[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsstation für eine Anlage zur Oberflächenbehandlung
von mittels Werkstückträgern transportierten und jeweils in einem zentralen Bereich
in der Station positionierbaren Werkstücken. In dieser Station sind Düsen zum Bespülen
der Werkstücke mit ionisierter Luft vorhanden.
[0002] Bei den genannten Werkstücken handelt es sich um solche, die mit einer Oberflächenbeschichtung,
wie einem Farb- oder einem Lackauftrag versehen werden. Dazu müssen die zu beschichtenden
Oberflächen der Werkstücke staubfrei gemacht werden, was insbesondere dann problematisch
ist, wenn die Werkstücke aus Kunststoff bestehen. Deshalb erfolgt die Bespülung der
Werkstücke mittels ionisierter Luft, um die elektrostatische Haftung der Staubpartikel
auf den Kunststoff-Ober-flächen der Werkstücke überwinden zu können.
[0003] Aus dem Dokument
WO 01/49538 A1, welches als nächstliegender Stand der Technik für den Gegenstand des Anspruchs 1
angesehen wird, ist eine Fahrzeugwaschanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
bekannt, die mit mindestens einer in Längs- und in Querrichtung eines zu reinigenden
Fahrzeugs daran vorbeibewegbaren Düsenanordnung versehen ist, die zur Reinigung des
Fahrzeugs mit einer Reinigungsflüssigkeit beaufschlagbar ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsstation der genannten Art
zu schaffen, bei der entlang den im zentralen Bereich der Station angehaltenen Werkstücken
die Düsen, aus denen die ionisierte Luft zum Bespülen der Werkstücke austritt, entlang
den Werkstücken bewegt werden, um die Relativgeschwindigkeit zwischen den Düsen und
den Werkstücken besser auf die zu erzielende Reinigungswirkung abstellen zu können.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Reinigungsstation der vorgenannten Art nach der Erfindung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Gestell aus Pfosten und daran angeordneten,
oberen horizontalen Längsträgern sowie Querträgern, die jeweils miteinander parallel
einander gegenüberliegen, die Station umgibt, und dass an den oberen Längsträgern
ein daran entlang verfahrbarer Laufwagen gelagert ist, welcher nach unten herabragende,
einander quer zu seiner Verfahrrichtung gegenüberliegende Tragschienen und zumindest
eine nach unten herabragende Führungsschiene aufweist. Hierbei sind an den Tragschienen
an deren einander zugekehrten Seiten zu einem vertikal ausgerichteten Düsenstock zusammengefasste
Düsen und an der Führungsschiene an einer daran angeordneten Quertraverse Düsen in
Gestalt eines horizontal ausgerichteten Düsenstocks angeordnet und ist ferner zwecks
Einhausung der Station das Gestell an seinen Längsseiten und seiner Oberseite mittels
geschlossenen Wandungen umschlossen. Neben den Düsen sind Entladeelektroden zur Ionisation
der Spülluft vorgesehen.
[0007] Für die Erfindung ist wesentlich, daß der an dem Gestell angeordnete Laufwagen die
Düsen, aus denen die ionisierte Luft austritt, entlang den Werkstücken bewegt, wobei
die Verfahrgeschwindigkeit und die Verfahrzyklen auf den zu erzielenden Reinigungsgrad
abgestimmt sind.
[0008] Die an den Tragschienen angeordneten Düsen können in Querrichtung der Station gesehen
bis nahe an die Werkstücke herangefahren werden, wobei zweckmäßig jede der beiden
einander gegenüberliegend angeordneten Tragschienen je für sich verfahrbar ist.
[0009] Insgesamt ergibt sich somit eine Dreiachsensteuerung der Düsen, zum einen in der
horizontalen Verfahrrichtung des Laufwagens, die als X-Richtung zu bezeichnen ist,
des weiteren in der horizontalen Querrichtung senkrecht zur Verfahrrichtung des Laufwagens,
in der die Tragschienen verfahrbar sind und die als Y-Richtung bezeichnet werden kann,
und schließlich in der vertikalen Richtung, der Z-Richtung, in der der Düsenstock
an der zumindest einen Führungsschiene verfahrbar ist. Somit kann die räumliche Relation
zwischen den Düsen und den zu reinigenden Werkstücken optinal eingestellt werden.
[0010] Wegen der Bespülung der Werkstücke mit ionisierter Luft ist die Einhausung der Station
von Vorteil, indem das die Station umgebende Gestell an seinen Längsseiten und seiner
Oberseite mittels geschlossener Wandungen umschlossen wird. Hierbei wird durch eine
geeignete Ventilation dafür gesorgt, daß im Innern der Reinigungsstation, die somit
als Reinigungskabine ausgebildet ist, ein Luftzug in Richtung zur Einlaßseite der
Werkstücke durch eine geeignete Ventilation besteht, so daß die mit den von den Werkstücken
abgeblasenen Partikeln beladene Luft nicht zur Auslaßseite an der Reinigungsstation
für die gereinigten Werkstücke vordringen und in die sich an die Reinigungsstation
anschließenden weiteren Anlagenteile zur Oberflächenbe-handlung der Werkstücke eindringen
kann.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
noch näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung der Reini- gungsstation in der Ausgangslage der Reini-
gungsdüsen,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Teildarstel- lung der Reinigungsstation bei Einsatz
der vertikal ausgerichteten Düsenstöcke,
- Fig. 3
- eine Darstellung der Reinigungsstation entsprechend Fig. 2 vor dem Einsatz des horizontalen
Düsenstocks und
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung beim Einsatz des horizontalen Düsenstocks.
[0012] Fig. 1 zeigt im einzelnen ein die Reinigungsstation umgebendes Gestell 1. Dieses
Gestell 1 setzt sich aus eckseitigen, vertikalen Pfosten 2, dazwischen angeordneten
oberen Längsträgern 3 und unteren Längsträgern 5 und aus auf die Pfosten 2 aufgesetzten
Querträgern 4 zusammen. Die Umhüllende des Gestells 1 stellt einen Parallelepiped
dar, dementsprechend verlaufen insbesondere die beiden oberen Längsträger 3 und die
oberen Querträger 4 jeweils parallel zueinander, und die Längsträger 3, die Querträger
4 und die Pfosten 2 stehen senkrecht aufeinander. Das Gestell 1 ist in der Zeichnung
offen wiedergegeben, im praktischer Ausführung ist es jedoch an den Längsseiten zwischen
den Pfosten 2 und an der Oberseite oberhalb der Längsträger 3 mittels geschlossener
Wandungen umschlossen, womit die Reinigungsstation als Reinigungskabine ausgebildet
ist.
[0013] Die Stirnseiten dieser Reinigungskabine sind für den Durchtritt einer Transportvorrichtung
6 offen, die durch die Reinigungskabine hindurchführt und auf der Werkstückträger
7 verfahrbar sind. Die Werkstückträger 7 bestehen aus einem unteren Schlitten 7.1
und einem darauf angeordneten Traggestell 7.2 oder 7.3. Die Traggestelle 7.2, 7.3
nehmen jeweils eine Mehr- oder Vielzahl von zu behandelnden Werkstücken 8 auf. Die
Traggestelle 7.2 sind so ausgebildet, daß die Werkstücke im wesentlichen in Richtung
einer Vertikalebene ausgerichtet sind, die durch die Längsmitte der Reinigungsstation
hindurchgeht und in der entsprechend sich auch die Fördervorrichtung 6 erstreckt.
Die zweiten Traggestelle 7.3 sind nach Art von Tischen mit horizontalen Aufnahmeplatten
ausgebildet, auf denen z.B. plattenförmige Werkstücke flachliegend angeordnet werden
können. Die Werkstückträger 7 mit den jeweils zu behandelnden Werkstücken 8 werden
in einem zentralen Bereich der Reinigungsstation angehalten, so daß die Abreinigung
der Werkstücke 8 in stationärer Bearbeitung erfolgt.
[0014] Die Abreinigung der Werkstücke 8 wird mittels ionisierter Luft vorgenommen, die zum
einen aus Düsen 9 ausströmt, die zu vertikalen Düsenstöcken 10 zusammengefaßt sind.
Zum anderen gibt es Düsen 11, mit denen ein horizontaler Düsenstock 12 gebildet ist.
Bei den Düsen handelt es sich um Hochrotationsdüsen, und an den Düsenstöcken 10 sind
neben den Düsen 9 Entladeelektroden 9.1 und demgemäß am Düsenstock 12 neben den dortigen
Düsen 11 Entladeelektroden 11.1 angeordnet, die für die Ionisation der Spülluft sorgen.
[0015] An der Oberseite des Gestells ist ein Laufwagen 13 angeordnet, der in der X-Richtung
verfahrbar ist, und dementsprechend sind die oberen Längsträger 3 des Gestells 1 als
Laufschienen ausgebildet oder mit Laufschienen versehen. An dem Laufwagen 13 sind
vertikale Tragstangen oder -schienen 14 angebracht, die am Laufwagen 13 nach unten
hin frei hängend angeordnet sind. Die Tragschienen 14 tragen die vertikalen Düsenstöcke
10 an ihren einander zugekehrten, nach innen hin liegenden Seiten. An ihren Oberenden
sind die Tragschienen 14 mittels Führungsschlitten 14.1 auf einer Geradführung 14.2
gelagert, die am Wagen 13 quer zu dessen Verfahrrichtung, also in der Y-Richtung,
sich erstreckt. Mittels geeigneter Antriebe sind somit die vertikalen Tragschienen
14 in der Y-Richtung verfahrbar, wobei sosowohl eine gegenläufige, synchrone Bewegung
als auch eine unabhängige Verfahrbarkeit der beiden Tragschienen 14 vorgesehen werden
kann.
[0016] Weiter trägt der Laufwagen 13 eine nach unten herabkragende Führungsschiene 15, an
der eine in der Y-Richtung vorkragende Quertraverse 16 angeordnet ist. Die Quertraverse
16 trägt den horizontalen Düsenstock 12 und ist in der Höhenrichtung an der Führungsschiene
15 verfahrbar gelagert. Dazu ist endseitig an der Quertraverse 16 ein Führungsschlitten
16.1 angeordnet, der entlang einer Vertikalführung 15.1 der Führungsschiene 15 verfahren
werden kann. Es können auch zwei einander in Y-Richtung gegenüberliegende Führungsschienen
15 für die Halterung der Quertraverse 16 vorhanden sein.
[0017] Fig. 2 veranschaulicht die Funktion der vertikal ausgerichteten Düsenstücke 10 an
den Tragschienen 14, die dann in Aktion treten, wenn die Werkstücke 8 so ausgebildet
und angeordnet sind, wie es dem vertikal ausgerichteten Traggestell 7.2 der Werkstückträger
7 entspricht. In der Y-Richtung werden die vertikalen Tragschienen 14 und damit die
Düsenstöcke 10 über die Führungsschlitten 14.1 bis nahe an die Werkstücke 8 herangefahren,
danach verfährt der Laufwagen 13 in der X-Richtung entlang dem Traggestell 7.2, wobei
ein Hin-und Herlauf oder auch mehrere Überläufe vorgesehen werden können.
[0018] Die Figuren 3 und 4 zeigen den Bewegungsablauf, wenn es um die Abreinigung von Werkstücken
8 geht, die horizontal flachliegend auf den Traggestellen 7.3 der Werkstückträger
7 angeordnet sind. Zunächst fährt die Quertraverse 16 mit dem daran horizontal angeordneten
Düsenstock 12 mittels des Führungsschlittens 16.1 an der Führungsschiene 15 nach unten
hin bis nahe derjenigen Horizontalebene, in der die Oberseiten der Werkstücke 8 auf
dem Traggestell 7.3 liegen. Danach verfährt auch hier der Laufwagen 13 in der X-Richtung,
wobei ein oder mehrere Überläufe über die Werkstücke 8 hinweg vorgesehen werden können.
[0019] Die Abluft, die mit den von den Werkstückoberseiten mitgenommenen Partikeln beladen
ist, wird aus der Reinigungskabine heraus an deren Einlaufstirnseite für die Werkstücke
8 herausgedrückt, dafür sorgt eine geeignete Ventilation, die in der Zeichnung nicht
dargestellt ist.
1. Reinigungsstation für eine Anlage zur Oberflächenbeschichtung von auf einer Transportvorrichtung
(6) mittels Werkstückträgern (7) transportierten und jeweils in einem zentralen Bereich
der Station positionierten Werkstücken (8), wobei in der Station Düsen zum Beblasen
der Werkstücke mit Luft vorhanden sind, wobei ein Gestell (1) aus Pfosten (2) und
daran angeordneten, im Betriebszustand oberen horizontalen Längsträgern (3) sowie
Querträgern (4), die jeweils miteinander parallel einander gegenüberliegen, die Station
umgibt, und wobei an den oberen Längsträgern (3) ein daran entlang verfahrbarer Laufwagen
(13) gelagert ist, welcher nach unten herabragende, einander quer zu seiner Verfahrrichtung
gegenüberliegende Tragschienen (14) und zumindest eine nach unten herabragende Führungsschiene
(15) aufweist, wobei an den Tragschienen (14) an deren einander zugekehrten Seiten
zu einem im Betriebszustand vertikal ausgerichteten Düsenstock (10) zusammengefasste
Düsen (9) und an der Führungsschiene (15) an einer daran angeordneten Quertraverse
(16) Düsen (11) in Gestalt eines horizontal ausgerichteten Düsenstocks (12) angeordnet
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner zwecks Einhausung der Station das Gestell (1) an seinen Längsseiten und seiner
Oberseite mittels geschlossenen Wandungen umschlossen ist und dass neben den Düsen
(9; 11) Entladeelektroden (9.1; 11.1) zur Ionisation der Spülluft vorgesehen sind.
2. Reinigungsstation nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragschienen (14) an dem Laufwagen (13) quer zu dessen Verfahrrichtung verfahrbar
angeordnet sind.
3. Reinigungsstation nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Quertraverse (16) entlang der zumindest einen Führungsschiene (15) in Höhenrichtung
verfahrbar ist.
1. Cleaning station for an installation for surface coating of workpieces (8) transported
on a transport device (6) by means of workpiece carriers (7) and respectively positioned
in a central region of the station, wherein nozzles are present in the station for
blowing air into the workpieces, wherein a frame (10), which comprises upright elements
(2) and horizontal longitudinal carriers (3) arranged thereon at the top in the operating
state as well as transverse carriers (4) which respectively lie in parallel opposite
each other, surrounds the station, and wherein a carriage (13) is mounted on the upper
longitudinal carriers (3) and can be moved along them, which carriage (13) comprises
downwardly projecting support rails (14) lying opposite each other transversely to
the movement direction and at least one downwardly projecting guide rail (15), wherein
nozzles (9) put together to form a nozzle assembly (10) vertically orientated in the
operating state are arranged on the support rails (14) on the sides thereof facing
each other and nozzles (11) in the form of a horizontally orientated nozzle assembly
(12) are arranged on the guide rail (15) on a transverse element (16) arranged thereon,
characterised in that
the frame (1) is further enclosed on its longitudinal sides and its upper side by
means of closed walls for the purpose of housing the station and discharge electrodes
(9.1; 11.1) for ionising the flushing air are provided beside the nozzles (9; 11).
2. Cleaning station according to claim 1,
characterised in that
the support rails (14) are arranged on the carriage (13) so that they can be moved
transversely to its movement direction.
3. Cleaning station according to claim 1 or 2,
characterised in that
the transverse element (16) can be moved along the at least one guide rail (15) in
the height direction.
1. Station de nettoyage pour une installation de traitement de surfaces de pièces (8),
qui sont transportées sur un dispositif de transport (6), au moyen de porte-pièces
(7), et sont positionnées, chacune, dans une zone centrale de la station, des buses
étant présentes dans ladite station pour souffler de l'air sur lesdites pièces, sachant
qu'un bâti (1), qui est constitué par des montants (2) et des longerons (3) supérieurs,
horizontaux en état de service, ainsi que par des traverses (4), disposées parallèlement,
à l'opposé l'une de l'autre, entoure la station et que, sur les longerons (3) supérieurs,
est monté un chariot (13), qui, pouvant être déplacé le long de ceux-ci, présente
des rails de support (14) opposés, en saillie vers le bas, qui sont disposés perpendiculairement
à sa direction de déplacement, et au moins un rail de guidage (15), en saillie vers
le bas, sachant que, sur les rails de support (14), sur leur faces orientées l'une
vers l'autre, sont agencées des buses (9), qui sont groupées en un raccord de buses
(10), orienté verticalement à l'état de service, et que sur les rail de guidage (15),
sur une traverse (16), y associée, sont agencées des buses (11) sous la forme d'un
raccord de buses (12) orienté horizontalement,
caractérisée en ce que,
de plus, pour pourvoir la station d'une enceinte, le bâti (1) est pourvu, sur ses
côtés longitudinaux et sur sa face supérieure, de parois fermées et qu'à côté des
buses (9 ; 11) sont prévues des électrodes de décharge (91. ; 11.1) pour l'ionisation
de l'air de rinçage.
2. Station de nettoyage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rail de support (14) est agencé, sur le chariot (13) en pouvant être déplacé transversalement
par rapport à la direction de déplacement de celui-ci.
3. Station de nettoyage selon revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la traverse (16) peut être déplacée dans le sens de la hauteur, le long du rail de
guidage (15) au moins prévu.