[0001] Die Erfindung betrifft einen Anleger mit einer in dem Anleger gestapelte Etiketten
oder dgl. einzeln von einem Stapelende abziehenden Fördervorrichtung und mit einer
zur Aufnahme der Etiketten dem Anleger entnehmbaren Kassette, wobei ein Magazin des
Anlegers zur Aufnahme der mit Etiketten angereicherten Kassette ausgebildet ist und
die Kassette eine der Fördervorrichtung zum Abziehen der Etiketten zugeordnete Abzugsöffnung
aufweist und der Abzugsöffnung eine die Etiketten durch Reibungsschluss transportierende
Abzugsrolle der Fördervorrichtung zugeordnet ist und die Abzugsrolle zum teilweisen
Eintauchen durch die Abzugsöffnung in die Kassette angeordnet ist.
[0003] Eine Einrichtung der eingangs beschriebenen Art ist unter der Bezeichnung Jet-Mail
der Francotyp-Postalia AG & Co. an einem Frankiergerät bekannt. Mit dieser Einrichtung
können von einem Bündel abziehbare Streifen mit einem Geldwert frankiert und anschliessend
auf einen durchlaufenden Briefumschlag geklebt werden.
[0004] Hierzu ist der Bündel aus Streifen in einen Schacht eingesteckt und wird dem stehend
passsierenden Briefumschlag von der Seite zugeführt.
[0005] Die zum Stand der Technik gehörende US-A-5'053'814 beschreibt einen Kopierer mit
einer seitlich eingesteckten Kassette, die an ihrer äusseren Oberfläche Daten zur
Dicke, dem Talganteil, der Qualität und dem Typ des Kopierpapieres aufweist, sodass
bei einem Wechsel der Kassette der Kopierer automatisch dem Inhalt der Kassette entsprechend
eingestellt wird oder den Inhalt der Kassette zur Verarbeitung verweigert.
[0006] Das japanische Patentabstract der vorveröffentlichten
JP-A-2000203725 vermittelt einen austauschbaren Verpackungskörper zum Einsetzen eines Kopierpapierpakets
in einen Drucker oder Kopierer. Das Kopierpapier ist laminiert und von einer Verpackung
umgeben, die als Halter mit einer oberen Platte und einer unteren Platte ausgebildet
ist. Oeffnungen in der oberen Platte an den Endbereichen der Kassette sind zur Zuführung
und zur Entnahme des Kopierpapieres mittels Förderrolle vorgesehen, wobei beide Oeffnungen
symmetrisch zur Mitte des Verpackungskörpers angeordnet sind. Im Betriebszustand wird
das Kopierpapier im Bereich der Oeffnungen mittels Presselement von unten nach oben
gegen die Förderrolle gedrückt.
[0007] Das japanische Patentabstract der früheren
JP-A-04317929 offenbart eine Verpackung zum Schutz des Bogenpaketes gegen Verschmutzung, Reissen,
Verkrümmen, Eckfalzen oder dgl. infolge des manuellen Umgangs beim Laden des Bogenpaketes
in einen Drucker. Zur Verwendung in einem Drucker wird an einem Ende der Verpackung
ein Teil letzterer abgetrennt und der freigelegte Teil des Bogenpaketes voraus in
den Drucker eingesteckt.
[0008] Das japanische Patentabstract der vorveröffentlichten
JP-A-11240628 betrifft eine Verpackung für ein leichteres Wechseln von Bogen und verbessertes Einlegens
eines Bogenpaketes in einen Drucker. Die Verpackung weist zur Entnahme von Bogen durch
eine Zuführvorrichtung an der Oberseite rechteckige Oeffnungen auf, in die Rollen
der Zuführeinrichtung eingreifen und die Bogen einzeln aus der Verpackung schieben.
An der Unterseite der Verpackung sind weitere Oeffnungen vorgesehen, in die jeweils
ein Hebel eintaucht, um das Bogenpaket gegen die Entnahmerollen zu drücken.
[0009] Es stellt sich an die vorliegende Erfindung die Aufgabe, die Verarbeitung von Etiketten,
Labels oder dgl., beispielweise zum Frankieren, Adressieren oder sonstwie Beschreiben,
mit einer Einrichtung der eingangs genannten Art zu vereinfachen und ihre Verarbeitungszuverlässigkeit
zu verbessern.
[0010] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kassette eine in Förderrichtung
der Etiketten stromabwärts angeordnete Entnahmeöffnung aufweist, die sich quer zur
Förderrichtung der Etiketten über wenigstens deren Breite erstreckt und eine schlitzartige
schmale Form aufweist, sodass die anschliessende, in Förderrichtung vordere Wand der
Kassette den Teilstapel über der Entnahmeöffnung zurückhält und dass die Abzugsöffnung
rechteckig und quer zur Förderrichtung sich erstreckend ausgebildet ist und an der
Unterseite der in dem Magazin eingebauten Kassette angeordnet ist und die Abzugsöffnung
in den sich gegenüberliegenden Seitenwänden der Kassette eine von einem Bogen- resp.
einem Kreisbogen geformte Ausnehmung bildet, an die die Abzugsrolle angepasst ist.
[0011] Eine solche Einrichtung kann beispielsweise als sog. Spender von vornehmlich unbedruckten
Vorlagen aus Papier, Karton, Folien etc. für das Frankieren und/oder Adressieren von
Briefumschlägen, Karten oder dgl. verwendet werden.
[0012] Sie kann einer Frankier- oder Adressiermaschine vorgeschaltet oder in eine solche
integriert werden.
[0013] Damit lässt sich ein unsachgemässes Laden von gestapelten Etiketten in einem Magazin
einer Einrichtung zum Bedrucken von Etiketten weitestgehend vermeiden und die Bereitschaft
resp. Verfügbarkeit der Einrichtung optimieren.
[0014] Es ist beim Einschieben der in einer Kassette untergebrachten Etiketten eine besondere
Sorgfalt nicht mehr erforderlich, auch bei verhinderter Zugänglichkeit zur Fördervorrichtung.
[0015] Der Anleger weist ein Magazin zur Aufnahme einer mit Etiketten angereicherte Kassette
auf, wobei die Kassette von dem Bedienungspersonal jeweils mit Etiketten nachgefüllt
werden kann oder eine leere Kassette gegen eine gefüllte ausgetauscht werden kann.
[0016] Die Kassette weist eine in Abzugsrichtung der Etiketten stromabwärts angeordnete
Entnahme- resp. Austrittsöffnung und eine der Fördervorrichtung zum Abziehen resp.
Transportieren der Etiketten zugeordnete Oeffnung auf, die ein störungsfreies Vereinzeln
noch unbedruckter Etiketten gewährleisten.
[0017] Die Austrittsöffnung erstreckt sich quer zur Förderrichtung über die Breite der Etiketten
resp. der Kassette und weist eine mit dem Boden oder einer Wand der Kassette sich
bildende schlitzartige Form auf, sodass zumindest die Etiketten oberhalb des Schlitzes
zurückgehalten werden.
[0018] Zur Beschleunigung der Etiketten aus dem Stillstand an dem einen Stapelende, ist
der Oeffnung zur Herstellung eines reibungsschlüssigen Kontaktes mit den Etiketten
eine angetriebene Abzugsrolle der Fördervorrichtung zugeordnet, durch welche die Etiketten
erfasst und von dem Stapelende abgezogen werden.
[0019] Die Abzugsrolle kann auch zuschaltbar ausgebildet sein, so dass sie jeweils im Ausserbetriebszustand
vom Stapel abgehoben ist.
[0020] Die Oeffnung für den Zugriff der Abzugsrolle ist etwa rechteckig und quer zur Förderrichtung
der Etiketten sich erstreckend ausgebildet, wobei die Abzugsrolle mit einem den Reibungsschluss
begünstigenden Oberflächenbelag versehen sein kann, beispielsweise einer Mischung
aus Kunststoff und Gummi.
[0021] Die Abzugsöffnung ist an der Unterseite der eingebauten Kassette angeordnet , sodass
der Etikettenstapel über der Abzugsrolle liegt.
[0022] Die Abzugsrolle ist zum teilweisen Eintauchen durch die Abzugsöffnung in die Kassette
angeordnet, damit ein reibungsschlüssiges Erfassen der Etiketten gewährleistet werden
kann.
[0023] Zur Unterstützung der Abzugswirkung wird auf der gegenüberliegenden Seite der Abzugsöffnung
ein beispielsweise durch eine Oeffnung der Kassette auf den Etiketten- resp. Labelstapel
einwirkendes Druckorgan vorgeschlagen, das für einen nachhaltigen Reibungsschluss
der Etiketten mit der Abzugsrolle sorgt.
[0024] Die Kassette zur Aufnahme von Etiketten kann vorteilhaft aus einem nichtmetallischen
Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff, Papier, Karton oder Folie gebildet sein.
[0025] Ist die Kassette aus Karton oder Papier hergestellt, könnte sie als Faltschachtel
ausgebildet sein, die auf einem entsprechend konfektionierten Bogen beruht.
[0026] Der verwendete Anleger könnte in Abzugs- bzw. Förderrichtung der Etiketten betrachtet
eine der Abzugsrolle ausserhalb des Magazins nachgeschaltete Förderrolle der Fördervorrichtung
aufweisen, wodurch ein kontinuierlicher Transport der Etiketten nach dem Abziehen
vom Stapel erzielt werden kann.
[0027] Zur Gewährleistung einer zuverlässigen Vereinzelung der Etiketten wird eine Rückhaltevorrichtung
vorgeschlagen, die der Förderrolle zugeordnet ist und auf die durch die Entnahmeöffnung
der Kassette ragenden Etiketten einwirkt.
[0028] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung, auf
die bezüglich aller in der Beschreibung nicht erwähnten Einzelheiten verwiesen wird,
anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig.1
- zeigt eine räumliche Darstellung einer leere Kassette zur Aufnahme von gestapelten
bzw. gebündelten Etiketten, Labels oder dgl.,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Kassette,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die in den Fig. 1 und 2 veranschaulichte Kassette,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch einen Anleger mit eingebauter Kassette und
- Fig. 5
- ein nach räumlicher Form und Ausmassen einer Kassette konfektionierter Bogen zum Falten
einer Kassette.
[0029] Fig. 1 zeigt in räumlicher Veranschaulichung eine leere, allseitig geschlossene Kassette
1 zur Aufnahme von gestapelten Etiketten, Abschnitten oder Labels 4, die in der Kassette
1 übereinanderliegend- oder alternativ stehend nebeneinanderangeordnet gestapelt sind
und einzeln von dem Stapel an dessen einem Ende abgezogen werden. Hierzu ist ein in
Fig. 4 ersichtlicher Anleger 2, auch als Anlagetisch bezeichnet, vorgesehen, der die
Etiketten 4 einzeln aus der eingebauten Kassette 1 abzieht und in eine nachgeschaltete
Verarbeitungsstation, beispielsweise eine Frankiermaschine (in Fig. 4 nicht ersichtlich)
transportiert. Die Kassette 1 kann mit unbedruckten oder mit bedruckten Etiketten
4, beispielsweise adressiert nach einem bestimmten Plan oder System auch selektiv
angereichert bzw. einfach gefüllt sein.
Der Anleger 2 weist einen als Magazin 3 ausgebildeten Hohlraum auf, in welches die
Kassette 1 eingeschoben oder eingelegt und wieder entnommen werden kann.
Bei Verwendung einer Kassette 1 innerhalb des Magazins 3, wie die Fig. 1 bis 4 zeigen,
weist diese eine in Abzugs- bzw. Förderrichtung F der Etiketten 4 stromabwärts angeordnete
Entnahmeöffnung 5 auf, durch die die Etiketten 4 einzeln aus der eingesetzten Kassette
1 resp. dem Magazin 3 abgezogen resp. ausgestossen werden.
Die Entnahmeöffnung 5 erstreckt sich quer zur Abzugsrichtung F der Etiketten 4 über
wenigstens deren Breite und weist eine schlitzartige schmale Form auf, sodass die
anschliessende, in Abzugsrichtung F vordere Wand 8 der Kassette 1 den Teilstapel über
der Abzugsöffnung 5 zurückhält. Aufgrund einer geringen Haftreibung zwischen den gestapelten
Etiketten 4 können beim Erfassen der vordersten resp. ersten Etikette 4 weitere darüberliegende-
resp. danebenstehende Etiketten 4 durch die Entnahmeöffnung 5 mitgeschleppt oder teilweise
vom Stapel verschoben werden, die jedoch von einer der Entnahmeöffnung 5 nachgeschalteten,
auch als Abstreifer wirkende Rückhaltevorrichtung 9 vorerst zurückgehalten werden.
letztere weist ein freies, nachgiebiges Ende auf, das an der Förderrolle 18 ansteht.
[0030] Dieser Vorgang findet durch eine Fördervorrichtung 6 des Anlegers 2 statt, die zum
Transport resp. zur Vereinzelung der Etiketten 4 von dem Stapel eine ihr zugeordnete
Abzugsöffnung 7 an der Kassette 1 aufweist. Durch die Abzugsöffnung 7 wird eine reibungsschlüssige
Verbindung der Fördervorrichtung 6 mit der jeweils nächstliegenden Etikette 4 erreicht.
Der Weitertransport der einzelnen Etiketten 4 erfolgt durch eine Abzugsrolle 10 der
Fördervorrichtung 6, die durch die Abzugsöffnung 7 ragt bzw. wirkt und an der vordersten
resp. nächsten Etikette 4 reibungsschlüssig ansteht. Die Abzugsöffnung 7 ist rechteckig
ausgebildet und erstreckt sich mit den vornehlich längeren Oeffnungskanten quer zur
Abzugsrichtung F der Etiketten 4. In den sich gegenüberliegenden Seitenwänden 11,
12 der Kassette 1 bildet die Abzugsöffnung 7 eine von einem Bogen- resp. einem Kreisbogen
geformte Ausnehmung, an die die Abzugsrolle 10 angepasst ist. Wie in Fig. 4 gezeigt,
ist die Kassette 1 so zum Einbau in das Magazin 3 des Anlegers 2 eingebaut, dass die
Etiketten 4 jeweils vom unteren Ende des Etikettenstapels abgezogen werden. D.h.,
die Abzugsöffnung 7 und die Fördervorrichtung 6 befinden sich an der Unterseite der
in dem Magazin 3 des Anlegers 2 eingebauten Kassette 1. Die Abzugsrolle 10 ist zum
teilweisen Eintauchen in die Kassette 1 durch die Abzugsöffnung 7 angeordnet. Durch
eine entsprechende Ausbildung der Anordnungsweise der Abzugsrolle 10 könnte der Reibungsschluss
mit den Etiketten 4 verändert werden, beispielsweise dadurch, wenn die Abzugsrolle
10 gegen eine Federkraft eingesetzt ist.
Der Reibungsschluss könnte auch durch ein auf der gegenüberliegenden Seite der Abzugsöffnung
7 angeordnetes und auf den Etikettenstapel einwirkendes Druckorgan 25, beispielsweise
eine einseitig befestigte Blattfeder, oder dgl. veränderbar oder konstant einstellbar,
erzielt werden. Hierzu könnte eine Oeffnung 17 in der als Decke der Kassette 1 vorgesehenen
Wand 15 dienen.
Die Entnahme einer Kassette 1 aus dem Magazin 3 erfolgt durch einen von einer Perforation
am Bogen 13 begrenzten, umlegbaren Lappen 24, der anhebbar oder bei wenigstens teilentleerter
Kassette 1 in diese eindückbar ist, sodass ein Griff entsteht (siehe Fig. 1, 3 und
5), durch den die Kassette ausgezogen werden kann. Die Kassette 1 könnte aus einem
nichtmetallischen, vorzugweise leicht verformbaren Werkstoff, wie beispielsweise Kunststoff,
Karton, Papier oder Folie gebildet sein. Dabei könnte die Kassette 1 als Faltschachtel
ausgebildet sein, wozu sich Karton, Papier oder eine Folie besonders eignen.
Hierzu könnte ein in Fig. 5 veranschaulichter konfektionierter Bogen 13 verwendet
werden. Die einzelnen Abschnitte des eine Kassette 1 bestimmenden Bogens 13 sind mit
den entsprechenden Bezugszeichen der in den Fig. 1 bis 3 verwendeten Bezugszeichen
versehen. Die der Abzugsöffnung 7 zugeordnete Wand bildet einen Boden 14 der Kassette
1 und der Abschnitt 15 die vierte Wand. Im übrigen weist die mit dem Boden 14 der
Kassette 1 die Entnahmeöffnung 5 bildende Wand 8 eine geringere Höhe a auf als die
die Höhe der Kassette 1 bestimmenden (Seiten-) Wände 11, 12 und die Rückwand 16 der
Kassette 1.
Die Fördervorrichtung 6 weist gemäss Fig. 4 eine in Förderrichtung F der abgezogenen
Etiketten 4 der Abzugsrolle 10 nachgeschaltete Förderrolle 18 auf, die ausserhalb
des Magazins 3 gelagert ist. Der Förderrolle 18 ist eine Rückhaltevorrichtung 9 zugeordnet,
die gemeinsam dafür besorgt sind, dass jeweils nur die vorderste resp. der Abzugsöffnung
7 nächststehende Etikette 4 aus der Kassette 1 resp. dem Magazin 3 ausgestossen wird,
wobei die Entnahme im synchronen Zusammenwirken mit einem stromabwärts angeordneten
Adressier-, Frankier- oder anderen Verarbeitungsgerät erfolgt.
Für eine Optimierung des Reibungsschlusses mit den Etiketten 4 sind die den Transport
bewirkenden Förder- bzw. Abzugsrollen mit einem die Friktionsreibung begünstigenden
Belag, beispielsweise aus Gummi, versehen.
Am rückwärtigen Ende des Magazins 3 befindet sich ein in der Fig. 4 schematisch dargestelltes
Positionierorgan 19, das die Kassette 1 resp. die gestapelten Etiketten 4 gegen einen
vorderen Anschlag 20 in Betriebslage hält.
[0031] Bei einer solchen Positionierung werden bei Verwendung einer Kassette 1 die Etiketten
4, sobald der Stapel eine geringere Höhe als die gesammte Füllhöhe der Kassette 1
aufweist, vor einem Walken durch ein von hinten auf die formstabile Kassette 1 drückendes
Halteorgan 19 verschont. Solche sich auf den Fördervorgang negativ auswirkende Störungen
können mit einer Kassette 1 verhindert werden.
Die Anordnungsweise der Kassette 1 resp. des Magazins 3 und der Fördervorrichtung
6 ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 so gewählt, dass sich die gestapelten Etiketten
4 oberhalb der Fördervorrichtung 6 befinden und die Kassette 1 resp. die Etiketten
4 an der in Förderrichtung F betrachteten Rückseite eines Gehäuses 21 zugeführt werden.
Das Gehäuse 21 besteht aus einem Gestell 22, an dem die den Transport und die Vereinzelung
der Etiketten 4 bewirkenden Organe befestigt resp. gelagert sind, und einer Haube
23, durch die diese Teile und eine Steuerung (nicht dargestellt) von aussen geschützt
sind.
[0032] Das Befüllen einer Kassette 1 mit einem Etikettenstapel kann beispielsweise während
dem Falten des für die Kassette 1 bestimmten Bogens 13 erfolgen, indem der Ettikettenstapel
einer Verpackungsvorrichtung zugeführt wird.
[0033] Selbstverständlich kann eine Kassette 1 mit einem vorbereiteten Etikettenstapel oder
mit einzelnen, beispielweise in einem Schuppenstrom geführten Etiketten 4 befüllt
werden, wenn die Kassette 1 wenigstens einen schieberartigen Hohlraum bildet, der
vor dem Befüllen oder danach wenigstens einseitig geschlossen ist.
[0034] Der Anleger kann einer Frankier- oder Adressiermaschine zugeordnet sein, wobei der
durch die Fördervorrichtung 6 bestimmte Förderweg einer Etikette 4 stromabwärts in
einen Föderweg von flachen Versandstücken wie beispielsweise Briefumschläge, Karten
oder Muster der Frankier- oder Adressiermaschine mündet.
[0035] Hierzu sind die Fördereinrichtungen von Anleger und Frankier- oder Adressiermaschine
synchron angetrieben.
1. Anleger (2), mit einer in dem Anleger (2) gestapelte Etiketten (4) oder dgl. einzeln
von einem Stapelende abziehenden Fördervorrichtung (6) und mit einer zur Aufnahme
der Etiketten (4) dem Anleger (2) entnehmbaren Kassette (1), wobei ein Magazin (3)
des Anlegers (2) zur Aufnahme der mit Etiketten (4) angereicherten Kassette (1) ausgebildet
ist und die Kassette eine der Fördervorrichtung (6) zum Abziehen der Etiketten (4)
zugeordnete Abzugsöffnung (7) aufweist und der Abzugsöffnung (7) eine die Etiketten
(4) durch Reibungsschluss transportierende Abzugsrolle (10) der Fördervorrichtung
(6) zugeordnet ist und die Abzugsrolle (10) zum teilweisen Eintauchen durch die Abzugsöffnung
(7) in die Kassette (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (1) eine in Förderrichtung (F) der Etiketten (4) stromabwärts angeordnete
Entnahmeöffnung (5) aufweist, die sich quer zur Förderrichtung (F) der Etiketten (4)
über wenigstens deren Breite erstreckt und eine schlitzartige schmale Form aufweist,
sodass die anschliessende, in Förderrichtung (F) vordere Wand (8) der Kassette (1)
den Teilstapel über der Entnahmeöffnung (5) zurückhält und dass die Abzugsöffnung
(7) rechteckig und quer zur Förderrichtung (F) sich erstreckend ausgebildet ist und
an der Unterseite der in dem Magazin (3) eingebauten Kassette (1) angeordnet ist und
die Abzugsöffnung (7) in den sich gegenüberliegenden Seitenwänden (11, 12) der Kassette
(1) eine von einem Bogen- resp. einem Kreisbogen geformte Ausnehmung bildet, an die
die Abzugsrolle (10) angepasst ist.
2. Anleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Abzugsöffnung (7) ein auf den Etikettenstapel
einwirkendes Druckorgan (25) angeordnet ist.
3. Anleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (1) aus einem nichtmetallischen Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff,
Karton oder Papier gebildet ist.
4. Anleger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (1) als Faltschachtel ausgebildet ist.
5. Anleger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (1) einen Griff (24) zur Entnahme von dem Magazin (3) aufweist.
6. Anleger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsrolle (10) in Förderrichtung (F) betrachtet eine ausserhalb des Magazins
(3) gelagerte Förderrolle (18) der Fördervorrichtung (6) nachgeschaltet ist.
7. Anleger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderrolle (18) eine auf die ausserhalb der Kassette (1) vorstehenden Etiketten
(4) einwirkende Rückhaltevorrichtung (9) zugeordnet ist.
8. Anleger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieser einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Frankiermaschine zugeordnet
ist.
9. Anleger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Förderweg der Etikette in dem Anleger (2) stromabwärts in einen Förderweg eines
flachen Versandstücks der Frankiermaschine mündet.
1. Feeder (2), comprising a conveyor (6) for taking off labels (4) or the like stacked
in the feeder (2) one at a time from one end of the stack and a cassette (1) removable
from the feeder (2) for receiving the labels (4), wherein a magazine (3) of the feeder
(2) is designed to receive the cassette (1) filled with labels (4), the cassette has
a take-off opening (7) associated with the conveyor (6) for taking off the labels
(4), a take-off roller (10) of the conveyor (6) for transporting the labels (4) by
frictional contact is associated with the take-off opening (7) and the take-off roller
(10) is designed to be inserted partially into the cassette (1) through the take-off
opening (7), characterised in that the cassette (1) has a discharge opening (5) arranged downstream in the conveying
direction (F) of the labels (4), extending transversely to the conveying direction
(F) of the labels (4) over at least the width thereof and having a narrow slot-like
shape so that the adjacent front wall (8) of the cassette (1) in the conveying direction
(F) retains the partial stack above the discharge opening (5), that the take-off opening
(7) is rectangular, designed to extend transversely to the conveying direction (F)
and arranged on the underside of the cassette (1) inserted into the magazine (3) and
that the take-off opening (7) forms a recess in the opposing side walls (11, 12) of
the cassette (1) in the form of an arc or a circular arc adapted to the take-off roller
(10).
2. Feeder according to claim 1, characterised in that a pressure element (25) acting on the stack of labels is arranged on the side opposite
the take-off opening (7).
3. Feeder according to claim 1 or claim 2, characterised in that the cassette (1) is formed of a non-metallic material, e.g. plastic, board or paper.
4. Feeder according to claim 3, characterised in that the cassette (1) is designed as a folding box.
5. Feeder according to claim 4, characterised in that the cassette (1) has a handle (24) for removing it from the magazine (3).
6. Feeder according to one of claims 1 to 5, characterised in that the take-off roller (10) is arranged downstream of a conveying roller (18) of the
conveyor (6) supported outside the magazine (3) as viewed in the conveying direction
(F).
7. Feeder according to claim 6, characterised in that a retaining device (9) acting on the labels (4) projecting from the cassette (1)
is associated with the conveying roller (18).
8. Feeder according to claim 7, characterised in that a processing machine, in particular a franking machine, is associated therewith.
9. Feeder according to claim 8, characterised in that a conveying path for the label in the feeder (2) leads downstream to a conveying
path for a flat postal item of the franking machine.
1. Dispositif d'alimentation (2) comprenant un système de convoyage (6) qui dissocie
individuellement, de l'extrémité d'une pile, des étiquettes (4) ou objets similaires
empilé(e)s dans ledit dispositif d'alimentation (2), et une cassette (1) pouvant être
extraite du dispositif d'alimentation (2) en vue de recevoir les étiquettes (4), un
magasin (3) dudit dispositif d'alimentation (2) étant conçu pour recevoir la cassette
(1) garnie d'étiquettes (4), et ladite cassette présentant un orifice de dissociation
(7) affecté audit système de convoyage (6) en vue de dissocier lesdites étiquettes
(4), sachant qu'un rouleau de séparation (10) dudit système de convoyage (6), qui
transporte lesdites étiquettes (4) par effet de frottement, est assigné audit orifice
de dissociation (7), lequel rouleau de séparation (10) est agencé pour pénétrer partiellement
dans ladite cassette (1) à travers ledit orifice de dissociation (7), caractérisé par le fait que la cassette (1) comporte un orifice de prélèvement (5) qui est situé en aval dans
la direction (F) du convoyage des étiquettes (4), s'étend au moins sur la largeur
de ces dernières transversalement par rapport à ladite direction (F) du convoyage
desdites étiquettes (4), et offre une forme étroite du type fente, de sorte que la
paroi attenante (8) de ladite cassette (1), placée à l'avant dans ladite direction
de convoyage (F), retient la pile partielle au-dessus dudit orifice de prélèvement
(5) ; et par le fait que l'orifice de dissociation (7) est réalisé avec configuration rectangulaire et étendue
transversale vis-à-vis de la direction de convoyage (F), en étant pratiqué à la face
inférieure de la cassette (1) intégrée dans le magasin (3), ledit orifice de dissociation
(7) donnant naissance, dans les parois latérales opposées (11, 12) de ladite cassette
(1), à un évidement revêtant respectivement la forme d'un cintre, ou d'un arc de cercle,
et auquel le rouleau de séparation (10) est adapté.
2. Dispositif d'alimentation selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un organe de pression (25), agissant sur la pile d'étiquettes, est implanté sur le
côté opposé de l'orifice de dissociation (7).
3. Dispositif d'alimentation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la cassette (1) consiste en un matériau non métallique, par exemple en une matière
plastique, en du carton ou en du papier.
4. Dispositif d'alimentation selon la revendication 3, caractérisé par le fait que la cassette (1) est réalisée sous la forme d'une boîte façonnée par pliage.
5. Dispositif d'alimentation selon la revendication 4, caractérisé par le fait que la cassette (1) est munie d'un élément de préhension (24), en vue de l'extraction
hors du magasin (3).
6. Dispositif d'alimentation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'un rouleau convoyeur (18) du système de convoyage (6), monté à l'extérieur du magasin
(3), est placé en aval du rouleau de séparation (10) en considérant dans la direction
de convoyage (F).
7. Dispositif d'alimentation selon la revendication 6, caractérisé par le fait qu'un système de retenue (9), agissant sur les étiquettes (4) qui dépassent à l'extérieur
de la cassette (1), est associé au rouleau convoyeur (18).
8. Dispositif d'alimentation selon la revendication 7, caractérisé par le fait que ledit dispositif est affecté à une machine de traitement, en particulier à une machine
d'affranchissement.
9. Dispositif d'alimentation selon la revendication 8, caractérisé par le fait qu'un trajet de convoyage des étiquettes dans ledit dispositif d'alimentation (2) débouche,
en aval, sur un trajet de convoyage d'une pièce aplatie d'expédition qui équipe la
machine d'affranchissement.