[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ein- oder Auslassventil für einen Verbrennungsmotor
umfassend einen Ventilteller und einen Ventilschaft, wobei der Ventilschaft mit einer
die Laufoberfläche des Ventils bildenden Chromschicht versehen ist sowie ein Verfahren
zu dessen Herstellung.
[0002] Solche Ventile sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt und beispielsweise
in der TRW-Ausgabe "
Großmotorenteile", 1. Auflage, 1987, S. 9 ff. beschrieben. Die regelmäßig mehrere 10 µm dicke und üblicher Weise galvanisch aufgetragene
Chrombeschichtung des Ventilschafts bildet infolge ihrer Härte eine hervorragende
Gleitschicht für das Ventil bei gleichzeitiger Verminderung des Verschleißes. Zudem
stellt die Chrombeschichtung des Ventilschaftes einen gewissen Korrosionsschutz für
das Basismaterial des Ventilschafts dar, so dass solche Auslassventile auch in den
hochkorrosiven Umgebungsbedingungen in Schiffsdieselmotoren Verwendung finden.
[0003] Bei einem in
DE 2856232 A1 beschriebenen thermisch und korrosiv beanspruchten Tellerventil ist im Bereich des
Ventilkopfes ein Schutzmantel aus einer metallischen Grundschicht und einer Deckschicht
aus einem keramischen Stoff aufgetragen.
[0004] Die Anmelderin hat jedoch in Zusammenhang mit hochwertigen und langlebigen Bimetallventilen
von Schiffsdieselmotoren, bei denen Ventilteller- und Ventilschaft aus verschiedenen
Legierungen bestehen, festgestellt, dass die Chromschicht nach gewisser Betriebsdauer
beschädigt wird, was somit lebensdauerbeschränkend für das Ventil sein kann. Infolge
der hohen Temperaturbelastung von Auslassventilen tritt der vorstehend genannte nachteilige
Effekt dort noch gravierender in Erscheinung. Dies wurde zunächst als eine mehr oder
weniger unvermeidliche Folge des abrasiven Verschleißes der Chromschicht angesehen,
dem man prinzipiell mit einer größeren Schichtdicke für die Chromschicht begegnen
könnte. Dies erweist sich jedoch - auch in Anbetracht der Größe von Auslassventilen
in Schiffsdieselmotoren - als äußerst kostenintensiv.
[0005] Ferner ist es an sich bekannt, dass eine ein Substrat bedeckende Chromschicht gegebenenfalls
auch mit einer darunter liegenden Schicht aus Nickel kombiniert werden kann.
[0006] Dies betrifft vor allem Zierteile mit einer dünnen dekorativen Chrom-Oberfläche,
bei denen die Chromschicht zwar eine gewisse Schutzwirkung erzielt, jedoch alleine
- infolge ihrer geringen Schichtdicke und wegen der unvermeidbaren Mikroporosität
von Chromschichten - keinen ausreichenden Korrosionsschutz für solche Zierteile bietet.
[0007] Insoweit sei beispielhaft auf die
EP 1624092 A1 verwiesen, wo zur Vermeidung einer Verfärbung der nur etwa 0,2 bis 0,9 µm dicken
Chromschicht eines Auspuffrohrs eines Motorrads eine Nickelzwischenschicht vorgeschlagen
wird, die auch noch eine antikorrosive Wirkung entfaltet. Solche Verbundschichten
eignen sich jedoch nicht für Auslassventile der eingangs genannten Art.
[0008] Schließlich ist es auf anderen Anwendungsgebieten wie bei Hydraulikanlagen oder sonstiger
Hardware in maritimer Umgebung an sich bekannt, dass mittels einer stromlos abgeschiedenen
Nickelzwischenschicht die Korrosionsschutzwirkung einer Hartchromschicht verbessert
werden kann (vgl. z.B. den Artikel "
Hard Chrome Plated Electroless Nickel", Daniel A. Brockman, Products Finishing, January
1982). Eine Anwendung solcher Verbundschichten bei Ein- oder Auslassventilen von Verbrennungsmotoren
wurde indessen bisher nicht in Betracht gezogen.
[0009] Bei einem aus
JP 63125875 AA bekannten Einspritzventil ist ein Basismaterial mit einer verschleißfesten Chromschicht
überzogen, die zur verbesserten Abtragung von Stoßbelastungen mit einer Nickelschicht
unterlegt ist.
[0010] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, mit möglichst
einfachen Mitteln ein Ein- oder Auslassventil der eingangs genannten Art hinsichtlich
der Lebensdauer seiner Beschichtung zu verbessern und ein entsprechendes Verfahren
zur Herstellung eines solchen Ventils bereitzustellen.
[0011] Diese Aufgabe wird von einem Ein- oder Auslassventil nach Anspruch 1 gelöst. Dieses
ist - neben den eingangs genannten Merkmalen - erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Basismaterial des Ventilschafts und der Chromschicht eine Nickelschicht
vorgesehen ist und dass ferner die Chromschicht eine größere Schichtdicke als die
darunter liegende Nickelschicht aufweist.
[0012] Das erfindungsgemäße Ventil ist wegen der rissfreien Nickelzwischenschicht wesentlich
besser gegen korrosive Einflüsse,geschützt, wobei die darüber liegende Chromschicht
mit größerer Schichtdicke als äußere Lauffläche für den Ventilschaft dient. Es zeigt
sich, dass bei einem erfindungsgemäßen Ventil der unerwünschte Effekt einer frühzeitigen
Beschädigung der Chrombeschichtung - auch unter höchst korrosiven Umgebungsbedingungen
- nicht mehr auftritt, was eine maßgeblich erhöhte Lebensdauer zur Folge hat. Die
Beschädigung der direkt auf das Basismaterial des Ventilschafts abgeschiedenen Chromschicht
stellt sich somit nicht nur als Folge eines durch Reibung verursachten abrasiven Verschleißes
dar, sondern ist wesentlich durch korrosive Einflüsse bestimmt. Dies gilt insbesondere
für Nasskorrosion, wie sie z.B. durch Salzwasser, wasserhaltigen Schmieröle oder schwefelhaltigen
Abgase (bei deren Kondensation im Bereich des Austrittsventils) auftreten kann.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist von Bedeutung, dass Chrom selbst infolge einer Cr
2O
3-Passivierung durchaus korrosionsbeständig ist. Bei direkter Beschichtung der Lauffläche
eines gattungsgemäßen Ventils mit Chrom wird somit trotz der üblicherweise vorhandenen
Schichtdicke von mehreren 10 µm letztlich nicht die Chromschicht als solche korrosiv
angegriffen, sondern es kommt zu einer Korrosion des darunter liegenden Basismaterials,
was dann die Haftung der Chromschicht auf dem Basismaterial des Ventilschafts verschlechtert
bis diese abblättert. Auch Chromschichten mit Schichtdicken von mehreren 10 µm weisen
nämlich noch eine Mikroporosität mit einer Rissstruktur auf, die eine korrosive Schädigung
des darunter liegenden Basismaterials nicht zuverlässig ausschließt.
[0014] Die im Rahmen der Erfindung vorgesehene Nickelzwischenschicht kann ungeachtet ihrer
im Vergleich zur Chromschicht geringeren Schichtdicke diesem Effekt entgegentreten,
was letztlich die erwünschte Lebensdauerverlängerung für das Auslassventil zur Folge
hat. Außerdem können bei einem erfindungsgemäßen Ventil nun auch - im Vergleich zum
vorbekannten Stand der Technik - dünnere Chromschichten Verwendung finden, die im
Wesentlichen nur noch hinsichtlich des über die Lebensdauer des Ventils zu erwartenden
abrasiven Verschleißes ausgelegt sein müssen.
[0015] Als besonders geeignet erweist sich die erfindungsgemäß vorgesehene Mehrfachbeschichtung
des Ein- oder Auslassventils mit einer Nickel-Chrom-Verbundschicht auch im Hinblick
darauf, dass die Nickelzwischenschicht - auch unter hoher Temperaturbelastung - besonders
gut auf den üblicherweise als Basiswerkstoff verwendeten Ventilstählen der Ein- bzw.
Auslassventile von Verbrennungsmotoren haftet. Ein etwaiger Härteverlust der Nickelschicht
bei hohen Temperaturen, wie sie im Bereich des Austrittsventils auftreten, ist nicht
von Bedeutung, da die dem abrasiven Verschleiß ausgesetzte Laufoberfläche für den
Ventilschaft durch die darüber liegende Chromschicht gebildet wird.
[0016] Die erfindungsgemäß vorgesehene Chromschicht sollte bevorzugt eine Schichtdicke von
mehr als 12 µm aufweisen, wobei man sich in vorteilhafter Weise auf einen Schichtdickenbereich
von etwa 20 - 60 µm beschränken kann. Für die Nickelschicht erweisen sich demgegenüber
bereits Schichtdicken im Bereich von 5 - 20 µm als ausreichend, um im Rahmen der vorliegenden
Erfindung den Korrosionsschutz insgesamt so zu verbessern, dass die Chromschicht ihrer
eigentlichen Aufgabe als Gleitfläche entsprechen kann - ohne gleichzeitig einer verschlechterten
Haftung durch Korrosion des Basismaterials ausgesetzt zu sein.
[0017] Besonders bevorzugt betrifft das Ventil der vorliegenden Erfindung ein Bimetallventil,
wobei dann in vorteilhafter Weise dafür zu sorgen ist, dass der Übergangsbereich zwischen
den beiden Metallen wenigstens von der Nickelschicht überdeckt ist. Dieser Ausführungsvariante
der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Bimetallventile im Übergangsbereich
der üblicherweise reibverschweißten Metall- bzw. Ventilstahllegierungen in besonderem
Maße einer schädlichen Korrosion ausgesetzt sind. In Anwesenheit eines Elektrolyten
(z.B. einer Salz- oder Säurelösung) erfolgt nämlich an der Schweißnaht und in deren
Nähe (also im Übergangsbereich der beiden Werkstoffe) eine verstärkte Korrosion der
weniger edlen Materialkomponenten der verschiedenen Legierungen durch Bildung eines
galvanischen Paars. Ein vergleichbarer Effekt ergibt sich auch bei Ventilen mit so
genannter Sitzpanzerung, also bei aus üblichem Ventilstahl hergestellten Ventilen,
bei denen der Ventilsitz mit einem Werkstoff höherer Güte (z.B. mit Stellite, einer
besonders harten Co-Basislegierung) gepanzert ist. Auch hier kann es im Übergangsbereich
zwischen Panzerung und dem Basiswerkstoff des Ventils zu einer erhöhten Korrosionsbildung
kommen.
[0018] Dieser Korrosion kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung effektiv vorgebeugt werden,
wenn der Übergangsbereich - wie vorstehend beschrieben - wenigstens von der einen
guten Korrosionsschutz bietenden Nickelschicht überdeckt ist. In diesem Bereich, der
üblicherweise nicht mehr der Lauffläche des Ventilschafts zuzurechnen ist, muss die
Nickelschicht also nicht zwangsläufig mit der im Bereich des Ventilschafts vorzusehenden
Chromschicht bedeckt sein.
[0019] Die Nickelschicht kann somit in bevorzugter Weise - was im Übrigen auch als eigenständige
Weiterbildung der Erfindung angesehen wird - einen größeren Bereich des Ventils überdecken,
als die zu Gleitzwecken lediglich im Schaftbereich zwingend vorzusehende Chromschicht,
die dann die Nickelschicht also nur teilweise überdeckt. Dabei ist von Vorteil, dass
sich eine solche Beschichtung im Rahmen des später erläuterten Herstellungsverfahrens
in besonders einfacher Weise herstellen lässt.
[0020] Bei der erfindungsgemäß vorgesehenen Nickelschicht handelt es sich in vorteilhafter
Weise um eine galvanisch aufgebrachte Nickelschicht, wobei im Rahmen der Erfindung
bevorzugt eine Halbglanznickelschicht angestrebt ist. Alternativ kann jedoch auch
eine chemisch aufgebrachte (Hochglanz-)Nickelschicht vorgesehen sein.
[0021] Bei der Chromschicht handelt es sich im Rahmen der Erfindung bevorzugt um eine Hartchromschicht,
damit ein ausreichender Verschleißschutz gewährleistet ist. Es handelt sich im Übrigen
sowohl bei der Nickel- als auch bei der Chromschicht bevorzugt um reine Nickel- bzw.
Chromschichten, also nicht um entsprechende Legierungen.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der vorstehend erläuterten Ventile
umfasst insbesondere die folgenden Schritte:
- galvanisches Aufbringen einer Nickelschicht auf das Basismaterial des Ventils, wobei
der Bereich des Ventilsitzes als Kontaktfläche für das Galvanisieren dient,
- Aufbringen einer im Bereich des Ventilschafts als Laufoberfläche für das Ventil dienenden
Chromschicht mit einer im Vergleich zur Nickelschicht größeren Schichtdicke und
- Schleifen des Ventils im Bereich des Ventilsitzes zur Entfernung etwaiger Nickelreste
in diesem Bereich.
[0023] Dabei ist ersichtlich unerheblich, ob der vorstehend zuletzt genannte Verfahrensschritt
vor oder nach dem Aufbringen der Chromschicht durchgeführt wird, so dass es insoweit
nicht auf die Reihenfolge der angegebenen Verfahrensschritte ankommt.
[0024] Es versteht sich von selbst, dass die vorstehenden Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen
Ventil in gleicher Weise auf das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren übertragbar
sind.
[0025] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0026] Fig. 1 zeigt ein Auslassventil 1 für einen Verbrennungsmotor, insbesondere einen
Schiffsdieselmotor, welches aus zwei verschiedenen Ventilstählen als Bimetallventil
ausgebildet ist. Während der Ventilschaft 2 aus einem vergleichsweise günstigen Ventilstahl
(z.B. X45CrSi9.3) ausgebildet ist, handelt es sich bei dem Werkstoff des Ventilkegels
bzw. Ventiltellers 3 mit Ventilsitz 4 um eine hochwertige Superlegierung auf Nickelbasis
(z.B. Nimonic 80A). Diese wurden im Übergangsbereich 5 auf übliche Weise, z.B. mittels
Reibschweißen, zusammengefügt.
[0027] Das in der Zeichnung dargestellte Auslassventil 1 wurde zunächst galvanisch mit einer
ca. 15 µm dicken Nickelschicht 6 beschichtet, wobei für das Galvanisieren vorteilhaft
der Bereich des Ventilsitzes 4 als Kontaktfläche dient und im übrigen lediglich das
eine Klemmrille 8 aufweisende Schaftende 7 unbeschichtet bleibt. Hierzu wird das Schaftende
7 beim Galvanisieren mittels einer Gummikappe (nicht dargestellt) maskiert. Anschließend
wird der Ventilschaft 2 bzw. die in diesem Bereich bereits vorhandene Nickelschicht
6 mit einer die Laufoberfläche des Ventils 1 bildenden Chromschicht 9 überzogen, wobei
die Chromschicht mit einer Schichtdicke von 40 µm dicker als die Nickelschicht 6 ist.
Sowohl die Nickelschicht 6 als auch die Chromschicht 9 sind in Fig. 1 in ihrer Schichtdicke
zur besseren Veranschaulichung überzeichnet dargestellt.
[0028] Aus der Zeichnung ist gut ersichtlich, dass die Nickelschicht 6 im Vergleich zur
Chromschicht 9 einen größeren Teil des dargestellten Auslassventils 1 überdeckt. Vorliegend
ist sogar die Unterseite 10 des Ventiltellers von der Nickelschicht 6 überzogen. Insbesondere
überdeckt die Nickelschicht 6 jedoch auch den Übergangsbereich 5 des dargestellten
Bimetallventils, so dass erfindungsgemäß auch in diesem Bereich für einen effektiven
Korrosionsschutz gesorgt ist. Die Chromschicht 9 ist hingegen nur im Bereich des Ventilschafts
2 appliziert.
[0029] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ventil 1 wurde schließlich noch der Sitzbereich 4
einer Schleifbehandlung unterzogen, so dass dort keine störenden Nickelreste mehr
auf dem den Ventilsitz 4 bildenden Basiswerkstoff vorhanden sind. Außerdem wurde auch
die mit Hartchrom überdeckte Schaftfläche auf Maß geschliffen, um gute Gleiteigenschaften
des Auslassventils 1 zu gewährleisten.
1. Ein- oder Auslassventil (1) für einen Verbrennungsmotor umfassend einen Ventilteller
(3) und einen Ventilschaft (2), wobei der Ventilschaft (2) mit einer die Laufoberfläche
des Ventils (1) bildenden Chromschicht (9) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Basismaterial des Ventilschafts (2) und der Chromschicht (9) eine Nickelschicht
(6) vorgesehen ist und dass die Chromschicht (9) eine größere Schichtdicke als die
darunter liegende Nickelschicht (6) aufweist.
2. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Chromschicht (9) eine Schichtdicke von mehr als 12 µm aufweist.
3. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Chromschicht (9) eine Schichtdicke zwischen 20 und 60 µm aufweist.
4. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nickelschicht (6) eine Schichtdicke von 5 - 20 µm aufweist.
5. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Ventil (1) um ein Bimetallventil handelt, wobei der Übergangsbereich
(5) zwischen den beiden Metallen wenigstens von der Nickelschicht (6) überdeckt ist.
6. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nickelschicht (6) einen größeren Teil des gesamten Ventils (1) bedeckt als die
die Nickelschicht (6) dann nur teilweise überdeckende Chromschicht (9).
7. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nickelschicht (6) galvanisch aufgebracht ist.
8. Ventil nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nickelschicht (6) eine Halbglanznickelschicht ist.
9. Ventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Chromschicht (9) eine Hartchromschicht ist.
10. Verfahren zur Beschichtung eines Ein- oder Auslassventils (1) für einen Verbrennungsmotor
umfassend die folgenden Schritte:
- galvanisches Aufbringen einer Nickelschicht (6) auf das Basismaterial des Ventils,
wobei der Bereich des Ventilsitzes (4) als Kontaktfläche für das Galvanisieren dient,
- Aufbringen einer im Bereich des Ventilschafts (2) als Laufoberfläche für das Ventil
(1) dienenden Chromschicht (9) mit einer im Vergleich zur Nickelschicht (6) größeren
Schichtdicke und
- Schleifen des Ventils (1) im Bereich des Ventilsitzes (4) zur Entfernung etwaiger
Nickelreste in diesem Bereich.
1. Intake or discharge valve (1) for an internal combustion engine, comprising a valve
disc (3) and a valve stem (2), wherein the valve stem (2) is provided with a chromium
layer (9) which forms the running surface of the valve (1),
characterised in that
a nickel layer (6) is provided between the base material of the valve stem (2) and
the chromium layer (9) and that the chromium layer (9) has a greater layer thickness
than the underlying nickel layer (6).
2. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the chromium layer (9) has a layer thickness of more than 12 µm.
3. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the chromium layer (9) has a layer thickness of between 20 and 60 µm.
4. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the nickel layer (6) has a layer thickness of between 5 and 20 µm.
5. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the valve (1) is a bimetal valve, wherein the transition region (5) between the two
metals is covered at least by the nickel layer (6).
6. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the nickel layer (6) covers a greater part of the overall valve (1) than the chromium
layer (9) which then only partially covers the nickel layer (6).
7. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the nickel layer (6) is applied by electroplating.
8. Valve according to Claim 7,
characterised in that
the nickel layer (6) is a semi-bright nickel layer.
9. Valve according to Claim 1,
characterised in that
the chromium layer (9) is a hard chromium layer.
10. Method for coating an intake or discharge valve (1) for an internal combustion engine,
comprising the following steps:
- electroplating a nickel layer (6) onto the base material of the valve, the region
of the valve seat (4) acting as a contact face for the electroplating,
- applying a chromium layer (9) which acts as the running surface for the valve (1)
in the region of the valve stem (2), with a greater layer thickness than the nickel
layer (6), and
- polishing the valve (1) in the region of the valve seat (4) to remove any nickel
residues in this region.
1. Soupape d'entrée ou de sortie (1) pour un moteur à combustion comprenant une tête
de soupape (3) et une tige de soupape (2), la tige de soupape (2) étant dotée d'une
couche de chrome (9) formant la surface de frottement de la soupape (1),
caractérisée en ce qu'
une couche de nickel (6) est prévue entre le matériau de base de la tige de soupape
(2) et la couche de chrome (9) et en ce que la couche de chrome (9) présente une épaisseur de couche plus grande que la couche
de nickel (6) sous-jacente.
2. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de chrome (9) présente une épaisseur de couche supérieure à 12 µm.
3. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de chrome (9) présente une épaisseur de couche comprise entre 20 et 60 µm.
4. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de nickel (6) présente une épaisseur de couche allant de 5 à 20 µm.
5. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que,
en ce qui concerne la soupape (1), il s'agit d'une soupape à bilame, la zone de transition
(5) entre les deux métaux étant recouverte au moins par la couche de nickel (6).
6. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de nickel (6) recouvre une partie de l'ensemble de la soupape (1) plus grande
que la couche de chrome (9) recouvrant alors seulement partiellement la couche de
nickel (6).
7. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de nickel (6) est appliquée de façon galvanique.
8. Soupape selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
la couche de nickel (6) présente une couche de nickel semi-brillante.
9. Soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la couche de chrome (9) est une couche de chrome dur.
10. Dispositif pour le revêtement d'une soupape d'entre ou de sortie (1) pour un moteur
à combustion comprenant les étapes suivantes :
- application galvanique d'une couche de nickel (6) sur le matériau de base de la
soupape, la zone du siège de soupape (4) servant de surface de contact pour la galvanisation,
- application d'une couche de chrome (9), servant dans la zone de tige de soupape
(2) de surface de frottement pour la soupape (1), avec une épaisseur de couche supérieure
par rapport à la couche de nickel (6) et
- ponçage de la soupape (1) dans la zone du siège de soupape (4) pour l'enlèvement
d'éventuels restes de nickel dans cette zone.