(19)
(11) EP 1 993 395 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.06.2011  Patentblatt  2011/24

(21) Anmeldenummer: 07718015.6

(22) Anmeldetag:  18.01.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A44C 17/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2007/000106
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/082518 (26.07.2007 Gazette  2007/30)

(54)

ANORDNUNG ZUR PRÄSENTATION EINES SCHMUCKELEMENTS

ARRANGEMENT FOR THE PRESENTATION OF A JEWELLERY ELEMENT

SYSTEME DE PRESENTATION D'UN ELEMENT DE PARURE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 19.01.2006 DE 102006002671

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.11.2008  Patentblatt  2008/48

(73) Patentinhaber: Achmedschanow, Anwer
67551 Worms/Rhein (DE)

(72) Erfinder:
  • Achmedschanow, Anwer
    67551 Worms/Rhein (DE)

(74) Vertreter: Jendricke, Susann 
Patentanwaltskanzlei Dirolfstrasse 30
67549 Worms
67549 Worms (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-96/33633
FR-A1- 2 814 043
FR-A- 2 420 314
US-A- 1 971 265
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes mit einem Träger, mit einem Schmuckelement und mit einer Lagereinrichtung, wobei die Lagereinrichtung sowohl mit dem Träger als auch mit dem Schmuckelement im montierten Zustand verbunden ist, wobei die Lagereinrichtung und das Schmuckelement je ein Paar voneinander beabstandete und zueinander weisende Lagerteile in Form von Zapfen und in Form von Ausnehmungen zur Lagerung des Schmuckelementes aufweisen. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Anordnung unter Verwendung einer Lagereinrichtung.

    [0002] Die Lagerung von Schmuckelementen ist immer wieder Gegenstand der überlegung von Juwelieren. Ein edler Stein soll möglichst wirkungsvoll präsentiert werden, ebenso geht es darum, auch qualitativ weniger wertvolle Steine gut zu präsentieren.

    [0003] Die US 2003/0172673A1 befasst sich mit einem Schmuckstück, das eine Tragstruktur zur beweglichen Lagerung eines Schmuckelementes umfasst. Die Tragstruktur weist zwei separate beabstandete Lagerteile auf. Jedes Lagerteil ist Bestandteil eines gemeinsamen Trägers und ist bspw. mit diesem verschraubt oder anderweitig angeformt. Bereits die beiden einzelnen Lagerteile, deren Ausrichtung und deren Verbindung mit dem Träger sind wegen der separaten Arbeitsschritte als aufwendig zu bezeichnen. Die Lagerteile des Schmuckelementes sind dessen Fassung zugeordnet. Aus der in Rede stehenden Druckschrift ist es für sich gesehen zwar bekannt, die Lagerteile in Form von Zapfen oder Ausnehmungen vorzusehen, jedoch wird hier eine schlingernde, oszillierende Bewegung erzeugt.

    [0004] Ein Schmuckelement mit Stein und Fassung mit Lagerteilen in Form von Zapfen ergibt sich auch aus der JP 2002 142817A. Die Zapfen greifen in je eine konkav gewölbte Ausnehmung einer Schraube ein, welche in die Öffnung eines Lagerteils eingeschraubt wird. Die beiden Lagerteile, die mit dem Träger verbunden sind, sind zweiteilig aufgebaut, was zu einem erhöhten Produktions- und Montageaufwand führt. Allein die Justierung der Lagerteile stellt bereits eine hohe Anforderung an die Präzision. Infolge der konkaven Wölbung könnte es zu ungenauer Lagerung und Erhöhung der Reibung kommen. Außerdem dürfte die Praktikabilität der dortigen Anordnung nicht gegeben sein, da die Fassung wegen der Edelsteineigenschaften aus weichem Material sein muss, die Zapfen jedoch eine höhere Härte aufweisen müssen, beides jedoch aus einem Material besteht.

    [0005] Aus der US-A-1 971 265 ist ein Ring mit zwei jeweils gegenüberliegenden Krallen, die an vier Stellen des Steins eingreifen, bekannt. Eine Kralle ist beweglich gelagert und der Stein kann bequem entnommen, ausgetauscht werden. Die anderen drei Krallen sind separat am Ring angeschweißt / angelötet oder integraler Bestandteil des Rings. Innerhalb der Krallen befinden sich Ausnehmungen, in die der Randbereich des Steins passgenau und unter Ausbildung eines Flächenkontakts eingreift. Die Möglichkeit einer beweglichen Lagerung des Steines besteht nicht.

    [0006] Die FR-A-2 420 314 beschreibt einen Ring der grundsätzlich aus drei Teilen besteht: einem Ringteil aus Metall, einem Ringteil aus Stein (bspw. Achat) und einem Schmuckstein (bspw. Diamant), der vom Stein-Ringteil als Träger getragen wird. Der Metall-Ringteil und der Stein-Ringteil bilden zusammen eine Aufnahme für eine Fassung aus. Die Fassung besteht aus einem konischen Teil mit einem sich verengenden Unterteil und einem sich erweiternden Oberteil. Das sich erweiternde Oberteil weist einen kontinuierlichen Rand auf, der eine umlaufende Klaue ausbildet, die in eine umlaufende Nut mit einer Hohlkehle des fest sitzenden Schmucksteines eingreift. Der umlaufende konvexe Klauenrand wölbt sich in etwa wie die umlaufende konkave Hohlkehle und es kommt eher zur Ausbildung eines Flächenkontakts bei der Lagerung. Das sich verengende Unterteil weist einen röhrenförmigen Abschnitt mit einem Innengewinde auf, in das eine Schraube des Metall-Ringteils eingreift. Mittels der Schraube und durch die Formgebung der Aufnahme wird die Klaue des Oberteils mit Kraft beaufschlagt, die sich so in die Nut des Steins eingräbt. Das Grundprinzip der Festlegung durch Verformung ist hier also offenbart. Jedoch geschieht dies in konstruktiv aufwendiger Weise.

    [0007] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung und ein Verfahren der in Rede stehenden Art anzugeben, die die Herstellungskosten verringern.

    [0008] Die voranstehende Aufgabe wird bezüglich der Anordnung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst Danach ist eine Anordnung der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet, dass die Lagereinrichtung eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden aufweist, an denen die Lagerteile, insbesondere die Zapfen, angeordnet sind, dass der Träger eine Aufnahme in Form einer gebogenen Nut für die Lagereinrichtung aufweist, dass der Zapfen gemäß einem definierten Konvergierwinkel in Richtung der Ausnehmung konvergiert, wobei die Ausnehmung gemäß einem Divergierwinkel in Richtung des Zapfens divergiert, dass der Divergierwinkel größer ist als der Konvergierwinkel und dass der Zapfen und die Ausnehmung im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels zur Ausbildung einer Punktlagerung aufeinander treffen.

    [0009] Ausgehend vom Stand der Technik ist erkannt worden, dass die dortigen Lagerteile für das Schmuckelement zwei separate Lagerteile umfassen, die dem Träger zuzuordnen sind oder mit diesem monolithisch ausgebildet sind und eine präzise Ausrichtung haben müssen. Dieser Aufwand soll erfindungsgemäß dadurch verringert werden, dass die Lagereinrichtung quasi in einem Stück beide Lagerteile integriert und der Träger, das Schmuckelement und die Lagereinrichtung modulare, untereinander verbindbare Bauteile sind. Für die Anwender in der Schmuckindustrie liegen auf diese Weise Zwischenprodukte vor, die zum Ganzen zusammengefügt werden, ohne dass im Einzelnen Ausrichtungen, Justierungen vorgenommen werden müssen. Die Vorteile des modularen Bauprinzips ergeben sich daraus, dass standardisierte Module die Kosten verringern, die Produktionszeit verkürzen, indem der handwerkliche Aufwand verringert wird. Die zur Ausbildung der erfindungsgemäßen Anordnung beitragenden Lagereinrichtung und das Schmuckelement weisen je ein Paar Lagerteile zur Lagerung des Schmuckelementes auf. Zur Ausbildung der Lagerung wird die Lagereinrichtung verformt.

    [0010] Die Vereinfachung der Lagerung findet dadurch statt, dass eine einteilige Lagereinrichtung bereitgestellt wird, die bereits beide Lagerteile zum Lagern des Schmuckelements integriert und durch ihre Formgebung mit zwei zueinander weisenden Lagerteilen eine definierte Achse vorgeben kann, was gerade im Hinblick auf eine bewegliche, drehbare Lagerung des Schmuckelements von Vorteil ist. Es muss also nicht am Träger selber gelötet und/oder trennend gearbeitet werden und die aufwendige achsgenaue Ausrichtung gegenüberliegender Lagerelemente entfällt. Die Lagereinrichtung verfügt in vorteilhafter Weise über Lagerteile, die auf die Lagerteile des Schmuckelementes ausgerichtet sind und mit diesen zusammenwirken und die einen vorgegebenen, auf das Schmuckelement abgestimmten Abstand aufweisen. Somit entfällt der Aufwand von zusätzlichem Werkzeug und zusätzlicher Zeit. Die erfindungsgemäße Lagereinrichtung kann beliebigen Trägem zugeordnet werden, bspw. auch im Sinne einer nachrüstbaren Einheit. Für die bevorzugte Lagereinrichtung mit gebogenem Abschnitt und zwei zueinander weisenden Lagerteilen an den freien Enden ist weniger Material bei gleicher Stabilität erforderlich, was besonders hinsichtlich der Verwendung von Edelmetall einen positiven Kostenfaktor darstellt. Sind die Lagerteile der Lagereinrichtung als Zapfen ausgebildet, so kann die einstückige Lagereinrichtung aus einem einzigen Material ausgebildet werden und es bedarf keiner Materialunterscheide hinsichtlich Zapfen und Verbindungsabschnitt, wie dies bei der Fassung der Fall wäre, die wegen des Kontakts zum Edelstein aus einem weicheren Material bestehen sollte als ein Zapfen. Daher werden die Lagerteile der Lagereinrichtung vorzugsweise als Zapfen ausgebildet.

    [0011] Die Verwendung einer Lagereinrichtung vereinfacht die Positionierung im Träger, lässt Serienfertigung und Ausbildung eines modularen Bausatzes in Abstimmung mit dem Träger und dem Schmuckelement zu. Zudem kann bei beweglicher Lagerung des Schmuckelements die zwischen den Punktlagern entstehende Drehachse direkt an der Außenoberfläche des Trägers verlaufen, ohne dass die Stabilität beeinträchtigt wird. Die Lagereinrichtung kann am Träger beliebig angeordnet sein und die Drehachse kann bezogen auf einen horizontalen Untergrund parallel, senkrecht oder abgewinkelt verlaufen. Ein weiterer Vorteil der Lagereinrichtung ist die schnelle und kostengünstige Austauschbarkeit im Falle einer erforderlichen Reparatur.

    [0012] Mittels der Lagereinrichtung können verschiedene ästhetische Wirkungen der Schmuckelementanordnung dadurch erreicht werden, dass die aufeinander zu weisenden Lagerteile bzw. Zapfen zwar stets bezüglich der Zapfenspitzen eine Flucht bzw. gedachte Drehachse ausbilden, dass jedoch die Zapfenspitzen außerhalb der Mittellinie der Lagereinrichtung liegen. Die gedachte Drehachse zwischen den Punktlagern kann, muss aber nicht mit der Mittellinie der Lagereinrichtung zusammenfallen.

    [0013] Im Hinblick auf die Ausbildung der Zapfen und Ausnehmungen ist erfindungsgemäß erkannt worden, dass die Lagerung im Hinblick auf die Reibung optimiert werden kann, wenn eine Punktlagerung realisiert wird. Dabei treffen Zapfen und Ausnehmung im Scheitelpunkt ihres Konvergierungs- bzw. Divergierungswinkels aufeinander. Der größere Divergierungswinkel und der kleinere Konvergierungswinkel sorgen für eine reibungsverlustfreie Lagerung mangels Kontaktflächen. Die Anordnung ist schmiermittelfrei, lediglich übliche Reinigungsarbeiten sind von Zeit zu Zeit notwendig. Mit dieser Punktlagerung ist außerdem eine definierte Rotation des Schmuckelementes möglich. Durch die vollständige Umdrehung des Schmuckelementes um 360° wird die Wahrnehmung des Schmuckelementes als vergrößertes Abbild optimiert. Dann kann wegen der Trägheit des Auges das Schmuckelement im Sinne eines Rotationskörpers wahrgenommen werden. Ein geschliffener Stein wird durch die Rotation und die Lichtbrechung zu einem völlig neuen optisch wahmehmbaren Raumgebilde.

    [0014] Die voranstehende Aufgabe wird schließlich noch durch die Merkmale des Patentanspruches 13 gelöst. Danach ist ein Verfahren der in Rede stehenden Art so ausgestaltet, das die Lagereinrichtung in eine Aufnahme eines Trägers eingebracht wird, wobei die Lagereinrichtung mit einem Schmuckelement zunächst unverlierbar und lose über gegenüberliegende Lagerteile verbunden ist, wobei während des Einbringens der Lagereinrichtung in die Aufnahme eine Verformung der Lagereinrichtung derart stattfindet, dass Lagerteile der Lagereinrichtung und Lagerteile des Schmuckelementes aufeinander zu bewegt werden und das Schmuckelement je nach Ausgestaltung der Lagerteile fest oder beweglich gelagert wird.

    [0015] Das erfindungsgemäße Montageverfahren ermöglicht die Reduktion der Herstellungskosten, weil eine Lagereinrichtung verwendet wird, die einerseits bereits über voreingerichtete Lagerteile verfügt und die andererseits während der Montage durch Verformung der Lagereinrichtung in Eingriff mit den Lagerteilen des Schmuckelements gebracht werden. So werden mit einem Vorgang zwei Schritte ausgeführt - einerseits die Fixierung der Lagereinrichtung im Träger, andererseits die endgültige Befestigung des Schmuckelements zwischen den Lagerteilen der Lagereinrichtung, die während der Montage aufeinander zu bewegt werden.

    [0016] Die modularen Bauteile - der Träger, die Lagereinrichtung und das Schmuckelement könnten in vorteilhafter Weise in Serienfertigung gefertigt sein. Hierdurch werden die Produktionskosten weiter minimiert. Dabei könnten der Träger, die Lagereinrichtung und das Schmuckelement in bestimmten abgestuften Abmessungen vorliegen, die aufeinander abgestimmt sind. Es könnte ein System aus den modularen untereinander in funktionalem Zusammenhang stehenden Bauteilen gebildet werden, das Juwelieren oder Designern, Marketingfachleuten die Arbeit erleichtert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Schmuckelement nicht nur ein Edelstein mit Fassung sein kann, sondern auch ein Dekorationselement aus einem preiswerteren Material, so das die erfindungsgemäße Anordnung nicht nur im Schmuckbereich, sondern auch im Werbemittelbereich oder gar im optischen Bereich als Verzierung für Brillen Anwendung finden könnte.

    [0017] Eine weitere Montagevereinfachung könnte erzielt werden, wenn die Lagereinrichtung und das Schmuckelement vormontiert sind und so weiterverarbeitete werden. Dabei könnten die Lagerteile im vormontierten Zustand lose, aber unverlierbar verbunden sein, während die tatsächliche Verbindung erst bei der Montage im Träger ausbildbar ist.

    [0018] Der Träger könnte - wie auch schon aus dem Stand der Technik bekannt - selbst Schmuckgegenstand sein und bspw. als Ring, Anhänger, Brosche vorliegen. Denkbar wäre auch ein Träger in Form einer Uhr oder eines Dekorationsgegenstandes. Alternativ oder zusätzlich könnte der Träger auch einem Gegenstand zuordenbar sein. Möglich wäre hier bspw. ein Ring aus Holz oder aus einem Halbedelstein, in den der Träger integriert wird. In materialmäßiger Hinsicht kämen auch Glass-, Kristall-, Plastik- oder Steingegenstände in Betracht, die durchaus auch eher dekorative Zwecke erfüllen können - wie bspw. Briefbeschwerer. Unter dem Aspekt des Verbindens mit einem Gegenstand könnte auch die Vormontage aller drei modularen Bauteile vorgenommen werden.

    [0019] Besonders effektvolle Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung könnten vorsehen, dass das Schmuckelement beweglich, vorzugsweise drehbar, in der Lagereinrichtung gelagert ist und / oder darüber hinaus auch die Lagereinrichtung beweglich, vorzugsweise drehbar, am Träger gelagert ist. Die Lagereinrichtung könnte selbst ebenfalls als Schmuckelement ausgestaltet sein und bspw. mit Brillanten besetzt sein. Die Formgestaltung der Lagereinrichtung könnte völlig frei sein, so kämen eine Bügelform, eine Ringform in Betracht, bei denen gegenüberliegende Lagerteile für das Schmuckelement und auch für den Träger anordenbar sind

    [0020] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung sieht vor, dass durch das Schmuckelement und / oder die Lagereinrichtung zumindest eine volle Drehung von 360° um eine gedachte Achse zwischen den Lagerteilen des Schmuckelementes und des Trägers bzw. der dort verankerten Lagereinrichtung oder zwischen den Lagerteilen der Lagereinrichtung und des Trägers ausführbar ist. Durch die Drehung um 360° entsteht der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers.

    [0021] Zusätzlich könnten bei beweglich gelagertem Schmuckelement, ggf. beweglich gelagerter Lagereinrichtung, Permanentmagneten vorgesehen sein, die die Bewegung und den Stillstand des Schmuckelements und ggf. der Lagereinrichtung beeinflussen.

    [0022] Die erfindungsgemäße Anordnung könnte derart ausgestaltet sein, dass die Lagerteile zur beweglichen Lagerung des Schmuckelementes einen Zapfen und eine Ausnehmung umfassen, wobei der Zapfen gemäß einem definierten Konvergierwinkel in Richtung der Ausnehmung konvergiert, wobei die Ausnehmung gemäß einem Divergierwinkel in Richtung des Zapfens divergiert, dass der Divergierwinkel größer ist als der Konvergierwinkel und dass der Zapfen und die Ausnehmung im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels zur Ausbildung einer Punktlagerung aufeinander treffen.

    [0023] Hierbei ist von Vorteil, dass die Lagerung im Hinblick auf die Reibung optimiert werden kann, wenn eine Punktlagerung realisiert wird. Dabei treffen Zapfen und Ausnehmung im Scheitelpunkt ihres Konvergierungs- bzw. Divergierungswinkels aufeinander. Der größere Divergierungswinkel und der kleinere Konvergierungswinkel sorgen für eine reibungsverlustfreie Lagerung mangels Kontaktflächen. Die Anordnung ist schmiermittelfrei, lediglich übliche Reinigungsarbeiten sind von Zeit zu Zeit notwendig. Mit dieser Punktlagerung ist außerdem eine definierte Rotation des Schmuckelementes möglich. Durch die vollständige Umdrehung des Schmuckelementes um 360° wird die Wahrnehmung des Schmuckelementes als vergrößertes Abbild optimiert. Dann kann wegen der Trägheit des Auges das Schmuckelement im Sinne eines Rotationskörpers wahrgenommen werden. Ein geschliffener Stein wird durch die Rotation und die Lichtbrechung zu einem völlig neuen optisch wahrnehmbaren Raumgebilde.

    [0024] Im Hinblick auf die vorbeschriebene Ausführungsform der Anordnung wird es zur Erzielung einer weitgehend reibungslosen und stabilen Punktlagerung besonders bevorzugt, wenn der Divergierwinkel ca. 90 ° und der Konvergierwinkel ca. 60° beträgt. Überschreitet der Konvergierwinkel 60° gravierend und unterschreitet der Divergierwinkel 90° erheblich so erhöht sich die Gefahr der Reibung. Überschreitet der Divergierwinkel 90° und unterschreitet der Konvergierwinkel 60° gravierend, so besteht Bruchgefahr.

    [0025] Wird ein Edelstein mit einer Fassung im Schmuckelement verarbeitet, sollte die Fassung aus einem eher weichen Material wie bspw. Gold gefertigt sein. Lagerteile in Form von Zapfen, über die die Drehbewegung realisiert wird, sollten dagegen aus einem härteren Material gefertigt sein, wie bspw. Stahl. Daher bietet es sich an, die Ausnehmungen dem Schmuckelement, bzw. der Fassung des Edelsteins, zuzuordnen und die Zapfen dem Träger oder - gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel - einer dem Träger zuordenbaren separaten Lagereinrichtung. Im Hinblick auf das Material sind weitere Stoffe möglich, neben edlen oder auch unedlen Metallen, kommen Kunststoffe verschiedener Härtegrade in Betracht.

    [0026] Zwischen dieser Lagereinrichtung und dem Träger könnte eine form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Verbindung ausbildbar sein. Gemäß einem erprobten Ausführungsbeispiel könnte der Träger eine Aufnahme für die Lagereinrichtung aufweisen, insbesondere könnte eine Nut in den Träger eingefräst sein. Die Nut und die Lagereintrichtung könnten von der Formgebung her aufeinander abgestimmt sein. So könnte die Aufnahme in Form einer gebogenen Nut vorliegen, während die Lagereinrichtung ebenfalls eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden aufweist, an denen die Lagerteile beabstandet und zueinander weisend angeordnet sind. Die Biegung könnte einen kreisförmigen, einen polygonen oder auch anderweitig geformten Verlauf aufweisen.

    [0027] Zur Realisierung einer schnellen und damit kostengünstigen Montage könnte die Lagereinrichtung eine Biegung ausbilden, deren Radius im nicht montierten Zustand geringfügig größer ist als der Radius der ebenfalls eine Biegung ausbildenden Nut. Dies hat den Hintergrund, dass beim Einsetzen der Lagereinrichtung in die Nut eine Verformung der Lagereinrichtung stattfindet, wobei die Lagerteile der freien Enden aufeinander zu bewegt werden, in die Lagerteile des Schmuckelements weiter eingreifen und im Scheitelpunkt der dortigen Aufnahme die Punktlagerung ausbilden. Während der Verformung der Lagereinrichtung passt diese sich der Formgebung der Nut an. Die Verformung kann plastisch oder elastisch sein. Von wesentlicher Bedeutung ist die Tatsache, dass durch erfindungsgemäße Montage eine Selbstjustierung realisiert wird, die den Aufwand der Schmuckelementlagerung extrem erleichtert.

    [0028] Damit die zuvor erläuterte Montage zu dem gewünschten Ergebnis der Ausbildung der Punktlagerung führt, könnten die Lagerteile der Lagereinrichtung einen definierten Anfangsabstand zu den Lagerteilen des Schmuckelementes aufweisen. Im Verlauf der Montage bzw. am Ende der Montage könnten die Radien von Nut und Lagereinrichtung dann nahezu identisch sein, wobei der Anfangsabstand zwischen den Lagerteilen der Lagereinrichtung und den Lagerteilen des Schmuckelementes durch die Verformung der Lagereinrichtung auf Null reduziert ist. Nach einem Ausführungsbeispiel könnte das Schmuckelement einen Durchmesser von ca. 6 mm aufweisen und mit einer Lagereinrichtung zusammenwirken, die in eine Nut des Trägers unter Beachtung des Anfangsabstandes zwischen den Lagerteilen bzw. der Verformung einpassbar ist, wobei die Nut mit einem Fräser erstellt ist, der einen Durchmesser von ca. 7,5 mm aufweist. Der Radius der Lagereinrichtung müsste also - in Abstimmung mit dem Anfangsabstand - etwas größer sein als 3,25 mm. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel könnte das Schmuckelement einen Durchmesser von ca. 9 mm aufweisen, was eine gebogene Lagereinrichtung erfordert, die in eine Nut passt, welche, mit einem Fräser erstellt ist, der einen Durchmesser von ca. 11 mm aufweist. Der Radius der Lagereinrichtung müsste also - in Abstimmung mit dem Anfangsabstand - etwas größer sein als 5,5 mm. Legt man dem Schmuckelement bspw. einen runden Brillanten mit einer runden Fassung zugrunde, so würden für die jeweils untereinander um 0,1 ct abweichenden Brillanten zwischen 0,1 ct und 1, 25 ct nur fünf abgestufte Fassungsgrößen erforderlich sein. Entsprechend abgestuft fallen dann Abmessungen der Lagereinrichtung und des Trägers aus. Voranstehendes verdeutlicht auch den Gedanken der Modulbauweise der ersten Alternative der erfindungsgemäßen Anordnung, welche sich hier in den Ausführungsbeispielen der zweiten Alternative widerspiegelt.

    [0029] Nachdem die Montage abgeschlossen ist, könnten die Lagerteile des Trägers bzw der Lagereinrichtung und des Schmuckelementes auf einer gedachten Achse angeordnet sein, um die das Schmuckelement rotierbar ist. Dabei definieren die Punkte der Punktlager die Drehachse. Die Lagerteile selbst müssen sich nicht rotationssymmetrisch um die Drehachse erstrecken, sondern können von dieser abweichen. Dies ist im Hinblick auf die Erleichterung der Montage von Relevanz, da ein Lagerteil, insbesondere der Zapfen, auch ein wenig verbogen werden kann. Außer dem Einbringen der Lagereinrichtung in die Aufnahme des Trägers können weitere Schritte wie Löten, Nieten, Lasern, Verschrauben, Einkleben durchgeführt werden. Hier kommt es auf die gewünschte Befestigungstechnik an, die von passgenauen form- und kraftschlüssigen .Verbindungen, bspw. eine Klemmverbindung, bis zum Stoffschluss reicht. Am Träger könnten im Vorfeld bereits Materialüberstände vorgesehen sein, die zur Einbettung der Lagereinrichtung dienen, die verflüssigt werden und die nutförmige Aufnahme mit der darin sitzenden Lagereinrichtung verschließen.

    [0030] Im Hinblick auf die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lagereinrichtung und des erfindungsgemäße Montageverfahren wird auf die Beschreibung zu den beiden Alternativen der erfindungsgemäßen Anordnung verwiesen.

    [0031] Weitere Vorteile der beiden Varianten der erfindungsgemäßen Anordnung, der erfindungsgemäßen Lagereinrichtung und des erfindungsgemäßen Montageverfahrens ergeben sich auch im Hinblick auf ein optimiertes Design des Trägers, der bspw. als Ring vorliegen kann. Am Träger müssen keine verstärkten Bereiche vorgesehen werden, die Gewinde oder andere Lagerteile wie aus dem Stand der Technik bekannt, tragen müssen. Der Schmuck wirkt durch die Erfindung optisch leichter. Das Schmuckelement kann optimal im Träger integriert werden und wird nicht durch abragende Teile optisch vom Träger separiert. Durch die Lagereinrichtung innerhalb des Trägers werden kompakte Schmuckstücke möglich. Die automatische Ausbildung des Punktlagers während der Montage der Lagereinrichtung im Träger verkürzt die Zeit.

    [0032] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der angeführten Ausführungsbeispiele der Erfindung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
    Fig. 1
    in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine erfindungs- gemäße Anordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
    Fig. 2
    in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung ge- mäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
    Fig. 3
    in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung ge- mäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
    Fig. 4
    in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine erfindungs- gemäße Anordnung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel und
    Fig. 5
    in schematischer Darstellung eine vergrößerte Ansicht eines Details aus Fig. 4


    [0033] Die Fig. 1 bis 5 zeigen eine Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes 2 mit einem Träger 1, an dem das Schmuckelement 2 gelagert ist. Der Träger 1 und das Schmuckelement 2 weisen je ein Paar Lagerteile 3, 4, 5, 6 zur Lagerung des Schmuckelementes 2 auf.

    [0034] Die dem Träger 1 zugeordneten Lagerteile 3, 6 sind Bestandteil einer separaten Lagereinrichtung 7. Der Träger 1, das Schmuckelement 2 und die Lagereinrichtung 7 sind modulare Bauteile und die einstückige Lagereinrichtung 7 ist sowohl mit dem Träger 1 als auch mit dem Schmuckelement 2 verbindbar. Der Träger 1, die Lagereinrichtung 7 und das Schmuckelement 2 sind in Serienfertigung gefertigt und weisen aufeinander abgestimmte Abmessungen auf.

    [0035] Fig. 1 zeigt symbolisch, dass die Lagereinrichtung 7 und das Schmuckelement 2 vormontiert sind, wobei die Lagerteile 3, 4, 5, 6 im vormontierten Zustand lose und unverlierbar verbunden sind und die tatsächliche Verbindung erst bei der Montage im Träger 1 ausbildbar ist. Das Schmuckelement 2 setzt sich bei allen Ausführungsbeispielen aus einer Fassung 8 und einem Edelstein 9 zusammen. Die Fassung 8 enthält die Lagerteile 4, 5.

    [0036] In den Fig. 3 und 4 ist dargestellt, dass der Träger 1 selbst Schmuckgegenstand in Form eines Ringes ist.

    [0037] In Fig. 2 ist der Träger 1 nach dem Zusammenbau mit der Lagereinrichtung 7 und dem Schmuckelement 2 zum Einbau in ein anderes Schmuckstück, konkret in einen Holzring, vorgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Lagereinrichtung 7 selbst Schmuckgegenstand und ist mit nicht näher bezeichneten Schmuckelementen bestückt.

    [0038] Alle Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung haben gemeinsam, dass das Schmuckelement 2 am Träger 1 bzw. an der Lagereinrichtung 7 beweglich gelagert ist. Durch das Schmuckelement 2 kann vollständig um eine gedachte Achse A zwischen den Lagerteilen 4, 5 des Schmuckelementes 2 und den Lagerteilen 3, 6 der im Lager 1 verankerten Lagereinrichtung 7 entsprechend dem Pfeil R unterschiedlich orientiert rotieren, wobei der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers entsteht.

    [0039] Bei dem in Fig. 2 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel kann zusätzlich auch die Lagereinrichtung 7 um eine gedachte Achse A zwischen den Lagerteilen 10, 11 der Lagereinrichtung 7 und den Lagerteilen 12, 13 des Trägers 1 ausführbar ist, wobei der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers entsteht. Hier fluchtet die gedachte Achse A mit allen Lagerteilen 3 bis 6 und 10 bis 13.

    [0040] Das in Fig. 3 gezeigte dritte Ausführungsbeispiel sieht vor, Permanentmagneten 14 einzusetzen, um die Bewegung und den Stillstand des Schmuckelements 2 ggf. der Lagereinrichtung 7 zu realisieren. Nicht näher bezeichnete Pfeile verdeutlichen die Magnetfelder.

    [0041] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung wird durch ein viertes Ausführungsbeispiel in Fig. 4 und Fig. 5 deutlicher veranschaulicht. Dort, wie auch bei allen anderen Ausführungsbeispielen, umfassen die Lagerteile 3, 4, 5, 6 zur beweglichen Lagerung des Schmuckelementes 2 je einen Zapfen 3, 6 und eine Ausnehmung 4, 5. Die Zapfen 3, 6 konvergieren gemäß einem definierten Konvergierwinkel K in Richtung der Ausnehmungen 4, 5. Die Ausnehmungen 4, 5 divergieren gemäß einem Divergierwinkel D in Richtung der Zapfen 3, 6. Der Divergierwinkel D ist größer ist als der Konvergierwinkel K und die Zapfen 3, 6 und die Ausnehmungen 4, 5 treffen sich im Scheitelpunkt S des Divergier- und des Konvergierwinkels D, K zur Ausbildung einer nahezu reibungsfreien Punktlagerung. Bei dem vierten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 beträgt der Divergierwinkel D ca. 90 ° und der Konvergierwinkel K ca. 20°. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 beträgt der Divergierwinkel D ca. 90 ° und der Konvergierwinkel K ca. 60°.

    [0042] Die bei allen Ausführungsbeispielen vorliegende separate, dem Träger 1 zuordenbare Lagereinrichtung 7 ist gemäß Fig. 4 in eine Aufnahme 15 des Trägers 1 eingesetzt, die in Form einer gebogenen Nut vorliegt. Die Lagereinrichtung 7 weist selbst eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden auf, an denen die zapfenförmigen Lagerteile 3, 6 beabstandet und zueinander weisend angeordnet sind.

    [0043] Die Lagereinrichtung 7 bildet eine Biegung aus, deren Radius RL im in Fig. 1 gezeigten nicht montierten Zustand geringfügig größer ist als der Radius RN der nutförmigen Aufnahme 15 der Trägers 1, die ebenfalls eine Biegung ausbildet. Die Lagerteile 3, 6 der Lagereinrichtung 7 weisen einen definierten Anfangsabstand AA zu den Lagerteilen 4, 5 des Schmuckelementes 2 auf. Derselbe mit AA' bezeichnete Abstand existiert auch zwischen Träger 1 und Lagereinrichtung 7, damit der gewünschte Weg der Lagerteile bzw. Zapfen 3, 6 zu den Lagerteilen bzw. Ausnehmungen 4, 5 zurück gelegt wird und die Punktlager gebildet werden. Die Radien RL und RN sind im montierten Zustand, der in Fig. 4 gezeigt ist, nahezu identisch, wobei der Anfangsabstand AA zwischen den Lagerteilen 3, 6 der Lagereinrichtung 2 und den Lagerteilen 4, 5 des Schmuckelementes 2 durch Verformung der Lagereinrichtung 7 auf Null reduziert ist.

    [0044] Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.

    [0045] Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Lehre nicht auf die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist.


    Ansprüche

    1. Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes mit einem Träger (1), mit elnem Schmuckelement (2) und mit einer Lagereinrichtung (7), wobei die Lagereinrichtung (7) sowohl mit dem Träger (1) als auch mit dem Schmuckelement (2) im montierten Zustand verbunden ist, wobei die Lagereinrichtung (7) und das Schmuckelement (2) je ein Paar voneinander beabstandete und zueinander weisende Lagerteile (3, 4, 5, 6) in Form von Zapfen (3, 6) und in Form von Ausnehmungen (4, 5) zur Lagerung des Schmuckelementes (2) aufweisen,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Lagereinrichtung (7) eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden aufweist, an denen die Lagerteile, insbesondere die Zapfen (3, 6), angeordnet sind, dass der Träger (1) eine Aufnahme (15) in Form einer gebogenen Nut für die Lagereinrichtung (7) aufweist, dass der Zapfen (3, 6) gemäß einem definierten Konvergierwinkel (K) in Richtung der Ausnehmung (4, 5) konvergiert, wobei die Ausnehmung (4, 5) gemäß einem Divergierwinkel (D) in Richtung des Zapfens (3, 6) divergiert, dass der Divergierwinkel (D) größer ist als der Konvergierwinkel (K) und dass der Zapfen (3, 6) und die Ausnehmung (4, 6) im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels (D, K) zur Ausbildung einer Punktlagerung aufeinander treffen.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Träger (1) selbst Schmuckgegenstand, bspw. ein Ring, Anhänger, Uhrenkörper, Brille, Dekorationsgegenstand oder dgl., ist.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung und das Schmuckelement und der Träger vormontiert sind und der Träger mit einem Gegenstand verbunden ist, der bspw. aus Holz oder Naturstein besteht.
     
    4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmuckelement (2) an der Lagereinrichtung (7) beweglich gelagert ist.
     
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (7) am Träger (1) beweglich gelagert ist und vorzugsweise selbst Schmuckgegenstand ist.
     
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Schmuckelement (2) und / oder die Lagereinrichtung (7) zumindest eine volle Drehung von 360° um eine gedachte Achse (A) zwischen den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes (2) und den Lagerteilen (3, 6) des Trägers (1) bzw. der dort verankerten Lagereinrichtung (7) oder zwischen Lagerteilen (10, 11) der Lagereinrichtung (7) und Lagerteilen (12, 13) des Trägers (1) ausführbar ist, wobei der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers entsteht.
     
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung und der Stillstand des Schmuckelements (2), ggf. der Lagereinrichtung (7), durch Permanentmagneten (14) erfolgt.
     
    8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lagereinrichtung (7) und dem Träger (1) eine form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Verbindung ausbildbar ist.
     
    9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (7) eine Biegung ausbildet, deren Radius (RL) im nicht montierten Zustand geringfügig größer ist als der Radius (RN) der ebenfalls eine Biegung ausbildenden Nut des Trägers (1).
     
    10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerteile (3, 6) der Lagereinrichtung (7) einen definierten Anfangsabstand (AA) zu den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes (2) aufweisen.
     
    11. Anordnung nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien von Nut und Lagereinrichtung (7) im montierten Zustand nahezu identisch sind, wobei der Anfangsabstand (AA) zwischen den Lagerteilen (3, 6) der Lagereinrichtung (2) und den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes (2) durch Verformung der Lagereinrichtung (7) auf Null reduziert ist.
     
    12. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die lagerteile 12,13 des Trägers (1) und die Lagerteile (4, 5) des Schmuckelementes (2) im montierten Zustand auf einer gedachten Achse (A) angeordnet sind, um die das Schmuckelement (2) rotierbar ist.
     
    13. Verfahren zur Montage einer Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes, gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 12,

    - wobei eine Lagereinrichtung (7) mit einem Schmuckelement (2) zunächst unverilerbar und lose über gegenüberliegende Lagerteile (3, 4, 5, 6) - wie Zapfen (3, 6) und Ausnehmungen (4, 5) - verbunden wird,

    - wobei die Lagereinrichtung (7) in eine Aufnahme (15) eines Trägers (1) eingebracht wird,

    - wobei während des Einbringens der Lagereinrichtung (7) in die Aufnahme (15) eine Verformung der Lagereinrichtung (7) derart stattfindet, dass die Lagerteile (3, 6) der Lagereinrichtung (7) in Richtung der Lagerteile (4, 5) des Schmuckelementes (2) aufeinander zu bewegt werden bis die Lagerung vollzogen ist und

    - wobei das Schmuckelement je nach Ausgestaltung der Lagerteile (3, 4, 5, 6) - wie Zapfen (3, 6) und Ausnehmungen (4, 5) - fest oder beweglich gelagert wird.


     


    Claims

    1. An arrangement for the presentation of a jewellery element with a support (1), with a jewellery element (2) and with a bearing device (7), the bearing device (7) being connected both to the support (1) and to the jewellery element (2) in the mounted state, the bearing device (7) and the jewellery element (2) each having a pair of bearing parts (3, 4, 5, 6) in the form of pins (3, 6) and in the form of recesses (4, 5) spaced apart from one another and facing one another, for the mounting of the jewellery element (2), characterised in that the bearing device (7) has a curved shape with two free ends, on which the bearing parts, in particular the pins (3, 6), are arranged, in that the support (1) has a receiver (15) in the form of a curved groove for the bearing device (7), in that the pin (3, 6) converges in the direction of the recess (4, 5) in accordance with a defined converging angle (K), the recess (4, 5) diverging in the direction of the pin (3, 6) in accordance with a diverging angle (D), in that the diverging angle (D) is greater than the converging angle (K) and in that the pin (3, 6) and the recess (4, 5) meet one another at the vertex of the diverging and converging angles (D, K) to form a spot-type mounting.
     
    2. The arrangement according to Claim 1, characterised in that the support (1) is itself an item of jewellery, for example a ring, a pendant, a watch body, a pair of spectacles, a decorative item or the like.
     
    3. The arrangement according to Claim 1 or 2, characterised in that the bearing device and the jewellery element and the support are pre-mounted and the support is connected to an item, which for example consists of wood or natural stone.
     
    4. The arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the jewellery element (2) is movably mounted on the bearing device (7).
     
    5. The arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the bearing device (7) is movably mounted on the support (1) and preferably is itself an item of jewellery.
     
    6. The arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterised in that at least one full rotation of 360° may be performed by the jewellery element (2) and/or the bearing device (7) about an imaginary axis (A) between the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2) and the bearing parts (3, 6) of the support (1) and/or the bearing device (7) anchored there or between bearing parts (10, 11) of the bearing device (7) and bearing parts (12, 13) of the support (1), the visually enhanced impression of a rotationally symmetrical body being produced.
     
    7. The arrangement according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the movement and the stoppage of the jewellery element (2), optionally of the bearing device (7), takes place by means of permanent magnets (14).
     
    8. The arrangement according to one of Claims 1 to 7, characterised in that a positive, non-positive and/or material connection is formed between the bearing device (7) and the support (1).
     
    9. The arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the bearing device (7) forms a curved portion, the radius thereof (RL) in the unmounted state being slightly larger than the radius (RN) of the groove of the support (1) which also forms a curved portion.
     
    10. The arrangement according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the bearing parts (3, 6) of the bearing device (7) have a defined initial spacing (AA) from the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2).
     
    11. The arrangement according to Claim 10 in combination with Claim 9, characterised in that the radii of the groove and bearing device (7) in the mounted state are almost identical, the initial spacing (AA) between the bearing parts (3, 6) of the bearing device (2) and the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2) being reduced to zero by deformation of the bearing device (7).
     
    12. The arrangement according to one of Claims 6 to 11, characterised in that the bearing parts (12, 13) of the support (1) and the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2) in the mounted state are arranged on an imaginary axis (A) about which the jewellery element (2) may be rotated.
     
    13. A method for mounting an arrangement for the presentation of a jewellery element, according to one of the preceding Claims 10 to 12,

    - bearing device (7) being connected to a jewellery element (2) initially captively and loosely via opposing bearing parts (3, 4, 5, 6) - such as pins (3, 6) and recesses (4, 5),

    - the bearing device (7) being introduced into a receiver (15) of a support (1),

    - a deformation of the bearing device (7) taking place when the bearing device (7) is introduced into the receiver (15), such that the bearing parts (3, 6) of the bearing device (7) are moved towards one another in the direction of the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2) until the mounting is complete and

    - the jewellery element being fixedly or movably mounted depending on the design of the bearing parts (3, 4, 5, 6) - such as pins (3, 6) and recesses (4, 5).


     


    Revendications

    1. Dispositif de présentation d'un bijou, avec un support (1), avec un bijou (2) et avec un système de logement (7), à l'état monté, le système de logement (7) étant relié aussi bien avec le support (1) qu'avec le bijou (2), le système de logement (2) et le bijou (2) comportant chacun une paire d'éléments de logement (3, 4, 5, 6) écartés les uns des autres et se faisant face sous la forme de tenons (3, 6) et sous la forme d'évidements (4, 5), pour le logement du bijou (2), caractérisé en ce que le système de logement (7) a une conformation courbée avec deux extrémités sur lesquelles les éléments de logement, notamment les tenons (3, 5) sont disposés, en ce que le support (1) comporte un système de réception (15) sous la forme d'une rainure courbe pour le dispositif de logement (7), en ce que le tenon (3, 6) converge sous un angle de convergence (K) défini en direction de l'évidement (4, 5), l'évidement (4, 5) divergeant en direction du tenon (3, 6) selon un angle de divergence (D), en ce que ledit angle de divergence (D) est supérieur à l'angle de convergence (K) et en ce que le tenon (3, 6) et l'évidement (4, 6) se rencontrent au point culminant de l'angle de divergence et de convergence (D, K) pour créer un logement ponctuel.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (1) est lui-même un objet bijou, par exemple une bague, un pendentif, un corps de montre, des lunettes, un objet décoratif ou similaire.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le système de logement et le bijou et le support sont prémontés et en ce que le support est relié à un objet qui est par exemple en bois ou en pierre naturelle.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le bijou (2) est logé de façon mobile sur le système de logement (7).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le système de logement (7) est logé de façon mobile sur le support (1) et est de préférence lui-même un objet bijou.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le bijou (2) et/ou le système de logement (7) sont susceptibles d'effectuer une rotation complète de 360° autour d'un axe virtuel (A) entre les éléments de logement (4, 5) du bijou (2) et les éléments de logement (3, 6) du support (1) ou le système de logement (7) qui y est ancré ou entre des éléments de logement (10, 11) du système de logement (7) et des éléments de logement (12, 13) du support (1), en donnant l'impression optiquement agrandie d'un corps symétrique en rotation.
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le mouvement et l'immobilisation du bijou (2), le cas échéant du système de logement (7) s'effectue par des aimants permanents (14).
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'entre le système de logement (7) et le support (1) est susceptible de se créer une liaison par complémentarité de forme et/ou de force et/ou par matière.
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le système de logement (7) forme un cintrage dont le rayon (RL) est légèrement supérieur à l'état monté au rayon (RN) de la rainure formant également un cintrage du support (1).
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les éléments de logement (3, 6) du système de logement (7) présentent un écart initial (AA) défini par rapport aux éléments de logement (4, 5) du bijou (2).
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, en association avec la revendication 9, caractérisé en ce que les rayons de la rainure et du système de logement (7) sont pratiquement identiques à l'état monté, l'écart initial (AA) entre les éléments de logement (3, 6) du système de logement (7) et les éléments de logement (4, 5) du bijou (2) étant réduit à zéro par déformation du système de logement (7).
     
    12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que les éléments de logement (12, 13) du support (1) et les éléments de logement (4, 5) du bijou (2) sont disposés à l'état monté sur un axe virtuel (A) autour duquel le bijou est rotatif.
     
    13. Procédé de montage d'un dispositif de présentation d'un bijou selon l'une quelconque des revendications 10 à 12,

    - un système de logement (7) étant d'abord relié avec un bijou (2) de façon imperdable et lâche par l'intermédiaire d'éléments de logement (3, 4, 5, 6) se faisant face (comme des tenons (3, 6) et des évidements (4, 5),

    - le système de logement (7) étant inséré dans une système de réception (15) d'un support (1),

    - pendant l'insertion du système de logement (7) dans le système de réception (15), une déformation du système de logement (7) ayant lieu, en ce que les éléments de logement (3, 6) du système de logement (7) sont déplacés les uns vers les autres en direction des éléments de logement (4, 5) du bijou (2), jusqu'à ce que le logement soit totalement réalisé et

    - en fonction de la conception des éléments de logement (3, 4, 5, 6) (comme des tenons (3, 6) et des évidements (4, 5) le bijou étant logé de façon fixe ou mobile.


     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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