[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung, Behandlung und Weiterverarbeitung
von synthetischen Fasern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Herstellung von synthetischen Fasern sowie zur Behandlung und Weiterverarbeitung
zu Faserprodukten, wie beispielsweise Fäden, Spinnkabel, Stapelfaser, Spinnvliese
oder Vliesstoffe ist es bekannt, das Fasergut in mehreren Bearbeitungsstationen einer
Prozessfolge zu führen. Innerhalb jeder Bearbeitungsstation sind ein oder mehrere
angetriebene Prozessaggregate vorgesehen, um die Führung und Behandlung des Fasergutes
ausführen zu können. Je nach Anforderung werden dabei die Prozessaggregate direkt
durch einen Elektromotor oder indirekt über Zwischenschaltung eines Getriebes angetrieben.
Eine Ausführungsvariante einer derartigen Vorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 1 022 364 A1 bekannt.
[0003] Derartige Vorrichtungen werden üblicherweise zu mehreren in Maschinenhallen nebeneinander
aufgestellt, so dass eine Vielzahl von gleichzeitig angetriebenen Prozessaggregaten
betrieben werden und somit eine nicht zu vernachlässigende Geräuschbelastung des Gesamtsystems
auftritt, die insbesondere Handhabungen zu Prozessbeginn und zu Wartungszwecken durch
Bedienpersonen beeinträchtigen. Zudem erfordern die mit einem Getriebe angetriebenen
Prozessaggregate einen höheren Wartungszyklus, der unerwünschte Prozessunterbrechungen
zur Folge hat.
[0004] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Herstellung, Behandlung
und Weiterverarbeitung von synthetischen Fasern der gattungsgemäßen Art bereitzustellen,
bei welcher die Prozessaggregate in den Bearbeitungsstationen möglichst umweltfreundlich
mit geringen Prozessunterbrechungen betrieben werden können.
[0005] Ein weiteres Ziel der Erfindung kann darin gesehen werden, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit möglichst kompakten und flexibel anwendbaren Prozessaggregaten auszustatten.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch
1 gelöst:
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0008] Die Erfindung besitzt den besonderen Vorteil, dass der Anteil der direkt durch Elektromotor
angetriebene Prozessaggregat erheblich gesteigert werden kann. So können zusätzliche
Getriebe eingespart werden, da insbesondere Permanentmagnet-Motoren bekannt sind,
um hohe Drehmomente bei relativ niedrigen Drehzahlen zu übertragen. Zudem weisen die
durch einen Permanentmagenet- Motor angetriebenen Prozessaggregate eine höhere Dynamik
und Flexibilität auf, so dass unterschiedliche Anwendungsfälle ohne Änderungen wie
beispielsweise ein Getriebeaustausch möglich sind.
[0009] Um die bei direkt angetriebenen Prozessaggregaten vorgegebenen Führungsgeschwindigkeiten
während der Herstellung, Behandlung und Weiterverarbeitung des Fasergutes einhalten
zu können, sind die Permanentmagnet-Motoren jeweils als Synchronmotoren ausgebildet,
bei welchem mehrere Permanentmagnete an einem ringförmigen Rotor angeordnet sind.
Hierbei ist der Durchmesser des Rotors im Verhältnis zu seiner Länge relativ groß,
so dass eine sehr kurze und kompakte Bauvariante des Elektromotors vorliegt.
[0010] Die durch den Permanentmagnet-Motor erzeugbaren hohen Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen
lassen sich dabei vorteilhaft durch die Weiterbildung der Erfindung übertragen, bei
welcher der Synchronmotor zur Ankopplung eines Wellenabschnittes an den Rotor eine
Hohlwellenaufnahme aufweist, in welcher der Wellenabschnitt einsteckbar ist.
[0011] Dabei kann der Wellenabschnitt unmittelbar an einem Ende einer Antriebswelle einer
der Prozessaggregate ausgebildet sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den
in der Hohlwellenaufnahme eingesteckten Wellenabschnitt an einer Zwischenwelle auszubilden,
die über ein Getriebemittel zum Synchronübertragen der Antriebsdrehzahl mit einer
Antriebswelle einer der Prozessaggregate verbunden ist. Je nach Einbaumöglichkeiten
und Platzbedarf lassen sich somit individuelle Antriebslösungen der Prozessaggregate
realisieren.
[0012] Zur Einhaltung einer vorgegebenen Prozessgeschwindigkeit ist die Weiterbildung der
Erfindung besonders vorteilhaft, bei welcher der PermanentmagnetMotor mit einem Steuergerät
verbunden ist, welches zumindest mit einem dem Prozessaggregat zugeordneten Sensormittel
gekoppelt ist. Innerhalb des Steuergerätes kann somit der durch das Sensormittel sensierte
Ist-Wert einer Antriebsdrehzahl des Prozessaggregates oder unmittelbar eine Führungsgeschwindigkeit
mit einem jeweils vorgegebenen Soll-Wert abgeglichen und fortlaufend geregelt werden.
Damit wird die Zuführung des Fasergutes erforderliche ProzessgleichmäBigkeit besonders
gewährleistet.
[0013] Zur Vermeidung von Überlasterscheinungen - wie beispielsweise durch Faserwickel an
Galetten verursacht - ist es vorteilhaft, eine Kupplungseinrichtung in dem Antriebsstrang
zwischen dem Permanentmagnetmotor und dem Prozessaggregat anzuordnen. Hierbei haben
sich insbesondere Stahllamellenkupplungen bewährt.
[0014] Zur Herstellung von Stapelfasern wird eine Führungswalze, ein Streckwerk, eine Kräuseleinrichtung
oder eine Schneideinrichtung durch Permanentmagnet-Motoren direkt angetrieben.
[0015] Bei der Herstellung von Spinnvlies lassen sich die Prozessaggregate wie eine Ablageeinrichtung,
ein Kalander oder eine Vlieswickeleinrichtung mit einem Permanentmagnet-Motor direkt
antreiben.
[0016] Einige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind anhand der beigefügten
Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben.
[0017] Es stellen dar:
Fig. 1: schematisch eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäBen
Vorrichtung
Fig. 2 schematisch eine Querschnittsansicht eines Prozessaggregates des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1
Fig. 3 schematisch eine Seitenansicht eines Prozessaggregates des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1
Fig. 4 schematisch eine Ansicht eines weiteren Prozessaggregates des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1
Fig. 5 schematisch eine Querschnittsansicht eines Permanentmagnet-Motors zum Direktantrieb
eines Prozessaggregates
Fig. 6 schematisch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
[0018] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur einstufigen Herstellung von Stapelfasern schematisch dargestellt. Derartige Vorrichtungen
sind in der Fachwelt allgemein als Kompaktspinnanlagen zur Herstellung von Stapelfasern
vorzugsweise aus Polypropylen bekannt. Die Kompaktspinnanlagen werden mit Spinngeschwindigkeiten
im Bereich von max. 250 m/min. betrieben. Damit können sehr hohe Produktionskapazitäten
von bis zu 50 t/Tag erreicht werden.
[0019] Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist mehrere Bearbeitungsstationen
auf, die von einer Schmelzeaufbereitung 1 bis hin zu einer Schneideinrichtung 9 zum
Zerschneiden der synthetischen Fasern eine Prozessfolge bilden. Der Schmelzeaufbereitung
1 folgt eine Spinneinrichtung 2, eine Abzugseinrichtung 3, eine Streckeinrichtung
4, eine Spinnkabelverlegeeinrichtung 5, eine Kräuseleinrichtung 6, eine Trockeneinrichtung
7 sowie eine der Schneideinrichtung 9 vorgeordnete Zugeinstelleinrichtung 8. Jede
der Bearbeitungsstationen weist jeweils ein oder mehrere angetriebene Prozessaggregate
auf.
[0020] Zur Erzeugung einer Polymerschmelze enthält die Schmelzeaufbereitung 1 einen Extruder
10 mit einem Extruderantrieb 11. Hierbei wird dem Extruder 10 ein Polymer in Form
eines Granulates aufgegeben und aufgeschmolzen. Über ein Rohrsystem wird die durch
den Extruder 10 aufgeschmolzene Polymerschmelze zur nächsten Bearbeitungsstation der
Spinneinrichtung 2 geführt.
[0021] Die Spinneinrichtung 2 weist mehrere Spinnstellen 12.1, 12.2 und 12.3 auf. Die Anzahl
der Spinnstellen des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels ist beispielhaft. Jede
der Spinnstellen 12.1, 12.2 bis 12.3 ist identisch aufgebaut, so dass diese anhand
der Spinnstelle 12.1 näher erläutert wird.
[0022] Zum Extrudieren einer Vielzahl von Fasersträngen ist eine vorzugsweise ringförmige
Spinndüse 15 vorgesehen, die an ihrer Unterseite eine Vielzahl von Düsenbohrungen
aufweist. Die Spinndüse 15 ist mit einer Spinnpumpe 13 verbunden, die der Spinndüse
15 einen Schmelzestrom unter Druck zuführt. Die Spinnpumpe 13 wird hierzu durch einen
Pumpenantrieb 14 direkt angetrieben. Die Spinndüsen 15 der Spinnstellen 12.1, 12.2
und 12.3 sind in einem beheizten Spinnbalken angeordnet. Unterhalb der Spinndüsen
15 ist eine im wesentlichen zentrisch zu der Spinndüse 15 angeordnete Kühleinrichtung
16 vorgesehen. Die Kühleinrichtung 16 ist als eine Anblasung ausgebildet, bei welcher
ein Kühlluftstrom aus einer ringförmigen Blasdüse erzeugt wird, so dass die Kühlluft
den durch die Faserstränge gebildeten ringförmigen Schleier von innen nach außen durchdringt
und zur Abkühlung der Faserstränge führt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird die Kühlluft der Kühlvorrichtung 16 von oben durch den Spinnbalken zugeführt.
Es ist jedoch auch möglich, die Kühlluftzufuhr seitlich neben den austretenden Fasersträngen
zu platzieren.
[0023] Zur Führung und Behandlung der Faserstränge, die in dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 durch das Bezugszeichen 30 gekennzeichnet sind, ist der Spinneinrichtung 2
die Abzugseinrichtung 3 nachgeordnet. Die Abzugseinrichtung 3 befindet sich direkt
unterhalb der Spinneinrichtung 2. Die Abzugseinrichtung 3 weist mehrere Präparationswalzen
17 und Abzugswalzen 18 auf. Die Präparationswalzen 17 und die Abzugswalzen 18 sind
unabhängig voneinander angetrieben. Hierbei können insbesondere die Abzugswalzen 18
gemeinsam durch einen Gruppeantrieb oder separat durch Einzelantriebe angetrieben
sein. Durch dies Abzugseinrichtung 3 werden die Faserstränge 30 der Spinnstellen 12.1,
12.2 und 12.3 abgezogen und aus einer vertikalen Führung heraus umgelenkt; Die Vielzahl
der durch die Präparationswalzen 17 zusammengeführten Faserstränge, die als Spinnkabel
bezeichnet werden, werden anschließend von einer Streckeinrichtung 4 übernommen.
[0024] Die Streckeinrichtung 4 weist zwei in Faserlaufrichtung hintereinander angeordnete
Streckwerke 19.1 und 19.2 auf. Zwischen den Streckwerken 19.1 und 19.2 ist ein Heißstreckkanal
21 angeordnet. Innerhalb des Heißstreckkanals 21 lassen sich die Faserstränge 30 auf
eine vorbestimmte Temperatur mittels Heißluft oder mittels eines Heißdampfes temperieren.
Jedes der Streckwerke 19.1 und 19.2 weist jeweils mehrere Streckwalzen 20 auf, die
die Faserstränge 30 mit einfacher Umschlingung führen. Die Streckwalzen 20 der Streckwerke
19.1 und 19.2 sind durch einen Gruppenantrieb angetrieben, wobei die Streckwalzen
20 des Streckwerkes 19.2 gegenüber den Streckwalzen 20 des Streckwerkes 19.1 mit höherer
Umfangsgeschwindigkeit zur Einstellung eines bestimmten Verstreckverhältnisses betrieben
werden. Zur gleichzeitigen thermischen Behandlung der Faserstränge können die Streckwalzen
20 der beiden Streckwerke 19.1 und 19.2 je nach Anforderung einen .gekühlten Walzenmantel
oder einen beheizten Walzenmantel aufweisen. Die Ausbildung des Gruppenantriebes für
die Streckwalzen 20 der Streckwerke 19.1 und 19.2 wird nachfolgend noch näher beschrieben.
[0025] Nach dem Verstrecken werden die nebeneinander geführten Spinnkabel innerhalb der
Spinnkabelverlegeeinrichtung 5 zu einem Tow zusammengeführt. Hierzu weist die Spinnkabelverlegeeinrichtung
im Einlaufbereich eine angetriebene Separierwalze 22 und eine angetriebene Sammelwalze
24 am Ausgang auf. Zwischen der Separierwalze 22 und der Sammelwalze 24 sind mehrere
Teilungswalzen 23 übereinander angeordnet, um die an der Separierwalze 22 nebeneinander
geführten Spinnkabel in eine gemeinsame Ebene zu führen, so dass an der Sammelwalze
24 die Spinnkabel zu einem Tow zusammengeführt sind.
[0026] Das Tow wird anschließend in der Kräuseleinrichtung 6 gestaucht und gekräuselt. Hierzu
weist die Kräuseleinrichtung 6 zwei angetriebene Kräuselwalzen 25 auf, die zu einem
Walzenspalt übereinander angeordnet sind. Auf der Auslaßseite des Walzenspaltes schließt
sich eine Stauchkammer 26 an. Die Ausbildung des Gruppenantriebes der Kräuselwalzen
25 wird nachfolgend noch näher beschrieben.
[0027] Nach dem Kräuseln werden die Faserstränge der Trockeneinrichtung 7 zugeführt und
anschließend durch die Zugeinstelleinrichtung 8 mit definierter Spannung der Schneideinrichtung
9 aufgegeben. Die Trockeneinrichtung 7 wird durch einen Ofen 66 gebildet, durch welchen
die Faserstränge kontinuierlich geführt werden. Die Zugeinstelleinrichtung 8 weist
mehrere angetriebene Führungswalzen 27 auf, um die Faserstränge von der Trockeneinrichtung
abzusichern.
[0028] Zum Zerschneiden der Fasern ist in der Schneideinrichtung 9 ein angetriebener Schneidkopf
28 vorgesehen, durch welchen die Faserstränge 30 in kleine Stücke geschnitten und
von einem Fasersammler 29 aufgenommen werden.
[0029] Die in der Fig. 1 nicht näher dargestellten Antriebe der einzelnen Prozessaggregate
können sowohl durch Einzelantriebe oder Gruppenantriebe gebildet sein, bei welchen
das Prozessaggregat direkt durch einen Elektromotor angetrieben ist oder bei welchem
das Prozessaggregat durch Zwischenschaltung eines Übersetzungsgetriebes angetrieben
wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich jedoch selbst bei derartigen
niedrigen Prozessgeschwindigkeiten durch eine Mehr zahl von direkt angetriebenen Prozessaggregaten
aus.
[0030] In Fig. 2 und 3 ist hierzu das Streckwerk 19.1 in mehreren Ansichten mit einem Gruppenantrieb
45 dargestellt. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in einer Querschnittsansicht und Fig.
3 in einer Seitenansicht. Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren
gemacht ist, gilt die nachfolgende Beschreibung für beide Figuren. Da die Streckwerke
19.1 und 19.2 des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 im wesentlichen identisch aufgebaut
sind, gilt die nachfolgende Erläuterung für bei Streckwerke 19.1 und 19.2. An dieser
Stelle sei jedoch erwähnt, dass der Aufbau der Streckwerke 19.1 je nach Prozess auch
völlig unterschiedlich sein könnte.
[0031] An einer Gestellwand 32 sind mehrere versetzt zueinander angeordnete Streckwalzen
20.1 bis 20.5 angeordnet. Die Streckwalzen 20.1 bis 20.5 sind auskragend an der Gestellwand
32 gehalten und über Antriebswellen 31.1 bis 31.5 in der Gestellwand 32 drehbar gelagert.
Jede der Antriebswellen 31.1 bis 31.5 weist am Lagerabschnitt innerhalb der Gestellwand
2 ein Zahnrad 33.1 bis 33.5 auf, das fest mit dem Umfang der jeweiligen Antriebswelle
31.1 bis 31.5 verbunden ist. Die Zahnräder 33.1 bis 33.5 sind identisch ausgebildet
und stehen miteinander in Eingriff. Die Antriebswellen 31.1 bis 31.5 ragen mit einem
freien Ende auf die Rückseite der Gestellwand 2. Dieses freie Ende der Antriebswellen
31.1 bis 315 stellt üblicherweise eine Anschlussmöglichkeit zur Temperierung der Walzen
dar.
[0032] Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, weist der Gruppenantrieb 45 zum Antrieb der Streckwalzen
20.1 bis 20.5 einen Permanentmagnet-Motor 34 auf. Der Permanentmagnet-Motor 34 ist
über eine Rotorwelle 39 und eine Kupplung 38 mit einer Zwischenwelle 35 verbunden.
Die Zwischenwelle 35 ist drehbar in der Gestellwand 32 gelagert und ragt mit dem Antriebsende
auf der Rückseite der Gestellwand 32 hervor. Am Umfang der Zwischenwelle 35 ist ein
Zahnrad 36 angeordnet, das mit einem Zahnrad 37 in Eingriff steht. Das Zahnrad 37
ist am Umfang der Antriebswelle 31.2 angeordnet.
[0033] Bei den in den Fig. 2 und 3 dargestellten Streckwerk 19.1 erfolgt der Direktantrieb
der Walzen 31.1 bis 31.5 derart, dass die Zwischenwelle 35 unmittelbar durch die Rotorwelle
39 des Permanentmagnet-Motors 34 mit einer vorgegebenen Antriebsdrehzahl angetrieben
wird. Die Drehbewegung der Zwischenwelle 35 wird synchron auf die Antriebswelle 31.2
übertragen. Hierzu sind die im Eingriff befindlichen Zahnräder 36 und 37 in ihrem
Durchmesser identisch ausgeführt. Gleichzeitig erfolgt durch die Übertragung der Zahnräder
33.1 bis 33.5 der Antrieb der benachbarten Antriebswelle 31.1 sowie 31.3 bis 31.5.
Somit werden die Streckwalzen 20.1 bis 20.5 mit identischen Umfangsgeschwindigkeiten
unmittelbar durch den Permanentmagnet-Motor 34 angetrieben.
[0034] Bei den in Fig. 2 und 3 dargestellten Streckwerk besteht ebenfalls die Möglichkeit,
den Permanentmagnet-Motor 34 unmittelbar mit einem freien Ende einer der Antriebswelle
31.1 bis 31.5 zu verbinden. Bei einer derartigen Antriebsvariante würde die Zwischenschaltung
einer Zwischenwelle entfallen. Insbesondere bei Streckwerken oder Abzugswerken, bei
welchem das freie Ende der Antriebswellen keine Anschlussmöglichkeiten aufweisen müssen,
ist die direkte Anbindung des Permanentmagnet-Motors bevorzugt. Grundsätzlich besteht
auch die Möglichkeit, jede der Streckwalzen durch einen separaten Permanentmagnet-Motor
anzutreiben. So lassen sich beispielsweise die in der Kräuseleinrichtung 6 des in
Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels die Kräuselwalzen direkt durch jeweils einen
Permanentmagnet-Motor antreiben.
[0035] In Fig. 4 ist die in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 eingesetzte Kräuseleinrichtung
6 näher beschrieben. In Fig. 1 ist die Kräuselvorrichtung schematisch in einer Ansicht
dargestellt.
[0036] Die Kräuselvorrichtung 6 besteht im wesentlichen aus zwei in einem Maschinengestell
41 drehbar gelagerten Kräuselwalzen 25.1 und 25.2 und der den Kräuselwalzen 25.1 und
25.2 nachgeordneten Stauchkammer 26. In Fig. 4 ist die Stauchkammer 26 in einer Querschnittsansicht
gezeigt. Zwischen der oberen Kräuselwalze 25.1 und der unteren Kräuselwalze 25.2 ist
ein Walzenspalt 40 gebildet, um das Fasergut einziehen zu können und durch Knickung
zu kräuseln. Jede der Kräuselwalzen 25.1 und 25.2 ist mit einer Antriebswelle 31.1
und 31.2 gekoppelt. Die Antriebswelle 31.1 der oberen Kräuselwalze 25.1 ist an einem
Antriebsende direkt mit einem Permanentmagnet-Motor 34.1 verbunden. Die untere Kräuselwalze
25.2 ist über die Antriebswelle 31.2 direkt mit einem zweiten Permanentmagnet-Motor
34.2 verbunden.
[0037] Zur Einstellung des Walzenspaltes 40 zwischen den Kräuselwalzen 25.1 und 25.2 ist
der Abstand zwischen den Kräuselwalzen 25.1 und 25.2 änderbar. Hierzu ist bevorzugt
die obere Kräuselwalze 25.1 mit der Antriebswelle 31.1 und dem Permanentmagnet-Motor
34.1 relativ zu der unteren Kräuselwalze 25.2 verstellbar in dem Maschinengestell
41 gehalten. Die zum Halten und Führen der oberen Kräuselwalze 25.1 erforderlichen
mechanischen Mittel sind in Fig. 4 nicht dargestellt und an dieser Stelle nicht näher
beschrieben. Üblicherweise wird die Kräuselwalze 25.1 hierzu an einem Schwenkträger
gehalten, welcher durch eine Kolbenzylindereinheit führbar ist. Dabei dient die Kolbenzylindereinheit
zum Halten der oberen Kräuselwalze 25.1 in einer den Walzenspalt 40 bestimmenden Betriebsstellung.
[0038] Zur Steuerung der Permanentmagnet-Motoren 34.1 und 34.2 ist jedem Motor 34.1 und
34.2 jeweils ein Steuergerät 42.1 und 42.2 vorgeordnet, welches mit den Motoren gekoppelt
ist.
[0039] Den Steuergeräten 42.1 und 42.2 sind Sensormittel 43.1 und 43.2 zugeordnet, welche
die Drehzahlen oder Rotorlage der Motoren 34.1 und 34.2 erfassen. Zur Vorgabe von
Prozesseinstellungen ist eine Steuereinheit 44 den Steuergeräten 42.1 und 42.3 vorgeordnet.
[0040] Zum Betrieb der in Fig. 4 dargestellten Kräuselvorrichtung wird über die Steuereinheit
44 den Steuergeräten 42.1 und 42.2 eine Sollvorgabe der Antriebsdrehzahlen aufgegeben,
so dass die beiden Permanentmagenet-Motoren 34.1 und 34.2 mit identischen Einstellungen
die zugeordneten Antriebswellen 31.1 und 31.2 antreiben. Die Kräuselwalzen 25.1 und
25.2 werden mit gleichen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben. Die Steuerung der Permanentmagnet-Motoren
34.1 und 34.2 wird durch Sensormittel 43.1 und 43.2 überwacht. Die Sensormittel 43.1
und 43.2 könnte als Lagegeber oder Drezahlfühler ausgebildet sein. Die Permanentmagnet-Motoren
34.1 und 34.2 sind bevorzugt als Synchron-Motoren ausgebildet, um die Walzen mit konstanten
Umfangsgeschwindigkeiten anzutreiben.
[0041] Das in Fig 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der Kräuselvorrichtung zeichnet sich
durch einen Direktantrieb der Kräuselwalzen aus, so dass keine zusätzlichen mechanischen
Mittel zur Übersetzung oder zur Kopplung der Antriebswellen benötigt werden. Damit
ist die Kräuselvorrichtung mit einem besonders kompakten und wesentlichen wartungsfreien
Gruppenantrieb ausgeführt. Dabei könnten die Permanentmagnet-Motoren auch durch sensorlose
Varianten ersetzt sein, bei welchen die Steuerung der Motoren durch eine Software
erfolgt.
[0042] In Fig. 5 ist eine mögliche Bauvariante eines Permanentmagnet-Motors in form eines
Synchron-Motors in einer Querschnittsansicht dargestellt, wie er beispielsweise zum
Antreiben der Streckwalzen 20 oder der Kräuselwalzen 25 einsetzbar wäre. Der Permanentmagnet-Motor,
der auch als sogenannter Torque-Motor bekannt ist, weist eine Hohlwellenaufiiahme
48 auf, in welcher ein Wellenabschnitt 54 einer Antriebswelle beispielsweise der Antriebswelle
31.1, einer Kräuselwalze eingesteckt ist. Die Hohlwellenaufnahme 48 ist in einem Gehäuse
46 des Pemamentmagnet-Motors ausgebildet. In dem Gehäuse 46 ist ein ringförmiger Stator
47 befestigt. Der Stator 47 umschließt einen innerhalb des Stators 47 ringförmig ausgebildeten
Rotor 51, welcher am Umfang mehrere nebeneinander angeordnete Permanentmagnete trägt.
In Fig. 5 sind die Permanentmagnete 52.1 und 52.2 gezeigt. Der Rotor 51 ist durch
die Lagerung 49 in dem Gehäuse 46 drehbar gelagert. An einer Stirnseite ist der Rotor
51 fest mit einem Kragen einer Ringbuchse 50 verbunden. Die Ringbuchse 50 ist drehfest
mit dem Umfang des Wellenabschnittes 54 gekoppelt. Der Wellenabschnitt 54 ist durch
die Lagerung 53 in dem Gehäuse 46 gelagert.
[0043] Der in Fig. 5 dargestellte und als Synchronmotor ausgebildete Permanentmagnet-Motor
stellt eine bevorzugte Antriebsvariante zu direkten Antreiben von Walzen dar. Der
Einsatz von Permanentmagneten mit konstantem Magnetfluß im Luftspalt ermöglicht eine
hohe Leistungsabgabe bei niedrigen Drehzahlen. Somit ist der Permanentmagnet-Motor
besonders geeignet, um die Prozessaggregate in den in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung direkt anzutreiben. So besteht die Möglichkeit,
den in Fig. 5 dargestellten Permanentmagnet-Motor zu verwenden, um eine Extruderschnecke
eines Extruders, eine Antriebswelle einer Spinnpumpe oder einen Schneidkopf einer
Schneideinrichtung direkt anzutreiben. Damit sind äußerst kompakte und durch die Bauart
des Antriebes im wesentlichen wartungsfreie Prozessaggregate ausführbar, so dass die
erfindungsgemäße Vorrichtung als Gesamtsystem eine hohe Produktivität aufgrund weniger
Wartungszyklen aufweist. Zudem lässt der hohe Anteil an direkt angetriebenen Prozessaggregaten
eine größeren Freiraum, um Prozessänderungen bei der Herstellung und bei der Behandlung
von Fasergut vornehmen zu können.
[0044] In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch dargestellt. Hierbei werden die zu einer Arbeitsfolge hintereinander angeordneten
Bearbeitungsstationen dazu genutzt, um aus einem vorgelegten Kunststoffmaterial ein
Spinnvlies herzustellen. Die Bearbeitungsstationen und Prozessaggregate haben hierbei
identische Bezugszeichen gehalten insoweit ihre Funktion identisch zu dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel ist.
[0045] Die Vorrichtung weist eine Schmelzeaufbereitung 1, eine Spinneinrichtung 2, eine
Ablageeinrichtung 55, eine Kalandereinrichtung 56 und eine Vlieswickeleinrichtung
57 auf. In der Spinneinrichtung 2 wird ein Kunststoffgranulat durch einen Extruder
10, der über einen Extruderantrieb 11 angetrieben ist, aufgeschmolzen und als Polymerschmelze
über ein Leitungssystem der Spinneinrichtung 2 zugeführt.
[0046] Die Spinneinrichtung 2 weist einen Spinnkopf 63 mit einer wesentlichen in reihenförmiger
Anordnung ausgebildeten Spinndüse. Unterhalb des Spinnkopfes 63 ist eine Abzugsdüse
64 vorgesehen, um die durch die Spinndüsenbohrungen extrudierten Faserstränge abzuziehen
und zu einer Ablageeinrichtung 55 zu fördern.
[0047] Die Ablageeinrichtung 55 besteht aus einem angetriebenen Förderband 58, welches über
Antriebsrollen 59 geführt ist.
[0048] Am Ende des Förderbandes 58 ist eine Kalandereinrichtung 56 zur Verfestigung des
thermoplastischen Vlieses angeordnet, die mehrere angetriebene Kalanderwalzen 60 aufweisen.
Der Kalandereinrichtung 56 ist eine Vlieswickeleinrichtung 57 nachgeordnet, welche
einen angetriebenen Wickelträger 61 aufweist, der drehbar in einem Maschinengestell
gehalten ist.
[0049] Das gezeigte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 6 ist
zur Herstellung eines Spinnvlieses vorgesehen. Hierbei werden die schmelzgesponnenen
Faserstränge 30 als ein Vorhang mit vorbestimmter Breite zu einem Vlies 62 abgelegt.
Das Vlies 62 wird nach Ablage durch das Förderband 58 zu der Kalandereinrichtung 56
geführt. Zwischen den angetriebenen Kalanderwalzen 60 sind Walzenspalte gebildet,
durch welche das Vlies zur Verfestigung geführt wird. Nach der Verfestigung wird das
Vlies 62 zu einem Vlieswickel 65 aufgewickelt.
[0050] Zum Antrieb des Förderbandes 58, sowie zum Antrieb zumindest einer Kalanderwalze
60 ist jeweils ein Permanentmagnet-Motor 34 vorgesehen. Hierbei lässt sich der Permanenimagnet-Motor
34 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 unmittelbar an einer Antriebswelle der
Antriebsrollen 59 oder der Antriebswelle der Kalanderwalze 60 anbinden.
[0051] Ebenso ist es möglich, dass der Wickelträger 61 durch einen Permanentmagnet-Motor
direkt angetrieben wird.
[0052] Die in den Fig. 1 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind in ihrer Art und Arbeitsfolge der Bearbeitungsstationen und der Bauweise
der Prozessaggregate beispielhaft. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Arbeitsfolgen
zur Herstellung von Stapelfasern durch zwei getrennte Prozesse auszuführen. Hierbei
wird in einem ersten Prozessschritt ein Spinnkabel erzeugt und in eine Kanne abgelegt.
In einem Prozessschritt werden mehrere Spinnkabel aus Kannen abgezogen und als Tow
zu Fasern geschnitten. Zum Verstrecken der Faserstränge können diese auch mit mehrfacher
Umschlingung über Streckwalzen geführt werden.
[0053] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch ein besonders geräuscharmes
Gesamtsystem aus, das aufgrund der guten Regeleigenschaften der Direktantriebe hohe
Prozessgleichmäßigkeiten in der Führung des Fasergutes aufzeigt.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Schmelzeaufbereitung
- 2
- Spinneinrichtung
- 3
- Abzugseinrichtung
- 4
- Streckeinrichtung
- 5
- Spinnkabelverlegeeinrichtung
- 6
- Kräuseleinrichtung
- 7
- Trockeneinrichtung
- 8
- Zugeinstelleinrichtung
- 9
- Schneideinrichtung
- 10
- Extruder
- 11
- Extruderantrieb
- 12.1, 12.2, 12.3
- Spinnstelle
- 13
- Spinnpumpe
- 14
- Pumpenantrieb
- 15
- Spinndüse
- 16
- Kühleinrichtung
- 17
- Präparationswalzen
- 18
- Abzugwalzen
- 19.1, 19.2
- Streckwerk
- 20
- Streckwalzen
- 21
- Heißstreckkanal
- 22
- Separierwalzen
- 23
- Teilungswalzen
- 24
- Sammelwalzen
- 25.1, 25.2
- Kräuselwalzen
- 26
- Stauchkammer
- 27
- Führungswalzen
- 28
- Schneidkopf
- 29
- Fasersammler
- 30
- Faserstrang
- 31.1, 31.2 ... 31.5
- Antriebswelle
- 32
- Gestellwand
- 33.1 ... 33.5
- Zahnrad
- 34, 34.1, 34.2
- Permanentmagnet-Motor
- 35
- Zwischenwelle
- 36
- Zahnrad
- 37
- Zahnrad
- 38
- Kupplung
- 39
- Rotorwelle
- 40
- Walzenspalt
- 41
- Maschinengestell
- 42.1, 42.2
- Steuergerät
- 43.1, 43.2
- Sensormittel
- 44
- Steuereinheit
- 45
- Gruppenantrieb
- 46
- Gehäuse
- 47
- Stator
- 48
- Hohlwellenaufnahme
- 49
- Lager
- 50
- Ringbuchse
- 51
- rotor
- 52.1, 52.2
- Permanentmagnet
- 53
- Lager
- 54
- Wellenabschnitt
- 55
- Ablageeinrichtung
- 56
- Kalandereinrichtung
- 57
- Vlieswickeleinrichtung
- 58
- Förderband
- 59
- Antriebsrollen
- 60
- Kalanderwalzen
- 61
- Wickelträger
- 62
- Vlies
- 63
- Spinnkopf
- 64
- Abzugsdüse
- 65
- Vlieswickel
- 66
- Ofen
1. Vorrichtung zur Herstellung, Behandlung und Weiterverarbeitung von synthetischen Fasern
mit mehreren Bearbeitungsstationen (1 ... 9), die zu einer Prozessfolge aufgestellt
sind und jeweils ein oder mehrere angetriebene Prozessaggregate (10, 13, 19) aufweisen,
wobei die Antriebe (11, 14, 45) der Prozessaggregate (10, 15, 19) Elektromotoren (34)
aufweisen, die jeweils direkt auf das Prozessaggregat (10, 14) oder indirekt durch
Zwischenschaltung eines Getriebes auf das Prozessaggregat (19) einwirken, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Elektromotoren zum direkten Antrieb der zugeordneten Prozessaggregate (19.1,
19.2) als Permanentmagnet-Motoren (34) ausgebildet sind, darunter zumindest ein Elektromotor
zum Antrieb einer Führungswalze (18, 27), eines Streckwerks (19), einer Kräuseleinrichtung,
einer Schneideinrichtung, eines Kalanders, einer Ablageeinrichtung und/oder einer
Vlieswickeleinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnet-Motoren (34) jeweils als Synchronmotor ausgebildet sind, bei
welchem mehrere Permanentmagneten (52.1, 52.2) an einem ringförmigen Rotor (51) angeordnet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Synchronmotor (34) zur Ankopplung eines Wellenabschnittes (54) an den Rotor (51)
eine Hohlwellenaufnahme (48) aufweist, in welcher der Wellenabschnitt (54) einsteckbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenabschnitt (54) unmittelbar an einem Ende einer Antriebswelle (31.1) einer
der Prozessaggregate (25.1) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenabschnitt (54) an einer Zwischenwelle (35) ausgebildet ist, welche mit
einem gegenüberliegenden Ende mit einer Antriebswelle (31.2) einer der Prozessaggregate
(20.2) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet-Motor (34.1) mit einem Steuergerät (43.1) verbunden ist und dass
dem Permanentmagnet-Motor (34.1) ein Sensormittel (43.1) zugeordnet ist, welches Sensormittel
(43.1) mit dem Steuergerät (42.1) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kupplungseinrichtung (38) in dem Antriebsstrang zwischen dem Permanentmagnet-Motor
(34) und dem Prozessaggregat angeordnet ist.
1. A device for producing, treating and further processing synthetic fibers, with a plurality
of processing stations (1 ... 9) which are set up in a process sequence and in each
case have one or more driven process assemblies (10, 13, 19), the drives (11, 14,
45) of the process assemblies (10, 15, 19) having electric motors (34) which in each
case act directly on the process assembly (10, 14) or indirectly on the process assembly
(19) by a gear being interposed, characterized in that a plurality of electric motors are designed as permanent magnet motors (34) for the
direct drive of the assigned process assemblies (19.1, 19.2), including at least one
electric motor for driving a guide roller (18, 27), a drawframe (19), a crimping device,
a cutting device, a calander, a depositing device and/or a fabric winding device.
2. The device as claimed in claim 1, characterized in that the permanent magnet motors (34) are designed in each case as a synchronous motor
in which a plurality of permanent magnets (52.1, 52.2) are arranged on a ring-shaped
rotor (51).
3. The device as claimed in claim 2, characterized in that the synchronous motor (34) has, for coupling a shaft portion (54) to the rotor (51),
a hollow shaft receptacle (48) in which the shaft portion (54) can be plugged.
4. The device as claimed in claim 3, characterized in that the shaft portion (54) is formed directly at one end of a drive shaft (31.1) of one
of the process assemblies (25.1).
5. The device as claimed in claim 3, characterized in that the shaft portion (54) is formed on an intermediate shaft (35) which is connected
at an opposite end to a drive shaft (31.2) of one of the process assemblies (20.2).
6. The device as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that the permanent magnet motor (34.1) is connected to a control apparatus (43.1), and
in that the permanent magnet motor (34.1) is assigned a sensor means (43.1), which sensor
means (43.1) is connected to the control apparatus (42.1).
7. The device as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that a clutch device (38) is arranged in the drive train between the permanent magnet
motor (34) and the process assembly.
1. Dispositif destiné à la production, le traitement et la transformation ultérieure
de fibres synthétiques avec une pluralité de postes de traitement (1...9), qui sont
disposés en un cycle d'opérations et qui présentent respectivement un agrégat de processus
ou une pluralité d'agrégats de processus (10, 13, 19), les entraînements (11, 14,
45) des agrégats de processus (10, 15, 19) présentant des moteurs électriques (34),
qui agissent respectivement directement sur l'agrégat de processus (10, 14) ou qui
agissent indirectement sur l'agrégat de processus (19) par l'intercalage d'un engrenage,
caractérisé en ce qu'une pluralité de moteurs électriques est conçue en tant que moteurs à aimants permanents
(34) pour l'entraînement direct des agrégats de processus y étant associés (19.1,
19.2), dont au moins un moteur électrique pour l'entraînement d'un cylindre de guidage
(18, 27), d'un banc d'étirage (19), d'une installation de frisage, d'une installation
de coupe, d'une calandre, d'une installation de dépôt et/ou d'une installation d'enroulement
d'un non-tissé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moteurs à aimants permanents (34) sont réalisés respectivement en tant que moteur
synchrone, dans le cas duquel une pluralité d'aimants permanents (52.1, 52.2) est
agencée sur un rotor annulaire (51).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que pour accoupler un tronçon d'arbre (54) sur le rotor (51) le moteur synchrone (34)
a un espace vide (48), dans lequel le tronçon d'arbre (54) peut être emboîté.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tronçon d'arbre (54) est réalisé directement sur une extrémité d'un arbre d'entraînement
(31.1) d'un des agrégats de processus (25.1).
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tronçon d'arbre (54) est réalisé sur un arbre intermédiaire (35) qui avec une
extrémité opposée est relié à un arbre d'entraînement (31.2) d'un des agrégats de
processus (20.2).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le moteur à aimant permanent (34.1) est relié à un appareil de commande (43.1) et
en ce qu'un moyen de capteur (43.1) est associé au moteur à aimant permanent, lequel moyen
de capteur (43.1) est relié à l'appareil de commande (42.1).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une installation d'accouplement (38) est agencée dans l'écheveau d'entraînement entre
le moteur à aimant permanent (34) et l'agrégat de processus.