold rolling
tool (26a) to a tool for machining by chip removal (26b) with engagement of the rough
teeth (86), and in that the transfer device (84) has teeth.
2. Machine tool as defined in claim 1, characterized in that the workpiece holding device (25) comprises at least one workpiece holder (27), on
which a workpiece (29) is fixable so as to be rotatable about a workpiece axis.
3. Machine tool as defined in claim 1 or 2, characterized in that the workpiece holding device (25) has at least one displacement device (96), by means
of which a workpiece (29) is displaceable in a direction coaxial or parallel to a
workpiece axis.
4. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the workpiece holding device (25) has at least one pivoting device (72), by means
of which an angular position of a workpiece is adjustable for the fine machining by
chip removal.
5. Machine tool as defined in claim 4, characterized in that the angular position is adjustable relative to an axis of movement of the cold rolling
tools (26a, 28a), and, in particular, in that the angular position is adjustable relative to the tool for machining by chip removal
(26b).
6. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized by at least one combination of cold rolling tools with a first cold rolling tool (26a;
106) and a second cold rolling tool (28a; 108) driven for synchronous movement, and,
in particular, in that the workpiece holding device (25) is designed such that at
least one workpiece is positionable between the first cold rolling tool (26a; 106)
and the second cold rolling tool (28a; 108), and, in particular, in that the first
cold rolling tool (26a) and the second cold rolling tool (28a) are flat tools, in
particular, an axis of movement (x) of the first cold rolling tool (26a) and of the
second cold rolling tool (28a) being at right angles to a workpiece axis, and, in
particular, in that a feeding device is provided for advancing the first cold rolling
tool (26a; 106) and the second cold rolling tool (28a; 108) to the workpiece (29)
in a direction (z) transverse to a workpiece axis.
7. Machine tool as defined in any one of claims 1 to 5, characterized by at least one combination of cold rolling tools with a first cold rolling tool (26a;
106) and a second cold rolling tool (28a; 108) driven for synchronous movement, and,
in particular, in that the workpiece holding device (25) is designed such that at
least one workpiece is positionable between the first cold rolling tool (26a; 106)
and the second cold rolling tool (28a; 108), and, in particular, in that the first
cold rolling tool (106) and the second cold rolling tool (108) are round tools, in
particular, an axis of rotation (107; 109) being parallel to a workpiece axis, and,
in particular, in that a feeding device is provided for advancing the first cold rolling
tool (26a; 106) and the second cold rolling tool (28a; 108) to the workpiece (29)
in a direction (z) transverse to a workpiece axis.
8. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized by at least one tool for machining by chip removal (26b; 90; 102; 110) for the fine
machining by chip removal, and, in particular, in that the at least one tool for machining
by chip removal (26b; 90) is a flat tool, and/or in that the at least one tool for
machining by chip removal (102; 110) is a round tool, and/or in that the at least
one tool for machining by chip removal (26b; 90; 102; 110) is a shaping tool or shaving
tool or hob peeling tool or hob cutting tool or tooth honing tool.
9. Machine tool as defined in claim 8, characterized in that an operative surface of the at least one tool for machining by chip removal (26b;
90; 102; 110) can be oriented at an acute angle in relation to a workpiece axis, and,
in particular, in that the angular adjustment can be brought about by the positioning and/or the design
of the at least one tool for machining by chip removal (26b; 90; 102; 110) and/or
the positioning of the workpiece (29) to be machined.
10. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the teeth of the transfer device (84) for the workpiece (29) have such a large clearance
and have such a small tooth width that the workpiece is transferable from the cold
rolling tool (26a) to the at least one tool for machining by chip removal (26b) without
the workpiece (29) becoming disengaged.
11. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the transfer device (84) is arranged between the cold rolling tool (26a) and the
at least one tool for machining by chip removal (26b).
12. Machine tool as defined in any one of the preceding claims, characterized by at least one tool (80) having a cold rolling track and a track for machining by chip
removal, and, in particular, in that a transfer track is arranged between the cold
rolling track and the track for machining by chip removal, and, in particular, in
that the cold rolling track and the track for machining by chip removal are arranged
one behind the other with respect to a tool axis of movement (x).
13. Machine tool as defined in claim 12, characterized in that the cold rolling track and the track for machining by chip removal are arranged on
a common rail, or in that the cold rolling track and the track for machining by chip removal are arranged next
to one another with respect to a tool axis of movement (x), and, in particular, in that the cold rolling track and the track for machining by chip removal are arranged on
different rails.
14. Method for the production of teeth on a workpiece by means of a machine tool, wherein
a workpiece is clamped on a workpiece holder, rough teeth are produced by way of cold
rolling by means of a first cold rolling tool and a second cold rolling tool, and
the rough teeth are fine-machined by means of at least one tool for machining by chip
removal on the same machine tool in the same clamping position, characterized in that the workpiece is conveyed to the at least one tool for machining by chip removal
via transfer teeth, the transfer teeth causing the workpiece to remain in engagement.
15. Method as defined in claim 14, characterized in that after the cold rolling the workpiece is pivoted and/or displaced linearly with a
workpiece axis.
1. Machine-outil pour la réalisation de dentures sur des pièces (29), comprenant un dispositif
de serrage de la pièce (25), un dispositif de laminage à froid (76) pour la réalisation
d'une denture brute (86) par laminage à froid sur au moins une pièce (29) maintenue
par le dispositif de serrage de la pièce (25), et un dispositif d'usinage par enlèvement
de copeaux (78) pour le finissage par enlèvement de copeaux de la denture brute (86)
de l'au moins une pièce (29) maintenue sur le dispositif de serrage de à pièce (25),
caractérisée en ce qu'un dispositif de transfert (84) est prévu, au moyen duquel une pièce est transférable
d'un outil de laminage à froid (26a) à un outil d'enlèvement de copeaux (26b) par
engrènement de la denture brute (86), et en ce que le dispositif de transfert (84) comporte une denture.
2. Machine-outil selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de serrage de la pièce (25) comprend au moins un porte-pièce (27) sur
lequel une pièce (29) peut être fixée de manière pivotante autour d'un axe de pièce.
3. Machine-outil selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif de serrage de la pièce (25) comporte au moins un dispositif de déplacement
(96) au moyen duquel une pièce (29) peut être déplacée dans une direction coaxiale
ou parallèle à un axe de pièce.
4. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de serrage de la pièce (25) comporte au moins un dispositif de pivotement
(72) au moyen duquel il est possible de régler une position angulaire d'une pièce
pour le finissage par enlèvement de copeaux.
5. Machine-outil selon la revendication 4, caractérisée en ce que la position angulaire est réglable par rapport à un axe de déplacement de l'outil
de laminage à froid (26a, 28a), et en particulier en ce que la position angulaire est réglable par rapport à l'outil d'enlèvement de copeaux
(26b).
6. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par au moins une combinaison d'outils de laminage à froid avec un premier outil de laminage
à froid (26a ; 106) et un deuxième outil de laminage à froid (28a ; 108), déplaçables
par entraînement synchrone, et caractérisée en particulier en ce qu'au moins une pièce est positionnable entre le premier outil
de laminage à froid (26a ; 106) et le deuxième outil de laminage à froid (28a ; 108),
et en particulier en ce que le premier outil de laminage à froid (26a) et le deuxième
outil de laminage à froid (28a) sont des outils plats, un axe de déplacement (x) du
premier outil de laminage à froid (26a) et du deuxième outil de laminage à froid (28a)
étant notamment perpendiculaire à un axe de pièce, et en particulier en ce qu'un dispositif
d'avance est prévu, au moyen duquel le premier outil de laminage à froid (26a ; 106)
et le deuxième outil de laminage à froid (28a ; 108) peuvent être avancés vers la
pièce (29) dans une direction (z) transversale à un axe de pièce.
7. Machine-outil selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par au moins une combinaison d'outils de laminage à froid avec un premier outil de laminage
à froid (26a ; 106) et un deuxième outil de laminage à froid (28a ; 108), déplaçables
par entraînement synchrone, et caractérisée en particulier en ce que le dispositif de serrage de la pièce (25) est réalisé de telle
manière qu'au moins une pièce soit positionnable entre le premier outil de laminage
à froid (26a ; 106) et le deuxième outil de laminage à froid (28a ; 108), et en particulier
en ce que le premier outil de laminage à froid (106) et le deuxième outil de laminage
à froid (108) sont des outils cylindriques, un axe de rotation (107 ; 109) étant notamment
parallèle à un axe de pièce, et en particulier en ce qu'un dispositif d'avance est
prévu, au moyen duquel le premier outil de laminage à froid (26a ; 106) et le deuxième
outil de laminage à froid (28a ; 108) peuvent être avancés vers la pièce (29) dans
une direction (z) transversale à un axe de pièce.
8. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par au moins un outil d`enlèvement de copeaux (26b ; 90 ; 102 ; 110) pour le finissage
par enlèvement de copeaux, et caractérisée en particulier en ce que le ou les outils d'enlèvement de copeaux (26b ; 90) sont des
outils plats et/ou en ce que le ou les outils d'enlèvement de copeaux (102 ; 110)
sont des outils cylindriques et/ou en ce que le ou les outils d'enlèvement de copeaux
(26b ; 90 ; 102 ; 110) sont des outils à percussion, des outils à gratter, des outils
à écrouter, des outils à tailler à la fraise-mère ou des outils à roder les dentures.
9. Machine-outil selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'une surface active du ou des outils d'enlèvement de copeaux (26b ; 90 ; 102 ; 110)
est orientable suivant un angle aigu par rapport à un axe de pièce, et en particulier
en ce que le réglage angulaire peut être effectué par le positionnement et/ou la conception
du ou des outils d'enlèvement de copeaux (26b ; 90 ; 102 ; 110) et/ou le positionnement
de la pièce à usiner (29).
10. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la denture du dispositif de transfert (84) pour la pièce (29) présente un jeu si
important et une largeur de denture si réduite que la pièce peut être transférée de
l'outil de laminage à froid (26a) à au moins un outil d'enlèvement de copeaux (26b)
sans que la pièce (29) soit désengrenée.
11. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de transfert (84) est disposé entre l'outil de laminage à froid (26a)
et l'au moins un outil d'enlèvement de copeaux (26b).
12. Machine-outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par au moins un outil (80) comportant une voie de laminage à froid et une voie pour l'usinage
par enlèvement de copeaux, et caractérisée en particulier en ce qu'une voie de transfert est disposée entre la voie de laminage
à froid et la voie pour l'usinage par enlèvement de copeaux, et en particulier en
ce que la voie de laminage à froid et la voie pour l'usinage par enlèvement de copeaux
sont disposées l'une derrière l'autre par rapport à un axe de déplacement d'outil
(x).
13. Machine-outil selon la revendication 12, caractérisée en ce que la voie de laminage à froid et la voie pour l'usinage par enlèvement de copeaux sont
disposées sur une barre commune, ou en ce que la voie de laminage à froid et la voie
pour l'usinage par enlèvement de copeaux sont disposées l'une à côté de l'autre par
rapport à un axe de déplacement d'outil (x), et en particulier en ce que la voie de laminage à froid et la voie pour l'usinage par enlèvement de copeaux sont
disposées sur des barres différentes.
14. Procédé de réalisation d'une denture sur une pièce au moyen d'une machine-outil où
une pièce est serré sur un porte-pièce, une denture brute étant réalisée par laminage
à froid au moyen d'un premier outil de laminage à froid et d'un deuxième outil de
laminage à froid, et la denture brute étant soumise à un finissage au moyen d'au moins
un outil d'enlèvement de copeaux sur la même machine-outil lors du même serrage, caractérisé en ce que la pièce est déplacée vers le ou les outils d'enlèvement de copeaux au moyen d'une
denture de transfert, ladite denture de transfert ayant pour effet que la pièce reste
engrenée.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'après laminage à froid, la pièce est pivotée par un axe de pièce et/ou déplacée linéairement.