| (19) |
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(11) |
EP 2 100 343 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.06.2011 Patentblatt 2011/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/010633 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/068025 (12.06.2008 Gazette 2008/24) |
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| (54) |
FERRITFILTER AUS BLENDENGEKOPPELTEN FLOSSENLEITUNGEN
FERRITE FILTER FROM IRIS-COUPLED FINLINES
FILTRE DE FERRITE COMPOSÉ DE CONDUITES EN AILERON À COUPLAGE D'IRIS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.12.2006 DE 102006058227
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.09.2009 Patentblatt 2009/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG |
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81671 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STERNS, Michael
91052 Erlangen (DE)
- SCHNEIDERBANGER, Dirk
91056 Erlangen (DE)
- REHNER, Robert
90451 Nürnberg (DE)
- SCHMIDT, Lorenz-Peter
91093 Hessdorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Körfer, Thomas |
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Mitscherlich & Partner
Patent- und Rechtsanwälte
Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- CARTER, PHILIP S.: "Side-Wall-Coupled, StripTransmission-Line Magnetically Tunable
Filters Employing Ferrimagnetic YIG Resonators" IEEE TRANSACTIONS ON MICROWAVE THEORY
AND TECHNIQUES, Bd. MTT-13, Nr. 3, Mai 1965 (1965-05), Seiten 306-315, XP001367185
USA
- UHER J ET AL: "COMPUTER-AIDED DESIGN AND IMPROVED PERFORMANCE OF TUNABLE FERRITE-LOADED
E-PLANE INTEGRATED CIRCUIT FILTERS FOR MILLIMETER-WAVE APPLICATIONS" IEEE TRANSACTIONS
ON MICROWAVE THEORY AND TECHNIQUES, IEEE SERVICE CENTER, PISCATAWAY, NJ, US, Bd. 36,
Nr. 12, 1. Dezember 1988 (1988-12-01), Seiten 1841-1849, XP000035420 ISSN: 0018-9480
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gemäß dem Stand der Technik besitzen abstimmbare Bandpassfilter Resonatorelemente
aus Ferriten, bei denen die Resonanzfrequenz über ein externes magnetisches Gleichfeld
eingestellt wird. Die Resonatoren sind meistens kugelförmig, da diese Form technisch
verhältnismäßig leicht in den für den Einsatz bei hohen Frequenzen erforderlichen
Dimensionen (Kugeldurchmesser ≤ 0,3mm), gefertigt werden kann. Ein Grund kugelförmige
Resonatoren einzusetzen ist der lineare Zusammenhang zwischen der Resonanzfrequenz
und dem Betrag des externen magnetischen Gleichfelds.
[0002] Als Material für die Resonatoren wird bei Frequenzen bis ca. 50GHz YIG (Yittrium
Iron Granet) eingesetzt. Für Frequenzen oberhalb von 50GHz erweist sich die Verwendung
von Hexaferriten als vorteilhaft. Aufgrund ihrer Kristallstruktur besitzen Hexaferrite
ein Anisotropiefeld, welches bei entsprechender Ausrichtung zum externen magnetischen
Gleichfeld die Einstellung hoher Resonanzfrequenzen bei deutlich niedrigeren Feldstärken
des Gleichfeldes ermöglicht, als dies beim Einsatz von YIG der Fall ist. Durch diese
Eigenschaft der Hexaferrite wird gemäß dem Stand der Technik die technisch anspruchsvolle
Erzeugung hoher magnetischer Feldstärken für die Einstellung hoher Resonanzfrequenzen
umgangen.
[0003] Geschirmte (Suspended) Streifenleitungen befinden sich beispielhafterweise in vollständig
aus Metall gefrästen Kanälen. Diese Kanäle sind lediglich über eine kreisförmige Koppelöffnung
(Iris) miteinander verbunden. Der Stand der Technik geht davon aus, dass die Leitungen
senkrecht zueinander stehen, was aufgrund der Orthogonalität der elektromagnetischen
Felder zu einer hohen Entkopplung außerhalb der Resonanz führt, wobei die Kugeln bei
diesem Aufbau wie bei vielen anderen Koppelstrukturen gemäß des Standes der Technik
in der Nähe eines Kurzschlusses angebracht sind. Der Grund hierfür ist, dass die Ankopplung
der Resonatoren, insbesondere der Resonatorkugeln über das magnetische Feld (HF-Feld)
erfolgt, welches im Bereich des Kurzschlusses maximal ist. Da dieses Maximum unabhängig
von der Frequenz gemäß dem Stand der Technik im Kurzschlussbereich auftritt, wird
eine gute Ankopplung der Kugeln im Resonanzfall über einen großen Frequenzbereich
ermöglicht.
[0004] Ferner wird im Resonanzfall durch die Ferriteigenschaften der Kugeln eingespeiste
Feldenergie in Richtung der Blende abgestrahlt, wodurch es - anders als außerhalb
des Resonanzfalls - zu einer erhöhten Energieübertragung zwischen Filtereingang und
Filterausgang kommt.
[0005] Eine Möglichkeit, die Einfügedämpfung des Filters unter sonst gleichen Vorraussetzungen
(gleiche Linienbreite der Resonanzkurve des Resonators, gleiche Sättigungsmagnetisierung
des Resonators und gleicher Durchmesser der Iris) zu verringern, besteht gemäß dem
Stand der Technik in dem Einsatz von inversen geschirmten (suspended) Streifenleitungen.
Bei diesem Leitungstyp ist der Mittelleiter auf der zum Resonator bzw. zur Resonatorkugel
gerichteten Seite des Substrats angebracht, wobei die Resonatoren weiterhin mit den
damit verbundenen Nachteilen im Kurzschlussbereich angeordnet sind.
[0006] Beim Stand der Technik ist es von Nachteil, wenn im Kurzschlussbereich zweier metallischer
Streifen innerhalb des Kopplungsbereiches das Magnetfeld eine erhebliche Komponente
parallel zur Transportrichtung der ausgekoppelten Welle aufweist. Dadurch können bei
der Ankopplung störende Nebenmoden angeregt werden.
[0008] In der
US 4,888,569 B1 werden Koppelstrukturen mit vier Resonatorkugeln zum Aufbau magnetisch abstimmbarer
Filter aufgeführt. Aus diesem Patent geht beispielsweise ein variabler Bandpass für
Frequenzen innerhalb eines Frequenzbereichs von maximal einem Hohlleiterband z.B.
50-75 GHz hervor. Der variable Bandpass umfasst einen Eingangshohlleiter, einen Ausgangshohlleiter
und einen Übergangshohlleiter, welche für die Ausbreitung eines TE
10 Wellenmodes ausgelegt sind. Das Ende des mit einer Kurzschlusswand terminierten Eingangshohlleiters,
der Anfang des Ausgangshohlleiters, der ebenfalls mit einer Kurzschlusswand versehen
ist und der in Richtung des extern angelegten homogenen Magnetfelds unterhalb des
Eingangshohlleiters und des Ausgangshohlleiters angebrachte Übergangshohlleiter, ist
im Betrieb des Filters zwischen zwei Magnetpolen angeordnet, die das für die Einstellung
einer Resonanzfrequenz veränderbare Magnetfeld zuführen. Eingangshohlleiter und Ausgangshohlleiter
weisen in Richtung der Wellenpropagation ein rechteckiges Profil auf, das im Koppelbereich
eine deutlich kleinere Querschnittsfläche aufweist als am Verbindungsflansch. Der
Koppelbereich des variablen Bandpasses umfasst die vier nahe an einer Kurzschlusswand
angebrachten Resonatorkugeln und jeweils das verjüngte Ende des Eingangshohlleiters
und des Ausgangshohlleiters sowie den Übergangshohlleiter mit konstanter Querschnittsfläche.
[0009] Ein Nachteil des in der
US 4,888,569 B1 beschriebenen variablen Bandpasses besteht darin, dass im Resonanzfall die Feldverteilung
der auszukoppelnden Welle im Koppelbereich ungünstig ist, da diese in einem Hohlleiter
geführt ist, dessen Profil sich senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der auszukoppelnden
Welle zum Koppelbereich hin verkleinert. Dadurch kommt es zu unerwünschten Reflexionen,
die destruktiv überlappen und somit den Betrag der durch die einlaufende Welle transportierten
Energie mindern. Dieser Effekt betrifft auch die im Ausgangshohlleiter auslaufende
Welle, die nun eine definierte Frequenz aufweist, so dass insgesamt bezogen auf den
Eingang des Eingangshohlleiters und den Ausgang des Ausgangshohlleiters die Einfügedämpfung
erhöht ist, da die Feldverteilungen im Koppelbereich wegen der sich verjüngenden Geometrie
der Hohlleiter gestört sind.
[0010] Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Bandbreite des Hohlleiterkonzepts.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein magnetisch durchstimmbares Filter
für hohe Frequenzen zu schaffen, welches im Resonanzfall eine möglichst niedrige Einfügedämpfung
und im Entkopplungsfall eine sehr hohe Isolation von Filtereingang und Filterausgang
aufweist und dessen Kopplungsstruktur keine störenden Nebenmoden anregt.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das in Anspruch 1 beschriebene magnetisch
durchstimmbare Filter gelöst.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Filters sind in den auf Anspruch
1 rückbezogenen Unteransprüchen beschrieben.
[0014] Das erfindungsgemäße Filter ist in einem Filtergehäuse mit zwei Filterarmen integriert
und weist zwei durchstimmbare und aus magnetisierbarem Material bestehende Resonatorkugeln
auf, die übereinander in den beiden Filterarmen angeordnet sind. Zumindest einer der
Filterarme weist eine Substratschicht auf, die mit einer in Richtung eines elektrischen
Anschlusses verlaufenden Flossenleitung oder Schlitzleitung beschichtet ist. Beide
Filterarme sind durch eine gemeinsame Koppelöffnung verbunden, wobei jeweils eine
Resonatorkugel auf jeder Seite der Koppelöffnung innerhalb der beiden Filterarme positioniert
ist.
[0015] Ein besonderer Vorteil des Einsatzes einer Flossenleitung für das erfindungsgemäße
magnetisch durchstimmbare Filter ergibt sich aus der nur schwach ausgeprägten Komponente
des magnetischen HF-Feldes (Hochfrequenz-Feldes) in Ausbreitungsrichtung der ausgekoppelten
elektromagnetischen Welle (x-Richtung). Das Magnetfeld im Bereich der Resonatorkugel
weist vorteilhafterweise nur eine sehr schwache Komponente in x-Richtung auf. Durch
diese Eigenschaften der Feldverteilung wird der 210-Nebenmode nur sehr schwach angeregt,
so dass die unerwünschte Nebenresonanz vorteilhafterweise nur deutlich abgeschwächt
in der Resonanzkurve erscheint.
[0016] Ferner ist es von Vorteil, dass beide Filterarme übereinander angeordnet sind, so
dass die beiden Resonatorkugeln nun nicht mehr nebeneinander, sondern übereinander
positioniert sind. Dies zieht weitere Vorteile bei der Integration des erfindungsgemäßen
Filters zusammen mit weiteren Bauteilen in ein gemeinsames Gehäuse nach sich. So können
in ein Gehäuse mit einer bestimmten und begrenzten Grundfläche nun mehr Bauteile um
das erfindungsgemäße Filter eingesetzt werden, da dieses vorteilhafterweise eine geringere
seitliche Ausdehnung aufweist.
[0017] Vorteilhafterweise sind die inneren Strukturen, die durch eine Abfolge der verschiedenen
Schichten definiert sind, bei beiden Filterarmen analog aufgebaut, was die Herstellung
des erfindungsgemäßen Filters vereinfacht.
[0018] Eine Realisierung der Koppelöffnung als Einfach-Spalt oder als Lochblende mit einem
beliebigen freien Querschnitt ist ebenfalls einfach herzustellen.
[0019] Vorteilhafterweise hat die Koppelöffnung einen freien Querschnitt, dessen Flächeninhalt
mindestens dem Flächeninhalt einer Äquatorialfläche einer Resonatorkugel entspricht.
Dadurch ist gewährleistet, dass inhomogene Feldbereiche (Randeffekte) von den Wänden
jenseits der Koppelöffnung abgeschirmt werden, so dass der Kopplungsmechanismus über
Elektronenspinresonanz nur in einem homogenen Feldbereich, in welchem sich die beiden
Resonatorkugeln befinden, auftreten kann.
[0020] Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn die Metallstreifen der Flossenleitung seitlich
mit Indiumlot verlötet sind.
[0021] Von Vorteil ist außerdem, wenn die Resonatorkugel jeweils innerhalb des Filterarms
über einem Leerlaufbereich angeordnet ist, wobei der Leerlaufbereich die Metallstreifen
der Flossenleitung an ihren Enden von einander isoliert und gleichzeitig auch noch
einen isolierten Bereich gegenüber den Wänden des Filtergehäuses bildet. Durch eine
solche Anordnung ist vorteilhafterweise die Komponente des HF-Magnetfeldes in ihrem
Betrag reduziert, die störende Nebenmoden in der ausgekoppelten elektromagnetischen
Welle verursacht.
[0022] Zusätzlich ist von Vorteil, wenn ein Filterarm aus zwei unterschiedlich großen Quadern
zusammengesetzt ist, so dass der Aufbau der Substratschicht auf dem kleineren Quader
erfolgt. Dadurch ist eine stabile Befestigung der Substratschicht innerhalb eines
Filterarms gewährleistet.
[0023] Zweckmäßigerweise kann die Schichtdicke der Substratschicht variiert werden, so dass
das erfindungsgemäße magnetisch durchstimmbare Filter vorteilhafterweise in unterschiedlichen
Frequenzbändern angewendet werden kann Die Dielektrizitätskonstante des Materials
aus welchem die Substratschicht besteht ist vorteilhafterweise gering.
[0024] Vorteilhafterweise sind die Metallstreifen der Flossenleitung auf einem Substrat
aus Teflon aufgebaut, da Teflon die Eigenschaft hat, dass es stabil im Filterarm zu
verklemmen ist.
[0025] Bevorzugt haben die Resonatorkugeln einen Durchmesser von ungefähr 300µm, wobei diese
Größe bei ihrer Herstellung noch gut zu handhaben ist.
[0026] Eine spiegelbildliche Anordnung der Resonatorkugeln beiderseits der Kopplungsöffnung
wäre ebenfalls von Vorteil, da dies dazu beiträgt, den Justierungsaufwand zu reduzieren.
Insbesondere ist es von Vorteil, wenn die Resonatorkugeln jeweils direkt auf die Substratschicht
geklebt werden, so dass der Aufwand mit dem Anbringen einer geeigneten Halterung umgangen
werden kann, was vorteilhafterweise wiederum die Montage des erfindungsgemäßen Filters
erleichtert.
[0027] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Filters besteht, wenn die Resonatorkugeln
in Filterarmen mit unterschiedlicher inneren Struktur angeordnet sind. So weist ein
erfindungsgemäßes magnetisch abstimmbares Filter, welches aus einer blendengekoppelten
Mikrostreifenleitung und einer unilateralen Flossenleitung besteht eine gestreckte
Geometrie mit einer reduzierten Gesamthöhe auf. Dadurch ist das gesamte erfindungsgemäße
Filter leichter in einen engen Schlitz zwischen den Polschuhen eines Elektromagneten
einzubauen. Durch einen geringen Abstand zwischen den Polschuhen können hohe magnetische
Feldstärken mit einem reduzierten Aufwand und somit leichter erzeugt werden. Auch
auf die Homogenität des Gleichfeldes wirkt sich ein geringer Abstand vorteilhafterweise
positiv aus.
[0028] Sowohl die Struktur als auch die Betriebsweise der Erfindung sowie deren weitere
Vorteile und Aufgaben sind am besten anhand der folgenden Beschreibung in Verbindung
mit der dazugehörigen Zeichnung verständlich. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Aufbau von bislang üblichen blendengekoppelten geschirmten (Suspended) Streifenleitungen;
- Fig. 2
- die Abhängigkeit der Isolation der in Fig. 1 dargestellten Streifenleitungen von der
Frequenz;
- Fig. 3
- einen Resonanzverlauf der in Fig. 1 dargestellten Streifenleitungen in Abhängigkeit
von der Frequenz;
- Fig. 4
- einen Aufbau von bisher üblichen blendengekoppelten geschirmten (Suspended)- Streifenleitungen
in inverser Bauart;
- Fig. 5
- die Abhängigkeit der Isolation der in Fig. 4 dargestellten inversen Streifenleitungen
in Abhängigkeit von der Frequenz;
- Fig. 6
- einen Resonanzverlauf der in Fig. 4 dargestellten Streifenleitungen in Abhängigkeit
von der Frequenz;
- Fig. 7
- eine Verteilung der mx-Komponente des 210- Wellenmodes im Inneren einer Resonatorkugel;
- Fig. 8
- eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes einer herkömmlichen inversen geschirmten
(Suspended) Streifenleitung im Bereich der Resonatorkugel;
- Fig. 9
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters mit einer unilateralen Flossenleitung;
- Fig. 10
- einen beispielhaften Querschnitt durch eine unilaterale Flossenleitung;
- Fig. 11
- eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes im Bereich des Kurzschlusses einer
unilateralen Flossenleitung als Beispiel für ein besseres Verständnis der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 12
- die Beziehung zwischen einem magnetischen Gleichfeld und einem magnetischen Hochfrequenzfeld
bei Anregung der Elektronenspinresonanz als Beispiel für ein besseres Verständnis
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 13
- drei örtliche Verteilungen des magnetischen Feldes im Leerlaufbereich einer unilateralen
Flossenleitung des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters bei 50 GHz, 60 GHz und 70 GHz;
- Fig. 14
- eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filters mit einer antipodalen Flossenleitung;
- Fig. 15
- die Abhängigkeit der Isolation des erfindungsgemäßen magnetischen Filters von der
Frequenz;
- Fig. 16
- einen Resonanzverlauf des erfindungsgemäßen magnetischen Filters in Abhängigkeit von
der Frequenz;
- Fig. 17
- einen Aufbau des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen magnetischen Filters,
wobei eine schlitzförmige Blende zum Einsatz kommt;
- Fig. 18
- einen Aufbau des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen magnetischen Filters,
wobei eine Lochblende Blende zum Einsatz kommt;
- Fig. 19
- einen beispielhaften Querschnitt durch eine antipodale Flossenleitung wie sie in dem
erfindungsgemäßen Filter angewendet wird;
- Fig. 20
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters mit einer Mikrostreifenleitung sowie einer unilateralen Flossenleitung unter
Verwendung einer Lochblende;
- Fig. 21
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters mit einer Mikrostreifenleitung sowie einer unilateralen Flossenleitung unter
Verwendung einer schlitzförmigen Blende;
- Fig. 22
- eine unilaterale Flossenleitung, zur besseren Übersicht ohne Hohlleiter dargestellt,
mit einer Aussparung innerhalb der Metallisierung für eine Anwendung in einem erfindungsgemäßen
magnetisch durchstimmbaren Filter;
- Fig. 23
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters mit einer unilateralen Flossenleitung unter Verwendung einer schlitzförmigen
Blende, welche als doppelter Doppelspalt ausgebildet ist;
- Fig. 24
- das fünfte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters mit einer unilateralen Flossenleitung in beiden Filterarmen unter Verwendung
einer schlitzförmigen Blende, welche als doppelter Doppelspalt ausgebildet ist aus
Fig. 23 in einer Draufsicht;
- Fig. 25
- eine perspektivische 3D-Darstellung des fünften Ausführungsbeispiels aus Fig. 23 und
Fig. 24 mit einer Substratschicht aus Teflon;
- Fig. 26
- eine perspektivische 3D-Darstellung des Übergangs der Mikrostreifenleitung auf die
Flossenleitung bzw. Schlitzleitung des vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Filters;
- Fig. 27
- eine Draufsicht des in Fig. 26 gezeigten Übergangs;
- Fig. 28
- eine Seitenansicht des in Fig. 26 gezeigten Übergangs und
- Fig. 29
- eine Ansicht des in Fig. 26 gezeigten Übergangs von der Unterseite aus betrachtet.
[0029] Zum besseren Verständnis des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filters
wird zunächst anhand der Figuren 1 bis 8 auf bislang bei der Anmeldung übliche Bauformen
und auf deren Nachteile kurz eingegangen, bevor mit Fig. 9 ein erstes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filters 1 genauer beschrieben wird.
Dabei werden bei der Beschreibung der bislang üblichen Bauformen und der Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung für funktionsgleiche Elemente identische Bezugszeichen
verwendet.
[0030] Fig. 1 zeigt einen bislang üblichen Aufbau von blendengekoppelten geschirmten (Suspended)
Streifenleitungen, wobei eine Koppelstruktur bestehend aus zwei übereinander liegenden
und durch eine Lochblende 13 getrennten Resonatorkugeln 3a, 3b zur Ankopplung der
Verbindungsresonatoren 23 verwendet wird.
[0031] Das externe magnetische Gleichfeld H
0 zur Durchstimmung der Resonanzfrequenz ist parallel zur z-Achse des in Fig. 1 zu
sehenden Koordinatensystems ausgerichtet.
[0032] Fig. 2 zeigt die Abhängigkeit der Isolation der in Fig. 1 dargestellten Streifenleitungen
von der Frequenz der eingekoppelten elektromagnetischen Welle über einen Frequenzbereich
von 50-70 GHz. Die gezeigte Kurve der Isolation erhält man bei abgeschaltetem magnetischem
Gleichfeld H
0. Bei genügend großem Abstand von der Hauptresonanzfrequenz, d.h. wenn sich die Frequenz
der einfallenden elektromagnetischen Welle nicht in der Nähe der Hauptresonanzfrequenz
befindet, nähert sich der Verlauf der S-Parameter |s
21| bzw. |s
12| dem Verlauf der Isolationskurve an.
[0033] Fig. 3 zeigt einen Resonanzverlauf der in Fig. 1 dargestellten Streifenleitungen
in Abhängigkeit von der Frequenz der einfallenden elektromagnetischen Welle. Knapp
unterhalb einer Frequenz von 61 GHz ist die störende Nebenmode 210 ausgeprägt.
[0034] Fig. 4 zeigt einen bislang üblichen Aufbau von blendengekoppelten geschirmten (Suspended)
Streifenleitungen in inverser Bauart. Der Unterschied zu Fig. 1 besteht darin, dass
bei der inversen Bauart dieser Streifenleitung beide Metallisierungen 10 jeweils auf
der gegenüberliegenden Oberfläche 16a, 16b der Substratschicht 5 angeordnet sind.
[0035] Fig. 5 zeigt die Abhängigkeit der Isolation der in Fig. 4 dargestellten inversen
Streifenleitungen von der Frequenz. Durch die Konzentration der Feldenergie im Bereich
der Iris (Lochblende 13) wird mit den Streifenleitungen in inverser Bauart eine geringere
Entkopplung erzielt als dies, bei Verwendung der geschirmten (Suspended)-Streifenleitungen
der Fall ist.
[0036] Fig. 6 zeigt einen Resonanzverlauf der in Fig. 4 dargestellten Streifenleitungen
in Abhängigkeit von der Frequenz, wobei die störende 210-Nebenmode knapp unterhalb
einer Frequenz von 61 GHz deutlicher ausgeprägt ist als bei dem Verlauf der Resonanzkurve
in Fig. 3. Im Resonanzverlauf der Fig. 6 sieht man, dass dafür im Durchlassbereich
eine geringere Einfügedämpfung erzielt wird. Weiterhin kann man deutlich die unterhalb
der Hauptresonanz auftretende Nebenresonanz (210-Mode) erkennen. Diese unerwünschte
Nebenresonanz kommt durch Inhomogenitäten des magnetischen HF-Feldes zu Stande. Die
Verteilung der m
x-Komponente der Magnetisierung des 210-Modes im Inneren einer Resonatorkugel 3a, 3b
ist in Fig. 7 dargestellt.
[0037] Zum besseren Verständnis dieser Nebenmode zeigt Fig. 7 eine Verteilung der m
x-Komponente des 210-Wellenmodes im Inneren einer Resonatorkugel 3a, 3b. Deutlich ist
zu erkennen, dass in den jeweiligen Kugelhälften eine resultierende m
x-Komponente vorherrscht, welche das Auftreten des störenden 210-Nebenmodes bedingt.
[0038] Fig. 8 zeigt eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes einer herkömmlichen
inversen (Suspended)-Streifenleitung im Bereich der Resonatorkugel 3a, 3b. Die Anregung
des 210-Modes wird durch Inhomogenitäten der x-Komponente des magnetischen HF-Feldes
begünstigt. Wie man in Fig. 8 erkennen kann, ist bei einer (Supended)-Streifenleitung
die x-Komponente des magnetischen Feldes besonders stark ausgeprägt, weshalb auch
eine starke Anregung des 210-Modes gegeben ist. Um den 210-Mode besser zu unterdrücken,
wird eine Leitungsstruktur mit einer nur sehr schwach bis gar nicht ausgeprägten x-Komponente
des Magnetfeldes benötigt. Diese Eigenschaft wird von Flossenleitungen erfüllt, welche
erfindungsgemäß in einem magnetisch durchstimmbaren Filter eingesetzt werden.
[0039] Fig. 9 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren
Filters 1. Das erfindungsgemäße Filter 1 ist in einem Filtergehäuse 2 mit zwei Filterarmen
4a, 4b integriert und weist zwei durchstimmbare und aus magnetisierbarem Material
bestehende Resonatorkugeln 3a, 3b auf, die übereinander in den beiden Filterarmen
4a, 4b angeordnet sind. Zumindest einer der Filterarme 4a, 4b weist eine Substratschicht
5 auf, auf welcher eine in Richtung eines elektrischen Anschlusses 6 verlaufende Flossenleitung
7 oder Schlitzleitung vorgesehen ist. Beide Filterarme 4a, 4b sind im Filtergehäuse
2 übereinander angeordnet und durch eine gemeinsame Koppelöffnung 8 verbunden, wobei
jeweils eine Resonatorkugel 3a, 3b auf jeder Seite der Koppelöffnung 8 innerhalb der
beiden Filterarme 4a, 4b positioniert ist. Beide Filterarme 4a, 4b weisen eine innere
Struktur auf, welche durch eine Abfolge verschiedener Schichten definiert ist. Die
verschiedenen Schichten umfassen die Substratschicht 5 mit einer Metallisierungsschicht
10, sowie eine Luftschicht 11, welche die anderen Schichten umgibt. Die Substratschicht
5 selbst weist eine variierbare Schichtdicke 31 auf In diesem ersten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Filters 1 sind die inneren Strukturen beider Filterarme 4a,
4b zueinander symmetrisch. Als Leitungsstruktur ist eine unilaterale Flossenleitung
7 vorgesehen.
[0040] Die Substratschichten 5 der beiden Filterarme 4a, 4b befinden sich jeweils in zwei
aus Metall gefrästen oder erodierten Ausbreitungskanälen, die lediglich durch eine
kreisförmige Öffnung bzw. durch eine Lochblende 13 miteinander verbunden sind. Die
Lochblende 13 weist erfindungsgemäß einen freien Querschnitt auf, dessen Flächeninhalt
mindestens dem Flächeninhalt einer Äquatorialfläche einer Resonatorkugel 3a, 3b entspricht.
Die Resonatorkugeln 3a, 3b, die aus einem ferrimagnetischen oder einem ferro-magnetischen
Material, insbesondere einem Ferrit bestehen, sind auf gegenüberliegenden Seiten,
spiegelbildlich zu einander beiderseits der Koppelöffnung 8 bzw. der Lochblende innerhalb
eines Leerlaufbereichs 17 der Flossenleitungen 7 positioniert. Die Ankopplung der
Resonatorkugeln 3a, 3b über einen Leerlaufbereich 17 unterscheidet sich deutlich von
den herkömmlichen Konzepten, in denen die Resonatorkugeln 3a, 3b, welche einen Durchmesser
im Bereich von 100 µm bis 1000 µm aufweisen, im Bereich eines Kurzschlusses angekoppelt
werden.
[0041] Die den beiden Filterarmen 4a, 4b gemeinsame Koppelöffnung 8 ist auch als Kombination
einer Lochblende 13 mit mindestens einem Einfach-Spalt 12 zu realisieren.
[0042] Fig. 10 zeigt einen beispielhaften Querschnitt durch eine klassische unilaterale
Flossenleitung 7, wobei die Substratschicht 5 symmetrisch zu einer Mittelebene 21
eines Hohlleiters 25 mit einem rechteckigen, ebenfalls symmetrischen Querschnitt angebracht
ist. Bei einer unilateralen Flossenleitung 7 sind zwei durch einen nichtleitenden
Streifen 14 getrennte Metallstreifen 15a, 15b gemeinsam auf einer ersten Oberfläche
16a der Substratschicht 5 angeordnet.
[0043] Bei einer bilateralen Flossenleitung 7, welche in der Zeichnung nicht dargestellt
ist, sind zwei durch einen nichtleitenden Streifen 14 getrennte Metallstreifen 15a,
15b gemeinsam auf einer ersten Oberfläche 16a der Substratschicht 5 angeordnet, wobei
gleichzeitig eine zweite Oberfläche 16b der Substratschicht 5 zumindest einen Metallstreifen
15c aufweist.
[0044] Im Gegensatz zu dieser klassischen unilateralen Flossenleitung 7, wo die Substratschicht
5 bevorzugt in der Mitte des diese umgebenden Hohlleiters 25 angebracht ist, wird
die Substratschicht 5 bei dem erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filter
1 zur Blende bzw. zu einer Koppelöffnung 8 hin verschoben angeordnet. Durch diese
Anordnung der Substratschicht 5 wird der Abstand zwischen Substratschicht 5 und der
Koppelöffnung 8, welche in diesem ersten Ausführungsbeispiel als Lochblende 13 bzw.
als Iris ausgeführt ist, verringert, um im Resonanzfall eine gute Verkopplung zwischen
beiden Resonatorkugeln 3a, 3b zu gewährleisten.
[0045] Der gesamte Ausbreitungskanal für die zu transportierende elektromagnetische Welle
ist gestuft ausgeführt, was bedeutet, dass jeweils ein Filterarm 4a, 4b aus einem
größerem Quader 20a und aus einem kleinerem Quader 20b (siehe Fig. 23) zusammengesetzt
ist, so dass die Substratschicht 5 mit ihren aufgetragenen zusätzlichen Schichten
einfach auf dem kleineren Quader 20b anzubringen ist. Dadurch wird eine stabile Auflage
der Substratschicht 5 innerhalb des Hohlleiters 25 bzw. innerhalb des Ausbreitungskanals
ermöglicht. Die Fixierung der Substratschicht 5 im Ausbreitungskanal bzw. im Hohlleiter
25 kann z.B. durch einen leitenden Klebstoff erfolgen, der auf die Seitenränder 26
(siehe Fig. 19) an der Grenze zwischen dem größerem Quader 20a und dem kleineren Quader
20b aufgetragen wird. Die leitende Verbindung der seitlichen Metallisierungen mit
dem diese umgebenden Hohlleiter 25 verhindert erfindungsgemäß die Ausbreitung unerwünschter
Moden. Das magnetische Gleichfeld H
0, mit welchen das erfindungsgemäße Filter 1 durchgestimmt wird, steht senkrecht auf
der Substratschicht 5.
[0046] Als Substratschicht 5 ist Quarz, Keramik, oder ein ähnliches Material vorgesehen,
das eine niedrige Dielektrizitätszahl ε
r aufweist. Bei den Substratschichten 5, die aus den genannten Materialien bestehen,
fällt die Leitungswellenlänge größer aus als beim Einsatz von Substratmaterialien
mit einer hohen Dielektrizitätszahl ε
r. Die größere Leitungswellenlänge hat zum Vorteil, dass das Magnetfeld im Inneren
der Resonatorkugel 3a, 3b homogener ist und somit die Anregung von magnetostatischen
Moden höherer Ordnung, die sich als störende Nebenresonanzen bemerkbar machen, verringert
ist.
[0047] Fig. 11 zeigt eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes im Bereich des Kurzschlusses
einer unilateralen Flossenleitung 7 als Beispiel für ein besseres Verständnis der
vorliegenden Erfindung. Die unilaterale Flossenleitung 7 bewirkt, dass die Ausprägung
einer x-Komponente des magnetischen Feldes geringer ist, als bei der geschirmten (Suspended)
Streifenleitung inverser Bauart, was in Fig. 8 gezeigt ist.
[0048] Die Ankopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b erfolgt erfindungsgemäß über einen Leerlaufbereich
der beiden seitlichen Metallstreifen 15a, 15b. Der Leerlaufbereich isoliert zum einen
beide Metallstreifen 15a, 15b an ihren Enden voneinander und zum anderen auch von
einer Wand 18 des Filtergehäuses 2. Die Gründe für diese Art der Kopplung werden im
Folgenden genauer erläutert. Fig. 11 zeigt deutlich, dass am Kurzschluss die Feldlinien
des magnetischen HF-Feldes parallel zum externen magnetischen Gleichfeld H
0, liegen. Um die Elektronenspins in der Resonatorkugel 3a, 3b bzw. der Ferritkugel,
die für das Auftreten der Resonanz verantwortlich sind, anzuregen, muss das magnetische
RF-Feld im Bereich der Kugel senkrecht zum externen Gleichfeld H
0 stehen, was in Fig. 12 veranschaulicht ist.
[0049] Fig. 12 zeigt die Beziehung zwischen einem magnetischen Gleichfeld H
0 und einem magnetischen Hochfrequenzfeld (HF-Feld) bei Anregung der Elektronenspinresonanz
als Beispiel für ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung und insbesondere
zur Erläuterung des oben beschriebenen Sachverhalts.
[0050] Fig. 13 zeigt drei örtliche Verteilungen des magnetischen Feldes im Leerlaufbereich
der unilateralen Flossenleitung 7 des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
magnetisch durchstimmbaren Filters 1 bei den Frequenzen 50 GHz, 60 GHz und 70 GHz.
Durch die Ausbildung eines Leerlaufbereichs 17 ist der Anteil der Komponente des magnetischen
HF-Feldes senkrecht zum magnetischen Gleichfeld im Bereich der Resonatorkugeln 3a,
3b stärker ausgeprägt. Deshalb wird eine gute Anregung der Elektronenspins und somit
eine gute Ankopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b ermöglicht. Damit ist die gewünschte
Feldverteilung im Bereich der Resonatorkugeln 3a, 3b über eine große Bandbreite hinweg
gewährleistet, was in Fig. 13 gezeigt ist. Hier ist zu erkennen, dass die magnetische
Feldkomponente des HF-Feldes die zum externen Gleichfeld H
0 senkrecht steht, mit größer werdendem Abstand zur Substratschicht 5 dominiert, so
dass es günstig ist die Resonatorkugeln 3a, 3b in hinreichend großem Abstand zur Substratschicht
5 zu positionieren. Die Fixierung der ausgerichteten Resonatorkugeln 3a, 3b erfolgt
in einer Halterung aus einem nicht leitenden Material, auf das hier nicht näher eingegangen
wird.
[0051] Fig. 14 zeigt eine örtliche Verteilung des magnetischen Feldes eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filters 1 mit einer antipodalen Flossenleitung
7a, wobei aus dieser Figur zu entnehmen ist, dass es günstig ist, die Resonatorkugeln
3a, 3b entlang der z-Achse zu positionieren, da in diesem Bereich das magnetische
Feld eine verschwindend kleine x-Komponente aufweist.
[0052] Fig. 15 zeigt die Abhängigkeit der Isolation des erfindungsgemäßen magnetischen Filters
in Abhängigkeit von der Frequenz, wobei die Dämpfung (-75 dB) hier um einige Zehnerpotenzen
besser ist als bei einem bislang üblichen Filter, wie die Isolationskurven in Fig.
2 (ca. -55dB) bzw. in Fig. 5 (ca. -45dB) zeigen.
[0053] Fig. 16 zeigt einen Resonanzverlauf der blendengekoppelten unilateralen Flossenleitungen
7 in Abhängigkeit von der Frequenz gemäß des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
magnetisch durchstimmbaren Filters 1.
[0054] In dem Resonanzverlauf aus Fig. 16 wird im Durchlassbereich des Filters eine deutlich
geringere Einfügedämpfung erzielt als dies beim geschirmten (Suspended) Streifenleitungs
Filter der Fall ist. Darüber hinaus ergibt sich für die unilateralen Flossenleitungen
7 eine bessere Isolation fernab der Resonanzfrequenz, besonders bei Anregung mit höheren
Frequenzen. Zusätzlich ist die unerwünschte Nebenresonanz - trotz gleicher Verkopplung
im Resonanzfall und höherer Isolation fernab der Resonanzfrequenz - beim geschirmten
unilateralen Flossenleitungsfilter deutlich geringer ausgeprägt als beim (Suspeded)Streifenleiter
Filter inverser Bauart.
[0055] Durch den erfindungsgemäßen Einsatz einer Kopplung im Leerlaufbereich 17 und der
Verwendung von unilateralen Flossenleitungen 7 wird eine deutlich bessere Leistung
als mit den klassischen Koppelstrukturen unter Verwendung einer Kopplung im Kurzschlussbereich
erzielt. Die Kopplung der beiden Hohlleiter 25 bzw. Ausbreitungskanäle erfolgt gemäß
des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filters
1 über eine schlitzförmige Koppelöffnung bzw. über einen Einfach-Spalt 12. Bei einem
Einsatz von schlitzförmigen Koppelöffnungen 12 ergibt sich die in Fig. 17 dargestellte
Koppelstruktur. Auch hier erfolgt die Ankopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b über einen
Leerlaufbereich 17. Das magnetische Gleichfeld H
0 steht dabei ebenfalls senkrecht auf der Substratschicht 5.
[0056] Eine Erhöhung der Isolation kann bei beiden Koppelstrukturen aus Fig. 9 und Fig.
17 durch Kaskadierung, d.h. durch geeignetes Hintereinanderschalten der jeweils gleichen
Struktur oder durch Kombination der verschiedenen Koppelstrukturen erfolgen, was im
dritten und vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung realisiert ist (Siehe Fig. 20
und 21).
[0057] Bei beiden Koppelstrukturen aus Fig. 9 und Fig. 17 erfolgt die Ankopplung der Resonatorkugeln
3a, 3b an den Verbindungsresonator 23, welcher für den Transport eines H
110-Wellenmodes ausgelegt ist, entweder durch die Breite des Schlitzes bzw. des Einfach-Spalts
12 zwischen den seitlichen Metallisierungen 10 oder durch den Abstand der Resonatorkugeln
3a, 3b zur Substratschicht 5. Für breite Spalten 12 ergibt sich eine stärkere Ankopplung
der Resonatorkugeln 3a, 3b, da die elektromagnetische Welle mehr in der Luft geführt
wird als dies bei schmalen Spalten 12 der Fall ist. Die Einstellung der Verkopplung
zwischen den Resonatorkugeln 3a, 3b erfolgt gemäß Fig. 9 über den Durchmesser der
Lochblende 13 bzw. gemäß Fig. 17 über die Länge und die Breite des Einfach-Spalts
12.
[0058] Fig. 18 zeigt einen Aufbau des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
magnetischen Filters 1, wobei ebenfalls eine Lochblende 13 zum Einsatz kommt. Der
Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, dass der erfindungsgemäße
magnetisch durchstimmbare Filter 1 antipodale Flossenleitungen 7a aufweist. Im Gegensatz
zur unilateralen Flossenleitung 7 sind bei der antipodalen Flossenleitung 7a die seitlichen
Metallisierungen 10 auf gegenüberligenden Substratseiten 16a, 16b angebracht. Die
Substratschicht 5 befindet sich in zwei aus Metall gefrästen oder erodierten Ausbreitungskanälen
bzw. Hohlleitern 25, welche lediglich durch eine Koppelöffnung 8, die als kreisförmige
Öffnung bzw. als Lochblende 13 vorgesehen ist, miteinander verbunden sind. Die Koppelöffnung
8 kann auch als Ellipse, als Rechteck oder als Dreieck ausgeführt sein. Außerdem ist
die Koppelöffnung 8 mindestens auch als ein Einfach-Spalt 12 oder als Mehrfach-Spalt,
wie beispielsweise als ein doppelter bzw. zweifacher Doppelspalt 29 gestaltbar.
[0059] Die Resonatorkugeln 3a, 3b sind auf gegenüberliegenden Seiten der Lochblende 13 im
Leerlaufbereich der Flossenleitung 7 bzw. der Flossenleitungen 7 positioniert. Auch
bei dieser Koppelstruktur erfolgt die Ankopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b über den
Leerlaufbereich 17, da der Verlauf des magnetischen Feldes dem Feldverlauf einer unilateralen
Flossenleitung 7 sehr ähnlich ist. Die magnetische Feldenergie wird bei der antipodalen
Flossenleitung bevorzugt in der Substratschicht 5 geführt, was den Unterschied zu
einer Anwendung einer unilateralen Flossenleitung 7 ausmacht. Aus diesem Grund sind
die Resonatorkugeln 3a, 3b direkt auf der Substratschicht 5 aufgebracht bzw. aufgeklebt,
weshalb bei diesem Aufbau keine Kugelhalterungen erforderlich sind. Für eine exakte
Positionierung der Resonatorkugeln 3a, 3b auf der Substratschicht 5 wurden in den
seitlichen Metallisierungen 10 kreisförmige Konturen 24 vorgesehen.
[0060] Im Gegensatz zur klassischen antipodalen Flossenleitung 7a, bei der die Substratschicht
5 in der Mitte des diese umgebenden Hohlleiters 25 angebracht ist, wird die Substratschicht
5 zur Koppelöffnung 8 hin verschoben angeordnet, so dass die Substratschicht 5 in
den Filterarmen 4a, 4b jeweils unsymmetrisch bezüglich einer Mittelebene 21 des jeweiligen
Filterarms 4a, 4b angeordnet ist. Aufgrund dieser Anordnung ist der Abstand zwischen
Substratschicht 5 und Koppelöffnung 8 verringert, um im Resonanzfall eine gute Verkopplung
zwischen den Resonatorkugeln 3a, 3b zu gewährleisten.
[0061] Durch die Konzentration der magnetischen Feldenergie in der Substratschicht 5 kann
die Gesamthöhe des Aufbaus des zweiten Ausführungsbeispiels gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
mit der unilateralen Flossenleitung 7 weiter reduziert werden, wodurch das erfindungsgemäße
magnetisch durchstimmbare Filter 1 gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels leichter
in einen engen Schlitz zwischen den Polschuhen eines Elektromagneten integrierbar
ist.
[0062] Der Ausbreitungskanal bzw. der Hohlleiter 25 ist im zweiten Ausführungsbeispiel ebenfalls
gestuft, um eine stabile Auflage der Substratschicht 5 auf einem dem kleineren Quader
20b des Filtergehäuses 2 zu ermöglichen. Die Fixierung der Substratschicht 5 im Ausbreitungskanal
bzw. im Hohlleiter 25 ist z.B. durch einen leitenden Klebstoff realisiert, welcher
auf die Seitenränder 26 an der Grenze zwischen dem kleineren Quader 20b und einem
größeren Quader 20a aufgetragen wird. Ferner wird durch eine Verlötung mit Indiumlot
für eine leitende Verbindung der seitlichen Metallisierungen 10 mit dem ihn umgebenden
Ausbreitungskanal gesorgt, so dass die Ausbreitung unerwünschter Moden verhindert
ist. Das magnetische Gleichfeld H
0 steht ebenfalls senkrecht auf der Substratschicht 5.
[0063] Auch bei einem Einsatz einer antipodalen Flossenleitung 7a in einem erfindungsgemäßen
magnetisch durchstimmbaren Filter 1 ist gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels eine
Kopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b über eine schlitzförmige Koppelöffnung 8 bzw.
Blende möglich, für diesen Fall müssen im Aufbau aus Fig. 17 lediglich die Substratschichten
5 mit der unilateralen Leitungsstruktur durch Substratschichten 5 mit antipodaler
Leitungsstruktur 7a ersetzt werden.
[0064] Eine Erhöhung der Isolation ist ebenfalls durch geeignete Kaskadierung der Koppelstrukturen
möglich. Die Koppelstrukturen aus den Fig. 9 und Fig. 17 können auch durch die Verwendung
von bilateralen Flossenleitungen aufgebaut werden. Die Ankopplung der Resonatorkugeln
3a, 3b erfolgt auch bei den bilateralen Flossenleitungen über einen Leerlaufbereich
17. Diese Ausführung ist in der Zeichnung jedoch nicht dargestellt.
[0065] Fig. 19 zeigt einen beispielhaften Querschnitt durch eine antipodale Flossenleitung
7a, wobei zwei durch die nichtleitende Substratschicht 5 getrennte Metallstreifen
15a, 15b bzw. Metallisierungen 10 zueinander symmetrisch auf einander gegenüberliegenden
Oberflächen 16a, 16b der Substratschicht 5 angeordnet sind.
[0066] Fig. 20 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch
durchstimmbaren Filters 1 mit einer Mikrostreifenleitung 22 sowie einer unilateralen
Flossenleitung 7 unter Verwendung einer Lochblende 13 als Koppelöffnung 8 zwischen
den beiden Filterarmen 4a, 4b. Die Wellenleiter befinden sich in zwei aus Metall gefrästen
oder erodierten Ausbreitungskanälen, die lediglich über eine Koppelöffnung 8 erfindungsgemäß
im miteinander verbunden sind. Die Resonatorkugeln 3a, 3b sind auf gegenüberliegenden
Seiten der Koppelöffnung 8 im Leerlaufbereich 17 der Flossenleitung 7 bzw. im Kurzschlussbereich
der Mikrostreifenleitung 22 positioniert. Da die Feldlinienbilder einer unilateralen
Flossenleitung 7 und einer Mikrostreifenleitung orthogonal sind, ergibt sich bei Verwendung
der irisförmigen Koppelöffnung 8 (Lochblende 13) für das dritte Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Filters 1 ein gestreckter Aufbau 28.
[0067] Da die beiden Resonatorkugeln 3a, 3b unterschiedliche Randbedingungen im Bezug auf
den Verlauf des magnetischen Feldes ausgesetzt sing, ist eine Möglichkeit zum Drehen
mindestens einer der beiden Resonatorkugeln 3a, 3b vorgesehen. Unterschiedliche Randbedingungen
beim Feldverlauf führen zu versetzten Resonanzfrequenzen der einzelnen Resonatorkugeln
3a, 3b, wodurch die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des betreffenden Filters erhöht
ist. Durch gezielte Drehungen der Resonatorkugeln 3a, 3b ist es möglich, die Lage
der Resonanzfrequenz der einzelnen Resonatorkugeln 3a, 3b innerhalb eines gewissen
Frequenzbereichs einzustellen.
[0068] Fig. 21 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch
durchstimmbaren Filters 1 mit einer Mikrostreifenleitung 22 sowie einer unilateralen
Flossenleitung 7 unter Verwendung einer schlitzförmigen Blende 12 als Koppelöffnung
8. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Resonatorkugeln 3a, 3b übereinander in
zwei Filterarmen 4a, 4b mit unterschiedlicher inneren struktur angeordnet.
[0069] Anstelle der Mikrostreifenleitung 22 ist bei weiteren Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung auch der Einsatz einer Koplanarleitung mit oder ohne Masse vorgesehen. Für
zusätzliche Beispiele ist die Flossenleitung 7 im zweiten Filterarm 4b durch eine
(Suspended) Streifenleitung oder durch eine (Suspended) Streifenleitung inverser Bauart
zu ersetzen. Die unilaterale Flossenleitung 7 kann auch durch eine antipodale Flossenleitung
7a oder eine bilaterale Flossenleitung ersetzt werden. Die Erhöhung der Isolation
ist, wie bereits erwähnt durch Kaskadierung mit derselben oder einer anderen Koppelstruktur
möglich. In den Koppelstrukturen aus Fig. 9, Fig. 17, Fig. 18, Fig. 20 und Fig. 21
ist die Koppelöffnung 8 auch durch Polygonzüge mit beliebiger Form zu realisieren.
[0070] Fig. 22 zeigt eine unilaterale Flossenleitung 7 ohne einen diese umgebenden Hohlleiter
25. Die unilaterale Flossenleitung 7 weist eine Aussparung 24 auf, welche innerhalb
der Metallisierung 10 vorgesehen ist. Diese Struktur ist ebenfalls für eine Anwendung
in einem erfindungsgemäßen magnetisch durchstimmbaren Filter 1 vorgesehen.
[0071] Fig. 23 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch
durchstimmbaren Filters 1 mit jeweils einer unilateralen Flossenleitung 7 in beiden
Filterarmen 4a, 4b, wobei als Koppelöffnung 8 zwischen den beiden Filterarmen 4a,
4b eine schlitzförmige Blende vorgesehen ist, welche als doppelter Doppelspalt 29
ausgebildet ist.
[0072] Fig. 24 zeigt nochmals das fünfte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen magnetisch
durchstimmbaren Filters 1 aus Fig. 3 in der Draufsicht. Dieses Ausführungsbeispiel
weist in jedem Filterarm 4a, 4b jeweils eine unilaterale Flossenleitung 7 auf.
[0073] Fig. 25 zeigt eine perspektivische 3D-Darstellung des fünften Ausführungsbeispiels
aus Fig. 23 und Fig. 24, wobei als Substratschicht 5 Teflon verwendet wird, welches
einfach in einem Hohlleiter 25 durch Klemmen zu befestigen ist.
[0074] Fig. 26 zeigt eine perspektivische 3D-Darstellung des Übergangs 30 der Mikrostreifenleitung
22 auf die Flossenleitung 7 bzw. Schlitzleitung des vierten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Filters 1. Der Mittelleiter 32 der Mikrostreifenleitung 22 ist dabei
kurzgeschlossen.
[0075] Fig. 27 zeigt eine Draufsicht des in Fig. 26 gezeigten Übergangs 30 und Fig. 28 eine
Seitenansicht des in Fig. 26 gezeigten Übergangs 30, wobei Fig. 29 eine Ansicht des
in Fig. 26 gezeigten Übergangs 30 von der Unterseite aus darstellt.
[0076] In vielen Bereichen der Hochfrequenztechnik werden abstimmbare Bandpassfilter benötigt,
deren Mittenfrequenz über einen bestimmten Frequenzbereich beliebig einstellbar ist.
Für den Aufbau eines magnetisch abstimmbaren Bandpassfilters gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Koppelstruktur zur Ankopplung der Resonatorkugeln 3a, 3b benötigt,
die gewährleistet, dass fernab der Resonanzfrequenz eine hohe Entkopplung/Isolation
zwischen Filtereingang und Filterausgang gegeben ist. Zugleich muss durch die Koppelstruktur
im Resonanzfall eine hohe Energieübertragung vom Eingang zum Ausgang gewährleistet
werden. Die Erfindung ermöglicht es bei Frequenzen weit über 70GHz hinaus bis zu 110
GHz eine hohe Isolation und zugleich im Resonanzfall eine hohe Energieübertragung
zu erzielen.
[0077] Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele,
insbesondere nicht auf kugelförmige Resonatoren aus einem Ferrit, beschränkt.
1. Magnetisch durchstimmbares Filter (1) mit einem Filtergehäuse (2) und mit zwei durchstimmbaren
und aus magnetisierbarem Material bestehenden Resonatorkugeln (3a, 3b), die übereinander
in zwei Filterarmen (4a, 4b) angeordnet sind, wobei die zwei Filterarme (4a, 4b) zwei
Hohlleiter (25) oder metallische Ausbreitungskanäle aufweisen, die durch eine gemeinsame
Koppelöffnung (8) verbunden sind und jeweils eine Resonatorkugel (3a, 3b) auf jeder
Seite der Koppelöffnung (8) innerhalb der beiden Filterarme (4a, 4b) positioniert
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Filterarme (4a, 4b) eine Substratschicht (5) enthält, die eine
von der Resonatorkugel (3a, 3b) in Richtung eines elektrischen Anschlusses (6) verlaufende
Flossenleitung (7) oder Schlitzleitung aufweist, die an die Resonatorkugel (3a, 3b)
gekoppelt ist.
2. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Filterarme (4a, 4b) eine innere Struktur aufweisen, welche durch eine Abfolge
der Substratschicht (5), einer Metallisierungsschicht (10) und einer Luftschicht (11)
definiert ist, wobei die Metallisierungsschicht auf einer ersten Oberfläche und/oder
auf einer zweiten Oberfläche der Substratschicht angeordnet ist.
3. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die inneren Strukturen beider Filterarme (4a, 4b) symmetrisch zueinander sind.
4. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden Filterarmen (4a, 4b) gemeinsame Koppelöffnung (8) mindestens als Einfach-Spalt
(12) ausgebildet ist.
5. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden Filterarmen (4a, 4b) gemeinsame Koppelöffnung (8) als Lochblende (13)
ausgebildet ist.
6. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koppelöffnung (8) kreisförmig, ellipsenförmig, rechteckig oder dreieckig ist
oder die Form eines Polygons aufweist.
7. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lochblende (13) einen freien Querschnitt aufweist, dessen Flächeninhalt mindestens
dem Flächeninhalt einer Äquatorialfläche einer der Resonatorkugeln(3a, 3b) entspricht.
8. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden Filterarmen (4a, 4b) gemeinsame Koppelöffnung (8) als Lochblende (13)
in Kombination mit mindestens einem Einfach-Spalt (12) vorgesehen ist.
9. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Filterarme (4a, 4b) im Filtergehäuse (2) übereinander angeordnet sind.
10. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flossenleitung (7) unilateral ist, wobei zwei durch einen nichtleitenden Streifen
(14) getrennte Metallstreifen (15a, 15b) auf einer ersten Oberfläche (16a) der Substratschicht
(5) angeordnet sind.
11. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flossenleitung (7) bilateral ist, wobei zwei durch einen nichtleitenden Streifen
(14) getrennte Metallstreifen (15a, 15b) auf einer ersten Oberfläche (16a) der Substratschicht
(5) angeordnet sind und gleichzeitig eine zweite Oberfläche (16b) der Substratschicht
(5) zumindest einen Metallstreifen (15c) aufweist.
12. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flossenleitung (7) antipodal ist, wobei zwei durch die nichtleitende Substratschicht
(5) getrennte Metallstreifen (15a, 15b) zueinander symmetrisch auf einander gegenüberliegenden
Oberflächen (16a, 16b) der Substratschicht (5) angeordnet sind.
13. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Metallstreifen (15a, 15b) und das Filtergehäuse (2) seitlich mit Lot, insbersondere
mit Indiumlot, verlötet sind.
14. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Resonatorkugel (3a, 3b) innerhalb jedes Filterarms (4a, 4b) in der Nähe eines
Leerlaufbereichs (17) der beiden seitlichen Metallstreifen (15a, 15b) positioniert
ist, wobei der Leerlaufbereich (17) die Metallstreifen (15a, 15b) an ihren Enden sowohl
voneinander isoliert als auch und von einer Wand (18) des Filtergehäuses (2) isoliert.
15. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Filterarm (4a, 4b) jeweils aus einem größeren Quader (20a) und einem kleineren
Quader (20b) zusammengesetzt ist.
16. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abfolge der verschiedenen Schichten auf dem kleineren Quader (20b) erfolgt.
17. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Substratschicht (5) in den Filterarmen (4a, 4b) jeweils unsymmetrisch bezüglich
einer Mittelebene (21) des jeweiligen Filterarms (4a, 4b) angeordnet ist.
18. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Substratschicht (5) in den Filterarmen (4a, 4b) parallel zur Mittelebene (21)
des jeweiligen Filterarms (4a, 4b) jeweils zur Koppelöffnung (8) hin verschoben ist.
19. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Substratschicht (5) eine niedrige relative Dielektrizitätskonstante εr aufweist.
20. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Substratschicht (5) aus Teflon besteht.
21. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Resonatorkugeln (3a, 3b) aus einem ferrimagnetischen oder einem ferro-magnetischen
Material, insbesondere aus einem Ferrit bestehen.
22. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Resonatorkugeln (3a, 3b) einen Durchmesser von 100 µm bis 1000 µm, bevorzugt
von ca. 300µm, aufweisen.
23. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Resonatorkugeln (3a, 3b) spiegelbildlich zu einander beiderseits der Koppelöffnung
(8) angeordnet sind.
24. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass in jedem Filterarm (4a, 4b) die Resonatorkugel (3a, 3b) jeweils mittels einer Halterung
aus einem nicht leitendem Material fixiert ist.
25. Magnetisch durchstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Resonatorkugel (3a, 3b) in jedem Filterarm (4a, 4b) jeweils auf die Substratschicht
(5) geklebt ist.
26. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb der Metallstreifen (15a, 15b) der Flossenleitung (7) eine Aussparung (24)
vorgesehen ist, innerhalb welcher die Resonatorkugel (3a, 3b) direkt auf die Substratschicht
(5) geklebt ist.
27. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die aus magnetisierbarem Material bestehenden Resonatorkugeln (3a, 3b) übereinander
in zwei Filterarmen (4a, 4b) mit unterschiedlicher innerer Struktur angeordnet sind.
28. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
dass der eine Filterarm (4a oder 4b) eine Mikrostreifenleitung (22) enthält und der andere
Filterarm (4b oder 4a) eine Flossenleitung (7) enthält.
29. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
dass der eine Filterarm (4a oder 4b) eine Mikrostreifenleitung (22) enthält und der zweite
Filterarm (4b oder 4a) eine geschirmte (suspended) Streifenleitung enthält.
30. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
dass der eine Filterarm (4a oder 4b) eine Mikrostreifenleitung (22) enthält und der andere
Filterarm (4b oder 4a) eine inverse geschirmte (suspended) Streifenleitung enthält.
31. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Anpassung der Wellenwiderstände der Flossenleitung (7) und der Mikrostreifenleitung
(22) im Endbereich eines Verbindungsresonators (23) der beiden Filterarme (4a, 4b)
mittels eines kurzgeschlossenen Mittelleiters (32) der Mikrostreifenleitung (22) realisiert
ist.
32. Magnetisch durchstimmbares Filter nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungsresonator (23) für einen Transport einer H110-Wellenmode ausgelegt ist.
1. Magnetically tuneable filter (1) comprising a filter housing (2) with two tunable
resonator spheres (3a, 3b) made of magnetisable material, which are arranged one above
the other in two filter arms (4a, 4b), wherein the two filter arms (4a, 4b) provide
two hollow conductors (25) or metallic propagation channels, which are connected by
a common coupling aperture (8), and one resonator sphere (3a, 3b) is positioned on
each side of the coupling aperture (8) within each of the two filter arms (4a, 4b),
characterised in that
at least one of the filter arms (4a, 4b) contains a substrate layer (5), which provides
a fin line (7) or slot line, which is coupled to the resonator sphere (3a, 3b), extending
from the resonator sphere (3a, 3b) in the direction towards an electrical connection
(6).
2. Magnetically tuneable filter according to claim 1,
characterised in that
both filter arms (4a, 4b) provide an internal structure (9), which is defined by a
sequence of the substrate layer (5), a metallisation layer (10) and an air layer (11),
wherein the metallisation layer is arranged on a first surface and/or on a second
surface of the substrate layer.
3. Magnetically tuneable filter according to claim 2,
characterised in that
the internal structures (9) of both filter arms (4a, 4b) are symmetrical relative
to one another.
4. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the coupling aperture (8) common to the two filter arms (4a, 4b) is formed at least
as a single gap (12).
5. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the coupling aperture (8) common to the two filter arms (4a, 4b) is formed as an apertured
diaphragm (13).
6. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that
the coupling aperture (8) is circular, elliptical, rectangular or triangular or provides
a polygonal shape.
7. Magnetically tuneable filter according to claim 5,
characterised in that
the apertured diaphragm (13) provides an open cross-section, of which the area corresponds
at least to the area of an equatorial surface of one of the resonator spheres (3a,
3b).
8. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 4 to 7,
characterised in that
the coupling aperture (8) common to the two filter arms (4a, 4b) comprises an apertured
diaphragm (13) in combination with at least one single gap (12).
9. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 8,
characterised in that
the two filter arms (4a, 4b) are arranged one above the other within the filter housing
(2).
10. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 9,
characterised in that
the fin line (7) is unilateral, wherein two metal strips (15a, 15b) separated by a
non-conductive strip (14) are disposed on a first surface (16a) of the substrate layer
(5).
11. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 9,
characterised in that
the fin line (7) is bilateral, wherein two metal strips (15a, 15b) separated by a
non-conductive strip (14) are disposed on a first surface (16a) of the substrate layer
(5), and at the same time, a second surface (16b) of the substrate layer (5) provides
at least one metal strip (15c).
12. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 9,
characterised in that
the fin line (7) is antipodal, wherein two metal strips (15a, 15b) separated by a
non-conductive substrate layer (5) are disposed symmetrically relative to one another
on mutually-opposing surfaces (16a, 16b) of the substrate layer (5).
13. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 10 to 12,
characterised in that
the metal strips (15a, 15b) and the filter housing (2) are soldered laterally with
solder, in particular, with indium solder.
14. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 10 to 13,
characterised in that
the resonator sphere (3a, 3b) within each filter arm (4a, 4b) is disposed in the proximity
of an open-circuit region (17) of the two lateral metal strips (15a, 15b), wherein
the open-circuit region (17) isolates the metal strips (15a, 15b) at their ends both
relative to one other and also relative to a wall (18) of the filter housing (2).
15. Magnetically tuneable filter according to claim 2,
characterised in that
each filter arm (4a, 4b) is composed respectively of a relatively-larger cuboid (20a)
and a relatively-smaller cuboid (20b).
16. Magnetically tuneable filter according to claim 15,
characterised in that
the sequence of different layers is implemented on the relatively-smaller cuboid (20b).
17. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 16,
characterised in that
the substrate layer (5) in each of the filter arms (4a, 4b) is arranged asymmetrically
relative to a central plane (21) of the respective filter arm (4a, 4b).
18. Magnetically tuneable filter according to claim 17,
characterised in that
the substrate layer (5) in each of the filter arms (4a, 4b) is displaced parallel
to the central plane (21) of the respective filter arm (4a, 4b) in each case in the
direction towards the coupling aperture (8).
19. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 18,
characterised in that
the substrate layer (5) provides a low relative dielectric constant εr.
20. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 19,
characterised in that
the substrate layer (5) is made of Teflon.
21. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 20,
characterised in that
the resonator spheres (3a, 3b) are made of a ferrimagnetic material or a ferromagnetic
material, in particular, a ferrite.
22. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 21,
characterised in that
the resonator spheres (3a, 3b) provide a diameter of 100 µm to 1000 µm, preferably
approximately 300 µm.
23. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 22,
characterised in that
the resonator spheres (3a, 3b) are disposed in mirror-image symmetry relative to one
another on both sides of the coupling aperture (8).
24. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 23,
characterised in that
the resonator sphere (3a, 3b) in each filter arm (4a, 4b) is fixed by means of a mounting
made of a non-conductive material.
25. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 to 24,
characterised in that
the resonator sphere (3a, 3b) in each filter arm (4a, 4b) is glued to the substrate
layer (5).
26. Magnetically tuneable filter according to claim 25,
characterised in that
a recess (24) is provided in the metal strips (15a, 15b) of the fin line (7), within
which the resonator sphere (3a, 3b) is glued directly onto the substrate layer (5).
27. Magnetically tuneable filter according to any one of claims 1 or 2,
characterised in that
the resonator spheres (3a, 3b) comprising magnetisable material are disposed one above
the other in two filter arms (4a, 4b) with a different internal structure (9).
28. Magnetically tuneable filter according to claim 27,
characterised in that
the one filter arm (4a or 4b) contains a microstripline (22), and the other filter
arm (4b or 4a) contains a fin line (7).
29. Magnetically tuneable filter according to claim 27,
characterised in that
the one filter arm (4a or 4b) contains a microstripline (22), and the second filter
arm (4b or 4a) contains a shielded (suspended) stripline.
30. Magnetically tuneable filter according to claim 27,
characterised in that
the one filter arm (4a or 4b) contains a microstripline (22), and the other filter
arm (4b or 4a) contains an inverse shielded (suspended) stripline.
31. Magnetically tuneable filter according to claim 28,
characterised in that
a matching of the surge impedances of the fin line (7) and the microstripline (22)
is realised in the terminal region of a connecting resonator (23) of the two filter
arms (4a, 4b) by means of a shortcircuited middle conductor (32) of the microstripline
(22).
32. Magnetically tuneable filter according to claim 31,
characterised in that
the connecting resonator (23) is designed for a transport of an H110 wave mode.
1. Filtre réglable magnétiquement (1) comportant un boîtier de filtre (2) et deux sphères
de résonateur (3a, 3b) réglables et constituées de matériau pouvant être magnétisé,
qui sont disposées l'une au-dessus de l'autre dans deux bras de filtre (4a, 4b), dans
lequel les deux bras de filtre (4a, 4b) présentent deux guides d'ondes (25) ou canaux
de propagation métalliques, qui sont reliés par l'intermédiaire d'un orifice de couplage
commun (8) et une sphère de résonateur respective (3a, 3b) est positionnée sur chaque
côté de l'orifice de couplage (8) à l'intérieur des deux bras de filtre (4a, 4b),
caractérisé en ce que
au moins un des bras de filtre (4a, 4b) comporte une couche de substrat (5), qui présente
(7) une ligne en aileron ou une ligne à fente, couplée à la sphère de résonateur (3a,
3b), s'étendant depuis la sphère de résonateur (3a, 3b) en direction d'un raccord
électrique (6).
2. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les deux bras de filtre (4a, 4b) présentent une structure interne, qui est définie
par une succession de la couche de substrat (5), une couche de métallisation (10)
et une couche d'air (11), dans lequel la couche de métallisation est disposée sur
une première surface et/ou sur une seconde surface de la couche de substrat.
3. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 2, caractérisé en ce que
la structure interne des deux bras de filtre (4a, 4b) est symétrique par rapport à
l'autre.
4. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'orifice de couplage (8) commun aux deux bras de filtre (4a, 4b) est réalisé au moins
sous la forme d'un entrefer simple (12).
5. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'orifice de couplage (8) commun aux deux bras de filtre (4a, 4b) est réalisé sous
la forme d'une ouverture sténopéique (13).
6. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
l'orifice de couplage (8) est circulaire, ovale, carré ou triangulaire ou présente
la forme d'un polygone.
7. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 5, caractérisé en ce que
le diaphragme à trou (13) présente une coupe transversale libre, dont la superficie
correspond au moins à la superficie d'une surface équatoriale d'une des deux sphères
de résonateur (3a, 3b).
8. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que
l'orifice de couplage (8) commun aux deux bras de filtre (4a, 4b) est prévu sous la
forme d'une ouverture sténopéique (13) combinée à au moins un entrefer simple (12).
9. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
les deux bras de filtre (4a, 4b) sont disposés l'un au-dessus de l'autre dans le boîtier
de filtre (2).
10. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
la ligne en aileron (7) est unilatérale, dans lequel deux bandes métalliques (15a,
15b) séparées par une bande non conductrice (14) sont disposées sur une première surface
(16a) de la couche de substrat (5).
11. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
la ligne en aileron (7) est bilatérale, dans lequel deux bandes métalliques (15a,
15b) séparées par une bande non conductrice (14) sont disposées sur une première surface
(16a) de la couche de substrat (5) et simultanément une seconde surface (16b) de la
couche de substrat (5) présente au moins une bande métallique (15c).
12. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
la ligne en aileron (7) est antipodale, dans lequel deux bandes métalliques (15a,
15b) séparées par une couche de substrat non conductrice (5) sont disposées symétriques
l'une par rapport à l'autre sur des surfaces en vis-à-vis (16a, 16b) de la couche
de substrat (5).
13. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que
les bandes métalliques (15a, 15b) et le boîtier de filtre (2) sont soudés latéralement
par une soudure, en particulier par une soudure à l'indium.
14. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que
la sphère de résonateur (3a, 3b) est positionnée à l'intérieur de chaque bras de filtre
(4a, 4b) à proximité d'une zone de ralenti (17) des deux bandes métalliques latérales
(15a, 15b), dans lequel la zone de ralenti (17) isole les bandes métalliques (15a,
15b) à leur extrémité non seulement l'une de l'autre mais également d'une paroi (18)
du boîtier de filtre (2).
15. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 2, caractérisé en ce que
chaque bras de filtre (4a, 4b) est constitué respectivement d'un très grand parallélépipède
(20a) et d'un très petit parallélépipède (20b).
16. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 15, caractérisé en ce que
la succession des différentes couches est effectuée sur le plus petit parallélépipède
(20b).
17. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que
la couche de substrat (5) dans les bras de filtre (4a, 4b) est disposée respectivement
de façon non symétrique par rapport à un plan médian (21) du bras de filtre respectif
(4a, 4b).
18. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 17, caractérisé en ce que
la couche de substrat (5) dans les bras de filtre (4a, 4b) est déplacée parallèlement
au plan médian (21) du bras de filtre respectif (4a, 4b) respectivement par rapport
à l'orifice de couplage (8).
19. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que
la couche de substrat (5) présente une constante de diélectricité relativement faible
εr.
20. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que
la couche de substrat (5) est constituée de Téflon.
21. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que
les sphères de résonateur (3a, 3b) sont constituées d'un matériau ferrimagnétique
ou ferromagnétique, en particulier d'une ferrite.
22. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que
les sphères de résonateur (3a, 3b) présentent un diamètre de 100 µm à 1000 µm, de
préférence d'environ 300 µm.
23. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que
les sphères de résonateur (3a, 3b) sont disposées inversées l'une par rapport à l'autre
des deux côtés de l'orifice de couplage (8).
24. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que
la sphère de résonateur (3a, 3b) est fixée respectivement au moyen d'une fixation
en matériau non conducteur dans chaque bras de filtre (4a, 4b).
25. Filtre réglable magnétiquement selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé en ce que
la sphère de résonateur (3a, 3b) dans chaque bras de filtre (4a, 4b) est collée respectivement
sur la couche de substrat (5).
26. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 25, caractérisé en ce que
à l'intérieur des bandes métalliques (15a, 15b) de la ligne en aileron (7) est prévu
un évidement (24), à l'intérieur duquel la sphère de résonateur (3a, 3b) est collée
directement sur la couche de substrat (5).
27. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
les sphères de résonateur (3a, 3b) constituées de matériau magnétisable sont disposées
l'une au-dessus de l'autre dans les deux bras de filtre (4a, 4b) avec une structure
interne différente.
28. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 27, caractérisé en ce que
un des bras de filtre (4a ou 4b) comporte une ligne micro ruban (22) et l'autre bras
de filtre (4b ou 4a) comporte une ligne en aileron (7).
29. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 27, caractérisé en ce que
l'un des bras de filtre (4a ou 4b) comporte une ligne micro ruban (22) et l'autre
bras de filtre (4b ou 4a) comporte une ligne ruban blindée (suspended).
30. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 27, caractérisé en ce que
un des bras de filtre (4a ou 4b) comporte une ligne micro ruban (22) et l'autre bras
de filtre (4b ou 4a) comporte une ligne ruban blindée (suspended) inverse.
31. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 28, caractérisé en ce que
une adaptation des impédances de la ligne en aileron (7) et de la ligne micro ruban
(22) peut être réalisée dans la zone terminale d'un résonateur de liaison (23) des
deux bras de filtre (4a, 4b) au moyen d'un conducteur médian en court-circuit (32)
de la ligne micro ruban (22).
32. Filtre réglable magnétiquement selon la revendication 31, caractérisé en ce que
le résonateur de liaison (23) est prévu pour un transport d'un mode d'onde H110.
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- P. CarterSide-Wall-Coupled, Strip Transmission-Line Magnetically Tunable Filters Employing
Ferrimagnetic YIG ResonatorsIEEE Transactions on Microwave theory and techiques, 1965,
vol. MTT-13, 3306-315 [0007]