| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 284 306 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
12.10.2011 Patentblatt 2011/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.08.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Anordnung zur Erzeugung von Lichteffekten
Assembly for creating light effects
Agencement destiné à la production d'effets lumineux
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
16.02.2011 Patentblatt 2011/07 |
| (73) |
Patentinhaber: ETTLIN Spinnerei und Weberei Produktions GmbH
& Co. KG |
|
76275 Ettlingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Hänsch, Frauke Susanne, Dr.
76137 Karlsruhe (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Pfiz, Thomas et al |
|
Patentanwälte Wolf & Lutz
Hauptmannsreute 93 70193 Stuttgart 70193 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2006/069562
|
JP-A- 2008 040 046
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Erzeugung von Lichteffekten, insbesondere
für dekorative Zwecke, mit einer Lichtquelle und einem von der Lichtquelle zu einer
Sichtseite hin durchleuchtbaren textilen Flächengebilde. Eine Anordnung zur Erzeugung
von Lichteffekten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
JP-A-2008 040046 bekannt.
[0002] Bekannt sind solche Anordnungen aus Gewebe in Leinwandbindung als Lampenschirm mit
dahinter angeordneter Lichtquelle. Bei der Leinwandbindung liegen die verkreuzten
Kett- und Schussfäden abwechselnd über- und untereinander. Dabei ist durch die Gewebeöffnungen
hindurch die Lichtquelle diffus abgeblendet sichtbar.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik
bekannten Anordnungen weiter zu entwickeln und Leuchtobjekte zu schaffen, die neben
der Leuchtfunktion und Flächenüberdeckung auch eine besonders ansprechende Gestaltung
erlauben.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, eine Gitterstruktur möglichst frei von Fadenkrümmungen
zur Durchleuchtung zu schaffen. Dementsprechend wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass das textile Gebilde ein Mehrlagengewebe bzw. eine zweilagige Gewebestruktur aus
eine Kettfadenlage bildenden Kettfäden und eine einseitig auf der Kettfadenlage aufliegende
Schussfadenlage bildenden Schussfäden aufweist. Das zweilagige Gewebe erlaubt eine
parallele Fadenausrichtung in der jeweiligen Fadenlage bei in weiten Grenzen einstellbarer
Fadendichte, wobei die Fäden stets an der gleichen (inneren) Fadenhalbseite aufeinanderliegen,
so dass eine Ablenkung der auftreffenden Lichtstrahlen zur Sichtseite hin gezielt
beeinflussbar ist, um überraschende Lichteffekte in Form eines rückseitigen virtuellen
Bildes zu erzielen.
[0006] Eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht lässt sich dadurch erreichen, dass die
Kettfäden und die Schussfäden im Wesentlichen geradlinig gestreckt sind und jeweils
eine gesonderte Ebene aufspannen.
[0007] Besonders bevorzugt ist die Fadendichte der Schussfadenlage vorzugsweise um ein Mehrfaches
größer als die Fadendichte der Kettfadenlage. Damit kann eine große Fadenfläche zur
Lichtablenkung bzw. Reflexion bereitgestellt werden, während zugleich ein hinreichender
Öffnungsgrad für den Lichtdurchtritt erreicht wird.
[0008] In diesem Zusammenhang ist es günstig, wenn der gegenseitige Abstand der Schussfäden
von Fadenkante zu Fadenkante im Bereich zwischen 0,05 mm und 1 mm liegt, und dass
der Abstand der Kettfäden zueinander, gemessen von Fadenmitte bis Fadenmitte, zwischen
0,6 mm und 10 mm liegt.
[0009] Ein weiterer Vorteil hinsichtlich der Gewebestruktur und Reflexionseigenschaften
wird dadurch erreicht, dass die Kettfäden und/oder die Schussfäden aus einem vorzugsweise
als Monofilament ausgebildeten Filamentgarn gebildet sind. Hierbei ist es günstig,
wenn die Kettfäden und/oder die Schussfäden aus einem Polymerwerkstoff wie PET, PA,
PP, PTFE, PVDF, PA, PP oder PE oder aus Metall oder mineralischen Fasern wie Glasfasern
oder anorganischen Fasern bestehen. Dabei können die Kettfäden und/oder die Schussfäden
transparent oder vorzugsweise weiß oder schwarz eingefärbt sein.
[0010] Vorteilhafterweise besitzen die Kettfäden und die als Endlosgarn ausgebildeten Schussfäden
einen Durchmesser im Bereich zwischen 0,08 mm und 1 mm. Möglich ist es auch, solche
Schussfäden in Kombination mit einem Spinnfasergarn einzutragen.
[0011] Die zweilagige Gewebestruktur lässt sich auf vorteilhafte Weise dadurch fixieren,
dass die Kettfäden und die Schussfäden durch Bindefäden miteinander verbunden sind,
wobei die Bindefäden die voneinander abgewandten Außenseiten der Kett- und Schussfäden
umschlingen.
[0012] Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Bindefäden als Mono- oder Multifilamente auf
Polymerbasis insbesondere aus PET, PA, PP, PTFE, PVDF, PA, PP oder PE gebildet sind
und einen Durchmesser von weniger als 0,1 mm besitzen.
[0013] Zur Erzielung besonders prägnanter Lichteffekte sollte die Lichtquelle aus einer
oder mehreren punkt- oder linienförmigen Einzel-Lichtquellen, vorzugsweise LEDs gebildet
sein. Dabei können die Einzel-Lichtquellen linienförmig, flächig oder räumlich verteilt
angeordnet sein.
[0014] Um die Lichteffekte besonders auszuprägen, sollte die Lichtquelle im Abstand von
mindestens 5 mm zu der von der Sichtseite abgewandten Rückseite des textilen Flächengebildes
angeordnet sein.
[0015] Zur vereinfachten Installation ist es vorteilhaft, wenn das textile Flächengebilde
in einer Halterung eben aufgespannt oder räumlich gekrümmt gehalten ist.
[0016] Eine weitere Effektverstärkung lässt sich dadurch erreichen, dass das textile Flächengebilde
mehrere hintereinander durchleuchtete Gewebeflächen aufweist.
[0017] Vorteilhafterweise wird das Licht der Lichtquelle im Wesentlichen durch die zueinander
parallelen Fäden in den beiden Fadenlagen zur Erzeugung eines Lichteffekts abgelenkt.
Solche Effekte lassen sich dadurch erzeugen, dass das textile Flächengebilde als optische
Einheit im Strahlengang ein von der Sichtseite her beobachtbares virtuelles Bild der
Lichtquelle erzeugt.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Leuchtanordnung umfassend eine Licht- quelle und ein sichtseitig vorgeordnetes
tex- tiles Flächengebilde in einem vereinfachten Schnitt;
- Fig. 2 und 3
- einen Ausschnitt des textilen Flächenge- bildes in sichtseitiger und rückseitiger
An- sicht;
- Fig. 4 und 5
- eine linienförmige und flächige Vertei- lung einer Mehrzahl von Punktlichtquellen;
- Fig. 6
- einen Strahlenverlauf bei der Betrachtung der Leuchtanordnung.
[0019] Die in der Zeichnung dargestellte Leuchtanordnung ermöglicht die Erzeugung von Lichteffekten,
die neben einer Beleuchtungsfunktion auch dekorative Zwecke erfüllen können. Die Anordnung
umfasst eine Lichtquelle 10 und ein textiles Flächengebilde 12, das von dem Licht
14 der Lichtquelle 10 zu einer Sichtseite 16 hin durchleuchtbar ist. Bei sichtseitiger
Betrachtung ergibt sich ein virtuelles Bild der Lichtquelle 10 in dem von der Sichtseite
abgewandten rückseitigen Raum.
[0020] Zur Erzeugung eines solchen Effekts besteht das textile Flächengebilde 12 als zweidimensional
ausgedehntes, ebenes oder gekrümmtes Gewebe aus einer zweilagigen Gitterstruktur.
Diese wird gemäß Fig. 1 aus rechtwinklig verkreuzten Kettfäden 18 und Schussfäden
20 gebildet. Die Grundfäden 18, 20 werden dabei durch dünne Bindefäden 22 ähnlich
einer Dreherbindung gegenseitig fixiert. Der besseren Übersichtlichkeit halber ist
die Fadenanordnung in Fig. 1 nicht maßstabsgerecht gezeigt.
[0021] Wie sich auch aus Fig. 2 und 3 ergibt, bilden die Kettfäden 18 eine ebene Kettfadenlage
26 und die Schussfäden 20 eine davon gesonderte, ebene bzw. flächig getrennte Schussfadenlage
24. Um dies zu erreichen, sind die Kettfäden 18 und Schussfäden 20 im Wesentlichen
geradlinig gestreckt angeordnet, so dass sich die Fadenlagen gegenseitig nicht durchdringen.
Die Grundfäden 18, 20 berühren sich somit immer an der gleichen (inneren) Fadenhalbseite,
während die Bindefäden 22 die voneinander angewandten Außenseiten der Grundfäden 18,
20 umschlingen. Gegebenenfalls können die Kreuzungspunkte noch zusätzlich durch Klebstoff
fixiert werden.
[0022] Um besondere Lichteffekte zu erzeugen, liegen die Schussfäden 20 zweckmäßig um ein
Mehrfaches dichter als die Kettfäden 18. Beispielsweise kann der gegenseitige Abstand
der Schussfäden von Fadenkante zu Fadenkante im Bereich zwischen 0,05 mm und 1 mm
liegen, während der Abstand der Kettfäden zueinander, gemessen von Fadenmitte bis
Fadenmitte, zwischen 0,6 mm und 10 mm liegt. Die Kett- und Schussfäden 18, 20 sollten
dabei einen Durchmesser im Bereich zwischen 0,08 mm und 1 mm besitzen und bevorzugt
als Monofilamente ausgebildet sein. Die Bindefäden 22 können als Mono- oder Multifilamente
auf Polymerbasis einen Durchmesser von weniger als 0,1 mm besitzen.
[0023] Als Fadenmaterial für die Grundfäden 18, 20 ist ebenfalls ein Polymerwerkstoff wie
PET, PA, PP, PTFE, PVDF, PA, PP oder PE geeignet. Alternativ ist auch der Einsatz
von Metallfäden, Glasfäden oder Fäden aus anorganischen Materialien denkbar. Das Fadenmaterial
kann transparent sein oder eingefärbt sein. Bevorzugt bestehen die Schussfäden aus
einem Endlosgarn und werden gegebenenfalls in Kombination mit einem Spinnfasergarn
eingetragen. In der Kette sind auch Kombinationen mit Fasergarnen denkbar. Zur Erzielung
spezifischer Eigenschaften, wie z.B. Flammschutz, kann das Gewebe auch ausgerüstet
werden.
[0024] Das textile Flächengebilde 12 kann in einer Halterung, beispielsweise einem Rahmen
28 aufgespannt sein. Die Lichtquelle 10 kann dabei an dem Rahmen 28 befestigt sein
oder beispielsweise an einer Zimmerdecke oder Wand gesondert montiert sein. Dabei
sollte gewährleistet sein, dass die Lichtquelle 10 einen rückseitigen Abstand von
dem Flächengebilde 12 in Richtung der Flächennormalen gesehen von mindestens 5 mm
aufweist, um die Lichteffekte besonders zur Geltung zu bringen. Hierfür ist es ebenfalls
günstig, wenn die Lichtquelle 10 als Punktlichtquelle ausgebildet ist.
[0025] Wie in dem Beispiel gemäß Fig. 4 und 5 gezeigt, kann die Lichtquelle 10 eine Vielzahl
von Einzel-Lichtquellen 30 aufweisen, die vorzugsweise als Leuchtdioden jeweils eine
Punktlichtquelle bilden. Die Einzel-Lichtquellen 30 können linienförmig (Fig. 4) oder
flächig verteilt (Fig. 5) in einer parallel zu dem textilen Flächengebilde 12 verlaufenden
Gegenstandsebene angeordnet sein. Denkbar ist aber auch ein variierender Abstand oder
eine bezüglich des Flächengebildes 12 geneigte Anordnung. Der Einsatz von RGB-LEDs
ermöglicht eine Farbsteuerung der Lichteffekte. Komplexe Lichteffekte lassen sich
auch dadurch erzeugen, dass als textiles Flächengebilde mehrere Mehrlagengewebe hintereinander
angeordnet und gemeinsam durchstrahlt werden.
[0026] Fig. 6 veranschaulicht die Erzeugung eines Lichteffekts durch das textile Flächengebilde
im Strahlengang der Lichtquelle 10. Dabei werden von der Lichtquelle 10 ausgehende
Lichtstrahlen 14 durch den zylindrischen Mantel 32 der parallelen Grundfäden 18, 20
abgelenkt. Die dicht liegenden Schussfäden 20 bilden dabei die hauptsächliche Reflexionsfläche,
welche die Strahlen 14 in das Auge 34 eines Betrachters reflektiert. In der Rückwärtsverlängerung
36 ergibt sich dann ein virtuelles Bild 38, das für den Betrachter rückseitig von
dem Flächengebilde 12 erscheint. Je nach Fadenlage und -dichte entstehen punkt- oder
linienförmige oder gitterförmige Bildeffekte, die je nach Lichtquellenanordnung und
-ausrichtung sowie Beobachterstandort bzw. Beobachtungswinkel variieren. Dabei können
die Kettfäden 18 oder die Schussfäden 20 auf der Sichtseite 16 des Flächengebildes
12 angeordnet sein.
[0027] Die eingesetzten Filamentgarne (vorzugsweise Monofilamente) bieten gute Reflektionsoberflächen,
so dass das Licht kaum gestreut wird. Ferner zeichnet sich das textile Flächengebilde
12 aufgrund des Lagenaufbaus und der gestreckten Grundfäden 18, 20 dadurch aus, dass
die guten Reflektionseigenschaften des Fadenmaterials erhalten bleiben und dass ausreichend
freie Fadenoberfläche als Reflektionsfläche zur Verfügung steht. Ferner hat das Gewebe
aufgrund der gestreckten Fadenlage und der unterschiedlichen Fadendichten der Schuss-
und der Kettlage ausreichend große Öffnungen, durch die das reflektierte Licht auf
den Betrachter fallen kann.
[0028] Grundsätzlich wird das einfallende Licht an beiden Fadenlagen 24, 26 reflektiert.
Jede Fadenlage erzeugt einen Lichteffekt senkrecht zur Fadenachse. Die Intensität
des erzeugten Lichteffektes hängt von der Anzahl der Reflexionsflächen ab. Aufgrund
der höheren Schussfadendichte ist auch das durch die Schussfadendichte ist auch das
durch die Schussfadenlage 24 erzeugte virtuelle Bild dichter und besitzt eine höhere
Lichtintensität. Das durch die Kettfadenlage 26 erzeugte virtuelle Bild kann so weit
überlagert werden, dass es vom Betrachter nicht mehr wahrgenommen wird. Die reine
Reflexion an der Oberfläche 32 kann je nach Fadenmaterial durch Brechung überlagert
werden. Ferner kann es aufgrund der geringen Fadenabstände in Schussrichtung auch
zu Beugungen am Spalt kommen.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Einsatzmöglichkeit des textilen Flächengebildes 12 besteht
in der Nutzung als Projektionsfläche für einen Projektor beispielsweise einen Beamer.
In diesem Fall sollten die dicht liegenden Schussfäden 20 dem Projektor zugewandt
sein. Auf diese Weise lässt sich eine Doppelfunktion erreichen, indem die Projektionsfläche
bei Nichtgebrauch durch die Hinterleuchtung mit der Lichtquelle 10 gestalterisch einsetzbar
ist.
1. Anordnung zur Erzeugung von Lichteffekten, insbesondere für dekorative Zwecke, mit
einer Lichtquelle (10) und einem von der Lichtquelle (10) zu einer Sichtseite (16)
hin durchleuchtbaren textilen Flächengebilde (12), dadurch gekennzeichnet, dass das textile Flächengebilde (12) eine zweilagige Gewebestruktur aus eine Kettfadenlage
(26) bildenden Kettfäden (18) und eine einseitig auf der Kettfadenlage (26) aufliegende
Schussfadenlage (24) bildenden Schussfäden (20) aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und die Schussfäden (20) im Wesentlichen geradlinig gestreckt
sind und jeweils eine gesonderte Ebene aufspannen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadendichte der Schussfadenlage (24) vorzugsweise um ein Mehrfaches größer als
die Fadendichte der Kettfadenlage (26) ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenseitige Abstand der Schussfäden (20) von Fadenkante zu Fadenkante im Bereich
zwischen 0,05 mm und 1 mm liegt, und dass der Abstand der Kettfäden (18) zueinander,
gemessen von Fadenmitte bis Fadenmitte, zwischen 0,6 mm und 10 mm liegt.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und/oder die Schussfäden (20) aus einem vorzugsweise als Monofilament
ausgebildeten Filamentgarn gebildet sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und/oder die Schussfäden (20) aus einem Polymerwerkstoff wie PET,
PA, PP, PTFE, PVDF oder PE oder aus Metall oder mineralischen Fasern oder einem anorganischen
Werkstoff bestehen.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und/oder die Schussfäden (20) transparent oder vorzugsweise weiß
oder schwarz eingefärbt sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und/oder Schussfäden (20) einen Durchmesser im Bereich zwischen
0,08 mm und 1 mm aufweisen.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (18) und die Schussfäden (20) durch Bindefäden (22) miteinander verbunden
sind, wobei die Bindefäden (22) die voneinander abgewandten Außenseiten der Kett-
und Schussfäden (18,20) umschlungen.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindefäden (22) als Mono- oder Multifilamente auf Polymerbasis insbesondere aus
PET, PA, PP, PTFE, PVDF oder PE gebildet sind.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindefäden (22) einen Durchmesser von weniger als 0,1 mm besitzen.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (10) eine oder mehrere punkt- oder linienförmige Einzel-Lichtquellen
(30), vorzugsweise LEDs umfasst.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (10) eine Mehrzahl von linienförmig, flächig oder räumlich verteilt
angeordneten Einzel-Lichtquellen (30) aufweist.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (10) im Abstand von mindestens 5 mm zu der von der Sichtseite (16)
abgewandten Rückseite des textilen Flächengebildes (12) angeordnet ist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Flächengebilde (12) in einer Halterung (28) eben aufgespannt oder räumlich
gekrümmt gehalten ist.
1. Arrangement for creating light effects, in particular for decorative purposes, having
a light source (10) and a textile fabric (12) which can be transilluminated towards
a visible side (16) by the light source (10), characterized in that the textile fabric (12) has a two-layer fabric structure made of warp threads (18)
that form a warp thread layer (26) and weft threads (20) that form a weft thread layer
(24) that rests on one side of the warp thread layer (26).
2. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the warp threads (18) and the weft threads (20) run substantially in a straight line
and span in each case a separate plane.
3. Arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the thread density of the weft thread layer (24) is preferably several times greater
than the thread density of the warp thread layer (26).
4. Arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the mutual spacing of the weft threads (20) from thread edge to thread edge is in
the range between 0.05 mm and 1 mm, and in that the spacing of the warp threads (18) from one another, measured from thread centre
to thread centre, is between 0.6 mm and 10 mm.
5. Arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the warp threads (18) and/or the weft threads (20) are formed from a filament yarn
which is preferably in the form of a monofilament.
6. Arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the warp threads (18) and/or the weft threads (20) consist of a polymeric material
such as PET, PA, PP, PTFE, PVDF or PE or of metal or mineral fibres or an inorganic
material.
7. Arrangement according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the warp threads (18) and/or the weft threads (20) are transparent or preferably
dyed white or black.
8. Arrangement according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the warp threads (18) and/or weft threads (20) have a diameter in the range between
0.08 mm and 1 mm.
9. Arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the warp threads (18) and the weft threads (20) are connected together by binding
threads (22), wherein the binding threads (22) loop around the outsides, which face
away from one another, of the warp and weft threads (18, 20).
10. Arrangement according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the binding threads (22) are formed as polymer-based monofilaments or multifilaments,
in particular made of PET, PA, PP, PTFE, PVDF or PE.
11. Arrangement according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the binding threads (22) have a diameter of less than 0.1 mm.
12. Arrangement according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the light source (10) comprises one or more punctiform or linear individual light
sources (30), preferably LEDs.
13. Arrangement according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the light source (10) has a plurality of individual light sources (30) which are
arranged in a linearly, two-dimensionally or spatially distributed manner.
14. Arrangement according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the light source (10) is arranged at a distance of at least 5 mm from the rear side,
which faces away from the visible side (16), of the textile fabric (12).
15. Arrangement according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the textile fabric (12) is held in a holder (28) such that it is stretched-out flat
or is spatially curved.
1. Arrangement pour générer des effets lumineux, notamment à des fins décoratives, comprenant
une source de lumière (10) et un produit plat textile (12) qui peut être éclairé par
transparence par la source de lumière (10) vers une face visible (16), caractérisé en ce que le produit plat textile (12) présente une structure tissée à deux couches composée
de fils de chaîne (18) formant une couche de fils de chaîne (26) et de fils de trame
(20) reposant d'un côté sur la couche de fils de chaîne (26) et formant une couche
de fils de trame (24).
2. Arrangement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et les fils de trame (20) sont pour l'essentiel étirés en
ligne droite et couvrent respectivement un plan séparé.
3. Arrangement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la densité de fils de la couche de fils de trame (24) est de préférence supérieure
d'un multiple à la densité des fils de la couche de fils de chaîne (26).
4. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'écart mutuel des fils de trame (20) d'un bord de fil à l'autre est compris dans
la plage de 0,05 mm à 1 mm et en ce que l'écart des fils de chaîne (18) entre eux, mesuré d'un centre de fil à l'autre, est
compris entre 0,6 mm et 10 mm.
5. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et/ou les fils de trame (20) sont formés à partir d'un fil
continu réalisé de préférence sous la forme d'un monofilament.
6. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et/ou les fils de trame (20) se composent d'un matériau polymère
comme le PET, le PA, le PP, le PTFE, le PVDF ou le PE ou d'un métal ou de fibres minérales
ou d'un matériau inorganique.
7. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et/ou les fils de trame (20) sont transparents ou de préférence
teints en blanc ou en noir.
8. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et/ou les fils de trame (20) présentent un diamètre compris
dans la plage entre 0,08 mm et 1 mm.
9. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les fils de chaîne (18) et les fils de trame (20) sont liés ensemble par des fils
de liage (22), les fils de liage (22) enlaçant les côtés extérieurs mutuellement opposés
des fils de chaîne et de trame (18, 20).
10. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les fils de liage (22) sont réalisés sous la forme de monofilaments ou de multifilaments
à base de polymère, notamment de PET, PA, PP, PTFE, PVDF ou PE.
11. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les fils de liage (22) possèdent un diamètre inférieur à 0,1 mm.
12. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la source de lumière (10) comprend une ou plusieurs sources de lumière individuelles
(30) ponctuelles ou rectilignes, de préférence des LED.
13. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la source de lumière (10) présente une pluralité de sources de lumière individuelles
(30) disposées selon une distribution rectiligne, plane ou dans l'espace.
14. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la source de lumière (10) est disposée à une distance d'au moins 5 mm du côté arrière
du produit plat textile (12) qui est à l'opposé de la face visible (16).
15. Arrangement selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le produit plat textile (12) est maintenu dans un support (28) tendu à plat ou courbé
dans l'espace.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente