| (19) |
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(11) |
EP 1 770 039 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.06.2011 Patentblatt 2011/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.07.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Materialbahnen
Method and apparatus for splicing material webs
Procédé et dispositif pour raccorder des bandes de matériau
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FI IT |
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Priorität: |
30.09.2005 DE 102005000133
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.04.2007 Patentblatt 2007/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Schütze, Frank
41564 Kaarst (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kunze, Klaus et al |
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Voith Paper Holding GmbH & Co. KG
Abteilung zjp
Sankt Poeltener Strasse 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-B1- 1 163 178
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DE-A1- 4 325 944
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Materialbahnen
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden eines Bahnendes einer auslaufenden
Materialbahn mit einem Bahnanfang einer neuen Materialbahn beim Wickeln von Materialbahnen,
insbesondere von Papier- oder Kartonbahnen, wobei der Bahnanfang und das Bahnende
aneinander gelegt und derart durchtrennt werden, dass das Bahnende und der Bahnanfang
benachbart zueinander liegen und dass sodann das Bahnende und der Bahnanfang durch
einen quer verlaufenden Verbindungsstreifen einseitig, insbesondere unterseitig miteinander
verbunden werden.
[0003] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0004] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 43 25 944 A1 dargelegt. Das beschriebene Verfahren eignet sich insbesondere zum Einsatz bei Verpackungsmaschinen
mit einer mechanischen bzw. automatischen Versorgung mit Verpackungsmaterial und ermöglicht
mit Hilfe einfacher Organe eine zuverlässige Verbindung von Materialbahnen, innerhalb
kurzer Taktzeiten zu gewährleisten. Die zu Bobinen gewickelten Materialbahnen werden
hierbei abgewickelt und eine neue, noch volle Bobine wird an die laufende Materialbahn
einer nahezu leer gefahrenen Bobine angeschlossen.
[0005] Weiterhin sind bei Abwickelvorrichtungen für Wickelrollen aus Materialbahnen, beispielsweise
Papier- oder Kartonbahnen, Splicevorrichtungen bekannt, die das Ende der auslaufenden
Materialbahn mit dem Bahnanfang einer neuen Wickelrolle verbinden. Beim Abwickeln
von schweren Materialbahnrollen, die auf durchgehende Wickelkerne, so genannte Tamboure,
aufgewickelt sind und bei einer Materialbahnbreite von 8 m und mehr ein Gewicht von
über 50 Tonnen aufweisen können, werden zum Splicen üblicherweise die Abwickelvorrichtung
und die nachfolgende Verarbeitungsmaschinen stillgesetzt.
[0006] Eine entsprechende Abwickelvorrichtung ist beispielsweise aus der
europäischen Patentschrift EP 1 163 178 B1 bekannt. Diese Vorrichtung weist eine Einrichtung zum Durchtrennen der Materialbahn
und eine Halteeinrichtung zum Halten des Endes der auslaufenden Materialbahn auf,
die feststehend an einer Bahnseite der ablaufenden Materialbahn angeordnet ist und
zwei Halteelemente umfasst, die in Bahnlaufrichtung mit Abstand voneinander angeordnet
sind. Ferner weist die Vorrichtung eine Bahntransporteinrichtung zum Aufnehmen des
Bahnanfangs der vollen Wickelrolle an deren Umfang und zum Transport des Bahnanfangs
bis hinter den Bereich der Halteeinrichtung und eine an der anderen Bahnseite gegen
die Halteeinrichtung bewegbar gelagerte Klebebandauftragseinrichtung auf. An der anderen
Bahnseite ist nun eine Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung gegen die Halteeinrichtung
bewegbar gelagert, die einen quer über die Arbeitsbreite verfahrbaren Wagen enthält,
der ein Trennmesser und ein Klebebandauftragsgerät enthält, wobei bei der Bewegung
der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung gegen die Halteeinrichtung die Schneidkante
des Trennmessers durch die Bahnebene in den Zwischenraum zwischen den beiden Halteelementen
bewegbar ist und die Halteelemente einzeln aktivierbar sind.
[0007] Der beschriebene Stand der Technik bezieht sich ausschließlich auf das Abwickeln
von miteinander zu verbindenden Materialbahnen.
[0008] Das Verbinden von aufzuwickelnden Materialbahnen hingegen wird derzeit noch manuell
durchgeführt. Dabei wird der Bahnanfang der neuen Materialbahn mittels eines Trennmessers
quer getrennt und ein einseitig klebender Verbindungsstreifen unterseitig und teilweise
überlappend angebracht. Danach wird das Bahnende der auslaufenden Materialbahn faltenfrei
über den Verbindungsstreifen ausgelegt und an der Stoßstelle zu der neuen Materialbahn
durchtrennt. Ergänzend kann nun noch oberseitig ein zweiter einseitig klebender Verbindungsstreifen
im Bereich der Stoßstelle aufgebracht werden.
[0009] Diese Art des manuellen Verbindens von aufzuwickelnden Materialbahnen ist in vielerlei
Hinsicht mit Nachteilen behaftet. So gibt es zum Anfertigen der Klebestelle noch keine
geeignete Hilfseinrichtung, die diesen Arbeitsgang unterstützt oder automatisiert.
Zudem ist sowohl ein hoher Personalaufwand im Bereich von drei bis sechs Personen
als auch ein großer Arbeitsaufwand für die Anfertigung der Klebestelle notwendig.
Dabei ist die Qualität der Verbindung häufig von der Geschicklichkeit der auszuführenden
Personen abhängig. Weiterhin sind die manuell gegebenenfalls unsauber erzeugten Klebestellen
an Fertigrollen, die während der Aufrollung erzeugt wurden, häufig die Ursache von
Reklamationen der Endkunden. Die Reklamationen führen nicht selten zu hohen wirtschaftlichen
Schäden, die zugleich mit einem Imageschaden für den Produktionsbetrieb verbunden
sind. Und nicht zuletzt besteht bei der Herstellung der Verbindung in der Nähe rotierender
Wickel ein erhöhtes Unfallrisiko, was in Unfallstatistiken nachgelesen werden kann.
[0010] Eine als Butt Splice bezeichnete Verbindung ohne Überlappung der beiden Materialbahnen,
auch als Stoßverbindung bezeichnet, hat generell den Vorteil, dass die Verbindungsstelle
nicht die doppelte Bahndicke aufweist und auch kein stufenförmiger Absatz (Stoß) an
der Verbindungsstelle entsteht. Ein überlappender Stoß an der Verbindungsstelle kann
in nachfolgenden Verarbeitungsmaschinen zu Störungen und sogar zu Schäden führen.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Arten derart weiterzubilden, um die Herstellung einer qualitativ
hochwertigen Stoßverbindung mit Zuhilfenahme einfacher Mittel bei einem minimalen
Personalaufwand, bei einer reduzierten Anzahl an Arbeitsgängen und damit bei einer
merklichen Zeitersparnis zu gewährleisten.
[0012] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Bahnanfang
und das Bahnende zumindest während ihrer Durchtrennung und Verbindung über eine als
Tragwalze ausgebildete Trageinrichtung geführt werden und dass der Bahnanfang und
das Bahnende in einem einzigen Arbeitsgang durch mindestens eine Trenneinrichtung
einer Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung vollständig durchtrennt werden,
durch den ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen miteinander verbunden werden
und zusätzlich durch einem zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen auch gegenseitig,
insbesondere oberseitig miteinander verbunden werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0014] Die auf der Trageinrichtung durchgeführte Durchtrennung von auslaufender Materialbahn
und neuer Materialbahn bewirkt, dass der Bahnanfang und das Bahnende der miteinander
zu verbindenden Materialbahnen stets wiederholbar und kantengenau nebeneinander liegen.
Die Anbringung von je einem quer verlaufenden Verbindungsstreifen auf jeder Seite
bewirkt die Erzeugung einer Verbindungsstelle, die den Eigenschaften der ursprünglichen
Materialbahnen in keinerlei Weise nachsteht und dabei insbesondere sehr gute Festigkeits-
und Belastungswerte aufweist. Die Herstellung der qualitativ hochwertigen Stoßverbindung
in lediglich einem Arbeitsgang erbringt überdies eine nicht unwesentliche Zeitersparnis
bei einem minimalen Personalaufwand und bei einer reduzierten Anzahl an Arbeitsgängen.
[0015] Ein Arbeitsgang ist hierbei definitionsgemäß die Bewegung der Vorrichtung in einer
Bewegungsrichtung quer über die Materialbahnen hinweg. Die Bewegungsrichtung kann
hierbei von der Führer- zur Triebseite als auch von der Trieb- zur Führerseite gerichtet
sein.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass nach dem Durchtrennen des
Bahnendes durch die Trenneinrichtung der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
ein der abgewandten Materialbahn zugekehrtes Bahnstück beseitigt wird, dass nach dem
Durchtrennen des Bahnanfangs der Bahnanfang und das Bahnende durch an der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung beidseitig angeordnete Führungsebenen zumindest anfänglich
bei Ausbildung eines offenen Zwischenraums aufgeklafft werden, wobei von einer ersten
Klebebandabgabeeinrichtung der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung der erste
quer verlaufende Verbindungsstreifen in den offenen Zwischenraum eingebracht wird
und wobei der Bahnanfang und das Bahnende bei Ablauf von den Führungsebenen und gleichzeitiger
Beseitigung des offenen Zwischenraums durch den eingebrachten ersten Verbindungsstreifen
einseitig, insbesondere unterseitig miteinander verbunden werden, und dass nachfolgend
der Bahnanfang und das Bahnende durch den zweiten quer verlaufenden und von einer
zweiten Klebebandabgabeeinrichtung der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
aufgebrachten Verbindungsstreifen gegenseitig, insbesondere oberseitig miteinander
verbunden werden. Die Beseitigung des der Materialbahn zugekehrten Bahnstücks, welche
von der Trageinrichtung abgewandt ist, legen Bahnanfang und Bahnende auf einer gemeinsamen
Seite frei, so dass später der zweite Verbindungsstreifen gleichseitig angebracht
werden kann, insbesondere von oben. Der Verfahrensablauf stellt überdies sicher, dass
der erste Verbindungsstreifen prozesssicher eingebracht wird und danach der Bahnanfang
und das Bahnende einseitig miteinander verbunden werden. Der zweite Verbindungsstreifen
wird dann genau und prozesssicher gegenseitig des ersten Verbindungsstreifens an der
stumpfen Verbindungsstelle aufgebracht.
[0017] Damit die beiden Verbindungsstreifen bestmöglich an den beiden Bahntrumen kleben
und somit eine optimale Stoßverbindung hergestellt wird, werden der Bahnanfang und
das Bahnende nach der Aufbringung des zweiten Verbindungsstreifens bevorzugt im Bereich
der beiden Verbindungsstreifen mittels mindestens einer vorzugsweise an der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung angeordneten Druckeinrichtung, insbesondere einer
Druckrolle, zusammengedrückt. Dieses Zusammendrücken bedingt eine sehr gute und effiziente
Fügung der beiden Bahntrume.
[0018] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung werden der Bahnanfang und das Bahnende zumindest
während ihrer Führung über die Trageinrichtung zumindest einzeln, vorzugsweise gemeinsam
ortsfest positioniert, insbesondere geklemmt. Damit werden die beiden Bahntrume vor
ihrer Verklebung sicher gehalten und beste Voraussetzungen für wirksame und geometrisch
definierte Verklebungen geschaffen. Damit die Bahntrume keinerlei Bewegungsfreiräume
besitzen, werden der Bahnanfang und das Bahnende jeweils zumindest zweifach ortsfest
positioniert, insbesondere geklemmt, wobei je eine ortsfeste Positionierung in Laufrichtung
der Materialbahnen vor und nach der Verbindungsstelle liegt.
[0019] Die beiden Materialbahnen werden bevorzugt auf einen Wickelkern zu einer Wickelrolle
aufgewickelt und der Bahnanfang und das Bahnende werden während ihrer Durchtrennung
und Verbindung in bevorzugter Weise über die als Tragwalze ausgebildete Trageinrichtung
geführt. Hierbei ergeben sich in besonderer Weise die bereits erwähnten Vorteile der
Erfindung.
[0020] Um ein Vorrücken und ein Herausziehen der restlichen, der Trageinrichtung zugewandten
Materialbahn zu begünstigen, wird der Bahnanfang einer neuen Materialbahn vor seiner
Durchtrennung und Verbindung mit dem Bahnende der auslaufenden Materialbahn zumindest
teilweise, vorzugsweise wesentlich über einen Umfangsbereich der aus dem Wickelkern
und der auslaufenden Materialbahn gebildeten Wickelrolle gelegt. Damit wird überdies
ein unkontrolliertes Abrollen der Restbahn wirksam vermieden.
[0021] In vorteilhafter Weise wird nach dem Verbinden des Bahnanfangs und des Bahnendes
ein der Trageinrichtung zugewandten Materialbahn zugekehrtes Bahnstück beseitigt,
vorzugsweise aufgewickelt oder abgeführt. Das kontrollierte Abführen der restlichen
Materialbahn wird dadurch effektiv unterstützt.
[0022] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einer Vorrichtung dadurch gelöst, dass sie
als eine Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung ausgebildet ist, die entgegen
ihrer Bewegungsrichtung, und vorzugsweise zueinander fluchtend mindestens eine Trenneinrichtung
zum Durchtrennen von Bahnanfang und Bahnende, beidseitig angeordnete Führungsebenen
durch Ausbildung eines offenen Zwischenraums infolge der Aufklaffung von Bahnanfang
und Bahnende, eine erste Klebebandabgabeeinrichtung, die einen ersten quer verlaufenden
Verbindungsstreifen in den offenen Zwischenraum zwecks einseitiger, insbesondere unterseitiger,
Verbindung des Bahnanfangs und Bahnendes einbringt, und eine zweite Klebebandabgabeeinrichtung,
die einen zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen gegenseitig, insbesondere
oberseitig, des Bahnanfangs und Bahnendes aufbringt, umfasst, wobei der Bahnanfang
und das Bahnende zumindest während ihrer Durchtrennung und Verbindung über eine als
Tragwalze ausgebildete Trageinrichtung geführt sind.
[0023] Die erfindungsgemäße Vorrichtung in Form einer Bahntrenn- und Klebebandauftragsvorrichtung
stellt sicher, dass die Verbindung der Materialbahn in einem Arbeitsgang mittels einer
Einrichtung hergestellt wird, wobei die hergestellte Verbindung eine bedienerunabhängige
und somit gleich bleibend hohe Qualität aufweist. Insgesamt wird durch einen Arbeitsgang
eine nicht unwesentliche Zeitersparnis bei einem minimalen Personalaufwand und bei
einer reduzierten Anzahl an Arbeitsgängen erwirkt.
[0024] Damit die beiden Verbindungsstreifen bestmöglich an den beiden Bahntrumen kleben
und somit eine optimale Stoßverbindung hergestellt wird, ist der zweiten Klebebandabgabeeinrichtung
bevorzugt entgegen ihrer Bewegungsrichtung und vorzugsweise fluchtend eine insbesondere
einstellbare Druckeinrichtung, insbesondere eine Druckrolle, zum Zusammendrücken der
Verklebung nachgeordnet. Dieses Zusammendrücken bedingt eine sehr gute und effiziente
Fügung der beiden Bahntrume.
[0025] Die Trenneinrichtung umfasst unter Berücksichtigung technologischer und wirtschaftlicher
Aspekte und je nach verfahrensmäßiger Ausgestaltung bevorzugt ein vorzugsweise einstellbares
Trennelement, insbesondere ein Trennmesser, oder mindestens zwei vorzugsweise einstellbare
und insbesondere kippbar angeordnete Trennelemente, insbesondere Trennmesser. Das
Trennmesser erzeugt bei einer überdurchschnittlichen Standzeit eine den Anforderungen
entsprechende Trennqualität.
[0026] Weiterhin sind die beidseitig angeordneten Führungsebenen bevorzugt als Führungsbleche
ausgebildet, deren sowohl auflauf- als auch ablaufseitige Scheitellinie fluchtend
zu der von der Trenneinrichtung erzeugten Trennlinie ausgerichtet ist und deren Führungsflanken
oberseitig einen offenen Zwischenraum ausbilden. Diese konstruktive Ausgestaltung
zeichnet sich insbesondere durch eine Zweckmäßigkeit bei gegebener Funktionalität
aus.
[0027] Die jeweilige Klebebandabgabeeinrichtung weist in vorteilhafter Ausführung eine Aufnahme
für ein den Verbindungsstreifen bildendes Klebeband und mindestens eine Führungsrolle
zur Ein- bzw. Aufbringung des entsprechenden Klebebands auf. Eine derartige Klebebandabgabeeinrichtung
zeichnet sich unter anderem durch ihre Einfachheit und Funktionalität aus.
[0028] In weiterer Ausgestaltung können die beiden aus Klebebändern gebildeten Verbindungsstreifen
gleiche Streifenbreiten aufweisen. Jedoch können sie auch unterschiedliche Streifenbreiten
aufweisen, wobei der erste Verbindungsstreifen vorzugsweise eine größere Streifenbreite
als der zweite Verbindungsstreifen besitzt, da der erste Verbindungsstreifen primär
die Verbindung herstellt und der zweite Verbindungsstreifen die Verbindung verstärkt.
[0029] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0031] Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden
von Materialbahnen während ihrer Benutzung;
[0032] Figur 2 eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung;
[0033] Figur 3 eine schematische Seitenansicht einer nicht erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Verbinden von Materialbahnen während ihrer Benutzung; und
[0034] Figuren 4 bis 8 die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden
von Materialbahnen.
[0035] Die Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung 1 zum Verbinden
von Materialbahnen 2, 3 während ihrer Benutzung, das heißt beim Wickeln von Materialbahnen
2, 3, insbesondere von Papier- oder Kartonbahnen. Dabei wird ein Bahnende 4 der auslaufenden
Materialbahn 2 mit einem Bahnanfang 5 der neuen Materialbahn 3 verbunden.
[0036] Die Vorrichtung 1 ist als eine so genannte Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
6 ausgebildet. Sie umfasst entgegen ihrer Bewegungsrichtung B (Pfeil) und vorzugsweise
zueinander fluchtend eine Trenneinrichtung 7 zum Durchtrennen von Bahnanfang 5 und
Bahnende 4 und beidseitig angeordnete Führungsebenen 8.1, 8.2 durch Ausbildung eines
offenen Zwischenraums 9 infolge der Aufklaffung von Bahnanfang 5 und Bahnende 4. Weiterhin
umfasst die Vorrichtung 1 eine erste Klebebandabgabeeinrichtung 10, die einen ersten
quer verlaufenden Verbindungsstreifen 11 in den offenen Zwischenraum 9 zwecks einseitiger
Verbindung des Bahnanfangs 5 und Bahnendes 4 einbringt und eine zweite Klebebandabgabeeinrichtung
12, die einen zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen 13 gegenseitig des Bahnanfangs
5 und Bahnendes 4 aufbringt.
[0037] Die Bewegung B (Pfeil) der Vorrichtung 1 kann sowohl manuell als auch maschinell
erfolgen.
[0038] Die jeweilige Aufbringung der Verbindungsstreifen 11, 13 ist primär von der Ausbildung
und Anordnung von Bahnanfang 5 und Bahnende 4 abhängig. In den Figuren ist der Bahnanfang
5 unterhalb des Bahnendes 4 angeordnet, so dass erste Verbindungsstreifen 11 unterseitig
eingebracht und der zweite Verbindungsstreifen 13 oberseitig des Bahnanfangs 5 und
Bahnendes 4 aufgebracht wird.
[0039] Ferner ist der zweiten Klebebandabgabeeinrichtung 12 entgegen ihrer Bewegungsrichtung
B (Pfeil) und vorzugsweise fluchtend eine insbesondere einstellbare Druckeinrichtung
14 zum Zusammendrücken der Verklebung nachgeordnet. Die Druckeinrichtung 14 umfasst
in der Ausführung der Figur 1 eine Druckrolle 15.
[0040] Die Trenneinrichtung 7 zum Durchtrennen von Bahnanfang 5 und Bahnende 4 umfasst ein
Trennelement 16, das vorzugsweise einstellbar und als ein bekanntes Trennmesser 17
ausgebildet ist. Das Trennelement 16 ist endseitig an einem Hebel 18 angeordnet, der
an einem Drehpunkt 19 gelagert und von einem Mittel 20, insbesondere einem Betätigungselement
21 in Form einer einstellbaren Feder 22, auf entgegen gesetzter Seite beaufschlagt
ist.
[0041] Weiterhin sind die beidseitig angeordneten Führungsebenen 8.1, 8.2 als Führungsbleche
23.1, 23.2 ausgebildet, deren Führungsflanken 24.1, 24.2 oberseitig den offenen Zwischenraum
9 ausbilden. Das Führungsblech 23.1 führt hierbei das Bahnende 4, wohingegen das Führungsblech
23.2 den Bahnanfang 5 führt. Die Führung entspricht hierbei einer Aufklaffung des
jeweiligen Bahntrums 4, 5. Sowohl die auflauf- als auch ablaufseitige Scheitellinie
25, 26 der beiden Führungsbleche 23.1, 23.2 ist fluchtend zu der von der Trenneinrichtung
7 erzeugten Trennlinie 27 ausgerichtet.
[0042] Die jeweilige Klebebandabgabeeinrichtung 10, 12 weist eine Aufnahme 28 für ein den
Verbindungsstreifen 11, 13 bildendes Klebeband 29, 30 und mindestens eine Führungsrolle
31 zur Ein- bzw. Aufbringung des entsprechenden Klebebands 29, 30 auf. Die beiden
aus Klebebändern 29, 30 gebildeten Verbindungsstreifen 11, 13 können gleiche Streifenbreiten
B
11, B
13 aufweisen. In der dargestellten Ausführung weisen sie jedoch unterschiedliche Streifenbreiten
B
11, B
13 auf, wobei der erste Verbindungsstreifen 11 vorzugsweise eine größere Streifenbreite
als der zweite Verbindungsstreifen 13 besitzt.
[0043] Die Figur 2 zeigt nunmehr eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung
1 zum Verbinden von eine Laufrichtung L (Pfeil) aufweisenden Materialbahnen 2, 3 während
ihrer Benutzung.
[0044] Die als eine so genannte Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung 6 ausgebildete
Vorrichtung 1 umfasst entgegen ihrer Bewegungsrichtung B (Pfeil) die bereits genannten
wesentlichen Baugruppen Trenneinrichtung 7, beidseitig angeordnete Führungsebenen
8.1, 8.2, erste Klebebandabgabeeinrichtung 10 und zweite Klebebandabgabeeinrichtung
12. Außerdem umfasst sie fluchtend eine Druckeinrichtung 14.
[0045] Die beidseitig angeordneten Führungsebenen 8.1, 8.2 sind als Führungsbleche 23.1,
23.2 ausgebildet, deren Führungsflanken 24.1, 24.2 oberseitig den offenen Zwischenraum
9 ausbilden. Das Führungsblech 23.1 führt hierbei das Bahnende 4, wohingegen das Führungsblech
23.2 den Bahnanfang 5 führt. Die Führung entspricht hierbei einer Aufklaffung des
jeweiligen Bahntrums 4, 5. Sowohl die auflauf- als auch ablaufseitige Scheitellinie
25, 26 der beiden Führungsbleche 23.1, 23.2 ist fluchtend zu der von der Trenneinrichtung
7 erzeugten Trennlinie 27 ausgerichtet.
[0046] Die beiden aus Klebebändern 29, 30 gebildeten Verbindungsstreifen 11, 13 weisen unterschiedliche
Streifenbreiten B
11, B
13 auf, wobei der erste Verbindungsstreifen 11 vorzugsweise eine größere Streifenbreite
als der zweite Verbindungsstreifen 13 besitzt.
[0047] Die in den beiden Figuren 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 1 eignet sich insbesondere
zum Verbinden von Materialbahnen 2, 3 in einem einzigen Arbeitsgang. Dabei werden
der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4, wie bereits ausgeführt, in einem einzigen Arbeitsgang
durch die mindestens eine Trenneinrichtung 7 der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
6 vollständig durchtrennt, durch den ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen
11 miteinander verbunden und zusätzlich durch den zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen
13 auch gegenseitig, insbesondere oberseitig miteinander verbunden.
[0048] Die Figur 3 zeigt eine schematische Seitenansicht einer weiteren Vorrichtung 1 zum
Verbinden von Materialbahnen 2, 3 während ihrer Benutzung.
[0049] Die dargestellte Vorrichtung 1 entspricht im Wesentlichen der in Figur 1 dargestellten
Vorrichtung 1, so dass hiermit auf deren Beschreibung Bezug genommen wird.
[0050] Der einzig markante Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung 1 besteht
in der Ausgestaltung der Trenneinrichtung 7 zum Durchtrennen von Bahnanfang 5 und
Bahnende 4 und somit in deren Funktion. Die Trenneinrichtung 7 umfasst zwei Trennelemente
16.1, 16.2, die vorzugsweise einstellbar, insbesondere kippbar und jeweils als ein
bekanntes Trennmesser 17 ausgebildet sind. Die beiden Trennelemente 16.1, 16.2 sind
gegenüberliegend und je endseitig an einem symmetrischen Hebel 18 angeordnet, der
mittig an einem Drehpunkt 19 gelagert und mittig über einen Arm 32 von zwei gegenseitig
am Arm 32 wirkenden Mitteln 20, insbesondere je einem Betätigungselement 21 in Form
einer einstellbaren Feder 22, beaufschlagt ist. Diese Trenneinrichtung 7 eignet sich
hierdurch insbesondere für einen Betrieb mit zwei unterschiedlichen Bewegungsrichtungen
bei alternativem Einsatz der Trennelemente 16.1, 16.2.
[0051] Die Figuren 4 bis 8 zeigen nun die Arbeitsweise der Vorrichtung 1 zum Verbinden von
Materialbahnen 2, 3 in einem einzigen Arbeitsgang. Im eigentlichen Sinne werden ein
Bahnende 4 einer auslaufenden Materialbahn 2 mit einem Bahnanfang 5 einer neuen Materialbahn
3 beim Wickeln der Materialbahnen 2, 3 verbunden. Die Materialbahnen 2, 3 können hierbei
Papier- oder Kartonbahnen sein.
[0052] Dabei werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 vorzugsweise faltenfrei aneinander
gelegt und derart durchtrennt, dass das Bahnende 4 und der Bahnanfang 5 benachbart
zueinander liegen (Figur 5) und dass sodann das Bahnende 4 und der Bahnanfang 5 durch
einen quer verlaufenden Verbindungsstreifen 11 einseitig, insbesondere unterseitig
miteinander verbunden werden (Figur 6).
[0053] Der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 werden gemäß der Darstellung der Figuren 4 bis
6 zumindest während ihrer Durchtrennung und Verbindung über eine vorzugsweise besaugte
Trageinrichtung 33 (Figur 6; Pfeildarstellung) geführt. Weiterhin werden die beiden
Bahntrume 4, 5 mittels einer bereits beschriebenen Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
6 in einem Arbeitsgang durch mindestens eine Trenneinrichtung 7 durchtrennt (Figur
5), durch den ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen 11 miteinander verbunden
und zusätzlich durch einen zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen 13 auch gegenseitig
miteinander verbunden (Figur 6).
[0054] Selbstverständlich könnte in weiterer alternativer Ausgestaltung auch in einem ersten
Arbeitsgang das Bahnende 4 durch die mindestens eine Trenneinrichtung 7 der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung 6 durchtrennt werden und in einem zweiten Arbeitsgang
könnte der Bahnanfang 5 durch die mindestens eine Trenneinrichtung 7 der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung 6 durchtrennt werden, der Bahnanfang 5 und das Bahnende
4 könnten durch den ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen 11 miteinander verbunden
werden und zusätzlich könnten sie durch den zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen
13 auch gegenseitig, insbesondere oberseitig miteinander verbunden werden (Figuren
5 und 6).
[0055] Nach der Darstellung gemäß Figur 5 wird nach dem Durchtrennen des Bahnanfangs 5 und
des Bahnendes 4 durch die Trenneinrichtung 7 der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
6 ein der vorzugsweise besaugten Trageinrichtung 33 abgewandten Materialbahn 2 zugekehrtes
Bahnstück 4.1 beseitigt. Anschließend werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 durch
an der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung 6 beidseitig angeordnete und nicht
dargestellte Führungsebenen zumindest anfänglich bei Ausbildung eines offenen Zwischenraums
9 nach der Darstellung der Figur 6 aufgeklafft, wobei von einer ersten, jedoch nicht
explizit dargestellten Klebebandabgabeeinrichtung der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
6 der erste quer verlaufende Verbindungsstreifen 11 in den offenen Zwischenraum 9
eingebracht wird und wobei der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 bei Ablauf von den
Führungsebenen und gleichzeitiger Beseitigung des offenen Zwischenraums 9 durch den
eingebrachten ersten Verbindungsstreifen 11 einseitig, das heißt unterseitig miteinander
verbunden werden. Nachfolgend werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 durch einen
zweiten quer verlaufenden und von einer zweiten, jedoch nicht explizit dargestellten
Klebebandabgabeeinrichtung der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung 6 aufgebrachten
Verbindungsstreifen 13 gegenseitig, das heißt oberseitig miteinander verbunden.
[0056] Ferner werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 nach der Aufbringung des zweiten
Verbindungsstreifens 13 im Bereich der beiden Verbindungsstreifen 11, 13 mittels mindestens
einer vorzugsweise an der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung 6 angeordneten,
jedoch nicht explizit dargestellten Druckeinrichtung, insbesondere einer Druckrolle,
zusammengedrückt.
[0057] Weiterhin werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 nach der Darstellung gemäß der
Figuren 5 und 6 zumindest während ihrer Führung über die vorzugsweise besaugte Trageinrichtung
33 zumindest einzeln, vorzugsweise gemeinsam mittels einer Einrichtung 34 ortsfest
positioniert, insbesondere geklemmt. Dabei werden der Bahnanfang 5 und das Bahnende
4 bevorzugt mittels einer entsprechenden Einrichtung 34 jeweils zumindest zweifach
ortsfest positioniert, insbesondere geklemmt, wobei je eine ortsfeste Positionierung
in Laufrichtung L (Pfeil) der Materialbahnen 2, 3 vor und nach der Verbindungsstelle
36 liegt. Die Einrichtung 34 kann beispielsweise als eine Walze 35, insbesondere eine
Klemmwalze 35.1 ausgebildet sein.
[0058] Allgemein werden nach den Darstellungen der Figuren 4 bis 8 die beiden Materialbahnen
2, 3 auf einen Wickelkern 37 zu einer Wickelrolle 38 aufgewickelt. Dabei werden der
Bahnanfang 5 und das Bahnende 4 während ihrer Durchtrennung und Verbindung über eine
als vorzugsweise besaugte Tragwalze 33.1 ausgebildete Trageinrichtung 33 geführt.
[0059] Zudem wird dabei der Bahnanfang 5 einer neuen Materialbahn 3 vor seiner Durchtrennung
und Verbindung mit dem Bahnende 4 der auslaufenden Materialbahn 2 zumindest teilweise,
vorzugsweise wesentlich über einen Umfangsbereich 39 der aus dem Wickelkern 37 und
der auslaufenden Materialbahn 2 gebildeten Wickelrolle 38 gelegt.
[0060] Nach dem Verbinden des Bahnanfangs 5 und des Bahnendes 4 wird ein der vorzugsweise
besaugten Trageinrichtung 33 zugewandten Materialbahn 3 zugekehrtes Bahnstück beseitigt,
vorzugsweise aufgewickelt oder abgeführt.
[0061] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Arten derart weitergebildet werden, dass sie die
Herstellung einer qualitativ hochwertigen Stoßverbindung mit Zuhilfenahme einfacher
Mittel bei einem minimalen Personalaufwand, bei einer reduzierten Anzahl an Arbeitsgängen
und damit bei einer merklichen Zeitersparnis gewährleisten.
[0062] Bezugszeichenliste
[0066] 4 Bahnende (Bahntrum)
[0068] 5 Bahnanfang (Bahntrum)
[0069] 6 Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
[0070] 7 Trenneinrichtung
[0074] 10 Erste Klebebandabgabeeinrichtung
[0075] 11 Erster Verbindungsstreifen
[0076] 12 Zweite Klebebandabgabeeinrichtung
[0077] 13 Zweiter Verbindungsstreifen
[0078] 14 Druckeinrichtung
[0087] 21 Betätigungselement
[0089] 23.1 Führungsblech
[0090] 23.2 Führungsblech
[0091] 24.1 Führungsflanke
[0092] 24.2 Führungsflanke
[0101] 33 Trageinrichtung
[0106] 36 Verbindungsstelle
[0110] B Bewegungsrichtung (Pfeil)
[0111] B
11 Streifenbreite
[0112] B
13 Streifenbreite
[0113] L Laufrichtung (Pfeil)
1. Verfahren zum Verbinden eines Bahnendes (4) einer auslaufenden Materialbahn (2) mit
einem Bahnanfang (5) einer neuen Materialbahn (3) beim Wickeln von Materialbahnen
(2, 3), insbesondere von Papier- oder Kartonbahnen, wobei der Bahnanfang (5) und das
Bahnende (4) aneinander gelegt und derart durchtrennt werden, dass der Bahnanfang
(5) und das Bahnende (4) benachbart zueinander liegen und dass sodann der Bahnanfang
(5) und das Bahnende (4) durch einen quer verlaufenden Verbindungsstreifen (11) einseitig,
insbesondere unterseitig, miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) zumindest während ihrer Durchtrennung und
Verbindung über eine als Tragwalze (33.1) ausgebildete Trageinrichtung (33) geführt
werden und dass in einem einzigen Arbeitsgang der Bahnanfang (5) und das Bahnende
(4) durch mindestens eine Trenneinrichtung (7) einer Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
(6) vollständig durchtrennt werden, durch den ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen
(11) miteinander verbunden werden und zusätzlich durch einen zweiten quer verlaufenden
Verbindungsstreifen (13) auch gegenseitig, insbesondere oberseitig, miteinander verbunden
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Durchtrennen des Bahnendes (4) durch die Trenneinrichtung (7) der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung (6) ein der abgewandten Materialbahn (2) zugekehrtes
Bahnstück (4.1) beseitigt wird, dass nach dem Durchtrennen des Bahnanfangs (5) der
Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) durch an der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung
(6) beidseitig angeordnete Führungsebenen (8.1, 8.2) zumindest anfänglich bei Ausbildung
eines offenen Zwischenraums (9) aufgeklafft werden, wobei von einer ersten Klebebandabgabeeinrichtung
(10) der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung (6) der erste quer verlaufende
Verbindungsstreifen (11) in den offenen Zwischenraum (9) eingebracht wird und wobei
der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) bei Ablauf von den Führungsebenen (8.1, 8.2)
und gleichzeitiger Beseitigung des offenen Zwischenraums (9) durch den eingebrachten
ersten Verbindungsstreifen (11) einseitig, insbesondere unterseitig, miteinander verbunden
werden, und dass nachfolgend der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) durch den zweiten
quer verlaufenden und von einer zweiten Klebebandabgabeeinrichtung (12) der Bahntrenn-
und Klebebandauftragseinrichtung (6) aufgebrachten Verbindungsstreifen (13) gegenseitig,
insbesondere oberseitig, miteinander verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) nach der Aufbringung des zweiten Verbindungsstreifens
(13) im Bereich der beiden Verbindungsstreifen (13) mittels mindestens einer, vorzugsweise
an der Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung (6) angeordneten, Druckeinrichtung
(14), insbesondere einer Druckrolle (15) zusammengedrückt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) zumindest während ihrer Führung über die
Trageinrichtung (33) zumindest einzeln, vorzugsweise gemeinsam, ortsfest positioniert,
insbesondere geklemmt, werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) jeweils zumindest zweifach ortsfest positioniert,
insbesondere geklemmt, werden, wobei je eine ortsfeste Positionierung in Laufrichtung
(L) der Materialbahnen (2, 3) vor und nach der Verbindungsstelle (36) liegt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Materialbahnen (2, 3) auf einen Wickelkern (37) zu einer Wickelrolle (38)
aufgewickelt werden und dass der Bahnanfang (5) und das Bahnende (4) während ihrer
Durchtrennung und Verbindung über die als Tragwalze (33.1) ausgebildete Trageinrichtung
(33) geführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bahnanfang (5) der neuen Materialbahn (3) vor seiner Durchtrennung und Verbindung
mit dem Bahnende (4) der auslaufenden Materialbahn (2) zumindest teilweise, vorzugsweise
wesentlich, über einen Umfangsbereich (39) der aus dem Wickelkern (37) und der auslaufenden
Materialbahn (2) gebildeten Wickelrolle (38) gelegt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 6 oder
7, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verbinden des Bahnanfangs (5) und des Bahnendes (4) ein der Trageinrichtung
(33) zugewandten Materialbahn (3) zugekehrtes Bahnstück beseitigt, vorzugsweise aufgewickelt
oder abgeführt, wird.
9. Vorrichtung (1) zur Durchführung eines Verfahrens nach zumindest einem der vorhergehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass sie als eine Bahntrenn- und Klebebandauftragseinrichtung (6) ausgebildet ist, die
entgegen ihrer Bewegungsrichtung (B), und vorzugsweise zueinander fluchtend, mindestens
eine Trenneinrichtung (7) zum Durchtrennen von Bahnanfang (5) und Bahnende (4), beidseitig
angeordnete Führungsebenen (8.1, 8.2) durch Ausbildung eines offenen Zwischenraums
(9) infolge der Aufklaffung von Bahnanfang (5) und Bahnende (4), eine erste Klebebandabgabeeinrichtung
(10), die einen ersten quer verlaufenden Verbindungsstreifen (11) in den offenen Zwischenraum
(9) zwecks einseitiger, insbesondere unterseitiger, Verbindung des Bahnanfangs (5)
und Bahnendes (4) einbringt, und eine zweite Klebebandabgabeeinrichtung (12), die
einen zweiten quer verlaufenden Verbindungsstreifen (13) gegenseitig, insbesondere
oberseitig, des Bahnanfangs (5) und Bahnendes (4) aufbringt, umfasst, wobei der Bahnangfang
(5) und das Bahnende (4) zumindest während ihrer Durchtrennung und Verbindung über
eine als Tragwalze (33.1) ausgebildete Trageinrichtung (33) geführt sind.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Klebebandabgabeeinrichtung (12) entgegen ihrer Bewegungsrichtung (B)
und vorzugsweise fluchtend eine, insbesondere einstellbare, Druckeinrichtung (14),
insbesondere eine Druckrolle (14.1), zum Zusammendrücken der Verklebung nachgeordnet
ist.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (7) mindestens ein, vorzugsweise einstellbares, Trennelement
(16), insbesondere ein Trennmesser (17), umfasst.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (7) mindestens zwei, vorzugsweise einstellbare und insbesondere
kippbar angeordnete, Trennelemente (16.1, 16.2), insbesondere Trennmesser (17), umfasst.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseitig angeordneten Führungsebenen (8.1, 8.2) als Führungsbleche (23.1, 23.2)
ausgebildet sind, deren sowohl auflauf- als auch ablaufseitige Scheitellinie (25,
26) fluchtend zu der von der Trenneinrichtung (7) erzeugten Trennlinie (27) ausgerichtet
ist und deren Führungsflanken , (24.1, 24.2) oberseitig einen offenen Zwischenraum
(9) ausbilden.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Klebebandabgabeeinrichtung (10, 12) eine Aufnahme (28) für ein den
Verbindungsstreifen (11, 13) bildendes Klebeband (29, 30) und mindestens eine Führungsrolle
(30) zur Ein- bzw. Aufbringung des entsprechenden Klebebands (11, 13) aufweist.
15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus Klebebändern (29, 30) gebildeten Verbindungsstreifen (11, 13) gleiche
Streifenbreiten (B11, B13) aufweisen.
16. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus Klebebändern (29, 30) gebildeten Verbindungsstreifen (11, 13) unterschiedliche
Streifenbreiten (B11, B13) aufweisen, wobei der erste Verbindungsstreifen (11) vorzugsweise eine größere Streifenbreite
als der zweite Verbindungsstreifen (13) besitzt.
1. Method for joining a web end (4) of an outgoing material web (2) to a web start (5)
of a new material web (3) during the winding of material webs (2, 3), in particular
of paper or board webs, the web start (5) and the web end (4) being placed on each
other and severed in such a way that the web start (5) and the web end (4) are located
adjacent to each other, and that the web start (5) and the web end (4) are joined
to each other on one side, in particular the underside, by means of a joining strip
(11) running transversely, characterized in that
at least as they are severed and joined, the web start (5) and the web end (4) are
led over a carrier device (33) formed as a carrier roll (33.1), and in that the web start (5) and the web end (4) are severed completely in a single operation
by means of at least one separating device (7) belonging to a web separating and adhesive
tape applying device (6), are joined to each other by the first joining strip (11)
running transversely and are additionally also joined to each other on the opposite
side, in particular the top side, by a second joining strip (13) running transversely.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
following the severing of the web end (4) by the separating device (7) belonging to
the web separating and adhesive tape applying device (6), a piece of web (4.1) turning
towards the material web (2) facing away is eliminated, and in that following the severing of the web start (5), the web start (5) and the web end (4)
are caused to gape, at least initially, by guide planes (8.1, 8.2) arranged on both
sides of the web separating and adhesive tape applying device (6), forming an open
interspace (9), the first joining strip (11) running transversely being introduced
into the open interspace (9) by a first adhesive tape dispensing device (10) of the
web separating and adhesive tape applying device (6), and the web start (5) and the
web end (4), as they run off the guide planes (8.1, 8.2) and with the simultaneous
elimination of the open interspace (9), being joined to each other on one side, in
particular the underside, by the first joining strip (11) introduced, and in that subsequently the web start (5) and the web end (4) are joined to each other on the
opposite side, in particular the top side, by means of the second joining strip (13)
running transversely and applied by a second adhesive tape dispensing device (12)
of the web separating and adhesive tape applying device (6).
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
following the application of the second joining strip (13), the web start (5) and
the web end (4) are pressed together in the region of the two joining strips (13)
by means of a pressure device (14), in particular a pressure roller (15), preferably
arranged on the web separating and adhesive tape applying device (6).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that
at least as they are guided over the carrier device (33), the web start (5) and the
web end (4) are positioned in a fixed location, at least individually, preferably
jointly, in particular clamped.
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
the web start (5) and the web end (4) are in each case positioned in a fixed location
at least twice, in particular clamped, in each case the fixed position lying before
and after the joining location (36) in the running direction (L) of the material webs
(2, 3).
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the two material webs (2, 3) are wound onto a core (37) to form a wound roll (38),
and in that, as they are severed and joined, the web start (5) and the web end (4) are led over
the carrier device (33) formed as a carrier roll (33.1).
7. Method according to Claim 6,
characterized in that
before being severed and joined to the web end (4) of the outgoing material web (2),
the web start (5) of the new material web (3) is placed at least partly, preferably
substantially, over a circumferential region (39) of the wound roll (38) formed by
the core (37) and the outgoing material web (2).
8. Method according to one of the preceding claims, in particular according to Claim
6 or 7,
characterized in that
following the joining of the web start (5) and the web end (4), a piece of the web
turned towards the material web (3) facing the carrier device (33) is eliminated,
preferably wound up or led away.
9. Apparatus (1) for carrying out a method according to at least one of the preceding
claims,
characterized in that
it is constructed as a web severing and adhesive tape applying device (6) which, counter
to and preferably in alignment with its direction of movement (B), comprises at least
one separating device (7) for severing web start (5) and web end (4), guide planes
(8.1, 8.2) arranged on both sides by forming an open interspace (9) as a result of
the gaping of web start (5) and web end (4), a first adhesive tape dispensing device
(10), which introduces a first joining strip (11) running transversely into the open
interspace (9) for joining the web start (5) and web end (4) on one side, in particular
the underside, and a second adhesive tape dispensing device (12), which applies a
second joining strip (13) running transversely to the opposite side, in particular
the top side, of the web start (5) and web end (4), at least as they are severed and
joined, the web start (5) and the web end (4) being led over a carrier device (33)
formed as a carrier roll (33.1).
10. Apparatus (1) according to Claim 9,
characterized in that
a pressure device (14) that is in particular adjustable, in particular a pressure
roller (14.1), for pressing the adhesive together is arranged downstream of the second
adhesive tape dispensing device (12), counter to and preferably in alignment with
its direction of movement (B).
11. Apparatus (1) according to Claim 9 or 10,
characterized in that
the separating device (7) comprises at least one separating element (16) that is preferably
adjustable, in particular a separating knife (17).
12. Apparatus (1) according to Claim 9 or 10,
characterized in that
the separating device (7) comprises at least two separating elements (16.1, 16.2)
that are preferably adjustable and in particular arranged such that they can be tilted,
in particular separating knives (17).
13. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 12,
characterized in that
the guide planes (8.1, 8.2) arranged on both sides are formed as guide plates (23.1,
23.2), the zenithal line (25, 26) on the run-on and run-off side of which is oriented
so as to align with the separating line (27) produced by the separating device (7)
and the guide flanks (24.1, 24.2) of which form an open interspace (9) on the top
side.
14. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 13,
characterized in that
the respective adhesive tape dispensing device (10, 12) has a holder (28) for the
adhesive tape (29, 30) forming the joining strips (11, 13), and at least one guide
roller (30) for introducing and applying the corresponding adhesive tape (11, 13).
15. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 14,
characterized in that
the two joining strips (11, 13) formed from adhesive tapes (29, 30) have the same
strip widths (B11, B13).
16. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 14,
characterized in that
the two joining strips (11, 13) formed from adhesive tapes (29, 30) have different
strip widths (B11, B13), the first joining strip (11) preferably having a greater strip width than the second
joining strip (13).
1. Procédé pour raccorder une fin de bande (4) d'une bande de matériau sortante (2) à
une tête de bande (5) d'une nouvelle bande de matériau (3) lors de l'enroulement de
bandes de matériau (2, 3), en particulier de bandes de papier ou de carton, dans lequel
on pose l'une sur l'autre la tête de bande (5) et la fin de bande (4) et on les tranche
de telle manière que la tête de bande (5) et la fin de bande (4) soient situées à
proximité l'une de l'autre, et on raccorde l'une à l'autre la tête de bande (5) et
la fin de bande (4) sur un côté, en particulier sur le côté inférieur, au moyen d'un
ruban de raccordement (11) s'étendant transversalement, caractérisé en ce que l'on guide la tête de bande (5) et la fin de bande (4) sur un dispositif de support
(33) se présentant sous la forme d'un rouleau de support (33.1), au moins pendant
leur coupe et leur raccordement, et en ce que l'on tranche complètement la tête de bande (5) et la fin de bande (4) en une seule
opération au moyen d'au moins un dispositif de coupe (7) d'un dispositif de coupe
de bande et d'application de ruban adhésif (6), on les raccorde l'une à l'autre au
moyen du premier ruban de raccordement (11) s'étendant transversalement et on les
raccorde en outre l'une à l'autre sur l'autre côté, en particulier sur le côté supérieur,
au moyen d'un second ruban de raccordement (13) s'étendant transversalement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la coupe de la fin de bande (4) par le dispositif de coupe (7) du dispositif
de coupe de bande et d'application de ruban adhésif (6), on élimine un morceau de
bande (4.1) tourné vers la bande de matériau opposée (2), en ce qu'après la coupe de la tête de bande (5), on écarte la tête de bande (5) et la fin de
bande (4) au moyen de plans de guidage (8.1, 8.2) disposés de part et d'autre sur
le dispositif de coupe de bande et d'application de ruban adhésif (6), au moins initialement
en formant un espace intermédiaire ouvert (9), dans lequel on introduit le premier
ruban de raccordement s'étendant transversalement (11) dans l'espace intermédiaire
ouvert (9) à partir d'un premier dispositif de distribution de ruban adhésif (10)
du dispositif de coupe de bande et d'application de ruban adhésif (6), et dans lequel
on raccorde l'une à l'autre sur un côté, en particulier sur le côté inférieur, la
tête de bande (5) et la fin de bande (4) au moyen du premier ruban de raccordement
introduit (11) lors de la sortie des plans de guidage (8.1, 8.2) et de la disparition
simultanée de l'espace intermédiaire ouvert (9), et en ce que l'on raccorde ensuite l'une à l'autre sur le côté opposé, en particulier sur le côté
supérieur, la tête de bande (5) et la fin de bande (4) au moyen du second ruban de
raccordement (13) s'étendant transversalement et appliqué par un second dispositif
de distribution de ruban adhésif (12) du dispositif de coupe de bande et d'application
de ruban adhésif (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on presse la tête de bande (5) et la fin de bande (4) l'une sur l'autre après l'application
du second ruban de raccordement (13) dans la région des deux rubans de raccordement
(13) au moyen d'au moins un dispositif de pression (14), en particulier un rouleau
de pression (15), disposé de préférence sur le dispositif de coupe de bande et d'application
de ruban adhésif (6).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on positionne localement, en particulier on pince, la tête de bande (5) et la fin
de bande (4) au moins individuellement, de préférence ensemble, au moins pendant leur
guidage sur le dispositif de support (33).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on positionne localement, en particulier on pince, chaque fois au moins deux fois
la tête de bande (5) et la fin de bande (4), dans lequel un positionnement local est
situé chaque fois avant et après le point de raccordement (36) dans la direction de
défilement (L) des bandes de matériau (2, 3).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on enroule les deux bandes de matériau (2, 3) en une bobine (38) sur un noyau d'enroulement
(37) et en ce que l'on guide la tête de bande (5) et la fin de bande (4) sur le dispositif de support
(33) se présentant sous la forme d'un rouleau de support (33.1) pendant leur coupe
et leur raccordement.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on pose la tête de bande (5) de la nouvelle bande de matériau (3) avant sa coupe
et son raccordement avec la fin de bande (4) de la bande de matériau sortante (2)
au moins partiellement, de préférence essentiellement, sur une zone périphérique (39)
de la bobine (38) formée par le noyau d'enroulement (37) et la bande de matériau sortante
(2).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, en particulier selon
la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'après le raccordement de la tête de bande (5) et de la fin de bande (4), on élimine,
de préférence on enroule ou on évacue, un morceau de bande tourné vers la bande de
matériau (3) tournée vers le dispositif de support (33).
9. Dispositif (1) pour la mise en oeuvre d'un procédé selon au moins une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il se présente sous la forme d'un dispositif de coupe de bande et d'application de
ruban adhésif (6), qui comprend, dans le sens opposé à sa direction de mouvement (B),
et de préférence en alignement l'un avec l'autre, au moins un dispositif de coupe
(7) pour trancher une tête de bande (5) et une fin de bande (4), des plans de guidage
(8.1, 8.2) disposés de part et d'autre pour former un espace intermédiaire ouvert
(9) par suite de l'écartement de la tête de bande (5) et de la fin de bande (4), un
premier dispositif de distribution de ruban adhésif (10), qui introduit un premier
ruban de raccordement (11) s'étendant transversalement dans l'espace intermédiaire
ouvert (9) en vue d'un raccordement sur un côté, en particulier sur le côté inférieur,
de la tête de bande (5) et de la fin de bande (4), et un second dispositif de distribution
de ruban adhésif (12), qui applique un second ruban adhésif (13) s'étendant transversalement
sur le côté opposé, en particulier sur le côté supérieur, de la tête de bande (5)
et de la fin de bande (4), dans lequel la tête de bande (5) et la fin de bande (4)
sont guidées, au moins pendant leur coupe et leur raccordement, sur un dispositif
de support (33) se présentant sous la forme d'un rouleau de support (33.1).
10. Dispositif (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un dispositif de pression (14), en particulier un rouleau de pression (14.1), en particulier
réglable, est disposé après le second dispositif de distribution de ruban adhésif
(12) dans la direction opposée à sa direction de mouvement (B) et de préférence en
alignement, afin de comprimer le collage.
11. Dispositif (1) selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (7) comprend au moins un élément de coupe (16), en particulier
une lame de coupe (17), de préférence réglable.
12. Dispositif (1) selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (7) comprend au moins deux éléments de coupe (16.1, 16.2),
en particulier des couteaux de coupe (17), de préférence réglables et en particulier
inclinables.
13. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que les plans de guidage (8.1, 8.2) disposés de part et d'autre se présentent sous la
forme de tôles de guidage (23.1, 23.2), dont la ligne de sommet (25, 26), aussi bien
à l'entrée qu'à la sortie, est orientée en alignement avec la ligne de coupe (27)
produite par le dispositif de coupe (7) et dont les flancs de guidage (24.1, 24.2)
forment sur le côté supérieur un espace intermédiaire ouvert (9).
14. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de distribution de ruban adhésif respectif (10, 12) présente un logement
(28) pour un ruban adhésif (29, 30) formant le ruban de raccordement (11, 13) et au
moins un rouleau de guidage (30) pour l'introduction ou l'application du ruban adhésif
correspondant (11, 13).
15. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que les deux rubans de raccordement (11, 13) formés à partir de rubans adhésifs (29,
30) présentent des largeurs de ruban égales (B11, B13).
16. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que les deux rubans de raccordement (11, 13) formés à partir de rubans adhésifs (29,
30) présentent des largeurs de ruban différentes (B11, B13), le premier ruban de raccordement (11) présentant de préférence une largeur de ruban
plus grande que le second ruban de raccordement (13).
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