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(11) |
EP 1 612 887 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2012 Patentblatt 2012/23 |
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Anmeldetag: 01.04.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Schirmung von Antennen vor elektromagnetischen Feldern
A device for shielding of Antennas from electromagnetic fields
Dispositif de blindage pour antennes contre les champs électromagnétiques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
28.06.2004 DE 102004031667
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.01.2006 Patentblatt 2006/01 |
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Patentinhaber: Blohm + Voss Naval GmbH |
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20457 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Harms, Harm-Friedrich, Dr.
26603 Aurich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hansmann, Dierk et al |
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Patentanwälte
Hansmann-Klickow-Hansmann
Jessenstrasse 4 22767 Hamburg 22767 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 844 639
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US-A- 5 568 162
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- ROLAND CALVAS; JACQUES DELABALLE: "Koexistenz von Starkstrom und Schwachstrom" SCHNEIDER
ELECTRIC, TECHNISCHES HEFT NR. 187, April 1997 (1997-04), Seiten 1-25, XP002334408
ZÜRICH
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schirmung elektromagnetischer
Felder von Antennen als GPS-Antennen auf Marineschiffen mittels eines Schirmkäfigs
als Faradaykäfig.
[0002] Bei der Verwendung von Antennen im Oberdecksbereich von Marineschiffen werden relativ
hohe Feldstärken erzeugt. Insbesondere im Hochfrequenzbereich (1,5 MHz bis 30 MHz)
liegen diese bei einigen 100 V/m. Handelsübliche Geräte (Commercial off the Shelf,
COTS) sind mit EMV-Festigkeiten von 10 V/m spezifiziert, militärische Geräte und Anlagen
mit 200 V/m. Bei der Aufstellung von militärisch spezifizierten Geräten und Anlagen
ist die Zahl der Standorte bereits beschränkt, die Verwendung von COTS-Geräten ist
nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich.
[0003] Nach der
US-A-5,568,162 ist es bekannt, einen Faradaykäfig zur Abschirmung ferritisch magnetische Stabantennen
mittels Flachbandkabel im Frequenzbereich um 300 kHz einzusetzen. Hierbei wird ein
Flachbandkabel zur Schirmung derart angeordnet, daß es keine Masseschleifen bildet,
um das Netzsignal, das mit der Polarisation orthogonal dazu einfällt, nicht zu schwächen.
Bei dieser bekannten Anordnung werden elektromagnetische Felder nach der Polarisation
selektiert.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine durchführbare Abschirmung auf einfache Weise mit
einer Selektion nach Frequenzen zu schaffen, die eine störende Feldstärke ausreichend
abschirmt und das geschützte Gerät in seiner Funktion nicht beeinträchtigt.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmalskombination des
Patentanspruches.
[0007] Hierdurch ist auf einfache Weise eine Schirmung der Antenne bei gleichzeitigem Durchlassen
der Frequenzen zu ermöglichen, d. h. eine Schirmung einer GPS-Antenne gegen HF (1
MHz bis 30 MHz) bei gleichzeitigem Durchlasen der GPS-Frequenzen von etwa 1,5 GHZ
zu ermöglichen. Es ist damit eine Schirmung im Bereich von 10 dB durch einen Käfig
entsprechend einem Faktor drei bis vier erreichbar und somit werden mit zwei Käfigen
etwa 20 dB und mit drei Käfigen etwa 30 dB erreicht.
[0008] Die entsprechende Auslegung wird dadurch vereinfacht, daß die Antenne als Erzeuger
von abzuschirmenden hohen Frequenzen im Zentrum des gebildeten Käfigs angeordnet ist.
[0009] In der zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt
und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen prinzipiellen Aufbau einer Anordnung mit einem würfelförmigen Käfig,
- Fig. 2
- eine Anordnung mit einer aufgenommenen GPS- Antenne,
- Fig. 3
- eine Feldverteilung in einem Käfig in Draufsicht,
- Fig. 4
- ein Diagramm einer Feldanalyse der Schirmung einer GPS-Antenne in Abhängigkeit der
Würfelkantenlänge bei gleichzeitigem Durchlassen der GPS-Frequenzen von etwa 1,5 GHz.
[0010] Bei der dargestellten Anordnung ist auf einer leitenden Aufstellfläche 1 eine Würfelausbildung
2 als Käfig durch leitende Stäbe 3,4 gebildet, die als senkrechte Stäbe 3 und waagerechte
Stäbe 4 miteinander verbunden sind und im Zentrum des gebildeten umschlossenen Raumes
eine Antenne 5 aufnehmen. Hierdurch werden als Durchtrittsöffnungen entsprechende
Maschen 6 zum Durchlaß der verwendeten Frequenzen der eingeschlossenen Antenne 5 geschaffen.
[0011] Die Länge der entsprechenden Stäbe 3,4 ergeben dabei in Abhängigkeit der abzuschirmenden
Frequenzen die entsprechende Schirmung, wie es in Fig. 4 angegeben wurde.
[0012] Zur Verdeutlichung der Anordnung wird in Fig. 3 die Feldverteilung 7 im Käfig 2 dargestellt.
1. Vorrichtung zur Schirmung elektromagnetischer Felder von Antennen als GPS-Antennen
auf Marineschiffen mittels eines Schirmkäfigs als Faradaykäfig, wobei der Käfig (2)
in der Art eines Quaders in Form eines Würfels, zur Aufnahme und Umhüllung der Antenne
(5) gebildet ist und die Begrenzungskanten des Käfigs (2) oberhalb einer Aufstellfläche
(1) durch verbundene Stäbe (3,4) aus elektrisch leitendem Material zur Bildung von
Maschen (6) gebildet sind sowie die Aufstellfläche (1) für die angeordneten Stäbe
(3,4) des Käfigs (2) eine elektrisch leitende Fläche ist und daß die Stablänge der
Stäbe (3, 4) zur Bildung der Maschengröße des Käfigs (2) in Abhängigkeit einer Frequenz
der zu schirmenden Feldstärke und einer Nutzfrequenz der zu schirmenden Antenne (5)
abgestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Käfige (2) kaskadenförmig einander zugeordnet sind.
1. Device for screening electromagnetic fields of antennae in the form of GPS antennae
on naval ships by means of a screening cage in the form of a Faraday cage, wherein
the cage (2) is formed in the manner of a rectangular parallelepiped in the shape
of a cube, for receiving and enveloping the antenna (5) and the boundary edges of
the cage (2) above a mounting surface (1) are formed by connected bars (3, 4) made
of electrically conductive material for forming meshes (6), and the mounting surface
(1) for the bars (3, 4) of the cage (2) that are provided is an electrically conductive
surface, and that the length of the bars (3, 4) for forming the mesh size of the cage
(2) is adapted in dependence upon a frequency of the field strength to be screened
and a desired frequency of the antenna (5) to be screened, characterised in that a number of cages (2) are associated with one another in cascade form.
1. Dispositif de blindage contre les champs électromagnétiques d'antennes, en particulier
des antennes GPS installées sur des navires de la marine, au moyen d'une cage de blindage,
conçue en tant que cage de Faraday, sachant que la cage (2) est de type parallélépipédique,
réalisée sous la forme d'un cube et est destinée à recevoir et envelopper l'antenne
(5), et que les bords de limitation de la cage (2), au-dessus d'une surface d'installation,
sont réalisés par des barres (3, 4) en matière conductrice d'électricité, reliées
ensemble pour former des mailles (6), et la surface d'installation (1) des barres
(3, 4) de la cage (2) étant une surface conductrice d'électricité, et, pour la réalisation
de la grandeur de mailles de la cage (2), la longueur des barres (3, 4) étant sélectionnée
en fonction d'une fréquence de la puissance des champs à éliminer et d'une fréquence
utile de l'antenne (5), caractérisé en ce que plusieurs cages (2) sont associées les unes aux autres, en forme de cascade.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- ROLAND CALVASJAQUES DELABALLEKoexistenz von Starkstrom, und SchwachstromSCHNEIDER ELECTRIC, TECHNISCHES HEFT NR.,
1997, vol. 187, 1-26 [0004]