Behälter aus thermoplastischem Kunststoff
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter aus thermoplastischem Kunststoff
für die Lagerung und den Transport von Gütern, mit einem ganz- oder teilflächig doppelwandigen
Boden und mit vier mit dem Boden einstückigen, ganz- oder teilflächig doppelwandigen
Seitenwänden, wobei unter dem Boden von diesem durch Rippen beabstandet eine Bodenplatte
angeschweißt ist, die einen umlaufenden stufenförmigen Stapelrand aufweist, dessen
bodenparalleler Teil an die unteren Enden der Seitenwände angeschweißt ist und innerhalb
der doppelwandigen Seitenwände vorliegende Hohlräume nach unten hin abschließt. Außerdem
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines entsprechenden Behälters.
[0002] Ein Behälter der eingangs genannten Art und ein Verfahren zu dessen Herstellung sind
aus
DE 43 12 842 C2 bekannt. Die Bodenplatte mit ihrem umlaufenden Stapelrand ist bzw. wird hier in einer
einzigen Schweißebene mit dem übrigen Behälter verschweißt. Dabei sind die Bodenplatte
und der übrige Behälter so gestaltet, dass in der Schweißebene die unteren Enden der
doppelwandigen Seitenwände, die Rippen und rippenartige Ansätze aufeinander treffen,
also immer linienförmige Elemente auf der einen Seite auf ebenfalls linienförmige
Elemente auf der anderen Seite treffen. Diese Gestaltung ist für das hier offensichtlich
eingesetzte Spiegelschweißen als Schweißverfahren erforderlich. Die Formgebung der
miteinander zu verschweißenden Bereiche des Behälters wird dadurch relativ aufwändig,
weil eine exakte Deckungsgleichheit der miteinander zu verschweißenden unteren Seitenwandenden,
Rippen und rippenartige Ansätze erforderlich ist, um eine sichere und stabile sowie
umlaufend dichte Schweißverbindung zu erzielen. Problematisch ist dabei aber, dass
es insbesondere an den unteren Seitenwandenden zu einem Abweichen vom Soll-Verlauf
kommen kann, was eine genaue Deckungsgleichheit zu zugehörigen rippenartigen Ansätzen
verhindert. Sofern hier eine zweite Schweißebene erwähnt wird, dient diese nur dazu,
in einem zweiten Schweißvorgang ein weiteres, zusätzlich zur Bodenplatte vorgesehenes
Teil mit dem übrigen Behälter zu verbinden.
[0003] Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Behälter der eingangs
genannten Art und ein Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben, welche die vorstehend
angegebenen Nachteile vermeiden und insbesondere bei einer einfacheren Formgebung
der miteinander zu verschweißenden Teile des Behälters eine einfachere sowie schnellere
und dadurch kostengünstigere Herstellung erlauben.
[0004] Die Lösung des den Behälter betreffenden Teils dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß
mit einem Behälter der eingangs genannten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, dass
die den Boden und die Bodenplatte voneinander beabstandenden Rippen vollständig Teil
des Bodens oder vollständig Teil der Bodenplatte sind, dass der bodenparallele Teil
des Stapelrandes an seiner den unteren Enden der Seitenwände zugewandten Oberseite
rippenfrei ist und dass die Bodenplatte mit dem übrigen Behälter reibverschweißt ist
[0005] Der erfindungsgemäße Behälter ist vorteilhaft an seinen beiden miteinander zu verschweißenden
Teilen so gestaltet, dass für die Schweißverbindung ein gegenüber dem Spiegelschweißen
schnelleres und energiesparendes Reibschweißen einsetzbar ist. Dabei ist durch die
Gestaltung des Behälters gewährleistet, dass in allen Schweißebenen immer ein linienförmiger
Behälterbereich einerseits auf einen flächigen Behälterbereich andererseits trifft.
Auf diese Weise steht immer eine ausreichend große Kontakt- und Bewegungsfläche für
den Reibschweißvorgang zur Verfügung. Die Gestaltung der miteinander zu verbindenden
Teile des Behälters wird dadurch einfacher, weil immer ein Bereich auf der einen Seite
jeder Schweißebene einfach nur flächig ausgebildet ist, ohne dass hier rippenartige
Ansätze oder dergleichen linienförmige Elemente erforderlich sind, die mit linienförmigen
Elementen auf der anderen Seite deckungsgleich sein müssen. Dadurch und durch den
geringeren Energieverbrauch des Reibschweißvorganges wird der Behälter in seiner Herstellung
preiswerter, wobei sogar Verbesserungen bei der Qualität und Haltbarkeit der Schweißverbindungen
erzielt werden.
[0006] Bevorzugt sind der Boden und die Bodenplatte in wenigstens einer ersten Schweißebene
und die unteren Enden der Seitenwände und der bodenparallele Teil des Stapelrandes
der Bodenplatte in wenigstens einer zur ersten Schweißebene parallelen, höhenversetzten
zweiten Schweißebene miteinander reibverschweißt. Eine Beschränkung auf eine einzige
Schweißebene entfällt hier vorteilhaft. Zweckmäßig hat der Behälter zwei oder mehr
Schweißebenen, die im Sinne einer günstigen Herstellung zweckentsprechend gewählt
werden können.
[0007] Weiter schlägt die Erfindung vor, dass die den Boden und die Bodenplatte voneinander
beabstandenden Rippen einstückig mit dem Boden ausgebildet sind und dass die erste
Schweißebene in Höhe des freien unteren Endes der Rippen und der den Rippen zugewandten
rippenfreien Oberseite der Bodenplatte liegt. In dieser Ausgestaltung hat die Bodenplatte
eine besonders einfache Form, weil sie keine Rippen aufweist.
[0008] Ein weiterer Beitrag zu einer besonders hohen Stabilität und Belastbarkeit des Behälters
wird dadurch erreicht, dass bevorzugt im Inneren der doppelwandigen Seitenwände deren
Doppelwände miteinander einstückig verbindende vertikale Stege vorgesehen sind, die
bündig mit den unteren Enden der Seitenwände enden, und dass die zweite Schweißebene
in Höhe der unteren Enden der Seitenwände und der Stege und der Oberseite des bodenparallelen
Teils des Stapelrandes liegt. Ein weiterer hier erzielter Vorteil besteht darin, dass
der bodenparallele Teil des Stapelrandes hier einfach glattflächig ausgebildet sein
kann und keine rippenartigen Ansätze oder dergleichen Elemente für die Schweißverbindung
benötigt.
[0009] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass die Bodenplatte vollflächig ausgeführt ist
und den Boden vollflächig überdeckt oder umlaufend kranzförmig ausgeführt ist und
den Boden teilflächig nur randseitig umlaufend überdeckt. Auf diese Weise wird ein
besonders stabiler sowie unterseitig entweder über seine volle Fläche oder über eine
randseitig umlaufende Fläche glatter Behälter gebildet, der problemlos und geräuscharm
auch in beladenem Zustand über Rollenbahnen oder Kugelbahnen transportierbar ist.
[0010] Wie oben erwähnt, betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Herstellen eines
Behälters aus thermoplastischem Kunststoff für die Lagerung und den Transport von
Gütern, mit einem ganz- oder teilflächig doppelwandigen Boden und mit vier mit dem
Boden einstückigen oder verbundenen, ganz- oder teilflächig doppelwandigen Seitenwänden,
wobei unterseitig an den Boden von diesem durch Rippen beabstandet eine Bodenplatte
angeschweißt wird, die einen umlaufenden stufenförmigen Stapelrand aufweist, dessen
bodenparalleler Teil an die unteren Enden der Seitenwände angeschweißt wird und innerhalb
der doppelwandigen Seitenwände vorliegende Hohlräume nach unten hin abschließt. Zur
Lösung des das Verfahren betreffenden Teils der oben gestellten Aufgabe schlägt die
Erfindung vor, dass die den Boden und die Bodenplatte voneinander beabstandenden Rippen
vollständig als Teil des Bodens oder vollständig als Teil der Bodenplatte erzeugt
werden, dass der bodenparallele Teil des Stapelrandes an seiner den unteren Enden
der Seitenwände zugewandten Oberseite rippenfrei erzeugt wird und dass die Bodenplatte
mit dem übrigen Behälter reibverschweißt wird.
[0011] Mit dem hier angegebenen Verfahren kann ein Behälter der vorstehend erläuterten Art
schnell, energiesparend, kostengünstig und mit einer hohen Qualität hergestellt werden.
Dabei ist selbstverständlich die Gestaltung von Bodenplatte und übrigem Behälter so,
dass eine für das Reibschweißen nötige relative Bewegungsfreiheit in Richtung der
Schweißebene in einem ausreichenden Maße gewährleistet ist. Am Ende des Reibschweißvorganges
werden die Bodenplatte und der übrige Behälter dann in ihrer Soll-Position relativ
zueinander fixiert, bis der Schweißbereich ausreichend abgekühlt und verfestigt ist.
[0012] Weiter schlägt die Erfindung vor, dass der Boden und die Bodenplatte in wenigstens
einer ersten Schweißebene und die unteren Enden der Seitenwände und der bodenparallele
Teil des Stapelrandes der Bodenplatte in wenigstens einer zur ersten Schweißebene
parallelen, höhenversetzten zweiten Schweißebene gleichzeitig miteinander reibverschweißt
werden. Das Reibschweißen erfolgt hier vorteilhaft in mehreren Ebenen gleichzeitig,
die parallel zueinander verlaufen und die so gewählt werden können, dass eine möglichst
einfache Formgebung von Bodenplatte und übrigem Behälter im Bereich ihrer Verschweißung
miteinander erzielt wird.
[0013] Um den Reibschweißvorgang besonders schnell und wirksam durchführen zu können, ist
weiterhin vorgesehen, dass das Reibschweißen mit einer Schwingungsamplitude erfolgt,
die gleich der oder größer als die Dicke der Rippen und/oder der unteren Enden der
Seitenwände ist. Dabei führt diese relativ große Schwingungsamplitude zu keinerlei
Problemen, weil immer ein linienförmiger Bereich des einen Behälterteils auf einen
flächigen Bereich des anderen Behälterteils trifft. Somit stellt die in der Praxis
in der Regel geringe Dicke der unteren Enden der Seitenwände und/oder der Rippen keine
Beschränkung für das Maß der Schwingungsamplitude im Reibschweißvorgang dar. Beispielsweise
ist es so möglich, bei einer Dicke der unteren Seitenwandenden oder der Rippen von
etwa 2 mm beim Reibschweißen eine Schwingungsamplitude von etwa ±2 mm oder mehr, d.h.
von insgesamt etwa 4 mm oder mehr, zu verwenden.
[0014] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
Figur 1 einen Behälter in einer auf den Kopf gedrehten Stellung in einer perspektivischen
Ansicht, teils in aufgebrochener Darstellung,
Figur 2 den Behälter aus Figur 1 in seiner normalen Stellung in einer Seitenansicht,
teils im Vertikalschnitt, und
Figur 3 das in Figur 2 eingekreist Detail "A" in vergrößerter Darstellung.
[0015] Figur 1 zeigt einen Behälter 1 in einer auf den Kopf gedrehten Stellung, in der eine
offene Seite des Behälters 1 nach unten und ein Boden 2 des Behälters 1 nach oben
weist, in einer teilweise aufgebrochenen Darstellung. Mit der hier nach oben weisenden
Unterseite 23 des Bodens 2 sind längs und quer verlaufende Rippen 20 einstückig ausgeführt,
die der Verstärkung des Bodens 2 dienen.
[0016] Mit dem Boden 2 sind vier Wände 3 verbunden oder einstückig ausgeführt. Die Wände
3 sind über einen Teil ihrer Länge und Höhe doppelwandig ausgebildet, wobei dort innerhalb
der Seitenwände 3 vertikal verlaufende, die Doppelwände miteinander verbindende, mit
diesen einstückige Stege 30 angeordnet sind.
[0017] Weiterhin umfasst der Behälter 1 eine Bodenplatte 4, die einen umlaufenden, stufenförmigen
Stapelrand 40 aufweist. Die Bodenplatte 4 ist mit ihrer den freien Enden 21 der Rippen
20 zugewandten Seite mit dem Boden 2 durch Reibschweißen verbunden. Gleichzeitig ist
die Bodenplatte 4 im Bereich ihres Stapelrandes 40 mit der den unteren Enden 31 der
Seitenwände 3 zugewandten Seite des bodenparallelen Teils 42 des Stapelrandes 40 ebenfalls
reibverschweißt. Dadurch werden Hohlräume zwischen den einander kreuzenden Rippen
20 und Hohlräume 33 innerhalb der doppelwandigen Seitenwände 3 dicht verschlossen.
Durch die doppelwandige Ausführung des Bodens 2 mit der angeschweißten Bodenplatte
4 und den dazwischen angeordneten Rippen 20 und durch die doppelwandigen Seitenwände
30 mit den Stegen 30 darin wird der Behälter 1 bei einem geringen Gewicht sehr stabil
und kann auch schwere Lasten ohne nennenswerte Verformung aufnehmen.
[0018] Die in Figur 1 dem Betrachter zugewandte Unterseite der Bodenplatte 4 bildet hier
eine vollflächig glatte Fläche, die einen störungsfreien und geräuscharm den Transport
des Behälters 1, auch in einem beladenem Zustand, auf einer Rollen- oder Kugelbahn
gewährleistet. Alternativ kann die Bodenplatte 4 auch kranzförmig umlaufend ausgeführt
sein.
[0019] Figur 2 zeigt in Behälter 1 aus Figur 1 in einer Seitenansicht, wobei ein linker
Endbereich des Behälters 1 im Vertikalschnitt dargestellt ist. Der Behälter 1 umfasst
auch hier wieder den Boden 2 und vier einstückig mit diesem ausgeführte Seitenwände
3, die in Teilbereichen doppelwandig ausgebildet sind. Wie in der Schnittdarstellung
im linken Teil der Figur 2 erkennbar ist, ist die Oberseite 22 des Bodens 2 glattflächig
ausgebildet, so dass dort zu lagernde und zu transportierenden Güter gut aufgenommen
werden können und eine leichte Reinigung des Inneren des leeren Behälters 1 möglich
ist. Alternativ kann die Oberseite 22 des Bodens 2 auch an spezielle aufzunehmende
Güter formangepasst ausgeführt sein.
[0020] Mit dem Boden 2 sind nach unten vorstehende, in Längs- und Querrichtung des Behälters
1 verlaufende Rippen 20 einstückig hergestellt. Die Seitenwände 3 besitzen in Vertikalrichtung
verlaufende Stege 30, die auch in dem unteren, doppelwandigen Bereich der Seitenwände
3 vorhanden sind.
[0021] Unterseitig ist die Bodenplatte 4 mit dem übrigen Behälter 1 durch einen Reibschweißvorgang
verbunden. Die Bodenplatte 4 ist hier eine sowohl oberseitig wie unterseitig glatte,
rippenfreie Platte, die randseitig umlaufend den stufenförmigen Stapelrand 40 aufweist.
In Bereich ihrer Oberseite 45 ist die Bodenplatte 4 mit den nach unten weisenden freien
Enden 21 der Rippen 20 durch den Reibschweißvorgang verschweißt. Gleichzeitig ist
der Stapelrand 40 mit seiner glattflächigen Oberseite mit den unteren Enden 31 der
Seitenwände 3 durch denselben Reibschweißvorgang umlaufend dicht verschweißt. Hierdurch
werden Hohlräume 33 innerhalb der Seitenwände 3 sowie Hohlräume zwischen Boden 2 und
Bodenplatte 4 dicht verschlossen.
[0022] Mit der Unterseite des bodenparallelen Teils 42 des Stapelrandes 40 kann der Behälter
1 auf einen gleichartigen weiteren Behälter 1 in diesem eingreifend aufgesetzt werden,
um einen sicheren Behälterstapel zu bilden.
[0023] Figur 3 zeigt in einer vergrößerten Darstellung das in Figur 2 eingekreist Detail
"A". Links in Figur 3 ist eine der Seitenwände 3 erkennbar, die in ihrem unteren Teil
doppelwandig ausgeführt ist. Im Hintergrund liegt innerhalb der Seitenwand 3 einer
der vertikalen Stege 30, die sich auch nach oben über den doppelwandigen Bereich der
Seitenwand 3 hinaus erstrecken.
[0024] Mit der Seitenwand 3 einstückig verbunden ist der Boden 2 des Behälters 1, dessen
Oberseite 22 glattflächig und eben ausgebildet ist. Mit der Unterseite 23 des Bodens
2 sind die Rippen 20 einstückig hergestellt, wobei in Figur 3 nur eine parallel zur
Zeichnungsebene verlaufende Rippe 20 sichtbar ist. Der die Seitenwände 3 und den Boden
2 mit den Rippen 20 umfassende Teil des Behälters 1 kann in einem ersten Spritzvorgang
einstückig aus thermoplastischem Kunststoff hergestellt werden.
[0025] Im unteren Teil der Figur 3 ist ein Teil der Bodenplatte 4 sichtbar, die in ihrem
Randbereich den umlaufenden Stapelrand 40 aufweist. Der Stapelrand 40 setzt sich aus
einem von der Bodenplatte 4 nach oben abgewinkelten vertikalen Teil 41 und einem davon
nach außen abgewinkelten, bodenparallelen Teil 42 zusammen. Auch die Bodenplatte 4
mit dem Stapelrand 40 lässt sich als einstückiges Spritzgussteil aus thermoplastischem
Kunststoff herstellen.
[0026] Der erste Teil des Behälters 1 mit den Wänden 3 und dem Boden 2 einerseits und der
zweite Teil des Behälters 1 mit der Bodenplatte 4 und dem Stapelrand 40 andererseits
sind miteinander durch gleichzeitiges Reibschweißen in zwei Schweißebenen 51 und 52
verbunden. Die erste Schweißebene 51 liegt dabei in der Höhe der Oberseite 45 der
Bodenplatte 4 und der nach unten weisenden freien Enden 21 der Rippen 20. Die zweite
Schweißebene 52 verläuft parallel zur ersten Schweißebene 51, jedoch relativ zu dieser
nach oben höhenversetzt in Höhe der freien unteren Enden 31 der Seitenwände 3 und
der Stege 30 sowie der Oberseite 42' des bodenparallelen Teils 42 des Stapelrandes
40 der Bodenplatte 4.
[0027] Wie die Figur 3 veranschaulicht, liegen in der ersten Schweißebene 51 linienförmige
Elemente in Form der freien Enden 21 der Rippen 20 einerseits und ein flächiges Element
in Form der glattflächigen Oberseite 45 der Bodenplatte 4 für den Reibschweißvorgang
aneinander an. In der zweiten Schweißebene 52 liegen die linienförmigen unteren Enden
31 der Seitenwände 3 und der Stege 30 an einem flächigen Element in Form der glattflächigen
Oberseite 42' des bodenparallelen Teils 42 des Stapelrandes 40 aneinander an. Auf
diese Weise steht immer eine ausreichend große Kontakt- und Bewegungsfläche für den
Reibschweißvorgang zur Verfügung und es kann problemlos die für den Reibschweißvorgang
nötige Bewegung der zu verschweißen Teile relativ zueinander erzeugt werden.
[0028] Am Ende des Reibschweißvorganges werden die miteinander zu verschweißenden Teile
in ihrer Soll-Position relativ zueinander fixiert, bis die durch die Reibung plastifizierten
Kunststoffmaterialien der beiden Teile miteinander schmelzverbunden sind und sich
dann ausreichend abgekühlt haben. Nach dem Reibschweißvorgang sind der Stapelrand
40 und die übrige Bodenplatte 4 dicht und sicher mit den Seitenwänden 3 und dem Boden
2 des Behälters 1 verbunden. Damit sind die Hohlräume 30 innerhalb der Seitenwände
3 und die Hohlräume zwischen dem Boden 2 und der Bodenplatte 4 nach außen dicht abgeschlossen.
Bezugszeichenliste:
[0029]
| Zeichen |
Bezeichnung |
| |
|
| 1 |
Behälter |
| |
|
| 2 |
Boden |
| 20 |
Rippen |
| 21 |
freies Ende von 20 |
| 22 |
Oberseite von 2 |
| 23 |
Unterseite von 2 |
| |
|
| 3 |
Seitenwände |
| 30 |
Stege in 3 |
| 31 |
unteres Ende von 3 |
| 33 |
Hohlräume in 3 |
| |
|
| 4 |
Bodenplatte |
| 40 |
Stapelrand |
| 41 |
vertikaler Teil von 40 |
| 42 |
bodenparalleler Teil von 40 |
| 42' |
Oberseite von 42 |
| 45 |
Oberseite von 4 |
| |
|
| 51 |
erste Schweißebene |
| 52 |
zweite Schweißebene |
1. Behälter (1) aus thermoplastischem Kunststoff für die Lagerung und den Transport von
Gütern, mit einem ganz- oder teilflächig doppelwandigen Boden (2) und mit vier mit
dem Boden (2) einstückigen oder verbundenen, ganz- oder teilflächig doppelwandigen
Seitenwänden (3), wobei unter dem Boden (2) von diesem durch Rippen (20) beabstandet
eine Bodenplatte (4) angeschweißt ist, die einen umlaufenden stufenförmigen Stapelrand
(40) aufweist, dessen bodenparalleler Teil (42) an die unteren Enden (31) der Seitenwände
(3) angeschweißt ist und innerhalb der doppelwandigen Seitenwände (3) vorliegende
Hohlräume (43) nach unten hin abschließt, dadurch gekennzeichnet,
dass die den Boden (2) und die Bodenplatte (4) voneinander beabstandenden Rippen (20)
vollständig Teil des Bodens (2) oder vollständig Teil der Bodenplatte (4) sind,
dass der bodenparallele Teil (42) des Stapelrandes (40) an seiner den unteren Enden (31)
der Seitenwände (3) zugewandten Oberseite (42') rippenfrei ist und
dass die Bodenplatte (4) mit dem übrigen Behälter (1) reibverschweißt ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2) und die Bodenplatte (4) in wenigstens einer ersten Schweißebene (51)
und die unteren Enden (31) der Seitenwände (3) und der bodenparallele Teil (42) des
Stapelrandes (40) der Bodenplatte (4) in wenigstens einer zur ersten Schweißebene
(51) parallelen, höhenversetzten zweiten Schweißebene (52) miteinander reibverschweißt
sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die den Boden (2) und die Bodenplatte (4) voneinander beabstandenden Rippen (20)
einstückig mit dem Boden (2) ausgebildet sind und dass die erste Schweißebene (51)
in Höhe des freien unteren Endes (21) der Rippen (20) und der den Rippen (20) zugewandten
rippenfreien Oberseite (45) der Bodenplatte (4) liegt.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der doppelwandigen Seitenwände (3) deren Doppelwände miteinander einstückig
verbindende vertikale Stege (30) vorgesehen sind, die bündig mit den unteren Enden
(31) der Seitenwände (3) enden, und dass die zweite Schweißebene (52) in Höhe der
unteren Enden (31) der Seitenwände (3) und der Stege (30) und der Oberseite (42')
des bodenparallelen Teils (42) des Stapelrandes (40) liegt.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (4) vollflächig ausgeführt ist und den Boden (2) vollflächig überdeckt
oder umlaufend kranzförmig ausgeführt ist und den Boden (2) teilflächig nur randseitig
umlaufend überdeckt.
6. Verfahren zum Herstellen eines Behälters (1) aus thermoplastischem Kunststoff für
die Lagerung und den Transport von Gütern, mit einem ganz- oder teilflächig doppelwandigen
Boden (2) und mit vier mit dem Boden (2) einstückigen oder verbundenen, ganz- oder
teilflächig doppelwandigen Seitenwänden (3), wobei unterseitig an den Boden (2) von
diesem durch Rippen (20) beabstandet eine Bodenplatte (4) angeschweißt wird, die einen
umlaufenden stufenförmigen Stapelrand (40) aufweist, dessen bodenparalleler Teil (42)
an die unteren Enden (31) der Seitenwände (3) angeschweißt wird und innerhalb der
doppelwandigen Seitenwände (3) vorliegende Hohlräume (33) nach unten hin abschließt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den Boden (2) und die Bodenplatte(4) voneinander beabstandenden Rippen (20) vollständig
als Teil des Bodens (2) oder vollständig als Teil der Bodenplatte (4) erzeugt werden,
dass der bodenparallele Teil (42) des Stapelrandes (40) an seiner den unteren Enden (31)
der Seitenwände (3) zugewandten Oberseite (42') rippenfrei erzeugt wird und
dass die Bodenplatte (4) mit dem übrigen Behälter (1) reibverschweißt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2) und die Bodenplatte (4) in wenigstens einer ersten Schweißebene (51)
und die unteren Enden (31) der Seitenwände (3) und der bodenparallele Teil (42) des
Stapelrandes (40) der Bodenplatte (4) in wenigstens einer zur ersten Schweißebene
(51) parallelen, höhenversetzten zweiten Schweißebene (52) gleichzeitig miteinander
reibverschweißt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibschweißen mit einer Schwingungsamplitude erfolgt, die gleich der oder grö-βer
als die Dicke der Rippen (20) und/oder der unteren Enden (31) der Seitenwände (3)
ist.