Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Herstellen
einer mehrlagigen Spule, wobei das Verfahren auf der Technik des Kaltgasspritzens
oder Kaltgassprühens (Dynamic Cold Spraying) beruht.
[0002] Hierbei werden zum Beschichten mindestens eines Substrats oder zum Herstellen mindestens
eines Formteils Partikel in ungeschmolzenem Zustand mittels mindestens eines Gasstrahls
zur Oberfläche des Substrats bzw. Formteils hin beschleunigt und haften dort unter
Umwandlung ihrer kinetischen Energie an (vgl. Druckschrift
EP 1 382 720 A2 aus dem Stand der Technik).
[0003] Entsprechend weist die Vorrichtung zum Beschichten des Substrats oder zum Herstellen
des Formteils mindestens eine Kaltgasspritzpistole auf, wobei die Kaltgasspritzpistole
und das zu beschichtende Substrat bzw. Formteil in einer Vakuumkammer angeordnet sind
(vgl. Druckschrift
EP 1 382 720 A2 aus dem Stand der Technik).
Stand der Technik
[0004] Leiter und Spulen, insbesondere supraleitende Spulen, werden konventionellerweise
in erster Linie als Drähte hergestellt, häufig in Form einer Kupfermatrix mit Filamenten
des Supraleiters.
[0005] Grundsätzlich werden Materialien als supraleitend bezeichnet, deren elektrischer
Widerstand beim Unterschreiten einer bestimmten kritischen Temperatur (= materialabhängige
Sprungtemperatur, wobei der Phasenübergang in den supraleitenden Zustand nicht abrupt,
sondern kontinuierlich erfolgt) auf Null fällt und die externe Magnetfelder aus ihrem
Inneren verdrängen (sogenannter Meißner-Ochsenfeld-Effekt).
[0006] Als bedeutender supraleitender Werkstoff ist hierbei zum Beispiel Niobtitan (NbTi)
oder auch Niobtantal zu nennen. Speziell bei spröden Werkstoffen, insbesondere bei
Hochtemperatursupraleiter-Materialien (sogenannten HTSL-Materialien), erfolgt die
Herstellung in komplexen Sinterprozessen.
[0007] Die so hergestellten Drähte werden anschließend zu Spulen gewickelt, meist auf Spulenkörper,
die der Stabilisierung der Spule dienen. Zudem können die Drähte noch eingegossen
werden, zumeist in Kunstharze. Dieses Eingießen in Kunstharze dient dazu, die Spulen
vollständig zu stabilisieren, damit die Spulen den im supraleitend erzeugten Magnetfeld
wirkenden großen Kräften standhalten; derartige große Kräfte wirken insbesondere in
Geräten zur Kernspintomographie und in Geräten zur Kernspinresonanz-Spektroskopie
(= nuclear magnetic resonance oder NMR).
[0008] Sind einzelne Spulenteile nicht ausreichend fixiert, dann führen die auftretenden
Mikrobewegungen zum Zusammenbruch der Supraleitung (sogenannter Quench, bei dem der
Supraleiter plötzlich vom supraleitenden Zustand in den normalleitenden Zustand übergeht,
wobei sehr viel Wärme entsteht; besonders gefährlich ist der Quench bei supraleitenden
Spulen, denn dort wird beim Zusammenbruch der Supraleitung die gesamte Feldenergie
in Wärme umgesetzt).
[0009] In der Druckschrift
DE 38 06 177 A1 aus dem Stand der Technik ist die Verwendung von keramischem Pulver mit supraleitenden
Eigenschaften als Ausgangsmaterial für das Aufbringen von Hochtemperatursupraleiter-Material
auf Werkstücke durch thermisches Spritzen offenbart; die supraleitenden Eigenschaften
werden nach dem Aufspritzen durch eine gezielte Wärmebehandlung regeneriert.
[0010] Gemäß dieser Druckschrift
DE 38 06 177 A1 wird die Stromtragfähigkeit der Hochtemperatursupraleiter-Schichten dadurch verbessert,
dass das thermische Spritzen unter Bedingungen erfolgt, bei denen die Partikel im
Spritzstrahl eine niedrige Eigentemperatur und eine hohe Fluggeschwindigkeit haben,
wodurch beim Auftreffen auf das Substrat eine hohe Verformung bewirkt wird; die anschließende
Wärmebehandlung erfolgt derart, dass ein Kornwachstum der Kristallite in der Schicht
in Abhängigkeit vom Verformungsgrad erzielt wird.
[0011] In der Druckschrift
WO 2006/061384 A1 aus dem Stand der Technik ist ein Verfahren zum Kaltgasspritzen beschrieben, bei
dem mittels einer Kaltgas-Spritzpistole ein Gasstrahl erzeugt wird, in den Partikel
eingebracht werden. Die kinetische Energie der Partikel führt zu einer Schichtbildung
auf einem Substrat, das eine Gefügetextur aufweist, die auf die sich ausbildende Schicht
übertragen wird.
[0012] Gemäß dieser Druckschrift
WO 2006/061384 A1 lässt sich durch geeignete Zusammensetzung der Partikel eine hochtemperatursupraleitende
Schicht auf dem Substrat erzeugen. Dieser Prozess lässt sich zusätzlich durch eine
Heizeinrichtung in einem nachfolgenden Wärmebehandlungsschritt unterstützen.
[0013] Hinsichtlich des technologischen Hintergrunds der vorliegenden Erfindung sei ergänzend
- auf die Veröffentlichung "Microstructural characteristics of cold-sprayed nanostructured WC-Co coatings" von
R. S. Lima, J. Karthikeyan, C. M. Kay, J. Lindemann und C. C. Berndt, Preparation
and Characterization, ELSEVIER Sequoia, NL, Thin Solid Films 2002, Band 416, Nr 1-2,
Seiten 129 bis 135, sowie
- auf die Druckschriften DE 10 2004 058 806 A1, EP 1 921 176 A2, US 5 646 094, US 2002/0056473 A1, US 2004/0026030 A1, US 2004/0202797 A1, WO 01/86018 A2 und WO 2004/044672 A2
aufmerksam gemacht.
[0014] Soll nun eine Spule mittels Kaltgassprühens (Dynamic Cold Spraying) in prinzipiell
beliebiger Form völlig kompakt, das heißt als massiver Block hergestellt werden, so
stellt sich das technische Problem, diese Spule mit mehreren Leiterlagen bereitzustellen
sowie leitende Verbindungen zwischen den einzelnen Lagen zu schaffen.
[0015] Dieses technische Problem wird nicht vollumfänglich durch die (nach dem vorliegend
beanspruchten Prioritätsdatum veröffentlichte) Druckschrift
DE 10 2008 024 504 A1 (entspricht der Druckschrift
US 2009/0291851 A1) gelöst, gemäß der Partikel in ungeschmolzenem Zustand mittels Kaltgassprühens (Dynamic
Cold Spraying) zum Zwecke des Beschichtens eines Substrats oder zum Zwecke des Herstellens
eines Formteils zur Oberfläche des Substrats bzw. Formteils hin beschleunigt werden
und dort unter Umwandlung ihrer kinetischen Energie anhaften, wobei die Partikel
- zumindest zum Teil elektrisch leitende, insbesondere supraleitende, Eigenschaft und
- zumindest zum Teil elektrisch schwach leitende oder elektrisch isolierende (= elektrisch
nicht leitende) Eigenschaft aufweisen.
Darstellung der vorliegenden Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0016] Ausgehend von den vorstehend dargelegten Nachteilen und Unzulänglichkeiten sowie
unter Würdigung des umrissenen Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, dass bei einer mittels Kaltgassprühens (Dynamic Cold Spraying)
hergestellten kompakten und/oder massiven Spule mehrere Leiterlagen bereitgestellt
sowie leitende Verbindungen zwischen den einzelnen Leiterlagen geschaffen werden.
[0017] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
sowie durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 7 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in
den jeweiligen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0018] Mithin basiert die vorliegende Erfindung auf einem Verfahren zum Kaltgasspritzen
(Dynamic Cold Spraying), mittels dessen mehrlagige elektrische Leiter, insbesondere
rotationssymmetrische Spulen, zum Beispiel aus elektrisch supraleitenden Werkstoffen,
hergestellt werden können.
[0019] Durch das Kaltgas-Sprühverfahren lässt sich eine breite Wahl von Werkstoffen, also
Nichtleiter (auch Schwachleiter) und elektrische Leiter (auch Supraleiter, insbesondere
H[och]T[emperatur]S[upra]L[eiter]), auf einen Grundwerkstoff oder auf das Substrat
auftragen. Durch die hohe Geschwindigkeit der gesprühten Partikel oder der gesprühten
Teilchen entstehen Schichten, die in ihren Eigenschaften den Eigenschaften von gegossenen
oder gewalzten Werkstoffen gleich kommen.
[0020] Anstelle des Herstellens eines Drahts oder des Wickelns einer Spule wird beispielsweise
die gesamte Struktur einer Spule auf den Spulenträger aufgespritzt, also eine Kupfermatrix,
Supraleiterbahnen und Isolationswerkstoff. Durch entsprechende Form und/oder durch
entsprechendes Führen des Trägerwerkstoffs können Spulen in beliebiger Form und völlig
kompakt sowie stabil hergestellt werden, zum Beispiel in Form eines stabilen Blocks
oder in Form eines kompakten Klotzes. Hierbei ermöglicht es die vorliegende Erfindung
nun, "Wicklungen" in mehreren Lagen, das heißt insbesondere
- aus der gesprühten Leiterschicht die tatsächlichen "Einzeldrähte" sowie
- bei mehrlagigen "Wicklungen" entsprechende leitende Verbindungen zwischen den einzelnen
Lagen bereitzustellen.
[0021] Dies wird erfindungsgemäß erreicht, indem die leitende Schicht mittels mechanischer
Bearbeitung, zum Beispiel spanabhebend, oder per Laser oder dergleichen in mindestens
eine wendelförmige Leiterbahn gebracht wird. Diese wendelförmige Leiterbahn wird durch
Aufsprühen mindestens einer weiteren Schicht des Trägermaterials eingebettet.
[0022] Sodann wird durch Aufsprühen und durch mechanische Bearbeitung, zum Beispiel spanabhebend,
oder per Laser oder dergleichen mindestens eine weitere Lage des Leiters bereitgestellt;
schließlich wird durch eine Art "Stichloch-Sprühverfahren" die elektrisch leitende
Verbindung zwischen den beiden Leiterlagen zur Verfügung gestellt.
[0023] Auf diese Weise wird die Herstellung beliebiger mehrlagiger Magnetspulen nach dem
Cold-Spray-Verfahren ermöglicht, wobei die vorgenannten Verfahrensschritte mehrmals,
insbesondere beliebig oft, wiederholt werden können, um mehr- oder viellagige Spulenkörper
mit elektrischer Kontaktierung zwischen den einzelnen Leiterlagen zur Verfügung zu
stellen.
[0024] In bevorzugter Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird zur Bildung der (Supra-)Leiterlagen,
insbesondere der HTSL-Lagen, Niobtitan (NbTi) oder auch Niobtantal abwechselnd mit
Kupfer als Werkstoff mit hohem Widerstand, insbesondere als Isolationslage oder als
Isolationsschicht, gespritzt. Auf diese Weise wird eine kompakte sowie stabile supraleitende
Spule bereitgestellt.
[0025] Insbesondere bei Verwendung von Nanopartikeln oder Nanoteilchen als auf das Substrat
bzw. Formteil aufzuwachsende Partikel oder Teilchen ist eine gute Durchmischung der
in die gebildete Schicht eingebauten Partikel oder Teilchen innerhalb dieser Schicht
gewährleistet; auf diese Weise sind sowohl die Leiterlage oder Leiterschicht als auch
die Isolationslage oder Isolationsschicht jeweils besonders konsistent und stabil
ausgebildet.
[0026] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist das Substrat
bzw. Formteil eine Gefügestruktur oder Gefügetextur auf, die zumindest in etwa der
Gefügestruktur oder Gefügetextur eines Hochtemperatursupraleiters (HTSL) entspricht.
Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Gefügestruktur oder Gefügetextur des Substrats
bzw. Formteils auf die anhaftenden Partikel oder Teilchen übertragen werden kann.
[0027] Die aus den sich im Kaltgasstrahl befindlichen Partikeln oder Teilchen gebildete
Beschichtung oder Schicht weist damit eine Gefügestruktur oder Gefügetextur auf, die
durch das Gefüge des Substrats bzw. Formteils, auf dem die Schicht aufwächst, bestimmt
ist.
[0028] Bei fortschreitendem Schichtaufbau steht zwar das strukturierte bzw. texturierte
Substrat zur Schichtbildung nicht mehr zur Verfügung, jedoch weisen die bereits aufgebrachten
Partikel oder Teilchen die gewünschte Gefügestruktur oder Gefügetextur auf, so dass
auch diese als Substrat für weitere auftreffende Teilchen dienen können, die ihrerseits
die gewünschte Gefügestruktur oder Gefügetextur erhalten.
[0029] Soweit die Gefügestruktur oder Gefügetextur des Substrats bzw. Formteils noch nicht
vollständig auf die Beschichtung übertragen ist, kann diese Übertragung durch mindestens
einen Diffusionsprozess abgeschlossen werden, der durch mindestens eine in zweckmäßiger
Weise vorsehbare Wärmebehandlung des beschichteten Substrats bzw. Formteils in Gang
gesetzt und/oder unterstützt werden kann.
[0030] Hierdurch lässt sich vorteilhafterweise die Qualität zum Beispiel der HTSL-Schicht
verbessern, wozu vorrichtungsgemäß mindestens eine Heizeinrichtung zum Durchführen
einer derartigen Wärmebehandlung nach Aufbringen der Partikel vorgesehen sein kann.
Mithin können die supraleitenden Eigenschaften, insbesondere die hochtemperatursupraleitenden
Eigenschaften, nach dem Aufspritzen durch eine gezielte Wärmebehandlung regeneriert
werden.
[0031] In vorteilhafter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann dem Gasstrahl mindestens
ein reaktives Gas, insbesondere Sauerstoff, zugesetzt werden, das in die, insbesondere
weitere, Trägerlage und/oder in die, insbesondere weitere, Leiterlage eingebaut wird.
Auf diese Weise kann die erzeugbare Lagen- oder Schichtvielfalt in zweckmäßiger Weise
gesteigert werden, denn mit der Möglichkeit der Zuführung mindestens eines reaktiven
Gases kommt ein weiterer optionaler Parameter zur Beeinflussung des ablaufenden Verfahrens
hinzu.
[0032] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine als kompakter Block oder als
stabiles Gefüge ausgebildete mehrlagige Spule, hergestellt nach dem Verfahren gemäß
der vorstehend dargelegten Art und/oder mit der Vorrichtung gemäß der vorstehend dargelegten
Art.
[0033] Die vorliegende Erfindung betrifft schließlich die Verwendung eines Verfahrens gemäß
der vorstehend dargelegten Art und/oder mindestens einer Vorrichtung gemäß der vorstehend
dargelegten Art zum Herstellen
- von, insbesondere supraleitenden, Rotoren und/oder Statoren, insbesondere für Elektromotoren,
oder
- von leitenden, insbesondere supraleitenden, Spulen, insbesondere für M[agnetic]R[esonance]I[maging]-Geräte
oder für N[uclear]M[agnetic]R[esonance]-Geräte.
[0034] Im Ergebnis sind eine vereinfachte Herstellbarkeit sowie im Vergleich zum Stand der
Technik verbesserte Produkteigenschaften von elektrischen Leitern und Spulen, insbesondere
von supraleitenden Spulen, zum Beispiel von hochtemperatursupraleitenden Spulen, gewährleistet.
Bei derartigen Spulen können mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung sowie
mit der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung mehrere Leiterlagen bereitgestellt
sowie leitende Verbindungen zwischen den einzelnen Leiterlagen geschaffen werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035] Wie bereits vorstehend erörtert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der
vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu
wird einerseits auf die dem Anspruch 1 sowie dem Anspruch 7 nachgeordneten Ansprüche
verwiesen, andererseits werden weitere Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung nachstehend unter Anderem anhand des durch Fig. 1 bis Fig.
3 veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0036] Es zeigt:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung, die nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet;
- Fig. 2A bis Fig. 2H
- in schematischer Darstellung (oberer Teil der Fig. 2A bis Fig. 2D perspektivisch,
unterer Teil der Fig. 2A bis Fig. 2D im Teilquerschnitt; Fig. 2E bis Fig. 2H im Teilquerschnitt)
ein Ausführungsbeispiel für die Abfolge der Schritte des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
- Fig. 3
- in schematischer Teilquerschnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel für ein gemäß
der vorliegenden Erfindung hergestelltes Verfahrensprodukt gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Gleiche oder ähnliche Ausgestaltungen, Elemente oder Merkmale sind in Fig. 1 bis
Fig. 3 mit identischen Bezugszeichen versehen.
Bester Weg zur Ausführung der vorliegenden Erfindung
[0037] Eine zum Betrieb des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete, anhand Fig. 1 veranschaulichte
Vorrichtung weist eine Vakuumkammer 4 auf, in der ein Substrat 5 vor der Düse einer
Kaltgasspritzpistole 3 platziert werden kann (die Platzierung des Grundwerkstoffs
oder Substrats 5 vor der Kaltgasspritzpistole 3 erfolgt mittels einer in Fig. 1 lediglich
aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung nicht gezeigten Halterung).
[0038] Zum Durchführen der Beschichtung des Werkstücks bzw. der Herstellung des Formteils
5 wird die Vakuumkammer 4 evakuiert und mittels der Kaltgasspritzpistole 3 ein Gasstrahl
erzeugt, in den Partikel zur Beschichtung des Werkstücks bzw. zur Herstellung des
Formteils 5 eingespeist werden.
[0039] Hierbei gelangt der Hauptgasstrom, beispielsweise eine Helium-Stickstoff-Mischung
mit etwa vierzig Vol.-% Helium, über die Gaszuleitung 1 in die Vakuumkammer 4; die
Spritzpartikel gelangen im Hilfsgasstrom über die Zuleitung 2 in die Vakuumkammer
4, in der ein Druck von etwa vierzig Millibar herrscht, und dort in die Kaltgasspritzpistole
3. Die Zuleitungen 1, 2 werden hierzu in die Vakuumkammer 4 hineingeführt, in der
sich sowohl die Kaltgasspritzpistole 3 als auch das Formteil 5 befindet. Der gesamte
Kaltgasspritzprozess findet somit in der Vakuumkammer 4 statt.
[0040] Die Partikel werden durch den Kaltgasstrahl so stark beschleunigt, dass ein Anhaften
der Partikel auf der Oberfläche des zu beschichtenden Substrats 5 durch Umwandlung
der kinetischen Energie der Partikel erreicht wird. Die Partikel können zusätzlich
erwärmt werden, wobei deren Erwärmung derart begrenzt wird, dass die Schmelztemperatur
der Partikel nicht erreicht wird (dieser Umstand trägt namensgebend zum Begriff Kaltgasspritzen
bei).
[0041] Das Trägergas, das beim Kaltgasspritzen zusammen mit den Spritzpartikeln aus der
Spritzpistole 3 spritzt und die Spritzpartikel zum Werkstück 5 trägt, gelangt nach
dem Spritzprozess in die Vakuumkammer 4. Das verbrauchte Trägergas wird über die Gasleitung
6 aus der Vakuumkammer 4 mittels der Vakuumpumpe 8 entfernt. Zwischen die Vakuumkammer
4 und die Vakuumpumpe 8 ist der Partikelfilter 7 geschaltet, der freie Spritzpartikel
aus dem verbrauchten Trägergas entfernt, um in zuverlässiger Weise zu verhindern,
dass die Festkörperteilchen die Pumpe 8 beschädigen.
[0042] Durch das anhand Fig. 1 veranschaulichte Kaltgas-Sprühverfahren lässt sich eine breite
Wahl von Werkstoffen, also elektrische Nichtleiter, elektrische Schwachleiter, elektrische
Leiter und auch elektrische Supraleiter wie auch elektrische Hochtemperatirsupraleiter
auf den Grundwerkstoff 5 auftragen. Durch die hohe Geschwindigkeit der gesprühten
Partikel entstehen Schichten, die in ihren Eigenschaften denen von gegossenen oder
gewalzten Werkstoffen gleich kommen.
[0043] Anstelle des Herstellens eines Drahts oder des Wickelns einer Spule kann gemäß Fig.
1 die gesamte Struktur einer Spule auf den Spulenträger 5 aufgespritzt werden, also
eine Kupfermatrix, Supraleiterbahnen und Isolationswerkstoff. Durch entsprechende
Form und Führen des Trägerwerkstoffs 5 können Spulen in beliebiger Form und völlig
kompakt sowie stabil hergestellt werden, zum Beispiel in Form eines stabilen Blocks
oder eines kompakten Klotzes.
[0044] Als Isolationswerkstoff (mit relativ hohem Widerstand) kann in Fig. 1 Kupfer abwechselnd
mit Niobtitan (NbTi) oder auch Niobtantal als supraleitendem Werkstoff unter Bildung
einer supraleitenden Spule gespritzt werden.
[0045] Die Qualität dieser supraleitenden Spule, insbesondere dieser hochtemperatursupraleitenden
Spule, lässt sich mittels einer (in Fig. 1 lediglich aus Gründen der Übersichtlichkeit
der Darstellung nicht gezeigten) Heizeinrichtung zum Durchführen einer Wärmebehandlung
erhöhen. Mithin können die supraleitenden Eigenschaften, insbesondere die hochtemperatursupraleitenden
Eigenschaften, nach dem Aufspritzen durch eine derartige gezielte Wärmebehandlung
regeneriert werden.
[0046] Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung kommt verfahrensgemäß insbesondere beim Herstellen
von, zum Beispiel supraleitenden, Rotoren und Statoren von Elektromotoren sowie insbesondere
beim Herstellen von, insbesondere rotationssymmetrischen, Spulen für M[agnetic]R[esonance]I[maging]-Geräte
oder für N[uclear]M[agnetic]R[esonance]-Geräte zum Einsatz.
[0047] Die Abfolge der Verfahrensschritte gemäß der vorliegenden Erfindung wird anhand Fig.
2A bis Fig. 2H erläutert:
[0048] Um eine anhand Fig. 3 veranschaulichte mehr- oder viellagige Spule 100 herzustellen,
werden zum Beschichten der Oberfläche eines als Basismaterial fungierenden magnetischen
Substrats oder magnetischen Formteils 5 (vgl. Fig. 2A), das eine Gefügestruktur oder
Gefügetextur aufweist, die in etwa der Gefügestruktur oder Gefügetextur eines Hochtemperatursupraleiters
(HTSL) entspricht, mittels Kaltgasspritzens Trägerpartikel mit elektrisch schwach
leitender oder elektrisch isolierender (= elektrisch nicht leitender) Eigenschaft
in ungeschmolzenem Zustand aufgesprüht (vgl. Fig. 2B).
[0049] Hierbei werden die Trägerpartikel aus Kupfer mittels des in der Kaltgasspritzpistole
3 erzeugten Gasstrahls aus der Düse 9 heraus zur Oberfläche des Substrats bzw. Formteils
5 hin beschleunigt, haften dort unter Umwandlung ihrer kinetischen Energie an und
bilden so eine Trägerlage 15 in Form einer als Kupfermatrix.
[0050] Sodann werden zum Beschichten der Kupfermatrix 15 mittels Kaltgasspritzens Leiterpartikel
mit elektrisch (hochtemperatur)supraleitender Eigenschaft in ungeschmolzenem Zustand
aufgesprüht (vgl. Fig. 2C). Hierbei werden die Leiterpartikel aus Niobtitan (NbTi)
oder aus Niobtantal mittels des in der Kaltgasspritzpistole 3 erzeugten Gasstrahls
aus der Düse 9 heraus zur Kupfermatrix 15 hin beschleunigt, haften dort unter Umwandlung
ihrer kinetischen Energie an und bilden so eine Leiterlage 25.
[0051] Die Leiterlage 25 wird mittels mechanischer Bearbeitungsmittel 10, nämlich spanabhebend
(vgl. Fig. 2D), oder per Laser in eine wendelförmige Leiterbahn 25' umgeformt. Dieser
Verfahrensschritt bewirkt also eine, insbesondere mechanische, Trennung der supraleitenden
Drähte oder Leiterbahn innerhalb der Leiterlage 25 durch dazwischen liegende Auskehlungen
oder Nuten.
[0052] Die durch Laserbearbeitung oder Abgraten oder Abspanen bewirkte Leiterbahn 25' wird
durch Kaltgasaufsprühen weiterer Trägerpartikel unter Ausbildung einer weiteren Trägerlage
15 eingebettet (vgl. Fig. 2E).
[0053] Zur Leiterbahn 25' wird eine elektrisch supraleitende Verbindung 20 bereitgestellt,
indem nach Art eines Stichloch-Sprühverfahrens
- zunächst durch diejenige Trägerlage 15, die an die elektrisch leitend zu verbindende
Leiterlage 25 angrenzt, eine stichlochförmige oder zylinderförmige Ausnehmung 19 mechanisch
bereitgestellt wird, zum Beispiel mittels eines Bohrers 11 eingebracht wird (vgl.
Fig. 2F), und
- sodann aus der Düse 9 Leiterpartikel in ungeschmolzenem Zustand in die Ausnehmung
19 gesprüht werden, so dass die Ausnehmung 19 mittels Kaltgasspritzens unter Bildung
der Verbindung 20 mit elektrisch supraleitendem Material ausgefüllt wird (vgl. Fig.
2G).
[0054] Nach Bilden der elektrisch supraleitenden Verbindung 20 wird die weitere Trägerlage
15 mitsamt der Verbindung 20 mittels Kaltgasspritzens aus der Düse 9 mit Leiterpartikeln
unter Ausbildung einer weiteren Leiterlage 25 beschichtet (vgl. Fig. 2H). Auch diese
weitere Leiterlage 25 wird mittels mechanischer Bearbeitungsmittel 10, nämlich spanabhebend,
oder per Laser in eine weitere wendelförmige Leiterbahn 25' umgeformt (vgl. Fig. 2D
analog). Dieser Verfahrensschritt bewirkt also eine, insbesondere mechanische, Trennung
der supraleitenden Drähte oder Leiterbahn innerhalb der weiteren Leiterlage 25 durch
dazwischen liegende Auskehlungen oder Nuten, wobei diese weitere Leiterbahn 25' mit
der angrenzenden oder benachbarten (, zum Beispiel in Bezug auf Fig. 3 darüber liegenden)
Leiterbahn 25' durch die Verbindung 20 elektrisch supraleitend verbunden ist.
[0055] Die anhand Fig. 2D, Fig. 2E, Fig. 2F, Fig. 2G, Fig. 2H veranschaulichte Abfolge von
Verfahrensschritten zum Bereitstellen weiterer Leiterlagen 25 wird sechsmal wiederholt;
hierbei werden die weiteren Leiterlagen 25 jeweils in weitere Leiterbahnen 25' umgeformt,
wobei die elektrisch supraleitenden Verbindungen 20 abwechselnd an den entgegengesetzten
lateralen Rändern der weiteren Leiterbahnen 25' generiert werden, um auf diese Weise
eine durchgängige elektrische Verbindung zwischen der innersten Leiterbahn 25' und
der äußersten Leiterbahn 25' zu bereitzustellen.
[0056] Am Ende des Herstellungsprozesses steht eine als kompakter Block oder als stabiles
Gefüge ausgebildete rotationssymmetrische siebenlagige Spule 100 (vgl. Fig. 3), die
- als supraleitender Rotor und/oder Stator für einen Elektromotor oder
- als supraleitende Spule für ein M[agnetic]R[esonance]I[maging]-Gerät oder für ein
N[uclear]M[agnetic]R[esonance]-Gerät
eingesetzt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Gaszuleitung
- 2
- Zuleitung
- 3
- Kaltgasspritzpistole mit Düse 9
- 4
- Vakuumkammer
- 5
- Substrat, insbesondere magnetisches Substrat, oder Formteil, insbesondere magnetisches
Formteil, oder Grundwerkstoff, insbesondere magnetischer Grundwerkstoff
- 6
- Gasleitung
- 7
- Partikelfilter
- 8
- Vakuumpumpe
- 9
- Düse der Kaltgasspritzpistole 3
- 10
- mechanisches Bearbeitungsmittel, insbesondere Spanabheber, oder Laser
- 11
- mechanisches Bearbeitungsmittel, insbesondere Bohrer
- 15
- Trägerlage, insbesondere weitere Trägerlage, zum Beispiel Kupfermatrix, wie etwa weitere
Kupfermatrix
- 19
- Ausnehmung, insbesondere stichlochförmige oder zylinderförmige Ausnehmung
- 20
- elektrisch leitende, insbesondere elektrisch supraleitende, Verbindung
- 25
- Leiterlage, insbesondere weitere Leiterlage
- 25'
- Leiterbahn, insbesondere weitere Leiterbahn
- 100
- mehrlagige, insbesondere rotationssymmetrische, Spule, zum Beispiel als kompakter
Block oder als stabiles Gefüge ausgebildete mehrlagige Spule
1. Verfahren zum Herstellen einer mehrlagigen Spule (100), wobei
[a.1] zur Ausbildung mindestens einer Trägerlage (15) mittels Kaltgasspritzens Trägerpartikel,
die zumindest zum Teil elektrisch schwach leitende oder elektrisch isolierende Eigenschaft
aufweisen, zumindest bereichsweise auf die Oberfläche mindestens eines, insbesondere
magnetischen, Substrats oder mindestens eines, insbesondere magnetischen, Formteils
(5) aufgesprüht werden,
[a.2] zur Ausbildung mindestens einer Leiterlage (25) mittels Kaltgasspritzens Leiterpartikel,
die zumindest zum Teil elektrisch leitende, insbesondere elektrisch supraleitende,
Eigenschaft aufweisen, zumindest bereichsweise auf die Trägerlage (15) aufgesprüht
werden,
[a.3] die Leiterlage (25) mittels mechanischer Bearbeitung (10), insbesondere spanabhebend,
oder per Laser in mindestens eine, insbesondere wendelförmige, Leiterbahn (25') geformt
wird,
[b.1] die Leiterbahn (25') durch Aufsprühen weiterer Trägerpartikel unter Ausbildung
mindestens einer weiteren Trägerlage (15) eingebettet wird,
[b.2] Leiterpartikel unter Ausbildung mindestens einer weiteren Leiterlage (25) auf
die weitere Trägerlage (15) aufgesprüht werden,
[b.3] die weitere Leiterlage (25) mittels mechanischer Bearbeitung (10), insbesondere
spanabhebend, oder per Laser in mindestens eine, insbesondere wendelförmige, weitere
Leiterbahn (25') geformt wird und
[c] zur, insbesondere weiteren, Leiterlage (25), zum Beispiel zur, insbesondere weiteren,
Leiterbahn (25'), oder
zwischen mindestens zwei zueinander benachbarten der, insbesondere weiteren, Leiterlagen
(25), zum Beispiel zwischen mindestens zwei zueinander benachbarten der, insbesondere
weiteren, Leiterbahnen (25'),
mindestens eine elektrisch leitende, insbesondere elektrisch supraleitende, Verbindung
(20) bereitgestellt wird,
wobei die Verfahrensschritte [b.1], [b.2], [b.3], [c]
- zum Bereitstellen weiterer Leiterlagen (25) mehrmals, insbesondere beliebig oft,
iteriert werden können und/oder
- zum Umformen der weiteren Leiterlagen (25) in weitere Leiterbahnen (25') in beliebiger
Reihenfolge, insbesondere der Verfahrensschritt [c] zwischen dem Verfahrensschritt
[b.1] und dem Verfahrensschritt [b.2], abfolgen können.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Verbindung (20) nach Art eines Stichloch-Sprühverfahrens
erfolgt, insbesondere dass
- in der an die elektrisch leitend zu verbindende Leiterlage (25) angrenzenden Trägerlage
(15) mindestens eine Ausnehmung (19) mechanisch bereitgestellt (11) wird, zum Beispiel
durch die Trägerlage (15) mindestens eine Ausnehmung (19) gebohrt wird, und
- die Ausnehmung (19) mit elektrisch leitendem, insbesondere elektrisch supraleitendem,
Material gefüllt wird, zum Beispiel Leiterpartikel in die Ausnehmung (19) gesprüht
werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die elektrisch schwach leitende oder elektrisch isolierende Eigenschaft durch Kupfer
(Cu) bereitgestellt wird und/oder
- dass die elektrisch leitende, insbesondere elektrisch supraleitende, Eigenschaft durch
Niobtitan (NbTi) oder durch Niobtantal bereitgestellt wird,
- - wobei die Leiterpartikel zumindest zum Teil die chemischen Bestandteile mindestens
eines Hochtemperatursupraleiters (HTSL) enthalten können und/oder
- - wobei das Substrat oder Formteil (5) eine Gefügestruktur oder Gefügetextur aufweisen
kann, die zumindest in etwa der Gefügestruktur oder Gefügetextur eines Hochtemperatursupraleiters
(HTSL) entspricht.
4. Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- als Trägerpartikel und/oder
- als Leiterpartikel
Nanopartikel oder Nanoteilchen verwendet werden.
5. Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Kaltgasspritzen dem Gasstrahl mindestens ein reaktives Gas, insbesondere Sauerstoff,
zugesetzt wird, das in die, insbesondere weitere, Trägerlage (15) und/oder in die,
insbesondere weitere, Leiterlage (25) eingebaut wird.
6. Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufbringen der Trägerpartikel und/oder der Leiterpartikel mindestens eine
Wärmebehandlung des beschichteten Substrats oder Formteils (5) durchgeführt wird.
7. Zum Herstellen einer mehrlagigen Spule (100) vorgesehene Vorrichtung mit mindestens
einer in mindestens einer Vakuumkammer (4) angeordneten Kaltgasspritzpistole (3),
mittels derer, insbesondere alternierend,
- mindestens ein elektrisch schwach leitendes oder elektrisch isolierendes Material
unter Ausbildung mindestens einer, insbesondere weiteren, Trägerlage (15) und
- mindestens ein elektrisch leitendes, insbesondere elektrisch supraleitendes, Material
unter Ausbildung mindestens einer, insbesondere weiteren, Leiterlage (25)
auf mindestens ein, insbesondere magnetisches, Substrat oder auf mindestens ein, insbesondere
magnetisches, Formteil (5) unter Ausbildung mindestens eines kompakten Blocks oder
mindestens eines stabilen Gefüges aufbringbar ist, wobei
- mechanische, insbesondere auf Spanabheben basierende, oder auf Laser basierende
Bearbeitungsmittel (10) zum Umformen der, insbesondere weiteren, Leiterlage (25) in
mindestens eine, insbesondere weitere, Leiterbahn (25') und
- mechanische, insbesondere auf Bohren und Spritzen basierende, Bearbeitungsmittel
(11, 9) zum Bereitstellen mindestens einer elektrisch leitenden, insbesondere elektrisch
supraleitenden, Verbindung (20) zwischen mindestens zwei zueinander benachbarten der,
insbesondere weiteren, Leiterlagen (25), zum Beispiel zwischen mindestens zwei zueinander
benachbarten der, insbesondere weiteren, Leiterbahnen (25'), vorgesehen sind.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7,
gekennzeichnet durch mindestens eine Heizeinrichtung zum Durchführen mindestens einer Wärmebehandlung
nach Aufbringen
- des elektrisch schwach leitenden oder elektrisch isolierenden Materials und/oder
- des elektrisch leitenden, insbesondere elektrisch supraleitenden, Materials.
9. Als kompakter Block oder als stabiles Gefüge ausgebildete mehrlagige Spule (100),
hergestellt nach dem Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6 und/oder
mit der Vorrichtung gemäß Anspruch 7 oder 8.
10. Verwendung eines Verfahrens gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6 und/oder
mindestens einer Vorrichtung gemäß Anspruch 7 oder 8 zum Herstellen
- von, insbesondere supraleitenden, Rotoren und/oder Statoren, insbesondere für Elektromotoren,
oder
- von leitenden, insbesondere supraleitenden, Spulen, insbesondere für M[agnetic]R[esonance]I[maging]-Geräte
oder für N[uclear]M[agnetic]R[esonance]-Geräte.