(19)
(11) EP 2 284 081 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.02.2012  Patentblatt  2012/07

(21) Anmeldenummer: 09010422.5

(22) Anmeldetag:  13.08.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 9/20(2012.01)
B65D 75/58(2006.01)

(54)

Verfahren und Folienschlauch zur Herstellung von Verpackungsbehältern sowie Verpackungsbehälter hieraus

Method and foil sleeve for manufacturing packaging containers as well as the container obtained

Procédé et film tubulaire pour la fabrication de récipients d'emballage ainsi que le récipient obtenu


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.02.2011  Patentblatt  2011/07

(73) Patentinhaber: Bischof + Klein GmbH & Co. KG
49525 Lengerich (DE)

(72) Erfinder:
  • Sundermann, Jürgen
    49525 Lengerich (DE)
  • Schilling, Klaus
    49536 Lienen (DE)

(74) Vertreter: Bünemann, Egon et al
Busse & Busse Patentanwälte Grosshandelsring 6
49084 Osnabrück
49084 Osnabrück (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 134 130
EP-A- 0 959 021
WO-A-2004/002835
GB-A- 2 003 449
US-A- 4 337 862
EP-A- 0 835 824
EP-A- 2 075 201
DE-A1-102004 031 203
US-A- 3 783 750
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verpackungsbehältern nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen hierfür vorgesehenen Folienschlauch nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14 und schließlich einen Verpackungsbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 18.

    [0002] Verpackungsbehälter aus Flachfolie mit zumindest innenseitiger Siegel- oder Schweißbarkeit, die zunächst schlauchförmig zusammengelegt wird, sind überaus preisgünstig herzustellen und für die Lagerung und den Transport sowie zur Verkaufspräsentation leicht, robust und auch dicht ausführbar. Diese Eigenschaften stehen allerdings im allgemeinen einem leichten Öffnen solcher Verpackungsbehälter entgegen. Es gibt zwar Verpackungsbehälter, die vom Material her leicht aufzureißen sind oder Perforationen zum Aufreißen enthalten. Dies führt aber dann zu Einschränkungen hinsichtlich der Robustheit und/oder der Dichtigkeit des Verpackungsbehälters. Überdies gibt es eine allgemeine Entwicklung zu Herstellungsverfahren und Maschinen für das Verpacken und Befüllen von solchen Verpackungsbehältern, bei denen die Verpackung weitgehend erst im Zuge der Befüllung fertiggestellt wird. Diese sog. "FFS"-Verfahren ("form fill and seal") sehen vor, dass ein Folienschlauch gebildet, dann durch Quernähte zunächst einseitig geschlossen und nach dem Befüllen durch beabstandete Quernähte allseitig geschlossen wird.

    [0003] Eine von Hand aufreißbare Schlauchbeutelverpackung, die insbesondere im Lebensmittelbereich eingesetzt werden soll, ist aus der DE 10 2004 031 203 bekannt. Dort wird eine mehrschichtige Folie vorgesehen, die außenseitig eine Siegelschicht für eine feste Siegelnaht aufweist, wobei die Siegelschicht zumindest auf einer Seite in einen streifenförmigen Kantenbereich mit einer Haftklebstoffschicht unterlegt ist. Die dünne, leicht zerreißbare Siegelschicht wird zum Öffnen längs der Siegelnaht aufgerissen und in dem Randbereich von der Haftklebstoffschicht abgelöst, womit sich auch eine wiederverschließbare Öffnung ergibt. Allerdings setzt diese Verpackung eine sehr komplexe, nicht etwa durch Koextrusion der Schichten sondern durch Kaschieren und Laminieren herzustellende Schichtung voraus. Überdies sind die Siegelnähte selbst zwar fest, verbinden aber nur die dünnen Siegelschichten zu einer wenig belastbaren Verbindung.

    [0004] Die US 4,337,862 offenbart einen Papierbeutel, bei dem die Nähte mit einem flächig aufgebrachten Heißschmelzkleber hergestellt sind. Die von Haus aus leicht aufreißbaren Papierbeutel neigen zu einer unkontrollierten und fasernden Rissbildung. Dies soll vermieden werden, indem das Papier zuvor mit einem Mittel behandelt wird, welches gegenüber dem Klebstoff Trenneigenschaften aufweist.

    [0005] Aus der EP 0 959 021 sind Folienverpackungen insbesondere für den Nahrungsmittelbereich bekannt, die leicht aufzureißen seien sollen. Hierzu wird eine Längsnaht als Flossennaht mit einem überstehenden Streifen auf der einen Seite ausgebildet, der bequem zu erfassen ist und das Aufziehen der Verpackung von der Längsnaht zu einer Seitenkante hin ermöglicht. Dazu sind die Längsnaht und die Quernähte gezielt schwach versiegelt. Die bei üblicher Siegelung zwischen Polyethylenmaterialien eintretende hohe Festigkeit soll durch die Veränderung der Siegelnahtbreite, der Siegeltemperatur, des Siegeldrucks oder der Dauer des Siegelns verringert werden. Für die Praxis erscheint eine solche Einstellung auf eine unvollkommene Versiegelung mit reduzierter Festigkeit nicht verlässlich realisierbar.

    [0006] Das Befüllen der Verpackungsbehälter kann in herkömmlicher Weise in einem Zuge mit dem Zusammenlegen und Längssiegeln der Flachfolie zu einem Schlauch erfolgen, wobei ein Füllorgan der Maschine noch von oben durch einen noch nicht längsversiegelten Abschnitt der Folie in die Schlauchform einmündet.

    [0007] Eine andere geläufige Fülltechnik sieht vor, dass ein Folienschlauch, der beispielsweise in Rollenform angeliefert wird, durch beabstandete Quernähte unterteilt und durch Abtrennen eines Schlauchstücks hinter der Quernaht zu einem offenen Verpackungsbehälter vereinzelt wird, der dann nachfolgend jeweils befüllt und durch eine Kopfnaht geschlossen wird.

    [0008] In jedem Fall wird die Boden-Quernaht beim Befüllen einer starken Belastung ausgesetzt und dementsprechend belastbar vorzugeben. Bei Transport und Lagerung müssen beide Quernähte - Kopf- und Bodennaht - fest versiegelt werden, da sie erheblichen Kräften ausgesetzt sind und da das Füllgut Schälbeanspruchungen auf die Kopf- und Bodennähte ausüben kann, die die Folie leicht auseinanderziehen. Diese Belastungsprobleme ergeben sich sowohl für den Fall, dass die Schlauchform einfach flachliegend durch Quernähte abgeteilt wird und dann mit dem Befüllen eine Kissenform einnimmt, wie auch für den Fall, dass die Schlauchform durch Einfalten von Seitenfalten mehrlagige Quernähte erhält und nach dem Befüllen eine Quaderform mit günstigerer Raumausnutzung einnimmt.

    [0009] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verpackungsbehälter aus Folie ungeachtet der Anforderungen an die Festigkeit und Dichtigkeit und unter Beibehaltung eines unaufwendigen Herstellungsverfahrens so auszugestalten, dass es möglichst von Hand und ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen geöffnet werden kann. Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin, ein Verfahren und einen Folienschlauch für einen solchen Verpackungsbehälter vorzusehen.

    [0010] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Längsnaht als von Hand aufreißenbare Naht ausgebildet wird.

    [0011] Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Längsnaht sehr viel geringeren Transport- und Lagerbelastungen standzuhalten hat als die Quernaht und insbesondere dann, wenn sie flach auf einer Wand eines Verpackungsbehälters verläuft, kaum gefährlichen Schälbelastungen, sondern eher den weniger kritischen Scherbelastungen innerhalb einer Wandebene ausgesetzt ist. Dies kann dazu genutzt werden, dass die Längsnaht gegenüber den Quernähten sehr viel weniger schälfest - "peelfähig"- auszubilden ist und dann auch ohne weiteres gezielt von Hand aufgerissen werden kann, indem benachbarte Wandbereiche etwa auseinandergezogen werden. Die Ausnutzung begrenzter Schälfestigkeit der Längsnaht wird dadurch noch gestützt, dass diese von einem Anfangsbereich bzw. Endbereich der Längsnaht stellenweise aufgezogen werden kann und dabei die begrenzte Schälfestigkeit der Längsnaht nur jeweils punktuell zu überwinden ist.

    [0012] Bei Verwendung einlagigen, insgesamt siegelfähigen Folienmaterials oder bei beidseitig siegelfähigem Folienmaterial können die miteinander zu verbindenden Ränder der Flachfolie flach in der Weise aufeinandergelegt werden, dass die Außenseite einer untenliegenden Folie randseitig mit der Innenseite einer darübergelegten Folie zur Anlage kommt. Bei häufig verwendetem Folienmaterial, das nur auf einer (Innen-) Seite siegel- oder schweißbar ist, kann eine zunächst aufstehende "Flossennaht" durch Zusammenlegen der Innenseiten der Folie gebildet werden, die dann aber im Sinne einer flachen Wand des Verpackungsbehälters und auch zur Unterdrückung von Schälbeanspruchungen zur einen oder anderen Seite hin flach umgelegt und ggf. auch an die benachbarten Wandstreifen - vorzugsweise lösbar - anfixiert wird.

    [0013] Damit die Längsnaht von Hand aufreißbar ist und vorzugsweise nur mit begrenzter Schälfestigkeit ausgebildet wird, kann diese mit bekannten Mitteln "geschwächt" werden, indem etwa ein Trennlackaufdruck vor dem Siegel- oder Schweißvorgang aufgebracht wird, der die materialschlüssige Verbindung an der Naht auf einen Anteil von Verbindungspunkten, Streifen o. dgl. reduziert. Ebenso kann die Siegelfähigkeit der Oberflächen im Nahtbereich zumindest einseitig durch eine Korona-Vorbehandlung herabgesetzt werden. Wenn bei einer Siegelnaht eine Klebenaht vorgesehen wird, kann vom Kleber her eine Bindungswirkung gewählt werden, mit der diese Naht weniger fest ist als die robust auszubildenden Siegel-Quernähte des Verpackungsbehälters.

    [0014] Ein Vorteil des entsprechenden Herstellungsverfahrens ist, dass grundsätzlich vertraute und bewährte Verfahrensschritte und auch bekannte sowie vorhandene Maschinen bzw. Anlagen benutzt werden können, wobei lediglich bei der Ausbildung der Längsnaht die entsprechenden Maßnahmen vorzusehen sind, die eine Aufreißbarkeit von Hand ermöglichen.

