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(11) |
EP 2 024 237 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.06.2011 Patentblatt 2011/24 |
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Anmeldetag: 12.04.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/053575 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/128648 (15.11.2007 Gazette 2007/46) |
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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM VERSTÄRKEN EINES BLISTERS
DEVICE AND METHOD FOR REINFORCING A BLISTER
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ PERMETTANT DE RENFORCER UN BLISTER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
10.05.2006 DE 102006021978
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.02.2009 Patentblatt 2009/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- RAPP, Reinhard
70563 Stuttgart (DE)
- STROINSKI, Uwe
71336 Waiblingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 694 295
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US-A- 4 958 736
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung und einem Verfahren zum Verstärken eines
Blisters nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche. Aus der
EP 1389 166 B1 ist bereits eine Vorrichtung zum Einschieben von Packgut in Packmittel, insbesondere
von Blisterstreifen in Faltschachteln, bekannt. Nach Einschieben der Blister in die
Faltschachtel wird diese in konventioneller Weise verschlossen. Diese Vorrichtung
muss jedoch modifiziert werden, wenn ein Blisterstreifen anstelle in einer konventionellen
Faltschachtel in einer so genannten Wallet-Verpackung - eine in Form einer Brieftasche
aufklappbare und wieder verschließbare Faltschachtel - aufbewahrt werden sollen. Der
aufzubewahrende Blister ist mit dieser Verpackung zu verbinden und daher größeren
mechanischen Belastungen ausgesetzt. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
gattungsgemäße Vorrichtung so zu modifizieren, dass eine stabile Wallet-Verpackung
einfach hergestellt werden kann. Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der
unabhängigen Ansprüche.
[0002] Aus der
US-A.3,694,295 ist bereits eine Maschine zur Versiegelung bedruckter Karten für befüllte Blisterkarten
bekannt. Jede Blisterkarte besteht aus mehreren Schichten, um eine relativ stabile
Verpackung für Tabletten oder ähnliches zu gewährleisten.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäßes Verfahren zum Verstärken
eines Blisters weisen demgegenüber den Vorteil auf, dass der Blister durch Aufsetzen
einer Karte stabilisiert wird. Diese Art der Stabilisierung eignet sich auch für eine
bessere Verbindung des Packguts mit der Wallet-Verpackung. Denn durch Verleimen der
den Blister überdeckenden Karte wird der Blister stabilisiert und im Wallet in Lage
gehalten. Die Zentriermittel tragen zu einer sehr exakten Positionierung des Blisters
bei. Die Karte kann so auf den Blister aufgesetzt werden, dass die Ausnehmungen die
Näpfe gleichmäßig umschließen. Dadurch verbessert sich auch das optische Erscheinungsbild
des Blisters in der Wallet-Verpackung. Erfindungsgemäß ist als Zentriermittel zumindest
eine in Laufrichtung orientierte Führungsschiene vorgesehen, die zur Zentrierung des
Blisters mit zumindest einem Napf des Blisters zusammenwirkt und die quer zur Laufrichtung
einer Becher aufweisenden Packgutkette so positioniert ist, dass sie im Zwischenraum
zwischen zwei quer zur Laufrichtung voneinander beabstandeten Bechern liegt. Diese
vorzugsweise im mittleren Bereich des Blisters einwirkende Führungsschiene richtet
den Blister noch genauer aus, da insbesondere wegen der zu erzielenden Überdeckung
der Näpfe durch die Karte deren Position exakt stimmen muss. Diese Art der Zentrierung
trägt weiter zu Positioniergenauigkeit bei.
[0004] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Zentriermittel einstellbar
auf verschiedene Blistergeometrien ausgeführt sind. Damit lässt sich dieselbe Vorrichtung
für unterschiedliche Blister- beziehungsweise Napfgeometrien verwenden.
[0005] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass als Zentriermittel zumindest
eine weitere Führungsschiene verwendet ist, an der zumindest eine parallel zur Laufrichtung
befindliche Seitenkante des Blisters oder des Napfs geführt ist. Diese Art der Zentrierung
bringt auf einfache Weise die Blister in eine Grobposition.
[0006] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass ein Stempel als Teil der
Einsetzvorrichtung verwendet ist, der mit Hilfe von Unterdruck die Karte auf den Blister
aufsetzt. Dank der Verwendung von Unterdruck können auch unterschiedliche Kartengrößen
sicher entnommen und eingesetzt werden, ohne den Stempel wechseln zu müssen.
[0007] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Stempel die Karte gegen
den Blister drückt. Dadurch kann schneller eine Leimverbindung zwischen Karte und
Blister erzielt werden, ohne eine zusätzliche Vorrichtung hierfür vorzusehen.
[0008] Weitere zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus weiteren abhängigen Ansprüchen
und aus der Beschreibung.
Zeichnung
[0009] Ein Ausführungsbeispiel des stabilisierten Blisters mit der entsprechenden Vorrichtung
zum Verstärken des Blisters ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben.
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht des Blisters mit den aufgetragenen Leimpunkten,
- Figur 2
- die zur Stabilisierung des Blisters verwendete Karte,
- Figur 3
- den mit der Karte stabilisierten Blister,
- Figur 4
- der in den Bechern liegende stabilisierte Blister,
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung der Packgutkette beim Durchlaufen der Zentrierung
und Leimaufbringung,
- Figur 6
- eine andere Ansicht der Packgutkette und
- Figur 7
- eine perspektivische Darstellung insbesondere der Einsetz- und An- drückvorrichtung.
[0011] Ein Blister 10 der Breite A und der Länge H umfasst mehrere Näpfe 12. Zur Stabilisierung
des Blisters 10 mit einer Karte 14 werden im mittleren Bereich zwei Leimpunkte 11
bzw. - nicht ausgefüllt angedeutet - zwei Leimraupen aufgebracht, und zwar auf der
Seite, wo sich auch die Näpfe 12 auswölben. Die Geometrie der Karte 14 ist auf die
Näpfe 12 des Blisters 10 abgestimmt. Entsprechend der Anzahl und Geometrie der Näpfe
12 sind bei der Karte 14 Aussparungen 13 vorgesehen. Jeweils an der Stirnseite der
Karte 14 befinden sich zwei im Wesentlichen halbkreisförmige Ausnehmungen 15. Zur
Stabilisierung des Blisters 10 wird die Karte 14 über den Näpfen 12 angeordnet und
zur Fixierung gegenüber den Leimpunkten 11 angedrückt. Der so stabilisierte Blister
10 wird in Bechern 26 positioniert zum Weitertransport.
[0012] Nachfolgend wird die Vorrichtung zum Verstärken des Blisters 10 beschrieben. So werden
die in Bechern 26 liegenden Blister 10 in Laufrichtung 34 transportiert und mit Hilfe
mehrerer Führungsschienen 23 zentriert. So sind zwei Führungsschienen 23 in Laufrichtung
34 montiert, die mit den Stirnseiten der Blister 10 oder den Außenkanten der äußeren
Näpfe 12 in Eingriff stehen. Vorzugsweise ist der Abstand der beiden Führungsschienen
durch Verstellmittel 22 auf die Länge H des Blisters 10 anzupassen. Die darauf folgenden
zwei ebenfalls in Laufrichtung 34 orientierten Führungsschienen 23 wirken von oben
auf den Blister 10 beziehungsweise dessen Näpfe 12 ein. Auch diese Führungsschienen
23 sind vorzugsweise quer zur Laufrichtung 34 einstellbar und insbesondere auf verschiedene
Längen H und beliebige Napfformen des Blisters 10 anzupassen. Diese Führungsschienen
23 dienen somit als Zentriermittel für die zu verstärkenden Blister 10, indem sie
mit zumindest einem Napf 12 des Blisters 10 zusammenwirken. Das heißt, dass die Unterseite
dieser Führungsschienen 23 oberhalb der Blisteroberseite, aber unterhalb der Napfoberseite
zu liegen kommen. Alternativ könnten diese letzten beiden Führungsschienen 23 auch
entfallen, sollten die ersten zwei für eine hinreichend gute Zentrierung des Blisters
10 sorgen. Die Führungsschienen 23 werden quer zur Laufrichtung 34 so positioniert,
dass sie im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Bechern 26 liegen.
