(19)
(11) EP 1 931 747 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.05.2012  Patentblatt  2012/20

(21) Anmeldenummer: 06776666.7

(22) Anmeldetag:  08.08.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C10B 33/00(2006.01)
C10B 33/10(2006.01)
C10B 25/14(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/007826
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/025638 (08.03.2007 Gazette  2007/10)

(54)

KOKSOFENBEDIENUNGSMASCHINE MIT EINER ABSAUGEINRICHTUNG ZUM ABSAUGEN VON EMISSIONEN

COKE OVEN MANIPULATING MACHINE COMPRISING A SUCKING DEVICE FOR WITHDRAWING EMISSIONS

MACHINE DE MANIPULATION POUR FOUR A COKE, POURVUE D'UN DISPOSITIF D'ASPIRATION DESTINE A ASPIRER DES EMISSIONS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
HR

(30) Priorität: 31.08.2005 DE 102005041457
10.10.2005 DE 102005048816

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.06.2008  Patentblatt  2008/25

(73) Patentinhaber: Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik GmbH
45881 Gelsenkirchen (DE)

(72) Erfinder:
  • ARNASCHUS, Norbert
    44879 Bochum (DE)

(74) Vertreter: Gesthuysen, von Rohr & Eggert 
Patentanwälte Huyssenallee 100
45128 Essen
45128 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
JP-A- 11 236 571
JP-A- 2004 131 604
   
  • "The new Schwelgern coke plant" INTERNET CITATION, [Online] April 2004 (2004-04), XP002375554 Gefunden im Internet: URL:http://www.uhde.biz/cgi-bin/byteserver .pl/archive/upload/uhde_brochur es_pdf_en_17.00.pdf> [gefunden am 2006-04-04]
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Koksofenbedienungsmaschine nach dem gemeinsamen Oberbegriff von Anspruch 1 und Anspruch 2.

[0002] Aus der JP-A-2004131604 ist eine Koksofenbedienungsmaschine zur Bedienung der Verkokungskammern entlang eines Meistergangs eines Koksofens mit einer Absaugeinrichtung und mit einer Türhebeeinrichtung bekannt, wobei zwei quer zum Meistergang angeordnete Windschutzwände vorgesehen sind, so daß die Türhebeeinrichtung innerhalb des Abschirmbereiches betreibbar ist. Der Abstand zwischen den Windschutzwänden entspricht zwei oder mehr benachbarten Verkokungskammern.

[0003] Eine weitere Koksofenbedienungsmaschine der eingangs genannten Art ist aus der JP-A-11236571 bekannt, wobei die bekannte Koksofenbedienungsmaschine eine Absaugeinrichtung und eine Türhebeeinrichtung aufweist, wobei ebenfalls zwei Windschutzwände vorgesehen sind, so daß die Türhebeeinrichtung innerhalb des Abschirmbereiches zwischen den Windschutzwänden betreibbar ist.

[0004] Verkokungsöfen bestehen aus einer Vielzahl von scheibenartig ausgebildeten Verkokungskammern, die in einer langen Reihe nebeneinander angeordnet sind. Im Anschluß an einen Verkokungsvorgang von Kohle wird der Koks aus dem Ofen mit einer Koksausdrückmaschine ausgedrückt. Das dazu notwendige Öffnen und Schließen der Ofentüren auf der Seite der Koksausdrückmaschine sowie das Planieren der vom Kohlefüllwagen in die Verkokungskammern gefüllten Kohle wird automatisch von der Koksausdrückmaschine ausgeführt. Der von der Koksausdrückmaschine aus dem Ofen gedrückte Koks wird durch die auf einer Koksüberleitmaschine integrierte Kuchenführung in ein Kokslöschfahrzeug geleitet. Das erforderliche Öffnen und Schließen der Ofentüren auf der Seite der Koksüberleitmaschine wird in der Regel automatisch von der Koksüberleitmaschine ausgeführt.

[0005] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, zur Erfassung von Emissionen auf den Koksofenbedienungsmaschinen oberhalb der Verkokungskammern eine zusammen mit der Koksofenbedienungsmaschine verfahrbare Absaugeinrichtung vorzusehen, die an eine in Batterielängsrichtung verlegte stationäre maschinenseitige Absaugleitung anschließbar ist. Über die stationäre Absaugleitung werden die Emissionen einer stationären zentralen Endstaubungseinrichtung zugeführt. Damit ist es möglich, die anfallenden Emissionen abzusaugen, die beim Öffnen der Koksofentür, bei dem sich anschließenden Reinigungsvorgang der Tür und des Rahmens, beim Ausdrücken des Kokses aus dem Ofen und beim Wiederverschließen der Koksofentür im Bereich der jeweils zu bedienenden Verkokungskammer freigesetzt werden.

[0006] Zwischen den Verkokungskammern des Koksofens und der Koksofenbedienungsmaschine kann es auf beiden Seiten des Koksofens jeweils entlang des Meistergangs durch Windeinfluß dazu kommen, daß die im Bereich einer zu bedienenden Verkokungskammer freigesetzten Emissionen verwirbelt und seitlich aus dem Absaugbereich der Absaugeinrichtung zum Teil herausgeblasen werden. Letztlich ist es bei auftretenden Seitenwinden nicht möglich, mit der auf der Koksofenbedienungsmaschine vorgesehenen Absaugeinrichtung eine vollständige Absaugung der freigesetzten Emissionen sicherzustellen. Die nicht erfaßten Emissionen stellen eine Belastung des Koksofenbedienungspersonals und der Umwelt dar und können zu gesundheitlichen Schäden führen.

[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Koksofenbedienungsmaschine der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die eine wirksame Erfassung der beim Öffnen der Koksofentür, bei dem sich anschließenden Reinigungsvorgang der Tür, beim Ausdrücken des Kokses aus dem Ofen und beim Wiederverschließen der Koksofentür freigesetzten Emissionen sicherstellt.

[0008] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Koksofenbedienungsmaschine der eingangs genannten Art durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder alternativ durch die Merkmale des Anspruchs 2 gelöst.

[0009] Der Erfindung liegt der Grundgedanke zugrunde, den Meistergang des Koksofens zumindest im Bereich der von einer Koksofenbedienungsmaschine jeweils zu bedienenden Verkokungskammer gegenüber Seitenwinden, die zwischen dem Koksofen und der Koksofenbedienungsmaschine entlang des Meistergangs auftreten, abzuschirmen. Beim Verfahren der Koksofenbedienungsmaschine entlang des Meistergangs wird der durch die benachbarten Windschutzwände der Koksofenbedienungsmaschine festgelegte Abschirmbereich in den Abschnitt des Koksofens verschoben, in dem die jeweils zu bedienende Verkokungskammer angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, daß die bei der Bedienung der Verkokungskammern freigesetzten Emissionen von der Absaugeinrichtung der Koksofenbedienungsmaschine stets im wesentlichen vollständig erfaßt werden können. Durch die Erfindung wird die Belastung der Umwelt und die gesundheitliche Gefährdung des Bedienungspersonals durch Emissionen weitgehend reduziert.

[0010] In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß erfindungsgemäß die benachbarten Windschutzwände zumindest derart voneinander beabstandet sind, daß es möglich ist, Koksofenbedienungseinrichtungen, wie beispielsweise die Türhebereinrichtung und/oder Rahmen- und Türreinigungseinrichtungen und/oder eine Meistergangreinigungseinrichtung und/oder Auffangeinrichtungen zum Auffangen überschüssiger Planierkohle und von Schlabberkoks, zwischen den benachbarten Windschutzwänden zu betreiben, ohne daß es durch die Windschutzwände zu einer Behinderung des Betriebes der Koksofenbedienungseinrichtungen kommt. Zumindest sind die Windschutzwände derart weit voneinander beabstandet, daß der Betrieb der Türhebereinrichtung ungestört möglich ist. Die Absaugeinrichtung der erfindungsgemäßen Koksofenbedienungsmaschine ist in an sich aus dem Stand der Technik bekannter Weise oberhalb der Ofentüren des Koksofens angeordnet und wird zusammen mit der Koksofenbedienungsmaschine, bei der es sich um eine Koksausdrückmaschine oder um eine Koksüberleitmaschine handeln kann, zu der jeweils zu bedienenden Verkokungskammer verfahren.

[0011] Die Länge des Abschirmbereiches in Richtung des Meistergangs ist erfindungsgemäß derart festgelegt, daß der Betrieb vorzugsweise aller zur Bedienung der Verkokungskammer vorgesehenen Koksofenbedienungseinrichtungen der Koksofenbedienungsmaschine ohne weiteres innerhalb des Abschirmbereiches möglich ist. Die notwendige Länge des Abschirmbereiches hängt daher von der konstruktiven Gestaltung und der Bemaßung des Koksofens, der Koksofenbedienungsmaschine und der auf der Koksofenbedienungsmaschine vorgesehenen Koksofenbedienungseinrichtungen ab. Um einen ungestörten Betrieb der Koksofenbedienungseinrichtungen zu gewährleisten, kann der Abstand zwischen benachbarten Windschutzwänden der Gesamtbreite von wenigstens drei benachbarten Verkokungskammern, vorzugsweise der Gesamtbreite von vier bis zehn benachbarten Verkokungskammern, insbesondere der Breite von fünf benachbarten Verkokungskammern entsprechen.

[0012] Die Windschutzwände erstrecken sich vom Boden des Meistergangs aus nach oben zumindest über die Höhe einer Ofentür der Verkokungskammer hinaus. Dadurch wird sichergestellt, daß es zumindest bis zur Höhe der Ofentür nicht zu einer Verwirbelung der aus einer geöffneten Verkokungskammer austretenden Emissionen durch Windeinfluß kommen kann. Dies ermöglicht eine vollständige Erfassung der Emissionen durch die oberhalb der Ofentüren angeordnete Absaugeinrichtung der Koksofenbedienungsmaschine.

[0013] Um Seitenwinde in noch stärkerem Maße abzuschirmen und um eine noch wirksamere Absaugung der freigesetzten Emissionen sicherzustellen, kann vorgesehen sein, daß sich wenigstens eine Windschutzwand, vorzugsweise beide Windschutzwände, vom Boden des Meistergangs aus, jedenfalls aber zumindest vom unteren Bereich der Ofenkammern nach oben zumindest bis zur Höhe der Absaugeinrichtung oder darüber hinaus erstrecken.

[0014] In Querrichtung können sich vorzugsweise beide Windschutzwände von der Koksofenbedienungsmaschine über den Meistergang im wesentlichen bis zu Ankerständern des Koksofens oder bis zur Ofenwand des Koksofens erstrekken. Zumindest bei Stillstand der Koksofenbedienungsmaschine können die Windschutzwände an Ankerständern oder an der Ofenwand anliegen. Dies trägt dazu bei, daß Seitenwinde nicht an den Windschutzwänden seitlich vorbei in den Abschirmbereich einströmen können. Eine Verwirbelung der aus einer geöffneten Verkokungskammer austretenden Emissionen durch Seitenwinde ist im Abschirmbereich daher weitgehend ausgeschlossen.

[0015] Zur Wartung und Pflege vorzugsweise der Ofentüren kann ein entlang des Meistergangs verfahrbarer Batteriewartungswagen vorgesehen sein. Um ein einfaches Passieren des Batteriewartungswagens zu ermöglichen, können vorzugsweise beide Windschutzwände klappbar bzw. schwenkbar an der Koksofenbedienungsmaschine angelenkt oder in Querrichtung vom Koksofen weg und auf diesen zu linear verfahrbar mit der Koksofenbedienungsmaschine verbunden sein. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, daß der Batteriewartungswagen in den Abschirmbereich ein- und ausfahren kann, ohne daß das Verfahren des Batteriewartungswagens entlang des Meistergangs durch die Windschutzwänden behindert wird.

[0016] Um das Ein- und Ausfahren des Batteriewartungswagens zu ermöglichen, können die Windschutzwänden gemäß einer ersten Alternative der Erfindung in beiden Richtungen klappbar angelenkt oder verfahrbar mit der Koksofenbedienungsmaschine verbunden sein. Dabei müssen die Windschutzwände zumindest derart weit aufklappbar oder vom Koksofen weg verfahrbar angelenkt bzw. mit der Koksofenbedienungsmaschine verbunden sein, daß nach dem Aufklappen bzw. Verfahren der Abstand zwischen den Windschutzwänden und den Ankerständern des Koksofens zumindest der Breite des Batteriewartungswagens, vorzugsweise unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Sicherheitsabstandes, entspricht. Der Batteriewartungswagen kann eine Breite von ca. 1,0 m bis 1,5 m aufweisen, wobei der Sicherheitsabstand ca. 0,5 m betragen sollte. Bei klappbaren Windschutzwänden kommt es in diesem Zusammenhang darauf an, daß auf beiden Seiten einer Windschutzwand ein ausreichender Freiraum vorgesehen ist, um das Aufklappen bzw. Verschwenken der Windschutzwand in ausreichendem Maße sicherzustellen. Dabei dürfen beispielsweise die Koksofenbedienungseinrichtungen der Koksofenbedienungsmaschine das Aufklappen der Windschutzwände nicht behindern. Gleiches gilt in entsprechender Weise für den Fall, daß die Windschutzwände vom Koksofen weg verfahrbar mit der Koksofenbedienungsmaschine verbunden sind.

[0017] Es ist nicht zwingend notwendig, daß die Windschutzwand über die gesamte Höhe klappbar bzw. verschwenkbar oder vom Koksofen weg verfahrbar an der Koksofenbedienungsmaschine angelenkt oder mit der Koksofenbedienungsmaschine verbunden ist. Beispielsweise ist es möglich, daß die Windschutzwand zweigeteilt ist, wobei nur ein unterer Teil klappbar oder weg verfahrbar angelenkt bzw. verbunden ist. Der untere Teil muß jedoch zumindest eine Höhe aufweisen, die das Passieren eines Batteriewartungswagens oder weiterer relativ zur Koksofenbedienungsmaschine verfahrbarer Einrichtungen ermöglicht. Vorzugsweise ist es jedoch vorgesehen, daß die Windschutzwand über die gesamte Höhe klappbar oder verfahrbar ist.

[0018] Die Windschutzwände weisen vorzugsweise ein geringes Eigengewicht auf, so daß es in einfacher Weise möglich ist, diese aufzuklappen oder zu verfahren. Das geringe Eigengewicht trägt im übrigen zu einer geringen Belastungen der gelenkigen oder verfahrbaren Verbindung der Windschutzwand mit der Koksofenbedienungsmaschine bei.

[0019] Bei einer zweiten Alternative der Erfindung ist vorgesehen, daß beide Windschutzwände für einen entlang des Meistergangs verfahrbaren Batteriewartungswagen benachbart zum Koksofen jeweils wenigstens einen klappbaren oder in Querrichtung vom Koksofen weg verfahren Wandabschnitt aufweisen. Die nach Aufklappen oder Verfahren des Wandabschnitts gebildete Öffnung der Windschutzwand weist zumindest eine Höhe und eine Breite auf, die der Höhe und der Breite des Batteriewartungswagens, unter Berücksichtigung eines Sicherheitsabstandes, entspricht.

[0020] Zum automatischen Aufklappen bzw. Schwenken und/oder Verfahren der Windschutzwand oder des Wandabschnitts kann eine Steuereinrichtung vorgesehen sein. Die Steuereinrichtung kann derart ausgebildet sein, daß vorzugsweise vor dem Inkontakttreten des Batteriewartungswagens mit der Windschutzwand automatisch ein Aufklappen und/oder Verfahren der Windschutzwand oder des Wandabschnitts bewirkt wird. In diesem Zusammenhang kann eine entsprechend ausgebildete Meßtechnik bzw. Sensorik vorgesehen sein, um den Abstand zwischen der Windschutzwand und dem Batteriewartungswagen zu messen. Die Steuerung des Aufklappvorgangs und/oder des Verfahrens der Windschutzwand oder des Wandabschnitts kann vorzugsweise derart erfolgen, daß es während des Passierens des Batteriewartungswagens zu keinem Kontakt zwischen dem Batteriewartungswagen und der Windschutzwand und/oder dem Wandabschnitt kommt. Dadurch können Beschädigungen ausgeschlossen werden. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß der Batteriewartungswagen bei Inkontakttreten mit der Windschutzwand oder dem Wandabschnitt diese oder diesen aufdrückt.

[0021] Bei einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Windschutzwand oder der Wandabschnitt federbelastet sind, wobei die Windschutzwand oder der Wandabschnitt aufgrund der Federkraft nach dem Passieren des Batteriewartungswagens wieder in die Abschirmstellung zurückklappt oder zurückfährt. Grundsätzlich kann jedoch auch eine Antriebseinheit zum Aufklappen und/oder Verfahren der Windschutzwand oder des Wandabschnitts vorgesehen sein, die das Zurückklappen oder Zurückfahren der Windschutzwand oder des Wandabschnitts nach dem Passieren des Batteriewartungswagens ausführt. Als Antrieb kann beispielsweise ein Kettenantrieb vorgesehen sein.

[0022] Um dem Koksofenbedienungspersonal den Durchtritt durch die Windschutzwand zu ermöglichen, kann die Windschutzwand eine Durchgangsöffnung aufweisen, vorzugsweise benachbart zur Koksofenbedienungsmaschine. Die Durchgangsöffnung weist in diesem Zusammenhang zumindest eine solche Breite auf, die es einer Person ermöglicht, entlang des Meistergangs von einer Seite der Windschutzwand auf die andere Seite zu wechseln. Die Durchgangsöffnung kann darüber hinaus eine Breite aufweisen, die auch das Passieren von Hubarbeitsbühnen ermöglicht. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, daß die Durchgangsöffnung eine maximale Höhe von 2,0 bis 3,0 m, vorzugsweise von 2,5 m aufweist. Um einen Übertritt von Emissionen aus dem Abschirmbereich in die Umgebung zu verhindern, kann ein Lamellenvorhang oder ein klappbarer bzw. verschwenkbarer und/oder in Querrichtung verfahrbarer weiterer Wandabschnitt der Windschutzwand zum zumindest teilweisen Verschließen der Durchgangsöffnung vorgesehen sein.

[0023] Im einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Koksofenbedienungsmaschine auszugestalten und weiterzubilden, wobei einerseits auf die abhängigen Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende detaillierte Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen wird. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1
eine Teilquerschnittsansicht einer Koksofenbedienungsmaschine zur Bedienung eines eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Verkokungskammern aufweisenden Koksofens von vorne,
Fig. 2
eine schematische Darstellung einer Teilquerschnittsansicht der in Fig. 1 dargestellten Koksofenbedienungsmaschine und des in Fig. 1 dargestellten Koksofens von vorne,
Fig. 3
eine schematische Darstellung einer Teilquerschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Koksofenbedienungsmaschine zur Bedienung des in Fig. 1 dargestellten Koksofens von vorne und
Fig. 4
eine schematische Darstellung einer Teilquerschnittsansicht der in Fig. 3 dargestellten erfindungsgemäßen Koksofenbedienungsmaschine zur Bedienung des in Fig. 1 dargestellten Koksofens von oben.


[0024] In Fig. 1 ist eine an sich aus dem Stand der Technik bekannte Koksofenbedienungsmaschine 1 zur Bedienung eines eine Mehrzahl von nicht im einzelnen dargestellten nebeneinander angeordneten Verkokungskammern aufweisenden Koksofens 2 dargestellt. Die Koksofenbedienungsmaschine 1 weist eine Absaugeinrichtung 3 zum Absaugen von aus einer insbesondere geöffneten, zu bedienenden Verkokungskammer austretenden Emissionen auf. Darüber hinaus weist die Koksofenbedienungsmaschine 1 eine in Fig. 4 dargestellte Türhebereinrichtung 4 und gegebenenfalls weitere Koksofenbedienungseinrichtungen auf. Die Koksofenbedienungsmaschine 1 ist zur Bedienung der Verkokungskammern entlang eines Meistergangs 5 des Koksofens 2 relativ zu den Verkokungskammern in Längsrichtung verfahrbar angeordnet. Dabei erstreckt sich die Koksofenbedienungsmaschine 1 in Querrichtung zumindest teilweise über den Meistergang 5. Im übrigen ist in Fig. 1 ein Batteriewartungswagen 6 dargestellt, der ebenfalls in Längsrichtung zu dem Meistergang 5 verfahrbar angeordnet ist.

[0025] Die Absaugeinrichtung 3 ist zur Emissionserfassung oberhalb der Verkokungskammern auf der Koksofenbedienungsmaschine 1 vorgesehen und mit dieser entlang des Meistergangs 5 zu der jeweils zu bedienenden Verkokungskammer verfahrbar. Eine Absaugöffnung 7 der Absaugeinrichtung 3 ist zur Erfassung der beim Öffnen einer Koksofentür 8, bei dem sich anschließenden Reinigungsvorgang der Koksofentür 8 und des Türrahmens, beim Ausdrücken des Kokses aus einer zu bedienenden Verkokungskammer und beim Wiederschließen der Koksofentür 8 entstehenden Emissionen auf den Koksofen 2 ausgerichtet. Bei der Absaugeinrichtung 3 kann es sich um eine Wirbelhauben-Absaugeinrichtung handeln.

[0026] Aufgrund von Windeinfluß, insbesondere von Seiten- bzw. Querwinden, die entlang des Meistergangs 5 zwischen der Koksofenbedienungsmaschine 1 und dem Koksofen 2 auftreten können, kommt es unter Umständen dazu, daß die aus einer geöffneten Verkokungskammer austretenden Emissionen verwirbelt und nur teilweise oder gar nicht von der Absaugeinrichtung 3 erfaßt werden. Durch die Emissionen kommt es zu einer unnötigen Umweltbelastung und zu einer Gesundheitsgefährdung des Kokereibedienungspersonals. Erfindüngsgemäß ist es daher vorgesehen, daß zur Abschirmung des Meistergangs 5 im Bereich einer zu bedienenden Verkokungskammer gegenüber Windeinfluß wenigstens zwei benachbarte sich in Richtung auf die Verkokungskammer im wesentlichen quer über den Meistergang 5 zumindest bereichsweise erstrekkende Windschutzwände 9 zur Bildung eines Abschirmbereiches 10 vorgesehen sind, daß die Absaugeinrichtung 3 und die Türhebereinrichtung 4 und gegebenenfalls weitere Koksofenbedienungsbedienungseinrichtungen zwischen den benachbarten Windschutzwänden 9 angeordnet sind und daß die Windschutzwände 9 derart voneinander beabstandet sind, daß die Türhebereinrichtung 4 und gegebenenfalls die weiteren Koksofenbedienungseinrichtungen zwischen benachbarten Windschutzwänden 9 innerhalb des Abschirmbereiches 10 betreibbar sind. Dies ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt.

[0027] Fig. 2 zeigt schematisch die Koksofenbedienungsmaschine 1 mit der Absaugeinrichtung 3, die entlang des Meistergangs 5 relativ zu den nicht im einzelnen dargestellten Verkokungskammern des Koksofens 2 verfahrbar angeordnet ist. Darüber hinaus zeigt Fig. 2 den Batteriewartungswagen 6, der auf Schienen geführt und ebenfalls in Längsrichtung des Meistergangs 5 verfahrbar angeordnet ist. Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Koksofenbedienungsmaschinen stellen den Stand der Technik dar.

[0028] Davon ausgehend ist es bei der Erfindung entsprechend der Ausführungsform gemäß Fig. 4 vorgesehen, daß die Koksofenbedienungsmaschine 1 wenigstens zwei an der Koksofenbedienungsmaschine 1 klappbar bzw. verschwenkbar angelenkte Windschutzwände 9 aufweist, die einen Windabschirmbereich 10 bilden. Die Windschutzwand 9 erstreckt sich gemäß Fig. 3 über die Höhe der Koksofentür 8 hinaus und bewirkt eine Abschirmung des in Längsrichtung des Meistergangs 5 hinter der Windschutzwand 9 angeordneten Abschirmbereiches 10, der in Fig. 4 dargestellt ist. Die Windschutzwand 9 erstreckt sich in Querrichtung über den Meistergang 5 in Richtung auf den Koksofen 2. Zwischen den Ankerständern 11 und der Vorderkante der Windschutzwand 9 ist vorzugsweise ein Abstand a vorgesehen, der sicherstellt, daß es beim Verfahren der Koksofenbedienungsmaschine 1 in Längsrichtung des Meistergangs 5 nicht zu einem Kontakt zwischen der Windschutzwand 9 und Teilen des Koksofens 2 kommen kann, die über die Ankerständer 11 in Richtung zur Koksofenbedienungsbedienungsmaschine 1 überstehen. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß sich die Windschutzwand 9 derart weit in Querrichtung über den Meistergang 5 erstreckt, daß zumindest bei Stillstand der Koksofenbedienungsmaschine 1 die Windschutzwand 9 an einem Ankerträger 11 anliegt.

[0029] Darüber hinaus ist in Fig. 3 dargestellt, daß die Windschutzwand 9 auf der dem Meistergang 5 zugewandten Seite eine Durchgangsöffnung 12 aufweist, um Koksofenbedienungspersonal 13 das Passieren der Windschutzwand 9 zu ermöglichen, beispielsweise in einem Notfall. Die Durchgangsöffnung 12 kann eine Höhe von vorzugsweise 2,5 m aufweisen und eine entsprechende Breite, um auch das Passieren von Hubwagen zu ermöglichen, die entlang des Meistergangs 5 verfahren werden. Um Seitenwinde wirkungsvoll abzuschirmen, kann die Durchgangsöffnung 12 einen Lamellenvorhang 13 aufweisen, der so ausgebildet ist, daß ein Windeinfluß im wesentlichen verhindert wird, Personen aber dennoch durch den Lamellenvorhang 13 in den Abschirmbereich ein- bzw. austreten können.

[0030] Die Höhe der Windschutzwand 9 ist vorzugsweise so festgelegt, daß die aus einer geöffneten Verkokungskammer im Abschirmbereich 10 bei der Bedienung der Verkokungskammer freigesetzten Emissionen durch die Absaugeinrichtung 3, die gemäß Fig. 3 oberhalb des Abschirmbereiches 10 vorgesehen ist, im wesentlichen vollständig von auftretenden Winden abgeschirmt werden. In Abhängigkeit von der Absaugleistung der Absaugeinrichtung 3 und deren Abstand zum Meistergang 5 kann sich die Windschutzwand 9 mehr oder weniger weit nach oben erstrecken.

[0031] Gemäß Fig. 4 können die Windschutzwänden 9 in beiden Längsrichtungen des Meistergangs 5 um einen Mindestwinkel α verschwenkt werden. Damit es beim Passieren des Batteriewartungswagens 6 nicht zu einer Behinderung durch die Windschutzwände 9 kommen kann, ist es erforderlich, daß im aufgeklappten Zustand der Windschutzwände 9 die Breite b zwischen den Ankerständern 11 und der Vorderkante der Windschutzwände 9 größer ist als die Breite b1 des Batteriewartungswagens 6. Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen den Ankerständern 11 und einer aufgeklappten Windschutzwand 9 der Breite des Batteriewartungswagens b1 zuzüglich eines Sicherheitsabstandes, um ein Einklemmen von Personen zwischen dem Batteriewartungswagen 6 und einer Windschutzwand 9 zu verhindern.

[0032] In Fig. 4 ist die Türhebereinrichtung 4 beim Türhebevorgang der Koksofentür 8 dargestellt. Nach dem Abheben wird die Koksofentür 8 in eine Reinigungsposition verschwenkt. Die Koksofenbedienungsmaschine 1 weist neben der Türhebereinrichtung 4 weitere Koksofenbedienungseinrichtungen auf, die nicht im einzelnen dargestellt sind und beispielsweise für die Tür- und Rahmenreinigung vorgesehen sein können. In diesem Zusammenhang ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Windschutzwände 9 derart voneinander beabstandet sind, daß die Türhebereinrichtung 4 und gegebenenfalls die weiteren Koksofenbedienungseinrichtungen der Koksofenbedienungsmaschine 1 innerhalb des Abschirmbereiches 10 die Bedienung einer jeweils zu bedienenden Verkokungskammer ausführen können, ohne daß es zu einer Behinderung des Bedienvorgangs kommt. In diesem Zusammenhang kann der Abschirmbereich 10 eine Mindestlänge aufweisen, die vorzugsweise der Breite von fünf Ofenkammern des Koksofens 2 entsprechen kann.

[0033] Darüber hinaus ist es vorzugsweise vorgesehen, daß es beim Betrieb der Koksofenbedienungseinrichtungen der Koksofenbedienungsmaschine 1 innerhalb des Abschirmbereiches 10 nicht zu einem Kontakt der Koksofenbedienungseinrichtungen mit den Windschutzwänden 9 kommen kann. Beispielsweise soll es nicht dazu kommen, daß bei dem Betrieb der Türhebereinrichtung 4 eine Windschutzwand 9 aufgedrückt wird. Im Ergebnis wird bei ausreichender Beabstandung der Windschutzwände 9 von den Koksofenbediendungseinrichtungen sichergestellt, daß es zu keiner Unterbrechung der Abschirmung des Abschirmbereiches 10 gegenüber Seitenwinden beim Betrieb der Koksofenbedienungseinrichtungen kommen kann.

[0034] Im übrigen läßt es die Erfindung bedarfsweise zu, die in den Ansprüchen genannten und/oder die anhand der Zeichnung offenbarten und beschriebenen Merkmale miteinander zu kombinieren, auch wenn dies nicht im einzelnen beschrieben ist. Die Erfindung ist dabei nicht auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt. Die genannten Werteangaben und die angegebenen Intervalle erfassen jeweils sämtliche Werte, also nicht nur die Untergrenzen und bei Intervallen die Intervallgrenzen, ohne daß dies einer ausdrücklichen Erwähnung bedarf.


Ansprüche

1. Koksofenbedienungsmaschine (1) für einen eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Verkokungskammern aufweisenden Koksofen (2), mit einer Absaugeinrichtung (3) zum Absaugen von aus einer geöffneten Verkokungskammer austretenden Emissionen und mit einer Türhebereinrichtung (4), wobei die Koksofenbedienungsmaschine (1) zur Bedienung der Verkokungskammern entlang eines Meistergangs (5) des Koksofens (2) relativ zu den Verkokungskammern verfahrbar angeordnet ist, wobei zur Windabschirmung des Meistergangs (5) im Bereich einer zu bedienenden Verkokungskammer wenigstens zwei benachbarte sich in Richtung auf die Verkokungskammer im wesentlichen quer über den Meistergang (5) zumindest bereichsweise erstreckende Windschutzwände (9) zur Bildung eines Abschirmbereiches (10) vorgesehen sind, wobei die Absaugeinrichtung (3) und die Türhebereinrichtung (4) zwischen den benachbarten Windschutzwänden (9) angeordnet sind, wobei die Windschutzwände (9) derart voneinander beabstandet sind, daß die Türhebereinrichtung (4) innerhalb des Abschirmbereiches (10) betreibbar ist und wobei sich beide Windschutzwände (9) vom Boden des Meistergangs (5) aus nach oben zumindest über die Höhe einer Ofentür (8) der Verkokungskammer hinaus erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß beide Windschutzwände (9) für einen entlang des Meistergangs (5) verfahrbaren Batteriewartungswagen (6) klappbar an der Koksofenbedienungsmaschine (1) angelenkt oder in Querrichtung vom Koksofen (2) weg verfahrbar mit der Koksofenbedienungsmaschine (1) verbunden sind, wobei nach dem Aufklappen bzw. Verfahren der Abstand zwischen den Windschutzständen (9) und Ankerständern (11) des Koksofens (2) zumindest einer Breite des Batteriewartungswagens zuzüglich eines Sicherheitsabstandes entspricht.
 
2. Koksofenbedienungsmaschine (1) für einen eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Verkokungskammern aufweisenden Koksofen (2), mit einer Absaugeinrichtung (3) zum Absaugen von aus einer geöffneten Verkokungskammer austretenden Emissionen und mit einer Türhebereinrichtung (4), wobei die Koksofenbedienungsmaschine (1) zur Bedienung der Verkokungskammern entlang eines Meistergangs (5) des Koksofens (2) relativ zu den Verkokungskammern verfahrbar angeordnet ist, wobei zur Windabschirmung des Meistergangs (5) im Bereich einer zu bedienenden Verkokungskammer wenigstens zwei benachbarte sich in Richtung auf die Verkokungskammer im wesentlichen quer über den Meistergang (5) zumindest bereichsweise erstreckende Windschutzwände (9) zur Bildung eines Abschirmbereiches (10) vorgesehen sind, wobei die Absaugeinrichtung (3) und die Türhebereinrichtung (4) zwischen den benachbarten Windschutzwänden (9) angeordnet sind, wobei die Windschutzwände (9) derart voneinander beabstandet sind, daß die Türhebereinrichtung (4) innerhalb des Abschirmbereiches (10) betreibbar ist und wobei sich beide Windschutzwände (9) vom Boden des Meistergangs (5) aus nach oben zumindest über die Höhe einer Ofentür (8) der Verkokungskammer hinaus erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß beide Windschutzwände (9) für einen entlang des Meistergangs (5) verfahrbaren Batteriewartungswagen (6) benachbart zum Koksofen (2) jeweils wenigstens einen klappbaren oder in Querrichtung vom Koksofen (2) weg verfahrbaren Wandabschnitt aufweisen, wobei die nach dem Aufklappen bzw. Verfahren des Wandabschnitts gebildete Öffnung der Windschutzwand (9) zumindest eine Höhe und Breite aufweist, die der Höhe und der Breite des Batteriewartungswagens zuzüglich eines Sicherheitsabstandes entspricht.
 
3. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Windschutzwänden (9) nach oben zumindest bis zur Höhe der Absaugeinrichtung (3) erstrecken.
 
4. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Windschutzwände (9) von der Koksofenbedienungsmaschine (1) über den Meistergang (5) im wesentlichen bis zu den Ankerständern (11) des Koksofens (2) oder bis zur Ofenwand des Koksofens (2) erstrecken und daß beide Windschutzwände (9) zumindest bei Stillstand der Koksofenbedienungsmaschine (1) an dem Ankerständer (11) oder an der Ofenwand anliegen.
 
5. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung zum automatische Aufklappen und/oder Verfahren der Windschutzwand (9) oder des Wandabschnitts vorgesehen ist.
 
6. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Windschutzwand (9) oder der Wandabschnitt federbelastet sind und/oder daß eine Antriebseinheit zum Aufklappen und/oder Verfahren der Windschutzwand (9) oder des Wandabschnitts vorgesehen ist.
 
7. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Windschutzwand (9) eine Durchgangsöffnung (12) für Koksofenbedienungspersonal (13) aufweist, vorzugsweise benachbart zur Koksofenbedienungsmaschine (1).
 
8. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnung (12) eine maximale Höhe von 2,0 m bis 3,0 m aufweist.
 
9. Koksofenbedienungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lamellenvorhang (14) oder ein klappbarer und/oder in Querrichtung verfahrbarer weiterer Wandabschnitt der Windschutzwand (9) zum zumindest teilweisen Verschließen der Durchgangsöffnung (12) vorgesehen ist.
 


Claims

1. A coke oven operating machine (1) for a coke oven (2) having a plurality of coking chambers arranged side by side, with an suction device (3) for evacuating emissions escaping from an open coking chamber, and with a door lifting mechanism (4), wherein the coke oven operating machine (1) for operating the coking chambers is arranged to be movable relative to the coking chambers along a bench gallery (5) of the coke oven (2), wherein for wind shielding of the bench gallery (5), in the area of a coking chamber to be operated, at least two adjacent windshield walls (9) extending at least locally in the direction of the coking chamber substantially transversely across the bench gallery (5) so as to form a shield zone (10), wherein the suction device (3) and the door lifting mechanism (4) are arranged between the adjacent windshield walls (9), wherein the windshield walls (9) are spaced apart from each other so that the door lifting mechanism (4) can be operated within the shield zone (10), and wherein both windshield walls (9) extend from the floor of the bench gallery (5) upward at least beyond the level of an oven door (8) of the coking chamber, characterized in that both windshield walls (9) are foldingly hinged at the coke oven operating machine (1) for a battery maintenance carriage (6) movable along the bench gallery (5), or connected to the coke oven operating machine (1) so as to be transversely movable away from the coke oven (2), wherein subsequently to unfolding or moving, the space between the windshield walls (9) and anchor stands (11) of the coke oven (2) corresponds at least to a width of the battery maintenance carriage plus a safe distance.
 
2. The coke oven operating machine (1) for a coke oven (2) having a plurality of coking chambers arranged side by side, with an suction device (3) for evacuating emissions escaping from an open coking chamber, and with a door lifting mechanism (4), wherein the coke oven operating machine (1) for operating the coking chambers is arranged to be movable relative to the coking chambers along a bench gallery (5) of the coke oven (2), wherein for wind shielding of the bench gallery (5), in the area of a coking chamber to be operated, at least two adjacent windshield walls (9) extending at least locally in the direction of the coking chamber substantially transversely across the bench gallery (5) so as to form a shield zone (10), wherein the suction device (3) and the door lifting mechanism (4) are arranged between the adjacent windshield walls (9), wherein the windshield walls (9) are spaced apart from each other so that the door lifting mechanism (4) can be operated within the shield zone (10), and wherein both windshield walls (9) extend from the floor of the bench gallery (5) upward at least beyond the level of an oven door (8) of the coking chamber, characterized in that both windshield walls (9), for a battery maintenance carriage (6) movable along the bench gallery (5), adjacent to the coke oven (2), each have at least one wall portion which is foldable or can be transversely moved away from the coke oven (2), wherein the opening of the windshield wall (9) formed after unfolding or moving of the wall portion has at least a height and width corresponding to the height and width of the battery maintenance carriage plus a safe distance.
 
3. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that both windshield walls (9) extend upward at least up to the level of the suction device (3).
 
4. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that both windshield walls (9) of the coke oven operating machine (1) extend across the bench gallery (5) substantially up to the anchor stands (11) of the coke oven (2) or up to the oven wall of the coke oven (2), and in that both windshield walls (9) come to rest against the anchor stand (11) or the oven wall at least when the coke oven operating machine (1) is stopped.
 
5. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that a controller for automatic unfolding and/or moving of the windshield wall (9) or the wall portion is provided.
 
6. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that the windshield wall (9) or the wall portion is spring-loaded and/or in that a drive unit for unfolding and/or moving the windshield wall (9) or the wall portion is provided.
 
7. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that at least one windshield wall (9) has a through opening (12) for coke oven operating personnel (13), preferably next to the coke oven operating machine (1).
 
8. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that the through opening (12) has a maximum height of 2.0 m to 3.0 m.
 
9. The coke oven operating machine according to any of the preceding claims, characterized in that a lamella curtain (14) or another wall portion of the windshield wall (9), which is foldable and/or can be transversely moved, is provided for at least partially closing the through opening (12).
 


Revendications

1. Machine d'exploitation d'un four à coke (1) pour un four à coke (2) présentant une pluralité de chambres de cokéfaction juxtaposées, avec un dispositif d'aspiration (3) pour aspirer des émissions s'échappant d'une chambre de cokéfaction ouverte, et avec un dispositif de levage de porte (4), dans laquelle, pour commander les chambres de cokéfaction, la machine d'exploitation d'un four à coke (1) est agencée de manière à pouvoir se déplacer par rapport aux chambres de cokéfaction le long d'une galerie de chauffe (5) du four à coke (2), dans laquelle, pour protéger la galerie de chauffe (5) contre le vent, dans la zone d'une chambre de cokéfaction à exploiter, au moins deux parois coupe-vent (9) adjacentes qui s'étendent au moins localement dans la direction de la chambre de cokéfaction de manière substantiellement transversale à travers la galerie de chauffe (5) de façon à former une zone de protection (10), dans laquelle le dispositif d'aspiration (3) et le dispositif de levage de porte (4) sont agencés entre les parois coupe-vent (9) adjacentes, dans laquelle les parois coupe-vent (9) sont espacées l'une de l'autre de telle sorte que le dispositif de levage de porte (4) peut être commandé à l'intérieur de la zone de protection (10), et dans laquelle les deux parois coupe-vent (9) s'étendent depuis le plancher de la galerie de chauffe (5) vers le haut au moins au-delà du niveau d'une porte de four (8) de la chambre de cokéfaction, caractérisée en ce que pour un chariot de maintenance de batterie (6) pouvant se déplacer le long de la galerie de chauffe (5), les deux parois coupe-vent (9) sont articulées à basculement sur la machine d'exploitation d'un four à coke (1) ou connectées à la machine d'exploitation d'un four à coke (1) en pouvant être éloignées du four à coke (2) dans la direction transversale, dans laquelle après le basculement ou le déplacement, l'espace entre les parois coupe-vent (9) et des montants d'ancrage (11) du four à coke (2) correspond au moins à une largeur du chariot de maintenance de batterie plus une distance de sécurité.
 
2. Machine d'exploitation d'un four à coke (1) pour un four à coke (2) présentant une pluralité de chambres de cokéfaction juxtaposées, avec un dispositif d'aspiration (3) pour aspirer des émissions s'échappant d'une chambre de cokéfaction ouverte, et avec un dispositif de levage de porte (4), dans laquelle, pour commander les chambres de cokéfaction, la machine d'exploitation d'un four à coke (1) est agencée de manière à pouvoir se déplacer par rapport aux chambres de cokéfaction le long d'une galerie de chauffe (5) du four à coke (2), dans laquelle, pour protéger la galerie de chauffe (5) contre le vent, dans la zone d'une chambre de cokéfaction à exploiter, au moins deux parois coupe-vent (9) adjacentes qui s'étendent au moins localement dans la direction de la chambre de cokéfaction de manière substantiellement transversale à travers la galerie de chauffe (5) de façon à former une zone de protection (10), dans laquelle le dispositif d'aspiration (3) et le dispositif de levage de porte (4) sont agencés entre les parois coupe-vent (9) adjacentes, dans laquelle les parois coupe-vent (9) sont espacées l'une de l'autre de telle sorte que le dispositif de levage de porte (4) peut être commandé à l'intérieur de la zone de protection (10), et dans laquelle les deux parois coupe-vent (9) s'étendent depuis le plancher de la galerie de chauffe (5) vers le haut au moins au-delà du niveau d'une porte de four (8) de la chambre de cokéfaction, caractérisée en ce que, pour un chariot de maintenance de batterie (6) pouvant se déplacer le long de la galerie de chauffe (5), les deux parois coupe-vent (9) présentent chacune à côté du four à coke (2) au moins une portion de paroi qui peut basculer ou s'éloigner du four à coke (2) dans la direction transversale, dans laquelle l'ouverture de la paroi coupe-vent (9) formée après le basculement ou le déplacement de la portion de paroi présente au moins une hauteur et largeur correspondant à la hauteur et largeur du chariot de maintenance de batterie plus une distance de sécurité.
 
3. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les deux parois coupe-vent (9) s'étendent vers le haut au moins jusqu'au niveau du dispositif d'aspiration (3).
 
4. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les deux parois coupe-vent (9) de la machine d'exploitation d'un four à coke (1) s'étendent à travers la galerie de chauffe (5) substantiellement jusqu'aux montants d'ancrage (11) du four à coke (2) ou jusqu'à la paroi de four du four à coke (2), et en ce que les deux parois coupe-vent (9) s'appuient sur le montant d'ancrage (11) ou la paroi d'un four au moins lorsque la machine d'exploitation d'un four à coke (1) est arrêtée.
 
5. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un contrôleur pour un basculement et/ou déplacement automatique de la paroi coupe-vent (9) ou de la portion de paroi est prévu.
 
6. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la paroi coupe-vent (9) ou la portion de paroi est chargée par ressort et/ou en ce qu'une unité d'entraînement pour faire basculer et/ou déplacer la paroi coupe-vent (9) ou la portion de paroi est prévue.
 
7. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une paroi coupe-vent (9) présente une ouverture traversante (12) pour le personnel d'exploitation du four à coke (13), de préférence près de la machine d'exploitation d'un four à coke (1).
 
8. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ouverture traversante (12) présente une hauteur maximale de 2,0 m à 3,0 m.
 
9. Machine d'exploitation d'un four à coke selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un rideau à lamelles (14) ou une autre portion de paroi de la paroi coupe-vent (9), qui peut basculer et/ou se déplacer dans la direction transversale, est prévu(e) pour fermer l'ouverture traversante (12) au moins en partie.
 




Zeichnung

















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente