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EP 1 757 544 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2011 Patentblatt 2011/52 |
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Anmeldetag: 22.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen
Device for the lateral registering of sheets
Dispositif de taquage latéral de feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
24.08.2005 DE 102005039960
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.02.2007 Patentblatt 2007/09 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer AG |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Reinsch, Carsten
01445 Radebeul (DE)
- Schumann, Volkmar
01640 Coswig (DE)
- Guhr, Uwe
01445 Radebeul (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 304 227 DE-A1- 4 415 494 FR-A- 724 512
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EP-A2- 1 454 757 DE-A1- 19 824 834 JP-A- 60 067 948
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen mit einer
die Bogen erfassenden und mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag führenden
Saugeinrichtung, die mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte aufweist.
[0002] Derartige Vorrichtungen zum seitlichen Ausrichten der in der Regel schuppenförmig
einer Druckmaschine zugeführten Bogen sind allgemein bekannt und im Anlegtisch so
angeordnet, dass die Saugeinrichtung bündig mit der Oberfläche des Anlegtischs abschließt.
Die Saugeinrichtung weist mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte auf,
wobei die Saugöffnungen in die Oberfläche der Saugplatte münden. Die Saugbohrungen
werden taktweise mit Saugluft beaufschlagt, der jeweils über der Saugeinrichtung liegende
Bogen angesaugt, die Saugeinrichtung mittels eines Antriebs quer zur Bogenförderrichtung
verschoben, damit der Bogen mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag geführt
und so nach der Seitenkante ausgerichtet.
Bei der Verarbeitung schwerer oder spezieller Bedruckstoff, wie z. B. einseitig abgedeckten
Wellkarton, ist es erforderlich, dass durch die Saugeinrichtung eine hohe Haltekraft
realisiert wird.
[0003] Aus der
DE 44 15 494 C2 ist hierzu eine Lösung bekannt, bei der das durch die Anordnung der Saugöffnungen
erreicht werden soll. Es ist eine Saugplatte vorgesehen, die mindestens zwei unterschiedliche
Haltekräfte aufbringende Bereiche aufweist. In dem Bereich, der dem Seitenanschlag
zugewandt ist, wird durch die Anzahl und Anordnung der Saugöffnungen eine geringere
Haltekraft erzeugt. Beim Unterfahren des Seitenanschlags durch die Saugplatte wird
dann die auf den Bogen wirkende Haltekraft nacheinander jeweils nur um die Haltekraft
zweier Saugbohrungen reduziert.
[0004] Trotz dieser Maßnahme ist es nicht möglich, die gesamte Palette der zur Verarbeitung
gelangenden schweren oder speziellen Bedruckstoffe durch die Saugeinrichtung zu erfassen
und sicher bezüglich der Seitenkante auszurichten. Es ist deshalb erforderlich, dafür
eine Schiebemarke vorzusehen und diese bei Bedarf einzubauen, was zu einem Mehraufwand
sowie zu einer Formateinschränkung führt.
[0005] In der
JP-A-60 067948 wird eine Einrichtung vorgestellt, durch die plattenförmige Gegenstände von einem
Plattenvorratsstapel vereinzelt und auf eine Montageplatte verbracht werden können.
Auf der Montageplatte werden diese durch Rollen gegen in Förderrichtung und seitwärts
platzierte Positionierstifte gefördert. Dabei wird die Montageplatte mit Unterdruck
beaufschlagt, wodurch die plattenförmigen Gegenstände beim Erreichen ihrer Endlage
auf der Montageplatte fixiert werden. Hierzu sind in die Montageplatte längs und quer
zur Förderrichtung der plattenförmigen Gegenstände Nuten eingebracht, die mit Saugluftbohrungen
verbunden sind.
[0006] Bei dieser Lösung wird nicht die Saugplatte mit dem angesaugten Verarbeitungsgut
gegen eine Seitenmarke geschoben, sondern das Verarbeitungsgut wird relativ zur Saugplatte
bewegt und erst in der Endstellung auf dieser festgesaugt.
[0007] Aus der
DE 198 24 834 A1 ist eine Vorrichtung zum Ausrichten von Bogen mit einer Seitenzieheinrichtung bekannt.
Der Seitenzieheinrichtung ist eine Halteeinrichtung mit einem Sauger zugeordnet, wobei
der Sauger Führungen aufweist, die als Kolben ausgebildet sind und in gestellfest
dem Anlegtisch zugeordneten Lagerstücken vorgesehenen Zylindern parallel zu Vordermarken
verschiebbar gelagert sind. Die Zylinder sind wahlweise derart mit einem Druckmedium
beaufschlagbar, dass der Sauger durch die Wirkung des Druckmediums in Ziehrichtung,
die Ziehbewegung der der Halteeinrichtung zugeordneten Zieheinrichtung unterstützend
oder der Ziehbewegung entgegenwirkend verbringbar ausgeführt ist.
[0008] In der FR 724.512 wird eine Seitenzieheinrichtung gezeigt, bei der pro Seitenzieheinrichtung eine einzige
große Saugöffnung angeordnet ist. Diese ist einer Reihe von in Ziehrichtung ausgerichteten
Nuten zugeordnet.
[0009] Die
EP 1 454 757 A2 beschreibt eine Lösung für eine bogen- oder blattförmigen Bedruckstoff verarbeitende
Einrichtung, bei der mehrer Saugbänder nebeneinander angeordnet sind. Dabei werden
die Saugbänder über zugeordnete Saugöffnungen mit Saugluft versorgt. Das geschieht
derart, dass die Durchmesser der am Rand der Transportstrecke liegenden Saugöffnungen
größer als die der mittig angeordneten sind.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten
durch einfache Mittel so zu verändern, dass auch schwere und spezielle Bedruckstoffe
problemlos erfasst und nach der Seitenkante ausgerichtet werden können.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung nach den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, auch schwere Bedruckstoffe oder
solche, die auf Grund ihrer Ausbildung nicht sicher von der den Bogen gegen den Seitenanschlag
führenden Saugeinrichtung erfasst werden können, problemlos nach der Seitenkante auszurichten.
Dabei wird die Vorrichtung mit einfachen Mitteln und ohne eine Formateinschränkung
realisiert.
[0013] Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen
Zeichnungen zeigen
- Figur 1
- eine Saugeinrichtung in der Draufsicht,
- Figur 2
- ein Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1,
- Figur 3
- ein Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 1.
[0014] In der Fig. 1 ist eine Saugeinrichtung 1, die aus einer Saugplatte 2 und z. B. einem
Doppelsauger 3 besteht, dargestellt. Die Saugeinrichtung 1 ist in einer Saugziehschiene
4 angeordnet, die durch nicht dargestellte Mittel quer zu einer Bogenförderrichtung
5 im Maschinentakt in Richtung eines ortsfest angeordneten Seitenanschlag 6 bewegt
und von diesem zurückgeführt wird. Dazu ist die Saugziehschiene 4 verschiebbar in
einem Anlegtisch 7 gelagert, wobei die Oberfläche des Anlegtischs 7 mit der Oberfläche
der Saugziehschiene 4 eine Ebene bildet. In der Saugplatte 2 sind Saugbohrungen 8
vorgesehen, die über einen nicht dargestellten Saugkasten, der mit einer Unterdruckversorgung
in Verbindung steht, mit Unterdruck beaufschlagt werden. Die Saugbohrungen 8 sind
mit Saugöffnungen 8.1 versehen, die in einen Nutengrund 9.1 von Nuten 9 münden. Die
Nuten 9 sind in der Saugziehschiene 4 bzw. in der Saugplatte 2 angeordnet und zum
ausrichtenden Bogen hin geöffnet. Die Nuten 9 können in einer beliebigen Lage auf
der Saugplatte 2 angeordnet sein. D. h., sie können, wie in Fig. 1 gezeigt, quer zur
Bogenförderrichtung 5 oder parallel bzw. geneigt dazu in der Saugplatte 2 angeordnet
sein. Sind die Nuten 9 quer zur Bogenförderrichtung 5 oder geringfügig geneigt dazu
angeordnet, ist es vorteilhaft, um ein Verhaken der geförderten Bogen zu vermeiden,
die in Bogenförderrichtung 5 vom liegenden Nutwandungen 10 in Bogenförderrichtung
5 geneigt auszuführen, wobei sich ein Winkel α von etwa 60° als vorteilhaft erwiesen
hat.
Die Bogen werden in bekannter Weise von einem Bändertisch schuppenförmig auf den Anlegtisch
7 gefördert und der jeweils vorderst Bogen des Bogenstroms mit der Vorder- . kante
gegen am Anlegtisch 7 positionierten Vordermarken transportiert und so nach der Vorderkante
ausgerichtet. Danach werden, wenn wie im Ausführungsbeispiel Doppelsauger 3 in der
Saugziehschiene 4 angeordnet sind, diese und die Saugbohrungen 8 der Saugplatte 2
aktiviert, indem sie mit Unterdruck beaufschlagt werden. Durch die Maßnahme, die Saugöffnungen
8.1 statt an der Oberfläche der Saugplatte 2 im Nutgrund 9.1 der zum auszurichtenden
Bogen hin geöffnete Nuten 9 anzuordnen, wird die wirksame Saugfläche der Saugplatte
2 vergrößert. Außerdem hat sich gezeigt, dass sich z. B. die Welle bei einseitig abgedeckten
Wellenkarton oder das Material bei schweren Bedruckstoffen nach Beaufschlagung der
Nuten 9 mit Unterdruck nicht nur gegen die Saugplatte 2 gezogen wird, sondern sich
geringfügig elastisch verformend der Kontur der Nuten 9 anpasst. Damit wird ein Quasiformschluss
zwischen dem auszurichtenden Bogen sowie den Nuten 9 der Saugpalette 2 realisiert
und so eine hohe Ziehkraft ermöglicht, so dass auch schwere oder spezielle Bedruckstoffe
sicher erfasst und ebenso mit der Seitenkante gegen den Seitenanschlag 6 geführt werden.
Danach wird in bekannter Weise die Saugluftzufuhr zum Doppelsauger 3 sowie zur Saugplatte
2 unterbrochen und der nach Vorder- und Seitenkante ausgerichtete Bogen durch nicht
dargestellte Mittel in die nachgeordnete Maschine gefördert.
Da die Saugziehschiene 4 mit zum ausrichtenden Bogen hin geöffnete Nuten 9 nicht zum
Ausrichten beliebiger Bedruckstoffe geeignet ist, kann diese ausgewechselt werden.
Dazu sind in der Saugziehschiene 4 Bohrungen 11 vorgesehen, so dass die Saugzeihschiene
4 mit einem Schlitten verbunden werden kann, der im Anlegtisch 7 gelagert und quer
zur Bogenförderrichtung 5 im Arbeitstakt verschoben werden kann. Es ist auch möglich,
lediglich die Saugplatte 2 austauschbar zu gestalten und diese bei Bedarf zu wechseln.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0015]
- 1
- Saugeinrichtung
- 2
- Saugplatte
- 3
- Doppelsauger
- 4
- Saugziehschiene
- 5
- Bogenförderrichtung
- 6
- Seitenanschlag
- 7
- Anlegtisch
- 8
- Saugbohrung
- 8.1
- Saugöffnung
- 9
- Nut
- 9.1
- Nutgrund
- 10
- Nutwandung
- 11
- Bohrung
- α
- Winkel
1. Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen mit einer die Bogen erfassenden und
mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag (6) führenden Saugeinrichtung (1),
die mindestens eine mit Saugbohrungen (8) versehene Saugplatte (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Saugöffnungen (8.1) der Saugbohrungen (8) in Nuten (9) münden, die zu den auszurichtenden
Bogen hin geöffnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnungen (8.1) im Nutgrund (9.1) der Nuten (9) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) quer zu einer Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) parallel zur Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) geneigt zur Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugplatte (2) in einer Saugziehschiene (4) aufgenommen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugplatte (2) oder die Saugziehschiene (4) auswechselbar ausgeführt sind.
1. Device for lateral alignment of sheets by suction equipment (1), which grips the sheets
and guides them by the side edge against a lateral abutment (6) and which comprises
at least one suction plate (2) provided with suction bores (8), characterised in that suction openings (8.1) of the suction bores (8) communicate with grooves (9) which
are open towards the sheets to be aligned.
2. Device according to claim 1, characterised in that the suction openings (8.1) are arranged in the groove base (9.1) of the grooves (9).
3. Device according to claim 1, characterised in that the grooves (9) are arranged transversely to a sheet transport direction (5).
4. Device according to claim 1, characterised in that the grooves (9) are arranged parallel to the sheet transport direction (5).
5. Device according to claim 1, characterised in that the grooves (9) are arranged at an inclination to the sheet transport direction (5).
6. Device according to claim 1, characterised in that the suction plate (2) is received in a suction draw rail (4).
7. Device according to claim 6, characterised in that the suction plate (2) or the suction draw rail (4) are constructed to be exchangeable.
1. Dispositif pour taquer latéralement des feuilles à l'aide d'une installation d'aspiration
(1) saisissant les feuilles et les conduisant par un bord contre une butée latérale
(6), cette installation ayant au moins une plaque aspirante (2) munie d'orifices d'aspiration
(8),
dispositif caractérisé en ce que
les orifices d'aspiration (8.1) des perçages d'aspiration (8) débouchent dans des
rainures (9) ouvertes en direction de la feuille à taquer.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les orifices d'aspiration (8.1) sont prévus dans le fond (9.1) des rainures (9).
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les rainures (9) sont disposées transversalement à la direction de transfert de feuilles
(5).
4. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les rainures (9) sont disposées parallèlement à la direction de transfert de feuilles
(5).
5. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les rainures (9) sont inclinées par rapport à la direction de transfert de feuilles
(5).
6. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la plaque aspirante (2) est logée dans un rail de traction par aspiration (4).
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la plaque d'aspiration (2) ou le rail de traction par aspiration (4) sont réalisés
de façon échangeable.

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