    [0015] Für Maschinen, die zur Verarbeitung von Folienschlauch, beispielsweise in Rollenform aufgewickelt, ausgelegt sind, kann der Folienschlauch bereits lieferantenseitig mit einer solchen von Hand aufreißbaren Naht geliefert werden.

    [0016] Ein Ausführungsbeispiel für Verpackungsbehälter gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    Ansicht eines Verpackungsbehälters mit von Hand aufreißbarer Längsnaht,
    Fig. 2 bis 5
    Querschnitte zu Längsnähten für einen Verpackungsbehälter nach Fig. 1 in verschiedenen Ausführungsformen und
    Fig. 6 bis 9
    Druckmuster zu einem Trennlack-Auftrag für Längsnähte von Verpackungsbehältern.


    [0017] Ein in Fig. 1 insgesamt dargestellter Verpackungsbehälter 1 ist aus einem Streifen Flachfolie gebildet, der mit Zusammenführung der beiden gegenüberliegenden Ränder zur Schlauchform zusammengelegt und durch eine Längsnaht 2 in Schlauchform gebunden ist. Ein solcher fortlaufender Schlauch kann in modernen FFS-Maschinen (form, fill and seal) zur Konfektionierung und Befüllung verwendet werden. Dabei ist die Schlauchform regelmäßig vor dem Befüllen an einem Ende mit einer Quernaht 3 (Bodennaht) zu verschließen und nach dem Befüllen mit einer gegenüberliegenden Quernaht 4 - typischerweise als Kopfnaht - zu schließen.

    [0018] Zu einem Befüllen des zunächst noch einseitig offenen Behälters von oben könnte die Schlauchform zwar von unten nach oben zugeführt werden, um die abschlieβende Quernaht nach dem Befüllen anzubringen und gleichzeitig das Verpackungsbehältnis unterseitig hinter der Bodennaht abzutrennen. Gebräuchlicher ist es allerdings, den Schlauch von einer Schlauchrolle abzuwickeln und vor dem Befüllen einseitig offene Einzelbehälter durch Anbringen einer (bodenseitigen) Quernaht und Abtrennen vom Schlauch hinter der Quernaht zu schaffen.

    [0019] Der in Fig. 1 veranschaulichte Verpackungsbehälter 1 weist eine angenäherte Quaderform mit zwei einander gegenüberliegenden Hauptwänden 5,6 und zwei dazwischenliegenden Seitenwänden 7,8 auf, wobei offen bleiben kann, ob die Seitenwände 7,8 als Seitenfaltenwände ausgebildet und dazu eingefaltet in die Quernähte 3,7 einzusiegeln oder einzuschweißen sind oder ob die Quernähte 3,4 ohne seitliche Einfaltungen den flachgequetschten Ausgangsschlauch zusammensiegeln.

    [0020] Die Quernähte werden meistens durch Heißsiegeln erstellt, wozu die Folie insgesamt oder zumindest mit einer innenseitigen Schicht siegelfähig ausgebildet ist. Sehr gebräuchlich ist eine innenliegende Schicht aus einem niedriger schmelzenden Polyolefin, vorzugsweise Polyäthylen, und eine außenliegenden Schicht aus einem Polyester-Material mit höherem Schmelzpunkt. Die geläufige Umschreibung einer "siegelfähigen" (Innen-) Schicht schließt nicht aus, dass die außenliegende Schicht gleichfalls (bei höherer Temperatur) siegelfähig wäre, vielmehr soll gesagt werden, dass beim Siegeln die niedriger schmelzenden Schichten sich verbinden und die höher schmelzenden Schichten unverändert bleiben.

    [0021] Die Quernähte sind schon beim maschinellen Befüllen mit kurzem Arbeitstakt typischerweise hohen Belastungen ausgesetzt und dementsprechend hinreichend fest vorzugeben. Die Belastungen sind besonders kritische Schälbelastungen, mit denen die zur Quernaht zusammenlaufenden Wandflächen auseinandergezogen werden und diese Schälbelastung nicht etwa mit der ganzen Nahtfläche, sondern an der Kante der Naht aufnehmen. Das Festigkeitskonzept für den Verpackungsbehälter verlangt von daher feste Siegelnähte. Insbesondere ein werkzeugloses Öffnen, also typischerweise ein Aufreißen von Hand, kommt bei den Quernähten nicht in Betracht. Außerdem sind etwa vorgegebene Schwächungen als Aufreißstellen für den Verpackungsbehälter kritisch. Perforationen als generelle Aufreißhilfe kommen wegen der damit verbundenen Undichtigkeiten regelmäßig nicht in Betracht.

    [0022] Demgegenüber hat es sich allerdings gezeigt, dass die Längsnaht 2 leicht - von Hand - aufreißbar ("peelfähig") ausgebildet werden kann ohne das Risiko eines Behätterbruchs. Dieses liegt zum einen daran, dass die Längsnaht an den besonders belasteten Kopf- und Bodenbereichen des Verpackungsbehälters 1 durch die Quernähte 3 und 4 fest eingebunden ist und nur in den mittleren, dazwischenliegenden Bereichen Belastungen etwa beim Sturz des befüllten Verpackungsbehälters 1 aufzunehmen hat.

    [0023] Weiterhin ergibt sich von Haus aus eine Flachlage der Längsnaht, die auch im Sinne einer glatten Außenkontur vorzusehen ist. Die Naht ist von Haus aus eng an eine Wand der Verpackungsbehälters, etwa an die Hauptwand 5 gemäß Fig. 1 anzulegen. Die flache Naht in den Quernähten 3 und 4 einerseits und die Ausbauchung des vollen Verpackungsbehälters fördern weiterhin die flache Nahtausbildung. Mit der Flachlage ergibt sich aber auch eine Verlagerung der auf den Verpackungsbehälter 1 wirkenden Beanspruchungen zu Scherkräften hin, die, flächig auf die Längsnaht verteilt, das Risiko eines Risses an der Längsnaht stark reduzieren. Dies eröffnet die Mögtichkeit, die Längsnaht - anders als die Quernähte - als von Hand aufreißbare Naht auszubilden. Die Längnaht kann also peelfähig so gestaltet werden, dass sie bei üblichen Belastungen auf Scherkraft beansprucht wird und diese abfängt, während eine stellenweise forcierte Schälbelastung beim Aufreißen von Hand zu einem einfachen Lösen führen kann.

    [0024] Hierzu kann die Längsnaht sowohl als Siegelnaht wie auch als Klebenaht (Schweißnaht) ausgebildet sein, um geläufige Schweiß-Siegel- oder Klebetechniken einsetzen zu können. Beispiele für die in diesem Zusammenhang interessierenden Nähte sind in den Fig. 2 bis 5 dargestellt. In Fig. 2 ist zwischen zwei übereinandergelegten Randbereichen 9,10 eines mit einer Längsnaht 11 zu einem Schlauch geformten Folienstreifens eine Siegelnaht vorzusehen, bei der also die Folien durch Hitze und Druck eines entsprechenden Siegelwerkzeuges - beispielsweise einer Siegelrolle - zu einer Naht zusammengebracht werden. Da dabei die Folienränder mit unterschiedlichen Seiten (Außenseite auf Innenseite) in Kontakt kommen, könnte eine mehrschichtige Folie mit (für die Quernähte innenseitig siegelbarer Schicht) vorgesehen werden, wenn diese Schicht eine geringere aber immer noch brauchbare Haftung auf der Außensicht erzielt. In der Regel wird allerdings eine Siegelnaht gemäß Fig. 2 zwischen einer Innenseite und einer Außenseite dann vorgesehen, wenn es sich um ein einschichtiges Folienmaterial handelt oder wenn die Folie innenseitig und außenseitig mit einer siegelfähigen Schicht ausgestattet ist.

    [0025] Um dabei nicht die hohe Festigkeit der Quernähte 3,4 für die Längsnaht zu erhalten, kann der Bereich der Siegelnaht (in der Breite über diese um Toleranzstreifen vergrößert) mit bekannten Mitteln präpariert werden. So kann die Festigkeit der Siegelnaht insgesamt durch eine Korona-Vorbehandlung herabgesetzt werden. Noch verbreiteter ist die Anwendung eines Trennlack-Auftrags auf eine der beiden miteinander zu verbindenden Flächen, der typischerweise in Form von geeigneten Mustern zur vorgegebenen Verteilung von siegelnden und nichtsiegelnden Bereichen innerhalb der Naht gestaltet ist. Muster für einen Trennlack-Auftrag in Raster-, Streifen-, Schachbrett- oder Rautenform finden sich in den Fig. 6 bis 9 veranschaulicht.

    [0026] Die so gestaltete Längsnaht 11 zwischen den flach aufeinanderliegenden Folienrändern 9,10 wird bei den üblichen Belastungen eines solchen Verpackungsbehälters vor allem ganzflächig auf Scherung belastet.

    [0027] Demgegenüber können Schälkräfte zur Einwirkung auf die Siegelnaht, die also die Folien voneinander abziehen und dementsprechend vom Rand aus auch in einem engen linearen Bereich aufgefangen werden müssen, zu einem Aufreißen der Siegelnaht führen. Dazu wird die außenliegende Folie 9 mit einem Überstand 12 über die Siegelnaht versehen, der ein Ergreifen der Folie von Hand und ein Aufreißen ermöglicht. Ein solcher Überstand kann durchlaufend vorgesehen werden, um etwa einen "rapportlosen" Folienschlauch (ohne vorgegebene Längenabschnitte für die einzelnen Verpackungsbehälter) vorzusehen. Es können aber auch stellenweise begrenzte Griffbereiche vorgesehen werden, insbesondere in Abstimmung auf einen vorgegebenen Rapport.

    [0028] In Fig. 3 sind Folienränder 9,10 wie in Fig. 2 vorgesehen, zwischen denen eine Klebenaht 13, etwa mit einem (niedrigschmelzenden) Kleber, etwa einem leicht aufzutragenden "hot-melt"-Kleber angebracht wird. Die Klebenaht 13 wird in der Festigkeit von einem Klebeauftrag 14 und auch von einem Trennlackauftrag 15 bestimmt, wobei der Trennlackauftrag 15 nur dann entbehrlich ist, wenn sich die vorgegebenen Festigkeitswerte der Klebenaht schon von Haus aus ergeben.

