[0001] Die Erfindung betrifft einen Materialabscheider für Fördersysteme, insbesondere für
Kunststoff-Granulat verarbeitende Maschinen, wobei ein mit einer Abdeckhaube bzw.
einem Deckel versehener Behälter mit einem seitlich angeordneten Materialzuführungsanschluss
und einem darüber seitlich angeordneten Absauganschluss sowie vorzugsweise einer,
am unteren Ende des Behälters angeordneten, Verschlussvorrichtung vorgesehen ist und
im Inneren des Behälters zwischen Materialzuführungsanschluss und Absauganschluss
ein sich über den Querschnitt des Behälters erstreckendes Sieb vorgesehen ist.
[0002] Es ist aus der
EP 1 568 633 A1 ein Materialabscheider gemäβ dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für Fördersysteme, insbesondere
für Kunststoff-Granulat verarbeitende Maschinen, bekannt, wobei dieser einen mit einer
Abdeckhaube versehenen Behälter mit einem seitlich angeordneten Materialzuführungsanschluss
und einem darüber seitlich angeordneten Absauganschluss aufweist. Am unteren Ende
des Behälters ist eine Verschlusseinrichtung vorgesehen und im Inneren des Behälters
ist zwischen Materialzuführungsanschluss und Absauganschluss ein sich über den Querschnitt
des Behälters erstreckendes Sieb vorgesehen.
[0003] Weiters ist aus der
DE 25 35 294 A1 eine Einrichtung zum Reinigen von in geschlossenen Behältern im Saugbetrieb arbeitenden
Staubfiltern bekannt.
[0004] Derartige Materialabscheider werden in der Kunststoff-Granulat verarbeitenden Industrie
zur Bereitstellung des Granulates an der gewünschten Stelle, sei es vor dem Trocknungssilo
oder vor der Kunststoff-Granulat verarbeitenden Maschine, wie beispielsweise einer
Spritzgussmaschine oder einem Extruder, eingesetzt. Diese Materialabscheider dienen
somit der Vorort-Bereitstellung des Materials aus dem Hauptmaterialfluss. Prinzipiell
unterscheidet man zwischen der Überdruckförderung und der Unterdruckförderung, wobei
der Überdruckförderung der Nachteil anhängt, dass an jedem Entnahmeort bzw. -behälter
ein Pressluftanschluss, also ein Pressluftnetz, vorgesehen werden muss. Die Förderung
über eine Saug- oder Vakuumpumpe gestaltet sich einfacher.
[0005] Es sind ferner verschiedene Einrichtungen zur pneumatischen Förderung von Schüttgut
bekannt, so beispielsweise aus der
DE 103 13 570 A1. Entsprechend dieser Einrichtung werden Druckverluste durch den Einsatz von Blenden
als Durchlaufbegrenzer ausgeglichen.
[0006] Weiters ist aus der
EP 1 508 542 A2 eine Vorrichtung zum Fördern von abrasiven Schüttgut bekannt. Ein weiteres Verfahren
bzw. eine Vorrichtung zur pneumatischen Förderung von Schüttgut, insbesondere geperlten
Ruß ist aus der
EP 1 588 963 A1 bekannt.
[0007] Aus der
DE 195 28 636 A1 ist eine Einrichtung zum Fördern und Dosieren von Schüttgut bekannt, wobei an den
Dosierbehälter eine Förderleitung für das Schüttgut und ein Saug- bzw. Druckaggregat
angeschlossen ist. Bei einer derartigen Einrichtung ist ein zusätzliches Fördergerät
überflüssig.
[0008] Die
DE 39 36 009 A1 beschreibt eine Saugfördereinrichtung bei der der Maschinenbehälter gleichzeitig
den Vukuumtrichter des Saugfördergerätes bildet.
[0009] Ferner ist noch aus der
DE 27 48 735 A1 ein Saugfördergerät für körniges oder pulverförmiges Transportgut bekannt, das einen
Abscheiderbehälter mit einem Gebläse und Filterpatronen aufweist.
[0010] Alle obigen Einrichtungen und Geräte weisen insbesondere den Nachteil auf, dass sie
einen komplizierten Aufbau durch die oftmals vorgegebene Aufgabenkumulierung besitzen.
[0011] Aus der
WO 2006/050361 A2 ist ein Vakuum-Material-Abscheider bekannt, der einen Behälter mit einer geneigten
Behälterachse aufweist. Zur geneigten Fixierung des Behälters sind aufwendige maschinenbautechnische
Konstruktionen vorgesehen, die sich überaus nachteilig auf das Schwingungsverhalten
der Gesamtanlage auswirken.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Materialabscheider der eingangs zitierten Art
zu schaffen, der einerseits die oben aufgezeigten Nachteile vermeidet und der anderseits
eine größtmögliche Modularität für ein zentrales Fördersystem aufweist.
[0013] Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
[0014] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter bzw. die Behälteroberkante
abdeckhaubenseitig bzw. deckelseitig entsprechend eines ebenen Schnittes abgeschrägt
ist, wobei die Schräge der Behälteroberkante von der Erzeugenden des Behälters durch
die bzw. im Bereich der Anschlüsse, zur diametralen Seite bzw. Punkt verläuft und
der höhere Punkt der Schräge auf der Erzeugenden durch die bzw. im Bereich der Anschlüsse
liegt und dass das Sieb sich vom Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss
und dem Absauganschluss im Behälterinneren in Richtung Deckel bis in den Bereich der
Behälteroberkante erstreckt. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich den komplexen
Anforderungen an einen Materialabscheider gerecht zu werden. Die kompletten Anforderungen
reichen von vollständiger Dichtheit über Abrasionsfestigkeit bis zur einfachen Reinigung
und Wartung der Einrichtung. Der erfindungsgemäße Materialabscheider kann senkrecht
angeordnet werden, wodurch eine überaus einfache und stabile Befestigung möglich ist.
Durch die Abschrägung der Behälteroberkante ist er nicht nur optisch unverkennbar,
sondern es werden auch ein maximaler Querschnitt und damit ein einfachster Zugang
für eine gründliche Reinigung, die insbesondere nach jedem Materialwechsel durchgeführt
werden muss, erreicht. Da ein Materialwechsel in Abhängigkeit der Applikation in der
Praxis sehr häufig durchgeführt wird, ist eine leichte Reinigungsmöglichkeit ein wesentliches
Kriterium für eine dauerhafte und effiziente Nutzung des Materialabscheiders.
[0015] Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Behälter ein Zylinder.
Eine derartige Formgebung des Behälters hat sich in der Praxis bestens bewährt, da
dadurch keine Ecken bei der Reinigung gegeben sind.
[0016] Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung ist das Sieb, vorzugsweise dachförmig,
geknickt und ein Teil erstreckt sich vom Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss
und dem Absauganschluss im Behälterinneren in Richtung Deckel bis in etwa den Bereich
der halben Höhe der schrägen Behälteroberkante und der andere Teil des Siebes überdeckt
die weitere Behälterinnenfläche. Dadurch wird der zwischen dem Materialzuführungsanschluss
und dem Absauganschluss liegende Bereich über den kompletten Behälterinnenquerschnitt
optimal genützt. Das Material, also insbesondere das Kunststoff-Granulat, wird über
den Sauganschluss aus dem Materialzuführungsanschluss angesaugt. Die Saugluft aus
dem Luft-Granulat Gemisch durchdringt das Sieb, wird also von Material befreit und
strömt über den Absauganschluss ab.
[0017] Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Sieb, vorzugsweise dachförmig,
geknickt und ein Teil erstreckt sich vom Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss
und dem Absauganschluss im Behälterinneren in Richtung Deckel bis in etwa den Bereich
der halben Höhe der schrägen Behälteroberkante und der andere Teil des Siebes verläuft
parallel zur Abdeckhaube bzw. dem Deckel. Diese besondere Ausgestaltung bringt den
Vorteil mit sich, dass die Streuung des aus der Materialzuführungsleitung kommenden
Granulates beeinflusst werden kann. Eine gleichmäßige Verteilung über den Behälterquerschnitt
kann damit erreicht werden.
[0018] Gemäß einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Sieb, insbesondere
der parallel zur Abdeckhaube bzw. dem Deckel verlaufende Teil, zur Abdeckhaube bzw.
zum Deckel mit einem Abstand angeordnet bzw. ist zwischen dem Sieb und der Abdeckhaube
bzw. dem Deckel ein Kanal für eine Luftführung vorgesehen. Dadurch kann für den Luftabzug
der komplette Querschnitt des Behälterinneren genützt werden. Das Volumen zwischen
Sieb und Deckel für den Luftaustritt wird nicht beeinträchtigt.
[0019] Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist das Sieb mit der Abdeckhaube bzw.
dem Deckel verbunden. Das Sieb wird mit der Abdeckhaube bzw. mit dem Deckel verbunden,
wodurch mit dem Öffnen des Deckels das Sieb aus dem Innenbereich geschwenkt bzw. mit
dem Schließen automatisch in die richtige Position zwischen Materialeinlass und Vakuumauslass
geführt wird. Neben der bequemen Handhabung des Gerätes zur Reinigung ist somit zusätzlich
auch ein wichtiger Sicherheitsaspekt erfüllt, da der Bediener, meist auf der Maschine
stehend, möglichst keine losen Teile hantieren zu hat.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Sieb ein integraler Bestandteil
der Abdeckhaube bzw. des Deckels. Insbesondere, wenn der Deckel unverlierbar mit dem
Sieb verbunden ist, sind die obigen Sicherheitsaspekte dauerhaft gewährleistet.
[0021] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Abdeckhaube bzw. der Deckel über ein
lösbares Scharnier mit dem Behälter verbunden. Für die Reinigung des Siebes kann der
Deckel bzw. die Abdeckhaube einfach aus dem Scharnier entnommen werden und gegebenenfalls
am Hallenboden mit Pressluft behandelt werden.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Sieb aus einem Edelstahllochgitter
hergestellt. Dadurch ist die entsprechende Abrasionsfestigkeit gewährleistet. Außerdem
ist eine einwandfreie Reinigung einfach möglich.
[0023] Nach einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung schließt die Schräge der Behälteroberkante
zur Behältermittelachse einen Winkel von etwa 45 bis 80°, vorzugsweise 50 bis 60°
ein. Durch diese Winkelfestlegung kann ein optimaler Kompromiss zwischen Behältervolumen
und einfacher, bequemer Bedienung zur Reinigung des Behälters erreicht werden.
[0024] Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt
sind, näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Materialabscheider und
Fig. 2 eine isometrische Darstellung des Materialabscheiders mit geöffneten Deckel.
[0026] Gemäß der Fig. 1 ist ein Materialabscheider für Fördersysteme, insbesondere für Kunststoff-Granulat
verarbeitende Maschinen, gezeigt. Der Behälter 1 ist als Zylinder ausgebildet. Der
Behälter 1 ist mit einer Abdeckhaube bzw. einem Deckel 2 versehen. Ferner weist der
Behälter 1 einen seitlich angeordneten Materialzuführungsanschluss 3 und einem darüber
seitlich angeordneten Absauganschluss 4 auf. Am unteren Ende des Behälters 1 ist eine
Verschlussvorrichtung 5 vorgesehen.
[0027] Die Verschlussvorrichtung 5 kann eine herkömmliche Auslaufklappe sein oder auch eine
pneumatisch betätigte Materialauslaufglocke.
[0028] Die Ausbildung der Verschlussvorrichtung 5 als pneumatisch betätigte Materialauslaufglocke
hat spezielle Vorteile. Durch eine Zwangssteuerung dieser Materialauslaufglocke haben
Unterschiede im atmosphärischen Druck zwischen Innenbehälter des Materialabscheiders
und dem Auslaufkonus keine Auswirkung auf die Funktion des Gerätes. Das eliminiert
auch die Notwendigkeit eines Filtereinsatzes im Konus, der bei Materialwechsel gereinigt
werden muss.
[0029] Ferner kann dieser Materialabscheider auch optional mit einem dreifach geschirmten,
kapazitiven - nicht dargestellten - Füllstandsmelder ausgestattet werden, um die Programmierung
und fehlerhafte Eingabe von Ladezeiten zu vermeiden.
[0030] Der Materialabscheider weist an seinem unteren Ende des Behälters 1 einen glockenförmigen
Befestigungssockel 6 auf, mit dem eine sichere und stabile Befestigung des Behälters
1 an einer Maschine möglich ist. Der Behälter 1 ist mit einer Flanschverbindung 7
am Befestigungssockel 6 montiert. Ferner ist der Befestigungssockel 6 wieder mit einer
Flanschverbindung 8 auf der Maschine befestigt.
[0031] Der Behälter 1 bzw. seine Behälteroberkante 9 ist abdeckhaubenseitig bzw. deckelseitig
entsprechend eines ebenen Schnittes abgeschrägt. Die Schräge der Behälteroberkante
9 verläuft von der Erzeugenden 10 des Behälters 1 durch die bzw. im Bereich der Anschlüsse
3, 4 zur diametralen Seite bzw. Punkt, wobei der höhere Punkt der Schräge auf der
Erzeugenden durch die bzw. im Bereich der Anschlüsse 3, 4 liegt. Die Schräge der Behälteroberkante
9 zur Behältermittelachse schließt einen Winkel α von etwa 40 bis 75°, vorzugsweise
50 bis 60° ein.
[0032] Im Inneren des Behälters 1 ist zwischen Materialzuführungsanschluss 3 und Absauganschluss
4 ein sich über den Querschnitt des Behälters 1 erstreckendes Sieb 11 vorgesehen.
Das Sieb 11 erstreckt sich vom Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss 3
und dem Absauganschluss 4 im Behälterinneren in Richtung Deckel 2 bis in den Bereich
der Behälteroberkante 9.
[0033] Das Sieb 11 ist, vorzugsweise dachförmig, geknickt, wobei sich ein Teil 11 a vom
Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss 3 und dem Absauganschluss 4 im Behälterinneren
in Richtung Deckel 2 bis in etwa den Bereich der halben Höhe der schrägen Behälteroberkante
9 erstreckt und der andere Teil 11 b des Siebes 11 die weitere Behälterinnenfläche
überdeckt. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der andere Teil 11 b des Siebes 11
parallel zur Abdeckhaube bzw. dem Deckel 2 verläuft und der parallel zur Abdeckhaube
bzw. dem Deckel 2 verlaufende Teil 11 b, zur Abdeckhaube bzw. zum Deckel 2 mit einem
Abstand angeordnet ist bzw. zwischen dem Sieb 11 und der Abdeckhaube bzw. dem Deckel
2 ein Kanal 12 für eine Luftführung vorgesehen ist.
[0034] Das Sieb 11 ist mit der Abdeckhaube bzw. dem Deckel 2, beispielsweise über eine Schraubverbindung
16, verbunden bzw. ist ein integraler Bestandteil der Abdeckhaube bzw. des Deckels
2.
[0035] Der Materialabscheider kann bereits bei seiner Konzeption auf größtmögliche Modularität
ausgelegt werden. Der Materialzuführungsanschluss 3 und der darüber angeordnete Absauganschluss
4 können auf einfachste Art an unterschiedliche Durchmesser der Materialleitungen
bzw. Absaugleitungen angepasst werden. Mit Hilfe eines Baukastensystems, das aus drei
unterschiedlichen Durchmessern und dazu abgestimmten mittleren Zylindersegmenten besteht,
kann für jeden gewünschten Durchsatz das optimale Fördergerät konzipiert werden. Derartige
Geräte eignen sich für Einzelleitungen, als auch für Sammelleitungen mit Dosierweichen.
[0036] Im Behälterinneren sind im Bereich der Einlässe des Materialzuführungsanschlusses
3 und des Absauganschlusses 4 Dichtscheiben 13 vorgesehen, die die Einlässe verschließen,
wenn keine Materialförderung stattfindet.
[0037] Der Deckel 2 ist einerseits über ein lösbares Scharnier 14 mit dem Behälter 1 verbunden
und weist anderseits an seiner diametralen Stelle einen Spannhebelverschluss 15 auf,
der in seiner Schließstellung die Dichtheit von Deckel 2 und Behälter 1 gewährleistet.
[0038] Gemäß der Fig. 2 wird die sichere und bequeme Handhabung bei der Reinigung des Materialabscheiders
dargelegt. Wie bereits aufgezeigt, besteht der Materialabscheider aus dem Behälter
1 mit seiner schräg verlaufenden Behälteroberkante 9 der am unteren Ende des Behälters
1 einen Befestigungssockel 6, beispielsweise für die Befestigung auf einer Maschine,
aufweist. Seitlich sind der Materialzuführungsanschluss 3 und der Absauganschluss
4 angeordnet. Zum Verschließen des Behälters 1 ist der Deckel 2 vorgesehen.
[0039] Zum Reinigen des Behälterinneren wird der Deckel 2 durch Lösung des Spannhebelverschlusses
15 geöffnet. Mit dem Öffnen des Deckels 2 wird das Sieb 11 aus seiner Position im
Behälterinneren herausgeklappt, da das Sieb mit dem Deckel 2 verbunden ist und ein
integrierender Bestandteil des Deckels 2 ist.
[0040] Da derartige Materialabscheider an ihrem Einsatzort meist sehr hoch angeordnet sind,
der Bediener meist auf einer Leiter steht und im Behälterinneren zur Behälterreinigung
hantiert, ist durch die schräge Behälteroberkante 9 ein optimaler Kompromiss zwischen
Behältervolumen und einfacher, bequemer Bedienung zur Reinigung des Behälters 1 gegeben.
[0041] Zur Reinigung des Siebes 11 kann der Deckel 2 über das lösbare Scharnier 14 abgenommen
werden und das Sieb 11 kann an geeigneter Stelle gründlich einer Reinigung unterzogen
werden.
[0042] In dieser Darstellung des Materialabscheiders ist auch das geknickte Sieb 11 deutlich
dargestellt. Im geschlossenen Zustand des Deckels 2 ist es in seiner aufgabengemäßen
Lage, die Saugluft von dem mit Granulat beladenen Luftstrom zu trennen. Wird der Deckel
2 geschlossen, ist das Sieb 11 automatisch in seiner richtigen Position.
[0043] Dieser aufgezeigte Materialabscheider erfüllt somit die an ihn gestellten Anforderungen,
sowohl in Hinblick Dichtheit und Abrasionsfestigkeit und insbesondere auch zu einer
einfachen Reinigung. Gerade die, den Sicherheitsaspekten Rechnung tragende, einfache
Reinigungsmöglichkeit ist ein wesentliches Kriterium für eine dauerhafte und effiziente
Nutzung.
1. Materialabscheider für Fördersysteme, insbesondere für Kunststoff-Granulat verarbeitende
Maschinen, wobei ein mit einer Abdeckhaube bzw. einem Deckel (2) versehener Behälter
(1) mit einem seitlich angeordneten Materialzuführungasanschluss (3) und einem darüber
seitlich angeordneten Absauganschluss (4) sowie vorzugsweise einer, am unteren Ende
des Behälters angeordneten Verschlussvorrichtung (5) vorgesehen ist und im Inneren
des Behälters (1) zwischen Materialzuführungsanschluss (3) und Absauganschluss (4)
ein sich über den Querschnitt des Behälters (1) erstreckendes Sieb (11) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) bzw. die Behälteroberkante (9) abdeckhaubenseitig bzw. deckelseitig
entsprechend eines ebenen Schnittes abgeschrägt ist, wobei die Schräge der Behälteroberkante
(9) von der Erzeugenden (10) des Behälters (1) durch die bzw. im Bereich der Anschlüsse
(3, 4), zur diametralen Seite bzw. Punkt verläuft und der höhere Punkt der Schräge
auf der Erzeugenden (10) durch die bzw. im Bereich der Anschlüsse (3, 4) liegt und
dass das Sieb (11) sich vom Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss (3) und
dem Absauganschluss (4) im Behälterinneren in Richtung Deckel (2) bis in den Bereich
der Behälteroberkante (9) erstreckt.
2. Materialabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) ein Zylinder ist.
3. Materialabscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11), vorzugsweise dachförmig, geknickt ist und ein Teil (11 a) sich vom
Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss (3) und dem Absauganschluss (4) im
Behälterinneren in Richtung Deckel (2) bis in etwa den Bereich der halben Höhe der
schrägen Behälteroberkante (9) erstreckt und der andere Teil (11b) des Siebes (11)
die weitere Behälterinnenfläche überdeckt.
4. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11), vorzugsweise dachförmig, geknickt ist und ein Teil (11a) sich vom
Bereich zwischen dem Materialzuführungsanschluss (3) und dem Absauganschluss (4) im
Behälterinneren in Richtung Deckel (2) bis in etwa den Bereich der halben Höhe der
schrägen Behälteroberkante (9) erstreckt und der andere Teil (11 b) des Siebes (11)
parallel zur Abdeckhaube bzw. dem Deckel (2) verläuft.
5. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11), insbesondere der parallel zur Abdeckhaube bzw. dem Deckel verlaufende
Teil (11 b), zur Abdeckhaube bzw. zum Deckel (2) mit einem Abstand angeordnet ist
bzw. zwischen dem Sieb (11) und der Abdeckhaube bzw. dem Deckel (2) ein Kanal (12)
für eine Luftführung vorgesehen ist.
6. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11) mit der Abdeckhaube bzw. dem Deckel (2) verbunden ist.
7. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11) ein integraler Bestandteil der Abdeckhaube bzw. des Deckels (2) ist.
8. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckhaube bzw. der Deckel (2) über ein lösbares Scharnier (14) mit dem Behälter
(1) verbunden ist.
9. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (11) aus einem Edelstahllochgitter hergestellt ist.
10. Materialabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräge der Behälteroberkante (9) zur Behältermittelachse einen Winkel (α) von
etwa 40 bis 75°, vorzugsweise 50 bis 60° einschließt.
1. Material separator for delivery systems, particularly for machines processing plastic
granules, whereby a receptacle (1) provided with a cover hood or a lid (2) comprises
a laterally disposed material supply connection (3) and a laterally disposed suction
connection (4) provided above the same, and preferably a closing device (5) disposed
at the lower end of the receptacle (1), and on the inside of the receptacle (1), a
screen (11) extending across the cross-section of the receptacle (1) is provided between
the material supply connection (3) and the suction connection (4), characterised by the fact that the receptacle (1), or the upper receptacle edge (9), is tapered on
the cover hood side, or the lid side, in accordance with a flat cut, whereby the inclination
of the upper receptacle edge (9) runs from the generatrix (10) of the receptacle (1)
through the or in the region of the connections (3, 4) to the diametrical side or
point and the higher point of the inclination is located on the generatrix (10) through
the or in the region of the connections (3, 4), and that the screen (11) extends from
the region between the material supply connection (3) and the suction connection (4)
on the inside of the receptacle toward the lid (2) into the region of the inclined
upper receptacle edge (9).
2. Material separator in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the receptacle (1) is a cylinder.
3. Material separator in accordance with Claim 1 or 2, characterised by the fact that the screen (11) is preferably bent in a roof-like manner and one part
(11 a) extends from the region between the material supply connection (3) and the
suction connection (4) on the inside of the receptacle toward the lid (2) into roughly
the region of half the height of the inclined upper receptacle edge (9), and the other
part (11 b) of the screen (11) covers the remaining inner surface of the receptacle.
4. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 3, characterised by the fact that the screen (11) is preferably bent in a roof-like manner and one part
(11a) extends from the region between the material supply connection (3) and the suction
connection (4) on the inside of the receptacle toward the lid (2) into roughly the
region of half the height of the inclined upper receptacle edge (9), and the other
part (11 b) of the screen (11) runs in parallel to the cover hood or the lid (2).
5. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 4, characterised by the fact that the screen (11), in particular the part (11b) running in parallel to
the cover hood or the lid, is positioned with a distance to the cover hood or the
lid (2) and/or a channel (12) for air conduction is provided between the screen (11)
and the cover hood or the lid (2).
6. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 5, characterised by the fact that the screen (11) is connected with the cover hood or the lid (2).
7. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 6, characterised by the fact that the screen (11) is an integrated part of the cover hood or the lid
(2).
8. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 7, characterised by the fact that the cover hood or the lid (2) is connected with the receptacle (1)
via a detachable hinge (14).
9. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 8, characterised by the fact that the screen (11) is made of a stainless steel punched lattice.
10. Material separator in accordance with one of the Claims 1 to 9, characterised by the fact that the inclination of the upper receptacle edge (9) to the central receptacle
axis forms an angle (α) of roughly 40 to 75°, preferably 50 to 60°.
1. Séparateur de matières pour systèmes de convoyage, notamment pour des machines travaillant
des granules en plastique, composé d'un récipient (1) équipé d'un capot ou d'un couvercle
(2), d'un raccord latéral d'alimentation de matériaux (3) et au-dessus de ce dernier,
d'un raccord latéral d'aspiration (4), ainsi que de préférence, d'une fermeture (5)
au bout inférieur du récipient (1), et d'un tamis (11) couvrant toute la section du
récipient (11) et situé entre le raccord d'alimentation (3) et le raccord d'aspiration
(4). Ce séparateur est caractérisé par le fait que le récipient (1) et plus précisément l'arête supérieure (9) du récipient est biseautée
du côté du capot ou du couvercle, le biseau étant en coupe plane, l'arête en biseau
(9) du récipient passant de la génératrice (10) du récipient (1) via les raccords
(3, 4) jusqu'au côté ou au point diamétralement opposé, le point plus haut du biseau
étant situé sur la génératrice (10) passant jusqu'aux raccords (3, 4) et le tamis
(11) s'étendant à l'intérieur du couvercle, dans le sens du couvercle (2), de la zone
entre le raccord d'alimentation en matériau (3) d'une part et le raccord d'aspiration
(4) de l'autre jusque dans la zone du bord supérieur du récipient (9).
2. Séparateur de matières selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le récipient (1) est de forme cylindrique.
3. Séparateur de matières selon les revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le tamis (11) est plié de préférence comme un toit et qu'une partie (11a) s'étend
en direction du couvercle (2) de la zone entre le raccord d'alimentation du matériau
(3) et le raccord d'aspiration (4) à l'intérieur du récipient jusqu'à la mi-hauteur
de l'arête supérieure, en biseau (9), du récipient, tandis que l'autre partie (11b)
du tamis (11) couvre le reste de la surface intérieure du récipient.
4. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le tamis (11), en forme de toit, est pilé et qu'une partie (11a) s'étend dans le
sens du couvercle, de la zone entre le raccord d'alimentation du matériau (3) et le
raccord d'aspiration (4) à l'intérieur du récipient jusqu'à la mi hauteur de l'arête
du récipient (9), en biseau, et que l'autre partie (11b) du tamis (11) est parallèle
au capot ou au couvercle (2).
5. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le tamis (11), dont notamment la partie en parallèle (11 b) au capot ou au couvercle
est arrangé avec un écart par rapport au capot ou au couvercle (2) et qu'entre le
tamis (11) et le capot (2), un canal (12) d'amenée d'air est prévu.
6. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que le tamis (11) est lié au capot ou au couvercle (2).
7. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que le tamis (11) est une partie intégrante du capot ou du couvercle (2).
8. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le couvercle (2) est lié au récipient par une charnière amovible (14).
9. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que le tamis (11) est fabriqué d'une tôle perforée en acier inoxydable.
10. Séparateur de matières selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que le biseau de l'arête supérieure (9) du récipient inclue un angle (α) de 40° à 75°,
et de 50° à 60° environ, par rapport à l'axe moyen du récipient.