[0013] Der nun zentrierte Blister 10 wird nun einer Leimstation zugeführt als Beispiel für
ein Mittel zum Auftragen eines Klebemittels auf den Blister 10 und/oder der Karte
14. Die Leimstation 21 umfasst zwei Leimköpfe 21. Die Leimköpfe 21 sind quer zur Laufrichtung
34 zueinander beabstandet, so dass bei zentriertem Blister 10 die in Figur 1 gezeigten
Leimpunkte 11 aufgebracht werden können. Alternativ können auch Leimraupen durch die
Leimköpfe 21 aufgebracht werden. Bei der Ansicht gemäß Figur 6 wird deutlich, dass
die in der Leimstation entfernt liegenden Führungsschienen 23 sich zwischen den Bechern
26 befinden, die Teile der Packgutkette 24 sind. Zuvor wurde der Blister 10 in Laufrichtung
34 durch ein Einlegesystem in die Packgutkette 24 eingezählt. Während der Bewegung
wird der Blister 10 an den Näpfen 12 durch die Führungsschienen 23 geführt und für
den Leimauftrag bis vor dem Aufsetzen der Karte 14 in Position gehalten. Die Zentriermittel
23 und die Position der Leimköpfe 21 können für beliebige Blistergrößen eingestellt
werden. Der Leimkopf 21 spritzt Heißleim auf die flachliegenden Blister 10 zwischen
den Näpfen 12 vor dem Einlaufen in die Einsetz- und Andrückvorrichtung 27.
[0014] Diese Einsetz- und Andrückvorrichtung 27 ist in Figur 7 näher gezeigt. Sie umfasst
einen Stempel 25, der in vertikaler Richtung und quer zur Laufrichtung 34 bewegbar
ist. Der Stempel 25 setzt die Karte 14 auf den Blister 10 auf und drückt insbesondere
die Karte 14 an den Leimpunkten 11 an. Die Karte 14 liegt in einer nicht gezeigten
Kassette bereit und wird durch den Stempel 25 mittels integrierter Saugnäpfe entnommen,
in Lage geführt und auf den Blister 10 aufgedrückt. Der Stempel 25 der Einsetz- und
Andrückvorrichtung 27 kann statt mit Pneumatikzylindern auch mit Servomotoren oder
einem Linearantrieb angetrieben sein. Die Antriebsmittel des Stempels 25 wurden aus
Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0015] Der in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Blister 10, der durch die Karte 14 stabilisiert
wurde, wird in einem so genannten Wallet verpackt. Dieses Wallet ist als modifizierte
Faltschachtel ausgeführt und lässt sich wie eine Brieftasche auffalten und wieder
verschließen. Es schützt den in dieser Faltschachtel später zu fixierenden Blister
10. Das Fixieren kann beispielsweise durch Einklappen und Verkleben der Decklaschen
des Wallets auf dem Blister 10 bzw. der Karte 14 erfolgen. Um die Wiederverschließbarkeit
der Wallet-Verpackung zu erreichen, ist ein Überlappungsbereich der aufzuklappenden
Faltschachtel vorgesehen, in dem sich ein Leimauftrag befindet. Um nun eine größere
Stabilität der Wallet-Verpackung zu gewährleisten, ist nun erfindungsgemäß vorgesehen,
den Blister 10 mit der Karte 14 zu überdecken.
[0016] Die entsprechende Vorrichtung zum Verstärken des Blisters ist in den Figuren 4 bis
7 näher dargestellt. Im Wesentlichen werden folgende Verfahrensschritte durchlaufen.
Der Blister 10 wird in Laufrichtung 34 durch ein nicht näher gezeigtes Einlegesystem
der Packgutkette 24 zugeführt. Durch die als Zentriermittel wirkenden Führungsschienen
23 wird der Blister 10 zentriert. Durch diese Zentrierung wird sichergestellt, dass
positionsgenau Leimpunkte 11 und anschließend die Karte 14 aufgebracht werden können.
Der zentrierte Blister 10 wird in den Arbeitsbereich einer Leimstation gebracht, die
beispielsweise zwei Leimköpfe 21 umfasst. Anschließend wird auf den zentrierten Blister
10 zumindest ein Leimpunkt 11 oder eine Leimraupe aufgetragen, und zwar auf der Seite
des Blisters 10, auf der sich auch die Näpfe 12 auswölben. Der zentrierte und mit
Leimpunkten 11 versehene Blister 10 wird von der Packgutkette 24 in den Arbeitsbereich
der Einsetz- und Andrückvorrichtung 27 bewegt. Die Einsetz- und Andrückvorrichtung
27 umfasst einen Stempel 25, der die Kartenführung, das Aufsetzen der Karte 14 auf
den Blister 10 sowie das Andrücken der Karte 14 auf die Leimpunkte 11 des Blisters
10 durchführt. Das Andrücken kann gegebenenfalls auch unterbleiben. Wesentlich jedoch
ist das Aufbringen der Karte 14 auf den Blister 10, um mit diesem über die Leimpunkte
11 eine stabilisierende Verbindung einzugehen. Die Einsetzvorrichtung 27 wird durch
in einer Kassette liegende Karten 14 gespeist, wobei der Stempel 25 die bereitliegende
Karte 14 durch Unterdruck ansaugt und auf den bereitstehenden Blister 10 aufsetzt.
Die Karte 14 wird so positioniert, dass ihre Aussparungen 13 die Näpfe 12 des Blisters
10 überdecken. In einem nächsten Schritt wird der durch die Karte 14 stabilisierte
Blister 10 aus dem Arbeitsbereich der Einsetz- und Andrückvorrichtung 27 gebracht
durch eine Weiterbewegung der Packgutkette 34 in Laufrichtung 34.
[0017] Die Einsetzvorrichtung 27 kann sowohl bei einer getakteten wie auch bei einer kontinuierlich
arbeitenden Maschine, vorzugsweise einer Kartoniermaschine, eingesetzt werden. Bei
einer kontinuierlich arbeitenden Kartoniermaschine muss die Einsetzstation 27 dann
mitlaufend ausgeführt werden. Die Einsetzvorrichtung 27 dient allgemein dazu, Blister
10 und Karte 14 zusammenzuführen. Dies kann entweder - wie beschrieben - geschehen,
indem die Einsetzvorrichtung 27 die Karte 14 entnimmt und auf den Blister 10 aufsetzt.
Auch möglich wäre das Entnehmen des Blisters 10 und Aufsetzen auf die bereitliegende
Karte 14.
[0018] Als Mittel zum Auftragen eines Klebemittels auf den Blister 10 und/oder der Karte
14 können unterschiedliche Vorrichtungen zum Einsatz kommen. Als Klebemittel eignet
sich auch beidseitig klebendes Klebeband oder Klebefolie, welche von der Vorrichtung
abgerollt und auf Blister 10 oder Karte 14 aufgetragen und anschließend abgetrennt
wird. Das Klebemittel kann entweder auf den Blister 10 oder auf die Karte 14 aufgetragen
werden. In der gezeigten Vorrichtung erfolgt die Leimaufbringung beispielhaft auf
den Blister 10.
[0019] Die Vorrichtung zum Verstärken eines Blisters zeichnet sich insbesondere durch hohe
Flexibilität aus. So muss sichergestellt werden, dass unterschiedliche Blistergrößen
A, H verarbeitet werden können. Hierzu sind die Führungsschienen 23, die als Zentriermittel
dienen, einstellbar ausgeführt. Sie lassen sich insbesondere quer zur Laufrichtung
34 verstellen. Dadurch lassen sie sich leicht auf variierende Außenmaße des Blisters
10 bzw. unterschiedliche Größen der Näpfe 12 anpassen. Beispielsweise mittels der
vorderen Führungsschienen 23 lassen sich die Außenmaße anpassen, während die nachfolgenden
zwei Führungsschienen 23 auf den jeweiligen Abstand der Näpfe 12 und somit der Napfgeometrie
auszurichten sind. Durch das Zusammenwirken von Bechern 26 der Packgutkette 24 mit
den Führungsschienen 23, insbesondere die Anordnung der Führungsschienen 23 zwischen
den Bechern 26, ist die Anordnung sehr formatflexibel. Die Becher 26 lassen sich in
Laufrichtung 34 gegeneinander verschieben, so dass sich die Packgutkette 24 leicht
auf Blister 10 unterschiedlicher Breite A anpassen lässt. In der Regel kommt in dem
Zwischenraum zwischen zwei quer zur Laufrichtung 34 voneinander beabstandeter Becher
26 zumindest ein Napf 12 zu liegen, dessen Rand von zumindest einer Führungsschiene
23 zur Zentrierung verwendet werden kann. Alternativ könnte eine Zentrierung auch
der Karte 14 erfolgen, beispielsweise ebenfalls mit Führungsschienen. Wesentlich ist,
dass Blister 10 und Karte 14 in eine definierte, exakte Position gelangen vor ihrem
Zusammenführen.
[0020] Auch die Leimköpfe 21 sind verstellbar ausgeführt. Somit lassen sich die Leimpunkte
11, abhängig von der jeweiligen Blisterdimension, an den geeigneten Stellen anbringen.
Die Leimköpfe 21 lassen sich insbesondere quer zur Laufrichtung 34 der Packgutkette
24 verschieben. Entsprechend ist auch die Einsetz- und Andrückvorrichtung 27 so ausgelegt,
dass unterschiedliche Kartengrößen bedient werden können. Insbesondere bei der Verwendung
von Unterdruck zum Transport der Karte 14 von der Kassette auf den Blister 10 kann
diese Vorrichtung unter Umständen mehrere Kartengrößen 14 bedienen, so dass ein Wechsel
des Stempels 25 nicht unbedingt erforderlich ist.
[0021] Der mit der Karte 14 stabilisierte Blister 10 wird in einem nicht gezeigten, nachfolgenden
Arbeitsgang in eine Wallet-Faltschachtel eingeführt, wobei seitlich an der Wallet-Faltschachtel
angebrachte Decklaschen in das Innere der Wallet-Faltschachtel geklappt werden und
- ebenfalls mit Leim versehen - mit der Karte 14 des stabilisierten Blisters 10 verbunden
werden. Die Verwendung des stabilisierten Blisters 10 eignet sich zwar bevorzugt für
die Unterbringung in einer Wallet-Verpackung, es können jedoch genauso gut auch andere
Verpackungen zum Einsatz kommen.
1. Vorrichtung zum Verstärken eines Blisters, mit Zentriermitteln (23), welche den Blister
(10) und/oder eine Karte (14) in eine bestimmte Lage bringen, mit Mitteln (21) zum
Auftragen eines Klebemittels (11) auf den Blister (10) und/oder auf die Karte (14),
wobei die Karte (14) zumindest eine Aussparung (13) umfasst, die auf die Geometrie
eines Napfes (12) des Blisters (10) abgestimmt ist, sowie mit zumindest einer Einsetzvorrichtung
(25, 27), die Karte (14) und Blister (10) zusammenführt, wobei als Zentriermittel
zumindest eine in Laufrichtung (34) orientierte Führungsschiene (23) vorgesehen ist,
die zur Zentrierung des Blisters (10) mit zumindest einem Napf (12) des Blisters (10)
zusammenwirkt und die quer zur Laufrichtung (34) einer Becher (26) aufweisenden Packgutkette
(24) so positioniert ist, dass sie im Zwischenraum zwischen zwei quer zur Laufrichtung
(34) voneinander beabstandeten Bechern (26) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriermittel (23) einstellbar auf verschiedene Blistergeometrien ausgeführt
sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine weitere Führungsschiene (23) vorgesehen ist, an der zumindest eine
Seitenkante des Blisters (10) geführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stempel (25) als Teil der Einsetzvorrichtung (27) verwendet ist, der mit Hilfe
von Unterdruck die Karte (14) auf den Blister (10) aufsetzt.
5. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (25) die Karte (14) gegen den Blister (10) drückt.
6. Verfahren zum Verstärken eines Blisters (10) mit einer Karte (14),wobei die Karte
(14) zumindest eine Aussparung (13) umfasst, die auf die Geometrie zumindest eines
Napfes (12) des Blisters (10) abgestimmt ist,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Zentrieren des Blisters (10) und/oder der Karte (14), indem zumindest eine in Laufrichtung
(34) orientierte Führungsschiene (23) vorgesehen ist, die zur Zentrierung des Blisters
(10) mit zumindest einem Napf (12) des Blisters (10) zusammenwirkt und die quer zur
Laufrichtung (34) einer Becher (26) aufweisenden Packgutkette (24) so positioniert
ist, dass sie im Zwischenraum zwischen zwei quer zur Laufrichtung (34) voneinander
beabstandeten Bechern (26) liegt,
- Zusammenführen von Blister (10) und Karte (14) so, dass zumindest eine Aussparung
(13) der Karte (14) zumindest einen Napf (12) des Blisters (10) umschließt.
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zusammenführen von Blister (10) und Karte (14) Klebemittel wie zumindest
ein Leimpunkt (11), Leimraupe oder Klebstreifen (14) auf den Blister (10) und/oder
die Karte (14) aufgebracht werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, gekennzeichnet durch Andrücken von Blister (10) und/oder Karte (14).
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stempel (25) unter Anlegen eines Vakuums Blister (10) und Karte (14) zusammenführt.
1. Apparatus for reinforcing a blister, having centring means (23), which move the blister
(10) and/or a card (14) into a certain position, having means (21) for applying an
adhesive (11) to the blister (10) and/or to the card (14), wherein the card (14) comprises
at least one aperture (13) coordinated with the geometry of a cavity (12) of the blister
(10), and having at least one insertion apparatus (25, 27), which brings the card
(14) and blister (10) together, wherein the centring means provided is at least one
guide rail (23) which is oriented in a running direction (34), interacts with at least
one cavity (12) of the blister (10), for the purpose of centring a blister (10), and
is positioned transversely to the running direction (34) of a packaging-contents chain
(24), containing protuberances (26), such that it is located in the interspace between
two protuberances (26), which are spaced apart from one another transversely to the
running direction (34).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the centring means (23) are configured such that they can be adjusted to various
blister geometries.
3. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized by the position of at least one further guide rail (23), on which at least one side
edge of the blister (10) is guided.
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a ram (25) is used as part of the insertion apparatus (27), this ram positioning
the card (14) on the blister (10) with the aid of negative pressure.
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the ram (25) presses the card (14) against the blister (10).
6. Method for reinforcing a blister (10) with a card (14), wherein the card (14) comprises
at least one aperture (13) coordinated with the geometry of at least one cavity (12)
of the blister (10),
characterized by the following method steps:
- centring the blister (10) and/or the card (14) by the provision of at least one
guide rail (23) which is oriented in the running direction (34), interacts with at
least one cavity (12) of the blister (10), for the purpose of centring the blister
(10), and is positioned transversely to the running direction (34) of a packaging-contents
chain (24), containing protuberances (26), such that it is located in the interspace
between two protuberances (26), which are spaced apart from one another transversely
to the running direction (34),
- bringing the blister (10) and card (14) together such that at least one aperture
(13) of the card (14) encloses at least one cavity (12) of the blister (10).
7. Method according to the preceding claim, characterized in that, prior to the blister (10) and card (14) being brought together, adhesive such as
at least one spot (11) of glue, line of glue or adhesive strip is applied to the blister
(10) and/or the card (14).
8. Method according to one of the preceding method claims, characterized by the blister (10) and/or card (14) having pressure exerted on them.
9. Method according to one of the preceding method claims, characterized in that a ram (25) brings the blister (10) and card (14) together under the application of
a vacuum.
1. Dispositif pour renforcer un blister, comprenant des moyens de centrage (23), qui
amènent le blister (10) et/ou une carte (14) dans une position déterminée, comprenant
des moyens (21) pour appliquer un adhésif (11) sur le blister (10) et/ou sur la carte
(14), la carte (14) comprenant au moins un évidement (13) qui est adapté à la géométrie
d'une cupule (12) du blister (10), et comprenant au moins un dispositif d'insertion
(25, 27) qui assemble la carte (14) et le blister (10), au moins un rail de guidage
(23) orienté dans la direction d'avance (34) étant prévu comme moyen de centrage,
lequel coopère avec au moins une cupule (12) du blister (10) pour effectuer le centrage
du blister (10) et est positionné transversalement à la direction d'avance (34) d'une
chaîne de produits d'emballage (24) présentant des godets (26) de telle sorte qu'il
se trouve dans l'espace intermédiaire entre deux godets (26) espacés l'un de l'autre
transversalement à la direction d'avance (34).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de centrage (23) sont réalisés de manière ajustable à différentes géométries
de blisters.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un rail de guidage supplémentaire (23) est prévu, sur lequel est guidée au
moins une arête latérale du blister (10).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un poinçon (25) est utilisé comme pièce du dispositif d'insertion (27), lequel place,
avec l'aide d'une dépression, la carte (14) sur le blister (10).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le poinçon (25) presse la carte (14) contre le blister (10).
6. Procédé pour renforcer un blister (10) avec une carte (14), la carte (14) comprenant
au moins un évidement (13) qui est adapté à la géométrie d'au moins une cupule (12)
du blister (10),
caractérisé par les étapes de procédé suivantes:
- centrage du blister (10) et/ou de la carte (14), en prévoyant au moins un rail de
guidage (23) orienté dans la direction d'avance (34), lequel coopère avec au moins
une cupule (12) du blister (10) pour centrer le blister (10) et est positionné transversalement
à la direction d'avance (34) d'une chaîne de produits d'emballage (24) présentant
des godets (26) de telle sorte qu'il se trouve dans l'espace intermédiaire entre deux
godets (26) espacés l'un de l'autre transversalement à la direction d'avance (34),
- assemblage du blister (10) et de la carte (14) de telle sorte qu'au moins un évidement
(13) de la carte (14) entoure au moins une cupule (12) du blister (10).
7. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce qu'avant l'assemblage du blister (10) et de la carte (14), des moyens adhésifs comme
au moins un point de colle (11), un cordon de colle ou un ruban adhésif (14) sont
appliqués sur le blister (10) et/ou sur la carte (14).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes relatives au procédé,
caractérisé par le pressage du blister (10) et/ou de la carte (14).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications relatives au procédé, caractérisé en ce qu'un poinçon (25) assemble le blister (10) et la carte (14) par application d'un vide.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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