    [0029] Eine Längsnaht in Form einer flachgelegten "Flossennaht" nach Fig. 4 ist als Klebenaht zwischen den Innenseiten zweier bei der Schlauchformung zusammenzuführender Folienränder 17 und 18 angeordnet und umfasst dabei eine einseitig aufgetragene Kleberaupe 19 und einen auf der anderen Seite vorgesehenen Trennlackauftrag 20, der mit Rücksicht auf die Toleranzen beim Auftrag der Kleberaupe 19 wieder breiter als diese vorgegeben wird.

    [0030] Eine solche Flossennaht kann nach der Schlauchfertigung dazu neigen, quer zu den Folienrändern 17 und 18 abzustehen. Mit der Herstellung der Quernähte und auch mit dem Befüllen des Verpackungsbehältnisses wird die Flossennaht üblicherweise umgelegt und in eine flache Anlage an einen der Folienränder, hier Folienrand 17, gezwungen. Zusätzlich kann der Folienrand 17 auf seiner Außenseite noch Klebepunkte 21 oder einen durchgehenden Haftmittelauftrag erhalten, um die Flossennaht umgelegt zu halten.

    [0031] In dieser umgelegten Stellung ist auch die Klebenaht 16 vorwiegend auf Scherung beansprucht und damit gut belastbar. Ein Überstand zu einem Griffstreifen 22 auf der außenliegenden Folie - hier also im Folienrand 18 - erlaubt allerdings ein bequemes Ergreifen der Folie, um diese hochzuziehen und aufgrund der Peelfähigkeit der Klebenaht 16 dann zu lösen.

    [0032] Eine in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform einer Siegelverbindung zwischen zwei Folienrändern 17 und 18 sieht - wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 - einen Trennlackauftrag in Streifenform vor, innerhalb dessen eine (nicht dargestellten) Versiegelung zu einer Flossennaht hergestellt wird.

    [0033] Die Flossennähte nach Fig. 4 und 5 bieten sich herstellungstechnisch an, da der Folienschlauch durch eine einfache Faltung mit den Rändern zusammenzubringen ist und dabei der Versiegelung bzw. dem Klebeauftrag für die Längsnaht nur die zu verbindenden Rändern betroffen sind. Es versteht sich dabei, dass die Längsnaht nicht notwendigerweise durchgehend peelfähig ausgebildet sein muss. Eine nur abschnittsweise peelfähige Längsnaht kann für das Aufreißen einer ausreichend großen Ausschüttöffnung genügen. Dies gilt insbesondere für Folienschläuche mit einem vorgegebenen Rapport.

    [0034] Die von Hand aufreißenbare Längsnaht ist nicht nur bei Verpackungsbehältern von Interesse, die aus einem ("endlos") vorgefertigten Folienschlauch - insbesondere im FFS-Verfahren - hergestellt werden. Grundsätzlich können auch sonstige, werksseitig bis auf eine Einfüllöffnung einzeln vorgefertigte Verpackungsbehälter aus Folie mit einer solchen aufreißbaren Längsnaht versehen werden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Herstellung von Verpackungsbehältern (1) aus ein- oder mehrschichtiger Folie, die zumindest mit einer innenseitigen Schicht siegel- oder schweißfähig ist und die aus Flachfolie in eine Schlauchform zusammengelegt und mit einer Längsnaht (2) zwischen den zusammengelegten Längsrändern (9, 10, 17, 18) zu einem Schlauch geformt wird, der durch eine quer gerichtete Bodennaht (3) zunächst zu einem offenen Verpackungsbehälter unterseitig geschlossen und hinter der Bodennaht (3) abgetrennt und der durch eine weitere quer gerichtete Kopfnaht (4) auch oberseitig geschlossen wird, wobei die Längsnaht (2) zumindest abschnittsweise als von Hand aufreißbare Siegelnaht ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie an zumindest einem der Längsränder im Bereich der anzubringenden Längsnaht (2) zur Herabsetzung der Schälfestigkeit streifenförmig mit einem Trennlack oder einer Coronabehandlung vorbehandelt wird.
     
    2. Verfahren zur Herstellung von Verpackungsbehältern (1) aus ein- oder mehrschichtiger Folie, die zumindest mit einer innenseitigen Schicht siegel- oder schweißfähig ist, und die aus Flachfolie in eine Schlauchform zusammengelegt und mit einer Längsnaht (2) zwischen den zusammengelegten Längsrändern (9, 10, 17, 18) zu einem Schlauch geformt wird, der durch eine quer gerichtete Bodennaht (3) zunächst zu einem offenen Verpackungsbehälter unterseitig geschlossen und hinter der Bodennaht (3) abgetrennt und der durch eine weitere quer gerichtete Kopfnaht (4) auch oberseitig geschlossen wird, wobei die Längsnaht (2) zumindest abschnittsweise als von Hand aufreißbare Naht ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht als Klebenaht (13, 16) mit Auftrag eines Klebers (14, 19) auf zumindest einen der Längsränder (9, 18) der Flachfolie ausgebildet wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass die Längsnaht (2) an flach übereinander gelegten Rändern (9, 10) der Folie mit einer Innenseite auf einer Außenseite aufgebracht wird.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht (2) als Flossennaht (16, 23) zwischen zwei mit den Innenseiten aneinander gelegten Rändern (17, 18) der Folie angebracht und als Flossennahtstreifen flach an einen der benachbarten Randbereiche (17) der Folie angelegt wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie vor dem Anbringen der Boden- und Kopfnähte in fortlaufender Schlauchform zu einer transport- und lagerfähigen Rolle aufgewickelt wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie in Schlauchform vor dem Wickeln in eine Faltung gelegt wird, bei der seitliche Einfaltungen bereits die Form von Seitenfalten der herzustellenden Verpackungsbehälter einnehmen.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie in Schlauchform zumindest stellenweise mit einem über die Längsnaht überstehenden Griffbereich (12, 22) zumindest eines der Längsränder versehen wird.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffbereich als durchlaufender überstehender Griffstreifen (12, 22) ausgebildet ist.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffbereich (12, 22) an einem oben liegenden Längsrand (10, 18) ausgebildet wird.
     
    10. Folienschlauch zur Herstellung von Verpacküngsbehältern im FFS-Verfahren (Form-, Fill- and Seal-Verfahren) mit einer zwei zu einer Schlauchform zusammengelegte Randbereiche (9, 10, 17, 18) einer ein- oder mehrschichtigen Flachfolie verbindenden Längsnaht (2), wobei die Folie zumindest mit einer im Folienschlauch innen liegenden Schicht siegel- oder schweißfähig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht (2) als von Hand aufreißbare Siegelnaht ausgebildet ist, wobei die Folie an zumindest einem der Längsränder im Bereich der Längsnaht (2) zur Herabsetzung der Schälfestigkeit streifenförmig mit einem Trennlack oder eine Coronabehandlung vorbehandelt ist.
     
    11. Folienschlauch zur Herstellung von Verpackungsbehältern im FFS-Verfahren (Form-, Fill and Seal-Verfahren) mit einer zwei zu einer Schlauchform zusammengelegte Randbereiche (9, 10, 17, 18) einer ein- oder mehrschichtigen Flachfolie verbindenden Längsnaht (2), wobei die Folie zumindest mit einer in Folienschlauch innenliegenden Schicht siegel- oder schweissfähig ist und die Längsnaht als von Hand aufreissbare Naht ausgebildet ist , dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht (2) als Klebenaht (13, 16) ausgebildet ist.
     
    12. Folienschlauch nach Anspruch 10 oder 11; dadurch gekennzeichnet, dass die Folie zumindest stellenweise mit einem über die Längsnaht (2) überstehenden Griffbereich (12, 22) versehen ist.
     
    13. Verpackungsbehälter (1) aus ein- oder mehrschichtiger Folie, die zumindest mit einer innenseitigen Schicht siegel- oder schweißfähig ist und die aus Flachfolie in eine Schlauchform zusammengelegt und mit einer Längsnaht (2) zwischen den zusammengelegten Längsrändern (9, 10, 17, 18) zu einem Schlauch geformt ist, der durch eine quer gerichtete Bodennaht (3) unterseitig geschlossen und eine weitere quer gerichtete Kopfnaht (4) auch oberseitig geschlossen ist, wobei die Längsnaht (2) zumindest abschnittsweise als von Hand aufreißbare Siegelnaht ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht zur Herabsetzung der Schälfertigkeit auf einen mit einem Trennlack oder einer Coronabehandlung vorbehandelten Streifen verläuft.
     
    14. Verpackungsbehälter (1) aus ein- oder mehrschichtiger Folie, die zumindest mit einer innenseitigen Schicht siegel- oder schweißfähig ist, und die aus Flachfolie in eine Schlauchform zusammengelegt und mit einer Längsnaht (2) zwischen den zusammengelegten Längsrändern (9, 10, 17, 18) zu einem Schlauch geformt ist, der durch eine quer gerichtete Bodennaht (3) unterseitig geschlossen und durch eine weitere quer gerichtete Kopfnaht (4) auch oberseitig geschlossen ist, wobei die Längsnaht (2) zumindest abschnittsweise als von Hand aufreißbare Naht ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnaht als Klebenaht (13, 16) mit einem auf zumindest einen der Längsränder (9, 18) der Flachfolie aufgetragenen Kleber (14, 19) ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Method of producing packaging containers (1) from single-layered or multi-layered film which can be sealed or welded at least by means of a layer situated on an inner side and which is folded together into a tubular form from flat film and is formed into a tube by a longitudinal seam (2) between the longitudinal edges (9, 10, 17, 18) which are placed together, which tube is first closed at the bottom end by a transversely directed bottom seam (3) to give an open packaging container and is cut free behind the bottom seam (3) and which tube is also closed at the top end by a further, transversely directed, head seam (4), at least a portion or portions of the longitudinal seam (2) taking the form of a sealed seam able to be pulled open by hand, characterised in that, at at least one of the longitudinal edges, in the region of the longitudinal seam (2) to be made, the film is pre-treated in a strip or strips with a release lacquer or by corona treatment to reduce the peel strength.
     
    2. Method of producing packaging containers (1) from single-layered or multi-layered film which can be sealed or welded at least by means of a layer situated on an inner side and which is folded together into a tubular form from flat film and is formed into a tube by a longitudinal seam (2) between the longitudinal edges (9, 10, 17, 18) which are placed together, which tube is first closed at the bottom end by a transversely directed bottom seam (3) to give an open packaging container and is cut free behind the bottom seam (3) and which tube is also closed at the top end by a further, transversely directed, head seam (4), at least a portion or portions of the longitudinal seam (2) taking the form of a seam able to be pulled open by hand, characterised in that the longitudinal seam takes the form of an adhesive-bonded seam (13, 16) having an adhesive (14, 19) applied to at least one of the longitudinal edges (9, 18) of the flat film.
     
    3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the longitudinal seam (2) is made in edges (9, 10) of the film which are placed flat on top of one another with an inner side on an outer side.
     
    4. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the longitudinal seam (2) is applied as a fin seam (16, 23) between two edges (17, 18) of the film whose inner sides are placed against one another, and is positioned flat against one of the adjoining edge regions (17) of the film as a fin-seam strip.
     
    5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the film, in the form of a continuous tube, is wound into a transportable and storable reel before the bottom and head seams are applied.
     
    6. Method according to claim 5, characterised in that, before being wound, the film in tube form is put into a gusseted form in which the side gussets already assume the form of side gussets for the packaging containers to be produced.
     
    7. Method according to claim 5 or 6, characterised in that the film in tube form is provided at a point or points with a region for gripping (12, 22) at least one of the longitudinal edges which projects beyond the longitudinal seam.
     
    8. Method according to claim 7, characterised in that the region for gripping takes the form of a continuous projecting strip for gripping (12, 22)
     
    9. Method according to claim 7 or 8, characterised in that the region for gripping (12, 22) is formed at a longitudinal edge (10, 18) which is situated at the top.
     
    10. Film tube for producing packaging containers by the FFS (form, fill and seal) process, having a longitudinal seam (2) which connects two edge regions (9, 10, 17, 18) of a single-layered or multi-layered flat film which are placed together to form a tube, the film being sealable or weldable at least by a layer which is situated on the inside in the film tube, characterised in that the longitudinal seam (2) takes the form of a sealed seam able to be pulled open by hand, the film being pre-treated, at at least one of the longitudinal edges, in the region of the longitudinal seam (2), in a strip or strips with a release lacquer or by corona treatment to reduce the peel strength.
     
    11. Film tube for producing packaging containers by the FFS (form, fill and seal) process, having a longitudinal seam (2) which connects two edge regions (9, 10, 17, 18) of a single-layered or multi-layered flat film which are placed together to form a tube, the film being sealable or weldable at least by a layer which is situated on the inside in the film tube and the longitudinal seam taking the form of a seam which can be pulled open by hand, characterised in that the longitudinal seam (2) takes the form of an adhesive-bonded seam (13, 16).
     
    12. Film tube according to claim 10 or 11, characterised in that the film is provided at least at a point or points with a region for gripping (12, 22) which projects beyond the longitudinal seam (2).
     
    13. Packaging container (1) made from single-layered or multi-layered film which is sealed or weldable at least by means of a layer situated on an inner side and which is folded together into a tubular form from flat film and is formed into a tube by a longitudinal seam (2) between the longitudinal edges (9, 10, 17, 18) which are placed together, which tube is closed at the bottom end by a transversely directed bottom seam (3) and is also closed at the top end by a further, transversely directed, head seam (4), at least a portion or portions of the longitudinal seam (2) taking the form of a sealed seam able to be pulled open by hand, characterised in that, to reduce the peel strength, the longitudinal seam extends onto a strip which has been pre-treated with a release lacquer or by corona treatment.
     
    14. Packaging container (1) made from single-layered or multi-layered film which is sealed or weldable at least by means of a layer situated on an inner side and which is folded together into a tubular form from flat film and is formed into a tube by a longitudinal seam (2) between the longitudinal edges (9, 10, 17, 18) which are placed together, which tube is closed at the bottom end by a transversely directed bottom seam (3) and is also closed at the top end by a further, transversely directed, head seam (4), at least a portion or portions of the longitudinal seam (2) taking the form of a seam able to be pulled open by hand, characterised in that the longitudinal seam takes the form of an adhesive-bonded seam (13, 16) whose adhesive (14, 19) is applied to at least one of the longitudinal edges (9, 18) of the flat film.
     


    Revendications

    1. Procédé de fabrication de récipients d'emballage (1) en film monocouche ou multicouche qui peut être scellé ou soudé au moins avec une couche intérieure et qui est plié en forme de tuyau à partir d'un film plat et qui est formé en forme de tuyau avec une soudure longitudinale (2) entre les bords longitudinaux (9, 10, 17, 18) pliés, lequel tuyau est fermé côté inférieur par une soudure de fond (3) transversale pour former d'abord un récipient d'emballage ouvert et coupé derrière la soudure de fond (3) et aussi fermé côté supérieur par une autre soudure de tête (4) transversale, dans lequel la soudure longitudinale (2) est réalisée au moins par section sous forme de joint scellé déchirable à la main, caractérisé en ce que le film est pré-traité par bande au niveau d'au moins un des bords longitudinaux dans la zone de la soudure longitudinale (2) à appliquer avec un démoulant ou un traitement corona pour réduire la résistance au pelage.
     
    2. Procédé de fabrication de récipients d'emballage (1) en film monocouche ou multicouche qui peut être scellé ou soudé au moins avec une couche intérieure et qui est plié en forme de tuyau à partir d' un film plat et qui est formé en forme de tuyau avec une soudure longitudinale (2) entre les bords longitudinaux (9, 10, 17, 18) pliés, lequel tuyau est fermé côté inférieur par une soudure de fond (3) transversale pour former d'abord un récipient d'emballage ouvert et coupé derrière la soudure de fond (3) et aussi fermé côté supérieur par une autre soudure de tête (4) transversale, dans lequel la soudure longitudinale (2) est réalisée au moins par section sous forme de joint scellé déchirable à la main, caractérisé en ce que la soudure longitudinale est réalisée sous forme de joint collé (13, 16) avec application d'un adhésif (14, 19) sur au moins un des bords longitudinaux (9, 18) du film plat.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soudure longitudinale (2) est appliquée au niveau de bords (9, 10) superposés à plat du film avec un côté intérieur sur un côté extérieur.
     
    4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soudure longitudinale (2) est placée sous forme de joint aileron (16, 23) entre deux bords (17, 18) mis bout à bout avec les côtés intérieurs du film et est appliquée sous forme de bande de joint aileron à plat au niveau d'une des zones de bord (17) adjacente du film.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le film est enroulé avant l'application des soudures de fond et de tête sous forme de tuyau continu en un rouleau transportable et entreposable.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le film est mis en pli en forme de tuyau avant l'enroulage, dans lequel pli des plissements latéraux prennent déjà la forme de plis latéraux des récipients d'emballage à fabriquer.
     
    7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le film en forme de tuyau est doté au moins par endroits d'une zone de préhension (12, 22) dépassant de la soudure longitudinale d'au moins un des bords longitudinaux.
     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la zone de préhension est réalisée sous forme de bande de préhension (12, 22) en saillie continue.
     
    9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la zone de préhension (12, 22) est réalisée au niveau d'un bord longitudinal (10, 18) situé en haut.
     
    10. Film tubulaire pour la fabrication de récipients d'emballage selon le procédé FFS (procédé Form, Fill and Seal) avec une soudure longitudinale (2) reliant deux zones de bord (9, 10, 17, 18) pliées en forme de tuyau d'un film plat monocouche ou multicouche, dans lequel le film peut être scellé ou soudé au moins avec une couche située à l'intérieur du film tubulaire, caractérisé en ce que la soudure longitudinale (2) est réalisée sous forme de joint scellé déchirable à la main, dans lequel le film est pré-traité par bande au niveau d'au moins un des bords longitudinaux dans la zone de la soudure longitudinale (2) avec un démoulant ou un traitement corona pour réduire la résistance au pelage.
     
    11. Film tubulaire pour la fabrication de récipients d'emballage selon le procédé FFS (procédé Form, Fill and Seal) avec une soudure longitudinale (2) reliant deux zones de bord (9, 10, 17, 18) pliées en forme de tuyau d'un film plat monocouche ou multicouche, dans lequel le film peut être scellé ou soudé au moins avec une couche située à l'intérieur du film tubulaire et la soudure longitudinale est réalisée sous forme de joint déchirable à la main, caractérisé en ce que la soudure longitudinale (2) est réalisée sous forme de joint collé (13, 16).
     
    12. Film tubulaire selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le film est doté au moins par endroits d'une zone de préhension (12, 22) dépassant de la soudure longitudinale (2).
     
    13. Récipient d'emballage (1) en film monocouche ou multicouche qui peut être scellé ou soudé au moins avec une couche intérieure et qui est plié en forme de tuyau à partir d'un film plat et qui est formé en forme de tuyau avec une soudure longitudinale (2) entre les bords longitudinaux (9, 10, 17, 18) pliés, lequel tuyau est fermé côté inférieur par une soudure de fond (3) transversale et aussi fermé côté supérieur par une autre soudure de tête (4) transversale, dans lequel la soudure longitudinale (2) est réalisée au moins par section sous forme de joint scellé déchirable à la main, caractérisé en ce que la soudure longitudinale s'étend sur une bande pré-traitée avec un démoulant ou un traitement corona pour réduire la résistance au pelage.
     
    14. Récipient d'emballage (1) en film monocouche ou multicouche qui peut être scellé ou soudé au moins avec une couche intérieure et qui est plié en forme de tuyau à partir d'un film plat et qui est formé en forme de tuyau avec une soudure longitudinale (2) entre les bords longitudinaux (9, 10, 17, 18) pliés, lequel tuyau est fermé côté inférieur par une soudure de fond (3) transversale et aussi fermé côté supérieur par une autre soudure de tête (4) transversale, dans lequel la soudure longitudinale (2) est réalisée au moins par section sous forme de joint déchirable à la main, caractérisé en ce que la soudure longitudinale est réalisée sous forme de joint collé (13, 16) avec un adhésif (14, 19) appliqué sur au moins un des bords longitudinaux (9, 18) du film plat.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente