Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Unterseeboot mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Es sind konventionelle, d. h. nicht atomarbetriebene Unterseeboote bekannt, die mit
Brennstoffzellenanlagen zur Außenluft unabhängigen Energieversorgung ausgestattet
sind. Daneben gehören Unterseeboote zum Stand der Technik, die ebenfalls außenluftunabhängig
von einem nach dem Kreislaufverfahren arbeitenden Dieselmotor oder einem Stirling-Motor
angetrieben werden. Sowohl Diesel- und Stirling-Motoren als auch Methanolreformer
zur Wasserstoffgewinnung für Brennstoffzellen erzeugen CO
2, das während der Tauchfahrt aus dem Unterseeboot ausgebracht werden muss.
[0003] Das CO
2 kann in der Regel nicht gasförmig aus dem Unterseeboot ausgebracht werden, da die
an die Wasseroberfläche aufsteigenden Gasblasen die Signatur des Unterseeboots deutlich
erhöhen. Daher wird das Gas zunächst in Wasser gelöst und dann aus dem Unterseeboot
abgeführt. Allerdings lässt sich nicht das gesamte CO
2 in Wasser lösen, so dass ein aus dem Unterseeboot ausströmendes CO
2 -WasserGemisch immer Mikroblasen enthält, die gegebenenfalls strömungskritische Bereiche
des Unterseeboots negativ beeinflussen können, insbesondere die akustischen Ortungsanlagen.
[0004] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Unterseeboot
zu schaffen, aus dem während der Tauchfahrt ein Fluid in einer Weise abgelassen werden
kann, dass dieses Fluid strömungskritische Bereiche allenfalls vernachlässigbar und
vorzugsweise gar nicht beeinflusst.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Unterseeboot mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Unterseeboots ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung. Hierbei können
gemäß der Erfindung die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale jeweils für sich,
aber auch in Kombination, die erfindungsgemäße Lösung gemäß Anspruch 1 weiter ausgestalten.
[0006] Das erfindungsgemäße Unterseeboot weist in üblicher Weise einen Propellerantrieb
auf. Dieser Propellerantrieb verfügt über mindestens einen außenseitig, d. h. außerhalb
des Unterseeboots angeordneten Propeller und eine durch den Druckkörper des Unterseeboots
geführte Antriebswelle, die an einem Ende den Propeller trägt und mit einem Antrieb
bewegungsgekoppelt ist. Gemäß der Erfindung ist die Antriebswelle als eine Hohlwelle
ausgebildet und es sind Mittel zum Ausbringen von mindestens einem Fluid aus dem Unterseeboot
durch die Hohlwelle vorgesehen.
[0007] Bei dem Fluid kann es sich um Flüssigkeiten oder Gase handeln. In der Regel wird
das Fluid in einer Flüssigkeit und vorzugsweise in Wasser gelöstes CO
2 oder in Flüssigkeiten bzw. Wasser gelöste andere Gase sein. Diese Fluide werden mit
den Mitteln zum Ausbringen des Fluids über die hohle Antriebswelle hinter dem Propeller
des Unterseeboots, also in Fahrtrichtung hinter dem gesamten Unterseeboot ausgelassen,
so dass in dem Fluid befindliche Gasbläschen das Unterseeboot und demzufolge typischerweise
auch strömungskritische Bereiche des Unterseeboots, nicht umströmen können.
[0008] Prinzipiell ist es möglich, das Fluid mittels Hohlwellen durch die der Antriebswelle
vorgelagerten Baugruppen, wie z. B. Antriebsmotor, Kupplung und Drucklager zu leiten.
Allerdings ist eine solche Ausgestaltung mit einem erheblichen konstruktiven Aufwand
verbunden. Daher ist zum Einbringen des Fluids in die Antriebswelle bevorzugt vorgesehen,
eine Drehdurchführung um die Antriebswelle anzuordnen. Unter einer Drehdurchführung
ist ein um die rotierende Antriebswelle angeordnetes feststehendes Gehäuse zu verstehen,
das gegenüber der Antriebswelle fluiddicht abgedichtet ist. Mit einer Pumpe kann das
Fluid über eine Zufuhrleitung in das Gehäuse der Drehdurchführung gepumpt werden,
wo es über mindestens eine und vorzugsweise über mehrere an der Antriebswelle im Bereich
des Gehäuseinneren ausgebildete Bohrungen in das hohle Innere der Antriebswelle und
von dort aus dem Unterseeboot strömen kann. Vorteilhaft ist eine solche Drehdurchführung
an der Antriebswelle in einem Bereich angeordnet, der zwischen dem Propeller und einer
die Antriebswelle mit dem Antriebsmotor wirkungsverbindenden Kupplung gelegen ist.
[0009] Damit über die Antriebswelle kein Umgebungswasser des Unterseeboots in das Innere
des Druckkörpers eindringen kann, ist die Antriebswelle zweckmäßigerweise an ihrem
im Druckkörper angeordneten Ende fluiddicht verschlossen. Demzufolge kann an dem im
Druckkörper befindlichen Ende der Antriebswelle ein Verschluss z. B. in Form einer
dort aufgeschweißten Scheibe angeordnet sein oder die sich in dem Druckkörper an die
Antriebswelle anschließende Kupplung bildet einen solchen Verschluss.
[0010] Um zu verhindern, dass das unter Druck stehende Fluid aus der Drehdurchführung dort,
wo die Antriebswelle durch die Drehdurchführung geführt ist, austreten kann, sind
vorteilhaft Radialdichtungen vorgesehen, die die Drehdurchführung gegen die Antriebswelle
abdichten. Diese Radialdichtungen, bei denen es sich beispielsweise um übliche Radialwellendichtringe
handeln kann, sind typischerweise so ausgelegt, dass sie dem in der Drehdurchführung
herrschenden Fluiddruck standhalten.
[0011] Die Antriebswellen von Unterseebooten sind in der Regel in wassergeschmierten Gleitlagern
gelagert. Dort ändern die Antriebswellen je nach Belastung ihre Position, d. h., sie
sind in radialer Richtung beweglich. Um solche Radialbewegungen der Antriebswelle
auszugleichen, sind die Radialdichtungen bevorzugt in radialer Richtung elastisch
gelagert. So können die Radialdichtungen mit einem gewissen radialen Spiel zwischen
der Drehdurchführung und der Antriebswelle angeordnet sein. Optional ist es auch möglich,
die gesamte Drehdurchführung auf der Antriebswelle radial beweglich zu lagern, was
allerdings mit einem deutlich größeren konstruktiven Aufwand verbunden ist.
[0012] Die Drehdurchführung kann vorteilhaft innerhalb des Druckkörpers des Unterseeboots
angeordnet sein. Dementsprechend wird das aus dem Unterseeboot auszubringende Fluid
in dem Druckkörper in die Antriebswelle eingeleitet. Beispielsweise kann die Drehdurchführung
im Druckkörperinneren in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem an der Druckkörperwandung
ausgebildeten Stevenrohrlager angeordnet sein. Die Anordnung der Drehdurchführung
innerhalb des Druckkörpers ermöglicht es, Wartungs- oder Reparaturarbeiten an der
Drehdurchführung bzw. den Austausch der Drehdurchführung im schwimmenden Zustand des
Unterseeboots vorzunehmen, da hierzu lediglich die an dem Propeller befindliche Öffnung
der Antriebswelle von einem Taucher abgedichtet werden muss und Dichtmittel vorgesehen
sein müssen, die den Druckkörper des Unterseeboots gegen die Antriebswelle bei Stillstand
der Antriebswelle abdichten.
[0013] Alternativ kann es auch sinnvoll sein, die Drehdurchführung außerhalb des Druckkörpers
anzuordnen. Gegenüber einer Anordnung der Drehdurchführung im Druckkörperinneren hat
diese Anordnung der Drehdurchführung den Vorteil, dass gegebenenfalls an der Drehdurchführung
auftretende Leckagen keine nennenswerten Auswirkungen haben. Darüber hinaus können
die Dichtungen der Drehdurchführungen gegenüber den bei einer im Druckkörperinneren
angeordneten Drehdurchführung verwendeten Dichtungen für kleinere Druckdifferenzen
ausgelegt werden. Allerdings ist es bei einer Anordnung der Drehdurchführung außerhalb
des Druckkörpers erforderlich, für die Fluidleitung zu der Drehdurchführung eine zusätzliche
Druckkörperdurchführung vorzusehen. Des Weiteren können Reparaturen bzw. der Austausch
der Drehdurchführung nur im Trockenen, beispielsweise in einem Dock vorgenommen werden.
[0014] Unterseeboote weisen üblicherweise in bug- und heckseitiger Verlängerung des Druckkörpers
Tauchzellen auf. Vorteilhaft kann die Drehdurchführung in der sich heckseitig an den
Druckkörper anschließenden Tauchzelle angeordnet sein. Wie bereits angemerkt worden
ist, sind die Antriebswellen von Unterseebooten üblicherweise in wassergeschmierten
Gleitlagern gelagert. Diese Gleitlager werden mit Kühlwasser gekühlt. Zur Kühlwasserführung
außerhalb des Druckkörpers dient bevorzugt ein Rohr, das die Antriebswelle umgibt,
d. h., die Antriebswelle ist außerhalb des Druckkörpers vorzugsweise in einem zur
Kühlwasserführung dienenden Rohr angeordnet. Bei einer Anordnung der Drehdurchführung
in der Tauchzelle ist das zur Kühlwasserführung dienende Rohr durch die Drehdurchführung
zweigeteilt. Zweckmäßigerweise ist daher das Kühlwasser um die Drehdurchführung herum
zu leiten. Hierzu ist vorzugsweise vorgesehen, an dem zur Kühlmittelführung dienenden
Rohr eine Bypassleitung um die Drehdurchführung herum anzuordnen.
[0015] Weiter vorteilhaft kann die Drehdurchführung auch außerhalb einer die Tauchzelle
begrenzenden Außenhaut angeordnet sein. An dem heckseitigen Ende der die Tauchzelle
begrenzenden Außenhaut ist üblicherweise ein Stevenrohrlager zur Führung der Antriebswelle
angeordnet. Bei einer Anordnung der Durchführung außerhalb der Tauchzelle kann die
Drehdurchführung beispielsweise in einem Bereich zwischen diesem Stevenrohrlager und
dem Propeller angeordnet sein. Dies ist insofern vorteilhaft, als die Drehdurchführung,
obwohl sie bei dieser Anordnung auch im Trockenen, d.h. in einem Dock gewartet bzw.
ausgetauscht werden muss, im Vergleich zu einer Anordnung in der Tauchzelle, besser
zugänglich ist. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Bohrungen an der Antriebswelle
zur Einleitung des Fluids in die Antriebswelle in der höchsten Belastungszone der
Antriebswelle angeordnet sind und eine sehr lange Fluidzufuhrleitung von dem Druckkörper
zu der Drehdurchführung benötigt wird.
[0016] Nachfolgend ist die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- in stark vereinfachter schematischer Darstellung ein Unterseeboot in einem Längsschnitt
und
- Fig. 2
- einen Heckbereich des in Fig. 1 dargestellten Unterseeboots in einem Längsschnitt.
[0017] Das dargestellte militärische Unterseeboot weist einen Druckkörper 2 auf, der von
einer druckfesten Druckkörperwandung 4 begrenzt wird. In bugseitiger Verlängerung
des Druckkörpers 2 ist eine vordere Tauchzelle 6 angeordnet und in heckseitiger Verlängerung
des Druckkörpers 2 ist eine hintere Tauchzelle 8 angeordnet. Die Tauchzellen 6 und
8 sind von einer Außenhaut 10 umgeben.
[0018] Das Unterseeboot weist einen Propellerantrieb mit einem am Heck des Unterseeboots
angeordneten Propeller 12 auf. Der Propeller 12 ist an einem an dem Heck des Unterseeboots
austretenden Antriebswelle 14 befestigt, die über eine Kupplung 16 mit einem Antriebsmotor
18 bewegungsgekoppelt ist. Die Antriebswelle 14 ist als eine Hohlwelle ausgebildet,
die an ihrem den Propeller 12 tragenden Ende offen und an ihrem im Druckkörper angeordneten
Ende verschlossen ausgebildet ist.
[0019] Im Bereich der Tauchzelle 8 ist die Antriebswelle in zwei Stevenrohrlagern 20 und
22 geführt. Das Stevenrohrlager 20 schließt sich heckseitig an die Druckkörperwandung
4 an, während das Stevenrohrlager 22 an dem heckseitigen Ende der Tauchzelle 8 angeordnet
ist. In dem Stevenrohrlager 20 ist die Antriebswelle 14 in einem wassergekühlten Gleitlager
24 und in dem Stevenrohrlager 22 in einem wassergekühlten Gleitlager 26 gelagert.
Das Wasser zur Wasserkühlung der Gleitlager 24 und 26 wird über eine in dem Druckkörper
2 angeordnete Kühlwasserleitung 28, die an dem Stevenrohrlager 20 druckkörperseitig
des Gleitlagers 24 mündet, zugeführt. Von dem Gleitlager 24 wird das Kühlwasser über
ein Rohr 30, das die Antriebswelle 14 mit Abstand umgibt und sich von dem Stevenrohrlager
20 zu dem Stevenrohrlager 22 erstreckt, zu dem Gleitlager 26 geführt.
[0020] Die hohle Antriebswelle 14 dient zum Ausbringen von Fluiden aus dem Inneren des Druckkörpers
2 in Fahrtrichtung hinter dem gesamten Unterseeboot. Insbesondere dient die Antriebswelle
14 dazu, das von einem Methanolreformer zur Wasserstoffgewinnung für Brennstoffzellen
bzw. das von einem Diesel- oder Stirling-Motor freigegebene CO
2 in Wasser gelöst aus dem Unterseeboot abzuführen. Das Fluid wird nicht direkt an
dem offenen Ende der Antriebswelle 14 ausgebracht, stattdessen ist an der Antriebswelle
14 in Fahrtrichtung des Unterseeboots hinter dem Propeller 12 eine Propellerhaube
31 angebracht, die eine Verlängerung des von der Antriebswelle 14 gebildeten Strömungskanal
bildet.
[0021] Um das Fluid in die Antriebswelle 14 einzuleiten ist eine Drehdurchführung 32 vorgesehen.
In den Zeichnungsfiguren sind drei Drehdurchführungen 32 dargestellt, von denen eine
Drehdurchführung 32 in dem Druckkörper 2 an der in Fig. 2 mit Position I bezeichneten
Stelle angeordnet ist, die zweite Drehdurchführung 32 an Position II innerhalb der
Tauchzelle 8 angeordnet ist und die dritte Drehdurchführung 32 an Position III außenseitig
der Außenhaut 10 angeordnet ist. Es sei darauf hingewiesen, dass die Positionen I,
II und III alternative Anordnungsposition für die Drehdurchführung 32 darstellen,
wobei das Unterseeboot aber nur eine der drei gezeigten Drehdurchführungen 32 aufweist.
[0022] Die in Position I dargestellte Drehdurchführung 32 ist in dem Druckkörper 2 an einem
Abschnitt der Antriebswelle 14 zwischen der Druckkörperwandung 4 und der Kupplung
16 angeordnet, wobei sie sich direkt an das Stevenrohrlager 20 anschließt. Sie weist
ein Gehäuse 34 auf, das feststehend um die rotierende Antriebswelle 14 angeordnet
ist. Das Gehäuse 34 bildet einen Hohlraum um die Antriebswelle 14. In diesen Hohlraum
des Gehäuses 34 wird das aus dem Unterseeboot auszubringende Fluid mittels einer Pumpe
36 über eine Zuführleitung 38 eingeleitet. Von dort wird das Fluid über im Bereich
des Hohlraums des Gehäuses 34 an der Antriebswelle 14 über ihren Umfang verteilt ausgebildete
Bohrungen 40 in das Innere der Antriebswelle 14 geleitet. Um zu verhindern, dass über
die Antriebswelle 14 und die Drehdurchführung 32 Seewasser in den Druckkörper 2 eindringen
kann, ist in der Zuführleitung 38 ein entgegen der Pumprichtung der Pumpe 36 schließendes
Ventil 42 als Rückschlagventil angeordnet. An dem dem Stevenrohrlager 20 zugewandten
Ende des Hohlraums des Gehäuses 34 ist eine Radialdichtung 44 angeordnet. Diese Radialdichtung
ist in radialer Richtung flexibel und kann so Bewegungen der Antriebswelle 14 quer
zu deren Längsausdehnung ausgleichen. An dem der Kupplung 16 zugewandten Ende der
Drehdurchführung 32 ist die Drehdurchführung 32 mittels einer Gleitringdichtung 46
gegenüber der Antriebswelle 14 abgedichtet. Um bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten,
d.h. bei Stillstand der Antriebwelle 14 ein Eindringen von Wasser in das Gehäuse 34
der Drehdurchführung 32 zu verhindern, ist an der Drehdurchführung in einem Bereich
zwischen der Radialdichtung 44 und dem Stevenrohrlager 20 eine betätigbare Stillstandsdichtung
48 und außenseitig der Gleitringdichtung 46 eine ebenfalls betätigbare Stillstandsdichtung
50 angeordnet.
[0023] Ist die Drehdurchführung 32 in Position II in der Tauchzelle 8 angeordnet, so ist
das Rohr 30 zweiteilig ausgebildet. Um ein Überströmen des Kühlwassers von dem Gleitlager
24 zu dem Gleitlager 26 zu ermöglichen, ist eine die beiden Teile des Rohres 30 verbindende
und die Drehdurchführung 32 überbrückender Bypassleitung 52 vorgesehen. Die in Position
II dargestellte Drehdurchführung 32 weist ein Gehäuse 54 auf. Der von dem Gehäuse
54 gebildete Hohlraum um die Antriebswelle 14 wird mittels zweier Radialdichtungen
44 gegenüber der Antriebswelle 14 abgedichtet. Zur Einleitung des der Drehdurchführung
32 zugeführten Fluids in die Antriebswelle 14 sind in einem im Inneren des Gehäuses
54 der Drehdurchführung 32 angeordneten Bereich der Antriebswelle 14 über deren Umfang
verteilt mehrere Bohrungen 56 ausgebildet.
[0024] Bei einer in der Position III angeordneten Drehdurchführung 32 ist die Drehdurchführung
32 außenseitig der die Tauchzelle 8 umgebenden Außenhaut 10 angeordnet, wobei sich
die Drehdurchführung 32 direkt an das heckseitige Ende des Stevenrohrlagers 22 anschließt.
Diese Drehdurchführung 32 weist ein Gehäuse 58 auf. Auch hier wird der von dem Gehäuse
58 gebildete Hohlraum um die Antriebswelle 14 mittels zweier Radialdichtungen 44 gegenüber
der Antriebswelle 14 abgedichtet. Des Weiteren sind auch hier zur Einleitung des der
Drehdurchführung 32 zugeführten Fluids in die Antriebswelle 14 in einem im Inneren
des Gehäuses 58 der Drehdurchführung 32 angeordneten Bereich der Antriebswelle 14
über deren Umfang verteilt mehrere Bohrungen 60 ausgebildet. Das Gehäuse 58 ist derart
ausgebildet, dass es strömungsgünstig einen mit der Außenhaut 10 fluchtenden Übergang
bildet. Wenn die Drehdurchführung 32 in der Position II oder in der Position III angeordnet
ist, ist eine Druckkörperdurchführung 62 erforderlich, durch die die Zuführleitung
38 von dem Inneren des Druckkörpers 2 zu der betreffenden Drehdurchführung 32 geführt
ist. Auch in diesem Fall ist im Inneren des Druckkörpers 2 in der Zuführleitung 38
ein Ventil 42 vorzusehen, das das Eindringen von Seewasser in den Druckkörper 2 verhindert.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 2
- - Druckkörper
- 4
- - Druckkörperwandung
- 6
- - Tauchzelle
- 8
- - Tauchzelle
- 10
- - Außenhaut
- 12
- - Propeller
- 14
- - Antriebswelle
- 16
- - Kupplung
- 18
- - Antriebsmotor
- 20
- - Stevenrohrlager
- 22
- - Stevenrohrlager
- 24
- - Gleitlager
- 26
- - Gleitlager
- 28
- - Kühlwasserleitung
- 30
- - Rohr
- 31
- - Propellerhaube
- 32
- - Drehdurchführung
- 34
- - Gehäuse
- 36
- - Pumpe
- 38
- - Zuführleitung
- 40
- - Bohrung
- 42
- - Rückschlagventil
- 44
- - Radialdichtung
- 46
- - Gleitringdichtung
- 48
- - Stillstandsdichtung
- 50
- - Stillstandsdichtung
- 52
- - Bypassleitung
- 54
- - Gehäuse
- 56
- - Bohrung
- 58
- - Gehäuse
- 60
- - Bohrung
- 62
- - Druckkörperdurchführung
- I
- - Position
- II
- - Position
- III
- - Position
1. Unterseeboot mit einem Propellerantrieb, mit mindestens einem außenseitig angeordneten
Propeller (12) und mit einer durch den Druckkörper (2) des Unterseeboots geführten
Antriebswelle (14), die an einem Ende den Propeller (12) trägt und mit einem Antrieb
bewegungsgekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) als Hohlwelle ausgebildet ist und dass Mittel zum Ausbringen
von mindestens einem Fluid aus dem Unterseeboot durch die Hohlwelle (14) vorgesehen
sind.
2. Unterseeboot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einbringen des Fluids in die Antriebswelle (14) um diese eine Drehdurchführung
(32) angeordnet ist.
3. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) an ihrem im Druckkörper (2) angeordneten Ende fluiddicht verschlossen
ist.
4. Unterseeboot nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Radialdichtungen (44) die Drehdurchführung (32) gegen die Antriebswelle (14) abdichten.
5. Unterseeboot nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtungen (44) in radialer Richtung elastisch gelagert sind.
6. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (32) innerhalb des Druckkörpers (2) angeordnet ist.
7. Unterseeboot nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (32) außerhalb des Druckkörpers (2) angeordnet ist.
8. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (32) in einer sich heckseitig an den Druckkörper (2) anschließenden
Tauchzelle (8) angeordnet ist.
9. Unterseeboot nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) außerhalb des Druckkörpers (2) in einem zur Kühlwasserführung
dienenden Rohr (30) angeordnet ist, wobei an dem Rohr (30) eine Bypassleitung (52)
um die Drehdurchführung (34) herum angeordnet ist.
10. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (32) außerhalb einer die Tauchzelle (8) begrenzenden Außenhaut
(10) des Unterseeboots angeordnet ist.