(19)
(11) EP 2 058 460 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.10.2011  Patentblatt  2011/41

(21) Anmeldenummer: 08105732.5

(22) Anmeldetag:  04.11.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05B 65/10(2006.01)
E05B 47/02(2006.01)
E05B 17/20(2006.01)

(54)

Einbruchhemmende Verriegelungseinrichtung für Gebäude

Anti-tamper locking device for building

Dispositif de verrouillage anti-effraction pour batiment


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 08.11.2007 DE 202007015666 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.05.2009  Patentblatt  2009/20

(73) Patentinhaber: Sälzer Sicherheitstechnik GmbH
35037 Marburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Sälzer, Heinrich
    35037 Marburg (DE)

(74) Vertreter: Bauer, Dirk 
BAUER WAGNER PRIESMEYER Patent- und Rechtsanwälte Grüner Weg 1
52070 Aachen
52070 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 668 425
DE-A1- 3 801 672
DE-A1- 10 050 098
WO-A1-97/08668
DE-A1- 4 222 751
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Einleitung



    [0001] Die Erfindung betrifft einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender Ausführung, mit einem an einem Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil, das von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung und umgekehrt überführbar ist, und einer Verriegelungseinrichtung mit mindestens einem Verriegelungselement, mit dem das Abschlussteil in der zweiten Stellung verriegelbar ist, wobei ausgelöst durch eine Manipulation an dem Gebäudeabschluss in Verbindung mit einem Einbruchversuch automatisch eine Verstärkung der Verriegelung herbeiführbar ist. Das Gebäudeteil ist dabei typischerweise mit einem Blendrahmen oder einer Zarge und das Abschlussteil mit einem Flügelrahmen und einer darin gehaltenen Füllung (aus Glas oder in Form eines Panels aus anderem Material) versehen. Als Gebäudeabschluss werden gemäß der vorliegenden Anmeldung insbesondere sowohl Fenster als auch Türen jeglicher Art verstanden. (siehe z.B. Dokument DE-A-4 222 751)

    [0002] Als erste Stellung wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Offenstellung des Gebäudeabschlusses aufgefasst, wobei diese sowohl bei Türen als auch bei Fenstern der sogenannten Drehstellung entspricht, in der der Flügelrahmen nur noch an einer seiner Schenkel mit dem zugehörigen Blendrahmen verbunden ist.

    [0003] Als zweite Stellung werden im Sinne der vorliegenden Anmeldung zwei verschiedene Stellungen des Gebäudeabschusses verstanden. Zum einen kann es sich hierbei um die "echte" Schließstellung handeln, in der Blend- und Flügelrahmen umlaufend dicht aneinander anliegen und miteinander in Eingriff sind. Zum anderen kann es sich bei der zweiten Stellung e-doch ebenfalls um eine Kippstellung, Klappstellung oder eine teilweise gedrehte Stellung einer Tür oder eines Fensters handeln, bei denen jeweils nur ein Spaltbereich offen ist, wobei eine zwischen Blend- und Flügelrahmen angeordnete Schere oder ein Anschlagelement zur Begrenzung des Öffnungsspaltes herangezogen wird.

    [0004] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Verriegelung eines Gebäudeabschlusses.

    [0005] Ein Gebäudeabschluss der vorgenannten Art ist beispielsweise aus dem Prospekt "Einbruchschutz- und Meldesysteme" der DORMA GmbH & Co. KG in Enneppetal/Deutschland bekannt. Unter der Bezeichnung "DORMA EST/ESB" ist ein Einbruchschutz- und meldesystem bekannt, das sich durch eine permanente Scharfschaltung von passiven Meldern auszeichnet, so dass das Einschalten der Melder nicht mehr vergessen werden kann. Außerdem existiert eine integrierte Türzustandsüberwachung, die aufgrund stromüberwachter Meldeplatinen falschalarmfrei sein soll und eine Alarmauslösung bei einer Einwirkung von 200 kg bzw. einem Eintritt von 2 mm Türweg bewirken soll. Für die Schlossseite einer solchermaßen gesicherten Tür ist ein Sicherheitsschließblech "ESS" mit einem Melder "EST" sowie integrierter Türzustandsüberwachung offenbart, bei dem bei Aufbruchversuchen zwei Schrauben abgerissen werden, wodurch ein Zuhalteschlitten freigegeben und um einige Millimeter in Öffnungsrichtung verschoben wird. Neben dem mit dem Schraubenabriss gekoppelten Bruch einer Meldeplatine soll der Zuhalteschlitten durch Verhakung mit dem Schließblech anschließend einen erhöhten Widerstand mit einer Haltekraft von bis zu 1.000 kg bieten. Die alternativ bzw. zusätzlich auf der Bandseite unter der Bezeichnung "ESB" bekannte Bandsicherung umfasst ebenfalls eine Meldeplatine, die auch bereits bei einem geringfügigen Nachgeben der Türbänder einen Alarm auslöst. Parallel dazu soll sich durch die Verhakung von Hintergreifhaken und Gegenstück eine zweite Widerstandsebene ausbilden.

    [0006] Ein Nachteil des vorbekannten Systems ist darin zu sehen, dass die bei einem Einbruchversuch automatisch erfolgende Verstärkung der Verriegelung mechanisch mit anderen Komponenten der Türverriegelung bzw. -lagerung gekoppelt ist, so dass eine große räumliche Abhängigkeit zwischen den Elementen der ersten und der zweiten Widerstandsebene besteht. Außerdem ist das Prinzip der mechanischen Kopplung aufwendig und erfordert die Verwendung von Spezialbauteilen, die bei gängigen Gebäudeabschlüssen nicht üblich sind.

    [0007] Gemäß der einschlägigen Norm ist es zur Erfüllung der Anforderungen an die Einbruchhemmung in hohen Widerstandsklassen zulässig, dass es den Angreifer innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit zwar gelingt, eine kleine Öffnung insbesondere in einer Glasfüllung des Abschlussteils zu schaffen, wobei die Öffnung ein Hindurchgreifen eventuell ermöglichen kann, nicht jedoch ein Eindringen einer Person. Gebäudeabschlüsse mit Panikfunktion sind daher aufgrund der auf der Innenseite angebrachten Panik-Entriegelungselemente besonders gefährdet.

    Aufgabe



    [0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender Ausführung sowie ein Verfahren zu dessen Verriegelung vorzuschlagen, bei dem große Freiheitsgrade bei der Herbeiführung einer Verstärkung der Verriegelung bestehen, wobei möglichst auch standardmäßige Verriegelungselemente für die "zweite Widerstandsebene" zum Einsatz kommen sollen.

    Lösung



    [0009] Ausgehend von einem Gebäudeabschluss der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass von einem Sensorelement, mit dem ein Einbruchversuch detektierbar ist, ein Signal abgebbar ist, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement, das im Abstand zu dem mindestens einen anderen Verriegelungselement angeordnet ist, von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführbar ist oder wodurch mittels mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements mindestens ein anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockierbar ist, wodurch das in der zweiten Stellung befindliche Abschlussteil gegen unbefugte Überführung in die erste Stellung zusätzlich gesichert wird.

    [0010] Das erfindungsgemäße Prinzip basiert somit auf einer Fernübertragung der Information, dass ein Einbruchversuch unternommen wird, wodurch in einer Entfernung von dem Sensorelement, d.h. der Stelle, an der der Einbruchversuch detektiert wurde, mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement aktivierbar ist. Die Aktivierung des zusätzlichen Verriegelungselements an einem anderen Ort - verglichen auch mit dem Sensorelement - führt als erste Alternative zu einer Verbesserung einer Einbruchhemmung dahingehend, dass Verlagerungen des Abschlussteils durch den Angreifer durch verteilte Verriegelungselemente besser abgewehrt werden können, da Hebelarme kürzer und die frei zu bewegenden Abschnitte des Abschlussteils kleiner und daher spezifisch steifer sind. Durch die erfindungsgemäße Trennung von Sensorelement und Verriegelungselement werden die Freiheitsgrade bei der Konstruktion eines erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses gegenüber Konstruktionen nach dem Stand der Technik deutlich erhöht. Insbesondere ist es auch möglich, das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement bzw. auch das mindestens eine andere Verriegelungselement, als standardmäßig verfügbare Elemente auszugestalten, was sich auch günstig auf die Herstellkosten auswirkt.

    [0011] Als zweite erfindungsgemäße Alternative wird infolge der Detektion des Einbruchversuchs durch das Sensorelement gleichfalls mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement aktiviert, wodurch in diesem Fall jedoch ein anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockierbar ist. Gemäß der zweiten Alternative wird somit im Vergleich mit der ersten Alternative nicht eine zusätzliche Verriegelung zwischen dem in zweiter Stellung befindlichen Abschlussteil und einer dieses umgebenden Zarge herbeigeführt. Vielmehr wird eine erhöhte Sicherheit dadurch bewirkt, dass mindestens ein bereits vorhandenes und sich in seiner Verriegelungsstellung befindliches Verriegelungselement oder ein zu diesem gehöriges Betätigungselement mittels eines zusätzlichen Verriegelungselements blockiert wird. Es wird somit bei der Detektion eines Einbruchversuchs die Überführung des eigentlichen Verriegelungselements von der Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung durch die zu Sicherungszwecken herbeigeführte Blockade verhindert. Somit ist es insbesondere nicht möglich, das andere Verriegelungselement z.B. durch unbefugte Betätigung eines Panik-Entriegelungselements zu entriegeln. Ein Panik-Entriegelungselement wird somit gemäß der zweiten Alternative zumindest temporär, d.h. bis zur Aufhebung der Blockade, wirkungslos gemacht, um die Einbruchhemmung des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses zu verbessern. Im Gegensatz hierzu wird gemäß der zuvor beschriebenen ersten Alternative die Wirkung eines Panik-Entriegelungselements zwar nicht aufgehoben. Da hierdurch jedoch nur die damit gekoppelten anderen Verriegelungselemente entriegelt werden können, wird die Einbruchsicherheit bei der ersten Alternative dadurch erhöht, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement nicht mit dem Panik-Entriegelungselement gekoppelt ist, so dass auch bei dessen unbefugter Betätigung zumindest noch das zusätzliche Verriegelungselement im Eingriff bleibt und somit ein Öffnen des Abschlussteils verhindert.

    [0012] Erfindungsgemäß kann die "selbsttätige Verstärkung" der Verriegelung sowohl in der echten Schließstellung als auch in einer gekippten, geklappten oder anderweitig teilweise geöffneten Stellung des Abschlussteils erfolgen, wobei die jeweils gerade eingenommene Stellung beibehalten wird, jedoch eine Vergrößerung der Sicherheit gegenüber Manipulationen, insbesondere Einbruch. bzw. Aufbruchversuchen, erzielt wird.

    [0013] Bei einem Gebäudeabschluss nach der Erfindung kann das Sensorelement ein
    • elektrisches Detektionsprinzip, insbesondere eine mit einem aus Glas oder einen nicht transparenten Material bestehenden Füllungselement des Abschlussteils verbundene Alarmspinne oder Alarmtapete oder eine damit verbundene Alarmdrahteinlage, und/oder
    • optisches Detektionsprinzip, insbesondere eine Lichtschranke mit einer Fotozelle, und/oder
    • kapazitives Detektionsprinzip und/oder
    • mechanisches Detektionsprinzip, insbesondere einen auf Bewegungen reagierender Mikroschalter oder einen Beschleunigungsaufnehmer,
    aufweisen.

    [0014] Es ist selbstverständlich auch im Rahmen der Erfindung, mehrere Sensorelemente parallel zueinander zu verschalten und dabei gleiche oder auch unterschiedliche Detektionsprinzipien bei den einzelnen Sensorelementen anzuwenden.

    [0015] Bereits ohne Aktivierung des mindestens einen zusätzlichen Verriegelungselements wird eine gute Einbruchhemmung dadurch erzielt, dass die Verriegelungseinrichtung ein Hauptschloss und mindestens ein mechanisch damit gekoppeltes Nebenschloss aufweist. Mit nur einer Schließeinrichtung, nämlich der des Hauptschlosses, wird über die mechanische Kopplung eine Verriegelung an mindestens einem, vorzugsweise zwei weiteren Orten geschaffen.

    [0016] Wenn es sich bei dem zusätzlichen Verriegelungselement um ein standardmäßiges, handelsüblich erhältliches handeln soll, bietet sich insbesondere die Verwendung eines Zusatz-Fallenschlosses, eines Zusatz-Riegelschlosses und/oder eines Elektrohaftmagneten an.

    [0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses ist das Abschlussteil mit einem Panik-Entriegelungselement, insbesondere einem schwenkbaren Bügel oder einem Druckbalken oder einem Drücker, versehen, wobei mittels des Panik-Entriegelungselements die Verriegelungseinrichtung mit ihrem Hauptschloss, vorzugsweise damit gekoppelten Nebenschlössern, entriegelbar ist, nicht jedoch das mindestens eine zusätzlichen Verriegelungselement. Auf diese Weise kann für Paniktüren eine deutliche Erhöhung der Einbruchsicherheit erzielt werden. Im Falle eines Einbruchversuchs wird dieser von dem Sensorelement detektiert, wodurch das zusätzliche Verriegelungselement aktiviert und eine zweite Widerstandsebene geschaffen wird. Selbst wenn es einem Angreifer gelingen sollte, durch eine von ihm in dem Abschlussteil geschaffene (kleinere) Öffnung das Panik-Entriegelungselement zu betätigen, um somit das Hauptschloss und die möglicherweise damit gekoppelten Nebenschlösser der Verriegelungseinrichtung zu entriegeln, lässt sich das Abschlussteil dennoch nicht aus der zweiten Stellung bewegen, da das Abschlussteil durch das mindestens eine zusätzliche aktivierte Verriegelungselement verschlossen gehalten wird. Mit der Erfindung wird somit eine deutliche Erhöhung der Einbruchsicherheit bei Paniktüren erreicht.

    [0018] Um Fehlfunktionen im Falle einer Paniktür zu vermeiden, d.h. insbesondere einen ungewollten Eingriff des zusätzlichen Verriegelungselements im Nicht-Einbruchsfall, auszuschließen, sollte das als Zusatz-Fallenschloss oder Zusatz-Riegelschloss ausgebildete zusätzliche Verriegelungselement mit einem in einer Zarge, die in dem Gebäudeteil verankert ist, angeordneten Elektro-Türöffner zusammenwirken, wobei der Elektro-Türöffner sich im stromlosen Zustand in einer Entriegelungsstellung und im mit Strom versorgten Zustand in einer Verriegelungsstellung befindet. Sollte in dem mit dem erfindungsgemäßen Gebäudeabschluss ausgestatteten Gebäude ein Stromausfall eintreten, so wird die Panikfunktion des Gebäudeabschlusses dadurch nicht beeinträchtigt, da eine Aktivierung des zusätzlichen Verriegelungselements nicht erfolgen kann, weil hierzu eine Spannungsversorgung des Elektro-Türöffners erforderlich ist. Es besteht jedoch auch alternativ die Möglichkeit, ein Elektro-Fallenschloss oder ein Elektro-Riegelschloss oder ein Elektro-Fallen-Riegelschloss, jeweils mit Elektro-Öffner, statt des Zusatz-Fallen- oder Zusatz-Riegelschlosses einzusetzen.

    [0019] Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass das Sensorelement in dem Abschlussteil angeordnet ist und in einem Falzbereich zwischen dem Abschlussteil und einer Zarge eine Kabeldurchführung für ein von dem Sensorelement zu einer auf einer Nicht-Angriffsseite des Gebäudeabschlusses angeordneten und mit dem Gebäudeteil verbundenen Steuerungseinrichtung führendes Kabel vorhanden ist, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement derart ansteuerbar ist, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführbar ist. Im Falzbereich ist die Kabeldurchführung besonders geschützt angeordnet, was gleichermaßen auch für die auf der Nicht-Angriffsseite befindliche Steuerungseinrichtung sowie die von dieser zu dem zusätzlichen Verriegelungselement führenden Kabelverbindung gilt. Alternativ zur Kabelverbindung ist auch eine drahtlose Datenübertragung über eine Funkverbindung von dem Sensorelement zu der Steuerungseinrichtung und/oder von dort zu dem zusätzlichen Verriegelungselement möglich.

    [0020] Auch bei einem zeitlich kurz hintereinander erfolgenden Eintritt von Einbruchversuch und anschließendem Notfall sollte die Panikfunktion des Gebäudeabschlusses weiterhin vorhanden sein. Personen, die in einem solchen Fall bei aktiviertem zusätzlichen Verriegelungselement von der Nicht-Angriffsseite her durch den Gebäudeabschluss fliehen wollen, müssen neben dem eigentlichen Panik-Entriegelungselement auch noch einen auf der Nicht-Angriffsseite des Gebäudeabschlusses angeordneten Profilzylinder und/oder Nottaster betätigen und/oder werden von einem dort angeordneten Bewegungsmelder oder einer Videokamera erfasst und erkannt, woraufhin das zusätzliche Verriegelungselement von einer Steuerungseinrichtung notentriegelt wird. Auch eine Freischaltung durch anwesendes Wachpersonal oder die Feuerwehr ist möglich.

    [0021] Gemäß einer Weiterbildung des Gebäudeabschlusses nach der Erfindung ist das mindestens eine andere Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung mittels des zusätzlichen Verriegelungselements in der Verriegelungsstellung festlegbar, wenn das zusätzliche Verriegelungselement von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das mindestens eine andere Verriegelungselement bereits so massiv ausgeführt ist, oder hinreichend viele andere Verriegelungselemente vorhanden sind, so dass es nicht als notwendig empfunden wird, dass das zusätzliche Verriegelungselement seinerseits gleichfalls eine Formschlusskopplung zwischen dem Abschlussteil und einer Zarge bildet. Vielmehr wird es bei der letztgenannten Variante des Gebäudeabschlusses für ausreichend erachtet, die bereits durch die anderen Verriegelungselemente gegebene Sicherheit beizubehalten, d.h. insbesondere deren Aufhebung durch unbefugtes Betätigen des Panik-Entriegelungselements zu verhindern.

    [0022] Schließlich ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung noch vorgesehen, dass das zusätzliche Verriegelungselement ein Blockierelement, insbesondere ein Blockierbolzen ist, mit dem
    • eine Schlossfalle und/oder
    • ein Schlossriegel und/oder
    • ein mit einer Schlossnuss der Verriegelungseinrichtung gekoppelter Betätigungshebel für den Schlossriegel und/oder die Schlossfalle und/oder
    • ein Gestänge zur Kopplung mindestens eines Nebenschlosses an ein Hauptschloss einer Verriegelungseinrichtung
    blockierbar ist. Die vorgenannten Maßnahmen lassen sich auf Basis bekannter Schlosssysteme mit einfachen Mitteln realisieren und bieten dennoch eine sehr wirkungsvolle Verbesserung der Einbruchhemmung.

    [0023] In verfahrensmäßiger Hinsicht wird die eingangs gestellte Aufgabe dadurch gelöst, dass von einem Sensorelement, mit dem ein Einbruchversuch detektiert wird, ein Signal abgegeben wird, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement, das im Abstand zu dem oder den anderen Verriegelungselement(en) angeordnet ist, von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführt wird oder wodurch mittels mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements mindestens ein anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockiert wird. Auf diese Weise werden die hinsichtlich des Gebäudeabschlusses erläuterten Vorteile in verfahrenstechnischer Sicht erreicht.

    [0024] Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn ein Panikentriegelungselement, insbesondere ein schwenkbarer Bügel oder ein Druckbalken oder ein Drücker, des Abschlussteils die Verriegelungseinrichtung mit ihrem Hauptschloss und vorzugsweise damit gekoppelten Nebenschlössern entriegelt, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement.

    [0025] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens gibt das Sensorelement über eine Kabeldurchführung ein Signal an eine Steuerungseinrichtung ab, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement derart angesteuert wird, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.

    [0026] Vorteilhafterweise wird das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement von der Nicht-Angriffsseite des Gebäudeabschlusses her mittels eines Profilzylinders, eines Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt. Ergänzend hierzu kann eine Notentriegelung auch aus der Ferne über Funk oder Telefon, z.B. durch die Feuerwehr, erfolgen.

    [0027] Schließlich kann es gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass das mindestens eine andere Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung mittels des zusätzlichen Verriegelungselements in der Verriegelungsstellung festgelegt wird, wenn das zusätzliche Verriegelungselement von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.

    Ausführungsbeispiel



    [0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele von Gebäudeabschlüssen bzw. dafür vorgesehenen Verriegelungseinrichtungen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert.

    [0029] Es zeigt:
    Fig. 1:
    eine Ansicht eines Gebäudeabschlusses mit Panik-Entriegelungsfunktion und zwei Zusatz-Fallenschlössern,
    Fig. 1a:
    wie Figur 1, jedoch mit einem Elektro-Haftmagnet als zusätzliches Verriegelungselement,
    Fig. 2:
    einen Schnitt durch eine Füllung des Abschlussteils des Gebäudeabschlusses gemäß Figur 1 oder 1a im Bereich einer Alarmspinne,
    Fig. 3:
    eine Ansicht der Füllung mit der Alarmspinne gemäß Figur 2,
    Fig. 4a:
    eine Ansicht einer Verriegelungseinrichtung in Form eines Fallen-Riegel-Schlosses mit einem zusätzlichen Verriegelungselements in Form eines Blockierbolzens,
    Fig. 4b:
    einen Vertikalschnitt durch das Fallen-Riegel-Schloss gemäß Figur 4a,
    Fig. 5a:
    wie Figur 4a, jedoch mit dem Blockierbolzen an einer anderen Stelle,
    Fig. 5b:
    wie Figur 4b, jedoch mit dem Blockierbolzen an einer anderen Stelle
    Fig. 6:
    eine Ansicht eines weiteren Gebäudeabschlusses mit einem zusätzli- chen Verriegelungselement in Form eines Blockierelements an einem Gestänge zwischen einem Hauptschloss und einem Nebenschloss,
    Fig. 7a:
    einen Schnitt durch einen als Fenster ausgebildeten Gebäudeab- schluss mit einem zusätzlichen Verriegelungselement in Form eines Elektro-Fallenschlosses mit blockierbarer Falle,
    Fig. 7b:
    eine Ansicht des Elektro-Fallenschlosses aus Figur 7a,
    Fig. 8:
    einen Schnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebildeten Gebäu- deabschluss mit einem zusätzlichen Verriegelungselement in Form eines Haftmagneten,
    Fig. 9a:
    einen Horizontalschnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebilde- ten Gebäudeabschluss in der Schließstellung mit einem zusätzlichen Verriegelungselement in Form eines Elektro-Riegelschlosses,
    Fig. 9b:
    wie Figur 9a, jedoch in der Kippstellung,
    Fig. 10a:
    einen Horizontalschnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebilde- ten Gebäudeabschluss in der Schließstellung und
    Fig. 10b:
    wie Figur 10a, jedoch in der Kippstellung.


    [0030] Figur 1 zeigt einen Gebäudeabschluss 1 in Form einer Paniktür, die ein Abschlussteil 2 in Form eines Türelements aufweist, das an einer Bandseite 3 mit nicht näher dargestellten Bändern in einer Zarge 4 drehbar gelagert ist, die mit gleichfalls nicht dargestellten Befestigungsmitteln fest in einem die Zarge 4 umgebenden Gebäudeteil 5 verankert ist. Das Abschlussteil 2 besitzt einen umlaufenden Rahmen 9, der aus Rahmenschenkeln 5 bis 8 zusammengesetzt ist, die wiederum als Aluminium-Strangpressprofile ausgeführt sind. In dem Rahmen 9 ist eine Füllung 10 gehaltert, die - wie aus Figur 2 ersichtlich ist - einen mehrschichtigen Aufbau aufweist: Ausgehend von einer Angriffsseite A sind zunächst 4 miteinander verklebte Glasscheiben angeordnet. Im Anschluss an eine Abstandshalterleiste 11, die einen Gaszwischenraum 12 randseitig begrenzt, befindet sich eine weitere gehärtete Glasscheibe 13, die den auf der Nicht-Angriffsseite NA befindlichen Abschluss bildet. Durch die von der Angriffsseite A ausgehenden vier miteinander verklebten Scheiben, die jeweils eine Dicke von beispielsweise 6 mm aufweisen, ergibt sich eine sehr große Stabilität nach Art eines so genannten Panzerglases. Die Isoliereigenschaften der Füllung 10 werden durch den Gaszwischenraum 12 sichergestellt.

    [0031] Der Gebäudeabschluss 1 weist eine Verriegelungseinrichtung 14 auf einer der Bandseite 3 gegenüber liegenden Anschlagseite 15 des Abschlussteils 2 auf. Die Verriegelungseinrichtung 14 besteht aus einem Hauptschloss 16 und zwei damit mechanisch gekoppelten Nebenschlössern 17, 18, die sich in einem Abstand von ca. 40 cm bis 50 cm vertikal oberhalb oder unterhalb des Hauptschlosses befinden. Die Kopplung zwischen Hauptschloss 16 und Nebenschlössern 17, 18 kann beispielsweise mittels jeweils eines Gestänges 19 erfolgen.

    [0032] Da es sich bei dem Gebäudeabschluss 1 um eine Paniktür handelt, ist das Abschlussteil 2 mit einem ausgehend von dem Hauptschloss 16 in horizontale Richtung quer über das Abschlussteil 2 verlaufenden Panik-Entriegelungselement 20 in Form eines Druckbalkens oder Schwenkbügels versehen. Wird das Panik-Entriegelungselement 20 in einem Notfall von einer auf der Nicht-Angriffsseite NA des Gebäudeabschlusses 1 befindlichen Person betätigt, so wird hierdurch sowohl das Hauptschloss 16 als auch die angelenkten Nebenschlösser 17 und 18 von der dargestellten Verriegelungsstellung in jeweils eine Entriegelungsstellung überführt, so dass das Abschlussteil 2 aufgeschwenkt werden kann, um einen Fluchtweg frei zu geben. Insoweit entspricht der Gebäudeabschluss 1 in seiner Ausführung dem Stand der Technik.

    [0033] Um die Anforderungen der Panik-Entriegelung mit denen einer hohen Einbruchsicherheit zu vereinen, weist der Gebäudeabschluss 1 zwei zusätzliche Verriegelungselemente 21 in Form jeweils eines Fallenschlosses 22 auf. Eines der Fallenschlösser 22 ist oberhalb des oberen Nebenschlosses 17 und das andere Fallenschloss 22 unterhalb des unteren Nebenschlosses 18 angeordnet. Die Füllung 10 ist im Bereich einer unteren Ecke mit einem Sensorelement 23 in Form einer Alarmspinne ausgestattet. Dieser Umstand ergibt sich insbesondere auch aus den Figuren 2 und 3. Die Schnittdarstellung gemäß Figur 2 lässt erkennen, dass das Sensorelement 23 in Form der Alarmspinne auf einer Innenseite 24 der der Nicht-Angriffsseite NA zugewandten Glasscheibe 13 der Füllung 10 angeordnet ist. Figur 2 zeigt eine Durchführung eines Kabels 25 durch die Glasscheibe 13 hindurch.

    [0034] Die weitere Kabelführung lässt sich der Figur 1 entnehmen: Das Kabel 25 verläuft zunächst auf dem Rahmenschenkel 7, um sodann an einem Kabelübergang 26 im Türfalzbereich auf der Bandseite 3 auf bzw. in einen vertikalen Schenkel der Zarge 4 zu wechseln. Das Kabel 25 führt sodann zu einer Steuerungseinrichtung 27, die mit einer Steuerungselektronik versehen ist, welche im Falle eines von dem Sensorelement 23 ausgehenden Signals über ein Kabel 28 zwei Elektro-Türöffner 29 anzusteuern. Die Elektro-Türöffner 29 sind in die Zarge 4 integriert und wirken mit den zusätzlichen Fallenschlössern 22 zusammen.

    [0035] Solange das von der Steuerungseinrichtung 27 zu den Elektro-Türöffnern 29 führende Kabel 28 stromlos ist, sind die Elektro-Türöffner 29 unverriegelt, d.h. das Abschlussteil 2 wird durch die Elektro-Türöffner 29 nicht daran gehindert, sich von der in Figur 1 dargestellten Schließstellung in eine Öffnungsstellung zu bewegen. Nur wenn die Steuerungseinrichtung 27 von dem Sensorelement 23 mit einem Alarmsignal versorgt wird und dementsprechend die Elektro-Türöffner 29 über das Kabel 28 mit Spannung beaufschlagt werden, werden die Elektro-Türöffner 29 aktiviert und nehmen ihre Sperrstellung ein. In dieser Sperrstellung kann eine jeweils zu einem Fallenschloss 22 gehörige Falle, die mit jeweils einem Elektro-Türöffner 29 formschlüssig in Eingriff steht, auch bei Ausübung eines Drucks auf das Abschlussteil 2 nicht aus der Eingriffsstellung in dem Elektro-Türöffner 29 heraus bewegt werden. Das Abschlussteil 2 ist somit in seiner Schließstellung festgelegt, so dass ein unbefugter Durchtritt durch den Gebäudeabschluss 1 hindurch auch bei unbefugter Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 nicht möglich ist.

    [0036] Bei aktiviertem Elektro-Türöffner 29 (bei detektiertem Einbruchversuch) kann in einem Panikfall oder bei sonstiger Gelegenheit, bei der eine befugte Person durch den Gebäudeabschluss 1 hindurch treten möchte, ein Öffnen des Abschlussteils 2 dadurch erzielt werden, dass ein Schlüsselschalter, der mittels eines Profilzylinders 30 betätigt wird, die Blockade der Elektro-Türschließer 29 aufgehoben wird, so dass das Abschlussteil bei Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 zu öffnen ist. Der Profilzylinder 30 ist einerseits über ein Kabel 31 mit der Steuerungseinrichtung 27 verbunden und andererseits über ein Kabel 32 beispielsweise auch von der Feuerwehr oder einer Alarmzentrale ansteuerbar, um aus der Ferne die Blockade der Elektro-Türöffner 29 aufheben zu können, um die Panik-Funktion des Gebäudeabschlusses 1 wieder herzustellen.

    [0037] Im Unterschied zu dem Gebäudeabschluss 1 gemäß Figur 1 weist der leicht modifizierte Gebäudeabschluss 1' gemäß Figur 1a keine Zusatz-Fallen-Schlösser 22 und auch keine Elektro-Türöffner 29 auf. Vielmehr besteht das zusätzliche Verriegelungselement bei der in Figur 1 a dargestellten Ausführungsform aus einem Elektro-Haftmagneten 33, der über das Kabel 28 mit der Steuerungseinrichtung 27 verbunden ist. Der an sich bekannte Elektro-Haftmagnet 33 besteht aus einem oberen, mit der Zarge 4 verbundenen und mit einer Spule versehenen Basisteil 34 und einem damit über eine Kontaktfläche 35 koppelbaren Haftteil 36, das mit dem oberen Rahmenschenkel 5 des Rahmens 9 des Abschlussteils 2 fest gekoppelt ist. Alle übrigen Merkmale und Eigenschaften des Gebäudeabschlusses 1' stimmen mit denen des Gebäudeabschlusses 1 überein.

    [0038] Figur 4a zeigt eine alternative Ausführungsform einer Verriegelungseinrichtung 114 eines ansonsten nicht näher dargestellten Gebäudeabschlusses, der jedoch grundsätzlich dieselbe Form wie der in den Figuren 1 und 1a gezeigte aufweisen kann. Die Verriegelungseinrichtung 114 besteht aus einem Hauptschloss 116, an das gegebenenfalls ein oder mehrere Nebenschlösser vorzugsweise mechanisch mittels Treibriegeln angelenkt sein können. Das Hauptschloss 116 weist einen Schlossriegel 37 und eine Schlossfalle 38 auf. Beide können mittels eines schlüsselbetätigten Profilszylinders, der in eine Profilzylinderlochung 39 einsetzbar ist, betätigt, insbesondere verriegelt (Schlossriegel 37) bzw. entriegelt (Schlossfalle 38), werden.

    [0039] Das Hauptschloss umfasst des Weiteren eine Schlossnuss 40, die über ein entsprechendes Umlenkgetriebe mit dem Panik-Entriegelungselement 20 (hier nicht dargestellt, vgl. jedoch Figuren 1 und 1a) gekoppelt ist. Wird das Panik-Entriegelungselement 20 betätigt, so werden durch eine Drehbewegung der Schlossnuss 40 sowohl die Schlossfalle 38 als auch der Schlossriegel 37 von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung bewegt.

    [0040] Ein zusätzliches Verriegelungselement 121 ist im Falle der Verriegelungseinrichtung 114 in Form eines stiftförmigen Blockierbolzens ausgeführt. In einer in Figur 4b mit durchgezogenen Linien dargestellten Nicht-Blockadestellung ist der Blockierbolzen aus einem mit der Schlossnuss 40 gekoppelten Betätigungshebel 41 zurückgezogen, so dass bei Betätigung der Schlossnuss 40 das Abschlussteil 2 entriegelbar ist.

    [0041] Wird jedoch durch das Sensorelement ein Einbruchversuch detektiert, so spricht ein elektromagnetisch betätigter Bolzenantrieb 42 an und verlagert den Blockierbolzen (zusätzliches Verriegelungselement 121) in eine angepasste Bohrung 43 in dem Betätigungshebel 41. Letztere ist hierdurch in seiner Stellung festgelegt und verhindert somit, dass über das Panik-Entriegelungselement eine Türöffnung herbeigeführt werden kann.

    [0042] Eine Rückstellung bzw. Rücksetzung der Alarmauslösung kann durch ein Rückziehen des zusätzlichen Verriegelungselements 121 (Blockierbolzen) erfolgen. Hierzu wird entweder einfach der Bolzenantrieb 42 in die entgegengesetzte Richtung betätigt, so dass der Betätigungshebel 41 wieder freigegeben wird. Alternativ zur elektromagnetischen Rückstellung kann aber auch eine manuelle Rückstellung des Blockierbolzens erfolgen. Hierzu muss zunächst eine auf der Nicht-Angriffsseite NA des Abschlussteils 2 befestigte Abdeckung 44 entfernt werden (was durch die Montage zweier durch ihre Mitteillinien angedeuteten Schrauben 44 erfolgt) woraufhin der durch den Rahmenschenkel 8 des Rahmens 9 des Abschlussteils 2 hindurch tretende Blockierbolzen an seinem hinteren Ende von Hand ergriffen und herausgezogen werden kann, um die Blockade der Verriegelungseinrichtung 114 aufzuheben.

    [0043] In den Figuren 5a und 5b ist eine vergleichbare Verriegelungseinrichtung 214 abgebildet. Der Unterschied zur Verriegelungseinrichtung 114 gemäß den Figuren 4a und 4b besteht darin, das bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 5a und 5b mittels des Blockierbolzens nicht der Betätigungshebel 41 gesperrt wird, sondern der Schlossriegel 37 selbst. Während die Schlossfalle 38 selbst nicht gesondert festgelegt wird, wird im Alarmfall von dem Bolzenantrieb 42 der Blockierbolzen in eine angepasste Bohrung in dem Schlossriegel 37 eingeführt, so dass sich durch den Formschluss eine belastbare Blockade der Verriegelungseinrichtung 214 ergibt. Im Übrigen sind die Funktionalitäten der Verriegelungseinrichtung 214 im Wesentlichen identisch mit denen gemäß Figuren 4a und 4b.

    [0044] Figur 6 zeigt schließlich noch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Gebäudeabschlusses 1", der in seinem Aufbau recht weitgehend mit den Ausführungsformen gemäß den Figuren 1 und 1a übereinstimmt. Auch im Falle des Gebäudeabschlusses 1" besteht die Verriegelungseinrichtung 14 aus einem Hauptschloss 16 und zwei über jeweils ein Gestänge 19 damit gekoppelten Nebenschlössern 17 und 18. In bekannter Weise ist die Kopplung derart starr ausgeführt, dass bei einer Überführung des Hauptschlosses 16 von seiner Verriegelungsstellung in seine Entriegelungsstellung auch die Nebenschlösser 17 und 18 von ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung überführt werden. Gleiches gilt bei der umgekehrten Überführung von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung. Das Abschlusssteil 2 ist auch bei dem Gebäudeabschluss 1" mit einem balkenförmigen Panik-Entriegelungselement 20 versehen, das in bekannter starrer Kopplung auf die Schlossnuss des Hauptschlosses 16 einwirkt und im Falle seiner Betätigung eine Entriegelung sowohl des Hauptschlosses 16 als auch (über die Kopplung über die Gestänge 19) der beiden Nebenschlösser 17 und 18 herbeiführt.

    [0045] Um im Falle der Detektion eines Einbruchversuchs an der Füllung 10 zu verhindern, dass ein Angreifer über eine kleine von ihm geschaffene Öffnung in der Füllung 10 das auf der Innenseite befindliche Panik-Entriegelungselement 20 unbefugter Weise betätigen kann, wird infolge der Detektion des Einbruchversuchs ein zusätzliches Verriegelungselement 121' in Form eines elektromotorisch oder von einem Elektromagneten betätigten Blockierelements aktiviert. Das zusätzliche Verriegelungselement 121' ist im Bereich des zu dem oberen Nebenschloss 17 führenden Gestänges 19 fest an dem Rahmenschenkel 8 des Rahmens 9 des Abschlussteils 2 montiert. Über ein Kabel 28' ist das zusätzliche Verriegelungselement 121' von der Steuerungseinrichtung 27 aus ansteuerbar. Durch das zusätzliche Verriegelungselement 121' wird eine formschlüssige Verbindung zwischen der Zarge und dem ansonsten verschiebbar darin gelagerten Gestänge 19 herbeigeführt, wodurch das Hauptschloss 16 die beiden angelenkten Nebenschlösser 17 und 18 sowie das Panik-Entriegelungselement 20 blockiert werden, so dass das Abschlussteil 2 auch dann in seiner Verriegelungsstellung verharrt, wenn unbefugt versucht wird, das Panik-Entriegelungselement 20 zu betätigen.

    [0046] In dem zusätzlichen Verriegelungselement 121' ist ein Profilzylinder 46 integriert, mit dem die Blockade des Gestänges 19 durch befugte Personen mittels eines Schlüssels wieder aufhebbar ist. Es ist auch denkbar, ohne Detektion eines Einbruchversuchs die Panikfunktion des Gebäudeabschlusses 1" durch eine befugte Person durch Betätigung des Profilzylinders 46 aufheben zu können. Alternativ oder ergänzend zu dem Profilzylinder 46 kann das zusätzliche Verriegelungselement 121' auch mit einem manuell betätigbaren Betätigungselement 47 versehen sein. Sollte kurz nach Detektion eines Einbruchversuchs und hierdurch bedingter Blockade der Panik-Entriegelungsfunktion unwahrscheinlicherweise ein Notfall auftreten, so kann eine Person, die durch den Gebäudeabschluss 1" fliehen möchte, z.B. durch Ziehen an dem Betätigungselement 47 die Blockade der Panikfunktion wieder aufheben und nach Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 das Abschlussteil 2 öffnen. Trotz des Betätigungselements 47 ist die Sicherheit gegenüber einem Einbruch erhöht, da ein Angreifer sowohl das Panik-Entriegelungselement 20 betätigen als auch gleichzeitig das Betätigungselement 47 erreichen und betätigen müsste.

    [0047] In den nachfolgend beschriebenen Figuren 7a bis 10b sind erfindungsgemäße Gebäudeabschlüsse 1"' dargestellt, die als Fenster 48 bzw. auch als Tür ausgebildet sind.

    [0048] Die Figur 7a zeigt einen Horizontalschnitt durch ein erstes Beispiel für einen als Fenster 48 ausgebildeten Gebäudeabschluss *1"' mit einem Blendrahmen 49 und einem Flügelrahmen 50, wobei diese lediglich teilweise dargestellt sind. Der Flügelrahmen 50 ist mit einer Schubstange 51 ausgestattet, an der wiederum ein Block 52 so angebracht ist, dass er den Bewegungen der Schubstange 51 folgt. Im Bereich des Blockes 52 weist der Flügelrahmen 50 eine Kammer 53 auf, in der ein Zusatz-Fallenschloss 54 angeordnet ist, das über ein - analog zu dem vorbeschriebenen Sensorelement ausgebildetes - Sensorelement, das in der Figur nicht dargestellt ist, ansteuerbar ist. Das Zusatz-Fallenschloss 54, auf dessen Aufbau im Folgenden noch weiter eingegangen wird, weist eine dreiecksförmige vorstehende Spitze 55 auf, die in eine hiermit korrespondierende Vertiefung 56 in dem Block 52 eingreifen kann. In der Figur 7a befindet sich das Zusatz-Fallenschloss 54 in seiner Eingriffsstellung, in der es mit dem Block 52 formschlüssig in Eingriff ist. Hierdurch wird eine Längsverschiebung der Schubstange 51 dann verhindert und eine Manipulation derselben deutlich erschwert, wenn eine Falle 58 des Zusatz-Fallenschlosses 54 durch ein nicht sichtbares Blockierelement im Inneren des Schlosses an einer Bewegung senkrecht zu der Schubstange 51 gehindert ist. Ist eine solche Bewegung nicht unterbunden, so können Schrägflächen an einer dreiecksförmigen Spitze 55 der Falle 58 auf korrespondierenden Schrägflächen an dem Block 52 der Schubstange aufeinander gleiten, so dass der Formschluss aufhebbar ist.

    [0049] In der Figur 7b ist eine Ansicht des Zusatz-Fallenschlosses 54 aus Figur 7a dargestellt. Es ist zu erkennen, dass der Block 52 z.B. mittels Schweißnähten 57 an der Schubstange 51 befestigt ist. Die Falle 58 des Zusatz-Fallenschlosses 54 ist innerhalb eines Gehäuses 59 in der Kammer 53 senkrecht zu der Längsachse der Schubstange 51 verschiebbar und auf diese Weise mit dem Block 52 der Schubstange 51 in oder außer Eingriff zu bringen. An der Falle 58, die auf der dem Block 52 zugewandten Seite ebenfalls dreieckförmig ausgebildet ist, ist die vorbeschriebene dreieckförmige Spitze 55 des Zusatz-Fallenschlosses 54 angeordnet, wobei die Spitze 55 an einem vorne keilförmigen Grundkörper 60 der Falle 58 angeordnet ist. Ebenfalls in der Figur 7b sind Block 52 und Zusatz-Fallenschloss 54 in Eingriff gezeigt, so dass eine Verschiebung der Schubstange 51 in ihre Längsrichtung unterbunden ist, solange die federbelastete Falle 58 blockiert ist. Wird das Zusatz-Fallenschloss 54 wieder entriegelt, so lässt sich die Falle 58 in das Gehäuse 59 fahren und die Schubstange 51 und damit die standardmäßigen nicht dargestellten Verriegelungselemente zwischen Blendrahmen 49 und Flügelrahmen 50 können wieder betätigt werden. Beispielhaft ist eine "verschobene" Position der Schubstange 51 und somit auch des Blockes 52 mittels einer zweiten Linie 61 angedeutet.

    [0050] In der Figur 8 ist ein Horizontalschnitt eines weiteren Beispiels für einen als Fenster 48' oder Tür ausgebildeten Gebäudeabschluss 1"' gezeigt, bei dem die Betätigung der Schubstange 51 mittels eines in einer Kammer 62 des Flügelrahmens 50 sitzenden Haftmagneten 63 unterbunden werden kann, der mit einem mit der Schubstange 51 verschraubten ferromagnetischen Gegenstück 64 zusammenwirkt. Der Haftmagnet 63 ist mit Hilfe eines Winkelprofils 65 in seiner Position gehalten.

    [0051] Im nicht aktivierten Zustand befindet sich zwischen dem Haftmagneten 63 und dem Gegenstück 64 ein Luftspalt 66, so dass die Schubstange 51 mit dem Gegenstück 64 problemlos betätigt, also in ihre Längsrichtung verschoben werden kann. Wird der Haftmagnet 63 jedoch aktiviert, so wird das Gegenstück 64 derart von dem Haftmagneten 63 angezogen, dass der minimale Luftspalt 66 verschwindet und die beiden Elemente unmittelbar aneinander anliegen. Dies ist deshalb möglich, weil die Schubstange 51 senkrecht zu ihrer Längsrichtung ein gewisses Spiel beziehungsweise eine gewisse Flexibilität aufweist.

    [0052] Die Figuren 9a und 9b zeigen ein weiteres Beispiel für einen erfindungsgemäßen Gebäudeabschluss 1"', der als Dreh- Kipp- Fenster 48" ausgebildet ist, wobei sich das Fenster 48" in der Figur 9a in seiner Schließstellung 67 und in der Figur 9b in seiner Kippstellung 68 befindet. Die Schubstange 51 des Flügelrahmens 50 besitzt ein Schließblech 69, das einen Großteil des Falzbereichs zwischen Flügelrahmen 50 und Blendrahmen 49 ausfüllt und parallel zu der Schubstange 51 verläuft. Das Schließblech 69 ist auf seinem der Schubstange 51 gegenüberliegendem Ende mit einer Bohrung 70 versehen.

    [0053] In einer Kammer 71 des Blendrahmens 49 ist ein Elektro-Bolzenriegel 72 angeordnet, wobei dieser so positioniert ist, dass er in der Figur 9a ungefähr mit der Schubstange 51 fluchtet.

    [0054] Befindet sich das Fenster 48" in seiner Kippstellung 68 - wie es in der Figur 9b gezeigt ist - so fluchtet der Elektro-Bolzenriegel 72 nicht mehr mit der Schubstange 51 sondern mit der Bohrung 70 in dem Schließblech 69. Wird ein Einbruchversuch auf die vorbeschriebene Weise detektiert, so wird der Elektro-Bolzenriegel 72 aktiviert und ein Riegel 73 in Richtung des Flügelrahmens 50 geschoben, wo er in der Bohrung 70 des Schließblechs 69 eintritt. Auf diese Weise ist eine Verschiebung der Schubstange 51 in Längsrichtung derselben verhindert und eine deutliche Verbesserung der Einbruchhemmung des Fensters 48" in seiner Kippstellung 68 erreicht.

    [0055] Eine Ausführungsform eines Fensters 48"', das sowohl in seiner Schließstellung 67 als auch in seiner Kippstellung 68 durch zusätzliche Verriegelungselemente gesichert werden kann, ist in den Figuren 10a und 10b dargestellt. Im Unterschied zu dem in den Figuren 9a und 9b gezeigten Fenster 48" weist das Fenster 48"' in den Figuren 10a und 10b ein Schließblech 69' mit zwei Bohrungen 70 auf, und zwar eine, die in der Schließstellung 67 des Fensters 48"' mit dem Elektro-Bolzenriegel 72 fluchtet und eine in der Kippstellung 68 des Fensters 48'''. Somit kann der Elektro-Bolzenriegel 72 unabhängig von der Stellung des Flügelrahmens 50 aktiviert werden und das Fenster 48"' vor einem detektierten Einbruchversuch sichern.

    Bezugszeichenliste



    [0056] 
    1, 1', 1", 1"'
    Gebäudeabschluss
    2
    Abschlussteil
    3
    Bandseite
    4
    Zarge
    5, 6, 7, 8
    Rahmenschenkel
    9
    Rahmen
    10
    Füllung
    11
    Abstandshalter-Leiste
    12
    Gaszwischenraum
    13
    Glasscheibe
    14, 114,214
    Verriegelungseinrichtung
    15
    Anschlagseite
    16, 116
    Hauptschloss
    17, 18
    Nebenschloss
    19
    Gestänge
    20
    Panik-Entriegelungselement
    21, 121, 121'
    zusätzliches Verriegelungselement
    22
    Fallenschloss
    23
    Sensorelement
    24
    Innenseite
    25
    Kabel
    26
    Kabelübergang
    27
    Steuerungseinrichtung
    28, 28'
    Kabel
    29
    Elektro-Türöffner
    30
    Profilzylinder
    31
    Kabel
    32
    Kabel
    33
    Elektro-Haftmagnet
    34
    Bauteil
    35
    Kontaktfläche
    36
    Haftteil
    37
    Schlossriegel
    38
    Schlossfalle
    39
    Profilzylinder-Bohrung
    40
    Schlossnuss
    41
    Betätigungshebel
    42
    Bolzenantrieb
    43
    Bohrung
    44
    Abdeckung
    45
    Schrauben
    46
    Profilzylinder
    47
    Betätigungselement
    48, 48', 48", 48"'
    Fenster
    49
    Blendrahmen
    50
    Flügelrahmen
    51
    Schubstange
    52
    Block
    53
    Kammer
    54
    Zusatz-Fallenschloss
    55
    Spitze
    56
    Vertiefung
    57
    Schweißnaht
    58
    Falle
    59
    Gehäuse
    60
    Grundkörper
    61
    Linie
    62
    Kammer
    63
    Haftmagnet
    64
    Gegenstück
    65
    Winkelprofil
    66
    Luftspalt
    67
    Schließstellung
    68
    Kippstellung
    69, 69'
    Schließblech
    70
    Bohrung
    71
    Kammer
    72
    Elektro-Bolzenriegel
    73
    Riegel



    Ansprüche

    1. Gebäudeabschluss (1, 1', 1", 1"') in einbruchhemmender Ausführung mit einem an einem Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil (2), das von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung und umgekehrt überführbar ist, und einer Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mit mindestens einem Verriegelungselement, mit dem das Abschlussteil (2) in der zweiten Stellung verriegelbar ist, wobei ausgelöst durch eine Manipulation an dem Gebäudeabschluss (1, 1') in Verbindung mit einem Einbruchversuch automatisch eine Verstärkung der Verriegelung herbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Sensorelement (23), mit dem ein Einbruchversuch detektierbar ist, ein Signal abgebbar ist, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement (21), das im Abstand zu dem oder den anderen Verriegelungselement(en) angeordnet ist, von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführbar ist oder wodurch mittels mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements (121, 121') mindestens ein anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement (19) eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockierbar ist.
     
    2. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) ein

    - elektrisches Detektionsprinzip, insbesondere eine mit einem aus Glas oder einem nicht transparenten Material bestehenden Füllungselement des Abschlussteils verbundene Alarmspinne oder Alarmtapete oder eine damit verbundene Alarmdrahteinlage, und/oder

    - optisches Detektionsprinzip, insbesondere eine Lichtschranke mit einer Fotozelle, und/oder

    - kapazitives Detektionsprinzip und/oder

    - mechanisches Detektionsprinzip, insbesondere einen auf Bewegungen reagierender Mikroschalter oder einen Beschleunigungsaufnehmer,

    aufweist.
     
    3. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung ein Hauptschloss (16, 116) und mindestens ein mechanisch damit gekoppeltes Nebenschloss (17, 18) aufweist.
     
    4. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) ein Zusatz-Fallenschloss (22), ein Zusatz-Riegelschloss (54), Zusatz-Elektroschloss und/oder ein Elektrohaftmagnet (33, 63) ist.
     
    5. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussteil (2) mit einem Panikentriegelungselement (20), insbesondere einem schwenkbaren Bügel oder einem Druckbalken oder einem Drücker, versehen ist, wobei mittels des Panikentriegelungselements (20) die Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mit ihrem Hauptschloss (16, 116) und vorzugsweise damit gekoppelten Nebenschlössern (17, 18) entriegelbar ist, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121).
     
    6. Gebäudeabschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das als Zusatz-Fallenschloss (22) oder Zusatz-Riegelschloss (54) ausgebildete zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) mit einem in einer Zarge (4), die in dem Gebäudeteil verankert ist, angeordneten Elektro-Türöffner (29) zusammenwirkt, der sich im stromlosen Zustand in einer Entriegelungsstellung und im mit Strom versorgten Zustand in einer Verriegelungsstsellung befindet.
     
    7. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) in dem Abschlussteil (2) angeordnet ist und in einem Falzbereich zwischen dem Abschlussteil (2) und einer Zarge (4) eine Kabeldurchführung (26) für ein von dem Sensorelement (23) zu einer auf einer Nicht-Angriffsseite (NA) des Gebäudeabschlusses angeordneten und mit dem Gebäudeteil verbundenen Steuerungseinrichtung (27) führendes Kabel (25) vorhanden ist, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) derart ansteuerbar ist, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführbar ist.
     
    8. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Nicht-Angriffsseite (NA) des Gebäudeabschlusses (1, 1') her mittels eines Profilzylinders (30), eines Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt werden kann.
     
    9. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine andere Verriegelungselement (22) der Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mittels des zusätzlichen Verriegelungselements (21, 121) in der Verriegelungsstellung festlegbar ist, wenn das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.
     
    10. Gebäudeabschluss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) ein Blockierelement ist, mit dem

    - eine Schlossfalle (38) und/oder

    - ein Schlossriegel (37) und/oder

    - ein mit einer Schlossnuss (40) der Verriegelungseinrichtung (114) gekoppelter Betätigungshebel (41) für den Schlossriegel (37) und/oder die Schlossfalle (38) und/oder

    - ein Gestänge (19) zur Kopplung mindestens eines Nebenschlosses (17, 18) an ein Hauptschloss (16) der Verriegelungseinrichtung (14)

    blockierbar ist.
     
    11. Verfahren zur Verriegelung eines Gebäudeabschlusses (1, 1', 1", 1"') in einbruchhemmender Ausführung mit einem an einem Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil (2), das von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung und umgekehrt überführt wird und einer Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mit mindestens einem Verriegelungselement, mit dem das Abschlussteil (2) in der zweiten Stellung verriegelt wird, wobei ausgelöst durch eine Manipulation an dem Gebäudeabschluss (1, 1', 1", 1"') in Verbindung mit einem Einbruchversuch automatisch eine Verstärkung der Verriegelung herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Sensorelement (23), mit dem ein Einbruchversuch detektiert wird, ein Signal abgegeben wird, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement (21), das im Abstand zu dem oder den anderen Vernegelungselement(en) angeordnet ist, von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführt wird oder wodurch mittels mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements (121, 121') mindestens ein anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement (19) eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockiert wird.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Panikentriegelungselement (20), insbesondere ein schwenkbarer Bügel oder ein Druckbalken oder ein Drücker, des Abschlussteils (2) die Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mit ihrem Hauptschloss (16, 116) und vorzugsweise damit gekoppelten Nebenschlössern (17, 18) entriegelt, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121).
     
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) über eine Kabeldurchführung (26) ein Signal an eine Steuerungseinrichtung (27) abgibt, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) derart angesteuert wird, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Nicht-Angriffsseite (NA) des Gebäudeabschlusses (1, 1') her mittels eines Profilzylinders (30), eines Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt wird.
     
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine andere Verriegelungselement (22) der Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mittels des zusätzlichen Verriegelungselements (21, 121) in der Verriegelungsstellung festgelegt wird, wenn das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.
     


    Claims

    1. A building closure (1, 1', 1", 1"') in a burglary-resisting design with a closure part (2), which is mounted so as to be mobile on a building part and which can be transferred from a first position into a second position and vice versa, and a locking device (14, 114, 214) with at least one locking element, with which the closure part (2) can be locked in the second position, wherein a reinforcement of the locking can be brought about automatically triggered by tampering with the building closure (1, 1') in connection with an attempted burglary, characterised in that a signal can be emitted by a sensor element (23), with which an attempted burglary can be detected, as a result of which at least one additional locking element (21), which is disposed at a distance from the other locking element(s), can be transferred from an unlocking position into a locking position or as a result of which, by means of at least one additional locking element (121, 121'), at least one other locking element or an actuation element (19) of another locking element can be blocked respectively in its locking position.
     
    2. The building closure according to claim 1, characterised in that the sensor element (23) comprises

    - an electrical detection principle, in particular a alarm security tape or wallpaper with an alarm wire or an alarm wire insert associated therewith, connected to a panel of the closure part made of glass or a non-transparent material, and/or

    - an optical detection principle, in particular a light barrier with a photocell, and/or

    - a capacitive detection principle and/or

    - a mechanical detection principle, in particular a microswitch reacting to movements or an acceleration pickup.


     
    3. The building closure according to claim 1 or 2, characterised in that the locking device comprises a main lock (16, 116) and at least one secondary lock (17, 18) coupled mechanically therewith.
     
    4. The building closure according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the at least one additional locking element (21, 121) is an additional latch lock (22), an additional bolt lock (54), an additional electric lock and/or an electric holding magnet (33, 63).
     
    5. The building closure according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the closure part (2) is provided with a panic unlocking element (20), in particular a swivelling clip or a press bar or a pushbutton, wherein, by means of the panic unlocking element (20), the locking device (14, 114, 214) with its main lock (16, 116) and secondary locks (17, 18) preferably coupled therewith can be unlocked, but not the at least one additional locking element (21, 121).
     
    6. The building closure according to claim 5, characterised in that the additional locking element (21, 121) constituted as an additional latch lock (22) or an additional bolt lock (54) cooperates with an electric door opener (29) disposed in a frame (4), which is anchored in the building part, said electric door opener being in an unlocking position in the currentless state and in a locking position in the state supplied with current.
     
    7. The building closure according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the sensor element (23) is disposed in the closure part (2) and, in a rebate region between the closure part (2) and a frame (4), a cable gland (26) is provided for a cable (25) leading from the sensor element (23) to a control device (27) disposed on a non-attack side (NA) of the building closure and connected to the building part, from which control device the at least one additional locking element (21, 121) can be controlled in such a way that it can be transferred from its unlocking position into the locking position.
     
    8. The building closure according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the at least one additional locking element (21, 121) can be mechanically unlocked in an emergency from the non-attack side (NA) of the building closure (1, 1') by means of a profile cylinder (30), an emergency pushbutton, a motion detector or a video camera.
     
    9. The building closure according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the at least one other locking element (22) of the locking device (14, 114, 214) can be fixed in the locking position by means of the additional locking element (21, 121), when the additional locking element (21, 121) is transferred from the unlocking position into the locking position.
     
    10. The building closure according to claim 9, characterised in that the additional locking element (21, 121) is a blocking element, with which

    - a lock latch (38) and/or

    - a lock bolt (37) and/or

    - an actuation lever (41) for the lock bolt (37) and/or the lock latch (38), said actuation lever being coupled with a lock nut (40) of the locking device (114), and/or

    - a linkage (19) for coupling at least a secondary lock (17, 18) to a main lock (16) of the locking device (14)

    can be blocked.
     
    11. A method for locking a building closure (1, 1', 1", 1''') in a burglary-resisting design with a closure part (2), which is mounted so as to be mobile on a building part and which is transferred from a first position into a second position and vice versa, and a locking device (14, 114, 214) with at least one locking element, with which the closure part (2) can be locked in the second position, wherein a reinforcement of the locking is brought about automatically triggered by tampering with the building closure (1, 1', 1", 1"') in connection with an attempted burglary, characterised in that a signal is emitted by a sensor element (23), with which an attempted burglary is detected, as a result of which at least one additional locking element (21), which is disposed at a distance from the other locking element(s), is transferred from an unlocking position into a locking position or as a result of which, by means of at least one additional locking element (121, 121'), at least one other locking element or an actuation element (19) of another locking element is blocked respectively in its locking position.
     
    12. The method according to claim 11, characterised in that a panic unlocking element (20), in particular a swivelling clip or a press bar or a pushbutton, of the closure part (2) unlocks the locking element (14, 114, 214) with its main lock (16, 116) and secondary locks (17, 18) preferably coupled therewith, but not the at least one additional locking element (21, 121).
     
    13. The method according to any one of claims 11 to 12, characterised in that the sensor element (23) emits, via a cable gland (26), a signal to a control device (27) from which the at least one additional locking element (21, 121) is controlled in such a way that it is transferred from its unlocking position into the locking position.
     
    14. The method according to any one of claims 11 to 13, characterised in that the at least one additional locking element (21, 121) is mechanically unlocked in an emergency from the non-attack side (NA) of the building closure (1, 1') by means of a profile cylinder (30), an emergency pushbutton, a motion detector or a video camera.
     
    15. The method according to any one of claims 11 to 14, characterised in that the at least one other locking element (22) of the locking device (14, 114, 214) is fixed in the locking position by means of the additional locking element (21, 121), when the additional locking element (21, 121) is transferred from the unlocking position into the locking position.
     


    Revendications

    1. Clôture de bâtiment (1, 1', 1" , 1"') retardant l'intrusion comprenant une partie de clôture (2) placée de manière mobile sur une partie du bâtiment, qui peut être amenée d'une première position à une deuxième position et inversement, et un dispositif de verrouillage (14, 114, 214) comprenant au moins un élément de verrouillage, avec lequel la partie de clôture (2) peut être verrouillée dans la deuxième position, sachant que, déclenché par une manipulation sur la clôture de bâtiment (1, 1') en lien avec une tentative d'intrusion, un renforcement du verrouillage peut être provoqué automatiquement, caractérisée en ce qu'un signal peut être émis par un élément de capteur (23) avec lequel une tentative d'intrusion peut être détectée, ce par quoi au moins un élément de verrouillage (21) supplémentaire disposé à distance de l'un, ou des autres, élément(s) de verrouillage, peut être amené d'une position de déverrouillage à une position de verrouillage et ce par quoi au moyen d'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (121, 121'), au moins un autre élément de verrouillage ou un élément d'actionnement (19) d'un autre élément de verrouillage peut être bloqué respectivement dans sa position de verrouillage.
     
    2. Clôture de bâtiment selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de capteur (23) présente

    - un principe de détection électrique, en particulier un ruban inviolable ou un revêtement mural d'alarme relié à un élément de remplissage en verre ou matériau non transparent de la partie de clôture ou un câble d'alarme relié à celui-ci, et/ou

    - un principe de détection optique, en particulier un barrage de faisceaux électriques avec une cellule photoélectrique et/ou

    - un principe de détection capacitif et/ou

    - un principe de détection mécanique, en particulier un microrupteur réagissant aux déplacements ou un accéléromètre.


     
    3. Clôture de bâtiment selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage présente une serrure principale (16, 116) et au moins une serrure secondaire (17, 18) couplée mécaniquement à celle-ci.
     
    4. Clôture de bâtiment selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est une serrure à pêne dormant supplémentaire (22), une serrure à un seul pêne supplémentaire (54), une serrure électrique et/ou une punaise électromagnétique supplémentaire (33, 63).
     
    5. Clôture de bâtiment selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la partie de clôture (2) est dotée d'un élément de déverrouillage en cas de panique (20), en particulier un étrier basculable ou une barre de compression ou un poussoir, sachant qu'au moyen de l'élément de déverrouillage en cas de panique (20), le dispositif de verrouillage (14, 114, 214) avec sa serrure principale (16, 116) et de préférence les serrures secondaires (17, 18) couplées à celle-ci, peut être déverrouillé et non pas cependant l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121).
     
    6. Clôture de bâtiment selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) formé en tant que serrure à pêne dormant supplémentaire (22) ou serrure à un seul pêne supplémentaire (54) coopère avec un ouvreur de porte électronique (29) disposé dans un dormant (4) ancré dans la partie du bâtiment, lequel se trouve dans une position de déverrouillage en l'état sans courant et dans une position de verrouillage dans l'état alimenté en courant.
     
    7. Clôture de bâtiment selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'élément de capteur (23) est disposé dans la partie de clôture (2), et dans une zone de pliure entre la partie de clôture (2) et un dormant (4), un passe-câble (26) est présent pour un câble (25) allant de l'élément de capteur (23) à un dispositif de commande (27) relié à la partie du bâtiment et disposé sur un côté de non-agression (NA) de la partie du bâtiment, depuis lequel l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est ainsi commandé qu'il peut être amené de sa position de déverrouillage à la position de verrouillage.
     
    8. Clôture de bâtiment selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) peut être déverrouillé d'urgence mécaniquement depuis le côté de non-agression (NA) de la clôture de bâtiment (1, 1') au moyen d'un barillet profilé (30), d'une touche d'urgence, d'une alarme de déplacement ou d'une caméra vidéo.
     
    9. Clôture de bâtiment selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'au moins un autre élément de verrouillage supplémentaire (22) du dispositif de verrouillage (14, 114, 214) peut être fixé dans la position de verrouillage au moyen de l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) lorsque l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est amené de la position de déverrouillage à la position de verrouillage.
     
    10. Clôture de bâtiment selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est un élément de blocage avec lequel

    - une gâche de serrure (38) et/ou

    - un pêne de serrure (37) et/ou

    - un levier d'actionnement (41) pour le pêne de serrure (37) et/ou la gâche de serrure (38) couplé à un fouillot (40) du dispositif de verrouillage (114) et/ou

    - une tringlerie (19) pour coupler au moins une serrure secondaire (17, 18) sur une serrure principale (16) du dispositif de verrouillage (14).


     
    11. Procédé de verrouillage d'une clôture de bâtiment (1, 1', 1", 1"') retardant l'intrusion comprenant une partie de clôture (2) placée de manière mobile sur une partie du bâtiment, qui peut être amenée d'une première position à une deuxième position et inversement, et un dispositif de verrouillage (14, 114, 214) comprenant au moins un élément de verrouillage, avec lequel la partie de clôture (2) peut être verrouillée dans la deuxième position, sachant que, déclenché par une manipulation sur la clôture de bâtiment (1, 1', 1", 1"') en lien avec une tentative d'intrusion, un renforcement du verrouillage peut être provoqué automatiquement, caractérisé en ce qu'un signal est émis par un élément de capteur (23) avec lequel une tentative d'intrusion peut être détectée, ce par quoi au moins un élément de verrouillage (21) supplémentaire disposé à distance de l'un, ou des autres, élément(s) de verrouillage, est amené d'une position de déverrouillage à une position de verrouillage et ce par quoi au moyen d'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (121, 121'), au moins un autre élément de verrouillage ou un élément d'actionnement (19) d'un autre élément de verrouillage est bloqué respectivement dans sa position de verrouillage.
     
    12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un élément de déverrouillage en cas de panique (20), en particulier un étrier basculable ou une barre de compression ou un poussoir, de la partie du bâtiment (2), déverrouille le dispositif de verrouillage (14, 114, 214) avec sa serrure principale (16, 116) et de préférence les serrures secondaires (17, 18) couplées à celle-ci, et non pas cependant l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121).
     
    13. Procédé selon l'une des revendications 11 et 12, caractérisé en ce que l'élément de capteur (23) envoie un signal à un dispositif de commande (27) via un passe-câble (26), depuis lequel l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est ainsi commandé qu'il est amené de sa position de déverrouillage à sa position de verrouillage.
     
    14. Procédé selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'au moins un élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est déverrouillé d'urgence mécaniquement depuis le côté de non-agression (NA) de la clôture de bâtiment (1, 1') au moyen d'un barillet profilé (30), d'une touche d'urgence, d'une alarme de déplacement ou d'une caméra vidéo.
     
    15. Procédé selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que l'au moins un autre élément de verrouillage supplémentaire (22) du dispositif de verrouillage (14, 114, 214) est fixé dans la position de verrouillage au moyen de l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) lorsque l'élément de verrouillage supplémentaire (21, 121) est amené de la position de déverrouillage à la position de verrouillage.
     




    Zeichnung



































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente