[0001] Die Erfindung betrifft ein Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen
zwei Betonleitwänden. Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrbahnbegrenzungselement,
das zwischen in einem Abstand zueinander angeordneten Betonleitwänden ein erfindungsgemäßes
Überbrückungselement aufweist.
[0002] Zur Fahrbahnbegrenzung ist das Vorsehen von Betonleitwänden bekannt. Hierbei handelt
es sich üblicherweise um im Querschnitt gestuft ausgebildete Betonelemente, die in
Längsrichtung mit Bewehrungselementen wie Drahtseilen versehen sind. Derartige Betonleitwände
sind beispielsweise in
DE 101 45 647 und
DE 10 2005 030 412 beschrieben. Üblicherweise werden Betonleitwände unmittelbar vor Ort aus Ortbeton
hergestellt. Insbesondere bei der Anordnung von Betonleitwänden auf bereits bestehenden
Fahrbahnen, aber auch bei Neubauten, besteht die Problematik, dass Schachtabdeckungen
wie Gullideckel oder dergleichen nach Fertigstellung der Betonleitwand unter dieser
angeordnet wären. Die Schachtabdeckungen müssen jedoch zu regelmäßigen Wartungsarbeiten
und dergleichen zugänglich sein. Andererseits muss ferner gewährleistet sein, dass
der durch die Betonleitwand erzielte Schutz, d.h. das Zurückhalten von Kraftfahrzeugen
im Fall eines Aufpralls, auch in dem Bereich der Schachtabdeckung gewährleistet ist.
Hierzu ist es erforderlich die beiden Betonleitwände, die in einem Abstand zueinander
angeordnet sind, über ein Element miteinander zu verbinden, durch das die Kräfte entsprechend
aufgenommen und in die Betonleitwände eingeleitet werden können. Entsprechende Elemente
sind unabhängig von dem Vorhandensein von Schachtabdeckungen auch dann erforderlich,
wenn zwei in einem Abstand zueinander angeordnete Betonleitwände sicher miteinander
verbunden werden sollen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes
zwischen zwei Betonleiwänden, sowie ein entsprechendes Fahrbahnbegrenzungselement
zu schaffen, mit dem bei hoher Anfahrsicherheit die beiden beabstandeten Betonleitwände
miteinander verbunden werden können.
[0004] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch ein Überbrückungselement gemäß Anspruch 1 bzw.
ein Fahrbahnbegrenzungselement gemäß Anspruch 13.
[0005] Das erfindungsgemäße Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen
zwei benachbarten Betonleitwänden ist insbesondere zur Überbrückung im Bereich von
Abdeckungen eines Schachts oder dergleichen geeignet. Das Überbrückungselement weist
erfindungsgemäß zwei Kupplungsvorrichtungen auf. Jede Kupplungsvorrichtung ist hierbei
mit einer der beiden Betonleitwände derart verbunden, dass die Kupplungsvorrichtung
mit den in der Betonleitwand vorgesehenen Bewehrungselementen zur Kraftübertragung
verbindbar ist. Die Verbindung mit den Bewehrungselementen ist erfindungsgemäß wichtig,
da bei einem Aufprall die Kraft insbesondere durch die Bewehrungselemente übertragen
bzw. aufgenommen wird. Die beiden mit den aus den Betonleitwänden ragenden Bewehrungselementen
verbundenen Kupplungsvorrichtungen sind zur Kraftübertragung durch ein Verbindungselement
miteinander verbunden. Das insbesondere aus Stahl-Bauteilen hergestellte Verbindungselement
dient zur Übertragung von Kräften zwischen den beiden Kupplungsvorrichtungen. Durch
Vorsehen des erfindungsgemäßen Überbrückungselements wird die durch einen Aufprall
beispielsweise kurz vor dem Ende einer Betonleitwand in diese eingeleitete Kraft über
die mit der Betonleitwand verbundenen Kupplungsvorrichtung in das Verbindungselement
und von dem Verbindungselement über die zweite Kupplungsvorrichtung in die anschließende
Betonleitwand übertragen. Ohne das Vorsehen des erfindungsgemäßen Überbrückungselements
bestünde die Gefahr, dass ein Fahrzeug kurz vor dem Ende der beiden Betonleitwände
gegen diese prallt, die Betonleitwand seitlich, d.h. quer zu ihrer Längsrichtung verschoben
wird und das Fahrzeug sodann frontal gegen die Stirnseite der benachbarten Betonleitwand
prallt. Hierbei können schwere Unfälle erfolgen. Diese Gefahr ist durch die Erfindung
erheblich reduziert.
[0006] Vorzugsweise weist jede der beiden Kupplungsvorrichtungen mehrere Kupplungselemente
auf. Die einzelnen Kupplungselemente sind hierbei jeweils mit einem der Bewehrungselemente,
wie einem Bewehrungsstab, zur Kraftübertragung verbunden. Diese erfolgt beispielsweise
durch speziell ausgebildete Muffen. Diese werden vorzugsweise über auf die Bewehrungsstäbe
aufgeschnittene Gewinde mit den Bewehrungselementen verbunden.
[0007] An der Außenseite oder der Innenseite der Muffen können Gewinde vorgesehen sein,
so dass die Muffen mit einer Mutter oder Schraube verbunden werden können. Geeignete
Muffen sind beispielsweise Lenton Kombinationsmuffen S13, für Betonstahldurchmesser
16 mm der Firma ERICO International Corporation.
[0008] Bei einer weiteren geeigneten Ausführungsform der Muffen werden diese ebenfalls beispielsweise
durch ein auf die Bewehrungsstäbe aufgeschnittenes Gewinde mit diesen verbunden. Die
Muffen selber sind an der von den Bewehrungselementen weg weisenden Seite angefasst,
so dass auf gute Weise ein Verschweißen möglich ist. Es handelt sich hierbei beispielsweise
um Muffen LENTON Anschweißmuffen, Typ C12.
[0009] Die einzelnen Kupplungselemente sind jeweils über ein gemeinsames Halteelement miteinander
verbunden. Es bestehen somit zwei Halteelemente, die jeweils mit den Kupplungselementen
der einen bzw. der anderen Betonleitwand verbunden sind. Die beispielsweise fünf Bewehrungsstäbe
einer Betonleitwand sind somit über das Halteelement miteinander verbunden.
[0010] Um möglichst hohe Kräfte von den einzelnen Kupplungselementen auf das Halteelement
übertragen zu können, weisen die Kupplungselemente in bevorzugter Ausführungsform
ein Kopfelement auf, wobei bei dieser Ausführungsform vorzugsweise die LENTON Kombinationsmuffen,
Typ S13 verwendet werden. Das Kopfelement dient zur Kraftübertragung von den Kupplungselementen
auf das Halteteil. Hierzu ist das Kopfelement vorzugsweise auf einer Innenseite des
jeweiligen Halteelements, d.h. auf den beiden aufeinander zu weisenden Seiten des
Halteelements angeordnet. Ein Aufprall eines Fahrzeugs bewirkt ein Ziehen an den Bewehrungselementen.
Diese Zugkräfte werden über das Kopfteil sodann unmittelbar in das Halteteil eingebracht.
[0011] Das Kopfteil wird hierbei vorzugsweise mit dem freien Ende der Bewehrungselemente
bzw. den mit den Bewehrungselementen verbundenen Kupplungselementen verbunden. In
besonders bevorzugter Ausführungsform sind die Kupplungselemente hierbei hülsenförmig
ausgebildet und beispielsweise durch Verschrauben oder Verschweißen mit den Enden
der Bewehrungselemente fest verbunden. Hierzu werden die insbesondere stabförmigen
Bewehrungselemente zumindest teilweise in die Hülse eingesteckt bzw. eingeschraubt.
Weiter ist es bevorzugt, dass die Hülsen ein Außen- oder Innengewinde aufweisen. Es
ist sodann möglich als Kopfteil eine Mutter oder Schraube vorzusehen.
[0012] Zur Montage werden in besonders bevorzugter Ausführungsform die mit Kupplungselementen
versehenen Bewehrungselemente durch in Längsrichtung der Betonleitwände verlaufende
Öffnungen, wie Durchgangsbohrungen der Halteelemente, gesteckt. Sodann wird auf der
Innenseite des jeweiligen Halteelements das Kopfteil wie die Mutter mit dem Kupplungselement
verbunden.
[0013] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, bei der insbesondere die LENTON Anschweißmuffen,
Typ C12 verwendet werden, erfolgt ein Verbinden, insbesondere Verschweißen der Kupplungselemente
mit einer Außenseite des Halteelements. Besonders bevorzugt ist es bei dieser Ausführungsform,
dass die Enden der Bewehrungselemente zusammen mit den Muffen innerhalb der Betonleitwand
angeordnet werden bzw. einbetoniert werden. Auch die Außenseite des Halteelements
ist hierbei vorzugsweise innerhalb der Betonleitwand angeordnet. Die Außenseite des
Halteelements liegt somit entweder an der Stirnseite der Betonleitwand an oder ragt
etwas in diese hinein. Dies hat den Vorteil, dass die verwendeten Muffen nicht aus
korrosionsfreiem Material, wie V2A-Stahl, hergestellt sein müssen. Aufgrund des Einbetonierens
der Muffe ist diese vor Korrosion geschützt.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Verbinden des Verbindungselements
mit den beiden Halteelementen an der Kupplungsvorrichtung. Hierzu weist das Verbindungselement
jeweils ein Kraftübertragungselement auf, das mit dem jeweiligen Halteelement verbunden
ist. Bei dem Kraftübertragungselement kann es sich um einen quer zur Längsrichtung
verlaufenden Ansatz handeln, so dass das Verbindungselement das Halteelement teilweise
umgreift.
[0015] Da die Montage hierdurch erheblich vereinfacht und hohe Kräfte aufgenommen werden
können, handelt es sich bei den Kraftübertragungselementen in bevorzugter Ausführungsform
um Stifte, insbesondere um Schrauben. Die stiftförmigen Kraftübertragungselemente
werden hierbei in Öffnungen des Halteelements, die insbesondere quer zur Längsachse
verlaufen, eingesteckt und beispielsweise durch Muttern fixiert.
[0016] Bevorzugt ist es, dass das Verbindungselement mindestens zweiteilig ausgebildet ist.
Insbesondere weist das Verbindungselement zwei einander gegenüberliegende plattenförmige
Verbindungsteile auf. Diese werden zur Verbindung an die beiden Außenseiten der Halteelemente
angelegt und über die Kraftübertragungselemente, wie quer zur Längsrichtung angeordnete
Schrauben, verbunden.
[0017] In montiertem Zustand erfolgt bei einem Aufprall somit die Übertragung von Zugkräften
über die Bewehrungselemente in die Kupplungselemente. Von den Kupplungselementen,
insbesondere den Kopfteilen der Kupplungselemente, erfolgt eine Übertragung der Kraft
auf die Innenseite des jeweiligen Halteelements. Von dem Halteelement wird die Kraft
insbesondere über die Kraftübertragungselemente, wie quer angeordnete Schrauben, auf
das Verbindungselement übertragen. Von diesem erfolgt die Kraftübertragung sodann
in umgekehrter Reihenfolge wieder in die Bewehrungselemente der anderen Betonleitwand.
[0018] Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrbahnbegrenzungselement mit zwei in einem Abstand
zueinander angeordneten Betonleitwänden. Der in Längsrichtung bestehende Abstand zwischen
den beiden Betonleitwänden wird durch das vorstehend beschriebene Überbrückungselement
überbrückt. Um eine weiterhin möglichst stufenfreie Außenseite zu gewährleisten und
im Fall eines Aufpralls eines Kraftfahrzeugs ein möglichst gutes Ableiten zu ermöglichen,
ist in bevorzugter Ausführungsform eine Abdeckhaube vorgesehen. Die Abdeckhaube liegt
in ihren beiden Endbereichen auf den Endbereichen der beiden Betonleitwände auf. Vorzugsweise
sind die Betonleitwände an ihren Enden abgefräst bzw. weisen eine Abstufung auf. Die
Tiefe der Stufe entspricht im Wesentlichen der Dicke des Materials der Abdeckhaube,
so dass eine durchgehende, im Wesentlichen ebene Oberseite verwirklicht ist. Die Außenkontur
der Abdeckhaube entspricht vorzugweise der Außenkontur der Betonleitwände.
[0019] Die Abdeckhaube kann beispielsweise über Schrauben und Dübel mit den Enden der Betonleitwände
im Bereich der Überdeckung verbunden werden. Zusätzlich oder anstelle dieser Verbindung
kann eine Verbindung der Abdeckhaube mit dem Verbindungselement erfolgen. Hierzu weist
das Verbindungselement beispielsweise an seiner Oberseite ein im Wesentlichen eine
horizontale Oberseite ausbildendes Zwischenelement auf. Auf diesem Zwischenelement
kann die Abdeckhaube aufliegen und verschraubt werden. Ein weiteres Zwischenelement
kann an der Unterseite des Verbindungselements vorgesehen sein. Hierbei kann es sich
insbesondere um ein entsprechend abgewinkeltes Blechteil handeln, das einerseits mit
dem Verbindungselement durch Verschrauben oder dergleichen verbunden ist und andererseits
an einer Innenseite der Abdeckhaube anliegt, wobei auch in diesem Bereich beispielsweise
durch Verschrauben eine Verbindung erfolgen kann.
[0020] Da sowohl die Abdeckhaube als auch das Verbindungselement in bevorzugter Ausführungsform
durch lösbare Fixierelemente gehalten ist, ist beispielsweise eine Schachtabdeckung
auf einfache Weise durch entsprechende Demontage zugänglich.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Überbrückungselements,
- Figur 2
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Figur 3
- eine der in Fig. 2 dargestellten entsprechenden Schnittansicht einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Überbrückungselements,
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht des Fahrbahnbegrenzungselements,
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 3.
[0023] Das erfindungsgemäße Übergangselement ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt. Hierbei
ist das Übergangselement mit einer ersten Betonleitwand 10 und einer zweiten Betonleitwand
12 verbunden. Eine Abdeckhaube 14 (Fig. 4 und 5) des Fahrbahnbegrenzungselements ist
in Fig. 1 und 2 nicht dargestellt.
[0024] In den beiden Betonleitwänden 10, 12 sind jeweils fünf sich in Längsrichtung 16 erstreckende
Bewehrungsstäbe 18 vorgesehen. Die beiden Betonleitwände 10, 12 weisen einen Abstand
a zueinander auf, wobei die Bewehrungselemente 18 aus den Stirnseiten 20 hervorragen.
Zwischen den beiden Stirnseiten 20, d.h. zwischen den beiden Betonleitwänden 10, 12
ist beispielsweise eine Schachtabdeckung 22 vorgesehen, die zugänglich sein muss.
[0025] Zur Verbindung der Bewehrungselemente 18 sind die Bewehrungselemente 18 jeweils mit
einer Kupplungsvorrichtung 24 verbunden. Die beiden Kupplungsvorrichtungen 24 sind
sodann mit einem Verbindungselement 26 verbunden.
[0026] Die beiden Kupplungsvorrichtungen 24 weisen mehrere Kupplungselemente 28 auf, wobei
in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform das Kupplungselement 28 eine Hülse
30 aufweist, die beispielsweise durch Verschweißen oder Verquetschen mit dem jeweiligen
Bewehrungselement 18 verbunden ist. Hierbei ragt das Bewehrungselement 18 in die Hülse
30 hinein. Die Hülse 30 weist ein Innengewinde auf, in das zur Ausbildung eines Kopfteils
des Kupplungselements 28 eine Schraube 32 eingeschraubt ist.
[0027] Um die einzelnen Kupplungselemente 28 der jeweiligen Kupplungsvorrichtung 24 miteinander
zu verbinden, ist jeweils ein Halteelement 34 vorgesehen, bei dem es sich im Wesentlichen
um ein quaderförmiges Bauteil handelt. Das Halteelement 34 weist in Längsrichtung
16 verlaufende Durchgangsbohrungen 36 auf, wobei jede Durchgangsbohrung 36 einem Kupplungselement
28 zugeordnet ist.
[0028] Bei einer weiteren alternativen Ausführungsform (Fig. 3) sind dieselben und ähnliche
Bauteile entsprechend der ersten Ausführungsform (Fig. 1 und 2) mit denselben Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0029] Der wesentliche Unterschied der beiden Ausführungsformen besteht in der Ausgestaltung
der verwendeten Muffen. Die Muffen bzw. Kupplungselemente 29 werden wie vorstehend
anhand der Muffe 28 beschrieben mit den Enden der Bewehrungselemente 18 beispielsweise
durch Verschweißen verbunden. Die Muffen 18 weisen jedoch kein Innengewinde auf, so
dass ein Verbinden über eine Schraubverbindung mit den Halteelementen 34 erfolgen
kann. Vielmehr werden die Muffen 29 durch Verschweißen mit Außenseiten 31 eines Halteelements
33 verbunden. Das Halteelement 33 ist im Querschnitt entsprechend dem Halteelement
34 U-förmig, wobei der geschlossene Teil jedoch in Richtung der Betonleitwand 12 weist.
Ein wesentlicher Aspekt der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform besteht darin,
dass eine Schweißnaht 35, mit der die Muffen 29 an der Außenseite 31 des Halteelements
33 verschweißt sind, innerhalb der Betonleitwand 12 angeordnet sind. Auch die Stirnseite
31 des Halteelements 33 ist in bevorzugter Ausführungsform innerhalb der Betonleitwand
12 angeordnet oder liegt zumindest an einer Stirnseite 37 der Betonleitwand 12 an.
[0030] Die Befestigung des Halteelements 33 mit den Verbindungselementen 38 erfolgt, wie
vorstehend anhand der ersten Ausführungsform beschrieben, über Schrauben 42.
[0031] Zur Montage werden zunächst die Bewehrungselemente 18 mit den Hülsen 30 verbunden.
Sodann werden die im ersten Ausführungsbeispiel fünf Bewehrungselemente bzw. die fünf
mit diesen verbundenen Hülsen 30 (Fig. 2) durch die Öffnungen 36 des entsprechenden
Haltelements 34 geschoben. Sodann werden die Schrauben 32 in die Hülsen 30 geschraubt.
Je nachdem wie weit die Schrauben 32 in die Hülsen 30 geschraubt sind, kann ein Längenausgleich
bzw. ein Ausgleich von Toleranzen erfolgen. Dies ist insbesondere zu der nachfolgend
beschriebenen Montage des Verbindungselements 26 wichtig.
[0032] Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 3), bei der verschweißbare Hülsen 29 verwendet
werden, erfolgt ein Verschweißen der im dargestellten Ausführungsbeispiel fünf Hülsen
29 mit der Außenseite 31 des Halteelements 33.
[0033] Das Verbindungselement 26 weist zwei einander gegenüberliegende plattenförmige Verbindungsteile
38 (Fig. 2 oder 3) auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den
Verbindungsteilen 38 um ebene Platten, die an Außenseiten 40 der beiden Halteelemente
34 anliegen. Zur Verbindung der beiden Verbindungsteile 38 mit den Halteelementen
34 sind Kraftübertragungselemente 42 vorgesehen, bei denen es sich im dargestellten
Ausführungsbeispiel um Schrauben handelt. Durch die Schrauben 42 erfolgt eine Kraftübertragung
von den Halteelementen 34 auf die Verbindungsteile 38.
[0034] Die beiden Verbindungsteile 38 sind im Querschnitt im Wesentlichen C-förmig ausgebildet
(Fig. 5). Hierbei bilden die beiden in Fig. 4 oberen Ansätze 44 eine horizontale Auflage
für die Haube 14. Die Haube 14 kann sodann über Schrauben an den Ansätzen 44 befestigt
werden.
[0035] An den unteren Ansätzen 44 der Verbindungsteile 38 ist ein ebenfalls aus Stahlblech
oder dergleichen hergestelltes Zwischenteil 46 vorgesehen. Dieses ist im Querschnitt
ebenfalls C-förmig ausgebildet und weist in Fig. 4 nach oben weisende Ansätze auf.
Diese Ansätze sind parallel zu den Innenseiten der beiden Seitenteile 48 der Haube
14. An diesen Ansätzen kann über Schrauben 50 (Fig. 4) die Haube 14 befestigt werden.
Die Haube 14 wird in bevorzugter Ausführungsform von oben aufgesetzt und sodann wie
vorstehend beschrieben mit dem Verbindungselement 26 verschraubt. Um einen stufenfreien
Übergang zwischen der Außenseite der beiden Betonleitwände 10, 12 und der Haube 14
zu gewährleisten, weisen die beiden Betonelemente 10, 12 in ihren Endbereichen eine
Abstufung 52 (Fig. 1) auf. Die Abstufung 52 ist von der Haube 14 überdeckt (Fig. 4).
1. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden,
insbesondere zur Abdeckung eines Schachts (22), mit
zwei Kupplungsvorrichtungen (24), die jeweils mit ain einem der Betonleitwände (10,
12) angeordneten Bewehrungselementen (18) zur Kraftübertragung verbindbar sind, und
einem die beiden Kupplungsvorrichtungen (24) verbindenden Verbindungselement (26)
zur Kraftübertragung.
2. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kupplungsvorrichtung (24) mehrere Kupplungselemente (28, 29) aufweist, die jeweils
mit einem der Bewehrungselemente (18) zur Kraftübertragung verbunden sind und die
Kupplungselemente (28, 29) vorzugsweise über ein Halteelement (33, 34) miteinander
verbunden sind.
3. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungselemente (28, 29) mit aus den Betonleitwänden (10, 12) ragenden Bewehrungselementen
(18) und/oder mit innerhalb der Betonleitwände (12) endenden Bewehrungselementen (18)
verbunden sind.
4. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungselemente (28) ein Kopfteil (32) zur Kraftübertragung von den Bewehrungselementen
(18) auf das Halteelement (34) aufweisen.
5. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfteil (32) auf den mit den freien Enden der Bewehrungselemente (18) fest verbundenen
Kupplungselementen (28) angeordnet ist.
6. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungselemente (28) in eine sich in Längsrichtung (16) erstreckende Öffnung
(36) des Halteelements (34) einsteckbar sind und das Kopfteil (32) auf einer Innenseite
(33) des Halteelements (34) angeordnet ist.
7. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungselemente (29) mit einer Außenseite (31) des Halteelements (33) insbesondere
durch Verschweißen verbunden sind.
8. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (31) des Halteelements (33) an einer Stirnseite (37) der Betonleitwand
(12) anliegt, oder die Außenseite (31) des Halteelements (33) innerhalb der Betonleitwand
(12) angeordnet ist.
9. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach einem der Ansprüche 2-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (26) über Kraftübertragungselemente (42) mit dem Halteelement
(33, 34) verbunden ist.
10. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungselemente (42) stabförmig ausgebildet sind und vorzugsweise in
Öffnungen des Halteelements (33, 34) eingreifen.
11. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungselemente (42) quer zur Längsrichtung (16) angeordnet sind.
12. Überbrückungselement zum Überbrücken eines Abstandes zwischen zwei Betonleitwänden
nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (26) zweiteilig, insbesondere jeweils plattenförmig ausgebildet
und vorzugsweise einander gegenüberliegend auf beiden Außenseiten (40) der Halteelemente
(33, 34) angeordnet sind.
13. Fahrbahnbegrenzungselement mit zwei in einem Abstand zueinander angeordneten Betonleitwänden
(10, 12), die durch ein Überbrückungselement nach einem der Ansprüche 1-12 miteinander
verbunden sind.
14. Fahrbahnbegrenzungselement mit zwei in einem Abstand zueinander angeordneten Betonleitwänden
(10, 12) nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine im Wesentlichen die Außenkontur der Betonleitwände (10, 12) aufweisende Abdeckhaube
(14).