(19)
(11) EP 2 338 396 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.06.2011  Patentblatt  2011/26

(21) Anmeldenummer: 10405238.6

(22) Anmeldetag:  15.12.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47K 3/034(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 28.12.2009 CH 20052009
12.05.2010 CH 7412010

(71) Anmelder: Kocic-Kasi, Breschkei
8634 Hombrechtikon (CH)

(72) Erfinder:
  • Kocic-Kasi, Breschkei
    8634 Hombrechtikon (CH)

(74) Vertreter: Frei Patent Attorneys 
Frei Patentanwaltsbüro AG Postfach 1771
8032 Zürich
8032 Zürich (CH)

   


(54) Waschvorrichtung für Babys


(57) Die Erfindung betrifft eine Waschvorrichtung (1) für Babys enthaltend einen eine Auflagefläche (30) für ein Baby ausbildenden Trageinsatz (2), zwei parallel zueinander angeordnete und voneinander beabstandete Längsträger (4a, 4b) sowie zwei ebenfalls parallel zueinander und quer zu den Längsträgern (4a, 4b) angeordnete und voneinander beabstandete Querträger (12a, 12b), welche die beiden Längsträger (4a, 4b) miteinander verbinden. Der Trageinsatz (2) ist an den Längs-(4a, 4b) und/oder an den Querträgern (12a, 12b) befestigt ist, wobei die Längs- (4a, 4b) und Querträger (12a, 12b) einen Flächenbereich (25) einschliessen, in welchem der Trageinsatz (2) angeordnet ist. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Querträger (12a, 12b) an seitlichen Endabschnitten (13a, 13b) jeweils eine Durchgangsöffnung (21a, 21b) enthalten, durch welche ein Endabschnitt (5a, 5b) eines Längsträgers (4a, 4b) hindurch geführt ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschvorrichtung für Babys enthaltend einen eine Auflagefläche für ein Baby ausbildenden Trageinsatz, zwei, vorzugsweise parallel zueinander angeordnete und voneinander beabstandete Längsträger sowie zwei, vorzugsweise ebenfalls parallel zueinander und quer zu den Längsträgern angeordnete und voneinander beabstandete Querträger, welche die beiden Längsträger miteinander zu einem Tragrahmen verbinden, wobei der Trageinsatz an den Längs- und/oder an den Querträgern befestigt ist, und der Tragrahmen einen Flächenbereich einschliesst, in welchem der Trageinsatz angeordnet ist.

STAND DER TECHNIK



[0002] Gattungsgemässe Waschvorrichtungen dienen zum Waschen und Duschen von Babys, Kleinstkindern und Kleinkindern. Wenn in dieser Anmeldung der Begriff "Baby" genannt wird, so soll sich dieser Ausdruck auch auf Kleinstkinder und Kleinkinder beziehen.

[0003] Es sind Waschvorrichtungen für Babys bekannt, welche als Sitz in die Badewanne gelegt oder gestellt werden können. Es gibt auch solche Vorrichtungen, welche mit einem Gestell verbunden sind und in die Längsachsenrichtung der Badewanne gestellt werden. Diese Geräte nehmen viel Platz ein, sind schwer, unpraktisch und unhandlich.

[0004] Ferner sind auch Waschvorrichtungen aus einem Tragrahmen und einem Trageinsatz bekannt, welche quer über eine Badewanne positionierbar sind. Eine solche Waschvorrichtung ist beispielsweise aus der DE 25 17 695 bekannt. Die Waschvorrichtung umfasst einen Tragrahmen, welcher aus vier Streben zusammengesetzt ist, wobei zwei der Streben als Auflagestäbe aus z. B. Holz ausgebildet sind. Der Tragrahmen nimmt einen Falteinsatz auf, der eine Auflagefläche für das Baby ausbildet. Obwohl die Waschvorrichtung montier- und demontierbar ist, weist sie einige Nachteile auf. So müssen die Längsstreben, welche die Auflagestäbe miteinander verbinden, als Metallbügel gefertigt sein, welche mit hakenartig abgewinkelten Enden in Querbohrungen der Auflagestäbe einhängbar sind. Das Einführen der Metallbügel erfordert ein hohes Mass an Feingefühl bei der Montage, was einer schnellen, unkomplizierten Montage abträglich ist. Ferner können die Metallbügel bei Schlägen oder Erschütterungen aushängen. Die Stabilität der Waschvorrichtung als Ganzes ist daher durch die auf diese Weise befestigten Metallbügel nicht besonders gut.

[0005] Die CH 178180 zeigt eine Waschvorrichtung mit einem Tragrahmen aus zwei Längsholmen, welche z. B. aus Holz sein können, und zwei Querstreben, welche die beiden Längsholme starr miteinander verbindet. Der Tragrahmen nimmt einen Trageinsatz in der Ausführung eines Wasserbehälters auf. Auch hier ist die Montage und insbesondere die Demontage der Waschvorrichtung und insbesondere des Tragrahmens umständlich.

[0006] Die US 3, 021, 531 zeigt im Weiteren ebenfalls eine Waschvorrichtung für Babys. Auch hier wird aus zwei Längs- und zwei Querstreben ein Tragrahmen gebildet, welcher einen Trageinsatz aufnimmt. Die Querstreben sind über lösbare Schraubverbindungen mit den Längsstreben verbunden. Ferner sind an den Längsstreben Anschlagelemente in Form von Winkeleisen mit Dämpferelement angeschraubt, welche das Verrutschen der Waschvorrichtung quer zur Längsrichtung der Badewanne verhindern sollen. Die Waschvorrichtung enthält also eine Menge von Einzelteilen, wie z. B. Schrauben und separate Anschlagelemente, welche die Montage und Demontage umständlich machen und zudem leicht verloren gehen können.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



[0007] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Waschvorrichtung für ein Baby vorzuschlagen, welche einfach und kostengünstig in ihrer Herstellung sowie einfach montier- und demontierbar ist und aus möglichst wenigen Einzelteilen bestehen soll. Ferner soll die Waschvorrichtung verrutschsicher auf der Badewanne positionierbar sein und zwar verrutschsicher sowohl in Längsrichtung der Badewanne als auch quer dazu.

[0008] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Querträger an seitlichen Endabschnitten jeweils eine Durchgangsöffnung enthalten, durch welche ein Endabschnitt eines Längsträgers hindurch geführt ist.

[0009] Die Endabschnitte der Längsträger beinhalten jeweils bevorzugt einen Auflageabschnitt, welcher durch die ihm zugeordnete Durchgangsöffnung des Querträgers geführt ist und um seine Abschnittslänge aus der Durchgangsöffnung austritt. Ferner können die genannten Endabschnitte bzw. Auflageabschnitte auch die Funktion von Griffen haben, an welchen die Waschvorrichtung ergriffen und verschoben werden kann.

[0010] Der Trageinsatz enthält bevorzugt seitliche Befestigungsschlaufen, auch Halteschlaufen genannt, durch welche die Längsträger geführt bzw. eingeschlauft sind und auf diese Weise den Trageinsatz halten. Durch Einschieben der Querträger durch die Endabschnitte der Längsträger wird der, auf jeweils gegenüberliegenden Seiten in den jeweiligen Längsträger eingeschlaufte Trageinsatz aufgespannt und je nach Auslegung der Vorrichtungsteile straff oder locker gespannt.

[0011] Der Trageinsatz besteht bevorzugt aus einem flächenförmigen, flexiblen Material. Der Trageinsatz besteht besonders bevorzugt aus einem textilen Flächengebilde, wie z. B. Gewebe. Der Trageinsatz kann jedoch auch aus einer Kunststoffbahn bestehen. Der Trageinsatz ist bevorzugt wasserdurchlässig, so dass das Wasser jederzeit abfliessen kann. Die Wasserdurchlässigkeit kann durch ein entsprechend durchlässiges textiles Gebilde, z. B. Gewebe, oder durch gezielt angebrachte Durchlässe, z. B. Perforationen bzw. Löcher im Trageinsatz erzielt werden. Der wasserdurchlässige Trageinsatz besteht daher bevorzugt aus einem Netz. Der Trageinsatz kann aus Kunststoff, insbesondere aus einem PVC (Polyvinylchlorid), gefertigt sein oder enthalten. Insbesondere kann der Trageinsatz mit einem Kunststoff, insbesondere PVC, beschichtet sein. Das flächige, flexible Material für den Trageinsatz kann z. B. aus dem Sortiment der Batyline® Produkte stammen. Solche Produkte sind z. B. aus strapazierfähigem, abwaschbarem Polyester-Hochfest-Markengarn gebildet und beidseitig mit PVC beschichtet.

[0012] Der flächige, flexible Trageinsatz, insbesondere ein Netz, ist handlich und simpel zu handhaben und zu verstauen. Das Baby kann, je nach Grösse, längs oder diagonal auf den aufgespannten Trageinsatz gelegt, geduscht oder gewickelt werden. Der bevorzugt mit sehr kleinen Löchern versehene und z. B. mit PVC beschichtete oder aus diesem gefertigte Trageinsatz ist sehr hautfreundlich und ist eine bequeme Unterlage für das Baby bzw. das Kleinkind. Die kleinen Löcher im Trageinsatz ermöglichen das permanente Abfliessen des Wassers. Das Baby bzw. das Kleinkind kann auch kurz darauf gesetzt werden, um das Abduschen des Rückens zu vereinfachen. Dies ist jedoch nicht notwendig, denn auch liegend kann es leicht auf die Seite gedreht und abgeduscht werden. Ferner kann das Haar in der Liegeposition einfach gewaschen werden, ohne dass Shampoo oder Wasser in die Augen gelangt. Das Wasser fliesst dabei laufend durch den Trageinsatz hindurch ab und es bleibt weder Duschmittel noch Shampoo haften.

[0013] Die Befestigungsschlaufen werden bevorzugt durch umgeschlagene und mit dem flächenförmigen Material der Auflagefläche verbundene Endabschnittsflächen des Trageinsatzes ausgebildet. Die Verbindung kann z. B. durch Nähen, Nieten oder Schweissen hergestellt werden. Die Halteschlaufen können entsprechend auch durchgängig über die ganze Seitenlänge schlauchartig ausgebildet sein. Selbstverständlich können die Befestigungsschlaufen auch anders ausgebildet sein, z. B. an den Trageinsatz angenäht sein.

[0014] Die Längsträger enthalten bevorzugt einen Mittelabschnitt, welcher zu den seitlich von diesem angeordneten Endabschnitten hin durch einen Anschlag für den Querträger begrenzt ist. Der Anschlag soll bewirken, dass der seitlich in die Durchgangsöffnung des Querträgers geschobene Endabschnitt des Längsträgers nur um eine definierte Abschnittslänge durch die Durchgangsöffnung hindurchgeführt werden kann. Die durch die Durchgangsöffnung hindurch geschobene und andernends wieder austretende Abschnittslänge ist also definiert begrenzt und entspricht bevorzugt der Länge des Auflageabschnittes, welcher dem Badewannenrand aufliegt.

[0015] Der Mittelabschnitt des Längsträgers weist eine untere und obere Trägerkante auf. Die untere Trägerkante des Mittelabschnittes ist gegenüber einer unteren Trägerkante der benachbarten Endabschnitte versetzt, wobei die besagte untere Trägerkante (im montierten Zustand) insbesondere von einer Verbindungsgeraden zwischen den beiden Durchgangsöffnungen des Querträgers weg versetzt ist. Der erwähnte Anschlag wird hier zweckmässig durch den Versatz zwischen den unteren Trägerkanten des Mittelabschnittes und des jeweiligen Endabschnittes im Übergang vom Mittelabschnitt zum jeweiligen Endabschnitt ausgebildet.

[0016] Die zwischen der jeweiligen unteren und oberen Trägerkante gemessene Trägerhöhe des Mittelabschnitts des Längsträgers ist bevorzugt grösser als die Trägerhöhe der dazugehörigen Endabschnitte. D.h. der Mittelabschnitt weist in seiner Höhe eine Verdickung auf. Der besagte Anschlag am Längsträger wird dabei durch die Zunahme der Trägerhöhe im Übergang zwischen Endabschnitt und Mittelabschnitt ausgebildet.

[0017] Die Querträger können ebenfalls einen Mittelabschnitt aufweisen, welcher eine obere und untere Trägerkante enthält. Die untere Trägerkante des Mittelabschnittes ist gegenüber einer unteren Trägerkante der benachbarten Endabschnitte versetzt angeordnet, wobei die Trägerkante von einer Verbindungsgeraden zwischen den beiden Durchgangsöffnungen des Querträgers weg versetzt ist.

[0018] Der Mittelabschnitt des Querprofils ist gegenüber den benachbarten Endabschnitten und gegenüber der durch die Durchgangsöffnungen führenden Verbindungslinie bevorzugt abgesenkt. Der Querträger weist dabei im Übergangsbereich zwischen den Endabschnitten und dem Mittelabschnitt jeweils einen Knick auf. Die Trägerhöhe zwischen Mittelabschnitt und benachbartem Endabschnitt ist bevorzugt konstant. Der Querträger kann zum Beispiel eine jochförmige Absenkung des Mittelabschnittes aufweisen.

[0019] Die Auflageabschnitte der Längsträger sind bevorzugt mit einem rutschsicheren Überzug versehen. Die Auflageabschnitte können z. b. mit einem Gummi überzogen sein. Der Gummi kann z. b. als Manschette ausgebildet sein, welcher über die Endabschnitte geschoben ist. Der Gummi kann zur Verbesserung der Verrutschsicherheit mit Rillen versehen sein.

[0020] Die Längs- und/oder Querträger sind bevorzugt aus Holz, vorzugsweise aus Buchenholz, gefertigt. Die besagten Träger können jedoch auch aus Metall, Kunststoff, aus faserverstärktem Kunststoff oder einem beliebigen Verbundmaterial gefertigt sein. Die Längs- und/oder Querträger können als Hohl oder Vollprofile ausgebildet sein. Die Träger weisen bevorzugt im Querschnitt die Form eines Vierkantprofils aus. Die Träger können jedoch auch einen runden Querschnitt oder einen Querschnitt mit geraden und runden Querschnittskanten ausbilden. Die Kanten und Stirnseiten der Träger sind bevorzugt durch Schleifen zumindest etwas abgerundet, um so den Bedienkomfort zu erhöhen. Die beiden Längsträger sowie die beiden Querträger sind bevorzugt jeweils gleich ausgebildet. Die erfindungsgemässe Konstruktion erlaubt es, sämtliche Träger aus Holz zu fertigen, was sehr umweltfreundlich ist. Metallteile entfallen z. B. gänzlich.

[0021] Die Durchgangsöffnungen der Querträger sind bevorzugt passgenau zur Querschnittsabmessung der Endabschnitte der Längsträger ausgebildet, so dass die in der Durchgangsöffnung geführten Endabschnitte möglichst kein oder nur wenig seitliches Spiel haben. Die Endabschnitte der Längsträger können einen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt aufweisen. Die Durchgangsöffnungen der Querträger sind zweckmässig gegengleich zum Querschnitt der Endabschnitte, d.h. in diesem Fall ebenfalls rechteckig oder quadratisch ausgebildet.

[0022] Die Dimensionierung der Längsträger und der Querträger sowie deren Trägerabschnitte ist zweckmässig so gewählt, dass der zusammengesetzte Trägerrahmen quer über eine Badewanne positionierbar ist, wobei die Auflageabschnitte der Längsträger beidseitig auf dem Badewannenrand aufliegen. Der durch den Tragrahmen ausgebildeter Flächenbereich für den Trageinsatz ist vorzugsweise rechteckig. Bevorzugt überspannt der Trageinsatz den gesamten, vom Tragrahmen eingeschlossene Flächenbereich.

[0023] Die Dimensionierung der Längsträger und der Querträger sowie deren Trägerabschnitte ist überdies bevorzugt so gewählt, dass der zusammengesetzte Trägerrahmen quer über eine Badewanne positionierbar ist, wobei die untere Trägerkante des Mittelabschnittes der Querträger im Einsatz über der Badewanne unterhalb der Badwannenoberkante liegt. Auf diese Weise entfaltet der Mittelabschnitt der Querträger eine Anschlagwirkung, welche sich in Form einer Verrutschsicherung quer zur Längsrichtung der Badewanne ausdrückt.

[0024] Der Trageinsatz ist bevorzugt rechteckig ausgebildet ist und weist ein erstes und zweites Paar Seitenkanten auf, welche als Paar jeweils parallel zueinander verlaufen. Die Befestigungsschlaufen sind hier an den ersten Seitenkanten einander gegenüber liegend angeordnet. Die Länge der ersten Seitenkanten des Trageinsatzes mit den Halteschlaufen entspricht bevorzugt der Länge des Mittelabschnittes des Längsträgers, welcher durch die Befestigungsschlaufen aufgenommen wird.

[0025] Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung dient nicht nur zum Waschen und Duschen von Babys, Kleinstkindern und Kleinkindern. Sie kann auch als Wickelunterlage eingesetzt werden. Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung eignet sich insbesondere auch als mobiler Wickeltisch.

[0026] Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung setzt sich aus einer minimalen Anzahl von Einzelteilen, nämlich der fünf Bauteilen, zusammen und ist mit wenigen Handgriffen einfach und schnell montier- und demontierbar, d.h. zerlegbar. Im montierten Zustand ist der Trageinsatz durch die seitlich anstehenden Querträger gegen seitliches Verrutschen in Ein- und Ausschlaufrichtung gesichert. Dank der Absenkung des Mittelteils im Querprofil wird ein Anschlag zur Wanneninnenwand hin ausgebildet, welcher das Verrutschen der Waschvorrichtung quer zur Längsrichtung der Badewanne verhindert. Die Querträger ihrerseits sind über ihre Durchgangsöffnungen formschlüssig und verrutschsicher mit den Längsträgern verbunden. Zusätzlich zur passgenauen Ausbildung der Durchgangsöffnungen können auch noch Rastmittel vorgesehen sein, welche das Einrasten der Querträger in einer definierten Position bei der Montage bewirken und somit ein Verrutschen verhindern. Die Verbindung zwischen Längsträger und Querträger im Bereich der Durchgangsöffnungen kann auch über reibungserhöhende Massnahmen bzw. Mittel, wie z. B. Gummieinlagen, zusätzlich gegen Rutschen gesichert werden. So können Durchgangsöffnung und/oder die Endabschnitte des Längsträgers z. B. so ausgebildet sein, dass sich die beiden jeweiligen Bauteile beim Zusammenstecken leicht verkeilen. Dies wird z. B. durch kontinuierliche Verbreiterung bzw. Verjüngung der betreffenden Bauteil-Querschnitte erreicht.

[0027] Der flexible Trageinsatz lässt sich bequem falten oder rollen, so dass die zerlegte Waschvorrichtung äusserst Platz sparend verstaut werden kann. Die Montage und Demontage benötigen keine Bedienungsanleitung, da das Verbindungskonzept denkbar einfach ist. Die Waschvorrichtung ist dank der besonderen Konstruktions-und Verbindungsweise äusserst stabil und robust und nimmt entsprechend hohe Traglasten auf. Dank der erfindungsgemässen Bauweise kann der Tragrahmen komplett aus Holz gefertigt werden. Zusätzliche Verbindungselemente sind keine notwendig, Anschlagelemente zur Gewährleistung der Verrutschsicherheit müssen ebenfalls nicht separat angebracht werden. Der Tragrahmen kommt insbesondere auch ohne Metall aus. Ist die Waschvorrichtung einmal über der Badewanne positioniert, so ist sie äusserst verrutschfest und zwar sowohl in Längsrichtung der Badewanne als auch quer dazu. Die erfindungsgemässe Waschvorrichtung ist daher äusserst handlich und praktisch und vereinfacht das Waschen, Duschen oder Wickeln des Babys oder Kleinkindes. Dank dem erfindungsgemässen Konstruktionsprinzip kann die Vorrichtung sehr leicht ausgebildet werden. Die Waschvorrichtung lässt sich zudem sehr leicht vom Badewannenrand heben. Die Querträger können mit wenigen Handgriffen entfernt werden. Ferner lässt sich der flexible Trageinsatz einfach um die parallel ausgerichteten Quer- und Längsträger zusammenrollen und gemeinsam verstauen. Hierzu müssen die Längsträger nicht einmal zwingend aus den Befestigungsschlaufen gezogen werden.

[0028] Die Längs- und Querträger, insbesondere deren Länge, und entsprechend auch die Länge und Breite des Trageinsatzes müssen selbstverständlich auf die Dimensionen der Badewannen angepasst werden. Da Badewannen heutzutage in der Regel genormt sind, hält sich die Anzahl individuell auf unterschiedliche Badewannengrössen abgestimmter Varianten von erfindungsgemässen Waschvorrichtung aber in Grenzen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



[0029] Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 a:
eine Seitenansicht des Längsträgers eines Tragrahmens einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
Fig. 1b:
eine Seitenansicht des Querträgers eines Tragrahmens einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
Fig. 1c:
eine Draufsicht eines Trageinsatzes einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung;
Fig. 2:
eine Draufsicht eines Tragrahmens in montiertem Zustand;
Fig. 3:
eine Seitenansicht einer montierten und auf eine Badewanne aufgesetzten erfindungsgemässe Waschvorrichtung.


[0030] Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

[0031] Fig. 1a zeigt den Längsträger 4a, 4b eines Tragrahmens 3 (siehe auch Fig. 2) einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in Seitenansicht. Der Längsträger 4a, 4b weist einen Mittelabschnitt 7 sowie seitlich davon anschliessend jeweils einen Endabschnitt 5a, 5b auf, welcher jeweils einen Auflageabschnitt 6a, 6b ausbildet.

[0032] Beim Auflageabschnitt 6a, 6b handelt es sich um jenen Teil des Endabschnittes 5a, 5b, welcher im montierten Zustand der Waschvorrichtung 1 aus der Durchgangsöffnung 21 a, 21 b des Querträgers 12a, 12b vorsteht (siehe auch Fig. 2).

[0033] Der Endabschnitt 5a, 5b ist hier mit einem gerillten Gummi 9 zwecks Rutschsicherung überzogen. Der Mittelabschnitt 7 weist eine untere Trägerkante 10a auf, welche gegenüber der unteren Trägerkante 10b der Endabschnitte 5a, 5b versetzt ist.

[0034] Der Versatz führt die untere Trägerkante 10a des Mittelabschnittes 7 von der oberen Trägerkante 11 des Längsträgers 4a, 4b weg, so dass die durch die Distanz zwischen der unteren und oberen Trägerkante 10a, 10b; 11 definierte Trägerhöhe 27 des Mittelabschnittes 7 grösser ist als jene der Endabschnitte 5a, 5b. Die obere Trägerkante 11 bildet über die Gesamtlänge des Längsträgers 4a, 4b eine gerade Linie aus. Im Übergangsbereich zwischen den jeweiligen Endabschnitten 5a, 5b und dem Mittelabschnitt 7 ist ein Absatz 8 ausgebildet, welcher als Anschlag für den seitlich über den Längsträger 4a, 4b geschobenen Querträger 12a, 12b dient.

[0035] Fig. 1b zeigt den Querträger 12a, 12b eines Tragrahmens 3 (siehe Fig. 2) einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in Seitenansicht. Der Querträger 12a, 12b weist einen Mittelabschnitt 14 sowie seitlich davon anschliessend jeweils einen Endabschnitt 13a, 13b auf, welcher eine rechteckige Durchgangsöffnung 21a, 21b zur Aufnahme der Endabschnitte 5a, 5b der Längsträger 4a, 4b ausbildet. Der Querschnitt der Endabschnitte 5a, 5b der Längsträger 4a, 4b ist gegengleich zur Durchgangsöffnung 21a, 21b, also auch rechteckförmig ausgebildet. Der Mittelabschnitt 14 weist eine untere und obere Trägerkante 15a; 16a auf, welche jeweils gegenüber der unteren Trägerkante 15b bzw. der oberen Trägerkante 16b der Endabschnitte 13a, 13b versetzt sind. Der Versatz führt die untere und obere Trägerkante 15a; 15b des Mittelabschnittes 14 von einer Verbindungslinie 22, welche durch die beiden Durchgangsöffnungen 21 a, 21b des Querträgers 12a, 12b führt, weg. Der Querträger 12a, 12b bildet so eine jochartige Absenkung aus. Die Endabschnitte 13a, 13b und der Mittelabschnitt 14 weisen dieselbe Trägerhöhe 28 auf. Im Übergangsbereich zwischen den jeweiligen Endabschnitten 13a, 13b und dem Mittelabschnitt 14 ist ein Trägerknick 29 ausgebildet.

[0036] Fig. 1 zeigt einen flächenförmigen, flexiblen Trageinsatz 2 einer erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in Draufsicht. Der Trageinsatz 2 ist rechteckförmig ausgebildet und enthält ein erstes und zweites Paar, jeweils parallel verlaufenden und voneinander beabstandeten Seitenkanten 18a, 18b; 19a, 19b. Entlang der beiden parallelen ersten Seitenkanten 18a, 18b ist jeweils ein schlauchartig geformte Halteschlaufe 20a, 20b ausgebildet. Die Halteschlaufe 20a, 20b wird durch Umschlagen einer Endabschnittsfläche des Trageinsatzes 2 erstellt. Die umgeschlagene Endabschnittsfläche ist z. B. mit der Auflagefläche des Trageinsatzes 2 vernäht oder verschweisst. Die Halteschlaufen 20a, 20b nehmen den Mittelabschnitt 7 des eingeschobenen Längsträgers 4a, 4b auf.

[0037] Fig. 2 zeigt den Tragrahmen 2 der erfindungsgemässen Waschvorrichtung 1 in montiertem Zustand in Draufsicht. Die Endabschnitte 5a, 5b der Längsträger 4a, 4b sind durch die Durchgangsöffnungen 21 a, 21 b des Querträgers 12a, 12b geschoben. Der Tragrahmen 3 schliesst einen rechteckförmigen Flächenbereich 25 für den Trageinsatz 2 ein. Der Tragrahmen 3 lässt sich nun mit dem montierten Trageinsatz 2 quer über die Badewanne 26 legen (siehe Fig. 3), wobei die aus den Durchgangsöffnungen 21a, 21b vorstehenden Auflageabschnitte 6a, 6b dem Badewannenrand aufliegen. Die Längsträger 4a, 4b liegen nun quer zur Längsrichtung 23 der Badewanne 26 über die Innenseite 31 der Badewanne 26, während die Querträger 12a, 12b parallel zur besagten Längsrichtung 23 angeordnet sind. Der eine Endabschnitt 5a, 5b des Längsträgers 4a, 4b kann überdies verkürzt ausgebildet sein, da die Badewanne 26 auf der einen Längsseite in der Regel einer Wand 24 anliegt.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0038] 
1
Waschvorrichtung für Babys
2
Trageinsatz
3
Tragrahmen
4a, 4b
Längsträger
5a, 5b
Endabschnitte des Längsträgers
6a, 6b
Auflageabschnitte des Längsträgers
7
Mittelabschnitt des Längsträgers
8
Anschlag
9
rutschsicherer Überzug (Gummi)
10a
untere Trägerkante des Mittelabschnittes des Längsträgers
10b
untere Trägerkante der Endabschnitte des Längsträgers
11
obere Trägerkante des Längsträgers
12a, 12b
Querträger
13a, 13b
Endabschnitte des Querträgers
14
Mittelabschnitt des Querträgers
15a
untere Trägerkante des Mittelabschnittes des Querträgers
15b
untere Trägerkante der Endabschnitte des Querträgers
16a, 16b
obere Trägerkanten des Querträgers
18a, 18b
erstes Paar Seitenkanten des Trageinsatzes
19a, 19b
zweites Paar Seitenkanten des Trageinsatzes
20a, 20b
Befestigungsschlaufen am Trageinsatz
21 a, 21 b
Durchgangsöffnung
22
Verbindungslinie, welche die Durchgangsöffnungen des Querträgers verbindet
23
Längsrichtung der Badewanne
24
Wand
25
durch Tragrahmen ausgebildeter Flächenbereich für Trageinsatz
26
Badewanne
27
Trägerhöhe des Längsträgers
28
Trägerhöhe des Querträgers
29
Knick im Querträger
30
Auflagefläche des Trageinsatzes
31
Innenseite der Badewanne



Ansprüche

1. Waschvorrichtung (1) für Babys enthaltend einen eine Auflagefläche (30) für ein Baby ausbildenden Trageinsatz (2), zwei, vorzugsweise parallel zueinander angeordnete und voneinander beabstandete Längsträger (4a, 4b) sowie zwei, vorzugsweise ebenfalls parallel zueinander und quer zu den Längsträgern (4a, 4b) angeordnete und voneinander beabstandete Querträger (12a, 12b), welche die beiden Längsträger (4a, 4b) miteinander zu einem Tragrahmen (3) verbinden, wobei der Trageinsatz (2) an den Längs- (4a, 4b) und/oder an den Querträgern (12a, 12b) befestigt ist, und der Tragrahmen (3) einen Flächenbereich (25) einschliesst, in welchem der Trageinsatz (2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querträger (12a, 12b) an seitlichen Endabschnitten (13a, 13b) jeweils eine Durchgangsöffnung (21 a, 21 b) enthalten, durch welche ein Endabschnitt (5a, 5b) eines Längsträgers (4a, 4b) hindurch geführt ist.
 
2. Waschvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Endabschnitte (5a, 5b) der Längsträger (4a, 4b) jeweils einen Auflageabschnitt (6a, 6b) enthalten, welcher durch die ihm zugeordnete Durchgangsöffnung (21 a, 21 b) des Querträger (12a, 12b) geführt ist und um seine Abschnittslänge aus der Durchgangsöffnung (21 a, 21 b) austritt.
 
3. Waschvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Trageinsatz (2) seitliche Befestigungsschlaufen (20a, 20b) enthält, durch welche die Längsträger (4a, 4b) geführt sind und auf diese Weise der Trageinsatz (2) gehalten und aufgespannt ist.
 
4. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Trageinsatz (2) aus einem flächenförmigen, flexiblen Material besteht und die Befestigungsschlaufen (20a, 20b) bevorzugt durch umgeschlagene und mit der Auflagefläche (30) verbundene Endabschnittsflächen des Trageinsatzes (2) ausgebildet sind.
 
5. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Trageinsatz (2) aus einem textilen Flächengebilde, wie Gewebe, oder aus einem Netz besteht.
 
6. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Längsträger (4a, 4b) einen Mittelabschnitt (7) enthalten, welcher zu den seitlich vom Mittelabschnitt (7) angeordneten Endabschnitten (5a, 5b) hin durch einen Anschlag (8) für den Querträger (12a, 12b) begrenzt ist.
 
7. Waschvorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Mittelabschnitt (7) des Längsträgers (4a, 4b) eine untere Trägerkante (10a) aufweist, welche gegenüber einer unteren Trägerkante (10b) der Endabschnitte (5a, 5b) des Längsträgers (4a, 4b) versetzt ist, wobei die untere Trägerkante (10a) des Mittelabschnittes (7) von einer Verbindungsgeraden (22) zwischen den beiden Durchgangsöffnungen (21a, 21b) des Querträgers (12a, 12b) weg versetzt ist, und der Anschlag (8) durch den Versatz zwischen den unteren Trägerkanten (10a, 10b) im Übergang vom Mittelabschnitt (7) zu den Endabschnitten (5a, 5b) ausgebildet ist.
 
8. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Querträger (12a, 12b) einen Mittelabschnitt (14) mit einer unteren Trägerkante (15a) aufweisen, welche gegenüber einer unteren Trägerkante (15b) der benachbarten Endabschnitte (13a, 13b) versetzt ist, wobei die untere Trägerkante (15a) des Mittelabschnittes (14) von einer Verbindungsgeraden (22) zwischen den beiden Durchgangsöffnungen (21 a, 21 b) des Querträgers (12a, 12b) weg versetzt ist.
 
9. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Auflageabschnitte (6a, 6b) der Längsträger (4a, 4b) mit einem rutschsicheren Überzug versehen sind, insbesondere mit Gummi überzogen sind.
 
10. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Längs- (4a, 4b) und/oder Querträger (12a, 12b) aus Holz, vorzugsweise aus Buchenholz, gefertigt sind.
 
11. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Durchgangsöffnungen (21 a, 21b) der Querträger (12a, 12b) passgenau zur Querschnittsabmessung der Endabschnitte (5a, 5b) der Längsträger (4a, 4b) ausgebildet sind.
 
12. Waschvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, wobei die zwischen der jeweiligen unteren und oberen Trägerkante (10a, 10b; 11) gemessene Trägerhöhe (27) des Mittelabschnitts (7) des Längsträger (4a, 4b) grösser ist als die Trägerhöhe der benachbarten Endabschnitte (5a, 5b).
 
13. Waschvorrichtung nach Anspruch 8, wobei der Mittelabschnitt (14) des Querträgers (12a, 12b) gegenüber den benachbarten Endabschnitten (13a, 13b) und gegenüber der durch die Durchgangsöffnungen (21 a, 21b) führenden Verbindungslinie (22) abgesenkt ist, und der Querträger (12a, 12b) im Übergangsbereich zwischen den Endabschnitten (13a, 13b) und dem Mittelabschnitt (14) jeweils einen Knick aufweist.
 
14. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Endabschnitte (5a, 5b) der Längsträger (4a, 4b) einen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt aufweisen und die Durchgangsöffnungen (21 a, 21 b) gegengleich zum Querschnitt der Endabschnitte (5a, 5b), d.h. ebenfalls rechteckig oder quadratisch ausgebildet sind.
 
15. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Trageinsatz (2) aus Kunststoff, insbesondere aus einem PVC (Polyvinylchlorid), gefertigt oder mit diesem beschichtet ist.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente