[0001] Die vorliegende Erfindung ist auf eine Betätigungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 gerichtet, die für ein elektromechanisches Schloss zum Verschließen
oder Öffnen eines beweglichen Teiles, wie einer Klappe, Tür oder dergleichen dient.
Dabei weist diese Betätigungsvorrichtung zumindest ein elektrisches Schaltelement
auf, worüber das elektromechanische Schloss ansteuerbar ist. Ferner enthält die Betätigungsvorrichtung
wenigstens ein Zylinderschloss zum Ver- oder Entriegeln des elektromechanischen Schlosses,
wobei das Zylinderschloss zumindest zwei Stellungen aufweist, nämlich eine Schließstellung
(II), In der ein Öffnen des beweglichen Teiles verhindert ist, und eine Arbeitsstellung
(I), in der ein Öffnen des beweglichen Teiles mittels des elektrischen Schaltelements
ermöglicht ist.
[0002] Zusätzlich Ist an der Betätigungsvorrichtung ein Notöffnungselement vorgesehen, womit
das elektromechanische Schloss bei einem Stromausfall mechanisch zu öffnen Ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist zum Beispiel die Offenlegungsschrift
DE 103 09 844 A1 bekannt, die eine Betätigungsvorrichtung für ein elektromechanisches Schloss zum
Verschließen oder Öffnen eines beweglichen Teils offenbart. Diese Betätigungsvorrichtung
weist ebenfalls ein elektrisches Schaltelement sowie ein Zylinderschloss auf. Bei
dieser Betätigungsvorrichtung ist das Notöffnungselement in dem elektrischen Schaltelement
integriert. Zu diesem Zweck ist das elektrische Schaltelement zumindest zweistufig
aufgebaut, wobei in der ersten Stufe der Normalbetrieb stattfindet, In dem ein leichter
Druck auf das Schaltelement ausreicht, um das elektromechanische Schloss elektrisch
zu betätigen. Dagegen muss im Notfallbetrieb ein kräftiger Druck auf das Schaltelement
ausgeübt werden, um zunächst die Betätigungskraft für das elektrische Schaltelement
zu überwinden und die zweite Stufe zu erreichen. In der zweiten Stufe wird durch den
Druck ein weiteres mechanisches Element betätigt, wodurch das elektromechanische Schloss
rein mechanisch geöffnet wird. Die Handhabung des in dem elektrischen Schaltelement
integrierten Notöffnungselements ist for die meisten Verbraucher ungewöhnlich, da
sie nicht gewohnt sind, durch einen unterschiedlich starken Tastendruck auf ein Schaltelement
unterschiedliche Schaltzustände, wie im vorliegenden Fall zunächst ein elektrischen
und dann ein rein mechanischen Schaltvorgang, zu bewirken. Das ebenfalls vorgesehene
Zylinderschloss dient ausschließlich der Ver- und Entriegelung des elektromechanischen
Schlosses. Außerdem hat sich herausgestellt, dass das elektrische Schaltelement durch
die kräftige Betätigung im Notfallbetrieb stark verschleißt, so dass nach mehrmaliger
Betätigung des Schaltelements im Notfallbetrieb der Mikroschalter - für die erste
Stufe - im Schaltelement ausgetauscht werden muss.
[0004] In der Offenlegungsschrift
DE 103 09 643 A1 wird ein elektromechanisches Schloss mit einer Zuziehhilfe für Klappen oder Türen
von Fahrzeugen offenbart. Dieses Schloss kann bevorzugt auch für Handschuhfachkästen
eingesetzt werden. Dieses Schloss weist den Vorteil auf, dass es besonders kompakt
aufgebaut ist und aus wenigen Bauteilen besteht, und somit insgesamt kostengünstig
herstellbar ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betätigungsvorrichtung
bereit zu stellen, die auf einfache Art und Weise zu bedienen ist und die mit bekannten
elektromechanischen Schlössern zum Verschließen oder Öffnen eines beweglichen Teiles
zusammen arbeitet. Ferner soll diese Betätigungsvorrichtung auch im Notfallbetrieb
verschleißarm zu betätigen sein.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wir eine Betätigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 vorgeschlagen. In den abhängigen Unteransprüchen 2 bis 11 sind Ausführungsbeispiele
und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung aufgeführt.
[0007] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das Notöffnungselement in dem Zylinderschloss
integriert ist, wobei das Zylinderschloss wenigstens eine weitere Stellung aufweist,
nämlich eine Öffnungsstellung (III), in der das Zylinderschloss mittels eines Verbindungselements
mechanisch auf das elektromechanische Schloss, insbesondere dem Schloss aus der Offenlegungsschrift
DE 103 09 643 A1, wirkt, um das Schloss und damit das bewegliche Teil zu öffnen. Somit dient nicht
das elektrische Schaltelement der Betätigungsvorrichtung zur Notöffnung des elektromechanischen
Schlosses, sondern vielmehr das Zylinderschloss. Zu diesem Zweck weist das Zylinderschloss
nicht nur zwei Stellungen, sondern eine weitere Stellung, nämlich die Öffnungestellung
(III), auf. Gerade im Kraftfahrzeugbereich sind die Verbraucher daran gewöhnt, dass
ein Zylinderschloss, wie z.B. das Lenkradschloss oder das Türschloss, unterschiedliche
Stellungen einnehmen kann. So wissen die Verbraucher, dass z. B. das Lenkradschloss
in der Regel vier unterschiedliche Schaltstellungen aufweist. Folglich hat die integration
des Notöffnungselements in dem Zylinderschloss einen deutlichen Bedienungsvorteil.
Auch kann die integration deutlich leichter vonstatten gehen, da das Zylinderschloss
an sich für mehrere Schaltstellungen oder Bereiche konzipiert ist, im Gegensatz zu
einem einstufigen, elektrischen Schaltelement. Folglich findet auch kein größerer
Verschleiß an dem Zylinderschloss statt, auch wenn dieses häufig für die Notfunktion
betätigt wird. Außerdem kann auf ein kompliziertes und teures Sonderbauteil, wie dem
zweistufigen Schaltelement, verzichtet werden. Zusätzlich ist ein leichter Austausch
der aus der Offenlegungsschrift
DE 103 09 644 A1 bekannten Betätigungsvorrichtung möglich. Damit lässt sich die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung
leicht für die bereits eingesetzten Betätigungsvorrichtungen aus dem Stand der Technik
austauschen. Außerdem lassen sich durch die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung
auch weitere Funktionen leicht integrieren, wie z. B. ein Verriegeln des elektromechanischen
Schlosses über die Zentralverrisgelung. Hierzu kann das Zylinderschloss zusätzliche
Funktionsstellungen Innehaben, die leicht realisierbar sind.
[0008] Zweckmäßigerweise kann in dem Zylinderschloss ein Schließzylinder drehbar angeordnet
sein, falls der Schließzylinder mit einem passenden mechanischen Schlüssel betätigt
wird. Durch den passenden mechanischen Schlüssel werden Sicherungsstifte im Schließzylinder
derart in ihren Führungskanälen verschoben, dass der Schließzylinder relativ zum Zylinderschloss
verdrehbar ist. Mit einem falschen Schlüssel oder ohne einen Schlüssel stehen die
Sicherungsstifte derart in ihren Führungskanälen, dass eine Relativbewegung des Schließzylinders
zum Zylinderschloss ausgeschlossen Ist. Somit kann sichergestellt werden, dass eine
Betätigung des Zylinderschlosses nur mit dem passenden Schlüssel möglich ist. Die
entsprechende Drehung des Schließzylinders durch den Schlüssel kann dabei genutzt
werden, um die gewünschten Funktionen des Zylinderschlosses zu erhalten. Zu diesem
Zweck kann an dem Schließzylinder direkt oder indirekt das mechanische Verbindungselement
angreifen, welches durch eine Drehung des Schließzylinders betätigbar ist. Dieses
mechanische Verbindungselement kann rückseitig oder am hinteren Umfangsbereich des
Schließzylinders angreifen. Ebenfalls ist es denkbar, dass das mechanische Verbindungselement
über eine Steuerscheibe indirekt mit dem Schließzylinder verbunden ist. Somit ist
das mechanische Verbindungselement zwischen dem Schließzylinder und dem elektromechanischen
Schloss angeordnet, um dieses zu öffnen. Da eine Betätigung des Notöffnungselements
nur über das Zylinderschloss möglich ist, kann folglich ein ungewolltes oder unberechtigtes
Betätigen des elektromechanischen Schlosses ausgeschlossen werden, da nur mit dem
passenden Schlüssel eine Drehung des Schließzylinders in die Öffnungsstellung möglich
ist.
[0009] Zusätzlich kann der Schließzylinder mit einer Feder beaufschlagt sein, wobei nur
eine Drehung des Schließzylinders aus der Arbeitsstellung (I) in die Öffnungsstellung
(III) gegen eine Federkraft der Feder erfolgen kann. Durch die gezielte Beaufschlagung
des Schließzylinders in der Öffnungsstellung (III) mit einer Federkraft kann die selbständige
Rückstellung des Schließzylinders von der Öffnungsstellung (III) in die Arbeitsstellung
(I) erfolgen. Dagegen kann in der Arbeitsstellung (I) und In der Schließstellung (II)
von einer Beaufschlagung des Schließzylinders mit einer Federkraft abgesehen werden.
In diesen Stellungen ist es auch nicht erforderlich, dass der Schließzylinder sich
selbständig In eine andere Stellung überführt. Vielmehr ist gewünscht, dass der Schließzylinder
in den beiden Stellungen (Arbeitsstellung (I) und Schließstellung (II)) verharrt.
[0010] Um die Montage der Betätigungsvorrichtung zu vereinfachen, kann es vorgesehen sein,
dass für das mechanische Verbindungselement eine Einsteilvorrichtung vorhanden ist.
Hierdurch ist es möglich, das elektrische Schloss und die Betätigungsvorrichtung vorzumontieren
und danach erst das mechanische Verbindungselement einzusetzen. Das mechanische Verbindungselement
selbst kann aus einem Bowdenzug, einer Kette oder einem Gestänge bestehen. Um die
richtigen geometrischen Ausmaße des mechanischen Verbindungselements für den funktionsgerechten
Einsatz zu erhalten, kann die Einstellvorrichtung verwendet werden. Diese kann z.B.
aus einer Schraubenmutterverbindung bestehen, wodurch die Längenausdehnung des mechanischen
Verbindungselements einstellbar ist. Anstelle der Schraubenmutterverbindung kann auch
eine mehrstellig rastbare Clipsverbindung zum Einsatz kommen.
[0011] Um eine Verriegelung des elektromechanischen Schlosses, in der ein grundsätzliches
Öffnen des beweglichen Teiles unmöglich ist, durch die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung
zu erreichen, kann ein Schalter mit dem Zylinderschloss in der Schließstellung (II)
zusammenwirken, wodurch die elektrische Energiezufuhr für das elektromechanische Schloss
unterbrechbar ist. Dieser Schalter kann über einen Schaltnocken geschaltet werden,
wobei der Schaltnocken rückseitig oder an der Mantelfläche des Schließzylinders anordbar
ist. Ebenfalls kann der Schaltnocken auch an der zuvor erwähnten Steuerscheibe angeordnet
sein. Dieser Schaltnocken betätigt den Schalter Je nach Stellung des Schließzylinders.
Hierdurch kann der Schalter z. B. eine elektrische Leitung zum elektromechanischen
Schloss trennen oder verbinden. Auch ist es denkbar, dass der Schalter teilweise oder
ganz in dem Zylinderschloss integriert ist. Ferner ist es denkbar, dass mehrere Schalter
zum Einsatz kommen, um unterschiedliche Schaltzustände, Je nach Drehstellung des Schließzylinders,
zu erreichen. Hierdurch lassen sich auf einfache Art und Weise unterschiedliche Funktionen
durch das Zylinderschloss erhalten.
[0012] Um eine einfache Bedienung der Betätigungsvorrichtung für den Öffnungs- und Schließvorgang
des beweglichen Teils zu erreichen, ist es zweckmäßig, dass das elektrische Schaltelement
als ein Tastelement, insbesondere Drucktaster, ausgestaltet ist. Somit reicht ein
kurzer Druck auf das Tastelement aus, um das elektromechanische Schloss zu betätigen,
wodurch das bewegliche Teil geöffnet oder geschlossen wird. Selbstverständlich kann
das elektrische Schaltelement auch als ein Sensor, insbesondere ein Piezosensor, ausgestaltet
sein, Ebenfalls kann das elektrische Schaltelement auch durch einen Näherungssensor
realisiert werden, so dass eine bloße Annäherung an das Schaltelement ausreicht, um
das bewegliche Teil zu öffnen oder zu schließen.
[0013] Um den Bedienungskomfort der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung weiter zu verbessern,
kann es vorgesehen sein, dass das elektrische Schaltelement mit einem Anzeigeelement
versehen ist. Dieses Anzeigeelement kann z.B. die Positionierung des elektrischen
Schaltelements bei Dunkelheit signalisieren. Ebenfalls ist es denkbar, dass über das
Anzeigeelement der entsprechende Schaltzustand angezeigt wird. Ebenfalls ist es denkbar,
über das Anzeigelement die entsprechende Stellung des beweglichen Teiles darzustellen.
Auch könnte z. B. eine ausbleibende Beleuchtung des Anzeigeelements andeuten, dass
ein Stromausfall vorliegt, worauf der Verbraucher weiß, dass er nunmehr das Notöffnungselement
betätigen muss, um das bewegliche Teil zu öffnen oder zu verschließen. Das Anzelgelement
selbst kann aus einer oder mehreren Lichtquellen, z. B. in Form von LEDs bestehen.
[0014] Um den Bedienungskomfort für den Öffnungs- und Schließvorgang eines beweglichen Teils
zu verbessern, kann zusätzlich eine Antriebsvorrichtung für das bewegliche Teil gemäß
des Anspruchs 10 vorgesehen sein.
[0015] Das besondere dieser Antriebsvorrichtung ist darin zu sehen, dass das bewegliche
Teil nicht nur bei dem Öffnungsvorgang motorisch angetrieben wird, sondern auch beim
Schließvorgang. Folglich wird das bewegliche Teil voll automatisch durch die Antriebsvorrichtung
geöffnet bzw. geschlossen.
[0016] Gerade der Schließvorgang birgt Jedoch das Risiko, dass sich ein Verbraucher z. B.
die Hand einklemmen kann. Ebenfalls können herausragende oder überstehende Gegenstände
ein Schließen des beweglichen Teils verhindern. Aus diesem Grund weist die Antriebsvorrichtung
zusätzlich eine Überlastkupplung auf, so dass gegebenenfalls die Drehbewegung des
Antriebsmotors von dem beweglichen Teil entkoppelbar Ist. Dadurch kann eine hohe Sicherheit
gerade für den Schließvorgang des beweglichen Teils realisiert werden. Sobald sich
nämlich das bewegliche Teil nicht mehr leicht schließen lässt, findet eine mechanische
Entkopplung des Motors von dem beweglichen Teil statt, um Schäden zu verhindern. Gleichzeitig
kann eine elektrische oder elektronische Steuerung den ansteigenden Motorstrom der
Antriebsvorrichtung erfassen, um den Motor sofort abzuschalten, bzw. anstelle des
Schließvorgangs den Öffnungsvorgang einzuleiten. Danach hat der entsprechende Verbraucher
die Gelegenheit, seine Hand oder die zwischenliegenden Gegenstände aus dem Wirkungsbereich
des beweglichen Teils herauszunehmen, um einen neuen Schließvorgang einzuleiten. Insgesamt
gesehen kann somit ein hoher Sicherheitsstandard beim kritischen Schließvorgang des
beweglichen Teils erreicht werden.
[0017] Die zuvor erwähnte Überlastkupplung kann z. B. aus einer Rastkupplung oder einer
Reibkupplung oder einer entsprechenden Kombination der Kupplungen bestehen. Die Rastkupplung
kann ähnlich zu einer Klauenkupplung ausgestaltet sein, wobei die einzelnen Klauen
angeschrägt sind, um bei einer Überlast selbständig auszukuppeln. Sowohl die Rastkupplung
als auch die Reibkupplung kann federbelastet sein, um die entsprechenden Kupplungshälften
aufeinander pressen zu können. Durch die definierte Federkraft kann das Auskupplungsmoment
der Überlastkupplung vorbestimmt werden. Der maximal zulässige Motorstrom, der erreicht
werden darf, bevor der Motor ab- oder umgeschaltet wird, sollte auf das Auskupplungsmoment
abgestellt sein.
[0018] Um möglichst einen kleinen, aber leistungsstarken, Motor einsetzen zu können, ist
es ratsam, zusätzlich ein Getriebe zwischen dem Motor und dem beweglichen Teil anzuordnen.
Durch das Getriebe können hohe Motordrehzahlen in ein entsprechendes Drehmoment umgewandelt
werden, damit das bewegliche Teil mit ausreichender Kraft geöffnet oder geschlossen
werden kann.
[0019] Ferner hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn der Motor zunächst an dem
Getriebe angreift und das Getriebe dann an der Überlastkupplung vorgesehen ist, bevor
die Kupplung an dem beweglichen Teil angreift.
[0020] Ferner ist es denkbar, dass das bewegliche Teil, wie eine Klappe, Tür oder dergleichen,
einen Zugang zu einem abschließbaren Bereich eines Kasten, insbesondere Handschuhkasten,
ermöglicht gemäß des Anspruches 11.
[0021] Seibstverständlich ist auch eine beliebige Kombination der zuvor genannten Varianten
der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung und der Antriebsvorrichtung denkbar,
um den Kasten zu erhalten.
[0022] Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische dreidimensionale Darstellung eines Kastens mit einer erfindungsgemäßen
Betätigungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Rückansicht auf eine erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung, und
- Fig. 3
- eine Rückansicht auf eine weitere erfindungsgemäße Betätigungs- vorrichtung mit einer
Steuerschelbe.
[0023] In der Fig. 1 Ist ein Kasten 100 dargestellt, der insbesondere als ein Handschuhfachkasten
verwendet werden kann. Üblicherweise Ist der gesamte Kasten 100 dafür im Armaturenbrettbereich
eines Fahrzeuges angeordnet, so dass nur die Frontseite des Kastens 100 sichtbar ist.
An dieser Frontseite ist einerseits die Betätigungsvorrichtung 10 angeordnet und andererseits
ein bewegliches Teils 101, welches den Zugang zu einem abschließbaren Bereich 102
freigeben kann. Der abschließbare Bereich 102 befindet sich selbst innerhalb des Kastens
100 und ist In der vorliegenden Fig. 1 nicht näher dargestellt. '
[0024] Nachfolgend soll kurz die Bedienung des Kastens 100 beschrieben werden. Damit sich
der Handschuhfachkasten 100 öffnen lässt, muss sich das Zylinderschloss 12, insbesondere
der Schließzylinder 13, in der Arbeitsstellung (I) befinden. Im vorliegenden Fall
befindet sich die Arbeitsstelle (I) ungefähr bei 12 Uhr. Folglich lässt sich nun das
bewegliche Teil 101 durch die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung 10 öffnen oder
schließen. Zu diesem Zweck ist ein elektrisches Schaltelement 11 oberhalb des Zylinderschlosses
12 angeordnet, wobei das elektrische Schaltelement ein elektrisches Schaltsignal an
ein elektromagnetisches Schloss 30 aussendet, um dieses zu öffnen oder zu schließen.
Drückt nun ein Verbraucher in der geschlossenen Stellung des beweglichen Teils 101
auf das oberhalb des Zyilnderschlosses 12 angeordneten Schaltelements 11, dann öffnet
das elektromagnetische Schloss 30 das bewegliche Teil 101. In der Regel reicht die
Gewichtskraft des beweglichen Teils 101 aus, um eine komplette Freigabe des Zugangs
für den abschließbaren Bereich 102 zu bewirken. Optional kann an der Vorderseite des
beweglichen Teils 101 eine Handhabe 104 im beweglichen Teil 101 vorgesehen sein, womit
sich das bewegliche Teil 101 auch manuell öffnen lässt. Steht das Fahrzeug mit dem
integrierten Kasten 100 in einem gefährdeten Bereich oder befindet es sich In der
Werkstatt, so kann die Verriegelung des elektromechanischen Schlosses 30 und damit
des beweglichen Teils 101 erfolgen, indem das Zylinderschloss 12 durch den entsprechenden
Schlüssel auf die Schließstellung (II) gebracht wird. Diese Schließstellung (II) kann
z. B. der 3 Uhr Stellung entsprechen. Kommt es nun zu einem Stromausfall, so kann
das bewegliche Teil 101 nur geöffnet werden, wenn der Schließzylinder 13 in seine
Öffnungsstellung (III) gedreht wird, die z. B. in der 9 oder 10 Uhr Stellung angeordnet
sein kann.
[0025] Ist bei dem zuletzt genannten Kasten 100 noch eine Antriebsvorrichtung 50 vorhanden,
so lässt sich das bewegliche Teil 101 auch per Knopfdruck auf das elektrische Schaltelement
11 vollständig öffnen oder schließen. Somit wirkt das elektrische Schaltelement 11
bei einer Betätigung nicht nur auf das elektromechanische Schloss 30, sondern auch
auf die Antriebsvorrichtung 50. Darüber hinaus sind keine weiteren Unterschiede zum
ersten Ausführungsbeispiel zu erwähnen.
[0026] Ebenfalls ist es denkbar, dass der Kasten 100 über die Antriebsvorrichtung 50 geöffnet
bzw. geschlossen wird, so dass auf ein zusätzliches elektromechanisches Schloss 30
verzichtet werden kann. In diesem Fall sorgt die Antriebsvorrichtung 50 dafür, dass
eine Bewegung des beweglichen Teils 101 verhindert wird, sofern die Antriebsvorrichtung
50 gerade nicht mit Strom beaufschlagt Ist.
[0027] In der Öffnungsstellung (III) des Zylinderschlosses 12 bzw. des Schließzylinders
13, die ungefähr der 10 Uhr Stellung entspricht, wird das bewegliche Teil 101 rein
mechanisch geöffnet. Kommt nun das elektromechanische Schloss 30 zum Einsatz, so wirkt
die Betätigungsvorrichtung 10 über das mechanische Verbindungselement 15 auf das elektromechanische
Schloss 30, um dieses bzw. damit das bewegliche Teil 101 zu öffnen. Kommt dagegen
die Antriebsvorrichtung 50 zum Einsatz, so wirkt das mechanische Verbindungselement
15 direkt auf die Antriebsvorrichtung 50, um diese mechanisch zu betätigen.
[0028] Sofern bei dem Kasten 100 sowohl eine Betätigungsvorrichtung 10 als auch eine Antriebsvorrichtung
50 zum Einsatz kommt, kann es ausreichend sein, dass das mechanische Verbindungselement
15 nur mit dem elektromechanischen Schloss 30 zusammenwirkt.
[0029] Das elektromechanische Schloss 30 und die Antriebsvorrichtung 50 sind in der Fig.
1 gestrichelt dargestellt, da sie sich innerhalb des Kastens 100 befinden. Die Antriebsvorrichtung
50 kann z. B. mit einer bogenförmigen Zahnstange zusammenwirken, die an einem Ende
mit dem beweglichen Teil 101 verbunden ist. Am anderen Ende der bogenförmigen Zahnstange
kann die Antriebsvorrichtung 50 in die Verzahnung der Zahnstange eingreifen, um somit
das bewegliche Teil 101 zu öffnen oder zu schließen. Sowohl das elektromechanische
Schloss 30 als auch die Antriebsvorrichtung 50 können auch an anderen Stellen im Kasten
100 angeordnet sein als an den eingezeichneten Stellen. Auch ist es denkbar, dass
insgesamt zwei Antriebsvorrichtung 50 links- und rechtsseitig von dem beweglichen
Teil 101 angeordnet sind.
[0030] In der Fig. 2 ist teilweise eine Betätigungsvorrichtung 10 wiedergegeben. In dieser
Darstellung ist die Rückseite des Zylinderschlosses 12 beispielhaft dargestellt. Wie
zu erkennen ist, weist das entsprechende Zylinderschloss 12 aus der Fig. 2 die gleichen
Schaltstellungen, nämlich die Arbeitestellung (I), die Schließstellung (II) und die
Öffnungsstellung (III) wie aus Fig. 1 auf. An der linken Seite des Schließzylinders
13 ist z. B. der Schalter 17 zur Ver- und Entriegelung des elektromechanischen Schlosses
30 angeordnet. Dieser Schalter 17 wird über den kreisbogenförmigen Schaltnocken 19,
der seitlich am Schließzylinder 13 angeordnet ist, geschaltet. Selbstverständlich
kann der Schaltnocken 19 auch bogenförmig, trapezförmig oder andersartig ausgestaltet
sein. An der rechten unteren Seite des Schließzylinders 13 ist das Notöffnungselement
14 vorgesehen, welches über einen Mitnehmer 20, der an dem Zylinderschloss 12 angeordnet
ist, angreift. Der Mitnehmer 20 kann dazu dienen, um das Ende eines Bowdenzuges, Insbesondere
der Seele eines Bowdenzuges, aufzunehmen. Der Bowdenzug selbst stellt im vorliegenden
Fall das mechanische Verbindungselement 15 zwischen dem Zylinderschloss 12 und dem
elektromechanischen Schlosses 30 dar. Zur Einstellbarkeit des Bowdenzuges 15 kann
die dargestellte Einsteilvorrichtung 16 vorgesehen sein. Diese Einstellvorrichtung
16 besteht aus der Halterung 25, die ortsfest positioniert ist. An bzw. in der Halterung
25 ist ein Verstellrad 16 angeordnet, um den Bowdenzug 15 zu spannen oder zu entlasten.
Das Verstellrad 18 selbst ändert sein Abstand zur Halterung 25 sofern es herein- oder
herausgedreht wird. Zu diesem Zweck weist das Verstellrad 16 ein Gewinde auf, welches
mit einem Gegengewinde in der Halterung 25 zusammenwirkt. Der rechts von der Halterung
25 weitergehende Bowdenzug 15 führt zum elektromechanischen Schloss 30.
[0031] Um die bereits erwähnte automatische Rückstellung des Schiloßzylinders 13 aus der
Öffnungsstellung (III) in die Arbeitsstellung (I) zu bewirken, kann optional eine
Feder 18 vorgesehen sein, die nur die zuvor genannte Rückstellung bewirkt. Diese Feder
18 ist beispielsweise rechts oberhalb des Schließzylinders 13 ortsfest am Kasten 100
oder der Betätigungsvorrichtung 10 angeordnet. Die Feder 18 wirkt mit einem rausrsgenden
Teil des Zylinderschlosses 12 bzw. des Schließzylinders 13 zusammen, sofern der Schließzylinder
13 aus der Arbeitsstellung (I) in Richtung der Öffnungsstellung (III) gedreht wird.
Wird dagegen der Schließzylinder 13 aus der Arbeitsstellung (I) in die Verriegelungsstellung
(II) gedreht, so ist die Feder 18 entkoppelt von dem Zylinderschloss 12.
[0032] In der Fig. 3 kommt bei einer weiteren Variante der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung
10 ein Zylinderschloss 12 mit einer zusätzlichen Steuerscheibe 22 zum Einsatz, die
mit einem Steuerbolzen 23 zusammen wirkt. Auch in der Fig. 3 ist die Betätigungsvorrichtung
10 nur teilweise, vergleichbar zu Fig. 2, gezeigt. Die Steuerscheibe 22 ist über eine
zentrale Halteschraube 24 rückseitig am Schließzylinder 13 angeordnet. Die Steuerscheibe
22 ist selbst drehbar zum Schließzylinder 13 gelagert und wird über den Steuerbolzen
27, der rückseitig ortsfest an dem Schließzylinder 13 angeordnet ist, bereichsweise
- mittels des Schließzylinders 13 - mitgedreht. Zu diesem Zweck ist in der Steuerscheibe
26 eine bogenförmige Führungsnut 28 vorgesehen, in welcher der Steuerbolzen 27 formschlüssig
aufgenommen ist.
[0033] In der Fig. 3 befindet sich der Schließzylinder 13 In der Arbeitsstellung (I). Bei
einer Drehung des Schileßzylinders 13 aus der Arbeitsstellung (I) in die Schließstellung
(II) wird die Steuerscheibe 26 nicht mitgedreht, da nur der Steuerbolzen 27 in der
Führungsnut 28 verfahren wird. Jedoch wird bei dieser Drehung der Schalter 17 durch
den bogenförmigen Steuernocken 19 betätigt, so dass das Zylinderschloss 12 in der
Schließstellung (II) das elektromechanische Schloss 30 verriegelt. Der Steuernocken
19 kann entweder an dem Schließzylinder 13 oder der Steuerscheibe 26 angeordnet sein.
[0034] Wird dagegen der Schließzyllnders 13 aus der Arbeitsstellung (I) in die Öffnungsstellung
(III) gedreht, so nimmt der Steuerbolzen 27, der sich am rechten endseitigern Anschlag
der bogenförmigen Führungsnut 28 befindet, die Steuerscheibe 26 entsprechend der Drehung
des Schließzylinders 13 mit. Folglich wird der Bowdenzug 15 durch die Drehung der
Steuerscheibe 26 und dem damit verbundenen Mitnehmer 20 in der Öffnungsstellung (III)
betätigt. In diesem Fall wirkt auch die Federkraft der Feder 18 auf die Steuerscheibe
26, wodurch indirekt der Schließzylinder 13 zurück in die Arbeitsstellung (II) gedreht
wird. Die rückseitig an dem Schließzylinder 13 angeordnete Steuerscheibe 26 vollzieht
damit nur gewisse Bewegungen bzw. Drehung vom Schließzylinder 13 nach.
Bezugszeichenilste
[0035]
- 10
- Betätigungsvorrichtung
- 11
- elektrisches Schaltelement
- 12
- Zylinderschloss
- 13
- Schließzylinder
- 14
- Notöffnungselement
- 15
- mechanisches Verbindungselement
- 16
- Einstellvorrichtung
- 17
- Schalter
- 18
- Feder für 13
- 19
- Schaltnocken
- 20
- Mitnehmer
- 21
- Anzeigeelement
- 22
- Kurvenbahn
- 23
- Steuernocken
- 24
- Halteschraube
- 25
- Halterung
- 26
- Steuerscheibe
- 27
- Steuerbolzen
- 28
- Führungsnut
- 30
- elektromechanisches Schloss
- 50
- Antriebsvorrichtung
- 100
- Kasten
- 101
- bewegliches Teil, Klappe oder dergleichen
- 102
- abschließbarer Bereich
- 103
- Griffmulde
- 104
- Handhabe
- I
- Position für die Arbeitsstellung
- II
- Position für die Schließstellung
- III
- Position für die Öffnungsstellung
1. Betätigungsvorrichtung (10) für ein elektromechanisches Schloss (30) zum Verschließen
oder Öffnen eines beweglichen Teiles (101), wie einer Klappe, Tür oder dergleichen,
mit
zumindest einem elektrischen Schaltelement (11), worüber das elektromechanische Schloss
(30) ansteuerbar ist, und
wenigstens einem Zylinderschloss (12) zum Ver- oder Entriegeln des elektromechanischen
Schlosses (30), wobei das Zylinderschloss (12) zumindest zwei Stellungen aufweist,
nämlich
eine Schließstellung (II), in der ein Öffnen des beweglichen Teiles (101) verhindert
Ist, und
eine Arbeitsstellung (I), in der ein Öffnen des beweglichen Teiles (101) mittels das
elektrischen Schaltelements (11) ermöglicht Ist, und
einem Notöffnungselement (14), womit das elektromechanische Schloss (30) bei einem
Stromausfall mechanisch zu öffnen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (14) in dem Zylinderschloss (12) integriert ist,
wobei das Zylinderschloss (12) wenigstens eine weitere Stellung aufweist, nämlich
eine öffnungsstellung (III), in der das Zylinderschloss (12) mittels eines Verbindungselements
(15) mechanischen auf das elektromechanische Schloss (30) wirkt, um das Schloss und
damit das bewegliche Teil (101) zu öffnen.
2. Betätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Zylinderschloss (12) ein Schließzylinder (13) drehbar angeordnet ist, wenn
der Schließzylirider (13) mit einem passenden mechanischen Schlüssel betätigt wird.
3. Betätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mechanische Verbindungselement (15) an dem Schließzylinder(13) angreift und durch
eine Drehung des Schließzylinders (13) betätlgbar Ist.
4. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schließzylinder (13) derart mit einer Feder (18) beaufschlagt Ist, dass eine
Drehung des Schließzylinders (13) aus der Arbeitsstellung (I) In die Öffnungsstellung
(III) gegen eine Federkraft der Feder (18) erfolgt.
5. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass für das mechanische Verbindungselement (15) eine Einstellvorrichtung (18) vorgesehen
ist.
6. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zylinderschloss (12) In der Schließstellung (II) über einen Schalter (17), insbesondere
einen Drehschalter (17), die elektrische Energiezufuhr für das elektromechanische
Schloss (30) unterbricht.
7. Betätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Schließzylinder (13) ein Schaltnocken (19) angeordnet ist, wobei insbesondere
der Schaltnocken (19) in der Schließstellung (II) auf den Schalter (17) wirkt und
die elektrische Energiezufuhr für das elektromechanische Schloss (30) unterbricht.
8. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet,
dass das elektrische Schaltelement (11) ein Tastelement ist.
9. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8
dadurch gekennzeichnet,
dass das elektrische Schaltelement (11) mit einem Anzeigeelement (21) versehen ist.
10. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Antriebsvorrichtung (50) für das bewegliche Teil (101), wie eine Klappe, Tür
oder dergleichen, vorsehbar ist, mit
zumindest einem Motor, der an dem beweglichen Teil (101) anordbar ist, wodurch das
bewegliche Teil (101) motorisch zu öffnen und zu schließen ist,
und der Motor über eine Überlastkupplung an dem beweglichen Teil (101) angreift, wobei
das elektrische Schaltelement (11) bei einer Betätigung auch auf die Antriebsvorrichtung
(50) wirkt.
11. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10
dadurch gekennzeichnet,
dass das bewegliche Teil (101), wie eine Klappe, Tür oder dergleichen, einen Zugang zu
einem abschließbaren Bereich eines Kastens (100), insbesondere Handschuhfachkasten,
ermöglicht,
und das elektromechanisches Schloss (30) zum Verschließen oder Öffnen des beweglichen
Teiles (101) vorhanden ist.
1. An actuating apparatus (10) for an electromechanical lock (30) for closing or opening
a movable part (101), such as a tailgate, door or the like, with at least one electrical
switch element (11) by way of which the electromechanical lock (30) is capable of
being actuated,
and at least one cylinder lock (12) for locking or unlocking the electromechanical
lock (30), wherein the cylinder lock (12) has at least two positions, namely
a closed position (II) in which an opening of the movable part (101) is prevented,
and
an operative position (I) in which an opening of the movable part (101) by means of
the electrical switch element (11) is made possible, and
an emergency opening element (14) by which the electromechanical lock (30) can be
opened mechanically in the event of a power failure,
characterized in that
the emergency opening element (14) is integrated into the cylinder lock (12), wherein
the cylinder lock (12) has at least one further position, namely an opening position
(III), in which the cylinder lock (12) acts mechanically upon the electromechanical
lock (30) by means of a connecting element (15) in order to open the lock and therefore
the movable part (101).
2. An actuating apparatus (10) according to claim 1,
characterized in that
a locking cylinder (13) is arranged to be rotatable in the cylinder lock (12) when
the locking cylinder (13) is actuated with a suitable mechanical key.
3. An actuating apparatus (10) according to claim 1 or 2,
characterized in that
the mechanical connecting element (15) engages on the locking cylinder (13) and is
capable of being actuated by a rotation of the locking cylinder (13).
4. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
the locking cylinder (13) is acted upon by a spring (18) in such a way that a rotation
of the locking cylinder (13) out of the operative position (I) into the opening position
(III) takes place against the force of the spring (18).
5. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that
a setting apparatus (16) is provided for the mechanical connecting element (15).
6. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that
in the closed position (II) the cylinder lock (12) interrupts the electrical energy
supply for the electromechanical lock (30) by way of a switch (17), in particular
a rotary switch (17).
7. An actuating apparatus (10) according to claim 6,
characterized in that
a switch cam (19) is arranged on the locking cylinder (13), wherein in particular
the switch cam (19) acts in the closed position (II) upon the switch (17) and interrupts
the electrical energy supply for the electromechanical lock (30).
8. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
the electrical switch element (11) is a sensing element.
9. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that
the electrical switch element (11) is provided with a display element (21).
10. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that
a drive apparatus (50) is capable of being provided for the movable part (101), such
as a tailgate, door or the like, with
at least one motor which is capable of being arranged on the movable part (101), as
a result of which the movable part (101) can be opened and closed by a motor,
and the motor engages on the movable part (101) by way of an overload clutch, wherein
the electrical switch element (11) also acts upon the drive apparatus (50) when actuated.
11. An actuating apparatus (10) according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that
the movable part (101), such as a tailgate, door or the like, permits access to a
lockable area of a box (100), in particular a glove compartment,
and the electromechanical lock (30) is present in order to lock or open the movable
part (101).
1. Dispositif d'actionnement (10) pour une serrure électromécanique (30) servant à fermer
ou ouvrir une pièce mobile (101) comme une trappe, une porte ou analogue, comportant
au moins un élément de commutation électrique (11), par l'intermédiaire duquel la
serrure électromécanique (30) peut être commandée, et
au moins une serrure à cylindre (12) pour verrouiller ou déverrouiller la serrure
électromécanique (30), la serrure à cylindre (12) présentant au moins deux positions,
à savoir
une position de fermeture (II) dans laquelle une ouverture de la pièce mobile (101)
est empêchée, et
une position de travail (I) dans laquelle une ouverture de la pièce mobile (101) est
possible au moyen de l'élément de commutation électrique (11), et
un élément d'ouverture de secours (14) au moyen duquel la serrure électromécanique
(30) peut être ouverte mécaniquement en cas de panne de courant,
caractérisé en ce
que l'élément d'ouverture de secours (14) est intégré dans la serrure à cylindre (12),
la serrure à cylindre (12) présentant au moins une autre position, à savoir une position
d'ouverture (III) dans laquelle la serrure à cylindre (12) agit sur la serrure électromécanique
(30) au moyen d'un élément de liaison mécanique (15) pour ouvrir la serrure et donc
la pièce mobile (101).
2. Dispositif d'actionnement (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un cylindre de fermeture (13) disposé dans la serrure à cylindre (12) peut tourner
quand le cylindre de fermeture (13) est actionné avec une clé mécanique adaptée.
3. Dispositif d'actionnement (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que l'élément de liaison mécanique (15) agit sur le cylindre de fermeture (13) et peut
être actionné par une rotation du cylindre de fermeture (13).
4. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que le cylindre de fermeture (13) est soumis à l'action d'un ressort (18) de telle façon
qu'une rotation du cylindre de fermeture (13) vers la position d'ouverture (III) à
partir de la position de travail (I) a lieu contre une force élastique du ressort
(18).
5. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
qu'un dispositif de réglage (16) est prévu pour l'élément de liaison mécanique (15).
6. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que dans la position de fermeture (II), la serrure à cylindre (12) interrompt par l'intermédiaire
d'un interrupteur (17), en particulier d'un interrupteur rotatif (17), l'amenée d'énergie
électrique à la serrure électromécanique (30).
7. Dispositif d'actionnement (10) selon la revendication 6,
caractérisé en ce
qu'une came de commutation (19) est disposée sur le cylindre de fermeture (13), la came
de commutation (19) agissant en particulier dans la position de fermeture (II) sur
l'interrupteur (17) et interrompant l'amenée d'énergie électrique à la serrure électromécanique
(30).
8. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
que l'élément de commutation électrique (11) est un élément palpeur.
9. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que l'élément de commutation électrique (11) est muni d'un élément indicateur (21).
10. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce
qu'un dispositif d'entraînement (50) pour la pièce mobile (101), comme une trappe, une
porte ou analogue, peut être prévu, avec au moins un moteur qui peut être disposé
sur la pièce mobile (101), au moyen duquel la pièce mobile (101) peut être ouverte
et fermée de manière motorisée, et le moteur agit sur la pièce mobile (101) par l'intermédiaire
d'un accouplement de surcharge, l'élément de commutation électrique (11) agissant
aussi sur le dispositif d'entraînement (50) lorsqu'il est actionné.
11. Dispositif d'actionnement (10) selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce
que la pièce mobile (101), comme une trappe, une porte ou analogue, permet un accès à
une zone fermant à clé d'une boîte (100), en particulier d'une boîte à gants,
et la serrure électromécanique (30) est prévue pour fermer ou ouvrir la pièce mobile
(101).