[0001] Die Erfindung betrifft ein werkzeuglos zerleg- und zusammensetzbares Möbel, insbesondere
Sitz- oder Tischmöbel, umfassend zwei zusammensteckbare Stehelemente und eine mit
den zusammengesteckten Stehelementen verbindbare Möbelplatte, insbesondere Sitz- oder
Tischplatte, wobei zumindest eines der Stehelemente wenigstens einen Befestigungsflansch
aufweist und wobei in der Möbelplatte zumindest eine Ausnehmung zur Aufnahme des Befestigungsflansches
vorgesehen ist.
[0002] Werkzeuglos zerleg- und zusammensetzbare Möbel, insbesondere Sitz- und Tischmöbel,
sind vor allem im Freizeit- und Campingbereich in Verwendung, wobei für den Transport
das Möbel zerlegt wird und zum Gebrauch wieder zusammengesetzt wird. Zumeist sind
die Verbindungen der Teile des zusammensetzbaren Möbels allerdings nur von ungenügender
Stärke im Vergleich zu einem Möbel, bei dem die Teile mittels externer Befestigungsvorrichtungen,
wie zum Beispiel Schrauben, befestigt sind.
[0003] Ein weiterer Grund für die mangelnde Stabilität der Verbindungen der Teile des Möbels
untereinander ist, dass bei derartigen zerleg- und zusammensetzbaren Möbeln die Zerlegung
und Zusammensetzung der Teile möglichst einfach gestaltet werden soll, damit diese
rasch erfolgen kann. Derartige einfach gestaltete Verbindungen weisen aber oftmals
einen ungenügenden mechanischen Zusammenhalt auf.
[0004] Im Stand der Technik bekannt sind dabei Sitzmöbel, wie zum Beispiel ein Hocker mit
zwei zusammensteckbaren Stehelementen gemäß der
DE 611 017, bei dem die Sitzplatte nicht kreisrund ist, sondern seitliche Ausnehmungen aufweist,
mittels denen die Sitzplatte auf die Stehelemente angeordnet werden kann. Durch eine
Drehung der Sitzplatte kommen die mit größerem Abstand von der Sitzplattenmitte am
Umfangsrand der Sitzplatte angeordneten Bereiche mit hakenartigen Vorsprüngen, die
als Befestigungsvorrichtungen dienen, in Eingriff, sodass die Sitzplatte nicht mehr
von den Stehelementen abgehoben werden kann. Nachteilig ist dabei, dass aufgrund der
hakenartigen Vorsprünge die Sitzfläche nicht eben ausgebildet ist, und zudem die Sitzplatte
nicht mit den Stehelementen verriegelt ist, sodass bei einer Weiterdrehung der Sitzplatte
diese wieder von den Stehelementen abgehoben werden kann.
[0005] Die
FR 2 764 493 zeigt ein Sitzmöbel, bei dem die Sitzplatte an der der Sitzfläche gegenüberliegenden
Seite einen Befestigungsflansch aufweist. Der Befestigungsflansch weist zwei seitliche
Ausnehmungen auf, damit die Sitzplatte auf zusammengesteckte Stehelemente anordenbar
ist, wobei der Befestigungsflansch in entsprechend geformte Ausnehmungen in den Stehelementen
angeordnet wird. Durch eine Drehung der Sitzplatte relativ zu den Stehelementen ist
eine formschlüssige Verbindung der Sitzplatte mit den Stehelementen gegeben. Nachteilig
ist dabei, dass wiederum eine Weiterdrehung eine unerwünschte Loslösung der Verbindung
zwischen der Sitzplatte und den Stehelementen ermöglicht, weil der Formschluss im
Bereich der Ausnehmungen des Befestigungsflansches eben nicht mehr gegeben ist. Zudem
wird der Drehung kein Widerstand entgegengesetzt, sodass bei einer Benützung des Sitzmöbels
ein aufgrund der unfixierten Sitzplatte unangenehmes Sitzen die Folge ist. Des Weiteren
müssen bei der Zusammensetzung derartiger Sitzmöbel die Ausnehmungen im Befestigungsflansch
genau in der richtigen Winkelstellung auf die Stehelemente gesetzt werden, sodass
die Zusammensetzung des Möbels umständlich ist.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die obigen Nachteile zu vermeiden und ein
werkzeuglos zerleg- und zusammensetzbares Möbel zur Verfügung zu stellen, bei dem
in technisch einfacher Weise die jeweiligen Teile zusammensetzbar sind und wobei die
Verbindung dieser zusammengesetzten Teile eine ausreichend hohe Stabilität aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß weist das Möbel zwei zusammensteckbare Stehelemente und eine Möbelplatte
auf, wobei die Möbelplatte mit den zusammengesteckten Stehelementen verbindbar ist.
Insbesondere handelt es sich bei dem Möbel um ein Sitz- oder Tischmöbel und bei der
Möbelplatte um eine Sitzplatte oder eine Tischplatte. Dennoch sind auch andere Möbel,
die Stehelemente und eine damit verbindbare Möbelplatte aufwelsen, von der Erfindung
umfasst.
[0009] Zur Verbindung der Möbelplatte mit den Stehelementen ist vorgesehen, dass zumindest
eines der Stehelemente wenlgstens einen Befestigungsflansch aufweist, wobei in der
Möbelplatte zumindest eine entsprechende Ausnehmung zur Aufnahme des Befestigungsflansches
vorgesehen ist.
[0010] Indem nun in der zumindest eine Ausnehmungen Klemmbereiche vorgesehen sind, mittels
denen die Möbelplatte durch Drehen der Möbelplatte relativ zu den Stehelementen mit
den Stehelementen verriegelbar ist, ist zum einen ein einfacher Zusammenbau des Möbels
gewährleistet, da eine derartige Drehung eine besonders einfache Bewegungsform darstellt.
Zum anderen entsteht durch die Anordnung der Klemmbereiche in der Ausnehmung eine
auf einen Kraftschluss basierende Verbindung, wenn die Möbelplatte relativ zu den
Stehelementen entsprechend gedreht wird, sodass die Möbelplatte mit den Stehelementen
verriegelt ist. Dabei kann die Ausnehmung derart ausgebildet sein, dass zusätzlich
eine formschlüssige Verbindung gegeben ist. Im Vergleich zum Stand der Technik ist
durch die Klemmbereiche eine Weiterdrehung, wodurch ein unerwünschtes Abheben der
Möbelplatte von den Stehelementen leicht möglich wäre, nicht mehr möglich. Dadurch
weist die Verbindung der Möbelplatte mit den Stehelementen eine hohe Stabilität, d.h.
einen hohen mechanischen Zusammenhalt auf. Die kraftschlüssige Verbindung entsteht
dabei durch eine Normalkraft zwischen Teilen des Befestigungsflansches und der Klemmbereiche,
wobei eine Weiterdrehung durch Reibungskräfte verhindert wird, sodass erfindungsgemäße
eine Verriegelung gegeben ist.
[0011] Durch eine Drehung in die entgegengesetzte Richtung kann die kraftschlüssige Verbindung
in Folge der Klemmung mittels der Klemmbereiche wieder gelöst werden, sodass die Zerlegung
des zusammengesetzten Möbels genauso einfach wie das Zusammensetzen vonstatten gehen
kann.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die zumindest eine
Ausnehmung für den wenigstens einen Befestigungsflansch im Innenbereich einer Seite
der Möbelplatte angeordnet. In diesem Fall kann vorgesehen sein, dass die Ausnehmung
nur einen gewissen endlichen Teilbereich im Inneren der Möbelplatte umfasst, sodass
durch die Wandung der Ausnehmung in der Möbelplatte Anschlagflächen gegeben sind,
mittels denen die Drehung der Möbelplatte relativ zu den Stehelementen auf einen gewissen
Windelbereich beschränkt wird. Durch die Anordnung von Haltestegen in gewissen Teilbereichen
der Ausnehmung kann nach einer gewissen Drehung der Sitzmöbelplatte eine formschlüssige
Verbindung, die ein Abheben der Möbelplatte von den Stehelementen verhindert, realisiert
werden. Die Klemmbereiche sorgen in diesem Fall zusätzlich dazu für eine kraftschlüssige
Verbindung, die eine Verriegelung der Möbelplatte mit den Stehelementen ermöglicht.
Die Ausnehmung im Innenbereich der Möbelplatte schafft zusätzlich dazu die Möglichkeit,
dass die Außenseite des Möbels formschön und durchgehend ausgebildet ist, da diese
Ausnehmung beispielsweise im Innenbereich an der Unterseite des Möbels anordenbar
ist.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine als Sacköffnung ausgebildete Ausnehmung. Im Gegensatz
zu einer Durchtrittsöffnung ermöglicht eine derartige Sacköffnung eine gleichmäßige
und durchgehende Fläche der Möbelplatte, wobei diese Fläche jener Fläche, in der die
Ausnehmung angeordnet ist, gegenüberliegend ist. Falls das erfindungsgemäße Möbel
ein Sitzmöbel ist, ist die Ausnehmung an der der Sitzfläche entgegengesetzten Fläche
angeordnet. Die als Sacköffnung ausgebildete Ausnehmung ermöglicht damit eine durchgängige
und bündige Sitzfläche.
[0015] Aber auch für den Fall einer als Durchtrittsöffnung ausgebildeten Ausnehmung kann
eine bündige Sitzfläche ermöglicht werden, indem der Befestigungsflansch über eine
entsprechende Form und Größe verfügt, sodass er die Durchtrittsöffnung an jener Seite,
die von den Stehelementen in zusammengesetztem Zustand des Möbels abgewandt ist, möglichst
vollständig ausfüllt.
[0016] In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Klemmbereiche als ausgefräste Haltestege
ausgebildet, wobei die Haltestege zusätzlich die Aufgaben des Formschlusses ermöglichen
können. Sind beispielsweise die Haltestege relativ zu den zwei Flächen der Möbelplatte
schräg verlaufend angeordnet, wird bei einer Drehung der Möbelplatte relativ zu den
Stehelementen in eine gewisse Drehrichtung die Klemmkraft proportional zum Drehwinkel
erhöht. Die Klemmbereiche ermöglichen in diesem Fall eine Verbindung, wie sie bei
einer keilförmigen Verbindung auftreten. Die Haltestege können dabei der schiefen
Ebene des Keils und der Befestigungsflansch jenem Teil, der an der schiefen Ebene
des Keils anliegt, entsprechen.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist zumindest eines der Stehelemente
wenigstens einen Zentrierzapfen auf, der in ein in der Möbelplatte angeordnetes Zentrierloch
einführbar ist. Im zusammengesetzten Zustand ergeben dieser Zentrierzapfen und das
entsprechende Zentrierloch eine Zapfen-Loch-Verbindung. Für eine symmetrische, beispielsweise
kreisrunde, Möbelplatte, kann das Zentrierloch im Mittelpunkt der Möbelplatte angeordnet
sein. Generell löst ein derartiger Zentrierzapfen in Verbindung mit einem derartigen
Zentrierloch die Aufgabe, dass ein Aufsetzen der Möbelplatte auf die zusammengesteckten
Stehelemente möglichst einfach erfolgen kann. Sobald der Zentrierzapfen in das Zentrierloch
eingeführt ist, kann mit der Drehung der Möbelplatte relativ zu den Stehelementen
der Verriegelungsvorgang begonnen werden.
[0018] Statt in der Möbelplatte kann In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen
sein, dass das Zentrierloch In einem der Stehelemente angeordnet ist. In diesem Fall
weist die Möbelplatte den entsprechenden Zentrierzapfen auf. Sinn und Zweck der obigen
zwei Zapfen-Loch-Verbindungen entsprechen sich.
[0019] Zur weiteren Erhöhung des Zusammenhalts der Verbindung Kann die Verriegelungskraft
erhöht werden, wenn, wie in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
die Stehelemente wenigstens zwei Befestigungsflansche aufweisen. Entsprechend sind
dann in der Möbelplatte zwei Ausnehmungen zur Aufnahme der Befestigungsflansche vorgesehen.
Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass diese Befestigungsflansche auf einem einzigen
der Stehelemente angeordnet sind.
[0020] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest eines der Stehelemente wenigstens
eine Nut aufweist, durch die die Stehelemente vorzugsweise in einem Winkel von im
Wesentlichen 90° zusammensteckbar sind. Bevorzugt weist jedes der Stehelemente wenigstens
eine derartige Nut auf, wobei durch die Nut oder die Nuten die Stehelemente besonders
einfach zusammensteckbar sind, indem ein entsprechender Bereich eines der Stehelemente
in eine Nut, die im anderen Stehelement angeordnet ist, eingeschoben wird. Durch einen
Winkel von im Wesentlichen 90° ergibt sich eine kreuzförmige Auflagefläche der Stehelemente,
welche der Stabilität des zusammengesetzten Möbels zugute kommt. Die Nuten können
dabei beispielsweise einen im Wesentlichen zylindrischen Querschnitt aufweisen. Durch
ein derartiges Zusammenstecken der Stehelemente wird eine Feder-Nut-Verbindung zwischen
den Stehelementen gebildet, wobei der in die Nut eingeschobene Bereich des entsprechenden
Stehelements die Funktion der Feder übernimmt.
[0021] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Stehelemente jeweils einstückig ausgebildet sind.
In diesem Fall können die Befestigungsflansche ausgefräst sein. Es wäre aber auch
möglich, die Befestigungsflansche beispielsweise durch eine Verklebung oder andere
Befestigungsmethoden auf die Stehelemente anzuordnen.
[0022] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Stehelemente und zusätzlich oder alternativ die
Möbelplatte im Wesentlichen aus Holz bestehen, da derartige Holzmöbel eine gemeinhin
als angenehm empfundene Wohnatmosphäre schaffen. Dazu sind auch im Möbelbau verwendete
Holzwerkstoffplatten, Spanfaserplatten oder andere Holz umfassende Verbundplatten
zu zählen. Dennoch ist es auch möglich, dass die Stehelemente und/oder die Möbelplatte
Kunststoff oder Metall umfassen oder aus diesen Werkstoffen bestehen. Metallhaltige
Bauteile sind besonders stabil, während kunststoffhaltige Bauteile leicht und daher
besonders für einen Transport gut geeignet und zudem wetterfest sind.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass zur
Verstauung des Möbels die zusammensteckbaren Stehelemente im zerlegten Zustand des
Möbels aufeinander bzw. übereinander gestapelt werden. Zu diesem Zweck kann es vorgesehen
sein, dass die zwei Stehelemente im Wesentlichen ähnliche Ausmaße aufweisen. Indem
nun vorgesehen ist, dass in zumindest einem der Stehelemente wenigstens eine weitere
Ausnehmung angeordnet ist, wobei durch die wenigstens eine weitere Ausnehmung eine
Aufnahme für die Möbelplatte in den gestapelten Stehelementen ausgebildet ist, kann
die Möbelplatte in zerlegtem Zustand des Möbels in dieser Aufnahme angeordnet werden.
Es wird daher durch die aufeinander bzw. übereinander gestapelten Stehelemente ein
Stauraum für die Möbelplatte ausgebildet, wobei die Möbelplatte innerhalb bzw. zwischen
den Stehelementen des zerlegten Möbels verstaut werden kann. Dadurch ist einerseits
ein gemeinsames Verstauen der Einzelteile des Möbels möglich und es ergibt sich zudem
ein überaus geringer Stauraumbedarf. Auf gesonderte Befestigungsvorrichtungen zur
Fixierung der Möbelplatte in der von der weiteren Ausnehmung oder von den weiteren
Ausnehmungen gebildeten Aufnahme kann verzichtet werden. Dabei kann die wenigstens
eine weitere Ausnehmung und die daraus gebildete Aufnahme derart ausgebildet sein,
dass eine formschlüssige Verbindung zwischen der Möbelplatte und den übereinander
bzw. aufeinander gestapelten Stehelementen gegeben ist.
[0024] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in der wenigstens
einen weiteren Ausnehmung Haltemittel für die Möbelplatte angeordnet. Zusätzlich oder
alternativ kann die wenigstens eine weitere Ausnehmung selbst als Halteelement ausgebildet
sein. Zu derartigen Haltemitteln zählen beispielsweise Haltestege, die in der wenigstens
einen Ausnehmung z.B. durch Ausfräsen angeordnet sind. Diese Haltemittel können einerseits
zur Ausbildung einer formschlüssigen Verbindung der Möbelplatte in der durch die wenigstens
eine weitere Ausnehmung gebildeten Aufnahme dienen. Zu diesem Zweck können die Haltemittel
als nutförmige Einkerbung ausgebildet sein, die mit korrespondierenden Stegelementen
der Möbelplatte in formschlüssigen Eingriff bringbar ist, wodurch eine Feder-Nut-Verbindung
ausgebildet wird. Die Anordnungen der Einkerbung und der Stegelemente kann für diese
Zwecke auch vertauscht werden.
[0025] Andererseits kann durch diese Haltemittel oder durch die Ausbildung der weiteren
Ausnehmung als Halteelemente auch eine kraftschlüssige Verbindung realisiert werden.
Durch eine derartige kraftschlüssige Verbindung, die auf Reibung basiert, ist eine
noch stabilere Halterung der Möbelplatte in den übereinander bzw. aufeinander gestapelten
Stehelementen möglich, sodass das Möbel in zerlegtem Zustand auch besonders gut transportiert
werden kann. Zu diesem Zweck kann es vorgesehen sein, dass eine Verkeilung der Haltemittel
bzw. des Haltelements mit der Möbelplatte vorgesehen ist, beispielsweise durch eine
kraftschlüssige Ausbildung des obigen formschlüssigen Eingriffs.
[0026] Die weitere Ausnehmung(en) in den Stehelementen sind dabei dergestalt, dass die Möbelplatte
in dieser oder in diesen weiteren Ausnehmung(en) aufgenommen werden kann. Ist der
dadurch geschaffene Raum geringfügig kleiner als die Möbelplatte, kann die Mäbelplatte
in die weitere Ausnehmung(en) der Stehelemente eingeklemmt und somit von dieser oder
von diesen mittels einer Klemmkraft gehalten werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit
einer sicheren Verstauung des Möbels in zerlegtem Zustand, was wiederum für den Transport
des Möbels besonders gewünscht sein kann.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird eine erhöhte Stabilität der
Verbindung der zwei Stehelemente ermöglicht, indem zumindest eines der Stehelemente
wenigstens ein Nut aufweist, in die das andere Stehelement unter Ausbildung einer
Feder-Nut-Verbindung bereichsweise einschiebbar ist, wodurch die verbindbaren Stehelemente
zusammensteckbar sind. Üblicherweise bilden derartige Feder-Nut-Verbindungen eine
formschlüssige Verbindung, wobei jener Bereich des anderen Stehelements, der in die
Nut einschiebbar ist und somit als Feder ausgebildet ist bzw. der Feder einer Feder-Nut-Verbindung
entspricht, der Ausmaße der Nut entsprechende Ausmaße aufweisen muss. Weist jener
Bereich, der in die Nut eingeschoben wird, eine zu hohe Materialstärke auf, ist ein
Einschieben, also ein Verbinden der verbindbaren Stehelemente gar nicht mehr möglich.
Ist andererseits der einzuschiebende Bereich zu schwach, weist die Verbindung der
zwei Stehelemente ein Spiel auf, wodurch eine stabile Verbindung nicht realisierbar
ist. Aus diesem Grund sind bei herkömmlichen, formschlüssigen Feder-Nut-Verbindungen
hohe Anforderungen an die Fertigungstoleranzen zu stellen.
[0028] Das Stehelement, in dem die Nut angeordnet ist weist eine gewisse Elastizität auf,
sodass die Nut unter entsprechender Krafteinwirkung geringfügig aufweitbar ist. Dieser
Möglichkeit der Aufweitung sind aber enge Grenzen gesetzt. Ist nun vorgesehen, dass
im Bereich der Nut mehrere zusätzliche Ausnehmungen vorgesehen sind, die die Steifigkeit
des Stehelements herabsetzen, kann diese Möglichkeit der Aufweitung der Nut erhöht
werden. Das eine Stehelement ist also im Bereich der Nut etwas nachgiebiger, d.h.
etwas elastischer, sodass der Bereich des anderen Stehelements, der in die Nut eingeschoben
wird, eine Materialstärke aufweisen kann, die etwas größer als die Nut selbst ist.
Aufgrund der zusätzlichen Ausnehmungen ist nämlich die Steifigkeit des einen Stehelements
derart herabgesetzt, dass die Nut auseinandergedrückt werden kann, wodurch gleichzeitig
neben der formschlüssigen Verbindung eine kraftschlüssige Verbindung realisiert wird.
Der eingeschobene Bereich verspreizt die Nut und es entsteht eine keilförmige Verbindung
mit einer Klemmwirkung. Durch eine derartige formschlüssige und kraftschlüssige Verbindung
ist eine äußerst stabile Verbindung herstellbar. Die zusätzlichen Ausnehmungen bedeuten
in diesem Zusammenhang, dass diese zusätzlich zur Nut vorgesehen sind. Durch die zusätzlichen
Ausnehmungen wird gleichzeitig die Aufgabe gelöst, ein erfindungsgemäßes Möbel zur
Verfügung zu stellen, bei dem geringere Anforderungen an die Herstellungstoleranzen
für die Verbindung der verbindbaren Stehelemente gestellt werden.
[0029] Dabei kann durch den zusätzlich zum Formschluss der Feder-Nut-Verbindung realisierten
Kraftschluss infolge der Klemmwirkung eine Lagefixierung der zwel Stehelemente erreicht
werden.
[0030] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigt bzw.
zeigen:
- Fig. 1a bis 1c
- eine Draufsicht einer Sitzplatte und zwei Seitenansichten von zwei zusammensteckbaren
Stehelementen eines erfindungsgemäßen Sitzmöbels,
- Fig. 2a und 2b
- eine perspektivische Ansicht der Einzelteile des Sitzmöbels der Fig. 1 und eine perspektivische
Ansicht des Sitzmöbels im Transportzustand,
- Fig. 3a und 3b
- die Ansichten der Fig. 2a und 2b aus einem anderen Blickwinkel,
- Fig. 4a und 4b
- perspektivische Ansichten des Zusammenbaus des Sitzmöbels,
- Fig. 5a und 5b
- die Ansichten der Fig. 4a und 4b aus einem anderen Blickwinkel,
- Fig. 6a bis 6c
- perspektivische Ansichten einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Möbels,
- Fig. 7a bis 7c
- zwei perspektivische Detailansichten und eine Draufsicht der zusammengesteckten Stehelemente
und,
- Fig. 8a bis 8c
- eine Seitenansicht, eine Draufsicht und eine perspektivische Ansicht des Sitzmöbels
im Transportzustand.
[0031] Fig. 1a zeigt eine Draufsicht auf eine als Sitzplatte ausgebildete Möbelplatte 4.
Die Sitzplatte weist dabei ein etwa mittig angeordnetes Zentrierloch 7 auf, in das
ein entsprechender Zentrierzapfen 9, der an einem ersten Stehelement 2 angeordnet
ist, eingeschoben werden kann, um die Verbindung der Sitzplatte mit den zusammengesteckten
Stehelementen 2 und 3 zu erleichtern. Im Innenbereich der als Sitzplatte ausgebildeten
Möbelplatte 4 sind Ausnehmungen 6, 6' angeordnet, die als Haltestege ausgebildete
Klemmbereiche 8, 8' aufweisen. Die Ausnehmungen 6 und 6' dienen zur Aufnahme von Befestigungsflanschen
5 und 5', die auf einem zweiten Stehelement 3 angeordnet sind. Die Ausnehmungen 6,
6' weisen jeweils gegenüberliegende, kreisbogenförmige Wandungsabschnitte auf. Auch
die Klemmbereiche 8, 8' sind bogenförmig angeordnet. Diese bogenförmigen angeordneten
Klemmbereiche 8, 8' weisen dabei eine derartige Geometrie auf, dass die Befestigungsflansche
5 und 5' und damit die Möbelplatte 4 bei einer Drehung der Möbelplatte 4 in eine erste
Drehrichtung relativ zu den Stehelementen 2, 3 mit den Stehelementen 2, 3 verriegelt
werden, und bei einer entgegen gesetzten Drehung wieder entriegelt werden. In dieser
Ausführungsform sind die Ausnehmungen 6, 6' als Durchgangsloch ausgebildet. Die als
Haltestege ausgebildeten Klemmbereiche 8, 8' sind nicht entlang der gesamten Außenseite
der Wandung der Ausnehmungen 6, 6' angeordnet, damit die Befestigungsflansche 5, 5'
in die Bereiche 26 der Ausnehmungen 6, 6', wo keine Klemmbereiche 8, 8' angeordnet
sind, einsetzbar sind. In dieser Stellung kann die Möbelplatte 4 von den Stehelementen
2, 3 abgenommen werden. Durch die Drehung der Möbelplatte 4 um den Zentrierzapfen
9 werden die Klemmbereiche 8, 8' mit den entsprechenden Bereichen 16, 16' der Befestigungsflansche
5, 5' in Wirkverbindung gebracht.
[0032] In Fig. 1b ist ein erstes Stehelement 2 in einer Seitenansicht dargestellt. Das Stehelement
2 weist dabei zwei Stützbeine 10 auf. Im oberen Bereich des Stehelements 2 sind Grifflöcher
11 angeordnet, die zum Transport des zerlegten Möbels 11 dienen, insbesondere, wenn
sich dieses im Transportzustand befindet. Der Zentrierzapfen 9 dient zum leichteren
Zusammensetzen des Möbels 1, indem das Zentrierloch 7 der Möbelplatte 4 auf den Zentrierzapfen
9 aufgesetzt wird. In den Stützbeinen 10 sind Ausnehmungen 17, 17' in Form von Querschnittsabschwächungen
bzw. Materialabschwächungen angeordnet, die zusammen mit korrespondierenden Ausnehmungen
18, 18' des zweiten Stehelements 3 eine Aufnahme für die Möbelplatte 4 ausbilden,
wenn die Stehelemente 2 und 3 entsprechend aufeinander bzw. übereinander gestapelt
sind. Dabei weisen die Ausnehmungen 17, 17' sowie 18, 18' zur Aufnahme der Möbelplatte
4 derartige Ausmaße auf, dass sie zusammen mit der geometrischen Anordnung der Stützbeine
10 bzw. 20 die Möbelplatte 4 ohne externe Befestigungsmittel halten können. Mit anderen
Worten: Die Ausnehmungen 17, 17' sowie 18, 18' zur Aufnahme der Möbelplatte 4 sind
als Halteelement für die Möbelplatte 4 ausgebildet. Dadurch kann die Möbelplatte 4
in zerlegtem Zustand des Möbels 1 in den Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' gehalten werden.
Diese Anordnung dient als Transportzustand des Möbels 1. Die dafür nötige Haltekraft
wird dabei durch eine kraftschlüssige Verbindung erzeugt, wobei die Möbelplatte 4
von den Stützbeinen 10, 20 und den Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' eingeklemmt und somit
in ihrer Lage bezüglich den Stützbeinen 10, 20 fixiert wird.
[0033] Dieser Lagefixierung kommt zugute, dass die Stützbeine 10, 20 zumindest teilweise
elastisch ausgebildet sind. Beim Anordnen der Möbelplatte 4 in den Ausnehmungen 17,
17', 18, 18' werden aufgrund der Größenverhältnisse die Stützbeine 10 bzw. 20 etwas
auseinandergedrückt. Die Stabilität dieser Verbindung ist natürlich nur so groß gewählt,
dass die Möbelplatte 4, nachdem sie werkzeuglos in die durch die Ausnehmungen 17,
17', 18, 18' gebildete Aufnahme einsetzbar ist, auch wieder werkzeuglos aus dieser
Aufnahme entnehmbar ist. Die als Querschnittsabschwächungen ausgebildeten Ausnehmungen
17, 17', 18, 18' können dabei in Richtung der Außenseite des jeweiligen Stehelementes
2, 3 eine zunehmende Querschnittsdicke aufweisen, damit eine keilförmige Verbindung
der Möbelplatte 4 mit den Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' leichter realisierbar ist.
[0034] Die Querschnittsabschwächung der Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' ist dabei derart ausgebildet,
dass die Stapelhöhe der aufeinander bzw. übereinander gestapelten Stehelemente 2 und
3 durch die aufgenommene Möbelplatte 4 nicht oder nur unwesentlich geändert wird.
Mit anderen Worten: Die Stapelhöhe der aufeinander gestapelten Stehelemente 2, 3 ist
unabhängig davon, ob in der durch die Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' gebildete Aufnahme
die Möbelplatte 4 aufgenommen ist oder nicht.
[0035] Das erste Stehelement 2 weist eine Nut 12 auf, in die ein entsprechender Bereich
13 des zweiten Stehelements 3 einschiebbar ist. Durch dieses bereichweise Einschieben
werden die zwei Stehelemente 2, 3 zusammengesteckt, wobei die Stehelemente 2, 3 einen
Winkel von etwa 90° ausbilden, wodurch eine möglichst hohe Standfestigkeit des zusammengesetzten
Möbels 1, das in dieser Ausführungsform ein Sitzmöbel darstellt, gegeben ist. Durch
das Einschieben des Bereichs 13 des zweiten Stehelements 3 in die Nut 12 entsteht
eine Feder-Nut-Verbindung, die eine formschlüssige Verbindung zwischen den zwei Stehelementen
2 und 3 ermöglicht, falls die Breite der Nut 12 zumindest eine der Stärke des Materials
im Bereich 13 des Stehelements 3 entsprechend ist. Ist jedoch die Materialstärke im
Bereich 13 zu groß, kann dieser Bereich nicht in die Nut 12 eingeschoben werden. Aus
diesem Grund sind seitlich entlang der Längsseiten der Nut 12 schräg und beabstandet
zu diesen Längsseiten zusätzliche Ausnehmungen 19, 21, 19', 21' angeordnet. Weitere
zusätzliche Ausnehmungen 22, 22' sind in Form von Einbuchtungen an der ansonsten im
Wesentlichen einen zylindrischen Querschnitt aufweisenden Nut 12 angeordnet. Diese
symmetrisch bezüglich der Längsachse des Stehelements 2 angeordneten zusätzlichen
Ausnehmungen 19, 21, 22 sowie 19', 21', 22' dienen dazu, die Steifigkeit des Materials
des Stehelements 2, das ebenso wie das Stehelement 3 und die Möbelplatte 4 aus Holz
besteht, herabzusetzen. Durch diese herabgesetzte Steifigkeit ist die Nut 12 ähnlich
wie die Stützbeine 10 und 20 bei der Aufnahme der Möbelplatte 4 etwas elastisch bzw.
federnd, sodass der Bereich 13 auch dann in die Nut 12 eingeschoben werden kann, wenn
dessen Materialstärke geringfügig breiter als die Nut 12 ist. Die Ausmaße der Nut
12 sowie des darin einzuschiebenden Bereichs 13 sind dabei derart gewählt, dass ein
werkzeugloses Zusammenstecken und Zerlegen der Stehelemente 2 und 3 möglich ist.
[0036] Dadurch, dass infolge des eingeschobenen Bereiches 13 die Nut 12 etwas auseinandergedrückt
und verspreizt wird, entsteht eine Klemmkraft wie bei einer keilförmigen Verbindung,
wobei der Keil durch den eingeschobenen Bereich 13 ausgebildet ist. Zusätzlich zur
formschlüssigen Verbindung einer herkömmlichen Feder-Nut-Verbindung ist damit eine
kraftschlüssige Verbindung gegeben, sodass eine äußerst stabile Verbindung der zusammengesteckten
Stehelementen 2 und 3 realisierbar ist, wobei auf externe Befestigungsmittel, wie
beispielsweise Schrauben od. dgl. verzichtet werden kann, sodass ein werkzeugloses
Zerlegen und Zusammenbauen möglich ist, ohne Stabilitätseinbußen des zusammengesetzten
Möbels 1 hinnehmen zu müssen. Die Nut 12 weist eine Symmetrieachse, die der Symmetrieachse
des Stehelements 2 entspricht. Die zusätzlichen Ausnehmungen 19, 21, 22, 19', 21',
22' sind symmetrisch zu dieser Symmetrieachse angeordnet.
[0037] Fig. 1c zeigt das zweite Stehelement 3, das zwei Stützbeine 20 sowie die bereits
beschriebenen Ausnehmungen 18,18' zur Aufnahme der Möbelplatte 4 aufweisen. Der ebenfalls
bereits angeführte Bereich 13 wird in die Nut 12 des ersten Stehelements 2 eingeschoben.
Das zweite Stehelement 3 weist eine weitere Nut 14 auf, in die ein Bereich 15 des
ersten Stehelements 2 einschiebbar ist, sodass die zwei zusammengesteckten Stehelemente
2, 3 über eine weitere Feder-Nut-Verbindung verbunden sind, wodurch die Stabilität
des Möbels 1 im zusammengesetzten Zustand weiter erhöht wird. Die weitere Nut 14 weist
dabei zusätzliche Ausnehmungen 23, 24, 25, 23', 24', 25' auf, die es ermöglichen,
bei geeigneten Ausmaßen der weiteren Nut 14 und der Materialstärke des Bereichs 15,
dass der Bereich 15 in der weiteren Nut 14 mittels einer Klemmkraft gehalten ist.
Während der Bereich 13 in die Nut 12 von unten, d.h. von jener Seite, an der die Stützbeine
10 angeordnet sind, eingeschoben wird, wird der Bereich 15 in die weitere Nut 14 von
oben, also von der den Stützbeinen 20 entfernten Seite eingeschoben.
[0038] An jener Seite des zweiten Stehelements 3, an der die weitere Nut 14 angeordnet ist,
sind auch zwei Befestigungsflansche 5 und 5' angeordnet. Die Befestigungsflansche
5 und 5' weisen jeweils an der Außenseite des Stehelements 3 Vorsprünge sowie Bereiche
16 bzw. 16' auf, die in die als Haltestege ausgebildeten Klemmbereiche 8 und 8' für
die Verriegelung der Möbelplatte 4 eingreifen. Statt nur eines einzigen Vorsprungs
pro Befestigungsflansch 5 und 5' wäre es auch denkbar, jeweils zwei Vorsprünge anzuordnen.
In diesem Fall müssten die Ausnehmungen 6 und 6' weitere Klemmbereiche aufweisen,
die den bereits vorhandenen Klemmbereichen 8 und 8' gegenüber liegend angeordnet sein
müssten.
[0039] Fig. 2a zeigt eine perspektivische Ansicht des Möbels 1 in zeriegtem Zustand. Dabei
ist ersichtlich, dass die Ausnehmungen 6 und 6' für die Aufnahme der Befestigungshansche
5 und 5' als Durchgangslöcher ausgebildet sind. Es wäre aber auch möglich, diese als
Sacklöcher auszubilden. Schematisch erkennbar ist ebenfalls, wie die Möbelplatte 4
in die Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' In den Stützbeinen 10 und 20 aufnehmbar ist.
Bei der Aufnahme der Möbelplatte 4 werden die Stützbeine 10 und 20 etwas auseinandergedrückt,
sodass die Möbelplatte 4 mittels einer Klemmkraft gehalten wird.
[0040] In Fig. 2b ist das Möbel 1 in zerlegtem Zustand in einer weiteren perspektivischen
Ansicht dargestellt, wobei die Möbelplatte 4 in der von den Ausnehmungen 17, 17',
18, 18' gebildeten Aufnahme aufgenommen ist Dies ist der Transportzustand des Möbels
1. Deutlich zu erkennen ist, dass das Möbel 1 im Transportzustand äußerst kleine Ausmaße
aufweist, da die Stapelhöhe der aufeinander gestapelten Stehelemente 2 und 3 durch
die aufgenommene Möbelplatte 4 nicht oder nur unwesentlich verändert wird. Mittels
der Grifflöcher 11 im ersten Stehelement 2 kann das Möbel 1 im Transportzustand leicht
transportiert werden. Durch die mittels einer Klemmkraft gehaltene Möbelplatte 4 ist
eine einfache und werkzeuglose Verstaumöglichkeit für die Möbelplatte 4 gegeben.
[0041] Die Fig. 3a und 3b zeigen die Darstellungen der Fig. 2a und 2b aus einer anderen
Ansicht. In Fig. 3a sind dabei die Ausmaße der als Materialabschwächungen ausgebildeten
Ausnehmungen 17, 17', 18, 18', die zur Aufnahme der Möbelplatte 4 dienen, gut erkennbar.
Diese sind so gewählt, dass einerseits die Möbelplatte 4 von den Stützbeinen 10 und
20 eingeklemmt wird und andererseits die Stapelhöhe der aufeinander gestapelten Stehelemente
2 und 3 nicht oder nur unwesentlich verändert wird, wie dies anhand der Fig. 3b erkennbar
ist.
[0042] In Fig. 4a ist zu erkennen, wie das Möbel 1 zusammengesetzt wird, wobei die Stehelemente
2 und 3 zusammengesteckt werden, indem die Bereiche 13 und 15 in die Nuten 12 und
14 eingeschoben werden. Anschließend wird die Möbelplatte 4 mit den zusammengesteckten
Stehelementen 2, 3 verbunden, wobei die Möbelplatte 4 durch Einführen des Zentrierzapfens
9 in das Zentrierloch 7 zentral auf den Stehelementen 2, 3 angeordnet wird und in
die durch den Pfeil A gegebene Drehrichtung gedreht wird, wodurch die Möbelplatte
4 mit den Stehelementen 2, 3 verriegelt wird. Der Zentrierzapfen 9 dient dabei als
Drehachse. Beim Aufsetzen der Möbelplatte 4 auf die zusammengesteckten Stehelemente
2, 3 werden die Befestigungsflansche 5 und 5' in jenen Bereichen 26 der Ausnehmungen
6, 6' angeordnet, in denen keine Klemmbereiche 8, 8' angeordnet sind, wodurch ein
Einsetzen der Befestigungsflansche 5, 5' in die Ausnehmungen 6, 6' ermöglicht wird.
Durch eine Drehung der Möbelplatte 4 in Richtung des mit A markierten Pfeils werden
die als Haltestege ausgebildeten Klemmbereiche 8 und 8' in die Bereiche 16 bzw. 16'
unterhalb der Vorsprünge der Befestigungsflansche 5, 5' angeordnet. Dabei kann es
vorgesehen sein, dass die Querschnitte der als Haltestege ausgebildeten Klemmbereiche
8, 8' keilförmig zunehmend ausgebildet sind, sodass die Klemmbereiche 8, 8' mit den
Bereichen 16, 16' verkeilt werden und die Möbelplatte 4 letztendlich mit den zusammengesteckten
Stehelementen 2, 3 verriegelt ist. Mit anderen Worten: Die Möbelplatte 4 ist bezüglich
der Stehelemente 2, 3 lagefixiert, wobei infolge der Verklemmung eine Verriegelung
der Möbelplatte 4 mit den zusammengesteckten Stehelementen 2, 3 gegeben ist.
[0043] In Fig. 4b ist das Möbel 1 im zusammengesetzten Zustand dargestellt, wobei die Möbelplatte
4 mit den Stehelementen 2, 3 verriegelt ist. Erkennbar ist auch, wie der Bereich 13
in die Nut 12 unter Ausbildung einer Feder-Nut-Verbindung eingeschoben ist. Infolge
der zusätzlichen Ausnehmungen 19', 21', 22' sowie der nicht erkennbaren Ausnehmungen
19, 21 und 22 sind auch die Stehelemente 2, 3 bezüglich ihrer Lage fixiert und verriegelt,
da durch das Einschieben des Bereiches 13 in die Nut 12 eine Verklemmung erfolgt.
[0044] Die Fig. 5a und 5b zeigen die Ansichten der Fig. 4a und 4b aus einem anderen Blickwinkel,
wobei in Fig. 5a erkennbar ist, wie die Stehelemente 2 und 3 zusammengesteckt werden,
wobei der Bereich 13 des zweiten Stehelementes 3 in die Nut 12 von unten eingeschoben
wird, während der Bereich 15 des ersten Stehelementes 2 in die Nut 14 von oben eingeschoben
wird. Wie bereits oben dargelegt, erfolgt eine Lagefixierung der Stehelemente 2, 3
relativ zueinander unter Ausbildung einer Feder-Nut-Verbindung mit einem zusätzlichen
Kraftschluss, weil die Bereiche 13 bzw. 15 die Nuten 12 und 14 verspreizen. Je nach
Bauhöhe des Zentrierzapfens 9 sowie der Befestigungsflansche 5 und 5' ist auch bei
als Durchgangslöcher ausgebildeten Ausnehmungen 7 bzw. 6 und 6' eine bündige Sitzfläche
möglich. Eine bündige Sitzfläche ist noch leichter erreichbar, wenn diese Ausnehmungen
6, 6' bzw. das Zentrierloch 7 als Sacklöcher ausgebildet sind.
[0045] In den Fig. 6a bis 6c sind perspektivische Ansichten einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, wobei das Möbel 1 als Tischmöbel und die Möbelplatte 4
als Tischplatte ausgebildet sind. Wiederum weisen die Stehelemente 2, 3 jeweils zwei
Stützbeine 10, 20 auf, die über Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' zur Aufnahme der als
Tischplatte ausgebildeten Möbelplatte dienen. Die Ausnehmungen 6, 6' in der Möbelplatte
4 dienen zur Verriegelung der Möbelplatte 4 mit den zusammengesteckten Stehelementen
2, 3. Die Stehelemente 2, 3 weisen zwei Nuten 12 und 14 auf, die über zusätzliche
Ausnehmungen 19, 21, 22, 19', 21', 22' sowie 23, 24, 25, 23', 24', 25' verfügen, mit
denen eine Lagefixierung der Stehelemente 2, 3 relativ zueinander, wie oben dargelegt,
möglich ist.
[0046] Fig. 7a zeigt eine perspektivische Detailansicht der Stehelemente 2, 3 während des
Zusammensteckenvorgangs. Dabei wird der Bereich 15 des ersten Stehelements 2 von oben
in die weitere Nut 14 eingeschoben. Die Breite des ersten Stehelements 2 im Bereich
15 ist etwas größer als die entsprechende Breite der weiteren Nut 14. Aufgrund der
zusätzlichen Ausnehmungen 23, 24, 25 sowie 23', 24', 25' kann die weitere Nut 14 infolge
des Zusammensteckens auseinandergedrückt werden, sodass der Bereich 15 in weitere
Nut 14 einschlebbar Ist. Gleichzeitig weist das erste Stehelement 2 eine Nut 12 auf,
sodass infolge des Zusammensteckens der Bereich 13 des zweiten Stehelementes 3 von
unten in die Nut 12 einschiebbar ist. Auch im Bereich der Nut 12 sind zusätzliche
Ausnehmungen 19, 21, 22 sowie 19', 21', 22' angeordnet, durch die Elastizität dieses
Bereich des ersten Stehelementes 2 erhöht wird und die Nut 12 durch das Einschieben
des Bereichs 13 auseinandergedrückt werden kann.
[0047] In der perspektivischen Detailansicht der Fig. 7b sind die Stehelemente 2 und 3 im
zusammengesteckten Zustand dargestellt. Die durch die in die auseinander gedrückten
Nuten 12, 14 eingeschobenen Bereiche 13, 15 ist eine kraftschlüssige und damit äußerst
stabile Verbindung der Stehelemente 2, 3 ausgebildet.
[0048] Wie die Draufsicht der Fig. 7c der zusammengesteckten Stehelemente 2, 3 zeigt, sind
die Stehelemente 2, 3 in einem Winkel von ca. 90° zusammengesteckt, sodass sich eine
stabile Standfläche ausbildet.
[0049] Fig. 8a zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Möbels 1 im Transportzustand,
wobei die Möbelplatte 4 in den Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' der Stehelemente 2 und
3 gehalten ist. Die Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' weisen dabei derartige Ausmaße auf,
dass die Stapelhöhe der übereinander gestapelten Stehelemente 2, 3 durch die aufgenommene
Möbelplatte 4 nicht geändert ist.
[0050] Fig. 8b zeigt eine Draufsicht der übereinander gestapelten Stehelemente 2, 3 mit
aufgenommener Möbelplatte 4.
[0051] Fig. 8c zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Möbels 1 im Transportzustand,
d.h. die Stehelemente 2, 3 sind übereinander gestapelt und halten die Möbelplatte
4 in der durch die Ausnehmungen 17, 17', 18, 18' gebildeten Aufnahme.
1. Werkzeuglos zerleg- und zusammensetzbares Möbel, insbesondere Sitz-oder Tischmöbel,
umfassend zwei zusammensteckbare Stehelemente und eine mit den zusammengesteckten
Stehelemente verbindbare Möbelplatte, insbesondere Sitz- oder Tischplatte, wobei zumindest
eines der Stehelemente wenigstens einen Befestigungsflansch aufweist und wobei in
der Möbelplatte zumindest eine Ausnehmung zur Aufnahme des Befestigungsflansches vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (6, 6') Klemmbereiche (8, 8') aufweist, mittels denen
die Möbelplatte (4) durch Drehen der Möbelplatte (4) relativ zu den Stehelementen
(2, 3) mit den Stehelementen (2, 3) verriegelbar ist.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (6, 6') im Innenbereich einer Seite der Möbelplatte
(4) angeordnet ist.
3. Möbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (6, 6') als Sacköffnung ausgebildet ist.
4. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbereiche (8, 8') als ausgefräste Haltestege ausgebildet sind.
5. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Stehelemente (2, 3) wenigstens einen Zentrierzapfen (9) aufweist,
der in ein in der Möbelplatte (4) angeordnetes Zentrierloch (7) einführbar ist.
6. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Möbelplatte (4) wenigstens einen Zentrierzapfen aufweist, der in ein in einem
der Stehelemente (2, 3) angeordnetes Zentrierloch einführbar ist.
7. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stehelemente (2, 3) zwei Befestigungsflansche (5, 5') aufweisen, die vorzugsweise
auf einem der Stehelemente (2, 3) angeordnet sind.
8. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Stehelemente (2, 3) wenigstens eine Nut (12, 14) aufweist, durch
die die Stehelemente (2, 3) vorzugsweise in einem Winkel von im Wesentlichen 90° zusammensteckbar
sind.
9. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stehelemente (2, 3) jeweils einstückig ausgebildet sind.
10. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stehelemente (2, 3) und/oder die Möbelplatte (4) im Wesentlichen aus Holz bestehen.
11. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammensteckbaren Stehelemente (2, 3) im zerlegten Zustand des Möbels (1) aufeinander
stapelbar sind, wobei in zumindest einem der Stehelemente (2, 3) wenigstens eine weitere
Ausnehmung (17, 17', 18, 18') vorgesehen ist, und wobei durch die wenigstens eine
weitere Ausnehmung (17, 17', 18, 18') eine Aufnahme für die Möbelplatte (4) in den
gestapelten Stehelementen (2, 3) ausgebildet ist.
12. Möbel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der wenigstens einen weiteren Ausnehmung (17,17', 18, 18') Haltemittel für die
Möbelplatte (4) angeordnet sind und/oder die wenigstens eine weitere Ausnehmung (17,
17', 18, 18') als Halteelement für die Möbelplatte (4) ausgebildet ist.
13. Möbel nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stehelemente (2, 3) unter Ausbildung einer Feder-Nut-Verbindung zusammensteckbar
sind, wobei im Bereich der Nut (12, 14) mehrere die Steifigkeit des die Nut (12, 14)
aufweisenden Stehelements (2, 3) herabsetzende zusätzliche Ausnehmungen (19, 21, 22,
19', 21', 22') vorgesehen sind.
14. Möbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Nut (12, 14) im zusammengesteckten Zustand eingeschobene Bereich (13,
15) die Nut (12, 14) etwas auseinanderdrückt, wobei eine Klemmwirkung entsteht und
die zwei Stehelemente (2, 3) in ihren Lagen zueinander fixiert sind.