[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuschneiden und Handhaben eines im Wesentlichen
flächenhaften Zuschnittes aus einem auf einem Schneidetisch aufliegenden flächenhaften
CFK-Halbzeug mittels einer Schneideinrichtung, wobei der herausgetrennte Zuschnitt
mittels eines Vakuumeffektors ansaugbar und zum indest anhebbar ist.
[0002] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Zuschnitten
aus einem flächenhaften Zuschnitt unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei unvollständige Durchtrennungen selbsttätig erkannt und erforderlichenfalls automatisch
beseitigt werden.
[0003] Im modernen Flugzeugbau finden zunehmend Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen
Verwendung. Zur Herstellung derartiger Bauteile wird eine Vielzahl von flächenhaften
Faserhalbzeugen zur Schaffung eines Faservorformlings übereinander geschichtet, bis
eine vorgegebene Bauteilform erreicht ist. Die einzelnen Verstärkungsfaserlagen können
jeweils unterschiedliche Umfangsgeometrien aufweisen, um Vorformlinge mit einer nahezu
beliebigen Oberflächengeometrie herzustellen. Hierzu ist es erforderlich, aus dem
flächenhaften Faserhalbzeug Zuschnitte mit einer entsprechenden Umfangsgeometrie auf
geeigneten automatischen Schneideinrichtungen mit hoher Genauigkeit herauszutrennen.
Als Faserhalbzeuge kommen bevorzugt Gewebe, Gelege oder Gestricke mit Kohlenstofffasern
zum Einsatz (so genannte "CFK-Halbzeuge").
[0004] Der auf diese Weise mit Kohlenstofftasern gebildete, einer dreidimensionalen Gestalt
des zu fertigenden CFK-Bauteils im Wesentlichen folgende (Faser-)Vorformling, wird
im Zuge eines Fertigungsverfahrens zum Beispiel in eine Form eingelegt, die der geometrischen
Gestalt des zu fertigenden CFK-Bauteils entspricht, und mit einem aushärtbaren Kunststoffmaterial,
wie beispielsweise einem Epoxidharz, imprägniert. Abschließend oder zeitgleich erfolgt
unter Anwendung von Druck und/oder Temperatur die Aushärtung zu einem maßhaltigen
Bauteil (so genanntes "RTM-Verfahren", "Resin Transfer Molding").
[0005] Um eine möglichst vollautomatische Herstellung der Faservorformlinge im RTM-Verfahren
zu erreichen, müssen die herausgetrennten Zuschnitte beispielsweise mittels eines
Vakuumeffektors angesaugt, angehoben und beispielsweise in ein RTM-Formwerkzeug zum
schichtweisen Aufbau eines Vorformlings abgelegt werden, damit in einem abschließenden
Prozessschritt die Imprägnierung mit dem aushärtbaren Kunststoffmaterial erfolgen
kann. Der Vakuumeffektor der Vorrichtung wird im Allgemeinen mittels eines Handhabungsgeräts,
insbesondere mittels eines Knickarmroboters mit mehreren Freiheitsgraden, vollautomatisch
im Raum positioniert.
[0006] Probleme im automatischen Fertigungsablauf treten auf, wenn während des automatischen
Zuschneidvorgangs in der Schneidevorrichtung nicht alle Kohlenstofffasern vollständig
durchtrennt werden. In diesem Fall kommt es bei dem Versuch, den Zuschnitt mittels
des Vakuumeffektors vom Schneidetisch abzuheben, in aller Regel zu Störungen im Produktionsfluss,
da sich die Position des Zuschnittes unter dem Vakuumeffektor verschiebt. Damit ist
die genaue räumliche Position des Zuschnittes nicht mehr bekannt und dessen korrekte
Positionierung in Bezug auf ein Formwerkzeug nicht mehr gewährleistet. Eine Lagekorrektur
ist in diesem Fall, vorausgesetzt der Zuschnitt ist durch das Abreißen vom CFK-Halbzeug
nicht in seiner Integrität beschädigt, nur noch durch eine aufwendige manuelle Nachpositionierung
möglich.
[0007] Die Druckschrift
DE 699 05 752 T2 betrifft eine Gewebeauflegevorrichtung zur Herstellung eines Verbundlaminates, wobei
das schrittweise Auflegen von Gewebe für die Herstellung von Laminaten und insbesondere
der Zuschnitt an der Formstation offenbart ist.
[0008] Die Druckschrift
DE 23 01 736 A beschreibt eine Vorrichtung zum Schneiden eines Flachmaterials, wobei computerbasierte
Schneidanweisungen an Schneidköpfe übermittelt werden, denen jeweils Schneidzonen
in Verschubrichtung der Materialbahn zugeordnet sind.
[0009] Die Druckschrift
DE 102 52 671 C1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten, dreidimensionalen Kunststoffteilen,
wobei eine partielle Unterbrechung des Fadengeleges in Bereichen der stärksten Verformung
in ausgewählten Bereichen stattfindet.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum voll automatisierten Zuschneiden
von Zuschnitten aus einem flächenhaften CFK-Halbzeug als Ausgangsmaterial zu schaffen,
bei der eine nicht vollständige Durchtrennung von Kohlenstofffasern selbsttätig erkannt
wird und gegebenenfalls nicht vollständig durchtrennte Kohlenstofffasern nach dem
eigentlichen Schneidvorgang selbsttätig durchtrennt werden. Darüber hinaus soll die
Vorrichtung in der Lage sein, einen ordnungsgemäß herausgetrennten Zuschnitt selbsttätig
an eine nachgeschaltete Produktionsstufe weiterzuleiten bzw. zu übergeben.
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst.
[0012] Dadurch, dass mindestens eine Zuschnittelektrode mit dem Zuschnitt kontaktierbar
ist und mindestens eine Randelektrode mit einem vom CFK-Halbzeug abgetrennten Randabschnitt
kontaktierbar ist und die mindestens zwei Elektroden an eine Spannungsquelle sowie
eine Messeinrichtung angeschlossen sind, wobei mittels der Messeinrichtung die vollständige
Abtrennung des Zuschnittes vom CFK-Halbzeug ermittelbar ist,
kann ein nicht vollständig aus dem CFK-Halbzeug herausgeschnittener bzw. abgetrennter
Zuschnitt vollautomatisch erkannt werden. Die Signaleinrichtung ermöglicht in diesem
Fall beispielsweise eine einfache optische Signalisierung und/oder die Weiterleitung
eines entsprechenden Fehlersignals an eine Steuer- und Regeleinrichtung, durch die
weitere Schritte zur vollständigen Abtrennung des Zuschnittes vom CFK-Halbzeug eingeleitet
werden können.
[0013] Der Begriff "CFK-Halbzeug" definiert eine im Wesentlichen flächenhafte, anfänglich
noch "trockene" Verstärkungsfaseranordnung. Die Verstärkungsfaseranordnung ist bevorzugt
mit einem Kohlenstofffasergelege, -gewebe, -gestrick, - gewirk oder dergleichen, das
noch nicht abschließend mit einem aushärtbaren Kunststoffmaterial zur Schaffung des
fertigen CFK-Bauteils durchtränkt bzw. imprägniert ist, gebildet. Grundsätzlich ist
die Erfindung auch auf andere Faserhalbzeuge - eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit
der Verstärkungsfasern zur Durchtrennungsindikation vorausgesetzt - anwendbar. Alternativ
kann die Erfindung - eine entsprechende Schneidetechnik vorausgesetzt - auch auf flächenhafte
"Prepreg"-Materialien, das heißt auf bereits mit einem aushärtbaren Kunststoffmaterial
vorimprägnierte, aber noch nicht oder nicht vollständig ausgehärtete Verstärkungsfaseranordnungen,
insbesondere Kohlenstofffaserverstärkungsanordnungen, angewendet werden.
[0014] Eine Randelektrode ist mit einem vom CFK-Halbzeug abgetrennten bzw. abzutrennenden
Randabschnitt elektrisch kontaktierbar, während eine Zuschnittelektrode mit dem herausgetrennten
Zuschnitt elektrisch verbindbar ist. Die beiden bevorzugt flächenhaft und nicht punktuell
ausgestalteten Elektroden können zum Beispiel mit einem Lochrasterblech oder mit einem
Gewebe bzw. Geflecht aus einem leitfähigen Material gebildet sein. Im Fall der im
Ansaugbereich des Vakuumeffektors angeordneten Zuschnittelektrode ermöglicht das Lochrasterblech
bzw. das Metallgewebe darüber hinaus die ungehinderte Wirkung des Unterdrucks auf
den angesaugten Zuschnitt. In Folge der Wirkung des Unterdrucks wird der Zuschnitt
in der Regel mit einer ausreichend hohen Kraft an die Zuschnittelektrode angepresst,
sodass immer ein ausreichender elektrischer Kontakt sichergestellt ist. Eine federnde
Halterung zur Befestigung der Zuschnittelektrode und Sicherstellung eines hinreichend
hohen Anpressdrucks für einen ausreichenden elektrischen Kontakt ist daher - im Gegensatz
zur Randelektrode - im Allgemeinen nicht erforderlich.
[0015] Die Elektroden sind an eine Spanungsquelle sowie ein Messgerät, insbesondere in der
Form eines Strommessers oder eines Widerstandsmessgerätes, angeschlossen. Bei der
Spannungsquelle handelt es sich bevorzugt um eine Gleichspannungsquelle, da durch
Gleichstrom etwaige Widerstandsveränderungen bzw. Schwankungen im Stromfluss einfacher
und präziser erfassbar sind. Alternativ kann die Messung jedoch auch unter Verwendung
einer Wechselspannungsquelle erfolgen.
[0016] Wenn beispielsweise das ungeschnittene CFK-Halbzeug auf dem Schneidetisch aufliegt
und der Vakuumeffektor vollständig auf das CFK-Halbzeug abgesenkt ist, fließt zunächst
ein (Anfangs- bzw. Ruhe-)Gleichstrom I von deutlich mehr als 0 mA ausgehend vom Pluspol
der Gleichspannungsquelle, über den Strommesser und die Randelektrode durch das elektrisch
leitfähige CFK-Halbzeug hindurch über die Zuschnittelektrode zurück zum Minuspol der
Gleichspannungsquelle. Eine absolute Höhe dieses Gleichstroms I hängt neben der Leitfähigkeit
des CFK-Halbzeugs auch von der geometrischen Gestalt des Zuschnittes, der Flächenausdehnung
der Elektroden, deren Anpressdruck sowie der geometrischen Gestalt des CFK-Halbzeugs
ab und beträgt bei typischen Zuschnitten bis zu 10 A (Ampére).
[0017] Bei dem CFK-Halbzeug handelt es sich beispielsweise um ein Kohlenstofffasergewebe
mit Binder, wie beispielsweise Hexcel
® G0926 und Hexcel
® G1157. Grundsätzlich kann die Vorrichtung für den Zuschnitt beliebiger Verstärkungsfasergewebe,
-gelege oder dergleichen eingesetzt werden, solange diese über eine ausreichende elektrische
Leitfähigkeit verfügen, um unvollständige Durchtrennungen von diskreten Verstärkungsfasern
sicher zu detektieren.
[0018] Nach dem Auflegen auf den Schneidetisch wird der Zuschnitt - in der Regel bei vollständig
angehobenem Vakuumeffektor - mit einer geforderten Umfangskontur durch ein mit einer
hohen Frequenz von bis zu 18.000 Hüben/Minute vertikal oszillierendes Messer aus dem
flächenhaften CFK-Halbzeug vollautomatisch herausgeschnitten.
[0019] Zur Feststellung der vollständigen Durchtrennung sämtlicher Kohlenstofffasern nach
dem Abschluss des Schneidvorgangs wird der Vakuumeffektor dann auf den herausgetrennten
Zuschnitt abgesenkt, wodurch dieser angesaugt und festgehalten wird. Hierbei fließt
zunächst ein (Mess-)Strom I - unabhängig davon ob alle Kohlenstofffasern im CFK-Halbzeug
ordnungsgemäß durchtrennt wurden oder nicht - mit einer im Vergleich zum (Anfangs-
bzw. Ruhe-) Strom I, der im nicht geschnittenen Zustand fließt, im Wesentlichen unveränderten
Stärke weiter, da die aneinandergrenzenden Schnittflächen zwischen dem Zuschnitt und
dem CFK-Halbzeug immer noch einen Stromdurchgang erlauben. Abschließend wird der Zuschnitt
durch das Nachobenfahren des Vakuumeffektors bis auf eine Messhöhe von wenigen Millimetern
angehoben. Fällt der Strom I in diesem geringfügig angehobenen Zustand des Zuschnittes
jedoch nicht bis auf einen Wert in der Größenordnung von 0 mA ab, ist dies ein sicheres
Anzeichen dafür, dass der vorangegangene Schneidvorgang unvollständig war, das heißt
das zwischen dem Zuschnitt und dem diesen umgebenden Randabschnitt des CFK-Halbzeugs
noch Brückenfilamente, Kohlenstofffaserbrücken bzw. diskrete Kohlenstofffasern verblieben
sind, durch die der Gleichstrom I, wenn auch in erheblich verminderter Stärke, immer
noch weiter fließen kann. In diesem Fall ist es erforderlich, jedes weitere Anheben
des Zuschnittes und dessen Weitertransport an nachgeschaltete Produktionsstufen bzw.
Produktionseinheiten unverzüglich zu stoppen, um den gesamten Fertigungsfluss nicht
zu beeinträchtigen. Die Messhöhe entspricht bevorzugt mindestens einer Materialstärke
des CFK-Halbzeugs zuzüglich eines Sicherheitszuschlages von einigen Millimetern. Das
von dem Strommesser bzw. dem Widerstandsmesser als Messeinrichtung generierte Ausgangssignal
bzw. der Strom I kann zur einfachen Benachrichtigung bzw. Information eines Benutzers
bzw. Maschinenführers über den Störfall und/oder auch als elektrisches Fehlersignal
zur Weiterleitung an eine Steuer- und Regeleinrichtung der gesamten (Schneid-)Vorrichtung
genutzt werden, um beispielsweise eine automatisierte Durchtrennung der nicht vollständig
durchschnittenen Fasern zu veranlassen.
[0020] Eine Fortbildung der Vorrichtung sieht vor, dass die mindestens zwei Elektroden,
die Spannungsquelle, die Messeinrichtung sowie das ungeschnittene CFK-Halbzeug in
einem abgesenkten Zustand des Vakuumeffektors einen geschlossenen elektrischen Stromkreis
bilden.
[0021] Hierdurch kann die vollständige Durchtrennung des CFK-Halbzeuges auf einfache und
vor allem zuverlässige Art und Weise durch das Vorhandensein eines elektrischen Stromflusses
I in einem geschlossenen Stromkreis erfasst werden.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Messeinrichtung
insbesondere ein Strommesser ist, wobei ein Strom I mit einer Stromstärke von deutlich
mehr als 0 mA bei einem um eine Messhöhe angehobenen Zuschnitt eine unvollständige
Durchtrennung des Zuschnittes anzeigt. Hierdurch werden Messfehler vermieden, da die
Stromstärke des Stroms I bei nicht auf eine Messhöhe von beispielsweise 5 mm angehobenen
Zuschnitt aufgrund von Strömen im Kontaktbereich zwischen den aneinanderstoßenden
Schnittflächen des CFK-Halbzeugs und des Zuschnittes immer größer als 0 mA ist.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung kann der Strom I kurzzeitig bzw.
impulsartig auf einen Maximalwert I
max angehoben werden, um etwaig noch zwischen dem Zuschnitt und dem CFK-Halbzeug bestehende
Kohlenstofffaserbrücken bzw. Kohlenstofffaserfilamente durch erhöhten Stromfluss durchzuschmelzen
und auf diese Weise die vollständige Trennung zu vollziehen. Hierdurch kann die erfindungsgemäße
Zuschneidevorrichtung in voll automatisierten Produktionslinien zur Herstellung von
CFK-Bauteilen eingesetzt werden. Der zum Schmelzen von verbliebenen Kohlenstofffaserbrücken
erforderliche Maximalwert des Stroms I
max beträgt bis zu 100 A (Ampére). Nach dem vollständigen Aufschmelzen der Kohlenstofffaserbrücken
kann der Zuschnitt mittels des Vakuumeffektors, mit einem Handhabungsgerät, insbesondere
einem Knickarmroboter mit mindestens sechs Freiheitsgraden, weiteren Produktionsstufen,
beispielsweise einem Formwerkzeug für einen nachgeschalteten RTM-Prozess, zugeführt
werden.
[0024] Darüber hinaus wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Verfahren nach Maßgabe
des Patentanspruchs 11 mit den folgenden Schritten gelöst:
a) Ablegen eines im Wesentlichen flächenhaften CFK-Halbzeugs auf einen Schneidetisch,
b) Herausschneiden eines Zuschnittes mit einer vorgegebenen Umfangskontur aus dem
CFK-Halbzeug mittels einer Schneideinrichtung,
c) Absenken eines Vakuumeffektors zum Ansaugen und Ablegen des Zuschnittes, wobei
mindestens eine Zuschnittelektrode den Zuschnitt kontaktiert und mindestens eine Randelektrode
einen abgetrennten Randabschnitt des CFK-Halbzeugs kontaktiert,
d) Anheben des Zuschnittes mittels des Vakuumeffektors zumindest bis auf eine Messhöhe,
und
a) Messen eines zwischen den mindestens zwei Elektroden fließenden Stroms I mittels
einer Messeinrichtung, insbesondere eines Strommessers, wobei ein Strom I von mehr
als 0 mA eine unvollständige Heraustrennung des Zuschnittes aus dem CFK-Halbzeug anzeigt.
[0025] Durch diese Vorgehensweise wird eine sehr zuverlässige Detektion von nach dem Abschluss
des Schneidvorgangs noch unvollständig durchtrennt gebliebenen Kohlenstofffaserbrücken
ermöglicht. Durch das Anheben des Zuschnittes auf eine Messhöhe werden Fehlerströme,
die zu unrichtigen Messergebnissen führen würden, vermieden, denn unmittelbar nach
dem Schneidvorgang liegen die Schnittflächen des CFK-Halbzeugs und des Zuschnittes
in der Trennzone immer noch unmittelbar aneinander an, wodurch unabhängig von einer
vollständigen Durchtrennung immer ein Strom I fließt, der zu Fehlinterpretationen
führen kann.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung und des Verfahrens sind in den
weiteren Patentansprüchen dargelegt.
[0027] In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- Eine Vorrichtung in einer Grundstellung mit einem auf dem Schnei- detisch abgelegten
CFK-Halbzeug und vollständig abgehobenen Va- kuumeffektor,
- Fig. 2
- die Vorrichtung mit vollständig abgesenktem Vakuumeffektor,
- Fig. 3
- die Vorrichtung mit einem auf Messhöhe angehobenen und einwand- frei herausgetrennten
Zuschnitt, und
- Fig. 4
- die Vorrichtung mit einem auf die Messhöhe angehobenen, aber un- vollständig herausgetrennten
Zuschnitt (Kohlenstofffaserbrücken).
[0028] In der Zeichnung weisen dieselben konstruktiven Elemente jeweils die gleiche Bezugsziffer
auf.
[0029] Die
Fig. 1 und
2 zeigen eine schematisierte Darstellung der Vorrichtung mit einem auf dem Schneidetisch
aufliegenden (CFK)-Halbzeug, wobei der Vakuumeffektor in der Fig. 1 angehoben und
in der Fig. 2 vollständig abgesenkt ist. Der eigentliche Zuschnittvorgang des auf
dem Schneidetisch aufliegenden CFK-Halbzeugs wird bevorzugt in der in Fig. 1 dargestellten
angehobenen Position des Vakuumeffektors mittels einer geeigneten Schneideinrichtung
durchgeführt und ist in der Fig. 1 abgeschlossen. Das CFK-Halbzeug bzw. der Zuschnitt
kann eine ebene oder eine in mindestens einer Raumrichtung (geringfügig) gekrümmte
Oberflächengeometrie aufweisen (sphärisch gekrümmt).
[0030] Die Vorrichtung 1 umfasst unter anderem einen Schneidetisch 2 und einen Vakuumeffektor
3 mit einer Randelektrode 4 und einer Zuschnittelektrode 5. Auf dem Schneidetisch
2 ist ein mittels der Vorrichtung 1 zuzuschneidendes, flächenhaftes CFK-Halbzeug 6
abgelegt. Die Zuschnittelektrode 5 ist in einem Ansaugbereich 7 des Vakuumeffektors
3 angeordnet und stellt beim Absenken des Vakuumeffektors 3 in Richtung des Pfeils
8 einen elektrischen Kontakt mit dem CFK-Halbzeug 6 bzw. mit dem aus diesem herauszutrennenden
Zuschnitt 9 her. Die Randelektrode 4 ist im Bereich einer Außenkante 10 des Vakuumeffektors
3 mittels einer Halterung 11 befestigt. Beim Absenken des Vakuumeffektors 3 stellt
die Randelektrode 4 einen elektrischen Kontakt mit einem Randabschnitt 12 des CFK-Halbzeugs
6 her, der im Zuge des Herausschneidens des Zuschnittes 9 entsteht. Die Halterung
11 weist eine (Druck) Feder 13 auf, so dass die Randelektrode 4 beim Absenken des
Vakuumeffektors 3 parallel zum schwarzen Doppelpfeil federnd auf das CFK-Halbzeug
6 aufsetzbar ist und der elektrische Kontakt auch bei einer geringfügigen Anhebung
(zumindest bis auf eine Messhöhe) des Vakuumeffektors 3 entgegen der Orientierung
des Pfeils 8 erhalten bleibt. Der vertikale Federweg der Halterung 11 der Randelektrode
4 kann bis zu einige Millimeter betragen. Beide Elektroden 4,5 sind beispielsweise
mit einem metallischen Lochblech oder mit einem Metallgeflecht gebildet, um eine möglichst
große Kontaktfläche auf dem CFK-Halbzeug 6 zu schaffen. Das Lochblech bzw. das Metallgeflecht
der Elektroden 4,5 ist bevorzugt mit einer elektrisch gut leitfähigen und korrosionsbeständigen
Metalllegierung, beispielsweise mit einer Kupfer-, einer-Silberlegierung, einer Aluminiumlegierung,
einer Titanlegierung oder einer beliebigen Kombination hiervon gebildet.
[0031] Sowohl die Randelektrode 4 als auch die Zuschnittelektrode 5 sind über elektrische
Leitungen, von denen lediglich eine elektrische Leitung 14 repräsentativ für die Übrigen
mit einer Bezugsziffer versehen ist, mit einer Spannungsquelle 15 sowie einer Messeinrichtung
16 zur Bildung eines zumindest im abgesenkten Zustand des Vakuumeffektors 3 geschlossenen
elektrischen (Gleich-)stromkreises miteinander verbunden.
[0032] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 ist die Messeinrichtung 16 ein
(Gleich-)Strommesser 17 und die Spannungsquelle 15 ist bevorzugt als eine Gleichspannungsquelle
18 mit einem Pluspol und mit einem Minuspol ausgeführt. Zwischen dem Pluspol und dem
Minuspol der Gleichspannungsquelle 18 herrscht eine elektrische Gleichspannung U,
in deren Folge in den Leitungen 14 bei einem hinreichend kleinen elektrischen Widerstand
zwischen der Randelektrode 4 und der Zuschnittelektrode 5 ein Strom I fließt, der
vom Strommesser 17 gemessen und zur Anzeige gebracht wird. Darüber hinaus kann der
Strommesswert des Strommessers 17 an eine nicht dargestellte Steuer- und Regeleinrichtung
zur Auswertung und automatischen Veranlassung hiervon abhängiger Verfahrensschritte
weiter geleitet werden. In der Darstellung der Fig. 1 hat der Strom I in etwa einen
Wert von 0 mA, da zwischen den beiden Elektroden 4,5 ein hinreichend hoher (Luft-)Isolationswiderstand
besteht.
[0033] Der Vakuumeffektor 3 ist an einem nicht dargestellten Handhabungsgerät, insbesondere
einem Knickarmroboter (Standard-Industrieroboter) mit mindestens sechs Freiheitsgraden,
zur beliebigen Positionierung des angesaugten Zuschnittes 9 im Raum befestigt. Die
freie Positionierung des Zuschnittes 9 im Raum mittels des Handhabungsgerätes erfolgt
in der vollständig vom Schneidetisch 2 abgehobenen Position des Vakuumeffektors 3,
die in der Fig. 1 gezeigt ist. Der Vakuumeffektor 3 verfügt über eine Vielzahl von
bevorzugt matrixförmig angeordneten Saugeinrichtungen, beispielsweise in der Form
von kleinen Saugnäpfen oder Saugröhrchen, zum Ansaugen und Festhalten des trockenen
Zuschnittes 9 im Ansaugbereich 7, von denen der besseren Übersicht halber lediglich
eine Saugeinrichtung 19 repräsentativ für die Übrigen mit einer Bezugsziffer versehen
ist. Hierbei werden vorzugweise nur diejenigen Saugeinrichtungen 19 mit Unterdruck
beaufschlagt, die zur Abdeckung des Zuschnittes 9 benötigt werden. Der Vakuumeffektor
3 ist in der Lage, kontrolliert von der nicht dargestellten Steuer- und Regeleinrichtung,
Zuschnitte 9 mit nahezu beliebigen geometrischen Formen anzusaugen und vom Schneidetisch
2 entgegen der Orientierung des Pfeils 8 abzuheben und an nachgeschaltete Produktionseinheiten
zu übergeben. Beispielsweise lassen sich mittels des Vakuumeffektors 3 Zuschnitte
9 automatisiert in ein Formwerkzeug für einen nachgeschalteten RTM-Herstellungsprozess
einlegen, darin positionieren und stapeln, um eine weitgehend vollautomatische Herstellung
von maßhaltigen CFK-Bauteilen zu ermöglichen.
[0034] In der Darstellung der
Fig. 2 ist der Vakuumeffektor 3 in einer auf das bereits geschnittene CFK-Halbzeug 6 abgesenkten
Position dargestellt. Hierdurch treten die Randelektrode 4 und die Zuschnittelektrode
5 in elektrischen Kontakt mit dem CFK-Halbzeug 6. Infolge der an den Elektroden 4,5
anliegenden Gleichspannung U der Gleichspannungsquelle 18 fließt aufgrund der immer
vorhandenen elektrischen Leitfähigkeit des CFK-Halbzeugs 6 ein elektrischer Strom
I von deutlich mehr als 0 mA durch die elektrischen Leitungen 14. Dieser Strom I ist
im Vergleich zu dem im Fall des ungeschnittenen Zuschnittes 9 bei abgesenktem Vakuumeffektor
3 fließenden Strom I nur geringfügig reduziert, da die aneinander grenzenden Schnittflächen
im Bereich der Trennzone immer noch einen hinreichend kleinen Übergangswiderstand
bzw. eine ausreichend große Leitfähigkeit aufweisen. Die Stärke des Stroms I wird
vom Strommesser 17 gemessen und als Strommesswert zur Anzeige gebracht und/oder an
die Steuer- und Regeleinrichtung der gesamten Vorrichtung 1 weitergeleitet.
[0035] Bevorzugt im vollständig abgehobenen Zustand (vgl. Fig. 1) erfolgt mittels einer
nur schematisch angedeuteten Schneideinrichtung 20 das Heraustrennen bzw. das Herausschneiden
des Zuschnittes 9 aus dem CFK-Halbzeug 6, wobei der Randbereich 12 des CFK-Halbzeugs
6 stehen bleibt. Bei der Schneideinrichtung 20 handelt es sich bevorzugt um mindestens
ein mit hoher Frequenz von bis zu 18.000 Hüben pro Minute vertikal oszillierendes
Messer bzw. eine Schneide, das automatisch entlang einer beliebigen Sollkontur des
Zuschnittes 9 geführt wird. Die Schneideinrichtung 20 ist zumindest in der Ebene des
CFK-Halbzeugs, wie in der Fig. 1 mit den gekreuzten Doppelpfeilen angedeutet, und
gegebenenfalls auch in der z-Richtung frei positionierbar. In der Darstellung der
Fig. 2 ist die Schneideinrichtung 20 vom Schneidetisch 2 abgehoben bzw. entfernt,
was durch den vertikal nach oben weisenden Pfeil im Bereich der Schneideinrichtung
20 angedeutet ist. Durch die Wirkung der Feder 13 an der Halterung 11 wird ein sicherer
elektrischer Kontakt zwischen der Randelektrode 4 und dem Zuschnitt 9 erreicht. Nach
dem Abschluss des Schneidvorgangs fließt unabhängig von der vollständigen Durchtrennung
aller Kohlenstofffasern immer noch ein - wenn auch unter Umständen reduzierter Strom
I - da die nicht mit einer Bezugsziffer versehenen Schnittflächen des Zuschnittes
9 im Schnittbereich auf Stoß an entsprechenden Schnittflächen des CFK-Halbzeugs 6
anliegen.
[0036] Die
Fig. 3 illustriert einen erfolgreich verlaufenen Schneidvorgang, während in der
Fig. 4 exemplarisch eine einzelne Kohlenstofffaserbrücke nach dem Abschluss des Schneidvorgangs
zwischen dem Zuschnitt 9 und dem CFK-Halbzeug 6 stehen geblieben ist. In den Fig.
3,4 ist der Vakuumeffektor 3 nicht in der vollständig abgehobenen Position (vgl. Fig.
1) sondern in der sogenannten Messposition dargestellt.
[0037] Nach dem Abschluss des eigentlichen Schneidvorgangs zum Heraustrennen des Zuschnitts
9 aus dem umgebenden CFK-Halbzeug 6 wird der Vakuumeffektor 3 zusammen mit dem angesaugten
Zuschnitt 9, wie aus Fig. 3 ersichtlich, geringfügig in Richtung des Pfeils 21 auf
eine Messhöhe 22 in Relation zu einer nicht mit einer Bezugsziffer versehenen Oberseite
des CFK-Halbzeugs 6 angehoben. Wenn der vorangegangene Schneidvorgang erfolgreich
verlaufen ist, fließt kein Strom I mehr durch die elektrischen Leitungen 14, das heißt
die Stromstärke des Stroms I liegt in der Größenordnung von 0 mA, so dass der Strommesser
17 nicht ausschlägt (Stromabriss) und kein Fehlersignal an die Steuer- und Regeleinrichtung
abgegeben wird. Das Anheben des Vakuumeffektors 3 vom Schneidetisch 2 auf die Messhöhe
22 ist für die Verlässlichkeit der Resultate von Bedeutung, da auch im Fall einer
vollständigen Durchtrennung bei nicht angehobenem Zuschnitt 9 stets noch ein Strom
I durch die Trennzone (Schnittbereich bzw. Schnitt) zwischen dem CFK-Halbzeug 6 und
dem herausgeschnittenen Zuschnitt 9 fließt.
[0038] Die Messhöhe 22 kann bis zu 5 mm betragen, bevorzugt wird jedoch lediglich eine Messhöhe
22 eingestellt, die geringfügig größer ist als eine Materialstärke des CFK-Halbzeugs
6.
[0039] In der
Fig. 4 befindet sich der Vakuumeffektor 3 gleichfalls in der sogenannten Messposition, jedoch
ist nach dem Abschluss des Schneidvorgangs zwischen dem CFK-Halbzeug 6 sowie dem herausgetrennten
Zuschnitt 9 eine Kohlenstofffaserbrücke 23, wie mit dem strichlinierten Kreis hoher
Strichstärke angedeutet, stehen geblieben.
[0040] Infolge dieser unvollständigen Heraustrennung des Zuschnitts 9 aus dem CFK-Halbzeug
6 fließt ein Strom I durch die Leitungen 14, der eine Stromstärke von deutlich mehr
als 0 mA aufweist. Hierdurch schlägt der Strommesser 17 aus und ein entsprechendes
Steuersignal bzw. Fehlersignal wird zur Steuer- und Regeleinrichtung weitergeleitet.
Würde der Vakuumeffektor 3 ungeachtet dieses Fehlers weiter in Richtung des Pfeils
21 angehoben, so würde die Kohlenstofffaserbrücke 23 beim Erreichen einer hinreichend
großen Zugkraft zwar abreißen. Jedoch kann der vom Vakuumeffektor 3 angesaugte Zuschnitt
9 infolge dieser Krafteinwirkung auf dem Ansaugbereich 7 verrutschen, so dass keine
definierte Position des Zuschnittes 9 mehr gegeben ist und beispielsweise das nachfolgende
automatisierte Einlegen des Zuschnittes 9 in ein Formwerkzeug für einen RTM-Prozess
nicht mehr problemlos möglich ist.
[0041] Um einen derartigen vollautomatischen Produktionsprozess nicht zu stören, wird für
den Fall, dass die Steuer- und Regeleinrichtung das Fehlersignal in Form einer unvollständigen
Durchtrennung zugeht, der Strom I kurzzeitig (gepulst) bis auf einen Maximalwert I
Max in einer Größenordnung von bis zu 100 A erhöht, um die Kohlenstofffaserbrücke 23
schnell durchzuschmelzen, aufzubrennen bzw. zu durchtrennen. Anschließend kann der
Zuschnitt 9 vom Vakuumeffektor 3 in gewohnter Weise in Richtung des Pfeils 21 vollständig
vom Schneidetisch 2 abgehoben und an nachfolgende Produktionsstufen weitergeleitet
werden.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren unter bevorzugter Verwendung der Schneidvorrichtung
1 gestaltet sich wie folgt.
[0043] In einem ersten Verfahrensschritt wird ein flächenhaftes CFK-Halbzeug 6 auf den Schneidetisch
2 der Vorrichtung 1 aufgelegt. Beim Absenken des Vakuumeffektors 3 auf ein ungeschnittenes
CFK-Halbzeug 6 stellt sich in der Regel ein (Ruhe)Strom I von bis zu einigen A (Ampére)
ein.
[0044] In einem zweiten Arbeitsschritt - bei vorzugsweise vollständig angehobenem Vakuumeffektor
3 - erfolgt das bevorzugt vollautomatische Herausschneiden des Zuschnittes 9 aus dem
CFK-Halbzeug 6, wobei eine nahezu beliebige Konturierung des Zuschnittes 9 möglich
ist.
[0045] In einem dritten Verfahrensschritt wird der Vakuumeffektor 3 auf das CFK-Halbzeug
6 abgesenkt und der Zuschnitt 9 anschließend mittels Unterdruck angesaugt. Hierdurch
wird die Gleichspannungsquelle 18 über die elektrischen Leitungen 14 mit der Randelektrode
4 und der Zuschnittelektrode 5 zu einem geschlossenen, elektrischen (Gleich-)Stromkreis
verbunden. Auch bei einer vollständigen, das heißt ordnungsgemäßen Heraustrennung
des Zuschnittes 9 aus dem Grundmaterial, fließt in diesem Zustand ein Strom I, der
immer noch größer als 0 mA ist, aber in der Regel erheblich kleiner ist als der Strom
I, der vor dem Schnittvorgang fließt. Denn im Schnittbereich berühren sich nach wie
vor der Zuschnitt 9 und das CFK-Halbzeug 6 entlang der gegenüberliegenden Schnittflächen,
sodass immer noch ein ausreichend kleiner Übergangswiderstand für den Stromfluss I
besteht.
[0046] In einem vierten Verfahrensschritt wird der Vakuumeffektor 3 zusammen mit dem angesaugten
Zuschnitt 9 in vertikaler Richtung auf eine Messhöhe 22 verfahren, das heißt vom Schneidetisch
2 abgehoben. Durch die Feder 13 an der Halterung 11 ist auch beim Anheben des Vakuumeffektors
3 ein sicherer Kontakt zwischen der Randelektrode 4 und dem Randabschnitt 12 des CFK-Halbzeugs
6 gewährleistet. Die Messhöhe 22 beträgt bis zu 5 mm, bevorzugt entspricht die Messhöhe
22 jedoch in etwa der Materialstärke des (einlagigen) CFK-Halbzeugs 6.
[0047] In einem fünften Verfahrensschritt erfolgt schließlich die relevante Messung eines
Stroms I mittels des Strommessers 17, der zwischen der Randelektrode 4, der Zuschnittelektrode
5 und der Gleichspannungsquelle 18 fließt, wenn ein unvollständiger Schnitt erfolgt
ist.
[0048] Für den Fall, dass der Schneidvorgang korrekt verlaufen ist, das heißt es sind keinerlei
Kohlenstofffaserbrücken 23 bzw. diskrete Kohlenstofffaserfilamente zwischen dem Zuschnitt
9 und dem CFK-Halbzeug 6 verblieben, hat der Strom I bzw. der Strommesswert einen
Wert von etwa 0 mA. Dieser Strom I in der Größenordnung von 0 mA wird vom Strommesser
17 als ein eindeutiges "Fehlerfrei"-Signal an die Steuer- und Regeleinrichtung weitergegeben,
die hierdurch die Weiterleitung bzw. den Weitertransport des Zuschnittes 9 an nachgeschaltete
Produktionsstufen veranlasst.
[0049] Sind jedoch Kohlenstofffaserbrücken 23 zurückgeblieben, so ist die Stromstärke des
Stroms I beim Anheben des Zuschnittes 9 immer noch deutlich größer als 0 mA. In diesem
Fall stellt der an die Steuer- und Regeleinrichtung weiter geleitete Strommesswert
des Strommessers 17 ein "Fehlersignal" dar.
[0050] In diesem Fall kann eine automatische Erhöhung des Stromes I auf einen Maximalwert
I
Max von bis zu 100 A (Ampére) erfolgen, der das sofortige Aufschmelzen bzw. Verglühen
(Durchbrennen) der Kohlenstofffaserbrücken 23 und damit die endgültige Abtrennung
des Zuschnittes 9 vom CFK-Halbzeug 6 bewirkt.
[0051] Anschließend kann der Zuschnitt 9 in gewohnter Weise und ohne Störungen im automatischen
Produktionsfluss an eine nachfolgende Fertigungsstation weitergeführt werden. Hierbei
werden beispielsweise mehrere Zuschnitte 9 in einer Form für einen nachfolgenden RTM-Prozess
übereinander gelegt und abschließend unter Anwendung von Druck und Temperatur mit
einem aushärtbaren Kunststoffmaterial, insbesondere einem Epoxidharz zur Schaffung
des fertigen CFK-Bauteils durchtränkt bzw. imprägniert.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Schneidetisch
- 3
- Vakuumeffektor
- 4
- Randelektrode
- 5
- Zuschnittelektrode
- 6
- CFK-Halbzeug
- 7
- Ansaugbereich (Vakuumeffektor)
- 8
- Pfeil
- 9
- Zuschnitt
- 10
- Außenkante (Vakuumeffektor)
- 11
- Halterung
- 12
- Randabschnitt (CFK-Halbzeug)
- 13
- Feder
- 14
- (elektrische) Leitung
- 15
- Spannungsquelle
- 16
- Messeinrichtung
- 17
- (Gleich-)Strommesser
- 18
- Gleichspannungsquelle
- 19
- Saugeinrichtung (Vakuumeffektor)
- 20
- Schneideinrichtung
- 21
- Pfeil
- 22
- Messhöhe
- 23
- Kohlenstofffaserbrücke
1. Vorrichtung zum Zuschneiden und Handhaben eines im Wesentlichen flächenhaften Zuschnittes
(9) aus einem auf einem Schneidetisch (2) aufliegenden flächenhaften CFK-Halbzeug
(6) mittels einer Schneideinrichtung (20), wobei der herausgetrennte Zuschnitt (9)
mittels eines Vakuumeffektors (3) ansaugbar und zumindest anhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung, zusätzlich zum Schneidetisch und zur Schneideinrichtung, mindestens
eine Zuschnittelektrode (5), mindestens eine Randelektrode (4), eine Spannungsquelle
(15) sowie eine Messvorrichtung (16) aufweist, wobei die mindestens eine Zuschnittelektrode
(5) mit dem Zuschnitt (9) kontaktierbar ist und die mindestens eine Randelektrode
(4) mit einem vom CFK-Halbzeug (6) abgetrennten Randabschnitt (12) kontaktierbar ist
und die mindestens zwei Elektroden (4,5) an die Spannungsquelle (15) sowie die Messeinrichtung
(16) angeschlossen sind, wobei mittels der Messeinrichtung (16) eine vollständige
Abtrennung des Zuschnittes (9) vom CFK-Halbzeug (6) ermittelbar ist.
2. Vorrichtung (1) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Elektroden (4,5), die Spannungsquelle (15), die Messeinrichtung
(16) sowie das ungeschnittene CFK-Halbzeug (6) zumindest in einem abgesenkten Zustand
des Vakuumeffektors (3) einen geschlossenen elektrischen Stromkreis bilden.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (16) insbesondere ein Strommesser (17) ist, wobei ein Strom I
von mehr als 0 mA bei einem um eine Messhöhe (22) angehobenen Zuschnitt (9) eine unvollständige
Heraustrennung des Zuschnittes (9) aus dem CFK-Halbzeug (6) anzeigt.
4. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strom I, der größer als 0 mA ist, kurzzeitig bis auf einen Maximalwert IMaX erhöhbar ist, um durch das Aufschmelzen nicht durchschnittener Kohlenstofffaserbrücken
(23) automatisiert die vollständige Abtrennung des Zuschnittes (9) vom CFK-Halbzeug
(6) zu bewirken.
5. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Randelektrode (4) im Bereich einer Außenkante (10) des Vakuumeffektors
(3) angeordnet ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Randelektrode (4) an einer Halterung (11) mittels einer Feder
(13) in vertikaler Richtung federnd angeordnet ist, um einen elektrischen Kontakt
zwischen der mindestens einen Randelektrode (4) und dem Randabschnitt (12) des CFK-Halbzeugs
(6) bis mindestens zur Messhöhe (22) zu gewährleisten.
7. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zuschnittelektrode (5) in einem Ansaugbereich (7) des Vakuumeffektors
(3) angeordnet ist, wobei zwischen der Zuschnittelektrode (5) und dem angesaugten
Zuschnitt (9) ein elektrischer Kontakt besteht.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (20) mindestens eine, mit hoher Geschwindigkeit vertikal oszillierende
Schneide und/oder ein Messer aufweist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das CFK-Halbzeug (6) bevorzugt ein einlagiges Fasergewebe, ein Fasergewirk, ein Fasergestrick
oder eine beliebige Kombination hiervon ist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle (15) eine Gleichspannungsquelle (18) und der Strommesser (17)
ein Gleichstrommesser ist.
11. Verfahren zum Herausschneiden und Anheben eines Zuschnittes (9) aus einem CFK-Halbzeug
(6), insbesondere mittels einer Vorrichtung (1) nach Maßgabe mindestens eines der
Patentansprüche 1 bis 10, umfassend die Schritte:
a) Ablegen eines im Wesentlichen flächenhaften CFK-Halbzeugs (6) auf einen Schneidetisch
(2),
b) Herausschneiden eines Zuschnittes (9) mit einer vorgegebenen Umfangskontur aus
dem CFK-Halbzeug (6) mittels einer Schneideinrichtung (20),
c) Absenken eines Vakuumeffektors (3) zum Ansaugen und Ablegen des Zuschnittes (9),
wobei mindestens eine Zuschnittelektrode (5) den Zuschnitt (9) kontaktiert und mindestens
eine Randelektrode (4) einen abgetrennten Randabschnitt (12) des CFK-Halbzeugs (6)
kontaktiert,
d) Anheben des Zuschnittes (9) mittels des Vakuumeffektors (3) zumindest bis auf eine
Messhöhe (22), und
e) Messen eines zwischen den mindestens zwei Elektroden (4,5) fließenden Stroms I
mittels einer Messeinrichtung (16), insbesondere eines Strommessers (17), wobei ein
Strom I von mehr als 0 mA eine unvollständige Heraustrennung des Zuschnittes (9) aus
dem CFK-Halbzeug (6) anzeigt.
12. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erreichen der Messhöhe (22) und einem Strom I von mehr als 0 mA, der Strom I
kurzzeitig auf einen Maximalwert IMax erhöht wird, um durch das Aufschmelzen mindestens einer Kohlenstofffaserbrücke (23)
eine vollständige Trennung zwischen dem Zuschnitt (9) und dem CFK-Halbzeug (6) zu
bewirken.
13. Verfahren nach Patentanspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt (9) mittels des Vakuumeffektors (3) über die Messhöhe (22) hinaus angehoben,
positioniert und einer nachfolgenden Produktionsstufe, insbesondere einem Formwerkzeug
innerhalb eines RTM-Prozesses, zugeführt wird.
1. Device for cutting to size and handling a substantially planar blank (9) from a planar
CFRP semi-finished product (6), which is positioned on a cutting table (2), by a cutting
means (20), it being possible for the separated blank (9) to be drawn up by suction
and at least raised by a vacuum effector (3), characterised in that the device comprises, in addition to the cutting table and the cutting means, at
least one blank electrode (5), at least one peripheral electrode (4), a voltage source
(15) and a measuring device (16), it being possible for the at least one blank electrode
(5) to be brought into contact with the blank (9) and the at least one peripheral
electrode (4) to be brought into contact with a peripheral portion (12) separated
from the CFRP semi-finished product (6) and the at least two electrodes (4, 5) are
connected to the voltage source (15) and to the measuring means (16), the measuring
means (16) being able to detect a complete separation of the blank (9) from the CFRP
semi-finished product (6).
2. Device (1) as claimed in Claim 1, characterised in that the at least two electrodes (4, 5), the voltage source (15), the measuring means
(16) and the uncut CFRP semi-finished product (6) form a closed electrical circuit
at least in a lowered state of the vacuum effector (3).
3. Device as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the measuring means (16) is in particular an ammeter (17), a current I of more than
0 mA indicating an incomplete separation of the blank (9) from the CFRP semi-finished
product (6) when a blank (9) is raised by a measuring height (22).
4. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that a current I which is greater than 0 mA can be increased for a short time up to a
maximum value IMax, in order to produce in an automated manner the complete separation of the blank
(9) from the CFRP semi-finished product (6) by the melting of unsevered carbon fibre
bridges (23).
5. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 4, characterised in that the at least one peripheral electrode (4) is arranged in the region of an outer edge
(10) of the vacuum effector (3) .
6. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 5, characterised in that the at least one peripheral electrode (4) is arranged resiliently in the vertical
direction on a holding means (11) by a spring (13) to ensure an electrical contact
between the at least one peripheral electrode (4) and the peripheral portion (12)
of the CFRP semi-finished product (6) up to at least the measuring height (22).
7. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 6, characterised in that the at least one blank electrode (5) is arranged in a suction region (7) of the vacuum
effector (3), an electrical contact existing between the blank electrode (5) and the
blank (9) drawn up by suction.
8. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 7, characterised in that the cutting device (20) has at least one cutting edge and/or blade which oscillates
vertically at a high speed.
9. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 8, characterised in that the CFRP semi-finished product (6) is preferably a single-layer woven fibre fabric,
an interlaced fibre fabric, a knitted fibre fabric or any combination thereof.
10. Device (1) as claimed in any one of Claims 1 to 9, characterised in that the voltage source (15) is a direct voltage source (18) and the ammeter (17) is a
direct current ammeter.
11. Method for cutting and lifting a blank (9) out of CFRP semi-finished product (6),
in particular by a device (1) as claimed in at least one of Claims 1 to 10, comprising
the steps of:
a) depositing a substantially planar CFRP semi-finished product (6) onto a cutting
table (2),
b) cutting a blank (9) which has a predetermined peripheral contour out of the CFRP
semi-finished product (6) by a cutting means (20),
c) lowering a vacuum effector (3) for drawing up the blank (9) by suction and depositing
it, at least one blank electrode (5) contacting the blank (9) and at least one peripheral
electrode (4) contacting a separated peripheral portion (12) of the CFRP semi-finished
product (6),
d) raising the blank (9) by the vacuum effector (3) at least up to a measuring height
(22), and
e) measuring a current I flowing between the at least two electrodes (4, 5) by a measuring
means (16), in particular an ammeter (17), a current I of more than 0 mA indicating
an incomplete separation of the blank (9) from the CFRP semi-finished product (6).
12. Method as claimed in Claim 11, characterised in that upon reaching the measuring height (22) and when there is a current I of more than
0 mA, the current I is increased for a short time to a maximum value IMax in order to produce a complete separation between the blank (9) and the CFRP semi-finished
product (6) by the melting of at least one carbon fibre bridge (23).
13. Method as claimed in Claim 11 or 12, characterised in that the vacuum effector (3) raises the blank (9) above the measuring height (22), positions
it and delivers it to a subsequent production stage, in particular to a mould in an
RTM process.
1. Dispositif de coupe à dimension et de manipulation d'une découpe (9) sensiblement
plane provenant d'un produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6)
plan reposant sur une table de coupe (2), au moyen d'un dispositif de coupe (20),
la découpe (9) séparée pouvant être aspirée et au moins soulevée à l'aide d'un manipulateur
à vide (3), caractérisé en ce que le dispositif, en plus de la table de coupe et du dispositif de coupe, présente au
moins une électrode de découpe (5), au moins une électrode de bord (4), une source
de tension (15) ainsi qu'un dispositif de mesure (16), la au moins une électrode de
découpe (5) pouvant être mise en contact avec la découpe (9) et la au moins une électrode
de bord (4) pouvant être mise en contact avec une section de bord (12) séparée du
produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) et les au moins deux
électrodes (4, 5) étant raccordées à la source de tension (15) ainsi qu'au dispositif
de mesure (16), le dispositif de mesure (16) permettant de déterminer un séparation
complète de la découpe (9) à partir du produit semi-fini en plastique armé de fibres
de carbone (6).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les au moins deux électrodes (4, 5), la source de tension (15), le dispositif de
mesure (16) ainsi que le produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone
(6) non découpé forment un circuit électrique fermé au moins dans un état abaissé
du manipulateur à vide (3).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (16) est en particulier un ampèremètre (17), un courant I
de plus de 0 mA indiquant une séparation incomplète de la découpe (9) du produit semi-fini
en plastique armé de fibres de carbone (6) lorsque la découpe (9) est soulevée d'une
hauteur de mesure (22).
4. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un courant I, qui est supérieur à 0 mA, peut être brièvement augmenté jusqu'à une
valeur maximale lmax pour provoquer de façon automatisée la séparation complète de
la découpe (9) du produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) par
la fonte des ponts de fibres de carbone (23) non coupés.
5. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la au moins une électrode de bord (4) est disposée dans la zone d'une arête extérieure
(10) du manipulateur à vide (3).
6. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la au moins une électrode de bord (4) est disposée élastiquement sur un support (11)
au moyen d'un ressort (13) dans le sens vertical, afin de garantir un contact électrique
entre la au moins une électrode de bord (4) et la section de bord (12) du produit
semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) jusqu'à au moins la hauteur de
mesure (22).
7. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la au moins une électrode de découpe (5) est disposée dans une zone d'aspiration
(7) du manipulateur à vide (3), un contact électrique existant entre l'électrode de
découpe (5) et la découpe (9) aspirée.
8. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (20) présente au moins une lame oscillant verticalement à
vitesse élevée et/ou un couteau.
9. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) est de préférence
un tissu en fibres monocouche, un article maillé, un article tricoté ou une combinaison
quelconque de ceux-ci.
10. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la source de tension (15) est une source de tension continue (18) et l'ampèremètre
(17) est un appareil de mesure de courant continu.
11. Procédé de coupe et de soulèvement d'une découpe (9) provenant d'un produit semi-fini
en plastique armé de fibres de carbone (6) , en particulier au moyen d'un dispositif
(1) selon au moins une des revendications 1 à 10, comprenant les étapes suivantes:
a) dépose d'un produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) sensiblement
plan sur une table de coupe (2),
b) prélèvement d'une découpe (9) d'un contour périphérique prédéfini sur un produit
semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6) à l'aide d'un dispositif de coupe
(20),
c) abaissement d'un manipulateur à vide (3) permettant d'aspirer et de déposer la
découpe (9), au moins une électrode de découpe (5) venant en contact avec la découpe
(9) et au moins une électrode de bord (4) venant en contact avec une section de bord
(12) séparée du produit semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6),
d) soulèvement d'une découpe (9) à l'aide d'un manipulateur à vide (3) au moins jusqu'à
une hauteur de mesure (22), et
e) mesure d'un courant I circulant entre les au moins deux électrodes (4, 5) à l'
aide d'un dispositif de mesure (16), en particulier d'un ampèremètre (17), un courant
I de plus de 0 mA indiquant une séparation incomplète de la découpe (9) du produit
semi-fini en plastique armé de fibres de carbone (6).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, lorsque la hauteur de mesure (22) est atteinte et que le courant I est de plus de
0 mA, le courant I est brièvement augmenté à une valeur maximale lmax pour provoquer
une séparation complète entre la découpe (9) et le produit semi-fini en plastique
armé de fibres de carbone (6) par la fonte d'au moins un pont de fibres de carbone
(23).
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'à l'aide du manipulateur à vide (3), la découpe (9) est soulevée au-delà de la hauteur
de mesure (22), positionnée et amenée à une étape de production suivante, en particulier
à un outil de formage dans le cadre d'un processus RTM.