[0001] Die Erfindung betrifft ein Zielfernrohrmontagesystem für eine Feuerwaffe zur die
Montage eines Zielfernrohrs auf der Feuerwaffe in einer Sollposition, wobei die Feuerwaffe
und/oder das Zielfernrohr in der Sollposition in einer axialen Richtung ausgerichtet
sind, mit einem Schwenkfuß, der an dem Zielfernrohr anbringbar ist, und mit einer
Schwenkaufnahme, die an der Feuerwaffe festlegbar ist, wobei Schwenkfuß und Schwenkaufnahme
gemeinsam ein Schwenkgelenk bilden, welches bei der Montage eine Schwenkung des Zielfernrohrs
um einen Schwenkwinkel in einer Ebene, die durch das Zielfernrohr und die axiale Richtung
der Feuerwaffe gebildet wird, um einen Schwenkbereich ermöglicht, mit einer Anlagefläche,
die an der Schwenkaufnahme angeordnet ist, und mit einer Klemmfläche, die an dem Schwenkfuß
angeordnet ist, und die im montierten Zustand einen Kontaktbereich mit der Anlagefläche
bildet, so dass der Schwenkfuß in der axialen Richtung festgelegt, insbesondere geklemmt
ist.
[0002] Bei Feuerwaffen, insbesondere Gewehren, werden oftmals Zielfernrohre verwendet, die
als ein Fernrohr mit einer in der Optik integrierten Zieleinrichtung ausgebildet sind.
Die Zieleinrichtung und die Feuerwaffe müssen zueinander justiert (eingeschossen)
werden, damit sichergestellt ist, dass mit der Zieleinrichtung ein tatsächlicher Durchschlagpunkt
eines mit der Feuerwaffe abgefeuerten Projektils anvisiert ist.
[0003] Aus Praxisgründen ist es allerdings manchmal notwendig, Zielfernrohr und Feuerwaffe
voneinander zu trennen. Diese Notwendigkeit kann sich beispielsweise bei einem Transport,
bei der Lagerung etc. ergeben. Um nach einem Abnehmen eine reproduzierbare Montage
des Zielfernrohrs auf der Feuerwaffe ohne neuerliches Einschießen zu erreichen, werden
Zielfernrohrmontagesysteme eingesetzt, die eine einfache Trennung und Wiedermontage
des Zielfernrohres auf der Feuerwaffe in der eingeschossenen Position ermöglichen.
[0004] Im Bereich der Jagdfeuerwaffen sind mindestens zwei verschiedene Arten von Zielfernrohrmontagesystemen
bekannt:
So betrifft beispielsweise die Druckschrift DE 9406408 ein Montagesystem für eine sogenannte Schwenk-Drehmontage eines Zielfernrohrs, wobei
ein vorderer Drehzapfen des Montagesystems in einen vorderen Sockel einer Feuerwaffe
eingesetzt und das Zielfernrohr um 90° eingeschwenkt wird. Ein hinterer Zapfen wird
bei der Drehbewegung in eine seitliche Ausfräsung eingefahren und mittels eines Handhebel
verriegelt.
Ein ähnliches Montagesystem ist auch in der Druckschrift DE 10 2005 005232 A1 offenbart.
[0005] Eine sehr traditionelle Art der Montage ist die sogenannte Suhler Einhakmontage (SEM).
Bei der Suhler Einhakmontage wird der am Objektivkopf des Zielfernrohres angebrachte
Montagefuß in eine vordere Fußplatte auf der Feuerwaffe eingehakt. Nach kurzem, kräftigen
Niederdrücken rastet der hintere, am Mittelrohr des Zielfernrohrs befestigte Montagefuß
in eine hintere Montageplatte ein. Um das Zielfernrohr wieder abzunehmen, muss ein
an der hinteren Fußplatte angebrachter, gefederter Schieber zurückgezogen werden,
worauf die Verriegelung des Hinterfußes aufgehoben ist und das Zielfernrohr ausgehakt
werden kann. Die Suhler Einhakmontage gilt als eine der aufwändigsten Zielfernrohrmontagen,
da diese sehr aufwändige Passarbeiten verlangt. Jede einzelne Passfläche muss separat
und manuell nachbearbeitet werden, so dass ein genauer Sitz des Zielfernrohres in
einer Sollposition gegeben ist. Auf die Suhler Einhakmontage wird beispielsweise in
der Druckschrift
DE 29802854 U1 verwiesen, die dadurch als nächstkommender Stand der Technik angenommen wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zielfernrohrmontagesystem zu schaffen,
welches eine hohe Lagereproduzierbarkeit von Zielfernrohr und Feuerwaffe auch bei
mehrmaligen Auf- und Abnahmevorgängen umsetzt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Zielfernrohrmontagesystem mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0008] Im Rahmen der Erfindung wird ein Zielfernrohrmontagesystem für eine Feuerwaffe, insbesondere
für eine Jagd- und/oder Sportwaffe, vorgeschlagen, die zur Montage eines Zielfernrohres
auf der Feuerwaffe ausgebildet ist. Das Zielfernrohr kann als ein optisches Fernrohr,
jedoch auch als eine beliebig andere Abbildungseinrichtung ausgebildet sein.
[0009] Das Zielfernrohrmontagesystem ist so beschaffen, dass das Zielfernrohr in einer Sollposition
montierbar ist, wobei die Sollposition die Position beschreibt, bei der das Zielfernrohr
in einer gewissen Entfernung einen Durchschusspunkt eines aus der Feuerwaffe abgeschossenen
Projektil erfasst. Insbesondere ist die Sollposition die in Fachkreisen als durch
ein Einschießen bestimmte Position zu sehen. Zum Zwecke der Beschreibung wird die
Ausrichtung der Feuerwaffe und/oder des Zielfernrohres nachfolgend als axiale Richtung
bezeichnet, eine radiale Richtung in der Beschreibung bezieht sich relativ zu dieser
axialen Richtung.
[0010] Das Zielfernrohrmontagesystem baut vorzugsweise auf der Einhakmontage oder der Kontra-Einhakmontage
auf, wobei ein vorderer oder ein hinterer Fuß des Zielfernrohrmontagesystems - nachfolgend
Schwenkfuß genannt - in einer Schwenkaufnahme, die an der Feuerwaffe festlegbar ist
und/oder festgelegt ist, eingehakt wird. Auch eine Vice-Versa Ausführung ist im Rahmen
der Erfindung denkbar, wobei der Schwenkfuß an der Feuerwaffe und die Schwenkaufnahme
an dem Zielfernrohr anbringbar ist. Der Schwenkfuß und die Schwenkaufnahme bilden
im eingehakten Zustand gemeinsam ein Schwenkgelenk, wobei bei der Montage das Zielfernrohr
betragsmäßig um einen Schwenkwinkel und positionsmäßig um einen Schwenkbereich geschwenkt
wird. Ein weiterer Fuß - auch Arretierfuß genannt - wird an einer weiteren Aufnahme
an der Feuerwaffe festgelegt.
[0011] Die Ebene der Schwenkung wird durch die Ausrichtung des Zielfernrohres und die Ausrichtung
der Feuerwaffe definiert, wobei in einer Projektionsrichtung Feuerwaffe und Zielfernrohr
bei der Montage stets deckungsgleich sind. Soweit ähnelt das Zielfernrohrmontagesystem
der bekannten Suhler Einhakmontage.
[0012] Betrachtet man die Schwenkaufnahme etwas genauer, so zeigt diese eine Anlagefläche,
die grob in radialer Richtung ausgerichtet ist, insbesondere aber auch gekrümmt und/oder
gewinkelt etc. sein kann. Der Schwenkfuß weist eine Klemmfläche auf, die ähnlich ausgerichtet
ist, und die im montierten Zustand einen Kontaktbereich mit der Anlagefläche bildet,
so dass der Schwenkfuß in der axialen Richtung festgelegt, insbesondere geklemmt ist.
Insbesondere verhindert der Kontaktbereich ein Verschieben des Zielfernrohrmontagesystems
in Richtung des Arretierfußes. Der Kontaktbereich bildet somit einen Formschluss und/oder
ein Festlager für das Zielfernrohrmontagesystem in axialer Richtung oder auch Laufrichtung
und zwar in Richtung des Arretierfußes.
[0013] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass in der Sollposition der Kontaktbereich in
radialer Ausrichtung und/oder in Richtung zu dem Zielfernrohr hin beabstandet zu einem
Rand der Anlagenfläche angeordnet ist. Die Anlagefläche erstreckt sich somit in radialer
Ausrichtung weiter als der Kontaktbereich, so dass der Kontaktbereich in einem Innenbereich
der Anlagefläche positioniert ist.
[0014] Diese konstruktive Änderung begründet zwei mögliche technische Verbesserungen:
Zum einen wird der Randbereich der Anlagefläche entlastet.
[0015] Durch die Entlastung des Randbereiches ist es möglich, die Anzahl der Aufsetzvorgänge
und Abnahmevorgänge ohne Nacharbeitung des Zielfernrohrmontagesystems deutlich zu
erhöhen. Während bei der Suhler Einhakmontage meist nur 10 bis 20 Wechsel möglich
waren, haben Experimente gezeigt, dass mit dem erfindungsgemäßen Zielfernrohrmontagesystem
mehr als 100, sogar mehr als 200 Wechsel ohne Nachbearbeitung des Kontaktbereichs
erreichbar waren. Die Wartungsintervalle für das Zielfernrohrmontagesystem werden
somit gegenüber der ursprünglichen Suhler Einhakmontage drastisch erhöht.
[0016] Eine zweite technische Wirkung ist darin zu sehen, dass der Kontaktbereich bei einer
kleinen Änderung des Schwenkwinkels, zum Beispiel bei einem Aufklappen von der Sollposition
um bis zu +/- 1° oder um bis zu + 3° beabstandet zu dem Rand der Anlagefläche bleibt,
so dass eine Toleranz hinsichtlich des Schwenkwinkels gegeben ist. Die Festlegung
des Schwenkwinkels bei der Sollposition erfolgt über den anderen Fuß, wobei jedoch
eine Überdefinition des Schwenkwinkels - wie es bislang bei der Suhler Einhakmontage
oftmals üblich war - nicht mehr gegeben ist.
[0017] Der Kontaktbereich kann als ein Linienkontakt oder als ein Kontaktpunkt ausgebildet
sein. Selbstverständlich sind das idealisierte Annahmen, über die Herzsche Pressung
werden diese geometrischen Grundformen üblicher Weise verbreitert oder in Druckellipsen
gewandelt. Denkbar ist auch, dass der Schwenkfuß an der Feuerwaffe und die Schwenkaufnahme
an dem Zielfernrohr anbringbar ist und/oder angebracht ist.
[0018] Konstruktiv betrachtet erkennt man den erfindungsgemäßen Abstand z.B. dadurch, dass
in der Sollposition zwischen der Anlagefläche und der Klemmfläche, ausgehend von dem
Kontaktbereich, ein sich in radialer Ausrichtung nach außen öffnender Spalt oder ein
Kommaspalt oder ein Spalt mit unparallelen Wänden vorgesehen ist. In einem Längsschnitt
durch oder parallel zu der axiale Erstreckung ist die Spaltbreite in radialer Richtung
monoton oder sogar streng monoton steigend. Insbesondere ändert sich die Spaltbreite
stetig.
[0019] Zur Erzeugung des Spalts kann vorgesehen sein, dass in dem genannten Längsschnitt
die Anlagefläche und/oder die Klemmfläche gekrümmt ist. Verschiedene Möglichkeiten
sind hierbei denkbar: Zum einen kann die Anlagefläche gekrümmt und die Klemmfläche
konvex oder vice versa ausgebildet sein. Statt einer geraden Erstreckung kann eine
Fläche auch eine weitere konvexe Krümmung einnehmen, so dass zwei konvexe Flächen
aneinanderstoßen. Es kann sogar eine konkave Krümmung mit einer konvexen Krümmung
verwendet werden, welche jedoch so gewählt sind, dass sich der sich öffnende Spalt
in radialer Richtung nach außen bildet. Die Art der Krümmung kann teilkreisförmig,
parabelförmig oder einer beliebigen Freiform entsprechen.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung sind Klemmmittel vorgesehen, die
ausgebildet sind, eine Klemmkraft auf den Schwenkfuß in axialer Richtung aufzubringen,
so dass der Schwenkfuß in der Schwenkaufnahme klemmend gehalten ist. Durch das Klemmmittel
wird der Schwenkfuß in der Schwenkaufnahme in axialer Richtung vorgespannt. Das Klemmmittel
kann in dem Schwenkfuß und/oder in der Schwenkaufnahme angeordnet sein.
[0021] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkkraft in einem
Schwenkwinkelbereich von z.B. kleiner als 5° um die Sollposition, insbesondere ausschließlich
in Aufschwenk-Richtung, konstant oder nahezu konstant ist. Mit dieser Weiterbildung
wird nochmals unterstrichen, dass die Festlegung des Schwenkfußes in axialer Richtung
unabhängig oder quasi unabhängig von kleinen Änderungen des Schwenkwinkels aus der
Sollposition bzw. gegebenenfalls von kleinen Änderungen der Position des Kontaktbereiches
auf der Anlagefläche ist. Besonders bevorzugt ist das Zielfernrohr durch das Montagesystem
in mehreren Positionen in dem Schwenkwinkelbereich um die Sollposition selbsthaltend
eingespannt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Schwenkfuß in der Schwenkaufnahme
bezüglich des Schwenkwinkels anschlagfrei angeordnet.
[0022] Für die Wahl des Schwenkbereiches gibt es unter anderem die folgenden Möglichkeiten:
Zum einen kann ein Auflagepunkt bzw. Auflagebereich des Schwenkfußes auf der Schwenkaufnahme
den Schwenkbereich bilden. Der Auflagepunkt bzw. -bereich kann an einer dem Zielfernrohr
zugewandten Außenseite oder auf einer davon abgewandten Innenseite der Schwenkaufnahme
angeordnet sein.
Denkbar ist auch, dass der Auflagepunkt bzw. Auflagebereich auf einem Boden der Schwenkaufnahme
angeordnet ist.
[0023] Bei einer konstruktiven Realisierung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkaufnahme
als eine Montageplatte ausgebildet ist, die vorzugsweise in eine Schwalbenschwanzführung
der Feuerwaffe einführbar ist.
[0024] Es ist zudem bevorzugt, dass der Schwenkfuß einen Hakenabschnitt aufweist, der eine
Einhakmontage in die Schwenkaufnahme ermöglicht. Insbesondere dieses Merkmal zeigt
nochmals die Ähnlichkeit mit der berühmten Suhler Einhakmontage.
[0025] Bei einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Schwenkfuß mindestens einen oder
mehrere vorzugsweise genau zwei Hakenabschnitte, die bevorzugt beabstandet zueinander
angeordnet sind. In dieser Ausgestaltung ähnelt der erfindungsgemäße Schwenkfuß dem
klassischen Schwenkfuß stark. Der Einsatz von zwei Hakenabschnitten unterstützt eine
verkippungsfreie Montage des Zielfernrohrmontagesystems. Es ist darauf hinzuweisen,
dass der oder die Hakenabschnitte einen Teil des Schwenkgelenks bilden und somit einen
Doppelfunktion einnehmen. Bevorzugt sind die Hakenabschnitte zu der Seite geöffnet,
die dem anderen Fuß abgewandt ist.
[0026] Bei einer möglichen Ausbildung der Erfindung weist der Schwenkfuß und/oder die Schwenkaufnahme
in dem Längsschnitt eine Kreisabschnittskontur auf, die einen Teil des Schwenkgelenks
bildet. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass der Schwenkbereich des Schwenkgelenks
im Mittelpunkt des Kreisabschnitts angeordnet ist. Es ist denkbar, dass die Schwenkaufnahme
einen konvexen Kreisabschnitt in dem Längsschnitt aufweist, der beispielsweise durch
einen Stift gebildet ist, und an dem sich der Hakenabschnitt des Schwenkfußes abstützt
bzw. einhakt. Auf der anderen Seite kann auch vorgesehen sein, dass der Schwenkfuß
in dem Längsschnitt eine konvexe Kreisabschnittskontur aufweist, mit der sich der
Schwenkfuß in eine dazu passende Aufnahmekontur der Schwenkaufnahme abstützt. Bei
beiden Fällen kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmekontur hinsichtlich ihres Öffnungswinkels
elastisch nachgiebig ausgebildet ist, so dass dadurch das Klemmmittel gebildet wird.
[0027] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zeigt der Schwenkfuß
in dem Längsschnitt eine Aufnahmegabel, welche einen Bereich der Schwenkaufnahme umgreift.
Die Aufnahmegabel ist hinsichtlich des Öffnungswinkels der beiden Gabelenden elastisch
und/oder nachgiebig ausgebildet, so dass das Klemmmittel durch die Aufnahmegabel gebildet
ist. Dies hat den Vorteil, dass das Klemmmittel zielfernrohrseitig angeordnet ist
und so bei einem Nachlassen der elastischen Eigenschaften leichter ausgetauscht werden
kann. Die Elastizität kann beispielsweise durch eine erweiterte Aussparung in dem
Schwenkfuß erreicht werden, welche in einen Bereich zwischen den Gabelenden eingebracht
wird und welche größer dimensioniert ist als dies aus Störkonturgründen bei der Schwenkung
notwendig wäre.
[0028] Bei dieser Ausführungsform ist es zudem bevorzugt, wenn der Schwenkbereich durch
einen Auflagepunkt eines der Gabelabschnitte auf der Schwenkaufnahme definiert ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Auflagepunkt zwischen der dem
Zielfernrohr benachbarten Gabelende und einer dem Zielfernrohr zugewandten Fläche
der Schwenkaufnahme, vorzugsweise auf der Oberseite der Schwenkaufnahme gebildet ist.
Eine andere Ausführungsform sieht vor, dass der Auflagepunkt zwischen der zu dem Zielfernrohr
entfernten Gabelende und einer dem Zielfernrohr zugewandten Fläche der Schwenkaufnahme,
vorzugsweise auf einer Bodenfläche der Schwenkaufnahme gebildet ist.
[0029] Bei einer möglichen Ergänzung der Erfindung umfasst das Zielfernrohrmontagesystem
den Arretierfuß, wobei der Arretierfuß als ein Festlager in Querrichtung und als ein
Loslager in axialer Richtung ausgebildet ist.
[0030] Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung ist der Arretierfuß so gestaltet,
dass dieser in verschiedenen Winkelpositionen um mindestens eine Schwenkachse relativ
zu der Feuerwaffe arretierbar ist. Der Arretierfuß ist somit winkeltolerant und kann
folglich auch ohne Nacharbeit eingesetzt werden, wenn der Schwenkfuß und der Arretierfuß
nicht fluchtend oder verdreht zueinander angeordnet sind. Insbesondere erlaubt der
Arretierfuß eine sichere Arretierung auch bei Abweichungen hinsichtlich eines Nick-,
Gier- und/oder Rollwinkels des Arretierfußes. Besonders bevorzugt sind Winkeltoleranzen
von mindestens 0,01°, vorzugsweise mindestens 0,1° und insbesondere von mindestens
0,4° möglich.
[0031] Weitere Merkmale, Vorteile oder Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung. Dabei zeigen:
- Figur 1a, b
- in seitlicher Ansicht eine Montage eines Zielfernrohrs auf einer Feuerwaffe als ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Figur 2
- die vordere Aufnahme des Montagesystems in den Figuren 1a,b;
- Figur 3 a
- den Schwenkfuß des Zielfernrohrmontagesystems in den Figuren 1 a, b;
- Figur 3 b
- die Schwenkaufnahme auf der Feuerwaffe des Zielfernrohrmontagesystems der Figuren
1 a, b;
- Figur 4
- eine schematische Längsschnittdarstellung im Bereich des Schwenkgelenks des Zielfernrohrmontagesystems
als eine erste mögliche Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 5
- in ähnlicher Darstellung wie die Figur 4 einen zweite Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 6
- in gleicher Darstellung wie die Figuren 4 und 5 eine dritte Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 7
- in gleicher Darstellung wie die vorhergehenden Figuren eine vierte Ausführungsform
der Erfindung.
[0032] Einander entsprechende oder gleiche Teile sind jeweils mit einander entsprechenden
oder gleichen Bezugszeichen versehen.
[0033] Die Figur 1 a und 1 b zeigen in einer schematischen Schnittansicht eine Feuerwaffe
1, ausgebildet als ein Jagdgewehr, auf die ein Zielfernrohr 2 montiert wird. Zur Kopplung
des Zielfernrohrs 2 mit der Feuerwaffe 1 ist ein Zielfernrohrmontagesystem 3 vorgesehen,
welches einen vorderen Befestigungsbereich 4 und einen hinteren Befestigungsbereich
5 aufweist. Bei der Montage wird das Zielfernrohr 2 in Richtung des Pfeils A im vorderen
Befestigungsbereich 4 zunächst eingehakt und dann mittels einer Schwenkbewegung um
den vorderen Befestigungsbereich 4 gemäß Pfeil B um einen Schwenkwinkel geschwenkt,
so dass der hintere Befestigungsbereich 5 arretiert ist. Die Schwenkung erfolgt dabei
in Blattebene der Figuren 1 a, b, in der sowohl die axiale Erstreckung der Feuerwaffe
1 als auch die axiale Erstreckung der Zielfernrohr 2 liegt.
[0034] In den Figuren 2 a,b und 3 sind in schematischen dreidimensionalen Darstellung jeweils
Einzelteile des vorderen Befestigungsbereiches 4 dargestellt.
[0035] Die Figur 2a zeigt einen Schwenkfuß 6, welcher an dem Zielfernrohr 2 festgelegt ist,
die Figur 2b zeigt eine Schwenkaufnahme 7 in Form einer Montageplatte, welche auf
der Feuerwaffe 1 durch eine Schwalbenschwanzführung und/oder mittels Schrauben festgelegt
ist. Der Schwenkfuß 6 ist als ein Ringsegment ausgebildet und weist zwei Haken 8 auf,
welche zueinander beabstandet angeordnet sind und welche in korrespondierende Schlitze
9 der Schwenkaufnahme 7 eingeführt werden können. Bei der Montage werden die Haken
8 eingeführt und eingehakt und bilden so gemeinsam mit der Schwenkaufnahme 7 ein Schwenkgelenk,
welches die Schwenkung des Zielfernrohrs 2 in Richtung des Pfeils B erlaubt. Die Haken
8 sind bei der Montage von dem hinteren Befestigungsbereich 5 weg orientiert. Auf
der dem hinteren Befestigungsbereich 5 zugewandten Seite tragen die Haken 8 jeweils
eine Klemmfläche 10, welche eine Fixierung und Klemmung des Schwenkfußes 6 und damit
des Zielfernrohres 2 in axialer Richtung ermöglicht. Die Funktion der Klemmfläche
10 wird nachfolgend noch erläutert. Die Seitenflächen der Haken 8, welche in Umlaufrichtung
um das Zielfernrohr 2 orientiert sind, werden von den Schlitzen flächig und passgenau
aufgenommen, so dass sich durch die Seitenflächen insgesamt vier oder mindestens zwei
Führungsflächen bilden. Über die Seitenflächen ist die Position des Schwenkfußes 6
in Querrichtung zu der axialen Richtung festgelegt.
[0036] Die Figur 3 zeigt in einer schematischen dreidimensionalen Darstellung den vorderen
Befestigungsbereich 4 des Zielfernrohrmontagesystems 3 mit zeichnerisch unterdrückter
Feuerwaffe 1 und Zielfernrohr 2. Der Schwenkfuß 6 ist hier in die Schwenkaufnahme
7 eingehakt und in Sollposition gebracht. Zur Aufnahme des Zielfernrohrs 2 ist in
Umlaufrichtung eine Metallspange angeschraubt, die zusammen mit dem Schwenkfuß 6 eine
mechanische Aufnahme für das Zielfernrohr 2 bildet. Bei anderen Ausführungsformen
kann das Zielfernohr 2 auch eine in Laufrichtung ausgerichtete Schiene aufweisen,
wobei der Schwenkfuß 6 an der Schiene befestigt ist.
[0037] In den Figuren 4, 5, 6 und 7 sind jeweils verschiedene Ausführungsformen der Erfindung
in einem Längsschnitt durch einen der Haken 8 dargestellt. Bei den Darstellungen sind
sowohl Variationen bei dem Einhakmechanismus als auch bei der Klemmfläche 10 vorgenommen,
wobei weitere Ausführungsbeispiele durch eine beliebige Mischung dieser Variationen
offenbart sind.
[0038] Die Figur 4 zeigt einen Haken 8, der für das Einhaken einen in dem gezeigten Längsschnitt
kreisabschnittsförmigen Hakenkopf 11 mit Radius R1 als Haken 8 aufweist, der in eine
korrespondierend dazu ausgebildete Lagerstelle 12 der Schwenkaufnahme 7 eingreift
und dort schwenkbar um den Mittelpunkt M des Hakenkopfes 11 gelagert ist, so dass
das Zielfernrohr 2 die Schwenkung gemäß Pfeil B in der Figur 1 durchführen kann. Die
Ausbildung der Lagerstelle 12 kann statt durch die hier gezeigte komplementäre, konkaven
Form auch nur durch zwei Stützbereiche gebildet werden. Die Klemmfläche 10 des Hakens
8 liegt an einer radial ausgerichteten Anlagefläche 13 in einem Kontaktbereich 14
linienförmig an.
[0039] In der Figur 4 ist die Solllage des Schwenkfußes 6 und somit des Zielfernrohrs 2
gezeigt. In dieser Solllage ist der Kontaktbereich 14 von einem Randbereich 15 der
Anlagefläche 13 entfernt. Beispielsweise beträgt die Entfernung mehr als 0,5 mm, vorzugsweise
größer als 1 mm und im Speziellen größer als 1,5 mm. Bei einer Variation des Schwenkwinkels
um die Solllage bleibt der Kontaktbereich 14 stets beabstandet von dem Randbereich
15. Insbesondere erstreckt sich in radialer Richtung ein Spalt 16, der durch die Klemmfläche
10 und due Anlagefläche 13 gebildet ist und welcher sich ausgehend von dem Kontaktbereich
14 stetig öffnet.
[0040] Durch den verbleibenden Bereich der Anlagefläche 13 zwischen Kontaktbereich 14 und
Randbereich 15 wird eine Abnutzung des Randbereiches 15 vermieden, sodass mit dem
Montagesystem 3 eine häufiges Aufsetzen und Abnehmen des Zielfernrohrs 2 ohne Überarbeitung
des Montagesystems 3 möglich ist. Wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Radius
R2 der Klemmfläche 10 so gewählt, dass diese dem Abstand zwischen Kontaktbereich 14
und Drehpunkt M entspricht und zudem der gleiche Radius für die Krümmung verwendet,
so wandert der Kontaktbereich 14 bei geringen Variationen des Schwenkwinkels, zum
Beispiel von kleiner als 1 ° oder von kleiner als 0,5 °, überhaupt nicht.
[0041] Ähnliche Effekte können jedoch auch erzielt werden, wenn die Klemmfläche 10 eben
ausgebildet ist und die Anlagefläche 13 dagegen gekrümmt ist. Auch können beide Flächen
gekrümmt sein, wobei zum einen an eine gegensinnige Krümmung und zum anderen auch
an eine gleichsinnige Krümmung mit unterschiedlichen Krümmungsradien zu denken ist.
All diese Ausführungsbeispiele können so ausgelegt werden, dass der Kontaktbereich
14 in der Solllage sicher beabstandet von dem Randbereich 15 ist und eine gewisse
Winkeltoleranz hinsichtlich des Schwenkwinkels aufweist.
[0042] Um eine Vorspannung in axialer Richtung oder eine Klemmung in axialer Richtung zu
erreichen, können Klemmmittel 17 vorgesehen sein, welche zum einen die Anlagefläche
13 in Richtung des Hakens 8 drücken, zum anderen die Lagerstelle 12 in Richtung des
Hakens 8 pressen und/oder die in dem Haken 8 angeordnet sind und sich in axialer Richtung
gegen Lagerstelle 12 und Anlagefläche 13 abstützen.
[0043] Die Figur 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches sich von
dem Ausführungsbeispiel in der Figur 4 im wesentlichen dadurch unterscheidet, dass
die Lagerstelle 12 als ein Stift ausgebildet ist, der zum Beispiel gehärtet und geschliffen
sein kann, und der als Teil der Schwenkaufnahme 7 ausgebildet ist. In diesem Fall
weist der Haken 8 eine Stiftaufnahme 18 auf, sodass der Haken 8 um den Mittelpunkt
M, welcher sich nun im Zentrum des Stiftes befindet, schwenken kann. Auch hier können
die einzelnen Bereiche wieder mit Klemmmitteln 17 ausgestattet sein. Die Stiftaufnahme
18 kann in der gezeigten Schnittdarstellung auch als eine V-förmige Aufnahme ausgebildet
sein. Ausreichend könnten auch Bauteile beschränkt auf die Funktionsflächen sein,
so dass statt eines Stiftes ein zylindrischer Abschnitt oder sogar nur mehrere Zylindermantelflächenabschnitte
als Lagerstelle eingesetzt wird.
[0044] Die Figur 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei der Haken
8 ähnlich zu der Ausführungsform in der Figur 4 ausgebildet ist, so dass auf die Beschreibung
dort verwiesen wird. Die Schwenkaufnahme 7 ist jedoch anders realisiert. Hier wird
zur Aufnahme des Hakenkopfes 11 ein Maul 19 gebildet, welches den Hakenkopf 11 bei
der Schwenkbewegung führt. Das Maul 19 kann in gewissen Grenzen elastisch ausgeführt
sein, so dass es sich bei Belastung in axialer Richtung durch den Hakenkopf 11 aufweiten
kann und auf diese Weise das Klemmmittel 17 bildet. Alternativ oder ergänzend können
wieder weitere Klemmmittel vorgesehen sein.
[0045] Die Figur 7 zeigt eine nächste Ausführungsform der Erfindung, wobei der Haken 8 ein
Hakenmaul 20 aufweist, welches einen stationären Bereich 21 der Schwenkaufnahme 7
umgreift. Das Hakenmaul 20 liegt mit einem Auflagebereich 22 auf einer Oberseite des
stationären Bereiches 21 auf, wobei der Auflagebereich 22 zugleich einen Schwenkpunkt
oder einen Schwenkbereich für die Schwenkbewegung des Schwenkfußes 6 bzw. des Zielfernrohrs
3 bildet. Auch hier sind das Hakenmaul 20 und der stationäre Bereich 21 so ausgebildet,
dass sich ein Klemmmittel 17 ausbildet, welches eine Vorspannung des Hakens 8 in axialer
Richtung gegen die Anlagefläche 13 umsetzt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Kontaktbereich 14 zwar näher an den Randbereich 15 in der Solllage gerutscht,
jedoch verbleibt nach wie vor der Spalt 16, sodass der empfindliche Randbereich 15
in der Solllage nicht beansprucht wird und damit verschleißen kann. In Detailansicht
ist dieser Bereich somit so ausgebildet, wie die in den vorhergehenden Figuren dargestellt.
Es ist noch darauf hinzuweisen, dass zwischen dem Schwenkfuß 6 und der Schwenkaufnahme
7 in einem Bereich angrenzend an den Randbereich 15 ein in Querrichtung verlaufender
Spalt 18 ausgebildet ist, so dass aus der Solllage heraus der Schwenkfuß 6 in Aufklapp-
aber auch in Schließrichtung ohne mechanischen Endanschlag bewegt werden kann.
[0046] Alle gezeigten Ausführungsbeispiele haben gemeinsam, dass auch bei einer mäßigen
Variation des Schwenkwinkels von zum Beispiel kleiner als 1 °, insbesondere kleiner
als 0,5 °, der Kontaktbereich 14 beabstandet von dem Randbereich 15 bleibt, so dass
auch verschiedene Positionen neben der Sollposition verschleißarm oder verschleißfrei
eingestellt werden können. Durch das Klemmmittel 17 ist dabei die für die Schwenkung
benötigte Kraft in dem genannten Schwenkwinkelbereich nahezu konstant. Zudem ist der
Schwenkfuß 6 derart klemmend angeordnet, dass das Zielfernrohr 2 selbsthaltend in
den Schwenkwinkelbereichen ist. Insbesondere ist auch die Vorspannkraft zwischen der
Klemmfläche 10 und der Anlagefläche 13 innerhalb des genannten Schwenkwinkelbereichs
konstant oder nahezu konstant, d.h. mit einer maximalen Abweichung von 20% der Vorspannkraft
in der Soll-Lage.
[0047] Konzeptionell betrachtet setzt der vordere Bereich 4 ein Festlager in axialer Richtung
und in Querrichtung um und bildet ein Loslager für den Schwenkwinkel. Dagegen ist
der hintere Bereich 5 als ein Festlager in Querrichtung und in der Höhe ausgebildet,
so dass der Schwenkwinkel definiert ist, und in Axialrichtung als Loslager realisiert.
Insbesondere wird das Zielfernrohr 2 durch das Montagesystem 3 verspannungsfrei gehalten.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Feuerwaffe
- 2
- Zielfernrohr
- 3
- Zielfernrohrmontagesystem
- 4
- vorderer Befestigungsbereich
- 5
- hinterer Befestigungsbereich
- 6
- Schwenkfuß
- 7
- Schwenkaufnahme
- 8
- Haken
- 9
- Schlitze
- 10
- Klemmfläche
- 11
- Hakenkopf
- 12
- Lagerstelle
- 13
- Anlagefläche
- 14
- Kontaktbereich
- 15
- Randbereich
- 16
- Spalt
- 17
- Klemmmittel
- 18
- Spalt
- 19
- Maul
- 20
- Hakenmaul
- 21
- stationärer Bereich
- 22
- Auflagebereich
1. Zielfernrohrmontagesystem (3) für eine Feuerwaffe (1) zur Montage eines Zielfernrohrs
(2) auf der Feuerwaffe (1) in einer Sollposition, wobei die Feuerwaffe (1) und/oder
das Zielfernrohr (2) in der Sollposition in einer axialen Richtung ausgerichtet sind,
mit einem Schwenkfuß (6), der an dem Zielfernrohr (2) anbringbar ist,
und mit einer Schwenkaufnahme (7), die an der Feuerwaffe (1) festlegbar ist,
oder vice versa,
wobei Schwenkfuß (6) und Schwenkaufnahme (7) gemeinsam ein Schwenkgelenk bilden, welches
bei der Montage eine Schwenkung (B) des Zielfernrohrs (2) um einen Schwenkwinkel in
einer Ebene, die durch das Zielfernrohr (2) und die axiale Richtung der Feuerwaffe
(1) gebildet wird, um einen Schwenkbereich (M, 22) ermöglicht,
mit einer Anlagefläche (13), die an der Schwenkaufnahme (7) angeordnet ist, und mit
einer Klemmfläche (10), die an dem Schwenkfuß (6) angeordnet ist, und die im montierten
Zustand einen Kontaktbereich (14) mit der Anlagefläche (13) bildet, so dass der Schwenkfuß
(6) in der axialen Richtung festgelegt, insbesondere geklemmt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Sollposition der Kontaktbereich (14) in radialer Ausrichtung und/oder in Richtung
zu dem Zielfernrohr beabstandet zu einem Rand (15) der Anlagefläche (13) angeordnet
ist.
2. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sollposition zwischen der Anlagefläche (13) und der Klemmfläche (10) ausgehend
von dem Kontaktbereich (14) ein sich in radialer Ausrichtung öffnender Spalt (16)
ausgebildet ist
3. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Längsschnitt durch das Zielfernrohrmontagesystem (3) die Anlagefläche (13)
und/oder die Klemmfläche (10) gekrümmt ist oder sind, so dass sich der sich öffnende
Spalt (16) ausbildet
4. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Klemmmittel (17), welche ausgebildet sind, eine Klemmkraft auf den Schwenkfuß (6)
in axialer Richtung aufzubringen, so dass der Schwenkfuß (6) klemmend gehalten ist.
5. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkkraft und/oder die Vorspannkraft zwischen Anlagefläche (13) und Klemmfläche
(10) in einem Schwenkwinkelbereich um die Sollposition konstant oder nahezu konstant
ist.
6. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbereich durch einen Auflagepunkt bzw. -bereich (22) des Schwenkfußes (6)
auf der Schwenkaufnahme (7) und/oder durch einen Drehpunkt (M) ausgebildet ist.
7. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkaufnahme (7) als eine Montageplatte ausgebildet ist, die vorzugsweise
in eine Schwalbenschwanzführung der Feuerwaffe (1) einführbar ist.
8. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkfuß (6) einen Hakenabschnitt (8) aufweist, der eine Einhakmontage in die
Schwenkaufnahme (7) ermöglicht.
9. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkfuß (6) mindestens oder genau zwei Hakenabschnitte (8) aufweist, die vorzugsweise
beabstandet zueinander angeordnet sind.
10. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenabschnitte (8) einen Teil des Schwenkgelenks bilden.
11. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkfuß (6) und/oder die Schwenkaufnahme (7) in dem Längsschnitt eine Kreisabschnittskontur
aufweist, die einen Teil des Schwenkgelenks bildet.
12. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkfuß (6) eine Aufnahmegabel (20) aufweist, welche einen Bereich (21) der
Schwenkaufnahme (7) umgreift.
13. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der umgriffene Bereich ein Stift ist.
14. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der umgriffenen Bereich ein einstückig in der Schwenkaufnahme angeordnete, Bereich
(21) ist.
15. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmegabel (20) das Klemmmittel (17) bildet
16. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbereich durch den Auflagepunkt (22) eines Gabelendes der Aufnahmegabel
(20) definiert ist.
17. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmegabel (20) und der umgriffene Bereich ein Getriebe bilden, die bei einer
Schwenkung um den Schwenkbereich den Kontaktbereich und/oder einen Punkt der Anlagefläche
(13) entlang einer Trajektorie führt, die eine Kurvenbahn oder Kreisbahn, insbesondere
annähernde Kreisbahn beschreibt, deren Öffnung von dem Schwenkbereich weg zeigt.
18. Zielfernrohrmontagesystem (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Arretierfuß, wobei der Arretierfuß als ein Festlager in Querrichtung und in
der Höhe ausgebildet ist, so dass der Schwenkwinkel definiert ist, und in Axialrichtung
als Loslager realisiert ist.
19. Zielfernrohrmontagesystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierfuß in verschiedenen Winkelpositionen um mindestens eine Schwenkachse
relativ zu der Feuerwaffe arretierbar ist.