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(11) |
EP 1 317 351 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2011 Patentblatt 2011/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.09.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/010288 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/020280 (14.03.2002 Gazette 2002/11) |
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| (54) |
DATENTRÄGER MIT EINEM OPTISCH VARIABLEN ELEMENT
DATA SUPPORT WITH AN OPTICALLY VARIABLE ELEMENT
SUPPORT DE DONNEES DOTE D'UN ELEMENT OPTIQUEMENT VARIABLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
08.09.2000 DE 10044465
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.06.2003 Patentblatt 2003/24 |
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Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- MÜLLER, Johann
85586 Poing (DE)
- PLASCHKA, Reinhard
86949 Windach (DE)
- ZERBES, Jürgen
80999 München (DE)
- BALDUS, Christoph
81667 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
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Patentanwälte
Destouchesstrasse 68 80796 München 80796 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-95/27925 US-A- 4 984 824 US-A- 6 036 233
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WO-A-97/17211 US-A- 5 032 003
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Datenträger mit einer optisch variablen Struktur, die
eine Prägestruktur und eine zur Oberfläche des Datenträgers kontrastierende Beschichtung
aufweist, wobei die Prägestruktur und die Beschichtung so kombiniert sind, dass wenigstens
Teilbereiche der Beschichtung bei senkrechter Betrachtung vollständig sichtbar sind,
bei Schrägbetrachtung aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und
schräger Betrachtung ein Kippeffekt entsteht. Die Erfindung betrifft ferner einen
Prägestempel für die Herstellung einer derartigen optisch variablen Struktur.
[0002] Es ist bereits seit langem bekannt, Datenträger, wie beispielsweise Banknoten, Wertpapiere,
Kredit oder Ausweiskarten oder Ähnliches mit optisch variablen Sicherheitselementen,
insbesondere mit optisch variablen Beugungsstrukturen, wie Hologrammen auszustatten.
Der Fälschungsschutz der Hologramme beruht auf dem mit Änderung des Betrachtungswinkels
visuell gut erkennbaren unterschiedlichen optischen Eindruck dieser Hologramme, der
von Kopiergeräten nicht wiedergegeben werden kann. Denn Kopiergeräte können lediglich
das Erscheinungsbild des Hologramms unter einem ganz bestimmten Betrachtungswinkel
wiedergeben. Ein Datenträger mit einem derartigen Hologramm ist beispielsweise aus
der
EP 0 440 045 A2 bekannt. In dieser Schrift wird vorgeschlagen, das Hologramm als vorgefertigtes Element
oder auch als Prägung in eine auf den Datenträger aufgebrachte Lackschicht aufzubringen.
[0003] Aus der
US 4,984,824 ist ein Dokument mit einem Sicherheitselement bekannt, dessen Fälschungsschutz auf
Lichtbeugung beruht. Die Beugungsstrukturen der
US 4,984,824 sind zwar auch als Prägestrukturen ausgebildet, können aber als solche vom Betrachter
nicht wahrgenommen werden. Der Betrachter sieht lediglich die aufgezeichnete Information,
im einfachsten Fall eine farbige Fläche, die ihren Farbeindruck mit dem Betrachtungswinkel
ändert.
[0004] Es gibt jedoch auch andere optisch variable Sicherheitselemente, die auf einem Datenträger
vorgesehen werden können. So ist es beispielsweise aus der
CA 1019 012 bekannt, eine Banknote in einem Teilbereich ihrer Oberfläche mit einem parallelen
Liniendruckmuster zu versehen. Zur Erzeugung des optisch variablen Effekts wird in
den Datenträger im Bereich des gedruckten Linienmusters zusätzlich eine Linienstruktur
eingeprägt, so dass Flanken entstehen, die jeweils nur unter bestimmten Betrachtungswinkeln
sichtbar sind. Durch gezielte Anordnung des gedruckten Linienmusters auf den Flanken
gleicher Orientierung der geprägten Linienstruktur wird bei schräger Betrachtung der
mit den Linien versehenen Flanken das Linienmuster sichtbar. Bei schräger Betrachtung
der rückseitigen Flanken ist das Linienmuster nicht erkennbar.
[0005] Der Fälschungsschutzeffekt derartiger geprägter optisch variabler Sicherheitselemente
kann noch verbessert werden, wenn durch gezielte Veränderung des Linienmusters oder
der Prägestruktur zusätzliche visuell erkennbare Effekte erzeugt werden. Beispiele
für derartige Zusatzeffekte werden in der
WO 97/17211 beschrieben.
[0006] Auch ist aus der
WO 97/17211 eine spezielle Ausführungsform bekannt, bei der der gesamte mit Aufdruck und Prägestruktur
versehene Bereich in Teilbereiche unterteilt ist, in denen unterschiedliche Teilprägestrukturen
vorgesehen sind, und der Aufdruck in allen Teilbereichen gleich bleibend ist.
[0007] Bei den bekannten optisch variablen Sicherheitselementen ist der Linienaufdruck grundsätzlich
auf einer Flanke der Prägestruktur angeordnet, so dass die Kontrastumkehr bzw. der
Kippeffekt zwar sehr scharf ist, aber nur in einem sehr schmalen Betrachtungswinkelbereich
auftritt. Für die visuelle Überprüfung der bekannten optisch variablen Elemente muss
daher genau dieser Betrachtungswinkelbereich gefunden werden, so dass diese optisch
variablen Elemente für eine schnelle visuelle Überprüfung weniger geeignet sind.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, diese bekannten geprägten
Sicherheitselemente nicht nur hinsichtlich ihrer Fälschungssicherheit gegen Reproduktionen,
sondern auch hinsichtlich ihrer visuellen Überprüfbarkeit zu verbessern.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Gemäß der Erfindung besteht die optisch variable Struktur aus einem Aufdruck und
einer diesem Aufdruck überlagerten Prägestruktur. Der gesamte mit Aufdruck und Prägedruck
versehene Bereich ist in Teilbereiche unterteilt, in denen einheitlich für die gesamte
Fläche entweder der Aufdruck oder die Prägung variiert werden. Der jeweils andere
Teil (Prägung bzw. Aufdruck) ist in allen Teilbereichen gleich ausgeführt, d.h. er
weist in allen Teilbereichen die gleichen Gesetzmäßigkeiten auf.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines gleich bleibenden Aufdrucks und einer
variierenden Prägestruktur erläutert.
[0012] Unterschiedliche Teilprägestrukturen im Sinne der Erfindung liegen beispielsweise
vor, wenn die Teilprägestrukturen in den einzelnen Teilbereichen phasenversetzt zueinander
angeordnet sind, unterschiedliche Rasterweiten aufweisen oder unterschiedlich orientiert
sind, d.h. die Teilprägestrukturen unter einem Winkel zueinander verlaufen. Eine weitere
Möglichkeit, unterschiedliche Teilprägestrukturen zu erzeugen, besteht darin, die
Teilprägestrukturen in den einzelnen Teilbereichen zueinander versetzt anzuordnen.
Die Verlaufsrichtung der Teilprägestrukturen bleibt dabei gleich.
[0013] Vorzugsweise sind die Teilprägestrukturen als Rasterstrukturen ausgeführt. Die Teilprägestrukturen
können dabei dreieckförmig, aber auch trapezförmig, sinusförmig, halbkreisförmig oder
anderer Gestalt sein. Vorzugsweise sind die Teilprägestrukturen jeweils als Linienraster
mit konstanter Rasterweite ausgeführt
[0014] Der Aufdruck ist vorzugsweise ebenfalls als Rasterstruktur ausgebildet, wobei die
einzelnen Rasterelemente beliebig gestaltet sein können. Vorzugsweise wird jedoch
ein Linienraster mit konstanter Rasterweite verwendet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
besteht dieses Linienraster aus gedruckten Linien beliebiger Farbgestaltung. Druckraster
und Prägestruktur sind aufeinander abgestimmt, vorzugsweise so, dass die Breite der
Druckrasterlinien etwas geringer ist als die Flanken der Prägestrukturlinien. Druckraster
und Prägestruktur verlaufen im Normalfall parallel oder weit gehend parallel. Druckraster
und Prägestruktur müssen dabei nicht zwingend geradlinig verlaufen, sie können vielmehr
auch in Form von Wellenlinien etc. ausgebildet sein. Die Linienbreiten liegen dabei
zwischen 25 µm und 300 µm, vorzugsweise zwischen 55 µm und 150 µm. Setzt sich das
Linienraster aus gedruckten, voneinander beabstandeten Linien zusammen, so wird für
das Verhältnis bedruckter/unbedruckter Bereich vorzugsweise ein Verhältnis von ca.1
:1 gewählt. Wird hierbei zusätzlich eine Linienbreite in der Größenordnung von ca.100
µm gewählt, so können die Linien vom Auge praktisch nicht mehr aufgelöst werden, und
es entsteht ein ein homogener Farbeindruck. Das heißt, das Linienraster wird visuell
lediglich als homogene farbige Fläche wahrgenommen. Zusätzlich können die Linien in
bestimmten Bereichen verdickt ausgeführt sein und auf diese Weise beispielsweise ein
Halbtonbild oder ein anderes Motiv darstellen. Alternativ können die Linien auch Aussparungen
aufweisen, um so ein zusätzliches visuell erkennbares Muster zu erzeugen.
[0015] Auf eine Rasterung des Aufdruckes kann verzichtet werden, wenn optisch variable Farben
Verwendung finden, d.h. Farben, die vom Blickwinkel abhängig unterschiedliche optische
Effekte aufweisen. Dies können hochglänzende, z.B. metallische Schichten oder auch
Farben sein, die den Farbeindruck selbst winkelabhängig verändern, wie dies z.B. bei
Flüssigkristallpigmentfarben der Fall ist.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die erfindungsgemäße optisch variable
Struktur aus einem Aufdruck in Form eines gedruckten Linienrasters und einer diesem
Linienraster überlagerten Prägestruktur, deren Teilprägestrukturen ebenfalls aus geprägten
Linienrastern bestehen, die beispielsweise von Teilbereich zu Teilbereich versetzt
zueinander angeordnet sind. Aufgrund der unterschiedlichen Anordnung der Teilprägestrukturen
ändert sich die relative Lage zwischen dem gedruckten Linienraster und dem geprägten
Linienraster von Teilbereich zu Teilbereich. Im Idealfall liegen in einem ersten Teilbereich
die gedruckten Linien vollständig auf einer Flanke der ersten Teilprägestruktur. Ist
die Teilprägestruktur eines zweiten Teilbereichs zur ersten Teilprägestruktur versetzt
angeordnet, so kann das gedruckte Linienraster in diesem zweiten Teilbereich beispielsweise
die Zenite der zweiten Teilprägestruktur überdecken, d.h. die gedruckten Linien erstrecken
sich auf beide Flanken der zweiten Teilprägestruktur. Im nächsten Teilbereich befindet
sich das Druckraster wieder vollständig auf der Flanke der Teilprägestruktur oder
ist erneut versetzt und somit vollständig auf der Rückflanke angeordnet. Durch eine
entsprechende Variation des Versatzes der verschiedenen Teilprägestrukturen lassen
sich somit beliebige relative Anordnungen zwischen den einzelnen Teilprägestrukturen
und dem Aufdruck erzeugen.
[0017] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Datenträgeroberfläche
erkennt der Betrachter lediglich den rasterformigen Aufdruck. Beim Kippen des Datenträgers
bzw. bei Änderung des Betrachtungswinkels dagegen werden Teile des Aufdrucks durch
die Prägestruktur verdeckt. Da die Teilprägestrukturen relativ zum Aufdruck unterschiedlich
orientiert sind, werden in den einzelnen Teilbereichen der Prägestruktur auch unterschiedliche
Teile des Aufdrucks abgedeckt. In manchen Teilbereichen werden beispielsweise größere
Teile der unbedruckten Zwischenräume des als Linienraster ausgebildeten Aufdrucks
abgedeckt, so dass der Betrachter diesen Teilbereich als im Vergleich zur senkrechten
Betrachtung dunklere Fläche wahrnimmt.
[0018] Unter einem bestimmten Betrachtungswinkel werden in dem oben beschriebenen ersten
Teilbereich sämtliche unbedruckten Zwischenräume des Linienrasters durch die Teilprägestruktur
verdeckt, so dass der Betrachter in diesem Teilbereich nur die farbigen Linien wahrnimmt.
In anderen Teilbereichen dagegen werden bei gleichem Betrachtungswinkel Teile oder
alle der gedruckten Linien verdeckt. Diese Teilbereiche erscheinen daher für den Betrachter
im Vergleich zur senkrechten Betrachtung heller bzw. in der Farbe des Datenträgers,
da der Anteil an wahrnehmbaren unbedruckten Zwischenräumen größer ist. Besonders stark
und damit auffällig sind die Kontraste, wenn unter einem bestimmten Betrachtungswinkel
in einem Teilbereich der Prägestruktur alle unbedruckten Zwischenräume und in einem
direkt angrenzenden alle gedruckten Linien des Linienrasteraufdrucks abgedeckt werden.
[0019] Unter einem bestimmten Betrachtungswinkel nimmt der Betrachter die optisch variable
Struktur also als hinsichtlich Helligkeit, Farbton oder Farbe kontrastierende Bereiche
wahr. Bei Änderung des Betrachtungswinkels ändert sich zumindest in einigen Teilbereichen
der farbliche Eindruck bzw. die Helligkeit und damit auch der Kontrast zu den anderen
Teilbereichen, da das gedruckte Linienraster nicht in allen Teilbereichen exakt auf
den Flanken der Teilprägestrukturen angeordnet ist, und damit auch bei kleinen Betrachtungswinkeländerungen
unterschiedliche Anteile des gedruckten Linienrasters abgeschattet werden. Auf diese
Weise wird der Betrachtungswinkelbereich, in dem die optisch variable Struktur einen
Kippeffekt zeigt, wesentlich vergrößert.
[0020] Die Erfindung hat zudem den Vorteil, dass die optisch variablen Strukturen trotz
der hohen Fälschungssicherheit wesentlich einfacher hergestellt werden können als
die aus dem Stand der Technik bekannten optisch variablen Strukturen. Da das Aufbringen
des Aufdrucks und die Erzeugung der Prägestruktur in unterschiedlichen Arbeitsschritten
erfolgen, treten in der Praxis zwangsläufig Toleranzen auf, die in erster Linie zu
einer Parallelverschiebung von Aufdruck und Prägestruktur führen. Das heißt, es kann
auch hier der Fall eintreten, dass Teile des Aufdrucks nicht nur auf den Flanken,
sondern auch im Bereich der Zenite der Prägestruktur angeordnet sind. Diese Toleranzen
können den Kippeffekt der bekannten optisch variablen Sicherheitselemente, der auf
dem scharfen Kontrastsprung zwischen dem Erscheinungsbild bei senkrechter und schräger
Betrachtung beruht, stark dämpfen.
[0021] Im Gegensatz hierzu werden bei dem erfindungsgemäßen optisch variablen Sicherheitselement
absichtlich Verschiebungen zwischen Aufdruck und Prägestruktur erzeugt. Durch die
häufige Änderung dieser Verschiebungen, die durch die unterschiedlichen Teilprägestrukturen
erzeugt werden, ergeben sich bei Änderung des Betrachtungswinkels ständig neue Licht-/Schattenverhältnisse
bzw. starke Kontraständerungen zwischen den Teilbereichen, so dass beim Kippen der
Eindruck entsteht, die unterschiedlich hellen und dunklen bzw. farbigen Teilbereiche
bewegen sich innerhalb des optisch variablen Sicherheitselements.
[0022] Zusätzliche bei der Herstellung auftretende Toleranzen zwischen Prägestruktur und
Aufdruck überlagern diesen Effekt lediglich, ändern aber nichts Grundsätzliches an
der optischen Wirkung des erfindungsgemäß gesicherten Flächenbereiches des Datenträgers.
[0023] Im Prinzip ist auch, wie bereits erwähnt, die inverse Umsetzung der Erfindung denkbar,
d.h., dass die Prägestruktur in allen Teilbereichen gleich ausgeführt ist, und in
den Teilbereichen unterschiedliche Teilaufdrucke vorgesehen sind. Diese Version ist
allerdings wesentlich komplizierter herzustellen. Druckabweichungen und Toleranzen
treten deutlich stärker in den Vordergrund und können den Gesamteindruck stören Zudem
ist die Variation des Aufdrucks aufgrund des Drucklinienversatzes auch bei senkrechter
Betrachtung erkennbar und kann das gesamte Druckbild des Datenträgers beeinträchtigen
oder eine eventuell angestrebte Tarnung der Teilbereiche bei senkrechter Betrachtung
verhindern. Andererseits kann dieser Effekt auch gezielt genutzt werden, wenn die
Teilbereiche unter allen Betrachtungswinkeln erkennbar sein sollen, damit sich der
Betrachter noch besser auf die Kippeffekte einstellen kann.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die optisch variable Struktur
aus einem gedruckten Linienraster konstanter Rasterweite und einer Prägestruktur,
deren Teilbereiche erfindungsgemäß eine zweidimensionale Matrix bilden. Die Matrix
weist in horizontaler Richtung m Teilbereiche und in vertikaler Richtung n Teilbereiche
auf, wobei m, n ≥ 2 gilt. Die in den Teilbereichen vorgesehenen Teilprägestrukturen
sind ebenfalls als Linienraster mit konstanter Rasterweite ausgeführt. Vorzugsweise
weisen die Teilprägestrukturen und das Linienraster des Aufdrucks die gleiche Rasterweite
auf. Die Breite einer geprägten Linie entspricht dabei allerdings in aller Regel nicht
der Breite der gedruckten Linie, da das gedruckte Linienraster und die Prägestruktur
nicht immer in exaktem Register zueinander aufgebracht werden können und auf diese
Weise sichergestellt wird, dass immer ein Teil der Linien des Aufdruckrasters zumindest
so weit auf den Flanken des Prägerasters zu liegen kommt, dass bei schräger Betrachtung
zumindest in Teilbereichen ein Abschattungseffekt auftritt, der für die visuell erkennbaren
Kontraste verantwortlich ist. Vorzugsweise beträgt die Breite einer geprägten Linie
100 µm bis 300 µm. Die geprägten Linien können direkt aneinander grenzen oder mit
einem Abstand im Bereich von ca. 10 µm bis ca. 60 µm angeordnet sein.
[0025] Die Teilbereiche bzw. Teilprägestrukturen der Matrix grenzen dabei vorteilhafterweise
direkt aneinander und sind allein aufgrund ihrer unterschiedlichen relativen Lage
bezüglich des Aufdrucks und der damit verbundenen visuellen Effekte erkennbar. Die
unterschiedliche relative Lage zwischen Aufdruck und Teilprägestruktur kann auf verschiedene
Weisen erzeugt werden.
[0026] So können die Teilprägestrukturen zweier benachbarter Teilbereiche versetzt zueinander
angeordnet sein. Vorzugsweise beträgt der Versatz einen Bruchteil der Rasterweite.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, für aneinander grenzende Teilprägestrukturen
unterschiedliche Verlaufsrichtungen zu wählen. Vorzugsweise verlaufen die Teilprägestrukturen
dabei unter einem Winkel von 1 bis 5 °, vorzugsweise von 1 bis 3° zueinander.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist zumindest einer der Teilbereiche der erfindungsgemäßen
Prägestruktur zusätzlich zu den Teilprägestrukturen eine Informationsprägung auf.
Die Informationsprägung stellt dabei eine Prägung dar, die vorzugsweise die gleiche
Ausgestaltung, z.B. die gleichen Rasterelemente und Rasterweite, wie die Teilprägestruktur
aufweist, aber zur Teilprägestruktur versetzt oder unter einem Winkel angeordnet ist.
Vorzugsweise wird die Informationsprägung um eine halbe Rasterweite versetzt oder
unter einem Winkel von 90° zur Teilprägestruktur angeordnet. Wie bereits erläutert,
führt der Versatz bzw. die unterschiedliche Orientierung zwischen Informationsprägung
und Teilprägestrukturen bei schräger Betrachtung zu unterschiedlichen Hell-/ Dunkel-Kontrasten,
so dass die mit der Informationsprägung versehenen Bereiche visuell erkennbar werden.
Diese Bereiche haben vorzugsweise die Umrisskonturen von Zeichen, Ziffern, Mustern
oder dergleichen.
[0028] Ferner kann wenigstens einer der Teilbereiche lediglich Teilprägestrukturen innerhalb
der Umrissform von Zeichen, Mustern, Bildern etc. aufweisen. In diesem Fall ist der
übrige Bereich des Teilbereichs ungeprägt, bzw. durch die Auflagefläche des Prägestempels
und den beim Prägen notwendigen Anpressdruck geglättet. Die geprägte Information tritt
daher als matte "raue" Oberflächenstruktur gegenüber der ungeprägten bzw. geglätteten
Umgebung hervor. Die Teilprägestrukturen bilden auch hier vorzugsweise ein Linienraster,
das vorzugsweise zu den Konturlinien der Umrissform unter einem Winkel von 45° verläuft.
Dies hat den Vorteil, dass innerhalb der Konturlinien der Umrissform eine hohe Anzahl
geprägter Linien angeordnet ist, die für ein ausreichendes Licht- und Schattenspiel
bzw. betrachtungswinkelabhängiges Erscheinungsbild sorgen. Ein auf diese Weise gestalteter
Teilbereich tritt insbesondere im Gegenlicht deutlich erkennbar hervor.
[0029] Der visuelle Eindruck der Informationsprägung kann noch weiter hervorgehoben werden,
indem sie durch eine ungeprägte, vorzugsweise schmale Randkontur von der umgebenden
Teilprägestruktur getrennt wird. Vorzugsweise ist der Datenträger im Bereich dieser
Randkontur durch das Prägewerkzeug geglättet bzw. kalandriert, so dass in diesem Bereich
eine stark reflektierende und glänzende Oberfläche entsteht. Die ungeprägte Randkontur
eignet sich auch sehr gut, um optisch variable Strukturen, wie sie bereits aus dem
Stand der Technik bekannt sind, visuell besser hervorzuheben.
[0030] Besonders kontrastreiche und visuell sehr auffällige optisch variable Strukturen
werden erzeugt, wenn die Teilprägestrukturen in jeweils benachbarten Teilbereichen
jeweils um ein Drittel der Rasterweite versetzt zueinander angeordnet werden und wenigstens
50 % der Teilprägestrukturen eine Informationsprägung aufweisen, die um einen Bruchteil,
insbesondere die halbe Rasterweite versetzt zur Teilstruktur angeordnet ist. Die übrigen
50 % der Teilprägestrukturen weisen vorzugsweise eine Informationsprägung auf, die
unter einem Winkel von 90° zur Teilprägestruktur verläuft. Die Informationsprägung
kann dabei beliebige Umrissformen aufweisen. So kann sie in Form von Zeichen, Mustern,
Bildern oder dergleichen vorliegen. Bevorzugt werden Schriftzeichen verwendet, die
eine lesbare Information ergeben. Auch die Prägestruktur bzw. die Teilbereiche können
beliebige Umrissformen aufweisen. Vorteilhafterweise werden die Informationsprägungen
und/oder die Teilbereiche zusätzlich mit einer ungeprägten Randkontur versehen.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Prägestruktur mehrere
direkt aneinander grenzende Teilbereiche auf, in denen die Verlaufsrichtung der Teilprägestrukturen
jeweils um einen kleinen Winkel variiert wird, so dass beim Kippen des Datenträgers
oder bei Änderung des Betrachtungswinkels der optische Eindruck einer Bewegung entsteht.
Bevorzugt wird die Verlaufsrichtung jeweils um einen Winkel von 1 bis 3° geändert.
[0032] In einer besonderen Ausführungsform, kann der Farbeindruck des Sicherheitselements
durch einen Aufdruck aus Linien unterschiedlicher Breite und Farbe variiert werden,
wobei diese Linien übereinander gedruckt werden können. Dabei wird in einem ersten
Schritt ein Linienraster aus voneinander beabstandeten Linien gedruckt, die alle die
gleiche Farbe aufweisen. Diese Linien werden in einem zweiten Druckvorgang mit Linien
kleinerer Linienbreite und anderer Farbe, vorzugsweise Schwarz bedruckt. Bevorzugt
wird die halbe Linienbreite der zuerst gedruckten Linie verwendet und die zweite Linie
mittig über der ersten Linie angeordnet.
[0033] Das Linienraster kann allerdings auch aus Linien unterschiedlicher Farbe bestehen,
die direkt aneinander grenzen und alternierend angeordnet sind. Denkbar ist auch ein
aus Linien unterschiedlicher Farbe zusammengesetztes Schachbrettmuster, wobei in jedem
Feld des Schachbretts voneinander beabstandete Linien einer Farbe angeordnet sind.
Besondere Effekte lassen sich auch durch einen Linienuntergrund erzielen, bei dem
die Linien innerhalb eines bestimmten Musterbereichs farblich anders gestaltet sind.
[0034] Für den Aufdruck können außer gewöhnlichen Druckfarben auch spezielle Druckfarben
mit Effektpigmenten, wie Interferenz- oder Flüssigkristallpigmenten, Magnetpigmenten,
elektrisch leitfähigen Pigmenten oder Lumineszenzpigmenten verwendet werden. Auch
beliebige metallisch wirkende Druckfarben sind denkbar. Ebenso kann der Aufdruck aus
metallischen Rasterelementen bestehen, die beispielsweise im Heißprägeverfahren auf
den Datenträger aufgebracht werden. Der Begriff,"Aufdruck" steht dabei, wie bereits
erwähnt, auch für vollflächige Beschichtungen. Insbesondere im Fall von betrachtungswinkelabhängigen
Effektschichten, wie Interferenz- oder Flüssigkristallschichten, Beugungstrukturen
oder rein metallischen Schichten kann die Kombination mit der erfindungsgemäßen Prägestruktur
ebenfalls zu besonderen visuell gut erkennbaren Effekten führen.
[0035] In einer speziellen Ausführungsform handelt es sich bei dem Datenträger um ein Wertpapier,
insbesondere eine Banknote, auf die vorzugsweise im Offsetdruck die gleichförmige
Beschichtung gemäß der Erfindung aufgedruckt wird. Anschließend wird die Prägestruktur
mittels eines Prägestempels überlappend zur erfindungsgemäßen gleichförmigen Beschichtung
eingeprägt. Bei dem verwendeten Prägestempel handelt es sich vorzugsweise um eine
Stahltiefdruckplatte, in die die Prägestruktur entsprechend der gewünschten Form eingraviert
ist. Die Prägestruktur kann dabei zusammen mit anderen in der Stahltiefdruckplatte
vorgesehenen Druckbildern, die im Gegensatz zur Prägestruktur vorzugsweise farbführend
sind, auf den Datenträger übertragen werden.
[0036] Es können jedoch auch beliebige andere Prägestempel verwendet werden. So können die
Prägestempel beispielsweise durch Ätztechniken oder photopolymere Auswaschverfahren
hergestellt werden. Unter den Begriff "Prägestempel" fallen zudem auch beliebig geformte
Prägestempel, wie z.B. rotative Prägewerke.
[0037] Zusätzliche Effekte können erzeugt werden, wenn die optisch variable Struktur zusätzlich
zu dem erfindungsgemäßen Aufdruck eine optisch variable Beschichtung aufweist. Hierbei
kann es sich um einen beliebig gestalteten Aufdruck aus optisch variablen Druckfarben
handeln. Diese optisch variablen Druckfarben enthalten vorzugsweise Interferenzschichtpigmente
ohne Körperfarbe oder Flüssigkristallpigmente. Diese optisch variable Beschichtung,
die in beliebiger Umrissform, z.B. als Muster, Zeichen. Logo oder dergleichen vorliegen
kann, wird vorzugsweise im Siebdruck oder Flexodruck aufgebracht. Dabei wird der Datenträger
bzw.das Datenträgermaterial vorzugsweise in einem ersten Schritt mit diesem Siebdruckaufdruck
versehen. Anschließend werden die erfindungsgemäße Beschichtung und die Prägestruktur
aufgebracht. Der Siebdruckuntergrund wirkt zugleich stabilisierend für die Prägestruktur,
da das Papiersubstrat einen Teil seiner Elastizität verliert und weniger Feuchtigkeit
aufnehmen kann.
[0038] Um die erfindungsgemäße Prägestruktur gegen Umwelteinflüsse und Beschädigungen resistenter
zu machen, ist es sinnvoll, die Prägestruktur mit Hilfe einer Ablackierung "einzufrieren".
Hierfür werden die "Zenite" der Prägestrukturen mit Klarlack überzogen und die Vertiefungen
der Prägestrukturen zumindest teilweise mit Klarlack aufgefüllt. Das Ablackieren ist
besonders sinnvoll, wenn Prägestrukturen mit einem dreieckförmigen Querschnittsprofil
verwendet werden, da sich bei diesem Profil die Spitzen der Dreiecke im Gebrauch unter
Umständen besonders schnell abnutzen. Durch derartige Abnutzungen schwächt sich der
bei abwechselnd unterschiedlichen Betrachtungswinkeln auftretende "Kippeffekt" unter
Umständen deutlich ab. Durch Einbetten der Prägestruktur in Klarlack oder durch Verstärken
des Reliefs durch eine Lackbeschichtung kann die Deformation der Prägung im Gebrauch
entweder verhindert oder zumindest verringert werden. Das Ablackieren erfolgt vorzugsweise
mittels spezieller Klarlacke in unterschiedlichen Verfahren, vorzugsweise im Siebdruck-
oder Flexodruck. Zur Beschleunigung der Trocknungsphase der vorzugsweise dicken Klarlackschichten
ist weiterhin die Verwendung von UV-härtenden Lacken bevorzugt. Der Lack kann spezielle
Merkmalstoffe, wie Lumineszenzstoffe, oder auch Effektpigmente, wie Flüssigkristall-
oder Interferenzschichtpigmente enthalten. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein,
zuerst die Lackschicht, die matt oder glänzend ausgeführt sein kann, aufzubringen
und darüber eine Schicht, die die Effektpigmente enthält. In diesem Fall ist es auch
möglich, die Lackschicht vollflächig auf die gesamte Note aufzubringen und nur die
mit Effektpigmenten versehene Lackschicht im Bereich des erfindungsgemäßen Sicherheitselements.
[0039] Zusätzlich oder alternativ kann auch das Negativrelief der Prägestruktur, das auf
der Rückseite des Datenträgers vorhanden ist, ablackiert bzw. aufgefüllt werden, um
dem Sicherheitselement weitere Stabilität zu verleihen. Der Lack kann beispielsweise
im Flexodruck oder Siebdruck aufgebracht werden.
[0040] Die Erfindung sowie weitere Ausführungsformen und Vorteile werden im Folgenden anhand
der Figuren veranschaulicht.
[0041] Es zeigen:
- Fig.1
- einen erfindungsgemäßen Datenträger,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang A - A in Fig.1,
- Fig. 3
- das Grundprinzip der erfindungsgemäßen optisch variablen Struktur,
- Fig. 4
- eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Präge- struktur,
- Fig. 5 bis 8
- unterschiedliche Ausführungsformen eines erfindungsge- mäßen Teilbereichs,
- Fig. 9
- spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen optisch variablen Sicherheitselements,
- Fig.10
- eine weitere Ausführungsform eines optisch variablen sicherheitselements, welche nicht
Gegenstand des vorliegenden Erfindung ist.
[0042] Fig.1 zeigt einen erfindungsgemäßen Datenträger 1 mit einer optisch variablen Struktur
2. Die optisch variable Struktur 2 stellt ein durch den Menschen ohne Hilfsmittel
prüfbares Merkmal dar, das gegebenenfalls neben weiteren Sicherheitsmerkmalen zur
Feststellung der Echtheit des Datenträgers dient. Bei den weiteren Merkmalen kann
es sich beispielsweise um einen Sicherheitsfaden, Wasserzeichen oder dergleichen handeln.
Besonders vorteilhaft lässt sich die erfindungsgemäße optisch variable Struktur 2
bei Banknoten, aber auch anderen Wertpapieren, wie Aktien, Schecks oder dergleichen
einsetzen. Auch Etiketten oder andere Elemente für die Produktsicherung können mit
einer solchen optisch variablen Struktur versehen werden.
[0043] Die optisch variable Struktur 2 besteht grundsätzlich aus einer Prägestruktur und
einem zur Oberfläche des Datenträgers kontrastierenden Aufdruck, die so miteinander
kombiniert sind, dass wenigstens Teilbereiche der Beschichtung bei senkrechter Betrachtung
vollständig sichtbar sind, bei Schrägbetrachtung aber verdeckt werden.
[0044] Dieses Prinzip wird anhand des in Fig. 2 gezeigten Schnitts entlang A - A deutlich.
Der Aufdruck 4 besteht im hier dargestellten Fall aus einem Linienraster 4 und auch
die Prägestruktur 18 ist in Form einer Linienrasterstruktur ausgebildet. Die Prägestruktur
18 ist dabei derart zum Druckraster 4 positioniert, dass der Betrachter bei senkrechter
Betrachtung aus der Betrachtungsrichtung A lediglich das Druckraster 4 erkennt. Bei
schräger Betrachtung aus der Betrachtungsrichtung B ist dem Betrachter die Flanke
der Prägestruktur 18 zugewandt, die mit den Drucklinien des Druckrasters 4 zusammenfällt.
Der Betrachter nimmt daher aus der Betrachtungsrichtung B eine fast einheitlichen
farbigen Aufdruck wahr. Bei der Betrachtungsrichtung C sind dem Betrachter die Flanken
der Prägestruktur 18 zugewandt, die mit der jeweiligen Lücke des Druckrasters 4 zusammenfallen.
Der Betrachter nimmt daher aus dieser Betrachtungsrichtung C keine oder nur einen
Bruchteil des Aufdrucks 4 wahr.
[0045] Die Prägestruktur 18 wird vorzugsweise mittels einer Stahltiefdruckplatte erzeugt.
Hierfür wird in die Druckplatte das Negativ der gewünschen Prägestruktur 18 eingraviert.
Während des Druckvorgangs wird das Datenträgermaterial 1 in die gravierten Bereiche
der Druckplatte gepresst und nachhaltig verformt. Durch den hohen Anpressdruck zeichnet
sich die Prägung auch auf der Rückseite des Datenträgermaterials 1 ab.
[0046] Um die Prägung 18 vor Verschmutzung und Abrieb zu schützen, kann sie mit einer Schutzschicht
16 versehen werden. In der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist auch die auf der
Rückseite vorhandene Prägung mit einer Schutzschicht 16 versehen. Sofern die optisch
variable Struktur 2 lediglich stabilisiert werden soll, kann es auch ausreichen, lediglich
die Prägung auf der Rückseite des Datenträgers 1 mit einer Schutzschicht 16 zu versehen.
Die Schutzschicht 16 wird vorzugsweise lediglich im Bereich der optisch variablen
Struktur 8 vorgesehen. Bei dieser Schutzschicht 16 kann es sich um einen transparenten
Lack oder eine Druckfarbe im Farbton des Datenträgermaterials 1 handeln. Diese Schutzschicht
16 kann in einem separaten Arbeitsgang nach dem Prägevorgang oder aber gleichzeitig
mit der Prägung auf den Datenträger 1 übertragen werden. Wird als Prägestempel eine
Stichtiefdruckplatte verwendet, so wird die Druckplatte vor dem Druckvorgang im Bereich
der Prägestruktur mit dem Lack bzw. der Druckfarbe eingefärbt.
[0047] Die in Fig. 2 dargestellte Prägestruktur 18 besteht, im Schnitt betrachtet, aus direkt
aneinander grenzenden Dreieckprofilen. Zur Sicherung der zu prägenden Datenträgeroberfläche
können die Dreieckprofile auch geringfügig voneinander beabstandet sein, indem waagerechte
Verbindungsstege im "Talbereich" 19 des Datenträgers vorgesehen sind. Diese Ausführungsform
ist in der Fig. 2 nicht dargestellt
[0048] Da für die Herstellung der Stahltiefdruckplatten gewöhnlich konisch zulaufende Gravurwerkzeuge
verwendet werden, bedeutet eine größere Gravurtiefe gleichzeitig auch eine größere
Breite der gravierten Struktur. Für die Herstellung der erfindungsgemäßen Prägestruktur,
bedeutet dies, dass größere Prägehöhen bzw. -amplituden auch größere Rasterweiten
nach sich ziehen. Da das Datenträgermaterial zusätzlich stark beansprucht wird, wenn
es in sehr tiefe Gravuren der Druckplatte gepresst werden muss, werden gemäß der Erfindung
vorzugsweise Rasterweiten kleiner 300 µm, vorzugsweise kleiner 210 µm verwendet. Besonders
gute Ergebnisse lassen sich mit Prägelinien mit einer Breite von ca. 170 µm erreichen.
Sollen die Prägelinien beabstandet sein, ist vorzugsweise ein Abstand von ca. 30 µm
vorzusehen.
[0049] Fig. 3 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäßen optisch variablen Struktur
2 in Aufsicht. Sie besteht aus einem Aufdruck 4, der im vorliegenden Fall als Linienraster
mit konstanter Rasterweite dargestellt ist, wobei das Linienraster aus voneinander
beabstandeten gedruckten Linien besteht. Überlappend zu diesem Aufdruck 4 ist die
Prägestruktur 3 angeordnet, die aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich durch
den strichlierten Rahmen angedeutet wird. Die gezeigte Prägestruktur 3 ist in sechs
Teilbereiche 30, 31, 32, 33, 34, 35 unterteilt, in welchen jeweils die nicht gezeigten
Teilprägestrukturen angeordnet sind. Die Teilbereiche grenzen hierbei direkt aneinander
und bilden eine zweidimensionale Matrix. Je nach Ausführungsform kann diese Matrix
in vertikaler Richtung n Teilbereiche aufweisen und in horizontaler Richtung m Teilbereiche,
wobei n, m ≥ 2 ist. Im gezeigten Beispiel ist n = 3 und m = 2.
[0050] Da die Prägung nach dem Aufdruck aufgebracht wird, müssen in aller Regel Registertoleranzen
in Kauf genommen werden. Damit sichergestellt ist, dass der gesamte mit dem Aufdruck
versehene Bereich 4 mit der gewünschten Prägestruktur 3 versehen wird, kann es besonders
vorteilhaft sein, die Prägestruktur 3 in den Dimensionen etwas größer zu wählen als
den Aufdruck 4. Ebenso denkbar ist selbstverständlich der umgekehrte Fall, in welchem
die Prägungsstruktur 3 eine kleinere Fläche einnimmt als der Aufdruck 4.
[0051] Die relative Lage der Teilprägestrukturen und des Aufdrucks 4 variiert innerhalb
der erfindungsgemäßen Prägestruktur 3 von Teilbereich zu Teilbereich, so dass sich
die Teilbereiche unter einem bestimmten schrägen Betrachtungswinkel hinsichtlich ihrer
Farbe, ihres Farbtons oder ihrer Helligkeit unterscheiden, und damit visuell als kontrastierende
Teilbereiche erkennbar sind. Bei der Änderung des Betrachtungswinkels varüeren die
Farb-und Hell-/ Dunkel-Eindrücke der Teilbereiche.
[0052] In Fig. 4 ist eine spezielle Ausführungsform der Prägestruktur 3 schematisch dargestellt.
Sie setzt sich aus den Teilbereichen 30, 31, 32, 33, 34, 35 zusammen, in denen jeweils
unterschiedliche Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9,10,11 angeordnet sind. Die schräg
verlaufenden Linien in Fig. 4 deuten dabei jeweils den Verlauf sowie die Anordnung
der jeweiligen Teilprägestruktur 6, 7, 8, 9, 10, 11 an. Die dargestellten Linien kennzeichnen
dabei die Täler der Prägestruktur, wie aus der Skizze im linken Bereich unter der
Prägestruktur deutlich wird, die die Prägestruktur im Querschnitt darstellt. Der besseren
Übersicht wegen wurden die Zenite der Prägestruktur nicht mit Linien in den Figuren
dargestellt.
[0053] Alle Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9, 10, 11 weisen die gleiche Rasterweite a auf.
Jeweils zwei aneinander grenzende Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9, 10, 11 sind jedoch
versetzt zueinander angeordnet. Im gezeigten Beispiel beträgt der Versatz einen Bruchteil
1/× der Rasterweite a. Vorzugsweise werden zwei benachbarte Teilprägestrukturen um
ein Drittel der Rasterweite a zueinander versetzt angeordnet.
[0054] Der Aufdruck 4 wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 4 nicht dargestellt.
Da jedoch die Anordnung der Teilprägestrukturen von Teilbereich zu Teilbereich variiert,
variiert auch die relative Position zwischen dem Aufdruck 4 und dem jeweiligen Teilprägeraster
6, 7, 8, 9, 10, 11 entsprechend. Auf diese Weise werden häufig wechselnde Hell-/Dunkellkontraste
erzeugt, die visuell deutlich hervortreten und gut erkennbar sind. Wird der Versatz
beispielsweise so gewählt, dass sich die Teilprägestrukturen innerhalb der Prägestruktur
wiederholen, so zeigen unter einem Betrachtungswinkel mehrere Teilbereiche das gleiche
Erscheinungsbild.
[0055] Die Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9, 10, 11 der erfindungsgemäßen Prägestruktur 3
müssen jedoch nicht grundsätzlich um einen Bruchteil der Rasterweite a versetzt angeordnet
sein. Jeder andere Versatz ist ebenso denkbar. Auch müssen nicht alle der Teilprägestrukturen
6, 7, 8, 9, 10, 11 versetzt zueinander angeordnet sein. Unter Umständen ist es ausreichend,
wenn lediglich zwei der Teilbereiche 30, 31, 32, 33, 34, 35 mit versetzt zueinander
angeordneten Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9,10, 11 versehen sind. Diese müssen auch
nicht notwendigerweise direkt aneinander grenzen. Ebenso können einzelne der Teilbereiche
30, 31, 32, 33, 34, 35 mit Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9,10,11 unterschiedlicher
Rasterweite a versehen werden. Auch die Verlaufsrichtung einzelner Teilprägestrukturen
6, 7, 8, 9, 10, 11 kann gegenüber der Verlaufsrichtung benachbarter Teilprägestrukturen
6, 7, 8, 9, 10, 11 variieren. So kann beispielsweise die Teilprägestruktur 6 unter
einem Winkel von 90° zur Teilprägestruktur 11 angeordnet werden.
[0056] In den Fig. 5 bis 8 werden verschiedene Ausführungsformen eines Teilbereichs 30 der
Prägestruktur 3 in Aufsicht dargestellt. All diesen Ausführungsformen ist aus Gründen
der Anschaulichkeit gemeinsam, dass der Aufdruck 4 auf einer der Flanken der Teilprägestruktur
6 angeordnet ist. Diese Zuordnung ergibt sich aus den Profilskizzen am unteren Rand
der jeweiligen Figur, in welcher ein Ausschnitt der Teilprägestruktur 6 und des Aufdrucks
4 im Querschnitt dargestellt ist. Zudem sind in den Teilprägestrukturen 6 zusätzliche
Veränderungen vorgesehen, die eine erkennbare Information darstellen. In den meisten
Fällen handelt es sich dabei um Änderungen im Verlauf oder der Anordnung der Prägestrukturen.
Diese zusätzlichen Informationen werden als Informationsprägungen bezeichnet.
[0057] In Fig. 5 ist die Teilprägestruktur 6 im Bereich der Information 12, die hier die
Form des Buchstabens "U" aufweist, unterbrochen. Innerhalb der Information 12 ist
jedoch ebenfalls eine Informationsprägung 13 vorgesehen, die zwar die gleiche Verlaufsrichtung
wie die Teilprägestruktur 6 aufweist, zu dieser allerdings versetzt angeordnet ist.
Wird dieser Teilbereich aus einer Richtung betrachtet, bei welcher dem Betrachter
die mit dem Aufdruck 4 versehenen Flanken der Teilprägestruktur 6 zugewandt sind,
so nimmt er den Teilbereich 30 als homogene farbige Fläche im Farbton des Aufdrucks
4 wahr, der im Bereich der Information 12 durch eine hellere farbige Fläche unterbrochen
wird. Aufgrund dieses Kontrasts wird die Information 12, hier der Buchstabe "U" wahrnehmbar.
Der hellere Farbeindruck im Bereich der Information 12 entsteht durch die im Vergleich
zur Umgebung unterschiedliche relative Lage zwischen Informationsprägung 13 und Aufdruck
4. Denn im Bereich der Information 12 liegt der Aufdruck 4 nicht mehr exakt auf einer
Flanke der Informationsprägung, sondern erstreckt sich auch auf die Zenite, so dass
nicht der gesamte unbedruckte Zwischenbereich des gedruckten Linienrasters 4 bei schräger
Betrachtung durch die Informationsprägung 13 abgedeckt wird und daher heller erscheint.
[0058] Die Informationsprägung 13 ist zudem durch einen ungeprägten Bereich 15 von der Teilprägestruktur
6 getrennt. In diesen ungeprägten Bereichen 15, die in den vorliegenden Beispielen
als schmale schwarze Linien dargestellt sind, die in der Praxis aber auch deutlich
breiter ausgeführt sein können, wird der Datenträger während des Prägevorgangs durch
das Aufpressen des Prägestempels geglättet, so dass der Bereich 15 bei schräger Betrachtung
als heller, glänzender Bereich hervortritt. Dieses Prinzip kann auch bei allen anderen
Ausführungsformen zusätzlich angewendet werden. So ist es möglich, die Randkontur
des Bereichs 30 oder aber auch die Umrisskonturen der Information 12 durch entsprechende
ungeprägte Bereiche hervorzuheben.
[0059] In Fig. 6 ist ebenfalls eine Informationsprägung 14 im Bereich der Information 12
vorgesehen. Sie weist ebenfalls die gleiche Rasterweite wie die Teilprägestruktur
6 auf, ist allerdings hinsichtlich ihrer Verlaufsrichtung um 90° gegenüber der Verlaufsrichtung
der Teilprägestruktur 6 gedreht. Im gezeigten Beispiel erstrecken sich die Linien
des Aufdrucks 4 daher über die Zenite und Täler der Informationsprägung, wie dies
in der Skizze im rechten unteren Rand der Fig. 6 angedeutet ist. Auch hier hebt sich
die Information 12 je nach Betrachtungswinkel als heller oder dunklerer Bereich von
der Umgebung ab und wird dadurch erkennbar. Auch hier ist die Informationsprägung
14 durch eine ungeprägte Randkontur 15 von der Teilprägestruktur getrennt.
[0060] In Fig. 7 ist eine Variante der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform dargestellt.
Auch hier verläuft die Informationsprägung 14 unter einem Winkel von 90° zur umgebenden
Teilprägestruktur. Allerdings sind die Prägelinien parallel zu den Seiten des Teilbereichs
30 angeordnet.
[0061] In Fig. 8 ist ein Teilbereich 30 dargestellt, der lediglich im Bereich der Information
27 eine Teilprägestruktur 6 aufweist. In diesem Fall verläuft die Teilprägestruktur
6 vorzugsweise unter einem Winkel α zu den Umrisskonturen der Information 17. Auf
diese Weise wird sichergestellt, dass möglichst viele Prägelinien zur Informationsdarstellung
benötigt werden und damit die Information deutlich erkennbar wird. Der Winkel α kann
beliebig gewählt werden, beträgt aber vorzugsweise 45°.
[0062] Die in den Fig. 5 bis 8 gezeigten Ausführungsbeispiele für den Teilbereich 30 sind
selbstverständlich beliebig auf die anderen Teilbereiche übertragbar. Auch beliebige
Kombinationen der gezeigten Ausführungsvarianten können in einer Prägestruktur 3 verwendet
werden.
[0063] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägestruktur sind
50 % der Teilbereiche gemäß der in Fig. 5 dargestellten Variante ausgeführt. D.h.,
die Informationsprägestruktur ist versetzt zur Teilprägestruktur angeordnet. Gemäß
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Prägestruktur sind 50 % der Teilbereiche
wie in Fig. 6 gezeigt ausgeführt. D.h., die Informationsprägestruktur verläuft unter
einem Winkel von 90° zur Teilprägestruktur.
[0064] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform; bei welcher 50 % der Teilbereiche gemäß Fig. 5
und 50 % der Teilbereiche gemäß Fig. 6 dargestellt sind. Sie besteht aus vier Teilbereichen
30, 31, 34, 35, in welchen unterschiedliche Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9 angeordnet
sind, während das Linienraster 4 für alle Teilbereiche gleich ist. Die Prägestruktur
stellt eine Matrix aus m = 2 und n = 2 Teilbereichen dar. Die Teilbereiche 30, 34
sind dabei gemäß der in Fig. 6 dargestellten Variante und die Teilbereiche 31, 35
gemäß der in Fig. 5 dargestellten Variante ausgeführt. Durch die unterschiedliche
Anordnung der Teilprägestrukturen 6, 7, 8, 9 bzw. der Informationsprägestrukturen
13,14, sind die Teilbereiche sowie die Informationen bei schräger Betrachtung als
unterschiedlich helle oder dunkle Bereiche erkennbar. Bei Änderung des Betrachtungswinkels
ändern sich die Kontraste zwischen den Teilbereichen bzw. der Information zur Umgebung,
so dass zumindest einige der Teilbereiche heller oder dunkler erscheinen, und sich
das gesamte Erscheinungsbild des optisch variablen Sicherheitselements ändert. Die
dargestellte Information kann dabei in allen Teilbereichen identisch sein oder aber
auch unterschiedliche Inhalte aufweisen. Bei Betrachtung dieser Prägestruktur unter
verschiedenen Betrachtungswinkeln tritt jeweils in unterschiedlichen Teilbereichen
die Information in heller Form vor dunklem Untergrund oder umgekehrt deutlich hervor.
[0065] Die Prägestruktur 3 muss auch nicht notwendigerweise aus rechteckigen Teilbereichen
30, 31, 32, 33, 34, 35 zusammengesetzt werden. Die Teilbereiche 30, 31, 32, 33, 34,
35 können beliebige andere Umrissformen aufweisen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
kann die gesamte optisch variable Struktur 2, respektive die Prägestruktur 3 die Umrissformen
eines Kreises, Halbkreises, Trapezes, Musters, Logos oder dergleichen aufweisen, innerhalb
derer die Teilbereiche 30, 31, 32, 33, 34, 35 mit an diese Gesamtumrisskontur der
optisch variablen Struktur 2 angepassten Umrissen angeordnet sind. Die Umrissformen
der einzelnen Teilbereiche 30, 31, 32, 33, 34, 35 können ebenfalls variieren.
[0066] Fig.10 zeigt eine weitere Variante des erfindungsgemäßen optisch variablen Sicherheitselements
2. Die Prägestruktur liegt hier in Form des Buchstabens "B" vor. Die Fläche innerhalb
des Buchstabens ist in mehrere Teilbereiche 40, 41, 42, 43 untergliedert, die in der
Figur zur besseren Erkennbarkeit mit einer Umrisskontur 15 versehen sind. Innerhalb
der Teilbereiche 40, 41, 42, 43 sind Teilprägestrukturen 44, 45, 46, 47 vorgesehen,
die jeweils versetzt zueinander angeordnet sind.
1. Datenträger (1) mit einer optisch variablen Struktur (2), die eine Prägestruktur (3,18)
und einen zur Oberfläche des Datenträgers kontrastierenden Aufdruck (4) aufweist,
wobei die Prägestruktur (3,18) und der Aufdruck (4) so kombiniert sind, dass wenigstens
Teile des Aufdrucks (4) bei senkrechter Betrachtung vollständig sichtbar sind, bei
Schrägbetrachtung aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und schräger
Betrachtung ein Kippeffekt entsteht, und wobei der gesamte mit Aufdruck (4) und Prägestruktur
(3) versehene Bereich in Teilbereiche (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) unterteilt
ist, in denen unterschiedliche Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44,45,46,47)
vorgesehen sind, und der Aufdruck (4) in allen Teilbereichen (30,31,32,33, 34, 35,
40, 41, 42, 43) gleich bleibend ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) eine zweidimensionale Matrix
bilden, die in horizontaler Richtung m Teilbereiche und in vertikaler Richtung n Teilbereiche
aufweist mit m, n ≥ 2.
2. Datenträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufdruck (4) eine Rasterstruktur ist.
3. Datenträger (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterstruktur ein Linienraster mit konstanter Rasterweite ist.
4. Datenträger (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Linienraster aus farbigen, voneinander beabstandeten Linien oder farbigen, direkt
aneinander grenzenden Linien besteht.
5. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7,8,9,10,11,44,45,46, 47) als Rasterstrukturen ausgeführt
sind.
6. Datenträger (1) wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) als Linienraster mit konstanter
Rasterweite ausgeführt sind.
7. Datenträger (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) und der Aufdruck (4) die
gleiche Rasterweite aufweisen.
8. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Teilbereiche (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43), in
denen die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) angeordnet sind,
direkt aneinander grenzen.
9. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) in wenigstens zwei aneinander
grenzenden Teilbereichen (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) versetzt angeordnet
sind.
10. Datenträger (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) um einen Bruchteil, insbesondere
ein Drittel der Rasterweite versetzt angeordnet sind.
11. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) in zwei aneinander grenzenden
Teilbereichen (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) eine unterschiedliche Verlaufsrichtung
aufweisen.
12. Datenträger (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) unter einen Winkel von
1 bis 5°, vorzugsweise 1 bis 3° zueinander verlaufen.
13. Datenträger (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) mehrerer aneinander grenzender
Teilbereiche (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) jeweils unter einem vorbestimmten
Winkel zueinander verlaufen, so dass bei Änderung des Betrachtungswinkels der optische
Eindruck einer Bewegung entsteht.
14. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Teilbereiche (30) zusätzlich eine Informationsprägung (13, 14)
aufweist, wobei die Informationsprägung (13, 14) zur Teilprägestruktur (6) versetzt
oder unter einem Winkel angeordnet sein kann.
15. Datenträger (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel 90° beträgt.
16. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens 50% der Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) eine
Informationsprägung (13,14) aufweisen, die versetzt zur Teilprägestruktur (6, 7, 8,
9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) angeordnet ist.
17. Datenträger (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsprägung (13) um die halbe Rasterweite zur Teilprägestruktur (6) versetzt
angeordnet ist.
18. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens 50% der Teilprägestrukturen (6, 7,8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) eine Informationsprägung
(14) aufweisen, die unter einem Winkel von 90° zur Teilprägestruktur (6, 7, 8, 9,10,11,
44, 45, 46, 47) verläuft.
19. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6) wenigstens eines Teilbereichs (30) innerhalb der Umrissform
von Zeichen, Mustern, Bildern etc. (17) angeordnet sind.
20. Datenträger (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6) ein Linienraster bilden, das zu den Konturlinien (17)
der Umrissform unter einem Winkel von 45° verläuft.
21. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) eines Teilbereichs
(30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) und/ oder die Informationsprägestrukturen
(13,14) wenigstens einer Teilprägestruktur (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) eine
ungeprägte Randkontur (15) aufweisen.
22. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (1) zumindest im Bereich der optisch variablen Struktur (2) mit einer
Schutzschicht (16) versehen ist, wobei die Schutzschicht auf der optisch variablen
Struktur (2) und/ oder der gegenüberliegenden Oberfläche des Datenträgers (1) angeordnet
ist.
23. Datenträger (1) wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (1) ein Wertpapier, insbesondere eine Banknote ist.
24. Datenträger (1) mit einer optisch variablen Struktur, die eine Prägestruktur (3, 18)
und einen zur Oberfläche des Datenträgers (1) kontrastierenden Aufdruck (4) aufweist,
wobei die Prägestruktur (3,18) und der Aufdruck (4) so kombiniert sind, dass wenigstens
Teile des Aufdrucks (4) bei senkrechter Betrachtung vollständig sichtbar sind, bei
Schrägbetrachtung aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und schräger
Betrachtung ein Kippeffekt entsteht, und wobei der gesamte mit Aufdruck (4) und Prägestruktur
(3, 18) versehene Bereich in Teilbereiche unterteilt ist, in denen unterschiedliche
Teilaufdrucke vorgesehen sind, und die Prägestruktur (3, 18) in allen Teilbereichen
gleich bleibend ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche eine zweidimensionale Matrix bilden, die in horizontaler Richtung
m Teilbereiche und in vertikaler Richtung n Teilbereiche aufweist mit m, n ≥ 2.
25. Prägestempel zur Herstellung eines Datenträgers (1) nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 23 mit einer Prägestempeloberfläche, in die eine Prägestruktur eingraviert ist,
wobei die Prägestruktur in Teilbereiche unterteilt ist, die zu den eine zweidimensonale
Matrix bildenden Teilbereichen (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) des Datenträgers
korrespondieren und in denen unterschiedliche Teilprägestrukturen vorgesehen sind.
26. Prägestempel nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen als graviertes Linienraster ausgebildet sind.
27. Prägestempel nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) direkt aneinander grenzen.
28. Prägestempel nach wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) in wenigstens zwei aneinander
grenzenden Teilbereichen (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) versetzt angeordnet
sind.
29. Prägestempel nach wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprägestrukturen (6, 7, 8, 9,10,11, 44, 45, 46, 47) in zwei aneinander grenzenden
Teilbereichen (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) eine unterschiedliche Verlaufsrichtung
aufweisen.
30. Prägestempel nach wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägestempel eine Stichtiefdruckplatte ist.
31. Verfahren zur Herstellung eines Datenträgers (1) mit einer optisch variablen Struktur
(2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 23,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Bereitstellen eines Prägestempels gemäß wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 30;
- Vorsehen eines Aufdrucks (4) auf einem Datenträger (1) bzw. Datenträgermaterial;
- Prägen des Datenträgers (1) bzw. Datenträgermaterials im Bereich des Aufdrucks (4)
mit dem Prägestempel.
32. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufdruck (4) im Offsetverfahren erzeugt wird.
33. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufdruck (4) als Linienraster erzeugt wird.
34. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufdruck (4) vollflächig mittels optisch variabler Schichten erzeugt wird.
35. Verwendung des Prägestempels gemäß wenigstens einem der Ansprüche 25 bis 30 für die
Erzeugung von optisch variablen Strukturen (2).
1. A data carrier (1) with an optically variable structure (2) having an embossed structure
(3, 18) and a print (4) contrasting with the surface of the data carrier, whereby
the embossed structure (3, 18) and the print (4) are so combined that at least parts
of the print (4) are completely visible upon perpendicular viewing, but concealed
upon oblique viewing, so that a tilt effect arises upon alternate perpendicular and
oblique viewing, and whereby the total area provided with print (4) and embossed structure
(3) is divided into partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) where different
partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are provided, and
the print (4) is constant in all partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42,
43), characterized in that the partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) form a two-dimensional
matrix having m partial areas in the horizontal direction and n partial areas in the
vertical direction, where m, n ≥ 2.
2. The data carrier (1) according to claim 1, characterized in that the print (4) is a screen structure.
3. The data carrier (1) according to claim 2, characterized in that the screen structure is a line screen with constant screen width.
4. The data carrier (1) according to claim 3, characterized in that the line screen consists of colored, spaced-apart lines or colored, directly mutually
adjacent lines.
5. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are executed
as screen structures.
6. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are executed
as line screens with constant screen width.
7. The data carrier (1) according to claim 6, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) and the print
(4) have the same screen width.
8. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that at least some of the partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) where
the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are arranged
are directly mutually adjacent.
9. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are arranged
so as to be shifted in at least two mutually adjacent partial areas (30, 31, 32, 33,
34, 35, 40, 41, 42, 43).
10. The data carrier (1) according to claim 9, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are shifted
by a fraction, in particular one third, of the screen width.
11. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) have a different
extending direction in two mutually adjacent partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35,
40, 41, 42, 43).
12. The data carrier (1) according to claim 11, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) extend at an
angle of 1 to 5°, preferably 1 to 3°, to each other.
13. The data carrier (1) according to claim 11 or 12, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) of several mutually
adjacent partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) respectively extend
at a predetermined angle to each other, so that the optical impression of motion arises
upon a change of viewing angle.
14. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that at least one of the partial areas (30) additionally has an information embossing
(13, 14), whereby the information embossing (13, 14) can be arranged so as to be shifted
or at an angle relative to the partial embossed structure (6).
15. The data carrier (1) according to claim 14, characterized in that the angle amounts to 90°.
16. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that at least 50 percent of the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45,
46, 47) have an information embossing (13, 14) that is arranged so as to be shifted
relative to the partial embossed structure (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47).
17. The data carrier (1) according to claim 16, characterized in that the information embossing (3) is arranged so as to be shifted relative to the partial
embossed structure (6) by half the screen width.
18. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 17, characterized in that at least 50 percent of the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45,
46, 47) have an information embossing (14) that extends at an angle of 90° to the
partial embossed structure (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47).
19. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 18, characterized in that the partial embossed structures (6) of at least one partial area (30) are arranged
within the outline form of characters, patterns, images, etc. (17).
20. The data carrier (1) according to claim 19, characterized in that the partial embossed structures (6) form a line screen that extends at an angle of
45° to the contour lines (17) of the outline form.
21. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 20, characterized in that at least the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) of
a partial area (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) and/or the embossed information
structures (13, 14) of at least one partial embossed structure (6, 7, 8, 9, 10, 11,
44, 45, 46, 47) have an unembossed edge contour (15).
22. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 21, characterized in that the data carrier (1) is provided with a protective layer (16) at least in the area
of the optically variable structure (2), the protective layer (16) being arranged
on the optically variable structure (2) and/or the opposite surface of the data carrier
(1).
23. The data carrier (1) according to at least one of claims 1 to 22, characterized in that the data carrier (1) is a paper of value, in particular a bank note.
24. A data carrier (1) with an optically variable structure having an embossed structure
(3, 18) and a print (4) contrasting with the surface of the data carrier (1), whereby
the embossed structure (3, 18) and the print (4) are so combined that at least parts
of the print (4) are completely visible upon perpendicular viewing, but concealed
upon oblique viewing, so that a tilt effect arises upon alternate perpendicular and
oblique viewing, and whereby the total area provided with print (4) and embossed structure
(3, 18) is divided into partial areas where different partial prints are provided,
and the embossed structure (3, 18) is constant in all partial areas, characterized in that the partial areas form a two-dimensional matrix having m partial areas in the horizontal
direction and n partial areas in the vertical direction, where m, n ≥ 2.
25. An embossing die for producing a data carrier (1) according to at least one of claims
1 to 23 with an embossing die surface in which an embossed structure is engraved,
whereby the embossed structure is divided into partial areas which correspond to the
partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) of the data carrier forming
a two-dimensional matrix and where different partial embossed structures are provided.
26. The embossing die according to claim 25, characterized in that the partial embossed structures are configured as engraved line screens.
27. The embossing die according to claim 25 or 26, characterized in that the partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) are directly mutually
adjacent.
28. The embossing die according to at least one of claims 25 to 27, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) are arranged
so as to be shifted in at least two mutually adjacent partial areas (30, 31, 32, 33,
34, 35, 40, 41, 42, 43).
29. The embossing die according to at least one of claims 25 to 28, characterized in that the partial embossed structures (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) have a different
extending direction in two mutually adjacent partial areas (30, 31, 32, 33, 34, 35,
40, 41,42,43).
30. The embossing die according to at least one of claims 25 to 29, characterized in that the embossing die is an intaglio printing plate.
31. A method for producing a data carrier (1) with an optically variable structure (2)
according to at least one of claims 1 to 23,
characterized by the following steps:
- supplying an embossing die according to at least one of claims 25 to 30;
- providing a print (4) on a data carrier (1) or data carrier material;
- embossing the data carrier (1) or data carrier material with the embossing die in
the area of the print (4).
32. The method according to claim 31, characterized in that the print (4) is produced by the offset process.
33. The method according to claim 31 or 32, characterized in that the print (4) is produced as a line screen.
34. The method according to claim 31 or 32, characterized in that the print (4) is produced by means of optically variable layers over the entire surface.
35. Use of the embossing die according to at least one of claims 25 to 30 for producing
optically variable structures (2).
1. Support de données (1) avec une structure (2) optiquement variable, qui présente une
structure gaufrée (3, 18) et un revêtement (4) contrastant avec la surface du support
de données, la structure gaufrée (3, 18) et le revêtement (4) étant combinés de telle
manière qu'au moins des parties du revêtement (4) sont entièrement visibles lors d'une
observation à la verticale bien que dissimulées lors d'une observation en biais, si
bien qu'un effet de basculement est généré en cas d'alternance d'une observation verticale
et d'une observation en biais, l'ensemble de la zone pourvue de la structure gaufrée
(3, 18) et du revêtement (4) étant subdivisé en zones partielles (30, 31, 32, 33,
34, 35, 40, 41, 42, 43) où sont prévues différentes structures gaufrées partielles
(6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47), et le revêtement (4) restant constant dans toutes
les zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43), caractérisé en ce que les zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) forment une matrice
à deux dimensions comportant m zones partielles en direction horizontale et n zones
partielles en direction verticale, m, n étant ≥ 2.
2. Support de données (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement (4) est une structure tramée.
3. Support de données (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la structure tramée est une trame linéaire à pas de trame constant.
4. Support de données (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la trame linéaire est constituée de lignes de couleur espacées entre elles ou de
lignes de couleur directement adjacentes les unes aux autres.
5. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont réalisées
comme structures tramées.
6. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont réalisées
comme trame linéaire à pas de trame constant.
7. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) et le revêtement
(4) ont des pas de trame identiques.
8. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins une partie des zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43)
où les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont disposées,
est composée de zones partielles directement adjacentes les unes aux autres.
9. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont disposées
en décalage dans au moins deux zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42,
43) adjacentes l'une à l'autre.
10. Support de données (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont disposées
en décalage d'une fraction, en particulier d'un tiers de pas de trame.
11. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) présentent
des directions d'extension différenciées dans deux zones partielles (30, 31, 32, 33,
34, 35, 40, 41, 42, 43) adjacentes l'une à l'autre.
12. Support de données (1) selon la revendication 11, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) s'étendent
en formant entre elles un angle compris entre 1 et 5°, de préférence entre 1 et 3°.
13. Support de données (1) selon la revendication 11 ou la revendication 12, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) de plusieurs
zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) adjacentes les unes aux
autres s'étendent en formant un angle défini entre elles, si bien qu'un effet optique
de mouvement est généré en cas de variation de l'angle d'observation.
14. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'au moins une des zones partielles (30) présente en outre un gaufrage d'information
(13, 14), ledit gaufrage d'information (13, 14) pouvant être décalé ou être disposé
angulairement par rapport à la structure gaufrée partielle (6).
15. Support de données (1) selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'angle est de 90°.
16. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'au moins 50 % des structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46,
47) présentent un gaufrage d'information (13, 14) disposé en décalage par rapport
à la structure gaufrée partielle (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47).
17. Support de données (1) selon la revendication 16, caractérisé en ce que le gaufrage d'information (13) est disposé en décalage d'un demi-pas de trame par
rapport à la structure gaufrée partielle (6).
18. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'au moins 50 % des structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46,
47) présentent un gaufrage d'information (14) qui s'étend en formant un angle de 90°
par rapport à la structure gaufrée partielle (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47).
19. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6) d'au moins une zone partielle (30) sont disposées
à l'intérieur du contour extérieur de caractères, motifs, images, etc. (17).
20. Support de données (1) selon la revendication 19, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6) forment une trame linéaire qui s'étend en
formant un angle de 45° par rapport aux lignes (17) du contour externe.
21. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce qu'au moins les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) d'une
zone partielle (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) et/ou les gaufrages d'information
(13, 14) d'au moins une structure gaufrée partielle (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46,
47) présentent un contour de bordure non gaufré.
22. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que le support de données (1) est pourvu d'une couche de protection (16) au moins dans
la zone de la structure (2) optiquement variable, ladite couche de protection étant
disposée sur la structure (2) optiquement variable et/ou la surface opposée du support
de données (1).
23. Support de données (1) selon au moins une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que le support de données (1) est une valeur mobilière, en particulier un billet de banque.
24. Support de données (1) avec une structure optiquement variable, qui présente une structure
gaufrée (3, 18) et un revêtement (4) contrastant avec la surface du support de données
(1), la structure gaufrée (3, 18) et le revêtement (4) étant combinés de telle manière
qu'au moins des parties du revêtement (4) sont entièrement visibles lors d'une observation
à la verticale bien que dissimulées lors d'une observation en biais, si bien qu'un
effet de basculement est généré en cas d'alternance d'une observation verticale et
d'une observation en biais, l'ensemble de la zone pourvue de la structure gaufrée
(3, 18) et du revêtement (4) étant subdivisé en zones partielles où sont prévues différents
revêtements partiels, et la structure gaufrée (3, 18) restant constante dans toutes
les zones partielles, caractérisé en ce que les zones partielles forment une matrice à deux dimensions comportant m zones partielles
en direction horizontale et n zones partielles en direction verticale, m, n étant
≥ 2.
25. Timbre à gaufrer pour la fabrication d'un support de données (1) selon au moins une
des revendications 1 à 23, avec une surface de timbre à gaufrer où est gravée une
structure gaufrée, ladite structure gaufrée étant subdivisée en zones partielles qui
correspondent aux zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) du support
de données formant une matrice à deux dimensions, et où sont prévues différentes structures
gaufrées partielles.
26. Timbre à gaufrer selon la revendication 25, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles sont réalisées comme trame linéaire gravée.
27. Timbre à gaufrer selon la revendication 25 ou la revendication 26, caractérisé en ce que les zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42, 43) sont directement adjacentes
les unes aux autres.
28. Timbre à gaufrer selon au moins une des revendications 25 à 27, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) sont disposées
en décalage dans au moins deux zones partielles (30, 31, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 42,
43) adjacentes l'une à l'autre.
29. Timbre à gaufrer selon au moins une des revendications 25 à 28, caractérisé en ce que les structures gaufrées partielles (6, 7, 8, 9, 10, 11, 44, 45, 46, 47) présentent
des directions d'extension différenciées dans deux zones partielles (30, 31, 32, 33,
34, 35, 40, 41, 42, 43) adjacentes l'une à l'autre.
30. Timbre à gaufrer selon au moins une des revendications 25 à 29, caractérisé en ce que le timbre à gaufrer est une plaque d'héliogravure.
31. Procédé de fabrication d'un support de données (1) avec une structure (2) optiquement
variable selon au moins une des revendications 1 à 23,
caractérisé par les étapes suivantes :
- préparation d'un timbre à gaufrer selon au moins une des revendications 25 à 30
;
- application d'un revêtement (4) sur un support de données (1) ou une matière de
support de données ;
- gaufrage du support de données (1) ou de la matière de support de données dans la
zone du revêtement (4) au moyen du timbre à gaufrer.
32. Procédé selon la revendication 31, caractérisé en ce que le revêtement (4) est produit par procédé offset.
33. Procédé selon la revendication 31 ou la revendication 32, caractérisé en ce que le revêtement (4) est produit comme trame linéaire.
34. Procédé selon la revendication 31 ou la revendication 32, caractérisé en ce que le revêtement (4) est produit au moyen de couches optiquement variables sur toute
la surface.
35. Utilisation du timbre à gaufrer selon au moins une des revendications 25 à 30 pour
la production de structures (2) optiquement variables.
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