[0001] Die Erfindung betrifft Verbesserungen bei Eisspeichern, wie sie insbesondere in Milchkühlungsanlagen
verwendet werden.
[0002] Nach dem Melken muss Milch innerhalb von zwei Stunden auf 3 bis 5°C abgekühlt werden,
um einen hohe Qualität der Milch zu gewährleisten. Die entmolkene Milch kann dabei
mittels Lagerkühlung oder Durchflusskühlung abgekühlt werden. Bei beiden Kühlungsmethoden
ist es bekannt, Kaltwasser zum Kühlen der Milch zu verwenden. Bei der Durchlaufkühlung
wird ein Wärmetauscher eingesetzt, durch dessen einen Strömungskanal Milch, durch
den anderen Kaltwasser geleitet wird. Es kommt zu einem Wärmeaustausch zwischen der
warmen Milch und dem kalten Wasser, wodurch die Milch abgekühlt wird. Bei der Lagerkühlung
befindet sich die Milch in einem Behälter, der durch kaltes Wasser herabgekühlt wird,
wodurch dann auch die Milch gekühlt wird.
[0003] In Molkereibetrieben ist zur Kühlung von Milch eine hohe Kühlleistung in der Regel
nicht kontinuierlich erforderlich. Vielmehr wird eine hohe Kühlleistung nur dann benötigt,
wenn frisch entmolkene - und damit warme - Milch der Molkereianlage zugeführt wird.
[0004] Um die zu installierende Kühlleistung der Anlage zu reduzieren, ist die Verwendung
von Eisspeichern bekannt. Diese Eisspeicher können Kälte "zwischenspeichern". Eisspeicher
werden dabei von Kältegeneratoren mit geringerer Leistung über einen gewissen Zeitraum
"aufgeladen" und können die gespeicherte Kälteleistung, die über der Kälteleistung
der Kältegeneratoren liegen kann, kurzfristig wieder abgeben. So kann sichergestellt
werden, dass in der Anlage zur Kühlung von Milch trotz geringerer installierter Kühlleistung
immer ausreichend gespeicherte Kühlleistung zur Kühlung der entmolkenen Milch zur
Verfügung steht. Eine entsprechende Milchkühlungsanlage ist z.B. in der
DE-A1-103 16 165 offenbart.
[0005] Die im Stand der Technik bekannten Eisspeicher umfassen ein mit Wasser gefülltes
Eisspeicherbecken. In dem Eisspeicherbecken und mit diesem fest verbunden sind Rohrschlangen
angeordnet, durch die ein Kältemittel fließen kann. Durch einen Wärmeaustausch über
die Wände der Rohrschlange zwischen dem durch einen Kältegenerator auf eine niedrige
Temperatur herunter gekühlte Kältemittel und dem Wasser im Eisspeicherbecken wird
das Wasser im Eisspeicherbecken abkühlt. Es entsteht so ein Reservoir für Kaltwasser,
welches zur Kühlung von Milch - bspw. durch Durchlaufkühlung - genutzt werden kann.
Das nach der Kühlung von Milch erwärmte Wasser kann dem Eisspeicherbecken wieder zugeführt
werden, wo es erneut abgekühlt wird. Die Rate, in der die im Eisspeicherbecken gespeicherte
Kälteleistung abgegeben werden kann, wird als "Abschmelzleistung" bezeichnet.
[0006] Das Wasser im Eisspeicherbecken kann soweit abgekühlt werden, dass sich im Eisspeicherbecken
wenigstens teilweise Eis bildet. Damit der beschriebene Kühlkreislauf des Wassers
vom Eisspeicherbecken zur Milchkühlung und zurück jedoch nicht unterbrochen wird,
muss bei der Eisbildung im Eisspeicherbecken darauf geachtet werden, dass zwischen
Zuund Ablauf des Wassers im Eisspeicherbecken grundsätzlich wenigstens einen Strömungskanal
vorhanden ist.
[0007] Ist nur ein einziger Strömungskanal vorhanden und das Eisspeicherbecken ansonsten
vergletschert bzw. vereist, so ist die vom Wasser überströmte Fläche auf Grund der
Strömungskanalbildung klein, weshalb der Eisspeicher nur eine geringe Abschmelzleistung
aufweist. Die abseits vom Strömungskanal liegenden Bereiche des Eisspeichers können
im Falle der Vergletscherung nämlich nicht zur Kühlung des durch den Strömungskanal
fließenden Wassers beitragen.
[0008] Bei den bekannten Eisspeicherbecken sind die Rohrschlangen in der Regel verzinkt.
Durch Korrosion kann es zu irreparablen Schäden an der Rohrschlange kommen. In einem
solchen Fall muss der gesamte Eisspeicher samt Rohrschlange und Eisspeicherbecken
ausgetauscht werden. Dies ist ein aufwändiger und kostspieliger Vorgang.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, Vorrichtungen zu schaffen, die eine einfache
und kostengünstige Reparatur von Eisspeichern bei Korrosionsschäden erlaubt und die
eine hohe Abschmelzleistung bei Eisspeichern gewährleistet.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch Vorrichtungen gemäß dem unabhängigen und der nebengeordneten
Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0011] Demnach betrifft die Erfindung ein Kältemodul zur Absenkung in ein mit einem ersten
fluiden Medium gefülltes Eisspeicherbecken eines Eisspeichers, umfassend eine Rohranordnung,
durch die eine Einlassöffnung und eine Auslassöffnung für ein zweites fluides Medium
miteinander verbunden sind, eine Systemhalterung, mit der das Kältemodul in dem Eisspeicherbecken
befestigbar und an der die Rohranordnung befestigt ist, wobei an der Systemhalterung
eine Einlassöffnung für das erste fluide Medium vorgesehen ist, und die Systemhalterung
an der Unterseite des Kältemoduls mit der Einlassöffnung für das erste fluide Medium
fluidverbundene Ausströmöffnungen aufweist, die so angeordnet sind, dass das aus den
Ausströmöffnungen strömende erste Medium gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls
verteilt wird.
[0012] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Eisspeicher umfassend ein mit einem ersten
fluiden Medium gefülltes Eisspeicherbecken und wenigstens ein in das Eisspeicherbecken
abgesenktes Kältemodul, wobei das Kältemodul eine Rohranordnung, durch die eine Einlassöffnung
und eine Auslassöffnung für ein zweites fluides Medium miteinander verbunden sind,
und eine Systemhalterung, mit der das Kältemodul in dem Eisspeicherbecken lösbar befestigt
und an der die Rohranordnung befestigt ist, umfasst, wobei an der Systemhalterung
eine Einlassöffnung für das erste fluide Medium vorgesehen ist, und die Systemhalterung
an der Unterseite des Kältemoduls mit der Einlassöffnung für das erste fluide Medium
fluidverbundene Ausströmöffnungen aufweist, die so angeordnet sind, dass das aus den
Ausströmöffnungen strömende erste Medium gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls
verteilt wird.
[0013] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Satz zur Nachrüstung von Eisspeicherbecken,
umfassend wenigstens zwei baugleiche, erfindungsgemäße Kältemodule, wobei die Einlassöffnung
und Auslassöffnung für das zweite fluide Medium, die Luftzuführöffnungen sowie die
Einlauföffnung für das erste fluide Medium der Kältemodule parallel verbunden sind.
[0014] Weiterhin betrifft die Erfindung einen Satz von Eisspeichern, umfassend wenigstens
zwei baugleiche, erfindungsgemäße Kältemodule, die in jeweils einem Eisspeicherbecken
abgesenkt sind, und Einlassöffnung und Auslassöffnung für das zweite fluide Medium,
die Luftzuführöffnungen sowie die Einlauföffnung für das erste fluide Medium der Kältemodule
parallel verbunden sind.
[0015] Nachfolgend seien einige in Zusammenhang mit der Erfindung verwendete Begriff näher
erläutert:
Zwei Öffnungen o.ä. gelten als "fluidverbunden", wenn die beiden so verbunden sind,
dass ein Fluid von der ersten Öffnung so geführt wird, dass es durch einen definierten
Kanal zur zweiten Öffnung strömen kann. Eine entsprechende Verbindung kann bspw. durch
eine Rohrleitung erreicht werden.
Zwei oder mehr Öffnungen sind "parallel angeschlossen", wenn ein Fluidzustrom gleichmäßig
auf die zwei oder mehr Öffnungen verteilt wird oder aus den zwei oder mehr Öffnungen
stammende Fluidströme zusammengefasst werden. Eine entsprechende Aufteilung eines
Fluidzustroms bzw. Zusammenfassung von Fluidströmen kann bspw. durch eine Y-förmige
Leitung erfolgen. Vorrichtung werden "parallel betrieben", wenn die gleichartigen
Öffnungen an den Vorrichtungen parallel angeschlossen sind.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch einen modularen Aufbau eines
Eisspeichers eine kostengünstige Reparatur bei Korrosionsschäden möglich ist.
[0017] Gemäß dem Hauptanspruch wird dazu ein Kältemodul umfassend eine Rohranordnung vorgeschlagen,
welches in ein Eisspeicherbecken absenkbar ist. Treten bei einem solchen Kältemodul
Korrosionsschäden auf, so muss lediglich das Kältemodul, nicht jedoch das Eisspeicherbecken
bzw. der gesamte Eisspeicher ausgetauscht werden. Ebenfalls ist es möglich, dass bei
bereits vorhandenen Eisspeichern mit Korrosionsschäden an der Rohrschlange lediglich
die beschädigte Rohrschlange entfernt wird, während das Eisspeicherbecken erhalten
bleibt. Das erfindungsgemäße Kältemodul kann dann in das bereits vorhandene Eisspeicherbecken
abgesenkt werden, womit die Funktionsfähigkeit des Eisspeichers wieder hergestellt
ist.
[0018] Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass in einem bereits vorhandenen oder
neu zu installierenden Eisspeicherbecken mehr als ein Kältemodul abgesenkt wird, wobei
die einzelnen Anschlüsse der wenigstens zwei Kältemodule so miteinander verbunden
werden, dass sie parallel betrieben werden. Durch den Einsatz mehrerer parallel geschalteter
Kältemodule ist es möglich eine beliebige Kälteleistung zu installieren, ohne dass
es dazu einer speziellen Konstruktion und Anfertigung eines Kältemoduls bzw. einer
Rohranordnung bedarf. Vielmehr wird durch eine einheitliche Größe von Kältemodulen,
von denen parallel geschaltet auch mehrere in einem Eisspeicherbecken abgesenkt werden
können, erreicht, dass ein beliebiges ganzzahliges Vielfaches der Kälteleistung eines
einzelnen Kältemoduls als Gesamtkälteleistung installiert werden kann. Dadurch können
die Kostenvorteile einer Serienproduktion bei Konstruktion und Fertigung der Kältemodule
voll ausgenutzt werden können.
[0019] Ist auch ein bereits vorhandenes Eisspeicherbecken beschädigt oder soll ein neuer
Eisspeicher installiert werden, so ist erfindungsgemäß ein Satz von Eisspeichern vorgesehen.
Der Satz von Eisspeichern umfasst dabei mehrere standardisierte Kältemodule, die -
wie oben beschrieben - parallel betrieben werden und jeweils in einem auf die Größe
und Kälteleistung der Kältemodule angepassten Eisspeicherbeckens abgesenkt sind. Indem
jedes Kältemodul in einem eigenen Eisspeicherbecken abgesenkt ist, können die Vorteile
der Serienproduktion, wie sie bereits für die Kältemodule beschrieben wurden, auch
auf die Eisspeicherbecken übertragen werden. Abhängig von der gewünschten Gesamtkälteleistung
wird die Anzahl von Eisspeichern mit Eisspeicherbecken und darin abgesenkten Kältemodulen
bestimmt, die parallel betrieben die gewünschte Gesamtkälteleistung liefern.
[0020] Um die Abschmelzleistung eines Eisspeichers zu erhöhen, ist bei dem erfindungsgemäßen
Kältemodul vorgesehen, dass eine Einlassöffnung für das erste fluide Medium vorgesehen
ist, und die Systemhalterung an der Unterseite des Kältemoduls Ausströmöffnungen aufweist,
die mit der Einlassöffnung für das erste fluide Medium fluidverbunden und so angeordnet
sind, dass das aus den Ausströmöffnungen strömende erste Medium gleichmäßig über die
Oberfläche des Kältemoduls verteilt wird. Bei dem ersten fluiden Medium handelt es
sich um das gleiche fluide Medium, mit dem das Eisspeicherbecken gefüllt ist, vorzugsweise
insbesondere das vom Prozess zurückfließende erwärmte Wasser.
[0021] Durch den Zulauf des ersten fluiden Mediums über das erfindungsgemäße Kältemodul
wird erreicht, dass das dem Eisspeicherbecken zufließende erste fluide Medium gleichmäßig
über der Oberfläche der Unterseite des Kältemoduls verteilt wird. Indem der Zulauf
des ersten fluiden Mediums über die gesamte Oberfläche der Unterseite des Kältemoduls
erfolgt wird die Bildung eines einzelnen Strömungskanals, der eine starke Absenkung
der Abschmelzleistung zur Folge hätte, effektiv verhindert.
[0022] Indem die Zuführung des ersten fluiden Mediums zum Eisspeicherbecken über das erfindungsgemäße
Kältemodul erfolgt, wird weiterhin erreicht, dass bei bereits vorhandenen Eisspeicherbecken,
bei denen die Zuleitung des ersten fluiden Mediums punktuell erfolgt, die Abschmelzleistung
durch den Einsatz eines erfindungsgemäßen Kältemoduls deutlich erhöht werden kann.
Dieser Vorteil tritt insbesondere auch bei dem erfindungsgemäßen Satz zur Nachrüstung
von Eisspeicherbecken auf.
[0023] Um die Abschmelzleistung weiter zu erhöhen, kann das Kältemodul vorzugsweise eine
Lufteinblasungsvorrichtung umfassen. Die Lufteinblasungsvorrichtung weist dabei eine
Luftzuführöffnungen und mehrere damit fluidverbundene, an der Unterseite des Kältemoduls
angeordnete Luftausströmöffnungen auf, wobei die Luftausströmungsöffnungen so angeordnet
sind, dass die aus der Luftausströmöffnungen strömende Luft gleichmäßig über die Oberfläche
des Kältemoduls verteilt wird. Durch die gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls
verteilte Einblasung von Luft wird eine erhöhte Turbulenz im Eisspeicherbecken, zumindest
im Bereich des Kältemoduls, erreicht. Auf Grund der so erreichten Turbulenz wird die
Bildung von Strömungskanälen und damit eine Absenkung der Abschmelzleistung effektiv
verhindert.
[0024] Auch wenn das erste fluide Medium ausschließlich in flüssiger Phase vorliegt, wird
durch die Einblasung von Luft eine Verbesserung des Eisspeichers erreicht. Durch die
Lufteinblasung werdenalle Bereiche des Eisspeicherbeckens, zumindest jedoch der Bereich
des Kältemoduls durchmischt. Durch die ständige Durchmischung des aus den Ausströmöffnungen
des Kältemoduls zufließenden ersten Mediums mit dem im Eisspeicherbecken, wird eine
homogene Temperaturverteilung im Eisspeicherbecken erreicht. Die Ausbildung einzelner
Temperaturzonen innerhalb des Eisspeicherbeckens und damit ggf. Temperaturschwankungen
im dem Eisspeicherbecken entnommenes erstes fluides Medium wird also vermieden.
[0025] Es ist bevorzugt, wenn die Einlassöffnung und die Auslassöffnung für das zweite fluide
Medium, die Einlassöffnung für das erste fluide Medium und/oder die Luftzuführöffnung
an der Oberseite des Kältemoduls angeordnet sind.
[0026] Es ist weiter bevorzugt, wenn die Systemhalterung wenigstens teilweise rohrförmig
ausgeführt ist und die Eingangsöffnung für das erste fluide Medium mit den Ausströmöffnungen
für das erste fludie Medium durch die rohrförmigen Teile der Systemhalterung miteinander
fluidverbunden sind. Das von der Eingangsöffnung zu den Ausströmöffnungen fließende
erste fluide Medium wird also durch die Systemhalterung geleitet.
[0027] Weiter bevorzugt ist es, wenn am Kältemodul eine Auslassöffnung und wenigstens eine
damit fluidverbundene Einströmöffnung für das erste Medium vorgesehen ist, wobei die
Einströmöffnung zwischen Ober- und Unterseite des Kältemoduls und die Auslassöffnung
vorzugsweise an der Oberseite des Kältemoduls angeordnet ist. Indem bei einem entsprechend
ausgestalteten Kältemodul das erste fluide Medium aus dem Eisspeicherbecken über die
Einströmöffnung des Kältemoduls entnommen werden kann, muss an dem Eisspeicherbecken,
in das ein entsprechendes Kältemodul abgesenkt wird, keinerlei Ein- oder Auslassöffnungen
vorgesehen sein. Das Eisspeicherbecken kann demnach sehr einfach aufgebaut sein. Bei
bereits vorhandenen Eisspeicherbecken können vorhandene Ein- und Auslassöffnungen
unbenutzt bleiben und geschlossen werden. Dies bietet den Vorteil, dass unabhängig
von an einem bereits vorhandenen Eisspeicherbecken vorgesehenen Einund Auslassöffnungen
eine "standardisierte" Strömung im Eisspeicherbecken ergibt und so die Kälteleistung
des Eisspeichers unabhängig von gegebenenfalls vorhandenen Einund Auslässen an dem
Eisspeicherbecken vorhersagbar ist.
[0028] Weiter bevorzugt ist es, wenn die Auslassöffnung an der Oberseite des Kältemoduls
und die Einströmungsöffnung zwischen Ober- und Unterseite des Kältemoduls über einen
rohrförmigen Teil der Systemhalterung miteinander fluidverbunden sind.
[0029] Alternativ ist es natürlich weiterhin möglich, bereits vorhandene Ein- und Auslässe
an einem Eisspeicherbecken zu nutzen. Auch ist es möglich, bei erfindungsgemäßen Eisspeichern
einen Ausfluss an dem Eisspeicherbecken vorzusehen. Die Komplexität des Eisspeicherbeckens
wird dadurch nur unwesentlich erhöht.
[0030] Die Rohranordnung kann vorzugsweise als Rohrschlangen ausgebildet sein. Es ist aber
auch möglich als mehrfach verschachtelte Rohranordnung einen Plattenkühler oder eine
Verdampferplattenanordnung vorzusehen.
[0031] Bevorzugt ist es, wenn es sich bei dem ersten fluiden Medium um Wasser, bei dem zweiten
fluiden Medium um Kälteflüssigkeit handelt. Die Rohranordnung ist bevorzugt verzinkt
oder aus Edelstahl.
[0032] Die Erfindung wird nun anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1a-c:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kältemoduls;
- Figur 2a, b:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Eisspeichers mit einem Kältemodul
gemäß Figur 1;
- Figur 3:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Satzes zur Nachrüstung von
Eisspeicherbecken mit Kältemodulen gemäß Figur 1;
- Figur 4:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Satzes von Eisspeichern mit Kältemodulen gemäß
Figur 1;
- Figur 5:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Eisspeicherbeckens; und
- Figur 6:
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Eisspeichers.
[0033] In Figuren la bis c ist ein erfindungsgemäßes Kältemodul 1 in drei verschiedenen
Ansichten dargestellt, wobei Figur 1a die Vorderansicht, Figur 1b die rechte Seitenansicht
und Figur 1c die Untersicht des Kältemoduls 1 darstellt.
[0034] Das Kältemodul 1 umfasst eine Rohranordnung 10 und eine Systemhalterung 20.
[0035] Die Rohranordnung 10 ist, wie dargestellt, mehrfach geschlungen und verbindet eine
Einlassöffnung 11 mit einer Auslassöffnung 12. Bei der Rohranordnung 10 handelt es
sich also um eine Rohrschlange. Durch die Einlassöffnung 11 in die Rohranordnung 10
einströmendes zweites fluides Medium durchläuft die gesamte Rohranordnung 10, bevor
es an der Auslassöffnung 12 wieder austritt. Ein- und Auslassöffnungen 11, 12 sind
dabei an der Oberseite 2 des Kältemoduls 1 angeordnet.
[0036] Die Systemhalterung 20 umfasst zwei U-förmige Halteelemente 21, an denen die Rohranordnung
10 befestigt ist. Das Querteil 22, sowie die Seitenteile 23, 24 der Halteelemente
21 sind rohrförmig ausgebildet. An dem an der Oberseite 2 des Kältemoduls 1 befindlichen
Ende des einen Seitenteils 23 jedes Halteelementes 21 ist jeweils eine Einlassöffnung
25 für ein erstes fluides Medium vorgesehen. Diese Einlassöffnung 25 ist auf Grund
der rohrförmigen Ausgestaltung des einen Seitenteils 23 und dem Querteil 22 fluidverbunden
mit einer jeweils an den Querteilen 22 vorgesehenen Ausströmöffnungen 26. Durch die
Einlassöffnung 25 hineinströmendes erstes fluides Medium fließt demnach durch das
Halteelement 21 und strömt an den Ausströmöffnungen 26 heraus. Die Auslassöffnungen
26 sind dabei so angeordnet, dass das aus den Ausströmöffnungen 26 strömende erste
Medium gleichmäßig über die Oberfläche - d.h. die Unterseite 3 - des Kältemoduls 1
verteilt wird.
[0037] An dem anderen Seitenteil 24 jedes Halteelementes 21 ist im oberen Bereich zwischen
Ober- und Unterseite 2, 3des Kältemoduls 1 eine Einströmöffnung 27 für das erste Medium
vorgesehen. Diese Einströmöffnung 27 ist über das rohrförmige andere Seitenteil 24
mit der Auslassöffnung 28 für das erste fluide Medium, welche an der Oberseite 2 des
Kältemoduls 1 angeordnet ist, fluidverbunden. Durch die Einströmöffnung 27 einströmendes
erstes fluides Medium kann also über das rohrförmige andere Seitenteil 24 zur Auslassöffnung
28 gelangen. Um zu verhindern, dass das erste fluide Medium direkt von der Einlassöffnung
25 zur Auslassöffnung 28ist durch eine Trennwand (nicht dargestellt) im Bereich 29
ein direkter Fluidstrom durch das Halteelement 21 unterbunden.
[0038] Das Kältemodul 20 weist weiterhin eine Lufteinblasungsvorrichtung 30 auf. Die Lufteinblasungsvorrichtung
30 besteht aus einem Rohrleitungssystem 31, wobei an der Oberseite 2 des Kältemoduls
1 eine Luftzuführöffnung 32 vorgesehen ist. Die Luftzuführöffnung 32 ist über das
Rohrsystem 31 mit einer an der Unterseite 3 des Kältemoduls 1 angeordneten gitterartigen
Struktur 32 verbunden. An der gitterartigen Rohrleitungsstruktur 32 sind Luftausströmöffnungen
33 vorgesehen, durch die dem Rohrsystem 31 über die Luftzuführöffnung 32 zugeführte
Luft entweichen kann. Die Auslassöffnungen 33 sind dabei so angeordnet, dass die daraus
ausströmende Luft gleichmäßig über die Oberfläche - d.h. die Unterseite 3 - des Kältemoduls
1 verteilt wird.
[0039] Die Systemhalterung 20 weist weiterhin Füße 40 auf, mit denen die Systemhalterung
20 in einem Eisspeicherbecken 50 befestigbar ist. Dabei ist es möglich, dass das Kältemodul
1 ausschließlich auf Grund seines Gewichtes und der daraus resultierenden Reibungskraft
zwischen den Füße 40 und dem Eisspeicherbecken 50 als befestigt im Sinn dieser Erfindung
gilt. Zusätzlich ist es möglich, dass die Füße 40 an dem Eisspeicherbecken 50 durch
andere Maßnahmen, bspw. eine Punktschweißverbindung, befestigt werden. Es ist aber
auch möglich, weitere oder alternative Sicherungselemente vorzusehen, mit denen das
Kältemodul 1 beispielsweise an den Seitenwänden eines Eisspeicherbeckens befestigt
werden kann.
[0040] Die Funktionsweise des Kältemoduls 1 aus Figuren 1a bis c wird nun anhand der Figuren
2a, b erläutert. Bei dem in Figuren 2a, b dargestellten Ausführungsbeispiel kann es
sich zum einen um einen erfindungsgemäßen Eisspeicher mit einem Kältemodul 1 und einem
Eisspeicherbecken 50 handeln. Ebenso gut kann es sich aber auch um ein bereits vorhandenes
Eisspeicherbecken 50 handeln, welches mit einem erfindungsgemäßen Kältemodul 1 nachgerüstet
ist. Auf Grund der wesentlichen Übereinstimmung zwischen diesen beiden Varianten werden
sie in der nachfolgenden Erläuterung daher in einem einzigen Ausführungsbeispiel zusammengefasst
behandelt.
[0041] Das Kältemodul 1 aus Figuren 1a bis c ist, wie in Figuren 2a, b dargestellt, in ein
Eisspeicherbecken 50 abgesenkt. Das Eisspeicherbecken 50 ist mit einem ersten fluiden
Medium gefüllt. Das Kältemodul 1 gilt allein auf Grund seiner Gewichtskraft und der
daraus resultierenden Reibung zwischen Füßen 40 und Eisspeicherbecken 50 als befestigt
im Sinne dieser Anmeldung.
[0042] Die beiden Einlassöffnungen 25 sind über Rohrleitungen 60 so miteinander verbunden,
dass durch die Rohrleitungen 60 fließendes erstes fluides Medium gleichmäßig auf die
beiden Einlassöffnungen 25 verteilt wird. Sie sind also parallel angeschlossen. Auch
die beiden Auslassöffnungen 28 an den Halteelementen 21 sind parallel angeschlossen,
d.h. über ein Rohrleitungssystem so miteinander verbunden, dass über das Rohrleitungssystem
61 gleichmäßig erstes fluides Medium durch die Auslassöffnungen 28 aus dem Eisspeicherbecken
50 entnommen werden kann.
[0043] Die Ein- und Auslassöffnungen 11, 12 der Rohranordnung 10 für das zweite fluide Medium
sind über Rohrleitungen 62, 63 in einen nicht dargestellten Kühlkreislauf eingebunden.
Dieser Kühlkreislauf umfasst einen Kältegenerator (nicht dargestellt), der das zweite
fluide Medium auf eine niedrige Temperatur herabkühlt, bevor es durch die Rohrleitung
62 in die Einlassöffnung 11 der Rohranordnung 10 strömt. Während das zweite fluide
Medium durch die Rohranordnung 10 strömt kommt es über die Wand der Rohranordnung
10 zu einem Wärmeaustausch mit dem im Eisspeicherbecken 50 befindlichen ersten fluiden
Mediums, wodurch sich das erste fluide Medium abkühlt, während sich das zweite fluide
Medium in der Rohranordnung 10 erwärmt. Das erwärmte zweite fluide Medium strömt aus
der Auslassöffnung 12 durch die Rohrleitungen 63 zurück zu Kältegenerator, wo es erneut
abgekühlt wird. Es entsteht somit ein geschlossener Kühlmittelkreislauf für das zweite
fluide Medium.
[0044] Wie bereits beschrieben, wird das erste fluide Medium im Eisspeicherbecken 50 durch
auf Grund von Wärmeaustausch mit dem zweiten fluiden Medium in der Rohranordnung 10
abgekühlt. Das gekühlte erste fluide Medium kann über die Einströmöffnungen 27, den
Auslassöffnungen 28 und den Rohren 61 dem Eisspeicherbecken 50 entnommen werden. Das
gekühlte erste fluide Medium kann so beispielsweise einem Wärmetauscher zur Milchkühlung
(nicht dargestellt) zugeführt werden. In einem entsprechenden Wärmetauscher wird das
erste fluide Medium erwärmt und anschließend über die Rohrleitungen 60 dem Kältemodul
1 zugeführt.
[0045] Das erwärmte erste fluide Medium strömt durch die Einlassöffnungen 25 und den Halteelementen
21 zu den Ausströmöffnungen 26 am Querteil 22 der Halteelemente 21. Dort tritt das
erwärmte erste fluide Medium aus und durchmischt sich mit dem in dem Eisspeicherbecken
50 befindlichen ersten fluiden Medium. Auf Grund der Durchmischung kommt es zu einem
Wärmeaustausch zwischen dem im Eisspeicherbecken 50 befindlichen kälteren ersten fluiden
Mediums und dem zuströmenden, wärmeren ersten fluiden Medium, wodurch letzteres abgekühlt
wird.
[0046] Die Ausströmöffnungen 26 sind so angeordnet, dass das erste fluide Medium gleichmäßig
über die Oberfläche bzw. die Unterseite 3 des Kältemoduls 1 verteilt wird. Dadurch
wird erreicht, dass sich im Eisspeicherbecken 50 keine Zonen ausschließlich mit frisch
zugeflossenem ersten fluiden Mediums ausbilden, die dann gegenüber den übrigen Bereichen
im Eisspeicherbecken eine erhöhte Temperatur aufweisen würden. Auch wird so verhindert,
dass es im Falle von Vereisung des ersten fluiden Mediums im Eisspeicherbecken 50
keine Ausbildung eines einzigen Strömungskanäls vom Einzum Auslass für das erste fluide
Medium kommt, was eine Verringerung der Abschmelzleistung zur Folge hätte. Vielmehr
wird durch die erfindungsgemäße Art der Zuführung des ersten fluiden Mediums die Ausbildung
eines Strömungskanals effektiv vermieden.
[0047] Als zusätzliche Maßnahmen zur Homogenisierung des im Eisspeicherbecken 50 befindlichen
ersten fluiden Mediums und zur Vermeidung der Ausbildung eines Strömungskanals ist
eine Lufteinblasungsvorrichtung 30 vorgesehen. Die Lufteinblasungsvorrichtung 30 ist
über eine Rohrleitung 64 mit einer Druckluftquelle (nicht dargestellt) verbunden.
Die durch die Luftzuführöffnung 32 in die Lufteinblasungsvorrichtung 30 einströmende
Druckluft entweicht im Bereich der Unterseite 3 des Kältemoduls 1 durch die dort vorgesehenen
Luftausströmöffnungen 33. Die Luftausströmöffnungen 33 sind dabei so angeordnet, dass
die ausströmende Luft gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls 1 verteilt wird.
Durch die eingeblasene Luft werden im Eiswasserbecken 50 Turbulenzen verursacht, die
zu einer Homogenisierung des im Eisspeicherbeckens 50 befindlichen ersten fluiden
Mediums führt. Durch entsprechende Turbulenzen wird außerdem sichergestellt, dass
im Falle der Vereisung des im Eisspeicherbeckens 50 befindlichen ersten fluiden Mediums
eine gleichmäßige Vereisung entlang der Rohranordnung 10 erfolgt und insbesondere
keine einzelnen Strömungskanäle zwischen einzelnen Ausströmungsöffnungen 26 und den
Einströmöffnungen 27 entstehen. Letztere hätte eine unerwünschte Herabsenkung der
Abschmelzleitung zur Folge.
[0048] Als erstes fluides Medium kann bevorzugt Wasser verwendet werden, während als zweites
Fluidmedium vorzugsweise Kühlmittel verwendet wird. Die Rohranordnung 10 ist bevorzugt
verzinkt oder aus Edelstahl.
[0049] Alternativ zu einer Rohrschlange als Rohranordnung 10 kann das zweite fluide Medium
auch durch einen Plattenkühler oder eine Verdampferplattenanordnung geleitet werden.
Dem Fachmann ist ohne Weiteres möglich anstelle einer Rohrschlange einen Plattenkühler
vorzusehen.
[0050] In Figur 3 ist ein erfindungsgemäßer Satz zur Nachrüstung eines Eisspeicherbeckens
50 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Eisspeicherbecken bereits vorhanden
und soll lediglich mit erfindungsgemäßen Kältemodulen 1 (vgl. Figuren 1a-c) nachgerüstet
werden.
[0051] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Eisspeicherbecken 50so dimensioniert,
dass zwei erfindungsgemäße Kältemodule 1 in das Eisspeicherbecken 50 abgesenkt werden
können. Die einzelnen Ein- und Auslassöffnungen bzw. Zuführöffnungen 11, 12, 25, 28,
32 der einzelnen Kältemodule 1 sind über Rohrleitungen 61 bis 64 parallel verbunden,
womit die Kältemodule 1 parallel betrieben werden.
[0052] Bei dem erfindungsgemäßen Satz zur Nachrüstung von Eisspeicherbecken ist also vorgesehen,
dass abhängig von der Größe des Eisspeicherbeckens 50 die Anzahl der in das Eisspeicherbecken
50 abzusenkenden Kältemodule 1 gewählt wird. Die baugleichen und daher in Serienfertigung
kostengünstig zu produzierenden Kältemodule 1 weisen dabei eine bestimmte Kälteleistung
auf, bspw. 500 kWh. Indem mehrere solcher Kältemodule 1 in ein Eisspeicherbecken 50
abgesenkt werden, lässt sich als installierte Gesamtleistung beliebig ein ganzzahliges
Vielfaches der Kälteleistung eines einzelnen Kältespeichermoduls 1 erreichen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel wird also eine Gesamtkälteleistung von 1000 kWh erreicht. Es sind
aber auch Gesamtkälteleistungen von 1500 kWh, 2000 kWh, 2500 kWh, usw. möglich. Der
erfindungsgemäße Satz zur Nachrüstung von Eisspeicherbecken 50 ermöglicht es also,
bei Eisspeichern beliebiger Größe, deren Rohrschlange auf Grund von Korrosion nicht
mehr verwendet werden kann, deren Eisspeicherbecken jedoch unbeschädigt ist, einfach
mit erfindungsgemäßem Kältemodul bzw. einer Vielzahl derer nachzurüsten. Eine aufwändige
Einzelanfertigung einer Rohrschlange, die für das noch vorhandene Eisspeicherbecken
50 genau passend wäre, entfällt somit.
[0053] Sollte bei einem vorhandenen Eisspeicher neben der Rohrschlange auch das Eisspeicherbecken
50 beschädigt sein, so ist erfindungsgemäß ein Satz von Eisspeichern vorgesehen, die
jeweils ein erfindungsgemäßes Kältemodul 1 sowie ein an die Dimensionen dieses Kältemoduls
1 angepasstes Eisspeicherbecken 50 umfassen. Die Erfindung hat erkannt, dass eine
beliebige Kälteleistung bzw. ein beliebiges Vielfaches einer bestimmten Kälteleistung
erreicht werden kann, indem erfindungsgemäße Eisspeicher über Rohrleitungen 60-64
parallel betrieben werden. In Figur 4 ist ein entsprechender Satz von Eisspeichern
mit entsprechenden Rohrleitungen 60-64 dargestellt Bei dem erfindungsgemäßen Satz
von Eisspeichern kann also auf einen standardisierten Eisspeicher mit einer gewissen
Kälteleistung zurückgegriffen werden und durch den parallelen Anschluss mehrere solcher
Eisspeicher ein ganzzahliges Vielfaches der Kälteleistung eines einzelnen Eisspeichers
als Gesamtkälteleistung erreicht werden. Der erfindungsgemäße Satz von Eisspeichern
bietet den Vorteil, dass nicht nur auf standardisierte Kältemodule 1, sondern auch
auf standardisierte Eisspeicherbecken 50 zurückgegriffen werden kann, was eine kostengünstige
Serienproduktion ermöglicht.
[0054] In den Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 1 bis 4 wird dem Eisspeicherbecken 50
das erste fluide Medium über Strömungskanäle im Kältemodul 1 entnommen. Alternativ
dazu ist es jedoch auch möglich, dass an dem Eisspeicherbecken 50 dafür ein Ausfluss
51 vorgesehen ist. Ein entsprechendes alternatives Eisspeicherbecken 50 mit Ausfluss
51 ist in Figur 5 dargestellt.
[0055] In Figur 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Eisspeichers
gezeigt. Der Eisspeicher gemäß Figur 6 weist umfangreiche Parallelen zu dem Eisspeicher
gemäß Figur 2 auf, weshalb auf die dortigen Ausführungen verwiesen wird. Im Folgenden
wird lediglich auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen gemäß Figur
2 und 6 eingegangen.
[0056] Bei dem Kältemodul 1 des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 6 sind die Querteile 22
der Halteelemente 21 als nach unten offene U-Profile ausgebildet. Indem das Kältemodul
1 mit den Querteilen 22 auf dem Boden des Eisspeicherbeckens 50 aufliegt, ergeben
sich Strömungskanäle in den Querteilen 22 für das erste fluide Medium. Die Querteile
22 sind mit Ausströmöffnungen 26 versehen, über die das erste fluide Medium gleichmäßig
über die Oberfläche des Kältemoduls 1 verteilt wird.
1. Kältemodul (1) zur Absenkung in ein mit einem ersten fluiden Medium gefülltes Eisspeicherbecken
(50) eines Eisspeichers, umfassend eine Rohranordnung (10), durch die eine Einlassöffnung
(11) und eine Auslassöffnung (12) für ein zweites fluides Medium miteinander verbunden
sind, eine Systemhalterung (20), mit der das Kältemodul (1) in dem Eisspeicherbecken
(50) befestigbar und an der die Rohranordnung (10) befestigt ist, wobei an der Systemhalterung
(20) eine Einlassöffnung (25) für das erste fluide Medium vorgesehen ist, und die
Systemhalterung (20) an der Unterseite (3) des Kältemoduls (1) mit der Einlassöffnung
(25) für das erste fluide Medium fluidverbundene Ausströmöffnungen (26) aufweist,
die so angeordnet sind, dass das aus den Ausströmöffnungen (26) strömende erste Medium
gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls (1) verteilt wird.
2. Kältemodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lufteinblasungsvorrichtung (30) mit einer Luftzuführöffnung (32) und mehreren
damit fluidverbundenen Luftausströmöffnungen (33) vorgesehen ist, wobei die Luftausströmöffnungen
(33) so an der Unterseite (3) des Kältemoduls (1) angeordnet sind, dass die aus den
Luftausströmöffnungen (33) strömende Luft gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls
(1) verteilt wird.
3. Kältemodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (11) und die Auslassöffnung (12) für das zweite fluide Medium,
die Einlassöffnung (25) für das erste fluide Medium und/oder die Luftzuführöffnung
(32) an der Oberseite (2) des Kältemoduls (1) angeordnet sind.
4. Kältemodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Systemhalterung (20) wenigstens teilweise rohrförmig ausgeführt und die Einlassöffnung
(25) für das erste fluide Medium mit den Ausströmöffnungen (26) für das erste fluide
Medium durch die rohrförmigen Teile der Systemhalterung (20) fluidverbunden sind.
5. Kältemodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Kältemodul (1) eine Auslassöffnung (28) und wenigstens eine damit fluidverbundene
Einströmöffnung (27) für das erste Medium vorgesehen ist, wobei die Einströmöffnung
(27) zwischen Ober- und Unterseite (2, 3) des Kältemoduls (1) und die Auslassöffnung
(28) vorzugsweise an der Oberseite des Kältemoduls (1) angeordnet ist.
6. Kältemodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einströmöffnung (27) und die Auslassöffnung (28) für das zweite fluide Medium
über einen rohrförmigen Teil der Systemhalterung (20) miteinander fluidverbunden sind.
7. Kältemodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohranordnung (10) als Rohrschlange oder Plattenkühler ausgeführt ist.
8. Kältemodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste fluide Medium Wasser, das zweite fluide Medium Kälteflüssigkeit ist.
9. Kältemodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohranordnung (10) verzinkt oder aus Edelstahl ist.
10. Eisspeicher umfassend ein mit einem ersten fluiden Medium gefülltes Eisspeicherbecken
(50) und wenigstens ein in das Eisspeicherbecken (50) abgesenktes Kältemodul (1),
wobei das Kältemodul eine Rohranordnung (10), durch die eine Einlassöffnung (11) und
eine Auslassöffnung (12) für ein zweites fluides Medium miteinander verbunden sind,
und eine Systemhalterung (20), mit der das Kältemodul (1) in dem Eisspeicherbecken
(50) lösbar befestigt und an der die Rohranordnung (10) befestigt ist, umfasst, wobei
an der Systemhalterung (20) eine Einlassöffnung (25) für das erste fluide Medium vorgesehen
ist, und die Systemhalterung (20) an der Unterseite (3) des Kältemoduls (1) mit der
Einlassöffnung (25) für das erste fluide Medium fluidverbundene Ausströmöffnungen
(26) aufweist, die so angeordnet sind, dass das aus den Ausströmöffnungen (26) strömende
erste Medium gleichmäßig über die Oberfläche des Kältemoduls (1) verteilt wird.
11. Eisspeicher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Eisspeicherbecken (50) eine Auslauföffnung (51) für das erste fluide Medium aufweist.
12. Eisspeicher nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältemodul (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9 weitergebildet ist.
13. Eisspeicher nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Kältemodule (1) vorgesehen sind, welche im Eisspeicherbecken (50)
abgesenkt sind, wobei Einlassöffnung (11) und Auslassöffnung (12) für das zweite fluide
Medium, die Luftzuführöffnungen (32) sowie die Einlauföffnung (25) für das erste fluide
Medium der Kältemodule (1) parallel verbunden sind.
14. Satz zur Nachrüstung von Eisspeicherbecken (50), umfassend wenigstens zwei baugleiche
Kältemodule (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Einlassöffnung (11) und
Auslassöffnung (12) für das zweite fluide Medium, die Luftzuführöffnungen (32) sowie
die Einlauföffnung (25) für das erste fluide Medium der Kältemodule (1) parallel verbunden
sind.
15. Satz von Eisspeichern, umfassend wenigstens zwei baugleiche Kältemodule (1) gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 9, die in jeweils einem Eisspeicherbecken (50) abgesenkt
sind, und Einlassöffnung (11) und Auslassöffnung (12) für das zweite fluide Medium,
die Luftzuführöffnungen (32) sowie die Einlauföffnung (25) für das erste fluide Medium
der Kältemodule (1) parallel verbunden sind.