(19)
(11) EP 2 339 866 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.06.2011  Patentblatt  2011/26

(21) Anmeldenummer: 11151956.7

(22) Anmeldetag:  02.03.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04R 1/10(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 02.03.2004 DE 102004010198

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
05716879.1 / 1723824

(71) Anmelder: Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
30900 Wedemark (DE)

(72) Erfinder:
  • Ewert, Susanne
    12203, Berlin (DE)
  • Hohl, Markus
    Twickenham, TWI 3AX (GB)
  • Scholz, Joachim
    29313, Hambühren (DE)
  • Huss, Katrin
    276954/SG, Singapur (SG)

(74) Vertreter: Gültzow, Marc 
Eisenführ, Speiser & Partner Postfach 10 60 78
28060 Bremen
28060 Bremen (DE)

 
Bemerkungen:
Diese Anmeldung ist am 25-01-2011 als Teilanmeldung zu der unter INID-Code 62 erwähnten Anmeldung eingereicht worden.
 


(54) Hörer


(57) Es wird ein In-Ear Hörer vorgesehen mit zwei Gehäusen jeweils mit einem elektroakustischen Wandler (W1, W2), wobei der elektroakustische Wandler (W1, W2) jeweils auf einer ersten Seite des Gehäuses vorgesehen ist, und mindestens einem jedem elektroakustischen Wandler (W1, W2) zugeordneten Verbindungselement (VE) zum Verbinden mit entsprechenden Verbindungselementen (VE) des anderen elektroakustischen Wandlers (W1, W2), Die Verbindungselemente (VE) sind auf der zweiten Seite des Gehäuses vorgesehen, die der ersten Seite entgegengesetzt ist, wobei die Verbindungselemente (VE) als Magnete oder als Druckknöpfe ausgebildet sind.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen In-Ear Ohrhörer, einen bügellosen Hörer, sowie einen Ohrclip-Hörer.

[0002] In-Ear Kopfhörer bzw. Ohrhörer stellen kleine Ohrhörer bzw. Kopfhörer dar, welche in das Außenohr gesteckt werden können. Üblicherweise wird der elektroakustische Wandler des Ohrhörers dabei in das Außenohr gesteckt.

[0003] Derartige In-Ear Ohrhörer werden jedoch oftmals nach längerem Tragen als unangenehm empfunden und bei einer Anzahl von Anwendern fallen die In-Ear Ohrhörer regelmäßig heraus.

[0004] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Tragekomfort von In-Ear Ohrhörern zu verbessern.

[0005] Diese Aufgabe wird durch einen In-Ear Ohrhörer gemäß Anspruch 1 gelöst.

[0006] Somit wird ein bügelloser Hörer mit mindestens zwei elektroakustischen Wandlern und jedem Wandler zugeordneten Verbindungselementen zum Verbinden mit entsprechenden Verbindungselementen vorgesehen, welche einem anderen elektroakustischen Wandler zugeordnet sind. Somit können die beiden elektroakustischen Wandler eines Hörers beispielsweise zur Aufbewahrung miteinander verbunden werden.

[0007] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung stellen die Verbindungselemente Magnete dar, so dass eine magnetische Verbindung vorhanden ist.

[0008] Weitere Aspekte der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

[0009] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele sowie der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1
zeigt verschiedene Außenansichten eines In-Ear Ohrhörers,
Fig. 2
zeigt einen In-Ear Ohrhörer von Fig. 1 in einem Ohr,
Fig. 3A, 3B und 3C
zeigen In-Ear Ohrhörer gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 4
zeigt verschiedene Ansichten eines Ohrclip-Hörers,
Fig. 5
zeigt eine Außenansicht einer Verpackung für Hörer,
Fig. 6
zeigt eine Verpackung für einen Hörer, und
Fig. 7
zeigt eine Verpackung für Hörer.


[0010] Fig. 1 zeigt drei verschiedene Ansichten eines In-Ear Ohrhörers. Der In-Ear Ohrhörer weist ein Kabel K sowie einen elektroakustischen Wandler W auf. Zusätzlich weist der In-Ear Ohrhörer ein Stützelement S auf. Das Stützelement S ist mit dem Kabel K ausgerichtet.

[0011] In Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten In-Ear Ohrhörers gezeigt, welcher in ein Ohr O eingesetzt ist. Der Wandler W befindet sich dabei oberhalb des Gehörganges und das Stützelement S wird in der Concha verankert. Somit wird eine sichere Fixierung des In-Ear Ohrhörers im Ohr durch eine Zweipunkt-Verankerung in der Concha ermöglicht. Die Stützelemente S können austauschbar sein, können verschiedene Formen annehmen und/oder können drehbar exzentrisch ausgestaltet sein. Ferner können die Stützelemente S selbstanpassend ausgestaltet sein.

[0012] Zur Verbesserung der Fixierung im Ohr können die Stützelemente S gegenüber dem Wandler W federnd vorgespannt werden. Alternativ zu dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ohrhörer mit lediglich einem Stützelement S, können ebenfalls Ohrhörer vorgesehen werden mit mehr als einem Stützelement S, so dass eine N-Punktlagerung des Hörers im Außenohr ermöglicht wird, wobei N ≥ 2 ist. Die Stützelemente können auch gegeneinander vorgespannt sein.

[0013] Die Figuren 3A, 3B und 3C zeigen jeweils eine Außenansicht eines In-Ear Ohrhörers gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Die beiden Ohrhörer (links und rechts) weisen jeweils ein Gehäuse auf, welches mit einem Kabel K verbunden ist. In dem Gehäuse ist jeweils ein Wandler W1, W2 sowie auf der dem Wandler entgegengesetzten Seite ein Verbindungselement VE angebracht. Die beiden Verbindungselemente VE des Ohrhörers sind dabei derart ausgestaltet, dass sie mit dem jeweiligen anderen Verbindungselement verbindbar sind.

[0014] Fig. 3B zeigt eine vergrößerte Ansicht des In-Ear Ohrhörers von Fig. 3a. Das Gehäuse ist ebenfalls mit einem Kabel K verbunden und weist einen Wandler W1, W2 sowie ein Verbindungselement VE auf der Rückseite des Gehäuses auf. Die Verbindungselemente VE können beispielsweise Magnete darstellen, so dass die Verbindung zwischen den beiden Verbindungselementen magnetisch erfolgen kann, wobei die Magnete umgekehrte Polaritäten aufweisen.

[0015] Alternativ zu den Magneten können die Verbindungselemente VE als Drückknöpfe, als Klettverschluss oder als kraftschlüssige bzw. formschlüssige Verbindung ausgestaltet sein.

[0016] Fig. 3C zeigt verschiedene Ansichten des In-Ear Hörers gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Das Gehäuse weist einen elektroakustischen Wandler W, Verbindungselemente VE an der Rückseite des Gehäuses sowie einen Kabel-Knickschutz KS an der Verbindungsstelle des Gehäuses mit dem Kabel auf. Durch den Knickschutz wird verhindert, dass das Kabel an der Verbindungsstelle knickt und beschädigt wird.

[0017] Der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte In-Ear Ohrhörer kann ebenfalls die gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel beschriebenen Verbindungselemente VE und den Knickschutz aufweisen.

[0018] Fig. 4 zeigt verschiedene Ansichten eines Ohrclip-Hörers. Dieser Hörer weist einen Bügel B auf, welcher über das Außenohr gestülpt werden kann, damit der Hörer sicher über dem Ohr fixiert werden kann. Die Ohrpolsterung dieses Ohrclip-Hörers ist dabei derart ausgestaltet, dass, wenn der Hörer auf ein Ohr aufgesetzt wird, der nach außen geformte Teil A des Ohrhörers im Wesentlichen akustisch dicht mit dem Gehörgang des Anwenders ankoppelt.

[0019] Durch diese akustische dichte Ankopplung wird insbesondere die Bassübertragung verbessert. Ferner kann der in Fig. 3C gezeigte Knickschutz verwendet werden.

[0020] Fig. 5 zeigt eine Ansicht einer Verpackung für die in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Hörer. Die Verpackung weist dabei einen Deckel D sowie mindestens vier aufblasbare Luftkammern KA auf. Zwischen den Luftkammern KA ist ein Behälter, vorzugsweise aus Stoff, vorgesehen.

[0021] Durch die aufblasbaren Luftkammern wird der Inhalt des Behälters bzw. der Verpackung geschützt.

[0022] Der Deckel D kann dabei passgenau wie ein Korken in die Öffnung der Verpackung eingesetzt werden.

[0023] Fig. 6 zeigt eine Außenansicht einer Verpackung. Die Verpackung weist eine ringförmige aufblasbare Luftkammer KA sowie eine Tasche T im Inneren des aufblasbaren Ringes auf. Die Tasche weist einen Reißverschluss R zum Öffnen und Schließen der Tasche auf. Die in den Figuren 1 bis 4 beschriebenen Hörer können dabei in der Tasche verstaut werden.

[0024] Fig. 7 zeigt eine Außenansicht einer Verpackung. Im oberen Bild ist die Verpackung mit einem In-Ear Ohrhörer gezeigt. Der Ohrhörer befindet sich dabei im Inneren (der hier durchsichtig gezeigten) Verpackung und das Kabel des Hörers ist um die Verpackung gewickelt.

[0025] In dem unteren Bild ist die Verpackung in ihrem geöffneten Zustand gezeigt, wobei der Deckel D durch zwei Gummischnüre G an dem Rest der Verpackung befestigt ist. Die Wandler werden dabei in das Innere der Verpackung hineingelegt, der Deckel der Verpackung wird verschlossen und das Kabel des Hörers wird um die Verpackung herumgewickelt.

Nachfolgend eine Liste weiterer Ausführungsformen der Erfindung



[0026] Ausführungsform 1 In-Ear Ohrhörer, mit
einem ersten und zweiten Stützelement (W, S) mit einem vorgebbaren festen Abstand dazwischen, wobei das erste Stützelement (W) als ein elektroakustischer Wandler (W) ausgebildet ist, wobei der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Stützelement (W, S) derart ausgebildet ist, dass das zweite Stützelement (S) in einer Concha eines Trägers des In-Ear Ohrhörers verankerbar ist.

[0027] Ausführungsform 2 Ohrhörer nach Ausführungsform 1, wobei
das zweite Stützelement (S) gegenüber dem ersten Stützelement (W) vorgespannt ist.

[0028] Ausführungsform 3 Ohrhörer nach einer der vorherigen Ausführungsformen, wobei
das zweite Stützelement (S) austauschbar ausgestaltet ist.

[0029] Ausführungsform 4 Bügelloser Hörer, mit
mindestens zwei elektroakustischen Wandlern (W1, W2), und
mindestens einem jedem elektroakustischen Wandler (W1, W2) zugeordneten Verbindungselement (VE) zum Verbinden mit entsprechenden Verbindungselementen (VE) anderer elektroakustischer Wandler (W1, W2).

[0030] Ausführungsform 5 Hörer nach Ausführungsform 4, wobei
die Verbindungselemente (VE) als Magnete ausgebildet sind.

[0031] Ausführungsform 6 Ohrclip-Hörer, mit
  • einem elektroakustischen Wandler,
  • mindestens einem Bügel (B) zum Einhaken an einem Ohr, und
  • einem Ohrpolster (A), welches dazu ausgestaltet ist, einen Gehörgang akustisch dicht anzukoppeln.



Ansprüche

1. In-Ear Hörer, mit
zwei Gehäusen jeweils mit einem elektroakustischen Wandler (W1, W2),
wobei der elektroakustische Wandler (W1, W2) jeweils auf einer ersten Seite des Gehäuses vorgesehen ist, und
mindestens einem jedem elektroakustischen Wandler (W1, W2) zugeordneten Verbindungselement (VE) zum Verbinden mit entsprechenden Verbindungselementen (VE) des anderen elektroakustischen Wandlers (W1, W2),
wobei die Verbindungselemente (VE) auf der zweiten Seite des Gehäuses vorgesehen sind, die der ersten Seite entgegengesetzt ist, wobei die Verbindungselemente (VE) als Magnete oder als Druckknöpfe ausgebildet sind.
 
2. In-Ear Hörer nach Anspruch 1, mit
einem Gehäuse, welches einen unteren Teil zum Verbinden mit einem Kabel (K) und einen oberen Abschnitt (W1, W2) zur Aufnahme des elektroakustischen Wandlers aufweist, wobei der untere Abschnitt eine im Wesentlichen gerade ausgestaltete Innenseite aufweist, wobei im Übergangsbereich zwischen dem unteren Abschnitt und dem oberen Abschnitt eine konkav gekrümmte Ausnehmung vorgesehen ist.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht