(19)
(11) EP 2 123 412 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.07.2011  Patentblatt  2011/28

(21) Anmeldenummer: 08009354.5

(22) Anmeldetag:  21.05.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 7/01(2006.01)
B26D 7/02(2006.01)

(54)

Schneidemaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut sowie Verfahren

Cutting machine for cutting stacked, leaf-shaped goods and method

Machine de coupe destinée à la coupe de articles empilés, en forme de feuilles, et procédé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.11.2009  Patentblatt  2009/48

(73) Patentinhaber: Adolf Mohr Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
65719 Hofheim am Taunus (DE)

(72) Erfinder:
  • Becker, Gerhard
    65817 Eppstein (DE)
  • Thoma, Gerhard
    65719 Hofheim (DE)
  • Weiss, Michael
    65779 Kelkheim (DE)

(74) Vertreter: Quermann, Helmut 
Quermann Sturm Weilnau Patentanwälte Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
65195 Wiesbaden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 056 874
EP-A- 0 438 737
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidmaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut, mit einem Tisch mit einer Tischoberfläche zur Aufnahme des zu schneidenden Guts, einem senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbaren Schneidmesser zum Schneiden des Guts, einer Vorschubeinrichtung zum Verschieben des zu schneidenden Guts auf dem Tisch in Richtung der durch das Schneidmesser definierten Schneidebene, und einer senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbaren Presseinrichtung zum Klemmen des zu schneidenden Guts benachbart der Schneidebene zwischen der Presseinrichtung und dem Tisch, wobei sich die Presseinrichtung im Wesentlichen über die Breite des Tisches erstreckt. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Schneidmaschine.

    [0002] Eine Schneidmaschine der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der EP 56 874 A2 bekannt. Bei dieser wird das Schneidmesser in einem ziehenden Schnitt durch das Schneidgut bewegt, somit mit einer im Wesentlichen vertikalen Komponente, die von einer horizontalen Bewegungskomponente überlagert ist. Beim Schneiden wird das Gut benachbart der Schneidebene mittels der Presseinrichtung mit hoher Kraft geklemmt, wobei diese Presseinrichtung als Pressbalken ausgebildet ist. Dieser Pressbalken erstreckt sich im Wesentlichen über die Breite des Tisches und nur über ein relativ geringes Maß von der Schneidebene in Richtung des Vorschubsattels, bezogen auf die Längsausdehnung des Tisches. Demzufolge ist das zu schneidende Gut nur in diesem Bereich gepresst.

    [0003] Geschnitten wird mit einer derartigen Schneidmaschine unterschiedlichstes gestapeltes, blattförmiges Gut, beispielsweise Papier, Pappe, Kunststofffolie.

    [0004] Insbesondere beim Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut aus Kunststofffolie führt das Pressen des Guts mittels des Pressbalkens bei hohem Druck dazu, dass wegen der geringeren Dicke des Stapels zwischen abgesenktem Pressbalken und Tisch, im Gegensatz zur größeren Dicke des Stapels im nicht gepressten Bereich, die oberen Blattlagen des Stapels von der Vorschubeinrichtung weg bewegt werden. Demzufolge liegen die Blattlagen insbesondere im hinteren, der Vorschubeinrichtung benachbarten Bereich nicht mehr exakt übereinander. Die Folge ist, dass nach dem Schneiden und anschließenden Anheben des Pressbalkens zwecks weiteren Vorschiebens des dann zu schneidenden Stapels dieser Stapel nicht quaderförmig vorliegt, sondern bezüglich der oberen Blattlagen geringfügig in sich verschoben ist. Dies führt zu einem ungenauen Schnittergebnis, insbesondere dann, wenn kleine Formate zu schneiden sind, beispielsweise Etiketten.

    [0005] Aus der EP 0 438 737 A2 ist eine Schneidmaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut bekannt, bei der eine Vorschubeinrichtung für das zu schneidende Gut in seinem in Kontakt mit dem zu schneidenden Gut gelangenden Bereich mit Zähnen versehen ist, wobei die Vorschubeinrichtung in deren vorderster Vorschubstellung mit den Zähnen in Nuten eines Pressbalkens eingreift. Der Pressbalken dient dem Fixieren des zu schneidenden Gutes benachbart der Schneidebene des Schneidmessers beim Schnitt.

    [0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schneidmaschine und ein Verfahren zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut anzugeben, das ein kantengenaues Schneiden von gestapeltem Gut gestattet.

    [0007] Gelöst wird die Aufgabe bei einer Schneidmaschine der eingangs genannten Art dadurch, dass die Presseinrichtung ein flächiges Presselement zum Klemmen des zu schneidenden Guts aufweist, wobei das Presselement, bezogen auf die zur Schneidebene entfernteste Position der Vorschubeinrichtung, sich mindestens bis zur Vorschubeinrichtung erstreckt, wobei die Vorschubeinrichtung in deren Höhe, bezogen auf das Abstandsmaß von der Tischfläche, veränderlich ist, wobei die Vorschubeinrichtung durch zwei Bestandteile gebildet ist, zwischen denen Federelemente vorgesehen sind, zum Reduzieren der Höhe der Vorschubeinrichtung beim Einwirken einer Kraft auf den oberen Bestandteil.

    [0008] Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, nicht nur den Bereich des zu schneidenden Gutes, der unmittelbar benachbart der Schneidebene ist, zu pressen, sondern das zu schneidende Gut insgesamt, somit flächig zu pressen. Die Pressung erfolgt somit im Wesentlichen zwischen der Schneidebene und der Vorschubeinrichtung, unabhängig davon, in welcher Stellung sich diese Vorschubeinrichtung befindet, somit auch dann, wenn sich die Vorschubeinrichtung in ihrer zur Schneidebene entferntesten Position befindet.

    [0009] Durch diese flächige Pressung des zu schneidenden Gutes kann einerseits mit wesentlich geringeren Pressdrücken als bei herkömmlichen Schneidmaschinen, die den Pressbalken aufweisen, gearbeitet werden. Bei der Erfindung verteilt sich die Presskraft des flächigen Presselementes auf die gesamte unterhalb des Presselements angeordnete Stapelfläche, womit der Stapel sich nicht verformen kann. Es ist somit sichergestellt, dass die einzelnen Blätter, insbesondere die oben befindlichen Blätter des Stapels, sich nicht von der Vorschubeinrichtung lösen können. Sowohl vor dem Pressen des Stapels als auch während des Schnitts, ferner nach dem Pressen des Stapels, liegt der Stapel quaderförmig vor. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass Blattlagen, die mit Etiketten bedruckt sind, sauber geschnitten werden können, womit ein Hineinschneiden in die Etiketten vermieden wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn das für die Verarbeitung recht problematische Material der Kunststofffolien vorliegt.

    [0010] Um die flächige Fixierung des zu schneidenden Stapels zu erreichen, reicht es grundsätzlich aus, den Stapel über die Fläche, somit im Bereich einer Vielzahl einzelner Bereiche mit Pressdruck zu beaufschlagen. Hierdurch kann der beschriebene Effekt erreicht werden, dass insbesondere die oberen Blattlagen des Stapels beim Schnitt positioniert sind. Es wird aber als besonders vorteilhaft angesehen, wenn das Presselement als Platte ausgebildet ist, womit diese Platte über deren gesamte Plattenfläche auf dem oberen Bogen des Stapels aufliegt. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn die Platte als Lochplatte ausgebildet ist. Die diversen in der Platte vorgesehenen Löcher stellen sicher, dass die Platte vom Stapel abgehoben werden kann, ohne dass Blätter an der Platte haften. Über die Löcher in der Platte wird sichergestellt, dass das obere Blatt des Stapels bezüglich der Platte belüftet wird.

    [0011] Grundsätzlich würde es ausreichen, das Presselement ausschließlich senkrecht zur Tischoberfläche zu verfahren, um so die Klemmung des Stapels zwischen Presselement und Tischoberfläche zu erzielen. Es wird aber als vorteilhaft angesehen, wenn das Presselement senkrecht und parallel zur Tischoberfläche verfahrbar ist. Dies ermöglicht es, insbesondere die Schneidmaschine einerseits mit der erfindungsgemäßen Presseinrichtung mit dem flächigen Presselement, andererseits in herkömmlicher Art und Weise mittels eines Pressbalkens zu betreiben, der ausschließlich benachbart des Schneidmessers angeordnet ist. Der Betrieb ausschließlich mittels des Pressbalkens ist dann angezeigt, wenn das zu schneidende Material unproblematisch ist, beispielsweise Pappe geschnitten werden muss und demzufolge kein Verschieben der Blattlagen zu befürchten ist. Um die genannte Verfahrbarkeit des Presselements zu erreichen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Presseinrichtung eine in einem maschinenfesten Rahmen gelagerte Einrichtung zum Verfahren, insbesondere geführten Verfahren des Presselements senkrecht und/oder parallel zur Tischoberfläche aufweist. Insbesondere ist der maschinenfeste Rahmen als Portalrahmen ausgebildet, der sich oberhalb des Tisches erstreckt und in dem das Schneidmesser gelagert ist. Dieser Portalrahmen dient auch der Lagerung des Tisches und der im Tisch gelagerten Vorschubeinrichtung.

    [0012] Bei der Ausbildung der Schneidmaschine mit dem Pressbalken, der senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbar ist und dem flächigen Presselement, das senkrecht und parallel zur Tischoberfläche verfahrbar ist, ist gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Presselement unterhalb des Pressbalkens anordbar ist. Bei auf das zu schneidende Gut abgesenktem Presselement kann zusätzlich über den Pressbalken Druck in das Presselement eingeleitet werden, womit der zu schneidende Stapel unterhalb des Pressbalkens mit einem höheren Druck beaufschlagt ist als in demjenigen Bereich des Presselements, der nicht unterhalb des Pressbalkens angeordnet ist. In diesem Fall wird der Pressbalken allerdings mit vermindertem Druck beaufschlagt, somit nicht mit dem hohen Druck, der dann erforderlich ist, wenn der Stapel ausschließlich mittels des Pressbalkens geklemmt wird. Um das Presselement unterhalb des Pressbalkens präzise bezüglich der Schneidebene des Schneidmessers positionieren zu können, ist vorzugsweise der Verfahrweg des Presselements in Richtung der Schneidebene durch einen Anschlag begrenzt. Zweckmäßig bildet der Pressbalken den Anschlag für das Presselement.

    [0013] Erfindungsgemäß erstreckt sich das Presselement seitlich so weit, dass eine sichere Klemmung des Stapels gewährleistet ist. Unter dem Aspekt, dass durchaus Stapel zu schneiden sind, die bereits in Längsrichtung getrennt sind und demzufolge mittels der Schneidmaschine die Querschnitte vorzunehmen sind, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn sich das Presselement seitlich bis zu den Seitenbegrenzungen des Tisches erstreckt. Hierdurch kann das Presselement Stapel mit dem größten Maschinenformat vollflächig klemmen.

    [0014] Die Erfindung sieht vor, dass sich das Presselement über die Anlagefläche der Vorschubeinrichtung hinaus erstreckt. Die Vorschubeinrichtung ist insbesondere als Vorschubsattel ausgebildet, der durchaus auch als Neigesattel gestaltet sein kann. Die Vorschubeinrichtung ist in deren Höhe, bezogen auf das Abstandsmaß von der Tischoberfläche, veränderlich. Unabhängig von der Vorschubstellung der Vorschubeinrichtung kann damit das Presselement unverändert eingesetzt werden. Beim Absenken des Presselements auf das zu schneidende Gut wird aufgrund der Höhenveränderlichkeit der Vorschubeinrichtung diese der Stapelhöhe angepasst, so dass das Presselement den Stapel auch im Bereich der Vorschubeinrichtung klemmen kann. Die Vorschubeinrichtung ist durch zwei Bestandteile gebildet, wobei zwischen den beiden Bestandteilen Federelemente vorgesehen sind, zum Reduzieren der Höhe der Vorschubeinrichtung bei Einwirken einer Kraft auf den oberen Bestandteil. Wird bei einer definierten Stapelhöhe, die geringer ist als die Höhe der Vorschubeinrichtung, das Presselement auf die Vorschubeinrichtung, konkret den oberen Bestandteil der Vorschubeinrichtung abgesenkt, kann dieser obere Bestandteil aufgrund der Federwirkung nachgeben und wird somit beim Absenken des Presselements in Richtung des anderen Bestandteils der Vorschubeinrichtung bewegt. Wird nach dem Schnitt das Presselement wieder angehoben, drücken die Federelemente den oberen Bestandteil wieder nach oben.

    [0015] Die Erfindung schlägt ferner ein Verfahren zum Betreiben einer Schneidmaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut, insbesondere zum Betreiben einer vorbeschriebenen Schneidmaschine vor, mit folgenden Merkmalen:
    • Auflegen des Guts auf einen Tisch,
    • Vorschieben des Guts auf dem Tisch unter ein Schneidmesser mittels einer Vorschubeinrichtung,
    • Vollflächiges Pressen des Guts mittels einer flächigen Presseinrichtung, die sich im Wesentlichen über die gesamte Breite des Tisches erstreckt und sich ferner von einem Bereich benachbart der Schneidebene des Schneidmessers bis zur Vorschubeinrichtung, bezogen auf deren zur Schneidebene entfernteste Position, erstreckt, wobei beim Absenken des Presselements auf das zu schneidende Gut aufgrund einer Höhenveränderlichkeit der Vorschubeinrichtung diese an die Stapelhöhe des Guts angepasst wird.


    [0016] Gemäß einer Weiterbildung dieses Verfahrens ist vorgesehen, dass beim Absenken der Presseinrichtung auf das zu schneidende Gut oder nach dem Absenken der Presseinrichtung auf das zu schneidende Gut ein benachbart der Schneidebene angeordneter Pressbalken auf die Presseinrichtung abgesenkt wird. Dieser Pressbalken trägt somit zur Erhöhung der Presskraft der Presseinrichtung benachbart der Schneidebene bei. Dadurch, dass der Pressdruck des Pressbalkens erst dann wirksam wird, wenn die Presseinrichtung bereits auf das Schneidgut abgesenkt ist, kann aufgrund der Fixierung der oberen Blattlagen durch die Presseinrichtung kein Verschieben der Blattlagen bei Einwirkung des erhöhten Pressdrucks mittels des Pressbalken erfolgen.

    [0017] Der Pressbalken ist vorzugsweise mit hohem Druck oder mit geringem Druck beaufschlagbar, wobei der Pressbalken beim Absenken auf die Presseinrichtung mit geringem Druck beaufschlagt wird und der Pressbalken bei nicht aktivierter, außerhalb des Pressbereichs des Pressbalkens angeordneter Stellung der Presseinrichtung zwecks Pressens des zu schneidenden Guts ausschließlich benachbart der Schneidebene mit hohem Druck beaufschlagt wird.

    [0018] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen weitere erfinderische Ausgestaltungen darstellen.

    [0019] Die erfindungsgemäße Schneidmaschine und das Verfahren zum Betreiben dieser Schneidmaschine ist unter Hinweis auf die Figuren nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:
    Figur 1
    betreffend den Stand der Technik eine Prinzipsskizze einer Schneidmaschine in einer Seitenansicht, bei mittels eines Press- balkens geklemmten Stapels zu schneidenden Guts,
    Figur 2
    eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schneidmaschine, teilweise geschnitten (Ansicht II gemäß Figur 3),
    Figur 3
    eine Draufsicht der in Figur 2 gezeigten Schneidmaschine, teilwei- se geschnitten (Ansicht III in Figur 2),
    Figur 4
    eine Vorderansicht der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Schneidmaschine, für den Bereich des Tisches und der Vor- schubeinrichtung (Ansicht IV in Figur 3),
    Figur 5
    in einer Ansicht gemäß Figur 2 einen sich an den Verfahrensab- schnitt nach Figur 2 anschließenden Verfahrensabschnitt,
    Figur 6
    in einer Ansicht gemäß der Figuren 2 und 5 einen sich an den Ver- fahrensabschnitt nach Figur 5 anschließenden Verfahrensab- schnitt und
    Figur 7
    den in Figur 6 gezeigten Klemmbereich des zu schneidenden Sta- pels benachbart der Presseinrichtung und des Pressbalkens in vergrößerter Darstellung.


    [0020] Figur 1 veranschaulicht, für die Seitenansicht einer herkömmlichen Schneidmaschine 1, deren Tisch 2, dessen horizontale Tischoberfläche 3 sich in einen Tischbereich 4 zur Aufnahme des zu schneidenden Guts und einen Tischbereich 5 zur Aufnahme des geschnittenen Guts unterteilt, wobei die Unterteilung im Bereich einer senkrecht zur Tischoberfläche 3 angeordneten Schneidebene 6 erfolgt. In einem nicht gezeigten Portalrahmen der Schneidmaschine 1, wobei der Portalrahmen sich oberhalb des Tisches 2 erstreckt, ist ein Messerträger 7 gelagert, der das eigentliche Schneidmesser 8 aufnimmt. Über einen nicht dargestellten Antrieb lässt sich der Messerträger 7 und damit das Schneidmesser 8 im Schwingschnitt bewegen, somit mit einer vertikalen und horizontalen Bewegungskomponente. Im unteren Totpunkt trifft das Schneidmesser 8 auf eine in den Tisch 2 im Bereich der Tischoberfläche 3 eingelassene Schneidleiste 9. Benachbart der Schneidebene 6 ist im Portalrahmen ein Pressbalken 10, der in der Darstellung geschnitten gezeigt ist, gelagert. Dieser Pressbalken erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Breite (senkrecht zur Blattebene der Figur 1) des Tisches 2 und ist senkrecht zur Tischoberfläche 3 verfahrbar. Die senkrechte Bewegungskomponente des Schneidmessers 8 und die senkrechte Bewegung des Pressbalkens 10 ist durch den Doppelpfeil 11 veranschaulicht. Im Tisch 2, konkret im Tischbereich 4, ist eine Vorschubeinrichtung, die als Vorschubsattel 12 ausgebildet, gelagert ist. Der Vorschubsattel 12 ist in Richtung des Doppelpfeiles 13 parallel zur Tischoberfläche 3 hin und her bewegbar. Auf diese Art und Weise kann ein Stapel 14 zu schneidenden Gutes mittels des Vorschubsattels 12 in Richtung der Schneidebene 6 bewegt werden. Der Stapel 14 besteht aus einer Vielzahl übereinander angeordneter Blätter, beispielsweise Blättern aus Kunststofffolie mit einer Einlagehöhe des Stapels von 13 cm bei ca. 2000 Blatt. Das jeweilige Blatt ist identisch bedruckt, beispielsweise sind eine Vielzahl von Etiketten auf das jeweilige Blatt gedruckt. Ziel ist es, die gestapelten Blätter exakt senkrecht zur Blattebene zu trennen, so dass die einzelnen Etiketten exakt ausgeschnitten werden können. Dies erfolgt bei der Schneidmaschine durch Querschneiden des Stapels 14. Zuvor kann dieser Stapel bereits in Längsrichtung geschnitten worden sein, so dass nach dem Querschneiden eine Vielzahl von Teilstapeln vorliegen.

    [0021] Der Vorschubsattel 12 ist in im Tisch 2 angeordneten Längsführungen gelagert.

    [0022] Die bei dieser Schneidmaschine 1 bestehende Problemstellung, insbesondere beim Schneiden von Stapeln, die aus Kunststofffolienblättern gebildet sind, ist in Figur 1 veranschaulicht: Der Stapel 14 ist mittels des Vorschubsattels 12 in die gewünschte Position vorgeschoben worden, in der der Schnitt erfolgen soll. Vor dem Schneiden wird zum Fixieren des Stapels 14 der Pressbalken 10 mit hohem Druck auf den Stapel 14 abgesenkt und klemmt diesen zwischen dem Pressbalken 10 und dem Tisch 2. Hierbei findet eine Verdichtung des Stapels 14 in seinem Bereich 15 unterhalb des Pressbalkens statt. Diese Verdichtung führt dazu, dass aufgrund des Übergangs vom verdichteten Bereich 15 zu dem nicht verdichtenden Bereich 16 des Stapels 14 der Stapel im Bereich seiner oberen Blattlagen vom Vorschubsattel 12 weggezogen wird. Dies ist durch den Spalt 17 zwischen dem oberen Bereich des Stapels 14 und dem Vorschubsattel 12 veranschaulicht. - In der Konsequenz bedingt diese Verschiebung des Stapels 14 beim sich an diesen Schnitt anschließenden Schnitt, der nach einem Vorschub des Vorschubsattels 12 erfolgt, dass der verbleibende, zu schneidende Stapel 14 nicht exakt geschnitten wird und damit in die einzelnen Etiketten hineingeschnitten wird, womit diese, unter Qualitätsgesichtspunkten, im ungünstigsten Fall unbrauchbar sind.

    [0023] Demgegenüber weist die erfindungsgemäße Schneidmaschine in einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der Darstellung der Figuren 2 bis 7 folgende Gestaltung auf:

    [0024] Die Schneidmaschine besitzt eine modifizierte Vorschubeinrichtung 12 und eine zusätzlich vorhandene Presseinrichtung 18. Teile der Schneidmaschine 1, die mit denjenigen der Schneidmaschine 1 gemäß Figur 1 übereinstimmen, sind der Einfachheit halber mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.

    [0025] In den Figuren 2, 5 und 6 ist für die Schneidmaschine 1 zusätzlich der Portalrahmen 19 veranschaulicht und zwar im Bereich seines parallel zur Tischoberfläche 3 angeordneten, sich quer zur Schneidmaschine 2 erstreckenden Trägers 20. Am Träger 20 ist auf der dem Messerträger 7 abgewandten Seite des Trägres 20 ein parallel zur Tischoberfläche 3 angeordneter Basisträger 21 der Presseinrichtung 18 befestigt. In diesem sind vertikal angeordnet und in Abstand zueinander vier pneumatische Stellantriebe 22 gelagert, die dem vertikalen Verstellen, senkrecht zur Tischoberfläche 3, von Schlitten 23 dienen, die in Führungen 24 gelagert sind. Die Schlitten 23 sind mittels Gleichlaufführungen 25 verbunden. Mit den Schlitten 23 ist eine senkrecht zur Tischoberfläche 23 orientierte Lagerplatte 26 verbunden, die im Bereich ihres unteren Endes fünf Streben 27 aufnimmt, die parallel zur Tischoberfläche 3 angeordnet sind. Im Bereich jeder Strebe 27 versteift eine Platte 28 diese bezüglich der Lagerplatte 26.

    [0026] Die Presseinrichtung 18 weist ein Presselement auf, das als Lochplatte 29 ausgebildet ist. Für einen Teilbereich der Lochplatte 29 sind die Löcher 30 veranschaulicht. Die untere Fläche der Lochplatte 29 ist parallel zur Tischoberfläche 3 angeordnet. Die Lochplatte 29 ist auf ihrer Oberseite mit Aufnahmen 45 versehen, die in mit zwei Streben 27 verbundene Führungsschienen 46 eingreifen. In der Lagerplatte 26 und in der Lochplatte 29 sind zwei parallel zueinander angeordnete pneumatische Stellantriebe 31 gelagert. Im Sinne des Doppelpfeils 32 lässt sich somit mittels der Stellantriebe 21 die Lochplatte 29 parallel zur Tischoberfläche 3 und senkrecht zur Schneidebene 6 bewegen. Mittels der pneumatischen Stellantriebe 22 lässt sich die Lochplatte 29 gemäß dem Doppelpfeil 33 aufgrund der Gleichlaufführungen 35 parallel verschieben, somit parallel zur Tischoberfläche 3 bewegen.

    [0027] Der Vorschubsattel 12 ist mittels eines nicht veranschaulichten Stellantriebes, insbesondere eines Spindelantriebes, in Richtung des Doppelpfeils 13 verfahrbar ist. Gezeigt ist der Vorschubsattel 12 in seiner im Wesentlichen zurückgefahrenen Stellung. Wie zusätzlich der Darstellung der Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, ist der Vorschubsattel in seiner Höhe, bezogen auf das Abstandsmaß von der Tischoberfläche 3 höhenveränderlich, wie es durch den Doppelpfeil 35 veranschaulicht ist. Hierzu ist der Vorschubsattel 12 durch zwei Bestandteile 36 und 37 gebildet, zwischen denen Federelemente 38 vorgesehen sind. Wird auf die obere Kante 39 des oberen Bestandteils 36 eine Kraft ausgeübt, wird dieser Bestandteil 36 niedergedrückt, wie es der Darstellung der Figur 6 zu entnehmen ist, die das Absenken der Lochplatte 29 auf den Bestandteil 36 des Vorschubsattels 12 veranschaulicht. Die der Schneidebene 6 zugewandte Fläche der beiden Bestandteile 36 und 37 stellt die Stapelanlegefläche des Vorschubsattels 12 dar.

    [0028] In der Figur 4 sind mit der Bezugsziffer 40 zwei im Frontbereich der Maschine angeordnete Drucktasten 40 zum Auslösen des Schnitts und ein Stellrad 41 veranschaulicht.

    [0029] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung stellt sich, ausgehend von der Darstellung der Figur 2 wie folgt dar:

    [0030] Bei angehobenem Schneidmesser 8, angehobenem Pressbalken 10 und angehobener Presseinrichtung 18 wird ein auf die Tischoberfläche 3 aufgelegter Stapel 14 blattförmigem Guts, insbesondere gestapelte Kunststofffolien, durch Verfahren des Vorschubsattels 12 nach vorne, somit in Richtung der Schneidebene 6 und über diese hinaus vorgeschoben, in die Position, wie sie in Figur 2 veranschaulicht ist. Beim Schnitt ist die über die Schneidebene 6 hinausstehende, im Tischbereich 5 befindliche Abschnitt des Stapels 14 abzutrennen.

    [0031] Figur 4 veranschaulicht, dass, ausgehend aus der Situation nach Figur 2, zunächst die Lochplatte 29 der Presseinrichtung 18 mittels der beiden Stellantriebe 21 in Richtung der Schneidebene 6 verfahren wird, und zwar unter den Pressbalken 10. Zwei an der Lochplatte 26 angebrachte Anschläge 42, die vorzugsweise einstellbar sind, begrenzen die Vorschubbewegung der Lochplatte 29. Die Lochplatte 29 wird soweit vorgeschoben, dass sie sich in geringem Abstand zur Schneidebene 6 im Tischbereich 4 befindet.

    [0032] Mit der Lagerplatte 26 sind zwei Ausleger 43 verbunden, die einstellbare Anschläge 44 aufnehmen. Diese Anschläge 44 liegen auf der der Tischoberfläche abgewandten Seite des Pressbalkens 10 an diesem an.

    [0033] Wird ausgehend von dem Zustand nach Figur 5 nun durch Beaufschlagen der vier Stellantriebe 22 die Lagerplatte 26 und damit die Lochplatte 29 nach unten bewegt, nimmt die Presseinrichtung 18 über die Anschläge 44 den Pressbalken 10 mit nach unten, der im Bereich seiner unteren Kontur mit geringem Spiel zur Lochplatte 29 angeordnet ist. Die Lochplatte 29 wird durch Beaufschlagen der Stellantriebe 22 so weit abgesenkt, bis sie, wie der Darstellung der Figur 6 zu entnehmen ist, vollflächig auf dem Stapel 14, der dem Tischbereich 4 zugeordnet ist, aufliegt. Beim Absenken der Lochplatte 29 kontaktiert diese die Kante 39 des Vorschubsattels 12 und drückt damit den Bestandteil 36 des Vorschubsattels entgegen der Kraft der Federelemente 38 nach unten.

    [0034] Wie der Darstellung der Figur 3 zu entnehmen ist, ist die Lochplatte 29 rechteckig ausgebildet. Sie erstreckt sich über die gesamte Tischbreite und, bezogen auf die maximal zur Schneidebene entfernte Position des Vorschubsattels 12, über die Anlagefläche des Vorschubsattels 12 am Stapel 14 hinaus. Zum Schneiden des Stapels, wobei dieser Schneidvorgang sich an den Zustand nach Figur 6 anschließt, wird die Lochplatte 29 auf die Oberseite des Stapels 14 gepresst, durch Beaufschlagen der Stellantriebe 22, und es wird überdies der Pressbalken 10 mit relativ geringem Druck beaufschlagt. Er kontaktiert damit die Lochplatte 29 auf ihrer der Tischoberfläche 3 abgewandten Seite.

    [0035] Der Pressbalken 10 wird nur dann mit hohem Druck beaufschlagt, wenn es nicht erforderlich ist, die Presseinrichtung 18 zu verwenden, diese somit sich in ihrer Position gemäß Figur 2 befindet und der Pressbalken 10 frei abgesenkt werden kann. Solches erfolgt dann, wenn Stapelgut geschnitten werden soll, das nicht die problematischen Eigenschaften des Verschiebens der Blattlagen aufweist, wie es zur Figur 1 verdeutlicht ist.

    [0036] Figur 7 veranschaulicht den Zustand gemäß Figur 6 im Detail für den Bereich der Schneidebene.


    Ansprüche

    1. Schneidmaschine (1) zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut (14), mit einem Tisch (2) mit einer Tischoberfläche (3) zur Aufnahme des zu schneidenden Guts, einem senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbaren Schneidmesser (8) zum Schneiden des Guts, einer Vorschubeinrichtung (12) zum Verschieben des zu schneidenden Guts auf dem Tisch in Richtung der durch das Schneidmesser definierten Schneidebene (6), und einer senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbaren Presseinrichtung zum Klemmen des zu schneidenden Guts benachbart der Schneidebene zwischen der Presseinrichtung und dem Tisch, wobei sich die Presseinrichtung im Wesentlichen über die Breite des Tisches erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Presseinrichtung (18) ein flächiges Presselement (29) zum Klemmen des zu schneidenden Guts aufweist, wobei das Presselement, bezogen auf die zur Schneidebene entfernteste Position der Vorschubeinrichtung, sich mindestens bis zur Vorschubeinrichtung erstreckt, wobei die Vorschubeinrichtung (12) in deren Höhe, bezogen auf das Abstandsmaß von der Tischoberfläche, veränderlich ist, wobei die Vorschubeinrichtung durch zwei Bestandteile (36, 37) gebildet ist, zwischen denen Federelemente (38) vorgesehen sind, zum Reduzieren der Höhe der Vorschubeinrichtung beim Einwirken einer Kraft auf den oberen Bestandteil.
     
    2. Schneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement (29) als Platte, insbesondere als Lochplatte (29) ausgebildet ist.
     
    3. Schneidmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Presseinrichtung (29) eine in einem maschinenfesten Rahmen (19) gelagerte Einrichtung (22, 31) zum Verfahren, insbesondere geführten Verfahren des Presselements senkrecht und/oder parallel zur Tischoberfläche aufweist.
     
    4. Schneidmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der maschinenfeste Rahmen als Portalrahmen (19) ausgebildet ist, der sich oberhalb des Tisches erstreckt und in dem das Schneidmesser gelagert ist.
     
    5. Schneidmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidmaschine (1) einen senkrecht zur Tischoberfläche verfahrbaren Pressbalken (10) aufweist, der benachbart des Schneidmessers oberhalb der Tischoberfläche angeordnet ist, wobei das Presselement (29) unterhalb des Pressbalkens anordbar ist.
     
    6. Schneidmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verfahrweg des Presselements (29) in Richtung der Schneidebene durch einen Anschlag (42) begrenzt ist, insbesondere einen Anschlag am Pressbalken begrenzt ist.
     
    7. Schneidmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Presselement (29) seitlich bis zu den Seitenbegrenzungen des Tisches erstreckt.
     
    8. Schneidmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Presselement (29) über die Anlagefläche der Vorschubeinrichtung, insbesondere die Anlagefläche des als Vorschubsattel (12) ausgebildeten Vorschubeinrichtung hinaus erstreckt.
     
    9. Verfahren zum Betreiben einer Schneidmaschine (1) zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut (14), insbesondere einer Schneidmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit folgenden Merkmalen:

    - Auflegen des Guts auf einen Tisch (2),

    - Vorschieben des Guts auf dem Tisch unter ein Schneidmesser (8) mittels einer Vorschubeinrichtung (12),

    - vollflächiges Pressen des Guts mittels einer flächigen Presseinrichtung (29), die sich im Wesentlichen über die gesamte Breite des Tisches erstreckt und sich ferner von einem Bereich benachbart der Schneidebene (6) des Schneidmessers bis zur Vorschubeinrichtung (12), bezogen auf deren zur Schneidebene entferntesten Position, erstreckt, wobei beim Absenken der Presseinrichtung (29) auf das Gut aufgrund einer Höhenveränderlichkeit der Vorschubeinrichtung (12) diese an die Stapelhöhe des Guts angepasst wird.


     
    10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei beim Absenken der Presseinrichtung (29) auf das zu schneidende Gut (14) oder nach dem Absenken der Presseinrichtung (29) auf das zu schneidende Gut (14) ein benachbart der Schneidebene (6) angeordneter Pressbalken (10) auf die Presseinrichtung (29) abgesenkt wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Pressbalken (10) mit hohem Druck oder mit geringem Druck beaufschlagbar ist, wobei der Pressbalken beim Absenken auf die Presseinrichtung (29) mit geringem Druck beaufschlagt wird und der Pressbalken bei nicht aktivierter, außerhalb des Pressbereichs des Pressbalkens angeordneter Stellung der Presseinrichtung zwecks Pressen des zu schneidenden Guts (14) ausschließlich benachbart der Schneidebene (6) mit hohem Druck beaufschlagt wird.
     


    Claims

    1. Cutting machine (1) for cutting stacked, sheet-like material (14), having a table (2) with a table surface (3) for accommodating the material which is to be cut, having a cutting blade (8), which can be displaced perpendicularly to the table surface and is intended for cutting the material, having an advancement device (12), by means of which the material which is to be cut can be displaced on the table in the direction of the cutting plane (6) defined by the cutting blade, and having a pressing device, which can be displaced perpendicularly to the table surface and by means of which the material which is to be cut can be clamped adjacent to the cutting plane between the pressing device and the table, wherein the pressing device extends essentially over the width of the table, characterized in that the pressing device (18) has a planar pressing element (29) for clamping the material which is to be cut, wherein the pressing element, in relation to that position of the advancement device which is furthest away from the cutting plane, extends at least as far as the advancement device, wherein the advancement device (12) can be altered in height, in relation to its distance from the table surface, wherein the advancement device is formed by two constituent parts (36, 37), between which spring elements (38) are provided, for the purpose of reducing the height of the advancement device when the upper constituent part is subjected to the action of force.
     
    2. Cutting machine according to Claim 1, characterized in that the pressing element (29) is designed as a plate, in particular as a perforated plate (29).
     
    3. Cutting machine according to Claim 1 or 2, characterized in that the pressing device (29) has a device (22, 31) which is mounted in a machine-mounted frame (19) and is intended for displacing the pressing element, in particular with guidance, perpendicularly and/or parallel to the table surface.
     
    4. Cutting machine according to Claim 3, characterized in that the machine-mounted frame is designed as a gantry frame (19), which extends above the table and in which the cutting blade is mounted.
     
    5. Cutting machine according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the cutting machine (1) has a pressing bar (10) which can be displaced perpendicularly to the table surface and is arranged adjacent to the cutting blade, above the table surface, wherein the pressing element (29) can be arranged beneath the pressing bar.
     
    6. Cutting machine according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the displacement path of the pressing element (29) is limited in the direction of the cutting plane by a stop (42), in particular by a stop on the pressing bar.
     
    7. Cutting machine according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the pressing element (29) extends laterally as far as the side boundaries of the table.
     
    8. Cutting machine according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the pressing element (29) extends beyond the abutment surface of the advancement device, in particular the abutment surface of the advancement device designed as an advancement saddle (12).
     
    9. Method of operating a cutting machine (1) for cutting stacked, sheet-like material (14), in particular a cutting machine according to one of Claims 1 to 8, having the following features:

    - positioning the material on a table (2),

    - advancing the material on the table beneath a cutting blade (8) by means of an advancement device (12),

    - pressing the material over its entire surface area by means of a planar pressing device (29), which extends essentially over the entire width of the table and also from a region adjacent to the cutting plane (6) of the cutting blade as far as the advancement device (12), in relation to that position of the latter which is furthest away from the cutting plane, wherein, when the pressing device (29) is lowered onto the material, the advancement device (12) is adapted to the height of the material stack on account of it being alterable in height.


     
    10. Method according to Claim 9, wherein, during or after the operation of lowering the pressing device (29) onto the material (14) which is to be cut, a pressing bar (10), which is arranged adjacent to the cutting plane (6), is lowered onto the pressing device (29).
     
    11. Method according to Claim 10, wherein the pressing bar (10) can be subjected to high pressure or to low pressure, wherein the pressing bar is subjected to low pressure when being lowered onto the pressing device (29), and the pressing bar is subjected to high pressure when the pressing device is in its non-activated position, in which it is arranged outside the pressing region of the pressing bar, for the purpose of pressing the material (14) exclusively adjacent to the cutting plane (6).
     


    Revendications

    1. Machine de coupe (1) pour couper des produits en forme de feuille empilés (14), comprenant une table (2) avec une surface de table (3) pour recevoir les produits à couper, un couteau de coupe (8) déplaçable perpendiculairement à la surface de la table, pour couper les produits, un dispositif d'avance (12) pour déplacer les produits à couper sur la table dans la direction du plan de coupe (6) défini par le couteau de coupe, et un dispositif de pressage déplaçable perpendiculairement à la surface de la table pour serrer les produits à couper à côté du plan de coupe entre le dispositif de pressage et la table, le dispositif de pressage s'étendant essentiellement sur la largeur de la table, caractérisée en ce que le dispositif de pressage (18) présente un élément de pressage plan (29) pour serrer les produits à couper, l'élément de pressage, par rapport à la position du dispositif d'avance la plus éloignée du plan de coupe, s'étendant au moins jusqu'au dispositif d'avance, la hauteur du dispositif d'avance (12) pouvant être modifiée par rapport à l'écartement à la surface de la table, le dispositif d'avance étant formé par deux constituants (36, 37) entre lesquels sont prévus des éléments élastiques (38), pour réduire la hauteur du dispositif d'avance lorsqu'une force agit sur le constituant supérieur.
     
    2. Machine de coupe selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de pressage (29) est réalisé sous forme de plaque, en particulier de plaque perforée (29).
     
    3. Machine de coupe selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif de pressage (29) présente un dispositif (22, 31) monté dans un cadre fixé à la machine (19), en vue du déplacement, en particulier du déplacement guidé, de l'élément de pressage perpendiculairement et/ou parallèlement à la surface de la table.
     
    4. Machine de coupe selon la revendication 3, caractérisée en ce que le cadre fixé à la machine est réalisé sous forme de cadre portique (19) qui s'étend au-dessus de la table et dans lequel est monté le couteau de coupe.
     
    5. Machine de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la machine de coupe (1) présente une poutre de pressage (10) déplaçable perpendiculairement à la surface de la table, qui est disposée à côté du couteau de coupe au-dessus de la surface de la table, l'élément de pressage (29) pouvant être disposé sous la poutre de pressage.
     
    6. Machine de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la course de déplacement de l'élément de pressage (29) dans la direction du plan de coupe est limitée par une butée (42), en particulier une butée sur la poutre de pressage.
     
    7. Machine de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'élément de pressage (29) s'étend latéralement jusqu'aux limites latérales de la table.
     
    8. Machine de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'élément de pressage (29) s'étend au-delà de la surface d'appui du dispositif d'avance, notamment au-delà de la surface d'appui du dispositif d'avance réalisé sous forme de sellette d'avance (12).
     
    9. Procédé pour faire fonctionner une machine de coupe (1) pour couper des produits en forme de feuille empilés (14), en particulier une machine de coupe selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, comprenant les étapes suivantes :

    - pose des produits sur une table (2),

    - avance des produits sur la table sous un couteau de coupe (8) au moyen d'un dispositif d'avance (12),

    - pressage sur toute la surface des produits au moyen d'un dispositif de pressage plan (29) qui s'étend essentiellement sur toute la largeur de la table, et qui s'étend en outre depuis une région à proximité du plan de coupe (6) du couteau de coupe jusqu'au dispositif d'avance (12), par rapport à sa position la plus éloignée du plan de coupe, le dispositif d'avance (12) étant adapté à la hauteur de la pile des produits lors de l'abaissement du dispositif de pressage (29) sur les produits, en raison de la possibilité de faire varier la hauteur du dispositif d'avance (12).


     
    10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel, lors de l'abaissement du dispositif de pressage (29) sur les produits à couper (14) ou après l'abaissement du dispositif de pressage (29) sur les produits à couper (14), une poutre de pressage (10) disposée à côté du plan de coupe (6) est abaissée sur le dispositif de pressage (29).
     
    11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel la poutre de pressage (10) peut être sollicitée avec une pression élevée ou faible, la poutre de pressage, lors de l'abaissement sur le dispositif de pressage (29), étant sollicitée avec une faible pression, et la poutre de pressage, dans la position non activée, disposée en dehors de la zone de pressage de la poutre de pressage du dispositif de pressage, étant sollicitée avec une pression élevée afin de presser les produits à couper (14) exclusivement à proximité du plan de coupe (6).
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente