Beschreibung
VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINER STROMERFASSUNGSEINRICHTUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Stromerfassungseinrichtung
wie sie beispielsweise bei Stromzählern bzw. Energiezählern verwendet wird.
[0002] Zur Stromerfassung bzw. Energieerfassung sind verschiedenartige elektronische Stromzähler
bekannt, welche zunehmend im Industrie- und Haushaltsbereich die mechanischen Ferraris-Zähler
ablösen und die eine Stromerfassung mit mechanisch und elektrisch unterschiedlich
aufgebauten Anordnungen durchführen. Neben einer Stromerfassung mit Mess-Shunts, Rogowski-Spulen
oder Hall-Elementen sind auch Stromwandler auf Basis von weichmagnetischen Ringkernen,
insbesondere Ringbandkernen, als magnetische Module in Stromzählern verbreitet. Ein
magnetisches Modul (Stromwandler, Transformator) bewirkt eine galvanische Netztrennung
und liefert eine präzise Messgröße in Form einer Signalspannung an einem Bürdenwiderstand.
Die Anforderungen an Amplitudengenauigkeit, Phasengenauigkeit und Linearität werden
durch IEC 62053, -21, -23 bzw. vormals 1036 in Europa sowie ANSI C12.xx in den USA
festgelegt und sind beispielsweise dem Firmenprospekt "VAC-Stromtransformatoren für
elektronische Energie-Zähler", der Vacuumschmelze, Oktober 1998 zu entnehmen. Stromwandler
für elektronische Energie-Zähler sind allgemein auch aus dem Firmenprospekt "Stromtransformatoren
für elektronische Energie-Zähler" der Vacuumschmelze 2002 bekannt. Solche Stromwandler
verwendende Energiezähler (auch Watthour-Meter genannt) dienen als amtlich zugelassenes
Messmittel, um von einem Verbraucher genutzten, den Energieverbrauch repräsentierenden
elektrischen Strom kostenmäßig gegenüber den Energieversorgungsunternehmen abzurechnen.
[0003] Üblich ist ein Aufbau aus sogenannte Primärleiter bildenden Stromschienen und einem
dazu passenden Ringkern-Stromwandler zur Erfassung von Verbrauchsströmen. In den USA
und anderen Ländern verbreitete steckbare Stromzähler haben auf der Rückseite genormte
rechteckige Anschlussfahnen, welche bei einer Montage des Stromzählers in Steckplätze
mit passenden Federkontakten eingeschoben werden. Diese Anschlüsse mit einem Querschnitt
von ca. a x 2,5 mm dienen der Ein- und Ausleitung des Verbrauchsstromes, welcher bei
110 V-Systemen maximal ca. 200-480 A
eff beträgt. Als Breite a des Querschnitts wird beispielsweise a=19 mm bei einem maximalen
Strom von Imax=320A
eff angesetzt. Üblicherweise werden die Ströme der drei Phasen des Wechselstromnetzes
in den Stromzähler hinein, durch ein Stromerfassungs-System hindurch und wieder aus
dem Stromzähler heraus geleitet.
[0004] Der Stromwandler kann nun so ausgebildet werden, dass eine Stromschiene beispielsweise
der Größe 19 x 2,5 mm durch ein Innenloch des Stromwandlers durchgesteckt werden kann.
Der Bereich der Stromschiene, auf welcher der Stromwandler angeordnet werden soll,
kann auch einen runden Querschnitt haben, so dass das Innenloch des Stromwandlers
kleiner ausgelegt und demzufolge ein kleinerer und preiswerterer Ringbandkern eingesetzt
werden kann. Selbst bei ansonsten gleicher Herstellzeit des Kerns und gleicher Bewickelzeit
sind der Verbrauch an hochwertigem Magnetmaterial sowie die Prozessschritte einer
Wärmebehandlung und einer Beschichtung umso günstiger, je kleiner der Durchmesser
des Kerns ist. Die Herstellung einer dafür geeigneten Stromschiene erfolgt durch die
Bereitstellung einer U-förmigen Leiteranordnung mit verschiedenen Abschnitten. Ein
zentraler Verbindungsabschnitt mit rundem Querschnitt dient als Element des Stromleiters
zum Hindurchführen durch die entsprechende Öffnung in dem Stromwandler. Zwei Anschlussleiterabschnitte
mit rechteckigem Querschnitt dienen zum Anschließen des Stromleiters in Form der für
sich bekannten oben bereits erläuterten Steckverbindungen.
[0005] Bei der Montage des Stromwandlers auf einem einstückigen Primärleiter ist es nun
zwangsläufig erforderlich den induktiven Wandler auf dem Primärleiter samt dessen
Anschlusskontakten aufzustecken. Damit wird der minimale Innendurchmesser des Magnetwandlers
bei einem aus einem Stück gefertigten Primärleiter zwangsläufig durch die Größe des
Steckkontaktes bestimmt.
[0006] Wird der Primärleiter aus mehreren Einzelteilen gefertigt besteht zwar die Möglichkeit,
den Innendurchmesser des induktiven Stromwandlers auf das von der elektromagnetischen
Auslegung mögliche Minimum anzupassen, es muss dabei jedoch ein erhöhter Aufwand beim
Zusammenbau der Primärstromschiene in Kauf genommen werden. Die Leiteranordnung besteht
dabei aus drei Metallteilen mit zueinander verschiedenen Querschnitten, wobei die
beiden Enden des runden Stromleiters an den abgeflachten Oberflächen der rechteckigen
Anschlussleiter zu befestigen sind. Übliche Fügeverfahren bei der Herstellung von
Stromschienen aus beispielsweise drei Einzelteilen sind dabei Hartlöt- und Schweißverfahren.
Bei beiden Verfahren ist es zwingend erforderlich den Stromwandler vor der beim Fügeprozess
entstehenden Wärme zu schützen, wozu aufwändige Konstruktionen mit Kühlzangen zwischen
Fügestelle und Stromwandler erforderlich sind.
[0007] Ein weiterer Nachteil dieser Verfahren sind die sehr eingeschränkten Möglichkeiten
der Prozesskontrolle des Fügeverfahrens. Eine sichere Kontrolle der Verbindungsstelle
ist praktisch nur durch eine zerstörende Prüfung möglich.
Um diese Nachteile der thermischen Fügeverfahren zu umgehen wurde beispielsweise in
der
DE 10 2004 058 452 vorgeschlagen den Fügeprozess in Form einer Kaltpressverschweißung durchzuführen.
Bei diesem Verfahren vermeidet man zwar den Wärmeeintrag während des Fügeprozesses,
die so erhaltenen Verbindungen der Einzelteile des Primärleiters weisen jedoch andere
Nachteile auf. So besteht lediglich ein Bruchteil der Verbindungsfläche aus kaltpressverschweißtem
Material. Der Großteil der Verbindungsfläche ist lediglich formschlüssig verbunden
mit der Folge, dass zwischen den Fügepartnern ein Luftspalt im µm-Bereich verbleibt.
Dieser Spalt reduziert die Stromtragfähigkeit des Verbindungspunktes mit der Folge
einer möglicherweise unzulässig hohen Erwärmung der Fügestelle bei Belastung des Leiters
mit dem Maximalstrom.
[0008] Die Verbindungen einer solchen Leiteranordnung von drei Elementen mit an den Verbindungspunkten
jeweils zueinander verschiedenen Querschnitten sollen eine große Lebensdauer von beispielsweise
ca. 10-15 Jahren mit großer Zuverlässigkeit ermöglichen, so dass die Fertigung der
Leiteranordnung sehr prozesssicher ausgeführt werden muss. Aus Gründen der elektrischen
Leitfähigkeit werden entsprechende Stromschienen bzw. Leiteranordnungen überwiegend
aus Kupfermaterial aufgebaut. Probleme ergeben sich dabei aber sowohl beim Hartlöten
als auch beim Schweißen insbesondere durch die Erwärmung beim Erstellen der Verbindungspunkte,
da die Wärme durch den Stromleiter auf den Stromwandler übertragen wird und diesen
beschädigen kann.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer Stromerfassungseinrichtung
anzugeben, welches eine einfache und kostengünstige Fertigung bei sicherer Verbindung
und möglichst geringer Belastung weiterer Komponenten bereitstellt.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen einer Stromerfassungseinrichtung
gemäß Patentanspruch 1 bzw. durch eine Stromerfassungseinrichtung gemäß Patentanspruch
14 gelöst. Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
[0010] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen einer Stromerfassungseinrichtung mit
einem Stromleiter, der einen Mittenabschnitt und zwei Endabschnitte hat und in dem
Mittenabschnitt die Form eines Stabes und in seinen Endabschnitten Abflachungen aufweist,
und mit einem magnetischen Modul zur Messung eines in dem Stromleiter fließenden Stromes
über das von ihm erzeugte Magnetfeld weist die folgenden Schritte auf:
Bereitstellen des magnetischen Moduls, des Stromleiters und zweier Kupferhülsen, wobei
der Stromleiter die Form eines Stabes hat und aus Aluminium oder Aluminiumlegierung
besteht und wobei die Hülsen auf zumindest Teile der Endabschnitte des Stromleiters
passen und aus Kupfer oder Kupferlegierung bestehen;
Aufbringen der einen Hülse auf den Stromleiter in zumindest einem Teil des einen Endabschnitts;
Aufbringen der anderen Hülse auf den Stromleiter in zumindest einem Teil des anderen
Endabschnitts;
Positionieren des Stromleiters und des magnetischen Moduls relativ zueinander derart,
dass der Stromleiter sich im Bereich seines Mittenabschnitts in einer Position zum
Modul befindet derart, dass dieses das bei Stromfluss im Stromleiter dadurch entstehende
Magnetfeld erfasst,
Biegen des Stromleiters zwischen dem Mittenabschnitt und dem einen Endabschnitt,
Biegen des Stromleiters zwischen dem Mittenabschnitt und dem anderen Endabschnitt,
Abflachen des Stromleiters an dem mit der einen Hülse versehenen einen Endabschnitt
und
Abflachen des Stromleiters an dem mit der anderen Hülse versehenen anderen Endabschnitt,
wobei die die Reihenfolge der Aufbring-, Biege-, Abflach- und Positionierschritte
beliebig ist sofern jeder Aufbringschritt vor dem jeweiligen Abflachschritt erfolgt.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- den Ablauf eines ersten Beispiels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens,
- Fig. 2
- den Ablauf eines zweiten Beispiels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens,
- Fig. 3
- den Ablauf eines dritten Beispiels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens,
- Fig. 4
- verschiedene beim Herstellen erhaltene Zwischenprodukte einschließlich einer komplett
montierten Stromerfassungseinrichtung (Endprodukt),
- Fig. 5
- eine weitere beispielhafte Ausführungsform der Stromerfassungseinrichtung mit durchgestecktem
Stromleiter und
- Fig. 6
- eine beispielhafte Ausführungsform der Stromerfassungseinrichtung mit angesetztem
Stromleiter.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Stromerfassungseinrichtung
sehen als Stromleiter 1 einen einstückigen Körper aus Aluminium oder Aluminiumlegierung
vor, der an seinen Enden mit Hülsen 5 aus Kupfer oder Kupferlegierung versehen sind,
welche zumindest an ihren äußeren Oberflächen mit einer Zinn oder Zinnlegierungsschicht
beschichtet sein können, wobei zur endgültigen Formgebung der damit erzeugten kupfernen
Kontaktflächen Kaltpressen zum Einsatz kommt. Somit wird teures Kupfer als Leiterwerkstoff
mengenmäßig auf ein Minimum reduziert, dennoch aber die Baugröße der Stromerfassungseinrichtung
möglichst gering gehalten und bezüglich der Zuverlässigkeit des Stromleiter (e.g.,
Primärleiters) keine Abstriche zu einer aus massivem Kupfer bestehenden Anordnung
gemacht. Dies wird dadurch erreicht, dass der Einsatz von Kupfer auf die Bereiche
des Primärstromleiters begrenzt wird, an denen die nur mit diesem Werkstoff zu erreichenden
Eigenschaften wie beispielsweise sehr gute Korrosionsbeständigkeit und minimaler Übergangswiderstand
sowie praktisch vernachlässigbare Kriechneigung erforderlich sind.
[0013] Im Bereich der Kontaktschienen des Primärleiters sind diese Materialeigenschaften
unverzichtbar, bei allen anderen Bereichen des Primärleiters ist lediglich ein hinreichend
niedriger elektrischer Widerstand des Leiters erforderlich der bei entsprechender
Anpassung des Leiterquerschnitts auch mit Werkstoffen zu realisieren ist, die höhere
spezifische Widerstände aufweisen als Kupfer. Vorteil der Erfindung ist es auch, dass
die Zuverlässigkeit und optimale Stromtragfähigkeit eines aus einem Stück gefertigten
Körpers des Primärleiters mit einer Minimierung der Baugröße des magnetischen Moduls
aufgrund optimaler Nutzung des Leiter- bzw. Durchführungsquerschnitts einhergeht.
[0014] In Fig. 1 ist ein beispielhafter Ablauf eines ersten erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
gezeigt. Das Endprodukt dieses Herstellungsverfahrens ist eine Stromerfassungseinrichtung
wie beispielsweise ein Stromwandler, ein Stromsensor oder Ähnliches. Ein solches Endprodukt
ist in Fig. 4F näher gezeigt. Die dort gezeigte Stromerfassungseinrichtung umfasst
einen einstückigen, u-förmig gebogenen, Stromleiter 1 bestimmter Länge, der einen
Mittenabschnitt und zwei Endabschnitte hat und in dem Mittenabschnitt die Form eines
Stabes mit nicht-rechteckigem Leiterquerschnitt und in seinen Endabschnitten Abflachungen
(im Bereich der Hülsen 5) mit rechteckigem Leiterquerschnitt aufweist. Weiterhin ist
ein im Mittenabschnitt des Stromleiters 1 (auch seiner Funktion entsprechend Primärleiter
genannt) angeordnetes magnetisches Modul 2 vorgesehen, das eine den Stromleiter 1
aufnehmende Durchführung 3 aufweist. Ein solches Modul kann wie gezeigt zumindest
aus einem bewickelten Ringkern bestehen und zusätzlich unter Umständen auch Elektronik
wie beispielsweise eine Halbleiterschaltung mit umfassen.
[0015] Bei dem hierin vorgestellten Herstellungsverfahren werden gemäß Fig. 1 beispielsweise
in einem Verfahrensschritt a) zunächst das magnetische Modul und ein in seinem Mittenabschnitt
und zumindest einem der Endabschnitte gerade und stabförmig ausgebildeter Stromleiter,
der vorliegend aus reinem Aluminium besteht, jedoch auch aus einer Aluminiumlegierung
oder einem sonstigen geeigneten Material abgesehen von Kupfer oder Kupferlegierung
bestehen könnte, sowie zwei auf zumindest Teile der Endabschnitte des Stromleiters
passende Hülsen aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bereitgestellt.
[0016] In einem Verfahrensschritt b) wird eine Wärmebehandlung durchgeführt, bei der die
Hülsen beispielsweise bei einer Temperatur von 300°C bis 600°C über 1 bis 5 Stunden
unter Schutzgas geglüht werden.
[0017] In einem Verfahrensschritt c) wird eine Zinnauflage von mindestens 3µm auf zumindest
die Außenflächen der Hülsen durch Galvanisieren oder Heißverzinnen aufgebracht. Es
liegen danach Ausgangsprodukte A wie in Fig. 4 gezeigt vor. Beim vorliegenden Beispiel
wird davon ausgegangen, dass der Stromleiter als durchwegs gerader, stabförmiger Stromleiter
mit rundem Querschnitt bereitgestellt wird.
[0018] In einem Verfahrensschritt d) wird eine der Hülsen auf den Stromleiter in zumindest
einem Teil des einen Endabschnitts des Stromleiters aufgebracht.
[0019] In einem Verfahrensschritt e) wird die andere Hülse auf den Stromleiter in zumindest
einem Teil des anderen Endabschnitts des Stromleiters aufgebracht.
[0020] In einem Verfahrensschritt f) werden der Stromleiter und das magnetische Modul beispielsweise
durch Ineinanderschieben relativ zueinander positioniert derart, dass der Stromleiter
sich mit seinem Mittenabschnitt in der Durchführung des Moduls befindet. Dieser Schritt
führt zu einem Zwischenprodukt C gemäß Fig. 4.
[0021] In einem Verfahrensschritt g) wird der Stromleiter zwischen dem Mittenabschnitt und
dem einen Endabschnitt beispielsweise um 90°gebogen.
[0022] In einem Verfahrensschritt h) wird der Stromleiter zwischen dem Mittenabschnitt und
dem anderen Endabschnitt um beispielsweise 90°gebogen. Es ergibt sich so ein Zwischenprodukt
E gemäß Fig. 4, bei dem an zwei Stellen 4 zwischen dem Mittenabschnitt und beiden
Endabschnitten eine Biegung um 90° einen u-förmigen Leiter ergebend auftritt. Jedoch
wären in gleicher Weise auch andere Formen möglich, wenn dies gewünscht oder erforderlich
ist.
[0023] In einem Verfahrensschritt i) wird der Stromleiter an dem mit der einen Hülse versehenen
einen Endabschnitt abgeflacht.
[0024] In einem Verfahrensschritt k) wird der Stromleiter an dem mit der anderen Hülse versehenen
anderen Endabschnitt abgeflacht. Es ergibt sich so das Endprodukt F gemäß Fig. 4.
[0025] Die in den Schritten i) und k) durchgeführte Verformung kann zum Beispiel durch Kaltverformung
(z. B. Kaltpressen) erfolgen. Die Reihenfolge der Schritte des Verfahrens kann dabei
auch abgeändert werden derart, dass die Schritte d) und e) erst nach dem Schritt f)
(siehe Zwischenprodukt B gemäß Fig. 4) oder nach den Schritten g) und h) (siehe Zwischenprodukt
D gemäß Fig. 4) erfolgen. Darüber hinaus kann die Reihenfolge der Schritte des Verfahrens
abgeändert werden derart, dass die Schritte i) und k) direkt auf die Schritte d) und
e) folgen.
[0026] In Fig. 2 ist der Ablauf eines weiteren beispielhaften Herstellungsverfahren gemäß
der Erfindung gezeigt. Dabei werden in einem Verfahrensschritt a) wiederum das magnetische
Modul und ein in seinem Mittenabschnitt und zumindest einem der Endabschnitte gerade
und stabförmig ausgebildeter Stromleiter sowie zwei auf zumindest Teile der Endabschnitte
des Stromleiters passende Hülsen bereitgestellt.
[0027] In einem Verfahrensschritt b) wird eine Wärmebehandlung durchgeführt, bei der die
Hülsen beispielsweise bei einer Temperatur von 300°C bis 600°C über 1 bis 5 Stunden
unter Schutzgas geglüht wird.
[0028] In einem Verfahrensschritt c) wird eine Zinnauflage von mindestens 3µm auf zumindest
die Außenflächen der Hülsen durch Galvanisieren oder Heißverzinnen aufgebracht. Es
liegen danach Ausgangsprodukte wie in Fig. 4A gezeigt vor. Beim vorliegenden Beispiel
wird davon ausgegangen, dass der Stromleiter als durchwegs gerader, stabförmiger Stromleiter
mit rundem Querschnitt bereitgestellt wird.
[0029] In einem Verfahrensschritt d) wird eine der Hülsen auf den Stromleiter in zumindest
einem Teil des einen Endabschnitts des Stromleiters aufgebracht.
[0030] In einem Verfahrensschritt e) wird der Stromleiter zwischen dem Mittenabschnitt und
dem einen Endabschnitt um 90°gebogen. In einem Verfahrensschritt f) wird der Stromleiter
an dem mit der einen Hülse versehenen einen Endabschnitt abgeflacht.
[0031] In einem Verfahrensschritt g) werden der Stromleiter und das magnetische Modul relativ
zueinander positioniert derart, dass der Stromleiter sich mit seinem Mittenabschnitt
in der Durchführung des Moduls befindet, wobei zur Positionierung der nicht mit einer
Hülse und nicht gebogene Endabschnitt durch das magnetische Modul geführt wird.
[0032] In einem Verfahrensschritt h) wird die andere Hülse auf den Stromleiter in zumindest
einem Teil des anderen Endabschnitts des Stromleiters aufgebracht.
[0033] In einem Verfahrensschritt i) wird der Stromleiter zwischen dem Mittenabschnitt und
dem anderen Endabschnitt um etwa 90°gebogen.
[0034] In einem Verfahrensschritt k) wird der Stromleiter an dem mit der anderen Hülse versehenen
anderen Endabschnitt abgeflacht. Es ergibt sich so ein Endprodukt gemäß Fig. 4F.
[0035] Die Reihenfolge der Schritte des Verfahrens kann dabei auch abgeändert werden derart,
dass der Schritt d) nach Schritt e) und vor Schritt f) erfolgt und/oder dass der Schritt
h) nach Schritt i) und vor Schritt k) erfolgt und /oder dass die Schritte d), e) und
f) nach Schritt g) erfolgen.
[0036] In Fig. 3 ist ein weiteres Beispiel eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
gezeigt. Dabei werden in einem Verfahrensschritt a) wiederum das magnetische Modul
und ein in seinem Mittenabschnitt und zumindest einem der Endabschnitte gerade und
stabförmig ausgebildeter Stromleiter sowie zwei auf zumindest Teile der Endabschnitte
des Stromleiters passende Hülsen bereitgestellt.
[0037] In einem Verfahrensschritt b) wird eine Wärmebehandlung durchgeführt, bei der die
Hülsen beispielsweise bei einer Temperatur von 300°C bis 600°C über 1 bis 5 Stunden
unter Schutzgas geglüht wird.
[0038] In einem Verfahrensschritt c) wird eine Zinnauflage von mindestens 3µm auf zumindest
die Außenflächen der Hülsen durch Galvanisieren oder Heißverzinnen aufgebracht. Es
liegen danach Ausgangsprodukte wie in Fig. 4A gezeigt vor.
[0039] In einem Verfahrensschritt d) werden der Stromleiter und das magnetische Modul relativ
zueinander positioniert derart, dass der Stromleiter sich mit seinem Mittenabschnitt
in der Durchführung des Moduls befindet. Nach dem Verfahrensschritt d) liegt ein Zwischenprodukt
gemäß Fig. 4D vor.
[0040] In einem Verfahrensschritt e) erfolgt ein gleichzeitiges Aufbringen der einen Hülse
auf den Stromleiter in zumindest einem Teil des einen Endabschnitts und der anderen
Hülse auf den Stromleiter in zumindest einem Teil des anderen Endabschnitts.
[0041] In einem Verfahrensschritt f) erfolgt ein gleichzeitiges Biegen des Stromleiters
zwischen dem Mittenabschnitt und dem einen Endabschnitt um etwa 90° und zwischen dem
Mittenabschnitt und dem anderen Endabschnitt um etwa 90°
[0042] In einem Verfahrensschritt g) erfolgt ein gleichzeitiges Abflachen des Stromleiters
an dem mit der einen Hülse versehenen einen Endabschnitt und an dem mit der anderen
Hülse versehenen anderen Endabschnitt. Es ergibt sich so ein Endprodukt gemäß Fig.
4F.
[0043] Die Reihenfolge der Schritte des Verfahrens kann dabei auch abgeändert werden derart,
dass der Schritt f) vor dem Schritt e) erfolgt, wodurch nach Schritt f) ein Zwischenprodukt
gemäß Figur 4D vorliegt.
[0044] In Fig. 5 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführungsform eines Stromleiters der
Stromerfassungseinrichtung. Dabei ist der Stromleiter 1 an seinen die Hülsen 5 aufnehmenden
Endabschnitten mit einem geringeren Durchmesser ausgeführt derart, dass der Durchmesser
der Anordnung aus Stromleiter 1 und den aufgebrachten Hülsen 5, die ebenfalls mit
einem geringeren Durchmesser ausgeführt sind, im Bereich der Endabschnitte des Stromleiters
1 nicht größer ist als im Mittenabschnitt des Stromleiters 1.
[0045] Auf diese Weise kann die den Stromleiter 1 aufnehmende Durchführung 3 des magnetischen
Moduls 2 (siehe Fig. 4) auch dann mit dem geringstmöglichen Durchmesser ausgeführt
werden, wenn bereits vor der Positionierung des Stromleiters 1 und des magnetischen
Moduls 2 relativ zueinander eine oder beide der Hülsen 5 auf den Stromleiter 1 aufgebracht
werden. Durch die Wahl der Größe des Durchmessers im Mittenabschnitt des Stromleiters
1 und damit des Außendurchmessers der Hülsen 5 kann dabei die Stromtragfähigkeit der
Strommesserfassungseinrichtung bestimmt werden.
[0046] Bei den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ist also vorgesehen, dass ein Stromleiter
1 (Primärleiter) mit beliebigen, beispielsweise kreisförmigem Querschnitt und bei
gegebenem Querschnitt möglichst minimalem Umfang bereitgestellt wird. Wenn Reinaluminium
oder eine Aluminium-Legierung als Leiterwerkstoff des Körpers verwendet werden, kann
auf eine Wärmebehandlung des Stromleiters 1 ganz verzichtet werden. Darüber hinaus
sind Reinaluminium oder Aluminium-Legierungen sehr kostengünstig.
[0047] Weiterhin wird beispielsweise für jedes Anschlussende des Primärleiters eine Hülse
bereitgestellt deren Innendurchmesser maximal 0,5 mm größer ist als der Außendurchmesser
des entsprechenden Anschlussendes und deren Länge mindestens die Länge des später
umzuformenden Bereiches entspricht. Die Wandstärke der Hülse beträgt dabei mindestens
0,3 mm, der Boden der Hülse hat eine Mindestdicke von 2 mm. Diese Hülse wird zunächst
zur Einstellung des für die folgende Umformung erforderlichen Gefüges als Wärmebehandlung
einer Glühung zwischen ca. 300 und 600 °C während ca. einer bis fünf Stunden in einem
neutralen Schutzgas unterzogen. Diese so vorbereitete Hülse wird anschließend entweder
galvanisch oder thermisch mindestens auf den Außenflächen mit einer Zinnauflage einer
Mindestdicke von größer 3 µm versehen.
[0048] Dabei ist festzustellen, dass Zinnauflagen mindestens dieser Dicke während der Formgebung
der Anschlussflächen des Primärleiters durch Kaltpressen ein außerordentlich wirksames
Schmiermittel darstellen. Dies minimiert die zur Umformung des Primärleiters erforderliche
Umformarbeit, verbessert die Konturgenauigkeit der Teile und ermöglicht den Einsatz
kleinerer und damit kostengünstiger Umformpressen. Es wurde außerdem festgestellt,
dass diese Zinnauflage nach der Umformung als geschlossene fehlstellenfreie Beschichtung
erhalten bleibt und somit am fertigen Primärleiter den erforderlichen Korrosionsschutz
und die gute elektrische Kontaktierbarkeit der Anschlussflächen sicherstellt.
[0049] Diese beiden Eigenschaften sind eine wesentliche Voraussetzung zur Herstellung des
hier beschriebenen Stromwandlermoduls. Wäre eine Beschichtung der die späteren Anschlussflächen
des Primärleiters bildenden Kupferhülsen mit Zinn vor der eigentlichen Formgebung
nicht möglich, müsste die für eine sichere und dauerhafte Kontaktierung erforderliche
Beschichtung nachträglich entweder galvanisch oder durch Heißverzinnung aufgebracht
werden.
[0050] Im Fall einer nachträglichen galvanischen Verzinnung bestünde das Problem, dass der
bereits auf dem Primärleiter befindliche Stromwandler vor der gesamten Prozesschemie
der Galvanik in sehr aufwändiger Weise geschützt werden müsste. Würde man die Verzinnung
als Heißverzinnung an der montierten Stromwandlerbaugruppe ausführen ergäbe sich erneut
das Problem der thermischen Belastung des Stromwandlers, das vergleichbar umständliche
Maßnahmen mit Kühlzangen erfordern würde wie bei einer Fertigung des Primärleiters
aus mehreren Einzelteilen. Weiterhin wäre es auch praktisch unmöglich, die geforderten
engen mechanischen Toleranzen der Kontaktflächen durch einen Heißverzinnungsvorgang
prozesssicher einzuhalten.
[0051] Bei der Montage des Stromleiters werden die beiden Enden des Leiters rechtwinklig
entsprechend dem Abstand der Kontaktflächen nach dem ANSI Standard abgebogen. Der
entsprechend vorbereitete Primärleiter wird dann in ein Presswerkzeug eingelegt und
die beiden Anschlusskontaktflächen des Primärleiters werden entweder einzeln (z. B.
nacheinander) oder gemeinsam (gleichzeitig) durch Kaltfließpressen aus den Enden des
Primärleiters ausgeformt.
[0052] Da Kupfer beziehungsweise Kupfer-Legierungen eine deutlich höhere Streckgrenze aufweisen
als Aluminium oder Aluminium-Legierungen ist es ausgeschlossen, dass die über den
Leiterstab aus Aluminium geschobene Hülse während der Umformung reißt. Es bildet sich
vielmehr ein Kontaktelement, dessen Kern aus Aluminium von einer Kupferhülle umgeben
ist, die bei den üblichen Durchmesserverhältnissen dieser Applikation etwa die Hälfte
der Wandstärke der ursprünglichen Hülse aufweist. Im Bereich des Übergangs zwischen
dem inneren Aluminiumleiter und der äußeren Kupfermantel kommt es teilweise zu Kaltverschweißungen,
immer jedoch zu einem flächigen Formschluss, so dass eine optimale elektrische Kontaktierung
des Aluminiumleiters mit dem als Anschlussfläche fungierenden Kupfermantel sichergestellt
ist.
[0053] Weiterhin sind nach diesem Verfahren die äußeren Kontaktflächen der Hülse nach dem
Umformen hochgradig kaltverfestigt und weiterhin flächig mit einer geschlossenen Zinnschicht
beschichtet, woraus zum einen sehr guter Korrosionsschutz resultiert und zum anderen
eine optimale elektrische Kontaktierung des Stromleiters an die bauseitige Elektroinstallation
ermöglicht wird.
[0054] Dieses vereinfachte Fertigungsverfahren setzt voraus, das der Leiterquerschnitt der
Kontaktflächen des ANSI Standards (2,38 x 19 mm) bereits durch die Summe der Querschnitte
aus unverformten Leiter und aufgesetzter Hülse gegeben ist.
[0055] Ein Primärleiter für eine im 110 V System übliche Stromtragfähigkeit von etwa 200
A
eff kann beispielsweise durch Verwendung eines stabförmigen Leiters aus Reinaluminium
mit einem Durchmesser von 7 mm, über dessen beiden Enden verzinnte Kupferhülsen mit
einem Außendurchmesser von 7,7 mm, einem Innendurchmesser von 7,1 mm, einer Hülsenlänge
von 35 mm mit einer Hülsenbodendicke von 2 mm geschoben werden, hergestellt werden.
[0056] Besteht die Forderung nach einem dickeren und damit natürlich mechanisch auch wesentlich
stabileren Kupfermantel kann beispielsweise von einem Primärleiterstab aus Aluminium
mit einem Durchmesser von 7 mm ausgegangen werden dessen beide Enden auf einer Länge
von 35 mm auf einen Durchmesser von 5,6 mm verjüngt sind. Über die Stabenden werden
dann verzinnte Kupferhülsen mit einem Außendurchmesser von beispielsweise 8,0 mm,
einem Innendurchmesser von 6,0 mm und eine Hülsenlänge von 35 mm mit einer Hülsenbodendicke
von 2 mm geschoben.
[0057] Auf die gleiche Weise lässt sich auch eine für eine ggf. gewünschte höhere Strombelastbarkeit
erforderlich werdende Querschnittsanpassung des Primärleiters vornehmen. Wird z.B.
für die im 110 V System ebenfalls gebräuchliche Stromtragfähigkeit von ca. 320 A
eff ein Stromleiter gefordert, lässt sich dieser einfach aus einem Rundstab aus Reinaluminium
mit einem Durchmesser von 9,7 mm, dessen beide Enden über eine Länge von 35 mm auf
einen Durchmesser von 5,6 mm verjüngt sind, herstellen. Über die Stabenden werden
hier ebenfalls verzinnte Kupferhülsen mit einem Außendurchmesser von 8,0 mm, einem
Innendurchmesser von 6,0 mm einer Hülsenlänge von 33 mm und einer Hülsenbodendicke
von 2 mm geschoben.
[0058] Unabhängig von den oben beschriebenen Durchmesservarianten erfolgt nach der Montage
der verzinnten Kupferhülsen das Ausformen der Kontaktflächen durch Kaltumformen. In
diesem Verfahrensschritt kommt es zu einer form- und zumindest teilweise stoffschlüssigen
Verbindung des Aluminiuminnenleiters mit den aufgesetzten verzinnten Kupferhülsen.
Dabei liegt das Stromwandlermodul in einem Einbaufertigen Zustand zur Herstellung
eines elektronischen Energiezählers vor.
[0059] Eine elektronische Schaltung im Stromzähler erfasst dabei den Strom und errechnet
aus Stromstärke (und ggf. Phasenlage) die verbrauchte Energie wie dies beispielsweise
in
US 4,887,028 beschrieben ist.
[0060] Eine kostengünstige Herstellung eines magnetischen Moduls für hochwertige Stromwandler
umfasst die Verwendung von Ringkernen, insbesondere Ringbandkernen, und die Bewicklung
der isolierten bzw. gekapselten Kerne mit der entsprechenden Sekundärwicklung auf
der Basis von Kupferlackdraht. Dafür geeignete Kerne sind beispielsweise bekannt aus
der
EP 1 131 830 und
EP 1 129 459. Die
EP 1 114 429 beschreibt Stromwandler für derartige Zwecke.
[0061] Es ist auch möglich mit dem beschriebenen Stromleiter andere Strommessmodule wie
z.B. sogenannte Rogowski-Spulen oder Hall-IC basierte Systeme einzusetzen. Dabei führt
der Leiter entweder wie beim magnetischen Ringkern-Stromwandler durch eine Öffnung
im Messmodul hindurch, oder wie in Fig. 6 gezeigt das Messmodul ist z.B. in einer
speziell geformten Schleife 6 des Stromleiters 1 angeordnet derart, wie dies beim
Einsatz von Modulen 7 mit Rogowski-Spulen oder Hall-Elementen vorteilhaft ist. Allen
Lösungen gemeinsam ist der einstückige Stromleiter 1, der entweder durch das Modul
hindurch oder in unmittelbarer Nähe an diesem vorbei führt.
1. Verfahren zum Herstellen einer Stromerfassungseinrichtung
mit einem Stromleiter (1), der einen Mittenabschnitt und zwei Endabschnitte hat und
in dem Mittenabschnitt die Form eines Stabes und in seinen Endabschnitten Abflachungen
aufweist, und mit einem magnetischen Modul (2) zur Messung eines in dem Stromleiter
(1) fließenden Stromes über das von ihm erzeugte Magnetfeld, wobei das Verfahren die
Schritte aufweist:
Bereitstellen des magnetischen Moduls (2), des Stromleiters (1) und zweier Kupferhülsen
(5), wobei der Stromleiter (1) die Form eines Stabes hat und aus Aluminium oder Aluminiumlegierung
besteht und wobei die Hülsen (5) auf zumindest Teile der Endabschnitte des Stromleiters
(1) passen und aus Kupfer oder Kupferlegierung bestehen;
Aufbringen der einen Hülse (5) auf den Stromleiter (1) in zumindest einem Teil des
einen Endabschnitts;
Aufbringen der anderen Hülse (5) auf den Stromleiter (1) in zumindest einem Teil des
anderen Endabschnitts;
Positionieren des Stromleiters (1) und des magnetischen Moduls (2) relativ zueinander
derart, dass der Stromleiter (1) sich im Bereich seines Mittenabschnitts in einer
Position zum Modul (2) befindet derart, dass dieses das bei Stromfluss im Stromleiter
(1) dadurch entstehende Magnetfeld erfasst,
Biegen des Stromleiters (1) zwischen dem Mittenabschnitt und dem einen Endabschnitt,
Biegen des Stromleiters (1) zwischen dem Mittenabschnitt und dem anderen Endabschnitt,
Abflachen des Stromleiters (1) an dem mit der einen Hülse (5) versehenen einen Endabschnitt
und
Abflachen des Stromleiters (1) an dem mit der anderen Hülse (5) versehenen anderen
Endabschnitt, wobei
die die Reihenfolge der Aufbring-, Biege-, Abflach- und Positionierschritte beliebig
ist sofern jeder Aufbringschritt vor dem jeweiligen Abflachschritt erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zudem der letztmalige Abflachschritt und der letztmalige
Biegeschritt nach dem Positionierschritt erfolgen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem bei mindestens einem Abflachschritt eine
Kaltverformung der Hülse (5) aus Kupfer oder Kupferlegierung samt jeweils von ihr
umschlossenem Endabschnitt des Stromleiters (1) aus Aluminium oder Aluminiumlegierung
(mit) vorgesehen ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die bei der Kaltverformung Kaltpressen (mit) vorgesehen
ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Abflachschritte derart
ausgebildet sind, dass sie einen rechteckigen Leiterquerschnitt zur Folge haben.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Stromleiter (1) im Bereich
des Mittenabschnitts und neben dem Modul (2) angeordnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das magnetische Modul (7) eine Rogowski-Spule oder
ein Hall-Element aufweist, die neben dem Stromleiter (1) angeordnet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Stromleiter (1) im Bereich
des Mittenabschnitts und in einer Durchführung des Moduls (2) angeordnet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem das magnetische Modul (2) einen mit einer Wicklung
versehenen ungeschlitzten Ringkern oder einen mit einem Hallelement versehenen geschlitzten
Ringkern aufweist, wobei der Stromleiter (1) durch den Ringkern hindurchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem mindestens ein Abflachschritt
derart ist, dass die längere Kantenlänge des rechteckigen Querschnitts an den Enden
des Stromleiters (1) größer ist als der größte Durchmesser der Durchführung des Moduls
(2).
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem der Stromleiter (1) zumindest
im mittleren Abschnitt einen runden Querschnitt aufweist.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Biegeschritte derart ausgebildet
sind, dass der Stromleiter (1) um 90° zwischen dem Mittenabschnitt und mindestens
einem Endabschnitt um 90° gebogen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Biegeschritte derart ausgebildet sind, dass
ein u-förmiger Leiter geformt wird.
14. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem vor einem Abflachschritt die
Enden des Stromleiters (1) kaltgestaucht werden.
15. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Schritte des Aufbringens
der einen Hülse (5) auf den Stromleiter (1) in zumindest einem Teil des einen Endabschnitts
und des Aufbringens der anderen Hülse (5) auf den Stromleiter (1) in zumindest einem
Teil des anderen Endabschnitts und/oder die Schritte des Biegens des Stromleiters
(1) zwischen dem Mittenabschnitt und dem einen Endabschnitt und des Biegens des Stromleiters
(1) zwischen dem Mittenabschnitt und dem anderen Endabschnitt und/oder die Schritte
des Abflachens des Stromleiters (1) an dem mit der einen Hülse (5) versehenen einen
Endabschnitt und des Abflachens des Stromleiters (1) an dem mit der anderen Hülse
(5) versehenen anderen Endabschnitt gleichzeitig ausgeführt werden.
16. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Hülsen (5) vor dem Aufbringen
auf den Stromleiter (1) wärmebehandelt werden.
17. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Hülsen (5) vor dem Abflachschritt
auf den Stromleiter (1) verzinnt werden.
18. Stromerfassungseinrichtung mit
einem aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Stromleiter (1), der
einen Mittenabschnitt in Form eines Stabes und zwei Endabschnitte mit Abflachungen
aufweist, wobei er zwischen jeweils einem Endabschnitt und dem Mittenabschnitt gebogen
ist,
einem magnetischen Modul (2), wobei dieses sich im Bereich des Mittenabschnitts des
Stromleiters (1) befindet derart, dass das Modul (2) das bei Stromfluss im Stromleiter
(1) das dadurch entstehende Magnetfeld erfasst, und
zwei aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehenden Hülsen (5), die zumindest auf
Teile der Endabschnitte des Stromleiters (1) aufgebracht und mit diesen kaltverschweißt
sind.