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(11) |
EP 2 114 582 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.05.2011 Patentblatt 2011/21 |
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Anmeldetag: 22.11.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2007/000584 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/089589 (31.07.2008 Gazette 2008/31) |
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PLANSICHTER
PLAN SIFTER
TAMIS PLAN
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
22.01.2007 DE 102007004150
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.2009 Patentblatt 2009/46 |
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Patentinhaber: Bühler AG |
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9240 Uzwil (CH) |
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Erfinder: |
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- MOOSMANN, Jürgen
88276 Berg (DE)
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Vertreter: Hepp, Dieter et al |
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Hepp Wenger Ryffel AG
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 090 691 WO-A-98/07529 US-A- 5 518 108
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WO-A-87/05542 US-A- 4 370 226
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Plansichter zum Sichten bzw. Sieben von mehlförmigen
oder granularen Produkten, bestehend aus mindestens einem Abteil. Die Erfindung betrifft
insbesondere auch einen Antrieb eines Plansichters.
[0002] Plansichter zum Sichten von mehlförmigen oder granularen Produkten in Mühlen, insbesondere
in Getreidemühlen sind weit verbreitet. Sie weisen ein verschliessbares Gehäuse mit
mindestens einem Stapel übereinander angeordneter Siebe auf, deren Bespannung von
oben nach unten mit abnehmender Maschenweite versehen ist, so dass Produkte gleicher
Partikelgrössenbereiche zusammengeführt werden können. Zur Ausführung der Siebbewegung
wird der Plansichter mittels eines Unwuchtantriebes in eine gleichmässig schwingende
Bewegung versetzt.
[0003] Bei der Anordnung mehrerer Siebabteile in gerader Anzahl kann die Anordnung in zwei
Reihen erfolgen, wobei der Antrieb zwischen beiden Reihen angeordnet ist, wie dies
zum Beispiel in der
DE-PS 2256307 offenbart ist. Weiterhin bekannt sind z. B. Anordnungen von zwei Viererblocks von
Siebabteilen mit dazwischen liegender Antriebseinheit (
EP-A-1396289).
[0004] Im Dokument WO 87/05542 A1 wird ein Grossplansichter mit zwei nebeneinander angeordneten
Siebkasten offenbart, die zu kreisförmigen Schwingungen antreibbar sind.
[0005] Um den Raum im Antriebsabteil besser zu nutzen, wurde auch vorgeschlagen, Siebabteile
an dessen Enden anzuordnen und so eine geschlossene Ringanordnung von Siebabteilen
auszubilden (
DE 19746678 C1). Nachteilig sind neben der schlechten Zugänglichkeit des Antriebes auch ungleiche
Bewegungsverhältnisse.
[0006] Bei allen Varianten können zudem nur geradzahlige Vielfache an Sichtabteilen zu einem
Plansichter arrangiert werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Plansichter zum Sichten bzw. Sieben
von mehlförmigen oder granularen Produkten zu entwickeln, der sowohl eine geradzahlige
wie ungerade Anzahl von Siebabteilen in einem Plansichter ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0009] Kennzeichnend ist, dass jedes Siebabteil einen eigenen Antrieb aufweist. Somit kann
die verfügbare Grundfläche besser ausgenutzt werden und die Sichtkapazität kann besser
an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Somit sind Plansichter mit einer ungeraden
Anzahl von Siebabteilen realisierbar. Weitergehende Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen offenbart.
[0010] Bevorzugt weisen die Antriebe keine oder nur wenige mechanisch bewegten Teile auf
und sie sind synchronisierbar (bei mehr als einem Antrieb resp. Siebabteil).
[0011] Der Antrieb ist zum Beispiel ein Reluktanzmotor mit ringförmigen Zahnscheiben und
äusseren Spulen, wobei jeweils eine gleichartige Antrieb seinrichtung auf dem Deckel
und auf dem Boden eines Siebabteiles angeordnet ist. Weitere Antriebsprinzipien sind
u. a. Asynchronmotoren, Synchronmotoren.
[0012] Die Spulen sind bevorzugt im Bereich der Ecken von Deckel bzw. Boden nahe der Zahnscheiben
angeordnet.
[0013] Innerhalb der ringförmigen Anordnung der Zahnscheiben können beliebige Einlässe und
Auslässe für das zu sichtende Produkt fliehkraftfrei angeordnet sein.
[0014] Sämtliche Antriebseinrichtungen müssen synchron arbeiten und beim Starten müssen
alle Massen in gleicher Position sein.
[0015] Für alle Siebabteile werden die gleichen Bauteile verwendet, was Fertigung und Logistik
deutlich vereinfacht.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung
näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt ein offenes Siebabteil eines Plansichters ohne
Tür und ohne Aufhängung.
[0017] Das Siebabteil 1 besteht in üblicher Weise aus Seitenwänden 2, einem Deckel 3 mit
Einlassöffnungen 5 für das zu sichtende Produkt und einem Boden 4 mit Auslassöffnungen
8 für das gesichtete Produkt. Innerhalb des Siebabteiles 1 sind nicht dargestellte
Siebe in üblicher Weise zu einem Siebstapel angeordnet.
[0018] Auf dem Deckel 3 wie auf dem Boden 4 sind aussen in gleicher Weise Zahnscheiben 6
in Segmenten ringförmig angeordnet, wobei sämtliche Einlass- resp. Auslassöffnungen
5, 8 innerhalb des Ringes aus Zahnscheiben 6 angeordnet sind.
[0019] Im Bereich der Ecken von Deckel 3 bzw. Boden 4 sind Spulen 7 den Zahnscheiben 6 so
zugeordnet, dass ein Reluktanzmotor gebildet ist, wie er zum Beispiel in der
DE-A-19704576 offenbart ist.
[0020] Mittels einer, nicht dargestellten Steuerung werden beide Antriebseinrichtungen synchron
betrieben. Beim Starten müssen die Massen der Zahnscheiben bei beiden Antriebseinrichtungen
an gleicher Position sein um ein schnelles Anfahren zu erreichen. Dies gilt analog
für sämtliche Siebabteile 1 des Plansichters, da jedes Siebabteil 1 mit den vorgenannten
Antriebseinrichtungen versehen ist.
[0021] Der aus mindestens einem Siebabteil 1 gebildete Plansichter ist in üblicher Weise
an flexiblen Stäben an der Decke eines Siebbodens frei schwingend aufgehängt.
[0022] Je nach verfügbarem Raum o. a. Kriterien kann jedes Siebabteil 1 einzeln gehangen
sein und/oder in beliebiger Anzahl zu konventionellen Plansichtern arrangiert sein.
1. Plansichter, zum Sichten bzw. Sieben von mehlförmigen oder granularen Produkten, und
aus mindestens einem Siebabteil (1) bestehend, das Seitenwände (2) und einen Deckel
(3) sowie einen Boden (4) mit Öffnungen für das Produkt umfasst und das von einem
Antrieb in eine gleichförmig schwingende Bewegung versetzbar ist, wobei der Plansichter
frei schwingend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Deckel (3) und auf dem Boden (4) je eine Antriebseinrichtung angeordnet ist.
2. Plansichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtungen aus ringförmig angeordneten Zahnscheiben (6) und diesen
am Aussenring zugeordneten Spulen (7) bestehen.
3. Plansichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Einlassöffnungen (5) resp. Auslassöffnungen (8) für das Produkt innerhalb der ringförmig
angeordneten Zahnscheiben (6) im Deckel (3) bzw. Boden (4) vorgesehen sind.
4. Plansichter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er bis zu zwölf Siebabteile (1) umfasst.
5. Plansichter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass alle Antriebseinrichtungen synchron gesteuert und betrieben sind.
6. Plansichter gemäss Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb eine Steuerungseinheit umfasst.
7. Plansichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen (7) jeweils im Bereich der Ecken von Deckel (3) bzw. Boden (4) angeordnet
sind.
8. Plansichter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerungseinheit alle Antriebseinrichtungen synchronisierbar sind.
1. Plan sifter for the sifting or sieving of mealy or granular products and consisting
of at least one sieving compartment (1) which comprises sidewalls (2) and a top (3)
and also a bottom (4) with orifices for the product and which can be set in uniformly
oscillating motion by a drive, the plan sifter being arranged so as to oscillate freely,
characterized in that a drive device is arranged in each case on the top (3) and on the bottom (4).
2. Plan sifter according to Claim 1, characterized in that the drive devices consist of toothed disks (6) arranged in the form of a ring and
of coils (7) assigned to these on the outer ring.
3. Plan sifter according to Claim 1 or 2, characterized in that inlet orifices (5) and outlet orifices (8) for the product are provided in the top
(3) and bottom (4) within the toothed disks (6) arranged in the form of a ring.
4. Plan sifter according to at least one of Claims 1 to 3, characterized in that it comprises up to twelve sieving compartments (1).
5. Plan sifter according to at least one of Claims 1 to 4, characterized in that all the drive devices are controlled and operated synchronously.
6. Plan sifter according to Claim 2, characterized in that the drive comprises a control unit.
7. Plan sifter according to Claim 6, characterized in that the coils (7) are arranged in each case in the region of the corners of the top (3)
and bottom (4).
8. Plan sifter according to Claim 6 or 7, characterized in that all the drive devices are synchronizable by means of the control unit.
1. Tamis plan, pour séparer ou tamiser des produits farineux ou granulaires, et constitué
d'au moins une division de tamis (1) qui comprend des parois latérales (2) et un couvercle
(3) ainsi qu'un fond (4) avec des ouvertures pour le produit, et qui peut être mis
en mouvement d'oscillation uniforme par un entraînement, le tamis plan étant disposé
de manière à osciller librement, caractérisé en ce qu'un dispositif d'entraînement respectif est disposé à chaque fois sur le couvercle
(3) et sur le fond (4).
2. Tamis plan selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs d'entraînement se composent de couronnes dentées (6) disposées en
forme d'anneau et de bobines (7) associées à celles-ci sur l'anneau extérieur.
3. Tamis plan selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des ouvertures d'entrée (5) respectivement des ouvertures de sortie (8) pour le produit
sont prévues à l'intérieur des couronnes dentées (6) disposées en forme d'anneau dans
le couvercle (3), respectivement le fond (4).
4. Tamis plan selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il comprend jusqu'à douze divisions de tamis (1).
5. Tamis plan selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que tous les dispositifs d'entraînement sont commandés et entraînés de manière synchrone.
6. Tamis plan selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'entraînement comprend une unité de commande.
7. Tamis plan selon la revendication 6, caractérisé en ce que les bobines (7) sont à chaque fois disposées dans la région des coins du couvercle
(3) ou du fond (4).
8. Tamis plan selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'au moyen de l'unité de commande, tous les dispositifs d'entraînement peuvent être
synchronisés.

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