(19)
(11) EP 2 301 880 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.05.2012  Patentblatt  2012/20

(21) Anmeldenummer: 10010464.5

(22) Anmeldetag:  24.09.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 5/00(2006.01)

(54)

Aushebevorrichtung für Aufzüge

Extraction device for lifts

Dispositif de levage pour ascenseurs


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 29.09.2009 DE 102009048522

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.03.2011  Patentblatt  2011/13

(73) Patentinhaber: Aufzugswerke M. Schmitt & Sohn GmbH & Co.
90402 Nürnberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmidt, Klaus
    90489 Nürnberg (DE)
  • Meyer, Wilfried Michael
    91575 Windsbach (DE)

(74) Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ 
Patentanwälte Postfach 30 55
90014 Nürnberg
90014 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 669 315
BE-A- 654 542
DE-U1- 20 119 170
US-A- 3 186 752
EP-A2- 0 983 956
CN-Y- 2 913 301
US-A- 1 592 080
US-A1- 2006 042 880
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Aushebevorrichtung für Aufzüge mit einer Aufzugskabine.

    [0002] Wenn in einem Havariefall die Aufzugskabine durch eine Fangvorrichtung fixiert ist, so ist im allgemeinen der Aufzugmotor nicht in der Lage, die Aufzugskabine nach Beseitigung der Störung wieder aus der Fangposition herauszufahren, weil er zur Überwindung der hohen Klemmkräfte zwischen der Aufzugskabine und der Fangvorrichtung nicht ausgelegt ist. In der Praxis erfolgt bislang meist das Ausheben der Aufzugskabine aus der Fangposition über einen au der Decke im Schachtkopf anzubringenden Greif- oder Kettenzug. Ein Beispiel davon ist aus EP0983956 und DE 20119 170 U1 bekannt. Dabei entsteht ein hoher Arbeitsaufwand und zusätzlich die Gefahr, dass der Monteur in dem Schacht abstürzt.

    [0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Aushebevorrichtung anzugeben, die mit geringem Arbeitsaufwand das Ausheben der Aufzugskabine nach einem Störfall realisierbar macht.

    [0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Es handelt sich dabei um eine Aushebevorrichtung für eine an mindestens einer vertikalen Führungsschiene motorisch angetrieben geführte Aufzugskabine einer Aufzugsanlage. Die Aushebevorrichtung weist ein über einen manuellen oder motorischen Antrieb längsverstellbares Verbindungsaggregat mit einer ersten Anschlusseinrichtung zu der mindestens einen Führungsschiene und einer zweiten Anschlusseinrichtung zu der Aufzugskabine auf. Es ist hierbei vorgesehen, dass die erste Anschlusseinrichtung zu der mindestens einen Führungsschiene als eine Klemmeinrichtung ausgebildet ist, die zum temporären Anschluss an die Führungsschiene in Klemmeingriff mit der Führungsschiene bringbar ist;
    dass die zweite Anschlusseinrichtung zur Aufzugskabine zum Anschluss mit der Aufzugskabine permanent oder lösbar verbindbar ist; und
    dass die Klemmeinrichtung so ausgebildet ist, dass in der Anordnung der Klemmeinrichtung an der mindestens einen Führungsschiene durch eine auf die Klemmeinrichtung über das Verbindungsaggregat einwirkende Zugkraft der Klemmeingriff mit der Führungsschiene erzeugt und/oder verstärkt wird.

    [0005] Wesentlich ist, dass die Aushebevorrichtung ein längenverstellbares Verbindungsaggregat aufweist, das zum Ausheben mit seiner einen Anschlussstelle an der Führungsschiene temporär anschließbar ist, wobei dieser Anschluss zur Führungsschiene über eine Klemmeinrichtung erfolgt. Damit sind Ausführungen möglich, bei denen die Aushebevorrichtung in jeder Höhenposition der Aufzugskabine an die Führungsschiene anschließbar ist. Es wird damit nicht mehr grundsätzlich erforderlich, das Ausheben über einen im Schachtkopf anzubringenden Greif- oder Kettenzug vorzunehmen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich mit der Klemmeinrichtung dadurch, dass der Klemmeingriff beim Anschluss an die Führungsschiene mit wachsender Last ansteigt und damit eine sichere Abstützung der Aushebevorrichtung beim Ausheben erhalten wird.

    [0006] Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Klemmeinrichtung als eine Parallelogrammlenkereinrichtung ausgebildet ist, wobei die Parallelogrammlenkereinrichtung zwei einander gegenüberstehende parallel geführte Klemmbacken und ein parallel geführtes Zugelement aufweist, das mit dem Verbindungsaggregat verbunden oder verbindbar ist.

    [0007] Um einen besonders guten Klemmeingriff zu erhalten, kann vorgesehen sein, dass die Klemmbacken an die Form der Führungsschiene angepasste und/oder mit der Form der Führungsschiene komplementäre Klemmflächen aufweisen.

    [0008] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass die Klemmbacken ebene Klemmflächen aufweisen.

    [0009] In bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Klemmflächen ein Oberflächenprofil aufweisen, beispielsweise mit Querrippen oder einem Kreuzmuster ausgebildet sind. Die Querrippen sind senkrecht zu dem Lastangriff ausgerichtet, d. h. bei senkrechtem Lastangriff waagerecht ausgerichtet. -

    [0010] Weiter kann vorgesehen sein, die Klemmflächen eine Oberflächenbeschichtung mit hoher Reibkennzahl aufweisen. Die Oberflächenbeschichtung kann beispielsweise aus einem Elastomer gebildet sein. Es ist weiter möglich, dass die Oberflächenbeschichtung ein Oberflächenprofil aufweiset, beispielsweise Noppen oder Querrippen. Die Querrippen sind vorzugsweise senkrecht zu dem Lastangriff ausgerichtet, d. h. bei senkrechtem Lastangriff waagerecht ausgerichtet.

    [0011] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Klemmbacken der Klemmeinrichtung mit einer Klemmfeder zusammenwirken, die die Klemmbacken aufeinander presst. Durch die Klemmfeder wird bereits eine Klemmkraft erzeugt, wenn die Klemmeinrichtung noch nicht mit einer Last beaufschlagt ist.

    [0012] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Klemmfeder eine Schenkelfeder ist. Weiter kann die Schenkelfeder vorteilhafterweise vorgespannt sein, so dass bereits eine Klemmkraft wirkt, wenn das Zugelement der Klemmeinrichtung noch nicht belastet ist.

    [0013] Weitere Ansprüche sind auf das längenverstellbare Verbindungsaggregat gerichtet.

    [0014] Das längenverstellbare Verbindungsaggregat ist zu seiner Befestigung mit einem manuellen Antrieb oder mit einem motorischen Antrieb verbunden. Unter manueller Antrieb wird eine manuelle Betätigungseinrichtung verstanden, z.B. ein über einen Handhebel betätigbares Getriebe. Unter motorischer Antrieb wird ein über Fremdkraft betätigter Antriebsmotor, z.B. ein Elektromotor mit integriertem Getriebe verstanden.

    [0015] Es kann vorgesehen sein, dass der manuelle oder motorische Antrieb des längenverstellbaren Verbindungsaggregats als ein selbsthemmender Antrieb ausgebildet ist. Der selbsthemmende Antrieb kann weiter vorteilhafterweise eine Vorrichtung zum Aufheben der Hemmung aufweisen, so dass das Verbindungsaggregat nach Gebrauch wieder auf die ursprüngliche Länge rückstellbar ist.

    [0016] Weiter kann vorgesehen sein, dass das längenverstellbare Verbindungsaggregat als ein Schwenkarm mit einer Längenverstelleinrichtung ausgebildet ist. Der Schwenkarm kann beispielsweise schwenkbar mit dem Kabinendach bzw. mit einem auf dem Kabinendach angeordneten Querträger angeordnet sein und bei Nichtgebrauch in eine Ruhestellung parallel zum Querträger gebracht sein.

    [0017] Es kann vorgesehen sein, dass die Längenverstelleinrichtung ein Schraubgetriebe ist. Das Schraubgetriebe weist den Vorteil auf, dass es durch Wahl einer geringen Steigung selbsthemmend ausgebildet sein kann und dass es weiter eine Kraftübersetzung ermöglicht.

    [0018] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Schraubgetriebe aus einer Doppelmutter mit einem Rechts- und einem Linksgewinde sowie zwei Gewindestangen, die in die Doppelmutter eingreifen, gebildet ist.

    [0019] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Schraubgetriebe aus einer Doppelschraube mit einem Rechts- und einem Linksgewinde sowie zwei Muttern, die die Doppelschraube übergreifen, gebildet ist.

    [0020] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Schraubgetriebe aus einer hülsenförmigen Mutter und einer in die hülsenförmige Mutter eingreifenden Gewindestange gebildet ist, wobei die Mutter mit dem Schwenkarm starr verbunden ist und die Gewindestange mit dem Schwenkarm drehbar verbunden ist oder umgekehrt.

    [0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das über einen manuellen oder motorischen Antrieb längenverstellbare Verbindungsaggregat eine Handwinde oder eine Motorwinde ist.

    [0022] Weiter kann vorgesehen sein, dass das über einen manuellen oder motorischen Antrieb längenverstellbare Verbindungsaggregat ein Flaschenzug oder ein Kettenzug ist. Vorteilhafterweise ist der Antriebsstrang des Flaschenzugs oder des Kettenzugs mit einer Knarre oder Ratsche verbunden, die zugleich die Funktion der Selbsthemmung erfüllt.

    [0023] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aushebevorrichtung;
    Fig. 2
    ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aushebevorrichtung;
    Fig. 3a und 3b
    eine Vorder- und Rückansicht der Klemmeinrichtung in Fig. 1 und 2 mit geschlossenen Klemmbacken;
    Fig. 4a und 4b
    die Klemmeinrichtung in Fig. 3a und 3b mit geöffneten Klemmbacken;
    Fig. 5
    die Klemmeinrichtung in Fig. 3a und 3b mit Blick auf die Schenkelfeder;
    Fig.6a und 6b
    die Klemmeinrichtung in Fig. 3a und 3b geklemmt an eine Führungsschiene einer Aufzugskabine im Detail.


    [0024] Fig. 1 zeigt eine Aushebevorrichtung 1, die auf dem Kabinendach einer Aufzugskabine 2 angeordnet ist. Die Aufzugskabine 2 ist an einer linken T-förmigen Führungsschiene 211 und einer rechten T-förmigen Führungsschiene 21r geführt.

    [0025] Die Aushebevorrichtung 1 weist ein als Schwenkarm ausgebildetes längenverstellbares Verbindungsaggregat 11 auf, das über ein Schwenklager 221 schwenkbar mit einem auf dem Kabinendach angeordneten Querträger 22 verbunden ist. Das Verbindungsaggregat 11 liegt in Ruhestellung auf dem Querträger 22 auf, wobei die Längsachse des Verbindungsaggregats 11 parallel zur Längsachse des Querträgers 22 ist. Es können auch zwei solche Verbindungsaggregate 11 vorgesehen sein, die mit der linken Führungsschiene 21l bzw. mit der rechten Führungsschiene 21 r klemmbar verbindbar sind.

    [0026] Wenn nun in einem Havariefall die Aufzugskabine 2 durch eine in Fig. 1 nicht dargestellte Fangvorrichtung fixiert ist, so ist im allgemeinen der Aufzugmotor nicht in der Lage, die Aufzugskabine 2 nach Beseitigung der Störung wieder aus der Fangposition herauszufahren, weil er zur Überwindung der hohen Klemmkräfte zwischen der Aufzugskabine und der Fangvorrichtung nicht ausgelegt ist.

    [0027] Das Verbindungsaggregat 11 weist an seinem dem Schwenklager 221 abgewandten Endabschnitt eine gelenkig gelagerte Klemmeinrichtung 113 auf. Die Klemmeinrichtung 113 ist weiter unten in Verbindung mit Fig. 3a ff näher beschrieben.

    [0028] Das Verbindungsaggregat 11 ist in Figur 1 durch eine als Schraubgetriebe ausgebildete Spanneinrichtung längenverstellbar ausgebildet. Das Schraubgetriebe ist aus einer Doppelmutter 112 mit Links- und Rechtsgewinde sowie zwei Gewindestangen die ein Links- bzw. Rechtsgewinde aufweisen, gebildet. Die Doppelmutter 112 ist als eine jochförmige Doppelmutter ausgebildet. Derartige Doppelmuttern werden auch als Spannschloss bezeichnet.

    [0029] Die Länge des Verbindungsaggregats 11 wird durch Drehen der Doppelmutter 112 verändert, wobei zum Ausheben der Aufzugskabine die Doppelmutter 112 so gedreht wird, dass die Länge des Verbindungsaggregats 11 verkürzt wird. Die Doppelmutter 112 weist vorzugsweise Schlüsselflächen auf, um einen Maulschlüssel anzusetzen. Es ist aber auch möglich, die Doppelmutter mit einer Eingriffsöffnung für einen Hebel auszubilden, so dass in beiden Fällen die Hebelwirkung in Verbindung mit der an den Schraubgewinden zu verzeichnenden Kraftübersetzung ausreicht, um das Verbindungsaggregat von Hand zu betätigen und die Aufzugskabine 2 auszuheben.

    [0030] Fig. 2 zeigt eine Aushebevorrichtung 3, die zwei als Flaschenzug 12 ausgebildete längenverstellbare Verbindungsaggregate aufweist. Die Flaschenzüge 12 sind wie das vorstehend in Fig. 1 beschriebene Verbindungsaggregat jeweils über ein Schwenklager 221 mit dem auf dem Kabinendach angeordneten Querträger 22 verbunden und weiter schwenkbar mit der auf der Führungsschiene geklemmten Klemmeinrichtung 113. Durch die paarweise Anordnung der Aushebevorrichtungen 3 ist ein gleichmäßiger Krafteingriff erreicht und weiter müssen die beiden Aushebevorrichtungen nur für die halbe Last im Vergleich zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ausgelegt sein.

    [0031] Die beiden Flaschenzüge 12 werden jeweils durch eine Knarreneinrichtung 12k betätigt, wobei die Knarreneinrichtungen 12 als handbetätigte Knarreneinrichtungen mit einem Handhebel ausgebildet sind. Die Knarreneinrichtungen 12k weisen eine Knarre oder Ratsche auf, d. h. eine bekannte Einrichtung zur Erzeugung einer umlaufenden Drehbewegung innerhalb eines nur begrenzten Arbeitsraumes. Die Knarreneinrichtungen 12k sind selbsthemmend ausgebildet. Die Selbsthemmung kann beispielsweise durch eine Kombination zweier Sperrklinken erreicht sein, die eine Schwenkbewegung des Handhebels nur in eine Richtung überträgt, während eine Bewegung in Gegenrichtung automatisch gesperrt wird. Es kann aber auch beispielsweise eine Ausführung mit zwei Sperrklinken mit einer federbelasteten gerasterten Wippe vorgesehen sein,

    [0032] Die Fig. 3a und 3b zeigen den Aufbau der Klemmeinrichtung 113 im Detail, wobei die Fig. 3b die Rückansicht von Fig. 3a darstellt und umgekehrt.

    [0033] Zwei Klemmbacken 113k bilden mit zwei Querlenkern 113q ein als Parallelogramm ausgebildetes Viergelenk, wobei die Klemmflächen der Klemmbacken 113k einander zugewandt sind und in der in Fig. 3a und 3b dargestellten Lage aufeinander liegen. An den beiden Querlenkern 113q ist weiter ein Zughebel 113z mit einer am unteren Endabschnitt angeformten Zugöse gelenkig angeordnet. Der Zughebel 113z bildet mit jedem der beiden Klemmbacken 113k jeweils ein als Parallelogramm ausgebildetes Viergelenk. Die Klemmeinrichtung 113k ist also als eine Parallelogrammlenkereinrichtung ausgebildet, wobei die Parallelogrammlenkereinrichtung zwei einander gegenüberstehende parallel geführte Klemmbacken 113k und ein parallel geführtes Zugelement 113z aufweist, das mit dem längenverstellbaren Verbindungsaggregat verbunden oder verbindbar ist.

    [0034] Die Klemmflächen der Klemmbacken 113k sind als ebene Klemmflächen mit einem Oberflächenprofil ausgebildet, welches die Klemmfähigkeit gegenüber glatten Flächen erhöht. Das Oberflächenprofil kann beispielsweise als Querrippen ausgebildet sein.

    [0035] Die Fig. 4a und 4b zeigen die Klemmeinrichtung 113 mit geöffneten Klemmbacken 113k, d. h. zwischen den einander gegenüberstehenden Klemmflächen der Klemmbacken ist ein Abstandsraum ausgebildet, der zur Aufnahme eines zu klemmenden Körpers bestimmt ist.

    [0036] Die Fig. 5 entspricht im Wesentlichen der Darstellung in Fig. 4a, mit dem Unterschied, dass die Klemmbacken 113k maximal geöffnet sind und so der Blick auf eine zwischen beiden Klemmbacken 113k angeordnete Schenkelfeder 113z freigegeben ist Die Schenkelfeder 113z kann vorgespannt sein, um die Klemmkraft zwischen den beiden Klemmbacken zu erhöhen. Die Klemmkraft wird weiter erhöht, wenn an der Zugöse des Zughebels 113z eine nach unten, d. h. von der Klemmeinrichtung fort gerichtete Kraft angreift, welche die Klemmbacken 113k aufeinander zu bewegt. Auf diese Weise steigt die Anpresskraft und damit verbunden die Haltekraft der Klemmeinrichtung 113k mit wachsender Last an. -

    [0037] Die Fig. 6a und 6b zeigen die mit der Führungsschiene 21l (siehe Fig. 1) im Klemmeingriff stehende Klemmeinrichtung 113k. Die Zugöse des Zughebels 113z ist über einen eingesteckten Gewindebolzen mit einer Lastöse 12ö des Flaschenzugs 12 gelenkig verbunden. Es kann vorgesehen sein, die Verbindung zwischen der Lastöse 12ö und dem Flaschenzug 12 lösbar auszuführen, so dass die Klemmeinrichtung 113 auch für andere Aufgaben nutzbar ist.

    Bezugszeichenliste



    [0038] 
    1
    Aushebevorrichtung
    2
    Aufzugskabine
    3
    Aushebevorrichtung
    11
    längenverstellbares Verbindungsaggregat
    12
    Flaschenzug (längenverstellbares Verbindungsaggregat)
    12ö
    Lastöse
    12k
    Knarreneinrichtung
    21l
    linke Führungsschiene
    21r
    rechte Führungsschiene
    22
    Querträger
    111
    Gewindestange
    112
    Doppelmutter
    113
    Klemmeinrichtung
    113k
    Klemmbacke
    113q
    Querlenker
    113s
    Schenkelfeder
    113z
    Zughebel
    221
    Schwenklager



    Ansprüche

    1. Aushebevorrichtung (1, 3) für eine an mindestens einer vertikalen Führungsschiene (21l, ,21r) motorisch angetrieben geführte Aufzugskabine (2) einer Aufzugsanlage
    wobei die Aushebevorrichtung ein über einen manuellen oder motorischen Antrieb längsverstellbares Verbindungsaggregat (11, 12) mit einer ersten Anschlusseinrichtung zu der mindestens einen Führungsschiene und einer zweiten Anschlusseinrichtung zu der Aufzugskabine aufweist,
    wobei,
    die erste Anschlusseinrichtung zu der mindestens einen Führungsschiene (21l, 21r) als eine Klemmeinrichtung (113) ausgebildet ist, die zum temporären Anschluss an die Führungsschiene (21l, , 21r) in Klemmeingriff mit der Führungsschiene (21l, 21r) bringbar ist;
    die zweite Anschlusseinrichtung zur Aufzugskabine (2) zum Anschluss mit der Aufzugskabine (2) permanent oder lösbar verbindbar ist; und die Klemmeinrichtung (113) so ausgebildet ist, dass in der Anordnung der Klemmeinrichtung (113) an der mindestens einen Führungsschiene 21l, 21r) durch eine auf die Klemmeinrichtung (113) über das Verbindungsaggregat (11, 12) einwirkende Zugkraft der Klemmeingriff mit der Führungsschiene (21l, 21r) erzeugt und/oder verstärkt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmeinrichtung (113) als eine ParaNelogrammlenkereinrichtung ausgebildet ist, wobei die Parallelogrammlenkereinrichtung zwei einander gegenüberstehende parallel geführte Klemmbacken (113k) und ein parallel geführtes Zugelement (113z) aufweist, das mit dem Verbindungsaggregat (11, 12) verbunden oder verbindbar ist.
     
    2. Aushebevorrichtung nach Anspruch ,1
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmbacken (113k) an die Form der Führungsschiene (21l, 21 r) angepasste und/oder mit der Form der Führungsschiene (21l,21 r) komplementäre Klemmflächen aufweisen.
     
    3. Aushebevorrichtung nach Anspruch , 2
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmbacken (113k) ebene Klemmflächen aufweisen.
     
    4. Aushebevorrichtung nach Anspruch 3
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmflächen ein Oberflächenprofil aufweisen.
     
    5. Aushebevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmflächen eine Oberflächenbeschichtung mit hoher Reibkennzahl aufweisen.
     
    6. Aushebevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis ,5
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmbacken (113k) der Klemmeinrichtung (113) mit einer Klemmfeder (113s) zusammenwirken, die die Klemmeinrichtung (113) in die Klemmstellung bringt.
     
    7. Aushebevorrichtung nach Anspruch ,6
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmfeder (113s) eine Schenkelfeder ist.
     
    8. Aushebevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der manuelle oder motorische Antrieb des längenverstellbaren Verbindungsaggregats (11, 12) als ein selbsthemmender Antrieb ausgebildet ist.
     
    9. Aushebevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das längenverstellbare Verbindungsaggregat (11) als ein Schwenkarm mit einer Längenverstelleinrichtung ausgebildet ist.
     
    10. Aushebevorrichtung nach Anspruch ,9
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Längenverstelleinrichtung ein Schraubgetriebe ist.
     
    11. Aushebevorrichtung nach Anspruch, 10
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schraubgetriebe aus einer Doppelmutter (112) mit einem Rechts- und einem Linksgewinde sowie zwei Gewindestangen (111), die in die Doppelmutter (112) eingreifen, gebildet ist.
     
    12. Aushebevorrichtung nach Anspruch ,10
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schraubgetriebe aus einer Doppelschraube mit einem Rechts-und einem Linksgewinde sowie zwei Muttern, die die Doppelschraube übergreifen, gebildet ist.
     
    13. Aushebevorrichtung nach Anspruch, 10
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schraubgetriebe aus einer hülsenförmigen Mutter und einer in die hülsenförmige Mutter eingreifenden Gewindestange gebildet ist, wobei die Mutter mit dem Schwenkarm starr verbunden ist und die Gewindestange mit dem Schwenkarm drehbar verbunden ist oder umgekehrt.
     
    14. Aushebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das über einen manuellen oder motorischen Antrieb längenverstellbare Verbindungsaggregat eine Handwinde oder eine Motorwinde ist.
     
    15. Aushebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das über einen manuellen oder motorischen Antrieb längenverstellbare Verbindungsaggregat ein Flaschenzug (12) oder ein Kettenzug ist.
     


    Claims

    1. Lifting device (1,3) for the motor-driven lift cage (2) of a lift system on at least one guide rail (21l,21 r) wherein the lifting device features a length adjustable connecting system (11, 12) via a manual or motoric drive with a first connecting device to at least one guide rail and a second connecting device to the lift cage,
    wherein,
    the first connecting device is designed to be connected to at least one guide rail (21l, 21 r) as a clamping device (113) which can be brought for temporary connection to the guide rail (21l, 21r) in the clamping intervention with the guide rail (21l, 21r); the second connecting device to the lift cage (2) for connection to the lift cage (2) is permanently or releasably connected. The clamping device (113) is designed so that the arrangement of the clamping device (113) on to which at least one guide rail (21l, 1, 21 r) is generated or reinforced by means of an acting force from the clamping device (113) with the guide rail (21l, 21r) via the connecting device (11, 12), characterised in that,
    the clamping device (113) is designed as a parallelogram steering system, wherein the parallelogram steering system features two conducted clamping jaws (113k) parallel from one another and a parallel conducted tensile element (113z) that is or is able to be connected to the connecting device (11, 12).
     
    2. Lifting device according to claim 1,
    characterised in that,
    the clamping jaws (113k) adapted to the mould of the guide rail (21l,21r) and/or feature complementary clamping surfaces with the mould of the guide rail (21l, 21 r).
     
    3. Lifting device according to claim 2,
    characterised in that,
    the clamping jaws (113k) feature plane clamping surfaces.
     
    4. Lifting device according to claim 3,
    characterised in that,
    the clamping surfaces feature a surface profile.
     
    5. Lifting device according to claim 3 or 4,
    characterised in that,
    the clamping surfaces feature a surface coating with a high friction coefficient.
     
    6. Lifting device according to claims 2 to 5,
    characterised in that,
    the clamping jaws (113k) combine the clamping device (113) with a clamping spring (113s) which brings the clamping device (113) into the clamping position.
     
    7. Lifting device according to claim 6,
    characterised in that,
    the clamping spring (113s) is a leg spring.
     
    8. Lifting device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that,
    the manual or motoric drive of the length adjustable connecting unit (11, 12) is designed as a self-locking drive.
     
    9. Lifting device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that,
    the length adjustable connecting unit (11) is designed as a connecting arm with a length adjustment device.
     
    10. Lifting device according to claim 9
    characterised in that,
    the length adjustable device is a worm gear.
     
    11. Lifting device according to claim 10
    characterised in that,
    the worm gear is formed from a double nut (112) with a right and left thread as well as two threaded rods (111) which are inserted into the double nut (112).
     
    12. Lifting device according to claim 10
    characterised in that,
    the worm gear is formed with a right and a left thread as well as two nuts which overlap the twin screw.
     
    13. Lifting device according to claim 10,
    characterised in that,
    the worm gear is formed from a sleeve-shaped nut and a threaded rod that inserts into the sleeve-shaped nut wherein the nut is rigidly connected to the swivel arm and the threaded rod is connected by a bearing to the swivel arm or vice versa.
     
    14. Lifting device according to claims 1 to 9,
    characterised in that,
    the connecting unit able to be adjusted in length by a manual or motoric drive, is a manual winch or a motoric winch.
     
    15. Lifting device according to claims 1 to 9,
    characterised in that,
    the connecting unit able to be adjusted in length by a manual or motoric drive, is a pulley (12) or a chain hoist.
     


    Revendications

    1. Dispositif de levage (1, 3) pour une cabine (2) d'un ascenseur guidée de manière motorisée au niveau au moins d'un rail de guidage (211, 21r) vertical,
    le dispositif de levage présentant une unité d'assemblage (11, 12) avec un premier système de raccordement au rail de guidage au moins au nombre de un et à un deuxième système de raccordement à la cabine d'ascenseur, laquelle unité d'assemblage est réglable en longueur par l'intermédiaire d'un dispositif d'entraînement manuel ou motorisé,
    dans lequel
    le premier système de raccordement au rail de guidage (211, 21r) au moins au nombre de un est réalisé comme un système de serrage (113) qui peut être mis en prise par serrage avec le rail de guidage (211, 21r) pour le raccordement temporaire au rail de guidage (211, 21r) ;
    le deuxième dispositif de raccordement à la cabine d'ascenseur (2) peut être relié de manière permanente ou de manière amovible à la cabine d'ascenseur (2) pour le raccordement ; et
    le système de serrage (113) est réalisé de telle manière que l'engrènement du système de serrage (113) avec le rail de guidage (211, 21r) est effectué et/ou renforcé par une force de traction agissant sur le système de serrage (113), lorsque ce dernier est disposé sur le rail de guidage (211, 21r) au moins au nombre de un, par l'intermédiaire de l'unité d'assemblage (11, 12),
    caractérisé en ce
    que le système de serrage (113) est réalisé comme un système de bielle à parallélogramme, ledit système de bielle à parallélogramme présentant deux joues de serrage (113k) guidées de manière parallèle se faisant face et un élément de traction (113z) guidé de manière parallèle, qui est relié ou peut être relié à l'unité d'assemblage (11, 12).
     
    2. Dispositif de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce
    que les joues de serrage (113k) présentent des surfaces de serrage adaptées à la forme des rails de guidage (211, 21r) et/ou complémentaires à la forme des rails de guidage (211, 21r).
     
    3. Dispositif de levage selon la revendication 2, caractérisé en ce
    que les joues de serrage (113k) présentent des surfaces de serrage planes.
     
    4. Dispositif de levage selon la revendication 3, caractérisé en ce
    que les joues de serrage présentent un profil de surface.
     
    5. Dispositif de levage selon la revendication 3 ou 4,
    caractérisé en ce
    que les surfaces de serrage présentent un revêtement de surface avec un coefficient de friction élevé.
     
    6. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications 2 à 5,
    caractérisé en ce
    que les joues de serrage (113k) du système de serrage (113) coopèrent avec un ressort de serrage (113s), qui amène le système de serrage (113) dans la position de serrage.
     
    7. Dispositif de levage selon la revendication 6,
    caractérisé en ce
    que le ressort de serrage (113s) est un ressort spiral.
     
    8. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'entraînement manuel ou motorisé de l'unité d'assemblage (11, 12) réglable en longueur est réalisé comme un entraînement à blocage automatique.
     
    9. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que l'unité d'assemblage (11) réglable en longueur est réalisée comme un bras pivotant présentant un système de réglage des longueurs.
     
    10. Dispositif de levage selon la revendication 9,
    caractérisé en ce
    que le système de réglage des longueurs est un engrenage à vis sans fin.
     
    11. Dispositif de levage selon la revendication 10,
    caractérisé en ce
    que l'engrenage à vis sans fin est formé à partir d'un double écrou (112) présentant un filetage droit et un filetage gauche et de deux tiges filetées (111), qui viennent en prise avec le double écrou (112).
     
    12. Dispositif de levage selon la revendication 10,
    caractérisé en ce
    que l'engrenage à vis sans fin est formé à partir d'une double vis présentant un filetage droit et un filetage gauche et de deux écrous, qui empiètent sur la double vis.
     
    13. Dispositif de levage selon la revendication 10,
    caractérisé en ce
    que l'engrenage à vis sans fin est formé à partir d'un écrou en forme de manchon et d'une tige filetée venant en prise avec l'écrou en forme de manchon, l'écrou étant relié fixement au bras pivotant et la tige étant reliée de manière à pouvoir tourner au bras pivotant et inversement.
     
    14. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
    caractérisé en ce
    que l'unité d'assemblage réglable en longueur par l'intermédiaire d'un entraînement manuel ou motorisé est un treuil à manivelle ou un treuil à moteur.
     
    15. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
    caractérisé en ce
    que l'unité d'assemblage réglable en longueur par l'intermédiaire d'un entraînement manuel ou motorisé est un palan ou (12) ou un palan à chaîne.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente