Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Fahrerinformationseinrichtung für ein Fahrzeug mit
einer Empfangseinheit und einer Ausgabeeinheit nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander
und mit ihrer Infrastruktur.
[0002] Aus der Druckschrift
GB-2330989 A ist eine Vorrichtung zum Senden einer Nachricht für ein Polizei- oder ein Rettungsfahrzeug
bekannt, wobei die Nachricht nur in der direkten Nachbarschaft des Polizei- oder Rettungsfahrzeuges
zu empfangen ist. Der Empfang der Nachricht erfolgt über ein Autoradio und überschreibt
andere empfangene Signale. Die Nachricht wird an jedes Fahrzeug im lokalen Umkreis
des Polizei- oder Rettungsfahrzeugs gesendet und an den jeweiligen Fahrer ausgegeben.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0003] Eine Fahrerinformationseinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1
hat demgegenüber den Vorteil, dass sie es einer berechtigten Person ermöglicht, z.B.
einem Fahrer eines Polizeifahrzeugs oder eines Rettungsfahrzeugs, eine bevorzugte
Nachricht gezielt an ein anderes Fahrzeug zu senden und die Ausgabe an den Fahrer
des Fahrzeugs sicher zu stellen. Hierzu wird eine Nachricht in der Ausgabe gegenüber
anderen Nachrichten bevorzugt, wenn die Nachricht von einem autorisierten Sender stammt.
Ein Sender wird durch eine entsprechende Instanz, wie beispielsweise dem Staat, zum
Senden einer bevorzugten Nachricht autorisiert. Damit ergibt sich für Polizei- und
Rettungsfahrzeuge der Vorteil, mittels der bevorzugten Nachricht gezielt einem bestimmten
Fahrer eine Information zu schicken, welche der Fahrer nicht verpassen oder ignorieren
kann. Denn eine Ausgabeeinheit der Fahrerinformationseinrichtung gibt die bevorzugte
Nachricht dann so wieder, dass eine Wiedergabe die Wahrnehmung des Fahrers zwingend
auf sich zieht. Andere Fahrer weiterer Fahrzeuge bleiben von dieser Nachrichtenübermittlung
unberührt und werden somit nicht gestört. Durch eine Überprüfung, ob der Absender
der Nachricht autorisiert ist, wird sicher gestellt, dass diese Funktion nicht missbraucht
werden kann.
[0004] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im unabhängigen Anspruch 1 angegebenen Fahrerinformationseinrichtung
möglich.
[0005] Besonders vorteilhaft ist, dass die Ausgabeeinheit der Fahrerinformationseinrichtung
nur die bevorzugte Nachricht ausgibt, also andere mögliche, nicht bevorzugte Mitteilungen
unterbricht. Auf diese Weise wird erreicht, dass sich der Fahrer nur auf die bevorzugte
Mitteilung konzentriert und nicht durch eine gleichzeitige Ausgabe anderer Mitteilungen
der Mitteilung der bevorzugten Nachricht wenig Beachtung schenkt.
[0006] Zweckmäßiger Weise sollte die Mitteilung der bevorzugten Nachricht zeitlich begrenzbar
sein, um eine Endlosausgabe zu verhindern und einen Fahrer nicht zu überfordern. Die
bevorzugte Nachricht kann neben der Mitteilung für einen Fahrer weiterhin eine Information
über die Dauer enthalten, die angibt, wie lange die Ausgabeeinheit der Fahrerinformationseinrichtung
die Nachricht wiedergeben soll.
[0007] Vorteilhaft ist eine Einrichtung zur Bestätigung des Empfangs der Nachricht vorgesehen.
Denn die Mitteilung der bevorzugten Nachricht hat das Ziel, den adressierten Fahrer
zu erreichen. Hat der Fahrer die Mitteilung erhalten, so kann er den Erhalt mittels
einer Eingabeeinheit der Fahrerinformationseinrichtung bestätigen. Die Ausgabe kann
unterbrochen werden, sobald die Wahrnehmung der Information bestätigt wurde. Damit
wird der Fahrer in seiner Wahrnehmung nicht weiter durch ein Signal der Ausgabeeinheit
gestört.
[0008] Eine Schnittstelle zu einem Mobilfunknetz bietet den Vorteil, dass die bevorzugte
Nachricht über Mobilfunk vom Sender zu der Fahrerinformationseinrichtung übermittelt
werden kann. Sowohl der Sender als auch die Fahrerinformationseinrichtung benötigen
in diesem Fall jeweils ein Mobilfunkgerät und eine Mobilfunknummer, um eine Nachrichtenübermittelung
einzuleiten. Hierzu können bereits im Fahrzeug vorhandene Mobilfunkeinrichtungen,
z.B. das mit einer Freisprechanlage des Fahrzeugs verbundene Mobilfunkgerät des Fahrers,
verwendet werden.
[0009] Der Einsatz von Verschlüsselungsverfahren zum Übersenden einer bevorzugten Nachricht
hat den Vorteil, dass die Kommunikation zwischen einem Sender der bevorzugten Nachricht
und einer Fahrerinformationseinrichtung nicht abgehört werden kann. Des Weiteren kann
die Verwendung von Verschlüsselungstechnologie zusätzlich für die Signatur der bevorzugten
Nachricht eingesetzt werden, um eine Fälschung der bevorzugten Nachricht zu verhindern.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0011] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fahrerinformationseinrichtung,
Figur 2 den Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Ausführungsformen der Erfindung
[0012] In Fig. 1 ist ein erstes Fahrzeug 1 mit einer Fahrerinformationseinrichtung 3 gezeigt.
Die Fahrerinformationseinrichtung 3 beinhaltet eine Empfangseinheit 9 und eine Ausgabeeinheit
13. Optional ist eine Eingabeeinheit 15 und/oder eine Sendeeinheit 12 vorgesehen.
[0013] Die Empfangseinheit 9 prüft eine Nachricht, ob diese an die Empfangseinheit 9 adressiert
ist. Dazu wird eine Adresse aus der empfangenen Nachricht mit einer Adresse der Empfangseinheit
9 verglichen. Beispielsweise kann zeichenweise die in der Nachricht gespeicherte Adresse
mit einer im Speicher 16 der Empfangseinheit 9 abgelegten Adresse verglichen werden.
Stimmen die Adressen nicht überein, wird der Empfang abgebrochen. Stimmen die beiden
Adressen überein, wird als nächstes die Authentizität der empfangenen Nachricht überprüft.
Wird dann die Authentizität der Nachricht festgestellt, wird die Nachricht als bevorzugte
Nachricht erkannt und an die Ausgabeeinheit 13 weitergeleitet.
[0014] Die Empfangseinheit 9 empfängt und verarbeitet Nachrichten. Sie empfängt die Nachrichten
von einer Sendeeinheit 4, 6, die sich außerhalb des ersten Fahrzeuges befindet. Der
Empfangseinheit 9 ist eine Adresse, z.B. im Nummerncode, eine Mobilfunknummer oder
eine IP-Adresse zugeordnet. Vorzugsweise ist diese Adressierung eindeutig der Empfangseinheit
zugeordnet. In einer Ausführungsform weist eine Nachricht eine Adresse für einen Empfänger,
eine Signatur über die Authentizität eines Senders und einen eigentlichen Inhalt zur
Wiedergabe auf. Der eigentliche Inhalt kann eine Textnachricht, Audio- oder Videodaten,
oder eine kodierte Nachricht sein. Die Fahrerinformationseinrichtung 3 kann einen
Nachrichtencode einer entsprechenden, im Speicher abgelegten, Nachricht zuordnen.
In diesem Fall wird statt des Nachrichtencodes die mit dem Nachrichtencode assoziierte
Nachricht ausgegeben.
[0015] Optional kann die Nachricht eine Zeitangabe enthalten, welche die Dauer der Ausgabe
angibt, und/oder eine Absenderadresse, die eine Antwort auf die Nachricht ermöglichen
kann.
[0016] Die Übermittelung der Nachricht kann beispielsweise mittels eines Mobilfunkstandard
(GSM, UMTS), Bluetooth, WLAN oder anderen drahtlosen Übermittelungsmethoden erfolgen.
Diese Übermittelungstechniken können dabei die Aufgabe der Adressierung der Nachricht
übernehmen.
[0017] Die Ausgabeeinheit 13 weist in einer ersten Ausführungsform eine optische und/oder
eine akustische Ausgabe auf. Die optische Ausgabe kann über einen Bildschirm eines
Navigationsgeräts, eines Autoradios, oder über eine andere Cockpitanzeige erfolgen.
Dazu kann die gesamte Displayfläche als eine mögliche Mindestfläche definiert sein.
Die bevorzugte Nachricht kann als Text oder als Grafik auf der Mindestfläche die Mindestfläche
ausfüllend visualisiert werden. Beispielsweise kann ein Stopp-Schild auf dem Bildschirm
dargestellt werden, wenn die bevorzugte Nachricht von einem Polizeifahrzeug kommt
und der Empfänger zum Anhalten aufgefordert werden soll.
[0018] Eine andere Ausgabeform bietet ein Head-Up-Display. Die bevorzugte Nachricht wird
wie über einen Bildschirm nun über das Head-Up-Display auf eine Windschutzscheibe
oder eine entsprechende Fläche projiziert. Als Mindestgröße kann wieder eine Fläche
für die Ausgabe definiert sein, z.B. eine 10 cm x 10 cm große Fläche.
[0019] Die Ausgabeeinheit 13 der Fahrerinformationseinrichtung 3 teilt für den Fall, dass
der Empfang einer bevorzugten Nachricht ermittelt wurde, den Inhalt der bevorzugten
Nachricht über beispielsweise eine Anzeigeeinrichtung 7 und/oder einen Lautsprecher
14 einem Fahrer des ersten Fahrzeugs 1 mit.
[0020] Die Ausgabe kann in einer weiteren Ausführungsform mittels eines akustischen Signals
über den Lautsprecher 14 erfolgen. Das Signal kann sowohl eine Sprachnachricht, ein
Geräusch oder ein Ton sein. Eine Sprachnachricht kann beispielsweise die Anweisung
"Bitte rechts heranfahren!" enthalten, wenn ein Polizeifahrzeug die bevorzugte Nachricht
aussendet, um einen Fahrer zum Anhalten anzuweisen. Ein Ton oder Geräusch, beispielsweise
das Heulen einer Sirene oder ein Piepton, kann ebenso über den Lautsprecher 14 erfolgen.
Eine Mindestlautstärke für die akustische Ausgabe wird erfindungsgemäß vorgeben. Diese
kann beispielsweise die gleiche Lautstärke sein, mit der eine Polizeisirene im Abstand
von 50 m wahrgenommen wird.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist auch eine haptische Ausgabe möglich. Diese
kann beispielsweise das Rütteln eines Lenkrads sein, das über die Ausgabeeinrichtung
13 angeregt wird. Das Rütteln des Lenkrads sollte dabei die Wahrnehmung eines Fahrers
erzielen, diesen aber nicht beim Fahren stören. Daher kann das Rütteln als eine Schwingungsbewegung
in der Ebene des Lenkrads mit einer Amplitude von ca. 1 - 3 mm bei einer Frequenz
von 10 - 25 Hz umgesetzt werden.
[0022] Die Ausgabe der Mitteilung kann zeitlich auf die übermittelte Zeitdauer begrenzt
werden, wenn die bevorzugte Nachricht die Zeitangabe für die Dauer der Mitteilung
beinhaltet.
[0023] Die Eingabeeinheit 15 dient zur Bestätigung des Empfangs bzw. der Wahrnehmung der
bevorzugten Nachricht durch den Fahrer. Eine Bestätigung kann mittels eines Eingabeknopfs
der Fahrerinformationseinrichtung 3 erfolgen. Ebenso kann ein Geschwindigkeitssensor
bei Feststellung des Stillstands des ersten Fahrzeugs 1 als Eingabe dienen, und damit
die Nachrichtenübermittlung anhalten.
[0024] In einer Ausführungsform ist ein zweites Fahrzeug 2 zum Versenden der bevorzugten
Nachricht vorgesehen. Die Sendeeinheit 12 des ersten Fahrzeugs 1 kann eine Bestätigung
der Nachricht an das zweite Fahrzeug 2 zurücksenden. Nach dem Empfang der Nachrichtenbestätigung
im zweiten Fahrzeug 2 kann sein Fahrer sein Handeln anpassen. Beispielsweise kann
in einem Szenario, in dem das zweite Fahrzeug 2 ein Polizeifahrzeug ist und dem ersten
Fahrzeug 1 eine bevorzugte Nachricht mit Aufforderung zum Anhalten sendet, die Bestätigung
des Empfangs einem Fahrer des Polizeifahrzeugs signalisieren, dass das erste Fahrzeugs
1 nun angehalten wird.
[0025] Das zweite Fahrzeug 2 weist eine weitere Sendeeinheit 4 zum Versenden einer bevorzugten
Nachricht auf. Die bevorzugte Nachricht aus der Adresse der Empfangseinheit 9, der
Signatur der weiteren Sendeeinheit 4 und dem Nachrichteninhalt generiert.
[0026] Die Ermittlung der Adresse der Empfangseinheit kann erfolgen, indem ein Fahrer des
zweiten Fahrzeugs 2 die Nummer des Kennzeichens 8 liest und auf eine Anfrage an eine
zentrale Datenbank die Adresse enthält. Beispielsweise kann ein Polizist als Fahrer
des zweiten Fahrzeugs 2 mittels Polizeifunk die Anfrage an eine Polizeizentrale richten.
Die Polizeizentrale antwortet dann mit der Adresse der Sendeeinheit 4 der Fahrerinformationseinrichtung
3 des ersten Fahrzeugs 1.
[0027] Die Signatur der weiteren Sendeeinheit 4 kann in deren Speicher abgelegt sein. Die
Signatur wird für ein zweites Fahrzeug 2 von einer autorisierten Instanz generiert.
Die bevorzugte Nachricht von der weiteren Sendeeinheit 4 enthält immer die abgelegte
Signatur. Eine Überprüfung der Authentizität der bevorzugten Nachricht, d.h. der Signatur
der bevorzugten Nachricht, erfolgt in der Empfangseinheit 9.
[0028] Eine Ausführungsmöglichkeit zur Signaturgenerierung und Signaturüberprüfung bieten
asymmetrische Verschlüsselungsverfahren. Die Überprüfung der Signatur kann beispielsweise
mittels asymmetrischer Verschlüsselung erreicht werden. Asymmetrische Verschlüsselung
verwendet einen öffentlichen Schlüssel und einen privaten Schlüssel. Ein Nachrichtenempfänger
und Nachrichtensender hat ein solches Schlüsselpaar. Er selbst kennt als einziger
seinen privaten Schlüssel, gibt aber den öffentlichen Schlüssel bekannt. Ein Sender
einer bevorzugten Nachricht kann nun mit seinem privaten Schlüssel eine Nachricht
verschlüsseln. Ein Empfänger kann nun die Korrektheit des Senders authentifizieren,
indem er den öffentlichen Schlüssel des Senders nimmt, um die Nachricht zu entschlüsseln.
[0029] Die Authentifizierung des sendenden zweiten Fahrzeugs 2 kann damit beispielsweise
dadurch erfolgen, dass der öffentliche Schlüssel von Polizeifahrzeugen und Rettungsfahrzeugen
der Empfangseinheit 9 bekannt ist, und eine bevorzugte Nachricht von diesen Fahrzeugen
mittels derer privaten Schlüssel verschlüsselt wird. Somit kann nicht nur sicher erkannt
werden, dass die bevorzugte Nachricht gegenüber anderen Nachrichten, z.B. Radiosendungen,
bevorzugt ist, sondern auch, dass der Absender zur Versendung berechtigt ist.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform ist eine Ampel 5 ein Element der Infrastruktur.
Die Ampel 5 enthält eine Videokamera 10, die in der Lage ist, eine Kennzeichenerkennung
durchzuführen. Die ermittelte Kennzeichennummer dient zur Identifikation der Fahrzeugadresse.
Dazu wird mittels einer Sendeeinheit 6 der Ampel 5 eine Abfrage verschickt. Diese
Abfrage wird automatisch nach Empfang bei einer zentralen Datenbank mit der Empfangsadresse
des ersten Fahrzeugs 1 beantwortet und zu der Ampel 5 geschickt. Ein Empfänger 11
der Ampel kann die Mitteilung der Datenbank empfangen. Die Ampel 5 generiert aus der
Empfangsadresse und der Signatur der Ampel 5 eine bevorzugte Nachricht. Der Inhalt
dieser Nachricht kann die Aufforderung zum Anhalten sein. Die Nachricht wird über
die Sendeeinheit 6 der Ampel an das erste Fahrzeug 1 geschickt. Der Empfänger 11 der
Ampel 5 kann ggf. eine von der Sendeeinheit 12 der Fahrerinformationseinrichtung 3
gesendete Rückmeldung verarbeiten.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform ist eine elektronische Mautstation ein Element
der Infrastruktur. In diesem Fall kann die Mautstation als bevorzugte Nachricht eine
Bestätigung einer elektronischen Zahlung der Mautgebühr oder einen Hinweis auf eine
misslungene elektronische Mautabbuchung geben.
[0032] Fig. 2 zeigt den Ablauf des beanspruchten Verfahrens auf. Eine Nachricht wird in
einem Empfangsschritt 21 empfangen. In einem ersten Überprüfungsschritt 22 wird zuerst
überprüft, ob die Adresse der Nachricht mit der Adresse des Fahrerinformationssystems
übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, wird die Nachricht in einem ersten Abbruchschritt
25 ignoriert. Ist die Adresse korrekt, wird die Signatur der Nachricht in einem zweiten
Überprüfungsschritt 23 überprüft. Ist das Ergebnis der Signaturprüfung positiv, d.h.
die bevorzugte Nachricht stammt von einem Polizeifahrzeug oder einem Rettungsfahrzeug,
findet eine Ausgabe der Mitteilung in einem Ausgabeschritt 24 statt, andernfalls wird
die Nachricht in einem zweiten Abbruchschritt 26 ignoriert. In dem Ausgabeschritt
24 wird sichergestellt, dass die Mitteilung unter Einhaltung einer Mindestgröße stattfindet.
Ebenso stellt der Ausgabeschritt sicher, dass andere Ausgaben, wie beispielsweise
Radiosendungen, unterbrochen werden.
1. Fahrerinformationseinrichtung (3) für ein Fahrzeug (1) mit einer Empfangseinheit (9)
und mit einer Ausgabeeinheit (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinheit (9) zum Empfangen einer drahtlos übermittelten Nachricht ausgelegt
ist, die eine Signatur aufweist, wobei die Signatur sowohl das Fahrzeug (1) als Adressat
kennzeichnet als auch eine Berechtigung zu einer bevorzugten Mitteilung der Nachricht
enthält, und dass die Ausgabeeinheit (13) ausgelegt ist, in dem Fall, dass eine Berechtigung
zur bevorzugten Mitteilung vorliegt, die Nachricht einem Fahrer des Fahrzeugs mittels
eines akustischen Signals mit einer vorgegebenen Mindestlautstärke und/oder mittels
eines optischen Signals mit einer vorgegebenen Mindestanzeigefläche und/oder mittels
eines haptischen Signals mit einer vorgegebenen Mindeststärke mitzuteilen.
2. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (13) so gestaltet ist, dass sie eine Wiedergabe einer Nachricht
unterbricht, die nicht als bevorzugt gekennzeichnet ist, wenn die bevorzugte Nachricht
zur Wiedergabe ansteht.
3. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Uhr, die mit der Ausgabeeinheit (13) so verbunden ist, dass die Nachricht der
bevorzugten Mitteilung in einer vorgegebenen Zeitlänge ausgegeben wird.
4. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche und mit einer
Eingabeeinheit (15), dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinheit (15) eine Eingabe eines Fahrers zur Bestätigung des Empfangen
der bevorzugtem Mitteilung nach deren Ausgabe abfragt.
5. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle zu einem Mobilfunknetz.
6. Verfahren zum Verarbeiten signierter Nachrichten mit einer Fahrerinformationseinrichtung
(3) eines Fahrzeugs (1), bei dem eine Signatur einer empfangenen Nachricht darauf
geprüft wird, ob die Nachricht für das Fahrzeug (1) adressiert ist und ob eine Berechtigung
zu einer bevorzugten Mitteilung vorliegt, und wobei in dem Fall, dass eine Berechtigung
zur bevorzugten Mitteilung vorliegt, die Nachricht mittels eines akustischen Signals
mit einer vorgegebenen Mindestlautstärke, mittels eines optischen Signals mit einer
vorgegebenen Mindestanzeigefläche und/oder mittels eines haptischen Signals mit einer
vorgegebenen Mindeststärke ausgegeben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem eine Ausgabe einer Nachricht, die nicht als bevorzugt
gekennzeichnet ist, unterbrochen wird, bevor die Ausgabe einer bevorzugten Mitteilung
erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem während der Ausgabe einer bevorzugten
Nachricht, eine Eingabe durch einen Fahrer zur Bestätigung des Empfangens der Nachricht
abgefragt wird, und wobei im dem Fall, dass eine Eingabe erfolgt ist, die Ausgabe
der bevorzugten Nachricht beendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitung der Nachrichten ein Verfahren zur Entschlüsselung beinhaltet.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Fahrerinformationseinrichtung (3) für ein Fahrzeug (1) mit einer Empfangseinheit
(9) und mit einer Ausgabeeinheit (13), wobei die Empfangseinheit (9) zum Empfangen
einer drahtlos übermittelten Nachricht ausgelegt ist, die eine Signatur aufweist,
wobei die Signatur sowohl das Fahrzeug (1) als Adressat kennzeichnet als auch eine
Berechtigung zu einer bevorzugten Mitteilung der Nachricht enthält, und wobei die
Ausgabeeinheit (13) ausgelegt ist, in dem Fall, dass eine Berechtigung zur bevorzugten
Mitteilung vorliegt, die Nachricht einem Fahrer des Fahrzeugs mittels eines akustischen
Signals mit einer vorgegebenen Mindestlautstärke und/oder mittels eines optischen
Signals mit einer vorgegebenen Mindestanzeigefläche und/oder mittels eines haptischen
Signals mit einer vorgegebenen Mindeststärke mitzuteilen.
2. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (13) so gestaltet ist, dass sie eine Wiedergabe einer Nachricht
unterbricht, die nicht als bevorzugt gekennzeichnet ist, wenn die bevorzugte Nachricht zur Wiedergabe ansteht.
3. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Uhr, die mit der Ausgabeeinheit (13) so verbunden ist, dass die Nachricht der
bevorzugten Mitteilung in einer vorgegebenen Zeitlänge ausgegeben wird.
4. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche und mit einer
Eingabeeinheit (15), dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinheit (15) eine Eingabe eines Fahrers zur Bestätigung des Empfangen
der bevorzugtem Mitteilung nach deren Ausgabe abfragt.
5. Fahrerinformationseinrichtung (3) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle zu einem Mobilfunknetz.
6. Verfahren zum Verarbeiten signierter Nachrichten mit einer Fahrerinformationseinrichtung
(3) eines Fahrzeugs (1), bei dem eine Signatur einer empfangenen Nachricht darauf
geprüft wird, ob die Nachricht für das Fahrzeug (1) adressiert ist und ob eine Berechtigung
zu einer bevorzugten Mitteilung vorliegt, und wobei in dem Fall, dass eine Berechtigung
zur bevorzugten Mitteilung vorliegt, die Nachricht mittels eines akustischen Signals
mit einer vorgegebenen Mindestlautstärke, mittels eines optischen Signals mit einer
vorgegebenen Mindestanzeigefläche und/oder mittels eines haptischen Signals mit einer
vorgegebenen Mindeststärke ausgegeben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem eine Ausgabe einer Nachricht, die nicht als bevorzugt
gekennzeichnet ist, unterbrochen wird, bevor die Ausgabe einer bevorzugten Mitteilung erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem während der Ausgabe einer
bevorzugten Nachricht, eine Eingabe durch einen Fahrer zur Bestätigung des Empfangens
der Nachricht abgefragt wird, und wobei im dem Fall, dass eine Eingabe erfolgt ist,
die Ausgabe der bevorzugten Nachricht beendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitung der Nachrichten ein Verfahren zur Entschlüsselung beinhaltet.