[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzwerk zur Herstellung nahtloser Rohre, insbesondere
Stahlrohre, das mindestens ein Walzgerüst mit mindestens zwei Walzen aufweist, die
zusammenwirkend den Umfang einer Rohrluppe walzen, wobei während des Walzvorganges
im Inneren der Rohrluppe eine Dornstange angeordnet ist, wobei die Walzen in ihrer
Arbeitsposition und die Dornstange die Wanddicke des zu walzenden Rohres definieren,
und wobei die Dornstange im Querschnitt senkrecht zu ihrer Längsachse eine von der
Kreisform abweichende Form aufweist. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Betreiben eines solchen Walzwerks.
[0002] Ein solches Walzwerk ist durch die
DE 445 482 C bekannt geworden, um hohles Walzgut, wie Rohre, herzustellen, wozu eine Wechselfolge
von Rund- und Ovalkalibern zum Einsatz kommt, die aus Walzwerken zum Walzen von rundem
Walzgut, z.B. Rundeisen oder Draht, üblich ist. Zum Walzen von Rohren wird gemäß diesem
bekannten Verfahren eine der wechselnden Kaliberform angepasste Dornstange eingesetzt
und axial um den Abstand von Walzenpaar zu Walzenpaar verschoben. Damit liegt der
jeweils passende Dornstangenabschnitt in dem jeweiligen runden oder ovalen Kaliber.
[0003] Im Stand der Technik sind Walzwerke solcher Art hinlänglich bekannt. Es wird beispielsweise
auf die
DE 33 10 769 C2, auf die
DE 195 32 643 C2 und auf die
DE 26 41 555 A1 hingewiesen. Dort wird beschrieben, dass ein nahtloses Rohr dadurch gefertigt werden
kann, dass in einen Hohlblock eine Dornstange eingebracht wird, über die die Rohrluppe
zu dem gewünschten Rohr ausgewalzt wird. Um ein kreiszylindrisches Rohr zu erhalten,
weist die Dornstange einen kreisrunden Querschnitt auf; die den Außenumfang der Rohrluppe
walzenden Walzen haben eine korrespondierende Form, d. h. sie haben im Radialschnitt
eine kreisbogenförmige Kontur. Bei entsprechend relativ zur Dornstange angestellten
Walzen ergibt sich damit ein Walzspalt, der die gewünschte Kreisringform aufweist,
die die Rohrluppe beim Walzen annimmt.
[0004] Ein sich bei der Herstellung eines nahtlosen Rohrs stellendes Problem ist in den
Figuren 1 bis 3 gezeigt. Es wird für drei verschiedene Konstellationen der Querschnitt
durch die Walzen 1, 2, die Rohrluppe 4 und die Dornstange 5 dargestellt.
[0005] Der Idealfall ergibt sich aus Fig. 1. Hier walzen die Walzen 1, 2 den Außenumfang
3 der Rohrluppe 4; im Inneren der Rohrluppe 4 ist die Dornstange 5 angeordnet. Eigentlich
ist für jedes Rohr, das aus einer Rohrluppe 4 gefertigt wird, ein eigenes Walzenpaar
1, 2 sowie eine eigene Dornstange 5 erforderlich, damit die in Fig. 1 dargestellte
Idealkonstellation realisiert werden kann. Das bedeutet, daß über ver-' schiedene
Durchmesser der Dornstange die gewünschten Wanddicken der Rohrluppen eingestellt werden.
[0006] Zur Verringerung der Anzahl unterschiedlicher Dornstangen mit jeweiligen Durchmessern
ist es üblich, in gewissen Grenzen die radiale Einstellung der Walzen relativ zueinander
zu variieren. Die radiale Verstellung erfolgt durch Öffnen oder Schließen der Walzkaliber
aus der in Fig. 1 dargestellten Mittellage heraus, die neutral bezüglich der Wanddickengleichmäßigkeit
ist.
[0007] In Fig. 2 ist zu sehen, dass die beiden Walzen 1, 2 - zwecks Verringerung der mittleren
Luppenwanddicke - aufeinander zu gefahren wurden; der Abstand der Drehachsen beider
Walzen 1, 2 hat sich verringert. Aufgrund der stark übertrieben dargestellten geometrischen
Verhältnisse ist sofort zu erkennen, dass die Rohrluppe im oberen und unteren Bereich
eine geringere Wanddicke aufweist, während die Wanddicke links und rechts im Verhältnis
groß geworden ist. Es liegt also ein unrunder Querschnitt vor mit einer maximalen
Wanddicke im Bereich der Flanke des Walzspalts.
[0008] Für den anderen Fall geht aus Fig. 3 hervor, dass hier die beiden Walzen 1,2 - zwecks
Vergrößerung der mittleren Luppenwanddicke - voneinander weg gefahren wurden; der
Abstand der Drehachsen beider Walzen 1, 2 hat sich vergrößert. Es ist zu erkennen,
dass jetzt die Rohrluppe 4 im oberen und unteren Bereich eine größere Wanddicke aufweist,
während die Wanddicke links und rechts im Verhältnis kleiner geworden ist. Es liegt
damit ebenfalls ein unrunder Querschnitt vor mit einer maximalen Wanddicke in der
Mitte des Walzspalts.
[0009] Auf diese Weise können zwar Veränderungen an der mittleren Luppenwanddicke vorgenommen
werden, allerdings führt - wie gesehen - die Verstellung der Walzen zu einer Abweichung
des Walzspalts zwischen Walzen und Dornstange vom idealen Ringquerschnitt. Dadurch
wird die Wanddicke der Rohre zunehmend ungleichmäßig. Damit die Rohrwanddicke noch
innerhalb zulässiger Toleranzen bleibt, kann deshalb nur in begrenztem Umfang von
der Walzenanstellung Gebrauch gemacht werden. Es ist daher immer eine größere Anzahl
an verschiedenen Dornstangen mit unterschiedlichen Stangendurchmessern nötig.
[0010] Erschwerend kommt hinzu, dass sich je Dornstangenabmessung eine größere Anzahl von
z. B. vier bis fünf Stangen im Produktionsumlauf befinden müssen. Ferner ist das Dornstangenmaterial
in der Regel ein sehr hochwertiger Warmarbeitsstahl. Das bedeutet, dass ein relativ
großer und teurer Stangenpark vorgehalten werden muss, um für alle benötigten Rohrabmessungen
geeignete Stangen zur Verfügung zu haben. Dies macht jedoch große Investitionen erforderlich,
was insbesondere in der Erstausstattung wirtschaftliche Probleme darstellt.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Walzwerk der eingangs genannten
Art und ein Verfahren zu dessen Betreiben so fortzubilden, dass es möglich ist, mit
einer geringeren Anzahl an Dornstangen ein hinreichendes Spektrum an zu fertigenden
Rohren abzudecken, wobei gleichzeitig eine ausreichende Qualität, nämlich eine gute
Rundheit des Rohres, sichergestellt sein soll.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Walzwerk Drehmittel aufweist,
mit denen die Dornstange um ihre Längsachse in eine definierte Drehposition gedreht
und in dieser gehalten werden kann. Damit kann auch eine aktive Beeinflussung der
Wanddicke des Rohrs vorgenommen werden, wie noch erläutert werden wird. Die Drehmittel
können in ein Dornstangenlager integriert sein, das verschieblich angeordnet ist.
[0013] Vorzugsweise sind zwei, drei oder vier Walzen pro Walzgerüst vorgesehen.
[0014] Bei dem Walzwerk handelt es sich insbesondere um ein Warmwalzwerk, insbesondere um
eine Konti- oder Stoßbankanlage. Die Erfindung wird weiter bevorzugt in einem Pilgerschrittwalzwerk
oder in einem Rohrkaltwalzwerk eingesetzt.
[0015] Bei dem vorgeschlagenen Verfahren zum Betreiben eines derartigen Walzwerks ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass in Walzrichtung hinter dem mindestens einen Walzgerüst die Wanddicke
des gewalzten Rohres gemessen und mit einem Sollwert verglichen wird, wobei mittels
einer Regeleinrichtung der gemessene Istwert der Wanddicke an den Sollwert angepasst
wird, indem die Dornstange mit im Querschnitt von der Kreisform abweichender Form
um ihre Längsachse gedreht wird.
[0016] In vorteilhafter Weise ergibt sich durch die vorgeschlagene Lösung die Möglichkeit,
mit weniger Stangen ein gleich großes Spektrum an unterschiedlichen Rohren zu walzen.
Der Stangenpark kann daher, insbesondere bei der Erstinvestition, erheblich reduziert
werden, was eine deutlich wirtschaftlichere Fertigung möglich macht. Auch ist der
Anlagenbetrieb vereinfacht.
[0017] Insbesondere bei Rohrkontianlagen oder in Rohrstoßbankanlagen kann somit die Anzahl
der Dornstangen verringert werden. Dennoch ergibt sich keine Verschlechterung der
Rohrqualität.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Walzenpaar, eine Rohrluppe und eine Dornstange im Schnitt senk- recht zur Längsachse
der Dornstange gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- das Walzenpaar, die Rohrluppe und die Dornstange in der Darstellung gemäß Fig. 1 bei
näher zusammengefahrenen Walzen gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 3
- das Walzenpaar, die Rohrluppe und die Dornstange in der Darstellung gemäß Fig. 1 bei
weiter voneinander weg gefahrenen Walzen gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 4
- eine Dornstange gemäß der Erfindung im Schnitt senkrecht zu ihrer Längsachse;
- Fig. 5
- ein Walzenpaar, eine Rohrluppe und eine Dornstange im Schnitt senk- recht zur Längsachse
der Dornstange gemäß der Erfindung, wobei schematisch Drehmittel dargestellt sind;
- Fig. 6
- das Walzenpaar, die Rohrluppe und die Dornstange in der Darstellung gemäß Fig. 5 bei
näher zusammengefahrenen Walzen; und
- Fig. 7
- das Walzenpaar, die Rohrluppe und die Dornstange in der Darstellung gemäß Fig. 5 bei
weiter voneinander weg gefahrenen Walzen.
[0019] In Fig. 4 ist eine Dornstange 5 gemäß der Erfindung im Schnitt senkrecht zur ihrer
Längsachse L dargestellt. Es ist zu erkennen, dass der Querschnitt der Dornstange
5 nicht kreisrund ist, sondern eine von der Kreisform abweichende Form aufweist. Es
liegt eine im wesentlichen als oval anzusprechende Querschnittsform vor:
[0020] Konkret ist vorgesehen, dass der Querschnitt der Dornstange 5 durch zwei Kreisbögen
6 und 7 definiert wird, die symmetrisch zu einer Symmetrielinie 11 angeordnet sind.
Die Radien R der beiden Kreisbögen 6, 7, die gleich groß sind, sind etwas größer als
die Hälfte des kleinsten Durchmessers D der Dornstange 5. Dementsprechend ergeben
sich zwei an gegenüberliegenden Stellen angeordnete, radial höchste Punkte 9 und 10,
an denen Abrundungen 8 vorgesehen sind.
[0021] Das Walzen mit dieser Dornstange 5 ist in Fig. 5 gemäß einem Standardfall zu sehen.
Die beiden nur teilweise dargestellten Walzen 1, 2 walzen den Umfang 3 der Rohrluppe
4 bei im Inneren der Rohrluppe 4 angeordneter Dornstange 5. Es ergibt sich beim Walzen
der Rohrluppe 4 gemäß Fig. 5 ein Rohr mit weitgehend konstanter Wanddicke d. Es liegt
dabei zwar nach dem Walzen ein etwas unrunder Rohrquerschnitt vor, allerdings sind
die Abweichungen von der Idealform nicht groß, so dass die Form des Rohrs noch innerhalb
zulässiger Toleranzen liegt.
[0022] Soll der Außendurchmesser des Rohrs bzw. die Wanddicke d des Rohrs verringert werden,
werden die Walzen 1, 2 aufeinander zugestellt (analog zu Fig. 2), wie es in Fig. 6
gezeigt ist. Aufgrund der Form der Dornstange 5 ergibt sich hier dennoch eine weitgehend
gleichmäßige Wanddicke d, wobei wiederum zwar eine Abweichung von der Idealform vorliegt,
die jedoch noch innerhalb zulässiger Toleranzen liegt.
[0023] Soll der Außendurchmesser des Rohrs bzw. die Wanddicke d des Rohrs vergrößert werden,
kann vorgegangen werden, wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Hier wurde die Dornstange
5 um ihre Längsachse L mittels der Drehmittel 12, die in Fig. 5 nur schematisch dargestellt
sind, um 90° gedreht, so dass die Dornstange 5 jetzt "hochkant" steht. Die Walzen
1, 2 sind voneinander weg gefahren, d. h. das Walzkaliber ist aufgefahren worden.
Wie ersichtlich ist, kann jetzt mit ein und derselben Dornstange 5 ein Rohr gewalzt
werden, das deutlich größer im Durchmesser ist, wobei wiederum zwar Abweichungen von
der Idealform vorliegen, die jedoch wieder innerhalb zulässiger Toleranzen liegen.
Die Wanddicke d ist weitgehend konstant über den Umfang des Rohres.
[0024] Es ist also möglich geworden, durch Verdrehung der unrunden Dornstange 5 um die Längsachse
L der Stange eine Anpassung derart vorzunehmen, dass ein weiterer Bereich an Rohrdurchmessern
bzw. Wanddicken mit einer Dornstange gefertigt werden kann.
[0025] Es kommt somit ein nicht kreisrunder Stangenquerschnitt zum Einsatz, der so geformt
ist, dass er spiegelbildlich zur Walzspaltverzerrung ist, die sich durch die Verstellung
der Walzen aus der Mittellage heraus bildet. Zusätzlich ist die Dornstange um ihre
Längsachse gezielt drehbar und in der gewählten Position feststellbar.
[0026] Der Schaft der Dornstange ist also mit Funktionsflächen ausgeführt, die eine genaue
Positionierung der Winkellage der Stange mit dem erläuterten Effekt erlauben.
[0027] Die Drehmittel 12 erlauben das gezielte Drehen der Dornstange 5. Bei Walzwerksanlagen,
die mit geregeltem Vorschub der Dornstange während der Walzung arbeiten, werden die
Drehmittel bevorzugt in das verfahrbare Stangenlager integriert.
[0028] Zur Vermeidung frühzeitigen Verschleißes des Dornprofils werden bei Walzenanstellungen,
die nicht die maximale Dornverdrehung erfordern, nur neutrale Zwischenpositionen des
Drehwinkels eingestellt.
[0029] Die vorgeschlagenen Profildornstangen können sowohl in Walzwerken mit zwei Walzen
pro Walzgerüst als auch in Anlagen mit drei oder mehr Walzen je Walzgerüst verwendet
werden. Die profilierten Dornstangen können besonders vorteilhaft verwendet werden,
wenn die Endwanddicke der Rohrluppe nicht nur durch ein einziges finales Walzkaliber
erzeugt wird, sondern durch Kombination von zwei oder mehreren in Walzrichtung hintereinander
liegenden Kalibern gebildet wird. Die Profildornstange muss dann im Falle eines Zweiwalzengerüstes
ein vierseitig ovales Profil haben, im Falle eines Dreiwalzengerüstes wäre ein sechsseitig
ovaeles Profil nötig.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Wanddickenmessgerät hinter dem Walzwerk angeordnet
ist, das die gewalzte Wanddicke des Rohrs ermittelt. Eine Regelung kann einen Soll-Ist-Vergleich
der angestrebten Wanddicke vornehmen und dann auf die Drehmittel 12 so einwirken,
dass sich der Ist-Wert dem Soll-Wert angleicht. Wird beispielsweise an der höchsten
Stelle 13 des Rohres (s. Fig. 6) eine zu große Wanddicke d gemessen, kann die Regelung
die Dornstange 5 aus der in Fig. 6 gezeigten Position mittels der Drehmittel 12 mehr
in die in Fig. 7 dargestellte (extreme) Position drehen, wodurch sich die Wanddicke
d vermindert. Entsprechend kann eine zu kleine Wanddicke d durch "Zurückdrehen" der
Dornstange 5 von der in Fig. 7 dargestellten Position in diejenige gemäß Fig. 6 vergrößert
werden.
[0031] Die Kontur des Profildorns kann aus zueinander exzentrischen Kreisbögen oder anderweitigen
krummlinigen Kurven gebildet werden. Die Übergänge zwischen diesen Kurvenzügen können
durch Übergangsformen abgerundet werden.
[0032] Die Profilform wird so gewählt, dass, wenn das Walzkaliber in der Mittellage ist,
keine größeren Wanddickenabweichungen auftreten als beim Stand der Technik.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1
- Walze
- 2
- Walze
- 3
- Umfang
- 4
- Rohrluppe / Rohr
- 5
- Dornstange
- 6
- Kreisbogen
- 7
- Kreisbogen
- 8
- Abrundung
- 9
- radial höchster Punkt
- 10
- radial höchster Punkt
- 11
- Symmetrielinie
- 12
- Drehmittel
- 13
- höchste Stelle
- d
- Wanddicke des Rohrs / der Rohrluppe
- L
- Längsachse der Dornstange
- R
- Radius
- D
- kleinster Durchmesser der Dornstange
1. Walzwerk zur Herstellung nahtloser Rohre, insbesondere Stahlrohre, das mindestens
ein Walzgerüst mit mindestens zwei Walzen (1, 2) aufweist, die zusammenwirkend den
Umfang (3) einer Rohrluppe (4) walzen, wobei während des Walzvorganges im Inneren
der Rohrluppe (4) eine Dornstange (5) angeordnet ist, wobei die Walzen (1, 2) in ihrer
Arbeitsposition und die Dornstange (5) die Wanddicke (d) des zu walzenden Rohres definieren,
und wobei die Dornstange (5) im Querschnitt senkrecht zu ihrer Längsachse (L) eine
von der Kreisform abweichende Form aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass es Drehmittel (12) aufweist, mit denen die Dornstange (5) um ihre Längsachse (L)
in eine definierte Drehposition gedreht und in dieser gehalten werden kann.
2. Walzwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehmittel (12) in ein Dornstangenlager integriert sind, das verschieblich angeordnet
ist.
3. Verfahren zum Betreiben eines Walzwerks zur Herstellung nahtloser Rohre, insbesondere
Stahlrohre, nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Walzrichtung hinter dem mindestens einen Walzgerüst die Wanddicke (d) des gewalzten
Rohres gemessen und mit einem Sollwert verglichen wird, wobei mittels einer Regeleinrichtung
der gemessene Istwert der Wanddicke (d) an den Sollwert angepasst wird, indem die
Dornstange (5) mit im Querschnitt von der Kreisform abweichender Form um ihre Längsachse
(L) gedreht wird.
1. A rolling mill for manufacturing seamless tubes, particularly steel tubes, featuring
at least one roll stand with at least two rollers (1, 2) that jointly roll the circumference
(3) of a tube blank (4), wherein a mandrel bar (5) is arranged in the interior of
the tube blank (4) during the rolling process, wherein the rollers (1, 2) in their
working position and the mandrel bar (5) define the wall thickness (d) of the tube
to be rolled, and wherein the mandrel bar (5) has a cross-sectional shape that deviates
from a circular shape perpendicular to its longitudinal axis (L),
characterized in
that it features rotating means (12), by means of which the mandrel bar (5) can be turned
into a defined rotational position about its longitudinal axis (L) and held in this
position.
2. The rolling mill according to Claim 1,
characterized in
that the rotating means (12) are integrated into a mandrel bar bearing that is arranged
in a displaceable fashion.
3. A method for operating a rolling mill for manufacturing seamless tubes, particularly
steel tubes, according to Claim 1 or 2,
characterized in
that the wall thickness (d) of the rolled tube is measured downstream of the at least
one roll stand referred to the rolling direction and compared with a nominal value,
wherein the measured actual value of the wall thickness (d) is adapted to the nominal
value with the aid of a control device by turning the mandrel bar (5) with a cross-sectional
shape that deviates from a circular shape about its longitudinal axis (L).
1. Laminoir pour la fabrication de tubes sans soudure, notamment de tubes d'acier qui
comporte au moins une cage de laminoir avec au moins deux cylindres (1, 2) qui en
coopération laminent la périphérie (3) d'une ébauche de tube (4) pendant le processus
de laminage, un poinçon (5) étant disposé à l'intérieur de l'ébauche de tube (4),
les cylindres (1, 2) dans leur position de travail et le poinçon (5) définissant l'épaisseur
de paroi (d) du tube à laminer et le poinçon (5) présentant dans sa section transversale,
à la perpendiculaire de son axe longitudinal (L) une forme différente de la forme
circulaire, caractérisé en ce qu'il présente des moyens de rotation (12) avec lesquels le poinçon (5) peut être tourné
autour de son axe longitudinal (L) dans une position de rotation définie et maintenu
dans cette dernière.
2. Laminoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de rotation (12) sont intégrés dans un logement du poinçon qui est disposé
de façon déplaçable.
3. Procédé pour faire fonctionner un laminoir pour la fabrication de tubes sans soudure,
notamment de tubes en acier selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'en direction de laminage, derrière l'au moins une cage de laminoir, l'épaisseur de
paroi (d) du tube laminé est mesurée et comparée à une valeur de consigne, au moyen
d'un dispositif de réglage, la valeur réelle mesurée de l'épaisseur de paroi (d) étant
adaptée à la valeur de consigne, en ce que le poinçon (5) d'une forme de section transversale différente de la forme circulaire
est tourné autour de son axe longitudinal (L).