[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Entwässerungsrinne zur Entwässerung von Schienen,
insbesondere von Straßenbahnschienen, umfassend einen Rinnenkörper mit einer Stirnwand,
welcher eine Einlauföffnung zur Entwässerung einer im Schienenkopf der Schiene angeordneten
Schienenrille über einen Einlauftrichter zugeordnet ist.
[0002] Eine derartige Entwässerungsrinne ist bereits aus der französischen Patentanmeldung
FR 2 765 599 A1 vorbekannt. Eine solche Entwässerungsrinne dient zur Schienenentwässerung bei Straßenbahnschienen,
welche im Bereich ihres Schienenkopfes eine Schienenrille aufweisen. Um eine sichere
Bewegung der Radreifen einer Straßenbahn in dieser Schienenrille zu gewährleisten,
ist insbesondere bei starkem Niederschlag dafür zu sorgen, dass sich innerhalb der
Schienenrille ansammelndes Wasser schnell und sicher abgeführt wird.
[0003] Dies erfolgt über in der Schienenrille vorgesehene Entwässerungsöffnungen, welche
in gewissen Abständen vorgesehen sind. Im Bereich dieser Entwässerungsöffnungen der
Schienenrillen werden die Schienen von Entwässerungsrinnen gekreuzt, in welche die
Entwässerungsöffnungen der Schienen hineinmünden. Hierzu sieht die oben genannte,
vorbekannte Lösung einen schnabelförmigen Einlauftrichter vor, welcher durch eine
an die schienenstoßende Stirnwand der Entwässerungsrinne von inwendig her an die Unterseite
der Schiene angeschoben und dort befestigt wird.
[0004] Um jenseits der Schiene die Entwässerung fortzuführen, kann dort entweder ein in
die Kanalisation mündendes Abflussrohr vorgesehen sein, oder aber der Rinnenstrang
weitergeführt werden. In beiden Fällen ist es erforderlich, dass das von der Entwässerungsrinne
geführte Wasser unter der Schiene hindurch passieren kann. Hierfür ist wiederum eine
Tunnelröhre vorgesehen, welche unterhalb der Schiene von beiden Seiten her die an
die Schiene stoßenden Entwässerungsrinnen bzw. die Entwässerungsrinne und das Abflussrohr
miteinander verbinden. Auch hier ist gemäß der oben stehenden französischen Schrift
vorgesehen, zunächst die Rinnen beiderseits zu verlegen und dann, in einem abschließenden
Schritt, unter der Schiene hindurch von der Innenseite der Entwässerungsrinne her
das Tunnelrohr durch die hierfür vorgesehenen Öffnungen in den Stirnwänden der Entwässerungsrinnen
durchzuschieben.
[0005] Die vorliegende Erfindung soll eine Alternative zu durchschiebbaren Entwässerungsröhren
aufzeigen.
[0006] Dies gelingt durch eine Entwässerungsrinne mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere,
sinnvolle Ausgestaltungen dieser Entwässerungsrinne können den Unteransprüchen entnommen
werden.
[0007] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, im wesentlichen ebenfalls eine oder mehrere Entwässerungsrinnen
in einer die Schiene kreuzenden Richtung zu verlegen. Wie bereits erwähnt, erfolgt
der Einlauf durch die Entwässerungsöffnung der Schiene in den Rinnenkörper hinein
üblicherweise über eine Einlauföffnung der Stirnwand, welcher ein Einlauftrichter
zugeordnet ist. Im Unterschied zum Stand der Technik weist jedoch die erfindungsgemäße
Lösung im Bereich der Stirnwand eine Stirnblende auf, an welcher ein Einlauftrichter
befestigt ist. Eine derartige Stirnblende wird in eine Aufnahme der Stirnwand eingeschoben,
welche die Stirnwand in Parallelrichtung zur Schiene quer durchgreift. Der Einlauftrichter
ist also von außerhalb des Rinneninneren her an der Stirnwand zu befestigen. Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass es sich hierbei um eine rechteckige Aufnahme handelt, so dass
die Stirnblende von beiden Seiten her in die Aufnahme eingeschoben werden kann. Nicht
die Stirnwand als solche weist daher die Einlauföffnung auf, sondern vielmehr die
Stirnblende, durch welche das über die Entwässerungsöffnung der Schiene einströmende
Wasser über den Einlauftrichter in die Rinne gelangt.
[0008] Eine Alternative hierzu sieht vor, dass die Einlauföffnung in der Stirnwand vorgesehen
ist. Für die Befestigung des Einlauftrichters sieht die Erfindung in diesem Fall vor,
dass der Einlauftrichter zweiteilig ausgeführt ist, wobei zwei Trichterhälften jeweils
in Parallelrichtung zu den Schienen aufeinander zu geschoben werden und in einer mittleren
Anschlagsposition aufeinander treffen, wo sie sich zu einem gemeinsamen Einlauftrichter
vereinen. Der Einlauftrichter untergreift hierbei die Entwässerungsöffnung der Schiene
und verbindet diese mit der Stirnwand, derart, dass das aus der Entwässerungsöffnung
in den Einlauftrichter einlaufende, abzuführende Wasser durch die Stirnwand und deren
Einlauföffnung in den Rinnenkörper eintreten kann. Der Einlauftrichter ist hierbei
vorzugsweise aus zwei unterschiedlichen Materialien gebildet, nämlich im wesentlichen
aus einem steifen, formstabilen Material und im Bereich der die Schiene untergreifenden
Vorderkante aus einem weichen, sich an die Lage der Schiene anpassenden Material.
[0009] In konkreter Ausgestaltung sind die beiden Trichterhälften jeweils mit einem, vorzugsweise
zwei oder mehreren, Führungselementen versehen, welche jeweils in einer die Einlauföffnung
einseitig oder beidseitig flankierenden Schienenführung aufgenommen sind. Eine derartige
Schienenführung erlaubt die exakte Positionierung des Einlauftrichters vor der Einlauföffnung
der Stirnwand, so, dass die beiden Hälften des Einlauftrichters sich in ihren Anschlagspositionen
zu dem gemeinsamen Einlauftrichter verbinden. Zwischen den beiden Trichterhälften
ist hierbei in vorteilhafter Ausgestaltung eine Dichtlippe angeordnet, so dass über
den Einlauftrichter einlaufendes Wasser nicht an der Stoßkante der beiden Trichterhälften
nach unten versickert.
[0010] In besonders bevorzugter Ausgestaltung weisen die Schienenführungen im Bereich ihrer
Anschlagsposition eine Verrastung auf, in welche die Führungselemente der Trichterhälften
eingreifen, sobald diese in die Anschlagsposition verbracht werden. Hierdurch ist
ein Ausweichen der Trichterhälften ein- oder beidseitig vermieden, so dass nach einer
einmaligen Montage der Einlauftrichter in seiner Position verbleibt.
[0011] Eine Weiterbildung der vorgenannten Entwässerungsrinne weist im Bereich einer in
ihrer Stirnwand vorgesehenen Tunnelöffnung eine Auskragung auf, auf welche von der
Außenseite her eine Tunnelröhre aufgeschoben werden kann. Eine derartige, von außen
her aufgeschobene Tunnelröhre hat den Vorteil, dass ein nachträgliches Verschieben
der Tunnelröhre, durch welche Umstände auch immer, ausgeschlossen ist. Durch die genannte
Auskragung auf der Stirnwand der Entwässerungsrinne lässt sich die Tunnelröhre ohne
weiteres von außen her positionieren und im weiteren die Verlegung entweder als Abflussrohr
oder als verlängerte Entwässerungsrinne fortsetzen.
[0012] Insbesondere ist es vorgesehen, die Tunnelröhre zweiteilig auszubilden, wobei idealerweise
zwei identische Teile verwendet werden. Die beiden, vorzugsweise identischen, Röhrenhälften
werden entlang ihrer Längskanten miteinander verbunden, wobei insbesondere entlang
dieser Längskanten Rastmittel und korrespondierende Gegenrastmittel vorgesehen sind.
Durch ein Zusammensetzen der Röhrenhälften greifen die Rastmittel in die Gegenrastmittel
derart ein, dass zumindest bei einem Aufsetzen auf die Auskragung der Stirnwand eine
sichere Halterung der derart zusammengesetzten Tunnelröhre gewährleistet ist.
[0013] Die Röhrenhälften können in konkreter Ausgestaltung entlang einer Längskante eine
Lasche aufweisen, welche einen Teil der jeweils gegenüberliegenden Längskante der
jeweils anderen Röhrenhälfte übergreift. In diesem überlappenden Abschnitt können
dann Rastmittel und Gegenrastmittel angeordnet sein. Als Rastmittel bzw. Gegenrastmittel
sind besonders bevorzugt eine Sicke und eine hierein eingreifende Auswölbung vorzusehen,
welche zumindest weitgehend formschlüssig und/oder kraftschlüssig ineinander eingreifen.
Beliebig andere Rastmittel und Gegenrastmittel sind jedoch ebenfalls einsetzbar. Durch
die Verwendung einer derartigen Anordnung ist zwar die zusammengesetzte Tunnelröhre
in einem ausgebauten Zustand nicht stabil, da ein Abheben des einen gegenüber dem
anderen Teil ohne weiteres möglich ist. Ein derartiges Abheben erfolgt jedoch immer
in der zur Lasche senkrechten Richtung, wobei ein derartiges Ausweichen bei einer
eingebauten Tunnelröhre aufgrund der die Bewegung in diese senkrecht zur Lasche stehenden
Richtung verhindert. Konkret kann zur Montage zunächst eine Röhrenhälfte von einer
Seite auf die Auskragung aufgestülpt werden, wonach von der anderen Seite her die
andere Röhrenhälfte über die Auskragung geschoben wird. Bei dem aufeinander Treffen
der beiden Röhrenhälften rasten dann die Rastmittel in die Gegenrastmittel ein und
verbinden die Röhrenhälften zu einer gemeinsamen Tunnelröhre.
[0014] Soweit auf der gegenüberliegenden Seite der Rinne, also gegenüber der betrachteten
Entwässerungsrinne ein Ablaufrohr vorgesehen ist, so weist auch dieses eine Stirnwand
mit einer Auskragung auf, welche von dem Ablaufrohr weg, also unter die Schiene hervorragt.
Konstruktiv ist nun vorgesehen, dass entweder die Tunnelröhre auch diese Auskragung
außenseitig umschließt, oder die Tunnelröhre in die genannte Auskragung eingreift.
Durch ein solches, einseitiges Übergreifen der Tunnelröhre ist nochmals ein Auseinandergehen
der Röhrenhälften der Tunnelröhre vermieden. Um umgekehrt ein Einrutschen der Tunnelröhre
in das Ablaufrohr zu vermeiden, kann innerhalb der Auskragung ein Anschlag für die
Tunnelröhre vorgesehen sein, so dass diese an Ort und Stelle gehalten ist.
[0015] Alternativ zu dem Ablaufrohr kann jedoch auf der anderen Seite der Schiene eine zweite
Entwässerungsrinne angeordnet sein, welche im wesentlichen baugleich zu der ersten
aufgebaut ist. Im Unterschied zu der ersten Entwässerungsrinne kann die zweite Entwässerungsrinne
ebenfalls, wie auch die Stirnwand des Ablaufrohrs eine Auskragung aufweisen, welche
die Tunnelröhre außenseitig umgreift, anstatt in diese einzugreifen. In jedem Fall
ist jedoch im Bereich der bei der ersten Entwässerungsrinne vorgesehenen Einlauföffnung
eine Verblendung oder eine nicht durchgriffene Stirnwand vorzusehen, da, wie bereits
oben erläutert, eine Entwässerungsöffnung der Schiene lediglich einseitig vorhanden
ist. Insoweit wird ein Einlauf in diese zweite Entwässerungsrinne allenfalls durch
die Tunnelröhre, nicht jedoch durch einen Einlauftrichter bzw. eine Einlauföffnung
in der Stirnwand erfolgen.
[0016] In konkreter Ausgestaltung kann das Rinnenelement entweder direkt mit einer Stirnwand
verbunden sein, also die Stirnwand einstückig mit dem Rinnenelement gefertigt sein.
Alternativ hierzu ist es möglich, die Stirnwand direkt auf den Rinnenkörper aufzusetzen,
insbesondere diesen mit der Stirnwand, beispielsweise unter Zwischenlage einer Dichtung,
zu verbinden. Eine dritte Möglichkeit sieht vor, dass der Stirnwand ein kurzer, eigener
Rinnenabschnitt zugeordnet ist, der als Endstück auf übliche Art und Weise mit der
Entwässerungsrinne verbunden werden kann.
[0017] Die vorstehend beschriebene Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0018] Es zeigen
- Figur 1
- eine Entwässerungsrinne bestehend aus einem Rinnenkörper und zwei diesen in Längsrichtung
ab- schließenden Stirnelementen, welche letzteren jeweils eine Tunnelöffnung und eine
Einlauföffnung aufweisen, in einer Explosionszeichnung,
- Figur 2
- ein Stirnelement mit einem zweigeteilten Einlauftrichter, dessen Trichterhälften sich
in einer Einschubposition befinden, in einer perspektivischen Darstellung von schräg
oben,
- Figur 3
- das Stirnelement gemäß Figur 2, bei dem sich die Trichterhälften in einer Anschlagsposition
befinden, in einer perspektivischen Darstellung von schräg oben,
- Figur 4
- ein Stirnelement mit einem einteiligen Einlauftrichter, dessen Stirnblende in eine
Aufnahme der Stirnwand des Stirnelementes eingeschoben wird und sich in einer Auszugsposition
befindet,
- Figur 5
- das Stirnelement gemäß Figur 4, mit bis zu einer Anschlagsposition eingeschobener
Stirnblende in einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 6
- zwei zu einer Tunnelröhre zusammensetzbare Röhrenhälften in einer perspektivischen
Darstellung,
- Figur 7
- die Röhrenhälften gemäß Figur 6, welche zu einer Tunnelröhre zusammengesetzt sind
in einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 8
- eine Schiene mit einer diese untergreifenden Tunnelröhre zwischen einer Ablaufrohr-Stirnwand
und einer Entwässerungsrinne in einer Explosionszeichnung,
- Figur 9
- die Schiene mit der sie untergreifenden Tunnelröhre gemäß Figur 8 in einer Querschnittsdarstellung,
sowie
- Figur 10
- eine Schiene mit zwei angrenzenden Entwässerungsrinnen, zwischen denen eine aus zwei
Röhrenhälften bestehende Tunnelröhre zusammengesetzt wird in einer perspektivischen
Darstellung von schräg unten.
[0019] Figur 1 zeigt eine Entwässerungsrinne in einer Explosionsdarstellung. Die Entwässerungsrinne
besteht aus einem Rinnenkörper 10, welcher beiderseits durch Stirnelemente 11 abgeschlossen
wird. Die Stirnelemente 11 sind derart ausgestaltet, dass diese, an eine Straßenbahnschiene
anschlie-βend, diese zu entwässern ausgelegt sind. Hierzu weisen die Stirnelemente
11 Einlauföffnungen 15 auf, durch welche in der Straßenbahnschiene gesammeltes Oberflächenwasser
in die Entwässerungsrinne eintreten kann. Zur Unterquerung der Schienen weist zusätzlich
das Stirnelement 11 eine Tunnelöffnung 13 auf, welche von einer Auskragung 14 umkränzt
ist. Auf diese Art und Weise kann das in die Entwässerungsrinne eingeleitete Oberflächenwasser
aus dem Rinnenkörper 10 heraus in die Kanalisation eingeleitet oder über jenseits
der Straßenbahnschiene weitergeführte Entwässerungsrinnen abgeleitet werden.
[0020] Figur 2 zeigt als Detail einer derartigen Entwässerungsrinne ein Stirnelement 11,
welches zum Einleiten des von der Schiene 40 her stammenden Oberflächenwassers in
den Rinnenkörper 10 einen Einlauftrichter 30 aufweist. Dieser Einlauftrichter wird
in der gezeigten Ausgestaltungsform zweiteilig gebildet, nämlich aus einer ersten
Trichterhälfte 31 und einer zweiten Trichterhälfte 32, welche von beiderseits einer
Einlauföffnung her über eine Schienenführung 34 aufeinander zu bewegt werden. Hierzu
weisen die erste Trichterhälfte 31 und die zweite Trichterhälfte 32 jeweils Führungselemente
33 auf, welche in die Schienenführung 34 eingreifen. Mit diesen können die Trichterhälften
31, 32 im Bereich der Seitenwand des Stirnelementes 11 in die Schienenführung 34 eingeführt
und entlang deren Verlaufes in Richtung einer Anschlagsposition bewegt werden.
[0021] Figur 3 zeigt die beiden Trichterhälften 31, 32 in ihrer Anschlagsposition. In dieser
Position ergänzen sich die erste Trichterhälfte 31 und die zweite Trichterhälfte 32
zu einem gemeinsamen Einlauftrichter 30, wobei entlang der Stoßkante ein Dichtelement
35 in Form einer Dichtlippe angeordnet ist. In der Anschlagsposition der Führungselemente
33 innerhalb der Schienenführung 34 ist zudem eine Verrastung vorgesehen, welche ein
Auseinanderrücken der Trichterhälften 31 und 32 verhindert.
[0022] Über den so gebildeten Einlauftrichter 30, welcher eine angrenzende Schiene 40 im
Bereich ihres Schienenkopfs 41 derart untergreift, dass das innerhalb einer Schienenrille
42 des Schienenkopfs 41 geführte Oberflächenwasser über eine nach unten geöffnete
Entwässerungsöffnung 43 in den Einlauftrichter mündet, kann das Oberflächenwasser
aus der Schiene 40 in den Rinnenkörper 10 eingeleitet werden.
[0023] Figur 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Einlauftrichters 30, welcher in
diesem Fall mit einer Stirnblende 36 verbunden ist. Mitsamt der Stirnblende 36 wird
dieser Einlauftrichter 30 in eine Aufnahme 16 der Stirnwand 12 eingeschoben. Die Aufnahme
16 stellt hierbei ein die Stirnwand 12 quer durchgreifendes Rechteck dar, welches
von der Stirnblende 36 vollständig ausgefüllt werden kann. Im Randbereich der Aufnahme
16 ist hierbei eine Führungsschiene vorgesehen, in welche die Stirnblende 36, vorzugsweise
dichtend, eingreifen kann.
[0024] Figur 5 zeigt die Stirnblende 36 in ihrer vollständig eingeschobenen Position. Ein
seitliches Einschieben ist parallel zu dem Verlauf der angrenzenden Schiene 40 möglich,
während der Einlauftrichter 30 hierbei dauernd in Anlage zu dem Schienenkopf 41 im
Bereich der Schienenrille 42 verbleibt. In seiner bestimmungsgemäßen Position untergreift
wiederum der Einlauftrichter 30 die Entwässerungsöffnung 43 innerhalb der Schienenrille
42, so dass das in der Schienenrille stehende Oberflächenwasser über die Entwässerungsöffnung
43 und die Einlauföffnung 15 in die Entwässerungsrinne eintreten kann.
[0025] Hierbei besteht der Einlauftrichter aus einem zweiteiligen Material, nämlich im Bereich
des Trichters aus einem steifen, festen Material und im Bereich seiner Vorderkante,
welche in Kontakt mit dem Schienenkopf 41 tritt, aus einem weichen, in seiner Form
anpassbaren Material.
[0026] Untergriffen wird die Schiene 40 von einer Tunnelröhre 20, welche im Bereich der
Auskragung 14 mit der Stirnwand 12 der Entwässerungsrinne verbunden wird.
[0027] Figur 6 zeigt eine derartige Tunnelröhre 20, welche aus einer ersten Röhrenhälfte
21 und einer zweiten Röhrenhälfte 22 zusammengesetzt ist. Es handelt sich hierbei
um zwei identische Teile, welche auf diese Weise leicht bevorratet und beliebig zusammengestellt
werden können. Insoweit weist jede der beiden Röhrenhälften 21, 22 entlang einer Längskante
23 eine Sicke 25 auf, in welche eine einer Lasche 24 zugeordnete Auswölbung 26 eingreifen
kann. Hierzu werden zwei identische Röhrenhälften 21, 22, um 180° um ihre Längsachse
gegeneinander verdreht, zusammengeschoben, so dass die in Figur 7 dargestellte Konfiguration
entsteht. Gemeinsam bilden beide Röhrenhälften 21, 22 eine Tunnelröhre 20, wobei diese
Konfiguration für sich instabil ist. Durch ein einfaches Abheben quer zur Längsachse
kann diese wieder aufgetrennt werden.
[0028] Verhindert wird dies, wie in Figur 8 dargestellt ist. Die zusammengesetzte Tunnelröhre
20 wird auf die Auskragung 14 der Stirnwand 12 aufgeschoben, welche hierdurch ein
Ausweichen nach oben oder in Längsrichtung verhindert. Dadurch ergibt sich aus der
Tunnelröhre 20 in ihrem Einbauzustand eine stabile Konstruktion, welche gegenüber
einer einteiligen Tunnelröhre 20 keine Nachteile besitzt. In der Ausgestaltung nach
Figur 8 wird von der der Entwässerungsrinne gegenüberliegenden Seite her eine Stirnwand
18 eines Ablaufrohres zur jenseitigen Begrenzung der Tunnelröhre 20 verwendet, so
dass die Entwässerungsrinne das in ihr geführte Wasser, welches aus der Schienenrille
42 über die Entwässerungsöffnung 43 in den Rinnenkörper 10 einläuft, direkt in die
Kanalisation ableiten kann.
[0029] Eine entsprechende Zusammenstellung ist in Figur 9 dargestellt, wobei durch die seitliche
Draufsicht erkennbar ist, dass die Stirnwand 18 des Ablaufrohres eine Auskragung 19
aufweist, welche nicht in die Tunnelröhre 20 eingreift, sondern vielmehr diese außenseitig
umgreift. Ein Abnehmen der Tunnelröhre 20 ohne ein vorheriges Entfernen der Stirnwand
18 des Ablaufrohres ist damit verhindert.
[0030] Figur 10 zeigt schließlich eine Konfiguration, gemäß der eine Fortführung der Entwässerungsrinne
jenseits der Schiene 40 möglich ist. Hierzu werden zunächst die Entwässerungsrinnen
beiderseits der Schienen 40 verlegt, derart, dass die Stirnelemente 11 einander gegenüberliegende
Auskragungen 14 aufweisen. Auf diese Auskragungen 14 wird dann anschließend von beiden
Seiten her die Tunnelröhre 20 aus den beiden Röhrenhälften 21, 22 zusammengesetzt,
indem zunächst die erste Röhrenhälfte 21 über die Auskragung 14 geschoben wird und
dann von der anderen Seite her die zweite Röhrenhälfte 22 darüber geschoben wird.
Hierbei verrasten sich die in der jeweils über der Längskante liegenden Lasche vorhandene
Auswölbung mit der entlang der Längskante verlaufenden Sicke, so dass nach einem Positionieren
der Röhrenhälften 21, 22 ein Auftrennen nur noch gegen ein Aufbiegen der Verrastungen
möglich ist.
[0031] Vorstehend beschrieben ist somit eine Entwässerungsrinne zur Entwässerung von Schienen,
welche eine alternative Konfiguration zum Durchführen von Einlauftrichter und Tunnelröhre
von der Innenseite der Rinne her angibt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0032]
- 10
- Rinnenkörper
- 11
- Stirnelement
- 12
- Stirnwand
- 13
- Tunnelöffnung
- 14
- Auskragung
- 15
- Einlauföffnung
- 16
- Aufnahme
- 18
- Stirnwand
- 19
- Auskragung
- 20
- Tunnelröhre
- 21
- erste Röhrenhälfte
- 22
- zweite Röhrenhälfte
- 23
- Längskante
- 24
- Lasche
- 25
- Sicke
- 26
- Auswölbung
- 30
- Einlauftrichter
- 31
- erste Trichterhälfte
- 32
- zweite Trichterhälfte
- 33
- Führungselement
- 34
- Schienenführung
- 35
- Dichtelement
- 36
- Stirnblende
- 40
- Schiene
- 41
- Schienenkopf
- 42
- Schienenrille
- 43
- Entwässerungsöffnung
1. Entwässerungsrinne zur Entwässerung von Schienen, insbesondere von Straßenbahnschienen,
umfassend einen Rinnenkörper (10) mit einer Stirnwand (12), welcher eine Einlauföffnung
(15) zur Entwässerung einer im Schienenkopf (41) der Schiene (40) angeordneten Schienenrille
(42) über einen Einlauftrichter (30) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlauftrichter (30) einer Stirnblende (36) zugeordnet ist, welche, einen Teil
der Stirnwand (12) bildend, in einer der Stirnwand (12) zugeordneten Aufnahme (16)
angeordnet, vorzugsweise in diese eingeschoben, werden kann.
2. Entwässerungsrinne gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme die Stirnwand quer zum Rinnenkörper durchgreift und das Einschieben
in horizontaler Richtung erfolgt.
3. Entwässerungsrinne gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stirnwand (12) über eine Tunnelöffnung (13) eine die Schiene (40) unterquerende
Tunnelröhre (20) zugeordnet ist, wobei die Tunnelöffnung (13) rinnenaußenseitig eine
Auskragung (14) aufweist, auf welche die Tunnelröhre (13) vom Rinnenäu-βeren her aufgeschoben
werden kann.
4. Entwässerungsrinne gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tunnelröhre (20) aus zwei beiderseits über die Auskragung (14) der Stirnwand
(12) schiebbaren Röhrenhälften (21, 22) gebildet ist, welche dort entlang ihrer Längskanten
(23) miteinander verbunden sind.
5. Entwässerungsrinne gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tunnelröhre (20) aus zwei identischen Röhrenhälften (21, 22) gebildet ist, welche
beiderseits entlang ihrer Längskanten (23) Rastmittel und Gegenrastmittel zur gegenseitigen
Verrastung der Röhrenhälften (21, 22) aufweisen.
6. Entwässerungsrinne gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Röhrenhälfte (21, 22) eine die Längskante (23) der jeweils anderen Röhrenhälfte
(22, 21) übergreifende Lasche (24) ausbildet, welche eine in eine parallel zu der
Längskante (23) verlaufende Sicke (25) eingreifende Auswölbung (26) aufweist.
7. Entwässerungsrinne gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass von der Stirnwand (12) her gesehen jenseits der Tunnelröhre (20) eine mit einem Ablaufrohr
(17) verbundene Stirnwand (18) anschließt, welche eine der Tunnelröhre (20) zugewandte
Auskragung (19) aufweist, welche die Tunnelröhre (20) entweder umgreift oder in diese
eingreift.
8. Entwässerungsrinne gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass von der Stirnwand (12) her gesehen jenseits der Tunnelröhre (20) ein weiterer Rinnenkörper
(10) anschließt, welcher eine Stirnwand aufweist, bei der eine Einlauföffnung entweder
nicht vorgesehen oder mit einer Verblendung verschlossen ist.
9. Entwässerungsrinne gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwand (12) entweder mit dem Rinnenkörper (10) direkt verbunden, direkt verbindbar
oder einem die Form der Rinne nachbildenden und mit dieser verbindbaren Stirnelement
(11) anverbunden ist.