[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollenwagen für ein ortsveränderbares Element, insbesondere
einen Türflügel oder dergleichen der für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt
werden kann. Insbesondere sind dieses horizontal verschiebbare Türflügel oder auch
verschiebbare Türflügel, die zusätzlich als Drehflügel ausgebildet sind.
[0002] Rollenwagen werden insbesondere bei horizontal verschiebbaren Elementen wie Türflügel
oder dergleichen, die hängend in einer Schiene oder dergleichen gelagert sind, verwendet,
um beispielsweise eine Raumabtrennung oder einen Einkaufsbereich oder dergleichen
abzuteilen. Ferner werden solche ortsveränderbaren Elemente auch bei Duschabtrennungen
als Schiebetüren eingesetzt.
[0003] Dadurch, dass derartige ortsveränderbare Elemente durch einen Rollenwagen hängend
gelagert werden, der in einer Tragschiene oder dergleichen beweglich ist, ist es schwer
derartige Elemente im eingebauten Zustand zu justieren. Eine Justage ist aber zwingend
erwünscht, weil durch Bautoleranzen gerade mehrere in Reihe angeordnete Elemente z.B.
den gleichen Abstand zum Boden haben sollen. Bei Duschabtrennungen kommt noch hinzu,
dass das Element eine abdichtende Funktion übernehmen muss.
[0004] Mit der
DE 195 26 550 A1 ist ein Rollenwagen bekannt geworden, der innerhalb einer Führungsschiene verfahrbar
ist. Mit dem Rollenwagen ist ein Verstärkungselement über ein zapfenförmiges Befestigungselement,
das im Sinne eines allseitig beweglichen Gelenks so flexibel aufgehängt ist, dass
vertikale und/oder horizontale Pendelbewegungen und Drehbewegungen möglich sind, verbunden.
Das Torelement ist durch Schraubverbindungen mit dem Verstärkungselement verbunden.
Eine Einstellbarkeit des Torflügels ist nicht möglich.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Rollenwagen für einen hängenden Flügel
oder dergleichen zu schaffen, der für unterschiedlichste Anwendungen Verwendung finden
kann und darüber hinaus einfach aufgebaut ist. Ferner soll der Rollenwagen so ausgestattet
sein, dass an oder in ihm ein plattenförmiges Element befestigt ist, dass im eingebauten
Zustand justierbar ist, auch wenn die Laufschiene oder das Tragprofil in denen der
Rollenwagen ortsveränderlich gelagert ist, nur von der Seite des plattenförmigen Elementes
zugänglich ist.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1. Die Unteransprüche
geben dabei eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.
[0007] Es wird ein Rollenwagen vorgeschlagen, der im Wesentlichen aus einem Grundkörper
besteht, der einen Aufnahmeraum aufweist. In dem Aufnahmeraum, der einseitig offen
ist, kann ein Elementhalter mit einem eingesetzten plattenförmigen Element aufgenommen
werden, das mittels des Elementhalters im eingebauten Zustand stufenlos höhenverstellbar
ist. Zur Ortsveränderbarkeit sind an dem Grundkörper entsprechende Rollen angeordnet,
die vorzugsweise oberhalb der Einstellvorrichtung des Elementhalters angeordnet sind.
[0008] Der Grundkörper weist dabei eine Grundfläche oder Grundplatte auf, von der seitlich
zwei Seitenwangen distanziert abgehen. In diesen Seitenwangen sind die bereits erwähnten
Tragrollen drehbar gelagert. Je nach Belastungsfall können dieses auf jeder Seite
eine oder zwei Rollen sein. In Fortführung der Seitenwangen weisen zu ihren beiden
Enden hin diese jeweils Einstellräume auf, in denen der Elementhalter einstellbar
eingreift. Der Elementhalter besteht dabei im Wesentlichen aus einem U-förmigen Bauteil,
an dem seitlich nach außen gerichtete Mitnehmer angeformt sind. Die Mitnehmer greifen
in die Einstellräume ein und werden dort sowohl geführt als auch gehalten. Das Führen
der Mitnehmer und damit des gesamten Elementhalters geschieht vorzugsweise durch entsprechende
Passstifte, die auf jeder Seite in den Einstellräumen sich befinden. Vorzugsweise
sind dabei in jedem der Einstellräume zwei Passstifte vorhanden, um so ein Verkanten
des Elementhalters zu unterbinden. Der U-förmige Teil des Elementhalters greift zwischen
die Seitenwangen des Grundkörpers. Der Elementhalter erstreckt sich vorzugsweise über
die gesamte Breite des plattenförmigen Elementes, das aus Glas oder Kunststoff oder
Metall oder Holz oder dergleichen bestehen kann. Befestigt wird ein derartiges plattenförmiges
Element innerhalb des Elementhalters entweder durch eine Klebverbindung oder durch
Formschluss oder durch Kraftschluss. Die bevorzugte Ausführungsform ist jedoch ein
Verkleben, weil bei einer derartigen Befestigungsart keine Bohrungen innerhalb des
plattenförmigen Elementes eingebracht werden müssen. Dieses würde eine derartige Anlage
mit entsprechenden Rollenwagen und Tragprofilen nur verteuern.
[0009] Um den Elementhalter innerhalb des Rollenwagens, der an einem plattenförmigen Element
in mindestens zweifacher Ausführung vorhanden ist, einstellen zu können, befindet
sich in mindestens einem der Einstellräume eine Stellschraube zur stufenlosen Höhenverstellung.
Es kann jedoch auch auf jeder Seite der Einstellräume jeweils eine Stellschraube vorhanden
sein. Durch eine derartige Ausgestaltung ist es möglich, dass plattenförmige Element
auch in der Vertikalen in seiner Ebene von unten einzustellen. Die Stellschrauben
greifen dabei in die Mitnehmer, die an dem Elementhalter vorzugsweise angeformt sind
und können somit auch im eingebauten Zustand eines Rollenwagens innerhalb eines Tragprofils
oder dergleichen auch dann eingestellt werden, wenn ein solches Tragprofil Überkopf
oder an einer Decke oder Unterkonstruktion befestigt ist.
[0010] Ein derartiger Rollenwagen kann beispielsweise aus einem hochwertigen belastbaren
Kunststoff oder einer Metalllegierung als Spritzgussteil hergestellt werden. Es ist
jedoch aber auch möglich, dass ein derartiger Rollenwagen aus einem Strangpressprofil
abgelenkt wird, wobei ein derartiges Strangpressprofil aus einem Leichtmetall oder
dergleichen besteht.
[0011] Mit einem derartigen Rollenwagen lassen sich somit zum einen horizontal verschiebbare
Flügel, die in einem Tragprofil über die Rollen gelagert sind verschieben.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in den Zeichnungen schematisch dargestellten
möglichen Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0013] Es zeigt
- Figur 1:
- Eine perspektivische Darstellung eines Rollenwagens;
- Figur 2:
- einen Rollenwagen in der Seitenansicht mit einem eingesetzten Elementhalter und darin
befindlichem plattenförmigen Element;
- Figur 3:
- eine perspektivische Ausschnittdarstellung von einer Anwendung eines plattenförmigen
Elementes, das an seiner Oberseite mit einem durchgehenden Elementhalter versehen
ist, auf dem zwei Rollenwagen angeordnet sind.
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform eines Rollenwagens 36 gibt die Figur 1 wieder. Dabei
besteht der Rollenwagen 36 im Wesentlichen aus einem Grundkörper 35. Die Basis für
den Grundkörper 35 bildet eine Grundplatte oder Basisplatte 28 von der seitlich Seitenwangen
27 distanziert durch die Grundplatte 28 abgehen. Am Ende der Seitenwangen 27 sind
auf jeder Seite Einstellräume 32 vorhanden, die im Wesentlichen durch eine von der
den Seitenwangen 27 abgehenden Abwinklung 29 mit daran anschließenden Distanzschenkeln
30 und sich daran anschließenden abgewinkelten Grundschenkel 31 auszeichnen. Es ist
aber auch möglich, dass bei einer entsprechenden Dimensionierung der Seitenwangen
27 die Einstellräume 32 in den Seitenwangen 27 enthalten sein können. Durch diesen
Versatz der Abwinklung 29 und die Rückführung über den Grundschenkel 31 wird ein Einstellraum
32 gebildet. Es versteht sich, dass an jeder der Seitenwangen 27 ein Einstellraum
32 vorhanden sein kann.
[0015] Innerhalb des Einstellraumes 32 sind Führungen, die in einer bevorzugten Ausführungsform
als Passstifte 40 ausgebildet und vorzugsweise in zweifacher Ausfertigung in jedem
Einstellraum 32 vorhanden sind. Zwischen den Führungen 40 befindet sich mindestens
in einem der Einstellräume 32 eine Stellschraube 47. Auf die Funktion der mindestens
einen Stellschraube 47 wird noch bei der Beschreibung der Figur 2 Bezug genommen.
[0016] Durch die an den Enden der Seitenwangen 27 vorhandenen Ausbuchtungen für die Einstellräume
32, die von den Seitenwangen 27 wegweisen, bildet sich oberhalb der Einstellräume
32 ein Platz für Tragrollen 37 und 39. Die Tragrollen 37 und 39 sind mittels Achsen
38, die innerhalb der Seitenwagen 27 eingelassen sind, drehgelagert.
[0017] Zum unteren Abschluss im Bereich des Grundschenkels 31 ist an den Außenseiten jeweils
eine Abschrägung 33 vorhanden, damit der Rollenwagen 36 beispielsweise auch in abgerundete
Tragprofile oder dergleichen besser eingesetzte werden kann.
[0018] Auf der Grundplatte 28 befindet sich ein Vorsprung 26, der dazu dient, um beispielsweise
einen Endschalter oder eine Endlagendämpfung oder dergleichen zu betätigen, wenn der
Rollenwagen innerhalb eines Tragprofils sicher ortsveränderbar ist.
[0019] In der Figur 2 wird der Rollenwagen 36 in einer Seitenansicht wiedergegeben, wobei
hier innerhalb des durch die distanzierten Seitenwangen 27 im Wesentlichen gebildeten
Aufnahmeraums 34 ein Elementhalter 41 eingesetzt ist. Der Elementhalter 41 hält über
Distanzstücke oder Verklebungen 43 oder dergleichen das plattenförmige Element 42.
[0020] Der Elementhalter 41 besteht im Wesentlichen aus einem Boden 45, von dem ausgehend
Seitenwangen 46 auf jeder Seite vorhanden sind, an denen Mitnehmer 44 angeformt sind.
Die Mitnehmer 44 stehen von den Seitenwangen 46 ab und ragen in die seitlichen Einstellräume
32 hinein. Dabei sind die Mitnehmer 44 so ausgebildet, dass in ihnen entsprechende
Bohrungen für die Passstifte 40, die innerhalb des Einstellraumes 32 auf jeder Seite
vorhanden sind, als Führungen eingreifen können. Durch die Passstifte 40 wird ein
genauer gerader Sitz des Elementhalters 41 erreicht. Zum anderen ist es so, dass auch
über die Passstifte 40 quasi der gesamte Rollenwagen 36 mit dem Elementhalter 41 und
damit mit dem darin befindlichen plattenförmigen Element 42 verbunden wird.
[0021] Ferner befindet sich in den Mitnehmern 44 ein entsprechendes Gewinde zur Aufnahme
der Stellschrauben 47 für die Einstellbarkeit des plattenförmigen Elementes 42, die
auf mindestens einer Seite der Einstellräume 32 vorhanden sein können. Beim Vorhandensein
von zwei Stellschrauben 47 ist es auch möglich, dass bei einem nicht gerade hängenden
plattenförmigen Element 42 dieses entsprechend ins Lot gebracht werden kann.
[0022] Eine mögliche Verwendung des Rollenwagens 36 in Verbindung mit dem plattenförmigen
Element 42 zeigt die Figur 3. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann es sich beispielsweise
um einen horizontal verschiebbaren Flügel einer Tür oder dergleichen handeln. Die
Rollenwagen 36 sind dabei kraft- und formschlüssig mit dem Elementhalter 41 verbunden.
In den Elementhalter 41 ist zuvor das plattenförmige Element 42 eingesetzt worden.
[0023] In dieser Art der Ausführung der Figur 3 kann ein derartig vorgefertigtes Bauteil
einer weiteren Verwendung zugeführt werden. Dieses kann beispielsweise das Einführen
in ein Tragprofil sein, um eine horizontal verschiebbare Tür einer Gebäudeöffnung,
einer verschiebbaren Wand, einer Duschabtrennung oder dergleichen zu schaffen. Aufgrund
der hohen Vorfertigung lassen sich deshalb derartige plattenförmige Elemente 42 mit
dem Rollenwagen 36 einfach ausstatten, so dass auf der Baustelle nur noch reine Montagearbeiten,
wie beispielsweise das Einsetzen in ein Tragprofil und die anschießende genaue Höhenjustage
notwendig sind. Durch einen derartigen vorbeschriebenen Rollenwagen 36 sind somit
entsprechende Kostensenkungen hinsichflich der Montagezeiten auf einer Baustelle ebenfalls
gegeben.
[0024] Darüber hinaus ist der Rollenwagen 36 einfach herzustellen und kann in unterschiedlichen
Tragprofilen eingesetzt werden, wobei stets eine Justierung des ortsveränderbaren
Elementes bei allen Einbausituationen gegeben ist.
Bezugszeichen
[0025]
- 26.
- Vorsprung
- 27.
- Seitenwange
- 28.
- Grundplatte
- 29.
- Abwinkelung
- 30.
- Distanzschenkel
- 31.
- Grundschenkel
- 32.
- Einstellraum
- 33.
- Abschrägung
- 34.
- Aufnahmeraum
- 35.
- Grundkörper
- 36.
- Rollenwagen
- 37.
- Tragrollen
- 38.
- Achsen
- 39.
- Tragrollen
- 40.
- Passstift (Führungen)
- 41.
- Elementhalter
- 42.
- plattenförmiges Element
- 43.
- Distanzstück
- 44.
- Mitnehmer
- 45.
- Boden
- 46.
- Seitenwange
- 47.
- Stellschraube
1. Rollenwagen (36) für ein ortsveränderbares Element (42) oder dergleichen, im Wesentlichen
bestehend aus einem rollengelagerten Grundkörper (35), der eine Grundplatte (28) aufweist,
durch die zwei Seitenwangen (27) distanziert werden, in denen jeweils mindestens eine
Tragrolle (39) drehgelagert ist, und dass der Grundkörper (35) einen Aufnahmeraum
(34) aufweist, in den ein Elementhalter (41) mit eingesetztem, ortsveränderbaren,
plattenförmigen Element (42) eintaucht, dadurch gekennzeichnet, dass sich an oder in den Seitenwangen (27) Einstellräume (32) befinden, in denen der Elementhalter
(41) stufenlos höhenverstellbar gelagert ist
2. Rollenwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elementhalter (41) im Wesentlichen als U-förmiges Bauteil mit seitlich nach außen
gerichteten Mitnehmern (44) ausgeführt ist, wobei die Mitnehmer (44) in den Einstellräumen
(32) geführt und gehalten werden.
3. Rollenwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung der Mitnehmern (44) durch Passstifte (40) erfolgt, die auf jeder Seite
in den Einstellräumen (32) angeordnet sind.
4. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Einstellraum (32) zwei Passstifte (40) vorhanden sind.
5. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Einstellräume (32) eine Stellschraube (47) zur stufenlosen
Höhenverstellung des plattenförmigen Elementes (42) vorhanden ist, oder dass in einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel in jedem der Einstellräume (32) eine Stellschraube
(47) vorhanden ist, die mit den Mitnehmern (44) so zusammenwirkt, dass der Mitnehmer
von der Stellschraube (44) durchgriffen wird.
6. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigung der Stellschraube (47) im eingebauten Zustand des Rollenwagens (36)
in einem Tragprofil oder dergleichen ausführbar ist.
7. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Lagerung eines plattenförmigen Elementes (42) mindestens zwei Rollenwagen
(36) verwendet werden.
8. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenwagen (36) aus Kunststoff oder einer Leichtmetalllegierung besteht.
9. Rollenwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das plattenförmige Element (42) aus Glas oder Kunststoff oder Metall oder Holz oder
dergleichen besteht und in dem Elementhalter (41) durch eine Klebverbindung oder durch
Formschluss oder durch Kraftschluss gehalten wird.
10. Rollenwagen gemäß den Merkmalen der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit einem
Türflügel oder einem Teil einer verschiebbaren Wand oder einem Türflügel einer Duschabtrennung.