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EP 1 970 664 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2011 Patentblatt 2011/52 |
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Anmeldetag: 05.03.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Steuerung für einen Kleinflugkörper
Control for a miniature aircraft
Commande pour un avion de taille réduite
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
16.03.2007 DE 102007012799
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.2008 Patentblatt 2008/38 |
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Patentinhaber: LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH |
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86529 Schrobenhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Surauer, Michael Alois
83339 Chieming (DE)
- Maier, Franz
83705 Bad Feilnbach (DE)
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Vertreter: Hummel, Adam |
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EADS Deutschland GmbH
Patentabteilung 81663 München 81663 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 322 412 US-A- 5 322 243
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DE-A1-102004 061 977
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerung für Kleinflugkörper, wie diese als ergänzende
Bewaffnung für Infanteristen, für den Grenzschutz, für Antiterroreinheiten und Ähnliches
zum Einsatz gelangen.
[0002] Solche Propeller getriebene einen batteriegespeisten Elektromotor als Antrieb aufweisende
Kleinflugkörper werden aus Behältern oder Startrohren verschossen und entfalten nach
dem Start mittels Rudermaschinen verstellbare mit der Rumpfstruktur verbundene Flügel
und Leitwerksflächen zur Erzeugung von Drehmomenten um die Lenks- und Querachse des
Kleinflugkörpers; vgl.
DE 10 2004 061 977 A1.
[0003] Infolge der geringen Vorwärtsgeschwindigkeit des Kleinflugkörpers zumindest am Anfang
der Flugbahn, also seiner Freiflugphase ist die Wirksamkeit von aerodynamisch wirkenden
Flächen nicht ausreichend, um insbesondere hier notwendige schnelle Steuerkommandos
ausführen zu können. Hier setzt nun die Erfindung ein, deren Aufgabe es ist, die Steuerungsfähigkeit
solcher Kleinflugkörper zu verbessern.
[0004] Die
DE 103 22 421 A1 bildet den Start pumllt für die Präambelnder unabhängigen Ansprüche 1 und 2 und offenbart
ein steuerbares Flugzeug mit einem Rumpf, mindestens einem Tragflügel am Rumpf zum
Erzeugen des Auftriebs sowie mit mindestens einer Schubeinrichtung zur Erzeugung eines
Schubstrahls, wobei die mindestens eine Schubeinrichtung nicht an den mindestens einen
Tragflügel angeordnet ist. Das Flugzeug zeichnet sich dadurch aus, dass kein Höhenund/oder
Seitenruder vorgesehen ist und dass der Schubstrahl relativ zum Rumpf lageveränderlich
zur Steuerung des Flugzeugs einstellbar ist.
[0005] Die oben beschriebene Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Die Ausbildung der Steuereinrichtung nach der Erfindung ermöglicht auf einfachste
Weise eine zusätzliche Schubvektorsteuerung des Kleinflugkörpers, wobei der steuernde
Schubvektor durch die resultierende aus vier oder zwei einzelnen der von den konstruktiv
mit den Ruderfinnen in ihrer Winkelauslenkung gekoppelten Propellern gelieferten Schüben
erzeugt wird, die entweder in ihrem Betrag gleich oder zur Erzeugung der notwendigen
Steuermomente über die Lenkelektronik zwecks Schubänderung einzeln angesteuert werden
können. Die der Richtungsänderung des Kleinflugkörpers dienenden Schubvektoren erzeugenden
Propeller erzeugen gleichzeitig den Antrieb des Kleinflugkörpers und sind jeweils
mit je einer Ruderfinne gekoppelt. Die Propeller-Module tragenden Ruderfinnen können
auch gesondert am Heck oder Bug des Kleinflugkörpers angeordnet sein.
[0008] Für den Antrieb der an den aerodynamischen Flügeln des Kleinflugkörpers angeordneten
Ruderfinnen befindlichen Propeller-Module sind also separate von der Bordbatterie
gespeiste Elektromotoren eingesetzt; es kann aber auch mittels eines steuerbaren Verzweigungsgetriebes
der Antrieb der auslenkbaren Propeller von einem einzigen Elektromotor abgeleitet
werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform liefern also die den Ruderfinnen
zugeordneten Propeller auch den Vortrieb für den Kleinflugkörper, was dessen Aufbau
vereinfacht..
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand eines mehr oder minder
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Kleinflugkörper mit kreuzweise angeordneten
aerodynamischen Flächen und
- Fig. 2
- eine Ansicht von hinten auf den Kleinflugkörper nach Figur 1.
[0010] Ein vier kreuzweise an einer Rumpfstruktur 10 (vgl. Figur 1 und 2) angelenkter aerodynamische
Flächen 11, 12, 13 und 14 aufweisender Kleinflugkörper 15 weist an den Flächen 11
bis 14 angelenkte Ruderfinnen 16 bis 19 auf, von denen in Figur 1 nur die Ruderfinne
16 dargestellt ist. Mit jeder Ruderfinne ist ein mittels eines nicht dargestellten
batteriegespeisten Elektromotors angetriebener Propeller verbunden und bildet mit
diesem jeweils ein Propeller-Modul M1 bis M4.
[0011] Der von einem nicht dargestellten Startgestell gestartete Kleinflugkörper wird in
seiner Marschflugphase über eine Lenkelektronik längs der gewünschten Flugbahn gesteuert.
Hierzu dienen die Ruderfinnen sowie die damit verbundenen Propeller-Module, deren
Drehzahlen und damit deren Schub-Vektoren einzeln ferngesteuert werden. Damit ist
zu den durch die Ruderfinnen bewirkten Drehmomente um die Längs- und Querachse des
Kleinflugkörpers 15 eine unterstützende Schubvektorsteuerung erzielbar. Der wirksame
Schubvektor wird erzeugt durch die Resultierende aus den vier einzelnen Schub-Vektoren
der Propeller-Module M1 bis M4, die entweder in ihrem Betrag gleich sind oder aber
einzeln angesteuert unterschiedlich sein können. Hierdurch wird eine schnelle und
wirksame Richtungsänderung des Kleinflugkörpers durch Änderung des Schubvektors auch
bei geringen Anströmgeschwindigkeiten der Ruderfinnen erreicht. Das Zusammenwirken
der mit den Ruderfinnen konstruktiv verbundenen Propeller-Module, die mit jeder der
vier Ruderfinnen in ihrer Winkelauslenkung gekoppelt sind, ermöglicht also eine signifikante
Verbesserung der Manövrierfähigkeit des Kleinflugkörpers.
[0012] Bordbatterie, Lenkelektronik und weitere benötigte Baugruppen des Kleinflugkörpers
sind der besseren Übersicht halber und, da an sich bekannt, nicht dargestellt.
[0013] Wie in Figur 1 angedeutet können die Ruderfinnen statt an den aerodynamischen Flächen
11 bis 14 auch als gesonderte Ruder nahe dem Heck des Kleinflugkörpers 15 - zum Beispiel
bei 22 - oder nahe der Rumpfspitze - zum Beispiel 23 - angeordnet sein.
[0014] Anstelle von vier aerodynamischen Flächen 11 bis 14 können auch nur zwei solcher
Flächen, nämlich die Flächen 11 und 12 zur Anwendung gelangen, ohne dass hierbei der
erfinderische Gedanke der Lenkunterstützung, bzw. Lenkung mittels steuerbaren Schubvektoren
verlassen wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0015]
- 10
- Rumpfstruktur
- 11
- aerodynamische Fläche
- 12
- aerodynamische Fläche
- 13
- aerodynamische Fläche
- 14
- aerodynamische Fläche
- 15
- Kleinflugkörper
- 16
- Ruderfinne
- 17
- Ruderfinne
- 18
- Ruderfinne
- 19
- Ruderfinne
- 22
- Ruderfinne am Heck
- 23
- Ruderfinne am Bug
- M1
- Propeller-Modul
- M2
- Propeller-Modul
- M3
- Propeller-Modul
- M4
- Propeller-Modul
1. Steuereinrichtung zur Erzeugung von Drehmomenten um die Längs- und Querachse eines
über eine Lenkelektronik fernlenkbaren mittels Propeller angetriebenen Kleinflugkörpers
(15) mit der aerodynamischen Flugstabilisierung dienende Flügeln (11 bis 14) , wobei
die Steuereinrichtung angelenkte Ruderfinnen (16 bis 19) aufweist, die an den Flügeln
(11 bis 14) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass den Ruderfinnen (16 bis 19) in ihrer Drehzahl über die Lenkelektronik beeinflussbare
in ihrer Winkelauslenkung mit den Ruderfinnen (16 bis 19) gekoppelte Propeller-Module
(M1 bis M4) zugeordnet sind, die gleichzeitig auch den steuerbaren Vortrieb für den
Kleinflugkörper (15) liefern.
2. Steuereinrichtung zur Erzeugung von Drehmomenten um die Längs- und Querachse eines
über eine Lenkelektronik fernlenkbaren mittels Propeller angetriebenen Kleinflugkörpers
(15) mit der aerodynamischen Flugstabilisierung dienenden Flügeln (11 bis 14), wobei
die Steuereinrichtung angelenkte Ruderfinnen (22 oder 23) aufweist, die an dem Kleinflugkörper
(15) gesondert zugeordneten aerodynamischen am Heck oder Bug des Kleinflugkörpers
(15) befindlichen Ruderflächen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass den Ruderfinnen (22 oder 23) in ihrer Drehzahl über die Lenkelektronik beeinflussbare
in ihrer Winkelauslenkung mit den Ruderfinnen (22 oder 23) gekoppelte Propeller-Module
zugeordnet sind, die gleichzeitig auch den steuerbaren Vortrieb für den Kleinflugkörper
(15) liefern.
3. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomente um die Längs- und Querachse des Kleinflugkörpers (15) erzeugenden
Propeller-Module (M1 bis M4) jeweils eigene von der Bordbatterie des KleinflugKörpers
(15) gespeiste Elektromotoren aufweisen.
1. Control device for producing torques about the longitudinal and lateral axes of a
small airborne vehicle (15) which can be remotely controlled via steering electronics,
is driven by means of a propeller and has wings (11 to 14) which are used for aerodynamic
flight stabilization, with the control device having articulated control-surface fins
(16 to 19) which are arranged on the wings (11 to 14), characterized in that the control-surface fins (16 to 19) are associated with propeller modules (M1 to
M4) whose rotation speed can be influenced via the steering electronics and whose
angular deflection is coupled to the control-surface fins (16 to 19), and which propeller
modules (M1 to M4) also at the same time provide the controllable propulsion for the
small airborne vehicle (15).
2. Control device for producing torques about the longitudinal and lateral axes of a
small airborne vehicle (15) which can be remotely controlled via steering electronics,
is driven by means of a propeller and has wings (11 to 14) which are used for aerodynamic
flight stabilization, with the control device having articulated control-surface fins
(22 or 23) which are arranged on aerodynamic control surfaces located at the tail
or nose of the small airborne vehicle (15) and associated separately with the small
airborne vehicle (15), characterized in that the control-surface fins (22 or 23) are associated with propeller modules whose rotation
speed can be influenced via the steering electronics and whose angular deflection
is coupled to the control-surface fins (22 or 23), and which propeller modules also
at the same time provide the controllable propulsion for the small airborne vehicle
(15).
3. Control device according to Claim 1 or 2, characterized in that the propeller modules (M1 to M4) which produce torques about the longitudinal and
lateral axes of the small airborne vehicle (15) each have their own electric motors
which are fed from the on-board battery in the small airborne vehicle (15).
1. Dispositif de commande pour générer des couples autour des axes longitudinal et transversal
d'un petit corps volant (15) dirigeable à distance par le biais d'une électronique
de guidage et propulsé au moyen d'une hélice, comprenant des ailes (11 à 14) servant
à la stabilisation aérodynamique du vol, le dispositif de commande présentant des
pannes de gouverne (16 à 19) articulées qui sont montées sur les ailes (11 à 14),
caractérisé en ce qu'aux pannes de gouverne (16 à 19) sont associés des modules à hélice (M1 à M4) dont
la vitesse de rotation peut être influencée par le biais de l'électronique de guidage
et dont l'excursion angulaire est accouplée avec les pannes de gouverne (16 à 19),
lesquels délivrent aussi en même temps la force propulsive commandable pour le petit
corps volant (15).
2. Dispositif de commande pour générer des couples autour des axes longitudinal et transversal
d'un petit corps volant (15) dirigeable à distance par le biais d'une électronique
de guidage et propulsé au moyen d'une hélice, comprenant des ailes (11 à 14) servant
à la stabilisation aérodynamique du vol, le dispositif de commande présentant des
pannes de gouverne (22 ou 23) articulées qui sont montées sur des surfaces de gouverne
aérodynamiques affectées séparément sur le petit corps volant (15) et se trouvant
à l'arrière ou sur le nez du petit corps volant (15), caractérisé en ce qu'aux pannes de gouverne (22 ou 23) sont associés des modules à hélice dont la vitesse
de rotation peut être influencée par le biais de l'électronique de guidage et dont
l'excursion angulaire est accouplée avec les pannes de gouverne (22 ou 23), lesquels
délivrent aussi en même temps la force propulsive commandable pour le petit corps
volant (15).
3. Dispositif de commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les modules à hélice (M1 à M4) qui génèrent les couples autour des axes longitudinal
et transversal du petit corps volant (15) présentent respectivement des moteurs électriques
propres alimentés par la batterie embarquée du petit corps volant (15).

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