[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes
mit einem Träger, mit einem Schmuckelement und mit einer Lagereinrichtung, wobei die
Lagereinrichtung sowohl mit dem Träger als auch mit dem Schmuckelement im montierten
Zustand verbunden ist, wobei die Lagereinrichtung und das Schmuckelement je ein Paar
voneinander beabstandete und zueinander weisende Lagerteile in Form von Zapfen und
in Form von Ausnehmungen zur Lagerung des Schmuckelementes aufweisen. Außerdem betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Anordnung unter Verwendung einer Lagereinrichtung.
[0002] Die Lagerung von Schmuckelementen ist immer wieder Gegenstand der überlegung von
Juwelieren. Ein edler Stein soll möglichst wirkungsvoll präsentiert werden, ebenso
geht es darum, auch qualitativ weniger wertvolle Steine gut zu präsentieren.
[0003] Die
US 2003/0172673A1 befasst sich mit einem Schmuckstück, das eine Tragstruktur zur beweglichen Lagerung
eines Schmuckelementes umfasst. Die Tragstruktur weist zwei separate beabstandete
Lagerteile auf. Jedes Lagerteil ist Bestandteil eines gemeinsamen Trägers und ist
bspw. mit diesem verschraubt oder anderweitig angeformt. Bereits die beiden einzelnen
Lagerteile, deren Ausrichtung und deren Verbindung mit dem Träger sind wegen der separaten
Arbeitsschritte als aufwendig zu bezeichnen. Die Lagerteile des Schmuckelementes sind
dessen Fassung zugeordnet. Aus der in Rede stehenden Druckschrift ist es für sich
gesehen zwar bekannt, die Lagerteile in Form von Zapfen oder Ausnehmungen vorzusehen,
jedoch wird hier eine schlingernde, oszillierende Bewegung erzeugt.
[0004] Ein Schmuckelement mit Stein und Fassung mit Lagerteilen in Form von Zapfen ergibt
sich auch aus der
JP 2002 142817A. Die Zapfen greifen in je eine konkav gewölbte Ausnehmung einer Schraube ein, welche
in die Öffnung eines Lagerteils eingeschraubt wird. Die beiden Lagerteile, die mit
dem Träger verbunden sind, sind zweiteilig aufgebaut, was zu einem erhöhten Produktions-
und Montageaufwand führt. Allein die Justierung der Lagerteile stellt bereits eine
hohe Anforderung an die Präzision. Infolge der konkaven Wölbung könnte es zu ungenauer
Lagerung und Erhöhung der Reibung kommen. Außerdem dürfte die Praktikabilität der
dortigen Anordnung nicht gegeben sein, da die Fassung wegen der Edelsteineigenschaften
aus weichem Material sein muss, die Zapfen jedoch eine höhere Härte aufweisen müssen,
beides jedoch aus einem Material besteht.
[0005] Aus der
US-A-1 971 265 ist ein Ring mit zwei jeweils gegenüberliegenden Krallen, die an vier Stellen des
Steins eingreifen, bekannt. Eine Kralle ist beweglich gelagert und der Stein kann
bequem entnommen, ausgetauscht werden. Die anderen drei Krallen sind separat am Ring
angeschweißt / angelötet oder integraler Bestandteil des Rings. Innerhalb der Krallen
befinden sich Ausnehmungen, in die der Randbereich des Steins passgenau und unter
Ausbildung eines Flächenkontakts eingreift. Die Möglichkeit einer beweglichen Lagerung
des Steines besteht nicht.
[0006] Die
FR-A-2 420 314 beschreibt einen Ring der grundsätzlich aus drei Teilen besteht: einem Ringteil aus
Metall, einem Ringteil aus Stein (bspw. Achat) und einem Schmuckstein (bspw. Diamant),
der vom Stein-Ringteil als Träger getragen wird. Der Metall-Ringteil und der Stein-Ringteil
bilden zusammen eine Aufnahme für eine Fassung aus. Die Fassung besteht aus einem
konischen Teil mit einem sich verengenden Unterteil und einem sich erweiternden Oberteil.
Das sich erweiternde Oberteil weist einen kontinuierlichen Rand auf, der eine umlaufende
Klaue ausbildet, die in eine umlaufende Nut mit einer Hohlkehle des fest sitzenden
Schmucksteines eingreift. Der umlaufende konvexe Klauenrand wölbt sich in etwa wie
die umlaufende konkave Hohlkehle und es kommt eher zur Ausbildung eines Flächenkontakts
bei der Lagerung. Das sich verengende Unterteil weist einen röhrenförmigen Abschnitt
mit einem Innengewinde auf, in das eine Schraube des Metall-Ringteils eingreift. Mittels
der Schraube und durch die Formgebung der Aufnahme wird die Klaue des Oberteils mit
Kraft beaufschlagt, die sich so in die Nut des Steins eingräbt. Das Grundprinzip der
Festlegung durch Verformung ist hier also offenbart. Jedoch geschieht dies in konstruktiv
aufwendiger Weise.
[0007] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Anordnung und ein Verfahren der in Rede stehenden Art anzugeben, die die Herstellungskosten
verringern.
[0008] Die voranstehende Aufgabe wird bezüglich der Anordnung durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst Danach ist eine Anordnung der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet,
dass die Lagereinrichtung eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden aufweist,
an denen die Lagerteile, insbesondere die Zapfen, angeordnet sind, dass der Träger
eine Aufnahme in Form einer gebogenen Nut für die Lagereinrichtung aufweist, dass
der Zapfen gemäß einem definierten Konvergierwinkel in Richtung der Ausnehmung konvergiert,
wobei die Ausnehmung gemäß einem Divergierwinkel in Richtung des Zapfens divergiert,
dass der Divergierwinkel größer ist als der Konvergierwinkel und dass der Zapfen und
die Ausnehmung im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels zur Ausbildung
einer Punktlagerung aufeinander treffen.
[0009] Ausgehend vom Stand der Technik ist erkannt worden, dass die dortigen Lagerteile
für das Schmuckelement zwei separate Lagerteile umfassen, die dem Träger zuzuordnen
sind oder mit diesem monolithisch ausgebildet sind und eine präzise Ausrichtung haben
müssen. Dieser Aufwand soll erfindungsgemäß dadurch verringert werden, dass die Lagereinrichtung
quasi in einem Stück beide Lagerteile integriert und der Träger, das Schmuckelement
und die Lagereinrichtung modulare, untereinander verbindbare Bauteile sind. Für die
Anwender in der Schmuckindustrie liegen auf diese Weise Zwischenprodukte vor, die
zum Ganzen zusammengefügt werden, ohne dass im Einzelnen Ausrichtungen, Justierungen
vorgenommen werden müssen. Die Vorteile des modularen Bauprinzips ergeben sich daraus,
dass standardisierte Module die Kosten verringern, die Produktionszeit verkürzen,
indem der handwerkliche Aufwand verringert wird. Die zur Ausbildung der erfindungsgemäßen
Anordnung beitragenden Lagereinrichtung und das Schmuckelement weisen je ein Paar
Lagerteile zur Lagerung des Schmuckelementes auf. Zur Ausbildung der Lagerung wird
die Lagereinrichtung verformt.
[0010] Die Vereinfachung der Lagerung findet dadurch statt, dass eine einteilige Lagereinrichtung
bereitgestellt wird, die bereits beide Lagerteile zum Lagern des Schmuckelements integriert
und durch ihre Formgebung mit zwei zueinander weisenden Lagerteilen eine definierte
Achse vorgeben kann, was gerade im Hinblick auf eine bewegliche, drehbare Lagerung
des Schmuckelements von Vorteil ist. Es muss also nicht am Träger selber gelötet und/oder
trennend gearbeitet werden und die aufwendige achsgenaue Ausrichtung gegenüberliegender
Lagerelemente entfällt. Die Lagereinrichtung verfügt in vorteilhafter Weise über Lagerteile,
die auf die Lagerteile des Schmuckelementes ausgerichtet sind und mit diesen zusammenwirken
und die einen vorgegebenen, auf das Schmuckelement abgestimmten Abstand aufweisen.
Somit entfällt der Aufwand von zusätzlichem Werkzeug und zusätzlicher Zeit. Die erfindungsgemäße
Lagereinrichtung kann beliebigen Trägem zugeordnet werden, bspw. auch im Sinne einer
nachrüstbaren Einheit. Für die bevorzugte Lagereinrichtung mit gebogenem Abschnitt
und zwei zueinander weisenden Lagerteilen an den freien Enden ist weniger Material
bei gleicher Stabilität erforderlich, was besonders hinsichtlich der Verwendung von
Edelmetall einen positiven Kostenfaktor darstellt. Sind die Lagerteile der Lagereinrichtung
als Zapfen ausgebildet, so kann die einstückige Lagereinrichtung aus einem einzigen
Material ausgebildet werden und es bedarf keiner Materialunterscheide hinsichtlich
Zapfen und Verbindungsabschnitt, wie dies bei der Fassung der Fall wäre, die wegen
des Kontakts zum Edelstein aus einem weicheren Material bestehen sollte als ein Zapfen.
Daher werden die Lagerteile der Lagereinrichtung vorzugsweise als Zapfen ausgebildet.
[0011] Die Verwendung einer Lagereinrichtung vereinfacht die Positionierung im Träger, lässt
Serienfertigung und Ausbildung eines modularen Bausatzes in Abstimmung mit dem Träger
und dem Schmuckelement zu. Zudem kann bei beweglicher Lagerung des Schmuckelements
die zwischen den Punktlagern entstehende Drehachse direkt an der Außenoberfläche des
Trägers verlaufen, ohne dass die Stabilität beeinträchtigt wird. Die Lagereinrichtung
kann am Träger beliebig angeordnet sein und die Drehachse kann bezogen auf einen horizontalen
Untergrund parallel, senkrecht oder abgewinkelt verlaufen. Ein weiterer Vorteil der
Lagereinrichtung ist die schnelle und kostengünstige Austauschbarkeit im Falle einer
erforderlichen Reparatur.
[0012] Mittels der Lagereinrichtung können verschiedene ästhetische Wirkungen der Schmuckelementanordnung
dadurch erreicht werden, dass die aufeinander zu weisenden Lagerteile bzw. Zapfen
zwar stets bezüglich der Zapfenspitzen eine Flucht bzw. gedachte Drehachse ausbilden,
dass jedoch die Zapfenspitzen außerhalb der Mittellinie der Lagereinrichtung liegen.
Die gedachte Drehachse zwischen den Punktlagern kann, muss aber nicht mit der Mittellinie
der Lagereinrichtung zusammenfallen.
[0013] Im Hinblick auf die Ausbildung der Zapfen und Ausnehmungen ist erfindungsgemäß erkannt
worden, dass die Lagerung im Hinblick auf die Reibung optimiert werden kann, wenn
eine Punktlagerung realisiert wird. Dabei treffen Zapfen und Ausnehmung im Scheitelpunkt
ihres Konvergierungs- bzw. Divergierungswinkels aufeinander. Der größere Divergierungswinkel
und der kleinere Konvergierungswinkel sorgen für eine reibungsverlustfreie Lagerung
mangels Kontaktflächen. Die Anordnung ist schmiermittelfrei, lediglich übliche Reinigungsarbeiten
sind von Zeit zu Zeit notwendig. Mit dieser Punktlagerung ist außerdem eine definierte
Rotation des Schmuckelementes möglich. Durch die vollständige Umdrehung des Schmuckelementes
um 360° wird die Wahrnehmung des Schmuckelementes als vergrößertes Abbild optimiert.
Dann kann wegen der Trägheit des Auges das Schmuckelement im Sinne eines Rotationskörpers
wahrgenommen werden. Ein geschliffener Stein wird durch die Rotation und die Lichtbrechung
zu einem völlig neuen optisch wahmehmbaren Raumgebilde.
[0014] Die voranstehende Aufgabe wird schließlich noch durch die Merkmale des Patentanspruches
13 gelöst. Danach ist ein Verfahren der in Rede stehenden Art so ausgestaltet, das
die Lagereinrichtung in eine Aufnahme eines Trägers eingebracht wird, wobei die Lagereinrichtung
mit einem Schmuckelement zunächst unverlierbar und lose über gegenüberliegende Lagerteile
verbunden ist, wobei während des Einbringens der Lagereinrichtung in die Aufnahme
eine Verformung der Lagereinrichtung derart stattfindet, dass Lagerteile der Lagereinrichtung
und Lagerteile des Schmuckelementes aufeinander zu bewegt werden und das Schmuckelement
je nach Ausgestaltung der Lagerteile fest oder beweglich gelagert wird.
[0015] Das erfindungsgemäße Montageverfahren ermöglicht die Reduktion der Herstellungskosten,
weil eine Lagereinrichtung verwendet wird, die einerseits bereits über voreingerichtete
Lagerteile verfügt und die andererseits während der Montage durch Verformung der Lagereinrichtung
in Eingriff mit den Lagerteilen des Schmuckelements gebracht werden. So werden mit
einem Vorgang zwei Schritte ausgeführt - einerseits die Fixierung der Lagereinrichtung
im Träger, andererseits die endgültige Befestigung des Schmuckelements zwischen den
Lagerteilen der Lagereinrichtung, die während der Montage aufeinander zu bewegt werden.
[0016] Die modularen Bauteile - der Träger, die Lagereinrichtung und das Schmuckelement
könnten in vorteilhafter Weise in Serienfertigung gefertigt sein. Hierdurch werden
die Produktionskosten weiter minimiert. Dabei könnten der Träger, die Lagereinrichtung
und das Schmuckelement in bestimmten abgestuften Abmessungen vorliegen, die aufeinander
abgestimmt sind. Es könnte ein System aus den modularen untereinander in funktionalem
Zusammenhang stehenden Bauteilen gebildet werden, das Juwelieren oder Designern, Marketingfachleuten
die Arbeit erleichtert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Schmuckelement nicht
nur ein Edelstein mit Fassung sein kann, sondern auch ein Dekorationselement aus einem
preiswerteren Material, so das die erfindungsgemäße Anordnung nicht nur im Schmuckbereich,
sondern auch im Werbemittelbereich oder gar im optischen Bereich als Verzierung für
Brillen Anwendung finden könnte.
[0017] Eine weitere Montagevereinfachung könnte erzielt werden, wenn die Lagereinrichtung
und das Schmuckelement vormontiert sind und so weiterverarbeitete werden. Dabei könnten
die Lagerteile im vormontierten Zustand lose, aber unverlierbar verbunden sein, während
die tatsächliche Verbindung erst bei der Montage im Träger ausbildbar ist.
[0018] Der Träger könnte - wie auch schon aus dem Stand der Technik bekannt - selbst Schmuckgegenstand
sein und bspw. als Ring, Anhänger, Brosche vorliegen. Denkbar wäre auch ein Träger
in Form einer Uhr oder eines Dekorationsgegenstandes. Alternativ oder zusätzlich könnte
der Träger auch einem Gegenstand zuordenbar sein. Möglich wäre hier bspw. ein Ring
aus Holz oder aus einem Halbedelstein, in den der Träger integriert wird. In materialmäßiger
Hinsicht kämen auch Glass-, Kristall-, Plastik- oder Steingegenstände in Betracht,
die durchaus auch eher dekorative Zwecke erfüllen können - wie bspw. Briefbeschwerer.
Unter dem Aspekt des Verbindens mit einem Gegenstand könnte auch die Vormontage aller
drei modularen Bauteile vorgenommen werden.
[0019] Besonders effektvolle Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung könnten vorsehen,
dass das Schmuckelement beweglich, vorzugsweise drehbar, in der Lagereinrichtung gelagert
ist und / oder darüber hinaus auch die Lagereinrichtung beweglich, vorzugsweise drehbar,
am Träger gelagert ist. Die Lagereinrichtung könnte selbst ebenfalls als Schmuckelement
ausgestaltet sein und bspw. mit Brillanten besetzt sein. Die Formgestaltung der Lagereinrichtung
könnte völlig frei sein, so kämen eine Bügelform, eine Ringform in Betracht, bei denen
gegenüberliegende Lagerteile für das Schmuckelement und auch für den Träger anordenbar
sind
[0020] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung sieht vor, dass durch
das Schmuckelement und / oder die Lagereinrichtung zumindest eine volle Drehung von
360° um eine gedachte Achse zwischen den Lagerteilen des Schmuckelementes und des
Trägers bzw. der dort verankerten Lagereinrichtung oder zwischen den Lagerteilen der
Lagereinrichtung und des Trägers ausführbar ist. Durch die Drehung um 360° entsteht
der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers.
[0021] Zusätzlich könnten bei beweglich gelagertem Schmuckelement, ggf. beweglich gelagerter
Lagereinrichtung, Permanentmagneten vorgesehen sein, die die Bewegung und den Stillstand
des Schmuckelements und ggf. der Lagereinrichtung beeinflussen.
[0022] Die erfindungsgemäße Anordnung könnte derart ausgestaltet sein, dass die Lagerteile
zur beweglichen Lagerung des Schmuckelementes einen Zapfen und eine Ausnehmung umfassen,
wobei der Zapfen gemäß einem definierten Konvergierwinkel in Richtung der Ausnehmung
konvergiert, wobei die Ausnehmung gemäß einem Divergierwinkel in Richtung des Zapfens
divergiert, dass der Divergierwinkel größer ist als der Konvergierwinkel und dass
der Zapfen und die Ausnehmung im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels
zur Ausbildung einer Punktlagerung aufeinander treffen.
[0023] Hierbei ist von Vorteil, dass die Lagerung im Hinblick auf die Reibung optimiert
werden kann, wenn eine Punktlagerung realisiert wird. Dabei treffen Zapfen und Ausnehmung
im Scheitelpunkt ihres Konvergierungs- bzw. Divergierungswinkels aufeinander. Der
größere Divergierungswinkel und der kleinere Konvergierungswinkel sorgen für eine
reibungsverlustfreie Lagerung mangels Kontaktflächen. Die Anordnung ist schmiermittelfrei,
lediglich übliche Reinigungsarbeiten sind von Zeit zu Zeit notwendig. Mit dieser Punktlagerung
ist außerdem eine definierte Rotation des Schmuckelementes möglich. Durch die vollständige
Umdrehung des Schmuckelementes um 360° wird die Wahrnehmung des Schmuckelementes als
vergrößertes Abbild optimiert. Dann kann wegen der Trägheit des Auges das Schmuckelement
im Sinne eines Rotationskörpers wahrgenommen werden. Ein geschliffener Stein wird
durch die Rotation und die Lichtbrechung zu einem völlig neuen optisch wahrnehmbaren
Raumgebilde.
[0024] Im Hinblick auf die vorbeschriebene Ausführungsform der Anordnung wird es zur Erzielung
einer weitgehend reibungslosen und stabilen Punktlagerung besonders bevorzugt, wenn
der Divergierwinkel ca. 90 ° und der Konvergierwinkel ca. 60° beträgt. Überschreitet
der Konvergierwinkel 60° gravierend und unterschreitet der Divergierwinkel 90° erheblich
so erhöht sich die Gefahr der Reibung. Überschreitet der Divergierwinkel 90° und unterschreitet
der Konvergierwinkel 60° gravierend, so besteht Bruchgefahr.
[0025] Wird ein Edelstein mit einer Fassung im Schmuckelement verarbeitet, sollte die Fassung
aus einem eher weichen Material wie bspw. Gold gefertigt sein. Lagerteile in Form
von Zapfen, über die die Drehbewegung realisiert wird, sollten dagegen aus einem härteren
Material gefertigt sein, wie bspw. Stahl. Daher bietet es sich an, die Ausnehmungen
dem Schmuckelement, bzw. der Fassung des Edelsteins, zuzuordnen und die Zapfen dem
Träger oder - gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel - einer dem Träger zuordenbaren
separaten Lagereinrichtung. Im Hinblick auf das Material sind weitere Stoffe möglich,
neben edlen oder auch unedlen Metallen, kommen Kunststoffe verschiedener Härtegrade
in Betracht.
[0026] Zwischen dieser Lagereinrichtung und dem Träger könnte eine form- und/oder kraft-
und/oder stoffschlüssige Verbindung ausbildbar sein. Gemäß einem erprobten Ausführungsbeispiel
könnte der Träger eine Aufnahme für die Lagereinrichtung aufweisen, insbesondere könnte
eine Nut in den Träger eingefräst sein. Die Nut und die Lagereintrichtung könnten
von der Formgebung her aufeinander abgestimmt sein. So könnte die Aufnahme in Form
einer gebogenen Nut vorliegen, während die Lagereinrichtung ebenfalls eine gebogene
Formgebung mit zwei freien Enden aufweist, an denen die Lagerteile beabstandet und
zueinander weisend angeordnet sind. Die Biegung könnte einen kreisförmigen, einen
polygonen oder auch anderweitig geformten Verlauf aufweisen.
[0027] Zur Realisierung einer schnellen und damit kostengünstigen Montage könnte die Lagereinrichtung
eine Biegung ausbilden, deren Radius im nicht montierten Zustand geringfügig größer
ist als der Radius der ebenfalls eine Biegung ausbildenden Nut. Dies hat den Hintergrund,
dass beim Einsetzen der Lagereinrichtung in die Nut eine Verformung der Lagereinrichtung
stattfindet, wobei die Lagerteile der freien Enden aufeinander zu bewegt werden, in
die Lagerteile des Schmuckelements weiter eingreifen und im Scheitelpunkt der dortigen
Aufnahme die Punktlagerung ausbilden. Während der Verformung der Lagereinrichtung
passt diese sich der Formgebung der Nut an. Die Verformung kann plastisch oder elastisch
sein. Von wesentlicher Bedeutung ist die Tatsache, dass durch erfindungsgemäße Montage
eine Selbstjustierung realisiert wird, die den Aufwand der Schmuckelementlagerung
extrem erleichtert.
[0028] Damit die zuvor erläuterte Montage zu dem gewünschten Ergebnis der Ausbildung der
Punktlagerung führt, könnten die Lagerteile der Lagereinrichtung einen definierten
Anfangsabstand zu den Lagerteilen des Schmuckelementes aufweisen. Im Verlauf der Montage
bzw. am Ende der Montage könnten die Radien von Nut und Lagereinrichtung dann nahezu
identisch sein, wobei der Anfangsabstand zwischen den Lagerteilen der Lagereinrichtung
und den Lagerteilen des Schmuckelementes durch die Verformung der Lagereinrichtung
auf Null reduziert ist. Nach einem Ausführungsbeispiel könnte das Schmuckelement einen
Durchmesser von ca. 6 mm aufweisen und mit einer Lagereinrichtung zusammenwirken,
die in eine Nut des Trägers unter Beachtung des Anfangsabstandes zwischen den Lagerteilen
bzw. der Verformung einpassbar ist, wobei die Nut mit einem Fräser erstellt ist, der
einen Durchmesser von ca. 7,5 mm aufweist. Der Radius der Lagereinrichtung müsste
also - in Abstimmung mit dem Anfangsabstand - etwas größer sein als 3,25 mm. Nach
einem weiteren Ausführungsbeispiel könnte das Schmuckelement einen Durchmesser von
ca. 9 mm aufweisen, was eine gebogene Lagereinrichtung erfordert, die in eine Nut
passt, welche, mit einem Fräser erstellt ist, der einen Durchmesser von ca. 11 mm
aufweist. Der Radius der Lagereinrichtung müsste also - in Abstimmung mit dem Anfangsabstand
- etwas größer sein als 5,5 mm. Legt man dem Schmuckelement bspw. einen runden Brillanten
mit einer runden Fassung zugrunde, so würden für die jeweils untereinander um 0,1
ct abweichenden Brillanten zwischen 0,1 ct und 1, 25 ct nur fünf abgestufte Fassungsgrößen
erforderlich sein. Entsprechend abgestuft fallen dann Abmessungen der Lagereinrichtung
und des Trägers aus. Voranstehendes verdeutlicht auch den Gedanken der Modulbauweise
der ersten Alternative der erfindungsgemäßen Anordnung, welche sich hier in den Ausführungsbeispielen
der zweiten Alternative widerspiegelt.
[0029] Nachdem die Montage abgeschlossen ist, könnten die Lagerteile des Trägers bzw der
Lagereinrichtung und des Schmuckelementes auf einer gedachten Achse angeordnet sein,
um die das Schmuckelement rotierbar ist. Dabei definieren die Punkte der Punktlager
die Drehachse. Die Lagerteile selbst müssen sich nicht rotationssymmetrisch um die
Drehachse erstrecken, sondern können von dieser abweichen. Dies ist im Hinblick auf
die Erleichterung der Montage von Relevanz, da ein Lagerteil, insbesondere der Zapfen,
auch ein wenig verbogen werden kann. Außer dem Einbringen der Lagereinrichtung in
die Aufnahme des Trägers können weitere Schritte wie Löten, Nieten, Lasern, Verschrauben,
Einkleben durchgeführt werden. Hier kommt es auf die gewünschte Befestigungstechnik
an, die von passgenauen form- und kraftschlüssigen .Verbindungen, bspw. eine Klemmverbindung,
bis zum Stoffschluss reicht. Am Träger könnten im Vorfeld bereits Materialüberstände
vorgesehen sein, die zur Einbettung der Lagereinrichtung dienen, die verflüssigt werden
und die nutförmige Aufnahme mit der darin sitzenden Lagereinrichtung verschließen.
[0030] Im Hinblick auf die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lagereinrichtung und des
erfindungsgemäße Montageverfahren wird auf die Beschreibung zu den beiden Alternativen
der erfindungsgemäßen Anordnung verwiesen.
[0031] Weitere Vorteile der beiden Varianten der erfindungsgemäßen Anordnung, der erfindungsgemäßen
Lagereinrichtung und des erfindungsgemäßen Montageverfahrens ergeben sich auch im
Hinblick auf ein optimiertes Design des Trägers, der bspw. als Ring vorliegen kann.
Am Träger müssen keine verstärkten Bereiche vorgesehen werden, die Gewinde oder andere
Lagerteile wie aus dem Stand der Technik bekannt, tragen müssen. Der Schmuck wirkt
durch die Erfindung optisch leichter. Das Schmuckelement kann optimal im Träger integriert
werden und wird nicht durch abragende Teile optisch vom Träger separiert. Durch die
Lagereinrichtung innerhalb des Trägers werden kompakte Schmuckstücke möglich. Die
automatische Ausbildung des Punktlagers während der Montage der Lagereinrichtung im
Träger verkürzt die Zeit.
[0032] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung mehrerer
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung
mit der Erläuterung der angeführten Ausführungsbeispiele der Erfindung werden auch
im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.
In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine erfindungs- gemäße Anordnung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung ge- mäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung ge- mäß einem dritten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine erfindungs- gemäße Anordnung
gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel und
- Fig. 5
- in schematischer Darstellung eine vergrößerte Ansicht eines Details aus Fig. 4
[0033] Die Fig. 1 bis 5 zeigen eine Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes 2
mit einem Träger 1, an dem das Schmuckelement 2 gelagert ist. Der Träger 1 und das
Schmuckelement 2 weisen je ein Paar Lagerteile 3, 4, 5, 6 zur Lagerung des Schmuckelementes
2 auf.
[0034] Die dem Träger 1 zugeordneten Lagerteile 3, 6 sind Bestandteil einer separaten Lagereinrichtung
7. Der Träger 1, das Schmuckelement 2 und die Lagereinrichtung 7 sind modulare Bauteile
und die einstückige Lagereinrichtung 7 ist sowohl mit dem Träger 1 als auch mit dem
Schmuckelement 2 verbindbar. Der Träger 1, die Lagereinrichtung 7 und das Schmuckelement
2 sind in Serienfertigung gefertigt und weisen aufeinander abgestimmte Abmessungen
auf.
[0035] Fig. 1 zeigt symbolisch, dass die Lagereinrichtung 7 und das Schmuckelement 2 vormontiert
sind, wobei die Lagerteile 3, 4, 5, 6 im vormontierten Zustand lose und unverlierbar
verbunden sind und die tatsächliche Verbindung erst bei der Montage im Träger 1 ausbildbar
ist. Das Schmuckelement 2 setzt sich bei allen Ausführungsbeispielen aus einer Fassung
8 und einem Edelstein 9 zusammen. Die Fassung 8 enthält die Lagerteile 4, 5.
[0036] In den Fig. 3 und 4 ist dargestellt, dass der Träger 1 selbst Schmuckgegenstand in
Form eines Ringes ist.
[0037] In Fig. 2 ist der Träger 1 nach dem Zusammenbau mit der Lagereinrichtung 7 und dem
Schmuckelement 2 zum Einbau in ein anderes Schmuckstück, konkret in einen Holzring,
vorgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Lagereinrichtung 7 selbst Schmuckgegenstand
und ist mit nicht näher bezeichneten Schmuckelementen bestückt.
[0038] Alle Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung haben gemeinsam, dass das
Schmuckelement 2 am Träger 1 bzw. an der Lagereinrichtung 7 beweglich gelagert ist.
Durch das Schmuckelement 2 kann vollständig um eine gedachte Achse A zwischen den
Lagerteilen 4, 5 des Schmuckelementes 2 und den Lagerteilen 3, 6 der im Lager 1 verankerten
Lagereinrichtung 7 entsprechend dem Pfeil R unterschiedlich orientiert rotieren, wobei
der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers entsteht.
[0039] Bei dem in Fig. 2 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel kann zusätzlich auch die
Lagereinrichtung 7 um eine gedachte Achse A zwischen den Lagerteilen 10, 11 der Lagereinrichtung
7 und den Lagerteilen 12, 13 des Trägers 1 ausführbar ist, wobei der optisch vergrößerte
Eindruck eines rotationssymmetrischen Körpers entsteht. Hier fluchtet die gedachte
Achse A mit allen Lagerteilen 3 bis 6 und 10 bis 13.
[0040] Das in Fig. 3 gezeigte dritte Ausführungsbeispiel sieht vor, Permanentmagneten 14
einzusetzen, um die Bewegung und den Stillstand des Schmuckelements 2 ggf. der Lagereinrichtung
7 zu realisieren. Nicht näher bezeichnete Pfeile verdeutlichen die Magnetfelder.
[0041] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung wird durch ein viertes
Ausführungsbeispiel in Fig. 4 und Fig. 5 deutlicher veranschaulicht. Dort, wie auch
bei allen anderen Ausführungsbeispielen, umfassen die Lagerteile 3, 4, 5, 6 zur beweglichen
Lagerung des Schmuckelementes 2 je einen Zapfen 3, 6 und eine Ausnehmung 4, 5. Die
Zapfen 3, 6 konvergieren gemäß einem definierten Konvergierwinkel K in Richtung der
Ausnehmungen 4, 5. Die Ausnehmungen 4, 5 divergieren gemäß einem Divergierwinkel D
in Richtung der Zapfen 3, 6. Der Divergierwinkel D ist größer ist als der Konvergierwinkel
K und die Zapfen 3, 6 und die Ausnehmungen 4, 5 treffen sich im Scheitelpunkt S des
Divergier- und des Konvergierwinkels D, K zur Ausbildung einer nahezu reibungsfreien
Punktlagerung. Bei dem vierten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 beträgt der Divergierwinkel
D ca. 90 ° und der Konvergierwinkel K ca. 20°. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 beträgt der Divergierwinkel D ca. 90 ° und der Konvergierwinkel K ca.
60°.
[0042] Die bei allen Ausführungsbeispielen vorliegende separate, dem Träger 1 zuordenbare
Lagereinrichtung 7 ist gemäß Fig. 4 in eine Aufnahme 15 des Trägers 1 eingesetzt,
die in Form einer gebogenen Nut vorliegt. Die Lagereinrichtung 7 weist selbst eine
gebogene Formgebung mit zwei freien Enden auf, an denen die zapfenförmigen Lagerteile
3, 6 beabstandet und zueinander weisend angeordnet sind.
[0043] Die Lagereinrichtung 7 bildet eine Biegung aus, deren Radius RL im in Fig. 1 gezeigten
nicht montierten Zustand geringfügig größer ist als der Radius RN der nutförmigen
Aufnahme 15 der Trägers 1, die ebenfalls eine Biegung ausbildet. Die Lagerteile 3,
6 der Lagereinrichtung 7 weisen einen definierten Anfangsabstand AA zu den Lagerteilen
4, 5 des Schmuckelementes 2 auf. Derselbe mit AA' bezeichnete Abstand existiert auch
zwischen Träger 1 und Lagereinrichtung 7, damit der gewünschte Weg der Lagerteile
bzw. Zapfen 3, 6 zu den Lagerteilen bzw. Ausnehmungen 4, 5 zurück gelegt wird und
die Punktlager gebildet werden. Die Radien RL und RN sind im montierten Zustand, der
in Fig. 4 gezeigt ist, nahezu identisch, wobei der Anfangsabstand AA zwischen den
Lagerteilen 3, 6 der Lagereinrichtung 2 und den Lagerteilen 4, 5 des Schmuckelementes
2 durch Verformung der Lagereinrichtung 7 auf Null reduziert ist.
[0044] Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen
Teil der Beschreibung verwiesen.
[0045] Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Lehre nicht auf die
voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist.
1. Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes mit einem Träger (1), mit elnem
Schmuckelement (2) und mit einer Lagereinrichtung (7), wobei die Lagereinrichtung
(7) sowohl mit dem Träger (1) als auch mit dem Schmuckelement (2) im montierten Zustand
verbunden ist, wobei die Lagereinrichtung (7) und das Schmuckelement (2) je ein Paar
voneinander beabstandete und zueinander weisende Lagerteile (3, 4, 5, 6) in Form von
Zapfen (3, 6) und in Form von Ausnehmungen (4, 5) zur Lagerung des Schmuckelementes
(2) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagereinrichtung (7) eine gebogene Formgebung mit zwei freien Enden aufweist,
an denen die Lagerteile, insbesondere die Zapfen (3, 6), angeordnet sind, dass der
Träger (1) eine Aufnahme (15) in Form einer gebogenen Nut für die Lagereinrichtung
(7) aufweist, dass der Zapfen (3, 6) gemäß einem definierten Konvergierwinkel (K)
in Richtung der Ausnehmung (4, 5) konvergiert, wobei die Ausnehmung (4, 5) gemäß einem
Divergierwinkel (D) in Richtung des Zapfens (3, 6) divergiert, dass der Divergierwinkel
(D) größer ist als der Konvergierwinkel (K) und dass der Zapfen (3, 6) und die Ausnehmung
(4, 6) im Scheitelpunkt des Divergier- und des Konvergierwinkels (D, K) zur Ausbildung
einer Punktlagerung aufeinander treffen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Träger (1) selbst Schmuckgegenstand, bspw. ein Ring, Anhänger, Uhrenkörper, Brille,
Dekorationsgegenstand oder dgl., ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung und das Schmuckelement und der Träger vormontiert sind und der
Träger mit einem Gegenstand verbunden ist, der bspw. aus Holz oder Naturstein besteht.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmuckelement (2) an der Lagereinrichtung (7) beweglich gelagert ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (7) am Träger (1) beweglich gelagert ist und vorzugsweise selbst
Schmuckgegenstand ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Schmuckelement (2) und / oder die Lagereinrichtung (7) zumindest eine volle
Drehung von 360° um eine gedachte Achse (A) zwischen den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes
(2) und den Lagerteilen (3, 6) des Trägers (1) bzw. der dort verankerten Lagereinrichtung
(7) oder zwischen Lagerteilen (10, 11) der Lagereinrichtung (7) und Lagerteilen (12,
13) des Trägers (1) ausführbar ist, wobei der optisch vergrößerte Eindruck eines rotationssymmetrischen
Körpers entsteht.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung und der Stillstand des Schmuckelements (2), ggf. der Lagereinrichtung
(7), durch Permanentmagneten (14) erfolgt.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lagereinrichtung (7) und dem Träger (1) eine form- und/oder kraft- und/oder
stoffschlüssige Verbindung ausbildbar ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (7) eine Biegung ausbildet, deren Radius (RL) im nicht montierten
Zustand geringfügig größer ist als der Radius (RN) der ebenfalls eine Biegung ausbildenden
Nut des Trägers (1).
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerteile (3, 6) der Lagereinrichtung (7) einen definierten Anfangsabstand (AA)
zu den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes (2) aufweisen.
11. Anordnung nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Radien von Nut und Lagereinrichtung (7) im montierten Zustand nahezu identisch
sind, wobei der Anfangsabstand (AA) zwischen den Lagerteilen (3, 6) der Lagereinrichtung
(2) und den Lagerteilen (4, 5) des Schmuckelementes (2) durch Verformung der Lagereinrichtung
(7) auf Null reduziert ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die lagerteile 12,13 des Trägers (1) und die Lagerteile (4, 5) des Schmuckelementes
(2) im montierten Zustand auf einer gedachten Achse (A) angeordnet sind, um die das
Schmuckelement (2) rotierbar ist.
13. Verfahren zur Montage einer Anordnung zur Präsentation eines Schmuckelementes, gemäß
einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis 12,
- wobei eine Lagereinrichtung (7) mit einem Schmuckelement (2) zunächst unverilerbar
und lose über gegenüberliegende Lagerteile (3, 4, 5, 6) - wie Zapfen (3, 6) und Ausnehmungen
(4, 5) - verbunden wird,
- wobei die Lagereinrichtung (7) in eine Aufnahme (15) eines Trägers (1) eingebracht
wird,
- wobei während des Einbringens der Lagereinrichtung (7) in die Aufnahme (15) eine
Verformung der Lagereinrichtung (7) derart stattfindet, dass die Lagerteile (3, 6)
der Lagereinrichtung (7) in Richtung der Lagerteile (4, 5) des Schmuckelementes (2)
aufeinander zu bewegt werden bis die Lagerung vollzogen ist und
- wobei das Schmuckelement je nach Ausgestaltung der Lagerteile (3, 4, 5, 6) - wie
Zapfen (3, 6) und Ausnehmungen (4, 5) - fest oder beweglich gelagert wird.
1. An arrangement for the presentation of a jewellery element with a support (1), with
a jewellery element (2) and with a bearing device (7), the bearing device (7) being
connected both to the support (1) and to the jewellery element (2) in the mounted
state, the bearing device (7) and the jewellery element (2) each having a pair of
bearing parts (3, 4, 5, 6) in the form of pins (3, 6) and in the form of recesses
(4, 5) spaced apart from one another and facing one another, for the mounting of the
jewellery element (2), characterised in that the bearing device (7) has a curved shape with two free ends, on which the bearing
parts, in particular the pins (3, 6), are arranged, in that the support (1) has a receiver (15) in the form of a curved groove for the bearing
device (7), in that the pin (3, 6) converges in the direction of the recess (4, 5) in accordance with
a defined converging angle (K), the recess (4, 5) diverging in the direction of the
pin (3, 6) in accordance with a diverging angle (D), in that the diverging angle (D) is greater than the converging angle (K) and in that the pin (3, 6) and the recess (4, 5) meet one another at the vertex of the diverging
and converging angles (D, K) to form a spot-type mounting.
2. The arrangement according to Claim 1, characterised in that the support (1) is itself an item of jewellery, for example a ring, a pendant, a
watch body, a pair of spectacles, a decorative item or the like.
3. The arrangement according to Claim 1 or 2, characterised in that the bearing device and the jewellery element and the support are pre-mounted and
the support is connected to an item, which for example consists of wood or natural
stone.
4. The arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the jewellery element (2) is movably mounted on the bearing device (7).
5. The arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the bearing device (7) is movably mounted on the support (1) and preferably is itself
an item of jewellery.
6. The arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterised in that at least one full rotation of 360° may be performed by the jewellery element (2)
and/or the bearing device (7) about an imaginary axis (A) between the bearing parts
(4, 5) of the jewellery element (2) and the bearing parts (3, 6) of the support (1)
and/or the bearing device (7) anchored there or between bearing parts (10, 11) of
the bearing device (7) and bearing parts (12, 13) of the support (1), the visually
enhanced impression of a rotationally symmetrical body being produced.
7. The arrangement according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the movement and the stoppage of the jewellery element (2), optionally of the bearing
device (7), takes place by means of permanent magnets (14).
8. The arrangement according to one of Claims 1 to 7, characterised in that a positive, non-positive and/or material connection is formed between the bearing
device (7) and the support (1).
9. The arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the bearing device (7) forms a curved portion, the radius thereof (RL) in the unmounted
state being slightly larger than the radius (RN) of the groove of the support (1)
which also forms a curved portion.
10. The arrangement according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the bearing parts (3, 6) of the bearing device (7) have a defined initial spacing
(AA) from the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2).
11. The arrangement according to Claim 10 in combination with Claim 9, characterised in that the radii of the groove and bearing device (7) in the mounted state are almost identical,
the initial spacing (AA) between the bearing parts (3, 6) of the bearing device (2)
and the bearing parts (4, 5) of the jewellery element (2) being reduced to zero by
deformation of the bearing device (7).
12. The arrangement according to one of Claims 6 to 11, characterised in that the bearing parts (12, 13) of the support (1) and the bearing parts (4, 5) of the
jewellery element (2) in the mounted state are arranged on an imaginary axis (A) about
which the jewellery element (2) may be rotated.
13. A method for mounting an arrangement for the presentation of a jewellery element,
according to one of the preceding Claims 10 to 12,
- bearing device (7) being connected to a jewellery element (2) initially captively
and loosely via opposing bearing parts (3, 4, 5, 6) - such as pins (3, 6) and recesses
(4, 5),
- the bearing device (7) being introduced into a receiver (15) of a support (1),
- a deformation of the bearing device (7) taking place when the bearing device (7)
is introduced into the receiver (15), such that the bearing parts (3, 6) of the bearing
device (7) are moved towards one another in the direction of the bearing parts (4,
5) of the jewellery element (2) until the mounting is complete and
- the jewellery element being fixedly or movably mounted depending on the design of
the bearing parts (3, 4, 5, 6) - such as pins (3, 6) and recesses (4, 5).
1. Dispositif de présentation d'un bijou, avec un support (1), avec un bijou (2) et avec
un système de logement (7), à l'état monté, le système de logement (7) étant relié
aussi bien avec le support (1) qu'avec le bijou (2), le système de logement (2) et
le bijou (2) comportant chacun une paire d'éléments de logement (3, 4, 5, 6) écartés
les uns des autres et se faisant face sous la forme de tenons (3, 6) et sous la forme
d'évidements (4, 5), pour le logement du bijou (2), caractérisé en ce que le système de logement (7) a une conformation courbée avec deux extrémités sur lesquelles
les éléments de logement, notamment les tenons (3, 5) sont disposés, en ce que le support (1) comporte un système de réception (15) sous la forme d'une rainure
courbe pour le dispositif de logement (7), en ce que le tenon (3, 6) converge sous un angle de convergence (K) défini en direction de
l'évidement (4, 5), l'évidement (4, 5) divergeant en direction du tenon (3, 6) selon
un angle de divergence (D), en ce que ledit angle de divergence (D) est supérieur à l'angle de convergence (K) et en ce que le tenon (3, 6) et l'évidement (4, 6) se rencontrent au point culminant de l'angle
de divergence et de convergence (D, K) pour créer un logement ponctuel.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (1) est lui-même un objet bijou, par exemple une bague, un pendentif,
un corps de montre, des lunettes, un objet décoratif ou similaire.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le système de logement et le bijou et le support sont prémontés et en ce que le support est relié à un objet qui est par exemple en bois ou en pierre naturelle.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le bijou (2) est logé de façon mobile sur le système de logement (7).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le système de logement (7) est logé de façon mobile sur le support (1) et est de
préférence lui-même un objet bijou.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le bijou (2) et/ou le système de logement (7) sont susceptibles d'effectuer une rotation
complète de 360° autour d'un axe virtuel (A) entre les éléments de logement (4, 5)
du bijou (2) et les éléments de logement (3, 6) du support (1) ou le système de logement
(7) qui y est ancré ou entre des éléments de logement (10, 11) du système de logement
(7) et des éléments de logement (12, 13) du support (1), en donnant l'impression optiquement
agrandie d'un corps symétrique en rotation.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le mouvement et l'immobilisation du bijou (2), le cas échéant du système de logement
(7) s'effectue par des aimants permanents (14).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'entre le système de logement (7) et le support (1) est susceptible de se créer une
liaison par complémentarité de forme et/ou de force et/ou par matière.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le système de logement (7) forme un cintrage dont le rayon (RL) est légèrement supérieur
à l'état monté au rayon (RN) de la rainure formant également un cintrage du support
(1).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les éléments de logement (3, 6) du système de logement (7) présentent un écart initial
(AA) défini par rapport aux éléments de logement (4, 5) du bijou (2).
11. Dispositif selon la revendication 10, en association avec la revendication 9, caractérisé en ce que les rayons de la rainure et du système de logement (7) sont pratiquement identiques
à l'état monté, l'écart initial (AA) entre les éléments de logement (3, 6) du système
de logement (7) et les éléments de logement (4, 5) du bijou (2) étant réduit à zéro
par déformation du système de logement (7).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que les éléments de logement (12, 13) du support (1) et les éléments de logement (4,
5) du bijou (2) sont disposés à l'état monté sur un axe virtuel (A) autour duquel
le bijou est rotatif.
13. Procédé de montage d'un dispositif de présentation d'un bijou selon l'une quelconque
des revendications 10 à 12,
- un système de logement (7) étant d'abord relié avec un bijou (2) de façon imperdable
et lâche par l'intermédiaire d'éléments de logement (3, 4, 5, 6) se faisant face (comme
des tenons (3, 6) et des évidements (4, 5),
- le système de logement (7) étant inséré dans une système de réception (15) d'un
support (1),
- pendant l'insertion du système de logement (7) dans le système de réception (15),
une déformation du système de logement (7) ayant lieu, en ce que les éléments de logement
(3, 6) du système de logement (7) sont déplacés les uns vers les autres en direction
des éléments de logement (4, 5) du bijou (2), jusqu'à ce que le logement soit totalement
réalisé et
- en fonction de la conception des éléments de logement (3, 4, 5, 6) (comme des tenons
(3, 6) et des évidements (4, 5) le bijou étant logé de façon fixe ou mobile.