Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufpressen einer Doppelkupplung auf eine
in einer Kupplungsglocke eines Getriebegehäuses angeordneten Getriebewelle eines Doppelkupplungsgetriebes.
[0002] Sogenannte Doppelkupplungen sind schon seit längerer Zeit bekannt. Diese zeichnen
sich dadurch aus, dass das von einem Kraftfahrzeugmotor gelieferte Drehmoment wahlweise
auf eine von zwei Getriebeeingangswellen eines Doppelkupplungsgetriebes übertragen
werden kann. Im Gegensatz zu Einfachkupplungen bilden solche Doppelkupplungen eine
kompakte Einheit, welche nicht am Schwungrad bzw. an der Schwungscheibe des Kraftfahrzeugmotors
angeflanscht sind, sondern im Bereich der beiden Getriebewellen. Ein Getriebe und
insbesondere ein Doppelkupplungsgetriebe ist bekanntlich über eine gehäuseartige Kupplungsglocke
mit dem Kraftfahrzeugmotor verbunden. Nachdem das Getriebe zusammen mit der Kupplungsglocke
vom Kraftfahrzeugmotor abgeflanscht ist, wird das "Kupplungspaket" bzw. die Doppelkupplung
zugänglich. Die beiden Getriebewellen des Doppelkupplungsgetriebes sind koaxial zueinander
angeordnet, wobei die eine, "äußere" Getriebewelle als Hohlwelle ausgebildet ist,
in welcher die andere, "innere" Getriebewelle aufgenommen wird. Um beide Getriebewellen
mit einer "Mitnehmerscheibe" mechanisch koppeln zu können, ist die innere Getriebewelle
axial länger ausgebildet als die als Hohlwelle ausgebildete äußere Getriebewelle.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Kombinationen aus Doppelkupplungsgetriebe und Doppelkupplung
bekannt geworden, bei welchen die Doppelkupplung auf den Getriebewellen, insbesondere
auf der äußeren, als Hohlwelle ausgebildeten Getriebewelle gelagert ist. Hierzu weist
die Doppelkupplung ein entsprechend zentral angeordnetes Wälzlager auf, mit welchem
die Doppelkupplung mit einem zumindest leichten Presssitz auf die äußere Getriebewelle
aufgepresst ist. Da die komplette Kupplungsanordnung der Doppelkupplung versenkt in
der Kupplungsglocke angeordnet ist, ergeben sich hierbei diverse Anforderungen, insbesondere
zum Aufpressen der Doppelkupplung mit ihrem Wälzlager auf die äußere Getriebewelle.
[0004] Bezüglich spezieller Ausgestaltungen solcher Doppelkupplungen sei beispielhaft auf
die
DE 10 2009 039 991 A1, die
DE 10 2009 042 071 A1 sowie die
DE 10 2009 048 277 A1 verwiesen. All diesen Konstruktionen ist gemeinsam, dass die Doppelkupplung bzw.
Doppelkupplungsanordnung über mindestens ein Wälzlager auf einer der Getriebewellen,
insbesondere der äußeren Getriebewelle des Doppelkupplungsgetriebes gelagert ist.
[0005] Bezüglich des Aufpressens ergeben sich hier spezielle Problematiken, insbesondere
bezüglich der Abstützung einer entsprechenden Pressvorrichtung. Zur Abstützung der
Pressvorrichtung können zwar allgemein die für die Montage der Kupplungsglocke am
Kraftfahrzeugmotor vorhandenen Durchgangsbohrungen oder Gewindebohrungen der Kupplungsglocke
verwendet werden. Da diese jedoch konstruktionsbedingt bei unterschiedlichen Varianten
von Doppelkupplungsgetrieben bzw. Kupplungsglocken nicht regelmäßig am Umfang der
Kupplungsglocke verteilt angeordnet sind, ist es notwendig, hierfür unterschiedlich
gestaltete Stützvorrichtungen vorzusehen, um die Pressvorrichtung entsprechend variabel
einsetzen zu können.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist es hierzu bekannt, Stützvorrichtungen zur Abstützung
der Pressvorrichtung in mehrfacher Ausgestaltung vorzusehen, so dass für jedes Getriebe
eine eigenständige Stützvorrichtung zur Verfügung gestellt werden muss. Sofern jedoch
neue Getriebekonstruktionen auf den Markt gelangen, insbesondere mit wiederum anders
gestalteten Kupplungsglocken, muss folglich für jede Art von Kupplungsglocke eine
neue Stützvorrichtung zur Verfügung gestellt werden, um diese passend mit den entsprechenden
Durchgangsbohrungen und/oder Gewindebohrungen koppeln zu können.
[0007] Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Aufpressen
einer Doppelkupplung auf eine in einer Kupplungsglocke eines Getriebegehäuses angeordneten
Getriebewelle eines Doppelkupplungsgetriebes zur Verfügung zu stellen, welche variabel
für unterschiedliche Ausgestaltungen, insbesondere der Kupplungsglocke des Doppelkupplungsgetriebes
einsetzbar ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung gelöst, welche besteht aus
- mehreren mit der Kupplungsglocke feststehend verbindbaren Zugbolzen,
- einer mit einer axial verstellbaren Druckstange versehenen und mit der Doppelkupplung
in Druckverbindung bringbaren Pressvorrichtung,
- einer die Zugbolzen mit der Pressvorrichtung verbindenden Stützvorrichtung,
- wobei die Stützvorrichtung ein zentrales Aufnahmeelement aufweist, in welchem die
Pressvorrichtung aufgenommen ist,
- wobei die Stützvorrichtung mehrere mit jeweils einem der Zugbolzen in Eingriff bringbare
Stützarme aufweist,
- wobei die Stützarme am Aufnahmeelement zur konzentrischen Ausrichtung der Pressvorrichtung
mit ihrer Druckstange zur Getriebewelle jeweils um eine parallel zur Druckstange der
Pressvorrichtung verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert sind.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt,
welche variabel für unterschiedlich gestaltete Kupplungsglocken einsetzbar ist. Hierzu
ist insbesondere die Stützvorrichtung in ganz spezieller Art und Weise ausgebildet.
So weist diese Stützvorrichtung zum einen ein zentrales Aufnahmeelement auf, in welches
die Pressvorrichtung einsetzbar ist. Diese Stützvorrichtung ist des Weiteren mit mehreren,
vorzugsweise drei, Stützarmen versehen, welche jeweils schwenkbar am Aufnahmeelement
der Stützvorrichtung gelagert sind. Damit lassen sich die Stützarme bezüglich ihrer
Winkelstellung untereinander zumindest annähernd beliebig einstellen, so dass eine
konzentrische Ausrichtung der Pressvorrichtung auf die Getriebewelle des Doppelkupplungsgetriebes
in einfacher Weise möglich ist und das unabhängig von der jeweiligen Positionierung
der Durchgangsbohrungen oder Gewindebohrungen der Kupplungsglocke. Für unterschiedliche
Kupplungsglocken mit unterschiedlich angeordneten Durchgangsbohrungen und/oder Gewindebohrungen
sind die Stützarme somit in einfacher Weise frei auf diese Durchgangsbohrungen oder
Gewindebohrungen ausrichtbar. Zur Kopplung der Stützarme und somit der gesamten Stützvorrichtung
mit diesen Durchgangsbohrungen oder Gewindebohrungen sind erfindungsgemäß Zugbolzen
vorgesehen, welche einerseits feststehend mit diesen Durchgangsbohrungen oder Gewindebohrungen
der Kupplungsglocke koppelbar sind und andererseits verstellbar mit dem jeweiligen
Stützarm in Eingriff stehen.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0011] So kann gemäß Anspruch 2 vorgesehen sein, dass die Stützarme der Stützvorrichtung
zur verstellbaren und festlegbaren Aufnahme jeweils eines Zugbolzens einen sich in
Längsausdehnung des jeweiligen Stützarmes erstreckenden Stellschlitz aufweisen. Durch
diese Ausgestaltung ist insbesondere die konzentrische Ausrichtung der Pressvorrichtung
auf die Getriebewelle eines Doppelkupplungsgetriebes stufenlos möglich. Durch die
festlegbare Aufnahme der Zugbolzen im jeweiligen Stellschlitz des zugeordneten Stützarms
ist der Stützarm am jeweiligen Zugbolzen nach der koaxialen Ausrichtung der Pressvorrichtung
mit der Getriebewelle des Doppelkupplungsgetriebes feststehend fixierbar, so dass
beim nachfolgenden Aufpressvorgang der Doppelkupplung mit ihrem Wälzlager auf die
Getriebewelle ein Verkanten sicher ausgeschlossen ist.
[0012] Des Weiteren kann gemäß Anspruch 3 vorgesehen sein, dass die Stützarme in einer vorbestimmten
Winkelstellung zueinander am Aufnahmeelement fixierbar sind und dass das Aufnahmeelement
zur Fixierung der Winkelstellungen der einzelnen Stützarme jeweils eine Klemmschraube
oder einen axial verstellbaren Arretierstift aufweist, welche bzw. welcher jeweils
kraftschlüssig oder formschlüssig mit dem jeweils zugeordneten Stützarm in Eingriff
bringbar ist. Durch diese Ausgestaltung ist die Stützvorrichtung insbesondere auch
zum Ausziehen einer solchen Doppelkupplung einsetzbar. Sind beispielsweise drei Stützarme
vorgesehen, so können diese untereinander jeweils einen Stellwinkel von 120° aufweisen,
so dass über entsprechende Zughaken ein gleichmäßiges Ausziehen einer Doppelkupplung
aus der Kupplungsglocke bzw. Abziehen von der Getriebewelle ermöglicht wird.
[0013] Des Weiteren kann gemäß Anspruch 4 vorgesehen sein, dass das Aufnahmeelement eine
zentrale Gewindebuchse aufweist, und dass die Druckstange der Pressvorrichtung als
Druckspindel ausgebildet und in einem zentralen Innengewinde der Gewindebuchse axial
verstellbar aufgenommen ist, und dass die Gewindebuchse bei horizontaler Ausrichtung
der Stützarme in ihrem oberen axialen Endbereich einen oberen Aufnahmezylinder und
in ihrem unteren axialen Endbereich einen unteren Aufnahmezylinder aufweist, und dass
auf dem oberen Aufnahmezylinder eine Lagerplatte mit einer Lagerbohrung gelagert ist,
und dass auf dem unteren Aufnahmezylinder eine Stützplatte mit einer Lagerbohrung
gelagert ist, und dass die Gewindebuchse axial zwischen ihren Aufnahmezylindern einen
radial erweiterten Lagerbund bildet, an welchem sich oberseitig die Lagerplatte und
unterseitig die Stützplatte axial abstützt. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine äußerst
einfache Herstellung des Aufnahmeelementes, insbesondere zur Aufnahme der Pressvorrichtung,
welche vorzugsweise als Druckspindel, d. h. als Gewindespindel ausgebildet ist und
dementsprechend durch das Innengewinde der Gewindebuchse hindurch schraubbar ist.
Durch die spezielle Ausgestaltung der Gewindebuchse mit ihrem radial erweiterten Lagerbund
weisen die Lagerplatte und die Stützplatte einen vordefinierten Abstand voneinander
auf, so dass zwischen diesen die Stützarme schwenkbar aufnehmbar sind.
[0014] Weiter kann gemäß Anspruch 5 vorgesehen sein, dass die Lagerplatte und die Stützplatte
über wenigstens einen Spannstift am Lagerbund unverdrehbar fixiert sind, und dass
die obere Lagerplatte und die untere Stützplatte radial jeweils nach außen vorstehende
Lagerzungen bilden, und dass die Lagerzungen der Lagerplatte und die Lagerzungen der
Stützplatte einander paarweise zugeordnet sind und jeweils paarweise einen der Stützarme
schwenkbeweglich zwischen sich aufnehmen.
[0015] Durch diese Ausgestaltung gemäß Anspruch 5 wird eine äußerst einfache Herstellbarkeit
und ein äußerst einfacher Aufbau des Aufnahmeelementes erreicht. Insbesondere die
Lagerung der Stützarme ist äußerst einfach gelöst, wobei durch die beidseitige Anordnung
der Lagerzungen in axialer Richtung übereinander zur Aufnahme jeweils eines Stützarmes
eine äußerst hohe Eigenstabilität erreicht wird.
[0016] Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 6 wird ein äußerst einfacher und funktionsgerechter
Aufbau der jeweils einem der Stützarme zugeordneten Arretierstifte aus Anspruch 3
erreicht. Danach ist vorgesehen, dass die Arretierstifte identisch ausgebildet sind
und jeweils ein Führungselement aufweisen, mit welchen der jeweilige Arretierstift
in ein Durchganggewinde der Lagerplatte 3 eingeschraubt ist und, dass das jeweilige
Führungselement jeweils einen Arretierzapfen axial verstellbar aufnimmt, welcher aus
einer axial in eine Fixierbohrung des jeweiligen Stützarms eingreifende Fixierstellung
in eine zurückgezogene nicht mit der Fixierbohrung in Eingriff stehende, neutrale
Stellung bringbar ist.
[0017] Um die Arretierstellung des jeweiligen Arretierstiftes mit seinem Arretierzapfen
aufzulösen, kann gemäß Anspruch 7 weiter vorgesehen sein, dass der Arretierzapfen
eine Zugstange aufweist, welche in ihrem dem Arretierzapfen axial gegenüber liegenden
Endbereich mit einem Außengewinde versehen ist, mit welchem die Zugstange in ein Betätigungselement
eingeschraubt ist und, dass das Betätigungselement in der Arretierstellung des Arretierzapfens
mit einem Arretiersteg in einen oberseitigen Querschlitz des Führungselementes unverdrehbar
eingreift. Dieses Betätigungselement kann zusammen mit dem Arretierzapfen in axialer
Richtung entgegen einer Federkraft zurückgezogen werden, so dass der "sperrende" Eingriff
des Arretierzapfens mit dem zugehörigen Stützarm aufgehoben und dieser annähernd beliebig
schwenkbar ist.
[0018] Um die nicht sperrende bzw. arretierende, neutrale Stellung des Arretierzapfens zu
sichern, ist die Ausgestaltung gemäß Anspruch 8 vorgesehen. Danach ist das Betätigungselement
mit dem Arretiersteg aus dem Querschlitz des Führungselementes axial ausziehbar. Damit
steht der Arretiersteg in dieser neutralen Stellung des Arretierzapfens mit dem Querschlitz
des Führungselementes außer Eingriff. Zur Sicherung dieser axial zurück gezogenen,
neutralen Stellung ist das Betätigungselement durch eine Drehung um 90° zum Querschlitz
mit einer oberseitig auf dem Führungselement, quer zum Querschlitz verlaufend angeordneten
Arretiernut in Eingriff bringbar. Diese Arretiernut weist im Gegensatz zum Querschlitz
des Führungselementes nur eine äußerst geringe axial Tiefe auf, so dass der mit dem
Betätigungselement in Verbindung stehende Arretierzapfen in dieser zurückgezogenen
Stellung sicher nicht mit dem zugeordneten Stützarm in Eingriff stehen kann.
[0019] Anhand der Zeichnung wird nachfolgend die Erfindung beispielhaft näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Stützvorrichtung mit einer Lagerplatte,
einer Gewindebuchse und einer Stützplatte sowie dreier Stützarme zusammen mit zwei
Kerbstiften sowie drei Montageschrauben und Lagerbuchsen;
- Fig. 2
- die Lagerplatte aus Fig. 1 in perspektivischer Darstellung zusammen mit drei verstellbaren
Arretierstiften, welche zur Festlegung einer vorbestimmten Winkelstellung der Stützarme
aus Fig. 1 vorgesehen sind;
- Fig. 3
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der einzelnen Bauelemente einer der Arretierstifte
aus Fig. 2;
- Fig. 4
- einen teilweisen Vertikalschnitt der montierten Bauteile des Arretierstiftes aus Fig.
3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Arretierstiftes aus Fig. 4 in seiner entriegelten,
neutralen Stellung;
- Fig. 6
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Pressvorrichtung mit einer als Druckspindel
ausgebildeten Druckstange zusammen mit einem Lagergehäuse und einem Axialdrucklager;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung einer montierten Stützvorrichtung aus Fig. 1 mit
eingesetzter Pressvorrichtung, wobei in dieser Darstellung die Stützarme in ihrer
Länge verkürzt dargestellt sind; βββ
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung einer Druckhülse, welche zum Aufpressen einer Doppelkupplung
mit der Druckspindel aus Fig. 6 sowie dem Axialdrucklager aus Fig. 6 in Wirkverbindung
bringbar ist;
- Fig. 9
- eine Ausführungsvariante eines Zugbolzens zusammen mit einer Montageschraube in perspektivischer
Explosionsdarstellung;
- Fig. 10
- eine fotografische, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in ihrem an einer Kupplungsglocke eines Doppelkupplungsgetriebes angesetzten Zustand.
[0020] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Stützvorrichtung 1,
welche beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer zentralen Gewindebuchse 2
einer "oberen" Lagerplatte 3, einer "unteren" Stützplatte 4 sowie insgesamt drei Stützarmen
5, 6 und 7 besteht. Anstatt dreier Stützarme 5, 6 und 7 können auch vier oder mehr
Stützarme vorgesehen sein.
[0021] Die Gewindebuchse 2 weist ein zentrales Innengewinde 8 auf, welches im Betrieb zur
axial verstellbaren Aufnahme einer Pressvorrichtung dient. Des Weiteren ist aus Fig.
1 ersichtlich, dass die Gewindebuchse 2 in ihrem oberen Endbereich und in ihrem unteren
Endbereich jeweils einen Aufnahmezylinder 9 bzw. 10 bildet, wobei der Aufnahmezylinder
10 lediglich andeutungsweise erkennbar ist. Zwischen diesen beiden Aufnahmezylindern
9 und 10 bildet die Gewindebuchse 2 einen radial erweiterten Lagerbund 11, welcher
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Durchgangsbohrungen
12 und 13 versehen ist, welche parallel zum Innengewinde 8 der Gewindebuchse verlaufen.
[0022] Die Lagerplatte 3 weist eine zentrale Lagerbohrung 15 auf, mit welcher die Lagerplatte
3 passend auf den oberen Aufnahmezylinder 9 der Gewindebuchse 2 aufsetzbar ist. Im
Randbereich dieser Lagerbohrung 15 sind in der Lagerplatte 3 zwei sich ebenfalls diametral
gegenüberliegende Durchgangsbohrungen 16 und 17 vorgesehen. Im montierten Zustand
sind diese Durchgangsbohrungen 16 und 17 der Lagerplatte 3 fluchtend zu den beiden
Durchgangsbohrungen 12 und 13 des Lagerbundes 11 der Gewindebuchse 2 ausrichtbar.
In dieser fluchtenden Ausrichtung sind zur unverdrehbaren Fixierung der Lagerplatte
3 relativ zur Gewindebuchse 2 zwei Spannstifte 18 und 19 vorgesehen, welche entsprechend
klemmend in die Durchgangsbohrungen 16 und 17 bzw. 12 und 13 einsetzbar sind.
[0023] Weiter ist aus Fig. 1 erkennbar, dass die Lagerplatte 3 insgesamt drei radial nach
außen vorstehende Lagerzungen 20, 21 und 22 bildet, welche untereinander jeweils eine
relative Winkelstellung von 120° aufweisen. Jede der Lagerzungen 20, 21 bzw. 22 ist
mit einem radial innen liegenden Montagegewinde 23, 24 bzw. 25 versehen. Radial außerhalb
dieser Montagegewinde 23, 24 und 25 weist jede der Lagerzungen 20, 21 bzw. 22 jeweils
ein Durchgangsgewinde 26, 27 bzw. 28 auf, deren Funktion später noch näher erläutert
wird.
[0024] Die untere Stützplatte 4 ist ebenfalls mit einer zentralen Lagerbohrung 30 versehen,
mit welcher die Stützplatte 4 passend auf den unteren Aufnahmezylinder 10 der Gewindebuchse
2 aufsteckbar ist. Des Weiteren weist die Stützplatte 4 im Randbereich ihrer Lagerbohrung
30 ebenfalls zwei sich diametral gegenüberliegende Durchgangsbohrungen 31 und 32 auf,
welche im montierten Zustand der Stützplatte 4 auf dem Aufnahmezylinder 10 fluchtend
zu den Durchgangsbohrungen 12 und 13 des Lagerbundes 11 der Gewindebuchse 2 ausrichtbar
sind. Die beiden Spannstifte 18 und 19 sind in ihrer Länge derart ausgebildet, dass
diese im montierten Zustand der Lagerplatte 3 und der Stützplatte 4 an der Gewindebuchse
2 jeweils die Durchgangsbohrungen 12, 16 und 31 bzw. 13, 17 und 32 durchragen, so
dass durch die beiden Spannstifte 18 und 19 sowohl die obere Lagerplatte 3 als auch
die untere Stützplatte 4 unverdrehbar an der Gewindebuchse 2 bzw. deren Lagerbund
11 gehalten sind. Weiter ist auch die Stützplatte 4 mit insgesamt drei radial nach
außen vorstehenden Lagerzungen 33, 34 und 35 versehen, welche in ihrer Formgebung
und Orientierung den Lagerzungen 20, 21 und 22 der oberen Lagerplatte 3 entsprechen.
Im montierten Zustand sind somit die Lagerzungen 20 und 33, 21 und 34 sowie 22 und
35 einander paarweise zugeordnet und fluchtend "hintereinander" angeordnet.
[0025] Weiter ist aus Fig. 1 erkennbar, dass jede der Lagerzungen 33, 34 und 35 jeweils
eine Montagebohrung 36, 37, 38 aufweist, durch welche entsprechende Montageschrauben
39, 40 und 41 hindurchsteckbar sind. Diese Montageschrauben 39, 40 und 41 sind als
"Senkkopfschrauben" ausgebildet
(,) und können versenkt in entsprechend unterseitig angeordnete
(n) Einsenkungen 42, 43 bzw. 44 der jeweiligen Montagebohrung 36, 37 bzw. 38 eingesetzt
werden.
[0026] Jeder der Montageschrauben 39, 40 und 41 ist eine Lagerbuchse 45, 46 bzw. 47 zugeordnet,
deren axiale Länge etwa der axialen Höhe der Stützarme 5, 6 bzw. 7 entspricht. Vorzugsweise
ist die axiale Länge der Lagerbuchsen 45, 46 und 47 minimal größer als die axiale
Höhe des jeweils zugehörigen Stützarmes 5, 6 bzw. 7, so dass im montierten Zustand
diese Stützarme 5, 6 und 7 nicht zwischen den zugeordneten Lagerzungen 20, 33 bzw.
21, 34 bzw. 22, 35 festklemmen können, sondern frei beweglich bleiben. Auch kann vorgesehen
sein, dass der Lagerbund 11 der Gewindebuchse 2 in seiner axialen Ausdehnung in Richtung
des Innengewindes 8 höher ausgebildet ist als die axiale Höhe der Stützarme 5, 6,
7. Auch durch eine solche Ausgestaltung wird eine unerwünschte Klemmung der Stützarme
5, 6, 7 zwischen den zugeordneten Lagerzungen 20, 33 bzw. 21, 34 bzw. 22, 35 sicher
vermieden.
[0027] Zur entsprechend schwenkbaren Lagerung der Stützarme 5, 6 und 7 ist jeder der Stützarme
5, 6 und 7 jeweils in einem Endbereich (in)
(mit) einer entsprechenden Lagerbohrung 50, 51 bzw. 52 versehen, mit welchen
(welcher) der entsprechende Stützarm 5, 6 bzw. 7 passend bzw. mit geringem Spiel auf die entsprechend
zugehörige Lagerbuchse 45, 46 bzw. 47 aufsetzbar ist.
[0028] Die Montagebohrungen 36, 37 und 38 sind in der entsprechend zugehörigen Lagerzunge
33, 34 bzw. 35 entsprechend der Montagegewinde 23, 24 bzw. 25 der Lagerzungen 20,
21 bzw. 22 der oberen Lagerplatte 3 angeordnet, so dass diese im montierten Zustand
fluchtend hintereinander liegen. Es ist leicht vorstellbar, dass im montierten Zustand
die entsprechend zugehörigen Montageschrauben 39, 40 und 41 die Montagebohrungen 36,
37 und 38 sowie die zugehörigen Lagerbuchsen 45, 46 und 47 durchragen und entsprechend
in die Montagegewinde 23, 24 bzw. 25 einschraubbar sind. In diesem montierten Zustand
werden somit die Lagerplatte 3 und die Stützplatte 4 feststehend an der Gewindebuchse
2 gehalten. Gleichzeitig werden durch diese Montageschrauben 39, 40 und 41 die zugehörigen
Lagerbuchsen 45, 46 und 47 fixiert, so dass dementsprechend die aufgesetzten Stützarme
5, 6 und 7 schwenkbar aufgenommen sind.
[0029] Weiter ist aus Fig. 1 ersichtlich, dass den Lagerbohrungen 50, 51 und 52 des jeweiligen
Stützarmes 5, 6 und 7 benachbart jeweils eine Fixierbohrung zugeordnet ist, deren
Zentrumsabstand von der jeweiligen Lagerbohrung 50, 51 bzw. 52 dem Zentrumsabstand
des jeweils zugeordneten Montagegewindes 23, 24 bzw. 25 zum jeweils zugehörigen Durchgangsgewinde
26, 27 bzw. 28 entspricht. Durch diese Fixierbohrungen 53, 54 und 55 sind die Stützarme
5, 6 und 7 in einer vorbestimmten Winkelstellung zueinander, vorzugsweise jeweils
120°, fixierbar. Hierzu kann in das jeweils zugehörige Durchgangsgewinde 26, 27 bzw.
28 ein entsprechender Arretierstift eingeschraubt werden, welcher in der vorbestimmten
Winkellage der Stützarme 5, 6 und 7 zueinander in die zugehörige Fixierbohrung 53,
54 bzw. 55 des entsprechenden Stützarmes 5, 6 bzw. 7 formschlüssig eingreift. Anstatt
einer solchen Formschlussverbindung kann auch eine Klemmschraube oder dgl. mehr vorgesehen
sein, um die Stützarme 5, 6 und 7 in einer entsprechenden Winkelstellung zueinander
zu fixieren.
[0030] Fig. 2 zeigt hierzu eine perspektivische Explosionsdarstellung der Lagerplatte 3
zusammen mit insgesamt drei Arretierstiften 60, 61 und 62. Diese Arretierstifte 60,
61 und 62 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mehrteilig aufgebaut. So
ist jeweils ein Führungselement 63, 64 und 65 vorgesehen, welches zylindrisch ausgebildet
ist und in ihrem
(seinem) zur Lagerplatte 3 hin gerichteten Endbereich mit einem Außengewinde 66, 67 bzw. 68
versehen ist. Mit diesem Außengewinde 66, 67 bzw. 68 ist das jeweilige Führungselement
63, 64 bzw. 65 in das jeweils zugeordnete Durchgangsgewinde 26, 27 bzw. 28 der jeweiligen
Lagerzunge 20, 21 bzw. 22 einschraubbar. Zur Festlegung und Arretierung der Einstelltiefe
ist jedem Führungselement 63, 64 bzw. 65 eine Kontermutter 69, 70 bzw. 71 zugeordnet,
welche dementsprechend auf das zugehörige Außengewinde 66, 67 bzw. 68 aufschraubbar
ist.
[0031] Weiter ist aus Fig. 2 erkennbar, dass jeder Arretierstift 60, 61 bzw. 62 in der in
Fig. 2 dargestellten "Arretierstellung" einen axial nach unten vorstehenden Arretierzapfen
72, 73 bzw. 74 aufweist. Dieser Arretierzapfen 72, 73 bzw. 74 steht mit einem oberseitig
vorstehenden Betätigungselement 75, 76 bzw. 77 in Wirkverbindung und kann durch eine
Stellbewegung in Richtung des Pfeiles 78 des jeweiligen Betätigungselementes 75, 76
bzw. 77 aus der in Fig. 2 dargestellten Arretierstellung in eine neutrale, nicht aus
dem Führungselement 63, 64 bzw. 65 vertikal nach unten vorstehenden Position gebracht
werden. In dieser neutralen Position des jeweiligen Arretierzapfens 72, 73 bzw. 74
und bei entsprechender Einschraubtiefe der Führungselemente 63, 64 und 65 steht somit
der jeweilige Arretierzapfen 72, 73 und 74 nicht nach unten über die zugehörige Lagerzunge
20, 21 bzw. 22 hinaus, so dass auch der jeweilige Arretierzapfen 72, 73 bzw. 74 nicht
mehr mit der jeweils zugeordneten Fixierbohrung 53, 54 bzw. 55 des jeweiligen Stützarmes
5, 6 bzw. 7 in Eingriff steht. In dieser zurückgezogenen neutralen Stellung der Arretierzapfen
72, 73 und 74 sind somit die Stützarme 5, 6 und 7 frei schwenkbeweglich zwischen den
jeweils zugehörigen Lagerzungen 20, 33 bzw. 21, 34 bzw. 22, 35 aus Fig. 1 aufgenommen.
[0032] Fig. 3 zeigt die Einzelelemente beispielsweise des Arretierstiftes 60 in perspektivischer
Explosionsdarstellung. Die Beschreibung zu Fig. 3 ist entsprechend der identischen
Ausgestaltung der Arretierstifte 62 und 61 auch auf diese zu lesen.
[0033] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist das Führungselement 63 mit seinem Außengewinde
66 im oberen Endbereich mit einem Außensechskant 79 versehen. Im Bereich dieses Außensechskantes
79 weist das Führungselement 63 einen eingesenkten Querschlitz 80 auf, in welchen
ein Arretiersteg 81 des Betätigungselementes 75 in der Arretierstellung formschlüssig
und unverdrehbar eingreift. Des Weiteren ist aus Fig. 3 ersichtlich, dass das Führungselement
63 eine zentrale Durchgangsbohrung 82 aufweist, in welcher der Arretierzapfen 72 im
montierten Zustand axial verstellbar geführt ist.
[0034] In axialer Verlängerung nach oben zum Führungselement 63 hin bildet der Arretierzapfen
73 eine Zugstange 83, welche in ihrem oberen Endbereich mit einem Außengewinde 84
versehen ist. Mit diesem Außengewinde 84 ist die Zugstange 83 definiert in ein entsprechendes
Innengewinde 85 des Betätigungselementes 75 einschraubbar. Des Weiteren ist eine Axialdruckfeder
86 vorgesehen, durch welche der Zentrierzapfen 72 in seiner in Fig. 2 dargestellten
Arretierstellung gehalten wird, sofern der Arretiersteg 81 des Betätigungselementes
75 in den Querschlitz 80 des Führungselementes 63 eingreift, wie dies ebenfalls aus
Fig. 2 ersichtlich ist. Oberhalb des Arretiersteges 81 bildet das Betätigungselement
75 einen Zylinderabschnitt 87, an welchem oberseitig eine radial erweiterte Griffplatte
88 einstückig angeformt ist.
[0035] Weiter ist aus Fig. 3 erkennbar, dass die obere Stirnfläche des Führungselementes
63 mit einer quer zum Querschlitz 80 verlaufenden Arretiernut 89 versehen ist, welche
durch den Querschlitz 80 unterbrochen ist. Mit dieser Arretiernut 89 ist der Arretiersteg
81 nach Drehung des Betätigungselementes 75 um 90° in Richtung des Pfeiles 90 nach
Zurückziehen in Richtung des Pfeiles 78 in Eingriff bringbar.
[0036] Fig. 4 zeigt einen teilweisen Vertikalschnitt des Arretierstiftes 60 aus den Fig.
2 und 3 in montiertem Zustand. Dabei ist in Fig. 4 die aktive Arretierstellung dargestellt,
in welcher der Arretierzapfen 72 vertikal nach unten in Richtung des Pfeiles 91 aus
dem Führungselement 63 vorsteht. In dieser Arretierstellung des Arretierzapfens 72
wird dieser in der Durchgangsbohrung 82 geführt. Oberhalb des Arretierzapfens 72 ist
die Axialdruckfeder 86 angeordnet, welche sich oberseitig an einem ringförmigen Wandelement
92 der Durchgangsbohrung 82 des Führungselementes 63 axial abstützt. Die Zugstange
83 durchragt dementsprechend einen radial verjüngten Bohrungsabschnitt 93 der Durchgangsbohrung
82 und ist in das Innengewinde 85 des Betätigungselementes 75 feststehend eingeschraubt.
Das Betätigungselement 75 ist mit seinem Arretiersteg 81 im gestrichelt angedeuteten
Querschlitz 80 des Führungselementes 63 aufgenommen.
[0037] Es ist erkennbar, dass der Arretierzapfen 72 durch die Axialdruckfeder 86 in der
in Fig. 4 dargestellten Arretierstellung gehalten ist. In dieser Stellung steht dieser
Arretierzapfen 72 im in der Lagerplatte 3 montierten Zustand mit der Fixierbohrung
54 des Stützarmes 5 formschlüssig in Eingriff, so dass dieser in einer vorbestimmten
Winkellage relativ zu den beiden Lagerzungen 20 und 33 der Lagerplatte 3 bzw. der
Stützplatte 4 fixiert ist. Um diese Arretierstellung zu lösen, ist der Arretierzapfen
72 in Richtung des Pfeiles 78 über seine Griffplatte 88 anzuheben und kann sodann,
wie zu Fig. 3 bereits erwähnt, in Richtung des Pfeiles 90 um 90° gedreht werden.
[0038] Fig. 5 zeigt hierzu eine perspektivische Darstellung dieser neutralen, zurückgezogenen
Stellung des Betätigungselementes 75 sowie des Arretierzapfens 72. Es ist erkennbar,
dass der Arretierzapfen 72 vollständig zurückgezogen ist und sich vollständig im Führungselement
63 befindet. Zur Sicherung dieser arretierten Position steht das Betätigungselement
75 mit seinem Arretiersteg 81 mit der oberseitigen Arretiernut 89 formschlüssig in
Eingriff, so dass diese Drehwinkelstellung des Betätigungselementes 75 gesichert ist.
[0039] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der Bestandteile der Pressvorrichtung
100. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wird diese Pressvorrichtung 100 durch eine
als Druckspindel 101 ausgebildete Druckstange gebildet. In ihrem oberen Endbereich
weist diese Druckspindel 101 einen entsprechenden Außensechskant 102 auf, an welchen
sich nach unten hin ein Stellgewinde 103 anschließt. Mit diesem Stellgewinde 103 ist
die Druckspindel 101 in das Innengewinde 8 der Gewindebuchse 2 (Fig. 1) axial verstellbar
einschraubbar.
[0040] In axialer Verlängerung des Stellgewindes 103 nach unten bildet die Druckspindel
101 einen Führungszapfen 104, welcher zur konzentrischen Aufnahme eines Axialdrucklagers
105 dient. Zur konzentrischen Festlegung dieses Axialdrucklagers 105 ist beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel ein Lagergehäuse 106 vorgesehen, welches das Axialdrucklager 105
passend aufnimmt. In das Axialdrucklager 105 ist des Weiteren eine Führungshülse 107
einsetzbar, welche einen nach oben gerichteten, mit einer Durchgangsbohrung versehenen
Führungszylinder 108 bildet. Des Weiteren ist im unteren Endbereich der Führungshülse
107 ein umlaufender axial erweiterter Ringsteg 109 vorgesehen, mit welchem die Führungshülse
107 passend in das Lagergehäuse 106 einsetzbar und in diesem beispielsweise durch
Bördeln des Lagergehäuses festlegbar ist.
[0041] Somit bildet das Lagergehäuse 106 zusammen mit der Führungshülse 107 und dem Axialdrucklager
105 ein einheitliches Lagerelement. Zur Fixierung dieses Lagerelementes, insbesondere
mit ihrem
(seinem) Führungszylinder 108 auf dem Führungszapfen 104, weist der Führungszapfen 104 in
seinem oberen Endbereich einen O-Ring 110 auf, auf welchen der Führungszylinder 108
klemmend aufschiebbar ist.
[0042] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Darstellung der Stützvorrichtung 1 im montierten
Zustand. Dabei sind in Fig. 7 die Stützarme 5, 6 und 7 in ihrer Längsausdehnung verkürzt
dargestellt.
[0043] Es ist erkennbar, dass die Stützarme 5, 6 und 7 jeweils passend zwischen den einander
paarweise zugeordneten Lagerzungen 20, 33 bzw. 21, 34 bzw. 22, 35 aufgenommen sind.
Die drei Arretierstifte 60, 61 und 62 sind entsprechend in die oberen Lagerzungen
20, 21 und 22 der Lagerplatte 3 in einer axial definierten Position eingeschraubt
und durch die zugehörigen Kontermuttern 69, 70 bzw. 71 gesichert. In der in Fig. 7
dargestellten Position befinden sich alle Arretierstifte in ihrer Arretierstellung,
so dass die Stützarme 5, 6 und 7 jeweils radial zur Längsmittelachse 111 der Gewindebuchse
2 bzw. der in diese eingesetzten Druckspindel 101 verlaufen. In dieser arretierten
Stellung der Stützarme 5, 6 und 7 verlaufen diese jeweils unter einem Winkel von 120°
radial zueinander.
[0044] Weiter ist erkennbar, dass auf den Führungszapfen 104 das Lagergehäuse 106 feststehend
aufgesetzt ist. Dieser Führungszapfen 104 überragt dabei das Lagergehäuse 106 in Richtung
des Pfeiles 91 nach unten hin. Weiter ist aus Fig. 7 noch erkennbar, dass die Montageschrauben
39, 40 und 41 in die Lagerplatte 3 eingeschraubt sind. Auch ist der eingesetzte Spannstift
19 erkennbar.
[0045] Um nun eine Doppelkupplung mit ihrem Wälzlager auf eine Getriebewelle aufpressen
zu können, ist eine Druckhülse 115 vorgesehen, welche beispielhaft in perspektivischer
Darstellung aus Fig. 8 erkennbar ist. Diese Druckhülse 115 weist eine abgesetzte Durchgangsbohrung
116 auf, welche in ihrem oberen Endbereich einen radial verjüngt ausgebildeten Lagerabschnitt
117 bildet. Mit diesem Lagerabschnitt 117 ist die Druckhülse 115 passend und mit geringem
Spiel auf den Führungszapfen 104 der Druckspindel 101 aufsetzbar. Der Innendurchmesser
der Durchgangsbohrung 116 in ihrem radial erweiterten Bereich ist auf den Durchmesser
einer Getriebewelle abgestimmt, auf welchen die Doppelkupplung mit ihrem Wälzlager
aufzupressen ist.
[0046] Des Weiteren ist aus Fig. 8 erkennbar, dass im unteren Endbereich der Druckhülse
zwei sich diametral gegenüberliegende, nach unten offene Durchbrüche 118 und vorgesehen
sind, welche zur Sichtkontrolle beim Aufpressen dienen. Um das Wälzlager der Doppelkupplung
in einer vorbestimmten "Aufpresstiefe" auf die äußere als Hohlwelle ausgebildete Getriebewelle
aufzupressen, bildet die Durchgangsbohrung 116 im Bereich der beiden Durchbrüche 118
einen radiale erweiterten Anschlag 119, welcher entsprechend versenkt in der Druckhülse
115 angeordnet ist. Bei Erreichen der vorbestimmten Aufpresstiefe gelangt dieser Anschlag
119 mit der oberen Stirnringfläche der Getriebewelle (in der Zeichnung nicht dargestellt)
in Eingriff, so dass ein weiteres Einpressen nicht mehr möglich ist. Um ein weiteres
Betätigen und damit eine evtl. Beschädigung der Getriebewelle und/oder der Druckhülse
möglichst zu vermeiden, sind die beiden Durchbrüche 118 vorgesehen. Durch diese hindurch
kann die Bedienperson erkennen, wann die maximale Aufpresstiefe erreicht ist.
[0047] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Ausführungsvariante
eines Zugbolzens 120, welcher beim dargestellten Ausführungsbeispiel auf seiner gesamten
Länge einen Au-βensechskant 121 bildet. In seinem oberen Endbereich ist der Zugbolzen
120 mit einem Montagezylinder 122 versehen, mit welchem der Zugbolzen 120 in einen
der Stellschlitze 95, 96 bzw. 97 (Fig. 1) einer der Stützarme 5, 6 bzw. 7 einsetzbar
ist. Dabei ist der Montagezylinder 122 in seiner axialen Länge kürzer ausgebildet
als die Höhe des jeweiligen Stützarmes 5, 6 bzw. 7, so dass eine im Stellschlitz 95,
96 bzw. 97 eingestellte Position des Zugbolzens 120 mittels einer Klemmschraube 123
feststehend fixierbar ist. Dementsprechend weist der Zugbolzen 120 im Bereich seines
Montagezylinders 122 ein Innengewinde 124 auf, in welches die Klemmschraube 123 mit
einem entsprechenden Gewindezapfen 125 einschraubbar ist. Nach unten hin weist der
Zugbolzen 120 ein Montagegewinde 126 auf, mit welchem der Zugbolzen 120 in ein vorhandenes
Innengewinde einer Kupplungsglocke feststehend einschraubbar ist. Dieses Montagegewinde
126 kann auch erheblich länger ausgebildet sein, um dieses beispielsweise durch eine
Durchgangsbohrung in einem Flanschbereich einer Kupplungsglocke hindurch stecken zu
können. Um in einem solchen Fall eine feststehende Montage sicherstellen zu können,
ist eine entsprechende Haltemutter (in der Zeichnung nicht dargestellt) vorzusehen.
[0048] Fig. 10 zeigt eine fotografische Abbildung der an einer Kupplungsglocke 127 angesetzten
Stützvorrichtung 1. Es ist erkennbar, dass zwei Zugbolzen 120 feststehend mit entsprechenden,
in der Abbildung nicht erkennbaren Innengewinden der Kupplungsglocke feststehend eingeschraubt
sind. Des Weiteren ist aus Fig. 10 auf der rechten Seite eine zweite Variante eines
solchen Zugbolzens 120/1 erkennbar, welcher mit dem oben erwähnten verlängerten Montagegewinde
126/1 versehen ist. Mit diesem Montagegewinde 126/1 ist der Zugbolzen 120/1 durch
eine entsprechende Durchgangsbohrung der Kupplungsglocke 127 hindurch gesteckt und
mittels einer entsprechenden Haltemutter 128 feststehend fixiert.
[0049] Weiter ist aus Fig. 10 erkennbar, dass sich die Arretierstifte 60, 61 und 62 in ihrer
in Richtung des Pfeiles 78 zurückgezogenen neutralen Stellung befinden, so dass die
Stützarme 5, 6, und 7 relativ zueinander verschwenkbar sind. Die Druckspindel 101
ist durch die Gewindebuchse 2 hindurch geschraubt und drückt mit dem nicht erkennbaren
Axialdrucklager des Lagergehäuses 106 oberseitig gegen die Druckhülse 115. Diese wiederum
drückt axial in Richtung des Pfeiles 91 gegen ein Wälzlager 129 einer sich in der
Kupplungsglocke 127 befindenden Doppelkupplung 130.
[0050] Aus Fig. 10 ist erkennbar, dass aufgrund der schwenkbaren Verstellbarkeit der drei
Stützarme 5, 6 und 7 relativ zueinander diese annähernd beliebig auf eine der Durchgangsbohrungen
131 oder Innengewinde 132 der Kupplungsglocke 127 ausrichtbar sind. Durch diese Schwenkbarkeit
und durch die vorgesehenen Stellschlitze 95, 96 und 97 in den Stützarmen 5, 6 und
7 ist des Weiteren die Druckspindel 101 zusammen mit der Druckhülse 115 konzentrisch
zur Doppelkupplung 130 und damit zu deren Wälzlager 129 ausrichtbar. Durch anschließendes
Festziehen der Klemmschrauben 123 ist die Stützvorrichtung 1 zusammen mit der Pressvorrichtung
100 in dieser konzentrischen Ausrichtung feststehend fixierbar. Durch anschließendes
Betätigen der Druckspindel 101 kann somit die Doppelkupplung 130 mit ihrem Wälzlager
129 auf eine Getriebewelle (in der Zeichnung nicht sichtbar) aufgepresst werden.
[0051] Durch die Fixierbarkeit der Stützarme 5, 6 und 7 ist diese Stützvorrichtung 1 insbesondere
auch zum Ausziehen einer solchen Doppelkupplung 130 einsetzbar, indem anstatt der
Zugbolzen 120 entsprechende Zughaken in die Stellschlitze 95, 96 und 97 einsetzt sind.
Insbesondere durch eine relative Winkelstellung der Stützarme 5, 6 und 7 von jeweils
vorzugsweise 120° zueinander, welche durch die Arretierstifte 60, 61 und 62 festlegbar
ist, können somit gleichmäßig Zugkräfte auf die Doppelkupplung 130 aufgebracht werden,
so dass beim Abziehen ein Verkanten insbesondere des Wälzlagers 129 auf der Getriebewelle
vermieden wird.
1. Vorrichtung zum Aufpressen einer Doppelkupplung (130) auf eine in einer Kupplungsglocke
(127) eines Getriebegehäuses angeordneten Getriebewelle eines Doppelkupplungsgetriebes
bestehend aus
- mehreren mit der Kupplungsglocke (127) feststehend verbindbaren Zugbolzen (126,
126/1),
- einer mit einer axial verstellbaren Druckstange (101) versehenen und mit der Doppelkupplung
(130) in Druckverbindung bringbaren Pressvorrichtung (100),
- einer die Zugbolzen (126, 126/1) mit der Pressvorrichtung (100) verbindenden Stützvorrichtung
(1),
- wobei die Stützvorrichtung (1) ein zentrales Aufnahmeelement (2, 3, 4) aufweist,
in welchem die Pressvorrichtung (100) aufgenommen ist,
- wobei die Stützvorrichtung (1) mehrere mit jeweils einem der Zugbolzen (126, 126/1)
in Eingriff bringbare Stützarme (5, 6, 7) aufweist,
- wobei die Stützarme (5, 6, 7) am Aufnahmeelement (2, 3, 4) zur konzentrischen Ausrichtung
der Pressvorrichtung (100) mit ihrer Druckstange (101) zur Getriebewelle jeweils um
eine parallel zur Druckstange (101) der Pressvorrichtung (100) verlaufende Schwenkachse
schwenkbar gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützarme (5, 6, 7) der Stützvorrichtung (1) zur verstellbaren und festlegbaren
Aufnahme jeweils eines Zugbolzens (126, 126/1) einen sich in Längsausdehnung des jeweiligen
Stützarmes (5, 6, 7) erstreckenden Stellschlitz (95, 96, 97) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dass die Stützarme (5, 6, 7) in einer vorbestimmten
Winkelstellung zueinander am Aufnahmeelement (2, 3, 4) fixierbar sind und,
dass das Aufnahmeelement (2, 3, 4) zur Fixierung der Winkelstellungen der einzelnen
Stützarme (5, 6, 7) jeweils eine Klemmschraube oder einen axial verstellbaren Arretierstift
(60, 61, 62) aufweist, welche bzw. welcher jeweils kraftschlüssig oder formschlüssig
mit dem jeweils zugeordneten Stützarm (5, 6, 7) in Eingriff bringbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, das Aufnahmeelement eine zentrale Gewindebuchse (2) aufweist und,
dass die Druckstange der Pressvorrichtung (100) als Druckspindel (101) ausgebildet
und in einem zentralen Innengewinde (8) der Gewindebuchse (2) verstellbar aufgenommen
ist und, dass die Gewindebuchse (2) bei horizontaler Ausrichtung der Stützarme (5,
6, 7) in ihrem oberen axialen Endbereich einen oberen Aufnahmezylinder (9) und in
ihrem unteren axialen Endbereich einen unteren Aufnahmezylinder (10) aufweist und,
dass auf dem oberen Aufnahmezylinder (9) eine Lagerplatte (3) mit einer Lagerbohrung
(15) gelagert ist und,
dass auf dem unteren Aufnahmezylinder (10) eine Stützplatte (4) mit einer Lagerbohrung
(30) gelagert ist und,
dass die Gewindebuchse (2) axial zwischen ihren Aufnahmezylindern (9, 10) einen radialen
erweiterten Lagerbund (11) bildet, an welchem sich oberseitig die Lagerplatte (3)
und unterseitig die Stützplatten (4) axial abstützten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (3) und die Stützplatte (4) über wenigstens einen Spannstift (18,
19) am Lagerbund (11) unverdrehbar fixiert sind und,
dass die obere Lagerplatte (3) und die untere Stützplatte (4) jeweils radial nach
außen vorstehende Lagerzungen (20, 21, 22 bzw. 33, 34, 35) bilden und,
dass die Lagerzungen (20, 21, 22) der Lagerplatte (3) und die Lagerzungen (33, 34,
35) der Stützplatte (4) einander paarweise zugeordnet sind und jeweils paarweise einen
der Stützarme (5, 6 bzw. 7) schwenkbeweglich zwischen sich aufnehmen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierstifte (60, 61, 62) identisch ausgebildet sind und jeweils ein Führungselement
(63, 64, 65) aufweisen, mit welchen der jeweilige Arretierstift in ein Durchganggewinde
(26, 27, 28) der Lagerplatte 3 eingeschraubt ist und,
dass das jeweilige Führungselement jeweils einen Arretierzapfen (72, 73, 74) axial
verstellbar aufnimmt, welcher aus einer axial in eine Fixierbohrung (53, 54, 55) des
jeweiligen Stützarms (5, 6, 7) eingreifende Fixierstellung in eine zurückgezogene
nicht mit der Fixierbohrung (53, 54, 55) in Eingriff stehende, neutrale Stellung bringbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierzapfen (72) eine Zugstange (83) aufweist, welche in ihrem dem Arretierzapfen
(72) axial gegenüber liegenden Endbereich mit einem Außengewinde (84) versehen ist,
mit welchem die Zugstange (83) in ein Betätigungselement (75) eingeschraubt ist und,
dass das Betätigungselement (75) in der Arretierstellung des Arretierzapfens (72)
mit einem Arretiersteg (81) in einen oberseitigen Querschlitz (80) des Führungselementes
(63) unverdrehbar eingreift.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (75) mit dem Arretiersteg aus dem Querschlitz (80) des Führungselementes
(63) axial ausziehbar ist und mit diesem in der neutralen Stellung des Arretierzapfens
außer Eingriff steht und,
dass das Betätigungselement (75) durch eine Drehung um 90° zum Querschlitz (81) mit
einer oberseitig auf dem Führungselement (63), quer zum Querschlitz (81) verlaufend
angeordneten Arretiernut (89) in Eingriff bringbar ist.