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EP 1 833 612 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.05.2012 Patentblatt 2012/20 |
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Anmeldetag: 16.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/012301 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/072275 (13.07.2006 Gazette 2006/28) |
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| (54) |
WÄLZMÜHLE IN MODULBAUWEISE
ROLLER MILL HAVING A MODULAR DESIGN
BROYEUR A ROULEAUX DE CONCEPTION MODULAIRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
23.12.2004 DE 102004062400
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.09.2007 Patentblatt 2007/38 |
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Patentinhaber: Loesche GmbH |
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40549 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- LETSCH, Thomas
47179 Duisburg (DE)
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Vertreter: Heim, Hans-Karl et al |
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Weber & Heim
Patentanwälte
Irmgardstrasse 3 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 603 655
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DE-A1- 19 702 854
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wälzmühle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Wälzmühlen in Modulbauweise können beispielsweise nach dem LOESCHE-System aufgebaut
sein. Bei diesen Wälzmühlen wird als Baustein eine Krafteinheit eingesetzt, die aus
einem Ständer mit einer Schwinghebellagerung für einen Schwinghebel und darin geführter
Mahlwalze, einer Schwinghebelabdichtung gegenüber dem Mühlengehäuse und einem hydropneumatischen
Federungssystem besteht (
DE 196 03 655 A1).
[0003] Ein Vorteil der Modulbauweise ist eine mit einem relativ geringen Aufwand realisierbare
Mühlenkonstruktion entsprechend der jeweils geforderten Mahlleistung.
[0004] Grundsätzlich sind Wälzmühlen mit zwei, drei, vier oder mehr, auf einer rotierenden
Mahlschüssel abrollenden Mahlwalzen bekannt. Luftstrom-Wälzmühlen in Modulbauweise
nach dem Loesche-System wurden bisher in Anordnungen mit zwei, drei und vier Walzen
realisiert. Die bisher größte Loesche-Wälzmühle für die Zementindustrie verfügt über
eine Nenn-Mahlleistung von 840 t/h für Zement-Rohmaterial. Bei dieser Mühle beträgt
das Gewicht einer Mahlwalze mit Schwinghebel etwa 90 t.
[0005] Inzwischen besteht der Bedarf, insbesondere in der Zementindustrie, nach noch höheren
Nenn-Produktraten. Zur Realisierung besteht grundsätzlich die Möglichkeit, größere
Mahlwalzen, zum Beispiel in einer 4-Walzenmühle, anzuordnen.
[0006] Größere Mahlwalzen weisen jedoch eine wesentlich höhere Walzen-/Schwinghebelmasse
auf, welche zu einer Zunahme der Maschinenschwingungen während der Mahlbetriebs sowie
zu höheren Kosten der Mahlwalzen und der damit verbundenen Kraftübertragungssysteme
führt. Weitere Nachteile sind der relativ große Platzbedarf beim Montieren und Demontieren
der Mahlwalzen und die hierfür notwendigen schweren Hebezeuge.
[0007] Eine Erhöhung der Kapazität einer Wälzmühle kann grundsätzlich auch mit einer größeren
Walzenzahl, beispielsweise mit fünf oder sechs Mahlwalzen erreicht werden. Dies bedeutet
eine entsprechende Anhebung der Ständeranzahl und einen geringeren Abstand zwischen
den Ständern.
[0008] Eine höhere Nenn-/Mahlleistung erfordert jedoch auch die Zuführung höherer Gasströme
und somit einen größeren Ringkanal bzw. Gaskanäle mit einem größeren Durchmesser.
Für eine höhere Ständerzahl und ausreichend dimensionierte Gaskanäle ist am Mühlenumfang
nicht genügend Platz. Auch der Ausbauraum für eine Montage und Demontage des Mühlengetriebes
und der Mahlschüssellagerung wäre nicht realisierbar.
[0009] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Wälzmühle in Modulbauweise zu schaffen, bei welcher unter Beibehaltung
der Vorteile der Modulbauweise einer 4-Walzenmühle mit einer größeren Anzahl Mahlwalzen
eine erhebliche Steigerung der Mahl-Nennleistung bei gleichzeitig ausreichendem Platzangebot
für Montage- und Wartungsarbeiten gewährleistet ist.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen und in der Figurenbeschreibung
enthalten.
[0011] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, die Position der Schwinghebelachsen
in Bezug auf den jeweils zugehörigen Ständer derart zu gestalten, dass die Ständer-
und Mahlwalzen-Schwinghebelkonstruktion sowie der Mahlteller beibehalten werden können
und gleichzeitig ein ausreichender Ausbauraum für das Mühlengetriebe bzw. für die
Mahlschüssellagerung und auch für den Ringkanal und die Gaskanäle unterhalb der Mahlschüssel
vorhanden sind.
[0012] Für eine erfindungsgemäße Wälzmühle, beispielsweise eine 6-Walzenmühle, werden Mahlwalzen
mit einer begrenzten Mahlwalzen-/Schwinghebelmasse und ein Mahlteller eingesetzt,
welche beispielsweise von 4-Walzmühlen bekannt sind. Die Ständer können vorteilhafterweise
ebenfalls den bekannten Ständern entsprechen. Ausgenommen ist die Anordnung der Schwinghebelachsen
in oder an den Ständern.
[0013] Gemäß der Erfindung werden die Ständer zur Realisierung eines ausreichend großen
Ausbauraumes für das Getriebe und eines ausreichenden Raumes für den Ringkanal und
die Gaskanäle der Gasströme in einem größeren radialen Abstand zur Mahlschüssel bzw.
zum Mühlenzentrum angeordnet, die Lage der Schwinghebelachsen zur Mahlschüssel bzw.
zum Mühlenzentrum wird jedoch nicht verändert.
[0014] Bezogen auf den jeweils zugehörigen Ständer befindet sich die Schwinghebelachse in
einer-neuen Position. Die Schwinghebelachse ist nicht mehr wie bei den bekannten Wälzmühlen
innerhalb des Ständerprofils, zum Beispiel auf der Längsachse der Ständer, angeordnet.
[0015] Gemäß der Erfindung ist jede Schwinghebelachse außerhalb des Ständers ausgebildet
und befindet sich, bezogen auf einen von den Ständern gebildeten Kreisring, radial
innen in Richtung Mahlteller bzw. Mühlenzentrum.
[0016] Die Anordnung der Schwinghebelachsen für die Mahlwalzen außerhalb der Ständer bedeutet
gleichzeitig, dass die Schwinghebelachsen nicht mehr innerhalb der Grundrisse der
Ständer vorgesehen sind.
[0017] Gemäß der Erfindung befindet sich somit die Schwinghebelachse nicht mehr auf der
vertikalen Ständerachse, und die Ständer sind nicht mehr im Wesentlichen zylindrische
Konstruktionen mit einem meist rechteckigen Querschnitt, sondern weisen einen oberen
Bereich mit einem Lagerteil für die Schwinghebelachse auf, welches beispielsweise
ein "abgeknickter" und in Richtung Mühlenzentrum weisender Bereich ist.
[0018] Gemäß der Erfindung kann das Lagerteil für die Schwinghebelachse in die Ständer integriert
sein und mit diesen gefertigt werden, was beispielsweise bei Stahlständern vorteilhaft
sein kann. Das Lagerteil ist dann ein in Richtung Mühlenzentrum auskragendes Teil,
welches die Schwinghebelachse aufnimmt.
[0019] Die Ständer können auch als Betonständer ausgebildet sein. Es empfiehlt sich dann,
am oberen Bereich der Ständer einen Lagerbock als Gussteil anzuordnen und den Lagerbock
mit einem nach radial innen in Richtung Mahlteller auskragenden Lagerteil zu versehen.
[0020] Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Wälzmühle bestehen darin, dass eine
Steigerung der Nenn-Mahlleistung durch Anordnung von mehreren Mahlwalzen um einen
Mahlteller erreicht werden kann, wobei die bekannte und bewährte Walzen-/Schwinghebelkonstruktion
eingesetzt werden kann und auch der Mahlteller im Wesentlichen beibehalten werden
kann. Indem nur die Ständer nach radial außen verlagert werden und die Anordnung bzw.
Positionierung der Lagerung für die Schwinghebelachse der Ständer in Bezug auf das
Mühlenzentrum bzw. den Mahlteller nicht verändert wird, sind relativ geringe Konstruktions-
und Investitionskosten für Mühlen unterschiedlicher Mahlleistungen erforderlich.
[0021] Bei Verwendung eines Lagerbocks ist es zweckmäßig, ein Befestigungsteil vorzusehen,
mit welchem der Lagerbock an dem Ständer befestigt werden kann, und daran das Lagerteil
für die Schwinghebelachse anzuordnen. Beispielsweise kann das Lagerteil in Form von
zwei voneinander beabstandeten Wangen ausgebildet sein.
[0022] Bei der erfindungsgemäßen Ständer-Schwinghebelachsenkonstruktion können vorteilhaft
Maßnahmen zur Versteifung vorgesehen werden. Beispielsweise können im oberen Bereich
der Ständer und der radial nach innen versetzt angeordneten Schwinghebelachsen Zwischenelemente
angeordnet werden, welche den Abstand zwischen den Ständern und Schwinghebelachsen
ausfüllen und einen torsionssteifen Kranz oder Ring bilden.
[0023] Die Zwischenelemente können von den radial außen liegendem Rand der Ständer oder
auch der Lagerböcke bis zum Mühlengehäuse bzw. bis zum radial innen liegenden Ende
des Lagerteils reichen und nahezu kreisringsegmentartig ausgebildet sein.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter erläutert; in dieser
zeigen in einer stark schematisierten Weise
- Fig.
- 1 eine erfindungsgemäße Wälzmühle in Modulbauweise, jedoch ohne Mühlengehäuse und
Sichter;
- Fig. 2
- einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Wälzmühle im Bereich der Ständer und des Mühlengetriebes;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Ständers mit Schwinghebelachse;
- Fig. 4
- eine Ansicht gemäß Pfeil IV in Fig. 3 und
- Fig. 5
- eine Draufsicht gemäß Pfeil V in Fig. 3.
[0025] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Wälzmühle gezeigt, von der jedoch
nur die im Rahmen der vorliegenden Erfindung wesentlichen Bauteile dargestellt sind.
So wurde zur besseren Übersicht darauf verzichtet, das gesamte Mühlengehäuse mit integriertem
Sichter darzustellen.
[0026] Bei der Wälzmühle gemäß Fig. 1 und 2 handelt es sich um eine 6-Walzenmühle in Modulbauweise.
Es sind sechs Mahlwalzen 2 um einen rotierenden Mahlteller 3 angeordnet. Jede Mahlwalze
2 ist in einem Schwinghebel 4 geführt und um eine Schwinghebelachse 5 schwenkbar gelagert
und über die Schwinghebelachse 5 auf einem Ständer 7 abgestützt.
[0027] Zum Ausschwenken der Mahlwalzen 2 und des Schwinghebels 4 von der in Fig. 1 gezeigten
Mahlstellung in eine aus dem Mühlengehäuse 16 herausgeschwenkten Stellung (nicht dargestellt)
sind Öffnungen 17 in dem Mühlengehäuse 16 vorgesehen. Die Öffnungen 17 sind zur Ausbildung
eines gasdichten Mühlengehäuses 16 mit entsprechenden Abdeckungen (nicht dargestellt)
versehen.
[0028] Jede Mahlwalze 2 mit Schwinghebel 4 und horizontaler Schwinghebelachse 5 weist eine
hydropneumatische Federung 18 auf, welche mit dem Ständer 7 in einem Mühlenfundament
(nicht dargestellt) verankert ist.
[0029] Im Mühlenzentrum sind auf einem Getriebe-Fundament 19 das Getriebe 6 sowie der Mühlenantrieb
angeordnet (siehe auch Fig. 2). Des Weiteren sind kastenförmige Gaskanäle 20 zwischen
den Ständern 7 angeordnet, durch welche die erforderlichen Gasströme der Mühle zugeführt
werden, um durch den Schaufelkranz (nicht dargestellt) am Umfang des Mahltellers 3
in den Mahlraum zu gelangen und das genügend zerkleinerte Mahlgut zum Sichter (nicht
dargestellt) zu tragen.
[0030] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Schwinghebelachsen 5 der
Mahlwalzen 2 in einem Lagerbock 10 gelagert. Aus den vergrößerten Darstellungen eines
Ständers 7 in den Fig. 3 bis 5 gehen Anordnung und Ausbildung des Lagerbocks 10 hervor.
Gemäß der Erfindung liegt die Schwinghebelachse 5 nicht mehr oberhalb des Ständers
7 bzw. auf der Längsachse 14 des Ständers, sondern neben bzw. in einer radial nach
innen in Richtung Mahlteller 3 versetzten Stellung.
[0031] Am oberen Bereich der Ständer 7 ist der Lagerbock 10 mit einem Befestigungsteil 11
befestigt. Zu diesem Zweck weist das Befestigungsteil 11 eine komplementäre Ausbildung
zum oberen Bereich der Ständer 7 auf. Seitlich am Befestigungsteil 11 und von diesem
weggerichtet und schräg nach oben auskragend ist ein Lagerteil 12 in Form von zwei
Wangen 13 vorgesehen, welche der Lagerung der Schwinghebelachse 5 dienen.
[0032] Indem die Schwinghebelachse 5 nicht mehr im Bereich der Ständer 7, nämlich innerhalb
des Grundrisses der Ständer 7, sondern außerhalb und, in Betriebsstellung gemäß Fig.
1 gesehen, radial innen zwischen Ständer 7 und Mahlteller 3 angeordnet ist, wird eine
Anordnung von mehr als vier Mahlwalzen-Ständer-Einheiten um einen Mahlteller 3 mit
einem relativ geringem Aufwand möglich. Dabei können vorteilhaft Mahlwalzen 2 und
Schwinghebel 4 mit begrenzten Walzen-/ Schwinghebelmassen und Mahlteller 3 von einer
Mahlwalze mit weniger Mahlwalzen, insbesondere von einer 4-Walzenmühle, eingesetzt
werden.
[0033] Um den notwendigen Abstand zwischen den Ständern 7 für die erforderliche Anordnung
von ausreichend dimensionierten Gaskanälen 20 und auch für die Montage und Demontage
des im Zentrum der Mühle positionierten Getriebes 6 zu gewährleisten, sind die Ständer
7 im Vergleich zu einer 4-Walzenmühle nach außen verlagert. Um die Schwinghebelachse
5 in Bezug auf den Schwinghebel 4 und die Mahlwalze 2 sowie in Richtung Mühlenzentrum
bzw. Mühlenachse nicht zu verändern, wurde die Position der Schwinghebelachse 5 in
Bezug auf die Ständer 7 geändert. Bei den in den Figuren gezeigten Beispielen wird
eine außermittige Anordnung der Schwinghebelachse 5 bezogen auf die Ständer 7 durch
eine entsprechende Ausbildung des separaten Lagerbocks 10 erreicht.
[0034] Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, das nach radial innen auskragende Lagerteil
12 mit der außerhalb der Ständer 7 anzuordnenden Schwinghebelachse 5 in die Ständer
7 zu integrieren. Beispielsweise kann dies bei Stahlständern durch einen entsprechend
abgewinkelten oder abgebogenen oberen Bereich erreicht werden.
[0035] Im oberen Bereich der Ständer 7 und zumindest an die Hefestigungsteile 11 der Lagerböcke
10 angrenzend sind zur Versteifung und Ausbildung eines torsionssteifen Kranzes Zwischenelemente
15 angeordnet.
[0036] In Fig. 2 ist in einer stark schematisierten Darstellung die Anordnung der Ständer
7 der Mühle gemäß Fig. 1 in ihrem unteren Bereich gezeigt. Indem das Getriebe 6 im
Zentrum der Mühle mit einem Getriebefundament 19 dargestellt ist, wird deutlich, dass
der erforderliche Ausbauraum 21 zwischen zwei benachbarten Ständern 7 vorhanden ist.
[0037] In den Fig. 3 bis 5 sind die in Fig. 1 gezeigten Ständer 7 vergrößert gezeigt. Sie
verdeutlichen die außermittige bzw. außerhalb des Grundrisses der Ständer 7 positionierte
Schwinghebelachse 5. Durch diese Ausbildung bzw. Positionierung der Schwinghebelachse
5 zwischen dem Mahlteller 3 bzw. dem Mühlengehäuse 16 und dem jeweiligen Ständer 7
wird ohne wesentliche Änderung des Mahltellers 3, der Mahlwalzen 2 mit Schwinghebel
4 und der unteren Bereiche der Ständer 7 erreicht, dass mehr Mahlwalzen 2, insbesondere
sechs Mahlwalzen 2 angeordnet werden können und eine erhöhte Mühlenleistung erreicht
werden kann.
1. Wälzmühle in Modulbauweise
mit Mahlwalzen (2), welche auf einem rotierenden Mahlteller (3) abrollen und jeweils
mit einem Schwinghebel (4) um eine Schwinghebelachse (5) schwenkbar gelagert sind,
mit einem Getriebe (6) für den Mahlteller (3) und
mit Ständern (7), welche zur separaten Abstützung der Mahlwalzen (2) unter Ausbildung
eines Ausbauraumes (21) für das Getriebe (6) um den Mahlteller (3) angeordnet und
zur Aufnahme der Schwinghebelachsen (5) der Mahlwalzen (2) ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwinghebelachsen (5) der Mahlwalzen (2) außerhalb des Grundrisses der Ständer
(7) und versetzt nach radial innen in Richtung Mahlteller (3) an den Ständern (7)
angeordnet sind.
2. Wälzmühle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Aufnahme der Schwinghebelachse (5) am oberen Ende der Ständer (7) ein Lagerbock
(10) angeordnet ist, welcher ein Befestigungsteil (11) zum Befestigen an dem Ständer
(7) und ein Lagerteil (12) für die Schwinghebelachse (5) aufweist, und dass das Lagerteil
(12) seitlich am Befestigungsteil (11) und, im montierten Zustand des Lagerblocks
(10) am Ständer (7), in Richtung Mahlteller (3) auskragend angeordnet ist.
3. Wälzmühle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagerbock (10) ein Befestigungsteil (11) aufweist, welches komplementär zum oberen
Ende der Ständer (7) ausgebildet ist, und dass das Lagerteil in Form von zwei schräg
nach oben gerichteten Wangen (13) angeformt ist, welche zur Aufnahme des Schwinghebels
(4) voneinander beabstandet sind.
4. Wälzmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Anordnung von mehr als vier Mahlwalzen (2), insbesondere von sechs Mahlwalzen
(2), und den zugehörigen Ständern (7) um einen Mahlteller (3) gleichbleibender Größe
und zur Aufrechterhaltung des Ausbauraumes (21) für das Getriebe (6) nur die Ständer
(7) radial nach außen verstellt und entsprechend dem gebildeten radialen Abstand zwischen
den beibehaltenen Mahlwalzen (2) mit Schwinghebeln (4) und Schwinghebelachsen (5)
entsprechend dimensionierte, radial innen zwischen dem Mahlteller (3) und den Ständern
(7) angeordnete Lagerteile (12) mit der Schwinghebelachse (5) vorgesehen sind.
5. Wälzmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Ständern (7) mit den nach radial innen versetzten Lagerteilen (12) für
die Schwinghebelachsen (5) Zwischenelemente (15) zur Versteifung angeordnet sind.
6. Wälzmühle nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenelemente (15) im oberen Bereich der Ständer (7), insbesondere seitlich
angrenzend an die Lagerböcke (10), angeordnet sind und einen torsionssteifen Verband
bilden.
7. Wälzmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerteile (12) mit Schwinghebelachse (5) in die Ständer (7) integriert sind.
1. Roller mill having a modular construction
with grinding rollers (2) rolling on a rotary grinding table (3) and in each case
pivotably mounted about a rocking lever axis (5) with a rocking lever (4), having
a gearing (6) for the grinding table (3) and
with standards (7) which, for the separate supporting of the grinding rollers (2)
and accompanied by formation of a disassembly area (21) for the gearing (6), are arranged
around the grinding table (3) and constructed for receiving the rocking lever axes
(5) of the grinding rollers (2),
characterized in that
the rocking lever axes (5) of the grinding rollers (2) are arranged outside the plan
view of the standards (7) and are displaced radially inwards towards the grinding
table (3) on the standards (7).
2. Roller mill according to claim 1,
characterized in that
for receiving the rocking lever axis (5) on the upper end of the standards (7) is
arranged a bearing block (10), which has a fixing part (11) for fixing to the standard
(7) and a bearing part (12) for the rocking lever axis (5), and that the bearing part
(12) is positioned laterally on the fixing part (11) and, in the installed state of
the bearing block (10) on the standard (7), is arranged so as to be projecting towards
the grinding table (3).
3. Roller mill according to claim 1 or 2,
characterized in that
the bearing block (10) has a fixing part (11) constructed in complementary manner
to the upper end of the standards (7) and that the bearing part is integrally shaped
in the form of two upwardly sloping flanks (13), which are spaced from one another
for receiving the rocking lever (4).
4. Roller mill according to one of the preceding claims,
characterized in that
for arranging of more than four grinding rollers (2), particularly of six grinding
rollers (2), and the associated standards (7) around a grinding table (3) of constant
size and for maintaining the disassembly area (21) for the gearing (6), only the standards
(7) are displaced radially outwards and corresponding to the formed radial spacing
between the retained grinding rollers (2) with rocking levers (4) and rocking lever
axes (5), correspondingly dimensioned bearing parts (12) positioned radially inwards
between the grinding table (3) and the standards (7) with the rocking lever axis (5)
are provided.
5. Roller mill according to one of the preceding claims,
characterized in that
intermediate elements (15) are arranged for rigidification purposes between the standards
(7) with the radially inwardly displaced bearing parts (12) for the rocking lever
axes (5).
6. Roller mill according to claim 5,
characterized in that
the intermediate elements (15) are located in the upper area of the standards (7),
particularly laterally adjacent on the bearing blocks (10), and form a torsionally
resistant compound.
7. Roller mill according to one of the preceding claims,
characterized in that
the bearing parts (12) are integrated with rocking lever axis (5) into the standards
(7).
1. Broyeur à cylindres de conception modulaire
avec des cylindres de broyage (2) qui roulent sur un plateau de broyage rotatif (3)
et sont montés pivotants, chacun avec un levier oscillant (4), autour d'un axe (5)
de levier oscillant,
avec une transmission (6) pour le plateau de broyage (3), et
avec des supports (7) qui sont placés autour du plateau de broyage (3) pour soutenir
séparément les cylindres de broyage (2) en formant un espace (21) qui permet le démontage
de la transmission (6) et sont conformés pour recevoir les axes (5) de levier oscillant
des cylindres de broyage (2),
caractérisé en ce que les axes (5) de levier oscillant des cylindres de broyage (2) sont placés à l'extérieur
du contour des supports (7) et sont placés sur les supports (7) de manière décalée
radialement vers l'intérieur en direction du plateau de broyage (3).
2. Broyeur à cylindres selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que, pour recevoir l'axe (5) de levier oscillant, il est prévu à l'extrémité supérieure
des supports (7) un étrier (10) qui comprend une partie de fixation (11) pour une
fixation sur le support (7) et une partie formant palier (12) pour l'axe (5) de levier
oscillant, et
en ce que la partie formant palier (12) est placée latéralement sur la partie de fixation (11)
et, à l'état monté de l'étrier (10) sur le support (7), en porte-à-faux en direction
du plateau de broyage (3).
3. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé
en ce que l'étrier (10) comprend une partie de fixation (11) qui a une configuration complémentaire
de l'extrémité supérieure des supports (7), et
en ce que la partie formant palier est réalisée sous la forme de deux joues (13) dirigées à
l'oblique vers le haut, qui sont espacées l'une de l'autre afin de recevoir le levier
oscillant (4).
4. Broyeur à cylindres selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour placer plus de quatre cylindres de broyage (2), et en particulier six cylindres
de broyage (2), et les supports (7) associés autour d'un plateau de broyage (3) de
taille constante et pour conserver l'espace (21) qui permet le démontage de la transmission
(6), seuls les supports (7) sont déplacés radialement vers l'extérieur et, conformément
à la distance radiale formée entre les cylindres de broyage (2) conservés avec leurs
leviers oscillants (4) et axes (5) de levier oscillant, des pièces-supports (12) de
dimensions correspondantes, placées radialement à l'intérieur entre le plateau de
broyage (3) et les supports (7), sont prévues avec l'axe (5) de levier oscillant.
5. Broyeur à cylindres selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des éléments intermédiaires (15) sont placés pour rigidifier entre les supports (7)
avec les parties formant palier (12) décalées radialement vers l'intérieur pour les
axes (5) de levier oscillant.
6. Broyeur à cylindres selon la revendication 5, caractérisé en ce que les éléments intermédiaires (15) sont placés dans la partie supérieure des supports
(7), en particulier de manière latéralement contiguë aux étriers (10), et forment
un ensemble rigide en torsion.
7. Broyeur à cylindres selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parties formant palier (12) avec l'axe (5) de levier oscillant sont intégrées
dans les supports (7).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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