(19)
(11) EP 2 107 013 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.05.2012  Patentblatt  2012/20

(21) Anmeldenummer: 09003986.8

(22) Anmeldetag:  19.03.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 88/12(2006.01)
B65D 90/52(2006.01)
B65D 88/74(2006.01)

(54)

Behälter mit einer Schwallwand und Tankcontainer damit

Container with a baffle and tank therewith

Conteneur avec un déflecteur et réservoir comprenant un tel conteneur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 04.04.2008 DE 102008017266

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.10.2009  Patentblatt  2009/41

(73) Patentinhaber: WEW Westerwälder Eisenwerk GmbH
57586 Weitefeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Pfau, Dieter
    57578 Elkenroth (DE)

(74) Vertreter: Gerhard, Till et al
MFG Patentanwälte Partnerschaft Amalienstrasse 62
80799 München
80799 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-2004/015340
DE-U1- 9 116 117
US-A- 5 779 092
US-A1- 2007 181 583
WO-A-2007/039845
GB-A- 291 703
US-A1- 2004 007 272
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter mit Schwallwand , insbesondere Transportbehälter, die jeweils eine Aussparung im Sohlen- und im Scheitelbereich des Transportbehälters aufweist, über die durch die Schwallwand voneinander abgetrennte Behälterbereiche in kommunizierender Verbindung stehen.

    [0002] Transportbehälter für Flüssigkeiten, wie Tankcontainer oder Tankwagenauflieger beeinflussen das Fahrverhalten von Straßenfahrzeugen erheblich. Bei flüssigen Ladegütern kommen zu den reinen Massewirkungen (Gewichtskräfte, Erhöhung des Schwerpunkts, Masseträgheit) erhebliche dynamische Einflüsse hinzu, da flüssige Ladegüter in teilgefüllten Transportbehältern während des Transports hin- und herschwappen und dabei Schwallwirkungen auf den Behälter und damit auf das gesamte Fahrzeug ausüben. Diese Schwallwirkungen können zu unkontrollierten Fahrzuständen insbesondere beim Bremsen oder bei Kurvenfahrten führen.

    [0003] Um diese Wirkungen zu beschränken, ist in Transportvorschriften (z.B. ADR, RID) festgelegt, dass Straßentransporte von Behältern mit einem Füllgrad zwischen 20 und 80 % nur dann gestattet sind, wenn das Gesamtvolumen des Behälters eine bestimmte Größe unterschreitet (beispielsweise 7,5 m3) oder das Gesamtvolumen durch den Schwall behindernde Wandelemente so unterteilt ist, dass kein Behälterbereich vorhanden ist, der die oben genannte Grenzgröße von 7,5 m3 überschreitet.

    [0004] Als Schwall hindernde Elemente dienen demontierbare oder fest eingebaute Elemente im Inneren des Behälters, meist sog. Schwallwände, welche die meist länglichen Transportbehälter quer zu deren Längsrichtung durchsetzen.

    [0005] Schwallwände weisen im Sohlenbereich und im Scheitelbereich Aussparungen auf, so dass die von den Schwallwänden abgetrennten Bereiche in kommunizierender Verbindung zueinander stehen und beim Befüllen und Entleeren ein Flüssigkeits- und/oder Druckausgleich zwischen den Behälterbereichen stattfinden kann. Die Aussparung im Sohlenbereich dient auch dazu, dass der Behälter an einer einzigen Entnahme-/Füllstelle, beispielsweise über eine Bodenarmatur oder ein Steigrohr, restlos entleert oder gefüllt werden kann. Die Aussparung im Scheitelbereich dient hauptsächlich dazu, dass zwischen allen von Schwallwänden abgetrennten Behälterbereichen beim Befüllen, Entleeren oder während des Transports ein Druckausgleich stattfinden kann. Solche Schwallwandanordnungen sind z.B. aus US 2004/0007272 A1 und US 2007/0181583 A1 bekannt.

    [0006] Darüber hinaus müssen die einzelnen von den Schwallwänden abgetrennten Behälterbereiche zu Inspektions- und Revisions-zwecken zugänglich sein. Dazu ist dann in der Behälteraußen-wand für jeden Behälterbereich eine verschließbare Inspektionsöffnung - ein sog. Mannloch - vorzusehen. Sind die Transportbehälter als Druckbehälter ausgebildet, so sind solche Mannloch-Anordnungen ebenfalls druckfest zu gestalten und damit vergleichsweise schwer und teuer.

    [0007] Um diesen Aufwand zu reduzieren, können auch die Schwallwände selbst passierbar ausgeführt werden. Fig. 4 zeigt so eine bekannte Schwallwandgestaltung, bei der im Zentrum der Schwallwand eine passierbare Durchstiegsöffnung vorgesehen ist. Damit ist über ein einziges Behälter-Mannloch jede einzelle Behälterabteilung zugänglich. Der Durchstieg durch so eine Öffnung ist jedoch unter Umständen mühsam, da eine rundum scharfkantige Öffnung durchstiegen werden muss. Insbesondere die Bergung einer Person ist durch so eine Öffnung sehr schwierig. Darüber hinaus reduziert so ein relativ großer Durchstieg die schwallhemmende Wirkung gerade in dem Füllbereich (etwa 50 % Füllgrad), in dem die Schwallwirkungen durch die große freie Ladegutoberfläche maximal sind.

    [0008] Aus der WO 2007/039845 A2 ist ein Schwallwandsystem für Transportbehälter bekannt, bei welchem kreisförmige Schwallwände im Sohlenbereich mit Durchstiegsöffnungen versehen sind, die im Betrieb (beim Transport) mit entfernbaren Ausschnitten weitgehend verschlossen sind. Bei Wartungsarbeiten müssen die Ausschnitte entfernt werden, um die Schwallwände passierbar zu machen.

    [0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen verbesserten Behälter mit Schwallwand bereitzustellen.

    [0010] Diese Aufgabe erfüllt ein Behälter mit einer Schwallwand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Tankcontainer gemäß Anspruch 11. Dabei ist vorgesehen, dass die Aussparung im Sohlenbereich so ausgebildet ist, dass diese gleichzeitig als Wartungsdurchstieg geeignet ist, von einer Person passierbar ausgebildet ist, und die Aussparung im oberen Bereich enger ist als im unteren Bereich. Eine so gestaltete Aussparung im Sohlenbereich hat gegenüber der bekannten Ausführung mehrere Vorteile:

    [0011] Zum einen ist das Passieren so einer Schwallwand einfacher, da keine rundum scharfkantige Öffnung durchstiegen werden muss. Zum anderen wird eine Öffnung eingespart, was die Fertigung einer solchen Schwallwand vereinfacht.

    [0012] Darüber hinaus kann auch der Anschluss- oder Verbindungsbereich mit der umgebenden Behälterwand verkürzt werden, was ebenfalls fertigungstechnische Vorteile hat (die Anzahl von Befestigungsschrauben oder die Schweißnahtlänge kann reduziert werden).

    [0013] Weiterhin werden - bei geschweißten Behältern - Nahtspannungen und Einschnürungen im für die Entleerung des Behälters wichtigen Sohlenbereich reduziert. Die Sohlenlinie des Behälters bleibt weitgehend ungestört, und es bilden sich beim Entleeren keine "Pfützen" zwischen den einzelnen Schwallwandbereichen. Die schwallhemmende Wirkung in den besonders interessanten Füllbereiche von über 50 % wird nicht durch eine große Öffnung in der Schwallwand beeinträchtigt. Bei Füllgraden unter 50%, die in der Praxis kaum auftreten (unwirtschaftlicher Transport), sind die Schwallwirkungen sowieso wegen der reduzierten Ladegutmassen so weit reduziert, dass eine vergrößerte Öffnung im unteren Bereich einer Schwallwand unschädlich ist.

    [0014] Schließlich begünstigt eine so vergrößerte Aussparung im Sohlenbereich bei thermisch geführten - also heiz- oder kühlbaren - Behältern den konvektiven Stoff- bzw. Ladegutaustausch in Längsrichtung.

    [0015] Diese Gestaltung ist auch für den Durchstieg, die schwallhemmende Wirkung und die Restlosentleerung vorteilhaft.

    [0016] Gemäß Anspruch 2 beträgt die lichte Weite an der engsten Stelle so einer Aussparung 400 bis 700 mm, vorzugsweise 500 bis 600 mm, so dass die durch die Aussparung gebildete Öffnung auch von einer Person in Schutzkleidung passiert werden kann.

    [0017] Gemäß Anspruch 3 ist die Schwallwand als gewölbtes Scheibenelement ausgebildet. Dadurch erhält sie eine erhöhte Formstabilität und kann den auftretenden Schwallkräften besser standhalten, ohne dass zusätzliche Versteifungselemente erforderlich sind wie bei einem ebenen Scheibenelement.

    [0018] Durch die Kopplung der Schwallwand mit dem Transportbehälter gemäß Anspruch 4 über ein an der Schwallwand ausgebildetes Seitenwandelement, welches dem Behälterverlauf an der Behälterinnenseite folgt, ist eine spannungsarme und ggf. zusätzlich verstärkte Anbindung an den Transportbehälter möglich. Im Verbindungsbereich auftretende durch die Schwallwirkung hervorgerufene Reaktionskräfte werden reduziert. Die Beanspruchung des Behälters, insbesondere der Behälterwand kann so verringert werden.

    [0019] Die Ansprüche 5 bis 8 betreffen Behälter mit mehrteilig aufgebauten Schwallwanden.

    [0020] Dabei weist sie gemäß Anspruch 5 einen zentralen Scheibenbereich auf, welcher in seinem Randbereich mit einem Profilträgerelement verbunden ist, das mit einem Schenkel versehen ist, der das Seitenwandelement bildet. So ein Trägerelement kann besonders einfach der inneren Umfangskontur des Behälters und der des zentralen Scheibenbereichs angepasst werden.

    [0021] Gemäß Anspruch 6 sind dabei besonders sog. T- oder Winkelträger vorteilhaft, da diese in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung stehen - als sog. Normträger - oder - dies gilt insbesondere für Winkelträger - leicht in unterschiedlichsten Ausführungen herstellbar sind.

    [0022] Die Anbindung des Scheibenbereichs an den Profilträger ist gemäß Anspruch 7 besonders einfach, da Fertigungstoleranzen, welche die Behälterkontur bzw. die Kontur des Scheibenbereichs betreffen, so auf einfachste Weise gegeneinander ausgleichbar sind. Die überlappende Anordnung erlaubt darüber hinaus besonders einfach zu fertigende Schweißnahtausführungen (Kehlnähte) und schafft im Überlappungsbereich die erforderlichen Voraussetzungen für eine Schraubverbindung.

    [0023] Schweißverbindungen (Anspruch 8) sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn wechselweise unterschiedliche Ladegüter zu transportieren sind. Die Schweißnähte verschließen Spalten, in denen sich Ladegutreste sammeln könnten, vollständig. Die Reinigung wird vereinfacht.

    [0024] Anspruch 9 betrifft einen Behälter mit einer Schwallwand oder Schwallwandanordnung, der an einer Behälterflanke einen Kühl- bzw. Heizbereich mit einer Kühl- bzw. Heizeinrichtung aufweist. Im Gegensatz zu so einem Bereich im Sohlenbereich eines solchen Behälters findet im Flankenbereich durch die beim Kühl- bzw. Heizbetrieb hervorgerufene Konvektion des Ladeguts eine verbesserte Wärmeübertragung statt, da hier eine stärkere Strömung (Konvektion) an der Heizfläche entlang hervorgerufen wird. Die Kühl- bzw. Heizbereiche erstrecken sich oft über mehrere von Schwallwänden abgetrennte Bereiche eines Behälters. Durch die verstärkte Konvektion und die vergrößerte Aussparung im Bodenbereich wird der Stoff-/Ladegutaustausch beim Heizen oder Kühlen zwischen den Tankbereichen verbessert. Damit findet eine verbesserte Durchmischung des Ladeguts über den gesamten Behälterbereich statt und das Ladegut wird gleichmäßiger erwärmt oder abgekühlt.

    [0025] Gemäß Anspruch 10 wird dieser Effekt dadurch verstärkt, dass die Laschen eine Ablenkeinrichtung bilden, welche den bei Heiz- bzw. Kühlbetrieb im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Behälters erzeugten Konvektionsstrom teilweise in Längsrichtung ablenkt. So wird die Vermischung der Ladegutteile, die sich in den von Schwallwänden abgetrennten Bereichen befinden, verbessert. Damit kann unter Umständen die Ausdehnung des Heiz- bzw. Kühlbereichs auf nur einen Behälterbereich beschränkt werden, da durch die so verbesserte Konvektion (in Längsrichtung) eine vollständige Durchmischung des Ladeguts und damit ein verbesserter Temperaturausgleich auch zwischen Behälterbereichen möglich ist, von denen einige keinen Heiz- bzw. Kühlbereich aufweisen.

    [0026] Anspruch 11 betrifft einen Tankcontainer mit einem erfindungsgemäßen Behälter und, einer Schwallwandanordnung.

    [0027] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Dabei zeigt
    Figur 1
    eine schematische Ansicht eines Tankcontainers mit einem erfindungsgemäßen Behälter,
    Figur 2
    eine Darstellung des Behälters des in Figur 1 dar- gestellten Tankcontainers im Querschnitt mit einer Ansicht auf eine Schwallwand,
    Figur 3
    eine Schnittdarstellung (Schnitt K-K) des Rand- bereichs der in Fig. 2 gezeigten Schwallwand,
    Figur 4
    eine Ansicht einer Schwallwand nach dem Stand der Technik und
    Figur 5
    eine Schnittdarstellung (Schnitt L-L) des Rand- bereichs der in Fig. 4 gezeigten Schwallwand.


    [0028] Figur 1 zeigt einen Tankcontainer 1, bei dem ein Behälter 2 jeweils an seinen Stirnenden 4 über sog. Stirnringsattelungen 6 mit einem den Behälter 2 aufnehmenden Rahmenwerk 8 verbunden ist. Das Rahmenwerk 8 ist über Eckbeschläge 10 umschlagbar und mit Transportfahrzeugen koppelbar. Der Behälter 2 ist vollständig von einer Isolierung 12 umgeben, welche durch strichpunktierte Linien angedeutet ist.

    [0029] Der Behälter 2 selbst wird von einem zylindrischen Mantelbereich 22 und diesen an seinen Enden verschließende gewölbte Böden 24 gebildet. Der Behälter 2 verläuft dabei entlang einer Längsachse 14. Im Scheitelbereich des Behälters 2 ist ein Haubenkasten 26 angeordnet, in dem mehrere (nicht dargestellte) Behälteranschlüsse wie Mannloch, Füll-/Entleerarmaturen, Sicherheits-/Überdruckventile, Thermometer, Druckanzeigegeräte oder ähnliches angeordnet sind.

    [0030] An der Außenseite des zylindrischen Bereichs 22 der den Behälter 2 definierenden Behälterwand 28, sind in dessen Flankenbereichen Heiz-/Kühleinrichtungen 30 angeordnet, die hier aus auf den Behälter 2 aufgeschweißten Halbrohrelementen 32 gebildet werden, welche an ihren Enden in Sammelkanäle 34 münden. Die Heiz-/Kühlanordnungen 30 werden zum Heizen bzw. zum Kühlen des im Behälter 2 befindlichen Ladeguts von einem geeigneten Kühl- bzw. Heizmedium durchströmt.

    [0031] Im Inneren des Behälters 2 sind zwei, eine Schwallwandanordnung bildende Schwallwände 40 angeordnet, deren Aufbau anhand der Figuren 2, 3 und 5 genauer erläutert wird.

    [0032] Der in Figur 2 dargestellte Behälterquerschnitt zeigt die Schwallwand 40, die einen zentralen Scheibenbereich 42 aufweist, und in ihren Randbereichen 44 mit Profilträgerelementen 46 verbunden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Randbereiche 44 mit den radial nach innen weisenden Schenkeln 47 der Trägerelemente 46 verbunden. Die hier dargestellten Trägerelemente 46 sind als Winkel oder L-Träger ausgebildet, dessen zweiter Schenkel 48 an der Behälterwand 28 anliegt.

    [0033] Im in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der zentrale Scheibenbereich 42 gewölbt ausgebildet, während der ebene Randbereich 44 davon ausgehend radial nach außen verläuft; etwa in einer Ebene, die senkrecht zur Längsachse 14 (siehe Figur 1) verläuft. Die Wölbungstiefe des zentralen Scheibenbereichs 42 in Richtung der Längsachse 14 beträgt dabei mindestens 100 mm, um die erforderliche Formstabilität zu gewährleisten. In anderen Ausführungen (nicht dargestellt) ist der zentrale Scheibenbereich kegelstumpfförmig ausgebildet. Es gibt auch wendelförmige Ausführungen (nicht dargestellt), bei denen die Randbereiche 60 der unteren Aussparung in Längsrichtung 14 gegeneinander versetzt sind.

    [0034] Im Scheitelbereich des Behälters 2 ist die Schwallwand 40 von einer Aussparung 16 durchbrochen; im Sohlenbereich des Behälters 2 ist eine größere Aussparung 18 vorgesehen, die so ausgebildet ist, dass sie als Wartungsdurchstieg geeignet ist und von einer Person passierbar ist. Die Aussparung 18 ist in ihrem oberen Bereich 18a enger als im unteren Bereich 18b ausgebildet. Der engere Bereich 18a hat eine lichte Weite W zwischen 400 und 700 mm, vorzugsweise zwischen 500 und 600 mm. Im Sohlenbereich beträgt die Weite B ca. 2/3 des Behälterdurchmessers. Die Höhe H der unteren Aussparung 18 beträgt ca. den halben Behälterdurchmesser.

    [0035] Im in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Aussparungen 16 und 18 symmetrisch zu einer den Behälter 2 entlang der Längsachse 14 verlaufenden senkrechten Ebene 15 ausgebildet. Insbesondere die untere Ausnehmung 18 kann um einen Winkel von bis zu 30°zu dieser Ebene 15 verdreht angeordnet sein. Insbesondere bei Ausführungen, bei denen mehrere hintereinander angeordnete Schwallwände 40 eine Schwallwandanordnung bilden, kann die Schwallwirkung verbessert werden, wenn die unteren Ausnehmungen 18 jeweils gegeneinander aus der Ebene 15 verdreht - also nichtfluchtend - angeordnet werden.

    [0036] Dadurch, dass der obere Bereich 18a der Ausnehmung 18 enger ausgebildet ist als der untere Bereich 18b, ist die schwallhemmende Wirkung der Schwallwand 40 auch dann noch ausreichend, wenn der Füllstand unter 50 % (gekennzeichnet durch die strichpunktierte Linie 50 in Figur 2) fällt. Oberhalb dieses 50 % Füllstandes ist die schwallhemmende Wirkung der Schwallwände 40 im Oberflächenbereich des Ladeguts voll gegeben.

    [0037] Bei der bekannten Schwallwandausführung, wie sie in Figur 4 dargestellt ist, weist die Schwallwand SW gleich große untere und obere Ausnehmungen UA und OA und zusätzlich einen zentralen Durchstieg DS auf.

    [0038] Der in Figur 5 (Schnitt L-L) dargestellte Randbereich ist jedoch auch in Verbindung mit dem in Figur 2 dargestellten Ausnehmungen 18 und 16 - also an einer Schwallwand - auszuführen. Hier stößt dann der zentrale (gewölbte) Scheibenbereich 42 direkt an den Innenrand des nach innen in den Behälter 2 abstehenden Schenkels 47 des Trägerelements 46. Der zweite Schenkel 48 verläuft analog der Darstellung in Figur 3 entlang der Behälterwand 28. Bei dieser Ausführung (Fig. 5) muss jedoch die Außenkontur des zentralen Scheibenbereichs 42 exakt an die Randkontur des Schenkels 47 angepasst werden, während bei der in Figur 3 dargestellten Ausführung durch die Überlappung des Randbereichs 44 mit dem Schenkel 47 diese Anpassung wegfallen kann. Trägerelement 46 und der Randbereich 44 können hier mit einfach ausführbaren Kehlnähten miteinander verschweißt werden. Die Überlappung zwischen dem Schenkel 47 und dem Randbereich 44 kann auch so gestaltet werden, das eine Schraubverbindung oder ein anderes Schenkel 47 und Randbereich 44 durchsetzendes Fügeverfahren realisierbar ist.

    [0039] Die in der Figur 1 dargestellte Heiz-/Kühlanordnung 30, welche in der Figur 2 durch die schraffierten Bereiche 30 angedeutet sind, bewirken im Betrieb, das heißt wenn sie das im Inneren des Behälters 2 befindliche Ladegut erwärmen oder abkühlen, eine konvektive Strömung des Ladeguts in Richtung der Pfeile S. Diese Konvektion verbessert den Wärmeübergang zwischen der Heiz-/Kühlanordnung durch die Behälterwand 28 in das Ladegut im Behälter 2. Diese Konvektion verläuft jedoch im wesentlichen nur quer zur Längsachse 14, insbesondere dann, wenn die Aussparungen im unteren Bereich klein ausgebildet sind (Fig. 4).

    [0040] Bei der unteren Aussparung 18 der Schwallwand 2 ist der Durchgangsquerschnitt jedoch vergrößert, so dass hier ein verbesserter Stoff-/Ladegutaustausch auch in Längsrichtung des Behälters 2 stattfinden kann.

    [0041] Am Übergangsbereich des Randes der unteren Ausnehmung 18 vom oberen Bereich 18a in den unteren Bereich 18b sind im Randbereich 60 zusätzliche Ablenkeinrichtungen 62 vorgesehen, die im dargestellten Ausführungsbeispiel in Figur 2 als in Richtung der Längsachse 14 abgekantete Laschen 62 ausgebildet sind. Solche Ablenkeinrichtungen 62 verleihen der quer zur Längsachse verlaufenden Strömung S eine zusätzliche Komponente in Richtung der Längsachse 14 und verstärken den durch die Konvektion S bewirkten Stoffaustausch über die untere Aussparung 18 zwischen Behälterbereichen 2a, 2b und 2c, die durch die Schwallwände 40 bzw. die gewölbten Böden 24 definiert werden (siehe Figur 1). Damit kann das im Behälter 2 befindliche Ladegut gleichmäßiger temperiert werden.

    [0042] Der gleiche Effekt ist auch bei wendelförmig gestalteten Schwallwänden erzielbar, bei denen der Versatz der gegenüberliegenden Randbereiche 60 in Längsrichtung eine konvektive Umwälzung und Durchmischung des Ladeguts in Richtung der Längsachse 14 nach Art einer archimedischen Schraube bewirkt

    [0043] Neben den in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungen gibt es auch Schwallwände 40, die einstückig ausgebildet und direkt - ohne Trägerelement 46 - an der Behälterwand 28 befestigt sind. Ablenkeinrichtungen 62 können auch als Zusatzelement an der Schwallwand 40 bzw. an der Behälterinnenseite angeordnet werden.

    [0044] Die hier Halbrohrelemente 32 und Sammelkanäle 34 aufweisende Heiz-/Kühleinrichtung 30 umfasst in anderen Ausführungen beispielsweise elektrische Widerstandselemente (sog. Heizmatten) oder auch an der Tankwand 28 anliegende Vollrohre (Kühl- bzw. Heizschlangen).

    [0045] Es ist auch möglich, dass sich solche Kühl-/Heizeinrichtungen 30 nicht über die gesamte Länge des Behälters 2 erstrecken und nur in einen Flankenbereich an einer Behälterseite angeordnet sind. Es gibt auch Ausführungen, bei denen so eine Heiz-/Kühlanordnung 50 nur in einem Behälterbereich 2a, b oder c angeordnet ist, vorausgesetzt, dass ein ausreichender konvektiver Stoffaustausch in Längsrichtung 14 des Behälters 2 durch Schwallwände 40, ggf. mit zusätzlichen Ablenkeinrichtungen 62, gewährleistet ist.

    [0046] Weitere Abwandlungen und Varianten der Erfindung ergeben sich für den Fachmann im Rahmen der nachfolgenden Ansprüche.


    Ansprüche

    1. Behälter (2), insbesondere Transportbehälter, mit einer Schwallwand (40), die jeweils eine Aussparung (18, 16) im Sohlen- und im Scheitelbereich des Behälters (2) aufweist, über die durch die Schwallwand voneinander abgetrennte Behälterbereiche (2a; 2b; 2c) in kommunizierender Verbindung stehen,
    wobei die Aussparung (18) im Sohlenbereich so ausgebildet ist, dass diese als Wartungsdurchstieg geeignet ist und von einer Person passierbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsquerschnitt der Aussparung (18) im Sohlenbereich einen oberen und unteren Bereich (18a, 18b) aufweist, wobei der obere Bereich (18a) enger als der untere Bereich (18b) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der den oberen Bereich (18a) definierende Randbereich (60) halbkreisförmig nach unten offen ausgebildet ist und glatt in die den unteren Bereich (18b) definierende Randbereiche (60) übergeht, die kreisförmig konvex verlaufen und so zwei in die Aussparung hinbeinragende, abgekanntete Laschen ausbilden.
     
    2. Behälter (2) nach Anspruch 1, bei welcher die Aussparung (18) im Sohlenbereich an ihrer engsten Stelle eine lichte Weite von wenigstens 400 bis 700 mm, bevorzugt 500 bis 600 mm, aufweist.
     
    3. Behälter (2) nach Anspruch 1 oder 2, welche als gewölbtes Scheibenelement ausgebildet ist.
     
    4. Behälter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welche wenigstens in einem Abschnitt ihres Außenrandes (40; 47; 48) mit der Innenseite des Transportbehälters (2) verbunden ist und im Verbindungsbereich ein dem Behälterverlauf in seiner Längsrichtung folgendes Seitenwandelement (48) aufweist.
     
    5. Behälter (2) nach Anspruch 4, welche einen zentralen Scheibenbereich aufweist, der in seinem Randbereich (44) mit einem Profilträgerelement (46) verbunden ist, das einen Schenkel (48) aufweist, welcher das Seitenwandelement bildet.
     
    6. Behälter (2) nach Anspruch 5, bei welcher das Profilträgerelement (46) als Winkel oder T-Träger ausgebildet ist.
     
    7. Behälter (2) nach Anspruch 5 oder 6, bei welchem der Scheibenbereich (42) einen radial verlaufenden Randbereich (44) aufweist, welcher radial überlappend mit einem nach innen ragenden Schenkel (47) des Profilträgerelements (46) verbunden ist.
     
    8. Behälter (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei welchem der Randbereich (44) mit dem Profilträgerelement (46) verschweißt ist.
     
    9. Behälter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welchem eine Behälterflanke mit einer Kühl- bzw. Heizeinrichtung (30) versehen ist, welche in Betrieb eine konvektive Umwälzung des im Transportbehälter befindlichen Ladeguts bewirkt, so dass das Ladegut im Heiz- bzw. Kühlbereich vertikal an der Innenseite der Behälterflanke entlangströmt.
     
    10. Behälter (2) nach Anspruch 9, bei welchem die Laschen eine Ablenkeinrichtung (62) aus bilden, die so auf den bei Betrieb der Kühl- bzw. Heizeinrichtung (30) erzeugten Ladegutstrom wirkt, das dieser durch die Ablenkeinrichtung (62) wenigstens teilweise in Längsrichtung (14) des Behälters (2) umgelenkt wird, und so eine konvektive Vermischung der in den einzelnen von Schwallwänden (40) abgetrennten Bereichen (2a; 2b; 2c) vorhandenen Ladegutteilen unterstützt wird.
     
    11. Tankcontainer (1) mit einem Behälter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
     


    Claims

    1. Container (2), in particular a transport container, comprising a baffle (40) which has a cutout (18, 16) respectively in the bottom region and in the top region of the container (2), via which cutouts container regions (2a; 2b; 2c) separated from one another by the baffle are communicatively connected,
    wherein the cutout (18) in the bottom region is configured in such a way that it is suitable as a maintenance passage and is passable by a person, characterised in that the opening cross-section of the cutout (18) in the bottom region has an upper and lower area (18a, 18b), wherein the upper area (18a) is narrower than the lower area (18b), characterised in that the edge region (60) defining the upper area (18a) is semicircular and open in the downward direction and merges smoothly into the edge regions (60) which define the lower area (18b) and which run convexly in a circular manner and thus form two bevelled tabs protruding into the cutout.
     
    2. Container (2) according to claim 1, in which the cutout (18) in the bottom region has at its narrowest point a clear width of at least 400 to 700 mm, preferably 500 to 600 mm.
     
    3. Container (2) according to claim 1 or 2, which is configured as a curved disc element.
     
    4. Container (2) according to one of claims 1 to 3, which at least in a portion of its outer edge (40; 47; 48) is connected to the inside of the transport container (2) and has in the connection region a side wall element (48) which follows the container profile in its longitudinal direction.
     
    5. Container (2) according to claim 4, which has a central disc region that is connected in its edge region (44) to a profiled support element (46) which has a leg (48) that forms the side wall element.
     
    6. Container (2) according to claim 5, in which the profiled support element (46) is configured as a bracket or T-shaped support.
     
    7. Container (2) according to claim 5 or 6, in which the disc region (42) has a radially running edge region (44) that is connected in a radially overlapping manner to an inwardly projecting leg (47) of the profiled support element (46).
     
    8. Container (2) according to one of claims 5 to 7, in which the edge region (44) is welded to the profiled support element (46).
     
    9. Container (2) according to one of claims 1 to 8, in which a container flank is provided with a cooling and/or heating device (30) which during operation gives rise to a convective circulation of the cargo located in the transport container, so that the cargo in the heating and/or cooling region flows vertically along the inside of the container flank.
     
    10. Container (2) according to claim 9, in which the tabs form a deflecting device (62) which acts on the cargo flow produced during operation of the cooling and/or heating device (30) in such a way that said cargo flow is deflected by the deflecting device (62) at least partially in the longitudinal direction (14) of the container (2), and thus a convective mixing of the cargo portions present in the individual regions (2a; 2b; 2c) separated by baffles (40) is assisted.
     
    11. Tank container (1) comprising a container (2) according to one of claims 1 to 10.
     


    Revendications

    1. Contenant (2), en particulier conteneur, lequel comporte une paroi brise-flots (40) présentant un évidement (18, 16) respectivement au niveau du fond et du sommet du contenant (2), par lequel les zones (2a ; 2b ; 2c) du contenant séparées les unes des autres par la paroi brise-flots, sont en communication,
    l'évidement (18) au niveau du fond étant configuré de manière à pouvoir servir d'orifice de maintenance et laisser passer une personne,
    caractérisé en ce que
    la section d'ouverture de l'évidement (18) au niveau du fond présente une zone supérieure et une zone inférieure (18a, 18b), la zone supérieure (18a) étant plus étroite que la zone inférieure (18b), caractérisé en ce que la zone de bordure (60) qui définit la zone supérieure (18a) est semi-circulaire et ouverte vers le bas et se transforme progressivement en zones de bordures (60) définissant la zone inférieure (18b), lesquelles zones de bordure sont convexes formant ainsi deux rabats repliés qui avancent dans l'évidement.
     
    2. Contenant (2) selon la revendication 1, dans lequel l'évidement (18) au niveau du fond présente, à l'endroit le plus étroit, une largeur minimale de 400 à 700 mm, de préférence de 500 à 600 mm.
     
    3. Contenant (2) selon la revendication 1 ou la revendication 2, en forme de disque bombé.
     
    4. Contenant (2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, relié, sur au moins un tronçon de sa bordure extérieure (40 ; 47 ; 48), au côté intérieur du conteneur (2) et présente, dans la zone de liaison, un élément de paroi latérale (48) suivant le long du contenant dans son sens longitudinal.
     
    5. Contenant (2) selon la revendication 4, lequel présente une zone centrale en forme de disque reliée, sur sa zone de bordure (44), à un profilé porteur (46) présentant une branche (48) qui forme l'élément de paroi latérale.
     
    6. Contenant (2) selon la revendication 5, sur lequel le profilé porteur (46) est une équerre ou une poutre en T.
     
    7. Contenant (2) selon la revendication 5 ou la revendication 6, dans lequel la zone en forme de disque (42) présente une zone de bordure radiale (44) qui est reliée, avec un chevauchement radial, à un montant (47), se dressant vers l'intérieur, du profilé porteur (46).
     
    8. Contenant (2) selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, sur lequel la zone de bordure (44) est soudée au profilé porteur (46).
     
    9. Contenant (2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dont un flanc est pourvu d'un dispositif de refroidissement ou de chauffage (30), lequel provoque, lorsqu'il fonctionne, une circulation par convection de la marchandise se trouvant à l'intérieur du conteneur de sorte que cette marchandise coule verticalement le long de l'intérieur du flanc du contenant dans la zone de chauffage ou de refroidissement.
     
    10. Contenant (2) selon la revendication 9, sur lequel les rabats forment un dispositif de déviation (62) qui agit de telle manière sur le flux de marchandise généré par le fonctionnement du dispositif de refroidissement ou de chauffage (30) que ce flux de marchandise est dévié, du moins en partie, dans le sens longitudinal (14) du contenant (2) par le dispositif de déviation (62) et permet ainsi un mélange par convection des parties de marchandise présentes dans les différentes zones (2a ; 2b ; 2c) séparées par des parois brise-flots (40).
     
    11. Conteneur-citerne (1) comportant un contenant (2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente