[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschvorrichtung für Babys enthaltend einen eine Auflagefläche
für ein Baby ausbildenden Trageinsatz, zwei, vorzugsweise parallel zueinander angeordnete
und voneinander beabstandete Längsträger sowie zwei, vorzugsweise ebenfalls parallel
zueinander und quer zu den Längsträgern angeordnete und voneinander beabstandete Querträger,
welche die beiden Längsträger miteinander zu einem Tragrahmen verbinden, wobei der
Trageinsatz an den Längs- und/oder an den Querträgern befestigt ist, und der Tragrahmen
einen Flächenbereich einschliesst, in welchem der Trageinsatz angeordnet ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Gattungsgemässe Waschvorrichtungen dienen zum Waschen und Duschen von Babys, Kleinstkindern
und Kleinkindern. Wenn in dieser Anmeldung der Begriff "Baby" genannt wird, so soll
sich dieser Ausdruck auch auf Kleinstkinder und Kleinkinder beziehen.
[0003] Es sind Waschvorrichtungen für Babys bekannt, welche als Sitz in die Badewanne gelegt
oder gestellt werden können. Es gibt auch solche Vorrichtungen, welche mit einem Gestell
verbunden sind und in die Längsachsenrichtung der Badewanne gestellt werden. Diese
Geräte nehmen viel Platz ein, sind schwer, unpraktisch und unhandlich.
[0004] Ferner sind auch Waschvorrichtungen aus einem Tragrahmen und einem Trageinsatz bekannt,
welche quer über eine Badewanne positionierbar sind. Eine solche Waschvorrichtung
ist beispielsweise aus der
DE 25 17 695 bekannt. Die Waschvorrichtung umfasst einen Tragrahmen, welcher aus vier Streben
zusammengesetzt ist, wobei zwei der Streben als Auflagestäbe aus z. B. Holz ausgebildet
sind. Der Tragrahmen nimmt einen Falteinsatz auf, der eine Auflagefläche für das Baby
ausbildet. Obwohl die Waschvorrichtung montier- und demontierbar ist, weist sie einige
Nachteile auf. So müssen die Längsstreben, welche die Auflagestäbe miteinander verbinden,
als Metallbügel gefertigt sein, welche mit hakenartig abgewinkelten Enden in Querbohrungen
der Auflagestäbe einhängbar sind. Das Einführen der Metallbügel erfordert ein hohes
Mass an Feingefühl bei der Montage, was einer schnellen, unkomplizierten Montage abträglich
ist. Ferner können die Metallbügel bei Schlägen oder Erschütterungen aushängen. Die
Stabilität der Waschvorrichtung als Ganzes ist daher durch die auf diese Weise befestigten
Metallbügel nicht besonders gut.
[0005] Die
CH 178180 zeigt eine Waschvorrichtung mit einem Tragrahmen aus zwei Längsholmen, welche z.
B. aus Holz sein können, und zwei Querstreben, welche die beiden Längsholme starr
miteinander verbindet. Der Tragrahmen nimmt einen Trageinsatz in der Ausführung eines
Wasserbehälters auf. Auch hier ist die Montage und insbesondere die Demontage der
Waschvorrichtung und insbesondere des Tragrahmens umständlich.
[0006] Die
US 3, 021, 531 zeigt im Weiteren ebenfalls eine Waschvorrichtung für Babys. Auch hier wird aus zwei
Längs- und zwei Querstreben ein Tragrahmen gebildet, welcher einen Trageinsatz aufnimmt.
Die Querstreben sind über lösbare Schraubverbindungen mit den Längsstreben verbunden.
Ferner sind an den Längsstreben Anschlagelemente in Form von Winkeleisen mit Dämpferelement
angeschraubt, welche das Verrutschen der Waschvorrichtung quer zur Längsrichtung der
Badewanne verhindern sollen. Die Waschvorrichtung enthält also eine Menge von Einzelteilen,
wie z. B. Schrauben und separate Anschlagelemente, welche die Montage und Demontage
umständlich machen und zudem leicht verloren gehen können.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Waschvorrichtung für ein Baby vorzuschlagen,
welche einfach und kostengünstig in ihrer Herstellung sowie einfach montier- und demontierbar
ist und aus möglichst wenigen Einzelteilen bestehen soll. Ferner soll die Waschvorrichtung
verrutschsicher auf der Badewanne positionierbar sein und zwar verrutschsicher sowohl
in Längsrichtung der Badewanne als auch quer dazu.
[0008] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Querträger an seitlichen Endabschnitten
jeweils eine Durchgangsöffnung enthalten, durch welche ein Endabschnitt eines Längsträgers
hindurch geführt ist.
[0009] Die Endabschnitte der Längsträger beinhalten jeweils bevorzugt einen Auflageabschnitt,
welcher durch die ihm zugeordnete Durchgangsöffnung des Querträgers geführt ist und
um seine Abschnittslänge aus der Durchgangsöffnung austritt. Ferner können die genannten
Endabschnitte bzw. Auflageabschnitte auch die Funktion von Griffen haben, an welchen
die Waschvorrichtung ergriffen und verschoben werden kann.
[0010] Der Trageinsatz enthält bevorzugt seitliche Befestigungsschlaufen, auch Halteschlaufen
genannt, durch welche die Längsträger geführt bzw. eingeschlauft sind und auf diese
Weise den Trageinsatz halten. Durch Einschieben der Querträger durch die Endabschnitte
der Längsträger wird der, auf jeweils gegenüberliegenden Seiten in den jeweiligen
Längsträger eingeschlaufte Trageinsatz aufgespannt und je nach Auslegung der Vorrichtungsteile
straff oder locker gespannt.
[0011] Der Trageinsatz besteht bevorzugt aus einem flächenförmigen, flexiblen Material.
Der Trageinsatz besteht besonders bevorzugt aus einem textilen Flächengebilde, wie
z. B. Gewebe. Der Trageinsatz kann jedoch auch aus einer Kunststoffbahn bestehen.
Der Trageinsatz ist bevorzugt wasserdurchlässig, so dass das Wasser jederzeit abfliessen
kann. Die Wasserdurchlässigkeit kann durch ein entsprechend durchlässiges textiles
Gebilde, z. B. Gewebe, oder durch gezielt angebrachte Durchlässe, z. B. Perforationen
bzw. Löcher im Trageinsatz erzielt werden. Der wasserdurchlässige Trageinsatz besteht
daher bevorzugt aus einem Netz. Der Trageinsatz kann aus Kunststoff, insbesondere
aus einem PVC (Polyvinylchlorid), gefertigt sein oder enthalten. Insbesondere kann
der Trageinsatz mit einem Kunststoff, insbesondere PVC, beschichtet sein. Das flächige,
flexible Material für den Trageinsatz kann z. B. aus dem Sortiment der Batyline® Produkte
stammen. Solche Produkte sind z. B. aus strapazierfähigem, abwaschbarem Polyester-Hochfest-Markengarn
gebildet und beidseitig mit PVC beschichtet.
[0012] Der flächige, flexible Trageinsatz, insbesondere ein Netz, ist handlich und simpel
zu handhaben und zu verstauen. Das Baby kann, je nach Grösse, längs oder diagonal
auf den aufgespannten Trageinsatz gelegt, geduscht oder gewickelt werden. Der bevorzugt
mit sehr kleinen Löchern versehene und z. B. mit PVC beschichtete oder aus diesem
gefertigte Trageinsatz ist sehr hautfreundlich und ist eine bequeme Unterlage für
das Baby bzw. das Kleinkind. Die kleinen Löcher im Trageinsatz ermöglichen das permanente
Abfliessen des Wassers. Das Baby bzw. das Kleinkind kann auch kurz darauf gesetzt
werden, um das Abduschen des Rückens zu vereinfachen. Dies ist jedoch nicht notwendig,
denn auch liegend kann es leicht auf die Seite gedreht und abgeduscht werden. Ferner
kann das Haar in der Liegeposition einfach gewaschen werden, ohne dass Shampoo oder
Wasser in die Augen gelangt. Das Wasser fliesst dabei laufend durch den Trageinsatz
hindurch ab und es bleibt weder Duschmittel noch Shampoo haften.
[0013] Die Befestigungsschlaufen werden bevorzugt durch umgeschlagene und mit dem flächenförmigen
Material der Auflagefläche verbundene Endabschnittsflächen des Trageinsatzes ausgebildet.
Die Verbindung kann z. B. durch Nähen, Nieten oder Schweissen hergestellt werden.
Die Halteschlaufen können entsprechend auch durchgängig über die ganze Seitenlänge
schlauchartig ausgebildet sein. Selbstverständlich können die Befestigungsschlaufen
auch anders ausgebildet sein, z. B. an den Trageinsatz angenäht sein.
[0014] Die Längsträger enthalten bevorzugt einen Mittelabschnitt, welcher zu den seitlich
von diesem angeordneten Endabschnitten hin durch einen Anschlag für den Querträger
begrenzt ist. Der Anschlag soll bewirken, dass der seitlich in die Durchgangsöffnung
des Querträgers geschobene Endabschnitt des Längsträgers nur um eine definierte Abschnittslänge
durch die Durchgangsöffnung hindurchgeführt werden kann. Die durch die Durchgangsöffnung
hindurch geschobene und andernends wieder austretende Abschnittslänge ist also definiert
begrenzt und entspricht bevorzugt der Länge des Auflageabschnittes, welcher dem Badewannenrand
aufliegt.
[0015] Der Mittelabschnitt des Längsträgers weist eine untere und obere Trägerkante auf.
Die untere Trägerkante des Mittelabschnittes ist gegenüber einer unteren Trägerkante
der benachbarten Endabschnitte versetzt, wobei die besagte untere Trägerkante (im
montierten Zustand) insbesondere von einer Verbindungsgeraden zwischen den beiden
Durchgangsöffnungen des Querträgers weg versetzt ist. Der erwähnte Anschlag wird hier
zweckmässig durch den Versatz zwischen den unteren Trägerkanten des Mittelabschnittes
und des jeweiligen Endabschnittes im Übergang vom Mittelabschnitt zum jeweiligen Endabschnitt
ausgebildet.
[0016] Die zwischen der jeweiligen unteren und oberen Trägerkante gemessene Trägerhöhe des
Mittelabschnitts des Längsträgers ist bevorzugt grösser als die Trägerhöhe der dazugehörigen
Endabschnitte. D.h. der Mittelabschnitt weist in seiner Höhe eine Verdickung auf.
Der besagte Anschlag am Längsträger wird dabei durch die Zunahme der Trägerhöhe im
Übergang zwischen Endabschnitt und Mittelabschnitt ausgebildet.
[0017] Die Querträger können ebenfalls einen Mittelabschnitt aufweisen, welcher eine obere
und untere Trägerkante enthält. Die untere Trägerkante des Mittelabschnittes ist gegenüber
einer unteren Trägerkante der benachbarten Endabschnitte versetzt angeordnet, wobei
die Trägerkante von einer Verbindungsgeraden zwischen den beiden Durchgangsöffnungen
des Querträgers weg versetzt ist.
[0018] Der Mittelabschnitt des Querprofils ist gegenüber den benachbarten Endabschnitten
und gegenüber der durch die Durchgangsöffnungen führenden Verbindungslinie bevorzugt
abgesenkt. Der Querträger weist dabei im Übergangsbereich zwischen den Endabschnitten
und dem Mittelabschnitt jeweils einen Knick auf. Die Trägerhöhe zwischen Mittelabschnitt
und benachbartem Endabschnitt ist bevorzugt konstant. Der Querträger kann zum Beispiel
eine jochförmige Absenkung des Mittelabschnittes aufweisen.
[0019] Die Auflageabschnitte der Längsträger sind bevorzugt mit einem rutschsicheren Überzug
versehen. Die Auflageabschnitte können z. b. mit einem Gummi überzogen sein. Der Gummi
kann z. b. als Manschette ausgebildet sein, welcher über die Endabschnitte geschoben
ist. Der Gummi kann zur Verbesserung der Verrutschsicherheit mit Rillen versehen sein.
[0020] Die Längs- und/oder Querträger sind bevorzugt aus Holz, vorzugsweise aus Buchenholz,
gefertigt. Die besagten Träger können jedoch auch aus Metall, Kunststoff, aus faserverstärktem
Kunststoff oder einem beliebigen Verbundmaterial gefertigt sein. Die Längs- und/oder
Querträger können als Hohl oder Vollprofile ausgebildet sein. Die Träger weisen bevorzugt
im Querschnitt die Form eines Vierkantprofils aus. Die Träger können jedoch auch einen
runden Querschnitt oder einen Querschnitt mit geraden und runden Querschnittskanten
ausbilden. Die Kanten und Stirnseiten der Träger sind bevorzugt durch Schleifen zumindest
etwas abgerundet, um so den Bedienkomfort zu erhöhen. Die beiden Längsträger sowie
die beiden Querträger sind bevorzugt jeweils gleich ausgebildet. Die erfindungsgemässe
Konstruktion erlaubt es, sämtliche Träger aus Holz zu fertigen, was sehr umweltfreundlich
ist. Metallteile entfallen z. B. gänzlich.
[0021] Die Durchgangsöffnungen der Querträger sind bevorzugt passgenau zur Querschnittsabmessung
der Endabschnitte der Längsträger ausgebildet, so dass die in der Durchgangsöffnung
geführten Endabschnitte möglichst kein oder nur wenig seitliches Spiel haben. Die
Endabschnitte der Längsträger können einen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen
Querschnitt aufweisen. Die Durchgangsöffnungen der Querträger sind zweckmässig gegengleich
zum Querschnitt der Endabschnitte, d.h. in diesem Fall ebenfalls rechteckig oder quadratisch
ausgebildet.
[0022] Die Dimensionierung der Längsträger und der Querträger sowie deren Trägerabschnitte
ist zweckmässig so gewählt, dass der zusammengesetzte Trägerrahmen quer über eine
Badewanne positionierbar ist, wobei die Auflageabschnitte der Längsträger beidseitig
auf dem Badewannenrand aufliegen. Der durch den Tragrahmen ausgebildeter Flächenbereich
für den Trageinsatz ist vorzugsweise rechteckig. Bevorzugt überspannt der Trageinsatz
den gesamten, vom Tragrahmen eingeschlossene Flächenbereich.
[0023] Die Dimensionierung der Längsträger und der Querträger sowie deren Trägerabschnitte
ist überdies bevorzugt so gewählt, dass der zusammengesetzte Trägerrahmen quer über
eine Badewanne positionierbar ist, wobei die untere Trägerkante des Mittelabschnittes
der Querträger im Einsatz über der Badewanne unterhalb der Badwannenoberkante liegt.
Auf diese Weise entfaltet der Mittelabschnitt der Querträger eine Anschlagwirkung,
welche sich in Form einer Verrutschsicherung quer zur Längsrichtung der Badewanne
ausdrückt.
[0024] Der Trageinsatz ist bevorzugt rechteckig ausgebildet ist und weist ein erstes und
zweites Paar Seitenkanten auf, welche als Paar jeweils parallel zueinander verlaufen.
Die Befestigungsschlaufen sind hier an den ersten Seitenkanten einander gegenüber
liegend angeordnet. Die Länge der ersten Seitenkanten des Trageinsatzes mit den Halteschlaufen
entspricht bevorzugt der Länge des Mittelabschnittes des Längsträgers, welcher durch
die Befestigungsschlaufen aufgenommen wird.
[0025] Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung dient nicht nur zum Waschen und Duschen von
Babys, Kleinstkindern und Kleinkindern. Sie kann auch als Wickelunterlage eingesetzt
werden. Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung eignet sich insbesondere auch als mobiler
Wickeltisch.
[0026] Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung setzt sich aus einer minimalen Anzahl von
Einzelteilen, nämlich der fünf Bauteilen, zusammen und ist mit wenigen Handgriffen
einfach und schnell montier- und demontierbar, d.h. zerlegbar. Im montierten Zustand
ist der Trageinsatz durch die seitlich anstehenden Querträger gegen seitliches Verrutschen
in Ein- und Ausschlaufrichtung gesichert. Dank der Absenkung des Mittelteils im Querprofil
wird ein Anschlag zur Wanneninnenwand hin ausgebildet, welcher das Verrutschen der
Waschvorrichtung quer zur Längsrichtung der Badewanne verhindert. Die Querträger ihrerseits
sind über ihre Durchgangsöffnungen formschlüssig und verrutschsicher mit den Längsträgern
verbunden. Zusätzlich zur passgenauen Ausbildung der Durchgangsöffnungen können auch
noch Rastmittel vorgesehen sein, welche das Einrasten der Querträger in einer definierten
Position bei der Montage bewirken und somit ein Verrutschen verhindern. Die Verbindung
zwischen Längsträger und Querträger im Bereich der Durchgangsöffnungen kann auch über
reibungserhöhende Massnahmen bzw. Mittel, wie z. B. Gummieinlagen, zusätzlich gegen
Rutschen gesichert werden. So können Durchgangsöffnung und/oder die Endabschnitte
des Längsträgers z. B. so ausgebildet sein, dass sich die beiden jeweiligen Bauteile
beim Zusammenstecken leicht verkeilen. Dies wird z. B. durch kontinuierliche Verbreiterung
bzw. Verjüngung der betreffenden Bauteil-Querschnitte erreicht.
[0027] Der flexible Trageinsatz lässt sich bequem falten oder rollen, so dass die zerlegte
Waschvorrichtung äusserst Platz sparend verstaut werden kann. Die Montage und Demontage
benötigen keine Bedienungsanleitung, da das Verbindungskonzept denkbar einfach ist.
Die Waschvorrichtung ist dank der besonderen Konstruktions-und Verbindungsweise äusserst
stabil und robust und nimmt entsprechend hohe Traglasten auf. Dank der erfindungsgemässen
Bauweise kann der Tragrahmen komplett aus Holz gefertigt werden. Zusätzliche Verbindungselemente
sind keine notwendig, Anschlagelemente zur Gewährleistung der Verrutschsicherheit
müssen ebenfalls nicht separat angebracht werden. Der Tragrahmen kommt insbesondere
auch ohne Metall aus. Ist die Waschvorrichtung einmal über der Badewanne positioniert,
so ist sie äusserst verrutschfest und zwar sowohl in Längsrichtung der Badewanne als
auch quer dazu. Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung ist daher äusserst handlich
und praktisch und vereinfacht das Waschen, Duschen oder Wickeln des Babys oder Kleinkindes.
Dank dem erfindungsgemässen Konstruktionsprinzip kann die Vorrichtung sehr leicht
ausgebildet werden. Die Waschvorrichtung lässt sich zudem sehr leicht vom Badewannenrand
heben. Die Querträger können mit wenigen Handgriffen entfernt werden. Ferner lässt
sich der flexible Trageinsatz einfach um die parallel ausgerichteten Quer- und Längsträger
zusammenrollen und gemeinsam verstauen. Hierzu müssen die Längsträger nicht einmal
zwingend aus den Befestigungsschlaufen gezogen werden.
[0028] Die Längs- und Querträger, insbesondere deren Länge, und entsprechend auch die Länge
und Breite des Trageinsatzes müssen selbstverständlich auf die Dimensionen der Badewannen
angepasst werden. Da Badewannen heutzutage in der Regel genormt sind, hält sich die
Anzahl individuell auf unterschiedliche Badewannengrössen abgestimmter Varianten von
erfindungsgemässen Waschvorrichtung aber in Grenzen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0029] Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels,
welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen
jeweils schematisch:
- Fig. 1 a:
- eine Seitenansicht des Längsträgers eines Tragrahmens einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
- Fig. 1b:
- eine Seitenansicht des Querträgers eines Tragrahmens einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
- Fig. 1c:
- eine Draufsicht eines Trageinsatzes einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
- Fig. 2:
- eine Draufsicht eines Tragrahmens in montiertem Zustand;
- Fig. 3:
- eine Seitenansicht einer montierten und auf eine Badewanne aufgesetzten erfindungsgemässe
Waschvorrichtung.
[0030] Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der
Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0031] Fig. 1a zeigt den Längsträger 4a, 4b eines Tragrahmens 3 (siehe auch Fig. 2) einer
erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in Seitenansicht. Der Längsträger 4a, 4b weist
einen Mittelabschnitt 7 sowie seitlich davon anschliessend jeweils einen Endabschnitt
5a, 5b auf, welcher jeweils einen Auflageabschnitt 6a, 6b ausbildet.
[0032] Beim Auflageabschnitt 6a, 6b handelt es sich um jenen Teil des Endabschnittes 5a,
5b, welcher im montierten Zustand der Waschvorrichtung 1 aus der Durchgangsöffnung
21 a, 21 b des Querträgers 12a, 12b vorsteht (siehe auch Fig. 2).
[0033] Der Endabschnitt 5a, 5b ist hier mit einem gerillten Gummi 9 zwecks Rutschsicherung
überzogen. Der Mittelabschnitt 7 weist eine untere Trägerkante 10a auf, welche gegenüber
der unteren Trägerkante 10b der Endabschnitte 5a, 5b versetzt ist.
[0034] Der Versatz führt die untere Trägerkante 10a des Mittelabschnittes 7 von der oberen
Trägerkante 11 des Längsträgers 4a, 4b weg, so dass die durch die Distanz zwischen
der unteren und oberen Trägerkante 10a, 10b; 11 definierte Trägerhöhe 27 des Mittelabschnittes
7 grösser ist als jene der Endabschnitte 5a, 5b. Die obere Trägerkante 11 bildet über
die Gesamtlänge des Längsträgers 4a, 4b eine gerade Linie aus. Im Übergangsbereich
zwischen den jeweiligen Endabschnitten 5a, 5b und dem Mittelabschnitt 7 ist ein Absatz
8 ausgebildet, welcher als Anschlag für den seitlich über den Längsträger 4a, 4b geschobenen
Querträger 12a, 12b dient.
[0035] Fig. 1b zeigt den Querträger 12a, 12b eines Tragrahmens 3 (siehe Fig. 2) einer erfindungsgemässen
Waschvorrichtung 1 in Seitenansicht. Der Querträger 12a, 12b weist einen Mittelabschnitt
14 sowie seitlich davon anschliessend jeweils einen Endabschnitt 13a, 13b auf, welcher
eine rechteckige Durchgangsöffnung 21a, 21b zur Aufnahme der Endabschnitte 5a, 5b
der Längsträger 4a, 4b ausbildet. Der Querschnitt der Endabschnitte 5a, 5b der Längsträger
4a, 4b ist gegengleich zur Durchgangsöffnung 21a, 21b, also auch rechteckförmig ausgebildet.
Der Mittelabschnitt 14 weist eine untere und obere Trägerkante 15a; 16a auf, welche
jeweils gegenüber der unteren Trägerkante 15b bzw. der oberen Trägerkante 16b der
Endabschnitte 13a, 13b versetzt sind. Der Versatz führt die untere und obere Trägerkante
15a; 15b des Mittelabschnittes 14 von einer Verbindungslinie 22, welche durch die
beiden Durchgangsöffnungen 21 a, 21b des Querträgers 12a, 12b führt, weg. Der Querträger
12a, 12b bildet so eine jochartige Absenkung aus. Die Endabschnitte 13a, 13b und der
Mittelabschnitt 14 weisen dieselbe Trägerhöhe 28 auf. Im Übergangsbereich zwischen
den jeweiligen Endabschnitten 13a, 13b und dem Mittelabschnitt 14 ist ein Trägerknick
29 ausgebildet.
[0036] Fig. 1 zeigt einen flächenförmigen, flexiblen Trageinsatz 2 einer erfindungsgemässen
Waschvorrichtung 1 in Draufsicht. Der Trageinsatz 2 ist rechteckförmig ausgebildet
und enthält ein erstes und zweites Paar, jeweils parallel verlaufenden und voneinander
beabstandeten Seitenkanten 18a, 18b; 19a, 19b. Entlang der beiden parallelen ersten
Seitenkanten 18a, 18b ist jeweils ein schlauchartig geformte Halteschlaufe 20a, 20b
ausgebildet. Die Halteschlaufe 20a, 20b wird durch Umschlagen einer Endabschnittsfläche
des Trageinsatzes 2 erstellt. Die umgeschlagene Endabschnittsfläche ist z. B. mit
der Auflagefläche des Trageinsatzes 2 vernäht oder verschweisst. Die Halteschlaufen
20a, 20b nehmen den Mittelabschnitt 7 des eingeschobenen Längsträgers 4a, 4b auf.
[0037] Fig. 2 zeigt den Tragrahmen 2 der erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in montiertem
Zustand in Draufsicht. Die Endabschnitte 5a, 5b der Längsträger 4a, 4b sind durch
die Durchgangsöffnungen 21 a, 21 b des Querträgers 12a, 12b geschoben. Der Tragrahmen
3 schliesst einen rechteckförmigen Flächenbereich 25 für den Trageinsatz 2 ein. Der
Tragrahmen 3 lässt sich nun mit dem montierten Trageinsatz 2 quer über die Badewanne
26 legen (siehe Fig. 3), wobei die aus den Durchgangsöffnungen 21a, 21b vorstehenden
Auflageabschnitte 6a, 6b dem Badewannenrand aufliegen. Die Längsträger 4a, 4b liegen
nun quer zur Längsrichtung 23 der Badewanne 26 über die Innenseite 31 der Badewanne
26, während die Querträger 12a, 12b parallel zur besagten Längsrichtung 23 angeordnet
sind. Der eine Endabschnitt 5a, 5b des Längsträgers 4a, 4b kann überdies verkürzt
ausgebildet sein, da die Badewanne 26 auf der einen Längsseite in der Regel einer
Wand 24 anliegt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0038]
- 1
- Waschvorrichtung für Babys
- 2
- Trageinsatz
- 3
- Tragrahmen
- 4a, 4b
- Längsträger
- 5a, 5b
- Endabschnitte des Längsträgers
- 6a, 6b
- Auflageabschnitte des Längsträgers
- 7
- Mittelabschnitt des Längsträgers
- 8
- Anschlag
- 9
- rutschsicherer Überzug (Gummi)
- 10a
- untere Trägerkante des Mittelabschnittes des Längsträgers
- 10b
- untere Trägerkante der Endabschnitte des Längsträgers
- 11
- obere Trägerkante des Längsträgers
- 12a, 12b
- Querträger
- 13a, 13b
- Endabschnitte des Querträgers
- 14
- Mittelabschnitt des Querträgers
- 15a
- untere Trägerkante des Mittelabschnittes des Querträgers
- 15b
- untere Trägerkante der Endabschnitte des Querträgers
- 16a, 16b
- obere Trägerkanten des Querträgers
- 18a, 18b
- erstes Paar Seitenkanten des Trageinsatzes
- 19a, 19b
- zweites Paar Seitenkanten des Trageinsatzes
- 20a, 20b
- Befestigungsschlaufen am Trageinsatz
- 21 a, 21 b
- Durchgangsöffnung
- 22
- Verbindungslinie, welche die Durchgangsöffnungen des Querträgers verbindet
- 23
- Längsrichtung der Badewanne
- 24
- Wand
- 25
- durch Tragrahmen ausgebildeter Flächenbereich für Trageinsatz
- 26
- Badewanne
- 27
- Trägerhöhe des Längsträgers
- 28
- Trägerhöhe des Querträgers
- 29
- Knick im Querträger
- 30
- Auflagefläche des Trageinsatzes
- 31
- Innenseite der Badewanne
1. Waschvorrichtung (1) für Babys enthaltend einen eine Auflagefläche (30) für ein Baby
ausbildenden Trageinsatz (2), zwei, vorzugsweise parallel zueinander angeordnete und
voneinander beabstandete Längsträger (4a, 4b) sowie zwei, vorzugsweise ebenfalls parallel
zueinander und quer zu den Längsträgern (4a, 4b) angeordnete und voneinander beabstandete
Querträger (12a, 12b), welche die beiden Längsträger (4a, 4b) miteinander zu einem
Tragrahmen (3) verbinden, wobei der Trageinsatz (2) an den Längs- (4a, 4b) und/oder
an den Querträgern (12a, 12b) befestigt ist, und der Tragrahmen (3) einen Flächenbereich
(25) einschliesst, in welchem der Trageinsatz (2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querträger (12a, 12b) an seitlichen Endabschnitten (13a, 13b) jeweils eine Durchgangsöffnung
(21 a, 21 b) enthalten, durch welche ein Endabschnitt (5a, 5b) eines Längsträgers
(4a, 4b) hindurch geführt ist.
2. Waschvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Endabschnitte (5a, 5b) der Längsträger
(4a, 4b) jeweils einen Auflageabschnitt (6a, 6b) enthalten, welcher durch die ihm
zugeordnete Durchgangsöffnung (21 a, 21 b) des Querträger (12a, 12b) geführt ist und
um seine Abschnittslänge aus der Durchgangsöffnung (21 a, 21 b) austritt.
3. Waschvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Trageinsatz (2) seitliche Befestigungsschlaufen
(20a, 20b) enthält, durch welche die Längsträger (4a, 4b) geführt sind und auf diese
Weise der Trageinsatz (2) gehalten und aufgespannt ist.
4. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Trageinsatz (2) aus einem
flächenförmigen, flexiblen Material besteht und die Befestigungsschlaufen (20a, 20b)
bevorzugt durch umgeschlagene und mit der Auflagefläche (30) verbundene Endabschnittsflächen
des Trageinsatzes (2) ausgebildet sind.
5. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Trageinsatz (2) aus einem
textilen Flächengebilde, wie Gewebe, oder aus einem Netz besteht.
6. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Längsträger (4a, 4b)
einen Mittelabschnitt (7) enthalten, welcher zu den seitlich vom Mittelabschnitt (7)
angeordneten Endabschnitten (5a, 5b) hin durch einen Anschlag (8) für den Querträger
(12a, 12b) begrenzt ist.
7. Waschvorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Mittelabschnitt (7) des Längsträgers (4a,
4b) eine untere Trägerkante (10a) aufweist, welche gegenüber einer unteren Trägerkante
(10b) der Endabschnitte (5a, 5b) des Längsträgers (4a, 4b) versetzt ist, wobei die
untere Trägerkante (10a) des Mittelabschnittes (7) von einer Verbindungsgeraden (22)
zwischen den beiden Durchgangsöffnungen (21a, 21b) des Querträgers (12a, 12b) weg
versetzt ist, und der Anschlag (8) durch den Versatz zwischen den unteren Trägerkanten
(10a, 10b) im Übergang vom Mittelabschnitt (7) zu den Endabschnitten (5a, 5b) ausgebildet
ist.
8. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Querträger (12a, 12b)
einen Mittelabschnitt (14) mit einer unteren Trägerkante (15a) aufweisen, welche gegenüber
einer unteren Trägerkante (15b) der benachbarten Endabschnitte (13a, 13b) versetzt
ist, wobei die untere Trägerkante (15a) des Mittelabschnittes (14) von einer Verbindungsgeraden
(22) zwischen den beiden Durchgangsöffnungen (21 a, 21 b) des Querträgers (12a, 12b)
weg versetzt ist.
9. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Auflageabschnitte (6a,
6b) der Längsträger (4a, 4b) mit einem rutschsicheren Überzug versehen sind, insbesondere
mit Gummi überzogen sind.
10. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Längs- (4a, 4b) und/oder
Querträger (12a, 12b) aus Holz, vorzugsweise aus Buchenholz, gefertigt sind.
11. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Durchgangsöffnungen
(21 a, 21b) der Querträger (12a, 12b) passgenau zur Querschnittsabmessung der Endabschnitte
(5a, 5b) der Längsträger (4a, 4b) ausgebildet sind.
12. Waschvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, wobei die zwischen der jeweiligen unteren
und oberen Trägerkante (10a, 10b; 11) gemessene Trägerhöhe (27) des Mittelabschnitts
(7) des Längsträger (4a, 4b) grösser ist als die Trägerhöhe der benachbarten Endabschnitte
(5a, 5b).
13. Waschvorrichtung nach Anspruch 8, wobei der Mittelabschnitt (14) des Querträgers (12a,
12b) gegenüber den benachbarten Endabschnitten (13a, 13b) und gegenüber der durch
die Durchgangsöffnungen (21 a, 21b) führenden Verbindungslinie (22) abgesenkt ist,
und der Querträger (12a, 12b) im Übergangsbereich zwischen den Endabschnitten (13a,
13b) und dem Mittelabschnitt (14) jeweils einen Knick aufweist.
14. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Endabschnitte (5a, 5b)
der Längsträger (4a, 4b) einen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt
aufweisen und die Durchgangsöffnungen (21 a, 21 b) gegengleich zum Querschnitt der
Endabschnitte (5a, 5b), d.h. ebenfalls rechteckig oder quadratisch ausgebildet sind.
15. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Trageinsatz (2) aus
Kunststoff, insbesondere aus einem PVC (Polyvinylchlorid), gefertigt oder mit diesem
beschichtet ist.